{"id":52517,"date":"2019-06-14T08:41:04","date_gmt":"2019-06-14T06:41:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517"},"modified":"2019-06-14T12:39:35","modified_gmt":"2019-06-14T10:39:35","slug":"hinweise-des-tages-3386","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517#h01\">Hamburger Tanker offenbar von Torpedo getroffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517#h02\">&bdquo;Die Linke hat den Menschen nichts mehr zu sagen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517#h03\">Enteignungen? &ndash; ja bitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517#h04\">&Ouml;konomen erwarten Wachstumsflaute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517#h05\">Detlef Scheele: &ldquo;12 Euro Mindestlohn auf einen Schlag k&ouml;nnten Jobs kosten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517#h06\">Der italienische Patient: Erneut auf der Intensivstation?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517#h07\">Geldw&auml;sche: Blackbox BRD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517#h08\">Wealth: Retirees Might Run Out of Money 10 Years Before They Die<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517#h09\">Pompeo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517#h10\">Beziehungen zu den USA demilitarisieren, US-Truppen m&uuml;ssen abziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517#h11\">Osteuropas Man&ouml;ver-Hochsaison<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517#h12\">Cem &Ouml;zdemir: Der gr&uuml;ne US-Boy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517#h13\">Suizid-Krise in Nordindien: Der Preis der Pestizide<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52517#h14\">Das Letzte: Ostdeutsche Russlandphantasien: Putins Paradies<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hamburger Tanker offenbar von Torpedo getroffen<\/strong><br>\nIm Golf von Oman sind am Donnerstagmorgen zwei Tanker besch&auml;digt worden. Die Hamburger Reedereigruppe Bernhard Schulte Shipmanagement teilte in Singapur mit, ihr Tanker &ldquo;Kokuka Courageous&rdquo; sei nach einem mutma&szlig;lichen Angriff evakuiert worden. Eines der 21 Besatzungsmitglieder des unter der Flagge Panamas fahrenden Schiffs sei leicht verletzt worden, erkl&auml;rte ein Sprecher NDR 90,3. Bei den Seeleuten handele es sich ausnahmslos um Philippiner. Deutsche seien nicht an Bord gewesen, sagte der Sprecher weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Hamburger-Tanker-von-Torpedos-getroffen,tankerangriff100.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nein, die Kokuka Courageous ist kein &ldquo;Hamburger Tanker&ldquo;. Das Schiff geh&ouml;rt einer <a href=\"https:\/\/opencorporates.com\/companies\/pa\/483631\">Briefkastenfirma<\/a> in Panama City und f&auml;hrt unter der Flagge Panamas, um in Deutschland weder Steuern noch Abgaben zu zahlen und s&auml;mtliche EU-Arbeitsschutzrichtlinien sowie die Sozialversicherung f&uuml;r die Besatzung zu umgehen. Betrieben wird das Schiff &uuml;brigens offiziell von einer Tochter der Hamburger Schulte-Gruppe, die steueroptimiert in Singapur registriert ist. Was soll an diesem Tanker also &bdquo;aus Hamburg&ldquo; sein? &Auml;hnlich verh&auml;lt es sich beim zweiten Schiff, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2019-06\/13\/zwischenfaelle-vor-irans-kueste-norwegischer-tanker-brennt-190613-99-627297\">das gestern vor der iranischen K&uuml;ste in Brand geriet<\/a>. Die Front Altair ist kein norwegischer Tanker, sondern auf den Marschall Inseln registriert und wird von der Gro&szlig;reederei Frontline betrieben, die ihren offiziellen Unternehmenssitz im Steuerhinterziehungsparadies Bermuda hat. Es ist unverst&auml;ndlich, dass die Medien die Steuerhinterziehungspraxis, die im Reedereigewerbe schon Normalit&auml;t ist, nicht beim Namen nennen. Die beiden betroffenen Reedereien k&ouml;nnen sich ja nun an die Regierungen Panamas und der Marschall Inseln wenden. Viel Spa&szlig;.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: USA machen Iran f&uuml;r Tanker-Angriffe verantwortlich<\/strong><br>\nUS-Au&szlig;enminister Mike Pompeo gibt Iran die Schuld an den Angriffen auf zwei &Ouml;ltanker im Golf von Oman. Derweil sieht US-Pr&auml;sident Trump keine Chancen auf neuerliche Verhandlungen mit Teheran. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Es ist die Einsch&auml;tzung der USA, dass die Islamische Republik f&uuml;r die Angriffe verantwortlich ist&rdquo;, sagte Pompeo nun in Washington in einem Kurzauftritt vor Kameras. Diese Einsch&auml;tzung basiere unter anderem auf Geheimdienstinformationen, in Hinblick auf die eingesetzten Waffen und auf &auml;hnliche Angriffe in j&uuml;ngster Vergangenheit, hie&szlig; es.<br>\nAuf Twitter schrieb Pompeo, die Angriffe seien eine Bedrohung f&uuml;r den internationalen Frieden und die Sicherheit und eine &ldquo;nicht hinnehmbare Eskalation der Spannung durch Iran&rdquo;. Am Nachmittag (Ortszeit) wollte sich in New York der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit dem Vorfall befassen.<br>\nSaudi-Arabien pflichtete der Einsch&auml;tzung Pompeos bei, dass Iran f&uuml;r die Angriffe verantwortlich sein soll. Der Au&szlig;enminister Adel al-Jubeir sagte dem Sender CNN, dass sein Land &ldquo;keinen Anlass&rdquo; habe, Pompeo zu widersprechen. &ldquo;Wir stimmen ihm zu&rdquo;, sagte er. &ldquo;Iran hat eine Geschichte, das zu tun.&rdquo;<br>\nZuvor hatte sich das iranische Au&szlig;enministerium laut der Nachrichtenagentur dpa besorgt &uuml;ber die Angriffe ge&auml;u&szlig;ert. Der Au&szlig;enamtssprecher sprach demnach von &ldquo;dubiosen&rdquo; Zwischenf&auml;llen. Besonders der Zeitpunkt sei sehr verd&auml;chtig, da zur gleichen Zeit ein Treffen zwischen Irans F&uuml;hrer Ajatollah Ali Khamenei und Japans Ministerpr&auml;sident Shinzo Abe stattgefunden habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/mike-pompeo-macht-iran-fuer-tanker-angriffe-verantwortlich-a-1272358.html%20\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> F&uuml;hle nur ich mich bei diesem <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/geschichte\/2014-07\/vietnam-krieg-usa-50-jahre\">Vorfall an den Golf von Tonkin<\/a> erinnert? Iran hat zwar ein <a href=\"https:\/\/www.rt.com\/business\/432937-oil-iran-hormuz-strait\/\">Motiv<\/a> und die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/iran-drohnentest-101.html\">Mittel<\/a> f&uuml;r ein solches Man&ouml;ver; beides haben die USA aber zweifelsohne auch und auch Saudi Arabien k&auml;me als T&auml;ter in Frage. Wenn die USA also Iran verantwortlich machen, sollten sie lieber glaubhafte Beweise vorlegen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Die Linke hat den Menschen nichts mehr zu sagen&ldquo;<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit dem Soziologen Wolfgang Streeck &uuml;ber Kapitalismus, die extreme Rechte und die EU als neoliberales Projekt.<br>\nSie sagen, Europa sei als Projekt gescheitert, weil es sich nicht mehr um die Menschen k&uuml;mmere. Was meinen Sie damit?<br>\nIch liebe Europa, ich liebe diesen Teil der Welt. Aber ich habe nicht von Europa, sondern von der Europ&auml;ischen Union gesprochen, was nicht dasselbe ist. Das Problem besteht darin, dass die EU-Propaganda beides permanent vermischt. Europa, das ist das r&ouml;mische und griechische Erbe, eine enorme, historisch gewachsene Sprachen- und Dialektvielfalt und wunderbare, klar zu unterscheidende nationale Kulturen, die es zu erhalten gilt, anstatt sie durch die M&auml;rkte zu vereinheitlichen. Heute gleichen sich alle europ&auml;ischen St&auml;dte, in allen sind dieselben Gesch&auml;fte, sie sehen aus wie Flugh&auml;fen.<br>\nDer EU-Kommunitarismus hat vergessen, dass es unterschiedliche nationale Stile im Umgang mit dem Kapitalismus gibt, damit der gesellschaftliche Zusammenhalt gew&auml;hrleistet wird. Wenn das durch wenig demokratische Vertr&auml;ge geleugnet und Deutschland als f&uuml;hrender Kopf des Euro und Exporteur des einzig m&ouml;glichen Modells durchgesetzt wird, ist es nicht &uuml;berraschend, wenn es zu einem Desaster kommt. Angesichts eines imperialistischen Deutschlands und einer ruinierten Peripherie, die regiert werden soll, als sei sie ein Spiegel Deutschlands, hat die europ&auml;ische Idee ihre Anziehungskraft verloren. Im Ernst: Kann Italien wie Deutschland sein?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/interviews\/artikel\/die-linke-hat-den-menschen-nichts-mehr-zu-sagen-3528\/\">IPG Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Streeck nimmt einem die Worte aus dem Mund!!!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Das IPG-Journal hat das Interview mit Wolfgang Streeck mittlerweile kommentarlos von der Seite genommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Enteignungen? &ndash; ja bitte<\/strong><br>\nMit dem Volksbegehren in Berlin ist die Diskussion um Enteignung und Vergesellschaftung er&ouml;ffnet. Die Heftigkeit der Diskussion zeigt, es geht um einen neuralgischen Punkt. [&hellip;]<br>\nBesonders dumm ist das Argument, dass eine Enteignung von Wohnungskonzernen wie Deutsche Wohnen oder Vonovia nicht dazu f&uuml;hren w&uuml;rde, dass eine einzige Wohnung mehr gebaut w&uuml;rde. Das trifft nat&uuml;rlich zu, aber die Wohnungen k&ouml;nnten preiswerter und nach Bedarf vermietet werden.<br>\nVonovia soll im Jahre 2018 einen Gewinn von 1 Milliarde &euro; gemacht haben bei einem Wohnungsbestand von knapp 400.000 Einheiten. Das erg&auml;be pro Wohnung einen Betrag von 2.500 &euro; pro Jahr oder mehr als 200 &euro; pro Monat (zugegebenerma&szlig;en jetzt recht grob gerechnet). Da k&ouml;nnte man also die Mieten um diesen Betrag v&ouml;llig unproblematisch &auml;ndern, da kein einziger Euro des Gewinnes reinvestiert wird. Man k&ouml;nnte die Mieten deutlich reduzieren und trotzdem noch ein Polster f&uuml;r Instandsetzungen zur&uuml;cklegen.<br>\nNat&uuml;rlich muss man sich auch keine Gedanken dar&uuml;ber machen, dass durch eine solche Enteignung der Elan beim Wohnungsbau gebremst und m&ouml;gliche Investoren abgeschreckt w&uuml;rden. Vonovia oder auch Deutsche Wohnen haben noch keine einzige Wohnung selbst gebaut. Als Aktiengesellschaft sammeln sie ausschlie&szlig;lich Geld von Anlegern ein, die gerade nicht in Wohnungsbau investieren wollen, sondern die am vorhandenen Wohnungbestand partizipieren wollen und durch Mieten und insbesondere deren Erh&ouml;hung Dividende erzielen.<br>\nEs gibt keine irgendwie geartete n&uuml;tzliche Funktion, die die Wohnungskonzerne ausf&uuml;llen au&szlig;er einer Bereicherung von ohnehin bereits reichen Anlegern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/enteignungen-ja-bitte\/\">arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Ouml;konomen erwarten Wachstumsflaute<\/strong><br>\nEin Institut nach dem n&auml;chsten kappt seine Konjunkturprognose. Im laufenden Quartal droht sogar ein R&uuml;ckgang der Wertsch&ouml;pfung.<br>\nDie schw&auml;chelnde Konjunktur hat f&uuml;hrende Wirtschaftsforscher zu einer merklichen Korrektur ihrer Wachstumsprognose veranlasst. Wie das Kieler Institut f&uuml;r Weltwirtschaft(IfW) am Donnerstag bekanntgab, sei in diesem Jahr nur noch eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,6 Prozent zu erwarten; bislang ging man von einem Prozent aus. Das Leibniz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle best&auml;tigte seine Prognose von 0,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr. Ende voriger Woche war schon die Bundesbank von 1,6 auf 0,6 Prozent zur&uuml;ckgerudert. Zum Vergleich: Von 2014 bis 2018 ist die deutsche Wirtschaft Jahr f&uuml;r Jahr um 1,4 bis 2,2 Prozent gewachsen. [&hellip;]<br>\n[Z]ur&uuml;cklehnen ist nach Ansicht der &Ouml;konomen die falsche Strategie. Schon allein die deutlich zur&uuml;ckgehenden Steuereinnahmen lie&szlig;en die &ouml;ffentliche Hand nicht kalt. &bdquo;An der globalen politischen Unsicherheit, die die Unternehmen hierzulande belastet, kann die deutsche Politik wenig &auml;ndern. An der Standortqualit&auml;t hingegen schon&ldquo;, sagte IfW-Pr&auml;sident Gabriel Felbermayr. Es sollte daher jetzt darum gehen, die deutsche Wirtschaft widerstandsf&auml;higer zu machen, etwa durch eine Reform der Unternehmenssteuern und die vollst&auml;ndige Abschaffung des Solidarit&auml;tszuschlages.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/enttaeuschende-konjunktur-oekonomen-erwarten-wachstumsflaute-16234971.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Prognose von 0,6 Prozent Wirtschaftswachstum f&uuml;r 2019 hatte ich eigentlich f&uuml;r Konsens gehalten, nachdem u. a. die Bundesregierung und die Bundesbank sich auf 0,5 Prozent geeinigt hatten. Spannend und hier kaum diskutiert ist der angenommene R&uuml;ckgang der Wirtschaft im 2. Quartal 2019 &ndash; es geht also nicht um eine Wirtschaftsschw&auml;che, sondern eine richtige (technische) Rezession k&ouml;nnte drohen. Und was fordern die Wirtschaftsweisen: angesichts der &ldquo;deutlich zur&uuml;ckgehenden Steuereinnahmen&rdquo; eine Verbesserung &ldquo;der Standortqualit&auml;t&rdquo;, d. h. eine (neuerliche) Unternehmensteuersenkung sowie die Abschaffung des Soli f&uuml;r Gutverdiener. M. a. W. den konjunkturbedingten &ldquo;deutlichen&rdquo; R&uuml;ckgang der Steuereinnahmen durch weitere Versch&auml;rfung der Angebotspolitik erst so richtig anzuheizen &ndash; um die Umverteilung von unten nach oben weiter zu versch&auml;rfen, und noch mehr Sozialleistungen in Frage stellen zu k&ouml;nnen. Wahnsinn.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Detlef Scheele: &ldquo;12 Euro Mindestlohn auf einen Schlag k&ouml;nnten Jobs kosten&rdquo;<\/strong><br>\nViele in der SPD wollen ihn, die CDU ist gegen einen viel h&ouml;heren Mindestlohn. Auch Detlef Scheele, Sozialdemokrat und Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, ist skeptisch.<br>\nZEIT ONLINE: Herr Scheele, wir haben in Deutschland nahezu Vollbesch&auml;ftigung. Trotzdem m&uuml;ssen weiterhin sehr viele Menschen mit Hartz IV aufstocken. Wie kann das sein?<br>\nDetlef Scheele: Man muss sich anschauen, warum aufgestockt wird. Die Mieten steigen in den St&auml;dten enorm. Das trifft vor allem die Alleinerziehenden und die Familien mit mehreren Kindern und nur einem Verdiener. In Hamburg beispielsweise wird sogar eine Erzieherin im &ouml;ffentlichen Dienst mit der h&ouml;chsten Entgeltstufe einen Teil der Kosten der Unterkunft vom Jobcenter bezahlt bekommen, wenn sie alleinerziehend mit zwei Kindern ist. F&uuml;r mich ist Aufstocken in so einem Fall eher Ausdruck eines funktionierenden Sozialsystems.<br>\nZEIT ONLINE: Wie meinen Sie das?<br>\nScheele: Der Staat hilft, die Wohnung zu erhalten. Er schafft einen sozialen Ausgleich. Das zeigt, dass das System funktioniert.<br>\nZEIT ONLINE: M&uuml;ssten nicht die L&ouml;hne h&ouml;her sein, damit sie zum Leben reichen?<br>\nScheele: Das auch, vor allem aber m&uuml;ssten die Mieten niedriger sein. Im Moment bedingen drei Faktoren, dass viele Erwerbst&auml;tige aufstocken m&uuml;ssen: die steigenden Mieten, die dadurch insgesamt steigenden Lebenshaltungskosten und das Problem, dass es zu wenig Betreuungspl&auml;tze gibt, sodass gerade viele Frauen nur Teilzeit arbeiten k&ouml;nnen.<br>\nZEIT ONLINE: Sie bestreiten aber nicht, dass Niedrigl&ouml;hne auch ein Teil des Problems sind?<br>\nScheele: Nein. Aber vor allem die sinkende Tarifbindung ist ein Problem, und das gilt besonders bei L&ouml;hnen f&uuml;r einfache T&auml;tigkeiten. Gleichzeitig haben die Arbeitnehmer derzeit eine so starke Stellung wie noch nie, weil die Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften hoch ist. Der Arbeitsmarkt reguliert sich, da wo die Tarifautonomie funktioniert, weitgehend selbst.<br>\nZEIT ONLINE: Was halten Sie von der Forderung, den Mindestlohn auf 12 Euro anzuheben?<br>\nScheele: In Ostdeutschland h&auml;tte das wahrscheinlich einen negativen Effekt auf den Arbeitsmarkt. Es best&uuml;nde die Gefahr von Arbeitsplatzverlusten, gerade dort, wo die Tarifbindung niedrig ist. 12 Euro Mindestlohn auf einen Schlag k&ouml;nnten Jobs kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-06\/detlef-scheele-bundesagentur-fuer-arbeit-arbeitsmarkt-mindestlohn-hatz-iv%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wieder so ein neoliberaler Gesundbeter des Arbeitsmarkts &ndash; nur diesmal leider an entscheidender Stelle als Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Ein Vertreter der &ldquo;modernen&rdquo; SPD (hier f&auml;lschlich &ldquo;Sozialdemokrat&rdquo; genannt), der Niedrigl&ouml;hne zwar nicht bestreitet, aber als Randph&auml;nomen abtut (&ldquo;Der Arbeitsmarkt reguliert sich, da wo die Tarifautonomie funktioniert, weitgehend selbst.&rdquo;) und allen Ernstes behauptet, &ldquo;Gleichzeitig haben die Arbeitnehmer derzeit eine so starke Stellung wie noch nie, weil die Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften hoch ist.&rdquo; &ldquo;[N]ahezu Vollbesch&auml;ftigung&rdquo;, wie die ZEIT unwidersprochen l&uuml;gen darf &ndash; mit anderen Worten, der Mann hat von der Realit&auml;t am Arbeitsmarkt, wo Menschen L&ouml;hne von 9 Euro und weniger, teilweise 6 Euro, und auch Jobs in Zeitarbeit akzeptieren *m&uuml;ssen*, &uuml;berhaupt keine Ahnung, f&uuml;r die &ldquo;Kunden&rdquo; der Arbeitsagentur fatal. Zum Gl&uuml;ck hat Scheele eine feste Meinung zu einem existenzsichernden Mindestlohn: &ldquo;Es best&uuml;nde die Gefahr von Arbeitsplatzverlusten, gerade dort, wo die Tarifbindung niedrig ist. 12 Euro Mindestlohn auf einen Schlag k&ouml;nnten Jobs kosten. [&hellip;] Mit 12 Euro Stundenlohn kommt man in die N&auml;he unterer Geh&auml;lter in einigen Tarifvertr&auml;gen. Das finde ich schwierig. Die Lohnfindung sollte man grunds&auml;tzlich den Tarifpartnern &uuml;berlassen.&rdquo; Das Hohelied auf Tarifvertr&auml;ge, ohne zu erw&auml;gen, dass L&ouml;hne von 10,50 Euro, auch als Tarifl&ouml;hne, der Menschenw&uuml;rde Hohn spotten. Ein h&ouml;herer Mindestlohn w&uuml;rde h&ouml;here Tarifl&ouml;hne erzwingen, und das w&auml;re f&uuml;r den Abbau des Au&szlig;enhandels&uuml;berschusses und eine h&ouml;here Inflationsrate perfekt. Passenderweise macht sich Scheele &ndash; im Angesicht von <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/themen\/arbeit\/tatsaechliche-arbeitslosigkeit\/2019\/\">Massenarbeitslosigkeit<\/a> &ndash; viel mehr Gedanken um den angeblichen Fachkr&auml;ftemangel. Mit diesem Chef der Bundesagentur k&ouml;nnen die Arbeitgeber sehr zufrieden sein; nur ist er aus Arbeitnehmersicht v&ouml;llig fehl am Platz, und man fragt sich, wie so jemand &ndash; mit Unterst&uuml;tzung der Gewerkschaften &ndash; auf so einen wichtigen Posten kommen kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der italienische Patient: Erneut auf der Intensivstation?<\/strong><br>\nItalien ist Deutschlands liebster Feind. Ist es blo&szlig;er Neid, sind es Vorurteile oder ist es nur einfach Dummheit, die verhindern, dass es eine vern&uuml;nftige Auseinandersetzung mit der Politik Italiens und der Problematik seiner europ&auml;ischen Integration gibt?<br>\nBei keiner Frage liegen die deutschen Medien und die deutsche Politik so kollektiv daneben wie bei Italien. Wann immer die Diskussion um unser s&uuml;dliches Nachbarland aufflammt, erhebt sich eine Hydra von Vorurteilen, die jeden zu verschlingen droht, der sich seines Verstandes bedient. Ja, es ist, wie ich vor einigen Monaten in einer dreiteiligen Serie dargelegt hatte (hier der erste Teil),  keine &Uuml;bertreibung zu sagen, dass man offensichtlich bei Italien keinerlei Bei&szlig;hemmung hat, w&auml;hrend man sich gegen&uuml;ber dem &bdquo;Erzfeind&ldquo; Frankreich doch nicht traut, so offen die nationalen bzw. nationalistischen Ressentiments zu zeigen.<br>\nIn der Sache hat sich an der Lage Italiens nicht viel gegen&uuml;ber der Situation ver&auml;ndert, die wir im Sommer des vergangenen Jahres ausf&uuml;hrlich beschrieben haben (hier). Doch der klare Sieg der (von den deutschen Medien regelm&auml;&szlig;ig &bdquo;populistisch&ldquo; oder &bdquo;nationalistisch&ldquo; genannten) Lega in den Europawahlen und deren erneute Forderungen nach einer Lockerung der Regeln des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspaktes haben in Deutschland wiederum eine Welle an extrem absurden und wirklich dummen Stellungnahmen hervorgebracht (wie hier und hier).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/06\/der-italienische-patient-erneut-auf-der-intensivstation\/%20\">Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu: Die spinnen, die R&ouml;mer!<\/strong><br>\nMit den italienischen Rechtspopulisten hat man es wirklich nicht leicht. Sie wollen ihre erdr&uuml;ckenden Schuldenberge partout nicht abtragen und nun wollen sie auch noch illegal ihr eigenes Geld drucken.<br>\nMini-Bots nun aber sind keine Gespenster und auch nicht, da hat die FAZ Recht, &bdquo;irgendwelche winzigen Roboter&ldquo;. Und, liebe ZEIT, es sind auch keine &bdquo;Mini-Monster&ldquo;. &bdquo;Bot&ldquo; steht f&uuml;r &bdquo;Buono ordinario del Tesoro&ldquo; und mit diesem Namen werden italienische Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr bezeichnet.<br>\nDas wissen auch ZEIT und FAZ. Warum dann aber die gro&szlig;e Aufregung im deutschen Bl&auml;tterwald? Weil die Emission solcher Papiere, meint Philipp Plickert von der FAZ, schlicht und einfach illegal ist. Ist es also neuerdings in der Eurozone einem Staat sogar verboten, Schuldverschreibungen zu begeben? Oder ist die Emission illegal, weil die Schuldverschreibungen in kleiner St&uuml;ckelung herausgebeben werden und m&ouml;glicherweise sogar wie Geldscheine aussehen sollen ?<br>\nDie ZEIT sieht bei der geplanten Emission von Mini-Bots ebenfalls eine kriminelle Vereinigung am Werk. Die &bdquo;notorisch klamme Regierung&ldquo; versuche &bdquo;&uuml;ber die neuen Anleihen zus&auml;tzliche Schulden aufzunehmen&ldquo;. Nun gerade das aber ist nicht Sinn und Zweck der Mini-Bots. Mit den Mini-Bots wollen sie staatliche Schulden, die aufgrund eines Kaufvertrags zwischen staatlichen Organisationen und den Verk&auml;ufern von Wirtschaftsg&uuml;tern entstanden sind, begleichen. Es geht den Rechtspopulisten also nicht um den Aufbau, sondern im Gegenteil, um dem Abbau staatlicher Schulden!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/06\/die-spinnen-die-roemer\/%20\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Geldw&auml;sche: Blackbox BRD<\/strong><br>\nGeldw&auml;scher kaufen deutsche Immobilien, weil es in Italien schwerer ist.<br>\nIm festungsartig gesicherten Rechenzentrum der Sogei, des staatlichen italienischen Informatikunternehmens, ruht auch das digitale Immobilienregister des Landes. In Italien darf eine Immobilie erst dann &uuml;bertragen, verkauft oder vererbt werden, wenn sie elektronisch erfasst ist, die Eigent&uuml;mer und K&auml;ufer bekannt sind und der Wechsel digital best&auml;tigt wird.<br>\nDie Zentraldatei in Rom ist eine wichtige S&auml;ule im Kampf gegen Geldw&auml;scher &ndash; und ein Grund daf&uuml;r, weshalb die Mafia zunehmend nach Norden ausweicht. Dorthin, wo es analoger und laxer zugeht.<br>\nNach Deutschland insbesondere. Hierzulande sind die Grundbuch&auml;mter n&auml;mlich verschwiegen, dezentral und noch voller H&auml;ngeregistraturen. Ideal f&uuml;r zwielichtige Gestalten und Organisationen, um hohe Milliardenbetr&auml;ge in Grund und Boden anzulegen. Der deutsche Immobiliensektor sei zu mindestens zehn Prozent &bdquo;mit schmutzigem Geld kontaminiert&ldquo;, sch&auml;tzt Kai Bussmann vom Lehrstuhl f&uuml;r Strafrecht und Kriminologie der Universit&auml;t Halle. &bdquo;Wir werden zum Exilland f&uuml;r die italienische Mafia&ldquo;, sagt Fabio De Masi, Bundestagsabgeordneter der Linken mit italienischen Wurzeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/my\/politik\/europa\/geldwaesche-blackbox-brd\/24449948.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu diesen Hinweis (mit einer Anmerkung), der nun auch schon etwa ein Jahr alt ist: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h06\">Mafia setzt auf Immobilien in Deutschland<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wealth: Retirees Might Run Out of Money 10 Years Before They Die<\/strong><br>\nFrom the U.S. to Europe, Australia and Japan, retirement account balances aren&rsquo;t increasing fast enough to cover rising life expectancy, the World Economic Forum warns in a report published Thursday. The result could be workers outliving their savings by as much as a decade or more. [&hellip;]<br>\nAcross the world, governments and employers have pushed more responsibility for retirement onto individuals, by shifting from traditional pensions to defined contribution plans, mostly known as 401(k) plans in the U.S. &ldquo;All the risks that governments and employers used to have, we&rsquo;ve shifted that onto workers,&rdquo; Yik said. The size of the world&rsquo;s collective retirement savings gap could exceed $400 trillion by 2050, up from $70 trillion in 2015, according to the report. The U.S.&rsquo;s savings gap will be the largest at $137 trillion, followed by China at $119 trillion and India at $85 trillion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2019-06-13\/world-s-retirees-risk-running-out-of-money-a-decade-before-death\">Bloomberg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Pompeo<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Pompeo &uuml;ber britischen Oppositionschef: USA w&uuml;rden Corbyn st&uuml;rzen<\/strong><br>\nUnd wieder wurde US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo heimlich mitgeschnitten. Dieses Mal bei einem j&uuml;disch-amerikanischen Treffen, als ihm die Frage gestellt wurde, was die USA zum Schutz f&uuml;r Juden in Gro&szlig;britannien im Falle eines Wahlsieges von Jeremy Corbyn tun w&uuml;rden. [&hellip;]<br>\nWie erst jetzt bekannt wurde, fragten die j&uuml;disch-amerikanischen Vertreter den Au&szlig;enminister auch, ob er &ldquo;bereit w&auml;re, mit uns zusammenzuarbeiten, um aktiv zu werden, sollte das Leben f&uuml;r Juden in Gro&szlig;britannien schwierig werden&rdquo;. Mit ihren Bef&uuml;rchtungen brachten sie explizit eine m&ouml;gliche Wahl von Labour-Chef Jeremy Corbyn zum Ministerpr&auml;sidenten als vermeintliche Gefahr f&uuml;r britische Juden in Verbindung. Seit Monaten schon l&auml;uft gegen Corbyn und seine Partei eine Hetzkampagne, mit dem Vorwurf, antisemitisch zu sein.<br>\nPompeo antwortete mit klaren Worten auf diese Frage:\n<blockquote><p>\nEs kann sein, dass es Herrn Corbyn gelingt, den Spie&szlig;rutenlauf zu &uuml;berstehen und gew&auml;hlt zu werden. Es ist m&ouml;glich. &hellip; Sie sollten wissen, wir werden nicht auf ihn warten, bis er solche Dinge tut, um (ihn) zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. Wir werden unser Bestm&ouml;glichstes tun.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Damit stellte der US-Au&szlig;enminister klar, dass die Vereinigten Staaten von Amerika nicht z&ouml;gern werden, sich aktiv in die britische Politik einzumischen, um Corbyn aus dem Amt zu jagen, bevor &uuml;berhaupt irgendetwas geschieht. Welche vermeintliche Gefahr von Corbyn f&uuml;r die j&uuml;dische Gesellschaft in Gro&szlig;britannien ausgehen sollte, benannte Pompeo nicht. Er sprach lediglich von &ldquo;solchen Dingen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/89066-pompeo-usa-wuerden-jeremy-corbyn\/\">RT Deutsch<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kommentar: Pompeos Gerede isoliert USA<\/strong><br>\nSeit seinem Amtsantritt vor einem Jahr hat US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo viel B&ouml;ses &uuml;ber China gesagt und versucht, China zu verleumden. Egal wo er hinreist und was sein Besuchsziel ist, Pompeo macht China zuletzt immer zur Zielscheibe.<br>\nIn der letzten Zeit hat Pompeo die Zusammenarbeit zwischen China und den L&auml;ndern entlang der Seidenstra&szlig;en getr&uuml;bt, chinesische Unternehmen wie Huawei als Sicherheitsrisiko verleumdet und Ger&uuml;chte &uuml;ber das chinesische Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang in Umlauf gebracht.<br>\nEin Beispiel: Pompeo kritisierte, dass die chinesische Regierung die religi&ouml;se Glaubensfreiheit in Xinjiang verletzt habe. Sie errichte &bdquo;Umerziehungslager&rdquo;, um die einheimischen Uiguren zu inhaftieren. Fakt ist aber, dass es in Xinjiang derzeit 24.400 Moscheen gibt. Auf 530 Muslime kommt eine Moschee. Die Zahl der Moscheen in den USA betr&auml;gt allerdings weniger als ein Zehntel der Anzahl in Xinjiang. Zudem liegt das Ziel der Ausbildungszentren in Xinjiang darin, den von Terrorismus und Extremismus beeinflussten Einheimischen zu helfen, auf die richtige Bahn zu kommen, F&auml;higkeiten zu erlernen und erneut in die Gesellschaft zur&uuml;ckzukehren. Seit der Errichtung der Ausbildungszentren ist es in den vergangenen drei Jahren zu keiner terroristisch motivierten Gewalttat in Xinjiang gekommen. Die Sicherheitssituation hat sich stark verbessert. Au&szlig;erdem reisten im Jahr 2018 &uuml;ber 150 Millionen Touristen, darunter 2,4 Millionen Ausl&auml;nder, nach Xinjiang. Falls Xinjiang wirklich so auss&auml;he, wie Pompeo es darstellt, w&uuml;rden dann so viele Touristen dorthin reisen?<br>\nEin anderes Beispiel: Pompeo hat seit seinem Amtsantritt mehrmals gesagt, die Seidenstra&szlig;en-Initiative verletze die Souver&auml;nit&auml;t der beteiligten Staaten. Doch Fakt ist, &uuml;ber 6.000 Vertreter aus 150 L&auml;ndern und Regionen sowie 92 internationalen Organisationen, darunter auch &uuml;ber 50 Vertreter aus den USA, haben vor kurzem am zweiten Forum &uuml;ber die internationale Zusammenarbeit im Rahmen der Seidenstra&szlig;en-Initiative teilgenommen. (&hellip;)<br>\nUS-Medienberichten zufolge wird Pompeo an der Wahl zum Senator von Kansas im Jahr 2020 teilnehmen. Dies ist vielleicht einer der Gr&uuml;nde, warum er China verleumdet und versucht, sich ein hartes Image zu schaffen und Karrierismus betreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2019\/06\/12\/1s294495.htm\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mehr &uuml;ber Mike Pompeo k&ouml;nnen Sie hier erfahren: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44112\">Mike Pompeo, der &bdquo;loyale Scho&szlig;hund&ldquo; des Koch-Imperiums, des Big Oil und des fundamentalistischen &bdquo;Kulturkampfes&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Beziehungen zu den USA demilitarisieren, US-Truppen m&uuml;ssen abziehen<\/strong><br>\n&bdquo;Die angek&uuml;ndigte Verlagerung von US-Truppen aus Deutschland nach Polen w&uuml;rde die Spannungen mit Russland weiter versch&auml;rfen und die Sicherheit in Europa verschlechtern. Diese Erpressungspolitik der US-Regierung unter Donald Trump darf die Bundesregierung nicht schweigend hinnehmen. Die geplante Truppenverlagerung der USA nach Polen zeigt zugleich die Notwendigkeit einer europ&auml;ischen Sicherheitsarchitektur jenseits der Nato&ldquo;, erkl&auml;rt Heike H&auml;nsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Die Au&szlig;enpolitikerin weiter:<br>\n&bdquo;Die Expansion von Milit&auml;rs der USA und anderer Nato-Staaten nach Osteuropa hat seit dem Ende des Kalten Krieges ma&szlig;geblich zu den Spannungen mit Russland beigetragen. Nach dem Beitritt von bald 14 osteurop&auml;ischen Staaten zum Nordatlantikpakt stellt die angek&uuml;ndigte Truppenverlegung nun eine weitere Eskalation dar.<br>\nEs ist h&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine Entmilitarisierung der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Das hei&szlig;t: Abzug der US-Truppen aus Deutschland und Schlie&szlig;ung von US-Milit&auml;rbasen wie Ramstein, US-Africom und US-Eucom, von wo aus teilweise v&ouml;lkerrechtswidrige US-Aktionen wie Drohnenmorde ausgehen. Dieser Abbau von US-Truppen in Europa muss jetzt mit anderen EU-Staaten, die ebenfalls Nato-Mitglieder sind, koordiniert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/beziehungen-zu-den-usa-demilitarisieren-us-truppen-muessen-abziehen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das hatte die SPD im Berliner Grundsatzprogramm auch einmal beschlossen. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2123\">Aus dem &bdquo;Kapitel III. Frieden in gemeinsamer Sicherheit&ldquo; zitiert<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Gemeinsame Sicherheit<br>\nOst und West haben den Versuch, Sicherheit gegeneinander zu err&uuml;sten, mit immer mehr Unsicherheit f&uuml;r alle bezahlt. &hellip;<br>\nUnser Ziel ist es, die Milit&auml;rb&uuml;ndnisse durch eine europ&auml;ische Friedensordnung abzul&ouml;sen. Bis dahin findet die Bundesrepublik Deutschland das ihr erreichbare Ma&szlig; an Sicherheit im Atlantischen B&uuml;ndnis, vorausgesetzt, sie kann ihre eigenen Sicherheitsinteressen dort einbringen und durchsetzen, auch ihr Interesse an gemeinsamer Sicherheit. Der Umbruch in Osteuropa verringert die milit&auml;rische und erh&ouml;ht die politische Bedeutung der B&uuml;ndnisse und weist ihnen eine neue Funktion zu: Sie m&uuml;ssen, bei Wahrung der Stabilit&auml;t, ihre Aufl&ouml;sung und den &Uuml;bergang zu einer europ&auml;ischen Friedensordnung organisieren. Dies er&ouml;ffnet auch die Perspektive f&uuml;r das Ende der Stationierung amerikanischer und sowjetischer Streitkr&auml;fte au&szlig;erhalb ihrer Territorien in Europa.<br>\nIm B&uuml;ndnis muss der Grundsatz gleicher Souver&auml;nit&auml;t gelten.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>M&ouml;ge sich insbesondere Herr Maas daran erinnern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Osteuropas Man&ouml;ver-Hochsaison<\/strong><br>\nMit dem NATO-Man&ouml;ver BALTOPS (&ldquo;Baltic Operations&rdquo;), dem gr&ouml;&szlig;ten Ostsee-Marineman&ouml;ver dieses Jahres, erreicht die Saison der gegen Russland gerichteten Kriegs&uuml;bungen des westlichen B&uuml;ndnisses einen H&ouml;hepunkt. An BALTOPS nehmen 55 Kriegsschiffe und 8.600 Soldaten auch aus Deutschland teil; als sie zu Wochenbeginn aus Kiel aufbrachen, da hie&szlig; es, es handele sich um &ldquo;die gr&ouml;&szlig;te Ansammlung von Marineeinheiten in einem deutschen Hafen seit dem Ende des Kalten Kriegs&rdquo;. Parallel geht das Man&ouml;ver &ldquo;Noble Jump&rdquo; zu Ende, an dem rund 2.500 deutsche Soldaten beteiligt waren; Ziel war es, die Reaktionsf&auml;higkeit der aktuell von der Bundeswehr gef&uuml;hrten NATO-&ldquo;Speerspitze&rdquo; zu testen und ihre Verlegef&auml;higkeit in Richtung Osten zu optimieren. In Polen findet dar&uuml;ber hinaus mit &ldquo;Tobruq Legacy&rdquo; eine der gr&ouml;&szlig;ten &Uuml;bungen in bodengebundener Luftabwehr statt. Die Bundeswehr probt dort die Verschmelzung mit einer niederl&auml;ndischen Einheit. Dar&uuml;ber hinaus hat sie Soldaten zu US-gef&uuml;hrten Man&ouml;vern in S&uuml;dosteuropa entsandt, bei denen die schnelle Verlegung trainiert wird &ndash; in Richtung Schwarzes Meer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7965\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Cem &Ouml;zdemir: Der gr&uuml;ne US-Boy<\/strong><br>\nManche wundern sich noch immer &uuml;ber die gr&uuml;ne Wende: Weg von der einstigen Friedensbewegung hin zu einer atlantischen NATO- Partei. Daf&uuml;r steht der fr&uuml;here Au&szlig;enminister Joschka Fischer, aber auch &Ouml;zdemir<br>\nAm 19. November 2017 platzte f&uuml;r den damaligen gr&uuml;nen Parteivorsitzenden &Ouml;zdemir wohl ein Lebenstraum. Mit dem Scheitern der Verhandlungen von CDU, CSU, FDP und Gr&uuml;nen f&uuml;r eine &ldquo;Jamaika-Koalition&rdquo; entschwand sein Ziel, Vizekanzler und Au&szlig;enminister der Bundesrepublik Deutschland zu werden. Statt Weltsicherheitsrat winkte nur noch der Vorsitz im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags. Statt neuer chinesischer Seidenstra&szlig;e nun die Niederungen wie eine B 311- Ortsumfahrung Deppenhausen, 40 Kilometer von Bad Urach, dem Geburtsort des &ldquo;schw&auml;bischen T&uuml;rken&rdquo; entfernt.<br>\nEntsprechend fremdelt er mit dieser ungeliebten Aufgabe. Statt fr&uuml;herer markiger Worte zum Stuttgarter Milliardengrab Stuttgart 21 am nun eigentlich richtigen Platz h&ouml;rt man vom neugebackenen Verkehrsexperten weiterhin mehr zur gro&szlig;en Weltpolitik als zum Thema Verkehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Cem-Oezdemir-Der-gruene-US-Boy-4427752.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Suizid-Krise in Nordindien: Der Preis der Pestizide<\/strong><br>\nDas einst wohlhabende Punjab wird von einer sozialen Trag&ouml;die heimgesucht: Von Schulden erdr&uuml;ckt, nehmen sich j&auml;hrlich Tausende Bauern das Leben<br>\nDer Tag, der Harpeet Kaurs Leben f&uuml;r immer ver&shy;&auml;ndern sollte, begann mit einem rauschenden Fest: W&auml;hrend die heute 26-J&auml;hrige die Hochzeit ihres Bruders besuchte, versprach ihr Mann Raj, sich um den Haushalt und die Landwirtschaft zu k&uuml;mmern. Stattdessen jedoch entdeckte ein Nachbar in den fr&uuml;hen Abendstunden den K&ouml;rper des 32-j&auml;hrigen Bauern leblos vom Dachbalken h&auml;ngen. Raj Singh hatte am 10. November 2018 seinem Leben ein Ende gesetzt &ndash; genau wie sein &auml;lterer Bruder ein paar Jahre zuvor.<br>\nWenige Wochen sp&auml;ter sitzt Harpeet auf einem indischen Tagesbett im Innenhof, die Schwiegermutter reicht gezuckerten Milchtee, der Vater lauscht stumm der Unterhaltung. Jenes unverputzte Familienhaus im Dorf Balran, in dem ihr Mann sich erh&auml;ngte, sagt Harpeet, sollte das Familiengl&uuml;ck mit den zwei Kindern vollenden. Stattdessen jedoch setzte der daf&uuml;r aufgenommene Kredit einen Teufelskreis in Gang:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Suizid-Krise-in-Nordindien\/!5599995\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Ostdeutsche Russlandphantasien: Putins Paradies<\/strong><br>\nSachsens Ministerpr&auml;sident Michael Kretschmer m&ouml;chte die Sanktionen gegen Russland lockern. Warum das feige, verlogen und chauvinistisch ist. [&hellip;]<br>\nDie Sanktionen der EU gegen russische Personen, Unternehmen und Institutionen haben unter anderem das Ziel, Russland endlich daf&uuml;r zu interessieren, das Abkommen von Minsk mit umzusetzen. Das soll den Krieg im ostukrainischen Donbass eind&auml;mmen und eines Tages freie Wahlen in dem Gebiet erm&ouml;glichen. Au&szlig;erdem soll es Russland ermuntern, die Krim an die Ukraine zur&uuml;ckzugeben. Daf&uuml;r sind die Sanktionen allerdings zu l&ouml;chrig und wie in der Vergangenheit schon &ouml;fter gezeigt, leicht zu umgehen (googeln Sie Siemens, Turbinen, Krim).<br>\nEs lie&szlig;e sich also dar&uuml;ber reden, ob die Sanktionen nicht viel zu lasch sind, angesichts von &uuml;ber 10.000 Toten in der Ostukraine, aber diese Diskussion wird in Deutschland nicht gef&uuml;hrt. Statt dessen fordern ostdeutsche Politiker*innen wie aktuell Sachsens Ministerpr&auml;sident Michael Kretschmer (CDU) und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpr&auml;sidentin Manuela Schwesig (SPD) immer mal wieder ein Ende der Sanktionen.<br>\nIn Ostdeutschland g&auml;be es dazu eine eigene Meinung, sagen sie, und kokettieren mit dem Selbstbild einiger Ostdeutscher, man sei aufgrund der fr&uuml;heren Zugeh&ouml;rigkeit zur sowjetischen Einflusssph&auml;re besonders empathisch Richtung &bdquo;Osten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Ostdeutsche-Russlandphantasien\/!5599217\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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