{"id":52719,"date":"2019-06-21T16:49:25","date_gmt":"2019-06-21T14:49:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719"},"modified":"2019-06-21T16:49:25","modified_gmt":"2019-06-21T14:49:25","slug":"hinweise-des-tages-ii-399","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719#h01\">PKW-Maut: Wer hier der &bdquo;Depp&ldquo; ist, wird sich noch zeigen &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719#h02\">Siemens spart Energiesparte an die B&ouml;rse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719#h03\">Die Musik spielte einfach weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719#h04\">Susanne Klatten und Stefan Quandt im Interview: &ldquo;Wer w&uuml;rde denn mit uns tauschen wollen?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719#h05\">Mangel an Bademeistern: Stell Dir vor, es ist hei&szlig; und das Freibad hat zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719#h06\">Duisburger Hafen: Boom dank milliardenschwerem Seidenstra&szlig;en-Projekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719#h07\">Reparationsforderungen an Deutschland: Was moralisch legitim ist, muss politisch nicht klug sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719#h08\">Die erb&auml;rmlichen Tiefpunkte der Fl&uuml;chtlingsabwehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719#h09\">Todesstaub durch Uran-Munition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719#h10\">Indien: T&ouml;dlicher Sand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719#h11\">Fotoprojekt zur Lithium-F&ouml;rderung in Argentinien: Wir stromern auf ihre Kosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719#h12\">Verr&auml;t Amazon aus Versehen den deutschen Marktplatz-Umsatz? Der E-Commerce-Riese dementiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719#h13\">Maas und die Halbwahrheiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52719#h14\">Die LINKE in Bremen will in die Regierung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>PKW-Maut: Wer hier der &bdquo;Depp&ldquo; ist, wird sich noch zeigen &hellip;<\/strong><br>\nDie Wegekosten f&uuml;r die Bundesfernstra&szlig;en belaufen sich pro Jahr auf knapp 16 Milliarden Euro. Derzeit sind davon mehr als 7 Milliarden durch die Einnahmen aus der LKW-Maut gedeckt. Nach dem Motto &bdquo;wer nutzt, der zahlt&ldquo; m&ouml;chte das Bundesverkehrsministerium auch die PKW-Halter f&uuml;r die Nutzung der Fernstra&szlig;en zahlen lassen. Die sollen das allerdings nicht merken. Daher wurde seit Jahren das Theater um die &bdquo;Ausl&auml;ndermaut&ldquo; aufgef&uuml;hrt. Dumm nur, dass die 500 Millionen Euro, die dadurch angeblich zu erzielen gewesen w&auml;ren, dank des EuGH-Urteils nun perdu sind. Sie w&auml;ren ohnehin nur ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein gewesen, gemessen an der tats&auml;chlichen Kostendeckungsl&uuml;cke. Was die Bundesregierung jedoch eisern verschweigt: Die f&uuml;r &bdquo;Zwecke des Stra&szlig;enwesens&ldquo; zu verwendende H&auml;lfte der Einnahmen aus der Mineral&ouml;lsteuer werden seit Jahren &ndash; gesetzeswidrig &ndash; f&uuml;r andere Zwecke verwendet. Und auch die Einnahmen aus der Kfz-Steuer flie&szlig;en in den gro&szlig;en Einnahmetopf des Bundes und kommen NICHT dem Ausbau bzw. Unterhalt des Stra&szlig;enwesens zu. Auf Bundesverkehrsminister Scheuer kommt ein weiteres dickes Problem zu: Wie kann er erkl&auml;ren, dass er &ndash; vor dem EuGH-Urteil bereits Vertr&auml;ge abschlie&szlig;en lie&szlig;, die nun zu Schadenersatzforderungen der Vertragspartner in mehrstelliger Millionenh&ouml;he f&uuml;hren k&ouml;nnen? [&hellip;]<br>\nLeider wird in der allgemeinen Aufregung &uuml;ber die Unerh&ouml;rtheit dieses Urteils &uuml;bersehen und von Medien totgeschwiegen, dass es hier nicht um gerechte Bezahlung von Stra&szlig;ennutzungsgeb&uuml;hren f&uuml;r Ausl&auml;nder UND Deutsche gleicherma&szlig;en geht. Was die Gesetzesv&auml;ter von der CSU &ndash; Seehofer, damals als noch bayerischer Ministerpr&auml;sident, Dobrindt &ndash; damals Bundesverkehrsminister und heute Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag und sein fr&uuml;herer Staatssekret&auml;r und Nachfolger im Amt des Bundesverkehrsministers &ndash; Andreas Scheuer &ndash; eigentlich erreichen wollen, ist die Einf&uuml;hrung einer STRASSENNUTZUNGSGEB&Uuml;HR F&Uuml;R ALLE &ndash; also auch f&uuml;r ALLE DEUTSCHEN Fahrzeuge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cives.de\/pkw-maut-wer-hier-der-depp-ist-wird-sich-noch-zeigen-8535\">Cives<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Siemens spart Energiesparte an die B&ouml;rse<\/strong><br>\nSiemens streicht in der Energiesparte Gas &amp; Power weitere 2700 Arbeitspl&auml;tze. Davon entfielen 1400 auf Deutschland, teilte der M&uuml;nchner Industriekonzern am Dienstag mit. Betroffen sind das Projektgesch&auml;ft und die Energie&uuml;bertragungs-Sparte, in der Siemens Hochspannungsnetze und Transformatoren herstellt. Im Kraftwerksbau hatte Siemens bereits gut 6000 Stellen gestrichen.<br>\nSiemens will damit angesichts einer schwindenden Zahl von Gro&szlig;projekten und sinkenden Margen 500 Millionen Euro einsparen, um die Sparte attraktiv f&uuml;r die B&ouml;rse zu machen. Siemens Gas &amp; Power soll aus dem Konzern ausgegliedert und bis September 2020 als eigene Aktie an der B&ouml;rse gelistet werden, indem die Siemens-Aktion&auml;re die Papiere ins Depot gebucht bekommen. Das hatten Vorstand und Aufsichtsrat im Mai beschlossen.<br>\n&ldquo;Die geplanten Ma&szlig;nahmen helfen uns dabei, mehr Wachstumschancen zu schaffen&rdquo;, sagte die f&uuml;r die Sparte Gas &amp; Power im Vorstand zust&auml;ndige Lisa Davis. &ldquo;Au&szlig;erdem k&ouml;nnen wir dadurch unsere Wettbewerbsf&auml;higkeit im Energiemarkt erh&ouml;hen und unser Gesch&auml;ft besser sichern.&rdquo;<br>\nBei Siemens fallen damit in den n&auml;chsten Jahren mehr als 13.000 Arbeitspl&auml;tze weg. Davon betroffen sind neben Gas &amp; Power die Konzernzentrale, von der viele T&auml;tigkeiten in die Sparten und Tochterfirmen verlagert werden, sowie die Digital- und die Infrastruktur-Sparte, die k&uuml;nftig den Kern von Siemens bilden sollen. Unter dem Strich sollen aber in einigen Jahren 10.000 Menschen mehr bei Siemens arbeiten als heute. Das gelte auch nach dem zus&auml;tzlichen Abbau bei Gas &amp; Power, sagte ein Sprecher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/industrie\/siemens-streicht-2700-jobs-in-sparte-gas-power-a-1273123.html\">manager magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;Siemens will damit &hellip;. die Sparte attraktiv f&uuml;r die B&ouml;rse &hellip;&rdquo; machen. Man darf davon ausgehen, dass hinter den ganzen Umbau- und Abbauaktivit&auml;ten des Herren Kaeser Finanzinvestoren &agrave; la BlackRock stehen. Deren Ziel war seit jeher das Filetieren des Siemenskonzerns und der B&ouml;rsengang der einzelnen Sparten. Joe Kaeser agiert hier offensichtlich ganz im Sinne der Finanzindustrie. Das alles geht, wie immer, zu Lasten der Menschen, die in den Unternehmen arbeiten und dort die eigentliche Wertsch&ouml;pfung erbringen. Da kommt dann auch die Klimawandeldiskussion recht, die solche Themen zu Marginalien erkl&auml;rt.<\/em><\/p>\n<p>siehe auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50355\">Bayer und Co. &ndash; wer besch&uuml;tzt die Konzerne vor ihren Investoren?<\/a><\/p>\n<p>und: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22077\">BlackRock und Co.: Das globalisierte Finanzkapital<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Musik spielte einfach weiter<\/strong><br>\nDie Party muss gut gewesen sein. Prince trat auf, im Publikum waren prominente G&auml;ste, Martin S. kannte viele Gesichter. Er sei &uuml;berrascht gewesen, gab er bei den Strafermittlern zu Protokoll, wie viele Menschen aus dem Aktiengesch&auml;ft dabei gewesen seien, Leute, die er aus seinem Alltag in der Londoner Finanzszene kannte. Im Fr&uuml;hjahr 2014 war das. Damals hatte der auf Aktiengesch&auml;fte zulasten diverser Staatskassen spezialisierte Sanjay Shah mal wieder Freunde und Gesch&auml;ftspartner um sich versammelt: zu einem exklusiven Prince-Konzert, mit dem er Geld einzusammeln wollte f&uuml;r seine Charity-Organisation &ldquo;Autism Rocks&rdquo;. Es war ein Stelldichein einiger der cleversten H&auml;ndler der Londoner City.<br>\nMartin S. war einer dieser H&auml;ndler, erst in Diensten der Hypo-Vereinsbank, sp&auml;ter als Teilhaber der Ballance-Gruppe, einem Konstrukt aus Fondsfirmen, die systematisch den deutschen Fiskus um Geld erleichtert haben sollen. In den vergangenen Jahren sa&szlig; S. aber nicht mehr am Handelstisch, sondern regelm&auml;&szlig;ig Ermittlern gegen&uuml;ber, die den gr&ouml;&szlig;ten deutschen Steuerskandal ausleuchten. In mehr als 30 Vernehmungen hat er ausgesagt, hat andere Verd&auml;chtige und beteiligte Banken massiv belastet; er hat den Ermittlern immer wieder aufgemalt, nach welchen Mustern die mutma&szlig;lichen Steuerbetr&uuml;ger vorgingen: Aktiengesch&auml;fte rund um den Dividendenstichtag, so komplex, dass selbst erfahrenste Finanzbeamte sie nicht mehr durchschauten. Darauf ausgelegt, sich viel mehr Kapitalertragsteuer erstatten zu lassen, als man zuvor gezahlt hatte. Rendite, allein mit Steuergutschriften.<br>\nWas S. im Fr&uuml;hjahr vor einem Jahr schilderte, soll die Ermittler besonders elektrisiert haben, denn er lieferte wichtige Hinweise auf einen lange gehegten Verdacht: Es war offenbar nicht zu Ende mit Cum-Ex, nachdem das Bundesfinanzministerium den Handelsmustern im Jahr 2012 einen Riegel vorgeschoben hatte. Die H&auml;ndler hatten nur ihre Pl&auml;ne ge&auml;ndert. Soweit er wisse, sagte S. bei einer Vernehmung am 7. M&auml;rz 2018, habe es danach weitere Handelsstrategien mit &auml;hnlichen Mustern wie Cum-Ex gegeben. In Gegenwart von vier Beamten zeichnete er drei Skizzen. Mit der ersten zeigte er schematisch, wie es bis einschlie&szlig;lich 2011 gelaufen sei. Mit zwei weiteren zeichnete er Handelsverl&auml;ufe von 2012 an nach, als Cum-Ex-Deals zu Lasten des Fiskus in Deutschland nicht mehr m&ouml;glich gewesen sein sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/cum-ex-steuern-1.4490827\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> F&uuml;r die herrschende Oligarchie ist es doch ganz wunderbar, dass solche Themen hinter der Klimadiskussion v&ouml;llig verschwinden. Es ist durchaus nicht zynisch so etwas zu behaupten. Die Dominanz der Klimadiskussion kann doch vielen Akteuren gerade aus der Finanzindustrie nur recht sein, k&ouml;nnen sie doch im Hintergrund ungest&ouml;rt ihren Gesch&auml;ften nachgehen. Die ungez&uuml;gelte Profitgenerierung ist jedoch das Charakteristikum des auch Kapitalismus genannten &ouml;konomischen Systems, die eben auch untrennbar mit dem ungez&uuml;gelten Verbrauch nat&uuml;rlicher Ressourcen einhergeht. Und es ist genau die Schieflage des Klimaprotestes, dass dieser die Hauptprofiteure des kapitalistischen Systems &uuml;berhaupt nicht im Blick hat, sondern den &ldquo;kleinen Leuten&rdquo; ihren alten Diesel vorh&auml;lt, den die aber brauchen, um zu ihren Arbeitsplatz zu kommen, da vielleicht durch Gentrifizierung aus st&auml;dtischen Vierteln verdr&auml;ngt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Susanne Klatten und Stefan Quandt im Interview: &ldquo;Wer w&uuml;rde denn mit uns tauschen wollen?&rdquo;<\/strong><br>\nSusanne Klatten und Stefan Quandt &uuml;ber Firmen und Familie, Selbstzweifel und ihre Sicht auf eine kritische &Ouml;ffentlichkeit &ndash; das erste gemeinsame Interview der Geschwister, die das gr&ouml;&szlig;te Industrieverm&ouml;gen der Republik mehren und managen.<br>\nWir treffen uns im &ldquo;Business Club&rdquo; der M&uuml;nchener BMW Welt, mit Blick auf die ausgestellten Boliden des Konzerns, dessen Hauptaktion&auml;re Susanne Klatten (57) und Stefan Quandt (53) sind. Alles ist bestens pr&auml;pariert im Boardroom, der Platz f&uuml;r 25 Leute bietet: Eine Kosmetikerin und eine Serviererin sind stand-by. F&uuml;r ihr erstes gemeinsames Interview nehmen sich die Geschwister zweieinhalb Stunden Zeit. Beim anschlie&szlig;enden Fotoshooting dirigiert die in solchen Dingen erfahrenere Schwester: &ldquo;Stefan, nimm die Hand etwas h&ouml;her.&rdquo;<br>\nmanager magazin: Frau Klatten, Herr Quandt, Sie werden in diesem Jahr in die Hall of Fame des manager magazins aufgenommen, eine Initiative gegen Mutlosigkeit und Mittelma&szlig;. Was verbinden Sie mit diesen Begriffen?<br>\nKlatten: Zun&auml;chst einmal: Das ist eine ehrenwerte Auszeichnung, und wir danken sehr f&uuml;r diese Anerkennung. Nun zu Ihrer Frage: Mit Mittelma&szlig; verbinde ich nicht unbedingt etwas Negatives. Zwischen oben und unten scheint mir viel Platz zu sein f&uuml;r ein Ma&szlig; der soliden Mitte. Als Gegenpol erscheint mir Exzellenz geeignet &ndash; die brauchen wir allerdings auch. Und mein Wirken als Unternehmerin und Aktion&auml;rin f&ouml;rdert Selbstbestimmung und Selbstverantwortung. Ich versuche, Menschen Mut zu machen.<br>\nQuandt: Mutlosigkeit symbolisiert Passivit&auml;t. Wer mutlos ist, nimmt das Heft des Handelns nicht in die Hand. Angesichts der vielf&auml;ltigen Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft muss man sich aus einem solchen Stadium unbedingt herausarbeiten.<br>\nPassivit&auml;t kann man Ihnen nicht gerade vorwerfen. Sie managen und mehren einen Industriebesitz von zusammen rund 30 Milliarden Euro, zu dem unterschiedlichste Unternehmungen geh&ouml;ren. Wie steuern Sie Ihre Beteiligungen?<br>\nKlatten: Ich kann da nur f&uuml;r mich sprechen, denn zun&auml;chst einmal managt jeder von uns selbst seine eigenen Industriebeteiligungen. Eine gemeinsame Kraft im Sinne des Unternehmenserfolgs entsteht nur, wenn jeder im Aufsichtsrat sich dabei an seine Rolle h&auml;lt und es keine Grenz&uuml;berschreitungen gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/premium\/susanne-klatten-stefan-quandt-erstes-gemeinsames-interview-a-00000000-0002-0001-0000-000164471680\">manager magazin<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was wollen uns Klatten und Quandt mitteilen mit der Frage &ldquo;Wer w&uuml;rde denn mit uns tauschen wollen?&rdquo; Die beiden sind unter den 10 reichsten Deutschen und haben zusammen ein Eigentum von mindestens 30 Milliarden Euro &ndash; ich sch&auml;tze mal, dass 99,99 Prozent der Deutschen, die arm, mittelreich oder nur &ldquo;einfache Million&auml;re&rdquo; sind, durchaus mit den beiden tauschen wollten. Aber unter der merkw&uuml;rdigen &Uuml;berschrift d&uuml;rfen die BMW-Erben dann ihre Vision von Familienfirmen und &ldquo;good governance&rdquo; pr&auml;sentieren &ndash; also den Marketing-Unsinn, der in Deutschland als &ldquo;soziale Marktwirtschaft&rdquo; gehypet wird. Ja, Klatten und Quandt managen ihr Eigentum sehr erfolgreich &ndash; aber die viel zu hohen Gewinne erwirtschaften die Mitarbeiter, die daf&uuml;r viel zu schlecht entlohnt werden, und die staatstragenden Parteien, die immer mal wieder mit ein paar hunderttausend Euro <a href=\"https:\/\/www.neopresse.com\/unkategorisiert\/cdu-kassiert-knapp-700-000-euro-parteispenden-von-bmw\/\">geschmiert werden<\/a>, sorgen zus&auml;tzlich f&uuml;r eine m&ouml;glichst niedrige Besteuerung. Umverteilung finden die BMW-Erben halt nur dann gut, wenn sie von unten nach oben l&auml;uft.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Welche gro&szlig;artige &ldquo;Managementleistung&rdquo; vollbringen denn die Geschwister Quandt\/Klatten? Jedes Jahr eine knappe Milliarde Euro an Dividende zu kassieren, die hunderttausend arbeitende Menschen erwirtschaftet haben? Das schlimmste an diesen Interview ist aber nicht einmal die l&auml;cherliche Rechtfertigung des eigenen Superreichtums f&uuml;r den Susanne Klatten und Stefan Quandt  nicht einen Finger krumm gemacht haben, bekanntlich ist das ganze aberwitzige Verm&ouml;gen geerbt, sondern dass es willf&auml;hrige Journalisten gibt, die diese ganze Scharade mit inszenieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mangel an Bademeistern: Stell Dir vor, es ist hei&szlig; und das Freibad hat zu<\/strong><br>\nDeutschlands oberster Bademeister schl&auml;gt Alarm: Zurzeit fehlen etwa 2500 Fachkr&auml;fte. In der Folge m&uuml;ssen B&auml;der vor&uuml;bergehend schlie&szlig;en oder die &Ouml;ffnungszeiten verk&uuml;rzen. Dass der Beruf ein schlechtes Ansehen genie&szlig;t, ist nur ein Grund f&uuml;r die Misere. Mehr als 30 Grad und keine Wolke am Himmel &ndash; was gibt es da besseres als einen Besuch im Freibad? Bald k&ouml;nnte das in manchen Orten schwierig werden, denn in den Schwimmb&auml;dern der Republik fehlen zunehmend ausgebildete Bademeister.<br>\nDas kann sich nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister in manchen Kommunen auf &Ouml;ffnungszeiten auswirken. Auch m&uuml;ssten manche B&auml;der wegen des Fachkr&auml;ftemangels den Betrieb vor&uuml;bergehend einstellen. &bdquo;Das ist ein bundesweites Problem&ldquo;, sagte der Pr&auml;sident des Bundesverbandes, Peter Harzheim im Gespr&auml;ch.<br>\nIhm zufolge fehlen aktuell mindestens 2500 ausgebildete Schwimmmeister in den deutschlandweit etwa 6000 B&auml;dern von Kommunen oder privaten Unternehmen. Harzheim sch&auml;tzt, dass alleine in Hessen etwa 400 Stellen unbesetzt sind.<br>\nEine der Ursachen sei &ndash; wie in anderen Branchen auch &ndash; zum einen die Bev&ouml;lkerungsentwicklung. &bdquo;Die geburtenstarken Jahrg&auml;nge gehen in Rente und die derzeitigen Auszubildenden k&ouml;nnen diese nicht auffangen&ldquo;, erkl&auml;rt Harzheim.  Allerdings habe sich auch die Mentalit&auml;t ge&auml;ndert. Viele junge Menschen seien im Sommer nicht mehr bereit als Bademeister, sieben Tage in der Woche zu arbeiten. Weder Bezahlung noch Arbeitszeiten gelten als attraktiv. Zwar habe sich mit dem Tarifvertrag f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst 2017 die Situation verbessert.<br>\nDavon profitierten Mitarbeiter aber nur, wenn sich die Betreiber der B&auml;der daran halten. Dies sei etwa bei privaten Betreibern nicht immer der Fall. Laut Harzheim verdient ein Bademeister bei kommunalen B&auml;dern nach der Ausbildung circa 2500 Euro brutto. Bei Privatbetreibern falle das Gehalt jedoch geringer aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/ungluecke\/schwimmmeister-verband-beklagt-mangel-an-bademeistern-16245023.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der demographische Wandel, die ge&auml;nderte Mentalit&auml;t&hellip; dies und das wird als Ursache f&uuml;r den &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; diskutiert, und tats&auml;chlich auch die &ldquo;[nicht] attraktive&rdquo; Bezahlung in Kombination mit einer Sieben-Tage-Woche. 2.500 Euro brutto\/ca. 1.700 Euro netto f&uuml;r einen Single sind wirklich wenig und der direkte Weg in die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/wirtschaft\/finanzen\/diese-berufe-sind-von-altersarmut-betroffen_aid-9517431\">Altersarmut<\/a>; eine Familie ist schon gar nicht finanzierbar. Dass f&uuml;r einen verantwortungsvollen Job (Bademeister m&uuml;ssen Leben retten k&ouml;nnen) in Schicht- und Wochenendarbeit von den Privatbetreibern sogar *noch weniger* gezahlt wird, verh&ouml;hnt doch die betroffenen Menschen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Duisburger Hafen: Boom dank milliardenschwerem Seidenstra&szlig;en-Projekt<\/strong><br>\nJahrelang stand Duisburg f&uuml;r den industriellen Niedergang des Ruhrgebiets. Doch seitdem eine 12.000 Kilometer lange Schienenverbindung Europas gr&ouml;&szlig;ten Binnenhafen mit China verbindet, boomt die Wirtschaft. W&auml;chst damit auch der politische Einfluss Chinas? [&hellip;]<br>\nDer Duisburger Hafen ist der gr&ouml;&szlig;te Binnenhafen Europas: Mehr als 20.000 Schiffe schlagen hier pro Jahr ihre Waren um. Fr&uuml;her waren das noch vor allem Kohle und Erz, mittlerweile sind es vorrangig Schrott, Stahlwaren &ndash; und Container mit G&uuml;tern aus aller Welt. [&hellip;]<br>\nDass zum Beispiel Griechenland oder Ungarn EU-Initiativen zur Kritik an Menschenrechtsverletzungen Chinas verhindert haben, l&auml;dt zumindest zu Spekulationen ein, ob mit den Wirtschaftsbeziehungen nicht doch auch eine politische Einflussnahme einher geht. Duisburgs Hafenchef Erich Staake reagiert mittlerweile leicht genervt, wenn er mit solchen Beispielen konfrontiert wird. Die Verbindung seines Hafens zu China sei damit nicht vergleichbar. Die Duisport AG geh&ouml;rt zu zwei Dritteln dem Land NRW und zu einem Drittel der Stadt Duisburg. Es gebe keine Abh&auml;ngigkeiten.<br>\n&bdquo;Meine bisherigen Erfahrungen sind, dass unser Knowhow sehr gefragt ist, wir auf Augenh&ouml;he auch mit aller Fairness operieren&ldquo;, sagt Erich Staake. Seit mehr als 20 Jahren ist er der Chef des Duisburger Hafens &ndash; er hat die Entwicklung des Standorts ma&szlig;geblich mit beeinflusst und auch die Verbindung zu China mit aufgebaut. &bdquo;Es ist immer sehr wichtig, dass man ein klares Konzept hat, eine eigene klare Vorstellung hat, was erwartet man.&ldquo; Er habe das bei Verhandlungen mit chinesischen Partnern immer gehabt. Europa aber scheine das zu fehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/duisburger-hafen-boom-dank-milliardenschwerem.1001.de.html?dram:article_id=451832\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Reparationsforderungen an Deutschland: Was moralisch legitim ist, muss politisch nicht klug sein<\/strong><br>\nDie griechische Regierung fordert von Deutschland Reparationen wegen der Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Der Politologe Herfried M&uuml;nkler lehnt das ab. Dennoch solle man einen Weg finden, den Nachfahren der Opfer von SS-Massakern Geld zukommen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/reparationsforderungen-an-deutschland-was-moralisch-legitim.1005.de.html?dram:article_id=451713\">Deutschlandfunk Kultur<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Der allsachverst&auml;ndige Herfried M&uuml;nkler befindet, dass Reparationsforderungen, wegen von Deutschen begangenen Kriegsverbrechen im 2. Weltkrieg, an Deutschland abgelehnt werden sollen. Die sind &ldquo;moralisch legitim&rdquo;, aber &ldquo;politisch nicht klug&rdquo;. Er argumentiert geflissentlich, dass dies die europ&auml;ische Friedensordnung aush&ouml;hlen w&uuml;rde. Herr M&uuml;nkler kann das so vertreten. Aber, Herr M&uuml;nkler fand anderenorts auch schon, dass den Deutschen das Heroische abhanden gekommen sei, und sie sich nicht mehr im Kriegsfall aufopfern wollten. Also vertritt Herr M&uuml;nkler die Meinung, dass Krieg f&uuml;hren zul&auml;ssig sein mu&szlig;, die Haftung f&uuml;r die Sch&auml;den Dritter dadurch, aber nicht beglichen werden m&uuml;ssen. Wer ist Herr M&uuml;nkler? Ein emeritierter Professor der Politologe, der sich gern und viel im Deutschlandfunk zu Wort meldet. Ob der DlF so eine Art &ldquo;wissenschaftlichen Beirat&rdquo; f&uuml;r ausgediente Universit&auml;tsdenker hat, ist dem Publikum nicht gel&auml;ufig. Aber, der DLF wird sich etwas davon versprechen einem so zweifelhaften Gelehrten wie Herrn M&uuml;nkler die M&ouml;glichkeit zu er&ouml;ffnen, an der &ldquo;Meinungsbildung&rdquo; mitzuwirken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die erb&auml;rmlichen Tiefpunkte der Fl&uuml;chtlingsabwehr<\/strong><br>\nScharfe Kritik an der deutsch-europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingsabwehr haben zum gestrigen Weltfl&uuml;chtlingstag der Europarat sowie mehrere gro&szlig;e internationale Menschenrechtsorganisationen ge&uuml;bt. Es k&ouml;nne nicht angehen, dass Privatpersonen, die Seenotrettung auf dem Mittelmeer betrieben, konstant mit &ldquo;administrativen und juristischen Verfahren schikaniert&rdquo; w&uuml;rden, erkl&auml;rt die Menschenrechtsbeauftragte des Europarats. Die NGO &Auml;rzte ohne Grenzen beklagt &ldquo;erb&auml;rmliche neue Tiefpunkte&rdquo; in der Fl&uuml;chtlingsabwehr der EU: Die Union sei in eine Art &ldquo;Unterbietungswettbewerb&rdquo; hinsichtlich humanit&auml;rer Standards eingetreten. Von einem &ldquo;inakzeptablen Skandal&rdquo; spricht Amnesty International. Dem Protest schlie&szlig;en sich inzwischen auch Teile der gro&szlig;en christlichen Kirchen an. Hat Papst Franziskus schon vor Jahren Stellung gegen die Abwehrpraktiken der EU bezogen, so erkl&auml;rt nun auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland in einem neuen Appell: &ldquo;Die Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung muss ein Ende haben. Jetzt!&rdquo; Hinzu kommen mehrere Strafanzeigen vor internationalen Gerichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7973\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu: <strong>Bundesregierung schafft mit R&uuml;stungsexporten immer neue Fluchtursachen<\/strong><br>\nMilliardengesch&auml;fte der R&uuml;stungsindustrie und mittlerweile mehr als 70 Millionen Fl&uuml;chtlinge weltweit sind zwei Seiten derselben Medaille: Es ist ein Armutszeugnis f&uuml;r die Bundesregierung, dass von den deutschen Waffenexporten mit einem Gesamtvolumen von 4,82 Milliarden Euro mehr als die H&auml;lfte an Drittl&auml;nder geht, darunter Krisenl&auml;nder und autorit&auml;re Regime wie Saudi-Arabien, &Auml;gypten und die Vereinigten Arabischen Emirate&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der Verabschiedung des R&uuml;stungsexportberichts 2018 im Kabinett. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Die deutschen Waffenlieferungen in Spannungs- und Krisengebiete sind sicherheitspolitisch kurzsichtig und schaffen immer neue Fluchtursachen. Mit ihren R&uuml;stungsexporten nach Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und die anderen L&auml;nder der Jemen-Kriegskoalition ist die Bundesregierung mit verantwortlich f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;te humanit&auml;re Katastrophe unserer Zeit. Das letzte schlie&szlig;lich, was Entwicklungsl&auml;nder brauchen, sind noch mehr Waffen, wof&uuml;r Exportgenehmigungen im Wert von 365,7 Millionen Euro erteilt wurden.<br>\nEs ist eine Farce, dass die Bundesregierung auf Post-Shipment-Kontrollen ausgerechnet bei den L&auml;ndern der von Saudi-Arabien angef&uuml;hrten Jemen-Kriegsallianz verzichtet und weltweit im vergangenen Jahr nur eine Vor-Ort-Pr&uuml;fung durchgef&uuml;hrt hat. Notwendig ist ein gesetzliches Verbot von R&uuml;stungsexporten, angefangen bei den sogenannten Drittstaaten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-schafft-mit-ruestungsexporten-immer-neue-fluchtursachen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Todesstaub durch Uran-Munition<\/strong><br>\nGreta Thunbergs &ldquo;Fridays for Future&rdquo; und der YouTuber Rezo sch&auml;rften in den vergangenen Wochen das Interesse f&uuml;r den menschengemachten Klimawandel. Kaum beachtet dagegen werden die erheblichen toxischen und damit umweltsch&auml;digenden Folgen der Kriege in den letzten 30 Jahren. Insbesondere die Verwendung von Uran-Munition wird kaum noch thematisiert.<br>\nFindige R&uuml;stungsingenieure hatten f&uuml;r einen Teil des Problems eine L&ouml;sung parat: Sie entdeckten, dass dieses Metall als Abfallprodukt sehr billig zu haben ist und f&uuml;r milit&auml;rische Zwecke zwei ausgezeichnete Eigenschaften besitzt:<br>\nErstens: Formt man dieses Metall zu einem spitzen Stab und beschleunigt ihn entsprechend, dann durchdringt er aufgrund seines enormen Gewichtes &ndash; mit fast der doppelten Masse von Blei &ndash; Stahl und Stahlbeton, wie ein hei&szlig;es Messer ein St&uuml;ck Butter.<br>\nZweitens: Dabei entsteht an diesem abgereichertem Uranmetallstab ein Abrieb, der sich bei der enormen Reibungshitze von Temperaturen zwischen 3.000 bis 5.000 Grad Celsius selbst entz&uuml;ndet.<br>\nDas hei&szlig;t, wenn sich ein solches Geschoss in Sekundenbruchteilen durch einen Panzer schwei&szlig;t, entz&uuml;ndet sich das abgereicherte Uran explosionsartig und die Soldaten in dem Panzer vergl&uuml;hen.<br>\nDenn es ist doch so, dass Uranmunition f&uuml;r die Atomwirtschaft eine billige Entsorgungsm&ouml;glichkeit bietet und f&uuml;r die R&uuml;stungsunternehmen ein preiswerter Rohstoff ist (zumindest preiswerter als das technisch vergleichbare Wolfram) und dass Depleted Uranium (DU) f&uuml;r das Milit&auml;r in seiner oben genannten doppelten Zerst&ouml;rungskraft extrem effizient ist.<br>\nFilm, Information &amp; Diskussion am 24.06.2019 um 19 Uhr im Zeiss-Gro&szlig;planetarium Berlin: &ldquo;Die Bombardierung Ex-Jugoslawiens mit Uranmunition &ndash; 20 Jahre danach&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hpd.de\/artikel\/todesstaub-durch-uran-munition-16926\">Humanistischer Pressedienst<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Indien: T&ouml;dlicher Sand<\/strong><br>\nVier Journalisten sind in den vergangenen Jahren in Indien get&ouml;tet worden. Sie recherchierten alle zum selben Thema: Sand. Wir erz&auml;hlen ihre Geschichten weiter.<br>\nKurz bevor Jagendra Singh starb, lie&szlig; er ein Video von sich aufnehmen. Seine Augen konnte er kaum noch &ouml;ffnen, sein K&ouml;rper war zu 50 Prozent verbrannt. &ldquo;Die Arschl&ouml;cher haben Benzin &uuml;ber mich gegossen&rdquo;, sagte er. Sein Gesicht verzog er vor Schmerz. Die Angreifer seien &uuml;ber eine Mauer geklettert und in sein Haus eingedrungen. Unter ihnen seien auch Polizisten gewesen. &ldquo;Sie h&auml;tten mich verhaften k&ouml;nnen&rdquo;, &auml;chzte Singh, &ldquo;warum mussten sie mich umbringen?&rdquo;<br>\nAm 8. Juni 2015 starb Jagendra Singh im Krankenhaus von Shahjahanpur, einer Stadt im Norden von Indien. Er wurde 46 Jahre alt. Das Video war sein letzter Schlag gegen Korruption und Umweltzerst&ouml;rung. Singh war Journalist und recherchierte zu Umweltthemen, vor allem zum illegalen Abbau von Sand in den Fl&uuml;ssen des Bundesstaats Uttar Pradesh. Genau wie Sandeep Kothari, erw&uuml;rgt und verbrannt am 19. Juni 2015, wie Karun Misra, erschossen am 13. Februar 2016, und wie Sandeep Sharma, mutma&szlig;lich absichtlich &uuml;berfahren von einem Lastwagen am 26. M&auml;rz 2018. Der illegale Abbau von Sand ist ein lukratives Gesch&auml;ft in Indien, einem wachsenden Land, das als gr&ouml;&szlig;te Demokratie der Welt gilt, und in dem doch regelm&auml;&szlig;ig Journalisten verschwinden, angegriffen werden oder get&ouml;tet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-06\/indien-sandminen-journalisten-green-blood-project\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fotoprojekt zur Lithium-F&ouml;rderung in Argentinien: Wir stromern auf ihre Kosten<\/strong><br>\nBisher haben die Menschen im Nordwesten Argentiniens von Viehzucht, Tourismus und Salzherstellung gelebt. Nun soll dort Lithium gef&ouml;rdert werden, es brandet Protest auf. Fotograf Felix Dorn hat den Zwist dokumentiert. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r eine Promotionsarbeit in Geografie untersucht Dorn, wie sich das Leben der Menschen ver&auml;ndert, seit dem klar ist, dass sich unter den Salinas Grandes noch ein weiterer, bisher angehobener Schatz findet: Lithium. Das Leichtmetall ist Bestandteil einer Salzl&ouml;sung, die sich unterhalb der Seeoberfl&auml;che f&ouml;rdern l&auml;sst. L&auml;sst man die Fl&uuml;ssigkeit verdunsten, kann so &uuml;ber l&auml;ngere Zeit das Lithium gewonnen werden.<br>\nDer Rohstoff ist einer der entscheidenden Faktoren f&uuml;r die Zukunft der weltweiten E-Mobilit&auml;t. Schlie&szlig;lich stecken etwa zehn bis 20 Kilogramm davon in jeder Batterie eines Elektroautos. Gef&ouml;rdert wird Lithium bisher unter anderem in Australien und Chile. In den vergangenen Jahren hat sich aber auch Argentinien um eine Ausweitung der Produktion bem&uuml;ht. Die Regierung verspricht sich davon Steuereinnahmen und Jobs. So wird am Salar del Hombre Muerto und am Salar de Olaroz-Cauchari bereits Lithium gewonnen.<br>\nAuch an den Salinas Grandes soll die Produktion anlaufen, so m&ouml;chte es zum Beispiel die Regierung der wirtschaftlich bisher eher schwachen Provinz Jujuy. Exportiert werden k&ouml;nnte der Rohstoff &uuml;ber den chilenischen Hafen Antofagasta in die Batteriefabriken Asiens. Doch die indigenen Gemeinschaften rund um den Salzsee wollen das verhindern. Eines ihrer Argumente ist das knappe Wasser. Je nachdem, mit welchen Zahlen man operiert, steht bei der Lithiumproduktion ein Wasserverbrauch von bis zu zwei Millionen Litern pro gewonnene Tonne des Rohstoffs zu Buche.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/lithium-foerderung-in-argentinien-streit-um-die-salinas-grandes-a-1272954.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verr&auml;t Amazon aus Versehen den deutschen Marktplatz-Umsatz? Der E-Commerce-Riese dementiert<\/strong><br>\nAmazon macht mittlerweile mehr Umsatz mit Dritt-Anbietern auf seinem Marktplatz als mit selbst vertriebenen Produkten. Das hat Gr&uuml;nder und CEO Jeff Bezos j&uuml;ngst in einem Brief an die Aktion&auml;re verraten. In einer Mail an deutsche Marktplatz-H&auml;ndler k&ouml;nnte der E-Commerce-Riese jetzt wohl unabsichtlich eine weitere Zahl geliefert haben, mit der man den deutschen Marktplatz-Umsatz ausrechnen k&ouml;nnte. Amazon dementiert allerdings.<br>\nDie Rechnung geht so: Jeff Bezos hat in seinem Aktion&auml;rsbrief &ouml;ffentlich erkl&auml;rt, dass Amazon 2018 ein E-Commcerce-Handelsvolumen von 277 Milliarden Dollar gemacht hat, also eigener Umsatz plus Marktplatz. Von den 277 Mrd. entfielen 160 Mrd. Dollar auf den Marktplatz weltweit. Davon wiederum stammen die H&auml;lfte aus den USA. Ergo: Amazon setzte mit dem Marktplatz in den USA 2018 rund 80 Mrd. Dollar um.<br>\nIn einer Mail an deutsche Marktplatz-H&auml;ndler wirbt Amazon nun daf&uuml;r, dass diese auch auf dem Marketplace von amazon.com pr&auml;sent sein sollen. Ein Argument in der Mail: &ldquo;Auf amazon.com wird 7-mal so viel Umsatz generiert wie auf amazon.de, mit nur halb so vielen H&auml;ndlern.&rdquo; Also: Der Marktplatz-Umsatz in den USA ist siebenmal gr&ouml;&szlig;er als der in Deutchland. 80 geteilt durch sieben ergibt 11,42 Mrd. Dollar, was rund 10,2 Mrd. Euro entspricht. Voil&agrave;, so h&auml;tte man den deutschen Marktplatz-Umsatz von Amazon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2019\/06\/19\/amazon-verraet-aus-versehen-den-deutschen-marktplatz-umsatz-es-sind-gigantische-102-mrd-euro\/\">Meedia<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Maas und die Halbwahrheiten<\/strong><br>\nEr ist eigentlich ein Prachtkerl, ein wahrer au&szlig;enpolitischer Tausendsassa. Wie er schon unmittelbar nach seinem Amtsantritt die Russen abgeb&uuml;rstet hat, das war schon erste Sahne. (s. Ossietzky 8\/2018) Die B&uuml;rger der russischen F&ouml;deration werden ihn schwerlich einen &#1052;&#1086;&#1083;&#1086;&#1076;&#1077;&#1094; nennen, aber deren Auffassung ist eh nicht so wichtig. Viel bedeutender ist das Echo, das unser Heiko in Washington findet.<br>\nWas er f&uuml;r ein toller Bursche ist &ndash; kann man das &uuml;ber einen Au&szlig;enminister eigentlich sagen? &ndash;, das hat er w&auml;hrend seiner Lateinamerika-Reise Anfang Mai &uuml;berzeugend demonstriert. Rein zuf&auml;llig, so das Ausw&auml;rtige Amt, fand die Reise zu einem Zeitpunkt statt, an dem der von Washington gesteuerte Staatsstreichversuch in Venezuela noch in vollem Gange war. In Brasilien, wo Maas &uuml;brigens der erste EU-Au&szlig;enminister war, der dem ultrarechten Pr&auml;sidenten Jair Bolsonaro seine Aufwartung machte, sowie in Kolumbien und Mexiko stellte er sich erneut nachdr&uuml;cklich an die Seite des putschenden venezolanischen &raquo;Interimspr&auml;sidenten&laquo; Juan Guaid&oacute;. Auch in dieser Frage beweist er, dass er, obwohl auf au&szlig;enpolitischem Gebiet noch immer ein Berufseinsteiger, ein profunder Kenner des V&ouml;lkerrechts ist. Hinsichtlich Venezuela und Guaid&oacute; l&auml;sst er sich von niemandem belehren. Selbst wenn Experten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages ihm hilfreich zur Seite springen wollen, dann schert ihn das nicht. Bekanntlich hatte der Dienst die Anerkennung des Oppositionspolitikers durch die Bundesregierung in Frage gestellt. In einer zehnseitigen Ausarbeitung waren die Rechtswissenschaftler zu dem Schluss gekommen, es gebe &raquo;starke Gr&uuml;nde&laquo; f&uuml;r die Annahme, dass es sich bei der Anerkennung Guaid&oacute;s um eine &raquo;Einmischung in innere Angelegenheiten&laquo; handelt. Die Frage, ob die Anerkennung Guaid&oacute;s als unzul&auml;ssige Intervention zu bewerten ist, bezeichneten sie als &raquo;durchaus berechtigt&laquo;. Zu Recht meinte Maas, was interessiert mich das theoretische Geschw&auml;tz der Bundestagsjuristen, ich muss praktische Au&szlig;enpolitik betreiben und auch morgen noch meinen US-amerikanischen Kollegen und Freunden in die Augen sehen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/11-2019&amp;textfile=4793\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die LINKE in Bremen will in die Regierung<\/strong><br>\nMit 49 gegen 13 Stimmen, bei 1 Enthaltung, wurde vom Landesparteitag die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit SPD und GR&Uuml;NEN beschlossen. Zur Anstachelung dieser Besoffenheit in einem selbst eingeredeten &bdquo;Politikwechsel&ldquo; gen&uuml;gte fast ausschlie&szlig;lich der Schlachtruf, man m&uuml;sse eine &bdquo;CDU-Regierung&ldquo; verhindern. Dabei w&uuml;rde die auch nicht wesentlich schlimmer sein als die abgew&auml;hlte SPD-GR&Uuml;NEN-Regierung, die in der Bremer Bev&ouml;lkerung keine gro&szlig;en Sympathien mehr genoss. DIE LINKE bietet sich nun als Steigb&uuml;gelhalterin f&uuml;r die Weiterf&uuml;hrung von Rot-Gr&uuml;n an &ndash; Richtungswechsel sieht anders aus. Faktencheck ist nicht mehr gefragt. DIE LINKE hat einen motivierenden und die Mitgliedschaft aktivierenden Wahlkampf gef&uuml;hrt. Sie hat zahlreiche Neueintritte verbuchen k&ouml;nnen. Sollte es der Linkspartei nicht gelingen, innerhalb der Regierungsbeteiligung f&uuml;r sofortige sp&uuml;rbare Fortschritte zu sorgen, steht die Glaubw&uuml;rdigkeit und letztlich die Brauchbarkeit der Partei in Frage. Zudem ist das Spielchen, wie der Mitgliedschaft Koalitionsverhandlungen schmackhaft gemacht werden, immer dieselbe So&szlig;e: Erst schreit die Partei- und Fraktionsspitze, verhandeln werden wir f&uuml;r euch doch wohl noch d&uuml;rfen. Danach liegt der Koalitionsvertrag auf dem Tisch und die Mitgliedschaft wird mittels Hinweis &bdquo;Jetzt haben wir doch so sch&ouml;n verhandelt, nun k&ouml;nnt ihr uns doch nicht mehr zur&uuml;ckpfeifen &ndash; wie s&auml;he das denn aus?&ldquo; zum Ja-Sagen beschworen. Hacken zusammenschlagen &ndash; die Partei will es so.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/die-linke-in-bremen-will-in-die-regierung\/\">Freiheitsliebe<\/a>\n<p>dazu: <strong>&raquo;Prekarisierte Schichten betreten die politische B&uuml;hne&laquo;<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit Ekkehard Lieberam.&Uuml;ber das Wahldebakel der Linkspartei und dessen Ursachen, die Integrationskraft des Parlamentarismus und die Anpassung an den Politikbetrieb.<br>\nWas ist in der Partei seit den Bundestagswahlen 2017 passiert?<br>\nSchon beim damaligen Ergebnis war trotz des leichten Zugewinns im Vergleich mit 2013 klar, dass die Partei ihren k&auml;mpferischen Elan verloren hatte und zunehmend als eine Partei wie alle anderen betrachtet wurde. In ihr hat sich erneut wie schon in der PDS eine Schicht von Funktion&auml;ren, Mandatstr&auml;gern und Angestellten herausgebildet, die von der Partei leben. Das ist der Hintergrund daf&uuml;r, dass die Partei zu den Regierenden Br&uuml;cken schlagen will und sich nach und nach Eckpunkten der deutschen Staatsr&auml;son unterwirft, zum Beispiel in der Au&szlig;enpolitik und dort vor allem gegen&uuml;ber Russland, mit der Politik der Sozialpartnerschaft, der Akzeptanz der Schuldenbremse, der Leugnung des Klassencharakters staatlicher Institutionen, bei der Diffamierung der DDR und der &Uuml;bernahme des Konstrukts, die freiheitlich-demokratische Grundordnung werde von rechts und links bedroht usw.<br>\nVergessen wurde die sozialistische Erkenntnis, dass Wahlen einen Doppelcharakter haben: Sie sind zugleich Instrumente von Befreiung und Werkzeuge von Prellerei. Der Wahlkampf wurde nicht genutzt, um &uuml;ber die Zust&auml;nde aufzukl&auml;ren. Hinzu kommen Frustrationen: Fortw&auml;hrend wird vor Wahlen angek&uuml;ndigt, wenn Die Linke als Regierungspartei mitgestalten k&ouml;nne, stehe ein politischer Richtungswechsel bevor. Der kam nie.<br>\nDie Wirkung war die gleiche wie 2002: Ihren Status als erste Adresse des Protests gegen Prekarisierung, soziale Ungleichheit, Kriegspolitik und Umweltzerst&ouml;rung hat die Linkspartei verloren. Sie wird in wachsendem Ma&szlig; mit &raquo;denen da oben&laquo; gleichgesetzt. Hinzu kam zuletzt ein Glaubenskrieg ohne reale Grundlage gegen Sahra Wagenknecht. Eine Partei, die ihre f&auml;higste Politikerin mit Gesp&uuml;r f&uuml;r klare Oppositionspolitik und f&uuml;r die Mobilisierung von Gegenwehr gegen Neoliberalismus und Kriegspolitik demontiert, wird nicht auf der H&ouml;he der Aufgaben gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/356934.die-linke-prekarisierte-schichten-betreten-die-politische-b%C3%BChne.html\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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