{"id":52419,"date":"2019-06-07T16:40:10","date_gmt":"2019-06-07T14:40:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419"},"modified":"2019-06-07T16:40:10","modified_gmt":"2019-06-07T14:40:10","slug":"hinweise-des-tages-ii-397","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h01\">Die Wahl der Chefs &ndash; Die Sommerzeit bleibt <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h02\">&bdquo;Geht&rsquo;s noch?&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h03\">Schlag auf Schlag: Nach Asylrechtsversch&auml;rfung auch Ausweitung der Afghanistan-Abschiebungen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h04\">Maas darf nicht mit leeren H&auml;nden in den Nahen Osten reisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h05\">Krise der Globalisierung Mehr Radikales wagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h06\">Finanzkriminalit&auml;t: EU-L&auml;nder entsch&auml;rfen schwarze Liste f&uuml;r Geldw&auml;sche-Staaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h07\">Integration in Arbeit: Nicht einmal jede zweite Arbeitsaufnahme beendet Hartz-IV-Bezug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h08\">Bek&auml;mpfung von Ausbeutung in Deutschland? Fehlanzeige!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h09\">Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine Reform der Berechnung der &bdquo;angemessenen&ldquo; Unterkunftskosten in der Grundsicherung. Auch der Bundestag kreist um ein echtes Dilemma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h10\">Wie w&auml;rs mal mit &bdquo;linken Realismus&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h11\">Trump auf Konfrontationskurs mit Erdogan wegen russischer S-400-Lieferungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h12\">Rohingya in Bangladesch: Keine L&ouml;sung in Sicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h13\">K&uuml;hnert-Debatte: Die gro&szlig;e Zukunftsverdr&auml;ngung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h14\">Merz: &ldquo;Gro&szlig;e Koalition h&auml;lt nicht &uuml;ber den Jahreswechsel 2019\/2020 hinaus&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Wahl der Chefs &ndash; Die Sommerzeit bleibt<\/strong><br>\nSieht so die neue EU-Demokratie aus? Nicht das Europaparlament, sondern die Regierungen sondieren, wer der n&auml;chste Kommissionschef werden soll. Derweil beraten die Abgeordneten &uuml;ber einen Koalitionsvertrag &ndash; doch f&uuml;r welche Koalition?<br>\nEs ist eine illustre Runde, die sich am Freitag zum Abendessen in Br&uuml;ssel trifft, und sie hat eine heikle Mission: Sechs Regierungschefs aus drei Parteienfamilien sollen ausloten, wer die Topposten in der EU ergattern k&ouml;nnte. Zwei Wochen nach der Europawahl werden sie auch &uuml;ber den k&uuml;nftigen Kommissionschef reden.<br>\nDoch die neu gew&auml;hlten EU-Abgeordneten werden an den Sondierungs-Gespr&auml;chen ebenso wenig beteiligt wie die Wahlgewinner von den Gr&uuml;nen. Das Wort f&uuml;hren Konservative (u.a. mit Kroatiens Regierungschef Andrej Plenkovic), Sozialdemokraten (mit Spaniens Pedro Sanchez) und Liberale (mit dem Niederl&auml;nder Mark Rutte).<br>\nSo hat es der EU-Gipfel vor zehn Tagen beschlossen &ndash; und damit das Verfahren an sich gerissen. Weil sich Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron nicht auf offener B&uuml;hne &uuml;ber den Nachfolger von Jean-Claude Juncker streiten wollten, wurden die sechs &bdquo;Koordinatoren&ldquo; eingesetzt &ndash; eine Premiere.<br>\nDas neugew&auml;hlte Europaparlament hat dem wenig entgegen zu setzen. Denn auch hier rangeln die(selben) Parteien um die Macht. Weil sich die Spitzenkandidaten gegenseitig im Weg stehen, hat das Parlament eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die ein Koalitionsprogramm ausarbeiten soll. Hier d&uuml;rfen die Gr&uuml;nen mitmachen, die EU-kritischen Parteien aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/die-wahl-der-chefs-die-sommerzeit-bleibt\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Geht&rsquo;s noch?&rdquo; <\/strong><br>\nAm 6. Juni 2019 schaltet das Bundesministerium der Verteidigung Anzeigen auf taz.de. Das ist umstritten. Am 6. Juni 2019 werden Anzeigen der Bundeswehr auf taz.de ausgespielt. Die Entscheidung der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung, diese Anzeigen zuzulassen, hat in der Redaktion und im Verlag heftige Debatten ausgel&ouml;st. Die taz war und ist keine Zeitung wie jede andere. Eine intensive Auseinandersetzung nicht nur mit dem redaktionellen Teil der Zeitung, sondern auch mit den Werbeanzeigen geh&ouml;rt zur taz seit ihrer Gr&uuml;ndung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.taz.de\/hausblog\/gehts-noch\/\">taz Hausblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Warum die ganze Aufregung? Anzeigen der Bundeswehr harmonieren doch erstaunlich gut mit der olivgr&uuml;nen Ausrichtung, die die taz seit Jahren eingeschlagen hat. Insofern ist die Entscheidung der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung nur konsequent.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schlag auf Schlag: Nach Asylrechtsversch&auml;rfung auch Ausweitung der Afghanistan-Abschiebungen?<\/strong><br>\nKaum wurde sein umstrittenes Gesetzespaket im Eiltempo durch den Bundestag gepeitscht, unternimmt Horst Seehofer den n&auml;chsten Vorsto&szlig;: Bei der Innenministerkonferenz in der kommenden Woche soll ein Beschluss zur Ausweitung von Abschiebungen nach Afghanistan gefasst werden. Und: Diese beiden Themen h&auml;ngen enger miteinander zusammen, als man denkt.<br>\nInsgesamt sieben Gesetzesentw&uuml;rfe aus den Bereichen Asyl- und Aufenthaltsrecht wurden im Bundestag beschlossen, darunter waren neben dem &raquo;Hau-Ab-Gesetz&laquo; (in der verniedlichenden offiziellen Regierungssprache &raquo;Geordnete-R&uuml;ckkehr-Gesetz&laquo;) u.a. auch &Auml;nderungen bei der Duldung oder im Asylbewerberleistungsgesetz. Hier wurden wesentliche Neuerungen vergangene Woche zusammengefasst, in der Zwischenzeit hatten Union und SPD gar noch weitere Versch&auml;rfungen eingearbeitet &ndash; trotz breiter Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/schlag-auf-schlag-nach-asylrechtsverschaerfung-auch-ausweitung-der-afghanistan-abschiebungen\/\">Pro Asyl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Maas darf nicht mit leeren H&auml;nden in den Nahen Osten reisen<\/strong><br>\n&bdquo;Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas muss bei seinen Gespr&auml;chen in den Vereinigten Arabischen Emiraten deren brutale Kriegsf&uuml;hrung im Jemen verurteilen und auf einen sofortigen Stopp der Angriffe dr&auml;ngen. Statt diplomatischer Floskeln braucht es hier klare Ansagen und konkrete Taten. Dazu geh&ouml;rt ein sofortiger Stopp der deutschen Waffenexporte in die Emirate, die ma&szlig;geblich mitverantwortlich sind f&uuml;r Kriegsverbrechen im Jemen und die gr&ouml;&szlig;te humanit&auml;re Katastrophe unserer Tage&rdquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Es ist gut, wenn auch reichlich sp&auml;t, dass der deutsche Au&szlig;enminister in den Iran f&auml;hrt, um das von den USA einseitig aufgek&uuml;ndigte internationale Atom-Abkommen zu retten. Wenn Maas aber mit leeren H&auml;nden kommt, ist es reine Symbolpolitik. Der Minister muss angesichts der US-Sanktionen gegen den Iran konkrete Angebote zur Rettung des Atomdeals und zur Aufrechterhaltung der Wirtschaftsbeziehungen mit Teheran mitbringen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/maas-darf-nicht-mit-leeren-haenden-in-den-nahen-osten-reisen\/%20\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Krise der Globalisierung Mehr Radikales wagen<\/strong><br>\n&Uuml;ber den Absturz der SPD l&auml;sst sich leicht h&ouml;hnen. Aber ginge es den Menschen mit, sagen wir, Christian Lindner besser? Die Wahrheit ist: Die Marktwirtschaft braucht einen radikalen Neustart. [&hellip;]<br>\nAls Rettungsengel hat auch, sagen wir, Industriellenboss Dieter Kempf noch Luft nach oben, der diese Woche der Kanzlerin &ndash; aber holla! &ndash; die Meinung gesagt hat: etwa, dass sie mit ihrer GroKo &ldquo;ein mutloses Abarbeiten kleinteiliger Politikfelder&rdquo; betreibe &ndash; und &ldquo;ein ungesundes Ma&szlig; an Umverteilung&rdquo;. Sagt der BDI-Chef. Um dann gro&szlig;vision&auml;r die &ldquo;Strompreise&rdquo; f&uuml;r deutsche Betriebe als &ldquo;existenzbedrohend&rdquo; zu beklagen.<br>\nAls seien Klimaschutzgesetze, Grundrenten oder Mindestl&ouml;hne kleinteilig. Die passen halt nur dem Interessenverband nicht. Was wiederum ein ziemlich kleinteiliges Verst&auml;ndnis von &Ouml;konomie zeigt. Muss ja auch wer Geld haben, um die sch&ouml;nen Sachen zu kaufen, die unsere Industrie macht &ndash; und das m&ouml;glichst auch im Inland, wenn die Globalkonjunktur kippt (wie jetzt gerade).<br>\nWenn bei Deutschlands Industrie seit Monaten die Auftr&auml;ge schwinden, hat das ja nichts mit Rentenbeschl&uuml;ssen der GroKo zu tun, nicht einmal mit hohen Stromkosten, sondern damit, dass in wichtigen Absatzl&auml;ndern mittlerweile irre Politiker Handelskriege anzetteln oder Brexit-Chaos machen.<br>\nWas wiederum nicht passiert ist, weil dort zuvor zu viel an die Armen umverteilt wurde, sondern weil zwischen Reich und Arm immer gr&ouml;&szlig;ere L&uuml;cken klaffen und Verlierer allein gelassen wurden. Wie im Rust Belt in den USA, wo Trump stark gewinnen konnte. Oder in fr&uuml;heren britischen Industrieregionen, die sich von den Brexiteers bequasseln lie&szlig;en. Oder in Italien nach Jahren sinnloser Austerit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/globalisierung-die-marktwirtschaft-braucht-einen-radikalen-neustart-a-1271249.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Finanzkriminalit&auml;t: EU-L&auml;nder entsch&auml;rfen schwarze Liste f&uuml;r Geldw&auml;sche-Staaten<\/strong><br>\nDie EU-Kommission will Geldw&auml;sche-Risikol&auml;nder auf eine schwarze Liste setzen. Interne Dokumente zeigen, dass das Vorhaben zu scheitern droht &ndash; unter anderem wegen Deutschland. [&hellip;]<br>\nDie deutschen Unterh&auml;ndler zeigen sich mit dem neuen Angebot der Kommission aber bereits zufrieden: Der Vorschlag sei &ldquo;ein guter Ausgangspunkt f&uuml;r weitere Diskussionen&rdquo;, kabelte die deutsche Botschaft in Br&uuml;ssel Ende Mai nach Berlin. Es m&uuml;sse eine &ldquo;hinreichende Bewertungsqualit&auml;t sichergestellt sein&rdquo;, bevor man L&auml;nder auf die schwarze Liste setze. Man k&ouml;nne erst einmal &ldquo;mit einer kleinen Anzahl von Drittstaaten beginnen&rdquo;. Welche das sein sollen, ist jedoch ebenfalls unklar.<br>\nEinige L&auml;nder, die in der ersten Version der Liste aufgetaucht waren, lobbyierten auf h&ouml;chster Ebene gegen ihre Aufnahme &ndash; allen voran Saudi-Arabien und die USA, die mit ihren vier Territorien Guam, Amerikanisch-Samoa, Puerto Rico und den Amerikanischen Jungferninseln dabei waren. Nicht nur die EU-Kommission geriet unter Druck, auch die Bundesregierung sei &ldquo;von zahlreichen der im Februar 2019 gelisteten Staaten&rdquo; angesprochen worden, hei&szlig;t es in einem Schreiben des Finanzministeriums an den Finanzausschuss des Bundestags von Ende Mai. Neben den USA und Saudi-Arabien seien dies unter anderem die Bahamas, Ghana, Irak, Panama und Tunesien gewesen.<br>\nZufrieden sein kann auch die US-Regierung, die um ihren Einfluss gef&uuml;rchtet haben soll. Denn die schwarze Liste der EU w&uuml;rde in direkter Konkurrenz zu einer &auml;hnlichen Liste der Financial Action Task Force (FATF) stehen, einem internationalen Gremium zur Bek&auml;mpfung von Geldw&auml;sche, geleitet von einem US-Amerikaner. Auf ihr befinden sich allerdings nur elf L&auml;nder. Saudi-Arabien oder das als Geldw&auml;sche-Paradies geltende Panama sind nicht darunter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/geldwaesche-schwarze-liste-der-eu-wird-entschaerft-a-1270259.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Integration in Arbeit: Nicht einmal jede zweite Arbeitsaufnahme beendet Hartz-IV-Bezug<\/strong><br>\nIm Jahr 2018 gelang erneut mehr Hartz-IV-Beziehern die Integration in den Arbeitsmarkt. Dies geht aus der Integrationsquote der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) hervor. Doch nicht einmal die H&auml;lfte der Arbeitsaufnahmen f&uuml;hrt dazu, dass der Leistungsbezug beendet wird.<br>\nDie von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) berechnete Integrationsquote gibt an, wie viele Integrationen in Arbeit von erwerbsf&auml;higen Hartz-IV-Empf&auml;ngern innerhalb eines zw&ouml;lfmonatigen Zeitraums erfolgt sind. Sie lag im Dezember 2018 bei 26,3. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Integrationsquote in Deutschland und allen Bundesl&auml;ndern mit Ausnahme von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gestiegen. Im Dezember 2017 lag die Integrationsquote f&uuml;r Deutschland noch bei 25,4. Betrachtet man die Integrationsquote f&uuml;r die einzelnen Bundesl&auml;nder, zeigen sich zum Teil gro&szlig;e regionale Unterschiede: So reicht die Spannweite der Integrationsquote aus Dezember 2018 von 34,2 in Bayern bis zu 20,7 in Bremen. (&hellip;)<br>\nEmpf&auml;nger von Hartz-IV-Leistungen sind jedoch gesetzlich dazu verpflichtet, jede zumutbare Arbeit anzunehmen und alles zu versuchen, um ihre Hilfebed&uuml;rftigkeit aus eigener Kraft zu beenden. Doch das gelingt trotz Integration in Arbeit nicht immer. Von November 2016 bis Oktober 2017 (Werte nur mit Wartezeit verf&uuml;gbar) z&auml;hlte die BA-Statistik knapp 1,1 Millionen Integrationen in Arbeit von vormals arbeitslosen Hartz-IV-Empf&auml;ngern. Nur knapp 500.000, also weniger als die H&auml;lfte dieser Arbeitsaufnahmen, war &bdquo;bedarfsdeckend&ldquo; und f&uuml;hrte dazu, dass die jeweiligen Personen nicht mehr auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen waren.<br>\nAls bedarfsdeckend gilt eine Integration nur, wenn die oder der vormals Arbeitslose drei Monate nach der Arbeitsaufnahme keine Hartz-IV-Leistungen mehr bezieht. Auch bei den bedarfsdeckenden Integrationen gab es teilweise erhebliche Unterschiede. W&auml;hrend in Bayern mehr als jede zweite Integration auch bedarfsdeckend im Sinne der Statistik war, traf dies in Berlin nur auf knapp 39 Prozent der Integrationen zu.<br>\nDie Statistik zu bedarfsdeckenden Integrationen verr&auml;t allerdings nicht eindeutig, ob das Ende des Hartz-IV-Bezugs tats&auml;chlich durch die Integration in Arbeit verursacht wurde. Denn auch wenn der Leistungsanspruch aus anderen Gr&uuml;nden, wie etwa Ver&auml;nderungen im Hartz-IV-Haushalt, erlischt und nur zuf&auml;llig drei Monate nach der Integration endet, z&auml;hlt die Integration als bedarfsdeckend im Sinne der Statistik. Ebenfalls kann anhand der bedarfsdeckenden Integrationen nicht bewertet werden, ob die Arbeitsaufnahme die Hilfebed&uuml;rftigkeit nachhaltig beendet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/integration-in-arbeit-nicht-einmal-jede-zweite-arbeitsaufnahme-beendet-hartz-iv-bezug\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bek&auml;mpfung von Ausbeutung in Deutschland? Fehlanzeige!<\/strong><br>\nEine Kleine Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen deckte zum Jahresanfang eklatante M&auml;ngel bei der Erfassung und Verfolgung von Ausbeutung der Arbeitskraft, Menschenhandel und Zwangsarbeit durch kriminelle Unternehmer*innen in Deutschland auf. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich um staatliches Totalversagen und beh&ouml;rdliche Sabotage.<br>\nDie Anwort der Bundesregierung vom 11.2.2019 (pdf) auf die Anfrage der Gr&uuml;nen macht deutlich: Eine Verfolgung von Ausbeutung findet im bev&ouml;lkerungsreichsten und wirtschaftsst&auml;rksten Land der EU so gut wie nicht statt. Sie ist statistisch nicht messbar und besteht aus l&auml;cherlichen Einzelf&auml;llen.<br>\nDabei wissen alle, die sich mit den Schattenseiten der deutschen Arbeitswelt ein wenig auskennen, dass in folgenden Branchen und ihren kriminogenen Sub-Unternehmer-Dickichten teils grauenhafte Verh&auml;ltnisse herrschen: Fleischverarbeitung, Raffinerien (wie Shell-Godorf und Wesseling), Paket und Kurier-Dienste, Geb&auml;udereinigung, Hoch- und Tiefbau, Erntearbeit und Landwirtschaft, Einzelhandelslager und -logistik, Montage-Arbeiten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/bekaempfung-von-ausbeutung-in-deutschland-fehlanzeige\/\">arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine Reform der Berechnung der &bdquo;angemessenen&ldquo; Unterkunftskosten in der Grundsicherung. Auch der Bundestag kreist um ein echtes Dilemma<\/strong><br>\nWenn in dieser Zeit &uuml;ber &bdquo;Hartz IV&ldquo;, also die Grundsicherung nach SGB II diskutiert wird, dann drehen sich fast alle Beitr&auml;ge um den &bdquo;Regelsatz&ldquo; dieser Sozialhilfeleistung, also die derzeit 424 Euro pro Monat, die ein alleinstehender Erwachsener f&uuml;r die Sicherstellung des soziokulturellen Existenzminimums bekommt. Dann wird heftig gestritten, ob das nun &bdquo;zu wenig&ldquo; sei, wie viele Betroffene und auch kritische Experten beklagen, um halbwegs &uuml;ber die Runden kommen zu k&ouml;nnen &ndash; oder eher &bdquo;zu viel&ldquo;, wie vor allem diejenigen behaupten, die den Blick auf den gro&szlig;en Niedriglohnsektor gerichtet haben, wo Millionen Arbeitnehmer teilweise Einkommen f&uuml;r harte und lange Arbeit bekommen, die aber nur an oder wenig &uuml;ber dem liegen, was an Leistungen an Hartz IV-Bezieher ausgereicht wird, so dass hier die Gefahr von &bdquo;Anreizproblemen&ldquo; gesehen wird.<br>\nAber da gibt es noch eine zweite gro&szlig;e S&auml;ule der Leistungen im Grundsicherungssystem &ndash; die von ebenfalls existenzieller Bedeutung ist: die &bdquo;Kosten der Unterkunft und Heizung&ldquo; (KdU). Dazu der &sect; 22 SGB II: &raquo;Bedarfe f&uuml;r Unterkunft und Heizung werden in H&ouml;he der tats&auml;chlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind.&laquo; Das liest sich einfacher, als es in der Praxis daherkommt, denn der Teufel steckt in dem unbestimmten Rechtsbegriff &bdquo;angemessen&ldquo;. Um die Frage, wann Kosten f&uuml;r eine Wohnung und die Heizung derselben (nicht mehr) angemessen sind, kreisen seit Jahren intensive Debatten und zahlreiche Widerspr&uuml;che und Klagen vor den Sozialgerichten beziehen sich auf diesen Bereich des Hartz IV-Systems. Und wir sprechen hier &uuml;ber eine richtig gro&szlig;e Nummer. So liegen die Ausgaben der Jobcenter f&uuml;r die Kosten der Unterkunft bei deutlich &uuml;ber 14 Milliarden Euro pro Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2019\/06\/06\/angemessene-unterkunftskosten-im-bundestag\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie w&auml;rs mal mit &bdquo;linken Realismus&ldquo;?<\/strong><br>\nDas Politikangebot der d&auml;nischen Sozialdemokratin Mette Frederiksen ist in Europa ein Novum. Und eine Absage an die postmoderne Linke mit ihrer Open-Border-Ideologie. Provokation und Chance zugleich.<br>\nDie Sozialdemokratie hat es wirklich nicht leicht. Was sie auch macht &ndash; entweder verliert sie, und droht europaweit in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden, oder findet in die Erfolgspur und wird prompt als &bdquo;populistisch&ldquo; verschrien. Oder es ist &ndash; wie in D&auml;nemark, wo die Socialdemokraterne nun sogar den Wahlsieg davongetragen hat &ndash; nicht weniger als eine &bdquo;Niederlage f&uuml;r die Menschlichkeit&ldquo;.<br>\nSo moralinsauer zumindest die S&uuml;ddeutsche Zeitung in Reaktion auf die Ereignisse in D&auml;nemark, wobei man dann im Eingest&auml;ndnis, weit &uuml;ber das Ziel geschossen zu haben, eilig zu &bdquo;Wenn Linke rechts werden&ldquo; umtitulierte. Wenngleich auch das dem Sachverhalt wenig dienlich ist.<br>\nWas ist passiert? Auf den ersten Blick eigentlich nichts Besonderes. Eine sozialdemokratische Partei hat mit einer Programmatik, die vor wenigen Jahren noch zum Commonsense der Volksparteien geh&ouml;rte, in einem europ&auml;ischen Land Wahlen gewonnen. Ja, solche Zeiten gab es einmal. Eine erfolgreiche Sozialdemokratie, die wirtschaftspolitisch links tickt, aber in der Migrations- und Integrationspolitik Positionen vertritt, die heute &ndash; und das ist auf dem zweiten Blick das Besondere &ndash; als &bdquo;rechtspopulistisch&ldquo; gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/06\/wie-waers-mal-mit-linken-realismus\/\">Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu: Wahlsieg der Sozialdemokraten in D&auml;nemark: Vorbild oder Schreckbild f&uuml;r die SPD?<\/strong><br>\nIn D&auml;nemark haben die Sozialdemokraten die Wahl gewonnen &ndash; mit einer harten Migrationspolitik. SPD-Vize Stegner lehnt diese ab: &bdquo;Ressentiments verbieten sich.&ldquo; [&hellip;]<br>\n&ldquo;Ressentiments verbieten sich f&uuml;r die SPD&rdquo;, sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner dem Tagesspiegel: &bdquo;Sozialpolitisch nach links zu steuern, das tun wir l&auml;ngst; gesellschaftspolitisch nach rechts zu gehen, kommt f&uuml;r uns nicht infrage.&ldquo; Die Sozialdemokraten m&uuml;ssten ihrer Aufgabe weiter gerecht werden, ein &bdquo;Bollwerk gegen Rechtspopulisten und Rechtsextreme&ldquo; zu bilden. [&hellip;]<br>\nAuch der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der SPD, Aziz Bozkurt, zeigte sich abgesto&szlig;en vom Verhalten der d&auml;nischen Genossen. &bdquo;Keine Gl&uuml;ckw&uuml;nsche nach D&auml;nemark! Ein Pyrrhussieg der mit der Aufgabe der eigenen Werte und Identit&auml;t erkauft wurde&ldquo;, postete er auf Facebook: &bdquo;Besch&auml;mend! Wie kann man da nur gratulieren?!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wahlsieg-der-sozialdemokraten-in-daenemark-vorbild-oder-schreckbild-fuer-die-spd\/24428364.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die SPD schafft es einfach nicht, sich aus der neoliberalen Ideologie zu befreien. Ich meine das in dem Sinne, dass der Linksliberalismus entsprechend Nancy Fraser oder Slavoj Zizek, nichts anderes als kultureller Neoliberalismus ist. Fakt ist, dass es dem Linksliberalismus gelungen ist, auch durch entsprechende massive Meinungsmache der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; die Hegemonie &uuml;ber die politischen Diskurse zu erlangen. Alle &ldquo;linken&rdquo; Parteien, die diesen kulturellen Neoliberalismus hinterher laufen, verlieren, wie sich am Europawahlergebnis der LINKEN gezeigt hat. Die SPD sowieso, da sie auch die marktradikale Doktrin des Neoliberalismus adaptiert hat. Die Gr&uuml;nen sehe ich hier nicht &ldquo;links&rdquo; im klassischen Sinn mit Fokus auf die soziale Frage und der Intention, die Lebensverh&auml;ltnisse insbesondere der weniger privilegierten Bev&ouml;lkerungsschichten zu verbessern und die Macht der herrschenden Oligarchie einzuhegen, sondern als im Grunde b&uuml;rgerlich-elit&auml;re Partei, die die einzige Gewinnerin der aktuellen politischen Hegemonie des Linksliberalismus ist. Der Zynismus der Linksliberalen zeigt sich eben explizit in der Frage der Migrationspolitik. Man kann problemlos &ldquo;offene Grenzen&rdquo; im Bewusstsein, dass man mit den Migranten nie um Wohnraum und Arbeitspl&auml;tze konkurrieren muss.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Trump auf Konfrontationskurs mit Erdogan wegen russischer S-400-Lieferungen<\/strong><br>\nSeit dem Putschversuch in der T&uuml;rkei 2016 verschlechtern sich die USA-T&uuml;rkei-Beziehungen zusehends. Unterwarf sich Ankara Mitte Mai Washingtons Forderungen, kein iranisches &Ouml;l mehr zu importieren, h&auml;lt es bislang an der Entscheidung fest, das russische S-400-Raketenabwehrsystem zu erwerben. Die Trump-Regierung implementiert nun erste Sanktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-06-07\/trump-auf-konfrontationskurs-mit-erdogan-wegen-russischer-s-400-lieferungen\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rohingya in Bangladesch: Keine L&ouml;sung in Sicht<\/strong><br>\n900.000 Rohingya leben im S&uuml;den von Bangladesch in einem der gr&ouml;&szlig;ten Fl&uuml;chtlingscamps der Welt. Sie sollen zur&uuml;ck nach Myanmar, so haben es die Regierungen von Myanmar und Bangladesch beschlossen. Doch bis heute ist nichts passiert.<br>\nEs sind mindestens 35 Grad im Schatten, die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Bis zum Horizont sind viele kleine H&uuml;tten zu sehen, die vor allem aus Plastik und Bambus gebaut sind. Richtige Stra&szlig;en f&uuml;hren kaum durchs Camp, stattdessen bestehen die meisten Wege aus feinem Sand, der beim kleinsten Windsto&szlig; hochfliegt. Fr&uuml;her war das Gebiet im S&uuml;den von Bangladesch, an der Grenze zu Myanmar, Waldgebiet. Um 2017 fast eine dreiviertel Million Menschen aufnehmen zu k&ouml;nnen, hat die Regierung des Landes die B&auml;ume abholzen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/rohingya-in-bangladesch-keine-loesung-in-sicht.979.de.html?dram:article_id=450540\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>K&uuml;hnert-Debatte: Die gro&szlig;e Zukunftsverdr&auml;ngung<\/strong><br>\n&bdquo;Lenin, Stalin, Kevin. Wir erkennen ein Muster&ldquo;, so lautete die wohl absurdeste der unz&auml;hligen Reaktionen auf das umstrittene &bdquo;Zeit&ldquo;-Interview des Juso-Vorsitzenden, in dem dieser grunds&auml;tzlich dar&uuml;ber nachgedacht hatte, &bdquo;wie wir arbeiten und was wir produzieren&ldquo;, mit dem Ziel der &bdquo;demokratischen Kontrolle dar&uuml;ber&ldquo;.<br>\nKeine Frage, K&uuml;hnert hat es mit seinem Instrumentenkasten, vor allem mit dem einschl&auml;gig vorbelasteten Begriff der &bdquo;Kollektivierung&ldquo;, seinen Gegnern allzu leicht gemacht &ndash; und seiner &uuml;berrumpelten Partei durchaus schwer, aber das hier nur am Rande. Und so schallte ihm denn nach seinen Einlassungen aus allen konservativen Kan&auml;len das altbekannte &bdquo;Freiheit statt Sozialismus&ldquo; entgegen. Was bei diesem Reaktionsmuster v&ouml;llig verdr&auml;ngt wurde, ist die von K&uuml;hnert aufgeworfene grunds&auml;tzliche Frage, n&auml;mlich das Verh&auml;ltnis von privaten Profiten und dem Gemeinwohl &ndash; inklusive der zunehmenden Unwucht.<br>\nDie fatale Konsequenz dieser Abwehrreaktion: Ein hysterisch-aufgeregter Mediendiskurs immunisiert sich gegen&uuml;ber den wirklichen Fragen, etwa der zunehmenden Macht global agierender digitaler Konzerne, die der Juso-Chef immerhin angerissen hatte. Faktisch gelang es K&uuml;hnerts Gegnern, mit der Erinnerung an die DDR-Vergangenheit die Radikalit&auml;t der globalen Gegenwart zu verdr&auml;ngen. So wurde die Debatte zu einem Lehrbeispiel daf&uuml;r, wie aus angeblicher Vergangenheitsbew&auml;ltigung die Verdr&auml;ngung der Zukunft und ihrer immensen sozialen, aber vor allem &ouml;kologischen Herausforderungen werden kann.<br>\nIronischer noch ist aber etwas anderes. W&auml;hrend Kevin K&uuml;hnert Geschichtsvergessenheit vorgeworfen wird, geht man selbst mit der deutschen Geschichte in h&ouml;chst selektiver und zudem reichlich instrumenteller Art um. So packte FDP-Chef Christian Lindner die g&uuml;nstige Gelegenheit sofort beim Schopf, um seine ganz speziellen &bdquo;Lehren aus der Geschichte&ldquo; zu ziehen. Besonderer Dorn im Auge der &bdquo;Liberalen&ldquo;: Artikel 15 Grundgesetz. Dieser sieht vor, dass &bdquo;Grund und Boden, Natursch&auml;tze und Produktionsmittel [&hellip;] zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausma&szlig; der Entsch&auml;digung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft &uuml;berf&uuml;hrt werden&ldquo; k&ouml;nnen. Ihn wollte Lindner umgehend streichen, da er nicht zur sozialen Marktwirtschaft passe: &bdquo;Er ist ein Verfassungsrelikt und wurde aus gutem Grund nie angewandt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/juni\/kuehnert-debatte-die-grosse-zukunftsverdraengung\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Merz: &ldquo;Gro&szlig;e Koalition h&auml;lt nicht &uuml;ber den Jahreswechsel 2019\/2020 hinaus&rdquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Unionsfraktionschef Friedrich Merz rechnet mit einem Ende der Gro&szlig;en Koalition noch in diesem Jahr. &ldquo;Die Gro&szlig;e Koalition h&auml;lt nicht &uuml;ber den Jahreswechsel 2019\/2020 hinaus&rdquo;, sagte Merz dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo; vom Freitag. &ldquo;Im technischen Sinne ist diese Regierung handlungsf&auml;hig. Aber es kommen keine neuen Ideen und auch keine gro&szlig;en gesellschaftspolitischen Anst&ouml;&szlig;e mehr.&rdquo;<br>\nAls Gr&uuml;nde f&uuml;r seine Einsch&auml;tzung f&uuml;hrte Merz an, die Regierungskoalition sei &ldquo;sowohl bei den Akteuren als auch bei den B&uuml;rgern ja nie sonderlich beliebt&rdquo; gewesen. Sie sei nur zweite Wahl nach den gescheiterten Jamaika-Verhandlungen zwischen Union, Gr&uuml;nen und FDP gewesen. (&hellip;)<br>\nMerz, der k&uuml;rzlich zum stellvertretenden Vorsitzenden des CDU-Wirtschaftsrats gew&auml;hlt wurde, forderte eine Diskussion &uuml;ber eine Agenda 2030, ein Programm f&uuml;r die Vereinbarkeit von Wirtschaft und Umwelt.<br>\nZugleich erkl&auml;rte er die Gr&uuml;nen zum Hauptkonkurrenten f&uuml;r die kommende Bundestagswahl und warf der Partei &ldquo;Umweltpopulismus&rdquo; vor. &ldquo;Bis auf weiteres sind die Gr&uuml;nen f&uuml;r die Union jedenfalls Wettbewerber Nummer eins&rdquo;, sagte Merz dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo;. &ldquo;Die Gr&uuml;nen schwimmen auf einer Welle von Sympathie, weil sie eine sch&ouml;ne neue Welt versprechen und auf komplexe Fragen zu einfache Antworten geben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/newsticker\/news1\/article194913163\/Gruene-Merz-Grosse-Koalition-haelt-nicht-ueber-den-Jahreswechsel-2019-2020-hinaus.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der BlackRock-Aufsichtsratsvorsitzende und neue Vizepr&auml;sident des CDU-Wirtschaftsrats, Herr Merz, hat wohl Angst vor den guten Umfragewerten der Gr&uuml;nen bekommen. Noch Ende letzten Jahres attestierte er den Gr&uuml;nen: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/merz-gr%C3%BCne-sind-partnerf%C3%A4hig\/a-46251232\">sehr b&uuml;rgerlich, sehr offen, sehr liberal und sicherlich auch partnerf&auml;hig<\/a>&ldquo;. Liefert dieser Lobbyist nicht gerne selber einfache Antworten auf komplexe Sachverhalte &ndash; wie anders ist eine Steuererkl&auml;rung auf einem Bierdeckel zu verstehen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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