{"id":52654,"date":"2019-06-21T10:00:56","date_gmt":"2019-06-21T08:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52654"},"modified":"2026-01-27T11:32:42","modified_gmt":"2026-01-27T10:32:42","slug":"mietenexplosion-in-frankfurt-viele-menschen-haben-schlaflose-naechte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52654","title":{"rendered":"Mietenexplosion in Frankfurt: \u201eViele Menschen haben schlaflose N\u00e4chte\u201c"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Das Ziel des Mietentscheids ist es, in dieser desastr&ouml;sen mietenpolitischen Lage viel und vor allem schnell mehr bezahlbaren Wohnraum zur Verf&uuml;gung zu stellen.&ldquo; Das sagt <strong>Alexis Passadakis<\/strong>, der sich im B&uuml;ndnis &bdquo;<a href=\"https:\/\/mietentscheid-frankfurt.de\/\">Mietentscheid-Frankfurt<\/a>&ldquo; engagiert. Im Interview mit den NachDenkSeiten schildert das Attac-Mitglied, wie hochproblematisch die Situation f&uuml;r viele Menschen ist, die in Frankfurt eine Wohnung zur Miete suchen m&uuml;ssen. Ein drastischer R&uuml;ckgang von Sozialwohnungen seit den 90er Jahren, eine Politik, die die Weichen in Richtung des Kapitals stellt sowie kaum noch zu bezahlender Wohnraum haben nun ein breites B&uuml;ndnis aus insgesamt 45 Gruppen auf den Plan gerufen, die die Frankfurter Verh&auml;ltnisse nicht l&auml;nger akzeptieren wollen. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6334\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-52654-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190619_Mietenexplosion_in_Frankfurt_Viele_Menschen_haben_schlaflose_Naechte_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190619_Mietenexplosion_in_Frankfurt_Viele_Menschen_haben_schlaflose_Naechte_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190619_Mietenexplosion_in_Frankfurt_Viele_Menschen_haben_schlaflose_Naechte_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190619_Mietenexplosion_in_Frankfurt_Viele_Menschen_haben_schlaflose_Naechte_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=52654-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190619_Mietenexplosion_in_Frankfurt_Viele_Menschen_haben_schlaflose_Naechte_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"190619_Mietenexplosion_in_Frankfurt_Viele_Menschen_haben_schlaflose_Naechte_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Passadakis, Sie geh&ouml;ren einem B&uuml;ndnis an, das sich &bdquo;Mietentscheid-Frankfurt&ldquo; nennt. Worum geht es?<\/strong><\/p><p>Das B&uuml;ndnis hat im zweiten Halbjahr 2018 &uuml;ber 25.000 Unterschriften f&uuml;r unser B&uuml;rgerbegehren f&uuml;r mehr bezahlbaren Wohnraum in Frankfurt gesammelt. Damit haben wir das notwendige Quorum locker erreicht &ndash; was auch kein Wunder ist, denn die Mietenexplosion in Frankfurt ist enorm. Viele Menschen haben schlaflose N&auml;chte angesichts des Mietenwahnsinns. Zurzeit steckt unser B&uuml;rgerbegehren in der Rechtsg&uuml;ltigkeitspr&uuml;fung durch das Rechtsamt der Stadt. Erst wenn das entsprechende Gutachten vorliegt, ist klar, ob es bald zum eigentlichen Mietentscheid kommt oder ob wir einen Entscheid erst mittels einer Klage durch die Verwaltungsgerichte durchsetzen m&uuml;ssen.<\/p><p><strong>Wie stellt sich denn die Wohnungssituation in Frankfurt dar?<\/strong><\/p><p>Wie in vielen Gro&szlig;st&auml;dten in der Bundesrepublik sind in den letzten 15 Jahren die Mieten und Kaufpreise f&uuml;r Eigentumswohnungen in Frankfurt durch die Decke gegangen. Parallel dazu ist die Zahl der Sozialwohnungen seit Beginn der 90er Jahre von fast 70.000 auf inzwischen 26.000 zur&uuml;ckgegangen. Und bis 2024 sollen circa weitere 6.000 aus der Bindung fallen. Inzwischen haben in Frankfurt 68 Prozent aller Mieterhaushalte einen Anspruch auf eine gef&ouml;rderte Wohnung: 49 Prozent auf eine klassische Sozialwohnung mit einer Miete bis 6,50 Euro pro Quadratmeter und 19 Prozent auf eine Mittelstandswohnung mit Mieten zwischen 8,50 und 10,50 Euro pro Quadratmeter.<\/p><p>Das Angebot steht aber in keiner Relation zu dieser Nachfrage. Zwar gibt es in Frankfurt einen Bauboom, aber es wird nicht das gebaut, was ben&ouml;tigt wird. Im Jahr 2018 entstanden 3.519 neue Wohnungen &ndash; 65 davon waren Sozialwohnungen. Das sind nur 1,8 Prozent. Au&szlig;erdem entstanden 218 Mittelstandswohnungen. Es wird viel gebaut, aber kaum f&uuml;r die &uuml;ber zwei Drittel der Mieterhaushalte mit geringen und mittleren Einkommen.<\/p><p><strong>Erz&auml;hlen Sie uns bitte mehr zu dem B&uuml;ndnis. Wie ist es zustande gekommen?<\/strong><\/p><p>Die Mietenfrage war und ist in Frankfurt das stadtpolitische Gespr&auml;chsthema Nr. 1. Gleichzeitig gibt es in Frankfurt anders als in Berlin keine dynamische Mieterbewegung. Es gibt hier und da aktive, aber sehr kleine Initiativen und nat&uuml;rlich gibt es die klassischen Mietervereine, die aber zum Teil eng an die SPD angelehnt sind und es nicht als ihre Aufgabe sehen, zu mobilisieren und tats&auml;chlich Druck aufzubauen.<\/p><p>Ausgehend von dieser Lage war es im Winter 2017 das Anliegen von verschiedenen Akteuren und Gruppen wie etwa den Aktiven der Kampagne &bdquo;Stadt f&uuml;r alle! Wem geh&ouml;rt die ABG?&ldquo;, von Basis-Mitgliedern der Linkspartei oder von Attac Frankfurt, denen es darum ging, endlich in die Offensive zu kommen. Wir glaubten, dass die sehr konkrete Ver&auml;nderungsperspektive, die ein B&uuml;rgerbegehren bietet, dabei hilft, B&uuml;rger zu aktivieren und eine Dynamik auszul&ouml;sen. Heute umfasst das B&uuml;ndnis Mietentscheid 45 Gruppen und Organisationen &ndash; darunter auch einen Roma-Verein, die IG Metall und die GEW.<\/p><p><strong>Wie gehen Sie vor? Was sind Ihre Forderungen?<\/strong><\/p><p>Das Ziel des Mietentscheids ist es, in dieser desastr&ouml;sen mietenpolitischen Lage viel und vor allem schnell mehr bezahlbaren Wohnraum zur Verf&uuml;gung zu stellen. Unser Hebel daf&uuml;r ist die ABG GmbH, die st&auml;dtische Wohnungsbaugesellschaft. Diese konnte in den 1990er und 2000er Jahren zum Gl&uuml;ck gegen den neoliberalen Privatisierungsfuror verteidigt werden und ist mit circa 50.000 Wohnungen eine gro&szlig;e Nummer im Frankfurter Wohnungsbestand. Wir fordern nun, dass bei k&uuml;nftiger Mieterfluktuation freiwerdende Wohnungen zu den Preisen von &ouml;ffentlich gef&ouml;rdertem Wohnraum neuvermietet werden und nicht zu Marktmieten. Das betrifft viele hundert Wohnungen im Jahr.<\/p><p>Zweitens fordern wir, dass die Mieten von Bestandmietern der ABG abgesenkt werden, die zwar Anspruch auf eine gef&ouml;rderte Wohnung haben &ndash; also auf eine Sozialwohnung oder eine so genannte Mittelstandswohnung entsprechend des 2. Frankfurter F&ouml;rderwegs &ndash; die aber bisher bei der ABG eine zu hohe Miete zahlen. Drittens soll die ABG k&uuml;nftig zu 100 Prozent gef&ouml;rderten Wohnraum bauen. Im &Uuml;brigen baute und besa&szlig; die ABG bis Anfang der 90er Jahre ausschlie&szlig;lich gef&ouml;rderten Wohnraum. Erst nach Abschaffung der Wohnungsgemeinn&uuml;tzigkeit 1989 wurde die ABG in den 90er Jahren zu einem profitorientierten Unternehmen umgebaut.<\/p><p>Uns ist klar, dass wir damit nur an einer Schraube der Mietenmisere drehen, aber dennoch halten wir das Volumen unserer Forderungen f&uuml;r so gro&szlig;, dass es einen effektiven Unterschied auf dem Wohnungsmarkt macht. Die &ouml;ffentliche Wohnungsbaugesellschaft w&uuml;rde damit strategisch v&ouml;llig neu ausgerichtet.<\/p><p><strong>Wie reagiert die Stadt Frankfurt am Main?<\/strong><\/p><p>Mit Gegenwind. Die regierende Koalition aus CDU, SPD und Gr&uuml;nen hat mitgeteilt, dass sie gerne mit uns &uuml;ber alles redet, aber nicht &uuml;ber unsere Forderungen.<\/p><p>ABG-Chef Frank Junker sagte, dass er &bdquo;&uuml;ber den mangelnden &ouml;konomischen Sachverstand ersch&uuml;ttert&ldquo; sei und im &Uuml;brigen sei das alles &bdquo;linker Populismus&ldquo;. Den Vogel abgeschossen hat er, als er unser B&uuml;rgerbegehren als eine &bdquo;vors&auml;tzliche, sittenwidrige Sch&auml;digung der ABG&ldquo; bezeichnete und er uns deshalb verklagen w&uuml;rde. Eine juristische Grundlage daf&uuml;r? Gibt es nicht. Es ist schon interessant, was sich der Leiter eines &ouml;ffentlichen Unternehmens alles leisten darf, ohne dass ihn Vertreter der Stadt in seine Schranken weisen.<\/p><p>Nat&uuml;rlich ist es so, dass angesichts des Drucks in der Stadt die Mietenfrage als Thema in der Koalition angekommen ist. Die ABG muss seit kurzer Zeit 40 Prozent gef&ouml;rderten Wohnraum bauen und bei der ABG gibt es eine 10-j&auml;hrige Mietenbremse, im Zuge derer die Mieten um maximal 1 Prozent pro Jahr angehoben werden d&uuml;rfen. Das alles ist aber viel zu wenig, um eine Trendumkehr des Mietenwahnsinns herbeizuf&uuml;hren.<\/p><p><strong>Welche Fehler haben denn die Verantwortlichen der Stadtpolitik in der vergangenen Zeit in Sachen Wohnsituation in Frankfurt am Main gemacht?<\/strong><\/p><p>Im Sinne des Leitbildes der &bdquo;unternehmerischen Stadt&ldquo; sind eigentlich keine Fehler gemacht worden. Der Wohnungsmarkt boomt. Das betrifft sowohl die Mieten als auch den Neubau. 3.519 Wohnungen sind 2018 in Frankfurt entstanden &ndash; zwar waren davon nur 65 Sozialwohnungen, was 1,8 Prozent entspricht und 218 gef&ouml;rderte Mittelstandswohnungen, aber das steht auf einem anderen Blatt.<\/p><p>Frankfurt ist global ein attraktiver Standort f&uuml;r Investitionen in Wohnimmobilien. Zuletzt war Oberb&uuml;rgermeister Feldmann (SPD) mit einem Team bei der internationalen Immobilienmesse MIPIM in Cannes, um Investoren dort den roten Teppich auszurollen. Auch sehr hochpreisige Wohnungen im Kostenbereich von &uuml;ber 3 Millionen Euro oder Kaltmieten &uuml;ber 30 Euro pro Quadratmeter finden K&auml;ufer und Mieter.<\/p><p><strong>Wie l&auml;uft denn aus Ihrer Sicht die Medienberichterstattung ab? Gibt es &uuml;berhaupt eine richtige Diskussion in den Medien zu Ihrer Initiative?<\/strong><\/p><p>Insbesondere eine Zeitung, die Frankfurter Rundschau, nimmt den Mietentscheid und generell das Thema Wohnraumkrise sehr h&auml;ufig und engagiert auf. Aber insgesamt gibt es keine ausf&uuml;hrliche Diskussion, obwohl ein B&uuml;rgerbegehren, welches potenziell in einem Entscheid an den Urnen m&uuml;ndet, ein neues und wichtiges demokratisches Instrument ist.<\/p><p><strong>Was genau st&ouml;rt Sie?<\/strong><\/p><p>Es ist nat&uuml;rlich nicht angenehm, wenn man durch die Medien verbalen Gegenwind bekommt &ndash; auch wenn es erwartbar ist. Problematisch ist aber, wenn die Gegner ihre Angriffe unhinterfragt &uuml;ber die Presse lancieren k&ouml;nnen. ABG-Chef Junker und Funktion&auml;re der CDU-SPD-Gr&uuml;nen-Koalition k&ouml;nnen unhinterfragt vertreten, dass der Mietentscheid ein wirtschaftliches Fiasko f&uuml;r die ABG w&auml;re. Guter Lokaljournalismus k&ouml;nnte doch einmal nachhaken und bitten, dass dazu Zahlen auf den Tisch gelegt werden. Aber: Fehlanzeige. Der Vorwurf ist in der Welt, ohne dass er untermauert werden m&uuml;sste.<\/p><p>Oder SPD-Planungsdezernent Mike Josef hat in einem Interview behauptet, dass zahlreiche Berufsgruppen, wie etwa Graphiker, Polizisten, Altenpfleger usw., nach einem erfolgreichen Mietentscheid keine Wohnungen mehr bei der ABG mieten k&ouml;nnten, weil sie &uuml;ber den Einkommensgrenzen f&uuml;r Mittelstandswohnungen l&auml;gen. Wir haben uns die Zahlen daraufhin nochmals angeschaut. Ergebnis: Der Vorwurf geht an der Realit&auml;t vorbei. Ein journalistisches Nachspiel hat das Ganze aber nicht gehabt.<\/p><p><strong>Wie erkl&auml;ren Sie sich das?<\/strong><\/p><p>Nun, der &ouml;konomische Druck, welcher auf ausged&uuml;nnten Redaktionen lastet, l&auml;sst sicherlich wenig Zeit f&uuml;r Recherche. Viele Themen m&uuml;ssen abgedeckt werden und thematische Einarbeitung oder sogar Spezialisierung ist wohl kaum m&ouml;glich, ggf. auch nicht erw&uuml;nscht. Zudem verlangen die meisten Textgattungen wohl nach News: was ist passiert, dann eine Position und eine Gegenpositionierung, damit alle Seiten vertreten sind &ndash; und schon ist der Text fertig. Ausf&uuml;hrliche Hintergr&uuml;nde im aufkl&auml;renden Sinne oder im Sinne einer &ouml;konomischen Alphabetisierung sind eher selten.<\/p><p><strong>Sehen Sie denn auch einen Erfolg?<\/strong><\/p><p>Bisher ist es ja noch nicht zum eigentlichen Mietentscheid an den Wahlurnen gekommen. Aber wir sind nat&uuml;rlich ein Akteur neben anderen, der in Frankfurt kontinuierlich Druck aus&uuml;bt, damit sich in der Mietenfrage etwas bewegt. Einige kleine Schritte der Koalition in die richtige Richtung hat es inzwischen gegeben. Zudem gibt es Gruppen und Netzwerke, die durch unsere Initiative auf die Idee des Mietentscheids auf kommunaler Ebene aufmerksam geworden sind. In Stuttgart wird es m&ouml;glicherweise einen Mietentscheid geben und ggf. auch in anderen Kommunen. Zumindest haben wir viele Anfragen, die sich mit unseren Erfahrungen auseinandersetzen m&ouml;chten.<\/p><p><strong>Haben Sie einen Ratschlag f&uuml;r andere Menschen, die von hohen Mietpreisen betroffen sind?<\/strong><\/p><p>Als einzelne Mieterin oder Mieter ist es immer sinnvoll, in einem Mieterverein Mitglied zu sein, um sich abzusichern und Beratungsleistungen und sogar Rechtsschutz in Anspruch nehmen zu k&ouml;nnen. Wobei es bei den klassischen Mietervereinen eine gro&szlig;e Bandbreite gibt, was die allgemeine politische Positionierung angeht. Da sollte man genau hinschauen. Dar&uuml;ber hinaus entstehen in vielen St&auml;dten aktivistisch orientierte Mieterinitiativen und Recht-auf-Stadt-Kampagnen. Denn klar ist, dass sich ohne massiven Druck durch viele Aktive nichts &auml;ndert. Kotti &amp; Co. in Berlin oder jetzt die &bdquo;Kampagne Deutsche Wohnen &amp; Co. enteignen&ldquo; zeigen, wie es geht. Betroffene sollten daher versuchen, sich zu organisieren und Netzwerke zu kn&uuml;pfen.<\/p><p>Aber generell gilt: Die massiven Investitionen in Immobilien und die explodierenden Mieten sind nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis der aktuellen krisenhaften Phase des Finanzmarktkapitalismus und dem h&auml;nderingenden Druck von Anlegern, irgendwo auf diesem Planeten renditetr&auml;chtige Anlagem&ouml;glichkeiten zu finden. Die Immobilienm&auml;rkte in bestens vernetzten Global Cities wie dem Finanzplatz Frankfurt und generell in einigerma&szlig;en stabilen &Ouml;konomien sind daher ein wichtiges Anlageziel. Nur wenn es hier substanzielle Ver&auml;nderungen gibt, wird der Druck zu Investitionen in Betongold nachlassen.<\/p><p>Titelbild: RossHelen\/shutterstock.com und attac.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Das Ziel des Mietentscheids ist es, in dieser desastr&ouml;sen mietenpolitischen Lage viel und vor allem schnell mehr bezahlbaren Wohnraum zur Verf&uuml;gung zu stellen.&ldquo; Das sagt <strong>Alexis Passadakis<\/strong>, der sich im B&uuml;ndnis &bdquo;<a href=\"https:\/\/mietentscheid-frankfurt.de\/\">Mietentscheid-Frankfurt<\/a>&ldquo; engagiert. Im Interview mit den NachDenkSeiten schildert das Attac-Mitglied, wie hochproblematisch die Situation f&uuml;r viele Menschen ist, die in Frankfurt eine Wohnung<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52654\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":52655,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,35,165,209],"tags":[2569,283,2268,2434,1582,2638],"class_list":["post-52654","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-interviews","tag-buergerbegehren","tag-finanzmaerkte","tag-immobilienmarkt","tag-kommunalpolitik","tag-sozialer-wohnungsbau","tag-wohnungsnot"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/shutterstock_666098644.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52654","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=52654"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52654\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81834,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52654\/revisions\/81834"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/52655"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=52654"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=52654"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=52654"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}