{"id":52256,"date":"2019-06-03T08:04:41","date_gmt":"2019-06-03T06:04:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256"},"modified":"2019-06-03T08:04:41","modified_gmt":"2019-06-03T06:04:41","slug":"hinweise-des-tages-3378","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h01\">Nahles-R&uuml;cktritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h02\">Festgemauert in den Phrasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h03\">UNO-Experte: Assange psychologisch gefoltert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h04\">Ein schwieriger Gast &ndash; US-Au&szlig;enminister Pompeo trifft Merkel und Maas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h05\">Die CDU und Rezo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h06\">Schrumpft die Riesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h07\">Der Abschwung der deutschen Wirtschaft ist jetzt real!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h08\">&Uuml;ber Briefkastenfirmen verschleiert: Milliard&auml;rsfamilie kaufte Tausende Berliner Wohnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h09\">B&uuml;rgerentscheid zur Wohnungsgesellschaft eint Osnabr&uuml;cker Fraktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h10\">Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h11\">Klimaschutz als Gesch&auml;ftsmodell: CDU setzt auf Zertifikatehandel und Flugtaxis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h12\">Das CO2-Syndrom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h13\">Auch in Marseille: Hafenarbeiter verweigern die Beladung des saudischen Schiffes Bahri Tabuk mit Waffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h14\">Europa: So haben GewerkschafterInnen gew&auml;hlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h15\">Die Linke in den &ldquo;Zeiten der Monster&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h16\">&Uuml;ber die Illusion eines Politikwechsels<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h17\">Zwei Bundesl&auml;nder machen Lehrer im Sommer arbeitslos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52256#h18\">Rezo-Fallout: &bdquo;Wir brauchen Regeln gegen Desinformation&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nahles-R&uuml;cktritt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nur noch Leere<\/strong><br>\nSchicksalstage f&uuml;r die SPD: Andrea Nahles gibt auf, Partei und Fraktion brauchen eine neue F&uuml;hrung. Und die Zukunft der GroKo ist unsicherer denn je. [&hellip;]<br>\nUnd jetzt? Die Existenzkrise der Partei versch&auml;rft sich &ndash; mit m&ouml;glicherweise gravierenden Folgen f&uuml;r die Gro&szlig;e Koalition. Noch in diesem Jahr k&ouml;nnte die SPD das B&uuml;ndnis mit CDU und CSU k&uuml;ndigen. Der GroKo-Bruch ist am Sonntag jedenfalls deutlich wahrscheinlicher geworden.<br>\nWie geht es mit der SPD weiter? In der Fraktion wurden bereits am Sonntag schnell Entscheidungen getroffen. Der gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Vorstand pl&auml;dierte einstimmig daf&uuml;r, die Wahl des Fraktionsvorsitzenden, die Nahles f&uuml;r Dienstag angesetzt hatte, abzusagen. Ebenfalls einstimmig, so schreibt es Fraktionsmanager Carsten Schneider in einer E-Mail an die SPD-Abgeordneten, habe das Gremium Rolf M&uuml;tzenich gebeten, &ldquo;die Gesch&auml;fte des Fraktionsvorsitzenden bis zu einer Neuwahl kommissarisch zu &uuml;bernehmen&rdquo;. Es komme in dieser schwierigen Zeit f&uuml;r Partei und Fraktion nun darauf an, schreibt Schneider, &ldquo;die n&auml;chsten Schritte besonnen gemeinsam zu besprechen und zu entscheiden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-nach-dem-nahles-schock-nur-noch-leere-a-1270443.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der R&uuml;cktritt war nat&uuml;rlich &uuml;berf&auml;llig und nach der fortgesetzten Negativentwicklung auch folgerichtig. Dennoch ist erstaunlich, dass die Medien &ndash; wie hier repr&auml;sentativ der SPIEGEL &ndash; die gesamte Debatte wieder einmal nur auf die Koalitionsfrage und Personalien einengen. Politik im unpolitischen Raum. Die NachDenkSeiten haben unz&auml;hlige Male klar und pr&auml;zise benannt, welche inhaltlichen Umstellungen zwingend notwendig w&auml;ren, um die Partei vor der drohenden Bedeutungslosigkeit zu bewahren. Wie wichtig das ist, zeigt auch ein Blick auf die aktuellen Umfragen &ndash; denn sowohl Schwarz-Gr&uuml;n als auch Gr&uuml;n-Schwarz sind nun wahrlich keine w&uuml;nschenswerten Alternativen. <\/em><\/p>\n<p><em>Zur Analyse der SPD-Krise lesen Sie bitte Albrecht M&uuml;ller aktuellen Artikel &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52113\">Nachruf auf die SPD &ndash; obwohl es eigentlich leicht w&auml;re, diese alte Partei und ihre Chancen wiederzubeleben<\/a>&ldquo;, in dem zur Vertiefung sechs weitere grundlegende Artikel zur SPD aus dem Fr&uuml;hjahr 2018 beschreiben, die zum Verst&auml;ndnis der aktuellen Debatte unerl&auml;sslich sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Selbstzerst&ouml;rung der SPD<\/strong><br>\nDie SPD untersch&auml;tzt, welch dramatischen Bruch es mit ihrer W&auml;hlerschaft in der Zeit von Rot-Gr&uuml;n gegeben hat. Nie zuvor und nie mehr danach wurde die eigene Klientel so hart abgeh&auml;ngt wie damals. [&hellip;]<br>\nDramatisch auseinandergedriftet sind die verf&uuml;gbaren Einkommen der Leute im Land vor allem: zwischen 1999 und 2005 &ndash; also exakt in jenen sechs Jahren, in denen die SPD erstmals seit Ewigkeiten den Kanzler stellte, zwischen dem Wahlsieg von Rot-Gr&uuml;n Ende 1998 und der Abwahl von Gerhard Schr&ouml;der im Herbst 2005. [&hellip;]<br>\nNur macht es all das erstens f&uuml;r diejenigen auch nicht besser, die nun einmal just zu Zeiten des Sozi-Kanzlers auf die eine oder andere Art zu sp&uuml;ren bekamen, dass sie (relativ) &auml;rmer wurden. [&hellip;]<br>\nSelten ist de facto so viel Geld von unten nach oben verteilt worden wie &ndash; unter Sozi-Kanzler Schr&ouml;der.<br>\nUnd das alles, ohne dass das &ouml;konomische Versprechen eingel&ouml;st wurde, wonach dank der Reformen am Ende alle mehr Einkommen haben. Heute kriegen trotz wirtschaftlicher Erholung viel mehr Leute nur einen Niedriglohn als vor der Agenda-Zeit. Aufstieg durch Verzicht? Von wegen. [&hellip;]<br>\nUnd da reicht es auch nicht mehr, das eine oder andere Br&ouml;tchen daneben zu legen &ndash; und, auf die Sozis &uuml;bertragen, hier und da mal Mindestl&ouml;hne oder Basisrenten einzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/spd-und-agenda-selbstzerstoerung-dank-gerhard-schroeder-a-1270001.html\">Thomas Fricke auf SPON<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Festgemauert in den Phrasen<\/strong><br>\nJust an dem Dezember-Wochenende, an dem Angela Merkel sich selbst zur lame duck machen und als Parteivorsitzende nicht wiederw&auml;hlen lie&szlig;, kam von der Harvard University die Auskunft, dass man von ihr die Commencement Speech 2019, die Hauptrede auf der Graduierten-Abschlussfeier, haben wolle. Das Zusammentreffen war sicherlich Zufall; viele bedeutende Politiker heimsen ihre Ehrungen erst gegen Ende ihrer Amtszeit ein. Die Homepages der Universit&auml;t gingen seither gewaltig aus dem Leim vor lauter Lobreden auf die Bundeskanzlerin. Man kennt, sp&auml;testens nach Trumps Wahl, die Zuschreibungen: F&uuml;hrerin Europas, wenn nicht gleich der ganzen freien Welt. Nun kann man einen Ehrengast vorher nicht mit Dreck bewerfen; und man wei&szlig;, dass die Amerikaner gerne mal &uuml;bertreiben. Aber ein paar Nummern kleiner h&auml;tten es auch getan.<br>\nAn diesem Himmelfahrtstag beging man die 368. Abschlussfeier; die Liste der Vorredner ist extrem lang, darunter drei Bundeskanzler (Adenauer, Schmidt, Kohl) und ein Bundespr&auml;sident (von Weizs&auml;cker). Sie werden unterschiedlichen rhetorischen Glanz verbreitet haben, genauso wie die Einheimischen, die hier auch schon sprachen, unter anderen Steven Spielberg, Oprah Winfrey, J.K. Rowling und Mark Zuckerberg. Letztere werden mit Ausdr&uuml;cken wie inspiration, dreams oder make the world a better place geschickter zu jonglieren gewusst haben als jeder deutsche Regierungschef, als der amtierende zumal. Und es passt eben, dass in der Heimat ein unl&auml;ngst wieder ergangener alternativer Nationalhymnenvorschlag wie Brechts &bdquo;Anmut sparet nicht noch M&uuml;he, Leidenschaft nicht noch Verstand&ldquo; wieder im Keim erstickt wurde und man lieber bei der Hausmannskost des Deutschlandliedes bleibt. Anmut nimmt man den Deutschen nicht ab, es gibt gravierendere Makel. (&hellip;)<br>\nSie beginnt auf Englisch mit den obligatorischen Gru&szlig;adressen, der Feststellung, dies sei ein &bdquo;day of joy&ldquo; und dass &bdquo;experiences&ldquo; eine &bdquo;door to a new life&ldquo; sein k&ouml;nnten. Was dann, auf Deutsch und portionsweise gedolmetscht, folgt, ist eine Rede, deren intellektuelles Niveau man nur niederschmetternd nennen kann. Sie sagt nichts eigentlich Falsches, bestimmt nur Gutgemeintes; aber schon, dass sie sich nicht entbl&ouml;det, einem mit Hermann Hesses &bdquo;Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne&ldquo;- Kitsch zu kommen, verhei&szlig;t Schlimmes. (&hellip;)<br>\nSchlie&szlig;lich, und das wurde noch am Abend allenthalben als Zurechtweisung des an diesem ganzen Tag mit keiner Silbe erw&auml;hnten amerikanischen Pr&auml;sidenten bejubelt: Wahrheit d&uuml;rfe nicht L&uuml;ge sein (und umgekehrt), Multi- statt Uni- oder Bilateratismus. Es war im Grunde ihr &bdquo;Wir schaffen das&ldquo;, jetzt auf alles M&ouml;gliche bezogen, sogar auf die Klimapolitik (dass sie selbst zugunsten ihrer geliebten Automobilindustrie ja eher ein Hemmschuh ist: geschenkt). Genug. Es hat keinen Sinn, sich auch nur mit einem einzigen Satz inhaltlich auseinanderzusetzen. Das meiste hat man wirklich schon tausendmal geh&ouml;rt und kann es l&auml;ngst nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/wie-einfallslos-merkels-rede-in-harvard-war-16215400.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Warum braucht es das FAZ-Feuilleton, um die intellektuelle Nullnummer Merkel als Phrasendreschmaschine auseinander zu nehmen? Warum schaffen das die anderen, angeblich linksliberalen Zeitungen nicht, z. B. <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Kolumne-Liebeserklaerung\/!5597170\/\">die taz<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/politik\/international-merkel-grenzt-sich-bei-harvard-rede-scharf-von-trump-ab-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190531-99-451654\">die SZ<\/a>, die die stockkonservative Merkel als angebliche Lichtgestalt zum Himmel emporsteigen lassen? Und dabei hat Reents sich nur mit der intellektuellen Nicht-Substanz von Merkels Rede auseinandergesetzt, nicht einmal mit den inhaltlichen Verdrehungen, ist doch Merkel z. B. eine gro&szlig;e L&uuml;gnerin (wo sie die Wahrheit sagen sollte) und eine, die Fl&uuml;chtlinge am h&auml;rtesten zur&uuml;ckweist, auch wenn das keiner mitbekommen will.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: So wurde Angela Merkel in Harvard gefeiert<\/strong><br>\nBei ihrem Auftritt an der US-Eliteuniversit&auml;t Harvard wird die deutsche Kanzlerin umjubelt wie ein Popstar. Der Grund: ihre versteckten Angriffe auf Pr&auml;sident Donald Trump. Die Rede in Videoausschnitten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/video\/angela-merkel-anti-trump-rede-in-harvard-video-99027484.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Wieder einmal geradezu l&auml;cherliche Meinungsmache. Aber die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; haben nat&uuml;rlich keine politischen Pr&auml;ferenzen. Es zeigt sich dazu, dass das amerikanische Publikum offensichtlich Merkel &uuml;berhaupt nicht versteht. Versteckte Kritik an Trump &hellip;.. Wann hat die Bundesregierung und explizit Merkel jemals, von der Unterst&uuml;tzung des Putschisten Guaid&ograve; &uuml;ber die Sanktionen gegen Russland bis zur Unterst&uuml;tzung der Diktatur in Saudi-Arabien, die Vorgaben des US-Imperiums nicht erf&uuml;llt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>UNO-Experte: Assange psychologisch gefoltert<\/strong><br>\nWikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange ist nach Ansicht eines UNO-Sonderberichterstatters &uuml;ber Jahre hinweg psychologischer Folter ausgesetzt worden. Assange weise alle entsprechenden Symptome auf, &bdquo;dazu geh&ouml;ren extremer Stress, chronische Angst und ein schweres psychologisches Trauma&ldquo;, sagte heute Nils Melzer, Sonderberichterstatter zum Thema Folter. &bdquo;Es ist offensichtlich, dass die Gesundheit von Herrn Assange ernsthaft durch das extrem feindselige und willk&uuml;rliche Umfeld der vergangenen Jahre beeintr&auml;chtigt wurde.&ldquo;<br>\nMelzer hatte Assange am 9. Mai gemeinsam mit Medizinern in einem Gef&auml;ngnis in London besucht. Assange ist in Gro&szlig;britannien wegen Versto&szlig;es gegen Kautionsauflagen zu 50 Wochen Haft verurteilt worden. Er war am 11. April von der britischen Polizei in der Botschaft Ecuadors in London festgenommen worden, nachdem das s&uuml;damerikanische Land das politische Asyl aufgehoben hatte. Assange war 2012 in die diplomatische Vertretung gefl&uuml;chtet. Damals lag gegen ihn ein europ&auml;ischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorw&uuml;rfen in Schweden vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3125200\/\">ORF.at<\/a>\n<p><strong>Dazu: UN expert says &ldquo;collective persecution&rdquo; of Julian Assange must end now<\/strong><br>\nA UN expert who visited Julian Assange in a London prison says he fears his human rights could be seriously violated if he is extradited to the United States and condemned the deliberate and concerted abuse inflicted for years on the Wikileaks co-founder.<br>\n&ldquo;My most urgent concern is that, in the United States, Mr. Assange would be exposed to a real risk of serious violations of his human rights, including his freedom of expression, his right to a fair trial and the prohibition of torture and other cruel, inhuman or degrading treatment or punishment,&rdquo; said Nils Melzer, the UN Special Rapporteur on torture.<br>\n&ldquo;I am particularly alarmed at the recent announcement by the US Department of Justice of 17 new charges against Mr. Assange under the Espionage Act, which currently carry up to 175 years in prison. This may well result in a life sentence without parole, or possibly even the death penalty, if further charges were to be added in the future,&rdquo; said Melzer, who was also following up on earlier concerns for Assange&rsquo;s health.<br>\nAlthough Assange is not held in solitary confinement, the Special Rapporteur said he is gravely concerned that the limited frequency and duration of lawyers&rsquo; visits and his lack of access to case files and documents make it impossible for him to adequately prepare his defence in any of the complex legal proceedings piling up against him.<br>\n&ldquo;Since 2010, when Wikileaks started publishing evidence of war crimes and torture committed by US forces, we have seen a sustained and concerted effort by several States towards getting Mr. Assange extradited to the United States for prosecution, raising serious concern over the criminalisation of investigative journalism in violation of both the US Constitution and international human rights law,&rdquo; Melzer said.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/EN\/NewsEvents\/Pages\/DisplayNews.aspx?NewsID=24665&amp;LangID=E\">United Nations Human Rights<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein schwieriger Gast &ndash; US-Au&szlig;enminister Pompeo trifft Merkel und Maas<\/strong><br>\nJetzt ist es aber so weit, Pompeo holt seine Berlin-Visite nach. Am Vormittag soll er mit Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) bei einer Pressekonferenz auftreten. F&uuml;r 12 Uhr ist ein gemeinsames Statement mit Kanzlerin Angela Merkel geplant.<br>\nDanach ziehen die beiden sich zu einem Gespr&auml;ch zur&uuml;ck. Neben bilateralen Themen d&uuml;rfte Merkel mit Pompeo vor allem &uuml;ber internationale Krisen sprechen &ndash; darunter die wachsenden Spannungen im Nahen Osten. Augenscheinlich sind die Differenzen im Iran-Konflikt. W&auml;hrend Deutschland sich mit anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern um eine Rettung des Abkommens zur Verhinderung einer iranischen Atombombe bem&uuml;ht, sind die USA schon vor einem Jahr ausgestiegen und setzen Teheran &uuml;ber Wirtschaftssanktionen unter Druck. (&hellip;)<br>\nPompeo sagte, Bolton werde in der kommenden Woche den Vereinten Nationen Beweise vorlegen, dass Iran die Angriffe auf die Schiffe durchgef&uuml;hrt habe. &ldquo;Das waren die Bem&uuml;hungen der Iraner, den Preis f&uuml;r Roh&ouml;l weltweit zu erh&ouml;hen&rdquo;, sagte Pompeo.<br>\nDie F&uuml;hrung in Teheran bestreitet das jedoch. &ldquo;Das sind l&auml;cherliche Behauptungen, die wir kategorisch zur&uuml;ckweisen&rdquo;, erkl&auml;rte Au&szlig;enamtssprecher Abbas Mussawi in dieser Woche. Der saudische Staatsminister f&uuml;r Ausw&auml;rtiges, Adel al-Dschubair, wiederum konterte in der BBC, derartige Dementis seien &ldquo;zum Lachen&rdquo;.<br>\nWeitere Themen der Gespr&auml;che von Maas und Merkel mit Pompeo d&uuml;rften Syrien, der Nahostkonflikt zwischen Israel und den Pal&auml;stinensern, Russland und der Ukraine-Konflikt sein. Die USA dr&auml;ngen Berlin, eine m&ouml;gliche Schutzzone in Syrien milit&auml;risch zu unterst&uuml;tzen. Dazu k&ouml;nnte nach SPIEGEL-Informationen die Bundeswehrmission in Jordanien verl&auml;ngert werden. Doch das ist heikel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/mike-pompeo-in-berlin-angela-merkel-spricht-mit-us-aussenminister-ueber-iran-konflikt-a-1270112.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dass Deutschland und die USA in der Iran-Frage nicht an einem Strang ziehen, kann bezweifelt werden. Deutsche Firmen haben ihre Gesch&auml;fte im und mit Iran weitestgehend eingestellt. Der Druck der USA wirkt also und die deutsche Bundesregierung ist faktisch eingeknickt. Wirkungsvolle Gegenma&szlig;nahmen seitens Deutschland und der EU gibt es nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn Deutschland demn&auml;chst eine Schutzzone in Syrien unterst&uuml;tzen sollte, w&auml;re das f&uuml;r die Bundeswehr nicht lediglich heikel, sondern k&ouml;nnte v&ouml;lkerrechtswidrig sein. Lediglich die russische Armee befindet sich in Einklang mit dem V&ouml;lkerrecht in Syrien, weil die Regierung Russland um Hilfe gebeten hat.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu bef&uuml;rchten ist, dass US-Au&szlig;enminister Pompeo seine Gespr&auml;che mit Merkel und Maas daf&uuml;r nutzt, um sie &ldquo;auf Linie&rdquo; zu halten f&uuml;r die offenbar anstehenden geopolitischen Konflikte. Bitte sehen Sie dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52183#h08\">US-Vizepr&auml;sident Pence schw&ouml;rt zuk&uuml;nftige Soldaten auf Krieg mit Russland ein (Video)<\/a>. Wer wie Bundesau&szlig;enminister Maas die USA als &ldquo;eigentliche eine tragende S&auml;ule der internationalen Ordnung&rdquo; bezeichnet, hat wohl im Geschichtsunterricht nicht aufgepa&szlig;t. Jedenfalls ist seine Anbiederei an Washington kaum noch ertr&auml;glich und vermutlich nicht im Interesse der hiesigen Bev&ouml;lkerungsmehrheit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die CDU und Rezo<\/strong><br>\nDie CDU ist verbl&uuml;fft. Es gibt eine sachliche Kritik an ihr, die massenhafte Resonanz findet. Das darf nicht sein. Wo ist die Keule, mit der man den l&auml;stigen Angreifer zum Schweigen bringt?<br>\nDie durchaus sachliche Kritik des Youtubers Rezo ist von der CDU in eine formale Angelegenheit umgewandelt worden, bei der es darum geht, ob ein solcher Angriff von der Meinungsfreiheit gedeckt ist. Dass die CDU die Kritik als Angriff empfindet, ist verst&auml;ndlich, hat sie auf die deutschen Traditionsmedien doch so gro&szlig;en Einfluss, dass ein solcher Angriff eigentlich unm&ouml;glich ist. Die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender m&uuml;ssen per Statut &bdquo;ausgewogen&ldquo; berichten und d&uuml;rften folglich einen solchen Angriff niemals fahren, auch wenn er tausendmal sachlich berechtigt w&auml;re. Und die privaten Medien werden via Herausgeber und Chefredakteure von der CDU so &bdquo;gepflegt&ldquo;, dass es einfach unm&ouml;glich ist, dass &bdquo;70 Zeitungen&ldquo; (so das Beispiel von AKK) dazu aufrufen, die CDU nicht zu w&auml;hlen.<br>\nGleich zu Anfang hatte die CDU tats&auml;chlich den Eindruck erweckt, sachlich gegen die Kritik halten zu wollen. Aber das ist inzwischen untergegangen. Wahrscheinlich hat die Partei erkannt, dass es nichts bringt, sich auf eine sachliche Auseinandersetzung einzulassen, weil dabei nur Zweifel bez&uuml;glich der allumfassenden Kompetenz der Partei auftauchen k&ouml;nnten. (&hellip;)<br>\nErstens, die CDU argumentiert, dass die Verteilungs&auml;nderungen zugunsten der Reichen schon 2005 zu Ende gegangen sind und sich seitdem die Verteilung nicht mehr weiter verschlechtert hat.<br>\n&bdquo;Vorne weg eine Richtigstellung: Die Einkommensungleichheit, d.h. die unterschiedliche Verteilung der Einkommen in Deutschland, ist zwar bis 2005 gestiegen, seitdem aber nicht mehr. Hier von einer sich immer weiter &ouml;ffnenden Schere zu sprechen halten wir daher f&uuml;r unzul&auml;ssig.&ldquo;<br>\nMan fragt sich, was das hei&szlig;en soll, selbst wenn es so stimmte. Warum hat die Ungleichheit bis 2005 (von wann bis 2005, sollte man nat&uuml;rlich wissen) zugenommen? Wenn es daf&uuml;r keine guten Gr&uuml;nde gibt, m&uuml;sste die Politik doch alles daran setzen, daf&uuml;r zu sorgen, dass die Ungleichheit wieder abnimmt. (&hellip;)<br>\nWas man eigentlich mit der Umverteilung zugunsten der Reichen erreichen wollte, ist jedoch die Verbesserung der Investitionst&auml;tigkeit. Wenn, so die Argumentation, die &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo; entlastet werden, leisten sie mehr, was sich letztendlich in mehr und stabilerer Investitionst&auml;tigkeit zeigt. Deswegen hat man ja in den 2000er Jahren zus&auml;tzlich zur Umverteilung &uuml;ber die L&ouml;hne auch eine massive Umverteilung &uuml;ber Steuern zugunsten der h&ouml;heren Einkommen und der Unternehmen durchgesetzt.<br>\nIn Deutschland kann man das ganze Elend der neoliberal-neoklassischen Wirtschaftspolitik mit ihren Umverteilungstr&auml;umen leicht auf einen Punkt bringen.<br>\nDie Abbildung zeigt, was mit der f&uuml;r den zuk&uuml;nftigen Kapitalstock entscheidenden Investitionst&auml;tigkeit der deutschen Unternehmen passiert ist. Hier gibt es keinen langfristigen Durchschnitt, der gehalten wird, sondern es gibt eine Abw&auml;rtsbewegung und zuletzt (seit 2014) ein Niveau, das nur unwesentlich &uuml;ber dem Tiefpunkt von 2013 liegt. Wohlgemerkt, am Ende dessen, was in Deutschland ein Aufschwung oder gar ein Boom genannt wird, ist die Investitionsquote nicht h&ouml;her als am Tiefpunkt der Krise von 2008\/2009.\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190603-hdt-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190603-hdt-02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/05\/die-cdu-und-rezo\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schrumpft die Riesen<\/strong><br>\nDie ungez&auml;hmte Superstar-&Ouml;konomie produziert nur Verlierer. Amazon und Co m&uuml;ssen endlich reguliert werden.<br>\nAmazon steht sinnbildlich f&uuml;r die vier Plattformgiganten, die auch unter der Formel GAFA bekannt sind: Google, Apple, Facebook und Amazon. Das Unternehmen ist der gr&ouml;&szlig;te Plattformh&auml;ndler Europas, sein Umsatz ist doppelt so hoch wie der seiner 20 gr&ouml;&szlig;ten Konkurrenten. W&auml;hrend der Vorstandsvorsitzende 2017 2,16 Millionen US-Dollar pro Stunde verdiente, m&uuml;ssen die Besch&auml;ftigten dankbar sein, wenn sie den gesetzlichen Mindestlohn bekommen, das sind in der EU zwischen 1,42 Euro und 11,27 Euro pro Stunde.<br>\nAmazon erwirtschaftete 2018 einen weltweiten Umsatz in H&ouml;he von rund 210 Milliarden Euro, eine Steigerung um rund 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen besch&auml;ftigt weltweit &uuml;ber 600 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 730 Milliarden Euro ist es eines der weltweit wertvollsten b&ouml;rsennotierten Unternehmen. Der Betriebsgewinn belief sich auf rund 11 Milliarden Euro, dennoch zahlte Amazon zwischen 2003 und 2014 f&uuml;r 75 Prozent seiner EU-Ums&auml;tze durch einen mit den Luxemburger Finanzbeh&ouml;rden vereinbarten Steuervorbescheid keine Steuern. (&hellip;)<br>\nAmazon erwirtschaftet den Umsatz im Wesentlichen &uuml;ber vier Wege: als einer der gr&ouml;&szlig;ten Online-H&auml;ndler, als Betreiber des mit Abstand gr&ouml;&szlig;ten Online-Marktplatzes f&uuml;r Drittanbieter, als einer der gr&ouml;&szlig;ten Anbieter von Webservices und als Lieferant der bestellten Ware. Der Konzern ist bei einzelnen Handelssortimenten so stark, dass unabh&auml;ngige H&auml;ndler auf den Amazon-Marktplatz angewiesen sind, um ihre Kunden zu erreichen. Es gibt Hinweise darauf, dass Amazon diverse Strategien bem&uuml;ht, um durch seine schiere Marktmacht H&auml;ndler aus dem Markt zu dr&auml;ngen, wie die Verdr&auml;ngung vom Markt durch Produktkopien und Preisunterbietung. (&hellip;)<br>\nDas rasante Wachstum von Amazon erfolgt auf Kosten der Arbeitnehmer und der sozialen Sicherungssysteme der Niederlassungsstaaten. Laut Berichten des internationalen Dachverbands der Dienstleistungsgewerkschaften UNI Global Union beruht die Konzernstrategie auf brutaler Akkordarbeit, die unter Dauerkontrolle und Einsatz modernster &Uuml;berwachungstechnik geleistet werden m&uuml;sse. Besch&auml;ftigte legten in einer 10-Stundenschicht pro Person 16-20 km zur&uuml;ck und hoben zusammengerechnet pro Tag 50 Tonnen Kartons. Es werde erwartet, dass sie 300 Pakete pro Stunde abfertigen, Arbeitspausen seien oft nicht einmal f&uuml;r den WC-Gang m&ouml;glich. Rettungswagen in Folge von Arbeitsunf&auml;llen oder Arbeits&uuml;berlastungen seien allein von einer Amazon-Niederlassung in einem 3-Jahreszeitraum 600 Mal gerufen worden. 87 Prozent der Besch&auml;ftigten ertrugen Dauerschmerzen, verursacht durch den Arbeitsalltag.<br>\nAmazon spiele geschickt auf dem Klavier des gesetzlich M&ouml;glichen, so UNI Global Union: Es w&uuml;rden befristet Besch&auml;ftigte oder Leiharbeitnehmer als Streikbrecher angeheuert. Schutzma&szlig;nahmen f&uuml;r Arbeitnehmer w&uuml;rden auf das Minimum reduziert. Durch die Einordnung in g&uuml;nstigere Branchentarifvertr&auml;ge (&bdquo;sector shopping&ldquo;) w&auml;hle der Konzern die niedrigstm&ouml;glichen Kollektivvertragsl&ouml;hne. So gebe sich das Unternehmen in Deutschland als Logistikfirma aus, um die h&ouml;heren Kollektivvertragsl&ouml;hne des Handelssektors zu umgehen, in Frankreich hingegen firmiere es als kleiner Einzelhandel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/soziale-demokratie\/artikel\/schrumpft-die-riesen-3472\/\">IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Abschwung der deutschen Wirtschaft ist jetzt real!<\/strong><br>\nIm Mai sind die offizielle saisonbereinigte Arbeitslosigkeit und die verdeckte Unterbesch&auml;ftigung das erste Mal seit ungef&auml;hr 6 Jahren wieder deutlich gestiegen. Eingehende Stellenausschreibungen und offene Stellen sind sp&uuml;rbar r&uuml;ckl&auml;ufig. Wie wir es Anfang Mai und bspw. auch Makroskop geschrieben haben, sind die massiv gefallenen Auftragseing&auml;nge in der Industrie (bzw. indirekt die hohe deutsche Exportabh&auml;ngigkeit) der schwerwiegendste Grund des Abschwungs. Der Einbruch der Auftr&auml;ge ist so deutlich, dass mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit vorerst zu rechnen ist. Faktoren wie der seit Ende 2014 gesunkene und zuletzt wieder etwas st&auml;rkere &Ouml;lpreis helfen die n&auml;chste Zeit nicht mehr, auch wenn ein kurzzeitiger Preiseinbruch Ende 2018 im 1. Quartal 2019 noch einmal den privaten Konsum stark stimulieren konnte. Man kann nur hoffen, dass sich der Abschwung in Grenzen h&auml;lt und wirtschaftspolitische Einsicht den Staat vern&uuml;nftig handeln l&auml;sst, wobei ich jedoch vor allem das Zweite leider f&uuml;r unwahrscheinlich halte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=13540\">Maskenfall<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mai-Arbeitsmarktzahlen: Deutliches Alarmsignal<\/strong><br>\nZu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen sagte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, am Mittwoch in Berlin:<br>\n&bdquo;Die aktuelle Entwicklung des Arbeitsmarktes ist ein deutliches Alarmsignal. Die Bundesregierung darf jetzt nicht die H&auml;nde in den Scho&szlig; legen, denn der Arbeitsmarkt ist kein Selbstl&auml;ufer. Seit der Wiedervereinigung gab es noch keinen Mai-Monat, in dem die Arbeitslosigkeit gestiegen ist. Zwar wird die Hartz-IV-Statistik aktuell nach Kritik des Bundesrechnungshofs an Messfehlern korrigiert. Aber die Hinweise, dass die Prognosen stimmen und von einem Anstieg auszugehen ist, sind sehr ernst zu nehmen: Das produzierende Gewerbe schw&auml;chelt, auch Leiharbeit &ndash; ein Fr&uuml;hindikator &ndash; geht deutlich zur&uuml;ck.<br>\nVor allem bei den zu erwartenden Ver&auml;nderungen durch Digitalisierung und Klimaschutz muss die Bundesregierung handeln, um die Wertsch&ouml;pfung im Inland zu halten. Dazu geh&ouml;rt ein wirkungsvoller Rahmen f&uuml;r Weiterbildung in den Unternehmen. Die M&ouml;glichkeiten des Kurzarbeitergeldes m&uuml;ssen erweitert werden, damit es bei der Transformation nicht zu Entlassungen kommt. Und die Nationale Weiterbildungsstrategie muss z&uuml;gig zu einem Ergebnis gef&uuml;hrt werden. Jetzt an der Weiterbildung zu sparen, w&auml;re die falsche Antwort.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++0d910218-8374-11e9-9b92-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Uuml;ber Briefkastenfirmen verschleiert: Milliard&auml;rsfamilie kaufte Tausende Berliner Wohnungen<\/strong><br>\nIn Berlin gibt es einen bisher unbekannten Eigent&uuml;mer von mehr als 3000 Wohnungen: Die Pears-Gruppe. Sie operiert &uuml;ber Briefkastenfirmen und zahlt kaum Steuern.<br>\nDie verm&ouml;gende britische Familie Pears besitzt in Berlin mindestens 3000 Wohnungen. Diese hat sie nach Tagesspiegel-Informationen &uuml;ber ein verzweigtes Netzwerk von Firmen mit Sitz in Steueroasen wie Luxemburg, den Britischen Jungferninseln und auf Zypern erworben.<br>\nDer Firmenverbund zahlt in Deutschland, gemessen an seinen Ums&auml;tzen, nur wenig Steuern. Der vom Recherchezentrum &bdquo;Correctiv&ldquo; und dem &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; recherchierte Fall (hier die ganze Geschichte) zeigt, dass Berlin zu den attraktivsten Standorten f&uuml;r global operierende Immobilieninvestoren z&auml;hlt.<br>\nMit mehr als 3000 Wohnungen w&auml;re auch die Familie Pears betroffen, w&uuml;rde die Initiative f&uuml;r das Volksbegehren &bdquo;Deutsche Wohnen und co enteignen&ldquo; Erfolg haben. Denn diese fordert, dass Wohnungsunternehmen mit mehr als 3000 Wohnungen enteignet werden sollten. Damit sollen nach Ansicht der Aktivisten die drastischen Mietsteigerungen in Berlin bek&auml;mpft werden. Auch die Linkspartei, die in Berlin mitregiert, setzt sich daf&uuml;r ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/ueber-briefkastenfirmen-verschleiert-milliardaersfamilie-kaufte-tausende-berliner-wohnungen\/24410122.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>B&uuml;rgerentscheid zur Wohnungsgesellschaft eint Osnabr&uuml;cker Fraktionen<\/strong><br>\nDass die Stadt so eine Gesellschaft gr&uuml;ndet, ist Wille der Osnabr&uuml;cker. Beim B&uuml;rgerentscheid am Sonntag fiel das Votum mit 76,4 Prozent der Stimmen deutlich aus &ndash; nun sind Rat und Verwaltung am Zug.<br>\nUnd die machen sich direkt an die Arbeit. Einstimmig beauftragte der Rat die Verwaltung am Dienstagabend unter anderem, bis September einen Zeit- und Ma&szlig;nahmenplan vorzulegen, damit die Gesellschaft &bdquo;schnellstm&ouml;glich&ldquo; gegr&uuml;ndet werden kann. &bdquo;Wir haben den Ball in unserem Spielfeld, und ich freue mich, dass wir jetzt alle gemeinsam an einem Strang ziehen&ldquo;, sagte Oberb&uuml;rgermeister Wolfgang Griesert (CDU).<br>\n&bdquo;Lasst uns loslegen&ldquo;, appellierte Michael Hagedorn (Gr&uuml;ne). Niemand widersprach. Erstmals sind sich die Fraktionen in diesem Thema jetzt einig &ndash; auch CDU\/BOB und FDP, die zuvor immer gegen die Gr&uuml;ndung einer Wohnungsgesellschaft waren. CDU-Fraktionschef Fritz Brickwedde reichte den Bef&uuml;rwortern von SPD, Gr&uuml;nen und Linken die Hand: &bdquo;Es gibt kein Nachtreten, keine Behinderung. Wir werden jetzt konstruktiv an der Gr&uuml;ndung einer Wohnungsbaugesellschaft der Stadt mitwirken und uns aktiv einbringen&ldquo;, betonte er &ndash; und mahnte zur Eile. (&hellip;)<br>\nBei aller neuen Einigkeit trat Frank Henning trotzdem noch mal nach: &bdquo;Sie haben hier eine krachende Niederlage erlitten&ldquo;, sagte er in Richtung CDU und FDP. Er wies Brickweddes &Auml;u&szlig;erung vom Wahlabend zur&uuml;ck, SPD und Gr&uuml;ne m&uuml;ssten nun Konzepte liefern. &bdquo;Das ist immer noch Aufgabe der Verwaltung&ldquo;, so Henning. Er betonte zur Finanzierung, die von CDU und FDP stets kritisch be&auml;ugt worden war, dass die Stadt als Kapitaleinlage in die neue Gesellschaft st&auml;dtische Fl&auml;che einbringen werde. So hat es die Verwaltung vorgeschlagen. Finanzvorstand Thomas Fillep pl&auml;dierte in einer entsprechenden Mitteilungsvorlage f&uuml;r die Gr&uuml;ndung einer GmbH &amp; Co. KG. Der Bau eigener Wohnungen k&ouml;nne auch den Kernhaushalt der Stadt entlasten, sagte der Gr&uuml;ne Hagedorn. Circa 50 Millionen Euro gebe Osnabr&uuml;ck j&auml;hrlich f&uuml;r Sozialleistungen aus &ndash; darunter Geld f&uuml;rs Wohnen.B&uuml;rgerbeteiligung<br>\nWichtig war der SPD noch die (nun ebenfalls beschlossene) B&uuml;rgerbeteiligung an der Gr&uuml;ndung der Wohnungsgesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/1755942\/buergerentscheid-zur-wohnungsgesellschaft-eint-osnabruecker-fraktionen\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Na also, geht doch. Und was in Osnabr&uuml;ck funktioniert, k&ouml;nnte in noch viel mehr St&auml;dte und Gemeinden so sein. Die H&ouml;he des Zuspruchs f&uuml;r eine (genossenschaftliche\/kommunale\/&ouml;ffentliche) Wohnungsgesellschaft ist vielleicht &uuml;berraschend. Die Arbeit geht nun erst richtig los.<\/em><\/p>\n<p><em>Begleitet werden sollten solche Ma&szlig;nahmen auch von bundespolitischer Seite: Denn es war die Kohl-Regierung, die K&uuml;ndigungen wegen Eigenbedarf erfunden, die Gemeinn&uuml;tzigkeit von Genossenschafts- und Werkswohnungen abschaffte und deren Verkauf\/Privatisierung erm&ouml;glicht hatte.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut u.a.:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28221\">Hausgemachte Wohnungsnot &ndash; wo der Markt versagt, muss der Staat eingreifen!<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h02\">Nichts zu danken: Helmut Kohl war nicht nur zuf&auml;llig korrupt<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48543\">Wohnungsnotstand in Deutschland und notwendige Ma&szlig;nahmen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h06\">&bdquo;Blackrock&ldquo; und &bdquo;Vonovia&ldquo;: &bdquo;Kanzler Kohl verantwortlich f&uuml;r hohe Mietpreise&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hartz IV<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Knapp zwei Millionen Kinder leben von Hartz-IV-Leistungen<\/strong><br>\nDie Zahl der Kinder, die von Hartz-IV-Leistungen leben, ist zuletzt zur&uuml;ckgegangen. Das berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland unter Hinweis auf Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, die von der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der Linke-Bundestagsfraktion Sabine Zimmermann anl&auml;sslich des Internationalen Kindertages am Samstag ausgewertet wurden.<br>\nEnde 2018 lebten demnach rund 1,95 Millionen unter 18-j&auml;hrige Kinder in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften. Das entspricht einem R&uuml;ckgang von 3,7 Prozent gegen&uuml;ber Ende 2017. Damals hatte die Zahl der Kinder, die von Hartz IV lebten, noch bei fast 2,03 Millionen gelegen.<br>\nBesonders stark betroffen sind Kinder von Alleinerziehenden. Ende 2018 gab es den Angaben zufolge 886.823 Jungen und M&auml;dchen, die Hartz-IV-Leistungen bekamen und in einem Haushalt mit nur einem Elternteil lebten. Deutschlandweit lag der Anteil der Kinder unter 18, die staatliche Unterst&uuml;tzung erhielten, bei 14,4 Prozent; in Westdeutschland waren es 13,5 Prozent, in Ostdeutschland dagegen 18,4 Prozent. (&hellip;)<br>\nDie Bundestagsabgeordnete Zimmermann sagte dem RedaktionsNetzwerk, f&uuml;r eines der reichsten L&auml;nder der Erde sei es besch&auml;mend, &bdquo;dass so viele Kinder von finanziellen Problemen betroffen sind&ldquo;. Statt unbeschwert aufwachsen zu k&ouml;nnen, w&uuml;rden diese Kinder Entbehrungen kennenlernen. &bdquo;Die Bundesregierung muss endlich ein Konzept gegen Kinderarmut vorlegen&ldquo;, forderte sie. &bdquo;Die Leistungen f&uuml;r Kinder m&uuml;ssen erh&ouml;ht und eine eigenst&auml;ndige Kindergrundsicherung eingef&uuml;hrt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article194536377\/Bundesagentur-fuer-Arbeit-Knapp-zwei-Millionen-Kinder-leben-von-Hartz-IV-Leistungen.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Da kann die Mehrheitspolitik weiterhin sehr stolz auf sich sein, da&szlig; 2 Millionen Kinder, d. h. jedes siebte, in manchen L&auml;ndern fast jedes dritte Kind im Hartz-IV-Bezug aufw&auml;chst &ndash; und der h&auml;rteste Neoliberale wird zugestehen, da&szlig; die Kinder f&uuml;r ihre Lage nicht verantwortlich und an ihr nicht schuld sind. Was f&uuml;r eine Gesellschaft soll das mal in zehn oder zwanzig Jahren werden, in der (wenn man die Kinder in minimal besseren Verh&auml;ltnissen hinzuz&auml;hlt) vielleicht ein Viertel oder sogar ein Drittel der Kinder in dauerhafter Armut aufgewachsen sein werden? W&auml;hrend, parallel und genauso verr&uuml;ckt, Multimilliard&auml;re in sinnlosem Luxus schwelgen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum Hartz-IV-Familien jedes Jahr Milliarden Euro entgehen<\/strong><br>\nJedes Jahr entgehen Familien, die Hartz IV beziehen, laut Beh&ouml;rden rund f&uuml;nf Milliarden Euro. Das h&auml;ngt mit dem Kindergeld zusammen. (&hellip;)<br>\nZwischen 2007 und 2018 seien betroffenen Familien durch die Anrechnung von Kindergeld insgesamt gut 54 Milliarden Euro entgangen. Im vergangenen Jahr waren es den Angaben zufolge 4,8 Milliarden Euro bei rund einer Million betroffenen Familien. (&hellip;)<br>\nDie Sozialexpertin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, die auch Vorsitzende des Bundestagsfamilienausschusses ist, kritisierte die Familienpolitik der Bundesregierung: Statt gezielt Familien mit geringem Einkommen zu f&ouml;rdern, beg&uuml;nstige diese wohlhabende Familien am st&auml;rksten. Zimmermann verweist auf den Kinderfreibetrag, von dem Gutverdiener bei der Steuer profitieren.<br>\n&bdquo;Ausgerechnet die &auml;rmsten Familien aber bekommen keine zus&auml;tzliche Leistung, obwohl gerade sie finanzielle F&ouml;rderung ben&ouml;tigen.&ldquo; Der Hartz-IV-Kinderregelsatz reiche f&uuml;r die tats&auml;chlichen Bed&uuml;rfnisse von Kindern &bdquo;hinten und vorne nicht&ldquo;.<br>\nDer Staat &uuml;berweist Familien f&uuml;r das erste und zweite Kind jeweils 194 Euro Kindergeld pro Monat, 200 f&uuml;r das dritte und 225 f&uuml;r das vierte Kind. Der Antwort des Arbeitsministeriums zufolge wird &bdquo;verf&uuml;gbares Einkommen aus Kindergeld bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes II und des Sozialgeldes als Einkommen ber&uuml;cksichtigt&ldquo;.<br>\nDie Linksfraktion kritisiert das bestehende Hartz-IV-System immer wieder scharf. Die Jobcenter sprachen im Jahr 2018 allerdings weniger Sanktionen aus, wenn Hartz-IV-Empf&auml;nger beispielsweise Termine vers&auml;umten. Angela Merkel ist gegen eine Reform &ndash; l&auml;sst sich aber eine Hintert&uuml;r offen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/politik\/warum-hartz-iv-familien-jedes-jahr-milliarden-euro-entgehen-id225887711.html\">WAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Klimaschutz als Gesch&auml;ftsmodell: CDU setzt auf Zertifikatehandel und Flugtaxis<\/strong><br>\nDie CDU lehnt in einer Beschlussvorlage f&uuml;r die Vorstandsklausur am Sonntagabend eine CO2-Steuer ab und setzt auf Innovationen wie Flugtaxis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/cdu-klausur-klimaschutz-als-geschaeftsmodell-cdu-setzt-auf-zertifikatehandel-und-flugtaxis\/24411742.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Stammt diese &Uuml;berschrift vom Postillion oder vom Handelsblatt? In Zeiten wie diesen ist es schon schwer, Satire von &bdquo;ernsthafter Politik&ldquo; zu unterscheiden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das CO2-Syndrom<\/strong><br>\nUm es provokativ zu formulieren: Von diesem n&uuml;tzlichen Stoff st&ouml;&szlig;t Deutschland betrachtet &uuml;ber den Zeitraum der letzten 60 Jahre immer weniger aus. (Alle nachfolgenden CO2-bezogenen Daten sind dem Global Carbon Projekt entnommen.) Im Jahr 1960 wurden in Deutschland 814 Mio. t CO2 emittiert. Nach einem Anstieg bis zum Peak im Jahr 1979 mit rd. 1120 Mio. t CO2 sanken die Emissionen auf 799 Mio. t im Jahr 2017. Es wird damit heute in Deutschland weniger CO2 emittiert als vor 60 Jahren. Gegen&uuml;ber dem H&ouml;hepunkt in 1979 mit 1.120 Mio. t ist der Aussto&szlig; im Verlauf von 40 Jahren um rd. 320 Mio. t bzw. 28,5% gesunken.<br>\nDiese Entwicklung ist angesichts der gleichzeitig in diesem Zeitraum in Deutschland stark angewachsenen Wirtschaftsleistung &uuml;berraschend. Denkt man doch gemeinhin, dass mit immer mehr Waren, Dienstleistungen und Konsum zwangsl&auml;ufig die CO2-Emissionen zunehmen. Denn bei fast allen Aktivit&auml;ten ist der Einsatz von Energie, dabei prim&auml;r aus der Verbrennung von Kohlenstoff, erforderlich.<br>\nDa der Einsatz von Kohlenstoff &ndash; also Kohle, &Ouml;l, Gas &ndash; aber Kosten verursacht, resultierte aus dem wirtschaftlichen Interesse um Kosteneinsparung zugleich eine Reduzierung der zur Verbrennung eingesetzten Kohlenstoffe und damit der daraus resultierenden CO2-Emissionen. Das ist im Kern auch der konzeptionelle Hintergrund f&uuml;r den bereits laufenden Emissionshandel und die aktuellen &Uuml;berlegungen zur Einf&uuml;hrung einer CO2-Steuer. (&hellip;)<br>\nDer weltweite Gesamtaussto&szlig; an CO2 ist seit 1960 genau erfasst. Erst in der Zusammenschau aller weltweiten Emissionen ergibt sich die klimaver&auml;ndernde Seite des CO2. Von rd. 9.411 Mio. t CO2 im Jahr 1960 hat sich der Aussto&szlig; innerhalb von 20 Jahren bis 1980 bereits mehr als verdoppelt (19.600 Mio.t), um sich dann im Verlauf der n&auml;chsten 40 Jahre noch einmal um 16.600 Mio. t auf rd. 36.200 Mio. t in 2017 zu erh&ouml;hen (&hellip;).<br>\nDadurch ist die CO2-Konzentration in der Atmosph&auml;re bereits heute auf etwa 400 ppm gestiegen. Dieser Wert liegt deutlich oberhalb des Wertes von 280 &ndash; 300 ppm aus vorindustrieller Zeit. Damit werden nach weitgehendem Konsens der Klimawissenschaft steigende globale Durchschnittstemperaturen und infolge dessen gravierende Klimaver&auml;nderungen in Verbindung gebracht. (&hellip;)<br>\nBei unver&auml;nderten Treibhausgasemissionen wird sich der Trend steigender Temperaturen fortsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-CO2-Syndrom-4418663.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Auch in Marseille: Hafenarbeiter verweigern die Beladung des saudischen Schiffes Bahri Tabuk mit Waffen<\/strong><br>\nAm 28. Mai 2019 lief die Bahri Tab&uacute;k in den Hafen von Marseille-Fos ein, um eine &bdquo;gemischte&ldquo; Ladung aufzunehmen. Die Dockergewerkschaft der CGT hatte bereits vor Einlaufen bekannt gegeben, man werde auf keinen Fall Waffen f&uuml;r den Krieg im Jemen verladen. Obwohl &ndash; von allen betroffenen Seiten &ndash; sofort versichert wurde, es handele sich um eine ausschlie&szlig;lich zivile Ladung, sahen sich die Hafenarbeiter das ganz genau an &ndash; und verluden dann auch wirklich nur den zivielen Teil, den anderen gab es auch und der wurde nicht verladen. In der Meldung &bdquo;Des dockers de Marseille refusent de charger des armes fran&ccedil;aises pour l&rsquo;Arabie saoudite&ldquo; am 30. Mai 2019 im Nouvel Observateur  wird dieser Vorgang berichtet und zusammen gefasst und auch darauf verwiesen, die Regierung Frankreichs habe sich verschiedentlich &bdquo;kritisch&ldquo; zum Jemenkrieg des saudischen Regimes ge&auml;u&szlig;ert&hellip;Das Schiff Bahri Tabuk geh&ouml;rt zur selben Flotte, wie das vor kurzem in Genua bestreikte (siehe dazu den Hinweis am Ende dieses Beitrags), die der staatlichen saudischen Handelsgesellschaft Bahri geh&ouml;rt, die daf&uuml;r bekannt ist, die weltweit eingekauften Waffen des Regimes zu transportieren. Siehe dazu auch eine Erkl&auml;rung der CGT im Hafen von Fos und den Verweis auf unseren Beitrag zum Ladestreik in Genua vor anderthalb Wochen:\n<ul>\n<li>&bdquo;For Peace!!!&ldquo; am 28. Mai 2019 bei Union locale CGT Port St. Louis  (Facebook) ist die Erkl&auml;rung der Dockergewerkschaft zu der zur Ankunft des Schiffes am selben Tag vorbereiteten Aktion gegen den Waffenhandel.<\/li>\n<li>&Uuml;ber die Aktion im Hafen von Genua: &bdquo;Nicht beladen in Le Havre und Santander, bestreikt in Genua: Die Irrfahrt der Bahri Yanbu &ndash; keine neuen Waffen f&uuml;r saudische Kinderm&ouml;rder. Daf&uuml;r Blamagen f&uuml;rs Waffenh&auml;ndler-Personal&hellip;&ldquo; am 21. Mai 2019 im LabourNet Germany<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/frankreich\/gewerkschaften-frankreich\/auch-in-marseille-hafenarbeiter-verweigern-die-beladung-des-saudischen-schiffes-bahri-tabuk-mit-waffen\/\">LabourNet Germany<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Europa: So haben GewerkschafterInnen gew&auml;hlt<\/strong><br>\nMehr als 50 000 Menschen hat die Forschungsgruppe Wahlen am Tag der Europawahl zu ihrer Stimmabgabe befragt. Diese Zahlen bilden die Basis f&uuml;r die einblick-Wahlgrafiken. Gro&szlig;e Verlierer auch im Gewerkschaftslager sind die SPD und die Union. Deutlichen Zuspruch bekommen Die Gr&uuml;nen.\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190603-hdt-01.jpeg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190603-hdt-01.jpeg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++dd681d04-806e-11e9-aa1d-52540088cada\">DGB<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man sollte nicht ignorieren, dass die AfD ihr Ergebnis glatt verdoppeln konnte. Relativ sogar ein st&auml;rkerer Zuwachs als bei den Gr&uuml;nen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das die AfD bei Gewerkschaftern fast doppelt so stark wie die Linke abgeschnitten hat, sollte ein ultimativer Warnruf f&uuml;r die Parteigremien sein, den Kurs der beiden Vorsitzenden zu hinterfragen und zu revidieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Linke in den &ldquo;Zeiten der Monster&rdquo;<\/strong><br>\nDas fl&auml;chendeckende Wahldesaster betraf bei der EU-Wahl unterschiedliche Spektren der Linken<br>\nViele Medien war es nicht, die &uuml;berhaupt wahrgenommen haben, dass die &Ouml;kolinx, eine kleine linke Partei, die sich seit 2 Jahrzehnten einer linken &Ouml;kologiekritik widmet, nur mal 0,1 Prozent der Stimmen bei den Europawahlen erhalten hat. Die Spitzenkandidatin Jutta Ditfurth kritisiert, dass auch langj&auml;hrige B&uuml;ndnispartner dieses Mal auf etablierte Parteien setzen. Im Kampf werden pl&ouml;tzlich Gr&uuml;ne und SPD wieder als linke proeurop&auml;ische Parteien akzeptiert und die neue Jugendumweltbewegung scheint pl&ouml;tzlich in den Gr&uuml;nen ihren parlamentarischen Arm zu sehen, als g&auml;be es nicht mittlerweile eine drei&szlig;igj&auml;hrige Geschichte mit den Gr&uuml;nen.<br>\nDa scheint auch der antikapitalistische Fl&uuml;gel der Jugendumweltbewegung Change for Future mit ihrer Warnung vor der einer neuen gr&uuml;nen Besoffenheit nicht durchgedrungen zu sein. Sie hatten in ihrer Pressemitteilung zu den EU-Wahlen noch mal aufgelistet, welche Erfahrungen linke Basisbewegungen mit den Gr&uuml;nen nicht nur um Umweltbereich gemacht hatten. Da k&ouml;nnte man auch als aktuelles Beispiel ein Taz-Interview mit der gr&uuml;nen Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop anf&uuml;hren, in dem sie nach dem Inhalt ihrer Statements gut auch in der FDP verortet werden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Linke-in-den-Zeiten-der-Monster-4436705.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&Uuml;ber die Illusion eines Politikwechsels<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Koalition steht auf der Kippe, weil sich die SPD gerade selbst zerlegt. So lauten die Schlagzeilen vor der geplanten Neuwahl der Fraktionsspitze am kommenden Dienstag. Schaut man auf die j&uuml;ngsten Umfragen, hie&szlig;e die neue Gro&szlig;e Koalition im &Uuml;brigen Gr&uuml;n-Schwarz und Robert Habeck w&auml;re Kanzler. Rot-Rot-Gr&uuml;n h&auml;tte als Gr&uuml;n-Rot-Rot pl&ouml;tzlich auch wieder eine hauchd&uuml;nne Mehrheit, w&uuml;rde aber &uuml;berhaupt nichts mehr mit einem Linksb&uuml;ndnis gemein haben. Denn sowohl Gr&uuml;ne wie auch Genossen und Genossen bleiben entweder auf dem Pfad der Anpassung oder haben ihn gerade eingeschlagen. Vermutlich ist Forsa deshalb auch so gro&szlig;z&uuml;gig mit den Optionen. Sie erlauben die Illusion eines Politikwechsels, bei dem alles so bleibt wie es ist.  (&hellip;)<br>\nSo gesehen, wird niemand, der vorgibt progressiv zu sein, irgendeine Troph&auml;e einsammeln k&ouml;nnen, solange er sich zum neoliberalen Weltbild bekennt. Das ist das Problem. Was W&auml;hler davonlaufen l&auml;sst, ist eben nicht der Mangel an intellektuellen K&ouml;pfen, sondern der Mangel an K&ouml;pfen, die noch wissen, was sozialdemokratische Politik ist und die bereit sind, diese auch gegen alle Widerst&auml;nde durchzusetzen. Genau das tun Sozialdemokraten, Gr&uuml;ne und Linke aber nicht. Die SPD jammert lieber herum, was mit der Union alles nicht geht, w&auml;hrend sie tolle Namen f&uuml;r schwache Gesetze erfindet. Die hippen Gr&uuml;nen dr&uuml;cken sich um die soziale Frage herum und bleiben Kriegspartei. Und auch die Linken streben nur noch in das urbane linksliberale Milieu. Es besteht also keine Gefahr mehr f&uuml;r die marktkonforme Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/190601ueber-die-illusion-eines-politikwechsels\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zwei Bundesl&auml;nder machen Lehrer im Sommer arbeitslos<\/strong><br>\nFr&uuml;her war es ein beliebtes Sparmodell: Vertretungslehrer werden nicht &uuml;ber die Sommerferien besch&auml;ftigt und sind wochenlang arbeitslos. Inzwischen haben die meisten L&auml;nder diese Praxis beendet &ndash; aber nicht alle. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Nach meiner Kenntnis haben die L&auml;nder mittlerweile mehr oder weniger scharfe Regelungen erlassen, um einem Missbrauch dieses Instruments vorzubeugen&rdquo;, erkl&auml;rt Hessens Kultusminister Lorz. &ldquo;Dies ist kein Problem mehr, was nat&uuml;rlich generell etwas mit der sehr positiven Arbeitsmarktsituation f&uuml;r Lehrkr&auml;fte zu tun hat.&rdquo; Die Ressortchefs aus Bund und L&auml;ndern treffen sich an diesem Donnerstag und Freitag in Wiesbaden. Die Sommerferien in Berlin und Brandenburg beginnen am 20. Juni, danach folgen die &uuml;brigen Bundesl&auml;nder.<br>\nZum Beginn oder w&auml;hrend der Sommerferien 2018 hatten sich nach Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit bundesweit rund 6.000 Lehrer arbeitslos gemeldet. In dieser Zeitspanne sei regelm&auml;&szlig;ig ein starker Anstieg der Zahlen zu verzeichnen. Seit 2014 schwankte die Zahl zwischen 6.000 und 6.500 Lehrern, die in der Regel nach den Ferien wieder eine Besch&auml;ftigung aufnehmen. Als Hauptursachen nennt die Bundesagentur befristete Vertr&auml;ge und das Ende der Referendariate. (&hellip;)<br>\nVerhaltenes Lob kommt von der Lehrergewerkschaft GEW: &ldquo;Wir haben registrieren k&ouml;nnen, dass die meisten L&auml;nder inzwischen versuchen, eine Arbeitslosigkeit in den Sommerferien zu vermeiden&rdquo;, sagt die Bundesvorsitzende Marlies Tepe. Nur Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern seien da &ldquo;weiter absolut hartn&auml;ckig&rdquo;. Diese L&auml;nder seien praktisch &ldquo;nicht umstimmbar&rdquo; und lie&szlig;en befristete Vertr&auml;ge zum Beginn der Sommerferien auslaufen. (&hellip;)<br>\nIn Baden-W&uuml;rttemberg melden sich im bundesweiten Vergleich die meisten Lehrer w&auml;hrend der Sommerferien arbeitslos &ndash; 1.840 waren es 2018. Das Kultusministerium in Stuttgart verteidigte das Vorgehen: Befristete Vertr&auml;ge w&uuml;rden geschlossen, um zum Beispiel auf Krankheiten und auf Ausf&auml;lle wegen Schwangerschaften reagieren zu k&ouml;nnen. Weil der Bedarf nur vor&uuml;bergehend bestehe, w&uuml;rden die Vertr&auml;ge nur befristet bis zu den Sommerferien abgeschlossen.<br>\nIn Bayern meldeten sich zu Beginn oder w&auml;hrend der zur&uuml;ckliegenden Sommerferien 800 Lehrer arbeitslos. Bei befristeten Lehrkr&auml;ften, die sp&auml;testens vier Wochen nach dem ersten Schultag eingestellt und bis zum Schuljahresende eingesetzt werden, endet der Arbeitsvertrag in der Regel mit Ablauf des vorletzten Tages der Sommerferien, wie ein Sprecher des Kultusministeriums in M&uuml;nchen erl&auml;utert. &ldquo;Es findet also eine Weiterbesch&auml;ftigung in den Sommerferien statt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/leben\/familie\/schulkind-und-jugendliche\/id_85855216\/bayern-und-baden-wuerttemberg-6-500-lehrer-in-den-sommerferien-arbeitslos.html\">t-online.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine v&ouml;llig asoziale Praxis &ndash; und es spricht B&auml;nde, da&szlig; die &ldquo;Weiterbesch&auml;ftigung&rdquo; (f&uuml;r mich: der regul&auml;r, &uuml;ber das ganze Jahr laufende Arbeitsvertrag) als Besonderheit hervorgehoben wird. Da&szlig; ausgerechnet die beiden reichsten L&auml;nder, Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg, an der Praxis festhalten, ist au&szlig;er mit der hart konservativen Spar-Ideologie nicht mehr zu erkl&auml;ren. In Bayern fielen z. B. 2016 satte 8,5 Prozent bzw. <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachricht\/unterrichtsausfall-bayern-spd-100.html\">6 Millionen der Schulstunden aus<\/a>. Gleichzeitig fordert der bayerische Ministerpr&auml;sident noch mehr Steuersenkungen: nat&uuml;rlich, noch mehr sinnlose Millionen f&uuml;r Multimillion&auml;re (und Unternehmensspenden f&uuml;r die CSU) sind einfach wichtiger als gen&uuml;gend viele Lehrer f&uuml;r die Kinder&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Rezo-Fallout: &bdquo;Wir brauchen Regeln gegen Desinformation&ldquo;<\/strong><br>\nNachdem sich bereits u.a. AKK, Tankred Schipanski, Thomas Stobl und NRW-Ministerpr&auml;sident Armin Laschet mit ihrer Pseudorechtskenntnis &uuml;ber die grundrechtlich gesch&uuml;tzte Meinungsfreiheit bis auf die Knochen blamiert hatten, wagte sich nun auch der Direktor der f&uuml;r privaten Rundfunk zust&auml;ndigen Medienanstalt NRW Dr. Tobias Schmid aufs Glatteis.<br>\nIn einem Interview mit der FAZ zum wirkm&auml;chtigen Rezo-Video lesen sich die ersten Abs&auml;tze noch vielversprechend, dann aber predigt der Landesmediendirektor von einer &ldquo;zunehmende[n] Gefahr, dass journalistisch wirkende Inhalte &uuml;ber das Netz in Umlauf gebracht werden, die den Eindruck erwecken sollen, dass es sich um &lsquo;Fakten&rsquo; handelt, tats&auml;chlich aber nur eine Stimmung erzeugen sollen&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDemnach also scheint Schmid zu glauben, dass die konventionellen Medien keine Pseudofakten und Stimmungsmache betreiben und nur die reine Wahrheit k&uuml;nden. Tats&auml;chlich aber scheint es eher so zu sein, dass vorzugsweise solche Nachrichten berichtet und gewichtet werden, die ins vom Establishment gew&uuml;nschte Narrativ passen (Das Twitter-M&auml;dchen im Syrienkrieg, Auf den Hund gekommen, Der m&auml;chtige Bogen des ZDF). J&uuml;ngst etwa warnten vor der EU-Wahl die Qualit&auml;tsmedien unisono vor russischen Desinformationskampagnen, was der Stimmungsmache gegen Russland diente.<br>\nDie Tatsache, dass Rezo in nur einer Stunde &ldquo;Sozialkunde&rdquo; &uuml;ber die Inkompetenz der Regierungspolitiker effizienter informieren konnte als die etablierten Medien in der Dauerberieselung, h&auml;tte den vorgeblich gutgl&auml;ubigen Schmid stutzig machen m&uuml;ssen. Statt vom Licht der Erkenntnis erleuchtet zu werden, eiferte Schmid jedoch dem DJV-Vorsitzenden Frank &Uuml;berall nach und assoziierte unerw&uuml;nschte Informationen aus dem Netz pauschal mit Desinformation. Fake News sind bekanntlich immer die anderen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Rezo-Fallout-Wir-brauchen-Regeln-gegen-Desinformation-4436671.html?wt_mc=nl.tp-aktuell.taeglich\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-52256","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52256","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=52256"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52256\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52259,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52256\/revisions\/52259"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=52256"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=52256"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=52256"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}