{"id":52192,"date":"2019-06-02T11:45:55","date_gmt":"2019-06-02T09:45:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52192"},"modified":"2019-06-14T12:19:47","modified_gmt":"2019-06-14T10:19:47","slug":"einsatz-der-bundeswehr-im-irak-die-frist-ist-verstrichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52192","title":{"rendered":"Einsatz der Bundeswehr im Irak: Die Frist ist verstrichen"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung will offensichtlich die Umsetzung des Bundestagsbeschlusses unterlaufen, der den Einsatz der Bundeswehr im Irak an eine Zustimmung des Iraks bindet. Die Frist, bis zu der eine Einladung der Bundeswehr durch den Irak vorliegen muss, ist seit dem 30. April abgelaufen. Gro&szlig;e Bev&ouml;lkerungskreise im Irak wollen kein ausl&auml;ndisches Milit&auml;r mehr dulden. Von <strong>Peter Feininger<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nIn diesem Text soll es speziell um die rechtliche und v&ouml;lkerrechtliche Grundlage eines dauerhaften Einsatzes der Bundeswehr im Irak gehen. Dieser Einsatz ist sowohl im Deutschen Bundestag umstritten als auch im irakischen Parlament. Eine erneute f&ouml;rmliche Einladung ausl&auml;ndischen Milit&auml;rs durch den Irak ist wohl n&ouml;tig. Dies wird offensichtlich von der irakischen Regierung so gesehen, per Beschluss auch vom Deutschen Bundestag und sogar von den USA. Tonangebende Kr&auml;fte in den USA, in Deutschland und auch im Irak versuchen nun notorisch, eine Politik zu entwickeln, die an dieser Rechtslage vorbeigeht und es ist nicht abzusehen, was dabei herauskommt. Gro&szlig;e Bev&ouml;lkerungskreise im Irak und mit ihnen die Allianzen, die die Parlamentswahlen gewonnen haben, wollen jedenfalls kein ausl&auml;ndisches Milit&auml;r mehr dulden, das sie nicht eingeladen haben. Ein entsprechender Beschlussantrag im irakischen Parlament ist in Vorbereitung.<\/p><p>Die Verteidigungsministerin von der Leyen will sich im Nahen Osten &bdquo;strategisch&ldquo; niederlassen. Das w&uuml;rde zum Beispiel bedeuten, am Luftwaffenst&uuml;tzpunkt in Jordanien festzuhalten und ihn wom&ouml;glich auszubauen. Die Intervention der Bundeswehr im Irak soll dann wohl verstetigt werden, was Formeln wie Ausbildung, Beratung, Stabilisierung andeuten. Immerhin reicht der Arm der Bundeswehr bis ins irakische Verteidigungsministerium. Auch eine Unterst&uuml;tzung der USA bei ihrer Besetzung des Nordostens von Syrien w&auml;re m&ouml;glich, wenn die Bundeswehr in Jordanien und im Irak stationiert bleibt.<\/p><p><strong>Die Bundesregierung sucht Handlanger in der irakischen Regierung<\/strong><\/p><p>Im Januar lud der deutsche parlamentarische Staatssekret&auml;r Peter Tauber den irakischen Parlamentspr&auml;sidenten zu einem Besuch nach Berlin ein. Der irakische Parlamentspr&auml;sident &bdquo;Halbousi forderte Deutschland auf, einen Beitrag zum Wiederaufbau der befreiten irakischen St&auml;dte sowie der Gebiete zu leisten, in denen es an Dienstleistungen mangelt, um so die Stabilit&auml;t des Irak wiederherzustellen&ldquo; [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]. F&uuml;r diese Art von Stabilisierung braucht es allerdings keine Bundeswehr, also auch kein Mandat f&uuml;r die Bundeswehr zur &bdquo;Stabilisierung des Irak&ldquo;.<\/p><p>Im Februar besuchte der irakische Parlamentspr&auml;sident al-Halbousi zusammen mit irakischen Abgeordneten Berlin. Sie waren zun&auml;chst zu Gast im Verteidigungsministerium am 18. Februar bei Ministerin von der Leyen und einen Tag sp&auml;ter bei Au&szlig;enminister Heiko Maas. <\/p><p>Schon vorab verlautbarte das Bundesministerium der Verteidigung, dass von der Leyen die Gelegenheit nutzen werde, mit dem Parlamentspr&auml;sidenten das weitere notwendige Engagement im Kampf gegen den IS zu besprechen. Im Presseterminhinweis des BMVg hei&szlig;t es [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Bundeswehr geh&ouml;rt zur Koalition der internationalen Kr&auml;fte im Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat. Auch wenn der IS im Irak keine zusammenh&auml;ngenden Gebiete mehr kontrolliert, stellt er doch immer noch eine ernstzunehmende Gefahr dar. <\/p>\n<p>Das Engagement der Bundeswehr im Irak findet gleicherma&szlig;en im Nord- wie auch im Zentralirak statt und fokussiert die Beratung von F&uuml;hrungskr&auml;ften der irakischen Streitkr&auml;fte sowie die &sbquo;Ausbildung der Ausbilder&lsquo;, Ziel ist der nachhaltige F&auml;higkeitsaufbau in den Schwerpunkten Logistik, Sanit&auml;t, ABC-Abwehr sowie Minenr&auml;umung.<br>\nDer Deutsche Bundestag hat im Oktober 2018 das Mandat f&uuml;r den deutschen milit&auml;rischen Beitrag Counter Daesh\/Capacity Building Irak um ein Jahr verl&auml;ngert.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Kein Wort davon, dass eine Verl&auml;ngerung des Mandats vom Bundestag an eine Zustimmung des irakischen Parlaments gebunden wurde, und die Frist daf&uuml;r in zweieinhalb Monaten ausl&auml;uft. Die Bundesregierung h&auml;lt offensichtlich die Instruierung von F&uuml;hrungskr&auml;ften der irakischen Streitkr&auml;fte noch &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum f&uuml;r n&ouml;tig und denkt gar nicht daran, das Mandat zu beenden.<\/p><p>Heiko Maas verlautbarte &uuml;ber das Zusammentreffen [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Unser Engagement f&uuml;r die Stabilit&auml;t Iraks erf&auml;hrt dort viel Wertsch&auml;tzung. Auch wir sind vom Wert unserer Zusammenarbeit &ndash; bilateral, aber auch im Rahmen der Anti-IS-Koalition &ndash; &uuml;berzeugt. <\/p>\n<p>Dass sich die Lebensbedingungen der Menschen im ganzen Land sp&uuml;rbar verbessern, bleibt &ndash; genauso wie eine fundierte Aufarbeitung der IS-Verbrechen &ndash; Grundlage f&uuml;r eine innerirakische Vers&ouml;hnung. Das wird erhebliche Anstrengungen erfordern. Die Herausforderungen sind nach den verheerenden Verw&uuml;stungen, die der IS angerichtet hat, immens. Deutschland ist und bleibt dabei ein verl&auml;sslicher Partner.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Auch dies klang nicht danach, als ob die Bundesregierung das Mandat f&uuml;r den Irakeinsatz so schnell aufgeben will.<\/p><p><strong>Al Halbousi f&uuml;r weiteren Milit&auml;reinsatz der USA im Irak, aber nur gegen den IS und nicht gegen Nachbarstaaten<\/strong><\/p><p>Der irakische Parlamentspr&auml;sident al-Halbousi hat sich erst vor kurzem in einem Exklusivinterview mit der kurdischen Ausgabe von Voice of America dahingehend ge&auml;u&szlig;ert, dass der weitere Einsatz der US-gef&uuml;hrten Koalition unerl&auml;sslich sei f&uuml;r eine dauerhafte IS-Niederlage [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]. Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen der USA und dem Iran schr&auml;nkte al Halbousi aber ein, das einzige Ziel der Pr&auml;senz von US-Truppen im Irak sei, den IS und seine radikale Ideologie zu bezwingen. Und: &bdquo;Wir erlauben nicht, irakischen Boden gegen irgendeinen Nachbarn zu benutzen&ldquo;. <\/p><p>Nat&uuml;rlich bezog er sich dabei indirekt auch auf die ungeheuerliche Aussage von Trump im Februar, dass es wichtig sei, die US-Milit&auml;rpr&auml;senz im Irak aufrechtzuerhalten, damit Washington den Iran im Auge behalten k&ouml;nne. Trump r&uuml;hmte bei dieser Gelegenheit auch die riesige Milit&auml;rbasis der USA im Irak mit &uuml;ber 5000 Soldaten, die noch weiter aufgef&uuml;llt werden soll mit Milit&auml;rpersonal, das die USA aus Syrien abziehen. Der irakische Pr&auml;sident Barham Salih &ndash; obwohl von der kurdischen Fraktion und daher eigentlich uneingeschr&auml;nkter Unterst&uuml;tzer des US-Milit&auml;rs &ndash; verlautbarte hierzu: &bdquo;Pr&auml;sident Donald Trump hat den Irak nicht um Erlaubnis gebeten, US-Truppen hier zu stationieren, um den Iran zu beobachten (to &sbquo;watch Iran&lsquo;)&ldquo; [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>].<\/p><p>Das offizielle Interview al Halbousis mit Voice of America endete immerhin so:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Al-Halbousi beklagte, dass Beamte in Bagdad ein ausgewogenes Verh&auml;ltnis zu den USA und zum Iran aufrechterhalten wollen, um die Interessen der Iraker bestm&ouml;glich zu erf&uuml;llen. Er sagte, gute Beziehungen zum Iran seien wegen der langen historischen Verbindungen und des Grenzaustauschs f&uuml;r den Irak ebenso unerl&auml;sslich. &sbquo;Der Iran ist ein Nachbar. Sie haben zweifellos eine wichtige Rolle bei der Unterst&uuml;tzung des Irak gegen Terrorismus gespielt, indem sie die irakischen Sicherheitskr&auml;fte unterst&uuml;tzt haben. Es gibt auch religi&ouml;se Bindungen zwischen den Menschen im Irak und dem Iran. Wir m&ouml;chten, dass unsere Beziehungen als Nachbarn auf gegenseitiger Achtung beruhend fortbestehen&lsquo;, sagte er.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Dazu muss man zwei Dinge wissen: Erstens sind die Staats&auml;mter im Irak nach ethnischer und religi&ouml;ser Zugeh&ouml;rigkeit aufgeteilt, und al-Halbousi ist der h&ouml;chste Vertreter der Sunniten. Darauf hat Karin Leukefeld in einem Artikel in der jungen Welt aufmerksam gemacht [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Nach der v&ouml;lkerrechtswidrigen, von Washington gef&uuml;hrten Invasion 2003, hatte der Regierung zun&auml;chst ein US-Milit&auml;rgouverneur vorgesessen. Unter seiner Amtsf&uuml;hrung wurde eine neue Verfassung durchgesetzt, die eine Aufteilung der irakischen Parlamentssitze und der h&ouml;chsten Staats&auml;mter nach ethnischer und religi&ouml;ser Zugeh&ouml;rigkeit vorsieht. Die Regelung orientiert sich an dem libanesischen System. Der irakische Pr&auml;sident ist nun ein Kurde, der Ministerpr&auml;sident ein schiitischer Muslim und der Parlamentspr&auml;sident ein sunnitischer Muslim. Gegner dieser Regelung kritisieren, dass die religi&ouml;se und ethnische Spaltung des Irak so zementiert werde.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Zweitens m&ouml;chten die sunnitischen Kr&auml;fte in der Regierung in Bagdad der US-Pr&auml;senz im Irak eher noch etwas Zeit geben. Es d&uuml;rfte aber nicht wahr sein, was al Halbousi in dem oben erw&auml;hnten Interview mit Voice of America behauptete, n&auml;mlich &bdquo;dass die &sbquo;&uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit&lsquo; in der irakischen Regierung die Pr&auml;senz der Koalitionskr&auml;fte unterst&uuml;tzt&ldquo; [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]. <\/p><p><strong>Irakischer Gesetzentwurf in Vorbereitung, der alle ausl&auml;ndischen Truppen aus dem Land weist<\/strong><\/p><p>Im Gegenteil, im irakischen Parlament ist ein Gesetzentwurf in Arbeit, der US-Truppen vorschreibt, das Land zu verlassen. Das Gesetz soll alle ausl&auml;ndischen Truppen betreffen, als Zeitraum ist von sechs bis zw&ouml;lf Monaten die Rede. Die Information stammt von al Monitor, 19. Januar 2019 [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]. Das Gesetz w&uuml;rde also auch die Bundeswehr betreffen und soll offensichtlich noch in diesem Jahr in Kraft treten. Es ist schon bezeichnend, wie die Bundesregierung bei ihrer Einladung von al Halbousi im Februar die &Ouml;ffentlichkeit t&auml;uschte und die Medien &ndash; obwohl sie es besser wussten oder h&auml;tten wissen k&ouml;nnen &ndash; mitspielten.<\/p><p>Bei al Monitor hei&szlig;t es in der Zusammenfassung des Artikels knallhart: &bdquo;ARTICLE SUMMARY Shiite parliamentary blocs under the Fatah and Sairoon alliances are working on a draft law to expel US troops from the country and say they will use force if necessary&ldquo; [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]. &Uuml;bersetzt in etwa: ARTIKELZUSAMMENFASSUNG Die schiitischen Parlamentsfraktionen im Rahmen der Fatah- und Sairun-Allianz arbeiten an einem Gesetzesentwurf, um US-Truppen aus dem Land zu weisen (oder zu werfen), und sagen, dass sie gegebenenfalls Gewalt anwenden werden.<\/p><p>Dazu muss man wissen, dass das Wahlb&uuml;ndnis Sairun (Vormarsch), gef&uuml;hrt von Muktada al-Sadr, die Wahlen gewonnen hat. Sairun ist aus Massendemonstrationen entstanden, die f&uuml;r mehr Strom und eine bessere Wasserqualit&auml;t und dann f&uuml;r Reformen und ein Ende der Korruption gek&auml;mpft haben [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]. Die zweitst&auml;rkste Kraft bei den Wahlen wurde laut FAZ [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] die Fatah, ebenfalls neu auf der politischen B&uuml;hne. Die Liste Fatah besteht aus Mitgliedern der Schiitenmilizen, die zusammen mit den iranischen Al-Quds-Brigaden gegen den islamischen Staat gek&auml;mpft und zum Beispiel Tikrit zur&uuml;ckerobert haben.<\/p><p>Diese beiden Allianzen im neugew&auml;hlten irakischen Parlament &ndash; bei Qantara [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] werden die Parlamentswahlen im Irak wahrscheinlich zu Recht als Beginn einer neuen Zeitrechnung bezeichnet &ndash; wollen nun das US-Milit&auml;r und alle anderen bewaffneten Kr&auml;fte der Anti-IS-Koalition aus dem Land werfen und daf&uuml;r notfalls auch Gewalt anwenden. Und diese Allianzen sind zum Teil bewaffnet und k&ouml;nnten diese Drohung unter Umst&auml;nden auch wahr machen. <\/p><p>So z&auml;hlt ein gewichtiger Teil der Fatah Allianz zur PMF Popular Mobilization Forces. Das sind irakisch-schiitische Muslime, die gemeinsam mit der irakischen Armee von 2014-2017 gegen den IS gek&auml;mpft haben. Die paramilit&auml;rischen Einheiten der PMF sollen 122.000 K&auml;mpfer haben [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]. Tats&auml;chlich haben sich die paramilit&auml;rischen Einheiten im Irak an den Wahlen beteiligt mit dem Ziel, die US-Truppen hinauszuwerfen [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>].<\/p><p><strong>Obama hat wohl ein Milit&auml;rabkommen mit dem Irak vermieden, was jetzt zu einem ernsten Problem f&uuml;r die USA wird<\/strong><\/p><p>Die USA haben jetzt offensichtlich ein ernstes Problem, nachdem Pr&auml;sident Obama es wohl vers&auml;umt oder vermieden hat, ein Abkommen mit Bagdad zu schlie&szlig;en, dass die US-Truppen im Irak verbleiben k&ouml;nnen nach Beendigung des Kampfes mit dem IS [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]. Bereits im Mai 2017 bestand der damalige irakische Premier Haider al-Abadi darauf, dass keine Kampftruppen im Irak verbleiben, wenn der islamische Staat besiegt ist. Dennoch betonten beide Seiten, dass die Gespr&auml;che &uuml;ber eine langfristige Rolle des US-Milit&auml;rs im Irak fortgesetzt werden. Gleichzeitig &auml;u&szlig;erten Barzani Senior und Junior, sie w&uuml;rden einen Deal unterst&uuml;tzen, der es den amerikanischen Streitkr&auml;ften erlaubt, nach dem Sturz von Mosul im irakischen Kurdistan zu bleiben [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>].<\/p><p>Offensichtlich hat US-Pr&auml;sident Obama darauf bestanden, dass die Truppenabkommen durch das irakische Parlament beschlossen werden und nicht als Exekutivabkommen vom damaligen Ministerpr&auml;sidenten al Malik erlassen werden. Die Heritage Foundation sch&auml;tzte es damals so ein, dass diese Forderung Obamas den Deal zur Strecke brachte. Die Obama-Regierung habe gewusst, dass al-Maliki nicht &uuml;ber das politische Kapital verf&uuml;gte, um einen Nachkriegstruppen-Deal durch das irakische Parlament zu bringen [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>].<\/p><p>Auch die Trump-Regierung geht davon aus, dass der Irak eine Milit&auml;rmission beantragen m&uuml;sse. Im Februar 2018 machte die USA erneut Druck auf die europ&auml;ischen NATO-Verb&uuml;ndeten, eine langfristige Trainings- und Beratungsmission im Irak zu &uuml;bernehmen. Damals ging die USA davon aus, dass der Ministerpr&auml;sident al Abadi mitspielen werde. Im Mai 2018 standen allerdings die Wahlen an. Die Presseagentur Reuters vermerkte [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Der Irak m&uuml;sse die NATO-Mission f&ouml;rmlich beantragen, sagten Diplomaten. Das w&uuml;rde wahrscheinlich davon abh&auml;ngen, dass Abadi im Mai wiedergew&auml;hlt wird, da die vom Iran unterst&uuml;tzten gegnerischen Kandidaten US-Truppen feindlich gesinnt sind.<\/p>\n<p>Der Druck ist jedoch auch gr&ouml;&szlig;er, weil die NATO noch keine &auml;hnliche Anfrage der libyschen U.N.-gef&ouml;rderten Regierung in Tripolis nachholen konnte, sagten Diplomaten, weil das Land immer noch von rivalisierenden Fraktionen kontrolliert wird.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Haider al-Abadis Amt als Premierminister endete aber aufgrund des Wahlergebnisses am 24. Oktober 2018. Wir halten fest, dass selbst die USA schon mal davon ausgingen, dass bei einer Verl&auml;ngerung des Milit&auml;reinsatzes eine Zustimmung beziehungsweise Aufforderung der irakischen Regierung\/Parlament vorliegen m&uuml;sse. Ferner halten wir fest, dass es der US-Pr&auml;sident Obama war, der auf einem Parlamentsbeschluss des Iraks bestand &uuml;ber den Verbleib der US-Truppen im Land. Ein reines Exekutivabkommen, das hei&szlig;t irgendeine Vereinbarung mit der Regierung des Irak, wollte Obama nicht akzeptieren. Das wird jetzt zu einem ernsten Problem f&uuml;r die USA, aber auch andere Beteiligte an der &bdquo;Anti-IS-Koalition&ldquo;. Denn genau auf so etwas, auf irgendeine Zusage der irakischen Regierung, die von keinem Parlamentsbeschluss gedeckt ist, soll es jetzt hinauslaufen. Das jedenfalls scheinen die USA, aber auch die Bundesregierung und ihre &bdquo;Partner&ldquo; anzustreben. Dieser Deal l&auml;uft gerade, es ist aber noch nicht heraus, was er genau bedeutet und wie er gedreht wird.<\/p><p>Und wir halten fest, dass die Ausbildung- und Trainingsma&szlig;nahmen, die die Bundesregierung durch die Bundeswehr im Irak unbedingt durchf&uuml;hren und fortf&uuml;hren wollen, wohl auf massiven Druck der USA erfolgen.<\/p><p><strong>Das &bdquo;Status of Forces Agreement (SOFA)&ldquo; zwischen den USA und Irak: &bdquo;kein bequemes SOFA&ldquo;<\/strong><\/p><p>Die Basis der US-amerikanischen Truppenpr&auml;senz im Irak sei im letzten Jahrzehnt der SOFA-Vertrag gewesen, schreibt Telepolis [<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>]. SOFA bedeutet &bdquo;Status of Forces Agreement&ldquo;. Da dieser Vertrag nicht weiter verl&auml;ngert worden war, h&auml;nge die Pr&auml;senz von der Einwilligung der irakischen Regierung ab. Schon die Verhandlungen um den SOFA-Vertrag im Jahr 2008 waren h&ouml;chst problematisch, weil die USA ihre Maximal-Forderungen durchpeitschen wollten. In einer hochinteressanten Studie des Hamburger Gigainstituts wurden die Konsequenzen eines Scheiterns des Vertrags eindeutig umrissen [<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]: &bdquo;Ohne g&uuml;ltiges SOFA m&uuml;ssten die US-Truppen im Irak vom 1.1.2009 an jegliche Kampfhandlungen einstellen, in ihre Garnisonen zur&uuml;ckkehren und unverz&uuml;glich aus Irak abziehen.&ldquo;<\/p><p>Es ist sehr die Frage, ob die USA, aber auch Deutschland diese Rechtslage einfach &uuml;bergehen k&ouml;nnen. Vielleicht mithilfe schillernder irakischer Politiker, die sich immer noch an der Spitze halten trotz des Wahlsieges von ganz anderen Kr&auml;ften. Aber sowohl die Westm&auml;chte als auch irakische Politiker, die weiterhin bereit w&auml;ren, mit ihnen zu kollaborieren, m&uuml;ssen inzwischen sehr vorsichtig sein. Massenproteste bis hin zu Aufst&auml;nden k&ouml;nnen wohl jederzeit wieder aufflammen. Deshalb sollte man bei Formulierungen, wie sie al Halbousi jetzt verwendet f&uuml;r die Begr&uuml;ndung von weiteren ausl&auml;ndischen &bdquo;Unterst&uuml;tzungsma&szlig;nahmen&ldquo;, hellh&ouml;rig werden [<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>]:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Al-Halbousi sagte, dass der n&auml;chste Schritt f&uuml;r den Irak darin besteht, sich auf den Austausch von Geheimdiensten, die Bek&auml;mpfung von Aufstandsma&szlig;nahmen und den Wiederaufbau von durch Krieg zerst&ouml;rten Gebieten zu konzentrieren.<\/p>\n<p>&sbquo;Der Irak wird sich mit oder ohne internationale Unterst&uuml;tzung durchsetzen und diese Herausforderungen &uuml;berwinden, aber die Zeit wird viel l&auml;nger sein, wenn wir nicht mit regionalen und internationalen M&auml;chten zusammenarbeiten&lsquo;, sagte er.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Mit der &bdquo;Bek&auml;mpfung von Aufstandsma&szlig;nahmen&ldquo; muss nicht nur der IS gemeint sein, dies gilt auch f&uuml;r den &bdquo;Austausch von Geheimdiensten&ldquo;. Man muss der Bundesregierung und der Bundeswehr jetzt genau auf die Finger sehen und die Friedensbewegung sollte jetzt endlich die Forderung unterst&uuml;tzen, die progressive Kr&auml;fte im Irak erk&auml;mpfen wollen: Abzug aller ausl&auml;ndischen Truppen, f&uuml;r die keine Einladung vorliegt!<\/p><p><strong>Den USA droht, im Irak abgedr&auml;ngt zu werden. Irak sucht die Kooperation mit Syrien und dem Iran und st&uuml;tzt sich auf russische Waffen<\/strong><\/p><p>Seit mindestens eineinhalb Jahren ist im Irak eine starke Tendenz im Gange, die USA aus dem Land herauszudr&auml;ngen, vor allem auf Druck der mit Teheran und Damaskus verbundenen schiitischen Milizen und Parteien sowie der schiitischen Bev&ouml;lkerungsmehrheit. Es laufen Versuche der Ann&auml;herung zwischen Bagdad und Damaskus, sich von den USA zu verabschieden. Ende vergangenes Jahr f&uuml;hrte der Irak Luftangriffe gegen den IS auf syrischem Gebiet. Bei einem Treffen mit Bashar al Assad in Damaskus vereinbarte der damalige irakische Pr&auml;sident Abdul Mahdi eine weitergehende milit&auml;rische Kooperation mit der syrischen Regierung: &bdquo;Sein Land k&ouml;nne am besten mit den Gruppen fertig werden, die in Syrien agierten.&ldquo; [<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>]<\/p><p>Seit etwa 2015 scheint Russland ernst zu machen damit, die Rolle der USA im Nahen Osten einzud&auml;mmen. Das zeigt sich wohl auch in einer zunehmenden Milit&auml;rkooperation des Irak mit Russland. Den gr&ouml;&szlig;ten Teil der irakischen Waffenbest&auml;nde machen russische beziehungsweise sowjetische Produkte aus. Die wirtschaftlichen und politischen Verflechtungen des Irak mit dem Iran sind gro&szlig;. Der Irak kann nicht auf Energielieferungen aus dem Iran verzichten, auch wenn er damit gegen die US-Sanktionen gegen den Iran verst&ouml;&szlig;t. Noch jahrelang braucht der Irak iranisches Gas, um Strom zu produzieren. Auch bei der Wasserversorgung ist der Irak teilweise vom Iran abh&auml;ngig, ebenso bei der Versorgung mit billigen Lebensmitteln. [<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>] Auch politisch will der Irak nicht Teil des Sanktionsregimes der USA gegen den Iran sein.<\/p><p><strong>Die Bundesregierung versucht mit Hilfe des irakischen Ministerpr&auml;sidenten, die Bundeswehr im Irak als &bdquo;hochwillkommen&ldquo; darzustellen<\/strong><\/p><p>Nachdem im Februar der irakische Parlamentspr&auml;sident Mohammed al-Halbousi ins deutsche Verteidigungsministerium in Berlin gebeten wurde und auch eine Unterredung mit dem deutschen Au&szlig;enminister hatte, kam Ende April der irakische Ministerpr&auml;sident nach Berlin. Adel Abdul-Mahdi wurde am 30. April im Bundeskanzleramt mit milit&auml;rischen Ehren begr&uuml;&szlig;t. Auch bei dieser Gelegenheit wurde regierungs&ouml;ffentlich vermieden, die fehlende f&ouml;rmliche Einladung der irakischen Regierung an die Bundeswehr zur Fortsetzung ihres Einsatzes zu thematisieren. Im Vorfeld hie&szlig; es lediglich [<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>]: &bdquo;Im Mittelpunkt der Unterredung im Rahmen eines Arbeitsessens werden bilaterale sicherheitspolitische sowie au&szlig;enpolitische Themen stehen.&ldquo; <\/p><p>Tats&auml;chlich propagierte die Bundeskanzlerin laut Mitteilung des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung auf der anschlie&szlig;enden Pressekonferenz die uneingeschr&auml;nkte Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes [<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>]: &bdquo;Merkel betonte, man wolle dem Irak beim friedlichen Aufbau des Landes zur Seite stehen. So werde Deutschland seine Unterst&uuml;tzung bei der Ausbildung irakischer Sicherheitskr&auml;fte fortsetzen. Ziel des Bundeswehr-Einsatzes ist es, die irakischen Streitkr&auml;fte dazu zu bef&auml;higen, ihrer Verantwortung f&uuml;r die Sicherheit des Landes zuk&uuml;nftig umfassend gerecht werden zu k&ouml;nnen. Der Irak sei in eine komplizierte Nachbarschaft eingebunden. Deshalb sch&auml;tze die Bundesregierung sehr das Bem&uuml;hen des Ministerpr&auml;sidenten f&uuml;r ein friedliches Miteinander in der Region, sagte Merkel weiter.&ldquo; <\/p><p>Ein genauerer Blick auf den eigentlichen Wortlaut der Pressekonferenz am 30. April im Anschluss an die Unterredung der irakischen Delegation mit der Bundesregierung ist trotz aller Formeln aufschlussreich [<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>]. So lautet die Formel der Bundeskanzlerin f&uuml;r den Einsatz deutschen Milit&auml;rs im Irak, dass man sich &bdquo;weiter dem friedlichen Aufbau des Irak verpflichtet f&uuml;hle(n)&ldquo;. Diese Formel friedlicher Aufbau des Irak mu&szlig; man kennen und wissen, was damit gemeint ist. Angela Merkel wurde aber noch etwas konkreter. Sie behauptete, dass der Irak ein Interesse an einer Fortsetzung des Ausbildungseinsatzes der Bundeswehr habe:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Wir haben dar&uuml;ber gesprochen, dass wir nicht nur wirtschaftlich enger zusammenarbeiten, sondern auch versuchen, insgesamt ein friedliches Umfeld zu schaffen. Ich darf Ihnen versichern, dass wir uns weiter dem friedlichen Aufbau des Irak verpflichtet f&uuml;hlen und wir Ihrer Regierung alles, alles Gute w&uuml;nschen.<\/p>\n<p>Ich habe auch mit Freude zur Kenntnis genommen, dass der Irak weiter daran interessiert ist, dass wir bei der Ausbildung der Sicherheitskr&auml;fte helfen. Deutschland wird alles tun, was in seinen M&ouml;glichkeiten steht, um hierbei ein guter Partner zu sein, der das Wohl des irakischen Volkes im Sinn hat.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Ministerpr&auml;sident Abdul-Mahdi schien das zu best&auml;tigen und sprach sogar von weitergehenden sicherheitspolitischen, milit&auml;rischen Vorschl&auml;gen der Bundeskanzlerin, ohne diese zu konkretisieren. Er k&uuml;ndigte aber eine praktische Umsetzung dieser Vorschl&auml;ge in der n&auml;chsten Zeit an:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Nat&uuml;rlich w&uuml;nschen wir uns von Deutschland ein Fortschreiten dieser Unterst&uuml;tzung und des Austauschs zwischen beiden L&auml;ndern in allen Bereichen, im Sicherheitsbereich, im Wirtschaftsbereich, aber auch in humanit&auml;ren und im kulturellen Bereich. Es ging um eine Reihe von Themen. Wir haben uns darauf geeinigt, in jedem davon den geeigneten Weg zur L&ouml;sung von offenen Fragen zu finden. Wir werden als L&auml;nder zusammenarbeiten, um diese Forderungen und die Ziele zu erreichen. (&hellip;)<\/p>\n<p>Irak k&auml;mpft seit Jahrzehnten darum, seine Unabh&auml;ngigkeit zu verteidigen. Es k&auml;mpft um seine Sicherheit, aber auch um die Sicherheit der Region und die Sicherheit der gesamten Welt. Das ist mittlerweile, glaube ich, allen klar. Die Frau Bundeskanzlerin ist diesen Vorschl&auml;gen gegen&uuml;ber offen. Sie hat von ihrer Seite sogar zus&auml;tzliche Vorschl&auml;ge und Perspektiven hinzugef&uuml;gt und zeigte einen ernsthaften Willen, all die zuvor genannten Punkte zu vertiefen. Ich glaube, dass wir in n&auml;chster Zeit tats&auml;chlich auch die praktische Umsetzung und nicht nur theoretische Vorlage dieser Punkte erleben werden.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>In einer weiteren Bemerkung hielt Merkel noch einmal fest, dass ihr der irakische Ministerpr&auml;sident &bdquo;versichert&ldquo; habe, dass der weitere Einsatz der Bundeswehr &bdquo;hochwillkommen&ldquo; sei:<\/p><blockquote><p>&bdquo;BK&rsquo;in Merkel: Wir haben ja drei Sorten von Beziehungen. Die einen sind die Sicherheitsbeziehungen. Da hat mir der Premierminister noch einmal versichert, dass das, was er auch unserem Bundesau&szlig;enminister gesagt hat, n&auml;mlich, dass wir den Irak bei der Ausbildung der Sicherheitskr&auml;fte weiter unterst&uuml;tzen wollen, hochwillkommen f&uuml;r den Irak ist.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Damit zog die Kanzlerin auch noch den Au&szlig;enminister mit heran, dem der irakische Premier ebenfalls versichert habe, die Bundeswehr sei hochwillkommen. Man ahnt, wie die Bundesregierung die Fortsetzung des Mandats im Irak retten will. <\/p><p>Solche Redensarten von Merkel und Abdul-Mahdi k&ouml;nnen aber nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass es bis jetzt weder eine f&ouml;rmliche Bitte f&uuml;r ein milit&auml;risches Engagement der Bundeswehr im Irak gibt noch einen Vertrag. Was sich abzeichnet, ist ein Komplott zwischen Vertretern beider Regierungen, ein f&ouml;rmliches Ersuchen um milit&auml;rischen Beistand im Irak und einen Stationierungsvertrag zu umgehen und in dieser Frage &ndash; auf unterschiedliche Weise &ndash; sowohl das deutsche wie das irakische Parlament auszuschalten.<\/p><p><strong>Der Berater des Pr&auml;sidenten Saleh schl&auml;gt vor, in der Frage einer Entscheidung &uuml;ber die ausl&auml;ndische Milit&auml;rpr&auml;senz das Parlament auszuschalten<\/strong><\/p><p>In der Ausgabe von Al Monitor vom 21. M&auml;rz lautet ein Titel: &bdquo;W&auml;hrend die USA Pl&auml;ne zum Abbau der Truppen andeuten, spalten sich die irakischen Abgeordneten dar&uuml;ber, was als n&auml;chstes kommt&ldquo; [<a href=\"#foot_27\" name=\"note_27\">27<\/a>]. Im Artikel Summary hei&szlig;t es ziemlich deutlich: &bdquo;Es ist unwahrscheinlich, dass US-Truppen im Irak das Land aufgrund der langfristigen Pl&auml;ne der USA verlassen werden, und die scharfen Meinungsverschiedenheiten zwischen irakischen Politikern hinsichtlich der Pr&auml;senz ausl&auml;ndischer Streitkr&auml;fte im Land halten an.&ldquo;<\/p><p>Im Artikel des Al Monitor wird ausgef&uuml;hrt, dass die Kommandeure der irakischen Armee zu einem weiteren Einsatz der USA im Irak stehen w&uuml;rden. Auch der Ministerpr&auml;sident Adel Abdul Mahdi, der gleichzeitig Oberbefehlshaber der Streitkr&auml;fte seines Landes ist, habe die USA im M&auml;rz gebeten, den Irak weiterhin bei der Bek&auml;mpfung des IS zu unterst&uuml;tzen. Die irakischen Regierungspolitiker seien sich bewusst, dass die F&auml;higkeiten ihrer Truppen, ihres Geheimdienstes und ihrer Luftwaffe weiterhin Verst&auml;rkung durch die USA brauchen. Laut Al Monitor habe sich der &bdquo;L&auml;rm&ldquo; um ein Gesetz, das bald in Kraft treten soll, um die US-Truppen zum Abzug zu zwingen, zwischenzeitlich gelegt. Eher ironisch hei&szlig;t es, dass das Schweigen zu diesem Thema auch darauf beruhte, weil sich das Parlament in einer Pause befand und die Parlamentarier zus&auml;tzlich mit dem Besuch des iranischen Pr&auml;sidenten Hassan Rouhani besch&auml;ftigt waren. Allerdings sei auch auf den vorangegangenen vier Sitzungen des Parlaments die Truppenangelegenheit nicht auf der Tagesordnung gewesen.<\/p><p>Der Autor des Artikels im Al Monitor ist Farhad Alaaldin, der politische Berater des jetzigen irakischen Pr&auml;sidenten Barham Saleh &ndash; also eines Kurden &ndash; und auch seines Vorg&auml;ngers Fuad Masum von 2014 &ndash; 2018. Au&szlig;erdem war Alaaldin Stabschef und Berater der kurdischen Regionalregierung. Farhad Alaaldin macht in diesem Artikel ziemlich deutlich, in welche Richtung er den Pr&auml;sidenten ber&auml;t. Er baut weiterhin auf die US-Milit&auml;rpr&auml;senz, w&uuml;rde die Ausweisung des US-Milit&auml;rs als eine Gefahr f&uuml;r das Land betrachten und pl&auml;diert deswegen f&uuml;r eine Entmachtung des Parlaments in dieser Frage. &Uuml;ber den Abzug der Truppen und den Zeitplan k&ouml;nne nur die Regierung entscheiden. Farhad Alaaldin [<a href=\"#foot_28\" name=\"note_28\">28<\/a>]:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Sowohl der parlamentarische Block Sairoon als auch die Fatah haben an Gesetzesentw&uuml;rfen gearbeitet, um die Pr&auml;senz ausl&auml;ndischer Truppen auf irakischem Boden zu regulieren und m&ouml;glicherweise zu verhindern. Die Gesetzgeber der beiden Bl&ouml;cke sind sich jedoch nicht sicher, welche Vorgehensweise in Bezug auf die Anwesenheit ausl&auml;ndischer Truppen richtig ist, und es scheint, dass die Bl&ouml;cke in drei Gruppen mit unterschiedlichen Ans&auml;tzen unterteilt sind. Die erste Gruppe m&ouml;chte alle ausl&auml;ndischen Truppen nach einem von der Regierung festgelegten Zeitplan entfernen. Die zweite Gruppe will den US-Truppen eine Frist von zwei Jahren einr&auml;umen, um ihre Truppen herauszuholen. Die dritte Gruppe m&ouml;chte, dass die Anzahl der US-amerikanischen und anderer ausl&auml;ndischer Truppen reduziert wird, und im Zuge dessen eine Reduzierung von Kampfeins&auml;tzen ausl&auml;ndischer Truppen. Dies w&uuml;rde ausl&auml;ndische Truppen auf logistische Unterst&uuml;tzung, Training und Aufkl&auml;rung beschr&auml;nken, die alle vom Oberbefehlshaber der Streitkr&auml;fte, dem Premierminister, reguliert und verwaltet werden. <\/p>\n<p>Der dritte Ansatz entspricht in etwa dem, was Dunford dem Kongress in Bezug auf die Reduzierung der US-Truppen gesagt hat. Es k&ouml;nnte etwas sein, was die irakische Regierung mit den f&uuml;hrenden Politikern des Irak ausarbeiten kann. Dieser neue Ansatz entspricht der Gesetzeslage sowohl im Irak als in den Vereinigten Staaten. Einerseits erh&auml;lt der Irak weiterhin die n&ouml;tige Unterst&uuml;tzung durch die internationale Koalition und beruhigt gleichzeitig die &Auml;ngste derjenigen, die vermuten, dass ausl&auml;ndische Milit&auml;rbasen auf lange Zeit etabliert werden oder dass irakischer Boden f&uuml;r Angriffe auf benachbarte L&auml;nder benutzt wird. <\/p>\n<p>Trotz der Tatsache, dass die Fraktionen unterschiedliche Auffassungen zum Thema ausl&auml;ndische Truppen haben und so divergente Ans&auml;tze verfolgen, besteht eine unausgesprochene &Uuml;bereinstimmung zwischen ihnen, dass die Regierung das einzige legitime Organ ist, das &uuml;ber die Anwesenheit von ausl&auml;ndischen Truppen entscheiden kann. Einige von ihnen glauben auch, dass das Parlament keine Gesetze durchsetzen sollte, die eine Gefahr f&uuml;r das Land darstellen k&ouml;nnen. Aus diesem Grund wird erwartet, dass die Entscheidung &uuml;ber den Abzug der Truppen oder des Zeitplans bei der Regierung liegt, die Parlamentsfraktionen jedoch vollst&auml;ndig &uuml;ber die Absicht der Regierung in dieser Angelegenheit informiert werden.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Alaaldin behauptet, der dritte Ansatz entspreche dem, was Dunford dem US-Kongress in Bezug auf die Reduzierung der US-Truppen im Irak gesagt hat. General Joseph Francis Dunford Jr. ist der Chef des vereinigten Generalstabs und damit der rangh&ouml;chste Milit&auml;r der US-Streitkr&auml;fte, der direkt dem Nationalen Sicherheitsrat, dem Verteidigungsminister und dem Pr&auml;sidenten berichtet. General Dunford sagte vor dem US-Kongress Mitte M&auml;rz, dass die Vereinigten Staaten und der Irak neue Verhandlungen &uuml;ber den Status der US-Truppen im Land anstreben m&uuml;ssten. Die US-Streitkr&auml;fte h&auml;tten derzeit ihre Befugnis durch die 2001 Authorization for Use of Military Force (AUFM )(Erm&auml;chtigung zur Anwendung milit&auml;rischer Gewalt von 2001), die die Bek&auml;mpfung des Terrorismus abdeckt, und der Forderung Bagdads nach Unterst&uuml;tzung der USA gegen den IS im Jahr 2014. [<a href=\"#foot_29\" name=\"note_29\">29<\/a>] <\/p><p>Dunford bezieht sich also auf Rechtslagen, die schon lange nicht mehr gelten oder &ndash; wie die AUFM &ndash; ein US-Gesetz sind, das v&ouml;lkerrechtlich ung&uuml;ltig ist und eine reine Selbsterm&auml;chtigung der USA darstellt. Es ist schon bezeichnend, dass der rangh&ouml;chste US-Milit&auml;r das von Pr&auml;sident Bush im Jahr 2008 unterzeichnete SOFA-Abkommen zwischen Irak und USA &ndash; U.S.&ndash;Iraq Status of Forces Agreement &ndash; einfach ausklammert [<a href=\"#foot_30\" name=\"note_30\">30<\/a>]. Ebenso bezeichnend ist, dass der Berater des irakischen Pr&auml;sidenten sich ohne Wenn und Aber auf diese Argumentation von Dunford st&uuml;tzt.<\/p><p><strong>Ein neues SOFA wird im Geheimen verhandelt<\/strong><\/p><p>Dabei war das U.S.&ndash;Iraq Status of  Forces Agreement damals stark umstritten und wurde von Oppositionskr&auml;ften im Irak, zum Beispiel von al Sadr, kritisiert als Verl&auml;ngerung und Rechtfertigung der Besatzung des Irak. Was aber jetzt wirklich dem Fass den Boden aushaut, ist eine Information des Arab Center Washington DC. Danach werden seit 2017 zwischen Washington und Bagdad Verhandlungen um ein neues Status-of-Forces-Abkommen (SOFA) gef&uuml;hrt. &Uuml;ber diese Verhandlungen wird &ouml;ffentlich nicht gesprochen und es ist mehr zuf&auml;llig, dass wir bei unseren Recherchen darauf gesto&szlig;en sind [<a href=\"#foot_31\" name=\"note_31\">31<\/a>]. <\/p><p>Die Formeln f&uuml;r eine erneute oder fortw&auml;hrende Milit&auml;rpr&auml;senz im Irak lauten: das Land nach der ISIL-Niederlage zu stabilisieren und die irakische Armee weiter auszubilden. Der Oberbegriff f&uuml;r das andauernde milit&auml;rische Engagement der Westm&auml;chte im Irak lautet &ndash; und das sollte man sich auch f&uuml;r die bundesdeutsche Diskussion, auch in der Friedensbewegung merken &ndash; beim Wiederaufbau des Irak zu helfen.<\/p><p>Es war im August 2017, also bald vor zwei Jahren, als der Analyst vom Arab Center Washington DC empfahl, die sogenannte &bdquo;Beratungs- und Schulungsmission&ldquo; der US-Streitkr&auml;fte im Irak unbedingt zu befristen, um jegliche Vorstellung von einer neuen Besatzung im irakischen Volk zu zerstreuen [<a href=\"#foot_32\" name=\"note_32\">32<\/a>]:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Vereinigten Staaten sollten gegen&uuml;ber der irakischen Regierung und den irakischen B&uuml;rgern deutlich betonen, dass ihre Beratungs- und Schulungsmission begrenzt ist und nicht langfristig sein wird. Die irakische Regierung sollte diese Mission und ihre Dauer auch dem irakischen Volk erkl&auml;ren, um jegliche Vorstellung von einer neuen Besetzung zu zerstreuen. Sobald die amerikanischen und irakischen Beh&ouml;rden der Meinung sind, dass die irakische Nationalarmee auf eigene Faust kompetent operieren kann, sollte die US-amerikanische milit&auml;rische Trainingsmission zur&uuml;ckgezogen werden. Was die irakische Bev&ouml;lkerung jetzt unbedingt will, ist die Wiederherstellung der Normalit&auml;t, was den Wiederaufbau der stark besch&auml;digten St&auml;dte und die R&uuml;ckkehr der Binnenvertriebenen in ihre Heimat bedeuten w&uuml;rde. Wenn die Vereinigten Staaten in diesen Angelegenheiten als hilfreich angesehen werden, k&ouml;nnte dies einen gro&szlig;en Beitrag zur Verbesserung ihres Ansehens im Land und zur Unterst&uuml;tzung der &ouml;ffentlichen Unterst&uuml;tzung der Abadi-Regierung leisten, einem wichtigen Verb&uuml;ndeten der USA. All dies erfordert jedoch einen erheblichen Einsatz finanzieller Mittel, und es ist unklar, ob Trump und der von den Republikanern gef&uuml;hrte Kongress bereit sind, im Irak massiv zu investieren.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Nun &ndash; Abadi wurde mit den Parlamentswahlen bereits davongejagt. Aber den USA geht es weniger um ihr Ansehen im Irak oder bei der irakischen Bev&ouml;lkerung, sondern um die Eind&auml;mmung des Iran mit aller Gewalt. Meral Cicek, die Vorsitzende des kurdischen Frauen-Informationszentrums aus der nordirakisch-kurdischen Stadt Suleymania, brachte nach den Wahlen im Irak im Interview im Juni 2018 die ganze unvorstellbare Aggression der US-gef&uuml;hrten Koalition auf den Punkt [<a href=\"#foot_33\" name=\"note_33\">33<\/a>]:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Regierungsbildung ist noch nicht abgeschlossen, es ist keineswegs sicher, das Sadr wirklich eine Koalition bilden kann. Es ist wichtig, die Wahlen in einem breiteren Kontext zu sehen. Wir befinden uns in einer Phase, die wir als &sbquo;Dritten Weltkrieg&lsquo; sehen. Es ist davon auszugehen, dass innerhalb dieses Krieges der Irak in n&auml;chster Zeit erneut an Bedeutung gewinnen wird &ndash; politisch wie milit&auml;risch. <\/p>\n<p>Eine Intervention gegen den Iran wird immer wahrscheinlicher &ndash; welche Form die auch immer annehmen mag. Und dieser Versuch, den wachsenden Einfluss des Iran im Mittleren Osten zur&uuml;ckzudr&auml;ngen, wird sich vor allem auf Syrien und den Irak konzentrieren. Die meisten westlichen imperialistischen M&auml;chte &ndash; auch Deutschland &ndash; haben bereits begonnen, sich im Irak aufzustellen. Nicht nur politisch, auch milit&auml;risch.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Die Opposition im Bundestag und die Friedensbewegung m&uuml;ssen jetzt auf jeden Fall gegen&uuml;ber der Bundesregierung auf einer Erkl&auml;rung bestehen: Nachdem der Stichtag der 30. April war und keine Einladung des Irak f&uuml;r die Bundeswehr vorliegt, ist das Mandat im Oktober beendet.<\/p><p>Dieser Text ist der dritte Teil einer Serie: In den beiden vorangegangenen Teilen dieser Artikelfolge wurden die Waffenlieferungen durch die Bundesregierung in das Kriegsgebiet im Norden des Irak thematisiert sowie die Beteiligung Deutschlands an der verbrecherischen Milit&auml;rintervention im Namen der Bek&auml;mpfung des &bdquo;Terrors&ldquo;. Die ganze Artikelfolge ist <a href=\"http:\/\/www.forumaugsburg.de\/s_3themen\/Irak\/index.htm\">hier zu finden<\/a>.<\/p><p>Titelbild: zef art\/shutterstock.com<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] &bdquo;German Official Invites Halbousi to Visit Berlin &ndash; Iraq News &ndash; Local News&ldquo;. Baghdadpost, 23. Januar 2019. <a href=\"https:\/\/www.thebaghdadpost.com\/EN\/Story\/35503\/German-official-invites-Halbousi-to-visit-Berlin\">https:\/\/www.thebaghdadpost.com\/EN\/Story\/35503\/German-official-invites-Halbousi-to-visit-Berlin<\/a> .<br>\n[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] &bdquo;Parlamentspr&auml;sident der Republik Irak zu Gast im Verteidigungsministerium&ldquo;. Bundesministerium der Verteidigung, 18. Februar 2019. <a href=\"https:\/\/www.bmvg.de\/de\/presse\/alle-pressetermine\/parlamentspraesident-der-republik-irak-zu-gast-32538\">https:\/\/www.bmvg.de\/de\/presse\/alle-pressetermine\/parlamentspraesident-der-republik-irak-zu-gast-32538<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Heiko Maas. &bdquo;Au&szlig;enminister Maas trifft den irakischen Parlamentspr&auml;sidenten Mohammed al-Halbousi, Pressemitteilung&ldquo;. Ausw&auml;rtiges Amt, 19. Februar 2019. <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/maas-al-habousi\/2190832\">https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/maas-al-habousi\/2190832<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] &bdquo;Iraqi Official: US Support Vital to Lasting IS Defeat&ldquo;. Voice of America VOA, 2. April 2019. <a href=\"https:\/\/www.voanews.com\/a\/iraqi-parliament-speaker-says-us-support-needed-for-lasting-defeat-of-is-\/4859698.html\">https:\/\/www.voanews.com\/a\/iraqi-parliament-speaker-says-us-support-needed-for-lasting-defeat-of-is-\/4859698.html<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] &bdquo;Iraqi President Says Trump Did Not Ask Permission to &sbquo;Watch Iran&lsquo;&ldquo;. Reuters, 4. Februar 2019. <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/article\/us-usa-iran-iraq-idUSKCN1PT0E4\">https:\/\/www.reuters.com\/article\/us-usa-iran-iraq-idUSKCN1PT0E4<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Karin Leukefeld. &bdquo;Einigung in Bagdad&ldquo;. junge Welt, 5. Oktober 2018.<br>\n[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Iraqi Official: US Support Vital to Lasting IS Defeat &hellip; a. a. O.<br>\n[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Sattar, Omar. &bdquo;Draft Law to Pull Foreign Troops out of Iraq Inching toward Parliament&ldquo;. Al-Monitor, 19. Januar 2019. <a href=\"https:\/\/www.al-monitor.com\/pulse\/originals\/2019\/01\/iraq-us-troops-pmu-shiite-militias.html\">https:\/\/www.al-monitor.com\/pulse\/originals\/2019\/01\/iraq-us-troops-pmu-shiite-militias.html<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Ebd.<br>\n[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Birgit Svensson. &bdquo;Parlamentswahlen im Irak: Eine neue Zeitrechnung&ldquo;. Qantara.de &ndash; Dialog mit der islamischen Welt, 18. Mai<br>\n2018. <a href=\"https:\/\/de.qantara.de\/inhalt\/parlamentswahlen-im-irak-eine-neue-zeitrechnung\">https:\/\/de.qantara.de\/inhalt\/parlamentswahlen-im-irak-eine-neue-zeitrechnung<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Ehrhardt, Christoph, und Beirut. &bdquo;Nach Parlamentswahl im Irak: Wahlsieger Sadr wirbt f&uuml;r breites B&uuml;ndnis&ldquo;. Frankfurter<br>\nAllgemeine, 16. Mai 2018, Abschn. Politik. <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/1.5591384\">https:\/\/www.faz.net\/1.5591384<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Birgit Svensson. Parlamentswahlen im Irak &hellip;, a. a. O<br>\n[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Ahmad Majidyar. &bdquo;Iran-Backed Group Says Hashd Al-Shaabi Will Not Merge into Iraq&rsquo;s Security Institutions&ldquo;. Middle East Institute, 12. M&auml;rz 2018. <a href=\"https:\/\/www.mei.edu\/publications\/iran-backed-group-says-hashd-al-shaabi-will-not-merge-iraqs-%20security-institutions\">https:\/\/www.mei.edu\/publications\/iran-backed-group-says-hashd-al-shaabi-will-not-merge-iraqs-security-institutions<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Ahmad Majidyar. &bdquo;Iran&rsquo;s Iraqi Militia Allies Eye next Elections to Consolidate Gains, Expel US&ldquo;. Middle East Institute, 20. M&auml;rz 2018. <a href=\"https:\/\/www.mei.edu\/publications\/irans-iraqi-militia-allies-eye-next-elections-consolidate-gains-expel-us\">https:\/\/www.mei.edu\/publications\/irans-iraqi-militia-allies-eye-next-elections-consolidate-gains-expel-us<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Carlo Mu&ntilde;oz, und Dan Boylan. &bdquo;Donald Trump Faces Iraq SOFA after ISIS Defeat&ldquo;. The Washington Times, 16. Mai 2017. <a href=\"https:\/\/www.washingtontimes.com\/news\/2017\/may\/16\/donald-trump-faces-iraq-sofa-after-isis-defeat\/\">https:\/\/www.washingtontimes.com\/news\/2017\/may\/16\/donald-trump-faces-iraq-sofa-after-isis-defeat\/<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Ebd.<br>\n[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Ebd.<br>\n[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Reuters, 7. Februar 2018. <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/article\/us-usa-trump-nato-iraq-exclusive-idUSKBN1FR1BB\">https:\/\/www.reuters.com\/article\/us-usa-trump-nato-iraq-exclusive-idUSKBN1FR1BB<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Pany, Thomas. &bdquo;Trump: US-Truppen sollen im Irak bleiben&ldquo;. Telepolis, 4. Februar 2019. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Trump-US-Truppen-sollen-im-Irak-bleiben-4297470.html\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Trump-US-Truppen-sollen-im-Irak-bleiben-4297470.html<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Henner F&uuml;rtig. &bdquo;Das &sbquo;Status of Forces Agreement&lsquo; zwischen den USA und Irak: kein bequemes SOFA, GIGA Focus German Institute of Global and Area Studies, Institut f&uuml;r Nahost-Studien, 10\/2008&ldquo;. GIGA Hamburg, 2008. <a href=\"https:\/\/www.giga-hamburg.de\/de\/system\/files\/publications\/gf_nahost_0810.pdf\">https:\/\/www.giga-hamburg.de\/de\/system\/files\/publications\/gf_nahost_0810.pdf<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] &bdquo;Iraqi Official: US Support Vital to Lasting IS Defeat&ldquo;. Voice of America VOA, 2. April 2019. <a href=\"https:\/\/www.voanews.com\/a\/iraqi-parliament-speaker-says-us-support-needed-for-lasting-defeat-of-is-\/4859698.html\">https:\/\/www.voanews.com\/a\/iraqi-parliament-speaker-says-us-support-needed-for-lasting-defeat-of-is-\/4859698.html<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] Deutsche Welle. &bdquo;Irak will gr&ouml;&szlig;ere Rolle nach US-Truppenabzug&ldquo;. DW.COM, 30. Dezember 2018. <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/irak-will-gr%C3%B6%C3%9Fere-rolle-nach-us-truppenabzug\/a-46902893\">https:\/\/www.dw.com\/de\/irak-will-gr%C3%B6%C3%9Fere-rolle-nach-us-truppenabzug\/a-46902893<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] N&auml;heres hierzu bei: Pany, Thomas. &bdquo;Irak und die Iran-Sanktionen: Der n&auml;chste Fehler der Nahostpolitik der USA?&ldquo; Telepolis, 16. August 2018. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Irak-und-die-Iran-Sanktionen-Der-naechste-Fehler-der-Nahostpolitik-der-USA-4140162.html\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Irak-und-die-Iran-Sanktionen-Der-naechste-Fehler-der-Nahostpolitik-der-USA-4140162.html<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] &bdquo;Mitteilung des Sprechers der Bundesregierung: Bundeskanzlerin Merkel empf&auml;ngt den Ministerpr&auml;sidenten der Republik Irak, Adel Abdul-Mahdi&ldquo;. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA), 26. April 2019. <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/bundeskanzlerin-merkel-empfaengt-den-ministerpraesidenten-der-republik-irak-adel-abdul-mahdi-1603322\">https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/bundeskanzlerin-merkel-empfaengt-den-ministerpraesidenten-der-republik-irak-adel-abdul-mahdi-1603322<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] &bdquo;Merkel: Irak beim Wiederaufbau zur Seite stehen, Pressemitteilung der Bundesregierung&ldquo;. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA), 30. April 2019. <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/suche\/merkel-irak-beim-wiederaufbau-zur-seite-stehen-1604238\">https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/suche\/merkel-irak-beim-wiederaufbau-zur-seite-stehen-1604238<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] &bdquo;Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und dem Ministerpr&auml;sidenten der Republik Irak, Adel Abdul-Mahdi in Berlin, Mitschrift des Wortlauts&ldquo;. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA), 30. April 2019. <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/suche\/pressekonferenz-von-bundeskanzlerin-merkel-und-dem-ministerpraesidenten-der-republik-irak-adel-abdul-mahdi-1604468\">https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/suche\/pressekonferenz-von-bundeskanzlerin-merkel-und-dem-ministerpraesidenten-der-republik-irak-adel-abdul-mahdi-1604468<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_27\" name=\"foot_27\">&laquo;27<\/a>] Alaaldin, Farhad. &bdquo;As US Hints at Plans to Reduce Troops, Iraqi MPs Divided on What Comes Next&ldquo;. Al-Monitor, 21. M&auml;rz 2019. <a href=\"https:\/\/www.al-monitor.com\/pulse\/originals\/2019\/03\/iraq-us-troops-isis-congress.html\">https:\/\/www.al-monitor.com\/pulse\/originals\/2019\/03\/iraq-us-troops-isis-congress.html<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_28\" name=\"foot_28\">&laquo;28<\/a>] Ebd. &Uuml;bersetzung P. Feininger<br>\n[<a href=\"#note_29\" name=\"foot_29\">&laquo;29<\/a>] Detsch, Jack. &bdquo;Intel: How the Pentagon Plans to Use Thinned-out US Presence in Iraq&ldquo;. Al-Monitor, 14. M&auml;rz 2019.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.al-monitor.com\/pulse\/originals\/2019\/03\/intel-pentagon-plans-thinned-out-us-presence-iraq.html\">https:\/\/www.al-monitor.com\/pulse\/originals\/2019\/03\/intel-pentagon-plans-thinned-out-us-presence-iraq.html<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_30\" name=\"foot_30\">&laquo;30<\/a>] &bdquo;U.S.&ndash;Iraq Status of Forces Agreement&ldquo;. In Wikipedia, 5. Mai 2019. <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/w\/index.php?title=U.S.%E2%80%93Iraq_Status_of_Forces_Agreement\">https:\/\/en.wikipedia.org\/w\/index.php?title=U.S.%E2%80%93Iraq_Status_of_Forces_Agreement<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_31\" name=\"foot_31\">&laquo;31<\/a>] Gregory Aftandilian. &bdquo;The Realities and Challenges of a New US SOFA with Iraq&ldquo;. Arab Center Washington DC (blog), 15. August 2017. <a href=\"http:\/\/arabcenterdc.org\/policy_analyses\/challenges-sofa-iraq\/\">http:\/\/arabcenterdc.org\/policy_analyses\/challenges-sofa-iraq\/<\/a>.<br>\n[<a href=\"#note_32\" name=\"foot_32\">&laquo;32<\/a>] Ebd.<br>\n[<a href=\"#note_33\" name=\"foot_33\">&laquo;33<\/a>] Meral Cicek, und Peter Schaber. &bdquo;&raquo;Das politische Klima ist vergiftet&laquo;&ldquo;. junge Welt, 2. Juni 2018.<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/8c554b32ee634e59ab1c47593f9f4508\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung will offensichtlich die Umsetzung des Bundestagsbeschlusses unterlaufen, der den Einsatz der Bundeswehr im Irak an eine Zustimmung des Iraks bindet. Die Frist, bis zu der eine Einladung der Bundeswehr durch den Irak vorliegen muss, ist seit dem 30. April abgelaufen. Gro&szlig;e Bev&ouml;lkerungskreise im Irak wollen kein ausl&auml;ndisches Milit&auml;r mehr dulden. Von <strong>Peter Feininger<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":52193,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,188,126,171],"tags":[358,2102,2175,641,951,1202,1584,1564,458,315,2069,1878,466,366,259,1553,1800,2664,1556,1703,626,2474],"class_list":["post-52192","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-bundesregierung","category-erosion-der-demokratie","category-militaereinsaetzekriege","tag-bundeswehr","tag-geostrategie","tag-interventionspolitik","tag-irak","tag-iran","tag-isis","tag-jordanien","tag-krieg-gegen-den-terror","tag-maas-heiko","tag-merkel-angela","tag-militaerstuetzpunkte","tag-naher-osten","tag-nato","tag-obama-barack","tag-russland","tag-syrien","tag-trump-donald","tag-truppenabzug","tag-usa","tag-voelkerrecht","tag-von-der-leyen-ursula","tag-wiederaufbau"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/shutterstock_1401633008.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52192","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=52192"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52192\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52528,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52192\/revisions\/52528"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/52193"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=52192"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=52192"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=52192"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}