{"id":5282,"date":"2010-04-22T08:53:17","date_gmt":"2010-04-22T06:53:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5282"},"modified":"2010-04-22T08:53:17","modified_gmt":"2010-04-22T06:53:17","slug":"hinweise-des-tages-1125","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5282","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Banken reichen Krise weiter, Kreditmarkt, Doktor Merkels gesammeltes Schweigen, Goldman Sachs: Zur&uuml;ck in alter St&auml;rke, Akten aus dem Finanzamt Frankfurt, Unter falsche Flagge, Linke Pl&auml;ne zur Arbeitsmarktreform, SPD-Antrag zur Kurzarbeit abgelehnt, Frauen kommen auf den Chefetagen nicht voran, GSW Berlin, Sozialmieter m&uuml;ssen draufzahlen oder ausziehen, Afghanistan-Krieg, L&ouml;schungen von ARD-Internet-Dokumente, Pharmaindustrie: Umsatz for Sicherheit, Stipendien und BAf&ouml;G, Power-Point und Bologna, Supermacht China, Galbraith: Der gepl&uuml;nderte Staat, Stiglitz: &bdquo;Man sollte Megabanken zerschlagen&ldquo;, Pispers: Apokalypse. (RS)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Weltwirtschaft &ndash; IWF: Banken reichen Krise weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Bericht des BMF zur aktuellen Situation auf dem Kreditmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Doktor Merkels gesammeltes Schweigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Goldman Sachs: Zur&uuml;ck in alter St&auml;rke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Finanzamtsakten beschlagnahmt: Putzfrau unter Verdacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Unter falscher Flagge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Linke legt Pl&auml;ne f&uuml;r umfassende Arbeitsmarktreform vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">SPD-Antrag zur Kurzarbeit abgelehnt &ndash; Lob f&uuml;r das Instrument von allen Seiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Frauen kommen auf den Chefetagen nicht voran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">GSW, ol&eacute;!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Wohnungen Sozialmieter m&uuml;ssen draufzahlen &ndash; oder ausziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Afghanistan-Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Folge des 12. Rundfunk&auml;nderungsstaatsvertrags: ARD-Onlineangebote l&ouml;schen Zehntausende Dokumente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Pharmaindustrie: &rdquo;Umsatz geht vor Sicherheit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Bildung: Stipendien und Baf&ouml;G<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">&bdquo;Power Point&ldquo; und &bdquo;Bologna&ldquo; &ndash; Was wird aus dem traditionellen Bildungsbegriff?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Supermacht China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">James K. Galbraith &ndash; Der gepl&uuml;nderte Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Nobelpreistr&auml;ger Stiglitz: &ldquo;Man sollte Megabanken zerschlagen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Zu guter Letzt: Volker Pispers: Apokalypse<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5282&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Weltwirtschaft &ndash; IWF: Banken reichen Krise weiter<\/strong><br>\nDer IWF warnt vor Staatsverschuldung in hochentwickelten Volkswirtschaften. Die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung hat sich verschoben vom privaten zum &ouml;ffentlichen Sektor in entwickelten Volkswirtschaften, stellt der IWF fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2564889_Weltwirtschaft-Banken-reichen-Krise-weiter.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bericht des BMF zur aktuellen Situation auf dem Kreditmarkt<\/strong><br>\nZusammenfassend kann festgestellt werden, dass die aktuelle Situation auf dem deutschen Kreditmarkt insgesamt zufrieden stellend ist. Eine Beurteilung der weiteren Entwicklung ist mit erheblichen Unsicherheiten belastet, da sie auch vom &ndash; im Augenblick schwer einzusch&auml;tzenden &ndash; bankenseitigen Angebotsverhalten abh&auml;ngig ist und daher weiterhin der aufmerksamen Beobachtung bedarf.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100422_Kreditmarkt_Kreditklemme.pdf\">BMF [PDF &ndash; 590 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Doktor Merkels gesammeltes Schweigen<\/strong><br>\nIst das nicht unheimlich? Zwei der wichtigsten politischen F&uuml;hrer der Welt machten in den letzten zwei Wochen endlich Vorschl&auml;ge f&uuml;r durchgreifende und zielf&uuml;hrende Ma&szlig;nahmen zur &Uuml;berwindung des Kasinokapitalismus und f&uuml;r eine monet&auml;re Neuordnung der Welt &ndash; und Deutschland schweigt. In Europa wird die gesamte europ&auml;ische Einigung, unter anderem das Lebenswerk f&uuml;hrender deutscher Politiker einschlie&szlig;lich Helmut Kohls auf&rsquo;s Spiel gesetzt, weil man Griechenland dem Urteil der Finanzm&auml;rkte &uuml;berl&auml;sst, und die politische F&uuml;hrung in Deutschland schafft es nicht, einen konstruktiven Vorschlag zu machen, sondern schlie&szlig;t sichbestenfalls den Stammtischen in seinem dumpfen Urteil &uuml;ber die Unsolidit&auml;t der S&uuml;deurop&auml;er an. Schliesslich geht Deutschland in eine entscheidende Lohnrunde, weil dort sowohl das Schicksal der deutschen Konjunktur als auch der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion entschieden wird &ndash; und Berlin schweigt auch dazu beharrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/pdf\/2010\/april%202010\/Das%20Schweigen.pdf\">Heiner Flassbeck [PDF &ndash; 45 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Goldman Sachs : Zur&uuml;ck in alter St&auml;rke<\/strong><br>\nLloyd Blankfein schl&auml;gt zur&uuml;ck. Der Vorstandschef von Goldman Sachs hat am Dienstag ein Traumergebnis verk&uuml;ndet. Die unter Betrugsverdacht stehende US-Investmentbank bestimmt damit nach Tagen der medialen Dauerkritik wieder selbst die Schlagzeilen: In nur drei Monaten haben die Banker 3,3 Milliarden Dollar Gewinn erwirtschaftet &ndash; fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Vor allem der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, Rohstoffen und W&auml;hrungen florierte. Die Sparte steuerte mehr als die H&auml;lfte zum Gesamtertrag von 12,8 Milliarden Dollar bei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2564888_Goldman-Sachs-Zurueck-in-alter-Staerke.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Finanzamtsakten beschlagnahmt: Putzfrau unter Verdacht<\/strong><br>\nDie Kette von Unregelm&auml;&szlig;igkeiten in der hessischen Finanzverwaltung rei&szlig;t nicht ab: Nach verschwundenen Akten im Fall Wolski und unvollst&auml;ndigen Akten in der Steuerfahnder-Aff&auml;re muss der hessische Finanzminister Karlheinz Weimar heute im Haushaltsausschuss des Landtages erkl&auml;ren, warum eine Putzfrau in Frankfurt &uuml;ber Wochen stapelweise sensible Finanzamtsakten in Abfallcontainer warf &ndash; darunter eventuell viele Steuererkl&auml;rungen von Frankfurter B&uuml;rgern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2564055_Putzfrau-unter-Verdacht.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Unter falscher Flagge<\/strong><br>\nArbeitnehmerrechte lassen sich nicht nur aush&ouml;hlen, sich lassen sich auch von findigen Unternehmen einfach umgehen. Zum Beispiel, indem man sich eine ausl&auml;ndische Rechtsform gibt, f&uuml;r die die deutschen Gesetze der Mitbestimmung nicht gelten. Einer Studie der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zufolge hat diese Strategie der Umgehung von Arbeitnehmerrechten in den vergangenen Jahren zugenommen. Danach hat sich die Zahl der in Deutschland ans&auml;ssigen Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern, die eine ausl&auml;ndische Rechtsform haben und keine Mitbestimmung der Arbeitnehmer in Aufsichtsr&auml;ten kennen, in den letzten vier Jahren deutlich erh&ouml;ht &ndash; von 17 Anfang 2006 auf 37 Ende 2009. Gemessen an der Gesamtzahl von insgesamt 2&thinsp;200 Unternehmen dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung, die eigentlich der gesetzlichen Mitbestimmung unterliegen, ist das zwar noch keine sehr gro&szlig;e Zahl. &raquo;Aber die rechtliche L&uuml;cke ist an sich ein Problem, das mit jedem Fall, der dazu kommt, gr&ouml;&szlig;er wird&laquo;, kritisiert Sebastian Sick von der B&ouml;ckler-Stiftung diese Tendenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2010\/15\/40726.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Linke legt Pl&auml;ne f&uuml;r umfassende Arbeitsmarktreform vor<\/strong><br>\nStrenge Regeln f&uuml;r die Leiharbeit, eine gesetzliche zul&auml;ssige H&ouml;chstarbeitszeit von 40 Stunden, 10 Euro Mindestlohn und eine Ausweitung des Streikrechts sind nur einige Punkte eines Reformprogramms f&uuml;r den Arbeitsmarkt, das die Fraktion Die Linke in einem Antrag (17\/1396) zusammengefasst hat, der am morgigen Donnerstag in erster Lesung vom Bundestag beraten werden wird. In der Leiharbeit m&uuml;sse das Prinzip &bdquo;gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit&ldquo; ab dem ersten Einsatztag ohne Ausnahme gelten, hei&szlig;t es in dem Papier. Die Verleihdauer soll auf drei Monate beschr&auml;nkt werden und Betriebsr&auml;te sollen ein zwingendes Mitbestimmungsrecht &uuml;ber den Einsatz erhalten. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, fordert die Linke, dass Eltern von Kindern unter 12 Jahren auf Verlangen von Schichtarbeit befreit werden k&ouml;nnen, ohne dass der Arbeitgeber dagegen betriebliche Gr&uuml;nde geltend machen kann.<br>\nZur St&auml;rkung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes m&uuml;ssten Ma&szlig;nahmen ergriffen werden, die gesundheitlichen Verschlei&szlig; und Beeintr&auml;chtigungen des Gesundheitszustandes verhinderten, hei&szlig;t es weiter. Daher fordert die Linksfraktion gesetzlich vorgeschriebene Qualit&auml;tskriterien f&uuml;r den Gesundheitsschutz. Weiterbildung im Betrieb m&uuml;sse &uuml;ber Branchenfonds, in die Arbeitgeber einzahlen sollen, finanziert werden. Um Entgeltgleichheit zwischen den Geschlechtern herzustellen, verlangt die Linksfraktion ein Gesetz, dass die Tarifvertragsparteien verpflichtet, diskriminierende Entgeltsysteme abzubauen. F&uuml;r die Privatwirtschaft m&uuml;sse ein Gleichstellungsgesetz konzipiert werden, hei&szlig;t es weiter.<br>\nDar&uuml;ber hinaus fordert die Linksfraktion eine bessere Absicherung von Soloselbst&auml;ndigen, also jenen ohne Besch&auml;ftigte, und eine Verl&auml;ngerung des Bezugs von Arbeitslosengeld I auf 24 Monate in der Krise. Um das Streikrecht zu verbessern soll der Antistreikparagraf (146 SGB III) abgeschafft und politische wie Generalstreiks rechtlich erlaubt werden, hei&szlig;t es in dem Antrag.<br>\nDer Finanzmarkt-Kapitalismus der vergangenen Jahre habe die Arbeitswelt nachhaltig ver&auml;ndert, hei&szlig;t es in der Begr&uuml;ndung. Es sei zu einer weitgehenden Deregulierung des Arbeitsmarktes und einer &bdquo;Prekarisierung&ldquo; von Arbeit gekommen. &rdquo;Die Niedriglohnstrategie der beiden vergangenen und der jetzigen Bundesregierung ist gescheitert&ldquo;, schreibt die Linksfraktion, &bdquo;stattdessen ist eine qualit&auml;ts- und nachfrageorientierte Besch&auml;ftigungspolitik notwendig&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_04\/2010_122\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>SPD-Antrag zur Kurzarbeit abgelehnt &ndash; Lob f&uuml;r das Instrument von allen Seiten<\/strong><br>\nMit den Stimmen von Union und FDP hat der Ausschuss f&uuml;r Arbeit und Soziales am Mittwochvormittag den Antrag der SPD-Fraktion (17\/523) zur Verbesserung der Konditionen bei der Kurzarbeit abgelehnt. Darin hatte die SPD gefordert, die Bezugsdauer f&uuml;r Kurzarbeitergeld auf 36 Monate auszuweiten und die Sonderregelung zur &Uuml;bernahme der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge durch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) bis zum 31.12.2011 zu verl&auml;ngern.<br>\nAlle Fraktionen, die die Ergebnisse der Anh&ouml;rung zur Kurzarbeit vom vergangenen Montag auswerteten, waren sich darin einig, dass die spezielle F&ouml;rderung der Kurzarbeit in der Krise wesentlich dazu beigetragen habe, Arbeitslosigkeit zu vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_04\/2010_117\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Frauen kommen auf den Chefetagen nicht voran<\/strong><br>\n&Uuml;ber 70 Prozent der Betriebe werden von M&auml;nnern geleitet. Auf der h&ouml;chsten Leitungsebene ist nur jede vierte F&uuml;hrungskraft eine Frau &ndash; und daran hat sich seit 2004 nichts ge&auml;ndert.<br>\nAuf der zweiten F&uuml;hrungsebene liegt der Frauenanteil zwar um zehn Prozentpunkte h&ouml;her (35 %). Da aber nur 22 Prozent der Betriebe eine zweite F&uuml;hrungsebene haben, relativiert sich dieser Wert.<br>\nFrauen in F&uuml;hrungspositionen findet man h&auml;ufiger in kleineren Betrieben und in Branchen mit insgesamt hohem Frauenanteil. Dazu geh&ouml;ren die Sonstigen Dienstleistungen sowie der Sektor Handel und Reparatur. Eine Ausnahme bildet der Finanzsektor: Dort arbeiten zwar auch &uuml;berdurchschnittlich  viele Frauen, auf den Chefetagen sind sie jedoch selten zu finden Frauen &bdquo;f&uuml;hren&ldquo; eher in eigent&uuml;mergeleiteten Betrieben als in managergeleiteten. Aufgrund der kompetitiven Stellenbesetzungen im Management kann dies ein Indiz f&uuml;r schlechtere Zugangschancen von Frauen in diesem Segment sein.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100422_Frauen_nicht_auf_Chefetagen_IAB.pdf\">Institut f&uuml;r Arbeitmarkt und Berufsforschung IAB [PDF &ndash; 425 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Alle bisherigen Studien weisen allerdings darauf hin, dass es im Management gerade keine &bdquo;kompetitiven&ldquo; Stellenbesetzungen gibt, sondern dass sich die Netzwerke untereinander bef&ouml;rdern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>GSW, ol&eacute;!<\/strong><br>\nDie von den Spitzen der SPD und der Partei Die Linke an der Spree bef&uuml;rchtete Senatskrise ist abgewendet. Mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen hat das Berliner Abgeordnetenhaus am Montag in einer Sondersitzung den vorzeitigen B&ouml;rsengang der ehemals gr&ouml;&szlig;ten und 2004 privatisierten landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GSW beschlossen. Noch vor Wochenfrist hatten vierzehn SPD-Abgeordnete ihr Nein angek&uuml;ndigt. Insbesondere aus den Bezirken Spandau und Friedrichshain\/Kreuzberg, wo sich ein Gro&szlig;teil der GSW-Wohnungen befindet, wurde nach Mieterbeschwerden aus den Reihen sozialdemokratischer Mandatstr&auml;ger Widerspruch laut. Der Druck, der von seiten der Fraktionsf&uuml;hrung in den zur&uuml;ckliegenden Tagen gegen die Abweichler aufgebaut wurde, hat seine Wirkung demnach nicht verfehlt und f&uuml;r einen &raquo;Stimmungswandel&laquo; gesorgt.<br>\nMit dem Parlamentsvotum ist nun f&uuml;r die Eigent&uuml;mer Cerberus und Whitehall (einer Fondgesellschaft der US-Investmentbank Goldman Sachs) der Weg frei, einen Mehrheitsanteil oder auch das komplette Unternehmen an die B&ouml;rse zu bringen. Damit ist das vorerst letzte Kapitel in der Privatisierungsgeschichte der ehemals gr&ouml;&szlig;ten st&auml;dtischen Wohnungsbaugesellschaft Berlins geschrieben. F&uuml;r Schlagzeilen d&uuml;rften weiterhin allerdings die rund 130000 Mieter in den verbliebenen knapp 50000 GSW-Wohnungen sorgen. Nach Einsch&auml;tzung von Reiner Wild, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Berliner Mietervereins, hat der Senat in bezug auf deren Interessen &raquo;schlecht verhandelt&laquo;. So gelten die Mieterschutzklauseln, die etwa Luxussanierungen und Eigenbedarfsk&uuml;ndigungen ausschlie&szlig;en sollen, lediglich f&uuml;r die Bestandsmieter von 2004. Und dies auch nur noch f&uuml;r kurze Zeit. &raquo;Was nach 2014 passiert, ist v&ouml;llig offen&laquo;, sagte Wild am Rande der Abgeordnetenhaussitzung. Die Mieterorganisation hatte vergangene Woche in einem Brief an s&auml;mtliche Parlamentarier aufgefordert, im Interesse der Mieter dem B&ouml;rsengang nicht zuzustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/04-21\/048.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Richtig Spa&szlig; macht die Argumentation, weil der Verkauf an die Finanzinvestoren Cerberus und Whitehall ein Fehler gewesen sei, k&auml;me der B&ouml;rsengang der GSW einer Befreiung gleich.<\/em><\/p>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wohnungen Sozialmieter m&uuml;ssen draufzahlen &ndash; oder ausziehen<\/strong><br>\nNach dem Ende der Anschlussf&ouml;rderung drohen 28.000 Haushalten drastische Preiserh&ouml;hungen. 30 Prozent und mehr sollen Mieter von Sozialwohnungen dann zahlen. Die Betroffenen pr&uuml;fen eine Verfassungsklage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/sozialmieter-muessen-draufzahlen-oder-ausziehen\/1805326.html;jsessionid=D9427F6CE99D8E8B7D5BA3EA620F8C58\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Afghanistan-Krieg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Partnern bis zum Tod<\/strong><br>\nDer Befehlshaber aller NATO-Besatzungstruppen in Afghanistan, US-General Stanley McChrystal, hielt sich am Mittwoch in Berlin auf, um mit der Bundesregierung die von ihm konzipierte Strategie des &raquo;Partnering&laquo; im Afghanistan-Krieg zu besprechen. Das Resultat: Es kommen mehr Truppen in das bisher von den Deutschen besetzte Gebiet, d.h. mehr tote Soldaten und noch mehr tote Zivilisten sind einkalkuliert. Nach einem Gespr&auml;ch mit Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bezeichnete der US-General vor der Presse 2010 als &raquo;kritisches Jahr&laquo; und f&uuml;gte hinzu: &raquo;Die Situation in Afghanistan bleibt ernst.&laquo; Der Einsatz deutscher Soldaten in dem zentralasiatischen Land verl&auml;uft nach McChrystal mit &raquo;gro&szlig;em Erfolg&laquo;. In den vergangenen drei Wochen waren sieben Bundeswehrangeh&ouml;rige dort get&ouml;tet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/04-22\/065.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Untersuchungsausschuss: Kundus-Aufkl&auml;rung? Nein danke<\/strong><br>\nKommentar Unionspolitiker wollen den Kundus-Untersuchungsausschuss beenden. Dabei ist die wichtigste Frage unbeantwortet: Ob amtierende Regierungsmitglieder in der Aff&auml;re getrickst haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:untersuchungsausschuss-kundus-aufklaerung-nein-danke\/50103743.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Demokratie &ldquo;nicht priorit&auml;r&rdquo;<\/strong><br>\nAngesichts zunehmender Gefechtsverluste in Afghanistan soll Berlin die Verschmelzung von &ldquo;Entwicklungshilfe&rdquo; und Aufstandsbek&auml;mpfung rasch vorantreiben. Dies empfiehlt eine aktuelle Studie des Sonderforschungsbereichs 700 der Feien Universit&auml;t Berlin, die vom Bundesministerium f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Auftrag gegeben wurde. Die Untersuchung schlie&szlig;t an tradierte Modelle der Anti-Guerilla-Kriegf&uuml;hrung an, wie sie unter anderem von Frankreich w&auml;hrend seines Kampfes gegen die algerische Unabh&auml;ngigkeitsbewegung entwickelt wurden. Danach sind ausl&auml;ndische Interventionstruppen zur Sicherung ihrer Herrschaft auf die enge Kooperation mit lokalen Eliten und Warlords angewiesen &ndash; selbst wenn diese wie in Afghanistan von der einheimischen Bev&ouml;lkerung als Bedrohung wahrgenommen werden. Das von der westlichen Propaganda zur Legitimation des Afghanistan-Krieges immer wieder angef&uuml;hrte Argument, man strebe eine Demokratisierung der afghanischen Gesellschaft an, wird ausdr&uuml;cklich suspendiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57790\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Folge des 12. Rundfunk&auml;nderungsstaatsvertrags: ARD-Onlineangebote l&ouml;schen Zehntausende Dokumente<\/strong><br>\nAls Folge des 12. Rundfunk&auml;nderungsstaatsvertrag hat die ARD ihre Onlineangebote deutlich reduziert und weitere L&ouml;schungen von Inhalten stehen an. Um dem neuen Regelwerk f&uuml;r Telemedien zu entsprechen, l&ouml;schen die ARD-Sender derzeit bei vielen Angeboten Inhalte, die k&uuml;nftig vor allem aufgrund der begrenzten gesetzlichen Verweildauerregelungen wegfallen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/telemedien100.html\">Tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Pharmaindustrie: &rdquo;Umsatz geht vor Sicherheit&rdquo;<\/strong><br>\nMedikamentenstudien werden immer wieder manipuliert, wenn gro&szlig;e Pharmafirmen daran beteiligt sind, sagt David Klemperer von der Hochschule Regensburg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/945\/509082\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bildung: Stipendien und BAf&ouml;G<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>GEW: &ldquo;&acute;Nationales Stipendienprogramm&acute; muss wieder vom Tisch&rdquo;<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die heutigen Entscheidungen des Bundeskabinetts zur Studienfinanzierung scharf kritisiert. Die Bildungsgewerkschaft verlangte, den Gesetzentwurf f&uuml;r das &ldquo;nationale Stipendiensystem&rdquo; zur&uuml;ckzuziehen. &ldquo;Es ist begr&uuml;&szlig;en, dass die Bundesregierung endlich die soziale Lage der Studierenden verbessern m&ouml;chte &ndash; das &acute;nationale Stipendienprogramm&acute; ist aber ein Irrweg. Wir brauchen kein Extra-Taschengeld f&uuml;r eine kleine Elite, sondern eine leistungsf&auml;hige Ausbildungsf&ouml;rderung in der Fl&auml;che. Alle jungen Menschen sollen sich unabh&auml;ngig vom Portmonee ihrer Familien ein Studium leisten k&ouml;nnen&rdquo;, erkl&auml;rte das f&uuml;r Hochschulen verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller am Mittwoch in Frankfurt a.M..<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/73036\/gew-nationales-stipendienprogramm-muss-wieder-vom-tisch\/\">Bildungsklick<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"upload\/pdf\/100422_breg_stipg.pdf\">Entwurf eines Gesetzes zur Schaffung eines nationalen Stipendienprogramms [PDF &ndash; 100 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Andreas Keller, Leiter des Vorstandsbereichs Hochschule und Forschung merkt dazu Folgendes an:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Interessant ist ein Blick auf die Gesetzentwurf f&uuml;r das &ldquo;nationale Stipendienprogramm&rdquo; gemachten Angaben zur Finanzierung. Die von Bund und L&auml;ndern aufzubringenden Mittel werden auf bis zu 160 Millionen Euro (f&uuml;r die Endausbaustufe ab 2013) beziffert. Tats&auml;chlich liegen die Kosten f&uuml;r Bund und L&auml;nder aber h&ouml;her: Dar&uuml;ber hinaus ist n&auml;mlich &ldquo;aufgrund der f&uuml;r die privaten Mittel m&ouml;glichen Steuererleichterungen von Steuermindereinnahmen von rd. 100 Mio. Euro auszugehen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Gesetzentwurf. Diese Angabe war im ReferentInnenentwurf noch nicht enthalten, bei der Ver&auml;ndeanh&ouml;rung im BMBF hatte ich darauf bestanden, dass diese Zahl nachgereicht wird. Hinzu kommen die von den Hochschulen bzw. L&auml;ndern zu tragenden Verwaltungskosten, die im Gesetzentwurf auf 30 Millionen Euro f&uuml;r die Endausbaustufe beziffert werden.<\/p>\n<p>Das bedeutet dann aber: Von den f&uuml;r die &ldquo;Endausbaustufe&rdquo; ab 2010 kalkulierten Kosten in H&ouml;he von 350 Millionen Euro j&auml;hrlich soll der Staat 290 Millionen Euro aufbringen (160 Millionen direkt finanziert und 100 Millionen Steuermindereinnahmen). Gerade mal 60 Millionen sollen die privaten &ldquo;Stipendiengeber&rdquo; beisteuern &ndash; das sind 17 Prozent! Die Privaten tragen also gerade mal ein Sechstel der Kosten der Stipendien aus dem &ldquo;nationalen Stipendienprogramm&rdquo;, erkaufen sich damit aber das Recht, die von ihnen mit finanzierten Stipendien einer bestimmten Hochschule zukommen zu lassen mit einer &ldquo;Zweckbindung f&uuml;r bestimmte Fachrichtungen oder Studieng&auml;nge&rdquo; zu versehen (&sect; 11 Absatz 3). Private steuern also nicht nur die Verwendung der von ihnen selbst aufgebrachten Stipendienmittel, sondern auch die des vom Staat bereit gestellten L&ouml;wenanteil. Der Staat zahlt &ndash; private Wirtschaftsunternehmen schaffen an. Man k&ouml;nnte dies auch eine Feudalisierung staatlicher Studienfinanzierung nennen.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Wer hat, dem wird gegeben<\/strong><br>\nDer Bund will den Kreis der Stipendiaten von jetzt zwei auf zehn Prozent ausweiten. Die Kritiker meinen aber, dass erst dann mehr Studierende unabh&auml;ngig vom Einkommen der Eltern mit Geld f&uuml;r Leistungen belohnt werden d&uuml;rfen, wenn das Problem der Studienfinanzierung in Deutschland gel&ouml;st ist. Zwei Drittel der Studierenden jobben. Finanzsorgen geh&ouml;ren zu den wichtigsten Ursachen f&uuml;r den Studienabbruch und f&uuml;r &uuml;berlange Studienzeiten. 40 Prozent der Studierenden sehen ihre Finanzierung als nicht gesichert an. Zugleich sind Kinder aus nichtakademischen Familien an Hochschulen dramatisch unterrepr&auml;sentiert &ndash; eine nationale Schande. Selbst der Anteil von Mittelschichtskindern ist st&auml;ndig gef&auml;hrdet, weil das Studium angesichts von Arbeitslosigkeit und steigenden Preisen zu teuer wird.<br>\nOb diese Kinder studieren, h&auml;ngt daher entscheidend vom Baf&ouml;g ab. Unter Rot-Gr&uuml;n hat sich das Baf&ouml;g zwar erholt, und auch die jetzige Bundesregierung erweitert den Anteil der Gef&ouml;rderten ein bisschen. Doch sie k&ouml;nnte fast den doppelten Personenkreis erreichen, w&uuml;rde sie auch die f&uuml;r die Stipendien veranschlagten 300 Millionen Euro ins Baf&ouml;g investieren. Das w&auml;re richtig, zumal erst unl&auml;ngst eine Studie gezeigt hat, dass die Stipendien der Begabtenf&ouml;rderwerke zu zwei Dritteln an Akademikerkinder gehen &ndash; sei es, weil deren Begabungen zu Hause besser gef&ouml;rdert werden, sei es, weil ihr Habitus die Auswahlkommissionen eher &uuml;berzeugt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/wer-hat-dem-wird-gegeben\/1806208.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Studentischer Dachverband unzufrieden mit dem 23. BAf&ouml;G-&Auml;nderungsgesetz<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will auf ihrer heutigen Kabinettssitzung das 23. Baf&ouml;G-&Auml;nderungsgesetz beschlie&szlig;en. Der Gesetzesentwurf beinhaltet eine Erh&ouml;hung der Bedarfss&auml;tze von 2% und eine Erh&ouml;hung der Freibetr&auml;ge um 3%.<br>\n&ldquo;Der vorliegende Gesetzesentwurf erscheint aus studentischer Perspektive eher mager&rdquo;, erkl&auml;rt Juliane Kn&ouml;rr, Vorstandsmitglied im freien zusammenschluss von studentInnenschaften, und erl&auml;utert: &ldquo;Die vorgesehenen Erh&ouml;hungen ber&uuml;cksichtigen lediglich den Zeitraum 2008 bis 2010. Vorherige Defizite werden auch durch den aktuellen Entwurf nicht ausgeglichen.&rdquo;<br>\n&ldquo;Die zeitliche N&auml;he des Gesetzesentwurfs zum nationalen Stipendienprogramm zur Baf&ouml;G-Novellierung ist mehr als auff&auml;llig&rdquo;, stellt Florian Kaiser, ebenfalls Vorstandsmitglied im studentischen Dachverband, ver&auml;rgert fest und erg&auml;nzt: &ldquo;Es kann nicht sein, dass ein Breitenf&ouml;rderungsinstrument missbraucht wird, um eine Elitenf&ouml;rderung auszubauen. Eine wesentliche Ver&auml;nderung, die die vorliegende Novellierung vorsieht ist die Nichtanrechnung von Stipendien in H&ouml;he von bis zu 300 Euro auf das BAf&ouml;G.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.openpr.de\/news\/420476\/Studentischer-Dachverband-unzufrieden-mit-dem-23-BAfoeG-Aenderungsgesetz.html\">open PR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"upload\/pdf\/100422_entwurf_breg_bafoegandg.pdf\">Gesetzentwurf [PDF &ndash; 465 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Power Point&ldquo; und &bdquo;Bologna&ldquo; &ndash; Was wird aus dem traditionellen Bildungsbegriff?<\/strong><br>\nDie Studentenproteste im Herbst 2009 gegen die Bildungsreformen, die unter den Stichworten &bdquo;Bologna&ldquo; und &bdquo;Exzellenz&ldquo; die deutschen Hochschulen in wenigen Jahren komplett umgestaltet haben, l&ouml;sten auch in der politischen &Ouml;ffentlichkeit und in den Feuilletons eine nochmalige heftige Debatte &uuml;ber deren Sinn und Unsinn aus. Vor allem gegen das Bolognasystem formierte sich eine breite Front von teilweise recht unterschiedlich<br>\nmotivierten Gegnern, die schlie&szlig;lich auch das Establishment der Bildungsplaner zu Reaktionen zwangen, die mehr als rhetorische Zugest&auml;ndnisse waren. Man r&auml;umte zun&auml;chst die Notwendigkeit sogenannter &bdquo;Nachbesserungen&ldquo; ein und konstatierte schlie&szlig;lich einen &bdquo;Reformbedarf&ldquo; der Reform, also, zumindest implizit, ihr Scheitern. Freilich: Wer sich alle diese Kontroversen aus der Distanz ansah, hatte nur selten den Eindruck, da&szlig; hier gehaltvoll um die &bdquo;Sache&ldquo;, d.h. um Bildungs- und Wissenschaftsleitbilder gestritten wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/essay\/-\/id=6123916\/property=download\/nid=659852\/1k00b0p\/swr2-essay-20100419.pdf\">SWR [PDF &ndash; 105 KB]<br>\n<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Supermacht China<\/strong><br>\nInnerhalb von 25 Jahren wurde aus einem r&uuml;ckst&auml;ndigen Agrarstaat eine in vielen Bereichen moderne Volkswirtschaft. Es ist eine &ouml;konomische Erfolgsgeschichte. Doch China ist hierzulande auch wegen Zensur, Korruption und einer autorit&auml;ren Regierung, die keinerlei Widerspruch duldet, in den Schlagzeilen. Die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte hat ihre bitteren Kehrseiten: Arbeiter werden in Fabriken ausgebeutet, Kinderarbeit und soziale Verelendung sind an der Tagesordnung. Ein Heer von Wanderarbeitern vegetiert als industrielle Reservearmee in den Gro&szlig;st&auml;dten, bereit, f&uuml;r einen Hungerlohn jede Arbeit zu &uuml;bernehmen. R&uuml;cksichtslos wird die Umwelt zugunsten des Wirtschaftswachstums zerst&ouml;rt. Schon jetzt sind viele B&ouml;den in China mit Schwermetallen und anderen Umweltgiften verseucht, selbst das Grundwasser ist vielerorts vergiftet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/dynamic\/sitegen\/bin\/sitegen.php?tab=2&amp;source=\/wissenaktuell\/143571\/index.html\">3sat<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Sehenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>James K. Galbraith &ndash; Der gepl&uuml;nderte Staat<\/strong><br>\nEin bisschen bewandert in amerikanischer Geschichte, noch besser in neuzeitlicher Wirtschaftspolitik sollte der Leser schon sein, andernfalls st&ouml;&szlig;t er bei der Lekt&uuml;re von Der gepl&uuml;nderte Staat schnell an Grenzen. James K. Galbraith, der Sohn des ber&uuml;hmten &Ouml;konomen, bezichtigt die amerikanische Linke, Rezepte von rechts zu &uuml;bernehmen, an die nicht mal mehr die Rechte selbst glaubt. Stattdessen pl&auml;diert er f&uuml;r mehr staatliche Planung. Wem die Zukunft der US-Wirtschaft am Herzen liegt, der sollte das Buch lesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/resserver.php?blogId=19&amp;resource=gepluenderter-staat-galbraith-od.pdf\">FTD [PDF &ndash; 120 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Nobelpreistr&auml;ger Stiglitz: &ldquo;Man sollte Megabanken zerschlagen&rdquo;<\/strong><br>\nWirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz warnt vor der &Uuml;bermacht gro&szlig;er Banken. &ldquo;Megabanken, die man angeblich nicht pleitegehen lassen darf, sollte man zerschlagen&rdquo;, r&auml;t der amerikanische &Ouml;konom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2556789_Nobelpreistraeger-Stiglitz-Man-sollte-Megabanken-zerschlagen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; Apokalypse<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Unser Leser B.S. berichtet:<\/strong> Aus Island h&ouml;ren wir, dass es der letzte Wunsch der isl&auml;ndischen Wirtschaft war, dass ihre Asche &uuml;ber ganz Europa verteilt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. 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