{"id":52368,"date":"2019-06-07T08:25:28","date_gmt":"2019-06-07T06:25:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368"},"modified":"2019-06-07T08:25:28","modified_gmt":"2019-06-07T06:25:28","slug":"hinweise-des-tages-3382","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h01\">Kl&ouml;ckner und das Nestl&eacute;-Video: Die Politik sollte mehr Distanz schaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h02\">Deutsche Unternehmen sollen russische Wirtschaft flott machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h03\">Die doppelten Haushaltsstandards der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h04\">Prof. Heiner Flassbeck: &ldquo;Die SPD hat alles falsch gemacht, was man falsch machen kann&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h05\">Polizist zum Geordnete-R&uuml;ckkehr-Gesetz: &bdquo;Wir sind keine Abschiebepolizei&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h06\">Arbeitslosigkeit und Gesundheit: Immer mehr Hartz-IV-Bezieher sind arbeitsunf&auml;hig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h07\">Wer besser verdient, lebt zunehmend l&auml;nger und erh&auml;lt dadurch &uuml;berproportional mehr Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h08\">Die Besitzstandsliberalen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h09\">Genosse Fortschritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h10\">Im Schatten des Brexit: Finanzlobby strebt nach neuen Einflusskan&auml;len<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h11\">F&uuml;nf-Stufen-Plan f&uuml;r May-Nachfolge und Rummel um Boris Johnsons junge Veganerfreundin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h12\">Kohlendioxid erreicht neuen Monatsh&ouml;chststand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h13\">Naturschutzrecht: Erleichterter Abschuss: Es geht nicht nur um W&ouml;lfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h14\">Gr&uuml;ne werden im DeutschlandTrend st&auml;rkste Partei, SPD im Absturz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h15\">Personalmangel im Ausw&auml;rtigen Amt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52368#h16\">Das Letzte: Seehofer: &ldquo;Man muss Gesetze kompliziert machen&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kl&ouml;ckner und das Nestl&eacute;-Video: Die Politik sollte mehr Distanz schaffen<\/strong><br>\nIm Kampf f&uuml;r gesunde Ern&auml;hrung darf Ministerin Kl&ouml;ckner Konzerne wie Nestl&eacute; nicht hofieren &ndash; und sich nicht mit windelweichen Selbstverpflichtungen der Industrie zufriedengeben.<br>\nDass Ern&auml;hrungspolitik eben nicht nur eine Geschmacksfrage ist, machen gerade 59 Sekunden im Netz ziemlich eindrucksvoll deutlich. So lang ist das Video, das einen wahren Proteststurm ausl&ouml;st, weil es die N&auml;he zwischen Politik und Wirtschaft in diesem Sektor aus den Hinterzimmern holt. In einer knappen Minute darf Nestl&eacute;s Deutschland-Chef Marc-Aurel Boersch die eigene Strategie zur Reduzierung von Zucker, Salz und Fetten in Lebensmitteln bewerben. Bemerkenswert daran: Nestl&eacute; muss keinen Cent f&uuml;r Werbezeiten bezahlen. Gesendet wurde der Film samt Lob der Agrar- und Ern&auml;hrungsministerin Julia Kl&ouml;ckner &uuml;ber den offiziellen Twitter-Kanal ihres Ministeriums. Untertitel: &ldquo;Dass dies geht, zeigt Nestl&eacute; Deutschland.&rdquo;<br>\nTats&auml;chlich zeigt das Video eindrucksvoll, was m&ouml;glich ist, wenn die Distanz zu klein wird. Denn das Video ist die konsequente Folge einer problematischen Politik. Dass die Deutschen sich k&uuml;nftig ges&uuml;nder ern&auml;hren, will die zust&auml;ndige Ministerin Kl&ouml;ckner nicht etwa per Gesetz festschreiben, sondern einer freiwilligen Vereinbarung mit Industrieunternehmen wie Nestl&eacute; &uuml;berlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kloeckner-nestle-video-zucker-ernaehrung-1.4477160\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Gigant der Skandale<\/strong><br>\nNeben der Milchpulver-Kontroverse weisen Kritiker des Konzerns immer wieder auf den zu hohen Zuckergehalt in vielen Nestl&eacute;-Produkten hin, vor allem solche, die f&uuml;r Kinder gemacht sind. Verbraucherorganisationen monieren auch hier, dass WHO-Empfehlungen nicht eingehalten w&uuml;rden. Der Konzern biete viele unausgewogene, zu s&uuml;&szlig;e Produkte f&uuml;r Kinder an, meint Martin R&uuml;cker von Foodwatch und nennt als Beispiel die Fr&uuml;hst&uuml;cksflocken. Da gehe der Zuckeranteil zwar zur&uuml;ck, aber zu langsam. &ldquo;In Deutschland erf&uuml;llt nur ein einziges Produkt von 14 uns bekannten Nestl&eacute;-Kinderfr&uuml;hst&uuml;cksflocken die Vorgaben der WHO f&uuml;r Kinderlebensmittel&rdquo;, sagt er. Manche Flocken enthielten doppelt so viel Zucker wie empfohlen.<br>\nAls &Auml;rgernis bezeichnet der Verbrauchersch&uuml;tzer auch die aggressive Werbung f&uuml;r Kinder. Dabei geh&ouml;rt Nestl&eacute; zu den Unterzeichnern einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Lebensmittelindustrie, in der sich die Branche Zur&uuml;ckhaltung bei Kinderwerbung auferlegt. Diese klingt zwar ambitioniert, l&auml;sst aber viele Schlupfl&ouml;cher zu. &ldquo;Da hei&szlig;t es etwa, man verzichte auf den Einsatz von beliebten Komikfiguren aus TV und Kino. Unterlaufen wird das damit, dass Nestl&eacute; eigene Figuren wie den Nesquik-Hasen entwickelt&rdquo;, sagt R&uuml;cker. Im Kern wollten Firmen wie Nestl&eacute; mit der Selbstverpflichtung eine gesetzliche Werbebeschr&auml;nkung verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nestle-gigant-der-skandale-1.4477635\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Unternehmen sollen russische Wirtschaft flott machen<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Peter Altmaier will der russischen Wirtschaft helfen. Nun hat er eine m&ouml;glicherweise bedeutende Erkl&auml;rung unterzeichnet.<br>\nDeutsche Unternehmen sollen k&uuml;nftig st&auml;rker als bisher dabei helfen, trotz der Sanktionen gegen Russland die Wirtschaft des Landes auf Vordermann zu bringen. Dazu unterzeichnet Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) an diesem Freitag mit seinem russischen Kollegen Maxim Oreschkin in St. Petersburg beim internationalen Wirtschaftsforum eine Absichtserkl&auml;rung f&uuml;r eine Effizienzpartnerschaft.<br>\nDas sagte der Chef der deutsch-russischen Auslandshandelskammer (AHK), Matthias Schepp, am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. So solle die wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit beider L&auml;nder verst&auml;rkt werden.<br>\nEs sei das erste Mal seit Beginn des Ukraine-Konflikts 2014, dass Deutschland und Russland auf Regierungsebene wieder eine bedeutende Erkl&auml;rung zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichneten, sagte Schepp in St. Petersburg.<br>\nDie Produktivit&auml;t in Russland sei nur halb so hoch wie in Deutschland, meinte der Experte. Deshalb k&ouml;nnten deutsche Technologien auf Grundlage der neuen Partnerschaft dabei helfen, die russische Wirtschaft effizienter zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/partnerschaft-deutsche-unternehmen-sollen-russische-wirtschaft-flott-machen\/24430240.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die doppelten Haushaltsstandards der EU<\/strong><br>\nIm Kampf um die Einhaltung der deutschen K&uuml;rzungsdiktate k&uuml;ndigt die EU-Kommission eine Versch&auml;rfung ihres Vorgehens gegen Italien an. Aufgrund der hohen italienischen Staatsverschuldung bef&uuml;rworte man die Einleitung eines Defizitverfahrens gegen Rom, hei&szlig;t es in Br&uuml;ssel. Dem m&uuml;ssten nun nur noch die Finanzminister der Mitgliedstaaten zustimmen. Auf Rom k&auml;me wom&ouml;glich ein milliardenschweres Bu&szlig;geld zu. Deutsche Medien befeuern die Debatte: Die italienische Regierung bringe mit ihrer Etatpolitik &ldquo;die ganze EU in Gefahr&rdquo;; Br&uuml;ssel d&uuml;rfe jetzt &ldquo;nicht nachgeben&rdquo;. Das Vorgehen der Union gegen &ldquo;Defizits&uuml;nder&rdquo; wie Italien korrespondiert mit ausbleibenden Aktionen gegen &ldquo;&Uuml;berschusss&uuml;nder&rdquo;, deren Exportwalze &ouml;konomisch schw&auml;chere Staaten ins Minus st&uuml;rzt. Offiziell stuft die Union nicht nur Defizite von &uuml;ber drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts, sondern auch &Uuml;bersch&uuml;sse von mehr als sechs Prozent als &ldquo;stabilit&auml;tsgef&auml;hrdend&rdquo; ein. &ldquo;&Uuml;berschussverfahren&rdquo; drohen allerdings nicht. Einen erheblich &ldquo;stabilit&auml;tsgef&auml;hrdenden&rdquo; &Uuml;berschuss erzielt regelm&auml;&szlig;ig die Bundesrepublik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7960\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Prof. Heiner Flassbeck: &ldquo;Die SPD hat alles falsch gemacht, was man falsch machen kann&rdquo;<\/strong><br>\nProf. Heiner Flassbeck war Staatsekret&auml;r unter Oskar Lafontaine und ist Herausgeber des wirtschaftspolitischen Magazins Makroskop. Aus seiner Sicht muss sich die SPD mit einem neuen Wirtschaftskonzept gegen den &ldquo;Mainstream&rdquo; stellen, wenn sie ihren Niedergang aufhalten will.<br>\nIm Gespr&auml;ch mit RT kritisiert der &Ouml;konom zudem die Agenda 2010-Politik von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der und sieht hierin den Anfang vom Ende der deutschen Sozialdemokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/88913-prof-heiner-flassbeck-spd-hat-alles-falsch-gemacht\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Polizist zum Geordnete-R&uuml;ckkehr-Gesetz: &bdquo;Wir sind keine Abschiebepolizei&ldquo;<\/strong><br>\nSven H&uuml;ber von der Gewerkschaft der Polizei hat verfassungsrechtliche Bedenken gegen&uuml;ber Gesetzespaket zu Migration und Asyl.<br>\ntaz: Herr H&uuml;ber, bei der Gewerkschaft der Polizei finden Sie es gut, die Durchsetzung von Abschiebungen zu erleichtern. Trotzdem kritisieren Sie den Entwurf f&uuml;r das Geordnete-R&uuml;ckkehr-Gesetz. Warum?<br>\nSven H&uuml;ber: Wir haben zu Teilen des Gesetzentwurfs verfassungsrechtliche Bedenken. Etwa was die schleichende Ausweitung von Zust&auml;ndigkeiten der Bundespolizei angeht. Denn eins muss man mal deutlich klarstellen: Wir sind nicht die Abschiebepolizei. Das ist Sache der L&auml;nder, der Ausl&auml;nderbeh&ouml;rden und der Landespolizei. Die Bundespolizei tritt nur als Grenzbeh&ouml;rde in Erscheinung, so sagt es das Grundgesetz.<br>\nUnd das soll sich &auml;ndern?<br>\nOffenbar soll die Bundespolizei auch f&uuml;r die Abholung der Abzuschiebenden zust&auml;ndig gemacht werden. Das ist aus unserer Sicht mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Die Grenze ist nun mal nicht im Inland, sondern an einem Grenz&uuml;bergang oder einem Flughafen.<br>\nSie kritisieren auch den Plan, Leistungen f&uuml;r abgelehnte Asylbewerber*innen zu k&uuml;rzen. Warum?<br>\nEs wird &uuml;berdeutlich, dass die Verfasser des Gesetzentwurfs einen Wegekel-Effekt bezwecken. Wir sehen K&uuml;rzungen am Existenzminimum aber kritisch, zumal in einem Land, das dem Sozialstaatsgebot unterliegt.<br>\nWarum?<br>\nWas ist denn die Folge davon, wenn Sie einem Menschen das Existenzminimum verweigern? Er muss ja trotzdem existieren. Niemand kann ernsthaft ein Interesse daran haben, dass zum puren Lebensunterhalt die Diebstahldelikte, Schwarzarbeit oder Prostitution zunehmen. Dabei ist f&uuml;r uns wenig interessant, aus welchen Gr&uuml;nden man ans Existenzminimum ranwill. Jemanden in die Hungerkriminalit&auml;t zu jagen, kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein.<br>\nDer Entwurf besch&auml;ftigt sich auch damit, welches Strafma&szlig; eine Abschiebung rechtfertigt. Sie fordern da mehr Fingerspitzengef&uuml;hl. K&ouml;nnen Sie das erl&auml;utern?<br>\nBei subsidi&auml;r Gesch&uuml;tzten etwa soll schon die blo&szlig;e Annahme einer schweren Straftat zum Entzug des Schutzstatus reichen. Das hei&szlig;t, da soll eine Verwaltungseinsch&auml;tzung die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden ersetzen &ndash; die Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde kann also sagen: Den schieben wir gleich ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Polizist-zum-Geordnete-Rueckkehr-Gesetz\/!5598502\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Unter normalen Umst&auml;nden w&auml;re es erstaunlich, dass ein Vertreter einer Polizeigewerkschaft sehr viel differenzierter und vor allem grundgesetzkonformer argumentiert als die Vertreter von Union und SPD &ndash; aber anscheinend sind die Regierungsparteien schon derma&szlig;en verroht, dass ihnen alles egal ist, Logik, die Verfassung sowieso. (Zugegeben, bei vielen fr&uuml;heren Gesetzen, Hartz IV, die Privatisierung der Luftsicherung, die Zustimmung zum Lissabonvertrag fallen mir spontan ein, wurde ebenfalls bedenkenlos massiv gegen das Grundgesetz versto&szlig;en.) Diese Bundesregierung ist nicht mehr nur peinlich, sondern furchtbar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit und Gesundheit: Immer mehr Hartz-IV-Bezieher sind arbeitsunf&auml;hig<\/strong><br>\nArbeitslosigkeit macht krank, so das Ergebnis vieler Studien. Statistisch gesehen f&uuml;hrt Krankheit allerdings zu einem Ende der Arbeitslosigkeit. Im Jahr 2018 wurden jeden Monat knapp 307.000 Erwerbsf&auml;hige im Hartz-IV-System aufgrund von Arbeitsunf&auml;higkeit aus der Arbeitslosenstatistik gestrichen, fast doppelt so viele wie noch 2007.<br>\nIm Jahresdurchschnitt 2018 bezogen nach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) monatlich rund 4,14 Millionen erwerbsf&auml;hige Personen Leistungen aus der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende (&ldquo;Hartz IV&ldquo;) nach dem zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II). Nur rund ein Drittel von ihnen ist offiziell arbeitslos. Der &uuml;berwiegende Teil der Erwerbsf&auml;higen im Hartz-IV-System f&auml;llt wegen Sonderregelungen aus der Arbeitslosenstatistik. Gr&uuml;nde hierf&uuml;r sind zum Beispiel der Besuch von Bildungseinrichtungen, die Teilnahme an Ma&szlig;nahmen, die Sorgearbeit f&uuml;r Angeh&ouml;rige und Kinder, aber auch Arbeitsunf&auml;higkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/arbeitslosigkeit-und-gesundheit-immer-mehr-hartz-iv-bezieher-sind-arbeitsunfaehig%20\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wer besser verdient, lebt zunehmend l&auml;nger und erh&auml;lt dadurch &uuml;berproportional mehr Rente<\/strong><br>\nLebenserwartung steigt stetig mit h&ouml;herem Lebenslohneinkommen &ndash; Differenz zwischen unterstem und oberstem Lohndezil von westdeutschen M&auml;nnern nimmt im Zeitverlauf von vier auf sieben Jahre zu &ndash; Besserverdiener profitieren von mehr Rentenzahlungen im Verh&auml;ltnis zu geleisteten Beitr&auml;gen &ndash; &Auml;quivalenzprinzip in gesetzlicher Rentenversicherung wird nicht eingehalten &ndash; Ergebnisse sprechen f&uuml;r eine Aufwertung geringer Rentenanspr&uuml;che<br>\nWer in seinem Leben ein niedriges Erwerbseinkommen erwirtschaftet hat, ist nicht nur einem erh&ouml;hten Altersarmutsrisiko ausgesetzt, sondern lebt auch noch k&uuml;rzer als Besserverdienende. Dadurch erhalten Menschen aus den unteren Lohngruppen &uuml;berproportional weniger Rentenzahlungen im Verh&auml;ltnis zu den eingezahlten Beitr&auml;gen. Und der Abstand bei den Lebenserwartungen zu den Besserverdienenden nimmt auch noch zu. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Sie unterstreicht damit, wie wichtig eine Aufwertung der unteren Rentenanspr&uuml;che w&auml;re, um die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit wiederherzustellen und das Altersarmutsrisiko zu senken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.625503.de\/themen_nachrichten\/wer_besser_verdient_lebt_zunehmend_laenger_und_erhaelt_dadurch_ueberproportional_mehr_rente.html\">DIW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Besitzstandsliberalen<\/strong><br>\nDieser Besitzstandsliberalismus hat sich auf die Fahnen geschrieben, &uuml;berall dort den Staat aus der Verantwortung zu nehmen, wo es etwas kostet, wo Gesetze Partikularismus garantieren und B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger unabh&auml;ngiger gemacht werden. Aber als Schutzmacht der Eliten, als Garant der Besitzstandswahrer, konnte er gar nicht m&auml;chtig genug sein. Da sollte er aufr&uuml;sten und ein absolut starker Staat sein. Ein starker Staat, in dem sich Eliten wohlf&uuml;hlen. Die &raquo;Leistungstr&auml;ger&laquo; halt, auf die man angeblich nicht verzichten kann. Diese Leute geh&ouml;ren nun mal auch vor all den Ansichten und Meinungen gesch&uuml;tzt, die von den &raquo;Minderleistern&laquo; vorgetragen werden. Daher muss das, was sich gemeinhin &uuml;ber die Parteien gedacht wird, dringend unterbunden und reguliert werden. Denn nur wenn die Besitzstandswahrer in Ruhe gelassen werden, geht es immer weiter so. Und das ist doch das Credo: Weiter so.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1120318.annegret-kramp-karrenbauer-die-besitzstandsliberalen.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Genosse Fortschritt<\/strong><br>\nWozu gibt es noch die SPD? Das fragen sich viele seit einer Weile. Doch die Sozialdemokraten werden heute dringender denn je gebraucht. Sie k&ouml;nnten die Industriearbeiter mit der Digitalisierung vers&ouml;hnen &ndash; und so die soziale Marktwirtschaft stabilisieren. (&hellip;)<br>\nDie Sozialdemokraten haben einen entscheidenden Vorteil. Sie glauben an den Fortschritt, jedenfalls taten sie das fr&uuml;her. In den Sechzigerjahren feierten sie Rationalisierung als Arbeitserleichterung, freuten sich an neuen Erfindungen und Produktionsmethoden. Wie keine andere Partei war die SPD davon &uuml;berzeugt, dass der menschliche Erfindungsgeist am Ende die Probleme der Menschheit l&ouml;sen kann. Der technische Fortschritt war kein Feind. Er war Genosse. (&hellip;)<br>\nDiese Haltung wurde ihr in den Achtziger- und Neunzigerjahren des 20. Jahrhunderts als naive Fortschrittsgl&auml;ubigkeit angekreidet &ndash; Deutschland demonstrierte gegen den Nato-Doppelbeschluss und die Atomkraft. Heute ist die Tradition in der Partei nahezu versch&uuml;ttet. Doch sie ist noch da, zum Beispiel in Gewerkschaften wie der IG Bergbau Chemie Energie. Dort k&ouml;nnte die SPD wieder ankn&uuml;pfen. Sie w&uuml;rde nicht nur einen gro&szlig;en Teil der Industriebesch&auml;ftigten ansprechen, deren politische Heimat heute eine W&uuml;ste ist. Die SPD w&uuml;rde zu sich selbst zur&uuml;ckfinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++1f0d3748-8827-11e9-b8a5-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Blog-Verantwortlichen beim DGB scheinen nicht mehr alle Tassen im Schrank zu haben, wenn sie allen Ernstes eine neoliberale Journalistin als (vermeintlich wohlmeinende) Ratgeberin f&uuml;r die SPD pr&auml;sentieren wollen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Daniel Hauffler als verantwortlicher Redakteur des gewerkschaftlichen Debattenblogs &ldquo;Gegenblende&rdquo; hat offensichtlich kein Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, welche Debatten sinnvoller Weise auf dem von ihm verantworteten Blog gef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. Welchen Sinn es f&uuml;r aktive Gewerkschafter macht, eine bekennende neoliberale Journalistin wie Ursula Weidenfeld einen Beitrag schreiben zu lassen, zum Nutzen der SPD f&uuml;r die deutsche Wirtschaft, sollten Hauffler und sein Chef der DGB-Vorsitzender Hoffmann den Mitgliedern der Einzelgewerkschaften im DGB bitte umgehend erkl&auml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Im Schatten des Brexit: Finanzlobby strebt nach neuen Einflusskan&auml;len<\/strong><br>\nDie Studie zeichnet anhand von internen Dokumenten und &ouml;ffentlichen &Auml;u&szlig;erungen die Lobbyaktivit&auml;ten zentraler Finanzmarktakteure wie Goldman Sachs, Blackrock, Allianz oder The City of London Corporation nach. Diese &uuml;ben enormen Druck auf Gro&szlig;britannien und die EU aus, um ein k&uuml;nftiges Handelsabkommen zwischen beiden Wirtschaftsbl&ouml;cken in ihrem Sinne zu beeinflussen.<br>\nObwohl die Finanzlobby bislang nicht bei allen Punkten erfolgreich war, st&ouml;&szlig;t ihre Forderung nach sogenannter &bdquo;regulatorischer Kooperation&ldquo; bei Entscheidungstr&auml;gern auf beiden Seiten des &Auml;rmelkanals auf Zustimmung. Damit sind neue Gremien gemeint, durch die haupts&auml;chlich Industrievertreter eingeladen werden, fr&uuml;hzeitig und ohne demokratische Kontrolle an Gesetzen und Regeln mitzuwirken, die sie selbst betreffen. Regulatorische Kooperation schafft damit neue Einflusskan&auml;le f&uuml;r Industrievertreter, hebelt die Parlamente aus und ist zutiefst undemokratisch. Gerade in einem so bedeutenden und sensiblen Sektor wie der Finanzbranche sollte die Politik Abstand davon nehmen. (&hellip;)<br>\nDoch nicht nur die Inhalte der Vorbereitungen f&uuml;r das kommende Handelsabkommen zwischen Gro&szlig;britannien und der EU sind brisant. Auch das Verfahren ist &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig. Denn bislang finden die Vorbereitungen auf beiden Seiten im Geheimen statt.<br>\nWeder die EU noch die britische Regierung haben offensichtlich aus der Kritik an den TTIP-Verhandlungen mit den USA gelernt. Schlimmer noch: In der entscheidenden Vorbereitungsphase des Handelsabkommens betreiben sie noch mehr Geheimhaltung als bei TTIP. W&auml;hrend wir auf Anfrage immerhin Inhalte von einzelnen Lobbytreffen ein halbes Jahr sp&auml;ter zu sehen bekamen, ist das bei der Vorbereitung des Handelsabkommens zwischen Gro&szlig;britannien und der EU infolge des Brexit mitnichten der Fall. (&hellip;)<br>\nDerzeit reden alle dar&uuml;ber, wohin die Finanzindustrie im Zuge des Brexit abwandert. Viel wichtiger ist aber die Frage, wie die Finanzlobby den Brexit nutzen will, um in Zukunft gr&ouml;&szlig;eren Einfluss auf die Regulierung der eigenen Branche zu nehmen. In einer Demokratie sollten B&uuml;rgerInnen und gew&auml;hlte PolitikInnen dar&uuml;ber entscheiden, wie sie Geld- und Finanzstr&ouml;me regeln und besteuern wollen. Egal, ob die Industrie nun in Frankfurt, Paris oder Luxemburg sitzt.<br>\nDeshalb darf regulatorische Kooperation im Finanzsektor nicht erneut dazu f&uuml;hren, dass Regulierungsmechanismen verw&auml;ssert werden. Denn die n&auml;chste Finanzkrise kommt bestimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2019\/06\/im-schatten-des-brexit-finanzlobby-strebt-nach-neuen-einflusskanaelen-2\/\">Lobby Control<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>F&uuml;nf-Stufen-Plan f&uuml;r May-Nachfolge und Rummel um Boris Johnsons junge Veganerfreundin<\/strong><br>\nAm 24. Mai verk&uuml;ndete die britische Premierministerin Theresa May ihren R&uuml;cktritt als Tory-Chefin zum 7. Juni. Der ist jetzt angebrochen &ndash; und inzwischen hat sich ihre Partei auf einen F&uuml;nf-Stufen-Plan geeinigt, mit dem ihr Nachfolger bestimmt werden soll. Er beginnt n&auml;chste Woche mit einem ersten Wahlgang am Donnerstag den 13. Juni. Weitere Abstimmungen der Parlamentsabgeordneten, in denen das Bewerberfeld eingedampft wird, folgen am 18., 19. und 20. Juni.<br>\nBei diesen Terminen entscheiden die Abgeordneten ob Boris Johnson, der ehemalige Brexit-Minister Dominic Raab, die zur&uuml;ckgetretene Parlamentsministerin Andrea Leadsom, der ehemalige Umweltminister Michael Gove, Ex- Arbeitsministerin Esther McVey, Ex-Gesundheitsminister Matt Hancock, Ex-Einwanderungsminister Mark Harper, Entwicklungshilfeminister Rory Stewart, Innenminister Sajid Javid, Au&szlig;enminister Jeremy Hunt und der ghanaischst&auml;mmige &ldquo;Brexiteer&rdquo; Samuel Gyimah unter den zwei Bewerbern sein werden, die man der etwa 160.000 Mitglieder umfassenden Basis zur Briefwahlabstimmung vorlegt. Der Sieger dieser Wahl zum Vorsitzenden soll dann unmittelbar danach auch den Premierministerposten &uuml;bernehmen, den Theresa May (anders als den Parteivorsitz) vorerst beh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fuenf-Stufen-Plan-fuer-May-Nachfolge-und-Rummel-um-Boris-Johnsons-junge-Veganerfreundin-4441790.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kohlendioxid erreicht neuen Monatsh&ouml;chststand<\/strong><br>\nNoch nie seit Beginn moderner Aufzeichnungen hat man in einem Monat mehr Kohlendioxid in der Atmosph&auml;re gemessen als im Mai 2019. Die Menschheit bleibt ihrem Weg treu.<br>\nIm Jahr 2014 &uuml;berschritten die monatlichen Kohlendioxidkonzentrationen in der Atmosph&auml;re am Mauna Loa erstmals den Schwellenwert von 400 parts per million (ppm). Seitdem setzt sich der Anstieg ungebremst fort: Im Mai 2019 erreichte der Monatsdurchschnitt 414,8 ppm &ndash; und damit noch einmal 3,5 ppm mehr als im letzten Jahr. Der Zuwachs markiert zudem den zweith&ouml;chsten Sprung im Jahresvergleich seit Beginn moderner Messungen vor mehr als 60 Jahren auf dem hawaiianischen Vulkan. Das melden die Scripps Institution of Oceanography und die NOAA, die die Messstation betreiben. Derzeit befindet sich so viel Kohlendioxid in der Atmosph&auml;re wie zuletzt vor drei Millionen Jahren &ndash; die Menschheit ist also weiterhin auf ihrem Kurs in eine neue Hei&szlig;zeit, wenn sie nicht bald gegensteuert. Der starke Anstieg setzt sich damit im siebten Jahr hintereinander ungebrochen fort.<br>\nZudem beschleunigt sich der Aufw&auml;rtstrend. Lag er in den ersten Jahren noch bei 0,7 ppm pro Jahr, steigerte er sich in den 1980er Jahren auf 1,6 ppm pro Jahr und mittlerweile 2,2 ppm j&auml;hrlich &ndash; nur in den 1990er Jahren sank der Jahresdurchschnitt auf 1,5 ppm im Mittel. Der Jahresh&ouml;hepunkt wird immer im Mai erreicht, bevor die Wachstumsperiode auf der Nordhalbkugel richtig einsetzt. Die Vegetation nimmt dann gro&szlig;e Mengen Kohlendioxid auf, von der sie &uuml;ber den Winter wieder einen Teil durch Verrotten freigibt. Der Tiefpunkt liegt daher stets im September, doch erreichen die Durchschnittswerte der Kohlendioxidkonzentration auch hier seit 2016 best&auml;ndig mehr als 400 ppm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/kohlendioxid-erreicht-neuen-monatshoechststand\/1651740\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Naturschutzrecht: Erleichterter Abschuss: Es geht nicht nur um W&ouml;lfe<\/strong><br>\nWeil W&ouml;lfe immer h&auml;ufiger Nutztiere angreifen, soll ihr Abschuss erleichtert werden. Doch die Neufassung des Bundesnaturschutzgesetzes erleichtert auch das T&ouml;ten anderer gesch&uuml;tzter Tiere, zum Beispiel von Bibern, Kormoranen oder Graureihern.<br>\nWenn das Bundesnaturschutzgesetz so vom Bundestag ge&auml;ndert wird, wie es die Bundesregierung vorgelegt hat, k&ouml;nnen nicht nur W&ouml;lfe, sondern alle streng gesch&uuml;tzten Tiere in Deutschland leichter get&ouml;tet werden: Biber und Kormorane etwa, sagt Wolfgang K&ouml;ck, Leiter der Abteilung Umweltrecht beim Helmholtz-Zentrum f&uuml;r Umweltforschung:<br>\n&bdquo;Der Wortlaut ist nicht auf den Wolf beschr&auml;nkt und insofern bezieht sich das auch auf andere streng gesch&uuml;tzte Tierarten.&ldquo;<br>\nUm ausnahmsweise streng gesch&uuml;tzte Tiere t&ouml;ten zu d&uuml;rfen, musste bisher ein &bdquo;erheblicher&ldquo; und auch &bdquo;wirtschaftlicher&ldquo; Schaden drohen, etwa f&uuml;r Bauern oder professionelle Fischz&uuml;chter. Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung soll demn&auml;chst schon ein &bdquo;ernster&ldquo; Schaden reichen, und &bdquo;wirtschaftlich&ldquo; muss er auch nicht mehr sein.<br>\n&bdquo;Und das ist nat&uuml;rlich eine Aufweichung der bisherigen Anforderungen,&ldquo; sagt Wolfgang K&ouml;ck, der Experte f&uuml;r Umweltrecht im Helmholtz-Zentrum f&uuml;r Umweltforschung. Denn so k&ouml;nnten auch Beschwerden von Hobby-Fischern dazu f&uuml;hren, dass Kormorane abgeschossen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/naturschutzrecht-erleichterter-abschuss-es-geht-nicht-nur.697.de.html?dram:article_id=450707\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne werden im DeutschlandTrend st&auml;rkste Partei, SPD im Absturz<\/strong><br>\nNicht &uuml;berraschend ist, dass die Gr&uuml;nen als die Partei gelten, die die besten Antworten auf Fragen der Zukunft hat. Das sagen 27 Prozent, 10 Prozentpunkte mehr als einen Monat zuvor. Die Union verliert hier 6 Prozentpunkte und kommt mit 12 Prozent auf nicht einmal die H&auml;lfte. 4 Prozentpunkte teilen sich AfD und Linke. Sie SPD ist mit 2 Prozent und 5 Prozentpunkten weniger schon fast auf Null. Entscheidend aber ist, dass 45 Prozent keiner der Parteien attestieren, dass sie zukunftsf&auml;hig sind. Das macht deutlich, dass die Gr&uuml;nen wahrscheinlich im Augenblick angesichts des Umwelt- und Klimatrends und noch als relativ j&uuml;ngste Partei gegen&uuml;ber den Altparteien, zu denen auch die AfD geh&ouml;rt, auch eine Verlegenheitsl&ouml;sung sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gruene-werden-im-DeutschlandTrend-staerkste-Partei-SPD-im-Absturz-4442023.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Personalmangel im Ausw&auml;rtigen Amt<\/strong><br>\n&ldquo;Eine ausreichende fachliche und sprachliche Postenvorbereitung kann derzeit nicht gew&auml;hrleistet werden&rdquo;, hei&szlig;t es in dem vom Ausw&auml;rtigen Amt in Auftrag gegebenen Rapport der Consultingfirma S3 Managementberatung. Auch die Belastung durch den st&auml;ndigen Postenwechsel w&uuml;rde &ldquo;nur unzureichend abgefedert&rdquo;. Insbesondere aber m&uuml;sse mehr in die &ldquo;Krisenfestigkeit&rdquo; des Ausw&auml;rtigen Amtes investiert werden. Es sei nicht ausreichend ausgestattet, um &ldquo;auf die zunehmende Zahl von politischen Krisen, terroristischen Anschl&auml;gen und Naturkatastrophen flexibel und angemessen reagieren zu k&ouml;nnen&rdquo;. Die hierf&uuml;r &ldquo;abgestellten Personalkapazit&auml;ten k&ouml;nnen den Bedarf nur rudiment&auml;r abdecken&rdquo;, wird beklagt. F&uuml;r eine erfolgreiche Krisendiplomatie bed&uuml;rfe es mehr flexibler Arbeitsst&auml;be und einer deutlich h&ouml;heren Zahl von &ldquo;Springern&rdquo; etwa f&uuml;r Kriseneins&auml;tze im Ausland. &ldquo;Dringend&rdquo; empfohlen wird ein &ldquo;erheblicher Ausbau der Personalreserve&rdquo;.<br>\nEine solche &ldquo;angemessene Personalreserve&rdquo; ben&ouml;tigt das Ausw&auml;rtige Amt wegen der besonderen Anforderungen des diplomatischen Dienstes mit st&auml;ndiger Rotation und der Notwendigkeit, schnell auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/diplomatie-auswaertiges-amt-1.4477442\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Angesichts dieses Defizits ist das Auftreten des Au&szlig;enministers, der einen fehlenden diplomatischen Instinkt, wo es nur geht, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51495\">zur Schau tr&auml;gt<\/a>, um so erstaunlicher. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: Seehofer: &ldquo;Man muss Gesetze kompliziert machen&rdquo;<\/strong><br>\nCSU-Innenminister Horst Seehofer hat sich am Donnerstag beim &ldquo;Zweiten Berliner Kongress f&uuml;r wehrhafte Demokratie&rdquo; zu dem neuen Migrationspaket ge&auml;u&szlig;ert. Ein Ausschnitt aus seiner Rede, den die ARD-Sendung &ldquo;Bericht aus Berlin&rdquo; verbreitete, erregt nun &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit.<br>\nDas Datenaustauschgesetz, &uuml;ber das am Freitag mit abgestimmt werde, habe er &ldquo;ganz stillschweigend&rdquo; eingebracht. Er habe gelernt, man m&uuml;sse Gesetze kompliziert machen, &ldquo;dann f&auml;llt es nicht so auf&rdquo;. &ldquo;Wir machen nichts Illegales, wir machen Notwendiges. Aber auch Notwendiges wird ja oft unzul&auml;ssig infrage gestellt,&rdquo; ist von Seehofer in dem Ausschnitt zu h&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/innenpolitik\/id_85887240\/csu-innenminister-horst-seehofer-man-muss-gesetze-kompliziert-machen-.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das ist eigentlich keine Neuigkeit mehr und passt wiederum zum ersten Hinweis dieser Sammlung. Eine Landwirtschaftsministerin kungelt ganz offen mit der Lebensmittelindustrie und der Innenminister erkl&auml;rt ebenfalls &ouml;ffentlich, dass sein Haus bewusst gegen die gebotene Normenklarheit verst&ouml;&szlig;t. Das m&uuml;ssen diese komplexen Zusammenh&auml;nge sein, von denen immer die Rede ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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