{"id":5214,"date":"2010-04-15T09:04:49","date_gmt":"2010-04-15T07:04:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5214"},"modified":"2010-04-15T09:04:49","modified_gmt":"2010-04-15T07:04:49","slug":"hinweise-des-tages-1120","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5214","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Kontroverse Flassbeck\/H&uuml;ther; wie geschmiert; FDP-Steuerkonzept; Vertuschung an der Wall Street; Steuerfahnder-Aff&auml;re; Rituale der Business-Elite; Milliardenzusch&uuml;sse f&uuml;r Kurzarbeit; Mindestl&ouml;hne nicht kontrolliert; Re-Taylorisierung der Arbeitswelt; von der Leyen gegen Ausnahmen bei der Rente mit 67; Renten der Top-Manager steigen; Privatisierung von Krankenh&auml;usern; Gorleben war nie geeignet; Geheimberater des EU-Pr&auml;sidenten; Missbrauchsdebatte; FDP-Politiker wollen keine schweizer Konten haben; Journalismus als Verunglimpfung; wer darf zu Mutti auf den Scho&szlig;? (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=5214&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>. <\/em><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Flassbeck vs. H&uuml;ther<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Hedgefonds schmieren &uuml;berall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">FDP-Steuerkonzept<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Vertuschung an Wall Street: Fall Magnetar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Bankentribunal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Liechtenstein h&ouml;hlt Steuerabkommen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Steuerfahnder-Aff&auml;re in Hessen: Aufkl&auml;rung kommt nicht voran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Die fiesen Rituale der Business-Elite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Neue Milliardenzusch&uuml;sse f&uuml;r die Kurzarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Mindestl&ouml;hne sind nicht kontrollierbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Neues Jahr, Neuer Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Stumpfsinn 2.0 &ndash; &Uuml;ber die Re-Taylorisierung der Arbeitswelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Dein Feind der Sozialschmarotzer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Rente mit 67: Von der Leyen gegen Ausnahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Renten der Topmanager steigen massiv<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Universit&auml;tsklinikum Marburg: Ober&auml;rzte schlagen Alarm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Protest gegen Postmarktliberalisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Atomm&uuml;ll-Endlager: Gorleben war nie geeignet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Scharfe Kritik an teuren &ldquo;Geheimberatern&rdquo; der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Das Kind begehrt, aber nicht den Erwachsenen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Sahra Wagenknecht im Tagesschau-Portr&auml;t: &ldquo;Hummer f&uuml;r alle&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">FDP-Politiker dementieren Schweiz-Konten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Afghanistan-Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">AM zu Kroatien-Kommentar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Phorms-Schule vor dem Aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Zu guter Letzt: Wer darf zu Mutti auf dem Scho&szlig;?<\/a><\/li>\n<\/ol><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Flassbeck vs. H&uuml;ther<\/strong><br>\nEine hochinteressante Debatte zwischen Heiner Flasbeck (UNCTAD) und Michael H&uuml;ther (Institut der deutschen Wirtschaft) &uuml;ber die Exportabh&auml;ngigkeit Deutschlands und die Rolle der L&ouml;hne l&auml;uft in der Online-Ausgabe des britischen Economist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/debate\/days\/view\/500\">The Economist<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hedgefonds schmieren &uuml;berall<\/strong><br>\nDunkle Wolken &uuml;ber der Wall Street: Die Finanzmarktreform kommt. In letzter Minute versuchen die Hedgefonds, das Ruder herumzurei&szlig;en. Wie? Indem sie jede Menge Geld in verschiedene Taschen flie&szlig;en lassen.<br>\nDas Gewitter der Finanzmarktreform droht und die Wall Street r&uuml;stet sich.<br>\nDenn auf dem B&ouml;rsenparkett und an den Traderdesks, in den B&uuml;ros der Gro&szlig;banken, Investmenth&auml;user und Hedgefonds h&auml;lt man gar nichts von den Pl&auml;nen, die Washington seit Monaten schmiedet. Dem Durchschnittsb&uuml;rger mag l&auml;ngst klar sein, dass die Deregulierung der M&auml;rkte in den Jahren seit Ronald Reagan das Unheil der j&uuml;ngsten Krise erst m&ouml;glich gemacht haben, doch die Wall Street will davon nichts wissen. Man w&uuml;nscht trotz der milliardenschweren Fehler der Vergangenheit keine neuen Regeln, man will weiter ungehindert Gesch&auml;fte machen k&ouml;nnen.<br>\nUnd damit Washington das m&ouml;glich macht, damit sich die Politik nicht allzu tief einmischt, greift man vorsichtshalber umso tiefer in die eigenen Taschen. Vor allem aus dem Hedgefonds-Bereich sind die politischen Spenden in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. Seit der Supreme Court als h&ouml;chster amerikanischer Gerichtshof vor einigen Wochen Wahlspendenbegrenzungen f&uuml;r Unternehmen f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rte, gibt es jetzt gar keine Grenzen mehr.<br>\nDen gr&ouml;&szlig;ten Reibach haben bisher die Republikaner gemacht, doch zuletzt lie&szlig;en es sich auch die Demokraten &ndash; die immerhin das Sagen haben &ndash; gut bezahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/marktberichte\/Hedgefonds-schmieren-ueberall-article823070.html\">n-tv<\/a>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Werner R&uuml;gemer: Susanne Klatten<\/strong><br>\nSusanne Klatten ist seit ihrem 20. Lebensjahr und mit heute gesch&auml;tzten 8 oder auch 9 Milliarden Euro Privatverm&ouml;gen die reichste Frau Deutschlands. Noch l&auml;ngst nicht 50 Jahre alt ist sie bereits Tr&auml;gerin des Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland und des Verdienstordens des Freistaats Bayern. Worum hat sie sich verdient gemacht, was hat sie geleistet?<br>\nDie reichste Frau Deutschlands ist nicht daf&uuml;r bekannt, dass sie in ihren Unternehmen die Demokratie f&ouml;rdert oder sich Gedanken &uuml;ber die Opfer ihres Reichtums macht. Aber sie f&ouml;rdert Politik, was bekanntlich, auch in der Familie Quandt, nicht dasselbe wie Demokratie sein mu&szlig;. Sie macht es mit Pflicht zur Herkunft, mit n&uuml;chternem unternehmerischem Kalk&uuml;l, in der Modernit&auml;t des Modells Quandt. Die s&uuml;ndig-unschuldige Susanne ist Deutschlands gr&ouml;&szlig;te Einzel-Bespenderin politischer Parteien. Sie bespendete die christianisierte Ostfrau Angela Merkel f&uuml;r den Wahlkampf 2005 mit immerhin 120.000 Euro. Die zwei kapitaldienlichsten Parteien bespendete sie zwischen 2002 und 2008 mit immerhin 845.000 Euro, 610.000 Euro f&uuml;r die CDU und 235.000 f&uuml;r die FDP. Ziemlich viel, nicht wahr? Einerseits. Andererseits ist das gerade mal ein Achtel der sieben Millionen, die die reichste Frau Deutschlands f&uuml;r einen Kurzzeit-Gigolo zahlte. Damit sich keiner &uuml;ber die Verh&auml;ltnisse t&auml;uscht, die hier herrschen bzw. frauschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=15007\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>FDP-Steuerkonzept<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Liberale rudern zur&uuml;ck<\/strong><br>\nAngesichts der riesigen Haushaltsl&ouml;cher werden die Einnahmeverluste um 3 Milliarden auf 16 Milliarden reduziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2537410_Liberale-rudern-zurueck-FDP-korrigiert-ihr-eigenes-Steuerkonzept.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Im Irrtum, aber standhaft<\/strong><br>\nDie Kritik an der FDP lenkt ab von der eigentlichen Debatte: Kann der Staat wirklich auf Einnahmen von 19 oder 16 Milliarden Euro verzichten, wenn Gemeinden Schwimmb&auml;der und Theater schlie&szlig;en und das Geld fehlt, um die Schlagl&ouml;cher in den Stra&szlig;en zu stopfen? W&auml;ren die Milliarden nicht besser in Kinderg&auml;rten und B&uuml;chereien, in Forschung, eine moderne Infrastruktur oder eine angemessene Ausr&uuml;stung der Bundeswehr angelegt?<br>\nIrref&uuml;hrend, weil falsch ist die Polemik, die Liberalen legten in der Finanzpolitik eine Kehrtwende hin. Daf&uuml;r m&uuml;ssten sie sich verabschieden von der Illusion, mit Steuersenkungen Haushaltdefizite bek&auml;mpfen und das Wachstum ankurbeln zu k&ouml;nnen. Das ist erkennbar nicht der Fall. Leider h&auml;lt die FDP stand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2539842_Analyse-Im-Irrtum-aber-standhaft.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>FDP stellt Sonntagszuschl&auml;ge infrage<\/strong><br>\nBei Steuerkonzepten aller Art lohnt ein Blick ins Kleingedruckte: Nicht der Tarifverlauf und die Steuers&auml;tze allein bestimmen, wie hoch die Belastung sein wird. Entscheidend ist auch, welches Einkommen &uuml;berhaupt versteuert werden muss. Mit &Auml;nderungen in diesem Punkt will die FDP offenbar die von ihr gew&uuml;nschte Steuerentlastung finanzieren.<br>\nIn ihrem Konzept, das als Antrag zum Bundesparteitag Ende April vorliegt, steht jedoch klar und eindeutig: &ldquo;Die FDP stellt grunds&auml;tzlich alle Ausnahmen von der Steuerpflicht zur Diskussion.&rdquo; Dazu geh&ouml;rt dann auch eine der wichtigsten Steuerverg&uuml;nstigungen f&uuml;r Arbeitnehmer, n&auml;mlich die Steuerfreiheit der Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschl&auml;ge: Streicht man einer Krankenschwester diesen Steuervorteil, dann d&uuml;rfte der Einkommensverlust durch die niedrigeren Steuers&auml;tze der FDP h&auml;ufig nicht kompensiert werden. Im Gegenteil: F&uuml;r viele Betroffene d&uuml;rfte die Steuerlast unterm Strich sogar steigen.<br>\nSehr bedenklich aus Sicht der Arbeitnehmer ist ein weiterer Punkt: Die FDP will die Absetzbarkeit von Werbungskosten grunds&auml;tzlich pauschalieren, und zwar bei zwei Prozent der Bruttoeink&uuml;nfte. Das stellt f&uuml;r viele Steuerzahler gegen&uuml;ber der derzeitigen Rechtslage eine Verschlechterung dar: Denn der heutige Arbeitnehmerpauschbetrag von einheitlich 920 Euro wird im FDP-Konzept erst bei einem Jahresbrutto von 46 000 Euro erreicht. Alle Steuerzahler mit geringeren Bez&uuml;gen zahlen also drauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2544002_Steuerreform-FDP-stellt-Sonntagszuschlaege-infrage.html%20\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vertuschung an Wall Street: Fall Magnetar <\/strong><br>\nVergangene Woche fand vor der Financial Crisis Inquiry Commission des US-Kongress eine Parade von Koryph&auml;en des Finanzsektors statt. Ihr Mantra lautete: Niemand hat die Krise kommen sehen. Das Ziel schien zu sein, alle zu &uuml;berzeugen, dass die Krise eine Naturkatastrophe war, um es mit Worten von Tim Geithner, dem US-Finanzminister kurz auszudr&uuml;cken. Das will sich James Kwak aber nicht gefallen lassen. In einem lesenswerten Artikel in The Baseline Scenario setzt er sich mit der Frage auseinander, ob die Finanzkrise das Produkt eines bewussten, vors&auml;tzlichen Verhaltens war oder eine unvorhergesehene und unvorhersehbare Naturkatastrophe.<br>\nDie Krise ist passiert, weil die Banken unregulierte Finanzm&auml;rkte wollten und sie auch bekommen haben. Es hat sich herausgestellt, dass sie nicht so schlau sind, wie sie dachten. Sie haben es verbockt. Und das war kein Unfall ohne Schuld, lautet Kwak&rsquo;s Fazit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.com\/2010\/04\/vertuschung-wall-street-fall-magnetar.html\">acemaxx-analytics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bankentribunal<\/strong><br>\nDie seit fast zwei Jahren andauernde Finanzkrise hat die Weltwirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs gef&uuml;hrt. Unter den Folgekosten, vor allem den erheblich gestiegenen Staatsschulden, werden die meisten L&auml;nder noch jahrzehntelang leiden. Die Banken und Versicherungen, die diese Katastrophe angerichtet haben, wurden in Deutschland bislang nicht zur Verantwortung gezogen. Unglaublich! Beispiel Hypo Real Estate: Mit rund 100 Milliarden Euro rettete die Bundesregierung diese Bank. 100 Milliarden Euro Steuergelder! Doch anders als beim kleinen Metallbetrieb wurde die Bank fast ohne Gegenleistung der Gl&auml;ubiger gerettet. Deren Forderungen landeten beim Steuerzahler. Allen voran die Allianz mit Forderungen von 5,6 Milliarden und die M&uuml;nchner R&uuml;ck mit fast 4,4 Milliarden Euro. Die Allianz meldet nun einen Jahresgewinn von 4,3 Milliarden und die M&uuml;nchner R&uuml;ck von 2,6 Milliarden Euro. Und die Deutsche Bank verdiente letztes Jahr 5 Milliarden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=15021\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Liechtenstein h&ouml;hlt Steuerabkommen aus<\/strong><br>\nGravierende Einschr&auml;nkung auf Wunsch der Schweiz: Liechtenstein will bei der Aufkl&auml;rung von Steuerflucht nicht helfen, wenn Datenklau vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/368\/508512\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steuerfahnder-Aff&auml;re in Hessen: Aufkl&auml;rung kommt nicht voran<\/strong><br>\nRund zwei Monate hat es seit der Einsetzung des Untersuchungsausschusses zur Steuerfahnder-Aff&auml;re gedauert, bis die hessische Landesregierung den Fraktionen nun die angeforderten Akten bereitstellen will &ndash; Verz&ouml;gerungstaktik oder normal schwerf&auml;llige Regierungsb&uuml;rokratie?<br>\nFest steht: Die parlamentarische Aufkl&auml;rung der Aff&auml;re ist noch keinen Schritt vorangekommen. Die vier Steuerfahnder waren mit vors&auml;tzlich falschen Gutachten zwangspensioniert worden, nachdem sie gegen Gro&szlig;steuerhinterzieher und im CDU-Schwarzgeldskandal ermittelt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/dossiers\/die_steuerfahnder_affaere\/2523870_Steuerfahnder-Affaere-Aufklaerung-kommt-nicht-voran.html%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die fiesen Rituale der Business-Elite<\/strong><br>\n&Uuml;ber die H&auml;lfte des deutschen Top-Managements stammt aus dem winzigen 0,5-Prozent-Segment der reichsten deutschen Familien&hellip;und benimmt sich auch so.<br>\nDie &ldquo;Verachtungskultur von oben&rdquo;, die eine Direktorin von Siemens einmal in einer Podiumsdiskussion beklagte, kommt &ldquo;unten&rdquo; an. Neun von zehn deutschen Arbeitnehmern f&uuml;hlen sich laut einer Gallup-Umfrage emotional mit ihrer Firma nicht verbunden, sieben von zehn beklagen, am Arbeitsplatz &ldquo;nicht als Mensch&rdquo; behandelt zu werden.<br>\nDie Innovationsfeindlichkeit dieser Strukturen wird durch die grotesken Rekrutierungsmechanismen auf F&uuml;hrungsebene noch verst&auml;rkt.<br>\nWenn wir in der Wirtschaft wirklich etwas bewegen wollen, brauchen wir eine Kulturrevolution auch innerhalb der Unternehmen. Wir sollten uns nicht l&auml;nger dem Menschenbild selbstherrlicher &ldquo;Leistungstr&auml;ger&rdquo; unterwerfen, die Mitarbeiter unterhalb bestimmter Gehaltsgrenzen als Dispositionsmasse betrachten, und ihren Hass gegen die &ldquo;Verlierer&rdquo; immer unverh&uuml;llter auch in die politische Sph&auml;re einbringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,688162,00.html#ref=top\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Neue Milliardenzusch&uuml;sse f&uuml;r die Kurzarbeit<\/strong><br>\nArbeitsministerin Ursula von der Leyen will die Jobs in der Wirtschaft &uuml;ber die Krise retten. Die Kurzarbeit bleibt deswegen bis Mitte 2012 sozialabgabenfrei.<br>\nNach dem Entwurf, der dem Handelsblatt vorliegt, soll die Bundesagentur (BA) bis Mitte 2012 neben dem Kurzarbeitergeld ab dem siebten Monat Kurzarbeit die Sozialabgaben voll erstatten. Eigentlich sollte diese im vergangenen Sommer auf dem H&ouml;hepunkt der Krise geschaffene Regelung 2010 auslaufen. Dies h&auml;tte dazu gef&uuml;hrt, dass sich die Kurzarbeit ab 2011 f&uuml;r die Betriebe um rund ein Drittel verteuert h&auml;tte. Viele Betriebe h&auml;tten deshalb auf Kurzarbeit verzichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2010-04\/kurzarbeit-milliardenspritze\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mindestl&ouml;hne sind nicht kontrollierbar<\/strong><br>\nIn neun Branchen in Deutschland gelten mittlerweile Mindestl&ouml;hne. Doch die sind f&uuml;r Arbeitgeber durch einfache Tricks umgehbar. Und der pr&uuml;fenden Beh&ouml;rde fehle Personal, kritisiert die Gewerkschaft IG BAU. &ldquo;Wenn die Mindestl&ouml;hne effizient &uuml;berwacht werden sollen, f&uuml;hrt an zus&auml;tzlichem Personal kein Weg vorbei&rdquo;, sagte Klaus Wieseh&uuml;gel, Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Allein im Baugewerbe habe man es j&auml;hrlich mit rund 60.000 Baustellen zu tun und t&auml;glich w&uuml;rden bis zu vier Millionen Geb&auml;ude geputzt. W&auml;hrend man auf dem Bau vor allem &uuml;ber Arbeitszeiten trickse, geschehe es bei den Geb&auml;udereinigern &uuml;ber die Fl&auml;che. &ldquo;Besch&auml;ftigte bekommen einen neuen Arbeitsvertrag, die zu reinigende Fl&auml;che wird gr&ouml;&szlig;er, obwohl es nicht zu schaffen ist&rdquo;, erkl&auml;rt Peter Riedel, Fachreferent f&uuml;r die Geb&auml;udereinigung bei der IG BAU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F04%2F14%2Fa0149&amp;cHash=eeaa1dea28\">Tageszeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neues Jahr, Neuer Job<\/strong><br>\nDie Zahl befristeter Arbeitsverh&auml;ltnisse ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Die schwarz-gelbe Regierung hat in ihrem Koalitionsvertrag beschlossen, diese Entwicklung weiter zu forcieren. Das Arbeitsministerium soll diese Pl&auml;ne nun verwirklichen. Von der Leyen schickt sich an, als Arbeitsministerin das zu tun, was sie als Familienministerin verhindern wollte: Sie erh&ouml;ht den Druck auf die Lohnabh&auml;ngigen. Ihr Gesetz w&uuml;rde regul&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse auf breiter Front verhindern, zerst&uuml;ckelte Erwerbsbiographien w&auml;ren die Folge &ndash; mit erheblich negativen Auswirkungen auf die sp&auml;tere H&ouml;he der Rente. Kein Wunder, dass niemand Kinder kriegen will! Oder besser gesagt: Ihr Handeln als Arbeitsministerin entlarvt r&uuml;ckwirkend ihre Familiengl&uuml;cksrhetorik als abgeschmackte Ideologie. Kinder kriegen sollen die Leute nat&uuml;rlich weiterhin, oberster Ma&szlig;stab dabei ist aber das Wohlergehen &raquo;unserer&laquo; Wirtschaft. Der Widerspruch im Handeln der Systemfunktion&auml;re liegt also tats&auml;chlich auf der Hand, man k&ouml;nnte sich einfach mit der Wiedergabe der Fakten begn&uuml;gen und den Proteststurm abwarten. Es passiert aber nichts. Die ersten Reaktionen der sozialdemokratischen Opposition und der mit ihr assoziierten Gewerkschaften auf die Gesetzesvorhaben beschr&auml;nkten sich auf Ermahnungen, den K&uuml;ndigungsschutz nicht auszuh&ouml;hlen. Darin klingt bereits die Bereitschaft an, bei der Ausgestaltung des Gesetzes konstruktiv mitzuwirken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2010\/14\/40683.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stumpfsinn 2.0 &ndash; &Uuml;ber die Re-Taylorisierung der Arbeitswelt<\/strong><br>\nDen Anfang machte die Automobil-Industrie. Mit dem Bau der A-Klasse stellte Daimler 1997 die Fertigung in seinem Rastatter Werk komplett um. Hatte die Belegschaft die E-Klasse noch abseits vom Flie&szlig;band in Teams mit Arbeitsschritten bis zu einer Dauer von drei Stunden gefertigt, so schaffte das Management nun die Montage-Boxen ab und kehrte zum Ein-Linien-System mit Arbeitstakten von knapp &uuml;ber einer Minute zur&uuml;ck. &bdquo;Re-Taylorisierung&ldquo; nennen Industrie-Soziologen diesen Prozess, also die R&uuml;ckkehr zu der extrem durchformalisierten Arbeitsteilung, die der US-amerikanische Ingenieur Frederick Taylor in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts entwickelt hatte.<br>\nF&uuml;r dieses Rollback gibt es mehrere Gr&uuml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/fileadmin\/user_upload\/Sendungen\/Politikum\/2010\/04\/Manuskripte\/14%20Jan%20Pehrke.pdf%20\">WDR5 Politikum [PDF &ndash; 70 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Dein Feind der Sozialschmarotzer<\/strong><br>\nPeter Sloterdijk m&ouml;chte die Sozialsysteme abschaffen, Guido Westerwelle bewertet die Hartz-IV-Reformen als Einladung zu sp&auml;tr&ouml;mischer Dekadenz. Dass die Unterschichten des M&uuml;&szlig;iggangs verd&auml;chtigt werden, hat eine lange Tradition. Der Erwerbst&auml;tige hat ein schweres Los. Er wird jeden Morgen vom Wecker geweckt und hat auf dem Weg zur Arbeit nur einen Gedanken: &raquo;Wann ist endlich Feierabend?&laquo; Er will den Tag nicht gelebt haben. Dazu die qu&auml;lende Vorstellung, dass Arbeitslose sich gerade der Wollust hingeben, Kaffee, Zeitung, Radio, Philosophieren, Spielen, ein Buch, in der Sonne Liegen&thinsp;&hellip;&thinsp;Genug! Kaum hatte Guido Westerwelle (FDP) die sp&auml;tr&ouml;mische Dekadenz angeprangert, legte die Bild-Zeitung gegen &raquo;Hartz-IV-Abzocker&laquo; los. Dass 72 Prozent der Bev&ouml;lkerung Arbeitslose zur Arbeit zwingen wollen und fast 40 Prozent der Linksw&auml;hler Westerwelle zustimmen, spiegelt die Entbehrung wider. Man ertr&auml;gt nicht, dass jemand &raquo;Lohn&laquo; bezieht, ohne zu arbeiten, also das erreicht hat, wovon alle tr&auml;umen. Der Jude soll sogar ohne Arbeit &raquo;reich&laquo; geworden sein, hie&szlig; es. Medien, Politiker, Sch&auml;delmesser, die ganze Versammlung politischer Ideologen l&auml;sst kein gutes Haar an Arbeitslosen. Im Prinzip geht das seit 3&thinsp;000 Jahren so. In &raquo;Werke und Tage&laquo; schreibt Hesiod, der Dichter b&auml;uerlichen Lebens: &raquo;Der ist den G&ouml;ttern und Menschen verhasst, der ohne zu wirken hinlebt; gleicht er doch den faulnichtsnutzigen Drohnen.&laquo; Die &Ouml;konomie basierte auch 700 Jahre vor Christus schon auf dem Diebstahl von Arbeitszeit. Das eitle Leben der Adligen hing davon ab, was die Geknechteten f&uuml;r sie pflanzten und werkten. Aristoteles merkte zynisch an, mit Bauern lasse sich gut Demokratie machen, denn &raquo;weil sie arm sind und arbeiten m&uuml;ssen, haben sie kaum die Mu&szlig;e, an Versammlungen teilzunehmen&laquo;. Die Herrschaften waren also Schmarotzer, und ihr Einfall, Unterschichten des M&uuml;&szlig;iggangs zu verd&auml;chtigen, ist einfach genial.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2010\/14\/40682.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rente mit 67: Von der Leyen gegen Ausnahmen<\/strong><br>\nSchwere k&ouml;rperliche Arbeit spricht f&uuml;r Bundesarbeitsministerin von der Leyen nicht gegen die Rente mit 67. Man k&ouml;nne ja den Job wechseln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/rente\/rente-mit-67-von-der-leyen-gegen-ausnahmen_aid_498473.html\">Focus.de<\/a><\/li>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Renten der Topmanager steigen massiv<\/strong><br>\nBei den gesetzlichen Renten stehen im laufenden und wohl auch im kommenden Jahr Nullrunden an. Nicht so bei den Topmanagern. Die Konzerne stocken deren Pensionsbeitr&auml;ge teils zweistellig auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2534128&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirtop\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Universit&auml;tsklinikum Marburg: Ober&auml;rzte schlagen Alarm <\/strong><br>\nDie Kindermediziner der Uniklinik Marburg f&uuml;rchten um die Sicherheit ihrer Patienten. Die Personaldecke werde immer d&uuml;nner. In einem Brandbrief informieren sie die Gesch&auml;ftsleitung &uuml;ber die akute Lage. Nach der Privatisierung vor vier Jahren habe eine &ldquo;massive Leistungserweiterung im Intensivbereich&rdquo; stattgefunden, ist in dem Brief der Ober&auml;rzte zu lesen. Das spiegele sich aber nicht in einer gr&ouml;&szlig;eren Personalausstattung wider. &ldquo;In absehbarer Zukunft&rdquo; sei die Klinik &ldquo;nicht mehr in der Lage, den aktuellen hohen Standard bez&uuml;glich Patientenversorgung und Patientensicherheit unter Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorgaben zu gew&auml;hrleisten.&rdquo; Ein gro&szlig;es Problem sehen die Ober&auml;rzte in der hohen Fluktuation. Immer mehr Kollegen verlie&szlig;en Marburg wegen der schlechten Arbeits- und Weiterbildungsbedingungen. Innerhalb von zwei Jahren h&auml;tten aus diesem Grund zehn Fach&auml;rzte und acht &Auml;rzte in Weiterbildung gek&uuml;ndigt. &ldquo;Diese mussten weitestgehend durch junge Assistenz&auml;rzte ohne Berufserfahrungen ersetzt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2540410&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_regtop\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>UNI Global Union: Hunderte versammeln sich in Br&uuml;ssel um gegen die Postmarktliberalisierung zu protestieren<\/strong><br>\nPostbesch&auml;ftigte, Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaften, Abgeordnete zum Europ&auml;ischen Parlament und beunruhigte B&uuml;gerinnen und B&uuml;rger versammelten sich heute vor dem Europ&auml;ischen Parlament in Br&uuml;ssel im Rahmen einer Demonstration um ein Ende der Postmarktliberalisierung zu fordern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.ch\/de\/pm\/100017477\/100601425\/uni_global_union\">Presseportal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Atomm&uuml;ll-Endlager: Gorleben war nie geeignet <\/strong><br>\nDer Salzstock im nieders&auml;chsischen Gorleben ist nicht als Atomm&uuml;ll-Endlager geeignet. Das belegen Akten aus Bundes- und Landesbeh&ouml;rden, die die Umweltorganisation Greenpeace im Internet zug&auml;nglich machte<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2538130&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_poltop\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Scharfe Kritik an teuren &ldquo;Geheimberatern&rdquo; der EU<\/strong><br>\nAls ob der EU-Apparat nicht ohnehin schon aufgebl&auml;ht genug w&auml;re: Wie Martin Ehrenhauser (Liste Martin) jetzt aufdeckte, kostet ein &ouml;ffentlich weitgehend unbekannter Beraterstab des Kommissionspr&auml;sidenten mehr als vier Millionen Euro pro Jahr. Die Kosten f&uuml;r das Gremium sind seit 2004 um satte 50 Prozent gestiegen.<br>\nOb Barroso immer gut beraten wird? Denn unter den &bdquo;Experten&ldquo; scheint auch ein Ex-Manager der Pleite-Bank Lehman Brothers auf.<br>\nEuropa-Abgeordneter Ehrenhauser: &bdquo;Dass hochbezahlte Manager nur f&uuml;r Spesenersatz beraten, ist mir neu. Es liegt der Verdacht nahe, dass es sich hier um ein Lobbyinggremium handelt. Es braucht volle Transparenz.&ldquo; Denn bei Bedarf werde vor Sitzungen sogar die Anonymit&auml;t garantiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.at\/news\/politik\/Scharfe-Kritik-an-teuren-Geheimberatern-der-EU;art422,280340\">heute.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Das Kind begehrt, aber nicht den Erwachsenen<\/strong><br>\nImmer neue Enth&uuml;llungen schockieren die deutsche &Ouml;ffentlichkeit. Ist zur Missbrauchsdebatte schon alles gesagt? Zehn Thesen von Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/kultur\/1014-sigusch-thesen-zur-missbrauchsdebatte%20\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht im Tagesschau-Portr&auml;t: &ldquo;Hummer f&uuml;r alle&rdquo;<\/strong><br>\nErst wird in Nordrhein-Westfalen gew&auml;hlt, und dann will sie sich w&auml;hlen lassen: Im Mai kandidiert Sahra Wagenknecht f&uuml;r das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden ihrer Partei Die Linke. Sie gilt als deutsche Vorzeigekommunistin. Im tagesschau.de-Videochat stellt sich Wagenknecht heute Ihren Fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/wagenknecht116.html\">Tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit einem l&auml;ngeren Beitrag &uuml;ber Sahra Wagenknecht wirbt Tagesschau.de f&uuml;r einen Videochat. Dabei wird Wagenknecht in einer Weise denunziert, wie das gerade die Tagesschau bei keinem anderen Politikerin und keiner anderen Politiker wagen w&uuml;rde. Man kann diesen Beitrag nur noch als b&ouml;sartig bezeichnen. Es wird angedeutet, Wagenknecht habe Goethes Faust nur deshalb auswendig gelernt, weil &bdquo;kein anderes Kind mit ihr spielen will&ldquo;, es wird gefragt, ob f&uuml;r sie &bdquo;Politik als Ersatz f&uuml;r Psychotheratpie&ldquo; sei, ihre &Uuml;berzeugung, dass es eine Alternative zur kapitalistischen Gesellschaft gebe, halte sie nicht davon ab, &bdquo;gerne Hummer zu essen&ldquo; usw. usf. Es werden im Stil der Bild-Zeitung Ger&uuml;chte &uuml;ber ihr Privatleben kolportiert.<br>\nMit keiner Silbe wird auch nur ein sachliches Argument angef&uuml;hrt, es geht nahezu ausschlie&szlig;lich um pers&ouml;nliche Diffamierung. Man muss mit den Ansichten von Sahra Wagenknecht nicht &uuml;bereinstimmen, aber dieser Beitrag ist Journalismus der untersten Schublade.<br>\nDas einzig Positive ist, dass dieser von Tagesschau-Aktuell-Redaktion akzeptierte Beitrag belegt, wie tief das intellektuelle und journalistische Niveau gesunken ist und wie gro&szlig; die Angst  vor einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit Wagenknechts Positionen sein muss.<br>\nVielleicht schauen sich den <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video686368.html\">Chat einfach einmal selber an.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>FDP-Politiker dementieren Schweiz-Konten<\/strong><br>\nDie FDP-Landespolitiker, die auf einer Steuerdaten-CD genannt sein sollen, haben dementiert, Konten in der Schweiz zu haben. Justizminister Ulrich Goll, Landtags-Fraktionschef Hans-Ulrich R&uuml;lke und Ex-Wirtschaftsminister Walter D&ouml;ring stellten Strafanzeigen wegen &uuml;bler Nachrede und Verleumdung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/nachrichten\/bw\/-\/id=1622\/nid=1622\/did=6246824\/1nkzago\/\">SWR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Noch ist nichts bewiesen. Aber der baden-w&uuml;rttembergische Justizminister k&ouml;nnte die Angelegenheit sofort aufkl&auml;ren, wenn er zustimmen w&uuml;rde, dass das Land Baden-W&uuml;rttemberg die angebotene CD nutzen w&uuml;rde. So bleibt der Verdacht, dass die eigenen Konten in der Schweiz das Motiv daf&uuml;r war, dass Baden-W&uuml;rttemberg nicht wie andere L&auml;nder verfahren ist, die die Bankdaten aufgekauft haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Afghanistan-Krieg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer: Es gibt keinen guten Krieg<\/strong><br>\nMit der Trauerfeier f&uuml;r die am Karfreitag in Afghanistan get&ouml;teten Bundeswehrsoldaten sind die Risiken des deutschen Einsatzes in Afghanistan noch einmal deutlich geworden. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in der Kirche von Selsingen den Einsatz deutscher Soldaten am Hindukusch begr&uuml;ndet. Unsere Soldaten k&auml;mpften in Afghanistan, um zu verhindern, dass Terroristen uns in Deutschland tr&auml;fen, so die Kanzlerin. Doch reicht diese Begr&uuml;ndung aus? Stimmt sie &uuml;berhaupt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/kulturfragen\/1162286\/\">DLF Audio<\/a><\/li>\n<li><strong>Interview zur Lage in Afghanistan: &ldquo;Man kann sich nicht mehr durchl&uuml;gen&rdquo;<\/strong><br>\nDas Wort Krieg gilt unter Politikern als heikel, wenn es um den Afghanistan-Einsatz geht. Es schrecke die W&auml;hler ab, erkl&auml;rt der Friedensforscher Wolfgang Zellner im Gespr&auml;ch mit tagesschau.de. Doch angesichts der angespannten Lage im Land k&ouml;nnten sich die Politiker nicht weiter durchl&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/kriegsbegriffzellner100.html\">Tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Durchsichtige Ablenkungsman&ouml;ver<\/strong><br>\nWeil er selbst keinen Umgang mit dem Wort &ldquo;Krieg&rdquo; findet, greift SPD-Chef Sigmar Gabriel jetzt die Bundesregierung daf&uuml;r an. Es sei in Ordnung, sagt er, wenn B&uuml;rger und Soldaten in Bezug auf Afghanistan von Krieg spr&auml;chen. Doch die Politiker d&uuml;rften dies nicht. Denn dann m&uuml;ssten sie Afghanistan v&ouml;lkerrechtlich korrekt den Krieg erkl&auml;ren. Gabriel f&uuml;rchtet, dass das Kriegswort unn&ouml;tige Aufregung bei denen sch&uuml;rt, die sich um Afghanistan bislang nicht gro&szlig; geschert haben &ndash; viele SPD-W&auml;hler zum Beispiel. Guttenberg und auch Merkel dagegen wollen durch ihre Abstraktionsformeln &ndash; &ldquo;verstehe jeden, der sagt &hellip;&rdquo; &ndash; die Soldaten und auch die W&auml;hler bes&auml;nftigen, indem sie eine vermeintlich ehrliche Anerkennung der Lage, eine Art kantigen Realismus zur Schau tragen. &ndash;&nbsp; Sch&ouml;n w&auml;re, wenn die SPD wie die Koalition ihre linguistischen Ablenkungsman&ouml;ver aufg&auml;ben und eigene L&ouml;sungen f&uuml;r Afghanistan diskutierten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F04%2F14%2Fa0015&amp;cHash=27895bcf12\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Anmerkungen Albrecht M&uuml;llers zum Kommentar beim <a href=\"\/?p=5191#h16\">Hinweis Nr. 16<\/a> Kroatien betreffend<\/strong><br>\nEs tut mir leid,  dass ich widersprechen muss. Ich sehe die Sache in wichtigen Aspekten anders:\n<ul>\n<li>Erstens: Die hohe Zahl von Veteranen ist zwar absurd, aber es ist trotz allem kein Stoff f&uuml;r eine Kom&ouml;die. Daf&uuml;r haben diese Kriege viel zu viele Menschen maltr&auml;tiert &ndash; physisch, seelisch und auf allen Seiten.<\/li>\n<li>Zweitens: Ich kenne eine Reihe von Kroaten (wie auch Bosnier, Slowenen und Serben), die in diesen Kriegen waren &ndash; und seelisch gebrochen sind. Mein &auml;u&szlig;erst sympathischer und gar nicht nationalistisch &uuml;berheblicher Nachbar in meinem Ferienort spricht gar nicht dar&uuml;ber, weil ihn der Krieg immer noch schrecklich verfolgt. Ein anderer guter Bekannter, selbst Kroate und mit einer Serbin verheiratet, spricht wenig dar&uuml;ber und dann sehr differenziert. &Uuml;berhaupt nicht nationalistisch und auch nichts vertuschend. Er ignoriert nichts und ist auch ein Kroate. Andere tun das &ndash; aber man kann im Blick auf das Ganze nicht nur sie sehen. Ich habe bisher oft &bdquo;die Serben&ldquo; gegen pauschale Urteile verteidigt. &bdquo;Die Kroaten&ldquo; verdienen den gleichen Schutz vor Pauschalurteilen.<\/li>\n<li>Drittens: Ich stelle mir Kroatien sehr wohl als Mitglied der EU und dann auch der Euro-Zone vor. Trotz aller Probleme. Diese werden jedenfalls nicht gr&ouml;&szlig;er sein, sondern kleiner als bei Rum&auml;nien, Bulgarien und einigen baltischen Staaten, und &uuml;brigens auch kleiner als bei Polen.\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Phorms-Schule vor dem Aus<\/strong><br>\nDie K&ouml;lner Filiale der Privatschulkette Phorms k&auml;mpft ums &Uuml;berleben. Einige Eltern haben ihre Kinder schon von der Schule genommen, andere zittern. Phorms h&uuml;llt sich in Schweigen.<br>\nNun auch K&ouml;ln. F&uuml;r Hannover konnte Phorms k&uuml;rzlich einen neuen Schultr&auml;ger finden (taz berichtete), in K&ouml;ln h&auml;ngen Sch&uuml;ler und Eltern dagegen im wahrsten Sinne des Wortes in der Luft &ndash; Phorms verweist auf vertrauliche Gespr&auml;che. An der Schule herrscht Verzweiflung.<br>\nAls erster Schulbetreiber wollte Phorms mit Unterricht Rendite erwirtschaften. Grundschulen als Markenprodukt, Klassen als Cash-Cow &ndash; bis dato undenkbar in Deutschland. Mit kleinen Lerngruppen, englischsprachigen P&auml;dagogen und interaktiven Smartboard statt Schiefertafel umwarb Phorms die bildungsbewusste Mittelschicht. In Berlin, M&uuml;nchen, Frankfurt, Hannover, Hamburg und K&ouml;ln schossen Grundschulen aus dem Boden. Phorms f&uuml;hlte sich wie ein gro&szlig;er Konzern, schuf in kurzer Zeit ein ganzes Geflecht an Tochtergesellschaften, die zur Finanzierung mit Schulden &uuml;berladen wurden. Sogar f&uuml;r die Expansion nach Afrika gab es eine eigene GmbH.<br>\nJetzt strauchelt das Gesch&auml;ftsmodell Grundschule.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/1\/zukunft\/bildung\/artikel\/1\/wir-haetten-tomaten-geworfen\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wer darf zu Mutti auf dem Scho&szlig;?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Kontroverse Flassbeck\/H&uuml;ther; wie geschmiert; FDP-Steuerkonzept; Vertuschung an der Wall Street; Steuerfahnder-Aff&auml;re; Rituale der Business-Elite; Milliardenzusch&uuml;sse f&uuml;r Kurzarbeit; Mindestl&ouml;hne nicht kontrolliert; Re-Taylorisierung der Arbeitswelt; von der Leyen gegen Ausnahmen bei der Rente mit 67; Renten der Top-Manager steigen; Privatisierung von Krankenh&auml;usern; Gorleben war nie geeignet; Geheimberater des EU-Pr&auml;sidenten; Missbrauchsdebatte; FDP-Politiker<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5214\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5214","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5214","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5214"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5214\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5224,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5214\/revisions\/5224"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5214"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5214"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5214"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}