{"id":52461,"date":"2019-06-12T08:07:42","date_gmt":"2019-06-12T06:07:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461"},"modified":"2019-06-12T08:07:42","modified_gmt":"2019-06-12T06:07:42","slug":"hinweise-des-tages-3384","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h01\">Das w&auml;re das Ende der deutschen Zur&uuml;ckhaltung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h02\">Wenn Trump mal recht hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h03\">USA und Nato: Trump ist doch kein Trottel?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h04\">Kretschmers Treffen mit Putin: Wo Russlandn&auml;he W&auml;hler anzieht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h05\">Merkel vor ILO &bdquo;Die Wirtschaft muss dem Menschen dienen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h06\">Mehr Licht in die Welt der Superreichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h07\">Kampf f&uuml;r bezahlbare Mieten: Wohnraum als Versorgungsleistung statt als Gewinnobjekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h08\">&bdquo;Wir sind goldwert&ldquo; &ndash; ein Care-Manifest zum Schweizer Frauenstreik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h09\">Nach 1 Jahr &Ouml;VP-FP&Ouml;: Billig-L&ouml;hner erw&uuml;nscht: Zuwanderung in den Arbeitsmarkt stieg unter &Ouml;VP-FP&Ouml;-Regierung auf Rekord-Niveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h10\">Die Kinder von Skid Row<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h11\">Beim Klima hat Merkel jahrelang nichts getan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h12\">Jeder nimmt etwa 100 Kunststoffteilchen pro Tag auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h13\">Die Oslo-Krise der Rechten in Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h14\">Brasilien: Lula da Silva war offenbar nach Justizmanipulation inhaftiert worden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h15\">Pentagon stellt T&uuml;rkei nun ein Ultimatum: Entweder F-35 oder S-400<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52461#h16\">The Unipolar Moment is Over<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das w&auml;re das Ende der deutschen Zur&uuml;ckhaltung<\/strong><br>\nIn Berlin &uuml;berlegt man, ein Kriegsschiff durch die Meerenge zwischen Taiwan und China zu schicken. F&uuml;r die Regierung w&auml;re das eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Revision ihrer Haltung in der Konfliktvermeidung. Unser Gastautor ist skeptisch, dass es so kommt.<br>\nDeutschland erw&auml;gt einen Bruch mit der jahrzehntelangen Praxis milit&auml;rischer Nichtkonfrontation. Hochrangige Beamte in Berlin stellen &Uuml;berlegungen an, ein Kriegsschiff durch die 180 Kilometer breite Meerenge zwischen Taiwan und dem chinesischen Festland zu schicken.<br>\nDamit w&uuml;rde sich Deutschland den Vereinigten Staaten und Frankreich anschlie&szlig;en, um die Anspr&uuml;che Pekings auf das anzufechten, was der Westen als internationale Wasserstra&szlig;e betrachtet.<br>\nWenn die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel hier tats&auml;chlich voranschreitet, w&auml;re dies eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Revision ihrer bisherigen Haltung der Konfliktvermeidung. Deutschland w&uuml;rde seine Verb&uuml;ndeten offen in einer Strategie unterst&uuml;tzen, die von den Apologeten einer milit&auml;rischen Passivit&auml;t des Landes als provokant empfunden werden muss.<br>\nJ&uuml;ngere Beispiele f&uuml;r die Zur&uuml;ckhaltung Deutschlands sind der R&uuml;ckzug der Marine aus der Kampfzone w&auml;hrend der Intervention des Westens in Libyen 2011, die Vorbehalte gegen Truppeneins&auml;tze in Afghanistan und die Entscheidung, sich nicht direkt an Angriffen auf Truppen des Islamischen Staates in Syrien zu beteiligen &ndash; ganz im Gegensatz zu den Nato-Nachbarn Belgien, den Niederlanden, D&auml;nemark und Frankreich.<br>\nEin deutscher Beamter informierte mich im vergangenen Monat &uuml;ber den Plan zur Taiwanstra&szlig;e. Letzte Woche best&auml;tigte ein zweiter deutscher Beamter auf meine Bitte hin eine entsprechende Diskussion im Verteidigungsministerium. Eine Entscheidung werde es aber fr&uuml;hestens Ende des Sommers geben. [&hellip;]<br>\nWarum sollte sich Deutschland engagieren? Einige Personen in Merkels Regierung sehen darin eine doppelte Chance &ndash; angesichts der lausigen Beziehungen Berlins zu US-Pr&auml;sident Donald Trump und der weit verbreiteten Kritik an Deutschland, sich immer wieder &bdquo;unter dem Bett zu verstecken&ldquo;.<br>\nEs w&uuml;rde sicherlich nicht schaden, die USA zu einem Zeitpunkt zu unterst&uuml;tzen, da Washington die Drohung mit Z&ouml;llen auf deutsche Autos f&uuml;r sechs Monate ausgesetzt hat.<br>\nDie Marinemission w&auml;re auch eine Gelegenheit, Frankreich auf Augenh&ouml;he zu begegnen, das sich gerne als die einzige funktionierende Milit&auml;rmacht der EU darstellt und das wegen der Ablehnung Merkels der meisten Reformvorschl&auml;ge von Pr&auml;sident Emmanuel Macron f&uuml;r die EU zu einem der sch&auml;rfsten Kritiker Deutschlands geworden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article195075355\/Taiwan-Strasse-Das-waere-das-Ende-der-deutschen-Zurueckhaltung.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Um sich bei den USA lieb Kind zu machen und gleichzeitig Frankreich die &bdquo;neue deutsche Macht&ldquo; zu demonstrieren, will die Bundesregierung sich also an milit&auml;rischen Operationen der USA in der Taiwan-Stra&szlig;e beteiligen, die gegen China gerichtet sind? Ein Ungeheuerlichkeit. Was sagt eigentlich die SPD dazu? Und warum taucht diese Meldung, die zuerst in Politico <a href=\"https:\/\/www.politico.eu\/article\/germanys-military-maneuvers\/?fbclid=IwAR3O6EOskF8Yy2NMlQv52joDzVxbMsHzUNehAOoYcngmhf81PDPFHPZOH3A\">erschienen ist<\/a>, &bdquo;nur&ldquo; im Gastkommentarbereich der WELT auf? Finden Tagesschau.de, Heute.de, SPIEGEL.de und Co. diese Entwicklung etwa nicht berichtenswert?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wenn Trump mal recht hat<\/strong><br>\nDer Atomdeal hat Irans Expansionsstreben nicht gem&auml;&szlig;igt. Europa sollte deshalb statt des Regimes lieber die iranische Opposition unterst&uuml;tzen.<br>\n(&hellip;) Die Aufk&uuml;ndigung des Atomabkommens war notwendig, weil es nicht zur Beendigung der iranischen Nuklear- und Raketenr&uuml;stung gef&uuml;hrt hat, sondern zu ihrer Institutionalisierung. Das Raketenprogramm der Ajatollahs, das ein entscheidender Bestandteil des Strebens nach der Technologie der Massenvernichtung ist, wurde in der Vereinbarung ausgeklammert. Die gesamte Infrastruktur des Atomprogramms ist intakt geblieben: Die Atomeinrichtungen wurden zwar modifiziert und mit Auflagen versehen, die Anlagen selbst bestehen aber fort.<br>\nVon Kontrollen &bdquo;jederzeit und &uuml;berall&ldquo;, die auch von Bef&uuml;rwortern des Abkommens lange f&uuml;r unverzichtbar gehalten wurden, kann keine Rede sein, insbesondere nicht in jenen milit&auml;rischen Anlagen, in denen &ndash; so der Verdacht der IAEO &ndash; Tests f&uuml;r nukleare Sprengk&ouml;pfe stattgefunden haben. Insofern ist es kein Wunder, dass dem Regime bescheinigt wird, sich an das Abkommen zu halten: Durch das Auslaufen der ohnehin v&ouml;llig unzureichenden Beschr&auml;nkungen nach einigen Jahren ebnet der Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) den Weg zur Bombe, anstatt ihn zu versperren.<br>\n(&hellip;) Die US-Sanktionen machen es dem antisemitischen und misogynen Regime zunehmend schwer, seine Projekte fortzusetzen&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Vorstellung, eine Einbindung in den internationalen Handel w&uuml;rde m&auml;&szlig;igend wirken, hat sich als illusorisch erwiesen. Daher ist es h&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine 180-Grad-Wende in der deutschen und europ&auml;ischen Iran-Politik: Keinerlei Unterst&uuml;tzung mehr f&uuml;r das Regime &ndash; und daf&uuml;r jede Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die demokratische und s&auml;kulare Opposition im Iran und im Exil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Iranpolitik-der-USA-und-der-EU\/!5599086\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Wieder einmal so ein haarstr&auml;ubender und kriegstreiberischer Artikel der taz, der zudem von Halb-und Unwahrheiten nur so strotzt.<\/em><\/p>\n<p><em>Es wir behauptet, der Iran versuche weiterhin Atombomben zu bauen und die Kontrollen der internationalen Atomenergie-Organisation seien nicht effektiv gewesen. <\/em><\/p>\n<p><em>Wir verweisen hier auf den Bericht der IAEA vom 6. M&auml;rz 2019, der diese Behauptungen klar widerlegt: <a href=\"https:\/\/www.iaea.org\/sites\/default\/files\/19\/03\/gov2019-10.pdf\">hier<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/politik\/konflikte-iaea-bericht-iran-haelt-atom-vorgaben-ein-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190531-99-451648\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Und auch: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/iaea-bericht-iran-haelt-atomvorgaben-ein-doch-es-bleiben-fragen-100.html\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch die EU-Au&szlig;en Beauftragte Mogherini best&auml;tigt, dass der Iran sich an alle Auflagen der Atomvertrages gehalten hat und bedauert die einseitige Aufk&uuml;ndigung von Seiten der USA.  <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rueckzug-vom-iran-deal-eu-haelt-fest-am-atomabkommen.1773.de.html?dram:article_id=417521\">Siehe hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Atomvertrag mit dem Iran ist zudem rechtlich bindend f&uuml;r die Vertragsparteien. Vertragsverletzung liegt hier ausschlie&szlig;lich von Seiten der USA vor, n&auml;mlich durch die einseitige K&uuml;ndigung aufgrund unbewiesener Behauptungen, die zu unterst&uuml;tzen die taz sich offensichtlich nicht entbl&ouml;det. <\/em><\/p>\n<p><em>Zudem verletzen die verh&auml;ngten Sanktionen gegen den Iran das V&ouml;lkerrecht und die Menschenrechte. Der IGH hat am 3.10. 2018 die Aufhebung der Sanktionen von den USA verlangt, worauf diese ihrerseits den Freundschaftsvertrag mit dem IGH aufgek&uuml;ndigt haben. Den IGH haben die USA &uuml;brigens nie anerkannt.<\/em><\/p>\n<p><em>Zum Schluss ruft die taz noch dazu auf, anstatt das &bdquo;Regime&ldquo; lieber die Opposition zu unterst&uuml;tzen. Mal ganz abgesehen davon, dass die die klassische Taktik daf&uuml;r ist einen Regimechange herbeizuf&uuml;hren, muss die Frage gestellt werden: welche Opposition ist hier gemeint. Die st&auml;rkste Opposition im Iran sind die Volks Mudjahedin von der MEK. Diese Gruppe ist selbst im Ausland sehr umstritten und hat praktisch keinen R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung, daf&uuml;r aber umso mehr in der US-Regierung. <\/em><\/p>\n<p><em>Vgl.: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/fragwuerdige-verbuendete-ld.1450201\">Die Volksmujahedin sind fragw&uuml;rdige Verb&uuml;ndete Washingtons in Iran<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie bitte auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51671\">Der neue Kalte Krieg ist gef&auml;hrlicher als der alte. Weil nahezu alle mitmachen: die taz, die Tagesschau, das SPD-Blatt Neue Westf&auml;lische usw.<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Sanktionskrieg um Iran<\/strong><br>\nTeheran\/Berlin (Eigener Bericht) &ndash; Au&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) droht Teheran mit internationaler Isolierung. Maas war am gestrigen Montag in der iranischen Hauptstadt mit Au&szlig;enminister Mohammad Javad Zarif und mit Staatspr&auml;sident Hassan Rohani zusammengetroffen, um &uuml;ber Optionen zur Bewahrung des Atomabkommens zu sprechen&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Wirtschaft st&uuml;rzt ab<br>\nTats&auml;chlich treffen die US-Sanktionen und der R&uuml;ckzug nicht nur US-amerikanischer, sondern auch zahlreicher anderer westlicher Unternehmen die iranische Wirtschaft schwer. Bereits im vergangenen Jahr schrumpfte die Wirtschaftsleistung des Landes laut Sch&auml;tzung des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) um 3,9 Prozent. Schon vor der j&uuml;ngsten Versch&auml;rfung der Sanktionen ging der IWF f&uuml;r dieses Jahr von einem Einbruch um rund sechs Prozent aus&hellip;<br>\nDie Bev&ouml;lkerung leidet<br>\nEntsprechend desolat ist die Lage der Bev&ouml;lkerung. Weil die iranische W&auml;hrung stark gefallen ist, sind Importwaren erheblich teurer geworden, darunter auch weithin ben&ouml;tigte Konsumg&uuml;ter wie Babywindeln. Stark gestiegen ist auch der Preis von Nahrungsmitteln&hellip;<br>\nDeutsche Weltpolitik<br>\nAu&szlig;enminister Maas hat gestern einmal mehr bekr&auml;ftigt, den US-Sanktionen entgegenwirken zu wollen, um das endg&uuml;ltige Scheitern des Nuklearabkommens abzuwenden. Im Zentrum stehen dabei freilich nicht die Lage der Bev&ouml;lkerung, sondern wirtschaftliche sowie politische Interessen. Die deutsche Ausfuhr nach Iran, einen bisherigen Hoffnungsmarkt, ist im ersten Quartal 2019 um 50 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen&hellip;<br>\nVor dem Scheitern<br>\nFreilich ist Berlin bislang nicht in der Lage, die US-Sanktionen zu &uuml;berwinden. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die deutsche Wirtschaft aufgrund ihres umfangreichen US-Gesch&auml;fts kein Interesse hat, Letzteres f&uuml;r kleinere Gewinne in Iran aufs Spiel zu setzen. Das Finanzvehikel INSTEX, das nach Art einer Tauschb&ouml;rse funktioniert und den Iranhandel trotz der Sanktionen wieder in Gang bringen soll, hat bisher keine einzige Transaktion abgewickelt&hellip;<br>\nDrohungen<br>\nMit Blick auf das absehbare Scheitern von INSTEX und damit wohl auch der deutschen Bem&uuml;hungen um eine eigenst&auml;ndige Mittelostpolitik ist Maas gestern bereits zu Drohungen &uuml;bergegangen. &ldquo;Wenn der Atom-Deal scheitert, droht Iran die internationale Isolierung&rdquo;, erkl&auml;rte der deutsche Au&szlig;enminister in Teheran.[8] Berlin f&auml;nde sich dann nach einer Phase demonstrativer Abgrenzung in Sachen Iran de facto an der Seite Washingtons wieder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7962\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>USA und Nato: Trump ist doch kein Trottel?<\/strong><br>\nIn der Nato h&auml;ufen die Deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse an und kassieren Dollar. Kritik daran gab es schon von JFK &ndash; Trump ist also in bester Gesellschaft.<br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump war bei seinem Staatsbesuch in Gro&szlig;britannien schwer besch&auml;ftigt. Er musste die scheidende Premierministerin Theresa May dem&uuml;tigen, sich in die Tory-Nachfolge einmischen und Demonstranten ignorieren. Doch Trump w&auml;re nichtTrump, wenn er nicht ein paar Sekunden Zeit gefunden h&auml;tte, um sich einemseiner Lieblingsthemen zu widmen: der Nato.<br>\nBei einer Pressekonferenz in London klagte Trump einmal mehr, dass die Lasten im B&uuml;ndnis nicht fair verteilt seien: &bdquo;Alle Mitglieder m&uuml;ssen ihre Verpflichtungen erf&uuml;llen. Doch einige L&auml;nder w&uuml;rden sich entziehen. Trump nannte zwar keine Namen, aber es war klar, wen er meinte: die Bundesrepublik.<br>\nIn Deutschland h&auml;lt man Trump gerne f&uuml;r einen Trottel. Diese Verachtung ist meist angemessen, aber ausgerechnet beim Thema Nato ist Trump in bester Gesellschaft. Auch seine Vorg&auml;nger Eisenhower, Kennedy und Johnson waren geradezu besessen von der bundesdeutschen Eigenwilligkeit, st&auml;ndig Export&uuml;bersch&uuml;sse anzuh&auml;ufen, (&hellip;) die Verteidigung der westlichen Welt aber lieber den USA zu &uuml;berlassen.<br>\nDieser Konflikt w&auml;hrte von 1960 bis 1976 und ging unter dem Titel &bdquo;Truppendollar in die Geschichte ein. Heute ist diese Episode weitgehend vergessen, aber sie war f&uuml;r die Bundesrepublik sehr kostspielig. Die Truppendollar-Aff&auml;re kann als Lehrst&uuml;ck dienen, warum Export&uuml;bersch&uuml;sse kein Segen sind und Deutschland schaden.<br>\n(&hellip;) Akribisch hatte man in Washington n&auml;mlich nachgerechnet, wie viele Dollar pro Jahr in der Bundesrepublik h&auml;ngen blieben, weil die US-Kasernen westdeutsche Zivilangestellte besch&auml;ftigten und sich die GIs in den umliegenden Bars vergn&uuml;gten. Ergebnis: 1956 hatte die Bundesrepublik dank der US-Army 316 Millionen Dollar zus&auml;tzlich eingenommen, 1959 waren es schon 686 Millionen.<br>\nDiese westdeutschen &bdquo;Truppendollar wollten Eisenhower und Kennedy wieder nach Hause holen. Trump erscheint daher geradezu als Reinkarnation Kennedys: Derzeit sind zwar nur noch 35.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert, aber auch Trump droht gern damit, das amerikanische Milit&auml;r zu verlegen, falls die Bundesrepublik nicht bald zahlt.<br>\n(&hellip;) Das &bdquo;Truppendollar -Konzept war von Anfang an absurd, denn die Westdeutschen konnten weitere Waffen gar nicht gebrauchen. Die Bundeswehr war damals eine hochmoderne Armee, der es nicht an Ausr&uuml;stung fehlte, sondern an qualifiziertem Personal. Zudem wurden die Lagerhallen knapp, sodass &auml;ltere Modelle schon wieder ausrangiert und an Nato-Partner wie Griechenland oder die T&uuml;rkei weitergereicht werden mussten.<br>\nDie USA hielten die Westdeutschen f&uuml;r reich<br>\nIn ihrer Not ging die Bundesrepublik dazu &uuml;ber, im Voraus zu bezahlen &ndash; und das Milit&auml;rger&auml;t erst Jahre sp&auml;ter zu bestellen. 1967 summierten sich diese westdeutschen Vorauszahlungen bereits auf fast 1 Milliarde Dollar. Die Bundesregierung hatte also umgerechnet 4 Milliarden D-Mark f&uuml;r Waffen ausgegeben, die sie gar nicht ben&ouml;tigte. Die USA bestanden dennoch auf den Bestellungen. Wichtig war allein, dass die &bdquo;Truppendollar wieder in die Heimat flossen und das Defizit in der amerikanischen Zahlungsbilanz reduzierten&hellip;<br>\nStatt &bdquo;Truppendollar zu zahlen, w&auml;re es besser gewesen, sich selbst h&ouml;here Geh&auml;lter zu g&ouml;nnen. Vielleicht braucht es ausgerechnet Trump, damit die Deutschen dies endlich verstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-USA-und-Nato\/!5598533\/\">Ulrike Herrmann auf taz.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Na also, taz, geht doch. Endlich mal wieder ein interessanter Artikel ohne Russland-bashing.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ulrike Herrmann erinnert daran, was die taz mal war und heute h&auml;tte sein k&ouml;nnen, w&auml;re das Blatt nicht irgendwann falsch abgebogen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kretschmers Treffen mit Putin: Wo Russlandn&auml;he W&auml;hler anzieht<\/strong><br>\nAuf einem Wirtschaftsgipfel in Sankt Petersburg hat Sachsens Ministerpr&auml;sident Michael Kretschmer sich mit Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin zum Gespr&auml;ch getroffen. Ein Thema sei die Aufhebung der EU-Sanktionen gewesen, erkl&auml;rte Kretschmer und betonte eine besondere Verbundenheit Ostdeutschlands mit Russland.<br>\nDas Treffen l&ouml;ste Emp&ouml;rung aus. Viele Bundespolitiker wie CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, der fr&uuml;here CDU-Europapolitiker Elmar Brok und andere kritisierten den Auftritt. Wolfgang Ischinger, Chef der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, forderte Kretschmer sogar auf, seinen au&szlig;enpolitischen Berater zu &ldquo;feuern&rdquo;.<br>\nAber war die Begegnung ein solcher Fehltritt? F&uuml;r die Politologin Astrid Lorenz von der Universit&auml;t Leipzig ist sie vor allem ein Zeichen f&uuml;r Sachsens neues Selbstbewusstsein.<br>\ntagesschau.de: Was bezweckt Kretschmer als Landespolitiker ohne au&szlig;enpolitisches Mandat mit solch einem Treffen?<br>\nAstrid Lorenz: In Deutschland k&ouml;nnen auch Landespolitiker durchaus Au&szlig;enpolitik betreiben. Da viele au&szlig;enpolitische Fragen Landesinteressen ber&uuml;hren, m&uuml;ssen die L&auml;nder in Entscheidungen einbezogen werden. Das gilt auch f&uuml;r die Positionsbildung innerhalb der EU &ndash; denn die Sanktionen gegen&uuml;ber Russland wurden ja von der EU verh&auml;ngt.<br>\nIn Kretschmers Fall geht es zun&auml;chst um die Vertretung wirtschaftlicher Interessen. In Ostdeutschland kritisieren viele Unternehmensvertreter nicht nur, dass die Sanktionen gegen Russland politisch nicht effektiv seien, sondern auch, dass sie die Entwicklung der ohnehin noch immer relativ schwachen ostdeutschen Wirtschaft behinderten: Man k&ouml;nne die traditionellen Netzwerke und Standortvorteile nicht nutzen, was gerade angesichts der zu erwartenden Folgen des Brexit in Zukunft noch st&auml;rker zu Buche schlage.<br>\ntagesschau.de: Er habe das Gespr&auml;ch &ldquo;mit einer ganz gro&szlig;en positiven Zugewandtheit zu Russland und den Menschen, die da leben&rdquo; gef&uuml;hrt, betonte Kretschmer &ndash; und schloss alle Ostdeutschen darin ein: &ldquo;Wir kennen die Gef&uuml;hle der Menschen, wir kennen auch die Geschichte.&rdquo; Ist die Verbindung der neuen Bundesl&auml;nder mit Russland tats&auml;chlich so eng?<br>\nLorenz: In ganz Ostmitteleuropa ist in den vergangenen Jahren ein neues Selbstbewusstsein gegen&uuml;ber der EU entstanden, die oft als westlich dominiert wahrgenommen wird. In Ostdeutschland &auml;u&szlig;ert sich das in &auml;hnlicher Weise in einem Aufbegehren gegen&uuml;ber der Bundespolitik&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/kretschmer-russland-sachsen-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Allein schon der Titel suggeriert, dass Kretschmer ja nur mit Putin spricht, um W&auml;hlerstimmen anzuziehen. Also fast schon aus &bdquo;niederen Beweggr&uuml;nden&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Da macht ein &bdquo;Politiker aus der Provinz&ldquo; das, was die Bundesregierung nicht mehr kann: Er redet mit Putin. Und ein Aufschrei der Emp&ouml;rung geht durch die Parteien. <\/em><\/p>\n<p><em>Ein &bdquo;Russlandversteher&ldquo;, so was geht nat&uuml;rlich gar nicht. Aber muss man nicht erst etwas verstehen, bevor man sich eine Meinung bilden kann? Russland ist einer der wichtigsten Partner f&uuml;r Deutschland. Nicht mit Russland zu reden ist nicht nur dumm, sondern unverantwortlich. Auch wenn unsere &bdquo;amerikanischen Freunde&ldquo; es nicht so gerne sehen: Deutschland muss mit den &bdquo;Russen&ldquo; sprechen und sich mit ihnen auch vertragen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Gr&uuml;ne: Trittin lehnt Ende der Russland-Sanktionen ab<\/strong><br>\n&bdquo;Kretschmer hat die Frage nach der Henne und dem Ei verdreht.&ldquo;<br>\nDer Gr&uuml;nen-Au&szlig;enexperte und ehemalige Bundesumweltminister, J&uuml;rgen Trittin, hat ein Ende der Russland-Sanktionen abgelehnt.<br>\n&bdquo;Diese Handelsbeschr&auml;nkungen sind die richtige Reaktion auf die v&ouml;lkerrechtswidrige Annexion der Krim und die milit&auml;rischen Operationen in der Ostukraine&ldquo;, sagte Trittin der &bdquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&ldquo;.<br>\nZur Forderung von Sachsens Ministerpr&auml;sident Michael Kretschmer (CDU), die Sanktionen nicht noch einmal zu verl&auml;ngern, sagte er: &bdquo;Kretschmer hat die Frage nach der Henne und dem Ei verdreht. Die Russland-Sanktionen, die er abschaffen will, sind ja nicht aus der Luft gegriffen&ldquo;, so der Gr&uuml;nen-Politiker.<br>\nEs gebe &bdquo;einen einfachen Weg&ldquo;, die meisten Sanktionen zu beenden. &bdquo;Russland muss das umsetzen, was es im Minsker Abkommen zugesagt hat&ldquo;, so Trittin weiter. Solange der Kreml die in Minsk vereinbarten Ma&szlig;nahmen zur Friedenssicherung aber nicht umsetze, m&uuml;ssten die Sanktionen bestehen bleiben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/newsburger.de\/berlin-trittin-lehnt-ende-der-russland-sanktionen-ab-112831.html\">Newsburger<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Dass bei der Verurteilung jeglichen Dialogs mit Russland die Gr&uuml;nen nicht fehlen d&uuml;rfen ist schon klar. Die Gr&uuml;nen sind vermutlich die sch&auml;rfsten Gegner einer Ann&auml;herung an Russland von allen. Und wohl verstrickt in das transatlantische Netzwerk.<\/em><\/p>\n<p><em>So arbeitet Ex-Vizekanzler und Au&szlig;enminister Fischer als Berater f&uuml;r Madeleine Albright, Ex-US Au&szlig;enministerin unter Bill Clinton. Katrin Goering-Eckhardt, Fraktionsvorsitzende der Gr&uuml;nen im Bundestag, ist Mitglied der Atlantikbr&uuml;cke.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Merkel vor ILO &bdquo;Die Wirtschaft muss dem Menschen dienen&ldquo;<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Merkel hat die Verdienste der Internationalen Arbeitsorganisation ILO gelobt. Ob es in einer Gesellschaft menschlich und gerecht zugehe, zeige sich auch und ganz besonders an den Arbeitsbedingungen, betonte Merkel in Genf. Frankreichs Pr&auml;sident Macron &uuml;bte deutliche Kapitalismuskritik.<br>\nDie ILO werde heute genauso gebraucht wie vor hundert Jahren, sagte Merkel bei den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Gr&uuml;ndung der Organisation in Genf, sagte Merkel. Die Wirtschaft habe dem Menschen zu dienen und nicht umgekehrt, auch in Zeiten der Globalisierung.<br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident Macron wandte sich gegen eine Vorherrschaft des Neoliberalismus. Die heutige Organisation des Kapitalismus habe die Anh&auml;ufung von Reicht&uuml;mern beschleunigt und zu gro&szlig;en Ungleichheiten gef&uuml;hrt, sagte Macron. Europa sei nicht nur ein Markt, sondern ein gemeinsames Projekt. Es d&uuml;rfe nicht nur f&uuml;r Freiheit stehen, sondern auch f&uuml;r Solidarit&auml;t.<br>\nDer russische Ministerpr&auml;sident Medwedew sagte, es sei n&ouml;tig, neue Wege in der Arbeitswelt zu finden. Die Zukunft liege m&ouml;glicherweise in einer Vier-Tage-Woche.<br>\nDie ILO ist eine Sonderorganisation der UNO. Ihre Aufgabe ist es, durch eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen zum Weltfrieden beizutragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/merkel-vor-ilo-die-wirtschaft-muss-dem-menschen-dienen.1939.de.html?drn:news_id=1016402\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers FB:<\/strong> Beim H&ouml;ren der Nachrichten w&auml;hrend des Autofahrens musste ich anhalten. Merkel: Die Wirtschaft muss dem Menschen dienen&rdquo;, Macron wandte sich gegen die Vorherrschaft des Neoliberalismus: &ldquo;Die heutige Organisation des Kapitalismus habe die Anh&auml;ufung von Reicht&uuml;mern beschleunigt und zu gro&szlig;en Ungleichehiten gef&uuml;hrt.&rdquo; Das sagen die zwei wichtigsten Vertreter der Eliten in Europa, der des Neoliberalismus, des Kapitalismus, die, die die Mitverursacher der Zust&auml;nde sind, die sie da besprechen. Ohne Worte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mehr Licht in die Welt der Superreichen<\/strong><br>\n(&hellip;) Nur wenige Milliard&auml;rInnen neigen dazu, ihren Reichtum ostentativ zur Schau zu stellen. Die meisten Reichen versuchen ihr Verm&ouml;gen zu verbergen und im Stillen zu mehren. Die &ouml;sterreichische Politik hat beim Verbergen des Reichtums &uuml;ber Jahrzehnte kr&auml;ftig mitgeholfen. Daten zu H&ouml;he und Verteilung des Verm&ouml;gens wurden statistisch nicht erfasst, geschweige denn politisch diskutiert, trotz stetig wachsenden Immobilien- und Finanzverm&ouml;gens. Die Bewertung der Grundst&uuml;cke erfolgte fernab der Marktwerte nach hypothetischen Einheitswerten der 1970er-Jahre. Das &uuml;ber Jahrzehnte als sakrosankt geh&uuml;tete Bankgeheimnis verhinderte jede Transparenz beim Finanzverm&ouml;gen.<br>\n(&hellip;) Mehrere WissenschafterInnen haben deshalb das Verm&ouml;gen an der Spitze mit ausgefeilten statistischen Methoden gesch&auml;tzt. Der bekannteste Verm&ouml;gensforscher der EZB, Philip Vermeulen, kam 2014 je nach Spezifikation f&uuml;r &Ouml;sterreich auf einen Anteil des obersten 1 Prozent der Haushalte zwischen 30 Prozent und 41 Prozent.<br>\nVerl&auml;ssliche Reichenverteidigungsindustrie<br>\nSobald Daten zur Konzentration der Verm&ouml;gen bei einer sehr kleinen Schicht der Bev&ouml;lkerung publiziert werden und mehr Transparenz gefordert wird, r&uuml;ckt verl&auml;sslich die Verm&ouml;gensverteidigungsindustrie aus&hellip;<br>\n(&hellip;) Intransparenz erleichtert der Politik das Vertreten der Interessen der Reichen. Bei der Bek&auml;mpfung der internationalen Steuers&uuml;mpfe im Rahmen von OECD und EU bremste &Ouml;sterreich stets, lange Zeit geh&ouml;rte es selbst in diese Kategorie. Das ist selbstverst&auml;ndlich vor allem im Interesse jener, die die Steuers&uuml;mpfe aktiv nutzen.<br>\nMehr Transparenz unerl&auml;sslich f&uuml;r funktionierende Demokratie<br>\nDie Folgen der hohen Konzentration der Verm&ouml;gen und der enormen Anstrengungen, diese zu verbergen, sind offensichtlich. Die Superreichen erobern sich immer st&auml;rkeren Einfluss auf Medien und Politik; der Ibiza-Vorfall und publik gewordene Gro&szlig;spenden im letzten Nationalratswahlkampf werfen ein klein wenig Licht auf das Problem der Parteienfinanzierung. Die &Uuml;bertragung des Verm&ouml;gens der Superreichen an die n&auml;chste Generation generiert leistungslose Oligarchien. Fehlende Verm&ouml;genssteuern und florierende Steuers&uuml;mpfe beeintr&auml;chtigen die Finanzierbarkeit der Weiterentwicklung des Sozialstaates. Das gef&auml;hrdet Demokratie, sozialen Zusammenhalt und wirtschaftliche Prosperit&auml;t.<br>\nF&uuml;r eine emanzipatorische Politik ist es unverzichtbar, eine gesellschaftliche Auseinandersetzung &uuml;ber Verm&ouml;genskonzentration und ihre negativen Folgen zu f&uuml;hren und die Frage zu stellen, wie viel Verm&ouml;gensungleichheit die Demokratie aush&auml;lt. Daf&uuml;r sind verl&auml;ssliche, auch der Wissenschaft verf&uuml;gbare Fakten eine notwendige Voraussetzung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/mehr-licht-in-die-welt-der-superreichen\/\">A&amp;W Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kampf f&uuml;r bezahlbare Mieten: Wohnraum als Versorgungsleistung statt als Gewinnobjekt<\/strong><br>\n(&hellip;) Soziale Wohnungspolitik von Gro&szlig;konzernen? &ndash; Kaum m&ouml;glich<br>\n&bdquo;Selbst wenn sie es wollten, k&ouml;nnten sie kaum eine soziale Wohnungspolitik machen, weil sie sonst &Auml;rger mit ihren Aktion&auml;ren bekommen. Wenn ein Konzern wie Deutsche Wohnen zum Beispiel innerhalb von vier Jahren die Dividende verdoppelt, dann muss ja dieses Geld irgendwoher kommen. Dieses System passt nicht zu einer sozialen Wohnraumversorgung. Wohnungen sind keine Maschinenteile, mit denen man an der B&ouml;rse handelt, sondern ist das Grundbed&uuml;rfnis, das Wohnen, f&uuml;r Menschen.&ldquo;<br>\nDie Deutsche Wohnen, die so massiv in der Kritik steht, wehrt sich. Auf einer Veranstaltung der Immobilienwirtschaft sagte ihr Vorstandsvorsitzender Michael Zahn: &bdquo;Wir lassen uns nicht enteignen, und wir werden auch nicht enteignet.&ldquo; Und ging dann zum Gegenangriff &uuml;ber. Der Wortf&uuml;hrer der Mieterinitiativen, Herr Taheri, sei es, der Angst verbreite: &bdquo;Er f&uuml;hrt eine Kampagne, die sehr populistisch, polemisch, stark vereinfachend, fehlerhaft, falsch ist, und er ist ideologisch. Er ist mit einer Weltanschauung unterwegs. Da ist nat&uuml;rlich eine Deutsche Wohnen, die b&ouml;rsennotiert ist, etwas, was nicht in das Weltbild passt.&ldquo;<br>\nAntwort Rouzbeh Taheri: &bdquo;Genau das Umgekehrte ist der Fall: Die Mieterinnen und Mieter rennen uns die Bude ein und sagen: &sbquo;Helft uns, damit wir was gegen diese Gro&szlig;konzerne machen k&ouml;nnen!&lsquo;.&ldquo;<br>\nAngriff auf die bundesrepublikanische Marktwirtschaft<br>\nFakt ist: Im Gesch&auml;ftsjahr 2018 stieg der Aktienkurs des Konzerns um knapp zehn Prozent. Die Deutsche Wohnen verbuchte einen Gewinn in H&ouml;he von 1,8 Milliarden Euro. &ndash; Wie auch immer: die Forderung von Rouzbeh Taheri und den vielen Zehntausend Berlinern, private Wohnungsgesellschaften zu enteignen, ist der wohl k&uuml;hnste Angriff auf die bundesrepublikanische Marktwirtschaft, seitdem es sie gibt. Klingt nach Sozialismus und ist nach Ansicht von Jakob Hans Hien, Rechtsanwalt mit dem Spezialgebiet &Ouml;ffentliches Baurecht, deshalb zum Scheitern verurteilt&hellip;<br>\nMietenmoratorium als Alternative zur Enteignung<br>\nEnteignungs- und Gesellschaftsfantasien, so M&uuml;ller weiter, w&uuml;rden ihren Glanz verlieren, wenn sich der Konzern sozial verhielte. Eine Zuversicht, die nicht alle teilen, denn noch immer bek&auml;mpft die Deutsche Wohnen die Rechtsg&uuml;ltigkeit des Berliner Mietspiegels. In einem sind sich die Koalitionspartner im Senat allerdings einig: die Mieten d&uuml;rfen nicht weiter steigen. Ein Mietendeckel soll deshalb her&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/kampf-fuer-bezahlbare-mieten-wohnraum-als.1001.de.html?dram:article_id=451013\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Wir sind goldwert&ldquo; &ndash; ein Care-Manifest zum Schweizer Frauenstreik<\/strong><br>\n1991 streikte in der Schweiz eine halbe Million Frauen, der gr&ouml;sste Streik, den die Schweiz je gesehen hat; es ist wieder h&ouml;chste Zeit, uns auf vielf&auml;ltige Weise sichtbar zu machen. An diesem Freitag, den 14. Juni 2019, streiken die Frauen in der Schweiz zum zweiten Mal. Auch in diesem Jahr engagieren sich viele Frauenkollektive.<br>\n(&hellip;) Wir sind Frauen aus unterschiedlichen Generationen und Berufsfeldern, die meisten von uns sind oder waren im Care-Sektor t&auml;tig, so wie 60 Prozent aller berufst&auml;tigen Frauen. Wir haben &uuml;ber theoretische Texte debattiert und diese durch eigene berufliche Erfahrungen und durch unser Fachwissen erg&auml;nzt&hellip;.Der Manager ist eine Metapher; die Frauen leisten Basisarbeit w&auml;hrend an der Spitze oft ein Manger sitzt, der Betriebs&ouml;konomie studiert hat, ein Vielfaches mehr verdient, fachfremd ist und insbesondere modernisieren will. Arbeiter_innen und Gewerkschaften wehren sich gegen den Spardruck und gegen die Entsolidarisierung, die ausge&uuml;bt werden.<br>\n(&hellip;) Unsere Arbeit l&auml;sst sich nicht mit Managementmethoden standardisieren. Erfahrung und Wissen sind einzige Garantien f&uuml;r einen guten Standard. Wir wissen selber, was gute Care-Arbeit ist. Wir fordern das Ende der Berufsenteignung und der Bevormundung. Wir fordern den Abzug des Managements aus dem Care-Sektor. Wir haben unsere eigenen G&uuml;terkriterien f&uuml;r unsere Arbeit, die wir anwenden und weiterentwickeln wollen. Wir wollen befreit werden von Ressourcen bindenden Prozessabl&auml;ufen des Qualit&auml;tsmanagements. Wir wollen befreit werden von Kennziffern, Evaluationen, Benchmarking, Feedback und Ma&szlig;nahmen formulieren. Alle diese Begriffe machen uns Berufsfrauen und &ndash;m&auml;nner im Care-Bereich mundtot und machen unsere fachliche Erfahrung und unser fachliches Wissen unsichtbar. Wir wollen von uns selbst ausgehen, unsere eigene Praxis ins Zentrum r&uuml;cken.<br>\nDeshalb fordern wir die R&uuml;cknahme der Fallpauschalen und fordern an ihrer Stelle die Bedarfsfinanzierung: Alles, was gearbeitet wird, soll auch bezahlt werden!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bzw-weiterdenken.de\/2019\/06\/wir-sind-goldwert-ein-care-manifest-zum-schweizer-frauenstreik\/\">bzw<\/a>\n<p><strong>Dazu: Frauenstreik 1991: Mit einem Augenzwinkern auf die Barrikaden<\/strong><br>\nCatherine Duttweiler \/ 11. Jun 2019 &ndash; &bdquo;Das Magazin&ldquo; ver&ouml;ffentlichte vor 28 Jahren eine Sondernummer zum Frauenstreik: Viele Forderungen wirken topaktuell, andere schr&auml;g.<br>\nSchluss mit dem Blablabla! &ndash; Ein Frauen-Dossier nicht nur f&uuml;r Frauen&ldquo;, hie&szlig; es ultimativ auf der Titelseite des &bdquo;Magazins&ldquo;, das am 7. Juni 1991 &ndash; eine Woche vor dem ersten Schweizer Frauenstreik &ndash; erschien. Damals wusste keine, dass eine halbe Million Frauen dem Streikaufruf folgen w&uuml;rden, doch das &bdquo;Magazin&ldquo; hatte einmal mehr die Nase im Wind. Auf dem Cover war die Karikatur eines g&ouml;nnerhaften Managers abgebildet, der seine Frau zum Mitstreiten animieren wollte: &bdquo;Nat&uuml;rlich machst Du mit! Du bist doch emanzipiert!&ldquo; Der Mann f&uuml;rchtete, seine Frau k&ouml;nnte ihn am Firmenapero blamieren. Denn seine Firma unterst&uuml;tzte den Frauenstreik &ndash; die Mitarbeiterinnen erhielten sogar einen &bdquo;Streikbatzen&ldquo; vom &bdquo;Boss&ldquo;!&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Forderung hat bis heute nichts an Aktualit&auml;t eingeb&uuml;&szlig;t. Denn die Erwerbsquote der Frauen in der Schweiz ist seit 1991 zwar von 54,5 auf fast 80 Prozent gestiegen, wenn Teilzeitarbeitende voll mitgez&auml;hlt werden. Ein erfreulicher Fortschritt. Laut Bundesamt f&uuml;r Statistik wird indes in zwei Dritteln der Paarhaushalte die Hausarbeit noch immer von der Frau erledigt, w&auml;hrend in 5,1 Prozent der Haushalte haupts&auml;chlich ein Hausmann zust&auml;ndig ist. Die Nachteile f&uuml;r die betroffenen Frauen liegen auf der Hand: Sie unterbrechen ihre Karriere, verlieren fachlich den Anschluss, m&uuml;ssen sich sp&auml;ter aufwendig weiterbilden, um Jahre sp&auml;ter auf demselben Niveau wieder einzusteigen, haben tiefere L&ouml;hne &ndash; und sparen damit auch wesentlich tiefere AHV- und Pensionskassenrenten an.<br>\n(&hellip;) 2019: Heutige Frauen bleiben dran<br>\nJa, vieles hat sich bewegt seit den 90ern &ndash; quer durch alle Bereiche. Mit der &bdquo;MeToo&ldquo;-Bewegung wurde erst k&uuml;rzlich eines der letzten Tabus der westlichen Welt, die sexuelle Bel&auml;stigung von Frauen im Beruf und ihre fortgesetzte Reduktion auf ihr &Auml;u&szlig;eres, breit aufgegriffen und &ouml;ffentlich stigmatisiert. In der Schweiz hat sich mit Versp&auml;tung die rechtliche Situation verbessert: Beispiele daf&uuml;r sind das neue Eherecht, die &uuml;berf&auml;llige Einf&uuml;hrung des Mutterschaftsurlaubs, die Alimenten Bevorschussung f&uuml;r Alleinerziehende sowie bei der AHV das Splitting und die Erziehungsgutschriften. Beim Lohn haben die Frauen aufgeholt, es bleibt aber je nach Berechnungsmethode eine Differenz von 12 bis 19 Prozent, wovon 42 Prozent durch Faktoren wie Karriereunterbruch nicht erkl&auml;rbar sind. Speziell im Kader und auf Gesch&auml;ftleitungsebene sind Frauen noch immer eine scharf beobachtete Minderheit, ihr Anteil ist in den letzten zehn Jahren kaum gestiegen. In der Politik hat sich der Anteil an Frauen auf Regierungsebene seit 1991 markant verbessert, in den Parlamenten hat sich der Trend abgeschw&auml;cht und ist gerade auch im St&auml;nderat r&uuml;ckl&auml;ufig.<br>\nNun denn: Vielleicht wird der Frauenstreik vom Freitag ja einen &auml;hnlichen Bewusstseinsprozess und Gleichstellungsschub ausl&ouml;sen wie jener von 1991 &ndash; wom&ouml;glich in allen Lebensbereichen?<br>\nDer Comics in der Sondernummer des &bdquo;TagiMagi&ldquo; zum Frauenstreik von 1991 jedenfalls endete noch nicht mit einem Happy End. Als der paternalistische Manager seiner Frau erkl&auml;ren wollte, dass sie die Vorbereitungen f&uuml;r sein Geburtstagsfest doch schon tagszuvor treffen k&ouml;nne, um am am Streik teilzunehmen, stieg der geduldigen Hausfrau die Zornesr&ouml;te ins Gesicht.<br>\nNein, so war das nicht gedacht. Da kann man damals wie heute nur sagen: &bdquo;Schluss mit dem Blablabla!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Sexismus\/Frauenstreik-1991-mit-Augenzwinkern-auf-die-Barrikaden#\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nach 1 Jahr &Ouml;VP-FP&Ouml;: Billig-L&ouml;hner erw&uuml;nscht: Zuwanderung in den Arbeitsmarkt stieg unter &Ouml;VP-FP&Ouml;-Regierung auf Rekord-Niveau<\/strong><br>\nDie Regierung des ehemaligen Bundeskanzlers Sebastian Kurz ist vor allem mit einer Forderung angetreten: &Ouml;sterreichs Grenzen f&uuml;r Migranten zu schlie&szlig;en. Doch ausgerechnet im ersten Jahr von Schwarz-Blau sind so viele Besch&auml;ftigte aus dem Ausland nach &Ouml;sterreich gekommen wie noch nie. Das hat vor allem einen Grund: In &Ouml;sterreich entsteht ein staatlich organisierter Billiglohn Sektor.<br>\n(&hellip;) Das ist staatlich organisiertes Lohndumping. Denn w&auml;hrend &Ouml;VP und FP&Ouml; den Arbeitsmarkt f&uuml;r billige Konkurrenz aus dem Ausland weit &ouml;ffnen, streichen sie die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r all jene, die in &Ouml;sterreich leben und Arbeit suchen: Deutschkurse und Arbeitsprogramme f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge, Fachkr&auml;fteschulungen und Lehrwerkst&auml;tten haben sie gek&uuml;rzt. In den ersten drei Monaten 2019 haben 8.000 Arbeitslose weniger eine Fachkr&auml;fte-Ausbildung bekommen. Die Ausbildungspl&auml;tze f&uuml;r stark nachgefragte Pflegekr&auml;fte hat die Regierung um 18% gek&uuml;rzt.<br>\nStattdessen wurde die Zuwanderung in den Arbeitsmarkt organisiert &ndash; und die Regierung Kurz-Strache hat kr&auml;ftig mitgeholfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/zuwanderung-arbeit-oevp-fpoe-billiglohn\/\">kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Kinder von Skid Row<\/strong><br>\nSteigende Mieten, stagnierende L&ouml;hne &ndash; darunter leiden in den USA besonders Familien. Immer mehr von ihnen rutschen ab in die Obdachlosigkeit. Sie hausen dann in Vierteln wie Skid Row in Los Angeles.<br>\nWenn Chenelle ihre Kinder Natalya, zehn Jahre, und Cameron, sechs Jahre alt, von der Schule abholt, geht sie z&uuml;gig, den Blick geradeaus, die Kinder eng bei sich. Die Drei m&uuml;ssen vorbei an Zelten und Plastikplanen auf dem B&uuml;rgersteig, und an Menschen, die darin oft sichtbar drogenabh&auml;ngig oder schwer psychisch krank leben.<br>\nWas streckenweise aussieht wie ein Slum ist Skid Row mitten in Los Angeles. Auf engstem Raum leben hier mehr als 4000 Obdachlose, teils in Notunterk&uuml;nften, teils auf der Stra&szlig;e. Sicher f&uuml;hlt sich Chenelle erst wieder, wenn sie mit ihren Kindern die Metall-Detektoren der Union Rescue Mission passiert hat &ndash; ihr Zuhause auf Zeit.  &hellip;.<br>\nSeit 2008 die Immobilienblase platzte und viele Amerikaner ihre Wohnungen verloren, werden unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig viele Familien obdachlos in den USA. Sie kommen in Wellen zur Union Rescue Mission, der &auml;ltesten christlichen Anlaufstelle in Skid Row.<br>\nErst vor einigen Wochen mussten sie wieder 200 Personen in der Turnhalle unterbringen, sagt Kitty Davis-Walker von der Mission: &ldquo;Wir sind der letzte Ausweg. Wer hier ankommt, hat meist schon im Auto gelebt, ist bei wechselnden Bekannten untergekommen oder n&auml;chtelang mit den Kindern Metro gefahren.&rdquo;<br>\nEs sind viele Faktoren, die sie f&uuml;r die wachsende Familienobdachlosigkeit verantwortlich macht: allen voran rapide steigende Mieten bei stagnierenden L&ouml;hnen. Dazu kommen immer mehr alleinerziehende M&uuml;tter und ein Anstieg bei h&auml;uslicher Gewalt.<br>\nMindestens ein Drittel aller US-Obdachlosen sind Familien, sind sich Helfer und Beh&ouml;rden einig. Ansonsten z&auml;hlen sie unterschiedlich: Laut US-Wohnungsbauministeriums waren bei einer Stichprobe 2017 nur 184.411 Angeh&ouml;rige von Familien mit Kindern obdachlos. Selbst das US-Bildungsministerium hat aber bereits rund 1,4 Millionen obdachlose Sch&uuml;ler im Schuljahr 2016\/17 verzeichnet. Hilfsorganisationen sprechen von noch h&ouml;heren Dunkelziffern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/obdachlose-familien-usa-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Aber bitte, ein ausgebauter Sozialstaat w&uuml;rde die Menschen doch nur lethargisch machen. Offenbar haben selbst &ldquo;wahre Sozialdemokraten&rdquo; immer noch nicht verstanden welcher abgrundtief zynischen Ideologie sich die SPD verschrieben hat.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Letzte: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52433#h20\">Absicherung: Macht zu viel Sozialstaat die Deutschen lethargisch?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Beim Klima hat Merkel jahrelang nichts getan<\/strong><br>\nKanzlerin Merkel (CDU) ist Physikerin. Sie wei&szlig;, was die &bdquo;Kipp-Punkte&ldquo; im Weltklima sind &ndash; gef&auml;hrliche Ph&auml;nomene, die das System pl&ouml;tzlich ins Rutschen bringen. Zum Beispiel, wenn die Permafrostb&ouml;den in Sibirien, Nordkanada und Alaska gro&szlig;fl&auml;chig auftauen. Wenn der Amazonas-Regenwald austrocknet. Oder wenn der Eispanzer von Gr&ouml;nland abschmilzt. Wird eine Schwelle &uuml;berschritten, ist die Entwicklung nicht mehr zu stoppen. Dann droht ein sich selbst verst&auml;rkender Klimawandel, der die bisherigen Ver&auml;nderungen in den Schatten stellt &ndash; mit fatalen Folgen. (&hellip;)<br>\nIn dieser Woche hat Merkel, die &bdquo;Klimakanzlerin a. D.&ldquo;, die Mitglieder der Bundestagsfraktion von CDU und CSU an dieser Erkenntnis teilhaben lassen. Speziell den Permafrost-Kipppunkt sprach sie auf deren Sitzung an, wie Teilnehmer berichteten. Also die Gefahr, dass beim Auftauen gigantische Mengen des Treibhausgases Methan frei werden, was die Erderw&auml;rmung stark beschleunigen w&uuml;rde. Man muss wissen: Allein im oberen Teil der dauergefrorenen B&ouml;den steckt mit 1500 Milliarden Tonnen fast doppelt so viel Kohlenstoff, wie es derzeit in der gesamten Atmosph&auml;re gibt. Man ahnt, welches Treibhauspotenzial darin steckt.<br>\nEine Zeitbombe. Und eine, die in nicht mehr allzu ferner Zeit z&uuml;nden k&ouml;nnte, wie Merkel betonte. Mit dieser Mahnung stimmte die Kanzlerin die Unionisten auf gr&ouml;&szlig;ere Anstrengungen beim Klimaschutz ein. Zwar nicht mehr vor der Sommerpause, man m&uuml;sse noch das Gutachten zur CO2-Steuerreform abwarten, das die Regierung in Auftrag gegeben hat. Aber dann d&uuml;rfe es von der Regierung &bdquo;kein Pillepalle mehr&ldquo; geben, mit vielleicht ein paar Cent mehr Steuern auf Benzin und Diesel, sondern Beschl&uuml;sse, die zu &bdquo;disruptiven&ldquo; Ver&auml;nderungen f&uuml;hrten. Schlie&szlig;lich sei seit Jahren beim Klimaschutz seit 2012 nichts mehr passiert.<br>\nMan reibt sich die Augen. Kippunkt, Pillepalle, disruptiv? Man kann nur hoffen, dass die notorische Abwartekanzlerin da intern f&uuml;r eine gro&szlig;e Rede an die Nation geprobt hat, in der sie uns B&uuml;rgern in verst&auml;ndlichen Worten endlich mal die tats&auml;chliche Dramatik der Klimafrage erkl&auml;rt. Und am besten auch, warum sie alle die vielen Jahre so regiert hat, als finde der Klimawandel auf dem Mars statt, nicht auf der Erde. Und warum es streikende Sch&uuml;ler, ein Internet-Video und eine vergeigte Europawahl braucht, bis ihr ein Licht aufgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/merkels-pillepalle-12359990.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52099#h12\">Hunderttausende auf der Stra&szlig;e<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jeder nimmt etwa 100 Kunststoffteilchen pro Tag auf<\/strong><br>\nDie Erde versinkt in Plastik. Es ist im Boden, im Wasser und in der Luft. Wir essen, trinken und atmen t&auml;glich winzige Plastikteilchen ein. Wie sich Mikroplastik im K&ouml;rper langfristig auf unsere Gesundheit auswirkt, ist noch unklar.<br>\nPlanet Plastik: Jedes Jahr gelangen zehntausende Mikrokunststoffpartikel in unseren K&ouml;rper. Das zeigt eine Studie, die am 5. Juni 2019 im Fachmagazin &ldquo;Environmental Science &amp; Technology&rdquo; publiziert wurde.<br>\nMikroplastik ist in Lebensmitteln und Getr&auml;nken enthalten<br>\nDer kanadische Biologe Kieran Cox von der University of Victoria und seine Kollegen werteten 26 Studien zur Mikroplastikbelastung aus. Dabei ging es um Kunststoffteilchen in Meeresfr&uuml;chten, Honig, Zucker und Salz sowie Alkohol, Mineral- und Leitungswasser. Dann fanden sie heraus, wie viel Menschen davon in etwa konsumieren. Sie rechneten aus, dass je nach Alter und Geschlecht jeder zwischen 74.000 und 121.000 Mikroplastikpartikel im Jahr aufnimmt. Diese Zahlen hatten die Forscher f&uuml;r US-B&uuml;rger bzw. Menschen mit &auml;hnlichem Lebensstandard ermittelt.<br>\n(&hellip;) Meeresfr&uuml;chte enthalten besonders viele Kunststoffteilchen<br>\nBislang steht fest, dass sich Mikroplastik beispielsweise in Meeresfr&uuml;chten wie Muscheln, Tintenfischen, Garnelen, Krabben oder Hummer konzentriert. Au&szlig;erdem in der verunreinigten Atemluft. Besonders betroffen sind auch diejenigen, die ihren gesamten Trinkwasserbedarf mit Wasser aus Plastikflaschen decken: Sie nehmen noch einmal 90.000 Plastikteilchen pro Jahr zus&auml;tzlich auf und damit auch Umwelthormone wie Bisphenol A.<br>\n(&hellip;) Forscher fordern, Plastik drastisch zu reduzieren<br>\nNoch ist unklar, was die winzigen Teilchen in unserem K&ouml;rper anrichten. Experten bef&uuml;rchten, dass sie in unser Gewebe eindringen und dort Immunreaktionen ausl&ouml;sen oder auch giftige Substanzen freisetzen k&ouml;nnten. Experten fordern deshalb, den Einsatz von Plastik &ndash; etwa zum Verpacken von Lebensmitteln &ndash; drastisch zu reduzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wissen\/jeder-nimmt-etwa-100-kunststoffteilchen-pro-tag-auf,RSc9Oke\">BR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Oslo-Krise der Rechten in Venezuela<\/strong><br>\nDas Kr&auml;fteverh&auml;ltnis l&auml;sst es weder f&uuml;r die USA noch f&uuml;r die zum Dialog bereiten Sektoren im Land zu, den Abgang Maduros zu verlangen<br>\nDie Rechte in Venezuela hat ein Verhaltensmuster, das sich wiederholt: Sie schl&auml;gt Strategien des &ldquo;Alles oder Nichts&rdquo; vor, ohne &uuml;ber die Voraussetzungen zu verf&uuml;gen, sie auch durchzusetzen. Das geschah zuvor im Jahr 2017 und geschieht in diesem Jahr 2019 wieder. Bei beiden Gelegenheiten rief sie ihre Anh&auml;nger zum Sturz von Nicol&aacute;s Maduro auf, ohne die M&ouml;glichkeit einer Verhandlung zu er&ouml;ffnen.<br>\nJetzt stellt sich die Frage: Wird das Gleiche wieder geschehen? Diese M&ouml;glichkeit wirkt bei einigen von ihnen wie ein verzweifelter Antrieb.<br>\nDer neue Angriff hat eine Variable, die das Bild verkompliziert: Die Bildung einer Parallelregierung ohne die F&auml;higkeit, im Land zu regieren, aber mit teilweiser internationaler diplomatischer Anerkennung und als eine Methode, einseitige US-Aggressionen zu legalisieren.<br>\nWie kann man diese Konstruktion von Juan Guaid&oacute; als Interimspr&auml;sident mit seinen Repr&auml;sentanten in Organismen wie der Organisation Amerikanischer Staaten und als anerkannte Botschafter in einigen L&auml;ndern wieder r&uuml;ckg&auml;ngig machen?<br>\nDas Spiel wurde aufgrund einer Fehleinsch&auml;tzung des Schlachtfeldes als &ldquo;Point of no return&rdquo; angesto&szlig;en.<br>\n(&hellip;) Diese Situation wird ganz deutlich, wenn man sie in die Chronologie der wichtigsten Ereignisse dieses Jahres einordnet.<br>\nDas erste rund um den 23. Januar, Datum der Selbsternennung Guaid&oacute;s, in den Tagen davor und danach begleitet von Gewaltaktionen. Das zweite am 23. Februar mit dem Versuch, mit Gewalt &uuml;ber Kolumbien ins Land zu kommen. Das dritte der Angriff auf das Stromversorgungsnetz Anfang M&auml;rz, was das Land in eine extreme Situation brachte. Das vierte Ereignis war das milit&auml;rische Man&ouml;ver vom 30. April, das sich als erfolglos erwies und zu Asylantr&auml;gen in Botschaften, Verhaftungen und Beschwerden f&uuml;hrte. Danach kam die &ouml;ffentliche Anerkennung der Gespr&auml;che in Oslo und das, was angesichts jeder Niederlage auftritt: Die offensichtlichen Spaltungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/227461\/venezuela-oslo-krise-der-rechten\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Brasilien: Lula da Silva war offenbar nach Justizmanipulation inhaftiert worden<\/strong><br>\nIn Brasilien hat der amtierende Justizminister S&eacute;rgio Moro in seiner Zeit als Ermittlungsrichter offenbar vors&auml;tzlich daf&uuml;r gesorgt, dass der ehemalige Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva inhaftiert wird, um ihn an einer Kandidatur bei der Pr&auml;sidentschaftswahl 2018 zu hindern. Daf&uuml;r habe er wiederholt Staatsanw&auml;lten Tipps gegeben, wie eine international weiterhin umstrittene Korruptionsanklage gegen den Politiker vorangetrieben werden kann.<br>\nNach einem Bericht des Investigativ-Portals The Intercept hat Moro Staatsanw&auml;lten von seinem Handy aus wiederholt Ratschl&auml;ge, Kritik und Tipps zukommen lassen, um die Untersuchungen im Fall &ldquo;Lava Jato&rdquo; (Autow&auml;sche) voranzutreiben. Dabei handelt es sich um einen ausgedehnten Korruptionsskandal, in den staatliche und halbstaatliche Unternehmen sowie Politiker verwickelt sind. Lula da Silva wurde in diesem Zusammenhang 2016 angeklagt und 2017 von Moro selbst zu gut neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Dieses Strafma&szlig; wurde sp&auml;ter noch einmal erh&ouml;ht. In Brasilien und international sind Prozess und Urteil massiv umstritten, weil gegen Lula keine belastbaren Beweise vorgelegt werden konnten.<br>\nNach Meinungsumfragen h&auml;tte Lula die Pr&auml;sidentschaftswahl 2018 gewonnen, wenn er nicht inhaftiert worden w&auml;re&hellip;Nach seiner Wahl ernannte Bolsonaro Moro zum Justizminister.<br>\nMoro hatte Lula da Silva in seiner international harsch kritisierten Urteilsbegr&uuml;ndung zu einer neunj&auml;hrigen Freiheitsstrafe verurteilt&hellip;<br>\n(&hellip;) &ldquo;Die Beziehung des (ehemaligen) Richters (S&eacute;rgio Moro) zu den Staatsanw&auml;lten ist skandal&ouml;s&rdquo;, sagte der Chefredakteur von Intercept Brasil, Leandro Demori. &ldquo;Das ist nach brasilianischem Recht illegal.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Brasilien-Lula-da-Silva-war-offenbar-nach-Justizmanipulation-inhaftiert-worden-4444312.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Sieh hierzu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52456\">Brasilien &ndash; Gigantisches Leak demaskiert die Farce des Richters S&eacute;rgio Moro und der Staatsanwaltschaft zur Kriminalisierung Lulas<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Pentagon stellt T&uuml;rkei nun ein Ultimatum: Entweder F-35 oder S-400<\/strong><br>\nNachdem die monatelangen Warnungen und Drohungen seitens der US-Regierung nicht zum gew&uuml;nschten Verhalten der T&uuml;rkei gef&uuml;hrt haben, will das Verteidigungsministerium in Washington nun Fakten schaffen.<br>\nWie Ellen Lord, Unterstaatssekret&auml;rin im Pentagon und Verantwortliche f&uuml;r die Beschaffung, am Freitag vor Journalisten erkl&auml;rte, wurde im Wei&szlig;en Haus in Washington nun der t&uuml;rkischen Regierung unter Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan ein Ultimatum verk&uuml;ndet: Ankara m&uuml;sse sich bis zum 31. Juli entscheiden, ob es die bestellten F-35 Kampfjets des Herstellers Lockheed Martin, oder die ebenfalls schon bestellten Luftabwehrsysteme S-400 aus Russland habe m&ouml;chte. Aus der Sicht in Washington gehe nicht beides zusammen.<br>\nDar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnte die T&uuml;rkei auch aus dem gesamten Joint Strike Fighter-Programm &ldquo;fliegen&rdquo;, an welchem sie seit 2002 nicht nur mitbeteiligt ist, sondern auch Teile f&uuml;r die Kampfjets vom Typ F-35 produziert. Es geht also am Rande auch um die &ldquo;Sicherung&rdquo; t&uuml;rkischer Arbeitspl&auml;tze, die nun auf dem Spiel st&uuml;nden. Ellen Lord war sehr eindeutig in ihren &Auml;u&szlig;erungen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/89072-pentagon-stellt-turkei-nun-ultimatum\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> siehe dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h11\">Trump auf Konfrontationskurs mit Erdogan wegen russischer S-400-Lieferungen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>The Unipolar Moment is Over<\/strong><br>\nThe Russia-China strategic partnership, consolidated last week in Russia, has thrown U.S. elites into Supreme Paranoia mode, which is holding the whole world hostage.<br>\nSomething extraordinary began with a short walk in St. Petersburg last Friday.<br>\nAfter a stroll, they took a boat on the Neva River, visited the legendary Aurora cruiser, and dropped in to examine the Renaissance masterpieces at the Hermitage. Cool, calm, collected, all the while it felt like they were mapping the ins and outs of a new, emerging, multipolar world.<br>\nChinese President Xi Jinping was the guest of honor of Russian President Vladimir Putin. It was Xi&rsquo;s eighth trip to Russia since 2013, when he announced the New Silk Roads, or Belt and Road Initiative (BRI).<br>\nFirst they met in Moscow, signing multiple deals. The most important is a bombshell: a commitment to develop bilateral trade and cross-border payments using the ruble and the yuan, bypassing the U.S. dollar.<br>\nThen Xi visited the St. Petersburg International Economic Forum (SPIEF), Russia&rsquo;s premier business gathering, absolutely essential for anyone to understand the hyper-complex mechanisms inherent in the construction of Eurasian integration. I addressed some of SPIEF&rsquo;s foremost discussions and round tables here. [&hellip;]<br>\nThe problem for the U.S. is the emergence of a formidable peer competitor in Eurasia &ndash; and worse still, a strategic partnership. It has thrown these elites into Supreme Paranoia mode, which is holding the whole world hostage.<br>\nBy contrast, the concept of the Golden Ring of Multipolar Great Powers has been floated, by which Turkey, Iraq, Iran, Pakistan, Russia and China might provide a &ldquo;stability belt&rdquo; along the South Asia Rimland.<br>\nI have discussed variations of this idea with Russian, Iranian, Pakistani and Turkish analysts &ndash; but it sounds like wishful thinking. Admittedly all these nations would welcome establishing the Golden Ring; but no one knows which way Modi&rsquo;s India would lean &ndash; intoxicated as it is with dreams of Big Power status as the crux of America&rsquo;s &ldquo;Indo-Pacific&rdquo; concoction.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2019\/06\/10\/pepe-escobar-the-unipolar-moment-is-over\/\">Pepe Escobar auf Consortium News<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-52461","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52461","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=52461"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52461\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52464,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52461\/revisions\/52464"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=52461"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=52461"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=52461"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}