{"id":52297,"date":"2019-06-04T12:30:11","date_gmt":"2019-06-04T10:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52297"},"modified":"2019-06-04T15:19:12","modified_gmt":"2019-06-04T13:19:12","slug":"weitere-leserbriefe-zu-den-eu-wahlergebnissen-von-linkspartei-und-spd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52297","title":{"rendered":"Weitere Leserbriefe zu den EU-Wahlergebnissen von Linkspartei und SPD"},"content":{"rendered":"<p>In den Beitr&auml;gen &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52107\">Liebe Linkspartei, diese Wahlschlappe war vorprogrammiert und darf nicht ohne Folgen bleiben<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52113\">Nachruf auf die SPD &ndash; obwohl es eigentlich leicht w&auml;re, diese alte Partei und ihre Chancen wiederzubeleben<\/a>&rdquo; wurden die Wahlschlappen der Linkspartei und der SPD zum Thema gemacht und m&ouml;gliche Abhilfen ausgelotet. Nachfolgend finden Sie die Meinungen einiger Leser zu diesen Themen. Manche der Vorschl&auml;ge sind sicherlich praktikabler als andere, aber in der heutigen Situation sollte man vielleicht alle Vorschl&auml;ge, die gewaltfrei und demokratisch sind, begutachten, um einen Ausweg zu finden. Einfach eine Partei zu w&auml;hlen, die vermeintlich alternativ ist oder es einmal war, kann ja auch nicht die L&ouml;sung sein. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Jens Berger hat richtig analysiert.Wenn man die&nbsp; gescheiten und Besten in der eigenen Partei v&ouml;llig isoliert&nbsp; dann freut sich nur der politische Gegner.Aber warum machen die das?Warum wollen die&nbsp; Wahlen verlieren?<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger, <\/p><p>es ist richtig, dass die Anbiederungspolitik der Parteif&uuml;hrung der Linken unter Verzicht auf ein erkennbares eigenes Profil f&uuml;r die Wahlschlappe verantwortlich ist. <\/p><p>Es ist au&szlig;erdem richtig, dass in allen ehemaligen Hochburgen der Linken in den westeurop&auml;ischen EU-Staaten, die Menschen in Scharen davonlaufen und denjenigen die Stimmen geben, die versprechen, der EU ein Ende zu bereiten. Denken die intellektuellen Anf&uuml;hrer der Linken manchmal &uuml;ber eine M&ouml;glichkeit nach, die niemand gerne ins Kalk&uuml;l zieht, n&auml;mlich, dass man sich total verrannt hat und jemandem auf den Leim gegangen ist gegen die eigenen Interessen? <\/p><p>Nazis wie Walter Hallstein haben als f&uuml;hrende Repr&auml;sentanten im Auftrag gro&szlig;er Konzerne dieses Gebilde aufgebaut und dabei auf das Wohl und die W&uuml;nsche der Mehrheit ge&hellip;&nbsp; Wo nehmen die Anf&uuml;hrer der Linken eigentlich die Vermessenheit her, heute st&auml;ndig gegen den klar erkennbaren Willen der arbeitenden Bev&ouml;lkerung zu handeln? Warum wollen sie einen von Gro&szlig;konzernen bestimmten und von tausenden Beamten unkontrollierbar dominierten Apparat in Br&uuml;ssel auf Biegen und Brechen gegen die Menschen durchsetzen? Merken die Anf&uuml;hrer der Linken nicht, dass sie sich mit dem Gew&auml;sch vom &ldquo;freien und sozialen Europa&rdquo; von den langfristig einen Krieg in Europa vorbereitenden R&uuml;stungsindustriellen zu wenn auch unbewussten Helfershelfern machen lassen? Diese Worte sind auf alle westeurop&auml;ischen Linken gem&uuml;nzt. Ich war gerade bei der EU-Wahl in Spanien als Wahlhelfer der IU eingesetzt und das, was ich oben gesagt habe von den in Scharen in den linken Hochburgen davonlaufenden W&auml;hlern trifft in ganz besornderem Ma&szlig;e auch auf Madrid zu. <\/p><p>Die Mehrheit wei&szlig;, dass die EU nie in ihrem Interesse, sondern immer im Interesse anderer M&auml;chte gearbeitet hat. Nehmt es zur Kenntnis, nehmt die Menschen ernst, um nicht zu l&auml;cherlichen Abziehbildern zu werden, die der Vorspiegelung eines &ldquo;freien Europas&rdquo; auf den Leim gegangen sind. <\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en <\/p><p>Fred Schumacher <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Vorbemerkung: falls Ver&ouml;ffentlichung, dann bitte anonym<br>\n&nbsp;<br>\nLiebe nachdenkseiten,<\/p><p>h&auml;misch kann man es so sagen: die Strategie von Kipping und Riexinger geht voll auf &ndash; die Partei kaputt machen, und damit leider auch die Hoffnung auf einen Politikwechsel.<\/p><p>Mir dr&auml;ngt sich der Vergleich mit der SPD auf:<br>\ndort: Lafontaine abges&auml;gt (hier: Wagenknecht abges&auml;gt)<br>\ndann folgte ein inzwischen fast 20 Jahre langer Niedergang, mit wechselnden Parteivorsitzenden von M&uuml;ntefering bis Nahles. Geeint hat sie die Selbstgerechtigkeit, bis hin zum Stolz &uuml;ber das zerst&ouml;ren der Partei. Ich kann mich noch erinnern an den Fernsehauftritt von Kanzlerkandidat Steinmeier und M&uuml;ntefering nach gerade verlorener Bundestagswahl. Sie wurden von den versammelten SPD-Mitgliedern daf&uuml;r auch noch bejubelt.<br>\n&nbsp;<br>\nDer Unterschied bei der Linken: Kipping und Riexinger sind im Vergleich zu Schr&ouml;der nur Zwerge, selbst intellektuell (ohne Schr&ouml;der jetzt loben zu wollen). Und die Partei wird wegen der niedrigeren Ausgangslage viel schneller von der Bildfl&auml;che verschwinden.<\/p><p>Es sei denn, ja es sei denn man ist ewiger Optimist und traut der Linken-Basis noch eine Revolte gegen die Parteispitze zu.<br>\n&nbsp;<br>\nGru&szlig;,&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger!<br>\n&nbsp;<br>\nMit Zustimmung habe ich eben Ihren aktuellen Kommentar gelesen, der den massiven Absturz der Partei &ldquo;die Linke&rdquo; zum Inhalt hat: trefflich analysiert!<br>\n&nbsp;<br>\nSie schreiben&nbsp;u.a.:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Kipping und Riexinger haben hier als Verantwortliche f&uuml;r den gesamten Wahlkampf versagt. Als Sympathisant der Partei und ihrer Kernforderungen h&auml;tte man sich f&ouml;rmlich gew&uuml;nscht, dass irgendwann noch mal ein rhetorisch auftrumpfender Oskar Lafontaine, eine blitzgescheite Sahra Wagenknecht oder ein k&auml;mpferischer Fabio De Masi Akzente setzen k&ouml;nnten &ndash; deren Hilfe war jedoch vom Parteivorstand nicht erw&uuml;nscht und es kam, wie es kommen musste.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>&nbsp;<br>\nIch stehe dazu,&nbsp;ich habe &ldquo;die Linke&rdquo; gew&auml;hlt und bin tief entt&auml;uscht und erschrocken, wenn ich sehe, da&szlig; die AfD exakt doppelt soviel Prozent aufweist wie Die Linke.<br>\n&nbsp;<br>\nBernd Riexinger und Katia Kipping haben nicht nur falsche Priorit&auml;ten im Wahlkampf gesetzt, nein, sie besitzen weder die rethorische Eloquenz noch das Charisma einer Sahra Wagenknecht oder eines Fabio DeMasi, was beim W&auml;hler\/bei der W&auml;hlerin nat&uuml;rlich schlecht r&uuml;ber kommt.<br>\n&nbsp;<br>\nAngesichts der Tatsache, da&szlig; sich die SPD im langsamen Todeskampf befindet, h&auml;tte man das linke Profil sch&auml;rfen und besser kommunizieren sollen: dieses Land ben&ouml;tigt dringendst eine &uuml;berzeugende linke Politik als Gegenpol zu allen&nbsp;anderen faktisch neoliberal gepr&auml;gten Parteien, die Gr&uuml;nen ausdr&uuml;cklich eingeschlossen.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nIch glaube, es ist an der Zeit, da&szlig; das Ehepaar Lafontaine-Wagenknecht zusammen mit Defabio und Marco B&uuml;low und anderen &ldquo;Aufstehen&rdquo; zur eigenst&auml;ndigen Partei zu machen.<\/p><p>Allein vom Charisma einer Sahra Wagenknecht, die eigentlich &ldquo;im Volk&rdquo; sehr beliebt ist, selbst bei Nicht-Linken, w&uuml;rde eine neue linke Partei stark profitieren. Wenn man dann noch sozialdemokratische SPD-ler vom Schlage eines Rudolf Dressler hinzugewinnen w&uuml;rde, w&auml;re das sicherlich eine &ldquo;linke Alternative f&uuml;r Deutschland&rdquo;.<\/p><p>Die Riexinger-Truppe bringt es schlichtweg nicht &hellip;<\/p><p>Die (furchtbare) AfD hat auch einmal ganz klein angefangen und ist jetzt mancherorts die zweitst&auml;rkste Partei, leider Gottes!<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre klugen Kommentare!<\/p><p>MfG, R&uuml;diger Schauerte<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr Berger! <\/p><p>Nat&uuml;rlich war es abzusehen wo es mit der Linkspartei hingehen w&uuml;rde. <\/p><p>Diese Partei hat mit der &ouml;ffentlichen Demontage von Frau Wagenknecht und den h&auml;mischen &Auml;u&szlig;erungen ihrer F&uuml;hrungsmitglieder, zu der von Wagenknecht und Lafontaine ins Leben gerufenen &ldquo;Aufstehen&rdquo; Bewegung so viel an Reputation und Glaubw&uuml;rdigkeit verloren, dass Sie jetzt vom W&auml;hler daf&uuml;r die Quittung bekam. Wenn man sich dann noch das sch&auml;bige &ldquo;Antisemiten&rdquo; Possenspiel um Ken Jebsen in Erinnerung ruft, welches von Berlin&rsquo;s stellvertretenden B&uuml;rgermeister und Kultursenator Klaus Lederer (Ein Linker!?) abgeliefert wurde und das alles mit der Unterwanderung durch Antideutesche und andere Sektierer auf dem Schirm hat, dann wei&szlig; man, dass diese Partei von Innen kaputt gemacht wird. Man k&ouml;nnte auch noch den &ldquo;Grandiosen&rdquo; Parteitag in Erinnerung rufen, auf welchem Frau Wagenknecht mit Torte beworfen wurde oder an die &Ouml;ffentlichen &Uuml;berlegungen und &Auml;u&szlig;erungen von Riexinger, wie man Wagenknecht Mundtot machen k&ouml;nnte. Damit hat die Linkspartei ein Bild abgegeben, wo sich so mancher fragen mu&szlig;te, &ldquo;Warum soll ich denen noch meine Stimme geben&rdquo;?&nbsp;<\/p><p>Immer mehr Menschen in diesem Staat haben berechtigte Zukunfts&auml;ngste und die Linke gibt sich als deren Stimme aus, f&auml;hrt dann aber so ein Ergebnis ein&hellip;&hellip;???? Fr&uuml;her hie&szlig; das, Thema verfehlt und durchgefallen! Wenn man jetzt nicht anf&auml;ngt Intern aufzur&auml;umen und sich von oben angef&uuml;hrten Sektierern trennt, wird die Linke bald Geschichte sein. Was bringen mir hoch intellektuelle Statements, welche aber die Masse der B&uuml;rger nicht nachvollziehen kann. Geht doch mal wieder an die Basis, aber nicht in einen von Berlins angesagten hippen Szenebezirken, geht mal aufs Land und sprecht mit den Leuten und vor allem auch deren Sprache. Ein Tipp! Die Bewegung der &ldquo;Gilets Jaunes&rdquo; (Gelb Westen) entstand in der Provinz und Griff dann auf die St&auml;dte &uuml;ber. <\/p><p>Was dabei heraus kommt wenn man sich nur an W&auml;hler heranwanzt welche in oben erw&auml;hnten Bezirken wie z.b. Friedrichshain-Kreuzberg leben, hat man nun zu sp&uuml;ren bekommen. Diese &ldquo;gebildeten&rdquo; B&uuml;rger, welche sich nach au&szlig;en Liberal und Weltoffen geben, haben kein Problem Gr&uuml;n zu w&auml;hlen und das in dem Wissen das diese Partei nur dem Namen nach Gr&uuml;n ist. Sie ist nichts anderes als eine Liberale Partei oder wie Volker Pispers feststellte: &ldquo;Ein Gr&uuml;ner ist ein Liberaler, welcher f&uuml;r Dosenpfand ist!&rdquo;<\/p><p>Hinzu kommt, dass die Partei der Gr&uuml;nen mit ihrer Heinrich B&ouml;ll Stiftung eine der Speerspitzen gegen Russland bildet und gut in US-Amerikanischen Thinktanks integriert ist. Da kommen rosige Zeiten auf uns zu! <\/p><p>Mit frdl. Gr&uuml;&szlig;en Ralf Matthias <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>LIeber Jens Berger, Ihren Beitrag zur Linken finde ich sehr lesenswert &ndash; schade, dass&nbsp; &ldquo;vorprogrammiert&rdquo; in der &Uuml;berschrift steht. <\/p><p>Halte ich hier f&uuml;r eine nicht angebrachte Tautologie &ndash; &ldquo;programmiert&rdquo; reicht doch, im Sinne von &ldquo;vorgeschrieben&rdquo;. <\/p><p>Ich wei&szlig;, dass viele &ldquo;vorprogrammieren&rdquo; verwenden. Das macht es aber nicht besser. <\/p><p>Und wenn ich einmal beim Kritisieren bin &ndash; &ldquo;Europawahlen&rdquo; ist als Terminus ein mehrfacher Etikettenschwindel. Es w&auml;hlt weder ganz Europa, noch wird &ldquo;Europa&rdquo; gew&auml;hlt. <\/p><p>Sagen wir doch &ldquo;EU-Parlamentswahl&rdquo; oder Wahl zum EU-Parlament und &uuml;berlassen die ideologischen &Uuml;ber-Vereinfachungen den Profiteuren dieser Art von &ldquo;Europa&rdquo;. <\/p><p>Oder? <\/p><p>Bleiben wir gemeinsam dran und beste Gr&uuml;&szlig;e: SeK <\/p><p>SPDSPD<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der nachdenkseiten!<\/p><p>Hier meine Gedanken zum Nachruf auf die SPD von Herrn M&uuml;ller. Diese schreibe ich als ehemaliger Stammw&auml;hler dieser Partei, obwohl das jetzt schon eine Weile her ist.<\/p><p>Die Verantwortlichen in der SPD richten jetzt alle einen Appell an ihre Mitglieder und die &Ouml;ffentlichkeit, jetzt keine Personaldebatte anzufangen. Das w&auml;re vor dem nunmehr bereits &uuml;ber mehrere Jahre anhaltenden Niedergang der SPD vielleicht richtig gewesen.<\/p><p>Wenn sich aber immer wieder best&auml;tigt, dass die aktuell handelnden Personen im Parteivorstand gar nicht Willens und in der Lage sind, ihre Fehler zu erkennen und danach entsprechende Korrekturen im Handeln durchzuf&uuml;hren, dann ist es eigentlich aller h&ouml;chste Zeit den gesamten Vorstand abzul&ouml;sen. Das scheint mir die einzige M&ouml;glichkeit den weiteren Niedergang zun&auml;chst zu stoppen und dann mit neuen Personen, die wirklich richtigen Themen zu setzen.<\/p><p>Die aktuellen Mandatstr&auml;ger sind entweder intellektuell &uuml;berfordert, wie z.B. Frau Nahles, oder wie von au&szlig;en auf ihre Posten gesetzt, wie z.B. Herr Scholz (gesteuert von der Finanzoligarchie) oder der uns&auml;gliche Herr Maas (eingesetzt von Transatlantikern). F&uuml;r den &uuml;berwiegenden Teil der Bev&ouml;lkerung ist damit klar, welche Ziele dieses Personal dann mit ihrer Politik umsetzt. D.h. in jedem Fall immer gegen die Interessen gro&szlig;er Teile der Bev&ouml;lkerung und damit prinzipiell unw&auml;hlbar.<\/p><p>Frau Nahles l&auml;uft zurzeit wie ein aufgescheuchtes Huhn kopflos durch die Gegend und wittert offensichtlich ein Komplott gegen ihre Person. In diesem Verhalten zeigt sich eigentlich ganz konkret, dass sie nicht wirklich versteht worum es geht.<\/p><p>Die Themen, mit denen man wirklich die Interessen der B&uuml;rger dieses Landes vertreten kann liegen wortw&ouml;rtlich auf der Stra&szlig;e und werden von der SPD nicht erkannt. Hier einige Beispiele:<\/p><ol>\n<li>Ein wirklicher Schutz der nat&uuml;rlichen Lebensgrundlagen der Menschen, d.h. gezielte Bek&auml;mpfung der &uuml;berbordenden Plastikabf&auml;lle, eine nachhaltige Landwirtschaft (ohne Glyphosat) und eine umfassende Nutzung der erneuerbaren Energien ohne dabei die Versorgungssicherheit zu vernachl&auml;ssigen. &nbsp;(Ich benutze jetzt ausdr&uuml;cklich nicht das Wort Klimaschutz, da unter diesem Titel wieder nur etwas auf die lange Bank geschoben wird, ohne sich um die Probleme zu k&uuml;mmern, die sofort umsetzbar w&auml;ren.)<\/li>\n<li>Eine Begrenzung der R&uuml;stungsausgaben, genau auf den Bedarf, der f&uuml;r eine reine Verteidigungsarmee auf deutschem Boden notwendig ist. Daraus ergibt sich die Absage an das von au&szlig;en aufgezwungene 2% Ziel und erst recht an jeglicher Beteiligung der Bundeswehr an v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegseins&auml;tzen.<\/li>\n<li>Der Beitritt Deutschlands zum UN-Vertrag f&uuml;r das Verbot von Atomwaffen. Daraus ergibt sich dann zwangsl&auml;ufig auch die Entfernung noch immer vorhandener Waffen dieser Art von deutschem Boden. (Nebenbei bemerkt erschlie&szlig;t sich mir als Ostdeutschen ohnehin nicht, wie sich diese Tatsache die B&uuml;rger im westlichen Teil meines Landes auch 30 Jahre nach der Wende noch gefallen lassen, und das obwohl in den betroffenen Bundesl&auml;ndern Gr&uuml;ne in Regierungsverantwortung sind. Sp&auml;testens darin zeigt sich die Verlogenheit gr&uuml;ner Politik.)<\/li>\n<li>Eintreten f&uuml;r eine wirklich gerechte Lohnpolitik f&uuml;r alle abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten. Wenn die SPD das umsetzen w&uuml;rde, stellten sich viele Fragen bezogen auf die Mieten und die Rente nicht in der zurzeit akuten Form. Die SPD begreift halt nach wie vor nicht, dass genau die Schaffung des Niedriglohnsektors und die Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Rente (Umlageverfahren), bei den Einkommen eine Spirale nach unten in Gang gesetzt hat, die sich auf die aktuellen und auf die zuk&uuml;nftigen wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse aller auswirken. Diese Nichtwahrnehmung zeigt sich bei allen Vorhaben, die die SPD danach in Regierungsverantwortung vorgenommen hat oder noch vornehmen will. Sie versteht sich als K&auml;mpferin zur Schaffung von Almosen f&uuml;r von ihr selber geschaffene Bed&uuml;rftige aber nun auf Kosten der Allgemeinheit.<\/li>\n<\/ol><p>Damit sollen erst mal die jedem sofort ins Auge fallenden Punkte genannt sein. <\/p><p>Solange die SPD die genannten Tatsachen nicht zur Kenntnis nimmt und konsequent ihren eingeschlagenen falschen Weg weiter geht, bleibt sie f&uuml;r mich nicht w&auml;hlbar. Diese Tatsache wird offensichtlich von immer mehr B&uuml;rgern wahrgenommen, die sich n&auml;her mit den aktuellen Problemen besch&auml;ftigen. <\/p><p>Nur von der SPD selbst nicht!<\/p><p>Das l&auml;sst eigentlich nur den Schluss zu, dass Kr&auml;fte am Werk sind, die bewusst die SPD zerst&ouml;ren wollen-<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e an das Team und hoffentlich weiter so<br>\nArnim Schulz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion, lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ihrem Nachruf auf die SPD kann ich nur zustimmen. Leider gibt es an der Basis der Partei kein &ouml;ffentlich vernehmbares Aufbegehren gegen die politisch neoliberal-verdorbene Parteif&uuml;hrung und ihre Funktions- und Mandatstr&auml;ger in Partei und Parlamenten. Diese in Seeheimer Kreis und Netzwerkern Organisierten haben nach der Landtagswahl in Bayern, offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen, was die bayrischen Sozialdemokraten als Gr&uuml;nde f&uuml;r ihr katastrophales Wahlergebnis analysiert hatten: fehlendes Vertrauen der W&auml;hler in die SPD und die negativen Auswirkungen der Agenda 2010. Das anschlie&szlig;ende Rumgeeiere und die &Auml;ngstlichkeit und Lustlosigkeit der Partei- und Fraktionsf&uuml;hrung, am neoliberalen Status Quo der Agenda etwas zu &auml;ndern, haben die NachDenkSeiten hinreichend beschrieben und kommentiert, selbst in den Mainstreammedien war das f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit erfahrbar. Diese Verweigerung l&auml;&szlig;t sich an den Wahlergebnissen in Bremen und zum EU-Parlament ablesen. Wenn nun die SPD auf absehbare Zeit nicht ver&auml;nderungsf&auml;hig ist, die Partei Die Linke eine &auml;hnlich verh&auml;ngnisvolle Politik macht, die Gr&uuml;nen sich auf ihrem Weg in die b&uuml;rgerliche Mitte aus dem Linken Lager sukzessive verabschieden, was ist dann zu tun?<\/p><p>Es ist neben vermehrtem zivilgesellschaftlichen Druck auf die &ldquo;linken&rdquo; Parteien sicher n&ouml;tig eine genuin sozialdemokratische Alternative (des demokratischen Sozialismus) aufzubauen, die programmtisch das formuliert, was Albrecht M&uuml;ller der SPD zur Revitalisierung vorschl&auml;gt. Ist eine Parteineugr&uuml;ndung politisch abwegig? Ich meine nein. Im Moment ger&auml;t Dank Fridays for Future und Rezo`s keckem Abgewatsche von CDUCSUSPDFDPAFD politisch etwas in Bewegung. Die vom gesamten Initiatorenkreis vermasselte Entwicklung von #Aufstehen zeigt, das sich die 170.000 Tsd. Unterst&uuml;tzer f&uuml;r eine andere Politik einsetzen wollen. Der Professor i. R. , der Sozialwissenschaftler Mohsen Masserrat sieht bundesweit eine kritische Masse von einer Million Menschen, die sich in zahlreichen NGO`s f&uuml;r eine andrere Politik einsetzen. Warum sollte es nicht m&ouml;glich sein das Momentum dazu zu nutzen? Die AfD hat das auf der reaktion&auml;ren Rechten auch geschafft. Warum also nicht eine Alternative von Links?<\/p><p>Der Aufbau einer Alternative sollte nicht in H&auml;nden der #Aufstehen-Initiatoren liegen. Sie haben nachhaltig ihre organisatorische Ahnungslosigkeit unter Beweis gestellt. Politisch k&ouml;nnten Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine sicher eine wichtige Rolle in einer sozialdemokratischen Alternative spielen. <\/p><p>Ich finde das Nachdenken &uuml;ber eine sozialdemokratische Alternative zwingend und legitim.<\/p><p>MfG, Ansgar Lanwert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter, lieber Genosse Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>Deine &Uuml;berlegungen zum Niedergang der Sozialdemokratie &ndash; erneut schl&uuml;ssig dargelegt auf den aktuellen &ldquo;nachdenkseiten&rdquo; &ndash; sind m. E. zutreffend und werden von mir geteilt. Auch meine Hoffnung &ldquo;auf eine positive Wende und Entwicklung der SPD schwindet &hellip;&rdquo; <\/p><p>Du hast Recht: wie soll es in unserem Land eine fortschrittliche Politik ohne eine starke Sozialdemokratie geben? Allein diese &Uuml;berlegung bindet mich weiter an die SPD. <\/p><p>Hunderte, ja tausende in der SPD warnen seit Jahren vor den Folgen der falschen Politik in der SPD, warum dringen wir nicht durch, warum werden wir nicht geh&ouml;rt?<\/p><p>Das ist f&uuml;r mich ein gro&szlig;es R&auml;tsel! <\/p><p>Anbei &ndash; beispielhaft f&uuml;r meine zahllosen Beitr&auml;ge zur Entwicklung in der deutschen Sozialdemokratie &ndash; meine &ldquo;Anmerkungen zum Blair\/Schr&ouml;der-Papier&rdquo; vom Oktober 1999. Dieses Papier sandte ich im November 1999 auch an den SPD-Parteivorstand und die SPD-Bundestagsfraktion. Die Antworten von dort waren beschwichtigend, nichtssagend und oberfl&auml;chlich. <\/p><p>Zum weiteren von mir das Papier &ldquo;Markt, Globalisierung und Sozialdemokratie&rdquo; vom M&auml;rz 2010. Dieses Papier &uuml;bergab ich ich M&auml;rz 2010 pers&ouml;nlich an den damaligen SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel mit der Bitte um eine R&uuml;ckmeldung &ndash; diese R&uuml;ckmeldung erfolgte allerdings nie. Der SPD-Parteivorstand antwortete wieder nichtssagend, inhaltsleer. <\/p><p>Dir w&uuml;nsche ich alles Gute und uns w&uuml;nsche ich, dass wir mehr werden und dass wir es noch erleben d&uuml;rfen, dass die SPD bzw. die Linke in Deutschland einen Weg einschl&auml;gt, um den globalisierten Kapitalismus zu b&auml;ndigen.<\/p><p>Gerade vor dem Hintergrund der kapitalistischen Globalisierung w&auml;re eine starke Sozialdemokratie mit fundierter antikapitalistischer Ausrichtung in Deutschland, in Europa und in der Welt heute wichtiger denn je! <\/p><p>Mit den besten W&uuml;nschen,<\/p><p>Herbert Jakob<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin moin, <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Nachruf auf die SPD &ndash; obwohl es eigentlich leicht w&auml;re, diese alte Partei und ihre Chancen wiederzubeleben&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Diese alte Partei wiederzubeleben halte ich nicht f&uuml;r so einfach, die Truppe ist intellektuell ziemlich ausgeblutet. <\/p><p>Ratschl&auml;ge von Au&szlig;en werden wohl eher als Schl&auml;ge aufgefa&szlig;t . <\/p><p>Dabei h&auml;ttet der Staat Bundesrepublik-Deutschland eine General-Revision n&ouml;tig. <\/p><p>In einer Parteiokratie halte ich das allerdings f&uuml;r *sehr* schwer Umsetzbar. <\/p><p>Gru&szlig; aus Wittenberg<br>\nG&uuml;nter Weller <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>an die Nachdenkseiten ein Hallo,<\/p><p>Kommentar zu den Leserbriefen, (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52176\">nachdenkseiten.de\/?p=52176<\/a> MNM) das meiste was die Leser in ihren Kommentaren, was die SPD betrifft kann ich nur unterstreichen.<\/p><p>Was meine Person angeht, ich bin ab 1970 in die SPD eingetreten, war also Jungsozialist. Es hat ein bi&szlig;chen gedauert, ich habe aber dann begriffen &ldquo;wie der Hase l&auml;uft&rdquo;. &ldquo;Kritik&rdquo; war nicht angebracht, nur immer ein Hantipanti hintenherum.<\/p><p>Nachfolgend dann, nach einer schlimmen Geschichte, hier mit den Genossen vor Ort, bin ich ausgetreten.<\/p><p>Vor kurzem wollte ich einen Leserbrief an die SPD schreiben, zum einen, wegen der Co2 Steuer, die, mit der wird ja schon gewedelt  au&szlig;erdem, das Spektakel &uuml;ber die &Auml;u&szlig;erungen des Juso-Vorsitzenden K&uuml;hnert. Das sind doch alles wichtige Themen, die nicht gleich so vom Tisch gefegt werden d&uuml;rfen und gleich mit Schlagw&ouml;rtern gef&uuml;ttert werden d&uuml;rften. <\/p><p>Ein Leserbrief an die SPD hat keinen Zweck kurz und knapp.<br>\n&nbsp;<br>\nJetzt schreibe ich das Ihnen. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nRenate G&uuml;nther<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Beitr&auml;gen &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52107\">Liebe Linkspartei, diese Wahlschlappe war vorprogrammiert und darf nicht ohne Folgen bleiben<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52113\">Nachruf auf die SPD &ndash; obwohl es eigentlich leicht w&auml;re, diese alte Partei und ihre Chancen wiederzubeleben<\/a>&rdquo; wurden die Wahlschlappen der Linkspartei und der SPD zum Thema gemacht und m&ouml;gliche Abhilfen ausgelotet. Nachfolgend finden Sie die Meinungen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52297\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[195,22,103,191,190],"tags":[2430,1550,1343,319,1848,830,1367,1473,632],"class_list":["post-52297","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-die-linke","category-europaische-union","category-leserbriefe","category-spd","category-wahlen","tag-aufstehen","tag-agenda-2010","tag-kipping-katja","tag-lohnentwicklung","tag-nachhaltigkeit","tag-nahles-andrea","tag-ruestungsausgaben","tag-riexinger-bernd","tag-wagenknecht-sahra"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52297","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=52297"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52297\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52309,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52297\/revisions\/52309"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=52297"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=52297"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=52297"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}