{"id":52660,"date":"2019-06-19T16:08:06","date_gmt":"2019-06-19T14:08:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52660"},"modified":"2019-06-19T16:55:06","modified_gmt":"2019-06-19T14:55:06","slug":"leserbriefe-zu-arroganz-und-ignoranz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52660","title":{"rendered":"Leserbriefe zu Arroganz und Ignoranz"},"content":{"rendered":"<p>Der Artikel &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52522\">Arroganz und Ignoranz sind die beste Werbung f&uuml;r die AfD<\/a>&rdquo; von Jens Berger fand bei den NachDenkSeiten-Lesern einen geh&ouml;rigen Widerhall und einen Teil dieses Echos ver&ouml;ffentlichen wir nun hier.  Auch fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung l&auml;sst sich noch bemerken, wie unterschiedlich die Einsch&auml;tzung der politischen Lage ist.  Hoffentlich kann dieser Diskurs in Zukunft sachlich und friedfertig gef&uuml;hrt werden, auf dass die vor uns liegenden Probleme vielleicht doch noch eine L&ouml;sung finden.  Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>Danke f&uuml;r Ihren Artikel. Die genannten Forderungen im letzten Absatz klingen sch&ouml;n, sind aber ganz sch&ouml;n radikal: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Nehmt die Menschen ernst&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Politiker die &ldquo;wir&rdquo; sagen und damit nur (machtlose) Teile der Bev&ouml;lkerung meinen, nehmen die Menschen definitiv nicht ernst. Das aber machen fast alle Politiker. <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;gebt ihnen W&uuml;rde&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das ist unter der Gottheit der schwarzen Null und einer globalen Paralleljustiz f&uuml;r &ldquo;die M&auml;rkte&rdquo; offenkundig kein relevantes Kriterium mehr. <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;ein Einkommen, von dem man leben kann&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Also, das w&auml;re ja wirklich der reinste Kommunismus <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;und vor allem Zukunft.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Wenn f&uuml;r alle die Zukunft sicher ist, wo bleibt da der Wettbewerb im Teile-und-Herrsche Spiel? <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Dann w&auml;hlen sie auch nicht mehr die AfD. Oder ist das jetzt zu einfach?&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das ist zu einfach: Sie w&uuml;rden dann n&auml;mlich auch keine anderen neoliberalen Parteien w&auml;hlen <\/p><p>Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt (&ldquo;aber sie stirbt&rdquo;, Nico Semsrott)! <\/p><p>Viele liebe Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nMB<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Probleme beseitigt man, indem man nicht die Symptome, sondern die Ursachen bek&auml;mpft. Nehmt die Menschen ernst, gebt ihnen W&uuml;rde, ein Einkommen, von dem man leben kann, und vor allem Zukunft. Dann w&auml;hlen  sie auch nicht mehr die AfD. Oder ist das jetzt zu einfach?&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Hallo NDS, sehr geehrter Herr Berger, <\/p><p>Ich w&uuml;rde das unterschreiben, zu einfach ist es allerdings auch &ndash; nicht der Ansatz an sich, sondern es werden dieser und &auml;hnliche Vorschl&auml;ge dem komplexen System der Spaltung und Ausbeutung, das zum Zwecke des Geldscheffelns mittels allerlei verklausulierter VWL-Formeln und bl&uuml;tenwei&szlig; politikverbr&auml;mtem Gequatsche &uuml;ber den sog. Westen (und mittels der vertraglich festgeschriebenen Doktrin der &ldquo;marktgerechten Demokratie&rdquo; besonders &uuml;ber Europa) gest&uuml;lpt worden ist, einfach nicht gerecht.<br>\nUrsachenforschung? Wurzelbehandlung? Den Schmerzen auf den Grund gehen?<br>\nVergiftete, eitrige Quellen austrocknen? Da verl&ouml;ren doch ganze Gesch&auml;ftszweige und Ideologien urpl&ouml;tzlich ihre Existenzberechtigung, Herr Berger, und das kostet dann viele Arbeitspl&auml;tze und W&auml;hlerstimmen.<br>\nWer das noch nicht begriffen hat, der hat zu wenig die Anne Will verinnerlicht und ist au&szlig;erdem ein Feind der Wirtschaft. Und eben dies m&ouml;chte doch niemand sein, der seine Sinne beisammen hat und ein geachtetes Mitglied dieser wunderbaren Gesellschaft ist, oder etwa doch!? <\/p><p>Rein gar nichts ist in diesem Land noch in irgend einer Weise wirklich reformierbar, dazu ist der Klammergriff der neurotischen Kapitalansammler zu stark. Manche von denen freuen sich sehr, da&szlig; die AfD ist, was sie ist. Wer nur Konkurrenzdenken und S&uuml;ndenb&ouml;cke sucht, der findet nur dieses. Frau Weidel (oder gar diejenigen, f&uuml;r die sie fr&uuml;her mal gearbeitet hat?) zum Beispiel. Die geben diese politische Marktmacht nicht freiwillig wieder her. Niemals. Den Goldman Sachs Politiker, dem auch nur das Geringste an seinen Mitmenschen oder an anderer Leute Zukunft liegt, m&ouml;ge man mir bitte zeigen, dann nehme ich alles zur&uuml;ck. <\/p><p>Ich schrieb es bereits in der Vergangenheit: NDS, bitte seid direkter und nennt die Dinge (sowohl Institutionen als auch Personen, die sich rausnehmen sich mittels ihres einzigen Vorteils &ndash; Geld &ndash; &uuml;ber uns alle zu erheben) beim Namen. Vielleicht bekommen dann auch einige Linke wieder etwas mehr Selbstvertrauen, weil sie nicht mehr nur Schattenboxen machen. Alles andere ist doch &ndash; seien wir ehrlich &ndash; nur die zahnlose Verneigung vor der sprichw&ouml;rtlichen Obrigkeit. Was soll schon passieren, au&szlig;er da&szlig; die Karriere als Hedfefondmanager verbaut ist? <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en und besten W&uuml;nschen<br>\nJohannes Bichler <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sicherlich ist es gerechtfertigt, in Teilen von einem linksgr&uuml;nen arrogantem Milieu zu sprechen, ebenso von Abgeh&auml;ngten in Ost und West der Republik, manche bevorzugen die wie auch immer geartete &ldquo;Mitte der Gesellschaft&rdquo; , die sich radikalisiert. Das alles hat sicher seine Berechtigung bei der Ursachenforschung eines &ldquo;Rechtsrucks&rdquo; in der Gesellschaft. <\/p><p>Manchmal mache ich mir aber Gedanken &uuml;ber die sogenannten &ldquo;Normalos&rdquo;. Diejenigen B&uuml;rger, die sich nicht so leicht in die oben genannten Kategorien einordnen lassen oder sich dessen &uuml;berhaupt nicht bewusst sind. F&uuml;r mich komme ich zu dem Schluss, dass es noch zu viele gibt, die glauben, diese Entwicklungen gingen sie nichts an, im Grunde sei jeder seines Gl&uuml;ckes Schmid und gesellschaftliche Zusammenh&auml;nge im Bewusstsein sind derma&szlig;en out, dass einzelne, die das noch ansprechen wirklich als Phantasten, Gedankenmacher, Spielverderber oder schlimmstenfalls als&rdquo;Gutmenschen&rdquo; oder &ldquo;Sozialromantiker&rdquo; betrachtet werden. Ich bin durchaus der Meinung, dass &uuml;ber entsprechende Manipulationen sich ein sehr materialistisches, fortschrittsgl&auml;ubiges, neoliberales Weltbild etabliert hat und das aber nicht erst seit gestern. Es wird nach oben geschielt, statt sich nach unten zu solidarisieren, wird sich ignorant abgewendet und sich dem Thema eher noch spektakelm&auml;&szlig;ig gewidmet. (siehe Privatfernsehen)<\/p><p>Wie soll man sich in Kreisen, in denen es schick ist unpolitisch zu sein, denen politische und gesellschaftliche Zusammenh&auml;nge so fremd sind, dass sie nur als hinderlich f&uuml;r das pers&ouml;nliche Gl&uuml;cksempfinden und das eigene Streben gelten, f&uuml;r alternative Sichtweisen und Solidarit&auml;t einsetzen? Das sollten insbesondere auch die &ldquo;Alternativen Medien&rdquo; mehr als andere auf dem Schirm haben.<\/p><p>Gru&szlig; Achim Maser<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Zum Beitrag &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52522\">Arroganz und Ignoranz sind die beste Werbung f&uuml;r die AfD<\/a>&ldquo;<br>\n&nbsp;<br>\nHallo NachDenkSeiten,<br>\n&nbsp;<br>\nhier schreibt einer aus den &bdquo;abgeh&auml;ngten&ldquo; Osten.<\/p><p>Guter Artikel aber Sie k&ouml;nn&rsquo;s nicht lassen.<\/p><p>Schreiben Sie noch am Anfang, dass kein Hauptstadtjournalist sich trauen w&uuml;rde die 20% Wahlstimmen der Gr&uuml;nen als zu ignorierende oder gar zu diffamierende Unzufriedenheit zu brandmarken, wie man es mit den ostdeutschen AfD-W&auml;hlern tut. Setzen sie dann trotzdem mit derselben Argumentation, die sie doch erst kritisiert haben, eins drauf.<\/p><p>Zitat:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Keine Frage, die AfD ist eine f&uuml;rchterliche Partei mit f&uuml;rchterlichen Forderungen und es ist wirklich f&uuml;rchterlich&hellip;&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>So als ob Veggieday, Flugbegrenzung, unbegrenzte Einwanderung, unausgegorener Kohlausstieg, Dieselverbot usw. keine&nbsp;f&uuml;rchterlichen Forderungen der Gr&uuml;nen seien.<\/p><p>Und eine Linkspartei, die aus der SED (Stalinismus) hervorging und sich auch zu diesen Wurzeln bekennt, ist selbstverst&auml;ndlich auch keine f&uuml;rchterliche Partei.<\/p><p>Ihre Verst&auml;ndnis f&uuml;r Ostdeutsche heuchelnde Argumentation ist somit nicht glaubw&uuml;rdig.<\/p><p>MfG,<br>\nJ. Gerke!<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger, ich glaube dieser Ausschnitt des Artikels von R&uuml;diger Mai in der NZZ bringt etwas Licht ins Dunkel des &bdquo;Ostens&ldquo;:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/alles-beginnt-mit-herkunft-weshalb-ostdeutschland-sich-zur-provokation-entwickelt-ld.1415437\">Hier der Link zum Artikel<\/a> und hier das m.E. wichtigste in K&uuml;rze:<\/p><p>Klaus R&uuml;diger Mai NZZ 2018<\/p><p>Die Ostdeutschen wissen auch ohne etymologische Herleitung, dass Nation ein organisatorischer Ausdruck von Herkunft ist, denn er leitet sich sprachhistorisch von &laquo;Geborenwerden&raquo;, &laquo;Geburt&raquo;, von dem lateinischen Verbalabstraktum zu nasci (natus sum) her.<\/p><blockquote><p>\nDas Eigene zu verachten, so wird niemand gross. Das Eigene zu erkennen, bleibt Aufgabe, solange man lebt. Es klingt fast tautologisch, zu sagen, alles beginnt mit Herkunft. Aber wenn das Offensichtliche vergessen wird, darf man die Tautologie nicht scheuen, zumal in ihr die Logik besonders zwingend wird. Herkunft findet immer in konkreten R&auml;umen statt, sozial, geistig, kulturell, topografisch. Besitzt zudem dieser geistig-topografische Raum noch eine anhaltende Bedeutung f&uuml;r die Gesellschaft als Ganzes, wird er sogar zum Residuum, zum Widerstand und letztlich zum Impulsgeber der Res publica.\n<\/p><\/blockquote><p>Mit der deutschen Vereinigung ging f&uuml;r viele Ostdeutsche ein langgehegter Traum in Erf&uuml;llung, ein Traum, f&uuml;r den die Linksliberalen, die Toskana-Fraktion und die Kaviar-Linken keinerlei Verst&auml;ndnis aufbrachten. Doch f&uuml;r die Ostdeutschen war die Wiedervereinigung eine Heimkehr, eine Heimkehr nach Deutschland, ein Absch&uuml;tteln der Fremdherrschaft.<\/p><p>Die Ideologie des westdeutschen Neobiedermeiers kollidiert mit dem Wunsch der Ostdeutschen nach einem einigen und demokratischen Deutschland. Um zu verstehen, wie gross das Unverst&auml;ndnis ist, muss man Ostdeutschland als geistigen Raum begreifen. Aber Raumordnung ist den Linksliberalen ein Greuel. Geopolitik ohnehin.&nbsp;<\/p><p>In ihre elysischen Phantasien dringt der simple Fakt nicht ein, dass niemand in Europa seinen Staat aufgeben m&ouml;chte und dass selbst in der globalisierten Welt in R&auml;umen und geopolitisch gedacht wird.<\/p><p>In ihrer Raumvergessenheit, in ihrer Vorstellung einer grenzenlosen Entgrenzung sind die deutschen Linksliberalen weltfremd und sogar europafremd. Sie sehen nicht einmal das Offenkundige, dass, wenn Frankreich Europa sagt, Frankreich Frankreich meint und Italien nicht minder und dass &uuml;berdies die Staaten Osteuropas, Polen, Tschechien, Ungarn, nach jahrzehntelanger Fremdherrschaft endlich Herr im eigenen Haus sein wollen und es nicht dulden, von einer Handvoll Eurokraten im fernen Br&uuml;ssel geschurigelt zu werden.<\/p><blockquote><p>\nDie Ostdeutschen haben &uuml;brigens ein grosses Verst&auml;ndnis f&uuml;r ihre ehemaligen Leidensgenossen im fr&uuml;heren Ostblock. Die Ostdeutschen wissen sehr genau, dass Deutschland als Mittelmacht auch immer Anwalt der osteurop&auml;ischen Staaten zu sein hat. Doch unter Angela Merkel wurde der deutsche Staat vom Anwalt zum Ankl&auml;ger der Osteurop&auml;er. In diesem wie auch in anderen Punkten ist Angela Merkel eben nicht ostdeutsch, was man in Ostdeutschland sehr deutlich registriert, geh&ouml;rt sie geistig zum linksliberalen, westdeutschen Juste-Milieu.\n<\/p><\/blockquote><p>Die Ostdeutschen lernten erstaunt, dass westdeutsche Eliten gar nicht so liberal waren, wie sie zu sein vorgaben. Ihnen zeigte sich wieder das h&auml;ssliche Gesicht des Klassenkampfes. Wie aus der DDR bestens bekannt, bezieht das linksliberale Neobiedermeier seine Rechtfertigung aus der vermeintlich guten Sache, aus einer h&ouml;heren Moral, aus Weltoffenheit, aus Fortschrittlichkeit. Der Kritiker, der Andersdenkende war pl&ouml;tzlich der Klassenfeind.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMartin Schumacher <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Verehrte NDS , Herr Jens Berger<\/p><p>Ich geh&ouml;re zu den alten weissen M&auml;nnern &ndash; im August d. Jahres werden es 76 Jahre. <\/p><p>Vor diesem Hintergrund erlaube ich mir einen Kommentar zu den geschilderten Aussagen von Frau Anja Meiers und Mark Schieritz, bzw zu Ihrer Qualifizierung dieser beiden als&nbsp; &ldquo;elit&auml;re Schn&ouml;sel&rdquo;. Das ist zwar elegant formuliert spricht allerdings diese beiden nicht davon frei, was deutlich zum Vorschein kommt: jedwedes menschliches, vor allem aber jedes geschichtliches Verst&auml;ndnis. Hier w&uuml;nschte ich mir ihrerseits eine fundierte Schilderung\/Meinung zu den Gr&uuml;nden, die die Menschen aus Mittel\/Ostdeutschland zu AfD W&auml;hlern gemacht haben &ndash; angefangen bei der Kohlschen Treuhand und der Gier westdeutscher Konzerne und anderer Raffh&auml;lse.<\/p><p>Und nun zu den &ldquo;Dumpfbacken&rdquo; aus den beschimpften L&auml;ndern und deren nachvollziehbaren ( bitte ohne Anf&uuml;hrungszeichen &ndash; da diskriminierend ) Gr&uuml;nden, AfD zu w&auml;hlen.<\/p><p>Keine Frage, die AfD ist eine f&uuml;rchterliche Partei&hellip;&hellip;&hellip;&hellip;&hellip;&hellip;&hellip;schreiben Sie. <\/p><p>Allerdings hat sie bis jetzt nichts getan ausser geredet; und wenn schon &ndash; nichts wird so heiss gegessen wie es gekocht wird. Dar&uuml;ber hinaus ist es wohl schon jedem &ldquo;D&ouml;sbattel&rdquo; aufgefallen, dass die sogenannten Volksparteien heutzutage zusehens Gesetze verabschieden, die recht stark auf AfD-Linie sind&hellip;&hellip;&hellip;..warum wohl??????????????schwimmen da jemandem die Felle\/Stimmen fort?????????<\/p><p>Wer allerdings f&uuml;rchterlich war\/ist, ist die merkelsche CDU, die die Gerhard Schr&ouml;dersche &ldquo;Aufgabe&rdquo; der SPD Grunds&auml;tze w&auml;hrend etwa 10 Jahren genutzt hat, um sich den damit zusammenh&auml;ngenden Aufschwung der Wirtschaft an die eigenen Fahnen zu heften und auf der anderen Seite den Abschwung und die Proletarisierung weiter Teile der Gesellschaft einfach hingenommen hat sowie die Verrottung grosser Teile der Infrastruktur und vor allem der Bildung\/Ausbildung &ndash; aus welchen Gr&uuml;nden auch immer &ndash; einfach so geschehen l&auml;sst. Ganz zu schweigen von merkelschen ad hoc Entscheidungen nach Fukushima 2011 und anderen &auml;hnlichen Ereignissen&hellip;. <\/p><p>Das, sehr geehrter Herr Jens Berger, ist eine f&uuml;rchterliche Partei und ihre f&uuml;rchterlichen Auswirkungen k&ouml;nne wir alle tagt&auml;glich betrachten<\/p><p>Genau so ein &auml;hnliches Gef&uuml;hl, so eine Erkenntnis bez&uuml;glich eines schlecht gef&uuml;hrten Landes haben die Menschen aus Iowa und Newcastle dazu veranlasst, das zu w&auml;hlen was sie gew&auml;hlt haben&hellip;&hellip;&hellip;&hellip;&hellip;..<\/p><p>Vor allem in England ist auff&auml;llig geworden, dass eine sehr grosse Anzahl der Wahlberechtigten zur Brexit Abstimmung die Aussagen zum F&uuml;r und Wider der Parteien\/des Anliegens nicht kannten &ndash; die Presse hat geschrieben, was sie wollte und nicht das, was sie als Vermittler von Wissen (nicht von Meinung) h&auml;tte schreiben sollen. <\/p><p>Und Trump hat in der Wahl klare Signale gesetzt und ist auf dem besten Weg von den &ldquo;Banditen&rdquo;, vor denen bereits Eisenhower gewarnt hatte vom richtigen Weg abzukommen und genaus so ein Kriegsverbrecher zu werden, wie fasst alle Pr&auml;sidenten mit Ausnahme von Kennedy &ndash; dieser wurde ermordet, vermutlich, weil der den Kriegstreibern nicht gefiel&hellip;&hellip;&hellip;&hellip;&hellip;&hellip;Und nun zu Ihrer letzten Frage: ist das nun zu einfach??? Ich finde es nicht zu einfach!!! Ich finde es zu wenig, viel zu wenig Aufkl&auml;rung und viel zu wenig Erkl&auml;rung und noch etwas &ndash; alle Dinge m&uuml;ssen, sollen von 2 Seiten beleuchtet und beschrieben werden<\/p><p>Bernd Michael Liche<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte, liebe NachDenkSeiten,<br>\nlieber Herr Berger!<\/p><p>Wieder einmal sprechen Sie mir zu 100% aus der Seele. Die Daten liegen auf dem Tisch, die Studien mu&szlig; man nur mal lesen, wenn man schon zu faul ist, die Bubble zu verlassen und die 70 km nach Templin oder Finsterwalde zu fahren. Man k&ouml;nnte auch w&auml;hrend der vielen Dienstfl&uuml;ge mal aus dem Fenster schauen statt nur auf&rsquo;s Tablet und dabei erkennen, da&szlig; es zwischen Schwedt und Helmstedt, zwischen Malm&ouml; und Teplice kaum noch einen Schornstein oder irgendeine Art von Fertigungsanlage gibt. Deswegen braucht man da auch keine Fl&auml;chentarifvertr&auml;ge. Aber das schreibende Gesindel sitzt um 17.30 Uhr beim Fr&uuml;hst&uuml;ck im Friedrichshain oder in Eimsb&uuml;ttel und labert sich einen &uuml;ber den dunkeldeutschen Osten, den die eh nie haben wollten. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r den &bdquo;Systemausstieg&ldquo; so vieler Menschen sind so simpel wie evident. Aber das arrogante Pack merkt nichts und h&ouml;rt den Knall nicht. Ganz exakt so war es 1929\/30! Bis zwei Jahre sp&auml;ter der Reichsputsch gegen Preu&szlig;en stattfand und noch ein paar Monate sp&auml;ter der Terror den Staat &uuml;bernahm.<\/p><p>Und von da an hat ja keiner was gewu&szlig;t, und niemand war schuld.<\/p><p>Die Nazis waren Lumpen. Aber der wirkliche Verr&auml;ter der Demokratie war das bohemehafte Narzi&szlig;tengesindel in den B&uuml;rokratien, den Schreibstuben, den &Auml;mtern, den Redaktionen, den Parlamenten, den Parteien. All dieses &uuml;berfl&uuml;ssige &bdquo;mittlere Management&ldquo; und &bdquo;Kreativentum&ldquo; mit zuviel Ego.<\/p><p>Ich lese gerade das wunderbare &bdquo;Bullshit Jobs&ldquo; vom wunderbaren David Graeber. Er beleuchtet darin die negativen Auswirkungen von &bdquo;Bullshit Jobs&ldquo; auf ihre Inhaber.<\/p><p>Aber es gibt auch eine Kehrseite: Massenhaft Bullshit-Jobs (ohne die die ganze Welt besser dran w&auml;re), die ihre Inhaber aufbl&auml;hen, ihnen Wichtigkeit verleihen oder &uuml;berhaupt erst eine Art Pseudo-Pers&ouml;nlichkeit, einen &bdquo;Experten&ldquo;-Slang und ein Netzwerk. Die teilweise von Pseudoakademikern extra erfunden werden, welche dann fein angebotsorientiert eine &ndash; zumeist &ouml;ffentlich-rechtliche &ndash; Nachfrage nach dem Schund generieren, den sie den ganzen Tag treiben.<\/p><p>Graeber geht kurz auf diese Leute &ndash; also z.B. hirnlose dummschw&auml;tzende Hauptstadtjournalisten &ndash; ein, meint aber, da&szlig; sie nicht in seine Definition passen. Er nennt sie kurzerhand Betr&uuml;ger und Verbrecher.<\/p><p>Ein besseres Wochenende, als den Nachrichten und der Dauerhetze nach zu bef&uuml;rchten steht!<\/p><p>Ihr<br>\nMatthias Jehsert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Artikel &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52522\">Arroganz und Ignoranz sind die beste Werbung f&uuml;r die AfD<\/a>&rdquo; von Jens Berger fand bei den NachDenkSeiten-Lesern einen geh&ouml;rigen Widerhall und einen Teil dieses Echos ver&ouml;ffentlichen wir nun hier. 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Hoffentlich kann dieser Diskurs<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52660\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103,125],"tags":[575,709,1352],"class_list":["post-52660","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe","category-rechte-gefahr","tag-ostdeutschland","tag-protestwaehler","tag-rechtsruck"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52660","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=52660"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52660\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52672,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52660\/revisions\/52672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=52660"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=52660"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=52660"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}