{"id":5234,"date":"2010-04-16T09:05:15","date_gmt":"2010-04-16T07:05:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5234"},"modified":"2010-04-16T09:05:15","modified_gmt":"2010-04-16T07:05:15","slug":"hinweise-des-tages-1121","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5234","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Hilfen f&uuml;r Griechenland; EZB warnt vor Ungleichgewichten; Schulden wurden &uuml;berall sch&ouml;n geredet; Steuerkonzept der FDP; INSM-Steuerkonzept; Fr&uuml;hjahrsprognose; sinkende L&ouml;hne in ganz Europa; HSH-Manager kassieren mehr; der n&auml;chste Immobilien-Tsunami; Pseudogewerkschaft kapituliert; B&uuml;rgerbahn; L&uuml;gen um Gorleben; Hans K&uuml;ng &uuml;ber Bendikt XVI.; wie Kohl Stasi-Spitzel deckte; NRW-Wahlkampf; Hochschulrankings; am Ende: Weitere vier Tote. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Hilfen f&uuml;r Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">EZB warnt vor R&uuml;ckfall in Vor-Krisen-Modus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Schulden sch&ouml;n gerechnet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Zocker treiben Benzinpreis um 14 Cent nach oben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Steuerkonzept der FDP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">INSM: Steuern rauf!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Fr&uuml;hjahrsprognose der Konjunkturforschungsinstitute: Erholung setzt sich fort &ndash; Risiken bleiben gro&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">WSI: Lohnentwicklung in Europa droht deutliche Abschw&auml;chung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Wirtschaftshistoriker Robert Skidelsky: &ldquo;Das Oligopol brechen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Staatsanwaltschaft r&uuml;ckt bei Sal. Oppenheim ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">HSH-Manager kassieren zehn Prozent mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Der n&auml;chste Immobilien-Tsunami rollt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Postgewerkschaft GNBZ: Pseudo-Gewerkschaft kapituliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">B&uuml;rgerbahn statt B&ouml;rsenwahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Gerd L&uuml;ttig: Gorleben &ndash; &ldquo;Eine F&uuml;lle von L&uuml;gen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Hans K&uuml;ng: F&uuml;nf Jahre Benedikt XVI. &ndash; ein historischer Vertrauensverlust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Wie Kohl die Stasi-Spitzel deckte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">NRW-Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Nochmals: Bertelsmann Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Lernen, um zu vergessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Hochschulrankings &ndash; &ldquo;Sie f&uuml;hren Studenten in die Irre&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Am Ende: Vier Tote in Afghanistan<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5234&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hilfen f&uuml;r Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Erkl&auml;rung zur Unterst&uuml;tzung Griechenlands durch die Mitgliedstaaten des Euro-W&auml;hrungsgebiets<\/strong><br>\nNach der Erkl&auml;rung der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten des Euro-W&auml;hrungsgebiets vom 25. M&auml;rz haben die Mitgliedstaaten des Euro-W&auml;hrungsgebiets die Bedingungen f&uuml;r die Finanzhilfe vereinbart, die Griechenland im Bedarfsfall zur Sicherung der Finanzstabilit&auml;t im gesamten Euro-W&auml;hrungsgebiet erhalten soll. Die Mitgliedstaaten des Euro-W&auml;hrungsgebiets sind bereit, Finanzhilfen durch bilaterale Kredite zu gew&auml;hren, die die Europ&auml;ische Kommission im Rahmen eines Hilfspakets b&uuml;ndelt, das Finanzhilfen des Internationalen W&auml;hrungsfonds einschlie&szlig;t &hellip;<br>\nDas Programm erstreckt sich &uuml;ber eine Laufzeit von drei Jahren. Die Mitgliedstaaten des Euro-W&auml;hrungsgebiets sind bereit, im Rahmen eines gemeinsamen Programms, das zusammen mit dem IWF ausgearbeitet und von diesem mitfinanziert werden soll, im ersten Jahr bis zu 30 Mrd. &euro; zur Deckung des Finanzierungsbedarfs bereitzustellen &hellip;<br>\nBeispielsweise w&uuml;rde der Zinssatz f&uuml;r einen &uuml;ber drei Jahre laufenden Festzinskredit an Griechenland mit Stichtag 9. April etwa 5 % betragen.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100416_BMF_Unterstuetzung_Griechenland.pdf\">Bundesministerium der Finanzen [PDF &ndash; 16 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Fricke: Deutschland allein zu Haus<\/strong><br>\nAm Streit um die Hilfen f&uuml;r Griechenland ist vor allem eins gruselig: Er enth&uuml;llt, was f&uuml;r ein unvereinbares Verst&auml;ndnis die Deutschen und die anderen von der Krise haben. Eine Kluft, die Angst macht. Das deutsche Modell geht etwa so: Gutes Wirtschaften ist, wenn jeder daf&uuml;r sorgt, dass es keine Haushaltsdefizite gibt, die eigene Wirtschaft wettbewerbsf&auml;higer wird und Kosten so lange sinken, bis jeder einen Job hat. Die Nachfrage kommt dann von allein. Und welches Land schlecht ist, dar&uuml;ber entscheiden Finanzmarktinvestoren und Ratingagenturen. In so einem Denkmodell ist klar: Wer hohe Schulden und Arbeitslosigkeit hat, ist per Definition selbst schuld und muss gucken, wie er da wieder rauskommt. Stammtisch trifft &Ouml;konomie. Da sollte man schludernden Griechen nicht helfen. Da hilft nur Strafe, vom Markt oder vom Stabi-Pakt XXL. Da wirkt es komisch, wenn andere pl&ouml;tzlich meinen, die vermeintlich vorbildlichen Deutschen m&uuml;ssten einspringen. Fraglich ist, ob das klappt, wenn alle gleichzeitig Marktanteile gewinnen wollen, wie es die Institute im Fr&uuml;hjahrsgutachten etwas naiv vorschlagen. Das geht mathematisch nicht. Von allein kommt so viel Nachfrage ohnehin nicht: Trotz Jobbooms lag auch in Deutschland der Konsum aus eigener Haltung am Ende des letzten Aufschwungs kaum h&ouml;her als am Anfang. Zweifelhaft ist auch, ob Staatsdefizite immer selbst verschuldet sind. Das erleben gerade die Deutschen, die ohne Finanzkrise und Milliardengelder f&uuml;r Banken &Uuml;bersch&uuml;sse statt Rekordschulden h&auml;tten.<br>\nDer Diagnose von Nobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz zufolge erf&uuml;llt Griechenland aus strukturell-&ouml;konomischer Sicht gar nicht die typischen Merkmale eines Pleitelandes wie einst Argentinien. Dazu sei es erst geworden, weil die M&auml;rkte auf Bankrott setzten und die Zinskosten f&uuml;r den Staat entsprechend hochtrieben &ndash; eine sich selbst erf&uuml;llende Spekulation. Jetzt wird die Finanzierung in der Tat schwierig. Vor Kurzem wurden die Griechen von EU oder OECD noch f&uuml;r ihre wirtschaftliche Dynamik gelobt. Dann ist das, was die Deutschen gerade tun, gut gemeint, aber de facto ein Desaster. Wenn steigende Steuern und rabiat gek&uuml;rzte Ausgaben in einer Rezession alles nur schlimmer machen, droht den Griechen eine Dauerkrise &ndash; auf deutsche Empfehlung. Wenn das stimmt, w&auml;re es dringend gewesen, schon Ende 2009 so schnell wie m&ouml;glich kundzutun, dass die EU mit allen Mitteln helfen wird &ndash; nicht um wirklich zu helfen, sondern um die Spekulation abrupt zu stoppen. Dann w&auml;re es nie so weit gekommen. Und dann w&auml;ren andere auch nicht so sauer auf uns, von den Griechen &uuml;ber OECD und IWF bis zu Nobelpreistr&auml;gern und selbst n&uuml;chternen Vertretern der Europ&auml;ischen Zentralbank. Es k&ouml;nnte lohnen, das Denkmodell zu &uuml;berholen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-deutschland-allein-zu-haus\/50101385.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zu widersprechen ist Fricke nur, wenn er vom Jobboom im Aufschwung Deutschlands spricht. Ein Boom ist etwas anderes, vor allem wenn unter Besch&auml;ftigung&nbsp; auch viele Minijobs, Trainingsma&szlig;nahmen und andere &Uuml;berbr&uuml;ckungen verstanden werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Pleite-Angst &uuml;bertr&auml;gt sich auf Portugal und Spanien<\/strong><br>\n45 Mrd. Euro stellen EU und IWF f&uuml;r die Rettung Griechenlands bereit. Doch der Kapitalmarkt ist nicht &uuml;berzeugt. Die Risikoaufschl&auml;ge steigen, auch f&uuml;r Portugal und Spanien. Alte &Auml;ngste vor einem Domino-Effekt brechen wieder auf.<br>\n&ldquo;Nicht zuletzt die j&uuml;ngsten Vorschl&auml;ge von W&auml;hrungskommissar Rehn machen deutlich, dass der W&auml;hrungsunion nach wie vor ein tragbares Konzept fehlt, wenn es um die Frage geht, wie zuk&uuml;nftig mit L&auml;ndern umgegangen werden soll, die ihre Staatsfinanzen nicht unter Kontrolle haben&rdquo;, schrieben die W&auml;hrungsstrategen der Commerzbank.<br>\nRehns Vorschlag sieht unter anderem vor, hartn&auml;ckige Defizits&uuml;nder durch Streichungen von Zusch&uuml;ssen aus den EU-F&ouml;rdert&ouml;pfen zu bestrafen. &ldquo;Das d&uuml;rfte im Fall der F&auml;lle die Finanzlage in diesen L&auml;ndern nur noch versch&auml;rfen&rdquo;, schrieben die Commerzbank-Experten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:schuldenkrise-pleite-angst-uebertraegt-sich-auf-portugal-und-spanien\/50101037.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EZB warnt vor R&uuml;ckfall in Vor-Krisen-Modus<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) hat in ungew&ouml;hnlich deutlichen Worten vor Ungleichgewichten in der Weltwirtschaft gewarnt &ndash; und die Staaten zum raschen Gegensteuern aufgefordert. &ldquo;Das Wiederaufkommen von finanziellen Ungleichgewichten und das ungen&uuml;gende Austarieren k&ouml;nnten zus&auml;tzliche gro&szlig;e Risiken f&uuml;r die globale Wirtschaft hervorrufen, sofern die Politik nicht bald etwas dagegen unternimmt&rdquo;, hei&szlig;t es im EZB-Monatsbericht, der am Donnerstag ver&ouml;ffentlicht wurde.&nbsp; Das Wachstumspotenzial von Schwellenl&auml;ndern sei gr&ouml;&szlig;er als das der Industriestaaten, dementsprechend wahrscheinlich seien auch hohe Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse, hei&szlig;t es in dem EZB-Bericht. Zudem setzten Schwellenl&auml;nder auch wieder auf den Export und s&auml;hen sich durch die Krise best&auml;tigt, gro&szlig;e W&auml;hrungsreserven vorzuhalten. So seien die Reserven im dritten Quartal 2009 h&ouml;her gewesen als in der Vorjahresperiode, schreiben die EZB-Experten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:makro-debatte-ezb-warnt-vor-rueckfall-in-vor-krisen-modus\/50101262.html?mode=print\">FTD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/download\/ezb\/monatsberichte\/2010\/201004.mb_final.pdf\">Bundesbank [PDF &ndash; 3.5 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider konzentriert sich der Aufsatz vor allem auf die USA und die aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens, insbesondere Chinas. Eher am Rande spielen die &ouml;lexportierenden L&auml;nder, Japan und die Eurozone eine Rolle. Als Ma&szlig;nahmen gegen die globalen Ungleichgewichte werden nur die sehr allgemein gehaltenen Beschl&uuml;sse vom Pittsburgh wiederholt. Staaten mit dauerhaften, hohen Leistungsbilanzdefiziten sollen die privaten Ersparnisbildung f&ouml;rdern und ihre Haushalte konsolidieren und ihre Exportsektoren st&auml;rken. Die L&auml;nder mit dauerhaften, hohen &Uuml;bersch&uuml;ssen sollen die binnenwirtschaftlichen Wachstumsfaktoren zu st&auml;rken, z.B. durch eine Erh&ouml;hung der Investitionen, Produktivit&auml;tssteigerungen im Dienstleistungssektor, durch den Ausbau der sozialen Sicherungssysteme und den Abbau von Beschr&auml;nkungen f&uuml;r eine steigende Binnennachfrage. Wie man sieht, beziehen sich die letzten Ma&szlig;nahmen vor allem aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens. Die wirtschaftspolitischen Pl&auml;ne sollen dem IWF vorgelegt werden und von diesem bewertet werden.<br>\nDie europ&auml;ischen Ungleichgewichte bleiben vollkommen ausgeblendet. Das ist angesichts der derzeitigen Turbulenzen um Griechenland und den Euro unverst&auml;ndlich. &ndash; Interessant ist, dass Angela Merkel dem Regelwerk von Pittsburgh zur Beseitigung der globalen realwirtschaftlichen und finanziellen Ungleichgewichte zugestimmt hat. Sobald aber die franz&ouml;sische Finanzministerin Christine Lagarde das von Deutschland verursachte Ungleichgewicht in Europa anspricht, Angela Merkel samt des neoliberalen Mainstreams in Politik, Presse und Wissenschaft dieses Ungleichgewicht f&uuml;r Deutschland leugnet und es den europ&auml;ischen Defizitl&auml;ndern zuschiebt. Man darf gespannt sein, was f&uuml;r Vorschl&auml;ge Deutschland beim IWF einreicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schulden sch&ouml;n gerechnet<\/strong><br>\nDas Schummeln mit komplexen Finanzinstrumenten ist keine Erfindung der Griechen. Es wurde in der ganzen Euro-Zone praktiziert. &ldquo;Auch Goldman Sachs hat dieses Feld nicht allein abgegrast, es waren viele Banken involviert&rdquo;, sagte Walter Radermacher, Chef der Statistikbeh&ouml;rde Eurostat, am Mittwoch vor dem Europaparlament. In einer Anh&ouml;rung sollten Lehren aus der Griechenlandkrise gezogen werden. Neben Griechenland haben laut Radermacher auch Deutschland, Italien, Belgien und Portugal mit allerlei Finanzderivaten und Verbriefungen ihre Schuldenstatistik gesch&ouml;nt. &ldquo;Solche Gesch&auml;fte waren bis 2008 auch legal. Legal ist aber nicht immer das Gleiche wie legitim&rdquo;, r&auml;umte W&auml;hrungskommissar Olli Rehn ein. So verbriefte Deutschland im Jahr 2004 Forderungen aus Schulden gegen&uuml;ber Russland. 2005 wurden k&uuml;nftige Zahlungen von Nachfolgeunternehmen der Deutschen Post in eine Verbriefung gepackt und am Kapitalmarkt verkauft. Mit den Einnahmen von rund 8 Mrd. Euro sollte das Haushaltsdefizit damals um 0,3 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent gesenkt werden. Eurostat aber erkannte das Spiel und weigerte sich, die Statistik zu billigen. Belgien und Portugal verkauften im Jahr 2001 zuk&uuml;nftige Steuereinnahmen per Verbriefung. Italien verkaufte Lotterieeinnahmen. &ldquo;Inzwischen gibt es Leitf&auml;den f&uuml;r die Mitgliedsstaaten, welche Regeln f&uuml;r solche Gesch&auml;fte gelten&rdquo;, sagte Eurostat-Chef Radermacher. &ldquo;Damit fallen gewisse Anreize weg.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:schummeln-mit-finanzinstrumenten-schulden-schoen-gerechnet\/50101206.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zocker treiben Benzinpreis um 14 Cent nach oben<\/strong><br>\nDer &Ouml;lpreis steigt seit Monaten &ndash; daran sind laut einer Studie auch Banken und Hedgefonds Schuld: Sie kaufen &Ouml;l, das noch gar nicht gef&ouml;rdert wurde, und erzeugen einen k&uuml;nstlichen Nachfrage-Boom. Ohne die Spekulanten k&ouml;nnte Benzin rund 14 Cent billiger sein<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/0,1518,druck-687834,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuerkonzept der FDP<\/strong><br>\nDie von der FDP angestrebte Abflachung des Mittelstandbauches bzw. Abmilderung der kalten Progression wird durch den Stufen-Tarif nicht erreicht. Zwar werden dadurch weniger Einkommen von kalter Progression bedroht, daf&uuml;r sind die betroffenen Einkommen aber deutlich st&auml;rker derselben ausgesetzt. Ursache sind die abrupten Anstiege des Steuersatzes in den Tarifstufen.<br>\nDie in den Medien kolportierte Aussage, die FDP entlaste nur zu versteuernde Einkommen bis zu einer H&ouml;he von 53.000 Euro stimmt nicht. Vielmehr wird ab diesem Einkommen der maximale absolute Entlastungsbetrag in H&ouml;he von 1.533,56 Euro erreicht. Dieser Betrag kommt aber auch allen h&ouml;heren Einkommen zugute.<br>\nGrunds&auml;tzlich will die FDP alle Ausnahmen von der Einkommenssteuerpflicht &bdquo;zur Diskussion&ldquo; stellen. Konkret verweist sie nur auf das Beispiel des &sect; 3 EStG. Damit w&uuml;rden u.a. die Steuerfreiheit f&uuml;r eine Reihe von Versicherungsleistungen, Reisekostenverg&uuml;tungen, nebenberufliche T&auml;tigkeiten (&Uuml;bungsleiterpauschale), die 40% von Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnen und Gewinnaussch&uuml;ttungen sowie Trinkgelder zur Disposition stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100416_FDP-Steuerkonzept.pdf\">Fraktion DIE LINKE [PDF &ndash; 123 KB]<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>FDP verw&ouml;hnt Gutverdienende<\/strong><br>\nEin Single mit einem Einkommen von &uuml;ber 54.000 Euro spart durch den Stufentarif 1.500 Euro, ein Niedrigverdiener 150. Ausgerechnet mittlere Einkommen profitieren kaum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F04%2F15%2Fa0099&amp;cHash=e052225715\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuern rauf!<\/strong><br>\nInitiative Neue Soziale Marktwirtschaft fordert einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent auf fast alles.<br>\nPeffekoven m&ouml;chte alle Erm&auml;&szlig;igungen und Ausnahmen bei der Mehrwertsteuer abschaffen und schl&auml;gt einen einheitlichen Steuersatz in H&ouml;he von 16 Prozent vor. Auch bisher mehrwertsteuerfreie Leistungen von &Auml;rzten, gemeinn&uuml;tzigen Einrichtungen und soziale Leistungen sollen k&uuml;nftig mit 16 Prozent besteuert werden. Lediglich in zwei Bereichen m&ouml;chte Peffekoven die bestehende Mehrwertsteuerbefreiung aufrecht erhalten: aus Gr&uuml;nden der &ldquo;Praktikabilit&auml;t&rdquo; sollen Vermietungen und Verpachtungen von der Mehrwertsteuer befreit bleiben. Um Doppelbesteuerung zu vermeiden, schl&auml;gt Peffekoven zudem die Beibehaltung der Mehrwertsteuerbefreiung bei Grunderwerb und Lotterien vor.<br>\nLaut Peffekoven w&uuml;rden die Kosten f&uuml;r die Absenkung des vollen Mehrwertsteuersatzes auf 16 Prozent ungef&auml;hr bei 24 Milliarden Euro liegen, die zus&auml;tzlichen Einnahmen durch Vereinfachung und Angleichung des erm&auml;&szlig;igten Satzes jedoch zwischen 30 und 35 Milliarden Euro betragen. Daraus w&uuml;rden sich Steuermehreinnahmen in H&ouml;he von sechs bis neun Milliarden Euro ergeben. Diese sollen laut Peffekoven f&uuml;r einen &ldquo;zielgenauen und effizienten&rdquo; sozialen Ausgleich genutzt werden, um Geringverdiener, Studenten und Empf&auml;nger von Sozialleistungen mit der Abschaffung des erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatzes nicht zu belasten.<br>\nTrotzdem ist gerade f&uuml;r Geringverdiener die Gefahr gro&szlig;, zum Verlierer eines einheitlichen Mehrwertsteuersatzes zu werden, da in Zeiten klammer &ouml;ffentlicher Haushalte eine Erh&ouml;hung von Sozialleistungen nur schwer durchsetzbar sein wird. Zudem scheint es angesichts von  unwahrscheinlich, ob f&uuml;nf Milliarden ausreichen, um die Mehrkosten im Gesundheitswesen aufzufangen &ndash; eine Erh&ouml;hung der Krankenkassenbeitr&auml;ge w&auml;re wohl die unvermeidliche Folge. Ob die Unternehmen die Mehrwertsteuersenkung an die Konsumenten weitergeben, ist ebenfalls fraglich. Kritiker d&uuml;rften der INSM daher vorwerfen, vor der f&uuml;r den Sommer geplanten Einrichtung einer Kommission zur Neuregelung der Mehrwertsteuer Umverteilung von unten nach oben zu propagieren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32457\/1.html\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dasrichtigetun.de\/resources\/cms\/dms-static\/3963d876-454f-4f48-9795-9067a7171d6c\/Gutachten.pdf\">Gutachten Rolf Peffekoven [PDF &ndash; 4.6 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fr&uuml;hjahrsprognose der Konjunkturforschungsinstitute: Erholung setzt sich fort &ndash; Risiken bleiben gro&szlig;<\/strong><br>\nDeutlich geringere Ausweitung der deutschen Exporte, restriktive Wirkungen durch die Konsolidierung, betr&auml;chtliche Unterauslastung der Produktionskapazit&auml;ten, Begrenzung des Preis- und Lohnauftriebs, Beitragss&auml;tze in einzelnen Zweigen der Sozialversicherung werden angehoben. Das reale Bruttoinlandsprodukt nach dem scharfen Einbruch im vergangenen Jahr erst 2013 das Niveau aus dem Jahr 2008 erreichen. Arbeitsmarkperspektiven verbessern sich nicht wesentlich. Die L&ouml;hne werden nur moderat steigen. Der Anteil der privaten Konsumausgaben d&uuml;rfte sinken. Der Anteil des Staatskonsums wird abnehmen. Der Export im Zeitraum 2012 bis 2014 die Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Produktion d&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_47_2010.pdf\">IMK Report [PDF &ndash; 6.5 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Trotz dieser rezessiven Tendenzen verlangen die Forschungsinstitute die Exit-Strategien aus dem Expansionskurs offenzulegen und empfehlen einen Konsolidierungskurs. Die Schuldenbremse m&uuml;sse eingehalten werden. Eine dadurch verursachte Konjunkturd&auml;mpfung sei hinzunehmen. Man m&uuml;sse die Sparma&szlig;nahmen nur vern&uuml;nftig ansetzen. Vorschl&auml;ge f&uuml;r einen &bdquo;strikten Sparkurs&ldquo;: Abschaffung der Erm&auml;&szlig;igung des Umsatzsteuersatzes f&uuml;r kulturelle Leistungen, f&uuml;r die Personenbef&ouml;rderung im Nahverkehr und f&uuml;r Beherbergungsbetriebe. Streichung der Steuerbefreiung f&uuml;r Nacht- und Feiertagszuschl&auml;ge, Personalabbau und moderater Lohnanstieg im &Ouml;ffentlichen Dienst, Einsparungen im Gesundheitssystem. &bdquo;Es mag sein, dass es nicht den Pr&auml;ferenzen der B&uuml;rger entspricht&ldquo;.<br>\nFazit: Es ist die alte Litanei. Konjunkturpolitik findet bei den &bdquo;Konjunkturforschungsinstituten&ldquo; nicht statt.<br>\nDas einzige wof&uuml;r sie sich durchringen konnten: Es sei unrealistisch derzeit Steuersenkungen zu erw&auml;gen, zumal nicht auf Selbstfinanzierungseffekt gesetzt werden k&ouml;nne.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>WSI: Lohnentwicklung in Europa droht deutliche Abschw&auml;chung<\/strong><br>\nIm Jahr 2009 sind die Tarfl&ouml;hne in der Eurozone durchschnittlich um 2,6 Prozent angestiegen. Der Tariflohnzuwachs lag damit deutlich unterhalb der Steigerungsrate von 3,2 Prozent, die im Boomjahr 2008 erzielt wurde, aber oberhalb der Vorjahre 2007 (2,1 Prozent) und 2006 (2,3 Prozent). Zu diesem Ergebnis gelangt der neue Europ&auml;ische Tarifbericht des Wirtschafts- und<br>\nSozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in der aktuellen Ausgabe der WSI Mitteilungen. Deutschland lag mit einer Tariflohnsteigerung von 2,6 Prozent im europ&auml;ischen Mittelfeld. Die Spannbreite reichte von Finnland mit einer nominalen Tariflohnerh&ouml;hung von 3,9 Prozent bis zu Frankreich mit 2,3 Prozent.<br>\nNach Ansicht des WSI-Tarifexperten und Autors des Europ&auml;ischen Tarifberichtes Dr. Thorsten Schulten zeichnet sich f&uuml;r das Jahr 2010 ein noch deutlicherer R&uuml;ckgang der Tariflohnerh&ouml;hungen ab.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2010_04_15.pdf\">WSI [PDF &ndash; 67 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsimit_2010_04_schulten.pdf\">Europ&auml;ischer Tarifbericht  WSI Mitteilungen [PDF &ndash; 411 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wirtschaftshistoriker Robert Skidelsky: &ldquo;Das Oligopol brechen&rdquo;<\/strong><br>\n<strong>taz:<\/strong> Haben uns tats&auml;chlich die &Ouml;konomieprofessoren die Krise eingebrockt?<br>\n<strong>Robert Skidelsky:<\/strong> Ja, das kann man so sagen. Nat&uuml;rlich gibt es eine Kette der Verantwortlichkeit. Aber ganz an der Spitze steht die dominante &ouml;konomische Idee, dass Regierungen das Problem und M&auml;rkte die L&ouml;sung seien und dass die Regierungen nicht gebraucht werden in der Wirtschaft, weil M&auml;rkte sich selbst regulieren. Das f&uuml;hrte zur Deregulierung, zur Konzentration der Makro&ouml;konomie auf ein einzelnes Ziel, n&auml;mlich Preisstabilit&auml;t. Aber M&auml;rkte sind systemisch instabil, und Volkswirtschaften k&ouml;nnen Opfer von Schocks werden. Und dann steigt die Arbeitslosigkeit und das Output sinkt&hellip;<br>\nSelbst Robert Lucas, der Hohepriester der Neoklassik, sagt: &ldquo;Wir sind alle Keynesianer, wenn wir im Loch sitzen.&rdquo; Man holte jetzt Keynes aus dem Schrank, weil man nicht mehr weiterwusste, aber dann r&auml;umt man ihn wieder rein. Und &uuml;bersehen wir nicht, die Antikeynesianer haben schon wieder ihr gro&szlig;es Comeback, n&auml;mlich im Zusammenhang mit Stimulusprogrammen und den Staatsschulden. Sie sagen, es ist jetzt wieder alles okay, und wir m&uuml;ssen nun mit der Konsolidierung anfangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2010%2F04%2F15%2Fa0141&amp;cHash=49a2ae2aa3\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Staatsanwaltschaft r&uuml;ckt bei Sal. Oppenheim ein<\/strong><br>\nAllein in der Domstadt sicherten 40 Mitarbeiter Unterlagen, wie die Staatsanwaltschaft gegen&uuml;ber der WirtschaftsWoche best&auml;tigte. Die Aktion richtet sich gegen ehemalige Gesellschafter und F&uuml;hrungskr&auml;fte des gerade von der Deutschen Bank &uuml;bernommenen Hauses. Diese sollen sich m&ouml;glicherweise schuldhaft am Verm&ouml;gen der Bank bedient haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen-maerkte\/staatsanwaltschaft-rueckt-bei-sal-oppenheim-ein-427585\/\">wiwo.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>HSH-Manager kassieren zehn Prozent mehr<\/strong><br>\nDie Bank macht auch im laufenden Jahr Verluste, trotzdem verdienen die Manager mehr: Die F&uuml;hrung der HSH Nordbank hat ihre Bez&uuml;ge 2009 um zehn Prozent angehoben. Wie viel die einzelnen Vorstandsmitglieder bekommen, verr&auml;t Bankchef Nonnenmacher nicht.<br>\nEr selbst hatte sich 2009 vertraglich fixierte Bonus- und Altersvorsorgezahlungen von 2,9 Millionen Euro trotz hoher Verluste der Bank gesichert.<br>\n679 Millionen Euro Verlust hat die HSH Nordbank 2009 gemacht, auch f&uuml;r das laufende Jahr erwartet Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher ein Minus, sagte er am Donnerstag. Dennoch steigen die Bez&uuml;ge des Vorstands um zehn Prozent. F&uuml;r 2008 hatte die Bank noch 3,58 Millionen Euro an Gesamtbez&uuml;gen angegeben, 2009 waren es 3,95 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,689201,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der n&auml;chste Immobilien-Tsunami rollt<\/strong><br>\nNach der Finanzkrise droht eine neue Immobilienkrise: Nahezu alle namhaften Banken der Welt haben in den spekulativ &uuml;berhitzten Markt f&uuml;r Gewerbeimmobilien investiert. Von Gefahren wollte niemand etwas h&ouml;ren. Der Milliardenverlust eines Morgan-Stanley-Fonds hat das ge&auml;ndert. Doch der war wohl nur der Auftakt.<br>\nDie Krise am Markt f&uuml;r Gewerbeimmobilien k&ouml;nnte &auml;hnliche Ausma&szlig;e annehmen wie das gerade abklingende Desaster bei den privaten Immobilien. Allein in den USA sind nach Expertensch&auml;tzungen wegen des Einbruchs des Marktes um 40 Prozent in den n&auml;chsten Jahren Gewerbeimmobilienkredite im Wert von bis zu 1,4 Billionen Dollar vom Ausfall gef&auml;hrdet. Zum Vergleich: Vor dem Kollaps des Marktes f&uuml;r Einfamilienh&auml;user in den USA lag das Volumen der zweitklassigen Hypothekenkredite (&ldquo;Subprime&rdquo;) in der gleichen Gr&ouml;&szlig;enordnung.<br>\nAnders als damals betrifft das Problem aber nun nicht mehr nur den US-Markt. Gewerbeimmobilien weltweit sind betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/immobilien\/gewerbeimmobilien-der-naechste-immobilien-tsunami-rollt;2562064\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Postgewerkschaft GNBZ: Pseudo-Gewerkschaft kapituliert<\/strong><br>\nDie &ldquo;Gewerkschaft Neue Brief- und Zustelldienste&rdquo; GNBZ ist gar keine Gewerkschaft. Das ist jetzt amtlich. Die GNBZ war als Konkurrenz zur Gewerkschaft Verdi 2007 gegr&uuml;ndet worden. Verdi hat mit dem Arbeitgeberverband Postdienste, der von der Deutschen Post dominiert wird, h&ouml;here Untergrenzen vereinbart, die bei 8,40 Euro beginnen. Die Regierung hatte diese Mindestl&ouml;hne f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;rt. Doch im Januar entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass die Verordnung unwirksam sei, weil die Regierung die Post-Wettbewerber nicht ausreichend geh&ouml;rt hatte. Die Konsequenz: Die 8,40-Euro-Untergrenze gilt zwar f&uuml;r den Ex-Monopolisten Post, nicht aber f&uuml;r die ganze Branche. Verdi setzt weiter auf einen tariflichen Branchenmindestlohn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2548439&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> F&uuml;r einen Nichtjuristen ist es schwer nachvollziehbar, warum das Bundesverwaltungsgericht diese Entwicklung nicht abgewartet hat. Dass der GNBZ die Gegnerunabh&auml;ngigkeit und sozialen M&auml;chtigkeit fehlte und sie damit nicht tariff&auml;hig war, lag auch f&uuml;r Nichtjuristen auf der Hand. Zwar hatte das Bundesverwaltungsgericht keine materiellrechtlichen Einw&auml;nde vorgetragen, aber selbst der auf eine Formalie abzielende Einwand gegen die Allgemeinverbindlichkeitserkl&auml;rung des Arbeitsministeriums h&auml;tte wohl kaum die Nichtexistenz einer tariff&auml;higen &ldquo;Arbeitnehmervertretung&rdquo; ignorieren k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>B&uuml;rgerbahn statt B&ouml;rsenwahn<\/strong><br>\nWenn Reisende auf den Bahnh&ouml;fen der Republik auf versp&auml;tete Ersatz-ICEs warten, wenn Weichenst&ouml;rungen oder Oberleitungssch&auml;den die Zugfahrt zum Abenteuer mit ungewissem Ausgang machen, wenn wir im ausged&uuml;nnten S-Bahn-Verkehr in der Hauptstadt auf der Strecke bleiben &ndash; dann ist es nicht das Wetter, das unser Recht auf Mobilit&auml;t vermasselt, sondern die Frostperiode des Neoliberalismus. Das Desaster der Bahn ist das Ergebnis einer Politik, die die Bahn auf B&ouml;rsenkurs bringt: nicht am Allgemeinwohl orientiert, sondern als kapitalistischer Konzern aufgestellt, im Interesse potenzieller Investoren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/25477\">Linksnet.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gerd L&uuml;ttig: &ldquo;Eine F&uuml;lle von L&uuml;gen&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Verstrickt in eine F&uuml;lle von L&uuml;gen und falscher Behauptungen&rdquo; &ndash; so erinnert sich der Geologe Professor Gerd L&uuml;ttig an die Entscheidungsfindung f&uuml;r Gorleben als m&ouml;gliches Endlager f&uuml;r Atomm&uuml;ll. L&uuml;ttig hat im Auftrag der Bundesregierung zwischen 1972 und 1975 nach eigenen Angaben 250 verschiedene Salzst&ouml;cke f&uuml;r die Lagerung atomarer Reststoffe untersucht. Der damalige Vizepr&auml;sident der Bundesanstalt f&uuml;r Geowissenschaften und Rohstoffe und des Nieders&auml;chsischen Landesamts f&uuml;r Bodenforschung war in diesen Funktionen Niedersachsens rangh&ouml;chster Geologe. Gegen seinen Rat, so L&uuml;ttig, entschied sich der damalige Ministerpr&auml;sident Ernst Albrecht (CDU) f&uuml;r Gorleben als Erkundungsort f&uuml;r ein Atom-Endlager.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1018284\/Gerd-Luettig-Eine-Fuelle-von-Luegen#\/beitrag\/video\/1018284\/Gerd-Luettig-Eine-Fuelle-von-Luegen\">ZDF Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hans K&uuml;ng: F&uuml;nf Jahre Benedikt XVI. &ndash; ein historischer Vertrauensverlust<\/strong><br>\nVerehrte Bisch&ouml;fe, Joseph Ratzinger, jetzt Benedikt XVI., und ich waren 1962&ndash;1965 die beiden j&uuml;ngsten Konzilstheologen. Jetzt sind wir die beiden &auml;ltesten und einzigen noch voll aktiven. Mein theologisches Schaffen verstand ich stets auch als Dienst an der Kirche. Deshalb wende ich mich am f&uuml;nften Jahrestag der Amtseinsetzung von Papst Benedikt in einem offenen Brief an Sie, in Sorge um diese unsere Kirche, die in der tiefsten Vertrauenskrise seit der Reformation steckt. Eine andere M&ouml;glichkeit, an Sie zu gelangen, habe ich nicht &hellip;<br>\nPapst Benedikt XVI. scheint sich zunehmend von der grossen Mehrheit des Kirchenvolkes zu entfernen, das sich ohnehin immer weniger um Rom k&uuml;mmert und sich bestenfalls noch mit Ortsgemeinde und Ortsbischof identifiziert &hellip;<br>\nDoch Benedikts Restaurationspolitik ist gescheitert. Alle seine Auftritte, Reisen und Dokumente vermochten die Auffassung der meisten Katholiken in kontroversen Fragen &ndash; besonders zur Sexualmoral &ndash; nicht im Sinne r&ouml;mischer Doktrin zu ver&auml;ndern. Und selbst p&auml;pstliche Jugendtreffen, besucht vor allem von konservativen charismatischen Gruppierungen, konnten weder die Kirchenaustritte bremsen noch mehr Priesterberufungen wecken &hellip;<br>\nUnd nun kommen zu den vielen krisenhaften Entwicklungen auch noch himmelschreiende Skandale: vor allem der Missbrauch von Tausenden von Kindern und Jugendlichen durch Kleriker, in den Vereinigten Staaten, Irland, Deutschland und anderen L&auml;ndern &ndash; dies alles verbunden mit einer nie da gewesenen F&uuml;hrungs- und Vertrauenskrise. Es darf nicht verschwiegen werden, dass das weltweit in Kraft gesetzte System zur Vertuschung von klerikalen Sexualvergehen gesteuert war von der r&ouml;mischen Glaubenskongregation Kardinal Ratzingers (1981&ndash;2005), wo schon unter Johannes Paul II. unter strengster Geheimhaltung die F&auml;lle gesammelt wurden &hellip;<br>\nDie Folgen all der Skandale f&uuml;r das Ansehen der katholischen Kirche sind verheerend. Dies wird unterdessen auch von hochrangigen Amtstr&auml;gern best&auml;tigt. Zahllose untadelige und hoch engagierte Seelsorger und Jugenderzieher leiden unter einem Pauschalverdacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/fuenf_jahre_benedikt_xvi__ein_historischer_vertrauensverlust_1.5448429.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wie Kohl die Stasi-Spitzel deckte<\/strong><br>\nAm 2. April 1990 war der damalige Vizepr&auml;sident des Bundesnachrichtendienstes, Paul M&uuml;nstermann, in das Kanzleramt bestellt worden, um die Einsch&auml;tzung seiner Beh&ouml;rde zur weiteren politischen Entwicklung in der DDR nach den Volkskammerwahlen vom 18. M&auml;rz vorzutragen. Laut dem jetzt erstmals aufgetauchten Vermerk &uuml;ber dieses Gespr&auml;ch im Kanzleramt wurden die B&uuml;rgerkomitees und Runden Tische in der DDR dabei jedoch schlicht als &ldquo;St&ouml;rfaktoren&rdquo; abgetan.<br>\nWarnend erkl&auml;rte der BND-Vizepr&auml;sident laut Vermerk, den die Berliner Zeitung einsehen konnte, in diesen Gremien seien haupts&auml;chlich basisdemokratische Gruppen vertreten. &ldquo;Sie sind die Hauptinitiatoren f&uuml;r Beschuldigungen hinsichtlich MfS-Kontakten von Volkskammer-Abgeordneten. Wenn die neue (DDR-)Regierung handlungsf&auml;hig bleiben will, muss sie unverz&uuml;glich die Aktivit&auml;ten dieser Gremien beenden&rdquo;, lautete die Empfehlung des Geheimdienstlers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2543951_Wie-Kohl-die-Stasi-Spitzel-deckte.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>NRW-Wahlkampf<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Emails belegen: Politik-Professor Korte ist verankert im Sponsoring-Geflecht der CDU<\/strong><br>\nProfessor Karl-Rudolf Korte ist medientauglich. Der Duisburger Politikwissenschaftler schreibt monatliche Kolumnen in seiner Heimatzeitung WAZ oder Fachbeitr&auml;ge im Monatsmagazin Cicero, kommentiert politische Ereignisse bei seinem Haussender WDR und tritt als gro&szlig;er Wahlerkl&auml;rer beim ZDF auf.<br>\nDoch die Unabh&auml;ngigkeit des Forschers und Leiters der NRW School of Governance ger&auml;t m&auml;chtig ins Wanken. Ein &bdquo;Wir-in-NRW&ldquo; vorliegender Email-Verkehr zwischen Korte und CDU-Wahlk&auml;mpfer und Ex-Staatskanzlist Boris Berger, dem engsten Vertrauten von NRW-Ministerpr&auml;sident J&uuml;rgen R&uuml;ttgers, legt den Eindruck nahe, dass der Politik-Versteher mindestens seit f&uuml;nf Jahren fest im Lager der CDU verankert ist. Und dass der D&uuml;sseldorfer Regierungsapparat Kortes wohlwollende Analysen und Kommentierungen finanziell begleitet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wir-in-nrw-blog.de\/2010\/04\/emails-belegen-politik-professor-korte-ist-verankert-im-sponsoring-geflecht-der-cdu\/\">Wir in NRW-Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass Professor Korte, der CDU nahe steht, das konnte man schon an seinen politischen Analysen erkennen. Aus eigener Anschauung muss ich jedoch, der Aussage widersprechen, dass der in dem Beitrag genannte R&uuml;diger Frohn &bdquo;im R&uuml;ttgers-Lager angedockt&ldquo; habe. Nur nebenbei: Frohn war nie &bdquo;B&uuml;roleiter&ldquo; von Rau. Er war Abteilungsleiter und dann Chef der Staatskanzlei und danach Chef im Pr&auml;sidialamt in der Pr&auml;sidentschaft von Johannes Rau. R&uuml;diger Frohn stellt in einer Antwort auf den o.g. Beitrag selbst fest:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Ein Blog, der sich dem kritischem Journalismus verpflichtet, sollte eine Tatsachenbehauptung doch sorgf&auml;ltig recherchieren. Ein Anruf h&auml;tte gen&uuml;gt und sie h&auml;tten erfahren, da&szlig; ich weder in dem &ldquo;R&uuml;ttgers-Lager&rdquo; noch in irgendeinem anderen Lager &ldquo;angedockt&rdquo; habe. Meine Loyalit&auml;t geh&ouml;rt den Aufgaben, die ich wahrnehme, unter anderem in der Johannes Rau Stiftung und in der Stiftung Mercator.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Die NRW-LINKE in der B&uuml;rde der Schl&uuml;sselrolle<\/strong><br>\nDie Linke beeinflusst die B&uuml;ndnis-Spekulationen<br>\nDamit nicht genug: Die F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde in NRW kann auch das Parteiensystem in Deutschland ver&auml;ndern: Scheitert die Linke an der H&uuml;rde, geriete sie als bundesweite Partei in Gefahr. Gelingt ihr der Sprung, w&auml;re sie wohl bundesweit dauerhaft etabliert.<br>\nOffen thematisiert wird die Schl&uuml;sselrolle der Linken im Wahlkampf bisher kaum. Die vier etalbierten Parteien haben kein Interesse daran, ihre Abh&auml;ngigkeit von der Zukunft der Linken zum Thema zu machen. Auch der Linken selbst ist es bisher nicht so recht gelungen, ihre Schl&uuml;sselrolle auszuspielen.<br>\nDas mag daran liegen, dass sie sich, anders als CDU, SPD, Gr&uuml;ne und FDP, zum ersten Mal um den Einzug ins NRW-Parlament bem&uuml;ht. Sicher ist er inzwischen nicht mehr. In Umfragen schafft die Linke gerade mal bei 5 bis 6 Prozent. Dass sie auf der Strecke bleibt, ist nicht auszuschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2010\/04\/15\/die-burde-der-schlusselrolle\/\">Post von Horn<\/a><\/li>\n<li><strong>Debatte &uuml;ber m&ouml;gliche Ampel-Koalition in NRW<\/strong><br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel h&auml;lt nach der Nordrhein-Westfalen-Wahl auch die Bildung einer Koalition von SPD, Gr&uuml;nen und FDP f&uuml;r m&ouml;glich. &ldquo;Das kommt darauf an, was bei den Koalitionsverhandlungen herauskommt&rdquo;, sagte Gabriel der &ldquo;Frankfurter Rundschau&rdquo;.<br>\nDer Linken-Vorsitzende Oskar Lafontaine warf Gabriel vor, immer unglaubw&uuml;rdiger zu werden. &bdquo;Jetzt lieb&auml;ugelt er mit der M&ouml;venpick-Partei FDP, die sich auf Kosten der Hartz-IV-Empf&auml;nger profiliert&ldquo;, sagte Lafontaine dem Tagesspiegel. Gabriel behaupte dreist, er wolle mit der NRW-FDP im Bundesrat den Sozialabbau von Merkel und Westerwelle stoppen. &bdquo;In Wirklichkeit biedert sich Gabriel mit seinem Gerede durch die Hintert&uuml;r als Juniorpartner der CDU an&ldquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/debatte-ueber-moegliche-ampel-koalition-in-nrw\/1793408.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die SPD ist offenbar lernunf&auml;hig. Mit der Ampel spielte sie bei der Hessen- und bei der Bundestagswahl. Die Ergebnisse sind bekannt. Das Koalitionsangebot an die FDP erinnert an den Witz von dem Irren, der mit dem Kopf gegen die Wand rennt und sich dar&uuml;ber freut, wenn der Schmerz nachl&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Falsch, forsch und gefakt<\/strong><br>\nBei Gr&uuml;nen und Sozialdemokraten in NRW ist nun eine Art rot-gr&uuml;ne Euphorie ausgebrochen, die auch hypnotische Z&uuml;ge tr&auml;gt. Eine Mehrheit f&uuml;r Rot-Gr&uuml;n, so die Ansage, ist m&ouml;glich, einfach weil es so sein muss. Das Chaos, das Schwarz-Gelb in Berlin anrichtet, ist ja in der Tat enorm. Misstrauisch macht, dass Rot-Gr&uuml;n abrupt zum Wahlkampfstart ausgerufen wird; bis dahin war es &uuml;beraus still um Rot-Gr&uuml;n gewesen. Die rot-gr&uuml;ne Inszenierung nun dient vor allem dazu, die Linkspartei im Mai unter 5 Prozent zu dr&uuml;cken. Und hinter diesem arg durchschaubaren Man&ouml;ver steckt die ebenso z&auml;he wie unrealistische Fantasie der SPD, die Linkspartei zerst&ouml;ren zu k&ouml;nnen.<br>\nAu&szlig;erdem hat dieser Lagerwahlkampf einen entscheidenden Webfehler: Es mangelt an klaren Grenzen. Die Gr&uuml;nen r&uuml;sten sich innerlich schon seit Monaten f&uuml;r Schwarz-Gr&uuml;n in D&uuml;sseldorf, die SPD h&auml;lt sich die gro&szlig;e Koalition mit R&uuml;ttgers zumindest offen. So werden wir in NRW das Spektakel eines gefakten Richtungswahl erleben. Au&szlig;erdem irritiert die forsche Art, mit der Rot-Gr&uuml;n als Modell wiedergeboren wird. War da nicht was? Ist Rot-Gr&uuml;n 2005 im Bund nicht an sich selbst und der eigenen Ideenarmut verendet? Gab es nicht gro&szlig; angelegte Steuersenkungen f&uuml;r Reiche und Unternehmen und massiven Druck auf Arme? Bis heute fehlt, vor allem von den Gr&uuml;nen, eine selbstkritische Reflexion der Schr&ouml;der\/Fischer &Auml;ra.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F04%2F15%2Fa0137&amp;cHash=b560a8b1ce\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Nochmals: <a href=\"?p=5228\">Die Rolle der Bertelsmann Stiftung beim Abbau des Sozialstaates und der Demokratie<\/a><\/strong><br>\nEin Leser schickte uns diese Grafik &uuml;ber die Ver&auml;stelungen der Bertelsmann AG:\n<p><a href=\"upload\/bilder\/100415_Bertelsmann_Mindmap.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"475px\" src=\"upload\/bilder\/100415_Bertelsmann_Mindmap.jpg\" alt=\"Grafik &uuml;ber die Ver&auml;stelungen der Bertelsmann AG\" title=\"Ver&auml;stelungen der Bertelsmann AG\"><\/a><\/p>\n<p><em>Zur Vergr&ouml;&szlig;erung <a href=\"upload\/bilder\/100415_Bertelsmann_Mindmap.jpg\">klicken &hellip;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Lernen, um zu vergessen<\/strong><br>\nDie deutschen Universit&auml;tsreformen versch&auml;rfen die soziale Ungleichheit und senken den Bildungsstandard und damit die Urteilsf&auml;higkeit. In den USA sehen wir das in der Differenzierung der Hochschulen in reiche, &uuml;berwiegend private Spitzenuniversit&auml;ten, mittlere Staatsuniversit&auml;ten und unten rangierende Community Colleges. Die Forschung zeigt, dass der famili&auml;re Hintergrund der entscheidende Faktor f&uuml;r den Aufstieg in diesem System ist. Aus der gro&szlig;en Ungleichheit im Prestigewert der Bildungszertifikate folgt wiederum eine im internationalen Vergleich gro&szlig;e Ungleichheit der erzielten Einkommen. Im Verein von Exzellenzinitiative, Bologna-Prozess und Vermarktlichung der Hochschulbildung sind wir in Deutschland auf dem besten Weg in eine solche Gesellschaft gr&ouml;&szlig;erer Ungleichheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F04%2F15%2Fa0134&amp;cHash=efd7683704\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Hochschulrankings &ndash; &ldquo;Sie f&uuml;hren Studenten in die Irre&rdquo;<\/strong><br>\nHochschulrankings bildeten die Realit&auml;t an den Universit&auml;ten nur unzureichend ab, kritisiert der Historikerverband. Ein Streitgespr&auml;ch zwischen einem Geschichtsprofessor und dem Chef-Evaluierer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.academics.de\/wissenschaft\/_sie_fuehren_studenten_in_die_irre_hochschulrankings_37304.html?page=0\">Academics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Am Ende: Vier Tote in Afghanistan<\/strong><br>\nKrieg oder Frieden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/thorsten-hild.bloggospace.de\/81033\/Krieg-oder-Frieden\/\">Thorsten Hild<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Hilfen f&uuml;r Griechenland; EZB warnt vor Ungleichgewichten; Schulden wurden &uuml;berall sch&ouml;n geredet; Steuerkonzept der FDP; INSM-Steuerkonzept; Fr&uuml;hjahrsprognose; sinkende L&ouml;hne in ganz Europa; HSH-Manager kassieren mehr; der n&auml;chste Immobilien-Tsunami; Pseudogewerkschaft kapituliert; B&uuml;rgerbahn; L&uuml;gen um Gorleben; Hans K&uuml;ng &uuml;ber Bendikt XVI.; wie Kohl Stasi-Spitzel deckte; NRW-Wahlkampf; Hochschulrankings; am Ende: Weitere vier<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5234\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5234","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5234","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5234"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5234\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5237,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5234\/revisions\/5237"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5234"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5234"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5234"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}