{"id":52148,"date":"2019-05-29T08:14:46","date_gmt":"2019-05-29T06:14:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148"},"modified":"2019-05-29T16:53:02","modified_gmt":"2019-05-29T14:53:02","slug":"hinweise-des-tages-3376","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h01\">Die Anstalt vom 28. Mai 2019<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h02\">Juncker-Nachfolgedebatte jetzt voll entbrannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h03\">Nun zu den eigentlichen Themen, bitte!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h04\">Warum Politik Social Media nicht versteht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h05\">Geliftete Jugend und alte Schinken f&uuml;r Stra&szlig;burg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h06\">Auf dem Weg nach rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h07\">Fehler nicht gefunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h08\">Klimaschutz, der nicht weh tut &ndash; den gibt es nicht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h09\">Mahlzeit, Big Brother!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h10\">Wie ein Musiker und ein Hacker die &Uuml;berwachungsindustrie enttarnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h11\">&raquo;Rheinmetall zu Altmetall&laquo;: B&uuml;hnenprotest bei Hauptversammlung von Polizei aufgel&ouml;st. Aktion&auml;re applaudierten Einsatzkr&auml;ften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h12\">Ernstfall Ost<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h13\">Kurz ist weg: Was passiert nach dem Misstrauensantrag?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h14\">Tsipras k&uuml;ndigt Neuwahlen in Griechenland an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h15\">Trump erkl&auml;rt Fake-Notstand, um weiter Waffen nach Saudi-Arabien zu liefern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h16\">Nord-Kosovo: Spezialeinheiten dringen in serbischen Teil von Mitrovica ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h17\">Last Chance, SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52148#h18\">Hinweis auf Demo &bdquo;Kein Krieg mit dem Iran &ndash; Pompeo go home!&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Anstalt vom 28. Mai 2019<\/strong><br>\nWortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Sch&auml;rfe: Max Uthoff und Claus von Wagner kl&auml;ren &uuml;ber die Themen auf, die die Nation bewegen. Live aus der &ldquo;Anstalt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-vom-28-mai-2019-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wagner und Uthoff demaskieren die undemokratische Verfasstheit der EU kongenial. Besonders gut die Szene in der das absurde Austerit&auml;tsdiktat der EZB behandelt wird und die ma&szlig;gebliche deutsche Verantwortung daf&uuml;r.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Folge geh&ouml;re einmal mehr zum Pflichtprogramm. Bravissimo.<\/em><\/p>\n<p><em>Als Auszug ein in der Sendung erw&auml;hnter v&ouml;lliger Irrsinn von dem in der Europahysterie zu den Wahlen nat&uuml;rlich nichts zu h&ouml;ren war.<\/em><\/p>\n<p><strong>Sind 14 Prozent Arbeitslose schon zu wenige?<\/strong><br>\nWenn die Spanier Ende April ihr neues Parlament w&auml;hlen, spielen neben dem Korruptionsskandal der Konservativen und dem Streit mit Katalonien um den Zusammenhalt des Landes auch die Sp&auml;tfolgen der schweren Wirtschaftskrise eine Rolle. Selbst nach mehreren Erholungsjahren mit Wachstumsraten von mehr als 3 Prozent steht die Arbeitslosenquote noch bei 14,2 Prozent &ndash; in Europa nur &uuml;bertroffen von Griechenland.<br>\nDoch wenn es nach der Europ&auml;ischen Kommission geht, ist dieser Wert schon wieder viel zu niedrig. Nicht, dass die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde prinzipiell etwas dagegen h&auml;tte, wenn Spanier einen Job bekommen. Aber die Fachleute von Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici sorgen sich zugleich um das makro&ouml;konomische Gleichgewicht. Das kann nach herrschender Lehrmeinung auch gest&ouml;rt werden, wenn man es mit der Vollbesch&auml;ftigung &uuml;bertreibt &ndash; weil dann die L&ouml;hne zu schnell steigen und die Inflation in die H&ouml;he treiben.<br>\nDas k&ouml;nnte man zwar die Sorge der Europ&auml;ischen Zentralbank sein lassen, die sich vorrangig um die Preisstabilit&auml;t k&uuml;mmert &ndash; und weit und breit keine Inflationsgefahr findet. Doch die EU will daf&uuml;r sorgen, dass auch die Regierungen mit ihrer Haushaltspolitik die Konjunktur nicht &uuml;berhitzen. Daf&uuml;r erhebt sie eine Kennziffer namens NAWRU (Non-Accelerating Wage Inflation Rate of Unemployment), also die Arbeitslosenquote, unterhalb derer eine Lohn-Preis-Spirale droht &ndash; gewisserma&szlig;en das nat&uuml;rliche Minimum an Arbeitslosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/europa\/arbeitslosigkeit-in-spanien-laut-eu-zu-niedrig-a-1255221.html\">Manager Magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Juncker-Nachfolgedebatte jetzt voll entbrannt<\/strong><br>\n[&hellip;] F&uuml;nf Jahre sp&auml;ter nominierten die Christdemokraten den Niederbayern Manfred Weber, die Sozialdemokraten den Niederl&auml;nder Frans Timmermanns &ndash; und die Liberaldemokraten verabschiedeten sich offiziell aus dem Spitzenkandidatensystem und pr&auml;sentierten daf&uuml;r ein siebenk&ouml;pfiges &ldquo;Spitzenteam&rdquo;. Inoffiziell galt in diesem Team allerdings die d&auml;nische EU-Wettbewerbskommissarin Margrete Vestager als Spitzenkandidatin (vgl. EU-Kommissionspr&auml;sidentschaft: Vestager statt Weber?), auch wenn sie Fragen nach dem Wunsch, Kommissionspr&auml;sidentin zu werden, bis zur Wahl offen lie&szlig;. [&hellip;]<br>\nDer christdemokratische Spitzenkandidat Manfred Weber argumentiert deshalb, seine EVP sei trotz des Verlusts von 36 Sitzen immer noch st&auml;rkste Fraktion, weshalb er Anspruch auf den den Kommissionspr&auml;sidentenposten habe. Vorbild ist ihm dabei Jean-Claude Juncker, der 2014 ebenfalls gegen deutliche Stimmverluste argumentierten musste. Ihm n&uuml;tzte damals, dass auch die Sozialdemokraten herbe Verluste eingefahren hatten &ndash; au&szlig;er in Deutschland, wo die SPD mit dem Slogan warb: &ldquo;Nur wenn Sie Martin Schulz und die SPD w&auml;hlen, kann ein Deutscher Pr&auml;sident der EU-Kommission werden&rdquo;.<br>\nDieser nationale Faktor wirkte sich auch 2019 aus. Anders als in den meisten anderen L&auml;ndern verloren die Sozialdemokraten in der Heimat ihres Spitzenkandidaten Frans Timmermanns 2019 nicht, sondern legten um 8,7 Punkte auf 18,1 Prozent zu. Und auch der Experte f&uuml;r franz&ouml;sische Literatur mit der in Fernsehdebatten offenbarten Geschichtsschw&auml;che will noch nicht aufgeben, sondern hofft auf eine &ldquo;progressive Mehrheit&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Juncker-Nachfolgedebatte-jetzt-voll-entbrannt-4434012.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dieses Geschacher geh&ouml;rt zu genau den Dingen, mit denen man die ganzen Sonntagsreden vom demokratischen Europa ad absurdum f&uuml;hren kann. Es geht ja nicht nur um die Nachfolge von Juncker, sondern im die gesamte EU-Kommission und um den Chefposten der politisch ach so unabh&auml;ngigen EZB. Da es dem Rest Europas schwer zuzumuten w&auml;re, sowohl die EU-Kommission als auch die EZB unter deutsche F&uuml;hrung zu stellen, gilt Insidern zufolge momentan folgende &bdquo;Verhandlungslogik&ldquo;: Wenn Weber Kommissionspr&auml;sident wird, hat der Bundesbankchef Weidmann keine Chancen auf den EZB-Chefposten. Einigt man sich auf die &bdquo;Alternativl&ouml;sung&ldquo; Vestager als Kommissionschefin wird Weidmann neuer EZB-Chef. Nur(!) vor diesem Hintergrund wird verst&auml;ndlich, warum Merkel und ihre Mannen sich nur mit angezogener Handbremse f&uuml;r Weber einsetzen. Im Zweifel dprfte es f&uuml;r die CDU wichtiger sein, die EZB unter deutsches Ideologie-Diktat zu stellen. &Uuml;berfl&uuml;ssig zu erw&auml;hnen, dass alle denkbaren realistischen L&ouml;sungen f&uuml;r Rest-Europa eine Katastrophe sind. Wor&uuml;ber wurde noch mal am Sonntag abgestimmt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nun zu den eigentlichen Themen, bitte!<\/strong><br>\nDie Europawahl ist vorbei, nun kann sich die EU endlich den eigentlichen Themen zuwenden. Denn die wurden im Wahlkampf ausgeblendet &ndash; oder sie standen gar nicht erst zur Wahl!<br>\nGemeint ist nicht die Klimapolitik, die die Gr&uuml;nen und die Jugend erfolgreich auf die Agenda gesetzt haben &ndash; allerdings au&szlig;erhalb der etablierten Kan&auml;le, mit Sch&uuml;ler-Demos und YouTube-Videos!<br>\nNein, gemeint sind die Themen, die der Wahl bewu&szlig;t und systematisch entzogen wurden: der Brexit, das EU-Budget und die europ&auml;ische Au&szlig;enpolitik, insbesondere das Verh&auml;ltnis zu den USA.\n<ul>\n<li>Brexit: Ist die EU bereit, die Deadline am 31. Oktober noch einmal zu verl&auml;ngern &ndash; oder macht sie endlich Schlu&szlig; mit dem Gezerre? Wenn ja: Nimmt sie auch einen &ldquo;No Deal&rdquo; in Kauf &ndash; oder ist sie bereit, den Austrittsvertrag neu zu verhandeln? Es ist eine existentielle Frage, bei der es auch um Demokratie geht, n&auml;mlich die britische. Das Ergebnis der Europawahl in UK l&auml;&szlig;t an Klarheit nichts zu w&uuml;nschen &uuml;brig&hellip;<\/li>\n<li>EU-Budget: Dabei geht es nicht &ndash; wie in einer echten Demokratie &ndash; um den Haushalt f&uuml;r die neue Legislatur. Es geht um das Rahmenbudget 2021-2027, &uuml;ber das nicht das Europaparlament, sondern die Mitgliedstaaten verhandeln. Dabei werden die eigentlichen Priorit&auml;ten gesetzt, auch in der Klimapolitik. Wenn es die Gr&uuml;nen ernst meinen, m&uuml;ssten sie hier ansetzen &ndash; und zwar jetzt, nicht erst, wenn alles ausgekungelt ist.<\/li>\n<li>Au&szlig;enpolitik: Das war die ganz gro&szlig;e Leerstelle im Wahlkampf. Die EU hat Russland zur Bedrohung erkl&auml;rt &ndash; doch die angek&uuml;ndigte Desinformations-Kampagne ist ausgeblieben. Zu den realen Drohungen aus den USA fiel den EU-Politikern hingegen nichts ein. Jetzt ist es h&ouml;chste Zeit, sich gegen US-Pr&auml;sident Donald Trump zu wehren &ndash; und eine\/n neue\/n Au&szlig;enbeauftragten zu ernennen, der die EU wirklich verteidigt!<\/li>\n<\/ul>\n<p>All dies und noch viel mehr k&ouml;nnten die Staats- und Regierungschefs diskutieren, wenn sie sich am Dienstag zum Sonder-EU-Gipfel in Br&uuml;ssel treffen. Auch die EU- und Euro-Reform steht immer noch aus.<br>\nDoch &Uuml;berraschung: Nichts von alldem steht auf der Tagesordnung. Stattdessen soll es (wie schon vor zwei Wochen in Sibiu) um P&ouml;stchen und Machtk&auml;mpfe gehen.<br>\nAls wenn die EU nichts Wichtigeres zu tun h&auml;tte! Vor allem der Klimaschutz kann nicht warten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/nun-zu-den-eigentlichen-themen-bitte\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum Politik Social Media nicht versteht<\/strong><br>\nSoziale Medien sind l&auml;ngst die F&uuml;nfte Gewalt &ndash; nur hat die Politik das gr&ouml;&szlig;tenteils noch nicht begriffen. Das zeigt auch das Ergebnis der Europawahl, meint Philipp Jessen von Storymachine. Wer in Zukunft noch relevant sein will, m&uuml;sse radikal umdenken.<br>\n&bdquo;Das was also bislang &Ouml;ffentlichkeit war, wird heute mehr und mehr durch die sozialen Medien ersetzt.&ldquo;<br>\nVon wem stammt dieser Satz? Von Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg? Twitter-Gr&uuml;nder Jack Dorsey? Oder irgendeinem anderen Social-Media-Guru? Nein. Er stand im &bdquo;Spiegel&ldquo;. Dem gedruckten. Auf Papier. Dass das sogenannte und selbsternannte Sturmgesch&uuml;tz der Demokratie anerkennt, nicht mehr Gatekeeper und Agenda Setter der &ouml;ffentlichen Meinung zu sein, ist in dieser Klarheit erstaunlich &ndash; und nat&uuml;rlich vollkommen richtig. Wenn die Medien die vierte Gewalt sind (waren?), ist Social Media die f&uuml;nfte. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) brauchte noch &bdquo;BILD, BAMS und Glotze&ldquo; zum Gewinnen von Wahlen. Und was braucht Donald Trump heute, um zum m&auml;chtigsten Mann der Welt zu werden &ndash; und es zu bleiben? Nur Twitter. [&hellip;]<br>\nPotenziert wird der Trend von der Starre und Unf&auml;higkeit der etablierten Parteien in Deutschland. Deren Reaktion auf das Neue? Sie reagieren mit dem Kommunikations-Regelbuch der alten Welt. Abwarten, Beraten, Gremien, Abstimmungsschleifen, Aussitzen. Nur, das funktioniert heute in den sozialen Netzwerken nicht mehr. Schweigen l&ouml;st keine mediale Krise. Im Gegenteil: Sie verst&auml;rkt sie &ndash; und zwar massiv.<br>\nWie zerst&ouml;rerisch das falsche Kommunikations-Management in Zeiten von Social Media und der allgemein falsche Umgang mit den Netzwerken sein kann, zeigt das Ergebnis der Europawahl. Jetzt sind pl&ouml;tzlich alle ganz aufgeschreckt. Weil sie sehen welchen politischen Einfluss ein Youtuber mit blauen Haaren und ein kluges M&auml;dchen mit Namen Greta haben k&ouml;nnen, beide mit Smartphone und gro&szlig;en Ideen bewaffnet, aber ohne Parteizugeh&ouml;rigkeit. [&hellip;]<br>\nWas zu tun ist? Nicht aktivistisch ein paar hippe Leute einstellen. Ein paar Flachbildfernseher an die Wand h&auml;ngen und Newsroom spielen. Sondern die gesamte Kommunikation &uuml;berdenken. Anders und neu leben. Den morgendlichen Pressespiegel vielleicht nicht gleich wegschmei&szlig;en, aber zumindest durch ein Social Reporting gleichwertig erweitern. Aber vor allem: Den Kern von Social Media endlich verstehen und leben: Dialog. Augenh&ouml;he. Echtzeit. Haltung. Klarheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/background.tagesspiegel.de\/politik-versteht-social-media-nicht?fbclid=IwAR3J5cypigQdJeCU310V29gX6hQD161LulE5VheneJsoeW_6yxWaeY0v-ts\">Philipp Jessen im Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wichtige Gedanken, die aber unn&ouml;tig zugespitzt und verallgemeinert wurden. In der Regel l&ouml;st sich die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51034\">digitale Erregung<\/a>  des Netzes ja auch sehr schnell wieder auf. In zwei Wochen wird auch Rezo aus den Tweets und Facebook-Posts verschwunden sein und man wird die n&auml;chste Sau durchs digitale Dorf treiben. Insofern w&auml;re Aussitzen keine schlechte Idee gewesen, w&auml;re der Wahlsonntag nicht der terminliche H&ouml;hepunkt der digitalen und analogen Erregung gewesen. Ob das Video so ein Hit geworden w&auml;re, wenn die klassischen Medien &ndash; egal &uuml;ber welche Publikationsschiene &ndash; dar&uuml;ber derart ausf&uuml;hrlich berichtet h&auml;tten, darf zudem hinterfragt werden. Auch &bdquo;Greta&ldquo; taugt hier ganz sicher nicht als Beispiel, da sie ja eben kein &bdquo;Social-Media-Ph&auml;nomen&ldquo; ist, sondern ganz im Gegenteil von redaktionellen Medien gro&szlig;geschrieben wurde. Und wie sieht es mit den Ratschl&auml;gen aus? Fr&uuml;her gab es mal die goldene Regel &bdquo;Content is King&ldquo; und daran hat sich auch durch Twitter und Facebook nichts ge&auml;ndert. Wer eine gute, authentische Politik betreibt, muss auch vor dem Netz keine Angst haben. Hier wird schon wieder viel zu viel gedeutelt, um das eigene berufliche Umfeld wichtiger zu machen als es ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Geliftete Jugend und alte Schinken f&uuml;r Stra&szlig;burg<\/strong><br>\n(&hellip;) &Auml;h, worum geht&rsquo;s denn eigentlich? Richtig, um nichts. Um rein gar nichts. Denn das Europa-Parlament hat &uuml;berhaupt gar nichts zu entscheiden. Das Europa-Parlament kann noch nicht einmal von sich aus Gesetze auf den Weg bringen. Die Stra&szlig;burger Parlamentarier d&uuml;rfen lediglich die aus Br&uuml;ssel von der EU-Kommission heruntergereichten Beschl&uuml;sse abnicken. Wenn sie das nicht tun, auch egal. Das Europa-Parlament kann immerhin einen von Br&uuml;ssel vorgeschlagenen EU-Kommissionspr&auml;sidenten ablehnen. Wow! Und daf&uuml;r sitzt Ihr geschlagene f&uuml;nf Jahre in Stra&szlig;burg? Lol!<br>\nZu einer Demokratie geh&ouml;rt zwingend eine Dreiteilung der Macht zwischen Exekutive (das ist die Regierung), der Legislative (dem Parlament) und der Judikative (der &ndash; das ist wichtig: unabh&auml;ngigen Gerichte). Aber: hat man schon mal geh&ouml;rt, dass ein Parlament etliche hundert Kilometer von der Regierung entfernt residiert? Der Bundestag in Bonn, die Bundesregierung in Berlin? Aber das Europa-Parlament d&auml;mmert im verschlafenen, weintrunkenen Elsass, in Stra&szlig;burg, vor sich hin, w&auml;hrend die Regierung Europas im gesch&auml;ftigen Br&uuml;ssel herumwuselt. Es k&uuml;mmern sich um unsere 751 europ&auml;ischen Volksvertreter sage und schreibe 25.000 zugelassene Lobbyisten. Ist das nicht r&uuml;hrend?<br>\nEs ist also nicht weiter verwunderlich, wenn bei dieser Europawahl &auml;u&szlig;erst kuriose Ergebnisse herauskommen&hellip;<br>\nWelche M&ouml;glichkeiten zur Artikulation der eigenen W&uuml;nsche haben denn die Menschen drau&szlig;en im Lande bei dieser Wahl zu einem fast vollkommen macht- und funktionslosen Parlament? Die Alten w&auml;hlten rechts oder rechts-&ldquo;populistisch&ldquo;. Die Jungen w&auml;hlten &ouml;kologisch-umweltrettend oder gar polit-satirisch (also in Deutschland die Witzpartei Die Partei). Die Mainstreampresse stempelte uns entweder zu Europa-Freunden (wenn wir die gew&uuml;nschten Parteien w&auml;hlten) oder zu Europa-Feinden (wenn wir die unerw&uuml;nschten Parteien gew&auml;hlt haben). Kein Wunder, dass sich so ein diffuses Stimmungsbild ergeben hat&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/standpunkte-%E2%80%A2-geliftete-jugend-und-alte-schinken-fuer-strassburg\/\">Hermann Ploppa auf Ken FM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Auf dem Weg nach rechts<\/strong><br>\nDie &auml;u&szlig;erste Rechte geht deutlich gest&auml;rkt aus der gestern zu Ende gegangenen Europawahl hervor. Ultrarechten Parteien ist es gelungen, zur st&auml;rksten Kraft in zweien der drei gr&ouml;&szlig;ten Staaten der EU-27 zu werden. Auch in anderen L&auml;ndern ist das Stimmgewicht der extremen Rechten erheblich gestiegen, etwa in Deutschland und in Spanien. Die Verschiebung des politischen Kr&auml;ftefeldes geht mit einer neuen Akzeptanz f&uuml;r den historischen Faschismus in mehreren EU-Staaten einher, darunter Italien, wo erst vor kurzem Antonio Tajani, ein f&uuml;hrender konservativer Politiker und scheidender Pr&auml;sident des Europaparlaments, dem italienischen Duce Benito Mussolini attestierte, auch &ldquo;Gutes getan&rdquo; zu haben. Parallel verschiebt sich die Stimmung in der Bev&ouml;lkerung. So ist erstmals eine Mehrheit in den meisten Mitgliedstaaten der Ansicht, es sei wohl &ldquo;wahrscheinlich&rdquo;, dass die EU in zehn bis 20 Jahren zerfalle. Ein Viertel bis ein Drittel der Einwohner h&auml;lt es f&uuml;r eine &ldquo;realistische Option&rdquo;, dass es binnen eines Jahrzehnts zu einem Krieg zwischen EU-Staaten kommt. Auch die Eliten diskutieren Zerfallsszenarien.<br>\nDas &ldquo;Gute&rdquo; im Faschismus<br>\nDie Zugewinne der &auml;u&szlig;ersten Rechten gehen mit zunehmender Akzeptanz f&uuml;r den historischen Faschismus in mehreren Staaten der EU einher. Ist in Ungarn schon seit Jahren eine breite, wachsende Verehrung nicht nur f&uuml;r den ehemaligen &ldquo;Reichsverweser&rdquo; und NS-Kollaborateur Mikl&oacute;s Horthy, sondern auch f&uuml;r ber&uuml;chtigte NS-nahe Schriftsteller zu konstatieren&hellip;, so zeichnet sich in Italien eine &auml;hnliche Entwicklung ab. Zwar beobachteten Experten auch dort schon vor beinahe einem Jahrzehnt eine schleichende Aufwertung des fr&uuml;heren Duce Benito Mussolini&hellip; Doch nehmen diese Aufwertung jetzt Spitzenpolitiker in aller &Ouml;ffentlichkeit vor. Innenminister Salvini hielt k&uuml;rzlich in Forl&igrave; in der Emiglia-Romagna eine Wahlkampfrede gezielt auf einem Balkon, auf dem einst Mussolini prominent aufgetreten war&hellip;<br>\nZerfall und Krieg<br>\nW&auml;hrend das Europaparlament deutlich nach rechts r&uuml;ckt und der Faschismus wachsende Akzeptanz findet, macht sich in der &Ouml;ffentlichkeit Skepsis gegen&uuml;ber der Zukunft der EU breit. Aktuelle Umfragen zeigen, dass in einer klaren Mehrheit der Mitgliedstaaten mindestens die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung die Ansicht vertritt, es sei &ldquo;wahrscheinlich&rdquo;, dass die Union in zehn bis 20 Jahren zerfalle. In Italien und Polen gehen 57 Prozent, in Frankreich 58 Prozent davon aus; f&uuml;r &ldquo;unrealistisch&rdquo; h&auml;lt diese Perspektive in den drei L&auml;ndern nicht einmal ein Drittel der Einwohner&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7950\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die EU in ihrer jetzigen Form geht ihrem Ende entgegen. Was haben die &bdquo;Macher&ldquo; der EU denn auch anders erwartet? Wer st&auml;ndig die Bev&ouml;lkerung bel&uuml;gt und betr&uuml;gt und sie dem Kapital auf Gedeih und Verderb ausliefert, der kann doch auf Dauer wohl kaum Zustimmung erwarten. Rekordarbeitslosigkeit, in vielen L&auml;ndern &uuml;ber 25%, bittere Armut in den L&auml;ndern des S&uuml;dens, Erpressung und Ausdr&uuml;cken wie Zitronen durch das Finanzkapital (Griechenland, um nur dieses Land als extremstes Beispiel zu nennen). Zugunsten des Nordens und des Exportweltmeisters Deutschland. Und dazu sollen die Menschen dann auch noch Hurra schreien? Wie realit&auml;tsfern ist denn das? Das Ende der Fahnenstange ist langsam aber sicher erreicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fehler nicht gefunden<\/strong><br>\nBei den Wahlverlierern von Union und SPD ist eine Erkenntnis gereift. Man m&uuml;sse irgendwie mehr f&uuml;r den Klimaschutz tun. Zumindest bei der SPD glaubt man, auf diesem Gebiet, verlorenes Vertrauen zur&uuml;ckgewinnen zu k&ouml;nnen. Generalsekret&auml;r Lars Klingbeil sagte, dass die SPD beim Thema Klimaschutz nicht auf dem Platz gewesen sei. Doch das ist komplett falsch. Denn im M&auml;rz erkl&auml;rte Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles mit der Erfindung des Klimakabinetts noch vollmundig: &ldquo;Jetzt ist Klimaschutz endlich politische Chefsache!&rdquo;<br>\n(&hellip;) Lieber Schulterschluss, statt Schluss<br>\nDass sich die Gro&szlig;e Koalition absichtlich weniger um das Klima k&uuml;mmern wollte, haben dann auch alle die sofort verstanden, denen es am Herzen liegt. Nun bejammert Andrea Nahles die immer noch gleiche Lage und will irgendwie eine Strategief&auml;higkeit zur&uuml;ckerlangen. Was auch immer das bedeuten soll. Die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ist da klarer und denkt als Reaktion auf die Anti-CDU-Videos von Rezo und weiteren Youtubern offen &uuml;ber eine Regulierung von Meinungs&auml;u&szlig;erungen im Internet nach. Das w&auml;re in der Tat kein Weiter so, sondern ein R&uuml;ckfall in autorit&auml;re Zeiten, in denen Zensur dem Machterhalt diente&hellip;<br>\nHohle Worte<br>\n(&hellip;)  &ldquo;Wir k&ouml;nnen bei zentralen Themen keine Blockaden durch CDU und CSU mehr dulden. Die Groko muss liefern, wenn diese Koalition Bestand haben soll. Deshalb muss noch vor Ablauf des Jahres ein konkretes und somit belastbares Klimaschutzgesetz verabschiedet werden, das es uns als Bundesrepublik Deutschland erm&ouml;glicht, unsere internationalen Zusagen einzuhalten und unserer Verantwortung diesem Planeten und seinen Menschen gegen&uuml;ber gerecht zu werden.&rdquo;<br>\nWarum eigentlich vor Ablauf des Jahres und nicht sofort? Und warum hat man das nicht gleich in den Koalitionsvertrag geschrieben, &uuml;ber den es doch hie&szlig;, er enthalte eine &uuml;berwiegend sozialdemokratische Handschrift? Schon wieder t&ouml;nt es, ohne Wenn und Aber m&uuml;sse jetzt gehandelt werden. Es sind blo&szlig; hohle Worte. Aber die Union ist keinesfalls besser&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/190527fehler-nicht-gefunden\">taublog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Klimaschutz, der nicht weh tut &ndash; den gibt es nicht!<\/strong><br>\n(&hellip;) Abgesehen von dem konjunkturellen Einbruch des Jahres 2009 und der europ&auml;ischen Wirtschaftskrise 2014 bis 2016 gibt es nichts, was zu der Hoffnung Anlass g&auml;be, die globale Gemeinschaft, die &uuml;ber das Thema Klimawandel in den hier abgebildeten drei&szlig;ig Jahren unendlich viel geredet hat, sei in der Lage, ihre auf fossile Energie ausgerichtete Wirtschaftsweise zu &auml;ndern.<br>\nDass sie es nicht tut, ist allerdings vollkommen konsequent, weil sich der reale Preis f&uuml;r fossile Energietr&auml;ger seit Beginn der siebziger Jahre nicht erh&ouml;ht hat. Warum sollte irgendjemand auf dieser Welt &Ouml;l, Kohle und Gas einsparen, wenn ihn der Markt jeden Tag auffordert, lustig weiter zu verbrauchen. Auch in anderen Bereichen (&uuml;ber die Bedrohung der Insektenpopulation wird zu Recht viel geredet) kommt der Schutz der nat&uuml;rlichen Umwelt nicht voran, weil es keine Mechanismen gibt, die daf&uuml;r sorgen, dass weniger Fl&auml;chen zu biologisch toten &Auml;ckern umgewandelt oder gleich zubetoniert werden.<br>\nImmerhin wird jetzt auch in Deutschland vermehrt &uuml;ber Preise und Steuern gesprochen. Wer aber glaubt, mit ein bisschen &bdquo;Bepreisung&ldquo; hier und da sei eine globale Wende zu erreichen, der liegt fundamental daneben und streut den W&auml;hlern Sand in die Augen&hellip;.<br>\n(&hellip;) Wer sind &bdquo;wir&ldquo;?<br>\nFolglich gibt es das &bdquo;wir&ldquo;, das man im Zusammenhang mit Umweltschutz so gerne benutzt (&bdquo;wir&ldquo; sitzen alle im gleichen Boot, &bdquo;wir&ldquo; m&uuml;ssen f&uuml;r die zuk&uuml;nftigen Generationen vorsorgen), einfach nicht. Die Verh&auml;ltnisse sind zu verschieden. Einige Menschen sitzen in Nussschalen und k&auml;mpfen ums &Uuml;berleben, andere schwelgen in gro&szlig;en Jachten. Es wird in letzter Zeit h&auml;ufig erw&auml;hnt, aber es muss viel deutlicher werden: Wer nicht bereit ist, offen und ehrlich &uuml;ber die Verteilungsfrage zu reden, nimmt ein Scheitern der Versuche, den Klimawandel zu begrenzen und die nat&uuml;rliche Umwelt zu regenerieren, von vorneherein billigend in Kauf. Wer nicht bereit ist, die Gr&ouml;&szlig;e des &ouml;kologischen Fu&szlig;abdrucks als Kriterium daf&uuml;r zu nehmen, wie stark und in welcher Weise der einzelne zur Kasse gebeten wird, ist einfach unehrlich in seinem &bdquo;Eintreten&ldquo; f&uuml;r eine bewohnbare Erde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/05\/klimaschutz-der-nicht-weh-tut-den-gibt-es-nicht\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mahlzeit, Big Brother!<\/strong><br>\nUnternehmen m&uuml;ssen nun die Arbeitszeit ihrer Angestellten erfassen. Das l&ouml;st &Auml;ngste aus.<br>\nMarkiert dieses Urteil den Beginn totaler &Uuml;berwachung am Arbeitsplatz? Bedeutet es das Ende der Vertrauensarbeitszeit? Oder ist es der erste Schritt heraus aus einer immer entgrenzteren Arbeitswelt? Der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) hat j&uuml;ngst jedenfalls klargestellt, dass Unternehmen in EU-Staaten k&uuml;nftig die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter systematisch erfassen m&uuml;ssen.<br>\nHintergrund des Urteils ist die Klage einer spanischen Gewerkschaft: Die Arbeitnehmervertreter wollten die Deutsche Bank verpflichten, die t&auml;glich geleistete Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter vollst&auml;ndig aufzuzeichnen, um die Einhaltung der vorgesehenen Arbeitszeiten zu gew&auml;hrleisten. Sie bekamen recht. Die Richter beriefen sich auf das in der EU-Charta verb&uuml;rgte Grundrecht eines jeden Arbeitnehmers auf eine Begrenzung der H&ouml;chstarbeitszeit und auf t&auml;gliche und w&ouml;chentliche Ruhezeiten. Die systematische Erfassung der Arbeitszeit und ihrer zeitlichen Verteilung w&uuml;rde es Arbeitnehmern erleichtern, gegen&uuml;ber Arbeitgebern ihre Rechte durchzusetzen, da sie &bdquo;die schw&auml;chere Partei des Arbeitsvertrags&ldquo; seien.<br>\n(&hellip;) Arbeitgeber &auml;u&szlig;erten vor allem Bef&uuml;rchtungen angesichts der zus&auml;tzlichen B&uuml;rokratie, die mit der Erfassung der Arbeitszeit einhergeht. Au&szlig;erdem sei flexibles Arbeiten mit der Arbeitszeiterfassung schwer zu vereinbaren. Die Vertrauensarbeitszeit, bei der f&uuml;r Angestellte bestimmte Zielvorgaben statt zeitlicher Pr&auml;senz im Vordergrund stehen, sei mit dem Urteil &bdquo;praktisch tot&ldquo;, so der Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Tats&auml;chlich ist bekannt, dass Vertrauensarbeitszeit zu mehr &Uuml;berstunden f&uuml;hrt. Arbeitnehmer arbeiten nur vermeintlich freiwillig mehr, tats&auml;chlich entsprechen sie damit den Erwartungen der Arbeitgeber. F&uuml;r die Flexibilit&auml;t, die mit Vertrauensarbeitszeit einhergeht, zahlen sie einen hohen Preis.<br>\n(&hellip;) Die Erfassung der Arbeitszeit kann der Forderung st&auml;ndiger Erreichbarkeit etwas entgegenstellen. Ziel des Urteils ist es, die Arbeitnehmer vor ihren Arbeitgebern zu sch&uuml;tzen &ndash; und vor sich selbst. Eine App k&ouml;nnte zum Beispiel ein Signal geben, das anzeigt, dass die H&ouml;chstarbeitszeit erreicht ist, und die Besch&auml;ftigten ermutigen, Feierabend zu machen. In der Gro&szlig;en Koalition zeichnet sich bereits ein Streit dar&uuml;ber ab, wie man auf das EuGH-Urteil reagieren will. W&auml;hrend Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) das Urteil schnell umsetzen will, geht Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf Konfrontationskurs&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/johanna-montanari\/mahlzeit-big-brother\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Der vorgeschobene erh&ouml;hte B&uuml;rokratieaufwand f&uuml;r die korrekte Zeiterfassung ist reine Heuchelei. Nat&uuml;rlich muss man jetzt keine antiken Stechuhren aufstellen, wie Altmaier bef&uuml;rchtet. Es gibt sehr genaue Methoden zur Zeiterfassung. Die Arbeitgeber wissen das genau, in jedem Produktionsbetrieb setzen sie sie ein, um die Produktivit&auml;t zu erh&ouml;hen, will hei&szlig;en, um die Arbeiter zu schnellerem Arbeiten anzutreiben.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: EuGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung vollst&auml;ndig umsetzen<\/strong><br>\nDer Marburger Bund fordert die Bundesregierung und die Fraktionen im Deutschen Bundestag dazu auf, die Rechtsprechung des Europ&auml;ischen Gerichtshofs zur Arbeitszeiterfassung vollst&auml;ndig und verbindlich in geltendes nationales Recht umzusetzen. Die Arbeitszeit von &Auml;rztinnen und &Auml;rzten sei &ndash; wie im aktuellen Tarifabschluss mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverb&auml;nde (VKA) bereits vereinbart &ndash; systematisch und objektiv zu erfassen, hei&szlig;t es in einem Beschluss der 135. Hauptversammlung der &Auml;rztegewerkschaft.<br>\n&bdquo;Der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;hrt Selbstverst&auml;ndliches aus: Nur wenn die Arbeitszeit objektiv dokumentiert wird, kann auch verl&auml;sslich gepr&uuml;ft werden, ob H&ouml;chstgrenzen tats&auml;chlich eingehalten wurden. Ich halte daher das Gerede vom angeblichen B&uuml;rokratie-Monster, das jetzt von der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde und anderen Arbeitgebervertretern bem&uuml;ht wird, f&uuml;r vorgeschoben&ldquo;, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes.<br>\nMit der j&uuml;ngsten Tarifvereinbarung f&uuml;r die &Auml;rzte in kommunalen Krankenh&auml;usern beweise der Marburger Bund, dass es keine Frage der B&uuml;rokratie sei, die Arbeitszeit zu erfassen, sondern eine schiere Notwendigkeit, um Arbeitszeit-Exzesse zu unterbinden. An die Arbeitgeberverb&auml;nde gerichtet, sagte der MB-Bundesvorsitzende: &bdquo;Wer Selbstverst&auml;ndlichkeiten wie eine vollst&auml;ndige Erfassung von geleisteter Arbeit in Frage stellt und Grenzen der H&ouml;chstbelastung missachtet, spielt mit der Gesundheit seiner Besch&auml;ftigten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.marburger-bund.de\/bundesverband\/pressemitteilung\/eugh-urteil-zur-arbeitszeiterfassung-vollstaendig-umsetzen\">Maarburger Bund<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie ein Musiker und ein Hacker die &Uuml;berwachungsindustrie enttarnen<\/strong><br>\nSpionageprogramme wie &bdquo;Pegasus&ldquo; &uuml;berwachen Menschenrechtsaktivisten unter anderem per WhatsApp &uuml;ber deren Smartphones. Ein Hacker und ein Musiker zerren unsichtbare Malware an die &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nFirmen wie FinFisher aus Deutschland, Hacking Team aus Italien oder die NSO Group aus Israel scheuen das Licht der &Ouml;ffentlichkeit. Denn ihr Gesch&auml;ft sind Spionageprogramme, die bislang unbekannte Sicherheitsl&uuml;cken von Smartphones und Computern ausnutzen, um s&auml;mtliche Aktivit&auml;ten der Nutzer auszuspionieren: Mail-Korrespondenz, Adressb&uuml;cher, Chat-Programme, Telefonanrufe &ndash; sie schalten sogar Kamera und Mikrofon nach Belieben ein, ohne dass der Nutzer dies merkt.<br>\nDie Firmen verkaufen ihre Programme f&uuml;r Millionenbetr&auml;ge an Regierungen und sind dabei nicht besonders w&auml;hlerisch. Nach Recherchen von Amnesty International und dem kanadischen Citizen Lab in Toronto setzten L&auml;nder wie China, Mexiko, Bahrain, Pakistan, Marokko oder die Arabischen Emirate solche Programme gezielt gegen Journalisten, Menschenrechtler und Oppositionelle ein. Diese leben fortan in Angst, denn f&uuml;r ein paar &bdquo;falsche&ldquo; Tweets drohen ihnen und ihren Kontakten jahrelange Haftstrafen, Folter und Schlimmeres.<br>\nDer Italiener Claudio Guarnieri, besser bekannt unter seinem Hackernamen Nex, sammelt seit &uuml;ber zehn Jahren Informationen &uuml;ber diese Spionagesoftware. F&uuml;r das Citizen Lab und Amnesty International hat er Dutzende F&auml;lle dokumentiert. In seinen Dossiers schl&uuml;sselt er detailliert auf, wie die Smartphones und Computer infiziert wurden und welche Auswirkungen dies auf die Betroffenen hat. Einige besonders eindr&uuml;ckliche F&auml;lle zeigt er auf seiner Webseite surveillance.gallery. Darunter sind Diep Saeeda aus Pakistan und Ahmed Mansoor, der von den Emiraten zu zehn Jahren Gef&auml;ngnis verurteilt wurde, weil er sich in sozialen Medien kritisch gegen&uuml;ber der Regierung ge&auml;u&szlig;ert hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/ct\/artikel\/Wie-ein-Musiker-und-ein-Hacker-die-Ueberwachungsindustrie-enttarnen-4427673.html\">c&acute;t<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&raquo;Rheinmetall zu Altmetall&laquo;: B&uuml;hnenprotest bei Hauptversammlung von Polizei aufgel&ouml;st. Aktion&auml;re applaudierten Einsatzkr&auml;ften<\/strong><br>\n[&hellip;] Mehr Applaus gab es allerdings, als die herbeigerufene Polizei den Aktivisten ank&uuml;ndigte: &raquo;Diese Zwangsma&szlig;nahmen werden Schmerzen bereiten und Ihre k&ouml;rperliche Unversehrtheit beeintr&auml;chtigen.&laquo; Einige schrien, als sie von den Einsatzkr&auml;ften aus dem Saal gef&uuml;hrt, getragen oder geschleift wurden. Ein &auml;lterer Aktion&auml;r fand das Vorgehen der Polizei &raquo;noch viel zu human&laquo;. Andere klatschten. [&hellip;]<br>\nIm Saal wurde auch eine Fahne der syrisch-kurdischen Frauenverteidigungseinheiten gezeigt, die Anfang 2018 erleben mussten, wie die t&uuml;rkische Armee mit dschihadistischen Hilfstruppen sowie Leopard-2-Panzern von Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann im nordsyrischen Afrin eingefallen war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/355694.aktionen-gegen-waffendeals-st%C3%B6rfall-bei-r%C3%BCstungsriesen.html\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Das ist das Wesen des Kapitalismus: Aktion&auml;re investieren Geld und wollen Rendite. Die Rheinmetall-Aktien sind in ihren Augen eine Investition wie jede andere auch. Womit das Geld vermehrt wird, ist egal. T&ouml;ten, morden, warum nicht, wenn die Rendite stimmt? Es sind ja nicht die Aktion&auml;re, die selber morden. Das sind die &bdquo;Werte&ldquo;, die der Westen dem Rest der Welt vermitteln will: Geld kennt keine Moral und Geld verdienen ist immer gut. Gut, dass sich endlich Protest zeigt. Aktion&auml;re, die in Firmen wie Rheinmetall &bdquo;investieren&ldquo; sind jenseits aller Moral, jenseits von Gut und B&ouml;se.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Rheinmetall hat Proteste verdient<\/strong><br>\nPressemitteilung von Sevim Dagdelen, 28. Mai 2019<br>\nDIE LINKE begr&uuml;&szlig;t die vielf&auml;ltigen Proteste gegen Waffenexporte anl&auml;sslich der Jahreshauptversammlung von Rheinmetall heute in Berlin. Die wachsenden Ums&auml;tze bei Rheinmetall haben einen t&ouml;dlichen Preis. Es ist erschreckend, wie skrupellos die D&uuml;sseldorfer R&uuml;stungsschmiede weiter Waffen an Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und &Auml;gypten liefert und damit Profite mit dem Jemen-Krieg macht&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Rheinmetall profitiert durch die von CDU, CSU und SPD massiv gesteigerten R&uuml;stungsausgaben f&uuml;r die Bundeswehr. Das Aufr&uuml;stungsprogramm der Bundesregierung ist f&uuml;r die Aktion&auml;re von Rheinmetall eine Lizenz zum Gelddrucken.<br>\nHohe Umsatzzahlen und Rendite bei Rheinmetall sind nicht zuletzt auch Resultat r&uuml;cksichtsloser Waffendeals mit der Kopf-ab-Diktatur Saudi-Arabien und den anderen L&auml;ndern der Jemen-Kriegskoalition &uuml;ber Tochterfirmen in Sardinien und S&uuml;dafrika.<br>\nStatt die Profite des milit&auml;risch-industriellen Komplexes zu bef&ouml;rdern, muss die Bundesregierung das Friedensgebot im Grundgesetz umsetzen. Dazu geh&ouml;rt ein umfassender Stopp von Waffenexporten an die Jemen-Kriegsallianz und das Schlie&szlig;en von Schlupfl&ouml;chern, damit R&uuml;stungskonzerne wie Rheinmetall nicht l&auml;nger deutsche R&uuml;stungsexportbestimmungen mittels Tochterfirmen im Ausland umgehen k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/rheinmetall-hat-proteste-verdient\/\">DIE LINKE<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Sevim Dagdelen: Aufr&uuml;stung ist Lizenz zum Gelddrucken<\/strong><br>\nDie Auftragsb&uuml;cher des R&uuml;stungskonzerns Rheinmetall sind voll, das liegt an der Aufr&uuml;stung der Bundeswehr aber besonders an Waffenexporten in Kriegs- und Krisengebiete. Sevim Dagdelen fordert einen Stopp von R&uuml;stungsexporten an skrupellose Diktaturen, die Krieg im Jemen f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?time_continue=3&amp;v=SJTJgSbE-_s\">DIE LINKE\/Youtube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ernstfall Ost<\/strong><br>\nWieder hat die AfD bei einer Wahl in Ostdeutschland abger&auml;umt. Nichts hat die Radikalisierung von Cottbus bis Chemnitz aufgehalten. Ist der Osten noch zu retten?<br>\nWer am Wahlabend an Orten wie G&ouml;rlitz oder Cottbus Nachrichten schaute, der konnte sich wie im Ausland vorkommen. Moderatoren sagten, es habe einen Triumph der Gr&uuml;nen gegeben, weil das Klimathema alles dominiert habe, und die AfD sei im Niedergang. Bei Twitter fragte einer, der sich f&uuml;r ausgefallen hielt: Wer spricht eigentlich &uuml;ber die FDP? Das, was da &uuml;ber die Europawahl erz&auml;hlt wurde, betraf eindeutig nicht den Osten.<br>\nDie verheerende Nachricht des Abends sickerte in den Medien erst ein paar Stunden sp&auml;ter durch, und auch nur bei manchen: Die AfD hat wieder den Osten gewonnen, und zwar noch deutlicher als bei der Bundestagswahl.<br>\nIn allen ostdeutschen Bundesl&auml;ndern hat sie gegen den Bundestrend mindestens Platz zwei errungen, au&szlig;er in Mecklenburg-Vorpommern holte sie &uuml;berall mehr als 20 Prozent. In Sachsen und Brandenburg, zwei der drei Bundesl&auml;nder, die im Herbst ihre Landtage w&auml;hlen, wurde sie st&auml;rkste Kraft. &hellip;<br>\nEs muss jetzt endlich etwas Effektives passieren im Osten. Es geht dabei nicht nur um die Landtagswahlen, sondern darum, die Orb&aacute;nisierung von Teilen der Mitte aufzuhalten. Es gibt progressive Menschen im Osten, an manchen Orten sind sie auch tonangebend, doch &uuml;berall ist auch das, was der Rechtsextremismus-Experte David Begrich eine &ldquo;regressiv-autorit&auml;re gesellschaftliche Unterstr&ouml;mung&rdquo; nennt, die in allen Milieus anzutreffen sei. Zugleich s&auml;hen sich viele &ldquo;einer Art kulturellen Fremdherrschaft unterworfen, in der sie mit ihren Erfahrungen nicht vorkommen&rdquo;. Das Ergebnis ist bei vielen die Ablehnung dessen, was sie als westdeutschen<br>\nMainstream erleben: Pluralismus, Minderheitenschutz, eine kompromissorientierte politische Praxis. &hellip;<br>\nEs ist so viel schiefgelaufen im Nachwendeosten, es gab so viele Ungerechtigkeiten. Aber das ist kein Grund, das war es nie, Rechtsextreme zu w&auml;hlen und damit das Land von der Au&szlig;enwelt abzuschotten. Niemand wird von der Geschichte gezwungen, ein Rassist zu sein. Niemand hat das Recht, andere zu misshandeln, weil ihm selbst &uuml;bel mitgespielt wurde. Und auch sonst nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-05\/wahlergebnis-ostdeutschland-europawahl-afd-rechtsextremismus?utm_source=pocket-newtab\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Jetzt geht wieder das &uuml;bliche moralisch &uuml;berheblich Ostdeutschland-Bashing aus dem linksliberalen Lager los. Bei der Zeit scheinen aber offenbar die verschiedenen Autoren nichts voneinander zu wissen. Denn dann sollte sich der &ldquo;politische Autor&rdquo; Bangel einmal folgende <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-05\/ost-west-wanderung-abwanderung-ostdeutschland-umzug?utm_source=pocket-newtab\">online Publikation<\/a> seines Blattes ansehen. Dass mit der neoliberalen Schocktherapie, mit der kompletten Zerst&ouml;rung der &ouml;konomischen Basis der DDR, die die Menschen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR erlebten auch eine tief gehende Traumatisierung einher ging, wird bis heute nirgends thematisiert. Ebenso wenig die, sich nicht nur im Osten, neben der sozialen Spaltung, abzeichnende kulturelle Spaltung des Landes in ein akademisch urbanes, linksliberales Milieu aka Gr&uuml;nen-W&auml;hler und in Erwerbslose, prek&auml;r Besch&auml;ftigte, gering Qualifizierte und nicht-akademisch ausgebildete Arbeiter.  Stattdessen wird bis heute das Narrativ der gegl&uuml;ckten Wiedervereinigung propagiert.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Kollegen des Tagesspiegel sind hier in der Lage die Situation differenzierter zu betrachten:<\/em><\/p>\n<p><strong>Hier der H&ouml;henflug der Liberalit&auml;t, dort Hass und Abgrenzung<\/strong><br>\nDie Zahlen sind ein Aufschrei: In zwei Bundesl&auml;ndern wurde die AfD bei der Europawahl st&auml;rkste Partei. In Sachsen triumphierte sie mit 25 Prozent, in Brandenburg mit knapp 20 Prozent. In den &uuml;brigen ostdeutschen L&auml;ndern schaffte es die Rechtsau&szlig;en-Partei auf den zweiten Platz. &hellip;.<br>\nDie Zahlen machen deutlich, wie sehr sich das Land auseinandergelebt hat. Auf der einen Seite H&ouml;henfl&uuml;ge der Liberalit&auml;t, des Umweltbewusstseins, der toleranten Gesellschaft. Der Triumph der Gr&uuml;nen in der gesamten Republik k&ouml;nnte nicht gr&ouml;&szlig;er sein. Doch in weiten Teilen Ostdeutschlands ergibt sich ein v&ouml;llig anderes Bild. Hass, Abgrenzung, Frust und Protest pr&auml;gten die Entscheidungen der Menschen.<br>\nEs ist, als sei die alte West-Ost-Grenze wieder auferstanden. Diese Probleme und das Denken vieler Menschen in Ostdeutschland haben mit der Atmosph&auml;re im Westen und in den Metropolen nichts zu tun. F&uuml;r sie hat die Klimafrage eine v&ouml;llig andere Bedeutung als in den urbanen Hipster-Milieus. Sie ist nicht mit der Rettung der Welt verbunden, sondern mit ihrem pers&ouml;nlichen Untergang, mit dem Wegfall von Arbeitspl&auml;tzen, Entwertung von Eigentum und steigenden Kosten. Eigentlich sollte dieses Jahr ein Jahr der Vers&ouml;hnung werden, ein Jahr der Erinnerung an die &Uuml;berwindung der Diktatur, ein Jahr des gemeinsamen Feierns. Doch stattdessen offenbaren sich in dem Wahlergebnis Gr&auml;ben und Risse, die immer weiter aufklaffen.<br>\nStatt mehr Gemeinsamkeit dominiert das Trennende, statt Vers&ouml;hnung dominiert Hass auf die westgepr&auml;gten Eliten. Das schafft nicht unbedingt Lust auf Festlichkeiten.<br>\nEs ist ein Ergebnis mit Ansage: Der Wirtschaftsboom der vergangenen Jahre ist in vielen ostdeutschen Regionen nur in hom&ouml;opathischen Dosen angekommen. Etliche Regionen wie etwa die Lausitz sind regelrechte Opfer gr&uuml;ner Klimapolitik. Wer dort &uuml;ber Jahrzehnte sein Einkommen im Braunkohletagebau verdiente, hat kaum noch eine Perspektive. Die oftmals im Westen geborenen Ideen &uuml;ber die Rettung der Welt bedeuten f&uuml;r viele B&uuml;rger im Osten ganz konkret das Gegenteil.<br>\nJahr f&uuml;r Jahr hatten Lokalpolitiker, &Ouml;konomen oder schlicht die B&uuml;rger davor gewarnt, dass die Entt&auml;uschung und Wut im Osten rasch ansteigt. Sah es nach der Wende zun&auml;chst so aus, als ob sich die Lebensverh&auml;ltnisse tats&auml;chlich angleichen w&uuml;rden, hat sich die Entwicklung in den vergangenen Jahren wieder umgekehrt: Die Wirtschaftsleistung der ostdeutschen L&auml;nder h&auml;ngt irgendwo zwischen Bayern und Rum&auml;nien, doch das Wachstum in dem s&uuml;dosteurop&auml;ischen Land ist weitaus h&ouml;her. Schlusslicht bei der Angleichung zwischen Ost und West ist der Landkreis G&ouml;rlitz, mit nicht einmal zwei Drittel des durchschnittlichen Westeinkommens. Genau dort, wo die AfD die meisten Stimmen bekommen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ein-land-zerreisst-hier-der-hoehenflug-der-liberalitaet-dort-hass-und-abgrenzung\/24385638.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kurz ist weg: Was passiert nach dem Misstrauensantrag?<\/strong><br>\nJede Jus- und Politikstudentin h&ouml;rt davon im Studium, durchgesetzt wurde er jedoch bisher nie: Der Misstrauensantrag. Zum ersten Mal in der Geschichte der Republik &Ouml;sterreich hat das Parlament dem Bundeskanzler und der dazugeh&ouml;rigen Regierung das Misstrauen ausgesprochen. Sebastian Kurz wurde nach nur 17 Monaten das Vertrauen vom Nationalrat entzogen. Damit ist er der am k&uuml;rzesten dienende Kanzler der zweiten Republik. Doch welche Folgen hat das f&uuml;r &Ouml;sterreich?<br>\n(&hellip;) Der Bundespr&auml;sident muss die Regierung nun ihres Amtes entheben und &ldquo;rasch&rdquo; einen neuen, vor&uuml;bergehenden Bundeskanzler suchen. Was &bdquo;rasch&ldquo; konkret bedeutet, ist freilich &bdquo;interpretationsbed&uuml;rftig&ldquo;, so Ex-Verfassungshofpr&auml;sident Ludwig Adamovich&hellip;.<br>\nWahrscheinlich wird der Bundespr&auml;sident eine honorige Pers&ouml;nlichkeit zum Kanzler ernennen, die partei&uuml;bergreifend anerkannt ist &ndash; etwa eine H&ouml;chstrichterin. Auf Ministerebene k&ouml;nnen laut Artikel 71 der Verfassung bisherige Minister oder Staatssekret&auml;re der Regierung, sowie leitende Beamte oder Sektionschefs zu Ministern angelobt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/misstrauensvotum-kurz\/\">kontrat.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Tsipras k&uuml;ndigt Neuwahlen in Griechenland an<\/strong><br>\nDer griechische Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras hat vorgezogene Parlamentswahlen angek&uuml;ndigt. Grund daf&uuml;r sei das schlechte Abschneiden seiner linken Regierungspartei Syriza bei der Europawahl.<br>\nNach der Schlappe f&uuml;r die linke Syriza-Partei von Regierungschef Alexis Tsipras bei der Europawahl steht Griechenland vor vorgezogenen Neuwahlen. Tsipras k&uuml;ndigte am Sonntag in einer Fernsehansprache an, den Pr&auml;sidenten Anfang Juni darum zu bitten, &bdquo;umgehend&ldquo; Neuwahlen anzusetzen. Zuvor hatte die konservative Oppositionspartei Nea Demokratie die Regierungspartei von Tsipras bei der Europawahl deutlich hinter sich gelassen. Die vorgezogenen Neuwahlen k&ouml;nnten Berichten zufolge bereits am 30. Juni stattfinden.<br>\nSyriza kam bei der Europawahl einer Umfrage der wichtigsten privaten Fernsehsender zufolge lediglich auf 25 Prozent der Stimmen und lag damit weit hinter der konservativen Nea Demokratia mit 33,5 Prozent. Das Abschneiden der Parteien wurde von ersten Teilergebnissen best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article194234929\/Europawahl-in-Griechenland-Alexis-Tsipras-kuendigt-Neuwahlen-an.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Das Wahldebakel von Syrizia ist nat&uuml;rlich das Ergebnis vom Verrat von Tsipras am W&auml;hlerwillen von vor 4 Jahren. Die Griechen wollen Tsipras nicht mehr haben. <\/em><\/p>\n<p><em>Die Nea Demokratia, der jetzige Wahlgewinner, ist eine liberal-konservative Partei. Sie betrieb von Anfang an den Eintritt Griechenlands in die EU. Sie war bis zum Wahlsieg von Syrizia seit dem Ende der Milt&auml;rdiktatur 1974 an fast allen Regierungen Griechenlands beteiligt. Die Nea Demokratia und die &bdquo;sozialistische&ldquo; Pasok waren f&uuml;r den wirtschaftlichen Niedergang, mit dramatischer Arbeitslosigkeit als Folge, sowie f&uuml;r Korruption in Griechenland, eine wichtige Ursache des Niedergangs, ma&szlig;geblich verantwortlich. Das Kapital hatte sich &uuml;ber alle Massen verschuldet und die EU wollte das griechische Volk daf&uuml;r zur Kasse bitten. Syrizia, mit Tsipras als Spitzenkandidat, war angetreten, dem ein Ende zu bereiten und gewann daf&uuml;r im Januar 2015 die Wahlen. Ein Systemwechsel war 2015 in Griechenland greifbar und machbar. Syrizia war angetreten, ihn zu vollziehen. Daf&uuml;r hatte das Volk sie gew&auml;hlt. Mitte 2015 hielt Syrizia ein Referendum dar&uuml;ber ab, ob Griechenland sich dem Diktat der EU weiterhin beugen sollte. Tsipras erhielt das Mandat vom Volk, eine Politik gegen das Diktat der EU zu machen. Notfalls sogar, aus der EU wieder auszutreten und eine eigene W&auml;hrung einzuf&uuml;hren. Tsipras ignorierte den Willen des Volkes, das sich der Bedeutung des Referendums durchaus bewusst war und auch bereit war, die Konsequenzen daf&uuml;r zu tragen. Er, Tsipras, aber beugte sich lieber dem Diktat der Troika und feuerte daf&uuml;r sogar seinen Finanzminister Vanoufakis. Man kann das durchaus als Feigheit und als Verrat bezeichnen. Das Volk hat es ihm nicht vergessen. Syrizia ist nach dieser Europawahl wohl am Ende.<\/em><\/p>\n<p><em>Dass sich das griechische Volk aus Verzweiflung jetzt wieder den alten Parteien zugewendet hat, genau die Parteien, die ja f&uuml;r allen Schlamassel urspr&uuml;nglich verantwortlich sind, ist umso schrecklicher und trauriger, weist aber auf die Perspektivlosigkeit von b&uuml;rgerlichen Wahlen hin, wenn immer nur verschiedene Fraktionen der Bourgeoisie zu Wahl stehen. Syrizia hat sich inzwischen l&auml;ngst an den Tr&ouml;gen des Systems eingerichtet. Tsipras hat die Hoffnung der Griechen darauf, aus dem Sumpf von Arbeitslosigkeit, Korruption, Ausbeutung und Erpressung durch die Troika zu entkommen, an die EU verraten wie damals Judas, der, der Bibel nach, Jesus Christus f&uuml;r 40 Silberlinge an Pontius Pilatus verraten und verkauft hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Aus f&uuml;r SYRIZA: Erdrutschsieg f&uuml;r die Konservativen<\/strong><br>\nJe sp&auml;ter der Abend wurde, umso gr&ouml;&szlig;er wurde der Abstand, mit dem die Nea Dimokratia die Wahl gewinnt. Schlie&szlig;lich hatte Tsipras keine andere Wahl, als in einer Presseerkl&auml;rung kurz nach Mitternacht vorgezogene Neuwahlen anzuk&uuml;ndigen. Direkt nach dem n&auml;chsten Wochenende, an dem die Stichwahlen f&uuml;r Regional- und Kommunalwahlen stattfinden werden, wird Tsipras zum Staatspr&auml;sidenten Prokopis Pavlopoulos gehen und diesen um eine Aufl&ouml;sung des Parlaments ersuchen. Die Neuwahlen k&ouml;nnen fr&uuml;hestens 22 Tagen nach der Parlamentsaufl&ouml;sung stattfinden. In der Regel werden sie innerhalb von 30 Tagen ausgerufen. Als wahrscheinlichster Termin f&uuml;r Wahlen wird der 30. Juni gehandelt.<br>\n&ldquo;Unsere Hingabe an die Menschen ist keine taktische Option. Es ist eine moralische Verpflichtung. Es ist eine unantastbare Regel. Es ist unsere Seele. Es ist meine Seele. Das heutige Ergebnis gibt der Opposition das Recht, den Verlauf des Ausstiegs aus der Krise insgesamt in Frage zu stellen, und unseren Plan, die Mehrheit des Volkes zu unterst&uuml;tzen &ndash; dieses historische Projekt, allgemein in Frage zu stellen&rdquo;, sagte Tsipras.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Aus-fuer-SYRIZA-Erdrutschsieg-fuer-die-Konservativen-4432383.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Trump erkl&auml;rt Fake-Notstand, um weiter Waffen nach Saudi-Arabien zu liefern<\/strong><br>\nMachtmissbrauch und der Weg zum Autoritarismus<br>\nTrump genehmigte Waffenlieferungen in H&ouml;he von 8,1 Milliarden US-Dollar an drei Mitglieder der Anti-Jemen-Kriegskoalition. Da der US-Kongress gegen diese Waffenlieferungen ist, nutzte Trump ein dubioses juristisches Schlupfloch zur Umgehung der Legislative und demonstriert mit diesem Machtmissbrauch einmal mehr die protofaschistischen Tendenzen der USA in der &Auml;ra Trump.<br>\n(&hellip;) Die Implikationen dieser Entscheidung gehen weit &uuml;ber die direkten todbringenden Folgen f&uuml;r die jemenitische Zivilbev&ouml;lkerung hinaus: Diese erneute fundamentale Missachtung konstitutioneller Gewaltenteilung zementiert den Trend der Trump-Regierung einer schleichenden protofaschistischen Verschiebung hin zu einem kaum mehr verschleierten Autoritarismus.<br>\n&bdquo;Nationaler Notstand&ldquo;<br>\nUnter dem Arms Export Control Act muss der US-Pr&auml;sident den Kongress 30 Tage im Vorfeld &uuml;ber einen geplanten Waffenverkauf in Kenntnis setzen, so dass die Legislative die Lieferung notfalls stoppen kann. Doch dieses Gesetz verf&uuml;gt &uuml;ber ein &auml;u&szlig;erst selten genutztes Loophole, wodurch es sich &ndash; zumindest im Kontext eines au&szlig;ergew&ouml;hnlich skrupellosen und unf&auml;higen Pr&auml;sidenten wie Trump &ndash; gewisserma&szlig;en selbst ad absurdum f&uuml;hrt und effektiv abschafft: Der Pr&auml;sident kann nach freiem Gutd&uuml;nken einen &bdquo;nationalen Notstand&ldquo; erkl&auml;ren und so jede Waffenlieferung am Kongress vorbei genehmigen und durchf&uuml;hren, solange dies den &bdquo;nationalen Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten&ldquo; diene. Nicht erst in der Trump-&Auml;ra haben derartige Worth&uuml;lsen bekanntlich jeglichen Inhalt verloren.<br>\nUnd genau dies tat Trump am Freitag und winkte &uuml;ber 20 Einzelgenehmigungen an Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien im Wert von &uuml;ber 8,1 Milliarden US-Dollar durch&hellip;<br>\nFaschist in Kinderschuhen<br>\n(&hellip;) &bdquo;Das Heraufbeschw&ouml;ren dieser Notstandsregelung f&uuml;r R&uuml;stungsexporte&ldquo;, analysiert Bloomberg News vollkommen zutreffend die historische Dimension von Trumps Entscheidung, &bdquo;stellt eine der wenigen Befugnisse in Frage, die dem Kongress in Fragen der Au&szlig;enpolitik noch geblieben sind.&ldquo; Mit seiner Entscheidung, am Kongress vorbei den privaten Waffendealer Saudi-Arabiens zu mimen, beweist Trump erneut, dass er elementare Grunds&auml;tze staatlicher Gewaltenteilung schlicht missachtet und seine pr&auml;sidiale Macht missbraucht wie ein M&ouml;chtegern-Diktator&hellip;.<br>\nIn den letzten Wochen ist Trump offensichtlich in den Geschmack gekommen, Fake-Notst&auml;nde auszurufen. Und die Entscheidung vom Freitag reiht sich nahtlos ein in die Liste des Machtmissbrauchs dieses Faschisten in Kinderschuhen: In welcher Welt ist es ein nationaler Notstand f&uuml;r ein Land, wenn ein anderes Land in 12.000 Kilometer Entfernung keine Bomben mehr auf Frauen und Kinder abwerfen kann? Wom&ouml;glich stehen die Antworten in Trumps Ausgabe von Adolf Hitlers Sammelband ausgew&auml;hlter Reden, die der US-Pr&auml;sident in seinem Nachtschrank aufbewahrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-05-28\/trump-erklaert-fake-notstand-um-weiter-waffen-nach-saudi-arabien-zu-liefern\/\">justice now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nord-Kosovo: Spezialeinheiten dringen in serbischen Teil von Mitrovica ein<\/strong><br>\nNach j&uuml;ngsten Angaben der serbischen Nachrichtenagentur Tanjug sind inzwischen 13 serbische Polizisten festgenommen worden. Zuvor war von sechs Festgenommenen die Rede gewesen.<br>\nDer serbische Pr&auml;sident, Aleksandar Vucic, hatte am Montag gewarnt, dass Pristina unter dem Vorwand von Korruptionsvorw&uuml;rfen gegen einige kosovarische Polizisten serbischer Herkunft Truppen in den serbischen Teil von Mitrovica schicken k&ouml;nnte.<br>\nSerbien hat als Reaktion seine Streitkr&auml;fte in volle Gefechtsbereitschaft versetzt.<br>\nVucic sprach in einer Ansprache am Dienstag von insgesamt 23 Festgenommenen in Mitrovica, die serbischer und bosnischer Herkunft seien. Er hat inzwischen Gegenma&szlig;nahmen angedroht, sollten die kosovarischen Spezialeinheiten den Norden der Stadt nicht verlassen.<br>\nLaut dem serbischen Staatschef wurde zudem ein russischer B&uuml;rger festgenommen und dabei verletzt. Bei ihm soll es sich um Michail Krasnoschtschjokow, einen Mitarbeiter der UNMIK (Interimsverwaltungsmission der Vereinten Nationen im Kosovo), handeln. Medienberichten zufolge wurde Krasnoschtschjokow in ein Krankenhaus gebracht.<br>\nDerzeit l&auml;uft eine Sitzung des serbischen Sicherheitsrates in Belgrad. Die serbische Rundfunkanstalt RTS meldet &bdquo;Bewegungen der serbischen Streitkr&auml;fte und Polizei&ldquo; Richtung Kosovo.<br>\nDie ganze Lage erinnere an einen Kriegszustand, berichtet ein Korrespondent des Belgrader Senders Prva aus der Gemeinde Zubin Potok. &Uuml;berall st&uuml;nden Panzerfahrzeuge der Kosovo-Albaner und es seien Sch&uuml;sse zu h&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190528325080922-nord-kosovo-spezialeinheiten-dringen-in-serbische-kommunen-ein--medien\/\">Sputnik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51413#h11\">Der Gebietstausch ist vom Tisch<\/a>&ldquo; mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Last Chance, SPD<\/strong><br>\nOnly a left-wing revival can save Germany&rsquo;s Social Democratic Party (SPD) from political extinction. But leaders like Andrea Nahles and Olaf Scholz are not up to the task.<br>\nGermany&rsquo;s federal elections in September 2017 saw the Social Democrats, under the leadership of Martin Schulz, achieve their worst result since World War II. Before stepping down as party leader, Schulz (in an uncharacteristically bold move) commissioned a group of experts to assess the party&rsquo;s crisis. Published in June, the report was one hundred pages long and surprisingly straightforward.<br>\nThe report concluded that the SPD is no longer perceived as a credible voice on issues of social and economic justice. It argued that Martin Schulz&rsquo;s election as leader had been a small step in the right direction, but that the many compromises among the party leadership (whose main goal seems to be avoiding having to distance themselves from the neoliberal reforms they imposed in government in the mid-2000s) meant that his election slogans about social justice rang hollow. Above all, the report emphasized a &ldquo;collective failure of leadership&rdquo; &mdash; not only were Schulz and his predecessor Sigmar Gabriel at fault, but the entire leadership which had set the party&rsquo;s agenda for years. Despite these blunt truths, and earlier announcements that the party would be seeking to renew itself, the SPD has made an almost pathological choice to continue with more of the same&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jacobinmag.com\/2018\/08\/social-democratic-party-martin-schulz-reform?fbclid=IwAR1TyObJeUKMRdsOdwunQjW9e7wIfE1i2NE1bfIOyZ3Mh5KElpyID5xOWvc\">Jacobin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin CS:<\/strong> Sie verweisen heute auf einen hervorragenden Artikel in seiner (sehr gelungenen) englischen &Uuml;bersetzung. Den Original-Artikel in deutscher Sprache <a href=\"https:\/\/adamag.de\/nachtwey-spd-scholz-nahles\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><br>\n<em>Ich k&ouml;nnte mir vorstellen f&uuml;r den einen oder anderen Leser ist es einfacher (und somit wahrscheinlicher) ihn in der deutschen Originalfassung zu lesen.<\/em><br>\n<em>Mit freundlichen (und f&uuml;r all Ihre M&uuml;hen sehr dankbaren) Gr&uuml;&szlig;en.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.P.:<\/strong> Dieser komprimierten Darstellung, die auch die Haltung der SPD F&uuml;hrung nachzeichnet, ist im Prinzip nur hinzuzuf&uuml;gen, dass die letzte Chance, von der hier die Rede ist, wird sie denn ergriffen, ersten in Jahren bzw. nach einem Jahrzehnt prozentual zum Tragen kommt. Meiner Meinung arbeitet die SPD seit Schr&ouml;der daran sich ihrer Zielw&auml;hlerschaft zu entledigen&hellip; Und der Erfolg stellt sich ein. Zum Gl&uuml;ck; denn wer wei&szlig;, was bzw. wie schnell sie weitere soziale Errungenschaften dem Gro&szlig;kapital geopfert h&auml;tten, h&auml;tten sie mit entsprechendem W&auml;hlerr&uuml;ckhalt durchregieren k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> siehe hierzu auch den Beitrag von Albrecht M&uuml;ller: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52113\">Nachruf auf die SPD &ndash; obwohl es eigentlich leicht w&auml;re, diese alte Partei und ihre Chancen wiederzubeleben<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Hinweis auf Demo &bdquo;Kein Krieg mit dem Iran &ndash; Pompeo go home!&ldquo;<\/strong><br>\nDerzeit bedrohen die USA den Iran und missachten dabei r&uuml;cksichtslos das V&ouml;lkerrecht!<br>\nTreffpunkt: 31. Mai 2019 (Freitag) 11:45 Uhr an der Siegess&auml;ule &ndash; danach Marsch zum Brandenburger Tor!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/pompeo-berlin.jimdofree.com\/\">aufstehen<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-52148","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52148","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=52148"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52148\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52175,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52148\/revisions\/52175"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=52148"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=52148"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=52148"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}