{"id":52038,"date":"2019-05-24T16:38:04","date_gmt":"2019-05-24T14:38:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038"},"modified":"2019-05-24T16:38:04","modified_gmt":"2019-05-24T14:38:04","slug":"hinweise-des-tages-ii-395","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h01\">Steuertricks der Gro&szlig;konzerne: Wie die Bundesregierung Transparenz in der EU verhindert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h02\">Dienstleistungsfreiheit macht unfrei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h03\">Grundrenten-Debatte: &ldquo;Wir k&ouml;nnen diese 90 Prozent doch nicht zum Sozialamt schicken&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h04\">M&auml;chtig ausgebeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h05\">Gelbwesten und sinkende Arbeitslosigkeit: Macrons verschm&auml;hte Erfolge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h06\">Portugal hat das Rezept gegen Rechtspopulisten gefunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h07\">Trump-Regierung bringt erstmals Spionagegesetz gegen Medien in Stellung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h08\">Die Entkopplung der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h09\">Anwalt soll Bayer helfen: Der Mann f&uuml;r die schwierigen F&auml;lle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h10\">Langfristige Vergiftung der Nordsee geplant?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h11\">&bdquo;Entwicklungsl&auml;nder sind ein 12 Billionen Dollar Markt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h12\">UN-Ausschuss gegen Folter kritisiert Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h13\">Malchow: Mehr Kontrollen dringend notwendig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h14\">Von deutschem Interesse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52038#h15\">Spiegel legt Abschlussbericht im Fall Relotius vor: &ldquo;In seiner Verdichtung ein verheerendes Bild&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steuertricks der Gro&szlig;konzerne: Wie die Bundesregierung Transparenz in der EU verhindert<\/strong><br>\n500 Mrd. Dollar j&auml;hrlich entgehen den Staaten weltweit durch Steuertricks internationaler Konzerne, sch&auml;tzen Experten. In ihren EU-Wahlkampfspots pr&auml;sentiert sich die SPD als K&auml;mpferin gegen solche Steuertricks. Ganz vorne mit dabei: Olaf Scholz. Dabei verhindert ausgerechnet der deutsche Finanzminister eine europ&auml;ische Initiative f&uuml;r mehr Transparenz. Danach sollten Unternehmen &ouml;ffentlich machen, in welchem Land sie welchen Gewinn machen und wie viel Steuern sie darauf zahlen &ndash; ein wirksames Mittel gegen Steuertricksereien, das jetzt von Deutschland blockiert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/steuertransparenz-100.html\">Monitor<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wei&szlig; der gelernte Jurist und Bundesfinanzminister Scholz eigentlich, was f&uuml;r einen (volkswirtschaftlichen) Unsinn er als Antwort von sich gibt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Dienstleistungsfreiheit macht unfrei<\/strong><br>\nMit der Dienstleistungsfreiheit hat die EU einen weiteren wichtigen Bestandteil des Gesellschaftsvertrags au&szlig;er Kraft gesetzt &ndash; ein Dreh mehr in einem Teufelskreis.<br>\nDie Dienstleistungsfreiheit, eine der viel gelobten &bdquo;vier Grundfreiheiten der EU&ldquo; soll unfrei machen? Wie denn? Nun, etwa so: Die lombardische Firma Zaffaroni S.r.l. hat von dieser Freiheit Gebrauch gemacht, sich um einen Auftrag f&uuml;r Elektroarbeiten im Bus- und Tramdepot der Genfer Verkehrsbetriebe (TPG) beworben und zu diesem Zweck Arbeiter bei einem s&uuml;ditalienischen Unterlieferanten im 1350 Auto-Kilometer entfernten Lecce rekrutiert. Diese bekamen den Job nur, wenn sie f&uuml;r die Lohn&uuml;berweisung ein Bankkonto in Italien er&ouml;ffneten und dem Firmeninhaber ihre Bankkarten &uuml;berlie&szlig;en. Als die Lohnkontrolleure in Genf den Fall routinem&auml;&szlig;ig untersuchten, entsprachen die L&ouml;hne dem Genfer Gesamtarbeitsvertrag f&uuml;r Elektroinstallateure; und alles wurde zeitgerecht &uuml;berwiesen.<br>\nErst im Nachhinein wurde ruchbar, dass der italienische Arbeitgeber erstens einen Teil des Lohns wieder einsammelte und dass zweitens die &Uuml;berstunden weder erfasst noch ausbezahlt wurden. Die Schweizer Gewerkschaft Unia sch&auml;tzt, dass der effektive Stundenlohn statt bei 24,68 blo&szlig; zwischen 8 und 10 Franken lag.<br>\nDie Dienstleistungsfreiheit entpuppt sich also als Freiheit der Unternehmer, ihre Angestellten hunderte von Kilometer weit weg zur Arbeit zu schicken, von einem h&ouml;heren Lohnniveau im Ausland zu profitieren und die Differenz in die eigene Tasche zu stecken. Rein finanziell gesehen geht die Rechnung vielleicht auch f&uuml;r die (sonst vielleicht arbeitslosen) Angestellten auf. Aber sie leben wochenlang von ihren Angeh&ouml;rigen getrennt und sind in dieser Zeit ihrem Ausbeuter weitgehend ausgeliefert. Menschlich und sozial gesehen ist dieses Arrangement eine Katastrophe. Aus &ouml;konomischer Sicht ist es eine Verschwendung von Arbeitskraft. Mit einheimischen Arbeitskr&auml;ften h&auml;tte man sich die Reisezeit und die zus&auml;tzlichen Kosten f&uuml;r Transport, Unterkunft und Verpflegung sparen k&ouml;nnen.<br>\nAus genau diesen Gr&uuml;nden hat man die Arbeit bisher so organisiert, dass sie von Einheimischen gemacht werden, also von Leuten, die neben der bezahlten Arbeit auch allen anderen f&uuml;r das Leben und f&uuml;r die Lebensqualit&auml;t wichtigen T&auml;tigkeiten nachgehen k&ouml;nnen &ndash; kochen, Einkaufen, Kinder h&uuml;ten, Freunde treffen usw. In den Arbeitsvertr&auml;gen sind deshalb Arbeitsort und Arbeitszeiten zentrale Punkte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/05\/dienstleistungsfreiheit-macht-unfrei\/%20\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Personenfreiz&uuml;gigkeit, Dienstleistungsfreiheit und offene Grenzen hei&szlig;en f&uuml;r die EU zuerst Lohndumping und Aushebelung von Arbeitnehmerrechten.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: EGB fordert neuen Sozialvertrag f&uuml;r die EU<\/strong><br>\nAls Basis f&uuml;r den Start einer echten sozialen, europ&auml;ischen Marktwirtschaft fordert der Europ&auml;ische Gewerkschaftsbund (EGB) einen neuen Sozialvertrag f&uuml;r die EU. Die wichtigsten VertragspartnerInnen sind die Mitgliedstaaten, die Betriebe und die ArbeitnehmerInnen &ndash; sie sollen gemeinsam dringende Herausforderungen wie die Ungleichgewichte im europ&auml;ischen Binnenmarkt bew&auml;ltigen. In der Vergangenheit tendierte der europ&auml;ische Markt mehr zu wirtschaftlicher Freiheit als zu sozialen Rechten.<br>\nDrei Vorschl&auml;ge sind aus Gewerkschaftssicht zentral:<br>\nSoziale Rechte und wirtschaftliche Freiheit m&uuml;ssen gleichwertig sein<br>\nEU-weite Impulse f&uuml;r private und &ouml;ffentliche Investitionen<br>\nAusgewogene Wirtschafts- und Budgetpolitik<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/egb-fordert-neuen-sozialvertrag-fuer-eu\/\">A&amp;W Blog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Grundrenten-Debatte: &ldquo;Wir k&ouml;nnen diese 90 Prozent doch nicht zum Sozialamt schicken&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Die Grundrente soll daf&uuml;r sorgen, dass Menschen, die zu geringen L&ouml;hnen gearbeitet haben, im Alter nicht in die Grundsicherung rutschen&rdquo;, erkl&auml;rt DGB-Vorstand Annelie Buntenbach. &ldquo;Sie steht f&uuml;r Respekt vor der Lebensleistung von Menschen, die lange gearbeitet, Kinder erzogen oder Angeh&ouml;rige gepflegt haben. Wir k&ouml;nnen diese 90 Prozent doch nicht zum Sozialamt schicken oder leer ausgehen lassen. Das w&auml;re das Gegenteil von Respekt.&rdquo; Die Auswertung des Instituts f&uuml;r empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung (INES Berlin) im Auftrag des DGB zeigt, dass gerade einmal jeder zehnte Haushalt mit Grundrentenanspruch ein Einkommen &uuml;ber dem 2,5-fachen des Existenzminimums hat &ndash; die Grundrente also gegebenenfalls nicht ben&ouml;tigt.<br>\nBeim Streit um eine Grundrente mit oder ohne Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung geht es also letztlich darum, ob ein b&uuml;rokratiearmes und einfaches Instrument (die Grundrente ohne Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung) abgelehnt wird, nur weil m&ouml;glicherweise zehn Prozent der k&uuml;nftigen Grundrenten-Empf&auml;nger diese Leistung unter Umst&auml;nden nicht brauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++261b2934-7cd1-11e9-ae47-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>M&auml;chtig ausgebeutet<\/strong><br>\nSeitdem wir uns zu einer Bestell- und Anliefergesellschaft entwickelt haben, ist der Beruf des Lieferanten &uuml;berlebenswichtig f&uuml;r uns Couchkonsumenten geworden. Ohne den Boten geht gar nichts mehr. Er ist unser Held &ndash; unser Lieferheld. Fr&uuml;her gab es eigentlich nur die Katalogbestellung. Mittlerweile reicht ein Blick auf die Handy-App, um sich was ins Haus bringen zu lassen. Und auch die Palette der lieferbaren Waren hat zulegt: M&ouml;bel, Klamotten, Blumen, Medikamente oder Pizza: Des Lieferanten Aufgabenfeld wuchs best&auml;ndig.<br>\nWas leider nicht wuchs: Das Ansehen der Lieferbranche, der Leute, die bei uns an der Haust&uuml;r klingelt, uns Sperrgut in den f&uuml;nften Altbaustock wuchtet, w&auml;hrend man mit dem Gef&auml;hrt unten immer kurz davorsteht, gleich einen Strafzettel zu kassieren. Die Arbeitsverh&auml;ltnisse in denen sie stecken, sind zumeist katastrophal. Sie leisten &Uuml;berstunden und ihr Stundenlohn ordnet sie im Niedriglohnsektor ein.<br>\nIhre Arbeitgeber sind strukturelle Ausbeuter: Sie zahlen schlecht und versuchen die Lohnkosten noch durch ein rigides System der Disziplinierung zu dr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1119290.paketboten-maechtig-ausgebeutet.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gelbwesten und sinkende Arbeitslosigkeit: Macrons verschm&auml;hte Erfolge<\/strong><br>\nDie Arbeitslosigkeit sinkt auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren, die Wirtschaft w&auml;chst schneller als bei uns: Frankreichs Pr&auml;sident Macron betont seine Erfolge. Doch bei der Europawahl d&uuml;rfte ihm das wenig n&uuml;tzen.<br>\nLeben die Franzosen in einer verkehrten Welt? Kapieren sie nicht, wie erfolgreich sie sind? Oder durchschauen sie die neuen Leiden des Kapitalismus nur viel besser als alle anderen?<br>\nNeueste Wirtschaftszahlen aus Paris sprechen eine eindeutige Sprache, k&ouml;nnte man meinen: Die Arbeitslosigkeit in Frankreich liegt heute mit 8,7 Prozent so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr, und die franz&ouml;sische Wirtschaft wird in diesem Jahr mit voraussichtlich 1,3 Prozent vergleichsweise schnell wachsen. Zum Beispiel viel schneller als die deutsche Wirtschaft, f&uuml;r die die EU-Kommission mit 0,5 Prozent rechnet. Muss da nicht allm&auml;hlich gute Stimmung bei den Nachbarn jenseits des Rheins aufkommen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/frankreich-arbeitslosigkeit-auf-niedrigstem-stand-seit-zehn-jahren-a-1268358.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ja, der b&ouml;se, undankbare W&auml;hler. Der SPIEGEL hat zwar die Einschnitte beim K&uuml;ndigungsschutz erw&auml;hnt, aber leider die Senkung der Renten und des Arbeitslosengeldes vergessen. Andererseits: f&uuml;r die Abschaffung der Verm&ouml;gensteuer und vor allem die drastische Senkung der Unternehmensteuern sollten die Franzosen endlich dankbar sein, vor allem die vielen, die ein paar Hundert Euro beiseite legen konnten. Besonders sch&ouml;n finde ich den Ausdruck, &ldquo;die sch&ouml;nsten Arbeitslosenzahlen&rdquo; &ndash; offiziell 2,5 Millionen Arbeitslose trotz Statistiktricks, wundersch&ouml;n. Scherz beiseite: der SPIEGEL *unterschl&auml;gt*, dass Macron ein hart wirtschaftsliberales Programm gegen Arbeitnehmerrechte und zugunsten des gro&szlig;en Kapitals f&auml;hrt, und hat auch 15 Jahre nach Schr&ouml;der und der Agenda 2010 immer noch nicht gelernt, da&szlig; prek&auml;re, niedrig bezahlte Jobs nicht nur keine vern&uuml;nftige Alternative zur Arbeitslosigkeit sind, sondern im Gegenteil Armut und Arbeitslosigkeit bef&ouml;rdern, weil die Nachfrage gesch&auml;digt wird. Der SPIEGEL bleibt seiner verblendeten Linie als neoliberales Zentralorgan treu &ndash; zum Gl&uuml;ck lassen sich die Franzosen nicht so einseifen wie die Deutschen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Gr&uuml;ne im B&uuml;ndnis mit Macron<\/strong><br>\nWas als Bollwerk gegen rechts gelabelt wird, ist der Versuch, die Liberalen auf europ&auml;ischer Ebene zu einigen [&hellip;]<br>\nAktuell versucht das der Gr&uuml;nen-Mitbegr&uuml;nder Daniel Cohn-Bendit. Er ruft die Gr&uuml;nen dazu auf, die Macron-Bewegung En Marche im Europawahlkampf zu unterst&uuml;tzen und bezeichnet das als Bollwerk gegen rechts. Nun wird im Zweifel freiweg alles irgendwie als Kampf gegen rechts bezeichnet, weil es sich so besser bei Linken verkaufen l&auml;sst.<br>\nDa best&auml;tigt sich noch einmal die Kritik des kommunistischen Dissidenten Amato Bordiga, der in den 1920er Jahren den in der Komintern zusammengeschlossenen Kommunistischen Parteien vorwarf, unter dem Label &ldquo;Antifaschismus&rdquo; eigene revolution&auml;re Grundlagen &uuml;ber Bord geworfen zu haben. Das zumindest kann man Daniel Cohn-Bendit nicht vorwerfen.<br>\nEr hat bereits mit dem Eintritt bei den Gr&uuml;nen jede Kapitalismuskritik aufgegeben; Cohn-Bendit war die rechte Hand von Josef Fischer, als der Au&szlig;enminister war, und unterst&uuml;tzte auch die Kriege, die Fischer verteidigte. Sein Engagement f&uuml;r Macron ist auch nicht &uuml;berraschend. Schlie&szlig;lich war er schon im Pr&auml;sidentenwahlkampf dessen Berater und machte auf Veranstaltungen kr&auml;ftig Stimmung gegen jede linke Kritik an Macron.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gruene-im-Buendnis-mit-Macron-4430975.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Portugal hat das Rezept gegen Rechtspopulisten gefunden<\/strong><br>\nDie Wirtschaft w&auml;chst, die Arbeitslosigkeit sinkt und junge Portugiesen wollen wieder zur&uuml;ck ins Land &ndash; Portugal ist in Aufbruchstimmung. Und Rechtspopulisten haben keine Chance. Das Rezept des sozialistischen Premierministers Ant&oacute;nio Costa: Den Sozialstaat st&auml;rken statt k&uuml;rzen. In den n&auml;chsten zehn Jahren will das kleine Land 20 Milliarden Euro investieren und den &ouml;ffentlichen Verkehr modernisieren. Das Budget-Defizit ist so klein wie seit dem Beginn der Demokratie in Portugal noch nie.<br>\nPortugal stand kurz vor dem Abgrund: Das Land war kaputtgespart. Die konservative Ex-Regierung hat die Arbeitsrechte abgebaut und radikal gek&uuml;rzt. Armut und Arbeitslosigkeit haben stark zugenommen. Die Wirtschaft schrumpfte, weil die Menschen zu wenig Geld zum Ausgeben hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/portugal-wirtschaft-rechtspopulisten\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Trump-Regierung bringt erstmals Spionagegesetz gegen Medien in Stellung<\/strong><br>\nAls Anfang April Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange in der Londoner Botschaft von Ecuador festgenommen wurde, da machte das US-Justizministerium auch eine geheime, siebenseitige Anklageschrift gegen Assange vom 6. M&auml;rz 2018 &ouml;ffentlich. Der einzige Anklagepunkt darin klang vergleichsweise harmlos. Er soll im Jahr 2010 der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen haben, das Passwort zu einem gesch&uuml;tzten Rechner der US-Regierung zu knacken. Sollte ihn ein US-Gericht deswegen verurteilen, drohen Assange daf&uuml;r f&uuml;nf Jahre Haft. Von Spionage war in der Anklageschrift kein Wort zu lesen.<br>\nDas ist jetzt anders. Das Justizministerium hat an diesem Donnerstag eine neue, zweite Anklageschrift ver&ouml;ffentlicht. Statt sieben Seiten hat diese jetzt 37 Seiten. Und es geht in den 17 zus&auml;tzlichen Anklagepunkten fast ausschlie&szlig;lich um angebliche Verst&ouml;&szlig;e gegen das US-Spionage-Gesetz. Der Kernvorwurf gegen Assange lautet jetzt: Aneignen und Ver&ouml;ffentlichen von geheimen milit&auml;rischen und diplomatischen Dokumenten. F&uuml;r jeden der 17 Anklagepunkte kann Assange zu zehn Jahren Haft verurteilt werden. Die theoretische H&ouml;chststrafe beliefe sich also auf 175 Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/assange-wikileaks-trump-snowden-1.4460891\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben bereits <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51991#h11\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52020\">hier<\/a> berichtet. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: The Espionage Axe: Donald Trump and the War Against a Free Press<\/strong><br>\nAnother alleged whistleblower has been charged with espionage. This week on Intercepted: Donald Trump is set to shatter Barack Obama&rsquo;s record of prosecuting journalistic sources under the 1917 Espionage Act. Trevor Timm, executive director of the Freedom of the Press Foundation, talks about the weaponization of this law for use in stopping investigative journalism and the case of Air Force veteran Daniel Hale, who is facing 50 years in prison. Jeremy Scahill tells the story of the prosecution of Socialist leader Eugene Debs in 1918 and its echoes in the modern era. Organizer Bill Fletcher Jr. discusses the Trump administration&rsquo;s intensifying military threats against Iran, the ongoing coup attempt in Venezuela, and offers strategic thoughts on how to view the 2020 Democratic primary field. The anti-choice movement is making its most intense push to abolish Roe v. Wade in years and with Trump&rsquo;s new Supreme Court justices, the threat could become reality. Dr. Krystal Redman, executive director of SPARK Reproductive Justice Now in Georgia, talks about the spate of new laws being implemented in several states that seek to criminalize abortion and women&rsquo;s health care providers.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2019\/05\/15\/the-espionage-axe-donald-trump-and-the-war-against-a-free-press\/\">The Intercept<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Entkopplung der Welt<\/strong><br>\nIn der Debatte um die Folgen des US-Wirtschaftskriegs gegen China nehmen die Warnungen vor einer neuen Zweiteilung der Welt zu. Der Totalboykott der Trump-Administration gegen den chinesischen Konzern Huawei markiere einen &ldquo;einschneidenden Wendepunkt&rdquo;, der &ldquo;als &lsquo;Beginn der Entkopplung&rsquo; im Hochtechnologiesektor verstanden werden&rdquo; k&ouml;nne, warnt ein Berliner Chinaexperte. Bleibe Washington dabei, dann stehe die globale Etablierung zweier strikt &ldquo;voneinander getrennte[r]&rdquo; Wirtschaftsbl&ouml;cke bevor &ndash; wie im Kalten Krieg. Tats&auml;chlich bef&uuml;rworten US-Strategen aus dem Umfeld der Trump-Administration sp&auml;testens seit dem vergangenen Jahr ein &ldquo;Decoupling&rdquo; (&ldquo;Entkopplung&rdquo;) der US-Industrie von China; der US-Pr&auml;sident selbst fordert die R&uuml;ckkehr von Konzernen wie Apple in die Vereinigten Staaten. Die deutsche Wirtschaft, der der Verlust ihres Chinagesch&auml;fts schwerste Einbr&uuml;che bringen w&uuml;rde, lehnt das &ldquo;Decoupling&rdquo; dezidiert ab. Experten warnen, es w&auml;re mit der Eskalation der globalen Spannungen verbunden &ndash; wie im Kalten Krieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7948\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Kommentar: USA sind verantwortlich f&uuml;r globales &bdquo;Defizit&rdquo;<\/strong><br>\nDie internationale Gemeinschaft wird in dieser Zeit gemeinsam durch die Defizite in Governance, Vertrauen, Frieden und Entwicklung herausgefordert. Als die Supermacht der Welt haben sich die USA zum einen nicht f&uuml;r die Beseitigung dieser Defizite eingesetzt und sind zum anderen sogar zum gr&ouml;&szlig;ten Verursacher dieser avanciert. Die USA finden ihre eigenen Interessen wichtiger als die internationalen Konventionen, verfolgen die Politik &bdquo;America first&rdquo; und sind willk&uuml;rlich aus den internationalen Organisationen ausgetreten. Damit haben sie das multilaterale System und die internationalen Regeln schwer verletzt und das Defizit in Global Governance versch&auml;rft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2019\/05\/20\/1s293506.htm\">CRI online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es w&auml;re sch&ouml;n, wenn die deutsche Bundesregierung zu &auml;hnlichen Erkenntnissen gelangen w&uuml;rde. Was oder\/und wer hindert sie eigentlich daran?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: US-&Ouml;konom: USA sollen Krisen-Ausl&ouml;ser von 1930 nicht wiederholen<\/strong><br>\nDer US-amerikanische &Ouml;konom und Professor der Universit&auml;t Yale, Stephen Roach, hat vor kurzem Trumps Anhebung der Z&ouml;lle gegen China mit dem Handelsprotektionismus der USA in den 1930er Jahren verglichen. Er rief die US-Regierung dazu auf, die derzeitigen protektionistischen Ma&szlig;nahmen zu beenden, damit alte Fehler nicht wiederholt w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2019\/05\/20\/1s293491.htm\">CRI online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch Martin Jacques: Westliche L&auml;nder m&uuml;ssen andere Kontaktmethoden mit China <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51558#h08\">finden<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Anwalt soll Bayer helfen: Der Mann f&uuml;r die schwierigen F&auml;lle<\/strong><br>\nKenneth Feinberg ist in den Vereinigten Staaten ein Staranwalt &ndash; und kennt sich aus mit Unternehmenskrisen. Nun soll er dem in Bedr&auml;ngnis geratenen Bayer-Konzern in den Glyphosat-F&auml;llen helfen. Auch ein anderer deutscher Konzern hat Erfahrung mit ihm.<br>\nKenneth Feinberg d&uuml;rfte der prominenteste Schlichter in den Vereinigten Staaten sein. Der Washingtoner Staranwalt wird oft zu Hilfe gerufen, wenn es um heikle Angelegenheiten geht. Unternehmenskrisen geh&ouml;ren dabei zu seinen Spezialit&auml;ten. Eine seiner prominentesten F&auml;lle der vergangenen Jahre war die Aff&auml;re um Abgasmanipulationen bei Dieselfahrzeugen im Volkswagen-Konzern. Die Deutschen hatten ihn 2015 angeheuert, um in Amerika einen Entsch&auml;digungsfonds f&uuml;r Besitzer der Autos zu betreuen, die Zusammenarbeit dauerte rund ein Jahr. [&hellip;]<br>\nIn jedem Fall unterstreicht die Berufung eines Anwalts von Feinbergs Kaliber einmal mehr, wie ernst die Lage f&uuml;r Bayer ist. Neben dem Abgasskandal bei VW war der Anwalt schon in eine Reihe anderer schlagzeilentr&auml;chtiger F&auml;lle eingebunden. Er war zum Beispiel f&uuml;r einen Fonds zust&auml;ndig, den der britische BP-Konzern nach der &Ouml;lpest am Golf von Mexiko im Jahr 2010 zur Entsch&auml;digung von Betroffenen eingerichtet hat. Feinberg arbeitete auch f&uuml;r den Autohersteller General Motors, als dieser vor einigen Jahren von einer R&uuml;ckrufaff&auml;re wegen eines Z&uuml;ndschlossdefekts ersch&uuml;tterte worden war. Dieser Defekt wurde mit mehr als hundert Todesf&auml;llen in Verbindung gebracht, und es war Feinbergs Aufgabe, Geldzahlungen an Unfallopfer oder Hinterbliebene zu vereinbaren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/bayer-der-mann-fuer-schwierige-faelle-16201875.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Glyphosat in Argentinien Der gef&auml;hrliche Kampf gegen Monsanto<\/strong><br>\nEine Mutter erkrankter Kinder k&auml;mpft seit Jahren in Argentinien gegen hochgiftige Chemikalien auf Feldern. Die Folge: erstochener Hund, Bedrohung, Polizeischutz. Doch sie gibt nicht auf &ndash; mit wachsendem Erfolg.<br>\nDas Gift kam aus der Luft &ndash; und sp&auml;ter direkt aus dem Wasserhahn. Zuerst juckte die Haut, brannten die Augen, entz&uuml;ndeten sich die Nasenschleimh&auml;ute. Immer dann, wenn nebenan auf den Felder die Spr&uuml;hflugzeuge kamen und sich die Giftwolken langsam &uuml;ber die H&auml;user und G&auml;rten von Pergamino legten, in B&ouml;den und Grundwasser sickerten &ndash; dort wo Sabrina Ortiz mit ihrer Familie lebt. &ldquo;Meine beiden Kinder sind krank, mein M&auml;dchen hat eine chronische Knochenmarksentz&uuml;ndung, mein Sohn eine Autoimmunkrankheit und ich hatte bereits den zweiten Schlaganfall&rdquo;, erz&auml;hlt sie.<br>\nPergamino liegt inmitten der Sojaprovinz Buenos Aires. Hier wird ein Gro&szlig;teil der 400 Millionen Liter Chemikalien verspr&uuml;ht, die in Argentiniens Landwirtschaft j&auml;hrlich eingesetzt werden: auf riesigen Plantagen mit gentechnisch ver&auml;ndertem Soja, Mais oder Zitrusfr&uuml;chten, in Monokultur, f&uuml;r den Export &ndash; auch nach Europa. Marktf&uuml;hrer unter den Pflanzengiften ist das von der Bayer-Tochter Monsanto vertriebene Roundup, mit dem Wirkstoff Glyphosat. &ldquo;Bei uns allen wurden massiv erh&ouml;hte Pestizidwerte im Blut gemessen, vor allem an Glyphosat, mein Sohn hat 120 Mal mehr im K&ouml;rper als sein K&ouml;rper verkraftet kann, er ist sechs Jahre alt&rdquo;, berichtet Ortiz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/argentinien-monsanto-bayer-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Langfristige Vergiftung der Nordsee geplant?<\/strong><br>\nDer &Ouml;lkonzern Shell hat einen Antrag gestellt, extrem hohe Mengen an &ouml;lhaltigem Wasser und Sedimente sowie Roh&ouml;l in gro&szlig;en Tanks in der Nordsee belassen zu d&uuml;rfen. Die britische Regierung hat angek&uuml;ndigt, dem Antrag stattzugegeben. Weil auch internationale Vertr&auml;ge betroffen sind (z.B. OSPAR, s.u.), m&uuml;ssen auch die EU-Nordsee-Anrainerstaaten zustimmen.<br>\nErinnerungen an die Entsorgung &ouml;lhaltiger und giftiger Substanzen durch die Shell in der Nordsee werden wach &ndash; der Skandal &bdquo;Brent Spar&ldquo; aus 1995 l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en; doch diesmal handelt es sich nicht &bdquo;nur&ldquo; um ca. 100 Tonnen der giftigen Substanzen, die in der Nordsee verbleiben sollten wie seinerzeit bei der &bdquo;Brent Spar&ldquo;, sondern um etwa die hundertfache Menge.<br>\n640.000 Kubikmeter &ouml;lhaltiges Wasser, 40.000 Kubikmeter &ouml;lhaltiges Sediment mit einem Anteil von &uuml;ber 11.000 Tonnen Roh&ouml;l, so sch&auml;tzt die Shell, sollen in der Nordsee verbleiben. In 62 gro&szlig;volumigen Tanks und Bohrkammern lagern diese hoch umweltsch&auml;dlichen R&uuml;ckst&auml;nde aus den 40 Jahre w&auml;hrenden &Ouml;lexplorationen und &Ouml;lf&ouml;rderungen.<br>\nEs wurde von der britischen Regierung angek&uuml;ndigt, dass dem Antrag von Shell stattgegeben und Ausnahmegenehmigungen auch f&uuml;r den Verbleib der Sockelkonstruktionen der drei Schwerkraftfundamentplattformen Brent Bravo, Brent Charlie und Brent Delta sowie der Stahlger&uuml;st-Plattform Brent Alpha im Meer erteilt werden sollen. &bdquo;Am 7. Januar 2019 leitete die britische Regierung ein formales Konsultationsverfahren gem&auml;&szlig; OSPAR-Beschluss 98\/3 ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/braunschweig-spiegel.de\/langfristige-vergiftung-der-nordsee-geplant\/#\">Braunschweig Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Entwicklungsl&auml;nder sind ein 12 Billionen Dollar Markt&ldquo;<\/strong><br>\nDie Weltbank will mehr private Investitionen in der Entwicklungsfinanzierung. Doch es drohen nicht die Armen dieser Welt zu profitieren. Stattdessen wird der Weg f&uuml;r die &Ouml;ffnung der Finanzm&auml;rkte der Entwicklungs- und Schwellenl&auml;nder bereitet. [&hellip;]<br>\nDer US-amerikanische Weltbank-Pr&auml;sident Jim Yong Kim wechselte Anfang des Jahres und drei Jahre vor Ablauf seiner Amtszeit zum Investmentfonds Global Infrastructure Partners (GIP). GIP investiert sowohl Eigen- als auch Fremdkapital in die Infrastruktur von Industrie- und Entwicklungsl&auml;ndern.<br>\nKims Wechsel hat ein Geschm&auml;ckle. W&auml;hrend seiner Pr&auml;sidentschaft trieb die Weltbank Pl&auml;ne voran, private Investoren in die Finanzierung der 17 Entwicklungsziele einzubeziehen. Laut Weltbank reichen weder die Staatsbudgets noch traditionelle Entwicklungshilfegelder zur Erreichung der Ziele aus. Durch die Einbeziehung von Pensionsfonds, Staatsfonds und Versicherungsgesellschaften sollen die staatlichen Gelder &bdquo;von Milliarden in Billionen&ldquo; &bdquo;gehebelt&ldquo; werden. Kims neuer Arbeitgeber wird davon profitieren. Neue M&auml;rkte winken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2019\/05\/23\/entwicklungslaender-sind-ein-12-billionen-dollar-markt\/\">Zebrablogs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>UN-Ausschuss gegen Folter kritisiert Deutschland<\/strong><br>\nDie sogenannten Anker-Zentren stehen auch zunehmend international in der Kritik. Jetzt hat der UN-Ausschuss gegen Folter unter anderem die lange Haftzeit in den Anker-Zentren bem&auml;ngelt.<br>\nDer UN-Ausschuss gegen Folter hat die Ankerzentren f&uuml;r schnellere Asylverfahren in Deutschland kritisiert. Die Freiheit der dort f&uuml;r lange Zeit untergebrachten Asylbewerber sei eingeschr&auml;nkt, bem&auml;ngelte der Ausschuss in einer Stellungnahme am Freitag in Genf.<br>\nAbschiebungen w&uuml;rden nach Berichten unter Zwang vollzogen. Die Experten des UN-Gremiums wiesen auch auf die r&auml;umliche Abgeschiedenheit von Zentren hin. Zudem k&ouml;nnten Asylbewerber au&szlig;erhalb der Zentren keine medizinische und soziale Hilfe erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2019\/05\/21\/un-ausschuss-gegen-folter-kritisiert-deutschland\/\">Migazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erinnert sei in diesem Zusammenhang an eine Stellungnahme von Pro Asyl aus dem Jahre 2015: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26903#h14\">Stimmungsmache und Stigmatisierung: Bayern will Abschiebelager einrichten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Malchow: Mehr Kontrollen dringend notwendig<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft der Polizei (GdP) dringt angesichts steigender Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft auf eine z&uuml;gige Umsetzung der Bundesrats-Gesetzesinitiative Bremens und Niedersachsens zu Messerverbotszonen. &bdquo;Wir reden schon seit drei Jahren &uuml;ber die gef&uuml;hlte Zunahme von Messerattacken in Alltagssituationen. Mit dem jetzigen Reformvorsto&szlig; wurde unsere Forderung, das Mitf&uuml;hren von Messern in der &Ouml;ffentlichkeit st&auml;rker als bisher einzuschr&auml;nken, endlich aufgegriffen&ldquo;, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow am Freitag in Dortmund. Zudem werde eine bundesweite Statistik zu diesem Kriminalit&auml;tsph&auml;nomen ben&ouml;tigt, damit Klarheit herrsche, ob Messerattacken tats&auml;chlich zunehmen und, ob sie ein lokales Ph&auml;nomen oder ein genereller Trend seien.<br>\nMalchow betonte: &bdquo;F&uuml;r uns Polizisten ist ein Verbot auch deshalb sinnvoll, weil wir dann Kontrollen durchf&uuml;hren k&ouml;nnten. Das ist jetzt sehr schwierig. Wir k&ouml;nnen zwar schon jetzt Waffenverbotszonen einrichten, aber immer nur im Zusammenhang mit Kriminalit&auml;tsschwerpunkten und entsprechenden Prognosen zu einem vermehrten Messereinsatz. Wir m&ouml;chten die Zonen generell auf Pl&auml;tze ausweiten, an denen sich viele Menschen aufhalten.&ldquo;<br>\nBei Eins&auml;tzen an gro&szlig;en Bahnh&ouml;fen beispielsweise werden dem GdP-Chef zufolge gef&auml;hrliche Gegenst&auml;nde wie Messer in nicht unbedeutender Anzahl gefunden. Die Kontrolle der Bundespolizei in Berlin sei im Nachhinein vom Gericht aber als unrechtm&auml;&szlig;ig bewertet worden. &bdquo;Auch deshalb w&uuml;nschen wir uns eine Gesetzesreform. Um Rechtssicherheit zu erhalten, die letztlich auch vor Gericht Bestand haben&ldquo;, sagte Malchow.<br>\n&bdquo;Wir m&uuml;ssen auch vielmehr &uuml;ber die Gr&uuml;nde zunehmender Aggressivit&auml;t reden. Menschen, die ein Messer zur Verteidigung bei sich haben, ist meist gar nicht bewusst, welchen Schaden sie damit anrichten k&ouml;nnen. Man kann schnell zum T&auml;ter werden, der eine schwere Straftat begeht bis hin zu einem T&ouml;tungsdelikt&rdquo;, so Malchow mahnend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gdp.de\/gdp\/gdp.nsf\/id\/56509497EDE09C87C12583FD002915D2\">Gewerkschaft der Polizei<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar will der Bundesvorstand der GdP diese Gesetzesversch&auml;rfung, obwohl keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen (&ldquo;werde eine bundesweite Statistik zu diesem Kriminalit&auml;tsph&auml;nomen ben&ouml;tigt, damit Klarheit herrsche, ob Messerattacken tats&auml;chlich zunehmen und, ob sie ein lokales Ph&auml;nomen oder ein genereller Trend seien&rdquo;). Und mit welchem Personal sollen die entsprechenden Kontrollen eigentlich durchgef&uuml;hrt werden? Sind die Polizeikr&auml;fte nicht ohnehin mit ihren Aufgaben &uuml;berlastet?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Von deutschem Interesse<\/strong><br>\nDeutsche Geheimdienstchefs im Ruhestand werden nie arbeitslos. Nahezu alle, die in der BRD einmal an der Spitze standen und noch leben, haben gewechselt: zur &ouml;sterreichischen FP&Ouml;, als intellektuelle Helfershelfer, wenn nicht als Berater. Das Geschehen im Alpenland, f&uuml;r einen deutschen h&ouml;heren Beamten ist und bleibt das Innenpolitik. Die &raquo;Freiheitlichen&laquo;, in den 50er Jahren als Tummelplatz alter Nazis entstanden, sind das Pendant zur NPD, nur erfolgreicher. Die Option &raquo;Gro&szlig;deutschland&laquo; existiert, nicht nur in den K&ouml;pfen dieses Burschenschaftermilieus. Sie wird, wenn die EU Schiffbruch erleiden sollte, wieder interessant.<br>\nInsofern ist die Implosion der &ouml;sterreichischen Koalition eine Niederlage f&uuml;r BND, Verfassungsschutz und Co. &ndash; Beispiele gef&auml;llig? Da h&auml;tten wir Klaus-Dieter Fritsche, fr&uuml;her &raquo;Beauftragter f&uuml;r die Nachrichtendienste des Bundes&laquo;. Fritsche wurde im M&auml;rz 2019 Berater des FP&Ouml;-Innenministers Herbert Kickl. Weiter: Auch f&uuml;r den mittlerweile notorischen Exverfassungsschutzchef Hans-Georg Maa&szlig;en ist der eigentliche Skandal die Ver&ouml;ffentlichung, nicht der Auftritt der mit &raquo;Nasen-Ata&laquo; (Wiglaf Droste) vollgepumpten FP&Ouml;-Spitze. Er hat einen Verdacht, es ist immer derselbe: &raquo;linke und linksextreme Aktivisten&laquo;. In der Reihe nicht fehlen darf August Hanning, fr&uuml;her BND-Chef. Der hat die Meinung: &raquo;Selbst gravierende Straftaten rechtfertigen keine Wohnraum&uuml;berwachung&laquo;. F&uuml;r einen Nachrichtendienstmann eine befremdliche Sicht. Aber klar &ndash; Strache ist ja kein &raquo;Linker&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/355420.von-deutschem-interesse.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Spiegel legt Abschlussbericht im Fall Relotius vor: &ldquo;In seiner Verdichtung ein verheerendes Bild&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;nf Monate ist es her, dass beim Spiegel der gro&szlig;e Betrug um Claas Relotius aufgeflogen ist. Nun hat das Hamburger Nachrichtenmagazin den Abschlussbericht der dreik&ouml;pfigen Untersuchungskommission vorgelegt. Das Ergebnis: Zwar gibt es keine Hinweise auf Mitwisser in der Redaktion, zahlreiche Warnsignale sind aber dennoch &uuml;bersehen worden. [&hellip;]<br>\nDie dreik&ouml;pfige Kommission zeichnet in dem Bericht nach, wie es Claas Relotius gelingen konnte &uuml;ber 50 zum Teil gef&auml;lschte oder verf&auml;lschte Texte zu ver&ouml;ffentlichen und dass es durchaus schon vor dem Dezember 2018 Zweifel beim Spiegel gab: So erz&auml;hlen beispielsweise Dirk Kurbjuweit, lange Jahre stellvertretender Chefredakteur, und Ex-Spiegel-Chef Klaus Brinkb&auml;umer davon, dass sie sich bei Relotius&rsquo; Artikeln durchaus gewundert h&auml;tten. Kurbjuweit klagte &uuml;ber die mangelnde Qualit&auml;t eines Textes; Brinkb&auml;umer habe sogar zwei Momente des Zweifelns erlebt. &ldquo;Beim Interview mit Traute Lafrenz wunderte er sich, dass eine fast Hundertj&auml;hrige, die in den USA lebt, innenpolitische deutsche Vorg&auml;nge wie den Aufstieg der AfD kommentiert. (&hellip;) Der zweite Fall war der Einstieg in die Reportage &ldquo;L&ouml;wenjungen&rdquo;, der ihm &ldquo;allzu perfekt vorkam.&rdquo;<br>\nMit Relotius selbst hat die Kommission nicht sprechen k&ouml;nnen. Er habe &uuml;ber seinen Anwalt alle Gespr&auml;chsanfragen abgelehnt, so dass die Beweggr&uuml;nde f&uuml;r sein Handeln weiter im Unklaren bleiben. Auch die vom Spiegel selbst zitierten Aussagen des Ex-Spiegel-Mannes vom 19. Dezember 2018 konnten damit nicht &uuml;berpr&uuml;ft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2019\/05\/24\/spiegel-legt-abschlussbericht-im-fall-relotius-vor-in-seiner-verdichtung-ein-verheerendes-bild\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Aus dem Abschlussbericht ist eine Passage unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Der Druck der Journalistenpreise&ldquo; ganz interessant: <\/em><\/p>\n<p><em>Kein anderes SPIEGEL-Ressort wird auch nur ann&auml;hernd so oft mit Journalistenpreisen ausgezeichnet wie das Gesellschaftsressort, und im Ressort entsteht entsprechender Druck auf junge Kollegen. Einer sagt, zwei Ressortleiter h&auml;tten ihm vor Jahren vorgeworfen, seine Geschichten seien zwar gut, doch sie w&uuml;rden keine Preise gewinnen: &raquo;Aber darum geht es nun mal in unserem Ressort&laquo;, habe einer der Ressortleiter gesagt. Die ehemalige stellvertretende Chefredakteurin Susanne Beyer best&auml;tigte im Gespr&auml;ch mit der Kommission, dass von der Chefredaktion Journalistenpreise ausdr&uuml;cklich gew&uuml;nscht worden seien. [&hellip;]<\/em><\/p>\n<p><em>Folgt man der Lesart der derzeitigen Kollegen des Gesellschaftsressorts, spielen Preise bei ihrer Arbeit keine Rolle. Es werde nie &uuml;ber Preise geredet, hie&szlig; es &uuml;bereinstimmend w&auml;hrend eines Gespr&auml;chs mit der Kommission. Wenn man gewinne, freue man sich nat&uuml;rlich, aber meistens gratuliere der Ressortleiter nicht einmal. Allerdings r&auml;umte einer der Reporter im Einzelgespr&auml;ch ein, dass es Relotius ohne seine Preise im Ressort wohl schwerer gehabt h&auml;tte.<\/em><\/p>\n<p><em>Sagen, <a href=\"http:\/\/www.rudolf-augstein-stiftung.de\/augsteinstiftung\/home.nsf\/Navigation\/A5961F29A1F9BCB6C12570750042644C?OpenDocument\">was ist<\/a>, ist scheinbar nicht genug.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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