{"id":52312,"date":"2019-06-05T08:18:43","date_gmt":"2019-06-05T06:18:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312"},"modified":"2019-06-05T08:18:43","modified_gmt":"2019-06-05T06:18:43","slug":"hinweise-des-tages-3380","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h01\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h02\">Sch&auml;mt euch, W&auml;hler!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h03\">Venezuelas Opposition verhindert friedliche L&ouml;sung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h04\">Amerika zweifelt am Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h05\">Adler im Sturzflug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h06\">Verordnung zur Verbesserung der Rahmenbedingungen f&uuml;r den Aufbau der LNG-Infrastruktur in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h07\">New Work &ndash; Alte Probleme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h08\">Kliniken m&uuml;ssen auf &Auml;rzte als freie Mitarbeiter verzichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h09\">Sehr viel hei&szlig;e Luft bei der &sbquo;Konzertierten Aktion Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h10\">Konkurrenz um Gewerkschafter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h11\">Hessentag: Streit um Bundeswehrstand auf Volksfest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h12\">Den Staat neu denken &ndash; weshalb eigentlich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h13\">In Barcelona schreiben die B&uuml;rger das Regierungsprogramm selbst &ndash; und machen ihre Stadt sozialer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h14\">Spanien: Warum so viele junge Menschen nicht &ldquo;auf eigenen F&uuml;&szlig;en&rdquo; stehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h15\">Annalena Baerbock punktet auf fremdem Terrain<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h16\">Siemens-Chef Kaeser: &bdquo;Die SPD hat Berechtigung zum Regieren verloren&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h17\">Assange war nur der Anfang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52312#h18\">zu guter Letzt: Gr&uuml;ne im Gl&uuml;ck &ndash; Mehrheit ihrer W&auml;hler zu jung, um sich an Regierungsbeteiligung 1998-2005 zu erinnern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Italien muss harte Sanktionen f&uuml;rchten<\/strong><br>\nItaliens Regierung steckt in der Krise, und jetzt droht auch noch neuer &Auml;rger mit Br&uuml;ssel: Die EU-Kommission steht kurz davor, wegen massiver &Uuml;berschuldung ein Verfahren gegen Rom zu er&ouml;ffnen.<br>\nange hat sie dem Treiben in Italien zugeschaut und es bei Ermahnungen belassen &ndash; doch jetzt scheint die Geduld der EU-Kommission ersch&ouml;pft zu sein: Am Mittwoch k&ouml;nnte die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde ein Verfahren einleiten, das die Regierung in Rom mit harten Sanktionen bedroht. [&hellip;]<br>\nDiesen Schritt kann die Kommission einleiten, wenn ein Mitgliedsland gegen den Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt der EU verst&ouml;&szlig;t. Dessen wichtigstes Kriterium &ndash; ein Haushaltsdefizit von maximal drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts &ndash; h&auml;lt Italien zwar derzeit ein. Gegen ein anderes aber verst&ouml;&szlig;t das Land massiv: Erlaubt ist eine Staatsverschuldung von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In Italien liegt sie bei 130 Prozent.<br>\nLaut den Regeln m&uuml;sste Rom diesen Berg sukzessive abbauen. Doch die Koalition aus rechtsnationaler Lega und populistischer F&uuml;nf-Sterne-Bewegung hat Gegenteiliges vor: Sie will Steuern senken, Sozialausgaben erh&ouml;hen, Investitionen t&auml;tigen &ndash; und zwar auf Pump. Das, so argumentierte die Regierung in Rom noch Ende 2018, w&uuml;rde das Wirtschaftswachstum auf 1,5 Prozent j&auml;hrlich steigern. Im ersten Quartal 2019 lag es bei gerade einmal 0,1 Prozent.<br>\nSollte die EU-Kommission am Mittwoch das Verfahren in Gang setzen, droht Italien eine empfindliche Geldbu&szlig;e. Doch der Weg dahin ist lang.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/staatsschulden-eu-kommission-erwaegt-verfahren-gegen-italien-a-1270798.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Etwas mehr als eine Woche nach den Europawahlen streift die EU ihre freundliche Maske wieder ab und kehrt zur grausamen Realit&auml;t zur&uuml;ck, in der Demokratie nicht viel z&auml;hlt und die Kommission auf Basis beliebiger Kennzahlen und &ouml;konomischer Irrlehren gew&auml;hlte Regierungen sanktioniert. Man kann die derzeitige italienische Regierung mit Beteiligung der rechten Lega aus vielen Gr&uuml;nden kritisieren &ndash; dass sie die Wirtschaft &bdquo;auf Pump&ldquo; stimulieren will, ist aus &ouml;konomischer Sicht sehr sinnvoll. Wie wir bereits vor einem Jahr feststellten: Italien hat kein Schulden-, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44271\">sondern ein Wachstumsproblem<\/a>. W&uuml;rde die Regierung keine Investitionen gegen die Dauerkrise vornehmen, wird das Wachstum auch langfristig unter der Neuverschuldung liegen und die Schuldenquote dadurch steigen. Der ideologische Starrsinn der EU-Kommission ist wirklich erschreckend. Das aktuelle Beispiel passt &uuml;brigens ganz hervorragend zur letzten Folge der <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\">&bdquo;Anstalt&ldquo;<\/a>, in der eben diese &bdquo;Stabilit&auml;tskriterien&ldquo; und die Verbohrtheit der EU-Kommission aufs Korn genommen werden. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Jahr italienische Regierung: Der Ton ist rau geworden <\/strong><br>\n(&hellip;) Die Armut nimmt zu Die seit &uuml;ber zehn Jahren andauernde Wirtschaftskrise und die Globalisierung haben Millionen Italiener &auml;rmer gemacht: 30 Prozent der Italiener verdienen weniger als 10.000 Euro pro Jahr, im S&uuml;den sind es 40 Prozent. &Uuml;ber f&uuml;nf Millionen Menschen leben in absoluter Armut. Salvinis Slogan &ldquo;Prima gli Italiani&rdquo; (die Italiener zuerst) und seine Benennung von S&uuml;ndenb&ouml;cken &ndash; die &ldquo;Migranten&rdquo;, die &ldquo;Br&uuml;sseler B&uuml;rokraten&rdquo; , die &ldquo;Linken&rdquo;, die &ldquo;Eliten&rdquo; &ndash; fielen angesichts des wachsenden sozialen Elends und des immer tiefer werdenden Grabens zwischen Arm und Reich auf fruchtbaren Boden. Die Reduktion der Zahl der Bootsfl&uuml;chtlinge um &uuml;ber 90 Prozent ist der mit Abstand wichtigste Grund, warum sich die Regierung bei den Italienern weiterhin gro&szlig;er Beliebtheit erfreut. Die wirtschaftspolitische Bilanz f&auml;llt dagegen niederschmetternd aus. Die Regierung, die zuerst vollmundig &ldquo;die Abschaffung der Armut&rdquo; versprochen hatte, f&uuml;hrte das Land schon nach wenigen Monaten in eine Rezession. Die Schuldenspirale dreht sich noch schneller, die Risikoaufschl&auml;ge auf Staatsanleihen haben markant angezogen, was den Staat Milliarden Euro an Zinsen kostet. Und statt die grassierende Steuerhinterziehung zu bek&auml;mpfen, erlie&szlig; man lieber mehrere Steueramnestien. Regierungsparteien zerstritten Inzwischen sind die beiden Regierungsparteien &ndash; neben der Lega ist das die von dem Komiker Beppe Grillo gegr&uuml;ndete F&uuml;nf-Sterne-Bewegung &ndash; v&ouml;llig zerstritten. &ldquo;Separati in casa&rdquo; nennen die Italiener das: ein getrenntes Paar, das noch im gleichen Haushalt lebt. Die gr&uuml;n und mitunter esoterisch angehauchten Grillini und die unternehmerfreundliche Lega haben einander nichts mehr zu sagen und blockieren ihre Vorhaben gegenseitig. Wichtige &ouml;ffentliche Bauprojekte bleiben in der Schwebe &ndash; versprochene, dringend notwendige Reformen der Staatsverwaltung und der Justiz ebenso. Die Europawahlen haben die Spannungen verst&auml;rkt: Dass die Lega in 15 Monaten ihren W&auml;hleranteil auf 34 Prozent verdoppeln konnte und sich gleichzeitig jener der Grillini auf 17 Prozent halbierte, lieferte den Beweis daf&uuml;r, dass nur Salvini von der Regierungsbeteiligung profitiert. Ihm gelang es, die Themen zu setzen, w&auml;hrend die Grillini ein Ideal ums andere &uuml;ber Bord warfen. Im Schatten Salvinis Der Politikchef der F&uuml;nf Sterne, Luigi Di Maio, wurde zwar am Donnerstag in einer Internetabstimmung als Leader seiner Partei best&auml;tigt, doch in Zukunft werden er und seine Minister noch weniger zu sagen haben als bisher: Seit der Europawahl ist Salvini endg&uuml;ltig die bestimmende Figur in der Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000104154727\/Ein-Jahr-italienische-RegierungDer-Ton-ist-rau-geworden?utm_source=pocket-newtab\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>N&auml;chste Krise: Italien &ndash; Die Panzer k&ouml;nnen rollen<\/strong><br>\nVor der Europawahl wollte niemand &uuml;ber Italien sprechen. Dabei schwelt dort schon die n&auml;chste Krise. Es geht um die Schulden &ndash; und um den Streit zwischen Links- und Rechtspopulisten. Tritt Premier Giuseppe Conte zur&uuml;ck?<br>\nImmerhin hat er schon damit gedroht. Es h&auml;nge nicht von ihm alleine ab, ob es mit der Regierung weitergehe, sagte Conte am Montag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in Rom.<br>\n&ldquo;Wenn nicht klar Verantwortung &uuml;bernommen wird, wie von mir gefordert (&hellip;), gebe ich das Mandat zur&uuml;ck in die H&auml;nde des Staatspr&auml;sidenten&rdquo;, erkl&auml;rte der parteilose Regierungschef.<br>\nKurz darauf bekannten sich die rechte Lega und die populistische F&uuml;nf-Sterne-Bewegung zu einer Fortsetzung des Regierungsb&uuml;ndnisses. Doch die n&auml;chste Kraftprobe steht schon bevor.<br>\nAm Mittwoch will die EU-Kommission ein neues Verfahren wegen des hohen Budgetdefizits anstrengen. Der Schuldenstand in Italien liegt zwar schon seit Jahren &uuml;ber den erlaubten 60 Prozent.<br>\nDoch mit der Europawahl endet die klammheimliche Schonfrist, in der Br&uuml;ssel darauf verzichtet hat, seine Folterwerkzeuge vorzuzeigen. Man wollte die W&auml;hler nicht verschrecken.<br>\nNun k&ouml;nnte es jedoch ernst werden. Ein Defizit-Verfahren w&uuml;rde Italien &ldquo;sehr wehtun&rdquo;, warnte Conte. Im Namen der Italiener mahnte er &ldquo;maximale Konzentration&rdquo; an.<br>\nDas sollte man aber auch den Finanzm&auml;rkten zurufen. Sie sind es n&auml;mlich, die die italienischen Schulden bewerten &ndash; und mit Negativ-Ratings und hohen Spreads eine neue Eurokrise ausl&ouml;sen k&ouml;nnten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/naechste-krise-italien-die-panzer-koennen-rollen\/?utm_source=getresponse&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Lost+in+EUrope+Update&amp;utm_content=Lost+in+EUrope+Update\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sch&auml;mt euch, W&auml;hler!<\/strong><br>\nDie W&auml;hlerInnen wollen von der SPD die heile Welt &ndash; wenn das nicht klappt, wird die Partei zum Abgrund getrieben. Wie eklig ist das und wie regressiv.<br>\nAlle reden von der Krise der SPD, dabei haben wir in Wirklichkeit eine Krise der W&auml;hlerInnen, genauer gesagt eine Krise von dir, du abgewanderter W&auml;hler oder abgewanderte W&auml;hlerin der Sozialdemokraten, ich nenn&rsquo; dich mal abgek&uuml;rzt ASW. Du wei&szlig;t nicht mehr, was genau du willst von der Politik, nur dass es irgendwie ziemlich viel ist, was du m&ouml;chtest. Erst recht von den Sozialdemokraten.<br>\nKeine Partei ist mit einem so hohen Anspruchsdenken konfrontiert wie die SPD. Und wenn Mama und Papa dann nicht mehr liefern (k&ouml;nnen), dann gibt&rsquo;s eben kein Kreuzchen mehr, sondern nur noch ein &Auml;tsch, nur noch 15 Prozent, wie zum Beispiel bei der Europawahl. Dann strafst du ab, ASW. Dann erg&ouml;tzt du dich am darauf folgenden Spektakel, wenn eine Partei sich selbst zerlegt. Wie eklig ist das und wie regressiv.<br>\n(&hellip;) Denn diese Ironie hast du geschaffen, ASW: Genau die Partei, die sich den Kampf gegen Ungerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben hat, wird von dir am ungerechtesten behandelt. Dabei haben sie streckenweise durchaus ordentliche Arbeit geleistet.<br>\nKeine schlechte Bilanz<br>\nDas zeigt schon ein Blick in die Geschichte: Frauenwahlrecht, Bildungsreform, Tarifrecht, K&uuml;ndigungsschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. All die Sachen, warum das Ausland Deutschland f&uuml;r eine Art besch&uuml;tzte Werkstatt h&auml;lt, gehen zu gro&szlig;en Teilen auf das Konto der Partei, die du, ASW mal gew&auml;hlt hast, bevor du in der politischen Regression versankst.<br>\n(&hellip;) Die Sozialdemokraten wissen nicht mehr, was genau du willst, ASW. Sie versprechen in ihrer Ratlosigkeit jetzt Geschenke, von denen jeder wei&szlig;, dass sie so nicht kommen werden: eine staatliche Grundrente auch f&uuml;r Erben oder reich Verheiratete, zum Beispiel. So was macht unglaubw&uuml;rdig. Sie reden dir nach dem Mund und du wendest dich ver&auml;chtlich ab. So treibt man eine Partei in den Wahnsinn&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Erwartungen-an-die-SPD\/!5596771\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Barbara Dribbusch erkl&auml;rt uns in der taz den Abstieg der SPD. Und sie hat endlich den wahren Grund gefunden: Die W&auml;hler mit ihrem Anspruchsdenken haben es vermasselt. Deshalb, so die taz-Autorin, sollen wir uns gef&auml;lligst sch&auml;men ob unseres infantilen Anspruchsdenkens. Das passt zu 100% in das Menschenbild der taz-Redaktion, die ja auch gerne &auml;lteren Menschen das Wahlrecht entziehen w&uuml;rde (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52265\">siehe dazu hier<\/a>).<\/em><\/p>\n<p><em>Das Feindbild der AFD ist die Elite, das Feindbild der taz das dumme Volk. Denn das ist &bdquo;eklig und regressiv&ldquo;. Wahrscheinlich kommt demn&auml;chst von der taz der Vorschlag, dass nur noch gutverdienende, urbane und t&auml;glich duschende Akademiker w&auml;hlen d&uuml;rfen. Weil alle anderen nicht reif genug sind, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wie nennt man so eine antidemokratische, elit&auml;re Ideologie? Gibt es daf&uuml;r schon einen etablierten Begriff? Interessant finde ich, dass ausgerechnet bei Linksliberalen, die ja die AFD hassen wie die Pest, immer wieder ein antidemokratischer Geist und ein hochelit&auml;res Selbstverst&auml;ndnis durchschimmern. Das ist gar nicht so weit weg vom antidemokratischen Denken Rechtsradikaler. Nur merken die tazler nicht, dass ihre Verwandten im Geiste ganz weit rechts au&szlig;en sitzen. Und dass sie &ndash; die tazler &ndash; mit ihrem hier explizit zum Ausdruck gebrachten Ekel vor dem Volk ein zutiefst rassistisches Menschenbild offenbaren.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung J.K.:<\/strong> Nach der Forderung den &Auml;lteren das Wahlrecht zu entziehen nun &uuml;belste W&auml;hlerbeschimpfung. Bei der taz brennen offenbar inzwischen alle Sicherungen durch. Es ist aber sch&ouml;n anzusehen, wie sich die Linksliberalen als letztendlich elit&auml;re und arrogante Neo-Bourgeoisie entlarven.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Venezuelas Opposition verhindert friedliche L&ouml;sung<\/strong><br>\nKritik aus Norwegen an Beharren auf R&uuml;cktritt von Pr&auml;sident Maduro: &ldquo;Position muss realistischer werden&rdquo;<br>\nDie Forderung des venezolanischen Oppositionspolitikers Juan Guaid&oacute; nach einem R&uuml;cktritt des amtierenden Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro droht laufende Verhandlungen in Norwegen zum Scheitern zu bringen. Nun &auml;u&szlig;erten sich nach US-Berichten erstmals auch Unterh&auml;ndler in Oslo kritisch zu der Haltung des Guaid&oacute;-Lagers.<br>\nDer selbsternannte Gegenpr&auml;sident des s&uuml;damerikanischen Landes, der sich auf die Unterst&uuml;tzung von gut 50 meist westlichen Staaten um die USA berufen kann, hatte am Wochenende seine Forderung nach einem R&uuml;cktritt von Maduro bekr&auml;ftigt. Der amtierende Pr&auml;sident werde sein Amt noch in diesem Jahr aufgeben m&uuml;ssen, sagte er am Samstag vor hunderten Anh&auml;ngern. Der Kampf gegen Maduro laufe schon eine Weile, &ldquo;aber mit Gottes Hilfe wird er 2019 enden&rdquo;, so Guaid&oacute;, der auch dem oppositionell dominierten Parlament vorsteht.<br>\nNicht sehr gut kamen diese &Auml;u&szlig;erungen in Oslo an&hellip;<br>\nF&uuml;r die Stagnation der Gespr&auml;che machen norwegische Unterh&auml;ndler nun offen die Opposition um Guaid&oacute; verantwortlich. Die Pattsituation komme nicht &uuml;berraschend, hei&szlig;t es aus Oslo, &ldquo;da das Verhandlungsmandat der Opposition sehr begrenzt ist: Maduro muss zur&uuml;cktreten oder man bricht die Gespr&auml;che ab&rdquo;, zitiert die Venezuela-kritische US-Tageszeitung Miami Herald einen namentlich nicht genannten norwegischen Vertreter: &ldquo;Wenn sie nur die Bedingungen f&uuml;r Maduros Kapitulation verhandeln wollen, dann wird es nat&uuml;rlich keine Vereinbarung geben. Ihre Position muss realistischer werden.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Venezuelas-Opposition-verhindert-friedliche-Loesung-4438588.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Amerika zweifelt am Kapitalismus<\/strong><br>\nJunge W&auml;hler in den USA sehen den Turbokapitalismus ihres Landes zunehmend kritisch, linke Politiker wie Alexandria Ocasio-Cortez gelten als cool &ndash; und ausgerechnet ein Hedgefonds-Manager befeuert die Debatte.<br>\nEs gibt wohl nicht viele Leute, die John Hickenlooper kennen &ndash; nicht einmal in Amerika. Dabei hat sich der demokratische Pr&auml;sidentschaftsbewerber und fr&uuml;here Unternehmer Gro&szlig;es vorgenommen: &ldquo;Ich trete an, um den Kapitalismus zu retten.&rdquo;<br>\nDas Wahlkampfversprechen des 67-j&auml;hrigen Ex-Gouverneurs von Colorado scheint im Kernland der Turbomarktwirtschaft auf den ersten Blick weit hergeholt: Wenn es ein Land gibt, in dem alle glauben, es z&auml;hle vor allem die Anstrengung jedes Einzelnen und der Staat habe sich tunlichst rauszuhalten, dann die USA.<br>\nTats&auml;chlich aber ist in den USA eine Debatte entbrannt, die noch vor nicht allzu langer Zeit unm&ouml;glich schien: Ist unser System am Ende? Und ist der Sozialismus wom&ouml;glich die bessere Wahl?<br>\nEs sind vor allem die J&uuml;ngeren, die diese ketzerischen Fragen stellen. Fast jeder Zweite in der Altersgruppe der Millennials und Generation Z erkl&auml;rte k&uuml;rzlich in einer Umfrage im Auftrag des Nachrichtenportals &ldquo;Axios&rdquo;, dass er lieber in einem sozialistischen Land leben w&uuml;rde.<br>\nHedgefondsmanager rechnet mit Kapitalismus ab<br>\nSo richtig in Schwung gebracht hat die Sache aber nun ausgerechnet jemand, der in einer Kommandozentrale des sich schnell drehenden Geldes sitzt: Ray Dalio, Gr&uuml;nder des weltgr&ouml;&szlig;ten Hedgefonds Bridgewater Association, der auf ein pers&ouml;nliches Verm&ouml;gen von gesch&auml;tzt 17 Milliarden Dollar kommt. Im Vorfeld der Milken Institute Global Conference, dem j&auml;hrlichen Treffen der Finanzjongleure, ver&ouml;ffentlichte Dalio vor einigen Wochen auf Linkedin eine vernichtende Abrechnung mit dem Wirtschaftsmodell, das ihn reich gemacht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/usa-amerika-zweifelt-am-kapitalismus-a-1269693.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Adler im Sturzflug<\/strong><br>\nVon der Deutschen Bank bis BAYER: Warum sich Konzerne selbst zerst&ouml;ren? Kevin K&uuml;hnert l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en!<br>\nDie Schreckensmeldungen &uuml;ber etliche, bis vor kurzem noch beherrschende Kapitalgiganten im Kreise der drei&szlig;ig Gr&ouml;&szlig;ten im &bdquo;Deutschen Aktienindex (DAX)&ldquo; h&auml;ufen sich. Damit wird der derzeit vorherrschende Pessimismus zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gleichsam unternehmensbezogen unterf&uuml;ttert. Die Absturzrhetorik ist in vollem Gang. Die &bdquo;Business Week&ldquo; mutma&szlig;t Deutschlands &bdquo;letzten Tage einer &Auml;ra&ldquo;. Der SPIEGEL menetekelt Anfang Mai mit seiner Titelgeschichte: &bdquo;Auslaufmodell Deutschland&ldquo;. Jedenfalls scheinen einige bisher hochkar&auml;tige Aktiengesellschaften mit einer langen Erfolgsgeschichte den Eindruck einer selbst zu verantwortenden Zerst&ouml;rung zu belegen. Eklatantes Beispiel ist die Deutsche Bank&hellip; Die Deutsche Bank ist jedoch kein Einzelfall f&uuml;r das derzeit erkennbare Versagen in den abgeschotteten Vorstandsetagen im Zusammenspiel mit Ja-Sagern in den Aufsichtsr&auml;ten. Ein weiteres Beispiel f&uuml;r das Versagen eines bisher renommierten Konzerns ist die BAYER AG. F&uuml;r den irrsinnigen Preis von 66 Mrd. $ wurde der Agrarchemiekonzern Monsanto in den USA gekauft. Jetzt steht das deutsche Traditionsunternehmen mit dem Unkrautvernichter Glyphosat f&uuml;r Vergiftung von Natur und Mensch. Bei der Motivsuche dieses Wahnsinnkaufs ist die toxische Mixtur aus Gr&ouml;&szlig;enwahn, Inkompetenz und Arroganz erkennbar. Ein weiteres Beispiel f&uuml;r die Selbstzerst&ouml;rung im &bdquo;Deutschen Aktienindex&ldquo; sind die &uuml;ber Jahrzehnte politisch unantastbaren Automobilkonzerne. Wie die Deutsche Bank haben die VW AG, aber auch Daimler Benz AG und auch die BOSCH GmbH ein neues Zerst&ouml;rungsinstrument eingesetzt: Es geht um systematischen Betrug. In der Automobilindustrie sind es die manipulierten Abgasmessungen und bei der Deutschen Bank die toxischen Wertpapierpakete sowie die Karussellgesch&auml;fte mit CO2-Zertifikaten. Die Entscheidungsinstitutionen wie Hauptversammlungen, Aufsichtsr&auml;te, aber auch die Wirtschaftspr&uuml;fer sowie die Unternehmensmitbestimmung haben hier mehr oder weniger versagt. Ein weiteres Beispiel f&uuml;r Fehlentscheidungen demonstriert der Industriekonzern ThyssenKrupp.<br>\n(&hellip;)  Dieser profitwirtschaftliche Systemdruck f&uuml;hrt jedoch nicht nur zu waghalsigen, hoch riskanten Gesch&auml;ften innerhalb des geltenden Rechtsrahmens. Nein, die asoziale Profitlogik motiviert auch zu strafrechtlich kriminellem Verhalten. So kommt es auch in den Industrieunternehmen immer wieder zu illegaler Ausbeutung von Besch&auml;ftigten, zu monopolistischen Kartellabsprachen (etwa Schienenkartell mit ThyssenKrupp), Zahlungen von Bestechungsgeldern und kriminellem Umweltfrevel.<br>\nWer h&auml;tte das gedacht, nicht sozialistische Umtriebe oder die Occupy-Bewegung haben zur Zerschlagung der Deutschen Bank gef&uuml;hrt. Vielmehr war es die eigene Profitgier, die den Prozess der Selbstzerst&ouml;rung vorangetrieben hat&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rhickel.iaw.uni-bremen.de\/ccm\/homepages\/hickel\/aktuelles\/adler-im-sturzflug.de\">Universit&auml;t Bremen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> siehe dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52277#h06\">Macht sich die Industrie selbst kaputt?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Verordnung zur Verbesserung der Rahmenbedingungen f&uuml;r den Aufbau der LNG-Infrastruktur in Deutschland<\/strong><br>\nDer federf&uuml;hrende Wirtschaftsausschuss und der Ausschuss f&uuml;r Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit empfehlen dem Bundesrat, der Verordnung zur Verbesserung der Rahmenbedingungen f&uuml;r den Aufbau der LNG-Infrastruktur in Deutschland zuzustimmen.<br>\n(&hellip;) Der Bundesrat begr&uuml;&szlig;t die Verabschiedung einer LNG-Verordnung, mit der unter anderem die regulatorischen Rahmenbedingungen hinsichtlich Finanzierbarkeit der Anschlussbedingungen der LNG-Terminals an die deutsche Gasinfrastruktur geschaffen werden. Mit der Inbetriebnahme der LNG-Terminals wird sich die Gasversorgungssicherheit in Deutschland erh&ouml;hen.<br>\n(&hellip;) Gerade vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Kohleausstiegs und der notwendigen Dekarbonisierung der Energieversorgung ist auf absehbare Zeit von einem zus&auml;tzlichen Gas- und Kapazit&auml;tsbedarf auszugehen. Erforderlich sind allerdings zielgerichtete Investitionen in den Ausbau einer zukunftsf&auml;hi-gen Gasnetzinfrastruktur sowie der Neubau von Gaskraftwerken&hellip;<br>\nSowohl der Wirschafts- als auch der Umweltsausschuss empfehlen die Zustimmung zu dieser Verordnung:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.umwelt-online.de\/PDFBR\/2019\/0138_2D1_2D19.pdf\">Umwelt-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin B.R.:<\/strong> Das BWMi schreibt dazu auf seiner homepage &ldquo;Der marktwirtschaftliche Ausbau der LNG-Infrastruktur in Deutschland ist ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung&rdquo;.  Gemeint ist damit, dass Stromkunden und Steuerzahler f&uuml;r diese Kosten aufkommen werden &hellip;witzig &hellip;. <a href=\"http:\/\/berliner-wassertisch.info\/20190319-kgl-stellungnahme\/\">In der Stellungnahme<\/a> der Aussch&uuml;sse steht zur Finanzierung kein Wort, genauso wenig wie eine Gesamtbewertung im Hinblick auf Klimaeffekte. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Diese Empfehlung wird besonders auch die USA erfreuen. Die dr&auml;ngen die Bundesregierung ja zum Ausbau von LNG-Terminals. Einerseits um ihr Fracking-Gas, das per Schiff angeliefert werden muss  hier verkaufen zu k&ouml;nnen, andererseits um damit den Bau der Gaspipeline Nordstream 2 und den Verkauf von russischem Erdgas an Deutschland zu torpedieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>New Work &ndash; Alte Probleme<\/strong><br>\nDie Trennung von Arbeit und Privatleben wird durch den Technikeinsatz der Unternehmen in Frage gestellt. Der Druck auf die Besch&auml;ftigten nimmt zu. Diese Tendenz best&auml;tigt auch Digitrain 4.0. &raquo;Entgrenzung l&auml;sst Work-Life-Konflikt entstehen&laquo;, beschreiben die Forscher verklausuliert &raquo;einen weiteren potentiellen Risikofaktor&laquo;. Immer mehr Besch&auml;ftigte k&ouml;nnen &raquo;dank flexibler Arbeitsformen, wie Homeoffice und mobiler Arbeit&laquo; Arbeitsort und Arbeitszeit &raquo;frei w&auml;hlen&laquo;. Was nach Selbstbestimmung klingt, findet aber ohne Einfluss auf Arbeitsmenge und Personalplanung statt. In der Folge m&uuml;ssen &raquo;sich Besch&auml;ftigte auch in ihrer Freizeit verst&auml;rkt mit Arbeitsthemen auseinandersetzen und st&auml;ndig erreichbar sein&laquo;. So geben 60 Prozent der F&uuml;hrungskr&auml;fte an, dass die Grenze zwischen Beruf und Privatleben durch die Digitalisierung verschwimmt. &raquo;Bei den Mitarbeitern entspricht dieser Anteil knapp 43 Prozent&laquo;, so die Forscher. Knapp ein Viertel &raquo;arbeiten h&auml;ufig abends oder am Wochenende&laquo;. &raquo;Unser Ziel ist es, mobiles Arbeiten aktiv zu unterst&uuml;tzen und damit auch die Arbeits- und F&uuml;hrungskultur bei Daimler zu ver&auml;ndern&laquo;, benennt Wilfried Porth, Vorstandsmitglied der Daimler AG, die Zielsetzung.<br>\n(&hellip;) In einer repr&auml;sentativen Befragung durch das &raquo;soziale Netzwerk&laquo; XING und das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) gaben 62,8 Prozent der knapp 2000 Befragten zwischen 25 und 54 Jahren an, sich auch in ihrer Freizeit mit beruflichen Aufgaben zu besch&auml;ftigen&hellip; Den Unternehmen reicht das nicht. Die BDA fordert eine Einschr&auml;nkung des Arbeitszeitgesetzes: &raquo;Durch weitere gesetzliche &Ouml;ffnungen m&uuml;ssen diese betrieblichen Spielr&auml;ume vergr&ouml;&szlig;ert werden.&laquo; Auch gesetzliche Nachweispflichten zur Arbeitszeit halten die Unternehmenslobbyisten f&uuml;r st&ouml;rend. &raquo;Vertrauensarbeitszeit wird im Zuge der Digitalisierung der Arbeitswelt stetig zunehmen.&laquo; Der Gesetzgeber solle es m&ouml;glich machen, &raquo;die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Aufzeichnung der Arbeitszeiten verbindlich an die Besch&auml;ftigten zu delegieren&laquo;, wird mit dem Schlagwort &raquo;New Work&laquo; gefordert. Dies sei ein &raquo;Rezept, um in einer zunehmend volatilen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen Welt mitzuhalten und dabei erfolgreich zu sein&laquo;, betont Nora Heer, die Chefin von Loopline Systems. Und macht deutlich, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\">welche ideologische Denkweise dahintersteht<\/a>: &raquo;Schon Darwin wusste: Nur die Anpassungsf&auml;higsten (&rsaquo;fittest&lsaquo;) &uuml;berleben&laquo;. So neu sind die &raquo;New Work&laquo;-Ans&auml;tze also gar nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/10-2019&amp;textfile=4784\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kliniken m&uuml;ssen auf &Auml;rzte als freie Mitarbeiter verzichten<\/strong><br>\n(&hellip;) Arbeiten &Auml;rzte auf Honorarbasis und zeitlich befristet in Krankenh&auml;usern, unterliegen sie der Sozialversicherungspflicht. Kliniken, die zur &Uuml;berbr&uuml;ckung von Personalengp&auml;ssen auf diese Mediziner zur&uuml;ckgriffen, m&uuml;ssen daher Sozialbetr&auml;ge an die Deutsche Rentenversicherung nachzahlen. Die f&uuml;r das Gesundheitswesen weitreichende Entscheidung hat das Bundessozialgericht (BSG) in einem Leitfall am Dienstag verk&uuml;ndet.<br>\nMehrere Kl&auml;ger hatten in den zehn Revisionen in Kassel vorgetragen, dass der Einsatz von Honorar&auml;rzten vor allem in l&auml;ndlichen Gebieten notwendig sei, um die medizinische Grundversorgung sicherzustellen. Ein &bdquo;etwaiger Fachkr&auml;ftemangel im Gesundheitssektor&ldquo; &auml;ndere an der Entscheidung nichts, sagte Rainer Schlegel, Gerichtspr&auml;sident und Vorsitzender des 12. Senats in der Urteilsverk&uuml;ndung. &bdquo;Finden Krankenh&auml;user nicht genug Personal, weil die Arbeitsbedingungen als unattraktiv angesehen werden, k&ouml;nnen sie ihre Probleme nicht mit Honorarvereinbarungen l&ouml;sen.&ldquo; Unter Honorar&auml;rzten versteht man Mediziner, die h&auml;ufig nebenberuflich und zeitlich befristet auf Basis individueller Eins&auml;tze f&uuml;r mehrere Auftraggeber t&auml;tig sind. Daf&uuml;r erhalten sie ein Honorar, das &uuml;ber dem Entgelt der angestellten &Auml;rzte liegt. Im Vorfeld der Verfahren waren verschiedene Verb&auml;nde um Stellungnahmen gebeten worden. Bis ins Jahr 2015 soll laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft jedes zweite Krankenhaus solche Mediziner beauftragt haben. Der Bundesverband der Honorar&auml;rzte selbst spricht von aktuell 5000 Medizinern in Deutschland. Dagegen geht der Marburger Bund davon aus, dass ihr Einsatz aufgrund von Haftungs- und Regressrisiken an Attraktivit&auml;t verloren hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/beruf\/urteil-kliniken-muessen-auf-aerzte-als-freie-mitarbeiter-verzichten-16221344.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sozialhilfebetrug durch deutsche Krankenh&auml;user &ndash; man lernt halt nie aus. Das Urteil ist f&uuml;r jeden Laien nachvollziehbar, weil Krankenhaus&auml;rzte offensichtlich immer weisungsgebunden, also wie\/als Angestellte arbeiten. Und das Pseudo-Argument mit dem Fachkr&auml;ftemangel, meiomei: zahlt halt ordentlich, dann gibt es genug Fachkr&auml;fte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sehr viel hei&szlig;e Luft bei der &sbquo;Konzertierten Aktion Pflege<\/strong><br>\n&bdquo;Die &sbquo;Konzertierte Aktion Pflege&lsquo; hat am Ende keine Konsequenzen. Eine Pflegereform sieht anders aus&ldquo;, sagt Pia Zimmermann, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die Ergebnisse der &bdquo;Konzertierten Aktion Pflege&ldquo; der Bundesregierung, mit der Arbeitsbedingungen und Ausbildungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Pflegekr&auml;fte verbessert werden sollen. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Die eigentliche Leistung der &sbquo;Konzertierten Aktion Pflege&lsquo; ist, auf 182 Seiten nichts inhaltlich Substantielles zu schreiben. Es werden sogar l&auml;ngst beschlossene Gesetze irrigerweise als Ergebnisse der &sbquo;Konzertierten Aktion Pflege&lsquo; gefeiert, wie das Personalbemessungsverfahren f&uuml;r die Pflegeheime. Das wurde bereits 2016 mit dem zweiten Pflegest&auml;rkungsgesetz beschlossen.<br>\nBesonders dramatisch bleibt die Situation f&uuml;r die Pflegekr&auml;fte. Anstatt endlich f&uuml;r einen fl&auml;chendeckenden Tarifvertrag und anst&auml;ndige Arbeitsbedingungen zu sorgen, werden weitere Arbeitsgruppen gegr&uuml;ndet und das Thema den Arbeitgebern &uuml;berlassen. Die Pflegekr&auml;fte werden mit teilweise unmenschlichen Arbeitsbedingungen und prek&auml;ren Geh&auml;ltern einfach im Regen stehen gelassen.<br>\nDie Ergebnisse der &sbquo;Konzertierten Aktion Pflege&lsquo; sind keine Erfolgsgeschichte. Wieder einmal hat die Regierung gezeigt, dass ihr die Interessen der Arbeitgeber wichtiger sind als die Bed&uuml;rfnisse der Menschen mit Pflegebedarf und die Anliegen der Pflegekr&auml;fte.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/sehr-viel-heisse-luft-bei-der-konzertierten-aktion-pflege\/?fbclid=IwAR2gX_nInkL6z3qELT6g-s_mQWdJoy9qhjF3ikcSJEEGBNEZd0xRlWHNhBQ\">DIE LINKE<\/a>\n<p><strong>Dazu: Pflegewissenschaftler &uuml;ber Pflegekr&auml;fte &bdquo;Es fehlen &uuml;ber 100.000 Stellen&ldquo;<\/strong><br>\nPflege&shy;wissenschaftler Michael Simon erkl&auml;rt, warum Bremens Bundesratsinitiative f&uuml;r eine andere Personalplanung in den Krankenh&auml;usern wichtig ist.<br>\ntaz: Herr Simon, seit Anfang des Jahres gibt es Untergrenzen daf&uuml;r, wie viel Pflegepersonal einzelne Stationen im Krankenhaus vorhalten m&uuml;ssen. Warum verbessert das die Situation f&uuml;r Pflegekr&auml;fte und Patient*innen nicht?<br>\nMichael Simon: Zum einen sind die Untergrenzen zu niedrig angesetzt. Sie fordern nur eine Minimalbesetzung, das steht so auch in der Verordnung. Wenn eine Pflegekraft zehn oder zw&ouml;lf Patienten versorgen muss, kann von bedarfsgerechter Besetzung nicht die Rede sein. Hinzukommt, dass die Verordnung Pflegefachkr&auml;fte und Hilfskr&auml;fte zusammenfasst.<br>\nDas hei&szlig;t?<br>\nF&uuml;r eine Intensivstation, auf der laut Verordnung eine Schwester tags&uuml;ber 2,5 Patienten betreuen soll, hei&szlig;t das beispielsweise, dass es rechtlich zul&auml;ssig ist, wenn eine Altenpflegehilfskraft mit einj&auml;hriger Ausbildung mehrere schwerstverletzte, beatmete Patienten versorgt. Das wird hoffentlich kein Krankenhaus so machen, aber es verdeutlicht, was von dieser Verordnung zu halten ist.<br>\nSind die Intensivstationen unterschiedlicher Kliniken denn vergleichbar?<br>\nNein, das ist ein weiterer Kritikpunkt. Man kann nicht denselben Wert f&uuml;r Intensivstationen kleiner Landkrankenh&auml;user und f&uuml;r Universit&auml;tskliniken vorgeben. Ich halte das f&uuml;r vollkommen unsachgem&auml;&szlig;.<br>\nWas schlagen Sie stattdessen vor?<br>\nEs muss ein Verfahren entwickelt werden, das die notwendige Personalbesetzung anhand des individuellen Pflegebedarfs der Patienten ermittelt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Pflegewissenschaftler-ueber-Pflegekraefte\/!5598727\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> In der Pflege fehlen also nicht 40.000 Stellen, <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/koalition-baut-die-pflege-aus-die-finanzierung-ist-vertagt-16221371.html\">wie die Koalition glauben machen will<\/a>, sondern &uuml;ber 100.000, sagt zumindest dieser Wissenschaftler. Noch einmal: warum bekommt die Union 28 Prozent und die SPD 16 Prozent f&uuml;r Lug und Trug?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Konkurrenz um Gewerkschafter<\/strong><br>\nDGB: Mitglieder strafen Regierungsparteien bei EU-Wahlen ab. Die Linkspartei kann nicht profitieren, AfD an vierter Stelle<br>\nDas Ergebnis der EU-Wahlen d&uuml;rfte nicht nur in den Reihen von CDU und SPD f&uuml;r Nachdenklichkeit gesorgt haben. Auch innerhalb des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) wird das Resultat wohl weitere Debatten nach sich ziehen.<br>\n(&hellip;) Die Zahlen, die der Gewerkschaftsbund ver&ouml;ffentlichte, stammen von der Forschungsgruppe Wahlen, die bei Nachwahlbefragungen das Abstimmungsverhalten von 50.000 Menschen festgestellt hat. Dabei lie&szlig; sich auch ausmachen, dass ebenso wie die Bundesb&uuml;rger die Mitglieder des DGB den Parteien der gro&szlig;en Koalition das Vertrauen entzogen haben&hellip;<br>\nF&uuml;r Angelika Teweleit, Sprecherin des &raquo;Netzwerks f&uuml;r eine k&auml;mpferische und demokratische Verdi&laquo; sind all diese Befunde wenig &uuml;berraschend. &raquo;Dass die SPD nach dem sozialen Kahlschlag durch die &rsaquo;Agenda 2010&lsaquo; und nach den Jahren in der gro&szlig;en Koalition f&uuml;r Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter immer weniger w&auml;hlbar erscheint, ist logisch&laquo;, erkl&auml;rte Teweleit im Gespr&auml;ch mit junge Welt am Sonnabend.<br>\nEs m&uuml;sse die Linkspartei allerdings nachdenklich stimmen, wenn sie von den Verlusten der SPD nicht profitieren k&ouml;nne. Dort, wo sich Die Linke an Regierungen beteilige, habe sie nicht selten soziale K&uuml;rzungen mitgetragen. Das f&uuml;hre zu Misstrauen auch bei DGB-Mitgliedern.<br>\n(&hellip;) Doch auch dem DGB stellt Teweleit ein schlechtes Zeugnis aus. Es sei ein Problem, wenn beispielsweise Verdi und GEW in der Tarifrunde der Landesbesch&auml;ftigten Laufzeiten von zweieinhalb Jahren akzeptieren w&uuml;rden. &raquo;Die Gewerkschaften m&uuml;ssen Kampforgane der Arbeiterklasse sein&laquo; und m&uuml;ssten als solche auch wahrgenommen werden, so Teweleit. Die Anzahl der Stimmen f&uuml;r die AfD aus Gewerkschafterkreisen k&ouml;nnte nur dann wieder geringer werden, wenn man bewusst K&auml;mpfe organisiere, die f&uuml;r Solidarit&auml;t &uuml;ber nationale oder religi&ouml;se Grenzen hinweg sorgten. &raquo;Wenn man gemeinsam k&auml;mpft, dann treten rassistische Vorurteile in den Hintergrund zu Gunsten gemeinsamer Interessen, f&uuml;r die man sich einsetzt.&laquo; Ausgehend von dieser Position k&ouml;nnten Gewerkschaften eine Schl&uuml;sselposition im Kampf auch gegen rassistische Spaltung einnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/356075.gewerkschaftsstrategie-konkurrenz-um-gewerkschafter.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hessentag: Streit um Bundeswehrstand auf Volksfest<\/strong><br>\nDer Informationsstand der Bundeswehr auf dem Hessentag erhitzt seit Jahren die Gem&uuml;ter. In diesem Jahr wird nicht nur informiert, sondern verschiedene Panzer und Hubschrauber werden in Stellung gebracht.<br>\nDie Linke-Fraktion hat den seit Jahren schwelenden Streit um die Bundeswehr und ihren Informationsstand auf dem Hessentag erneut angefacht. &bdquo;Kriegsger&auml;te haben auf einem friedlichen Volksfest nichts zu suchen&ldquo;, sagte Fraktionschef Jan Schalauske in Wiesbaden. Dieses Jahr sollen in Bad Hersfeld unter anderem verschiedene Panzertypen wie der Sch&uuml;tzenpanzer vom Typ &bdquo;Marder&ldquo; und ein Unterst&uuml;tzungshubschrauber ausgestellt werden. Mit einem solchen Stand &bdquo;hessische Identit&auml;t zu stiften &ndash; was ja Sinn dieses Volksfests sein soll &ndash; ist reichlich abwegig&ldquo;, kritisierte Schalauske.<br>\n(&hellip;) Nicht nur die Linke-Fraktion kritisiert den Informationsstand der Bundeswehr auf dem Hessentag. Die &bdquo;Friedensinitiative Hersfeld-Rotenburg&ldquo; protestiert gegen die Pr&auml;senz der Bundeswehr beim Hessentag in ihrem Heimatort und hat dazu aufgerufen das Aktionsb&uuml;ndnis &bdquo;Friedlicher Hessentag&ldquo; zu bilden. &bdquo;Wir wenden uns gegen Milit&auml;rwerbung auf Volksfesten und bei Minderj&auml;hrigen&ldquo;, schreibt das B&uuml;ndnis auf seiner Website. Am 15. Juni soll eine Demonstration stattfinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/kritik-an-informationsstand-der-bundeswehr-auf-dem-hessentag-16217271.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: Fest verankert<\/strong><br>\nMit dem diesj&auml;hrigen &ldquo;Tag der Bundeswehr&rdquo; wollen die deutschen Streitkr&auml;fte erkl&auml;rterma&szlig;en die soziale Militarisierung weiter vorantreiben. Es gehe darum zu demonstrieren, dass die Truppe &ldquo;aus der Gesellschaft heraus f&uuml;r die Gesellschaft da ist&rdquo;, hei&szlig;t es in den zugeh&ouml;rigen Propagandapublikationen. Dabei kann sich die Armee insbesondere auf willf&auml;hrige Landes- und Kommunalpolitiker st&uuml;tzen. Mehrere Regional- und Gemeindefeste wurden eigens auf den &ldquo;Tag der Bundeswehr&rdquo; verlegt; neben Waffen und Kriegsger&auml;t werden fl&auml;chendeckend Einsatzfahrzeuge von Polizeibeh&ouml;rden, Technischem Hilfswerk (THW) und Rettungsdiensten zu sehen sein. Das hierin zum Ausdruck kommende Vorgehen korrespondiert mit einer deutlichen Zunahme sogenannter freilaufender &Uuml;bungen der deutschen Streitkr&auml;fte. Dabei trainieren Kampfeinheiten inmitten der Zivilbev&ouml;lkerung unter anderem Operationen zur Aufstandsbek&auml;mpfung in Afghanistan. Die betroffenen B&uuml;rger werden schon im Vorfeld auf die entsprechenden Man&ouml;ver eingestimmt &ndash; und erhalten zugleich Informationen &uuml;ber den &ldquo;Arbeitgeber Bundeswehr&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7958\/\">German Foreign Policy<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Mama &amp; Papa im Panzer. Wenn das mal kein Gaudi ist&hellip; Opa fuhr ja auch schon mal Panzer, fr&uuml;her, als Deutschland noch gro&szlig; war und einen F&uuml;hrer hatte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Den Staat neu denken &ndash; weshalb eigentlich?<\/strong><br>\nDebatten &uuml;ber Sinn und Zweck von staatlichen Regulierungen der Wirtschaft werden seit Jahren in Dauerschleife gef&uuml;hrt. Dabei sollte eigentlich klar sein, dass die kapitalistische Marktwirtschaft ohne politische Regulierungen gar nicht funktionieren kann.<br>\nPrivater Reichtum und &ouml;ffentliche Armut<br>\nVielmehr bedeutet linke Politik, das Primat der Politik zu st&uuml;tzen und die Volkswirtschaft vor den suizidalen Eigenschaften des Kapitalismus mit staatlichen Regulierungen zu sch&uuml;tzen. Diese betreffen nicht nur die Finanzm&auml;rkte, den Wettbewerb und die Einkommensverteilung, sondern ebenso die &ouml;ffentliche Sicherheit, die Wohnungswirtschaft, das Verkehrswesen, Bildung, Kultur und nicht zuletzt die Absicherung allgemeiner Lebensrisiken wie Alterung, Krankheit und Arbeitslosigkeit. Das alles sind keine verzichtbaren Wohltaten, sondern f&uuml;r die Reproduktion der Wirtschaft existenzielle Aufgaben.<br>\nNat&uuml;rlich kann man die Sicherung der wirtschaftlichen und sozialen Infrastruktur auch privaten Institutionen &uuml;bertragen und aus Staatsbetrieben b&ouml;rsennotierte Aktiengesellschaften machen. Die Resultate einer solchen Politik sind f&uuml;r alle sp&uuml;rbar: wachsende Altersarmut, marode Schulen und Verkehrswege, ein aus den Fugen geratener Immobilienmarkt, notorisch unp&uuml;nktliche Z&uuml;ge, gro&szlig;e L&uuml;cken in der Betreuung pflegebed&uuml;rftiger Menschen und so weiter und so fort. Wir erleben einen wachsenden und &auml;u&szlig;erst ungleich verteilten privaten Reichtum bei einer zugleich steigenden &ouml;ffentlichen Armut. Davor warnte der Keynesianer John Kenneth Galbraith schon Anfang der 1960er Jahre.<br>\nDie Fiskalpolitik der &bdquo;schwarzen Null&ldquo; mit dem Motto &bdquo;Sparen bis es quietscht&ldquo; hat fatale Folgen f&uuml;r die wirtschaftliche Entwicklung und das Leben der B&uuml;rger. Es ist nicht nur rechtlicher, sondern auch &ouml;konomischer Irrsinn, diese Maxime ins Grundgesetz zu hieven. Ganz zu schweigen von der bizarren Forderung von Wirtschaftsminister Altmeier, die Begrenzung der Sozialabgaben auf 40 Prozent der Lohnsumme zum Verfassungsziel zu erkl&auml;ren. Genauso gut k&ouml;nnte man den Body-Mass-Index von 30 als dem &uuml;blichen Grenzwert zwischen &Uuml;bergewicht und Fettleibigkeit zum gesetzlichen Limit f&uuml;r die &Uuml;bernahme eines Ministeramts machen.<br>\nEs ist nun einmal so, dass die kapitalistische Marktwirtschaft ohne eine &ouml;ffentliche Verkehrsinfrastruktur, ein umfassendes Bildungssystem und fl&auml;chendeckende gesundheitliche und soziale Dienste nicht funktionieren kann. Wenn sich als postmoderne Linke gebende Hipster staatliches Handeln auf Beh&ouml;rdenwillk&uuml;r, Verbote und Begrenzungen reduzieren, sind sie ebenso ignorant wie Neoliberale mit ihrem Mantra von der Unbezahlbarkeit des Sozialstaats&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/06\/den-staat-neu-denken-weshalb-eigentlich\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>In Barcelona schreiben die B&uuml;rger das Regierungsprogramm selbst &ndash; und machen ihre Stadt sozialer<\/strong><br>\nIn Barcelona waren 40.000 B&uuml;rger an der Erstellung des Regierungsprogramms beteiligt &ndash; und tats&auml;chlich: Dreiviertel des Programms stammt von den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern selbst, die sich online und offline beteiligten. Die Stadt zeigt vor, wie die technische Revolution einer Smart City auch die Demokratie revolutionieren kann. Daf&uuml;r setzt Barcelona auf eigene Infrastruktur und Technik statt auf globale Tech-Multis. Das st&auml;rkt die lokale Wirtschaft und den sozialen Zusammenhalt in der Stadt.<br>\n&bdquo;Wir m&uuml;ssen die digitale Revolution mit einer demokratischen Revolution verbinden: Die B&uuml;rgerinnen m&uuml;ssen vollst&auml;ndig an der Gestaltung der &ouml;ffentlichen Ordnung mitwirken k&ouml;nnen&ldquo;, sagt Francesca Bria, die Kommissarin f&uuml;r Digitale Technologien in Barcelona.<br>\nUnd in Barcelona bedeutet Digitalisierung und technische Innovation tats&auml;chlich mehr direkte Mitbestimmung. B&uuml;rger haben die M&ouml;glichkeit ihre Anliegen vorzubringen und an der L&ouml;sung der Probleme der Stadt aktiv mitzuarbeiten. Die B&uuml;rgerinnen setzen sich vor allem f&uuml;r mehr g&uuml;nstige Wohnungen, saubere Energie und soziale Sicherheit ein. Und das funktioniert. Es sind autofreie Stadtgebiete entstanden, neue Buslinie wurden eingef&uuml;hrt und die Stadt hat ein Unternehmen f&uuml;r Solarenergie gegr&uuml;ndet.<br>\n(&hellip;) &bdquo;Wir m&ouml;chten die Art und Weise ver&auml;ndern, wie Regierungen heutzutage funktionieren und sie offener, transparent, kollaborativ und partizipativ gestalten&ldquo;, erkl&auml;rt Bria. Die Regierung stellt alle &ouml;ffentlichen Vertr&auml;ge online und macht so f&uuml;r alle sichtbar, wof&uuml;r die Stad das Geld ihrer B&uuml;rger ausgibt.<br>\n(&hellip;) Daten an die Stadtbewohner zur&uuml;ckgeben<br>\nUnd schlie&szlig;lich will Barcelona den Stadtbewohnern die Kontrolle &uuml;ber ihre Daten zur&uuml;ckgeben. Denn private Konzerne &uuml;berwachen jede unserer Bewegungen, um unser Verhalten vorhersehen und kontrollieren zu k&ouml;nnen. Die britische Regierung hat etwa Millionen Gesundheitsdaten an Google weitergegeben, ohne die &Ouml;ffentlichkeit um Erlaubnis zu fragen. Viele f&uuml;rchten, dass die Daten an private Gesundheitsanbieter verkauft werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/barcelona-smart-city-wirtschaft\/\">kontrast.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Na also, geht doch. Direkte Demokratie kann funktionieren, sogar viel besser als die B&uuml;rgerliche. Man muss es nur machen. Und dabei den politischen Mut aufbringen, gegen den Strom zu schwimmen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: &lsquo;It&rsquo;s a miracle&rsquo;: Helsinki&rsquo;s radical solution to homelessness<\/strong><br>\nFinland is the only EU country where homelessness is falling. Its secret? Giving people homes as soon as they need them &ndash; unconditionally<br>\n(&hellip;) As in many countries, homelessness in Finland had long been tackled using a staircase model: you were supposed to move through different stages of temporary accommodation as you got your life back on track, with an apartment as the ultimate reward.<br>\n&ldquo;We decided to make the housing unconditional,&rdquo; says Kaakinen. &ldquo;To say, look, you don&rsquo;t need to solve your problems before you get a home. Instead, a home should be the secure foundation that makes it easier to solve your problems.&rdquo;<br>\nWith state, municipal and NGO backing, flats were bought, new blocks built and old shelters converted into permanent, comfortable homes&hellip;<br>\n(&hellip;) But Housing First is not just about housing. &ldquo;Services have been crucial,&rdquo; says Helsinki&rsquo;s mayor, Jan Vapaavuori, who was housing minister when the original scheme was launched. &ldquo;Many long-term homeless people have addictions, mental health issues, medical conditions that need ongoing care. The support has to be there.&rdquo;<br>\nAt Rukkila, seven staff support 21 tenants. Assistant manager Saara Haapa says the work ranges from practical help navigating bureaucracy and getting education, training and work placements to activities including games, visits and learning &ndash; or re-learning &ndash; basic life skills such as cleaning and cooking&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/cities\/2019\/jun\/03\/its-a-miracle-helsinkis-radical-solution-to-homelessness\">The Guardian<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Barcelona und Helsinki machen es anders und mit Erfolg. Der Trick dabei: Sozial und demokratisch. Es gibt in Deutschland sogar eine Partei, die sich nach diesen beiden Worten nennt. Leider aber machen sie es da, wo sie das Sagen haben, lieber neoliberal und undemokratisch paternalistisch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Spanien: Warum so viele junge Menschen nicht &ldquo;auf eigenen F&uuml;&szlig;en&rdquo; stehen<\/strong><br>\nMehr als 65% aller jungen Menschen zwischen 16 und 34 Jahren leben noch immer bei den Eltern, deutlich mehr als vor 10 Jahren<br>\nIn Spanien war Wahlkampf. Nicht nur das Europaparlament und Kommunalparlamente wurden gew&auml;hlt, sondern ein Monat zuvor wurde bei vorgezogenen Neuwahlen auch das spanische Parlament neu bestimmt. Die jungen W&auml;hler waren besonders umworben, denn die &auml;lteren Generationen sind im Wahlverhalten weniger mobil.<br>\nDeren Wahlverhalten, zu einem guten Teil sehr konservativ, steht meist fest und bewegt sich eher weiter nach rechts bis tief hinein ins ultrarechte Lager, wie die Wahlerfolge der Ciudadanos und der offen faschistisch auftretenden VOX zeigen.<br>\nSo umwarb der sozialdemokratische Regierungschef ganz besonders die jungen Menschen, die heute im Land miese Bedingungen vorfinden und machte erneut gro&szlig;e Versprechen. Zahlen der spanischen Statistikbeh&ouml;rde (INE) machen jedoch unmissverst&auml;ndlich deutlich, wie die Lage ist und geben einen Anhaltspunkt, warum der Auszug aus dem Elternhaus f&uuml;r viele nurmehr ein sch&ouml;ner Traum bleibt.<br>\nDie Zahl derjenigen, die zuhause wohnen, ist in den vergangen zehn Jahren weiter deutlich gestiegen. Waren es 2008, zu Beginn der schweren Krise, noch 58,1% der jungen Menschen im Alter zwischen 16 und 34 Jahren, die sich nicht emanzipieren konnten, waren es 2018 sogar schon 65,1%.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Spanien-Warum-so-viele-junge-Menschen-nicht-auf-eigenen-Fuessen-stehen-4436822.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Annalena Baerbock punktet auf fremdem Terrain<\/strong><br>\nF&uuml;r eine Gr&uuml;ne ist der Tag der Deutschen Industrie kein Heimspiel. Dass Annalena Baerbock dennoch mehr Applaus einheimst als ihr Vorredner, ist erstaunlich. Denn der war lange Zeit so etwas wie der heimliche Hoffnungstr&auml;ger der Wirtschaft.<br>\nAnnalena Baerbock hat beim Tag der Deutschen Industrie das letzte Wort&hellip; Mancher k&ouml;nnte das f&uuml;r ein bewusst gesetztes Zeichen halten.<br>\nBaerbock nutzte ihre Chance auf einem Spielfeld, das naturgem&auml;&szlig; keinen Heimvorteil f&uuml;r eine Gr&uuml;ne bietet. Verbandsvertreter der Industrie, Unternehmensvertreter, nicht wenige davon m&auml;nnlich und jenseits der 50, h&ouml;rten aufmerksam zu, was die Politikerin zu sagen hatte.<br>\nBaerbock warb leidenschaftlich: f&uuml;r die EU zum Beispiel. &bdquo;Die Menschen sind zur Wahl gegangen, weil sie der Meinung sind, dass die gro&szlig;en globalen Herausforderungen nur europ&auml;isch zu l&ouml;sen sind&ldquo;, rief sie den Teilnehmern zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article194746063\/Tag-der-Deutschen-Industrie-Baerbock-punktet-auf-fremden-Platz.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong>&ldquo;Fremdes Terrain&rdquo;? Baerbock zeigt, da&szlig; sie sich wie der Rest der hart konservativen Truppe bei &ldquo;der Industrie&rdquo; anschmieren kann. Die Gr&uuml;nen sind seit Jahrzehnten wirtschaftsh&ouml;rig, und zwar nicht nur in Baden-W&uuml;rttemberg, wo Winfried Kretschmann S-Klasse f&auml;hrt und die Autoindustrie h&auml;tschelt oder in Hessen, wo Tarek Al-Wazir gegen s&auml;mtliche gr&uuml;nen Wahlversprechen <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Feier-am-Frankfurter-Flughafen\/!5588189\/\">das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen bauen lie&szlig;<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Wo ist jetzt die &Uuml;berraschung?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Siemens-Chef Kaeser: &bdquo;Die SPD hat Berechtigung zum Regieren verloren&ldquo;<\/strong><br>\nSiemens-Chef Joe Kaeser hat die SPD wegen Pl&auml;nen der Partei f&uuml;r eine Grundrente attackiert. &bdquo;Wer eine bedarfsneutrale Grundrente fordert, hat die Berechtigung zum Regieren unseres Landes verloren&ldquo;, sagte Kaeser beim Wirtschaftstag des CDU-Wirtschaftsrats. Es gehe ihm dabei nicht in erster Linie um Beispiele wie das einer Arztgattin, die nach dem SPD-Modell eine Grundrente erhalten w&uuml;rde, sondern es gehe um eine &bdquo;Geisteshaltung&ldquo;.<br>\nZuvor hatten auch Arbeitgeberverb&auml;nde die SPD-Pl&auml;ne zur Grundrente kritisiert. In einer Stellungnahme der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) hei&szlig;t es, die Grundrente wirke nicht zielgenau gegen Altersarmut, sei unsolide finanziert und verantwortungslos.<br>\nDie SPD will eine Grundrente ohne Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung &ndash; die Union ist dagegen. Kaeser sagte au&szlig;erdem, Leistung m&uuml;sse sich wieder lohnen.<br>\nDiejenigen, die das Land tragen w&uuml;rden, m&uuml;ssten auch belohnt werden.<br>\nDies sei die Grundlage f&uuml;r die soziale Marktwirtschaft. Kaeser erinnerte an das Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg. &bdquo;Wir sind ein bisschen bequem geworden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/siemens-chef-kaeser-attackiert-spd-wegen-grundrente-16221814.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die 6,96 Millionen Euro, die Herr Kaeser im vergangenen Jahr kassierte sind selbstverst&auml;ndlich v&ouml;llig leistungsgerecht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Ja, Herr Kaeser, es auch geht um Geisteshaltung. Das k&ouml;nnen Sie sich selber hinter die Ohren schreiben. Schon mal was von sozialer Marktwirtschaft geh&ouml;rt? Fr&uuml;her einmal geh&ouml;rte auch Siemens da dazu. Aber damals herrschte auch noch eine andere Geisteshaltung. Auch bei Siemens.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Assange war nur der Anfang<\/strong><br>\nDie M&auml;chtigen knebeln die Presse, in den USA, in Frankreich und jetzt auch in Deutschland<br>\nJulian Assange wurde jahrelang mitten in Europa psychisch gefoltert (nach Aussagen des UN-Menschenrechtsbeauftragen), und soll lebensl&auml;nglich ins Gef&auml;ngnis, weil er es wagte, uns &uuml;ber Kriegsverbrechen der US-Armee zu informieren. In Frankreich werden eine Journalistin und ihre Zeitung von der Regierung drangsaliert, weil sie &uuml;ber gewaltt&auml;tige Eskapaden von Macrons Leichtw&auml;chter und Vertuschungsversuche schrieb. Und in Deutschland soll der Geheimdienst ganz offiziell das Recht bekommen, sich in die Computer von Journalisten zu hacken, um deren Quellen f&uuml;r unliebsame Ver&ouml;ffentlichungen zu enttarnen. (&hellip;) In Paris wurde die Journalistin der f&uuml;hrenden Tageszeitung Le Monde, Ariane Chemin, von Sicherheitsbeh&ouml;rden verh&ouml;rt und mit Zuchthaus bedroht, weil sie eine Serie von Artikeln &uuml;ber Gewaltt&auml;tigkeiten von Pr&auml;sident Macrons Leibw&auml;chter ver&ouml;ffentlichte, die letztlich zu einigen R&uuml;cktritten f&uuml;hrten. Auch der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Le Monde wurde vom Generaldirektorat f&uuml;r innere Sicherheit verh&ouml;rt und eingesch&uuml;chtert. Insgesamt wurden in letzter Zeit acht Journalisten verh&ouml;rt, die Unbequemes ver&ouml;ffentlichten, etwa &uuml;ber Waffenlieferungen an  Saudi-Arabien und Jemen.<br>\nUnd in Deutschland? Hier gibt es den Referentenentwurf des Innenministeriums f&uuml;r ein Gesetz, das es den deutschen Inlands- und Auslandsgeheimdiensten ausdr&uuml;cklich erlaubt, Server, Computer und Smartphones von Verlagen, Rundfunksendern sowie freiberuflichen Journalistinnen und Journalisten zu hacken, verschl&uuml;sselte Kommunikation abzufangen und verdeckt nach digitalen Daten zu suchen. Reporter ohne Grenzen warnt, dass damit eine der S&auml;ulen der Pressefreiheit in Deutschland, das Redaktionsgeheimnis, fallen w&uuml;rde: (&hellip;) Nennen wir es beim Namen. Solche Bestrebungen haben in einer funktionierenden Demokratie keinen Platz.  Sie sind Zeichen des &Uuml;bergangs zu einem totalit&auml;ren System, in dem Widerspruch gegen die M&auml;chtigen ein Verbrechen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1147-assange-war-nur-der-anfang-die-maechtigen-knebeln-die-presse-in-den-usa-in-frankreich-und-jetzt-auch-in-deutschland\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Gr&uuml;ne im Gl&uuml;ck &ndash; Mehrheit ihrer W&auml;hler zu jung, um sich an Regierungsbeteiligung 1998-2005 zu erinnern<\/strong><br>\n20 Prozent, 25 Prozent, 27 Prozent! Die Gr&uuml;nen eilen von einem Umfragehoch zum n&auml;chsten. Dabei scheint die Partei vor allem davon zu profitieren, dass ein Gro&szlig;teil ihrer W&auml;hler schlicht zu jung ist, um sich an die gr&uuml;ne Regierungsbeteiligung von 1998 bis 2005 zu erinnern.<br>\n&ldquo;1998? H&auml;, wieso? Da bin ich gerade geboren&rdquo;, erkl&auml;rt etwa Gr&uuml;nen-Erstw&auml;hlerin und Fridays-For-Future-Aktivistin Samantha Heuser (21). &ldquo;Wie bitte? Die Gr&uuml;nen haben schon mal sieben Jahre lang regiert? Komisch. Dann m&uuml;sste doch die Umwelt heute in einem viel besseren Zustand sein. Kann ich mir gar nicht vorstellen.&rdquo;<br>\nAuch Arthur Klarmann (28) geh&ouml;rt zu den derzeit 25-27 Prozent der deutschen Wahlberechtigten, die ihr Kreuz bei den Gr&uuml;nen machen w&uuml;rden. &ldquo;Ich bin voll f&uuml;r Umweltschutz und gegen Kriege und so. Wie bitte? Unter den Gr&uuml;nen war Deutschland an gleich zwei Kriegen beteiligt? Davon einer v&ouml;lkerrechtswidrig? Und das erstmals seit dem zweiten Weltkrieg? Ich bitte Sie! Das ist doch CDU-Propaganda, was Sie hier behaupten.&rdquo;<br>\nAndere Verfehlungen der rot-gr&uuml;nen Regierung wie die bei vielen verhassten Reformen der Agenda 2010 werden meist ausschlie&szlig;lich der SPD angelastet. &ldquo;Hartz IV ist schei&szlig;e und treibt die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich voran. Das hat der Schr&ouml;der echt verbockt&rdquo;, kritisiert etwa Lena Gleser (19). &ldquo;Wie, die Gr&uuml;nen haben das mit durchgewunken? Unm&ouml;glich. Die sind doch voll sozial. Wenn das so w&auml;re, warum steht dann die SPD bei 14 Prozent und die Gr&uuml;nen bei 25? Also, verarschen kann ich mich selber. Ist das hier der Postillon oder wie?&rdquo;<br>\nDie Gr&uuml;nen-Spitzenkandidaten Annalena Baerbock und Robert Habeck sehen das mangelnde Wissen der j&uuml;ngeren Generation &uuml;ber die einstige Regierungspolitik ihrer Partei entspannt: &ldquo;Man muss die Jugend ihre eigenen Erfahrungen machen lassen. Nur dann lernen sie wirklich etwas&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Stellungname des charismatischen Duos, das sich schon jetzt darauf vorbereitet, 2021 mit der CDU zu koalieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2019\/06\/gruene-1998-2005.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-52312","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52312","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=52312"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52312\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52315,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52312\/revisions\/52315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=52312"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=52312"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=52312"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}