{"id":52687,"date":"2019-06-21T08:28:58","date_gmt":"2019-06-21T06:28:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687"},"modified":"2019-06-21T08:28:58","modified_gmt":"2019-06-21T06:28:58","slug":"hinweise-des-tages-3390","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687#h01\">Gabriel spricht sich f&uuml;r Merkel als EU-Ratspr&auml;sidentin aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687#h02\">Mordfall Walter L&uuml;bcke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687#h03\">Die Rente schmilzt &ndash; doch Sparen ist nicht die L&ouml;sung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687#h04\">&bdquo;Hiermit erhalten Sie eine Ausladung&ldquo; &ndash; wenn Ziele der Ideologie geopfert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687#h05\">Eine vernunftwidrige &Auml;quidistanz-Haltung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687#h06\">Die &ouml;konomischen und sozialen Kosten des Europ&auml;ischen Fiskalpakts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687#h07\">Pkw-Maut: Angela Merkel bedauert fehlende Mauteinnahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687#h08\">Stuttgart 21 kann 30-Minuten-Takt nicht einhalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687#h09\">Hartz IV auf Franz&ouml;sisch: So dr&auml;ngt Paris Arbeitslose zum Arbeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687#h10\">Bernie Sanders: Vorw&auml;rts zum Sozialismus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687#h11\">The Guatemalans who pay the price for the west&rsquo;s need for nickel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687#h12\">S&uuml;dostasien: Widerstand gegen den M&uuml;ll aus anderen L&auml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687#h13\">Auf eine zuk&uuml;nftig schlechte Zusammenarbeit!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52687#h14\">Ukraine: Ins Koma gepr&uuml;gelter Journalist gestorben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gabriel spricht sich f&uuml;r Merkel als EU-Ratspr&auml;sidentin aus<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel wollen die EU-Regierungschefs dar&uuml;ber beraten, wer k&uuml;nftig die F&uuml;hrungsposten &uuml;bernimmt. Wenn es nach dem ehemaligen Au&szlig;enminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel geht, dann sollte auch Kanzlerin Angela Merkel k&uuml;nftig ein wichtiges EU-Amt &uuml;bernehmen. Gabriel sprach sich daf&uuml;r aus, dass Merkel Pr&auml;sidentin des Europ&auml;ischen Rates wird und damit die Nachfolge von Donald Tusk antritt.<br>\n&ldquo;Die deutsche Kanzlerin ist derzeit neben dem franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron und dem Sozialdemokraten Frans Timmermans die einzige Pers&ouml;nlichkeit, die das Gewicht Europas in der Welt kennt und bereit ist, es auch gegen heftige Widerst&auml;nde zu verteidigen&rdquo;, schreibt Gabriel in einem Gastbeitrag f&uuml;r das &ldquo;Handelsblatt&rdquo;. Merkel w&uuml;rde die langj&auml;hrige Erfahrung einer Regierungschefin in den Europ&auml;ischen Rat einbringen, hei&szlig;t es in Gabriels Text.<br>\n&ldquo;Politisch befinden wir Europ&auml;er uns mitten in einem Wettbewerb zwischen den liberalen Demokratien und den autorit&auml;ren Angeboten auf der Welt&rdquo;, schreibt Gabriel weiter. &ldquo;Um diesen Wettbewerb zu bestehen, muss Europa seine Besten aufbieten. Angela Merkel ist die Beste f&uuml;r diese Aufgabe.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/sigmar-gabriel-spricht-sich-fuer-angela-merkel-als-eu-ratspraesidentin-aus-a-1273353.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Damit m&ouml;chte der wohl n&auml;chste Vorsitzende der Atlantik-Br&uuml;cke, Herr Gabriel, vermutlich sicherstellen, dass die enge Bindung zwischen der EU und den USA bestehen bleibt. Eine selbst&auml;ndige EU bleibt somit in weiter Ferne, da gerade Frau Merkel so US-h&ouml;rig ist, wie kaum eine andere Person. Die schwarz-rote Merkel-Regierung folgt aktuell dem Trump-Diktat nach h&ouml;heren deutschen Milit&auml;rausgaben. Es gab ja nicht einmal Konsequenzen nachdem herauskam, dass ihr eigenes Handy von mindestens einem US-Geheimdienst abgehorcht wurde.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Und da fragen sich die noch bzw. gewesenen Volksparteien weshalb die B&uuml;rger dieses Landes sie nicht mehr w&auml;hlen. Offensichtlicher kann man nicht belegen, dass es zumindest egal ist ob man CDU oder SPD w&auml;hlt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mordfall Walter L&uuml;bcke<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Habeck fordert &Uuml;berpr&uuml;fung von Verbindungen zur NSU<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen dr&auml;ngen im Mordfall L&uuml;bcke auf umfassende Ermittlungen zu m&ouml;glichen rechtsextremen Netzwerken. Auch Verbindungen etwa zum NSU-Komplex m&uuml;ssten gepr&uuml;ft werden, fordert Parteichef Habeck. (&hellip;)<br>\nDie Gr&uuml;nen fordern deshalb umfassende Ermittlungen &uuml;ber solche Verbindungen. &ldquo;Die Sicherheitsbeh&ouml;rden m&uuml;ssen m&ouml;gliche rechtsextreme oder rechtsterroristische Strukturen schnell, gr&uuml;ndlich und umfassend durchleuchten&rdquo;, sagte Parteichef Robert Habeck der Deutschen Presse-Agentur. &ldquo;Dazu geh&ouml;rt, zu pr&uuml;fen, ob es auch m&ouml;gliche Verbindungen zu anderen F&auml;llen wie dem NSU-Komplex gibt.&rdquo; Es sei gut, dass der Generalbundesanwalt die Ermittlungen schnell an sich gezogen habe.<br>\n&ldquo;Dieser Fall hat eine historische Dimension&rdquo;, sagte Habeck. Wenn sich der Verdacht erh&auml;rte, dann sei dies der erste gezielte rechtsextreme Mord an einem deutschen Politiker seit 1945. &ldquo;Das ist eine Z&auml;sur und eine neue Dimension rechter Gewalt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/mordfall-luebcke-robert-habeck-fordert-ueberpruefung-von-verbindungen-zur-nsu-a-1273266.html\">SPIEGEL Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der talentierte Mr. Habeck mal wieder. So was kommt bei der Zielgruppe an. Die wei&szlig; ja auch nicht, dass es die hessischen Gr&uuml;nen waren, die zusammen mit der CDU im NSU-Untersuchungsausschuss jegliche Aufkl&auml;rung <a href=\"https:\/\/www.hermann-schaus.de\/nc\/landtag\/reden\/anzeige-reden\/news\/cdu-und-gruene-haben-von-beginn-an-gemeinschaftlich-ihre-verfahrensmehrheit-dazu-missbraucht-so-viel\/\">verhindert haben<\/a> und die NSU-Akten mit einem Sperrvermerk f&uuml;r 120 Jahre versehen haben. Dank der Gr&uuml;nen d&uuml;rfte die von Habeck nun &ouml;ffentlichkeitswirksam geforderte &Uuml;berpr&uuml;fung der NSU-Verbindungen also im Sande verlaufen. Gr&uuml;n wirkt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Problem hei&szlig;t nicht RAF<\/strong><br>\n140 Todesopfer rechter Gewalt gibt es seit 1993. Dennoch verweisen nach der T&ouml;tung von L&uuml;bcke viele auf die 70er. Der Bezug ist geschichtsvergessen.<br>\nAn die Rote Armee Fraktion f&uuml;hlen sich einige erinnert, seit die Ermittlungsbeh&ouml;rden einen rechtsradikalen Hintergrund beim Mord am Regierungspr&auml;sidenten von Kassel, Walter L&uuml;bcke, vermuten und ein Verd&auml;chtiger mit einschl&auml;gigen Verbindungen und entsprechend aktenkundiger Vergangenheit festgesetzt ist. Die RAF bleibt offenbar auch gut 26 Jahre nach dem letzten ihr zugeschriebenen Anschlag der unangefochtene Referenzrahmen f&uuml;r die brutale St&ouml;rung des b&uuml;rgerlichen Friedens in Deutschland. Aber warum? Im selben Zeitraum, seit dem Fr&uuml;hjahr 1993, z&auml;hlt die Amadeu Antonio Stiftung mehr als 140 Todesopfer rechter Gewalt. Mit dem NSU wurde 2011 zumindest ein Teil eines rechtsradikalen Terrornetzwerkes enttarnt. Vergleichswerte abseits der RAF gibt es also zur Gen&uuml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Toedlicher-Schuss-auf-Walter-Luebcke\/!5600723\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Rente schmilzt &ndash; doch Sparen ist nicht die L&ouml;sung<\/strong><br>\nBleiben die Zinsen tief, schmilzt die Rente. Falsch ist aber, noch mehr zu sparen. Das macht alles nur noch schlimmer.<br>\nIn ihrer neuen Pensionskassen-Studie hat uns die Swisscanto eine kleine Lektion in Versicherungsmathematik erteilt, und die Medien haben sie &ndash; unter dem &uuml;blichen Zeitdruck &ndash; ungefiltert weiter verbreitet. Die Lektion geht so: Wenn die Zinsen so tief bleiben wie bisher und wenn wir weiter &auml;lter werden, dann muss der &laquo;aktuarisch korrekte Umwandlungssatz&raquo; (mit dem das Sparkapital in eine Rente umgewandelt wird) von 6,73 Prozent wie vor zehn Jahren auf 4,9 Prozent sinken. Damit dadurch aber keine &laquo;dramatische Rentenl&uuml;cke&raquo; entstehe, m&uuml;sse demnach das Sparkapital durch Beitragserh&ouml;hung, l&auml;ngere Einzahlungsdauer etc. deutlich erh&ouml;ht werden und zwar um insgesamt 37 Prozent. Rechne: Bei einem um 37 Prozent h&ouml;heren Kapital bleibt die Rente mit einem Umwandlungssatz von 4,9 Prozent gleich hoch wie bei 6,73 Prozent. Reiner Dreisatz.<br>\nWie die Studie weiter ausf&uuml;hrt haben die Pensionskassen bereits reagiert und den Umwandlungssatz im Schnitt schon mal auf 5,73 Prozent gesenkt und &ndash; vor allem durch Beitragserh&ouml;hungen &ndash; das angepeilte Sparkapital um durchschnittlich 17,6 Prozent aufgestockt. Was aber &ndash; siehe oben &ndash; bei weitem nicht reicht. Das &laquo;Vorsorgeforum&raquo;, das Kampforgan der Pensionskassenlobby, schliesst deshalb messerscharf: &laquo;Soll der Trend gestoppt werden, muss mehr angespart oder l&auml;nger gearbeitet werden. Das mag schmerzhaft sein, aber es ist sinnlos, die Augen vor der Realit&auml;t zu verschliessen.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Pensionskassen-Sparen-Zinsen-Strategien\">Werner Vontobel auf Infosperber<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Hiermit erhalten Sie eine Ausladung&ldquo; &ndash; wenn Ziele der Ideologie geopfert werden<\/strong><br>\nZu gut f&uuml;r eine internationale Nachrichtenagentur? F&uuml;r die mehrt&auml;gigen Protestaktionen im rheinischen Braunkohlerevier erteilen die Aktivisten von &bdquo;Ende Gel&auml;nde&ldquo; Sputnik und RT Deutsch eine &bdquo;Ausladung&ldquo; &ndash; ohne Begr&uuml;ndung. Offenbar steht bei dem B&uuml;ndnis Ideologie &uuml;ber Idealen. (&hellip;)<br>\nBegr&uuml;ndung? Fehlanzeige. Von Kollegen von RT erfuhren wir sp&auml;ter, dass sie eine ganz &auml;hnliche Absage von &bdquo;Ende Gel&auml;nde&ldquo; erhalten haben.<br>\nInformationskrieg und Propaganda &ndash; Spiegel und ZDF zeigen, wie man es richtig macht<br>\nEs geht nicht nur darum, &bdquo;russischen Auslandsmedien&rdquo; keine Interviews zu geben. Nein, man m&ouml;chte ihnen untersagen, bei einer &ouml;ffentlichen Protestaktion &uuml;berhaupt anwesend zu sein und dar&uuml;ber zu berichten. Werden wir gerade Zeuge dessen, wie &bdquo;Ende Gel&auml;nde&ldquo; seine Ideale im Namen einer Ideologie opfert? Wenn das Ziel an oberster Stelle steht und mediale Aufmerksamkeit essentiell f&uuml;r die Erreichung dieses Zieles ist, kann und sollte man sich da erlauben, auf die Berichterstattung zweier gro&szlig;er Medien zu verzichten, weil man wie auch immer geartete und wodurch auch immer motivierte Ressentiments gegen sie hegt? Dann kann es mit den Idealen nicht so weit her sein, oder? Und sorry, liebe Aktivisten, aber dann seid auch ihr es, die ein Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/kommentare\/20190619325267755-ende-gelaende-ideologie-ausladung-rt-sputnik\/\">Sputnik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Umwelt- und Klimasch&uuml;tzer, die russischen Medien die Berichterstattung untersagen? Das ist doch grotesk. Damit ist nat&uuml;rlich nicht der Protest gegen den Kohleabbau und die Kohleverstromung diskreditiert. Diskreditiert ist jedoch das B&uuml;ndnis &ldquo;Ende Gel&auml;nde&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eine vernunftwidrige &Auml;quidistanz-Haltung<\/strong><br>\n&raquo;Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles andere nichts&laquo; (Willy Brandt). F&uuml;r den Weltfrieden ist ein partnerschaftliches Verh&auml;ltnis zwischen den USA und Russland unerl&auml;sslich. Deutschland sollte dazu einen Beitrag leisten. Die deutsch-russischen Beziehungen sind derzeit aber empfindlich gest&ouml;rt. Sie werden l&auml;ngst nicht mehr von nationalen Interessen unseres Landes bestimmt. Das vereinte Deutschland hat sich willf&auml;hrig der Geostrategie des USA-Imperialismus untergeordnet.<br>\nDie Linke sollte gegen diese Politik entschiedenen Widerstand leisten. Das umso mehr und eigentlich umso naheliegender, da die Deutschen sich mehrheitlich (58 Prozent) eine Ann&auml;herung der Bundesrepublik an Russland w&uuml;nschen, in Ostdeutschland sprechen sich daf&uuml;r sogar 72 Prozent aus, so das Ergebnis einer repr&auml;sentativen Umfrage, die vom Meinungsforschungsinstitut Civey schon vor Jahresfrist erhoben und im Journal Welt-Trend ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nUmso unverst&auml;ndlicher ist es, dass die j&uuml;ngsten Parteitage der Linken es unter der Regie der Parteif&uuml;hrung tats&auml;chlich fertiggebracht haben, Antr&auml;ge zur Gestaltung friedlicher Beziehungen Deutschlands zu Russland abzulehnen beziehungsweise sie in den Bundesausschuss zu verweisen. Eine sch&auml;ndliche Haltung!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/11-2019&amp;textfile=4794\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die &ouml;konomischen und sozialen Kosten des Europ&auml;ischen Fiskalpakts<\/strong><br>\nIn den letzten 20 Jahren hat man auf europ&auml;ischer Ebene die Sch&auml;rfe der finanzpolitischen Vorgaben noch &uuml;ber das Ausma&szlig; hinaus erh&ouml;ht, das der 1992er Vertrag von Maastricht vorsieht. 2012 gipfelte dies im Europ&auml;ischen Fiskalpakt.<br>\nDer &raquo;Vertrag &uuml;ber Stabilit&auml;t, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion&laquo;, der so genannte Fiskalpakt, wurde von allen Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union mit Ausnahme Gro&szlig;britanniens und Tschechiens unterzeichnet. Er sieht die Einhaltung zweier Regeln f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Finanzen vor: (i) einen substanziell ausgeglichenen Haushalt, genauer gesagt, das Verbot, dass das strukturelle Defizit des &ouml;ffentlichen Sektors &uuml;ber den Konjunkturzyklus hinweg 0,5 Prozent des BIP &uuml;bersteigt, und (ii) dass die &ouml;ffentliche Schuldenquote jedes Jahr um ein Zwanzigstel der Differenz zwischen ihrem tats&auml;chlichen Niveau und dem Maastricht-Zielwert von 60 Prozent sinkt.<br>\nSo sehr die Europ&auml;ische Kommission seit 2012 verschiedenen L&auml;ndern auch Ausnahmen von den Regeln des Fiskalpakts gew&auml;hrt hat, kann man sich &ndash; auch im Hinblick auf einige Reformvorschl&auml;ge, die sogar noch zus&auml;tzliche fiskalpolitische Versch&auml;rfungen vorsehen [1] &ndash; doch fragen, was passieren w&uuml;rde, wenn einzelne L&auml;nder verpflichtet w&auml;ren, die bisher vorgesehenen Fiskalregeln einzuhalten. Insbesondere stellt sich die Frage, welche Auswirkungen die fiskalpolitischen Regeln auf die Entwicklung der Staatsschuldenquote (das Verh&auml;ltnis zwischen Staatsverschuldung und Bruttoinlandsprodukt) h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/die-oekonomischen-und-sozialen-kosten-des-europaeischen-fiskalpakts--2314.html\">Blickpunkt WiSo<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Pkw-Maut: Angela Merkel bedauert fehlende Mauteinnahmen<\/strong><br>\nDie Kanzlerin hat sich entt&auml;uscht zum Mauturteil des EuGH ge&auml;u&szlig;ert. Ihr zufolge w&uuml;rden Deutschland jetzt bis zu 500 Millionen Euro f&uuml;r den Infrastrukturausbau fehlen.<br>\nLaut Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fehlen Deutschland durch die gescheiterte Pkw-Maut rund 350 bis 500 Millionen Euro pro Jahr. Das sagte sie bei einer Diskussionsveranstaltung mit Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern in Goslar. Wie die Kanzlerin sagte, h&auml;tte das Geld in die Verkehrsinfrastruktur investiert werden sollen. Sie verteidigte die zur Einf&uuml;hrung der Maut bereits ausgegebenen Mittel &ndash; bis zuletzt sei die Bundesregierung davon ausgegangen, dass die Pkw-Maut rechtm&auml;&szlig;ig sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/mobilitaet\/2019-06\/pkw-maut-einnahmen-einbussen-angela-merkel\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Frau, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7PUR_WPj0JM\">mit der es keine Pkw-Maut geben sollte<\/a>, bedauert also das Fehlen der Einnahmen aus der Pkw-Maut. Und obwohl promovierte Physikerin, beherrscht sie anscheinend nicht mal das Rechnen f&uuml;r Grundsch&uuml;ler: die Behauptung, Investitionen in die Infrastruktur scheiterten am Fehlen von 500 Millionen, also 0,5 Milliarden, Euro pro Jahr ist ziemlich l&auml;cherlich, wenn ihre Partei gleichzeitig u. a. Steuergeschenke in H&ouml;he von 10 Milliarden Euro pro Jahr durch die Abschaffung des Solidarit&auml;tszuschlags f&uuml;r Bestverdiener und Unternehmen <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/cdu-will-soli-komplett-streichen-spd-dagegen-15875537.html\">fordert<\/a>. Wie sind denn 10 Milliarden Euro j&auml;hrlich verschmerzbar, wenn der Bund ohne 0,5 Milliarden Euro nicht auskommt? Und selbst unter den Bedingungen der Schuldenbremse darf der Bund ein Haushaltsdefizit von 0,35 Prozent des BSP, ca. 10 Milliarden Euro, erwirtschaften &ndash; bei einem ernsthaften Interesse von Merkel, die immerhin schon seit 13,5 Jahren regiert, an der Infrastruktur h&auml;tte sie schon seit vielen Jahren viele Milliarden mehr investieren k&ouml;nnen. Die (prognostizierten) 0,5 Milliarden Euro pro Jahr (manche sprechen von 0,2 Milliarden) sind l&auml;cherlich.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Thomas Strobl &uuml;ber Pkw-Maut CDU-Vize kann sich Maut f&uuml;r alle vorstellen<\/strong><br>\nMit der Pkw-Maut f&uuml;r Ausl&auml;nder ist die CSU gescheitert. Kommt nun die Abgabe f&uuml;r alle Autofahrer? Ein f&uuml;hrender CDU-Politiker schlie&szlig;t das nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/pkw-maut-cdu-vize-thomas-strobl-schliesst-maut-fuer-alle-nicht-aus-a-1273332.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Stuttgart 21 kann 30-Minuten-Takt nicht einhalten<\/strong><br>\nNach SWR-Recherchen ben&ouml;tigt der Stuttgarter Bahnknoten zus&auml;tzliche Gleise am neuen Tiefbahnhof, um den von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geplanten Deutschlandtakt in Baden-W&uuml;rttemberg realisieren zu k&ouml;nnen.<br>\nDas Fahrplankonzept &ldquo;Deutschlandtakt&rdquo; der Deutschen Bahn (DB) sieht eigentlich vor, dass k&uuml;nftig im Fernverkehr zwischen den Gro&szlig;st&auml;dten alle 30 Minuten ein Zug f&auml;hrt und es nur noch kurze Umsteigezeiten gibt. Der Zielfahrplan Baden-W&uuml;rttemberg (Stand Mai 2019), der dem SWR vorliegt, zeigt jedoch, dass der neue Bahnknoten Stuttgart einen integrierten Taktverkehr nach Schweizer Vorbild im S&uuml;dwesten nicht zul&auml;sst.<br>\nSo kann man von der Landeshauptstadt aus Gro&szlig;st&auml;dte wie Darmstadt, Heidelberg, Mainz, N&uuml;rnberg und Z&uuml;rich nicht im Halbstundentakt anfahren. Daf&uuml;r ist der Stuttgarter Tiefbahnhof mit acht Gleisen zu klein und die Zahl der Zulaufstrecken zu gering. Auch die von Bundesverkehrsminister Scheuer angepeilte Verdoppelung der Fahrgastzahl ist so nach Fertigstellung des neuen Stuttgarter Bahnknotens samt Tiefbahnhof mit nur noch acht Gleisen nicht realisierbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/Stuttgart-21-nicht-fuer-Deutschlandtakt-geeignet,s21-nicht-fuer-deutschlandtakt-geeignet-100.html\">SWR<\/a>\n<p>dazu: <strong>Kosten f&uuml;r Stuttgart 21 steigen erneut<\/strong><br>\nDer Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG hat wegen vieler Bauprobleme die Risikoreserve von 495 Millionen Euro freigegeben. Bisher bezeichnete DB-Vize Pofalla dies als Spekulation. Nun wird das Tunnelprojekt noch teurer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stuttgart-21-kosten-fuer-stuttgart-21-steigen-erneut.8b5d92ea-1196-45f0-a263-9e00d3ea5e9b.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hartz IV auf Franz&ouml;sisch: So dr&auml;ngt Paris Arbeitslose zum Arbeiten<\/strong><br>\nFrankreich will seine Arbeitslosenversicherung reformieren: Besserverdiener bekommen weniger Leistungen und Kurzzeitvertr&auml;ge sollen besteuert werden. Es drohen bereits erste Proteste.<br>\nDie franz&ouml;sische Regierung will durch eine Reform der staatlichen Arbeitslosenversicherung die Arbeitslosigkeit bek&auml;mpfen. Am Dienstag legten Premierminister Edouard Philippe und Arbeitsministerin Muriel P&eacute;nicaud einen lange erwarteten Gesetzesvorschlag vor, der Arbeitslose st&auml;rker zum Arbeiten animieren soll und zudem die Unternehmen dazu bringen soll, weniger auf kurz laufende Arbeitsvertr&auml;ge zu setzen. Die Leistungen f&uuml;r Besserverdienende werden eingeschr&auml;nkt. Die Reform solle dazu f&uuml;hren, dass wieder mehr Menschen eine nachhaltige Besch&auml;ftigung finden, sagte der Premierminister vor Journalisten in Paris. Die Gewerkschaften bezeichneten die Reform dagegen als &bdquo;h&ouml;chst ungerecht&ldquo; und k&uuml;ndigten Proteste an.<br>\nDie Regierung sieht ihr Gesetz, das vom Herbst an umgesetzt werden soll, als letzten Baustein eines umfassenden Reformprogramms. Es fing mit der Lockerung des Arbeitsrechts an und setzte sich mit dem Ausbau und der Modernisierung der beruflichen Bildung fort. Jetzt soll zum einen das mit rund 35 Milliarden Euro verschuldete System der staatlichen Arbeitslosenversicherung entlastet werden, und zum anderen sollen die Anreize neu gestaltet werden. So werde es nicht mehr m&ouml;glich sein, dass ein Arbeitsloser mehr Bez&uuml;ge erh&auml;lt als wenn er arbeitet, k&uuml;ndigt die Regierung an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/frankreich-so-draengt-paris-arbeitslose-zum-arbeiten-16243043.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die &Uuml;berschrift gibt den Plan gut wieder: &ldquo;Hartz IV auf Franz&ouml;sisch&rdquo;. <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/410329\/umfrage\/arbeitslosenzahl-in-frankreich-nach-quartalen\/\">2,5 Millionen Arbeitslose<\/a> in wenige hunderttausend offene Stellen zu quetschen, wird in Frankreich genauso wenig funktionieren wie seit 15 Jahren in Deutschland. Aber das ist auch nicht das wirkliche Ziel: durch K&uuml;rzung von Arbeitslosengeldern und noch mehr Druck auf Arbeitslose zwingt man die Menschen, zu immer niedrigeren L&ouml;hnen und zu schlechteren Bedingungen zu arbeiten. Es geht um Lohnsenkungen zugunsten der Unternehmerseite und sonst nichts. Ein Hohn, nachdem die Gelbwesten monatelang f&uuml;r eine h&ouml;here Kaufkraft demonstriert haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bernie Sanders: Vorw&auml;rts zum Sozialismus?<\/strong><br>\nSchlie&szlig;lich verkn&uuml;pfte Sanders den Begriff der Freiheit mit den &ouml;konomischen Rechten, die der Demokratische Sozialismus realisieren solle. Solange die zunehmenden &ouml;konomischen Sachzw&auml;nge einem Gro&szlig;teil der amerikanischen Bev&ouml;lkerung immer st&auml;rker die Luft zum Leben abschn&uuml;rten, k&ouml;nne keine Rede von wahrer Freiheit sein. Sanders nannte in diesem Zusammenhang &uuml;berteuerte medizinische Behandlungen oder Medikamente, Wochenarbeitszeiten von &ldquo;60 bis 80 Stunden&rdquo;, die zusammenbrechende Altersversorgung, die grassierende Obdachlosigkeit und die absurd hohen Kosten der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen.\n<blockquote><p>W&auml;hrend die Bill of Rights uns vor der Tyrannei einer gewaltt&auml;tigen Regierung sch&uuml;tzt, w&uuml;rden viele im Establishment es gerne sehen, wenn Amerikaner sich der Tyrannei von Oligarchen, Konzernen, Milliard&auml;ren und der Wall-Street-Banken beugten. Es ist Zeit f&uuml;r die Menschen Amerikas aufzustehen und f&uuml;r ihr Recht auf Freiheit, W&uuml;rde und Sicherheit zu k&auml;mpfen. Dies ist der Kern meiner Politik.<br>\n&ndash; Bernie Sanders<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Rede traf in der ver&ouml;ffentlichten Meinung der Vereinigten Staaten, die gepr&auml;gt ist durch gro&szlig;e Medienkonzerne, auf ein &uuml;berwiegend negatives Echo. Die Nachrichtenagentur des Oligarchen Michael Bloomberg titelte, Sanders verkaufte in seiner Rede eine &ldquo;sozialistische Fantasie&rdquo;. Die New York Times bezeichnete, hier etwas subtiler agierend, die Ausf&uuml;hrungen des demokratischen Sozialisten als &ldquo;Ideologie&rdquo;. (&hellip;)<br>\nWas bei den ganzen Auseinandersetzungen um das W&ouml;rtchen &ldquo;Sozialismus&rdquo; g&auml;nzlich unber&uuml;cksichtigt bleibt, ist die schlichte Tatsache, dass Sanders eine im Kern sozialdemokratische Politik betreiben will, die auf die gerechtere Verteilung gesellschaftlichen Reichtums und einen binnenkapitalistischen Modernisierungsschub qua Investitionsprogramm abzielt (Green New Deal). H&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche, Sozialleistungen f&uuml;r Arme, Investitionen in die Infrastruktur &ndash; dies ist der politische Kern der im Gefolge der Krisensch&uuml;be der in den vergangenen Jahrzehnten untergegangenen Sozialdemokratie. Auch die SPD hat ja noch den Demokratischen Sozialismus in ihrem Parteiprogramm stehen, wie es etwa dem Juso-Vorsitzenden K&uuml;hnert j&uuml;ngst auffiel.<br>\nSanders pl&auml;diert somit f&uuml;r einen grundlegenden Politikwechsel, doch ist damit noch lange kein Systemwechsel intendiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bernie-Sanders-Vorwaerts-zum-Sozialismus-4447449.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>The Guatemalans who pay the price for the west&rsquo;s need for nickel<\/strong><br>\nA vast European-owned mine is operating near Mayan villages, sparking a battle for survival [&hellip;]<br>\nThe road to Guatemala&rsquo;s biggest nickel mine is barely visible through a cloud of red dust, churned up by the 25-tonne trucks that thunder past loaded with ore. From the choking haze a cyclist emerges, weaving between the lorries. On his back he carries a bundle of firewood. Goggles protect his eyes, a bandana covers his nose and mouth. Manuel Choc, a grandfather with greying hair, lives in the settlement of El Para&iacute;so, almost opposite the gates of the Fenix mine. Each bundle sells for 10 quetzals (&pound;1). It is a precarious living.<br>\n&ldquo;Many people have died on the road,&rdquo; says Choc. &ldquo;The trucks run them over and often they don&rsquo;t stop. Many people. Someone died just over there. The drivers, they do nothing. But God, he knows.&rdquo; In many ways, the perilous roads are the least of his problems. Exporting its mineral to Europe and beyond, where it is used in mills producing stainless steel, Fenix is the focus of claims about water and air pollution, and fears of political corruption.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2019\/jun\/19\/guatemalans-pay-price-west-need-nickel\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>S&uuml;dostasien: Widerstand gegen den M&uuml;ll aus anderen L&auml;ndern<\/strong><br>\nWestliche L&auml;nder verschicken riesige Mengen an M&uuml;ll in &auml;rmere L&auml;nder, insbesondere nach S&uuml;dostasien. Die Abf&auml;lle werden dort meist deponiert und verbrannt, nicht recycelt. Nun aber w&auml;chst dort in vielen L&auml;ndern das Umweltbewusstsein &ndash; und damit auch der Widerstand gegen das Aufnehmen fremden M&uuml;lls.<br>\nEs ist ein schockierendes Video, das im Internet kursiert, und es zeigt das Ausma&szlig; des Plastik-Wahnsinns. Der Brite Rich Horner filmt sich dabei selbst beim Tauchen vor Bali. Statt durch Korallen und Fischschw&auml;rme schwimmt er durch eine bunte Plastikwelt. Dichte Wolken von T&uuml;ten, Flaschen, K&uuml;chenger&auml;ten und Kunststofffetzen nehmen ihm die Sicht:<br>\n&bdquo;Das kommt alles aus Indonesien. Die Str&ouml;mung treibt es hierher. Sehen Sie diese Teppiche kilometerweit? Die kommen und gehen mit der Tide alle paar Stunden. Diese Massen von Plastikm&uuml;ll &ndash; das ist der Horror.&ldquo;<br>\nAuf der Touristeninsel Bali waren es zwei 15-j&auml;hrige Zwillingsschwestern, die anfingen, gegen den Plastikm&uuml;ll zu k&auml;mpfen. &bdquo;Wollen wir die Insel der G&ouml;tter bleiben oder M&uuml;lldeponie werden?&ldquo;, stellten sie die Balinesen vor die Wahl. Auch Touristen an den Str&auml;nden r&uuml;ttelten sie auf mit ihrer Aktion &bdquo;Bye, bye Plastikt&uuml;ten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/suedostasien-widerstand-gegen-den-muell-aus-anderen-laendern.769.de.html?dram:article_id=451895\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Auf eine zuk&uuml;nftig schlechte Zusammenarbeit!<\/strong><br>\nViel wurde nach dem Abgang von Andrea Nahles gesagt. Fast jede Schattierung ausgeleuchtet. Ob nun der Umstand, wie respektlos Politiker untereinander umgehen (und um wieviel respektloser Politiker mit Politikerinnen umgehen) oder das, was die ehemalige Vorsitzende echt oder blo&szlig; gef&uuml;hlt verbockt hat: Alles kam zur Sprache. Oder sagen wir mal: Fast alles.<br>\nDenn ihren letzten Auftritt, diese kurze Szene, wo sie aus dem Willy-Brandt-Haus kommt, ein bisschen verkniffen und gewohnt verunsichert, sich vor Mikrofone positioniert und sich auch bei den Journalisten verabschiedete, f&uuml;r die gute Zusammenarbeit dankte, fungierte nur als kurze Randnotiz.<br>\nDabei steckt in diesem letzten Statement die Crux unserer politischen Landschaft, die ganze Misere des politisch-journalistischen Komplexes &ndash; speziell in Berlin, in diesem Mikrokuschelkosmos, in dem Parteien und Medien, Medien und Parteien, nicht immer s&auml;uberlich getrennt voneinander arbeiten. Ich kann mich ja t&auml;uschen und viele junge Menschen wissen das vielleicht auch gar nicht mehr: Aber eine gute Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Welten ist gar nicht vorgesehen. Ja, auch gar nicht n&ouml;tig, um mit der Demokratie im Einklang zu sein. Ganz im Gegenteil eigentlich.<br>\nFr&uuml;her sprach man in diesem Zusammenhang von einer vierten, staatspolitisch zun&auml;chst nicht vorgesehenen, aber sich bew&auml;hrten Gewalt. Von der Regulative, die die klassische Gewaltenteilung durch Herstellung von Transparenz und &Ouml;ffentlichkeit ausleuchtet. Diese Aufgabe erf&uuml;llte man im Regelfall nicht durch ein gutes Klima, weil das die Zusammenarbeit untergraben und korrumpieren k&ouml;nnte. Gewahrte Distanz galt deswegen als ein Kriterium guter journalistischer Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1121220.andrea-nahles-auf-eine-zukuenftig-schlechte-zusammenarbeit.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<p>dazu: <strong>Abschiedsbrief des Tages: SPD<\/strong><br>\n&Uuml;ber Tote nur Gutes &ndash; aber die SPD zuckt ja noch. Also sollte man noch schnell die Gelegenheit wahrnehmen, an dieser Stelle die 156j&auml;hrige in der gebotenen Ernsthaftigkeit zu w&uuml;rdigen. Denn sie kann auf das von ihr Erreichte stolz sein. Das jedenfalls behaupten die noch lebenden ehemaligen Parteivorsitzenden. Und von denen gibt es einige &ndash; schlie&szlig;lich entspricht die Frequenz an F&uuml;hrungskrisen bei den Sozialdemokraten in etwa der Zahl der Trainerwechsel beim HSV. Allerdings haben die &Uuml;bungsleiter des ehemaligen Bundesliga-Dinos ihre Fans unseres Wissens nie mit einem &raquo;&ouml;ffentlichen Aufruf an die Mitglieder&laquo; behelligt. Die ehemaligen SPD-Chefs jetzt schon. Sie seien &raquo;in sehr gro&szlig;er Sorge um unsere Partei&laquo;, hei&szlig;t es darin in einem kurzen Anflug von Realismus.<br>\nDoch dann geht es mal wieder auf gewohnte Weise in der Sozialdemokraten eigenen Grammatik weiter: &raquo;Die SPD als Volkspartei hat in den vergangenen sieben Jahrzehnten entscheidend daran mitgewirkt, dass wir in der Bundesrepublik Deutschland Frieden und Freiheit, Sozialstaat und Sicherheit haben und in der Europ&auml;ischen Union fest verankert sind.&laquo; Unterzeichnet haben unter anderem Gerhard Schr&ouml;der und Rudolf Scharping, die politisch Verantwortlichen f&uuml;r den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien vor ziemlich genau 20 Jahren. In ihre &raquo;rot-gr&uuml;ne&laquo; Amtszeit f&auml;llt auch die Einf&uuml;hrung von &raquo;Hartz IV&laquo;, diesem Raubzug bei den &Auml;rmsten. Und wessen Namen stehen sonst noch unter diesem lustigen Schreiben? Entrei&szlig;en wir sie kurz dem verdienten Vergessen: Hans-Jochen Vogel, Bj&ouml;rn Engholm, Franz M&uuml;ntefering, Matthias Platzeck, Kurt Beck, Sigmar Gabriel, Martin Schulz. Es fehlen Andrea Nahles &ndash; die von ihrer Partei erst vor ein paar Tagen in den Orkus gekippt worden ist &ndash; und Oskar Lafontaine. Der hat inzwischen schon das Ringen um die zweite sozialdemokratische Partei dieses Landes aufgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/357067.abschiedsbrief-des-tages-spd.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Nun wird es also Lambrecht<\/strong><br>\nNormalerweise sind MinisterInnen&auml;mter hei&szlig; begehrt &ndash; und entsprechend umk&auml;mpft. Bei der Frage, wer neue Justizministerin wird und auf Katarina Barley folgt, die die SPD k&uuml;nftig in Europa vertritt, war es ein bisschen anders. Die Situation der Groko ist inzwischen so prek&auml;r, dass unter SozialdemokratInnen der Satz kursierte, die Neue m&uuml;sse sich darauf einstellen, in einem halben Jahr wieder arbeitslos zu sein. Klingt m&auml;&szlig;ig spannend.<br>\nNun wird es also Christine Lambrecht. Die SPD-Linke Lambrecht, im Moment Parlamentarische Staatssekret&auml;rin im Finanzministerium, ist keine, die sich nach vorne dr&auml;ngt. Ruhig, kundig und all&uuml;renfrei versieht sie ihren Dienst, was ihr von manchen den Vorwurf eintr&auml;gt, blass und unauff&auml;llig zu wirken. Lambrecht stammt aus Mannheim und wuchs in der N&auml;he des Atomkraftwerks Biblis auf. Ihre ersten politischen Schritte seien dadurch gepr&auml;gt worden, schreibt sie auf ihrer Homepage. &bdquo;Bei den Jusos fand ich schnell Gleichgesinnte, die mit mir zusammen f&uuml;r einen Ausstieg aus der Atomenergie k&auml;mpften.&ldquo; Etwas Gr&uuml;n steckt also in der &uuml;berzeugten Sozialdemokratin.<br>\nLambrecht ist Juristin, was als wichtige Voraussetzung gilt, um als Chefin in dem elit&auml;r tickenden Haus einen Fu&szlig; auf den Boden zu kriegen. Sie ist Rechtsanw&auml;ltin und machte zus&auml;tzlich einen Abschluss in Verwaltungswissenschaften. Nach mehreren Jahren in der Kommunalpolitik zog die Sozialdemokratin 1998 in den Bundestag ein. Dort sa&szlig; sie jahrelang im Rechtsausschuss und war rechtspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Im Dezember 2013 wurde sie zur Fraktionsgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin gew&auml;hlt &ndash; und bekam erstmals eine gr&ouml;&szlig;ere B&uuml;hne. Lambrecht machte den Job aber ganz anders als ihr Vorg&auml;nger Thomas Oppermann, der damals in den Fraktionsvorsitz aufr&uuml;ckte. Oppermann hatte seine regelm&auml;&szlig;igen &shy;Pressefr&uuml;hst&uuml;cke genutzt, um thesenstark Spins zu setzen. Lambrecht war n&uuml;chterner, oft &uuml;bervorsichtig und manchmal schlecht informiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Neue-Bundesjustizministerin\/!5601746\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Etliche Medien &ndash; auch die &ldquo;taz&rdquo; in diesem Artikel &ndash; bezeichnen die designierte Bundesministerin als &ldquo;SPD-Linke&rdquo;. Aber warum eigentlich? Frau Lambrecht hat in den letzten Jahren alle neoliberalen Ma&szlig;nahmen der SPD mitgetragen und dann z.B. von einem &ldquo;ganz wichtiger Schritt zur St&auml;rkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland&rdquo; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h07\">geredet<\/a>, obwohl dringend ben&ouml;tigte Mehrausgaben im sozialen Bereich lediglich sehr minimal beschlossen wurden.<br>\nAls Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin hat Frau Lambrecht au&szlig;erdem mitgeteilt, dass ein Mitgliedervotum &uuml;ber den Bundeswehreinsatz in Syrien nicht bindend, sondern lediglich ein <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29611#h06\">Stimmungsbild der Partei sei<\/a>. Bei der Abstimmung im Deutschen Bundestag hat sie f&uuml;r den Einsatz <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/parlament\/plenum\/abstimmung\/abstimmung?id=378\">votiert<\/a>.<br>\nKurz vor der letzten Bundestagswahl hat auch Frau Lambrecht einen Aufruf zugunsten des zumindest bisher  letzten SPD-Kanzlerkandidaten, Martin Schulz unterzeichnet, in dem Unwahrheiten ungehemmt sprie&szlig;en und die Verantwortung der SPD z.B. f&uuml;r soziale Ungleichheiten in Deutschland und innerhalb der EU quasi <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39593\">geleugnet werden<\/a>.<br>\nDas sind lediglich einige Beispiele. Es stellt sich die Frage, ob Medien wie die taz die Begriffe &ldquo;links&rdquo; mit &ldquo;link&rdquo; (im Sinne von heimt&uuml;ckisch oder hinterlistig) verwechseln?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ukraine: Ins Koma gepr&uuml;gelter Journalist gestorben<\/strong><br>\nDer Anfang Mai in der Ukraine von Unbekannten ins Koma gepr&uuml;gelte Enth&uuml;llungsjournalist Wadim Komarow ist gestorben. Dar&uuml;ber informierte am Donnerstag der Vorsitzende des ukrainischen Journalistenverbandes, Sergej Tomilenko, per Facebook. Das einzige Motiv f&uuml;r den Mordanschlag in der zentralukrainischen Stadt Tscherkassy sei die investigative T&auml;tigkeit des Reporters gewesen. Er hatte etwa Korruption aufgedeckt. Aufgekl&auml;rt ist der Fall nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.de\/story\/2000105159817\/ins-koma-gepruegelter-ukrainischer-enthuellungsjournalist-gestorben\">der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.W.:<\/strong> W&auml;re das in Russland passiert, w&auml;re es in Deutschland die Top-Nachricht. So aber muss man &ouml;sterreichische Quellen heranziehen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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