{"id":52402,"date":"2019-06-07T16:07:38","date_gmt":"2019-06-07T14:07:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52402"},"modified":"2019-06-07T17:00:59","modified_gmt":"2019-06-07T15:00:59","slug":"leserbriefe-zu-taz-gegen-die-alten-und-friedhofsgemuese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52402","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201etaz gegen die Alten\u201c und \u201eFriedhofsgem\u00fcse\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Beitr&auml;ge &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52265\">Die &bdquo;taz&ldquo; gegen die Alten: Junge Menschen sind gleicher als die anderen<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52281\">Friedhofsgem&uuml;se &ndash; Rentner zugunsten der zukunftsw&uuml;rdigen Jungen entsorgen!<\/a>&rdquo; bzw. der &bdquo;taz&ldquo;-Artikel, auf den sie sich bezogen, waren so kontrovers, dass sich diesmal zahlreiche Leser mit Anregungen, weiterf&uuml;hrenden Links und Filmtipps in die Debatte einschalteten.  Einige der Leserbriefe sind nachfolgend zusammengestellt, von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><p><strong>Leserbrief zu &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52265\">Die &bdquo;taz&ldquo; gegen die Alten: Junge Menschen sind gleicher als die anderen<\/a>&ldquo;<\/strong><\/p><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>es hat mich fassungslos gemacht, dass in der TAZ allen Ernstes die Forderung der PARTEI nach einem H&ouml;chstwahlalter erschienen ist. Unter satirischen Aspekten h&auml;tte ich es noch verstanden, dass so eine Forderung postuliert wird, da Satire Menschen den Spiegel vorhalten und zum Nachdenken anregen soll. Aber in Form einer ernst gemeinten Forderung lehne ich diese Aussage strikt ab. Ich habe analog dazu auch schon die satirische Forderung gelesen, dass nur w&auml;hlen darf, wer vorher einen Test besteht, in dem Fragen gestellt werden wie z.B. was der Unterschied zwischen Erst- und Zweitstimme ist. Hinter beiden Forderungen steht eigentlich die Forderung, dass Menschen aufgekl&auml;rte Wahlentscheidungen treffen, anstatt ihrer Lieblingspartei aus Tradition zu folgen oder leere Denkzettel zu verteilen.<\/p><p>Was Lafontaines Kommentar &uuml;ber die Gr&uuml;nen angeht: Nat&uuml;rlich haben die Gr&uuml;nen 1998 bis 2005 schlechte politische Entscheidungen getroffen und mitgetragen. Ich w&uuml;rde diese Partei deshalb aber nicht f&uuml;r immer verdammen, sondern bessere Politik von ihnen fordern, so wie es die Nachdenkseiten ja auch bei der SPD tun.<\/p><p>Und wen h&auml;tte man als W&auml;hler bei der Europawahl denn sonst &uuml;berhaupt noch w&auml;hlen k&ouml;nnen, wenn die SPD verdient abst&uuml;rzt, die Linke Sahra Wagenknecht in den Burn-out getrieben hat und die Piraten aufgrund des Sexismus-Skandals von sich selber abgeraten hatten? Eine der vier Tierschutzparteien etwa? Ich h&auml;tte ehrlich gesagt keine der vielen Kleinstparteien aus dem Stand bei 10% sehen wollen, denn so lange diese vielen Kleinstparteien sich aufgrund oft minimaler inhaltlicher Unterschiede nicht zu einer Partei zusammenschlie&szlig;en wollen, sehe ich dort kein Potenzial, dass deren Mitglieder zu besserer Politik f&auml;hig sind als die etablierten Parteien.<\/p><p>Eine Partei kann nur so gut sein wie ihre Bev&ouml;lkerung. Dementsprechend kann Ver&auml;nderung nur geschehen, wenn man bei sich selbst anf&auml;ngt.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAlexander Raiola<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS, <\/p><p>diesen groben Unfug kann ich beim besten Willen nicht ernstnehmen. Wenn  der taz-Text Satire sein soll, dann ist er eine unmusikalische und damit schlechte, und wenn er wider Erwarten ernst gemeint sein sollte, d&uuml;rfte es sich bei Frau Roth um eine &hellip; arme Menschenfrau handeln, die noch irgendeinen chronischen Kampf mit ihren Erzeugern auszutragen und diverse Komplexe abzubauen hat. <\/p><p>Manchmal, im stillen K&auml;mmerlein, gebeutelt vom argen Politwahnsinn und vom unsympathischen Zeitgeist, fabuliert mein Geist auch von Ma&szlig;nahmen, die ich als K&ouml;nig von Deutschland ergreifen w&uuml;rde, und darunter war  bereits ein Edikt, da&szlig; ab sofort allen unter 30-J&auml;hrigen verboten sei zu w&auml;hlen, weil ein Mensch unter 30 in der Regel ein leichtgl&auml;ubiger Depp  ohne &Uuml;bersicht ist, und damit das beste, das einer Oligarchie passieren  kann: ein n&uuml;tzlicher Idiot. Das ist ein Erfahrungswert, meinem j&uuml;ngeren  Ich habe ich jedoch sein Deppendasein bereits verziehen. <\/p><p>Frau Roth dem ihren wohl nicht. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJohannes Bichler <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren von den Nachdenkseiten,<\/p><p>ich antworte auf den Artikel von Tobias Riegel: &bdquo;Die &bdquo;taz&ldquo; gegen die Alten: Junge Menschen sind gleicher als die anderen&ldquo;<\/p><p>Im Jahr 1933 haben meine damals gut 20 Jahre alten Eltern Hitler gest&uuml;tzt. Meine damals 49 und 58 Jahre Gro&szlig;v&auml;ter haben Hitler strikt abgelehnt. In gewissen Situationen braucht man offensichtlich das Urteil der &auml;lteren Generation.<\/p><p>Freundlicher Gru&szlig;<br>\nDr.-Ing. Theodor Bloem<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<\/p><p>die Entwicklungen sind wirklich sehr bedenklich, passen aber wunderbar ins Zeitgeschehen. Gerade wurde die Bilderbergkonferenz er&ouml;ffnet &ndash; oder ist sie schon wieder vorbei? &ndash; und ziemlich gro&szlig; auf der Tagesordnung steht der Klimaschutz. Die Presse jubelt derzeit den Robert Redford der deutschen Politik (gemeint ist Herr Habeck von den Gr&uuml;nen) und seine jungen, h&uuml;bschen, glatten, frischen Parteigenossinnen hoch. Wie frisiert die Forsa-Umfrage ist, wird sich noch zeigen. Gleichzeitig wird AKK, angeblich von einer Mehrheit der Bev&ouml;lkerung, attestiert, nicht als Kanzlerin zu taugen. Die FDP trumpft mit einem neuen Gesicht auf, weiblich, jung und&hellip;. zur Bilderbergkonferenz eingeladen.<\/p><p>Haben wir wohl bald eine rot-schwarz-gr&uuml;ne Bundesregierung und Herrn Habeck als Kanzler?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nTony Eysermans<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52265\">nachdenkseiten.de\/?p=52265<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kolumne-Der-rote-Faden\/!5597166\">taz.de\/Kolumne-Der-rote-Faden\/!5597166<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nLiebe NDS,<\/p><p>in den letzten Tagen stellt sich bei mir ein bisschen der Eindruck ein, als w&uuml;rdet Ihr aufgeregt &uuml;ber jedes St&ouml;ckchen&nbsp; (Rezo &ndash; Erderw&auml;rmung) springen, das man Euch hinh&auml;lt.<br>\n&nbsp;<br>\nDiese&nbsp; taz-Kolumne h&auml;tte man auch mit zwei S&auml;tzen unter ferner liefen kommentieren k&ouml;nnen.<\/p><p>So in der Art, da h&auml;tte jemand den satirischen Wahlwerbespot &ldquo;LETZTW&Auml;HLER &ndash; EINE GEFAHR F&Uuml;R EUROPA&rdquo; allzu w&ouml;rtlich genommen.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=q8HvDaTVAjo\">youtube.com\/watch?v=q8HvDaTVAjo<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nMit Eurer j&uuml;ngsten Sichtweise auf Klimapolitik kapriziert Ihr Euch m. E. ordentlich.<\/p><p>Ein Kampf gegen die Erderw&auml;rmung ist in einer ungerechten und ungleichen Welt, m. E. hoffnungslos &ndash; deswegen ist das Ganze ja so vertrackt. Angesichts der aktuell modellierten Modelle in Sachen Klimawandel kann die Menschheit m. E. nur erfolgreich sein, wenn sie an einem Strang zieht &ndash; aber warum sollte Menschen und L&auml;nder das tun, wenn sie bisher massiv benachteiligt worden sind?<br>\n&nbsp;<br>\nAbgesehen davon, wenn man die Gr&uuml;nen nicht w&auml;hlen soll &ndash; was ich nicht getan habe &ndash; wenn h&auml;tte man stattdessen w&auml;hlen sollen?<\/p><p>Katka Kipping? Okay, man h&auml;tte seine Stimme bei der Partei parken k&ouml;nnen.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nStefan Eichardt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Tobias Riegel,<\/p><p>ich stimme Ihnen zu. <\/p><p>Der Artikel von Frau Johanna Roth ist gut, weil einmal mehr die TAZ sich selbst als reaktion&auml;res Blatt entlarvt.<\/p><p>Der gr&uuml;nen Politiker Joseph Fischer ist seit 2005 als Transatlantik-Fan unterwegs. Er ist zwar &uuml;ber 70. Aber, da er aus der Sicht von Frau Johanna Roth zweckm&auml;&szlig;ige Ansichten vertritt, darf er sicher weiterhin w&auml;hlen.<\/p><p>Der ehemalige gr&uuml;ne &bdquo;Realo&ldquo; Matthias Berning hat 13 Jahre f&uuml;r dickmachende S&uuml;&szlig;igkeiten von Mars geworben, seit Anfang des Jahres ist er als Glyphosat-Lobbyist unterwegs. Da er unter 50 ist w&uuml;rde die lustige Johanna ihm wahrscheinlich doppeltes Wahlrecht zubilligen.<\/p><p>Der Artikel von Frau Roth ist ein Beispiel f&uuml;r primitiven Populismus. Und die Frau denkt nicht, sie pl&auml;tschert nur an der Oberfl&auml;che.<\/p><p>Sie fordert ein Fahrverbot f&uuml;r die Alten. Wie w&auml;re es denn, den &Ouml;PNV f&uuml;r Rentner unentgeltlich anzubieten. Ein Gro&szlig;teil der gescholtenen Pension&auml;re w&uuml;rden Ihre Autos verkaufen. Das k&ouml;nnte den Verkehr, in St&auml;dten auch den ruhenden Verkehr sp&uuml;rbar entlasten.<\/p><p>Johanna regt sich zu Recht &uuml;ber SUV-fahrende Pension&auml;re auf. Aber mich als Gewerbetreibenden &auml;rgern SUV-fahrende Sonntagsfahrerinnen in den engen Stra&szlig;en Berlins ebenso. Wie w&auml;re es denn, SUVs au&szlig;erhalb der Nutzung f&uuml;r Land- und Forstwirtschaft drastisch zu besteuern. Aber, Frau Roth will sich wahrscheinlich nicht mit dem &bdquo;gr&uuml;nen&ldquo; Ministerpr&auml;sidenten aus dem L&auml;ndle anlegen.<\/p><p>Dank an Sie und alle von den NDS, dass wir Leser auch auf Erg&uuml;sse wie &bdquo;Rentner, gebt das Wahlrecht ab!&ldquo;&nbsp; aufmerksam gemacht werden.<\/p><p>Abschlie&szlig;end eine Frage: Weshalb wird &bdquo;Le Monde diplomatique&ldquo; immer noch &uuml;ber die TAZ vertrieben ? Ein bl&uuml;tenwei&szlig;es Brautkleid passt zu schmutzigen Gummistiefeln so wie lmd zur taz. <\/p><p>Ich besorge mir die &bdquo;Le Monde diplomatique&ldquo; &nbsp;seit vielen Jahren &uuml;ber meine Schweizer Lebensgef&auml;hrtin. Hier sollten Journalisten von NDS, Freitag, Rubikon etc. endlich Abhilfe schaffen. Es darf nicht sein, dass ein Revolverblatt wie die taz sich mit fremden Federn als intellektuelles Blatt schm&uuml;ckt.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nReinhard Schuberth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Gesch&auml;tzte&nbsp;RedakteurInnen,<br>\n&nbsp;<br>\nich habe gerade einen&nbsp;sehr liebenswerten&nbsp;und anderen Aspekt zum Thema gefunden:<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/csd-ist-fuer-alte-da.de\/\">csd-ist-fuer-alte-da.de\/<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nbitte auch die Kommentare beachten!<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;Herzliche Gr&uuml;sse aus Wien<br>\n&nbsp;<br>\nBrigitta Knotek<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>ich habe mit Aufmerksamkeit den Artikel &ldquo;<em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52265\">Die &bdquo;taz&ldquo; gegen die Alten: Junge Menschen sind gleicher als die anderen<\/a><\/em>&rdquo; gelesen und kann die inhaltliche Emp&ouml;rung sehr gut nachvollziehen. Aber dennoch hat die taz, wie viele andere vorher auch schon, hier ein Problem auf den Schirm gebracht. Eben die &ldquo;&Uuml;bermacht&rdquo; der &bdquo;Alten&ldquo; in diesem Land. Wenn man hier fordert, dass man den &bdquo;Alten&ldquo; das Wahlrecht entziehen sollte, geht das aber am Kern der Sache vorbei. Denn nicht die Alten sind zu stark, sondern die Jungen sind zu schwach. Die L&ouml;sung liegt also nicht bei einer Altersgrenze beim Wahlrecht, sondern bei einer Absenkung des Wahlalters in repr&auml;sentativer Form.<\/p><p>Demokratie bedeutet: Ein Mensch, eine Stimme! <\/p><p><em>Das gilt auch f&uuml;r Kinder<\/em>. Daher fordere ich, dass auch diese eine Stimme bei Wahlen bekommen, die von den Eltern (Sorgerechtszuordnung) <em>zus&auml;tzlich<\/em> mit abgegeben werden kann. Ich als Elternteil h&auml;tte demnach, bei geteiltem Sorgerecht, <em>eine halbe Stimme mehr<\/em> f&uuml;r mein Kind an der Wahlurne, genauso wie meine Frau. Dies gilt bis zur Vollj&auml;hrigkeit, bis zur Wahlberechtigung (16J,18J) oder bis zur gerichtlich festgestellten M&uuml;ndigkeit meines Kindes. Die Folge w&auml;re, dass auf einen Schlag <em>13,54 Millionen Kinder<\/em> (durch ihre Eltern) eine <em>zus&auml;tzliche<\/em> Stimme h&auml;tten. Nimmt man an, dass das Durchschnittsalter der Eltern bei Geburt des Kindes zwischen 26-28Jahren liegt und die 18 folgenden Jahre des Kindes mit dazu rechnet, k&auml;me man im Schnitt zum Ergebnis, dass diese zus&auml;tzlichen Stimmen auf das Konto der Gruppe aller Wahlberechtigten im Alter von 18 Jahren bis knapp 45 Jahren gehen.<\/p><p>Wenn man die Altersgruppen der Wahlberechtigten in Deutschland anhand dieser Grenze auseinander rechnet, sieht das ungef&auml;hr wie folgt aus:<\/p><p>18 bis 44 Jahre: 21,70 Millionen Stimmen<\/p><p>45 Jahre und &auml;lter: 39,2 Millionen Stimmen<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.bundeswahlleiter.de\/info\/presse\/mitteilungen\/europawahl-2019\/03_19_wahlberechtigte-deutschland.html\">bundeswahlleiter.de\/info\/presse\/mitteilungen\/europawahl-2019\/03_19_wahlberechtigte-deutschland.html<\/a>)<\/p><p>Mit <em>Kinderwahlrecht<\/em>, oder wie immer man des nennen m&ouml;chte, sieht das hingegen so aus:<\/p><p>18 bis 44 Jahre: 35,24 Millionen Stimmen<\/p><p>45 Jahre und &auml;lter: 39,2 Millionen Stimmen<\/p><p>Und dann sehen die Wahlergebnisse schon ganz anders aus. Man denke mal an die 2 Millionen Kinder in Armutsverh&auml;ltnissen, bei denen die Eltern dann zwei Millionen Stimmen mehr h&auml;tten. <\/p><p>F&uuml;r die Statistiker unter den Lesern: Ihr k&ouml;nnt ja mal ausrechnen, wie die Europawahl hier in Deutschland ausgegangen w&auml;re, wenn wir so ein Wahlrecht h&auml;tten. (Wahlbeteiligung der Altersgruppen, Altersgruppen der W&auml;hler der Parteien etc.) Ob das EU-Rechtskonform ist, ist f&uuml;r dieses Gedankenspiel unerheblich.<\/p><p>Es wird also Zeit, dass wir den Begriff &bdquo;repr&auml;sentative Demokratie&ldquo; mit Leben f&uuml;llen und bei den Wahlberechtigten eine tats&auml;chliche Repr&auml;sentation der Bev&ouml;lkerung herstellen. Tun wir das nicht, handelt es sich auch nicht um eine repr&auml;sentative Demokratie, da die tats&auml;chliche (repr&auml;sentative) Auswahl der Repr&auml;sentanten in den politischen Gremien bereits vorher beschnitten wurde.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAndre Klein<br>\nMitglied des Kreistages im Landkreis Harburg f&uuml;r DIE LINKE<\/p><p>(PS: Die technische Umsetzung im Wahllokal ist relativ einfach. Auf der W&auml;hlerliste steht neben dem Namen dann einfach die Anzahl der weiteren Stimmen. Hier bekommt man dann f&uuml;r sich selbst einen ganz normalen Stimmzettel mit in die Kabine und f&uuml;r die halben Stimmen der Kinder gibt es dann die gleichen Wahlzettel, nur in einer anderen Farbe oder mit einer Spezialmarkierung. Bei der Ausz&auml;hlung werden diese dann entsprechend ganz oder halb gez&auml;hlt. Das einzige Problem bzgl. Wahlgeheimnis sehe ich in diesem Fall dann, wenn nur ein einziger Kinderstimmzettel abgegeben wird, den die Wahlhelfer dann einem Gesicht und Namen zuordnen k&ouml;nnen. Aber dieser Fall w&uuml;rde auch eintreten, wenn ich der einzige w&auml;re, der in meinem Lokal zur Wahl gehen w&uuml;rde.)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel, liebe NDS-Redaktion, <\/p><p>ich habe den Beitrag dank Ihres Links lesen k?nnen und bin best&uuml;rzt. &Uuml;belst &uuml;belst, wie da ein paar von der modernen Autotechnik &uuml;berforderte Senioren, die in Schaufenster crashen, mit den W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern &ldquo;&Uuml;ber 60&rdquo; in einen Topf geworfen werden. Ich bin selbst 60. Die Botschaft ist klar: Wer nicht &ldquo;richtig&rdquo; w&auml;hlt, verwirkt sein Wahlrecht. Man kann das Hass-Speech nennen oder einfach nur Doofheit. Das kann niemand ernst meinen. Wieder mal sind gnadenlose &ldquo;Richtigmacher&rdquo; am Werk. Diese Spezies Mensch ist mir h&ouml;chst suspekt. Die Antwort w&auml;re gewesen: Mehr junge Menschen in die Politik, mehr &Auml;ltere &uuml;berzeugen, sofern das n&ouml;tig ist. Es soll ja auch eine Menge Gr&uuml;nen-W&auml;hlerinnen und W&auml;hler jenseits der 60 geben. Und zu den Autos: Die Autorin scheint noch nicht gemerkt zu haben, dass der Benzin-Verbrennungsmotor eine Technik aus dem 19. Jahrhundert ist, total veraltet und ein Auslaufmodell. Er wird bald verschwunden sein. Naja, ein Trost: Die jetzt 30-J&auml;hrigen werden mit Benzinkutschen in kein Schaufenster mehr crashen, wenn sie 60 sind. Weil sie dann den F&uuml;hrerschein automatisch samt Wahlrecht entzogen bekommen. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e <\/p><p>Rolf Klein <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Zum TAZ-Artikel &bdquo;Rentner gebt das Wahlrecht ab&ldquo; m&uuml;ssten die &bdquo;Alten&ldquo; (gemeint sind wei&szlig;e, alte M&auml;nner, die gottseidank vielfach mit der Weisheit des Alters gesegnet sind), einfach einmal eine Gegenrechnung aufmachen. Das, was die Alten jetzt &bdquo;verleben&ldquo;, haben sie meist in jahrelanger Arbeit sich erschaffen, bzw. entsprechende Anrechte, die wiederum ihre Vor-Generationen zugesagt hatten, erworben. Eine Gegenrechnung w&auml;re z.B. woher kommen die heutigen Konsumm&ouml;glichkeiten der sog. Jugend (Marken-Klamotten von j&uuml;ngster Kindheit an; TV \/ PC \/ Smartphone \/ Spielekonsolen; Urlaubsreisen &ndash; oft mehrmals im Jahr, zuerst mit den Eltern, dann bald alleine rund um die Welt; eigene Wohnung\/eigenes Fahrzeug &nbsp;&ndash; bevor man noch einen Cent selbst verdient hat etc. etc.). Und die sonstigen Lebenshaltungskosten &ndash; von den Kosten der Ausbildung und Freizeitbespassung soll gar nicht die Rede sein &ndash; wer hat die wohl zur Verf&uuml;gung gestellt. Die Alten k&ouml;nnten im Gegenzug fordern, dass die &bdquo;Jugend&ldquo; (die ja heute oft bis Mitte 30 geht) erst einmal f&uuml;r eine ausgeglichene Bilanz f&uuml;r sich selbst sorgt. Dann k&ouml;nnen sie mitentscheiden! Manchmal denke ich, es m&uuml;sste fast ein Eignungstest eingef&uuml;hrt werden f&uuml;r W&auml;hler. Je nach dessen Ausgang wird die W&auml;hlerstimme gewichtet. Gerne k&ouml;nnen die Jungen die Fragen f&uuml;r die Alten festlegen (aber nicht nach &bdquo;Influencern&ldquo; oder &bdquo;Youtubern&ldquo; &ndash; sondern Fakten) und die Alten dann die Fragen f&uuml;r die Jugend. Aber wollen wir Alten ja nicht so sein (Weisheit des Alters). Einen Spruch, den ich &uuml;ber dem Eingangsportal eines Friedhofes gelesen haben &bdquo;Alle die Ihr vor&uuml;bergeht, seht wie es um uns hier steht, was Ihr seid, das waren wir, was wir sind das werdet Ihr&ldquo;, kann man gerne auch auf den heutigen, sog. Generationenkonflikt anwenden!<\/p><p>HWM (Alt, wei&szlig;, Rentner, W&auml;hler etc.)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebe NDS!<\/p><p>Ist die Idee wirklich soweit hergeholt?!&nbsp;<\/p><p>Hatten die &auml;lteren Generationen nicht gen&uuml;gend Zeit, &bdquo;das Richtige&ldquo; zu w&auml;hlen &ndash; statt immer nur das Hemd, welches einem am n&auml;chsten ist?! Hatten sie nicht lange genug Zeit, jeden Tag gesellschaftlich sinnvollere (Kauf)Entscheidungen zu treffen UND daf&uuml;r auf die Stra&szlig;e zu gehen?! Jemand der 40 Jahre lang dreimal im Jahr eine Flugreise gemacht hat, wird nicht pl&ouml;tzlich freiwillig damit aufh&ouml;ren. Jemand der 50 Jahre lang Schlachth&auml;user leergefressen hat, wird nicht pl&ouml;tzlich nur noch vegane Burger bei McDonalds bestellen! Und jemand, der 60 Jahre lang alle zehn Jahre ein neues Auto gekauft hat, wird nicht pl&ouml;tzlich auf Bus und Bahn umsteigen (ja es mag jeweils Ausnahmen geben)!&nbsp;<\/p><p>Was bleibt ist: die letzten drei Erwachsenengenerationen der westlichen Wertegemeinschaft haben nun mal den ganzen Mist von Meeresleerfischerei &uuml;ber Urwaldrodung bis hin zu exorbitantem CO2-Aussto&szlig; (mit)verbockt UND sind zudem auch noch die Erziehungsberechtigten und &bdquo;Vorleber&ldquo; der Kinder- und Jugendlichen, die genau deshalb mit Smartphone und to-go-Becher rumlaufen!&nbsp;<\/p><p>Daher muss der TAZ-Kommentar sein, um endg&uuml;ltig mal auf Augenh&ouml;he zu diskutieren. All &ldquo;diese Alten&ldquo; h&auml;tten bei der EU-Wahl (und den Wahlen davor) die M&ouml;glichkeit gehabt, eine Stimme f&uuml;r die Zukunft und die jungen Menschen und gegen den reaktion&auml;ren M&uuml;ll da drau&szlig;en abzugeben. Ob das nun Die Gr&uuml;nen h&auml;tten sein m&uuml;ssen, steht auf einem anderen Blatt. Aber genau wie die Engl&auml;nder beim Brexit ist die Eltern- und Gro&szlig;eltern-Generation damit kl&auml;glich gescheitert!&nbsp;<\/p><p>Abschlie&szlig;end etwas zum Gespenst der sozialen Spaltung vs. Klima. Das Klimaproblem WIRD immer mehr zur Spaltung des Sozialen werden! Wer kann sich denn zuk&uuml;nftig Flugreisen leisten (oder jetzt schon), wer wird sich sauberes Trinkwasser leisten k&ouml;nnen, wenn es immer weniger und jetzt schon teurer wird?! die &bdquo;&ouml;konomisch Schwachen&ldquo; nicht, es werden die &bdquo;sozial Schwachen&ldquo; mit ihrem ausreichenden Geld sein, die sich in Zukunft weiter Steaks, Kreuzfahrten und Dieselautos leisten, weil sie es sich wert sind. Die Gleichen, die vermutlich auch bisher ihre Stimme immer wieder gegen eine positive Ver&auml;nderung des Ganzen positioniert haben!&nbsp;<\/p><p>MFG<\/p><p>Ralf Roth<br>\n48 Jahre<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, <\/p><p>Selten hat mich ein Text so geschockt wie diese Kolumne , bei der &uuml;berlegt wird , ob alte Menschen das Wahlrecht abgeben sollen.<\/p><p>Ich bin froh, dass Sie&nbsp; auch solche Artikel aufgreifen.<\/p><p>Ehrlich gesagt kann ich nicht glauben, dass das ernst gemeint sein k&ouml;nnte, doch selbst wenn es nur als &nbsp;&Uuml;berspitzung des Themas gemeint war, finde ich es so absurd wie schon lange nichts mehr. Vor allem in der taz und von einer eigentlich sympathisch wirkenden Journalistin. Selbst wenn ich in Ihrem Alter w&auml;re, k&ouml;nnte ich mich nur mich Abscheu von diesem Text abwenden.<br>\n&nbsp;<br>\nIch selbst bin in reiferen Jahren wesentlich radikaler, gr&uuml;ner, linker , mutiger und kritischer geworden , auch wesentlich informierter und engagierter, habe ich doch jetzt auch mehr Zeit. &nbsp;Ich hoffe, dass es zu diesem Artikel eine Menge Gegenwind geben wird. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMaria McCray<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<br>\n&nbsp;<br>\nwarum nicht gleich so wie in dem Film Logan&rsquo;s Run von 1976 (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flucht_ins_23._Jahrhundert\">de.wikipedia.org\/wiki\/Flucht_ins_23._Jahrhundert<\/a>) ?<\/p><p>In dem Film d&uuml;rfen die Menschen nur bis sie 30 Jahre Alt sind leben. Die CO2 Bilanz der Menschheit w&uuml;rde dann auch besser aussehen.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAlexander Haack<br>\n&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS-Team,<\/p><p>der taz-Artikel &ldquo;Renter gebt das Wahlrecht&rdquo; von Johanna Roth ist Wolfgang Bittner und Tobias Riegel sauer aufgesto&szlig;en. Verst&auml;ndlich. <\/p><p>Aber trotzdem hat Frau Roth einen Punkt. Nicht mal wegen Klimawandel, sondern wegen Demographie. <\/p><p>Da die Alterspyramide inzwischen auf dem Kopf steht k&ouml;nnen sich Menschen unter 50 (oder 60&hellip;) genauso auf den Kopf stellen, ihre Stimme bleibt eine Minderheitenmeinung.<\/p><p>Demokratie wurde f&uuml;r demographische &lsquo;normale&rsquo; Gesellschaften erdacht, in denen die Mehrheit der W&auml;hler Entscheidungen f&uuml;r ihre Zukunft getroffen haben. Sie war nie f&uuml;r &uuml;beralterte Bev&ouml;lkerungen konzipiert.<\/p><p>Die &ldquo;Dem&uuml;tigung der Alten&rdquo; durch Wahlrechtsentzug ist theoretisch und wird (zu recht) nicht geschehen, weil verfassungswidrig. Dagegen ist die Dem&uuml;tigung der Jugend im Hier und Jetzt sehr konkret. Inzwischen bedeutet Demokratie &ndash; Entschuldigung f&uuml;r die Polemik &ndash; schlicht die &ldquo;Diktatur des Geriats&rdquo;. Auch deswegen findet (junge) Opposition inzwischen (wieder) au&szlig;erparlamentarisch statt.<\/p><p>Viele Politiker&amp;Kommentatoren rufen der Jugend auf der Stra&szlig;e zu, sie m&ouml;gen doch bitte den langen Marsch durch die politischen Institutionen antreten, wie es sich geh&ouml;rt. Diese Politiker&amp;Kommentatoren verschlie&szlig;en aber die Augen vor der demographischen Realit&auml;t.<\/p><p>Um das Problem rechtlich anzugehen w&auml;re ein erster, meiner Meinung nach dringend &uuml;berf&auml;lliger Schritt: Wahlrecht ab der Geburt; bis 14 oder so delegiert an die Eltern. <\/p><p>Denn wenn W&auml;hlen Menschenrecht ist, wieso wird Menschen dann dieses Recht f&uuml;r ca. das erste Lebensviertel vorenthalten und erst nach Ablauf von 6.570 Tagen nach der Geburt gew&auml;hrt? (Plus Schalttage.) Das Unm&uuml;ndkeitsargument halte ich da f&uuml;r schwach, andernfalls st&auml;nde das Wahlrecht von dementen oder pflegebed&uuml;rftigen Menschen zur Debatte, was es &ndash; wie gerade erst vom Verfassungsgericht best&auml;tigt &ndash; nicht tut! Aber Kinder&amp;Jugendliche sind scheinbar noch keine Menschen, denn ihnen wird weiterhin das Wahlrecht vorenthalten.<\/p><p>Ein zweiter Schritt k&ouml;nnte tats&auml;chlich die Wahlrechtsdelegation am oberen Ende der kopfstehenden Alterspyramide sein, was bei Roth ja auch als Alternativvorschlag zum Wahlrechtsentzug steht. (Und was deutlich verfassungskonformer&amp;sinnvoller w&auml;re.) Klar muss rechtlich gekl&auml;rt werden, ab wann und an wen die eigene Rentner-Stimme delegiert wird. An eines der Kinder? Eine j&uuml;ngere Freundin? &hellip;<\/p><p>Und damit sind wir im dritten Schritt wieder bei Liquid Democracy, welche vor einigen Jahren schon mal Thema war. Dann darf jede Person ihre Stimme delegieren. <\/p><p>Damit lie&szlig;e sich die Demographie nicht &auml;ndern, aber zumindest die gegenw&auml;rtige repr&auml;sentative Unwucht ein wenig abmildern. Damit politische Entscheidungen wieder mehr mit der Gestaltung der Zukunft zu tun haben, als mit der Bewahrung der Vergangenheit.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e, macht weiter so.<br>\nS.N.<\/p><p>P.S. Selbst mit paarunddrei&szlig;ig empfinde ich die Generationen meiner Eltern und Gro&szlig;eltern als politisch erdr&uuml;ckend. F&uuml;r Minderj&auml;hrige&amp;Erstw&auml;hler kommt das Gewicht meiner Generation nochmal dazu.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>wenn es die Alten nicht gegeben h&auml;tte,die man jetzt am liebsten entsorgen m&ouml;chte, w&uuml;rden die jetzt Jungen wohl nicht in der Lage sein, die Welt vor dem Untergang zu retten.<\/p><p>Wer hat ihnen denn wohl die hierf&uuml;r notwendige Ausbildung bezahlt?<\/p><p>Mit freundliche Gr&uuml;&szlig;en<br>\nIhr die Nachdenkseiten st&auml;ndiger Leser Roland Philipp<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/3npJfhe-tgs\">youtu.be\/3npJfhe-tgs<\/a><\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Die Jugend gegen die Erwachsenen Aufhetzen ist eine alte Methode. In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts forderte sie in China Millionen Tote. Entfesselte und aufgehetzte Jugendliche entmachteten die Erwachsenen und machten Jagd auf Lehrer, Intellektuelle und Parteifunktion&auml;re. Mit dem Segen von Oben. Daf&uuml;r mussten sie auch nicht mehr in die Schule gehen. Pogrome statt Unterricht. Wo die neue Kulturrevolution von Leuten wie Greta und Rezo hingeht, ist deshalb unschwer erkennbar. Sie soll das Oberste zu Unterst kehren, die Klimadiktatur durchsetzen und die politischen und kulturellen Eliten entmachten &ndash; wenn nicht Schlimmeres. Deshalb auch Kulturrevolution&hellip;&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>K&ouml;nnte Gerhard Wisnewski richtig liegen? Wenn ja w&uuml;rde mir das gro&szlig;e Sorgen bereiten. Das Video ist erschreckend.<\/p><p>MfG<br>\nT. Wempe<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der NACHDENKSEITEN.DE,<\/p><p>ich habe mir erlaubt, der Autorin Frau Roth der TAZ nachfolgendes Mail geschrieben zu haben und mich dabei auf die NACHDENKSEITEN.DE berufen:<\/p><p>Renter, Wahlrecht<\/p><p>Guten Tag Frau Roth,<\/p><p>&uuml;ber die Nachdenkseiten.de bin ich auf Ihren Artikel gestossen. Dabei habe ich mir erspart, Ihren gesamten Artikel zu lesen, da Sie etwas v&ouml;llig unsinniges fordern, n&auml;mlich, dass wir &Auml;lteren unser Wahlrecht abgeben sollen.<\/p><p>Ihnen ist doch sicher das Grundgesetz bekannt?!?!?!?!<\/p><p>Und ich lasse mir von niemandem, egal ob Alt oder Jung mein Wahlrecht auch nur in Frage stellen. Ich habe mir in meinem Leben eine sehr gro&szlig;e politische Kompetenz angeeignet. Wenn ich zur&uuml;ckblicke, wie teilweise ich ahnungslos in jungen Jahren war und welche politische Kompetenz ich heute habe, ist ihr Ansinnen geradezu absurd.<\/p><p>In der Stadt, in der ich wohne, gab es vor kurzem einen schweren Verkehrsunfall mit 2 Toten. Ist bundesweit bekannt geworden. Es war ein 20-j&auml;hriger junger Raser, der seine M&auml;nnlichkeit wohl nur &uuml;ber 500 PS definieren kann. Da bin ich mir sicher, dass ich als 60-j&auml;hriger verantwortungsbewu&szlig;ter in die Wahlkabine gehe, als dieser 20-j&auml;hrige Raser. <\/p><p>Das nur als Beispiel.<\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus ist es gef&auml;hrlich was Sie tun, Sie spielen Alt gegen Jung aus und das geh&ouml;rt sich nicht. Sie zerst&ouml;ren damit den vern&uuml;nftigen Umgang miteinander.<\/p><p>Ich sage Ihnen auch, das Alte Fehler machen. Sehen Sie sich doch mal die Kanzlerin an? Eine &auml;ltere Frau, die eine katastrophale Politik gemacht hat und immer noch tut, siehe Geh&ouml;rigkeitspolitik zu den USA. Das ist gef&auml;hrlich, f&uuml;r Jung und Alt.<\/p><p>Also, kommen Sie zur Vernunft und h&ouml;ren auf Alt gegen Jung auszuspielen. Ich gedenke nicht, mir mein Wahlrecht wegnehmen zu lassen, egal von wem.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Gerd Lange<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenker,<\/p><p>bei diesem Thema ging das Emp&ouml;ren wohl vor dem Nachdenken: Eine Redakteurin der taz schl&auml;gt vor, dass die Alten Platz machen f&uuml;r die Jungen. Nun, die Idee ist nicht neu. Der Schrei der damals noch jungen Rebellen und Revolution&auml;re hie&szlig; doch: Trau keinem &uuml;ber Drei&szlig;ig.<\/p><p>Und man hoffte auf schlechtes Wetter an Wahltagen, damit die senilen M&uuml;tterchen, die immer CDU w&auml;hlen, zuhause bleiben. Und die Reaktion&auml;re, die sich in CDU und FDP versammelt hatten, waren die Ewig-Gestrigen.<\/p><p>Das m&ouml;chte ich mal in Erinnerung bringen. Die &Auml;u&szlig;erungen sind freilich Menschen und Demokratie feindlich. Aber in Erinnerung an die eigenen Irrungen w&uuml;rde ich da weniger Aufhebens machen.<\/p><p>Es gibt wichtigere Dinge, und Jens Berger hat in den letzten Wochen in einer Beitragsserie Analysen und Thesen aufgebracht, &uuml;ber die wir diskutieren sollten: Wie kriegen wir ein menschenfreundliches Klima wieder hin, und gleichzeitig eine menschenw&uuml;rdige Versorgung und Lebensbedingung f&uuml;r Alle. <\/p><p>Die inzwischen reflexhafte Abwertung aller Gr&uuml;nen und ihrer W&auml;hler ist da meiner Meinung nach &uuml;brigens kein Beitrag zu.<\/p><p>Was tun ?<\/p><p>Auf gedeihliche Nachgedanken!<\/p><p>viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nThomas Teichmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der Redaktion,<\/p><p>ich beziehe mich auf den Artikel &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52281\">Friedhofsgem&uuml;se &ndash; Rentner zugunsten der zukunftsw&uuml;rdigen Jungen entsorgen!<\/a>&ldquo;.<\/p><p>Da Frau Johanna Roth, Redakteurin Meinung bei der TAZ, leider nicht auf meine kritische Anmerkung reagierte &ndash; und die TAZ wohlweislich die Kommentarfunktion auf ihrer Seite geschlossen hat, sende ich Ihnen einfach einmal meine Gedanken zu dieser entbl&ouml;&szlig;enden Demokratievorstellung, die es offensichtlich bei der TAZ gibt. Ziemlich erschreckend, was da an demokratietheoretischen L&uuml;cken bei den Redakteur*innen&nbsp; in einer einst kritischen Zeitung herrschen.<\/p><p>Der Artikel ist (noch) unter <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Kolumne-Der-rote-Faden\/!5597166&amp;s=Rentner\/\">taz.de\/Kolumne-Der-rote-Faden\/!5597166&amp;s=Rentner\/<\/a> zu finden.<\/p><p>Im Folgenden meine Email an die sich versteckende Redakteur*in &ndash; um einiges erweitert:<\/p><p>Liebe Frau Roth,<\/p><p>so ein paar Unstimmigeiten finde ich dann doch in Ihrem Artikel.<\/p><p>Vorweg: Ich bin nicht Rentner. Und Ihre &Uuml;berschrift l&auml;sst Gendersensibilt&auml;t vermissen &ndash; wie auch im Text (Bsp. &ldquo;Am Ende gibt es nat&uuml;rlich auch einen Zusammenhang zwischen Rasern, Rentnern und Klimawandel.&rdquo;).<\/p><p>Es hat den Anschein, dass &ldquo;das B&ouml;se&rdquo; keine diverse und keine feminine Endung kennt. Sehr interessante Auff&auml;lligkeit in der Sprache, die sich bei Ihnen feststellen l&auml;sst. Sprache schafft Bewusstsein. Und Ihr Sprachgebrauch schafft ein Bewusstsein, dass leider exkludiert und diskriminiert. Auch ein interessanter Aspekt der TAZ &hellip;<\/p><p>Differenzierung w&auml;re angebracht, m&ouml;chte man nicht als totalit&auml;r sich zu erkennen geben.<\/p><p>Und nein, ich bin kein AfD-W&auml;hler, sonder sprach- und gerechtigkeitssensibel und in der Sozialen Arbeit auch wissenschaftlich und forschend t&auml;tig.<\/p><p>Eine weitere Unstimmigkeit in Ihrem Artikel ist diese: &ldquo;In Deutschland, einig Fahrerland, wollen wir uns nicht nur die Freiheit erhalten, mit 222 Stundenkilometern &uuml;ber die A100 zu brettern (das war allerdings ein 20-J&auml;hriger), &hellip;&rdquo;<\/p><p>Frage: Inwiefern st&uuml;tzt das jetzt Ihre Aussage, dass Rentner*innen die R&uuml;pel*innen und Verhinderer*innen vern&uuml;nftiger Lebensf&uuml;hrung und gesellschaftlichen Verhaltens sind?<\/p><p>Und eine weitere Frage: Besitzen Sie ein Auto? Ich nicht. Wahrscheinlich Vorteil hinsichtlich gesellschaftlicher Verantwortung: Ich. Kaum Sie. (Das aber nat&uuml;rlich nur vermutet &hellip;)<\/p><p>Weiteres Beispiel f&uuml;r &ldquo;das B&ouml;se&rdquo;: &bdquo;Fast alle Unfallverursacher waren &auml;ltere Menschen, die neuwertige, automatikgetriebene Autos mit relativ hoher PS-Zahl fuhren, darunter SUV und schwere Limousinen.&ldquo; Sie schreiben von Gro&szlig; Flottbek.<\/p><p>Dieses Beispiel zeigt &uuml;berdies sehr deutlich, dass in dem von Ihnen genannten Stadtteil auch &uuml;berproportional viele Gr&uuml;nen-W&auml;hler*innen leben (Europawahl: Gr&uuml;ne in Gro&szlig; Flottbek st&auml;rkste Partei mit 34,2 %) &ndash; auch relativ junge Familien mit sch&ouml;nem Einkommen, die in Biol&auml;den einkaufen, die Eink&auml;ufe in den SUV packen und ganz gerne nette St&auml;dtetrips per Flugzeug z.B. nach Barcelona (sehr angesagt!) machen.<\/p><p>Ein Blick in die Daten des Statistischen Amtes f&uuml;r Hamburg und Schleswig-Holstein (2016, neuere Statistiken scheint es nicht zu geben) &ouml;ffnet die Augen und stellt die &ldquo;Alternativen Fakten&rdquo; in einem sehr anderen Licht dar (<a href=\"https:\/\/www.statistik-nord.de\/fileadmin\/Dokumente\/NORD.regional\/NR18_Statistik-Profile_HH_2016.pdf\">statistik-nord.de\/fileadmin\/Dokumente\/NORD.regional\/NR18_Statistik-Profile_HH_2016.pdf<\/a>).<\/p><p>Alles in allem vermisse ich in Ihrem Artikel seri&ouml;se Faktendarstellung &ndash; Sie nutzen trump&rsquo;sche &ldquo;Alternative Fakten&rdquo; &ndash; haben allerdings die richtige Haltung. Ein hochproblematisches Gemenge, das lediglich den Populisten der anderen Seite n&uuml;tzt (denn populistisch sind auch Ihre Ausf&uuml;hrungen).<\/p><p>Leider ist das kein kritischer Journalismus, nicht einmal eine fundierte Haltung, noch weniger mit Argumenten hinterlegt und auf demokratietheoretischer Ebene in etwa auf der H&ouml;he des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Was diese Haltung zudem offenbart, ist eine exkludierende, diskriminierende Haltung, die weder einer habermas&rsquo;schen Vorstellung von Aushandlung und des besseren Argumentes noch einer Vorstellung von Agonik (Chantal Mouffe) entspricht, sondern einer totalit&auml;ren, distopischen Fantasie entsprungen zu sein scheint.<\/p><p>Mit der Hoffnung auf Besserung<br>\nbeste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJ.Georg Brandt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, sehr geehrte NachDenkSeiten-Redaktion,<\/p><p>Herr Bittner hat die Kolumne &bdquo;Der rote Faden&ldquo; der altruistischen taz-Redakteurin &bdquo;sehr sch&ouml;n&ldquo; um die Entsorgungsformel ab 60 Jahre weiter aufgezeigt. <\/p><p>Erg&auml;nzend dazu m&ouml;chte ich ein neues Gesch&auml;ftsmodell der Krankenkassen vorschlagen: <strong>A b s c h i e d s g e s c h e n k<\/strong> !<\/p><p>Wer sich ab 60 freiwillig aus dieser Welt verabschiedet, wird kassenm&auml;&szlig;ig human entsorgt ohne diesbez&uuml;glich finanzielle Altlasten zu hinterlassen.<\/p><p>Nat&uuml;rlich k&ouml;nnten aber auch die Olivgr&uuml;nen &ndash;mit Bundeswehr-Kriegsz&uuml;ge im Ausland sind sie ja schon l&auml;nger einverstanden-, so sie denn wieder einmal in Bundesregierungsverantwortung kommen sollten, dann auch dar&uuml;ber nachdenken d&uuml;rfen, die 60 Jahres-Grenze <strong>herabzusetzen<\/strong>, der drohenden &Uuml;berv&ouml;lkerung geschuldet, falls man in keinen Krieg parat hat.<\/p><p>Was von den Olivgr&uuml;nen Umweltversprechen zu halten ist, das zeigt Baden-W&uuml;rttemberg oder Hessen, wo z.B. in Frankfurt am Main der Flughafen wieder einmal erweitert wird, auch wenn der Oliv-Gr&uuml;ne-Wirtschaftsminister der Grundsteinlegung fern blieb. Fernflugreisen der dynamischen, bayerischen Junggr&uuml;nen &uuml;ber die letzten Weihnachtsfeiertage d&uuml;rfen da nicht fehlen.<\/p><p>M&ouml;gen die NachDenkSeiten den heftigen medialen und politischen St&uuml;rmen standhalten, und weiterhin f&uuml;r einen nebelfreien Blick auf die R&uuml;ckseite der Geschichts-Medaille im Interesse der Aufkl&auml;rung sorgen k&ouml;nnen, <\/p><p>das w&uuml;nscht&nbsp; den Verantwortlichen in der NachDenkSeiten-Redaktion<\/p><p>Manfred&nbsp; H&uuml;bner &nbsp;&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Beitr&auml;ge &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52265\">Die &bdquo;taz&ldquo; gegen die Alten: Junge Menschen sind gleicher als die anderen<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52281\">Friedhofsgem&uuml;se &ndash; Rentner zugunsten der zukunftsw&uuml;rdigen Jungen entsorgen!<\/a>&rdquo; bzw. der &bdquo;taz&ldquo;-Artikel, auf den sie sich bezogen, waren so kontrovers, dass sich diesmal zahlreiche Leser mit Anregungen, weiterf&uuml;hrenden Links und Filmtipps in die Debatte einschalteten. 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