{"id":52099,"date":"2019-05-27T08:26:23","date_gmt":"2019-05-27T06:26:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099"},"modified":"2019-05-27T08:26:23","modified_gmt":"2019-05-27T06:26:23","slug":"hinweise-des-tages-3374","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h01\">Europawahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h02\">Es gibt Wichtigeres als die schwarze Null<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h03\">Trump will m&ouml;gliches China-Abkommen auf Huawei ausweiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h04\">H.-C. Strache und seine &Ouml;sterreicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h05\">Wenn Geldgier Aktion&auml;re blind macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h06\">Marburger Bund f&uuml;r vollst&auml;ndige Umsetzung des Urteils zur Arbeitszeiterfassung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h07\">Nichts mit Spa&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h08\">Pkw-Maut wird zum Minusgesch&auml;ft f&uuml;r den Steuerzahler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h09\">Der Iran und die Bombe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h10\">Verfassungssch&uuml;tzer fordern erweiterte Befugnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h11\">Dritte im Bunde: F&uuml;r mehr Transparenz in der Partei- und Wahlkampffinanzierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h12\">Hunderttausende auf der Stra&szlig;e<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h13\">Ein Land f&uuml;r alle B&uuml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h14\">Ziel: Jede alternative Stimme aus Iran verstummen zu lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h15\">Wie Politik und Wirtschaft die freie Forschung gef&auml;hrden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h16\">Rezo<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Europawahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Alle L&auml;nder, alle Sieger der Europawahl 2019<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190527-hdt-01_.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190527-hdt-01_.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article194198299\/Europawahl-2019-Wahlergebnisse-aller-Laender-alle-Sieger-im-Ueberblick.html\">welt.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese &Uuml;bersicht deprimiert. Bis auf die iberische Halbinsel haben in der EU in allen L&auml;ndern die konservativen, reaktion&auml;ren, v&ouml;lkischen und wirtschaftsliberalen Kr&auml;fte die Mehrheit. Das ist nicht &bdquo;das Europa&ldquo;, f&uuml;r das man progressiv denkende Menschen begeistern kann. Deprimierend ist auch die Karte mit der deutschen Stimmverteilung, &hellip;<\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190527-hdt-02_.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190527-hdt-02_.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschland-wahlkarte-europawahl-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em>&hellip; bei der vor allem die fast f&auml;chendeckenden Wahlsiege der AfD in Brandenburg und Sachsen aufs Gem&uuml;t schlagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kehrt Marche<\/strong><br>\nDie Rechtspopulisten gewinnen die Europawahl in Frankreich &ndash; obwohl sich Emmanuel Macron mit hohem Einsatz in den Wahlkampf st&uuml;rzte. Der Pr&auml;sident braucht dringend eine Idee f&uuml;r den Neustart.<br>\nGegen 17 Uhr begann das Lager der Regierungspartei noch mal zu hoffen, da kamen die ersten Hochrechnungen zur Wahlbeteiligung: Bei mehr als 43 Prozent lag sie da schon, das w&auml;ren acht Prozent mehr als bei der Europawahl 2014. Und je mehr Franzosen zur Wahl gehen, das hatte die Partei den ganzen Wahlkampf lang gepredigt, desto h&ouml;her seien die Chancen f&uuml;r &ldquo;La R&eacute;publique en Marche&rdquo; den Sieg &uuml;ber die Rechtspopulistin Marine Le Pen und ihre Partei &ldquo;Rassemblement National&rdquo; zu erringen.<br>\nLetztendlich erreichte die Wahlbeteiligung dann 52 Prozent &ndash; aber die Regierungspartei verpasste den ersten Platz wohl trotzdem. Den Zahlen des Instituts Elabe zufolge landet sie mit 22,4 Prozent hinter den Rechtspopulisten, die 23,6 Prozent erzielen.<br>\nGenau dieses Szenario wollte &ldquo;En Marche&rdquo; verhindern. Es ist ein sehr bitterer Moment f&uuml;r Staatspr&auml;sident Emmanuel Macron, der versprochen hatte, er werde alles daran setzen, dass Le Pen nicht gewinnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/europawahl-in-frankreich-bittere-niederlage-fuer-macron-triumph-fuer-le-pen-a-1269400.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn SPON schreibt, Macron h&auml;tte &bdquo;alles daran gesetzt, dass Le Pen nicht gewinnt&ldquo;, so ist dies nat&uuml;rlich denkw&uuml;rdig. Macron mag im Wahlkampf dies und das gesagt haben, seine Politik war und ist jedoch ganz sicher nicht geeignet, Le Pen W&auml;hler wegzunehmen. Erstaunlich ist eigentlich eher, dass Le Pens Sammlungsbewegung so schlecht abgeschnitten hat und gegen&uuml;ber den letzten Europawahlen sogar verloren hat. Die beiden ehemals gro&szlig;en Parteien liegen in Frankreich &uuml;brigens zusammen(!) bei unter 15%. Fast ebenso dramatisch ist das britische Ergebnis &ndash; dort ist Labour mit 14% nur drittst&auml;rkste und die Tories mit 8,7% sogar nur f&uuml;nftst&auml;rkste Partei. Hier spielte jedoch auch der groteske Umstand eine Rolle, das man ein Parlament mitw&auml;hlen musste, dem man bald nicht mehr angeh&ouml;rt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Volksparteien sind die Altparteien<\/strong><br>\nInteressant an der Europawahl ist die Abstimmung der Jungw&auml;hler, da schneidet die AfD am schlechtesten ab, die Gr&uuml;nen sind die st&auml;rkste Partei &ndash; &ldquo;Die PARTEI&rdquo; liegt nur knapp hinter der Union<br>\nDie Volks- oder besser Altparteien sind in der Europawahl abgeschmiert. Das war zu erwarten. Aber wenn man sich ansieht, f&uuml;r wen sich die Erstw&auml;hler entschieden haben, dann wird klar, dass sich das politische Parteienspektrum im Umbruch befindet.<br>\nDie AfD, auch eine Altpartei, schneidet hier mit 5 Prozent noch schlechter ab als die SPD mit 7 Prozent. FDP und Linke liegen gleichauf bei 8 Prozent. Sonneborn mit seiner &ldquo;Die Partei&rdquo; liegt mit 9 Prozent nur knapp hinter der CDU\/CSU mit 11 Prozent. Wahlsieger w&auml;ren die Gr&uuml;nen, mit 36 Prozent hat sie mehr als ein Drittel gew&auml;hlt. [&hellip;]<br>\nDie Linke verliert 2 Prozentpunkte und kommt nur noch auf 5,4 Prozent. Das sieht schon sehr nach Niedergang aus, dagegen gibt es einen leichten Auftrieb f&uuml;r die FDP und die Freien W&auml;hler. Einen &Uuml;berraschungserfolg kann &ldquo;Die PARTEI&rdquo; einfahren, die 1,8 Prozentpunkte mehr Stimmen erh&auml;lt und mit 2,3 Prozent die st&auml;rkste Kleinpartei wird. Damit steigt nat&uuml;rlich auch die Verantwortung gegen&uuml;ber den W&auml;hlern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Volksparteien-sind-die-Altparteien-4432344.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Es gibt Wichtigeres als die schwarze Null<\/strong><br>\nDeutschland spart &ndash; aber das ist in diesen Zeiten falsch. Denn man kann nicht den Schuldenberg abbauen und gleichzeitig die Infrastruktur verbessern. Wir leben unter unseren Verh&auml;ltnissen. Das muss nicht sein.<br>\nIm Jahr 2002 rief der Publizist Arnulf Baring die B&uuml;rger &bdquo;auf die Barrikaden&ldquo;. Deutschland lebe &bdquo;seit drei Jahrzehnten &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse&ldquo;, habe einen &bdquo;immensen Schuldenberg angeh&auml;uft&ldquo; und m&uuml;sse daher &bdquo;kr&auml;ftig sparen, die Anspr&uuml;che aller Gruppen und Schichten eine Zeit lang reduzieren&ldquo;.<br>\nVor wenigen Monaten ist Baring gestorben. Er durfte erleben, wie seine zun&auml;chst einsame Stimme zur Mainstream-Meinung wurde und 2009 eine Schuldenbremse beschlossen wurde. Die schwarze Null im Haushalt wurde Staatsr&auml;son, die schw&auml;bische Hausfrau Leitbild des Finanzministers. Der Schuldenberg erweist sich seitdem als Eisberg, der Jahr f&uuml;r Jahr in der Sonne des billigen Geldes abschmilzt. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article193923929\/Staatsschulden-Es-gibt-Wichtigeres-als-die-schwarze-Null.html?utm_source=pocket-newtab\">Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Trump will m&ouml;gliches China-Abkommen auf Huawei ausweiten<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Trump will den Streit &uuml;ber den Telekomausr&uuml;ster Huawei in den Handelsgespr&auml;chen mit China l&ouml;sen. Allerdings nannte er das Unternehmen auch &ldquo;sehr gef&auml;hrlich&rdquo;.<br>\nDie USA haben Huawei erst k&uuml;rzlich auf eine schwarze Liste gesetzt, weil sie Spionage durch das chinesische Unternehmen bef&uuml;rchten. In den Handelsgespr&auml;chen mit China will Pr&auml;sident Donald Trump dennoch auch &uuml;ber den Konzern sprechen &ndash; und den Telekommunikationsausr&uuml;ster sogar in das geplante Handelsabkommen aufnehmen.<br>\n&ldquo;Wenn wir einen Deal machen sollten, kann ich mir vorstellen, dass Huawei in irgendeiner Form und in irgendeinem Teil eines Handelsabkommens einbezogen sein wird&rdquo;, sagte Trump vor Journalisten in Washington. Beschwerden gegen Huawei k&ouml;nnten so gel&ouml;st werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/huawei-donald-trump-will-china-handelsgespraeche-ueber-telekomausruester-a-1269064.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Trump erkl&auml;rt &ldquo;Huawei-Strategie&rdquo;<\/strong><br>\nOffiziell steht Huawei als Sicherheitsrisiko auf einer schwarzen Liste der USA, doch Pr&auml;sident Trump best&auml;tigt jetzt, dass das Unternehmen als Faustpfand im Handelsstreit mit China dient. Kommt es zu einem Deal, k&ouml;nnte Huawei vom Haken sein &ndash; oder auch nicht.<br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump hat in Aussicht gestellt, den Streit um den Telekomausr&uuml;ster Huawei in den Handelsgespr&auml;chen mit China zu l&ouml;sen. &ldquo;Ich kann mir vorstellen, dass Huawei in irgendeine Form eines Handelsabkommens einbezogen wird&rdquo;, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) vor dem Wei&szlig;en Haus in Washington. Auf Nachfragen von Reportern nannte Trump allerdings keine Details, wie ein solcher Deal aussehen k&ouml;nnte. Er betonte lediglich, dass jede Vereinbarung &ldquo;sehr gut f&uuml;r uns aussehen w&uuml;rde, das kann ich Ihnen sagen&rdquo;.<br>\nDie USA hatten Huawei vergangene Woche auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Gesch&auml;ftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Trump begr&uuml;ndete seine Schritte mit Sicherheitsbedenken gegen Technik aus China. Am Donnerstag wiederholte Trump die pauschalen Anschuldigungen. Huawei sei &ldquo;sehr gef&auml;hrlich&rdquo;.<br>\nBeweise gibt&rsquo;s nicht<br>\nDa die US-Regierung die Vorw&uuml;rfe gegen den chinesischen Technologiekonzern bislang nicht konkret belegt hat, hatten viele Experten die Sanktionen schon vor den aktuellen Trump-&Auml;u&szlig;erungen im Kontext des Handelskonflikts zwischen den USA und China gesehen. Wer US-Technik an Huawei verkaufen oder transferieren will, muss eine Lizenz erwerben. Diese kann verweigert werden, wenn Sicherheitsinteressen ber&uuml;hrt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.n-tv.de\/technik\/Trump-erklaert-Huawei-Strategie-article21045085.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.:<\/strong> Donald Trump hat inzwischen ja verlautbart, dass ein Handelsabkommen mit China auch auf Huawei ausgeweitet werden k&ouml;nne (&hellip;) Damit w&auml;re wohl gekl&auml;rt, dass es keineswegs um &ldquo;Sicherheitsbedenken&rdquo; o.&auml;. geht, sondern einzig und alleine darum, dass Trump China erpressen will. n-tv hat das sogar richtig erkannt &ndash; &rdquo; Offiziell steht Huawei als Sicherheitsrisiko auf einer schwarzen Liste der USA, doch Pr&auml;sident Trump best&auml;tigt jetzt, dass das Unternehmen als Faustpfand im Handelsstreit mit China dient.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Erstaunlicherweise wird das medial heute nur ganz leise verbreitet, von der Tagesschau, soweit ich es &uuml;berblicke, &uuml;berhaupt nicht. Na ja, es ist vielleicht auch alles andere als erstaunlich&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em>Ich m&ouml;chte in diesem Zusammenhang auch darauf hinweisen, dass Trump vor wenigen Tagen meinte, er wolle ja gar keinen Krieg mit dem Iran, er warte nur auf einen Anruf. Ich glaube, hier ist genau zu erkennen, wie Trump tickt. Er ist offenbar beseelt von dem Gedanken, als Gr&ouml;PraZ (gr&ouml;&szlig;ter Pr&auml;sident aller Zeiten) in die Geschichte einzugehen, als derjenige, der alle Gegner durch Verhandlungsgeschick in die Knie gezwungen hat. Was er nicht begreift, ist a) mit wem er sich da anlegt und b) wie er damit den Falken um ihn herum in die Karten spielt. Diese nutzen n&auml;mlich jede Gelegenheit, ihre Agenda zu forcieren. Und auf der steht ein Krieg gegen den Iran und notfalls auch gegen Russland und China. Diese Leute wollen auch &ldquo;America great again&rdquo; machen, aber endg&uuml;ltig und unumkehrbar. Trump ist tats&auml;chlich ein n&uuml;tzlicher Idiot f&uuml;r diese Kreise. Mit einer Abwahl Trumps in 1 1\/2 Jahren w&auml;re es nicht getan, denn diese Kreise sind weit verbreitet in der US-Politik &ndash; und sie haben im Gegensatz zur verbreiteten &ouml;ffentlichen Meinung in Deutschland nichts mit einer bestimmten Parteizugeh&ouml;rigkeit zu tun.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich glaube, das Ph&auml;nomen Trump jetzt zu begreifen. Vielleicht k&ouml;nnten Staatschefs anderer L&auml;nder, wenn sie denn wollten und sich trauten, irgendwie auf ihn einwirken und ihm begreiflich machen, dass er sich auf dem Holzweg befindet und am Ende wom&ouml;glich als derjenige in die Geschichte eingehen wird, der eine Katastrophe herbeigef&uuml;hrt hat. Er ist aber der Schl&uuml;ssel, denn an die Boltons, Pompeos usw, kann keiner rankommen, die lassen sich durch nichts beirren. Die erinnern mich an Cheney und Rumsfeld unter George W. Bush, der nach meiner Ansicht ebenfalls ein naiver Pr&auml;sident und n&uuml;tzlicher Idiot war, der &uuml;berhaupt nicht begriff, was er anrichtete.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>H.-C. Strache und seine &Ouml;sterreicher<\/strong><br>\nWer sich mit rechten Neonationalen ins Bett legt, wacht mit einem Ibiza-Kater auf. Das w&auml;re die Lektion, die europaweit verstanden werden sollte. Doch gilt das auch f&uuml;r &Ouml;sterreich?<br>\nAnm. der Redaktion: Die &bdquo;Spiegel&ldquo;-Redaktion gab bei ihrem langj&auml;hrigen Redakteur und ehemaligen &Ouml;sterreich-Korrespondenten Hans-Peter Martin den nachfolgenden Text in Auftrag. Zwei ma&szlig;gebliche Redakteure hielten ihn jeweils f&uuml;r &bdquo;sehr gut&ldquo;. Dann erschien er doch nicht. Warum? Bilden Sie sich selbst ein Urteil. (&hellip;)<br>\n&Ouml;sterreich ist eine Nation wider Willen, von den Siegerm&auml;chten nach dem Ersten Weltkrieg geformt und seit dem Untergang des Habsburgerreiches vaterlos. Der Anschluss an Deutschland 1938 spiegelt sich in der Biographie des nun so pl&ouml;tzlich gefallenen, anschlusssuchenden bisherigen FP&Ouml;-Parteif&uuml;hrers.<br>\nH.-C. Strache und seine FP&Ouml; verk&ouml;rpern zugleich die &ouml;sterreichische Verlorenheit im Nachgang zur Hyperglobalisierung. Das Alpenland befindet sich zwar geographisch im Zentrum Europas, doch in so vielen K&ouml;pfen dominiert weiterhin das Wunschbild von der &bdquo;Insel der Seligen&ldquo;, einer &bdquo;gl&uuml;cklichen Insel&ldquo;, wie sie Papst Paul VI. einst bezeichnete. Neutral, wohlhabend und sozial.<br>\nDie weit verbreitete Skepsis gegen&uuml;ber der Europ&auml;ischen Union speist sich aus dem unseligen Zeitpunkt des EU-Beitritts. Als &Ouml;sterreich 1995 Mitglied der Europ&auml;ischen Gemeinschaft wurde, entwickelte sich der Binnenmarkt gerade mit voller Kraft, Zollschranken fielen, nationale Platzhirsche wurden von internationalen Handelsketten verdr&auml;ngt. Die umfassende EU-Erweiterung ab 2004 versch&auml;rfte das &ouml;konomische und politische Klima, in dem H.-C. Strache und seine Getreuen immer neue Gipfel erklommen. Was die Volkswirtschaft insgesamt reicher machte, steigerte auch die Ungleichheit.<br>\nVerhaltens&ouml;konomen wie der geb&uuml;rtige &Ouml;sterreicher Ernst Fehr von der Universit&auml;t Z&uuml;rich k&ouml;nnen eindrucksvoll belegen, dass Menschen vielfach das Leben in einer Gesellschaft ablehnen, in der sie auf einer zehnteiligen Skala ein Einkommen von sieben erreichen k&ouml;nnen, alle anderen aber acht. Stattdessen geben sie einer Welt den Vorzug, in der sie den Wert vier erreichen, die Nachbarn aber nur drei. Absolut gesehen weniger, aber relativ mehr &ndash; f&uuml;r solch eine Einstellung gilt &Ouml;sterreich, zumindest der Osten des Landes, als Paradebeispiel. &bdquo;Wien ist die Welthauptstadt des Neides und der Niedertracht&ldquo;, formuliert es der Allroundk&uuml;nstler Andr&eacute; Heller. (&hellip;)<br>\nDer bisherige FP&Ouml;-Chef w&auml;re wom&ouml;glich noch im Amt, h&auml;tte er nicht einen Kardinalfehler begangen: Er spekulierte in seinem Ibiza-Wahn sogar &uuml;ber die Machtergreifung in der &bdquo;Kronenzeitung&ldquo;, dem Massenblatt, das im vergangenen Jahrzehnt zwar ein Viertel seiner Leserreichweite einb&uuml;&szlig;te, aber noch immer bei 28 Prozent h&auml;lt. Die &bdquo;Krone&ldquo;, das wei&szlig; in &Ouml;sterreich jedes Kind, ist sakrosankt. Beim Spagat zwischen der offenen Sympathie f&uuml;r neonationale Positionen und der verbalen Attacke auf seine Zeitung schl&uuml;pfte der Herausgeber in die so popul&auml;re Opferrolle und bezog binnen Stunden Partei: &bdquo;FP&Ouml; am Ende!&ldquo;, titelte er. Das w&uuml;rde jedoch alle Erwartungen &uuml;bertreffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/05\/h-c-strache-und-seine-oesterreicher\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wenn Geldgier Aktion&auml;re blind macht<\/strong><br>\nDie Glyphosat-Vorw&uuml;rfe waren bekannt. Trotzdem stieg die Bayer-Aktie auf ein Allzeithoch. Als der Kurs fiel, verkauften manche Anleger nicht schnell genug. Das machte sie stinksauer. &Auml;hnlich prinzipienlos jagen auch Deutsche-Bank-Aktion&auml;re den Gewinnen hinterher.<br>\nAls Bayer-Chef Werner Baumann im Mai 2016 sein Kaufangebot an Monsanto der breiten &Ouml;ffentlichkeit im Detail erkl&auml;rte, prognostizierte er: &ldquo;Wir sind seit langem von Monsanto beeindruckt und teilen die &Uuml;berzeugung, dass durch ein integriertes Gesch&auml;ft erheblicher Wert f&uuml;r die Aktion&auml;re beider Unternehmen entstehen w&uuml;rde.&rdquo; Und: &ldquo;F&uuml;r die Mitarbeiter der beiden Unternehmen w&uuml;rde der angestrebte Zusammenschluss attraktive berufliche Entwicklungschancen er&ouml;ffnen.&rdquo;<br>\nGekommen ist es anders: Der Chemie- und Saatgutkonzern will bis Ende 2021 weltweit 12.000 Stellen streichen, darunter 4500 in Deutschland. Und ein erheblicher Wert f&uuml;r Aktion&auml;re entstand nur f&uuml;r diejenigen, die ihre Titel rechtzeitig (wieder) verkauften. Die Bayer-Aktie erlebte bis zum Sommer 2017 einen H&ouml;henflug, der j&auml;h endete.<br>\nViele Aktion&auml;re sind deshalb stinksauer auf das Management. Auf der Hauptversammlung Ende April wurden Baumann und der Rest des Vorstandes abgestraft. 55,5 Prozent des anwesenden Grundkapitals stimmten gegen die Entlastung des Topmanagements. Ein Jahr zuvor hatte es f&uuml;r Baumann und Co. noch den f&uuml;r Dax-Konzerne &uuml;blichen Zuspruch von 97 Prozent gegeben, obwohl es damals schon erhebliche Kritik an der folgenschweren Monsanto-&Uuml;bernahme gab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Wenn-Geldgier-Aktionaere-blind-macht-article21046072.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Marburger Bund f&uuml;r vollst&auml;ndige Umsetzung des Urteils zur Arbeitszeiterfassung<\/strong><br>\nDer &Auml;rzteverband Marburger Bund (MB) hat Bundesregierung und Bundestagsfraktionen aufgefordert, die Rechtsprechung des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH) zur Arbeitszeiterfassung vollst&auml;ndig und verbindlich in geltendes nationales Recht umzusetzen. Die Arbeitszeit von &Auml;rztinnen und &Auml;rzten sei systematisch und objektiv zu erfassen, hei&szlig;t es in einem am Sonntag ver&ouml;ffentlichten Beschluss der MB-Hauptversammlung in M&uuml;nster.<br>\nDer EuGH in Luxemburg hatte Mitte Mai entschieden, dass die ausschlie&szlig;liche Dokumentation von &Uuml;berstunden nicht ausreicht. Vielmehr m&uuml;ssen die Arbeitgeber die Arbeitszeiten ihrer Arbeitnehmer komplett erfassen. Damit gab das Gericht einer Gewerkschaft recht, die gegen die Deutsche Bank in Spanien geklagt hatte.<br>\n&ldquo;Der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;hrt Selbstverst&auml;ndliches aus: Nur wenn die Arbeitszeit objektiv dokumentiert wird, kann auch verl&auml;sslich gepr&uuml;ft werden, ob H&ouml;chstgrenzen tats&auml;chlich eingehalten wurden&rdquo;, erkl&auml;rte der MB-Vorsitzende Rudolf Henke. &ldquo;Ich halte daher das Gerede vom angeblichen B&uuml;rokratie-Monster, das jetzt von der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde und anderen Arbeitgebervertretern bem&uuml;ht wird, f&uuml;r vorgeschoben.&rdquo;<br>\nZugleich billigte die gro&szlig;e Tarifkommission des MB mit gro&szlig;er Einm&uuml;tigkeit den mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverb&auml;nde (VKA) neu ausgehandelten Tarifvertrag f&uuml;r &Auml;rzte in kommunalen Krankenh&auml;usern. Auch bei den Delegierten der Hauptversammlung fand das Tarifergebnis breite Unterst&uuml;tzung, wie ein MB-Sprecher weiter mitteilte. Die Verhandlungskommission von MB und VKA hatten nach monatelangem Tarifstreit am vergangenen Mittwoch eine Einigung erzielt.<br>\n&ldquo;Wir haben viel f&uuml;r die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Krankenh&auml;usern getan: Der Einstieg in eine bessere Arbeitszeitgestaltung ist geschafft, der Anspruch auf zwei freie Wochenenden im Monat ist tarifvertraglich geregelt&rdquo;, hob Henke hervor. &ldquo;Durch die Zeitenwende bei der Arbeitszeiterfassung muss nunmehr die gesamte Anwesenheit der &Auml;rztinnen und &Auml;rzte als Arbeitszeit genau dokumentiert werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/afp\/neuigkeiten\/marburger-bund-fuer-vollstaendige-umsetzung-des-urteils-zur-arbeitszeiterfassung\">arte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nichts mit Spa&szlig;<\/strong><br>\nBei Media Markt, der mit dem Slogan &bdquo;Hauptsache Ihr habt Spa&szlig;&ldquo; wirbt, geht die Angst um. Der Elektronikkonzern, der zur Media-Saturn-Holding (MSH) geh&ouml;rt, plant einen radikalen Personalabbau. Gro&szlig;e Teile der Verkaufsfl&auml;chen sollen ausgegliedert werden. Zus&auml;tzlich wird die Produktpalette in den M&auml;rkten drastisch eingeschr&auml;nkt. Auf diese Art will der Ceconomy Konzern j&auml;hrlich 130 Millionen Euro einsparen.<br>\nAls besonderer Verfechter des Kahlschlags bei der MSH erweist sich Ferran Reverter, der neue Boss des Elektronikfilialisten. Der Spanier, der gerade acht Monate den Handelsriesen f&uuml;hrt, setzt dabei auf weniger Beratung und Personal im Verkauf. Mit dabei seit 1. M&auml;rz 2019, auch J&ouml;rn Werner, der ehemalige Chef der Werkstattkette A.T.U. Das Management kennt dabei nur einen Weg um Profite abzusichern. Damit die eigenen Pfr&uuml;nde und die Aktion&auml;re bedient werden, m&uuml;ssen Personal und die &bdquo;lieben Mitarbeiter&ldquo; abgebaut und vor die T&uuml;r gesetzt werden. Bereits im ersten Halbjahr sollen in der Verwaltung in Ingolstadt 700 von 3000 Arbeitspl&auml;tzen vernichtet werden. Insider berichten, dass es nicht nur die Zentrale an der Donau trifft. Auch die Filialen werden durch die Fremdvermietung der Fl&auml;chen erneut kr&auml;ftig &bdquo;ausged&uuml;nnt&ldquo;.<br>\nAls Grund f&uuml;r den Personalabbau sieht die Holding den zunehmenden Onlinehandel. Doch dies ist nur die offizielle Erkl&auml;rung. &Auml;hnlich, wie die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, nennen Besch&auml;ftigte die wirklichen Ursachen. Ein &uuml;ber Jahre bewusst erzeugter Mangel an Personal treibe die Kunden aus den M&auml;rkten. Hauptgrund f&uuml;r diesen Zustand ist, dass immer weniger Personal mehr Verkaufsfl&auml;che bedienen muss. Beratung kommt dabei seit langem zu kurz. &bdquo;Wir arbeiten Warteschlangen von Kunden ab. Da dreht sich so manch einer um und haut ab&ldquo; so der Verk&auml;ufer Edwin Schulte, der seinen richtigen Namen nicht nennen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/43.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=69679&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=e7e3fd9e3c\">scharf links<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Pkw-Maut wird zum Minusgesch&auml;ft f&uuml;r den Steuerzahler<\/strong><br>\nAnalysten im Auftrag der gr&uuml;nen Bundestagsfraktion legen nahe, dass sich Verkehrsminister Andreas Scheuer den geplanten Stra&szlig;enzoll sch&ouml;nrechnet. (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung plant, parallel zur Maut alle Euro-6-Pkw in Deutschland &uuml;ber die Kfz-Steuer zu entlasten. Da aber 99 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge bereits diese Norm erf&uuml;llen, halten es die Forscher aber f&uuml;r fraglich, wieso diese dominante Technik noch weiter gef&ouml;rdert werden sollte. Die vorgesehene Entlastung werde die Nettoeinnahmen &uuml;ber die Abgabe mehr als aufzehren.<br>\nDazu kommt laut dem F&Ouml;S, dass Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) die Zahl der Vignettenverk&auml;ufe mit jeder Prognose h&ouml;her ansetze und dabei stark auch auf ausl&auml;ndische Autofahrer baue. Diese d&uuml;rften sich aber genau &uuml;berlegen, ob sie noch mit dem Auto nach Deutschland fahren werden. Zumindest der kleine Grenzverkehr k&ouml;nnte aufgrund der Maut einbrechen. (&hellip;)<br>\nFerner habe das Verkehrsressort die Kosten nicht ausreichend ber&uuml;cksichtigt, die n&ouml;tig sind, um das System in Gang zu bringen. Bisher seien 128 Millionen Euro in die Vorbereitung der Maut geflossen. Zudem habe Scheuer bereits Auftr&auml;ge im Wert von &uuml;ber 2 Milliarden Euro an die Unternehmen vergeben, die die Geb&uuml;hren erheben und das System kontrollieren sollen. Als Betreiber ist ein Konsortium aus dem Ticketverk&auml;ufer CTS Eventim und dem &ouml;sterreichischen Spezialisten Kapsch TrafficCom vorgesehen.<br>\nF&uuml;r gr&uuml;ne Verkehrs- und Haushaltspolitiker steht damit fest, dass die Pkw-Maut &ldquo;ein teures und sinnloses Stammtischprojekt&rdquo; sei. Selbst wenn Scheuer es mit seiner Schar teurer Berater schaffen sollte, die das System im Oktober 2020 an den Start zu bringen, werde es vor allem teuer f&uuml;r die Steuerzahler. (&hellip;)<br>\nDass die Zahlen gesch&ouml;nt sein k&ouml;nnten, glauben auch andere Sachverst&auml;ndige. Der Verkehrswissenschaftler Ralf Ratzenberger etwa rechnet schon im ersten Jahr der Mautpflicht mit einem Minus von 71 Millionen Euro im Staatstopf, das in Folge aufgrund der Steuerentlastungen noch steigen d&uuml;rfte. Der Forscher sowie das F&Ouml;S kritisierten die Finanzpl&auml;ne der Regierung in ihren unterschiedlichen Stadien bereits mehrfach. Am 18. Juni will der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) sein Urteil bekanntgeben, ob die Infrastrukturabgabe mit dem EU-Recht vereinbar ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Pkw-Maut-wird-zum-Minusgeschaeft-fuer-den-Steuerzahler-4431668.html\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37613\">PKW-Maut &ndash; es geht nicht um die CSU, sondern um k&uuml;nftige Privatisierungen in gro&szlig;em Ma&szlig;stab<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Iran und die Bombe<\/strong><br>\nKein Bau von Atomwaffen &ndash; dazu hat der Iran sich in der &ldquo;Wiener Vereinbarung&ldquo; 2015 verpflichtet, wenn im Gegenzug Wirtschaftssanktionen aufgehoben werden. Letztes Jahr brachen die USA das Abkommen, nun droht der Iran das auch zu tun. Wissenschaftler bef&uuml;rchten das Wiederaufleben des Waffenprogramms.<br>\nRobert Kelley vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI verfolgt die Vorg&auml;nge im Iran seit langem.<br>\n&ldquo;Die meisten Iran-Analysten sind der &Uuml;berzeugung, dass das Land mit Sicherheit in den 90er-Jahren mit der Entwicklung von Atomwaffen begonnen hat &ndash; wohl als Reaktion auf das irakische Programm. CIA-Dokumente und die Unterlagen, die israelische Agenten aus einem Lagerhaus in Teheran entwendet haben, beweisen, dass der Iran bis 2004 ein Atomwaffenprogramm verfolgt hat.&rdquo;<br>\nSatellitenbilder belegen, dass sich die Aktivit&auml;ten nach 2004 verlangsamten oder stoppten. IAEO-Generaldirektor Yukiya Amano erkl&auml;rte Anfang April auf einer Pressekonferenz: &ldquo;F&uuml;r die Zeit nach 2009 gibt es keine glaubw&uuml;rdigen Hinweise darauf, dass sie ihre Bem&uuml;hungen fortsetzen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nInteressant sei, dass Pr&auml;sident Rouhani die intensiven Inspektionen bislang nicht gestoppt habe, urteilt Robert Kelley. Teheran drohe derzeit weder damit, den Nichtverbreitungsvertrag zu k&uuml;ndigen, noch die IAEO zu verlassen. Es sei von einer Intensivierung der Produktion sei die Rede, und einer h&ouml;heren Anreicherung des Urans. Doch wie sicher kann man sein, dass der Iran nicht doch wieder heimlich an der Bombe baut?<br>\n&ldquo;Es ist immer schwierig zu beweisen, dass etwas nicht passiert. Die bekannten Anlagen werden intensiv &uuml;berwacht. Doch auch ein versteckter Reaktor arbeitet nicht im Vakuum. Man muss das Uran f&ouml;rdern, es zu Reaktorbrennstoff anreichern, in den Geheimreaktor bringen. Ein Zyklus, an dessen Ende eine Waffe steht, ist komplex und es gibt viele M&ouml;glichkeiten aufzufallen, was dann ernste Konsequenzen h&auml;tte.&rdquo; (&hellip;)<br>\nAllein hochangereichertes Uran f&uuml;r eine Bombe zu bekommen, dauere mindestens ein Jahr &ndash; und die anderen Schritte sehr viel l&auml;nger. Prinzipiell aber ist Robert Kelley von SIPRI &uuml;berzeugt: &ldquo;Die Informationen, die die Israelis mitgenommen haben, zeigen, dass sie sehr kompetent sind. Ich verfolge ihre wissenschaftliche Literatur, und die Menschen an den Universit&auml;ten und Instituten leisten gute wissenschaftliche Arbeit. Ich habe keinen Zweifel daran, dass sie in der Lage sind, selbst eine Bombe zu entwickeln.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/atomabkommen-der-iran-und-die-bombe.676.de.html?dram:article_id=449690\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> So soll wohl die Angst vor Atomwaffen des Iran gesch&uuml;rt werden. Dabei haben die USA den gemeinsamen Vertrag mit dem Iran gek&uuml;ndigt. Die USA haben Atomwaffen &ndash; sogar in Deutschland stationiert. Und diese Waffensysteme sind k&uuml;rzlich modernisiert worden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verfassungssch&uuml;tzer fordern erweiterte Befugnisse<\/strong><br>\nF&uuml;hrende Verfassungssch&uuml;tzer haben am 70. Jahrestag des Grundgesetzes bessere gesetzliche M&ouml;glichkeiten zum Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung gefordert. Im Zeitalter der Digitalisierung und globaler Vernetzung auch von Extremisten und Terroristen bestehe kein Zweifel, &ldquo;dass unsere Demokratie auch im Cyberraum wehrhaft sein muss&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, am Donnerstag bei einem Symposium in Hamburg. Das folgt auf den Ruf des Bundesdatenschutzbeauftragten nach einer &ldquo;Sicherheitsgesetz-Pause&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDie Sicherheitsbeh&ouml;rden m&uuml;ssten in die Lage versetzt werden, ihrem gesetzlichen Auftrag nachzukommen &ndash; zum Beispiel &ldquo;mit Quellen-TK&Uuml; auf Endger&auml;ten und dem Instrument der Onlinedurchsuchung&rdquo;. Dabei werden Smartphones mit Trojanern infiziert, um Gespr&auml;che abzuh&ouml;ren oder verschl&uuml;sselt versendete Messenger-Nachrichten mitzulesen.<br>\nHamburgs Verfassungsschutzchef Torsten Vo&szlig; forderte ein &ldquo;modifiziertes Trennungsgebot&rdquo; zwischen Ermittlungsbeh&ouml;rden und Nachrichtendiensten. &ldquo;Kein Land weltweit hat diese strikte Trennung mindestens in Bezug auf die Informations&uuml;bermittlung zwischen Polizei und Verfassungsschutz.&rdquo; (&hellip;)<br>\nHamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) zeigte sich daf&uuml;r offen, den durch das Trennungsgebot gesetzten Rahmen des Informationsaustauschs zwischen Nachrichtendiensten und anderen Beh&ouml;rden &ldquo;mit Augenma&szlig;&rdquo; zu erweitern. &ldquo;Denn wenn zum Beispiel ein Jugendamt von einer Kindeswohlgef&auml;hrdung durch islamistische Eltern, die ihr Kind zum Dschihad erziehen, nichts wei&szlig;, kann es das Kind auch nicht sch&uuml;tzen.&rdquo; Grote warnte aber davor, &uuml;ber das Trennungsgebot als solches zu diskutieren. Dies m&uuml;sse &ldquo;ein St&uuml;ck Vertrauens- und Gesch&auml;ftsgrundlage&rdquo; bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Verfassungsschuetzer-fordern-erweiterte-Befugnisse-4430902.html\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Tolle Worte zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes: &ldquo;modifiziertes Trennungsgebot&rdquo; und Erweiterung des Trennungsgebots &ldquo;mit Augenma&szlig;&rdquo;: Das klingt so als h&auml;tten diese Beh&ouml;rdenleiter ein Seminar bei George Orwell besucht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Dritte im Bunde: F&uuml;r mehr Transparenz in der Partei- und Wahlkampffinanzierung<\/strong><br>\nHeinz-Christian Strache hat sich und seine FP&Ouml; um Kopf und Kragen geredet. In dem heimlich aufgenommenen Video, das den ehemaligen Parteivorsitzenden und Vizekanzler von &Ouml;sterreich in einer Villa auf Ibiza zeigt, schwadroniert er dar&uuml;ber, wie die angebliche Oligarchen-Nichte die Kronen-Zeitung &uuml;bernehmen und daf&uuml;r &ndash; do ut des&ndash; Staatsauftr&auml;ge erhalten k&ouml;nne. Au&szlig;erdem gebe es da einen Verein, der habe nichts mit der Partei zu tun. &bdquo;Ein paar sehr Verm&ouml;gende&ldquo; h&auml;tten bereits &bdquo;zwischen 500 000 und eineinhalb bis zwei Millionen gezahlt&ldquo;, vorbei am Rechnungshof. Es folgen Namen angeblicher Spender, Gr&ouml;&szlig;en der &ouml;sterreichischen Wirtschaft. Mittlerweile haben die Genannten allesamt dementiert, die FP&Ouml; direkt oder indirekt unterst&uuml;tzt zu haben. (&hellip;)<br>\nIn Deutschland sind politische Parteien sogar verfassungsrechtlich verpflichtet, &uuml;ber die Herkunft und die Verwendung der Mittel sowie &uuml;ber ihr Verm&ouml;gen &ouml;ffentlich Rechenschaft abzulegen (Art. 21 Abs. 1 S. 4 GG). Unter diese Ver&ouml;ffentlichungspflicht fallen u.a. Mitglieds- und Mandatsbeitr&auml;ge sowie Spenden einschlie&szlig;lich geldwerter Zuwendungen, sofern sie Parteien nicht &uuml;blicherweise unentgeltlich zur Verf&uuml;gung gestellt werden (&sect;&sect; 24, 27 Abs. 1 S. 3, 4 PartG). Wahlkampfaktionen Dritter hingegen, die f&uuml;r oder gegen einen Wahlbewerber auftreten, werden von den Regelungen nicht erfasst. Und so kommen uns die Berichte &uuml;ber das angebliche Gebaren der FP&Ouml;-Unterst&uuml;tzervereine auch nur allzu bekannt vor.<br>\nHierzulande machte der Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und b&uuml;rgerlichen Freiheiten von sich reden. Er trat in diversen Landtagswahlk&auml;mpfen sowie bei der Bundestagswahl 2017 mit Plakaten und Anzeigen in Erscheinung, die zur Wahl der AfD aufriefen &ndash; und der offiziellen Wahlkampagne der Partei erstaunlich &auml;hnelten. Zudem verteilte der Verein etwa 600.000 Ausgaben des &bdquo;Deutschland-Kurier&ldquo;, dessen Chefredakteur zugleich Vorsitzender des Vereins ist. Lobby Control geht davon aus, dass der Verein der AfD Wahlkampfhilfe im Wert von &uuml;ber 6 Millionen Euro geleistet hat.<br>\nEs liegen zahlreiche Hinweise vor, dass diese Aktivit&auml;ten mit der Partei abgesprochen und koordiniert waren. In diesem Fall l&auml;ge wohl ein Fall von illegaler Parteienfinanzierung vor. Entsprechend bem&uuml;ht sich die AfD mittlerweile darum, &ouml;ffentlich auf Distanz zu dem Verein zu gehen. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/dritte-im-bunde-fuer-mehr-transparenz-in-der-partei-und-wahlkampffinanzierung\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hunderttausende auf der Stra&szlig;e<\/strong><br>\nDie &ldquo;Fridays for Future&rdquo;-Bewegung mobilisiert Hunderttausende &ndash; zur Europawahl r&uuml;ckt das Thema einmal mehr in den Vordergrund. Nach Angaben der Organisatoren folgten bundesweit mehr als 320.000 dem Aufruf.<br>\nErneut haben sich Zehntausende junge Menschen bundesweit an den Klimastreiks der Umweltbewegung &ldquo;Fridays for Future&rdquo; beteiligt. Diese hatte zur Europawahl zu einem gro&szlig;en internationalen Protesttag aufgerufen.<br>\nBundesweit waren mehr als 300 Kundgebungen und Protestm&auml;rsche angek&uuml;ndigt. In mehr als 200 St&auml;dten in Deutschland gingen Sch&uuml;ler und Studenten auf die Stra&szlig;e. Weltweit wollten in mehr als 1350 St&auml;dten junge Leute auf die Stra&szlig;e gehen. Die mutma&szlig;lich gr&ouml;&szlig;te Demonstration gab es in Hamburg. Dort z&auml;hlte die Polizei in der Spitze 17.000 Teilnehmer, die Veranstalter sprachen von 25.000 Teilnehmern.<br>\nIn Freiburg versammelten sich laut Polizei 10.000 Demonstranten, in K&ouml;ln nach Angaben der Organisatoren 12.000. Die Polizei gab dort keine Sch&auml;tzung heraus. In anderen St&auml;dten lagen die Teilnehmerzahlen den Veranstaltern oder der Polizei zufolge niedriger. In Frankfurt am Main z&auml;hlten die Beamten 4500, in M&uuml;nchen 3500 Teilnehmer.<br>\nIn Leipzig gingen laut Fridays for Future mehr als 3000 Menschen auf die Stra&szlig;e. F&uuml;r die Hauptstadt Berlin gab es zun&auml;chst keine genaueren Angaben. Die Polizei sprach von mehreren tausend Teilnehmern, nannte aber keine konkreteren Zahlen. Angemeldet waren demnach etwa 10.000.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fridays-for-future-aktionen-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es d&uuml;rfte Vorsicht angebracht sein, wenn Bundestagspr&auml;sident Sch&auml;uble die Proteste f&uuml;r ein besseres Klima als &ldquo;ein Mut machendes Zeichen&rdquo; bezeichnet und von der Bundesregierung fordere, dass sie vor Entscheidungen nicht zur&uuml;ckschrecken d&uuml;rfe. Das Problem ist n&auml;mlich nicht, dass die Bundesregierung vor Entscheidungen zur&uuml;ckschreckt. Das Problem ist doch vielmehr, dass auch diese Bundesregierung die falschen Entscheidungen trifft &ndash; obwohl eine promovierte Physikerin die Richtlinienkompetenz innehat und als ehemalige Bundesumweltministerin auch Kompetenz &uuml;ber das Thema Klimaschutz besitzen sollte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein Land f&uuml;r alle B&uuml;rger<\/strong><br>\nAntisemitische Angriffe nehmen vielerorts zu. Sie m&uuml;ssen unbedingt bek&auml;mpft werden. Aber: Antizionismus gleichzusetzen mit Judenhass, ist der falsche Weg.<br>\nWer Jude ist, f&uuml;r den sind dies befremdliche und beunruhigende Zeiten &ndash; aus zwei Gr&uuml;nden: weil der Antisemitismus zunimmt. Und weil so viele Politiker darauf nicht antworten, indem sie Juden sch&uuml;tzen, sondern indem sie Pal&auml;stinenser bestrafen.<br>\nAm 16. Februar &uuml;berzogen Gelbwesten auf der Stra&szlig;e in Paris den franz&ouml;sischen j&uuml;dischen Philosophen Alain Finkielkraut mit antisemitischen Beleidigungen. Am 19. Februar fanden sich auf 80 Gr&auml;bern im Elsass Hakenkreuze. Zwei Tage sp&auml;ter stellte Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron fest, in Europa lebe &bdquo;der Antisemitismus wieder auf wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr&ldquo;, und k&uuml;ndigte an, dagegen mit neuen Ma&szlig;nahmen zu k&auml;mpfen.<br>\nEine dieser Ma&szlig;nahmen ist eine neue offizielle Definition von Antisemitismus. Diese Definition, 2016 von der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) erstellt, z&auml;hlt zu den &bdquo;zeitgen&ouml;ssischen Beispielen&ldquo; f&uuml;r Antisemitismus, &bdquo;dem j&uuml;dischen Volk das Recht auf Selbstbestimmung zu verwehren&ldquo;. Mit anderen Worten: Antizionismus ist Judenhass. Mit der &Uuml;bernahme dieser Definition folgte Macron den Beispielen Deutschlands, Gro&szlig;britanniens, der USA und rund 30 weiterer Regierungen. Wie sie alle beging der Pr&auml;sident damit einen tragischen Fehler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/ein-land-fuer-alle-buerger\">Guardian\/Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ziel: Jede alternative Stimme aus Iran verstummen zu lassen<\/strong><br>\nWarum man so schwer an zuverl&auml;ssige Informationen aus Iran kommt. Gespr&auml;ch mit dem iranischen Aktivisten Sayed Mousavi &uuml;ber den Informationskrieg<br>\nVon der &ldquo;m&auml;chtigsten Kampagne des maximalen Drucks aller Zeiten&rdquo; sprach US-Pr&auml;sident Donald Trump, als er Anfang des Monats ank&uuml;ndigte, die Sanktionen gegen Iran ein weiteres Mal zu versch&auml;rfen. Aber nicht nur die US-Regierung, auch private Unternehmen schr&auml;nken die Handlungsfreiheit von Iranern weiter ein. Die Accounts von Tausenden iranischen Nutzern haben Facebook, Youtube und Twitter in den vergangenen Monaten gel&ouml;scht.<br>\nDabei verweisen die Tech-Giganten auf den Kampf gegen staatliche iranische Propaganda und &ldquo;Fake-Accounts&rdquo;. Doch betroffen sind nicht nur Bots und die Kan&auml;le staatlicher iranischer Medien, sondern auch die viele Accounts normaler iranischer B&uuml;rger.<br>\nEiner der ersten und prominentesten Opfer der L&ouml;schwelle war Sayed Mousavi. Als zum Jahreswechsel 2017\/ 2018 Menschen im Iran gegen wirtschaftliche Not auf die Stra&szlig;e gingen, berichtete Mousavi unter seinem Twitter-Account @SayedMousavi7 &uuml;ber die Proteste.<br>\nMithilfe von Videos, Fotos und Augenzeugenberichten stellte er Falschdarstellungen internationaler Medien &uuml;ber Teilnehmerzahlen, Polizeigewalt oder die Motive der Demonstranten richtig und erreichte so auch die Aufmerksamkeit westlicher Medien. Bis Twitter seinen Account im August 2018 ohne Angaben von Gr&uuml;nden sperrte.<br>\nIm Gespr&auml;ch mit Telepolis spricht Sayed Mousavi &uuml;ber seinen Blick auf Politik und Gesellschaft in Iran, westliche Stereotype gegen&uuml;ber seiner Heimat, seinen Aktivismus auf Twitter, und warum er die Sperrung iranischer Nutzer als Teil eines gr&ouml;&szlig;eren Informationskrieges gegen Iran sieht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ziel-Jede-alternative-Stimme-aus-Iran-verstummen-zu-lassen-4432225.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie Politik und Wirtschaft die freie Forschung gef&auml;hrden<\/strong><br>\nDie Industrie finanziert Studien, Universit&auml;ten handeln wie Unternehmen und der wissenschaftliche Nachwuchs wird in Zeitvertr&auml;gen aufgerieben. Die im Grundgesetz garantierte Forschungsfreiheit ist zunehmend bedroht.<br>\nFrankfurt, Anfang Mai. Begleitet von einer Samba-Truppe zieht eine kleine Demonstration durch die Innenstadt. Viele Teilnehmer tragen Schilder. &ldquo;Science not Silence &ndash; Wissenschaft  statt Schweigen&rdquo; steht da zum Beispiel. Die Mehrzahl der Demonstrierenden verh&auml;lt sich allerdings eher still. Vielleicht scheinen ihnen Parolen zu wenig komplex. Denn hier gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf die Stra&szlig;e.<br>\nSeit drei Jahren finden weltweit Demonstrationen f&uuml;r die Wissenschaft statt. Ausgel&ouml;st wurde die Bewegung durch Donald Trumps Attacken gegen die Klimawissenschaft.<br>\nDer Physiker Sascha Vogel hat die Demonstration in Frankfurt mit organisiert.<br>\n&ldquo;Die Wissenschaft ist definitiv bedroht. Brasilien ist ein sch&ouml;nes Beispiel, da werden jetzt teilweise Studienf&auml;cher abgeschafft. Ungarn ist ein sch&ouml;nes Beispiel, T&uuml;rkei auf jeden Fall. Und deswegen gehen wir mit dem &acute;March for Science` auf die Stra&szlig;e.&rdquo;<br>\nDer Physiker vom Frankfurt Institute for Advanced Studies glaubt, dass die Unabh&auml;ngigkeit von Forschung und Lehre auch in Deutschland in Gefahr geraten kann. (&hellip;)<br>\nWie frei und unabh&auml;ngig ist eine Forschung die zu einem gro&szlig;en Teil von der gewerblichen Wirtschaft finanziert wird?<br>\nDie regelm&auml;&szlig;ige Grundf&ouml;rderung, die die Hochschulen von den Bundesl&auml;ndern erhalten, reicht seit langem nicht mehr aus, um Forschung und Lehre aufrecht zu erhalten. Deshalb spielen die sogenannten Drittmittel eine immer wichtigere Rolle, ganz besonders in der kostenintensiven medizinischen Forschung.<br>\nSolche Gelder kommen nicht nur aus der Wirtschaft, aber eben doch zu einem nennenswerten Teil. Die Universit&auml;tsklinik Heidelberg beispielsweise warb im Jahr 2006 gut 15 Millionen Euro von privaten Geldgebern ein. Elf Jahre sp&auml;ter waren es mit 34,6 Millionen mehr als doppelt so viel.<br>\nIm vergangenen Jahrzehnt wuchsen die Einnahmen von Stiftungsgeldern etwa um ein Drittel. Die Summe aus der Wirtschaft verdoppelte sich. Am st&auml;rksten wuchs die Projektf&ouml;rderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, von gut einer Millionen Euro im Jahr 2006 auf etwa 2,6 Millionen Euro im Jahr 2017. Die Grundf&ouml;rderung stagniert dagegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/die-grenzen-der-forschungsfreiheit-wie-politik-und.976.de.html?dram:article_id=449515\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wissenschaft ist &ndash; auch hierzulande &ndash; nicht durch sogenannte Populisten gef&auml;hrdet. Die gezeigten Fehl-Entwicklungen sind politisch gewollt. Bitte lesen Sie dazu u.a.<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19895\">Freie Wissenschaft als Geisel der Wirtschaft<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24970\">Drittmittel korrumpieren mehr und mehr die Idee der Universit&auml;t<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27623\">Funktionale Privatisierung staatlicher Aufgaben &ndash; am Beispiel &ouml;ffentlicher Hochschulen<\/a>.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rezo<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zerst&ouml;rung 2.0: Armutsforscher zerlegt CDU-Antwort auf Rezo<\/strong><br>\nNach anf&auml;nglicher Unsicherheit hat die CDU einen Text als Reaktion auf den Youtube-Hit &bdquo;Zerst&ouml;rung der CDU&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. F&uuml;r Sputnik hat der renommierte Politologe und Armutsforscher Christoph Butterwegge den Teil &bdquo;Gewinner und Verlierer&ldquo; analysiert. (&hellip;)<br>\nWie die CDU die Sache sieht: &bdquo;Die oft angef&uuml;hrte Armutsgef&auml;hrdungsquote ist irref&uuml;hrend. Sie ist kein Indikator f&uuml;r Armut, sondern dr&uuml;ckt nur die unterschiedliche Einkommensverteilung aus. Nach Logik dieser Quote w&uuml;rde die Armut nur dann verschwinden, wenn jeder nahezu das gleiche Einkommen h&auml;tte &ndash; dann bef&auml;nden wir uns im Sozialismus.&ldquo;<br>\nWie Christoph Butterwegge die Sache sieht: &bdquo;Ich finde es absolut richtig, die relative Armut so zu bemessen, dass man von einem mittleren Einkommen ausgeht und davon dann einen bestimmten Anteil nimmt und eine Grenze einzieht. Diese Grenze ist relativ willk&uuml;rlich: 60 Prozent des mittleren Einkommens. Nach Daten des Mikrozensus, also der gr&ouml;&szlig;ten Sozialerhebung, die es gibt, sind das bei uns 999 Euro im Monat f&uuml;r einen Alleinstehenden. Die CDU sagt, darin dr&uuml;cke sich nur die unterschiedliche Einkommensverteilung, also die Ungleichheit der Einkommen aus. Wenn das so ist, wie die CDU sagt, dann stimmt ihre Behauptung nicht, dass die Einkommensungleichheit nach 2005 nicht mehr gestiegen sei. Denn die Armutsgef&auml;hrdungsquote der Europ&auml;ischen Union ist seit 2005 (14,7 Prozent) deutlich gestiegen. Im Jahr 2017, das sind die aktuellsten Zahlen, betrug die Zahl 15,8 Prozent &mdash; kein riesiger Anstieg, aber die Einkommensungleichheit hat zugenommen nach dieser allgemein anerkannten Statistik. 13,4 Millionen Menschen gelten nach den Kriterien der EU als armutsgef&auml;hrdet, ich w&uuml;rde &uuml;brigens deutlicher sagen: einkommensarm.&ldquo; (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190524325047595-zerstoerung-armutsforscher-cdu-antwort\/\">Sputnik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52000\">Rezos YouTube-Video ist ein gro&szlig;er Beitrag zur dringend notwendigen St&auml;rkung des Interesses f&uuml;r politische Zusammenh&auml;nge<\/a>&ldquo;,  &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52006\">CDU l&ouml;st komplexe Zusammenh&auml;nge in altbekannter Manier auf<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52081\">Erg&auml;nzungen und Fragen zu und an Rezo<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Erwischt! &ndash; Der Eiertanz der CDU<\/strong><br>\nDer Youtuber Rezo hat ein spannendes Video gemacht: Die Zerst&ouml;rung der CDU. Seine Vorw&uuml;rfe sind zutreffend und heftig.<br>\nLustig ist der Eiertanz der CDU. Zuerst sollte der brave Jungpolitiker Philipp Amthor mit einem Video antworten. Das Filmchen wurde auch gedreht, aber dann nicht gesendet. Warum wohl? Weil auch die CDU gemerkt hat, dass die Vorw&uuml;rfe alle stimmen und man kaum etwas dagegen sagen kann?<br>\nDer dickste Hammer: In dem Video wird bewiesen, dass Angela Merkel, wenn es um Krieg und Frieden geht, l&uuml;gt. Ebenso, dass sie und ihre CDU mitverantwortlich daf&uuml;r sind, dass von der US-Airbase im pf&auml;lzischen Ramstein aus tausende Menschen v&ouml;lkerrechtswidrig ermordet werden.<br>\nDa fiel der CDU nur noch ein, Rezo zum Gespr&auml;ch einzuladen. Nach dem Motto: Unsere Kanzlerin l&uuml;gt zwar und wir sind mitverantwortlich f&uuml;r v&ouml;lkerrechtswidrige Morde, aber lass uns doch wenigstens dar&uuml;ber reden.<br>\nDie CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer er&ouml;ffnete schon das Gespr&auml;ch: &bdquo;Ich habe mich gefragt, warum wir nicht eigentlich auch noch verantwortlich sind f&uuml;r die sieben Plagen, die es damals in &Auml;gypten gab.&ldquo; Es sind nicht sieben, sondern zehn Plagen, die im zweiten Buch Mose im Alten Testament aufgez&auml;hlt werden, Frau Kramp-Karrenbauer. Daf&uuml;r sind sie nicht verantwortlich. Aber, ebenso wie Angela Merkel, daf&uuml;r, dass die CDU eine Plage ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/2318378541556933\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<p><strong>Das Rezo-Video im Faktencheck<\/strong><br>\nUnser Job als Wissenschaftler ist es dazu beizutragen, dass die Diskussion &uuml;ber die Klimakrise auf einer soliden Faktenbasis steht. Deshalb habe ich mir das Video von Rezo angeschaut. Hier ein Faktencheck zu seinen wichtigsten Aussagen zum Klima.<\/p>\n<ul>\n<li>Die globale Temperatur ist um 1 Grad angestiegen, und die letzten 4 Jahre waren die w&auml;rmsten seit Beginn der Messungen. Stimmt! Man muss wahrscheinlich sogar rund 120.000 Jahre weit zur&uuml;ckschauen, bis in die Eem-Warmzeit, um eine h&ouml;here globale Mitteltemperatur zu finden als jetzt. Wir Menschen haben seit Beginn unserer Zivilisation nie h&ouml;here Temperaturen erlebt.<\/li>\n<li>Die erh&ouml;hten Temperaturen werden Jahrhunderte bis Jahrtausende andauern, selbst wenn wir jetzt aufh&ouml;ren, CO2 in die Luft zu pusten. Stimmt! Das liegt daran, dass das CO2 so lange in der Luft bleibt. Rezo h&auml;tte noch erw&auml;hnen k&ouml;nnen, dass wir die Luft bereits jetzt mit so viel CO2 angereichert haben, dass wir dadurch wohl die in 50.000 Jahren f&auml;llige n&auml;chste Eiszeit schon verhindert haben. Der Erderhitzung l&auml;sst sich nicht zur&uuml;ckdrehen, sie l&auml;sst sich nur rechtzeitig stoppen. (&hellip;)<\/li>\n<li>Ursache der Erw&auml;rmung ist der Anstieg von Kohlendioxid, Methan und einigen weiteren Treibhausgasen in der Atmosph&auml;re. Stimmt! Rezo erw&auml;hnt, dass Methan zum Beispiel aus Massentierhaltung kommt, und erkl&auml;rt dann die Hauptsache der Erw&auml;rmung: Kohlendioxid. Er unterscheidet richtig zwischen dem nat&uuml;rlichen Kreislauf des CO2 &ndash; der zu keinem Anstieg f&uuml;hrt &ndash; und dem zus&auml;tzlichen CO2 aus fossilen Quellen, das den beobachteten CO2-Anstieg verursacht. Damit nimmt er einem Bauernf&auml;ngerargument der AfD den Wind aus den Segeln, das urspr&uuml;nglich von der &Ouml;lfirma Exxon stammt. (Dazu zeigt er auch einen kurzen Ausschnitt aus einem Interview, das ich Harald Lesch gegeben habe. Davon wusste ich nichts, aber ich habe nichts dagegen.) Auch der Anteil von &Ouml;l, Kohle etc. wird in Datenkurven gezeigt. Die CO2-Menge in unserer Luft ist heute h&ouml;her als jemals seit mindestens 3 Millionen Jahren &ndash; nach weniger sicheren Daten sogar seit 15 Millionen Jahren. (&hellip;)<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/scilogs.spektrum.de\/klimalounge\/das-rezo-video-im-faktencheck\/\">Spektrum.de<\/a>\n<\/p><\/ol><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-52099","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52099","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=52099"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52099\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52102,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52099\/revisions\/52102"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=52099"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=52099"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=52099"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}