{"id":52858,"date":"2019-06-30T11:45:03","date_gmt":"2019-06-30T09:45:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52858"},"modified":"2019-07-01T10:36:27","modified_gmt":"2019-07-01T08:36:27","slug":"teilungsplaene-sanktionen-und-die-drohung-mit-ziviler-hilfe-die-strategie-des-westens-fuer-syrien-ist-abzulehnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52858","title":{"rendered":"Teilungspl\u00e4ne, Sanktionen und die Drohung mit \u201eziviler Hilfe\u201c: Die \u201eStrategie\u201c des Westens f\u00fcr Syrien ist abzulehnen"},"content":{"rendered":"<p>Der Krieg in Syrien scheint f&uuml;r den Westen milit&auml;risch weitgehend verloren. Darum werden nun  andere Strategien eingesetzt: Kaschiert mit Vokabeln der &bdquo;Hilfe&ldquo; soll eine Teilung des Landes und ein Wirtschaftskrieg gerechtfertigt werden. Von <strong>Peter Feininger<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie Einsch&auml;tzung der Lage in Syrien durch die <em>Zeit<\/em> im April 2018 lautete: &bdquo;Russland und Iran haben das Sagen in Syrien &ndash; kein Luftkrieg kann daran etwas &auml;ndern&ldquo; [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>].Abgesehen davon, dass die Wochenzeitung den syrischen Pr&auml;sidenten als reine Marionette darstellt &ndash; was aber bei der LINKEN-Bundestagsfraktion ganz &auml;hnlich klingt &ndash;, hat die <em>Zeit<\/em> mit der Beschreibung wohl recht. <\/p><p>F&uuml;nf Monate sp&auml;ter, im September 2018, gab es noch einmal Aufregung im deutschen Regierungslager. Anscheinend wollte das Bundesverteidigungsministerium im Komplott mit den USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich einen angeblichen Giftgaseinsatz in Syrien instrumentalisieren, um ihn mit einer milit&auml;rischen Vergeltungsaktion zu kontern. Es erfolgte ein &ouml;ffentliches, entschiedenes Nein der SPD-Parteivorsitzenden Andrea Nahles, das in vielen Medien als &bdquo;vorschnelles Nein der SPD&ldquo; kritisiert wurde. Es handelte sich aber nicht nur um ein Nein von Andrea Nahles, sondern dieses Nein wurde auch auf einer Pr&auml;sidiumssitzung der SPD best&auml;tigt. <\/p><p>In der Online-Zeitschrift IPG Internationale Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung kn&ouml;pft sich Jan Techau, Senior Fellow beim German Marshall Fund of the United States in Berlin, Andrea Nahles vor [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Kann Deutschland sich an einem Milit&auml;reinsatz in Syrien beteiligen und wenn ja, wie? Am vorvergangenen Sonntag meldete die Bild-Zeitung vorab, dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen diese Fragen pr&uuml;fen lasse. Ziel eines etwaigen Einsatzes sollte es sein, den v&ouml;lkerrechtlich verbotenen Einsatz von Chemiewaffen durch die Truppen des syrischen Pr&auml;sidenten Assad gegen die Zivilbev&ouml;lkerung der eingeschlossenen Stadt Idlib zu verhindern &ndash; oder zu reagieren, sollte ein solcher Einsatz erfolgen. Bereits am Abend desselben Tages verk&uuml;ndete die Vorsitzende der SPD, Andrea Nahles, dass eine &sbquo;Beteiligung Deutschlands am Krieg in Syrien&lsquo; von den Sozialdemokraten nicht mitgetragen werde. Diese Botschaft wurde am Montag nach der Sitzung des Parteipr&auml;sidiums noch einmal bekr&auml;ftigt.<\/p>\n<p>Dieses Vorgehen war bemerkenswert und das nicht so sehr wegen der Aussage selbst. Es sprechen einige gute milit&auml;rische Gr&uuml;nde gegen einen solchen Einsatz. Die Lage in Idlib selbst ist extrem un&uuml;bersichtlich, Russlands Rolle vor Ort gibt dem Konflikt eine Dimension, die &uuml;ber den regionalen Bezug hinausgeht, und ein Milit&auml;reinsatz, der im ausschlie&szlig;lich Symbolischen verharrt, l&auml;sst den Intervenierenden eher schwach aussehen als stark. Das haben die verhaltenen Ma&szlig;nahmen der Vergangenheit bereits gezeigt. Andererseits w&auml;re ein Einsatz nat&uuml;rlich nicht in Idlib selbst erfolgt, sondern h&auml;tte Einrichtungen des syrischen Milit&auml;rs in anderen Teilen des Landes zum Ziel gehabt. Eigentliches Ziel eines solchen Einsatzes w&auml;re es gewesen, dem Assad-Regime (und seinen Sponsoren in Moskau) zu signalisieren, dass der Versto&szlig; gegen internationales Recht Kosten hat und dass man nicht unbeobachtet mit ge&auml;chteten Waffen Krieg gegen die eigene Bev&ouml;lkerung f&uuml;hren kann.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Angeblich habe es &bdquo;ein offizielles Gesuch der USA (oder anderer Verb&uuml;ndeter) um milit&auml;rische Hilfe aus Deutschland&ldquo; nicht gegeben, behauptet der Senior Fellow beim German Marshall Fund. Es ist aber kaum zu glauben, dass das Bundesverteidigungsministerium die Frage einer <em>Beteiligung<\/em> an einem Milit&auml;reinsatz in Syrien konkret pr&uuml;fen l&auml;sst und dies auch noch in der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung gestreut wird, ohne dass die USA involviert sind. Die Bundeswehr wird kaum eigenm&auml;chtig in Syrien losschlagen, und die Frage einer &bdquo;Beteiligung&ldquo; an einem Milit&auml;reinsatz kann Deutschland gar nicht allein kl&auml;ren, sondern nur mit den Verb&uuml;ndeten. Aber Jan Techau verneint ja nur ein &bdquo;offizielles&ldquo; Gesuch der USA (oder anderer Verb&uuml;ndeter) um milit&auml;rische Hilfe &ndash; Lars Haferkamp von der SPD bringt ins Spiel, dass auch &bdquo;heimlich an solchen Pl&auml;nen (ge)arbeitet&ldquo; werden kann.<\/p><p>Im Vorw&auml;rts der SPD schreibt Lars Haferkamp am 11. September 2018 unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Warum die SPD jeden Einsatz der Bundeswehr in Syrien ablehnt&ldquo; [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;In der Debatte &uuml;ber eine m&ouml;gliche deutsche Beteiligung an einem Vergeltungsschlag gegen das Assad-Regime hat SPD-Chefin Andrea Nahles klar Stellung bezogen: Nach der Sitzung des SPD-Pr&auml;sidiums am Montag sagte sie, die Partei erteile &sbquo;jedweder milit&auml;rischen Beteiligung&lsquo; der Bundeswehr in Syrien eine klare Absage. &sbquo;Die SPD wird weder in der Regierung noch im Parlament einer Beteiligung Deutschlands am Krieg in Syrien zustimmen&lsquo;, so Nahles. Dies m&uuml;sse jeder wissen, &sbquo;wer auch immer heimlich an solchen Pl&auml;nen arbeitet oder auch nicht heimlich.&lsquo;<\/p>\n<p>Gemeint sind damit entsprechende &Uuml;berlegungen aus dem Bundesverteidigungsministerium. Danach soll es eine Anfrage der USA nach einer Unterst&uuml;tzung der Bundeswehr f&uuml;r den Fall geben, dass der syrische Pr&auml;sident Baschar al-Assad erneut Giftgas einsetzen sollte. Die USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich erw&auml;gen in diesem Fall eine milit&auml;rische Vergeltungsaktion gegen das Regime in Damaskus. Entsprechende Pl&auml;ne wurden nicht nur von der Union, sondern auch von FDP und Gr&uuml;nen wohlwollend bis zustimmend bewertet.<\/p>\n<p>SPD-Chefin Nahles begr&uuml;ndet die Ablehnung eines Bundeswehreinsatzes in Syrien mit der fehlenden v&ouml;lkerrechtlichen Legitimation. Das sei f&uuml;r die SPD der entscheidende Ma&szlig;stab. (&hellip;)&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Rolf M&uuml;tzenich: &bdquo;Luftschl&auml;ge sind kein Ersatz f&uuml;r Syrienstrategie. Warum sich Deutschland nicht an Vergeltungsschl&auml;gen gegen Syrien beteiligen darf.&ldquo;<\/strong><\/p><p>Rolf M&uuml;tzenich, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion f&uuml;r den Bereich Au&szlig;en-, Verteidigungs- und Menschenrechtspolitik, begr&uuml;ndete in der Zeitschrift IPG Internationale Politik das Nein der SPD unter dem Titel: &bdquo;Luftschl&auml;ge sind kein Ersatz f&uuml;r Syrienstrategie. Warum sich Deutschland nicht an Vergeltungsschl&auml;gen gegen Syrien beteiligen darf&ldquo; [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Es spricht einiges daf&uuml;r, dass eine syrisch-russische Gro&szlig;offensive auf die Provinz Idlib unmittelbar bevorsteht und damit ein weiterer humanit&auml;rer Albtraum f&uuml;r die Menschen in dem geschundenen Land. F&uuml;hrende Unionspolitiker, Teile der Gr&uuml;nen und der FDP unterst&uuml;tzen eine deutsche Beteiligung an einem milit&auml;rischen Einsatz, sollte Assad Giftgas einsetzen. Norbert R&ouml;ttgen redet gar schon einem Pr&auml;ventivschlag das Wort. Es ist zudem ein offenes Geheimnis, dass die amerikanische Regierung, nicht zuletzt in Gestalt des US-Botschafter Grenell, Deutschland in die Pflicht nehmen m&ouml;chte und massiven Druck aus&uuml;bt. Wahr ist aber auch, dass es bislang weder einen Giftgasangriff, noch eine konkrete Anfrage der USA gibt. (&hellip;)&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Zun&auml;chst best&auml;tigt M&uuml;tzenich noch einmal, dass anl&auml;sslich der bevorstehenden syrisch-russischen Offensive zur Befreiung der Provinz Idlib ein Milit&auml;rschlag im Raum stand &ndash; &bdquo;sollte Assad Giftgas einsetzen&ldquo;. Die US-Regierung w&uuml;rde massiven Druck machen. Wie wir weiter oben von Jan Techau geh&ouml;rt haben, &bdquo;w&auml;re ein Einsatz nat&uuml;rlich nicht in Idlib selbst erfolgt, sondern h&auml;tte Einrichtungen des syrischen Milit&auml;rs in anderen Teilen des Landes zum Ziel gehabt&ldquo; [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]. Ziemlich unverbl&uuml;mt wird hier von Jan Techau dargelegt, dass ein Milit&auml;rschlag der Westm&auml;chte sich nicht etwa gegen Truppenteile der syrischen Armee richten w&uuml;rde, die angeblich Giftgas einsetzen, sondern sich gegen Einrichtung des syrischen Milit&auml;rs in allen Landesteilen richten w&uuml;rde. Damit soll aber etwas ganz anderes erreicht werden, n&auml;mlich eine Schw&auml;chung der syrischen Armee bei ihren Operationen zur Befreiung der verbliebenen Landesteile von Terroristen, Dschihadisten etc.<\/p><p>Und Jan Techau muss es wissen. Er ist Senior Fellow und Direktor des Europaprogramms beim German Marshall Fund of the United States in Berlin. Zuvor war er als Direktor des Richard C. Holbrooke Forum for the Study of Diplomacy and Governance an der American Academy in Berlin t&auml;tig. Die American Academy ist eine omin&ouml;se Stiftung, in der sich Eliten und Plutokraten aus den USA und Deutschland verst&auml;ndigen &ndash; selbstverst&auml;ndlich auch &uuml;ber Milit&auml;reins&auml;tze [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]. Jan Techau l&auml;sst also heraus, dass es Pl&auml;ne gibt f&uuml;r einen Angriffskrieg gegen die syrische Regierung und syrische Milit&auml;reinrichtungen.<\/p><p>Laut Rolf M&uuml;tzenich w&uuml;rden f&uuml;hrende Unionspolitiker, Teile der Gr&uuml;nen und der FDP eine deutsche Beteiligung an einem milit&auml;rischen Einsatz bef&uuml;rworten. Das behauptete M&uuml;tzenich am 12. September 2018. Bezeichnenderweise lehnten die Gr&uuml;nen und die FDP nur einen Monat sp&auml;ter eine Verl&auml;ngerung des deutschen Milit&auml;reinsatzes in Syrien und im Irak im Bundestag geschlossen ab. Und dies, obwohl das Mandat Kampfeins&auml;tze ausschloss. Stattdessen spricht M&uuml;tzenich nur von &bdquo;f&uuml;hrende(n) Unionspolitiker(n)&ldquo;, die einen Milit&auml;rschlag gegen Syrien bef&uuml;rworten w&uuml;rden.<\/p><p>Mag sein, dass sich die politische Lage im September 2018 so darstellte. Man k&ouml;nnte daran erkennen, was das Nein der SPD innerhalb eines Monats bewirkte. Nat&uuml;rlich konnte man damals nicht wissen, wie schwer das Nein der SPD wiegen w&uuml;rde. Ziemlich klar d&uuml;rfte aber gewesen sein: H&auml;tte die SPD ja gesagt zu einem Milit&auml;rschlag gegen Syrien &ndash; und damit h&auml;tte auch die Bundesregierung geschlossen ja gesagt &ndash; w&auml;re dieser Milit&auml;rschlag mutma&szlig;lich auch erfolgt.<\/p><p>M&uuml;tzenich f&auml;hrt im besagten Artikel in der IPG fort [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die bislang rein hypothetische Debatte &uuml;ber eine deutsche Beteiligung an Milit&auml;rschl&auml;gen gegen die syrische Regierung lenkt zudem von ein paar &auml;u&szlig;erst unbequemen und bitteren Wahrheiten ab: (&hellip;)<\/p>\n<p>Der Westen, oder das, was noch von ihm &uuml;brig ist, hat in Syrien schlichtweg nichts mehr zu sagen. Russland, Iran und die T&uuml;rkei bestimmen seit Herbst 2015 endg&uuml;ltig &uuml;ber das Schicksal des Landes. (&hellip;) <\/p>\n<p>Unsere M&ouml;glichkeiten sind begrenzt. Fakt ist, dass Assads Bodentruppen mit russischer und iranischer Hilfe gerade den Kampf gegen die Rebellen gewinnen. Realit&auml;t ist auch, dass die Lufthoheit in Syrien seit 2015 bei den Russen liegt. Der Westen hat in den vergangenen Jahren keine vern&uuml;nftige Antwort auf die Allianz gefunden, die Russland und der Iran mit Assad geschlossen haben. Und auch die Europ&auml;er waren sich uneinig.<\/p>\n<p>Bem&uuml;hungen um diplomatische L&ouml;sungen haben deshalb nicht nur absolute Priorit&auml;t, sie sind tats&auml;chlich das einzige Mittel, &uuml;ber das man noch verf&uuml;gt &ndash; so frustrierend dies f&uuml;r alle Beteiligten auch sein mag. Luftschl&auml;ge sind kein Ersatz f&uuml;r eine Syrienstrategie, sie sind in der derzeitigen Situation nicht mehr als blinder Aktionismus, der Handlungsf&auml;higkeit simuliert.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>F&uuml;r den Westen sind das in der Tat unbequeme und bittere Wahrheiten. Aber der SPD-Au&szlig;enpolitiker Rolf M&uuml;tzenich bel&auml;sst es Gott sei Dank nicht dabei, Milit&auml;rschl&auml;ge gegen Syrien nur deshalb abzulehnen, weil sie zur Zeit keinen Sinn machen. Sondern M&uuml;tzenich argumentiert sehr wohl grunds&auml;tzlich unter Bezug auf das Gewaltverbot im V&ouml;lkerrecht:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;(&hellip;) das V&ouml;lkerrecht kennt aus gutem Grund kein Recht auf milit&auml;rische Vergeltung, schon gar nicht durch einen Staat oder durch eine irgendwie zusammengestellte &bdquo;Koalition der Willigen&ldquo;. Das Gewaltverbot ist ein Grundpfeiler der internationalen Friedensordnung. Nur der Sicherheitsrat oder, angesichts seiner L&auml;hmung, unter bestimmten Umst&auml;nden die Vollversammlung der Vereinten Nationen k&ouml;nnen, in Anlehnung an die Uniting for Peace-Resolution von 1950, die internationale Gemeinschaft erm&auml;chtigen, auch milit&auml;risch zu handeln. Solange dies nicht geschieht und damit auch keine v&ouml;lkerrechtliche Legitimation vorliegt, k&ouml;nnen wir keinem bewaffneten Einsatz deutscher Streitkr&auml;fte in Syrien zustimmen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Man wird darauf zur&uuml;ckkommen m&uuml;ssen. Denn die Teilung und Zerschlagung Syriens bleibt auf der Tagesordnung des westlichen Imperialismus, um es einmal so allgemein zu formulieren. Und die Operation &bdquo;Inherent Resolve&ldquo;, die ebenfalls v&ouml;lkerrechtlich nicht gedeckt ist, muss im Oktober dieses Jahres definitiv beendet werden. Alle Pl&auml;ne, die Bundeswehr unter irgendwelchen neuen Vorw&auml;nden dennoch in dem Gebiet in oder um Syrien zu halten und einzusetzen, m&uuml;ssen durchkreuzt werden. Bleibt nur zu hoffen, dass man dabei auch auf die SPD z&auml;hlen kann. Als Regierungspartei h&auml;tte die SPD massiven Einfluss auf den Gang der Dinge.<\/p><p><strong>Die Teilungspl&auml;ne f&uuml;r Syrien &hellip;<\/strong><\/p><p>Karin Leukefeld hat die Teilungspl&auml;ne, mit denen Syrien zerschlagen werden soll, immer wieder benannt &ndash; so zum Beispiel auf den NachDenkSeiten im M&auml;rz 2018 [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die USA und ihre Verb&uuml;ndeten &ndash; Gro&szlig;britannien, Frankreich, Deutschland inklusive &ndash; wollen Syrien entlang des Euphrat-Tals zerteilen. 20 US-Milit&auml;rbasen und &ndash;flugh&auml;fen wurden in den Gebieten &ouml;stlich des Euphrats errichtet, um die auf lange Zeit angelegte Besatzung (Tillerson: Wir haben Zeit) durchzusetzen. Die kurdischen Volksverteidigungskr&auml;fte werden weiterhin milit&auml;risch und finanziell unterst&uuml;tzt. Die syrischen nationalen Gas- und &Ouml;lressourcen werden besetzt, die syrische Bev&ouml;lkerung de facto als Geiseln genommen. &hellip;<\/p>\n<p>Die direkten Nachbarl&auml;nder Syriens, der Libanon, T&uuml;rkei und Irak wollen eine Aufteilung Syriens verhindern, ebenso Russland und der Iran, die mit der syrischen Regierung und Armee verb&uuml;ndet sind. Die Syrer haben mit mehr als 2500 lokalen Waffenstillst&auml;nden ihren Wunsch nach Frieden und Wiederaufbau ihres verw&uuml;steten Landes deutlich manifestiert. Die USA allerdings verfolgt andere Pl&auml;ne und Washington hat seine Partner entsprechend informiert und instruiert.<\/p>\n<p>Syrien soll zerschlagen werden, um dessen B&uuml;ndnispartner Russland und Iran ebenso wie die libanesische Hisbollah zu schw&auml;chen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Das Embargo<\/strong><\/p><p>Thomas Pany von &bdquo;Telepolis&ldquo; &ndash; bestimmt kein Freund der syrischen Regierung &ndash; bezeichnet die Sanktionen gegen Syrien in einem aktuellen Artikel als den zweiten Krieg gegen Syrien. Und dieser wird noch versch&auml;rft [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Aktuell hat die US-Regierung angek&uuml;ndigt, die Schrauben bei der Durchsetzung der Sanktionen noch einmal anzuziehen. Die Ma&szlig;nahmen laufen darauf hinaus, dass kein &Ouml;l mehr ins Land kommt. Schiffe mit &Ouml;l an Bord, die einen syrischen Hafen ansteuern, werden &sbquo;aggressiver angegangen&lsquo;, sie riskieren betr&auml;chtliche Sanktionen. F&uuml;r die Schiffseigner und die Finanziers ist das ein betr&auml;chtliches Hemmnis.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Kann man sich vorstellen, was solche massiven Eingriffe in die Energieversorgung zum Beispiel in Deutschland bedeuten w&uuml;rden? F&uuml;r die Wirtschaft, f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung, f&uuml;r den &Ouml;ffentlichen Dienst? Kombiniert mit einem Embargo f&uuml;r medizinische G&uuml;ter und Ersatzteilen f&uuml;r wichtige zivile Infrastruktur &ndash; eine blanke Katastrophe! Diesem <em>zweiten Krieg<\/em> folgt der <em>dritte<\/em>, der wieder zwei Gesichter hat: <em>humanit&auml;re Hilfe<\/em> und <em>Wiederaufbau<\/em>.<\/p><p><strong>Die Androhung &bdquo;ziviler Hilfe&ldquo;<\/strong><\/p><p>&bdquo;Was den Wiederaufbau betrifft, so k&ouml;nnen Hilfen daf&uuml;r sowieso erst nach Aufhebung der Sanktionen bereitgestellt werden&ldquo;, hei&szlig;t es zum Beispiel im oben zitierten Artikel von Thomas Pany. Dies betr&auml;fe legale, mit der syrischen Regierung abgesprochene Hilfsma&szlig;nahmen. So hat auch Entwicklungsminister Gerd M&uuml;ller bei der Geberkonferenz in Br&uuml;ssel im M&auml;rz betont [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;&sbquo;Es geht zun&auml;chst einmal um das &Uuml;berleben der Fl&uuml;chtlinge&lsquo;, nicht um den Wiederaufbau des Landes, sagte M&uuml;ller. Der &sbquo;politische Prozess&lsquo; in Syrien m&uuml;sse von der humanit&auml;ren Hilfe getrennt werden. Er forderte die EU auf, den Druck auf den syrischen Machthaber Baschar al-Assad zu erh&ouml;hen, um eine politische L&ouml;sung zu erreichen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Bevor also Gelder in den Wiederaufbau flie&szlig;en, die nat&uuml;rlich auch mit Kreditvereinbarungen, politischer Einmischung, Restriktionen und Bedingungen der westlichen M&auml;chte und ihrer Konzerne gespickt sein werden, m&uuml;sse also der <em>politische Druck<\/em> auf die jetzige Regierung Syriens erh&ouml;ht werden. Die <em>humanit&auml;re Hilfe<\/em> m&uuml;sse davon getrennt werden. <\/p><p>Die &bdquo;humanit&auml;re Hilfe&ldquo;, die jetzt organisiert werden soll, ist aber ganz und gar nicht frei von politischem Druck. Angeblich geht es nur &bdquo;um das &Uuml;berleben der Fl&uuml;chtlinge&ldquo;. Diese wurden auf der Geberkonferenz beziffert mit 5,6 Millionen Menschen, die vor den Kriegsfolgen in Nachbarl&auml;nder wie die T&uuml;rkei, den Libanon und Jordanien geflohen seien und weiteren 6,2 Millionen Binnenfl&uuml;chtlingen.<\/p><p>Die Geberkonferenz in Br&uuml;ssel fand zwar ohne Vertreter der syrischen Regierung statt &ndash; allein das schon ist Imperialismus pur &ndash;, daf&uuml;r waren rund 200 syrische &bdquo;Gruppen der Zivilgesellschaft&ldquo; auf dem Kongress pr&auml;sent und &bdquo;erkl&auml;rten, welchen Gefahren die Bev&ouml;lkerung in Syrien ausgesetzt ist&ldquo; [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]. Dazu z&auml;hlen laut Bericht der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; auch Gefahren, die von der syrischen Regierung ausgingen und diese zu verantworten habe. Ein stattliches Aufgebot von 200 &bdquo;Gruppen der Zivilgesellschaft&ldquo;, die bestimmt nicht auf der Seite der syrischen Regierung stehen, soll also mit bislang 7 Milliarden Euro ausstaffiert werden, von denen die Bundesregierung als zweitgr&ouml;&szlig;ter Geldgeber 2 Milliarden &uuml;bernahm.<\/p><p>In einem Artikel f&uuml;r &bdquo;Sputnik Deutschland&ldquo; vom August 2018 zeigt Karin Leukefeld, was &bdquo;humanit&auml;re Hilfe&ldquo; im Falle Syriens jetzt schon bedeuten kann [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;An Damaskus vorbei: &sbquo;Humanit&auml;re Hilfe&lsquo; f&uuml;r Terroristen<\/p>\n<p>Hilfe ist in Kriegszeiten ein Gesch&auml;ftsmodell geworden. In Syrien kann man mit Hilfe reich werden, politischen Einfluss nehmen, das Kriegsende f&ouml;rdern oder verhindern, das Land st&auml;rken oder spalten. Das geschieht, wenn Hilfsorganisationen und ihre Finanziers an der legitimen Regierung Syriens vorbei aussuchen, wer Hilfe erh&auml;lt, wo, wann und wof&uuml;r. &hellip; <\/p>\n<p>Hilfe ohne Absprache mit Syriens Regierung<\/p>\n<p>Humanit&auml;re Hilfe wird normalerweise in Absprache mit der jeweiligen Regierung eines Landes, genauer gesagt mit dem Au&szlig;enministerium koordiniert. Organisationen der Uno und die Gesellschaften des Internationalen Roten Kreuzes \/ Roten Halbmonds in Syrien halten sich daran. Wenn die Regierung ihnen beispielsweise die Arbeit nicht genehmigt, k&ouml;nnen sie in Syrien nicht arbeiten. M&ouml;glich ist auch, dass Mitarbeiter kein Visum erhalten. Begr&uuml;ndungen f&uuml;r solche Blockaden bleiben meist aus. &hellip; <\/p>\n<p>Die meisten privaten Hilfsorganisationen, die in den Gebieten &ouml;stlich des Euphrat oder in Idlib arbeiten, also in den Gebieten unter Kontrolle von Regierungsgegnern, d&uuml;rften keine Genehmigung von Damaskus f&uuml;r ihre Arbeit in Syrien haben, weil sie dort vermutlich keinen Antrag f&uuml;r die Genehmigung gestellt haben. Nach internationalen Regeln halten sie sich in Syrien illegal auf. Das scheint aber f&uuml;r die intensive Hilfst&auml;tigkeit westlicher Organisationen in diesen Gebieten kein Hindernis darzustellen. Wo immer sie ihre Genehmigungen erhalten haben, scheinen sie sich ihrer Arbeitssituation sicher zu sein. Mit der Begr&uuml;ndung &sbquo;Hilfe zu leisten&lsquo;, werden internationale Regeln und nationale Gesetze ignoriert.<\/p>\n<p>J&uuml;ngsten Berichten zufolge stationiert die US-Armee in den Gebieten &ouml;stlich des Euphrat angeblich Radarsysteme, um eine &sbquo;Schutzzone&lsquo; einzurichten. Damit soll Syrien offenbar die Kontrolle &uuml;ber diesen Teil seines Territoriums entzogen werden. Sollten die Berichte zutreffen, arbeiten die Hilfsorganisationen de facto in einem von den USA (und ihren Partnern) besetzten Gebiet.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Die Kampagne &bdquo;MACHT FRIEDEN. Zivile L&ouml;sungen f&uuml;r Syrien&ldquo; hat es in sich und sollte aufgegeben werden<\/strong><\/p><p>Nach dem oben Gesagten kann eine Kampagne unter dem Motto &bdquo;MACHT FRIEDEN. Zivile L&ouml;sungen f&uuml;r Syrien&ldquo; eigentlich nichts Gutes bedeuten. Trickreich ist in der Formulierung der schillernde Zusammenhang von &bdquo;Macht&ldquo; und &bdquo;Frieden&ldquo; &ndash; ja welche Macht braucht es denn, um Frieden zu machen in Syrien? Und &bdquo;Zivile L&ouml;sungen f&uuml;r Syrien&ldquo; ist mehr als ein naiver, frommer Wunsch. Es handelt sich um L&ouml;sungen von Au&szlig;en &bdquo;f&uuml;r&ldquo; Syrien, nicht etwa &bdquo;in&ldquo; Syrien. In einer Erkl&auml;rung der Kampagne hei&szlig;t es[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Kampagne &bdquo;MACHT FRIEDEN. Zivile L&ouml;sungen f&uuml;r Syrien&ldquo; fordert von den Abgeordneten des Deutschen Bundestages:<\/p>\n<ul>\n<li>das Bundeswehrmandat f&uuml;r Syrien nicht zu verl&auml;ngern<\/li>\n<li>sich stattdessen f&uuml;r eine St&auml;rkung der Friedensprozesse einzusetzen, in den die (vor allem syrische) Zivilgesellschaft angemessen einzubeziehen ist<\/li>\n<li>sowie die deutsche humanit&auml;re Hilfe aufzustocken und gleichzeitig die Instrumente der Zivilen Konfliktbearbeitung auszubauen und einzusetzen.&ldquo;<\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote><p><em>Statt<\/em> einer Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes wird also die Einbeziehung vor allem der syrischen Zivilgesellschaft in den Friedensprozess gefordert. Schon diese Formulierung ist schmutzig. Sollen etwa die Ziele des Bundeswehreinsatzes mit anderen Mitteln fortgesetzt werden? Und wer soll diesen &bdquo;Friedensprozess&ldquo; organisieren? Das Au&szlig;enministerium, das Verteidigungsministerium, das Ministerium f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung? Die Einbeziehung der &bdquo;Zivilgesellschaft&ldquo; bedeutet nicht die Einbeziehung der <em>Bev&ouml;lkerung<\/em>, weder in Syrien noch in Deutschland, sondern die Einbeziehung der <em>Organisationen<\/em> der Zivilgesellschaft. Die Kampagne will das, was unter &bdquo;deutsche(r) humanit&auml;re(r) Hilfe&ldquo; anl&auml;uft, nicht etwa kritisieren und beenden, sondern &bdquo;aufstocken&ldquo; und sie will mit diesen Milliarden &bdquo;gleichzeitig die Instrumente der Zivilen Konfliktbearbeitung aus(zu)bauen und ein(zu)setzen&ldquo;.<\/p><p>Die Kampagne <em>Zivile L&ouml;sungen f&uuml;r Syrien<\/em> behauptet, ein Nein zur milit&auml;rischen Intervention erfordere &bdquo;gleichzeitig ein Ja zu zivilen Alternativen&ldquo; [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]. Die f&uuml;r den Friedensprozess n&ouml;tige Diplomatie d&uuml;rfe sich &bdquo;nicht auf die Ebene der Staatsoberh&auml;upter (&hellip;) beschr&auml;nken&ldquo;: &bdquo;Die syrische Bev&ouml;lkerung und die Zivilgesellschaft inner- und au&szlig;erhalb Syriens m&uuml;ssen dabei angemessen beteiligt werden.&ldquo; Das klingt sehr verd&auml;chtig. Die Rolle der gew&auml;hlten syrischen Regierung soll politisch relativiert, wenn nicht sogar umgangen werden. Eine angemessene Beteiligung nicht n&auml;her benannter zivilgesellschaftlicher Akteure &bdquo;inner- und au&szlig;erhalb Syriens&ldquo; wird verlangt. Dies stellt eine ziemlich unverfrorene Einmischung in die syrische Politik dar, die sich auf syrische Oppositionsgruppen im In- und Ausland st&uuml;tzen will.<\/p><p>Dabei ist die Strategie, zun&auml;chst, solange die Assad-Regierung noch dran ist, mit &bdquo;humanit&auml;rer Hilfe&ldquo; einen Fu&szlig; in Syrien reinzukriegen und daf&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge zu benutzen. Nach der &bdquo;Nothilfe&ldquo; k&ouml;nnten &bdquo;mittel- und langfristig Friedens- und Zukunftsperspektiven&ldquo; entstehen [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Und nicht nur die akute Not der Menschen muss gelindert werden. Durch Zivile Konfliktbearbeitung k&ouml;nnen auch mittel- und langfristig Friedens- und Zukunftsperspektiven entstehen: zum Beispiel durch einen Stopp von Waffenlieferungen in die Region, durch Ma&szlig;nahmen zur Auss&ouml;hnung und zur Reintegration ehemaliger K&auml;mpfer*innen, durch Demokratie- und Partizipationsprojekte und durch die F&ouml;rderung von Graswurzel-Friedensinitiativen vor Ort. Trotz aller Gewalt gibt es auch jetzt immer noch Inseln des gewaltfreien Widerstands in Syrien. Diese Inseln gilt es zu sch&uuml;tzen und zu st&auml;rken. Denn ein nachhaltiger Frieden f&uuml;r Syrien kann nur aus der Mitte der Gesellschaft heraus entstehen.<\/p>\n<p>Deshalb fordern wir von unseren Bundestagsabgeordneten: eine deutliche Erh&ouml;hung der humanit&auml;ren Hilfe f&uuml;r Syrien und gleichzeitig den strukturellen Ausbau und die konsequente Anwendung der Zivilen Konfliktbearbeitung und Friedensf&ouml;rderung.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Kampagne <em>Zivile L&ouml;sungen f&uuml;r Syrien<\/em> will also &bdquo;Inseln des (&hellip;) Widerstands in Syrien&ldquo; &bdquo;sch&uuml;tzen&ldquo; und &bdquo;st&auml;rken&ldquo; und fordert vom Bundestag eine &bdquo;konsequente Anwendung der Instrumente&ldquo; daf&uuml;r!<\/p><p>Wer sind die Tr&auml;ger dieser Kampagne? Zum gr&ouml;&szlig;ten Teil Organisationen, die eigentlich einen guten Ruf unter Pazifisten haben, wie Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Deutsche Sektion der &bdquo;International Association of Lawyers against Nuclear Arms (IALANA)&ldquo;, Netzwerk Friedenskooperative, M&uuml;nchner Friedensb&uuml;ndnis, Lebenshaus Schw&auml;bische Alb, IPPNW Deutschland &ndash; Internationale &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges, &Auml;rzte in sozialer Verantwortung e. V.) und viele andere [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>].<\/p><p>Dass einzelne dieser Organisationen der Linie der Kampagne <em>Zivile L&ouml;sungen<\/em> f&uuml;r Syrien auch kritisch gegen&uuml;berstehen, wollen wir nicht bezweifeln. So fasste beispielsweise IPPNW unl&auml;ngst auf seinem Jahrestreffen in Stuttgart folgende Beschl&uuml;sse: &bdquo;3. Den Weg der Menschen in Syrien zum Wiederaufbau unterst&uuml;tzen. Humanit&auml;re Hilfe darf nicht mit politischen Bedingungen verkn&uuml;pft werden&ldquo; und &bdquo;4. Sanktionen gegen Syrien und diplomatische &Auml;chtung beenden&ldquo; [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]. Hier finden sich eine ganze Reihe wichtiger Statements und Forderungen, die sich der Rest der deutschen Friedensbewegung eigentlich hinter die Ohren schreiben m&uuml;&szlig;te. Dennoch unterst&uuml;tzt IPPNW die Kampagne &bdquo;MACHT FRIEDEN. Zivile L&ouml;sungen f&uuml;r Syrien&ldquo; aus welchen Gr&uuml;nden auch immer.<\/p><p>Erschreckend ist, dass damit indirekt auch eine Kooperation mit dem Verteidigungsministerium im Spiel ist &ndash; gewollt oder ungewollt. Ma&szlig;gebliche Tr&auml;ger der Kampagne &bdquo;MACHT FRIEDEN. Zivile L&ouml;sungen f&uuml;r Syrien&ldquo; sind zum Beispiel das <em>Netzwerk Friedenskooperative<\/em> [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] oder die <em>Plattform Zivile Konfliktbearbeitung<\/em>. <em>Netzwerk der Zivilgesellschaft zur &Uuml;berwindung von Gewalt<\/em> [<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>]. Die <em>Plattform Zivile Konfliktbearbeitung<\/em> wiederum kooperiert mit <em>FriEnt Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung<\/em> [<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]. Mitglieder von <em>FriEnt sind<\/em> zum Beispiel die <em>Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Internationale Zusammenarbeit (GIZ)<\/em>, ein riesiges Unternehmen der Entwicklungszusammenarbeit mit 20.000 Mitarbeitern in &uuml;ber 120 L&auml;ndern [<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>]. Die <em>GIZ<\/em> arbeitet unmittelbar mit dem Bundesministerium der Verteidigung zusammen. So hei&szlig;t es auf der Homepage der <em>GIZ<\/em> [<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>]:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die GIZ arbeitet mit dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) im Bereich der deutschen internationalen Zusammenarbeit zusammen. Das BMVg und die GIZ haben im Juni 2011 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, welche die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und GIZ bei friedensgestaltenden und stabilisierenden Ma&szlig;nahmen in den Partnerl&auml;ndern regelt und institutionalisiert. 2014 wurde die Kooperation durch eine Vereinbarung zwischen der GIZ und der F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr erg&auml;nzt.<\/p>\n<p>Das BMVg beauftragte die GIZ in der Vergangenheit vor allem mit der Planung und Ausf&uuml;hrung von Bauma&szlig;nahmen im Rahmen internationaler Friedensmissionen, zum Beispiel im Kosovo und in Afghanistan. Seit 2016 wird die GIZ aus dem neu geschaffenen und von Ausw&auml;rtigem Amt und BMVg gemeinsam bewirtschafteten Haushaltstitel &bdquo;Ert&uuml;chtigung von Partnerstaaten im Bereich Sicherheit, Verteidigung und Stabilisierung&ldquo; insbesondere in Afrika beauftragt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die ma&szlig;gebliche Organisation f&uuml;r die Kampagne &bdquo;Zivile L&ouml;sungen f&uuml;r Syrien&ldquo;, die <em>Plattform Zivile Konfliktbearbeitung<\/em>, ist also zusammen mit der <em>GIZ<\/em> Mitglied bei <em>FriEnt<\/em> und kooperiert damit mit der Bundeswehr. Weitere Mitglieder von <em>FriEnt<\/em> sind zum Beispel das <em>Bundesministerium f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)<\/em> und das <em>Konsortium Ziviler Friedensdienst (ZFD)<\/em>. Der <em>Zivile Friedensdienst<\/em> wird von neun deutschen Friedens- und Entwicklungsorganisationen durchgef&uuml;hrt und vom Bundesministerium f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert. Offiziell hei&szlig;t es auf der Homepage des ZFD [<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>]: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der Zivile Friedensdienst hat sich als wichtiges Programm deutscher Friedenspolitik etabliert. Mit diesem Programm &uuml;bernimmt Deutschland Verantwortung in der Welt, wenn es darum geht, Konflikte zu entsch&auml;rfen und den Boden f&uuml;r einen dauerhaften Frieden zu bereiten.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Diese &bdquo;Verantwortung&ldquo; besteht laut ZFD in einer &bdquo;vernetzte(n) Friedensstrategie&ldquo;, die mit Milit&auml;reins&auml;tzen gekoppelt ist [<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>]. Der <em>Zivile Friedensdiest<\/em> sucht nach einem &bdquo;erweiterten Sicherheitsbegriff&ldquo;, der &uuml;ber rein milit&auml;rische Aktionen hinausgeht, sie aber nicht ausschlie&szlig;t, und er will mit dem Staat zu &bdquo;einem gemeinsamen Verst&auml;ndnis von Zivil-Milit&auml;rischer Zusammenarbeit&ldquo; kommen [<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>].<\/p><p>Die Kampagne <em>Zivile L&ouml;sungen<\/em> f&uuml;r Syrien stellt f&uuml;r Syrien also keine <em>L&ouml;sung<\/em> dar, sondern eine <em>Gefahr<\/em>. Und die Unterst&uuml;tzer der Kampagne begeben sich in schlechte Gesellschaft oder z&auml;hlen selbst zu dieser schlechten Gesellschaft. Ein kritischer Umgang mit dieser Kampagne w&auml;re dringend n&ouml;tig.<\/p><p>Titelbild: Alexander Lukatskiy\/shutterstock.com<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Thumann, Michael. &bdquo;Nahost: Russlands rote Linie&ldquo;, a. a. O.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Jan Techau. &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/das-vorschnelle-nein-2984\/\">Das vorschnelle Nein. Warum die &uuml;bereilte Festlegung gegen eine Milit&auml;rintervention in Syrien au&szlig;enpolitisch schadet.<\/a>&ldquo; IPG Internationale Politik und Gesellschaft, 18. September 2018.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Lars Haferkamp. &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/spd-einsatz-bundeswehr-syrien-ablehnt\">Warum die SPD jeden Einsatz der Bundeswehr in Syrien ablehnt<\/a>&ldquo;. vorw&auml;rts, 11. September 2018.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Rolf M&uuml;tzenich. &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/soziale-demokratie\/artikel\/luftschlaege-sind-kein-ersatz-fuer-syrienstrategie-2974\/\">Luftschl&auml;ge sind kein Ersatz f&uuml;r Syrienstrategie. Warum sich Deutschland nicht an Vergeltungsschl&auml;gen gegen Syrien beteiligen darf.<\/a>&ldquo; IPG Internationale Politik und Gesellschaft, 12. September 2018.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Jan Techau. &bdquo;Das vorschnelle Nein&ldquo; &hellip;, a. a. O.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Siehe den Abschnitt &bdquo;American Academy, eine omin&ouml;se Stiftung&ldquo; im Artikel: <a href=\"http:\/\/www.forumaugsburg.de\/s_2kommunal\/Friedensstadt\/100220_holbrooke\/artikel.pdf\">Preisverleihung an Richard Holbrooke im Rathaus<\/a>, Laudator Wolfgang Ischinger: Die kleine Sicherheitskonferenz von Augsburg &ndash; und die American Academy. Die Stiftung American Academy, an die das Augsburger Preisgeld geht, wurde von RichardHolbrooke und Henry Kissinger gegr&uuml;ndet, Gr&uuml;ndungs-Treuh&auml;nder ist Kurt F. Viermetz, 20.10.2010, Peter Feininger<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Rolf M&uuml;tzenich. &bdquo;Luftschl&auml;ge sind kein Ersatz&ldquo; &hellip;, a. a. O.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Karin Leukefeld. &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42716\">Kriegsschaupl&auml;tze in Syrien &ndash; Was wir &uuml;ber die &ouml;stliche Ghouta, Afrin und das Euphrat-Tal wissen sollten<\/a>&ldquo;. NachDenkSeiten &ndash; Die kritische Website (blog), 2. M&auml;rz 2018.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Pany, Thomas. &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Syrien-Der-zweite-Krieg-4354786.html\">Syrien: Der &sbquo;zweite Krieg&lsquo;. Die USA versch&auml;rfen ihre Gangart bei den Wirtschaftssanktionen. Es soll kein &Ouml;l mehr nach Syrien verschifft werden. Die Bev&ouml;lkerung leidet<\/a>&ldquo;. Telepolis, 28. M&auml;rz 2019.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/syrien-buergerkrieg-hilfsgelder-mueller-1.4368942\">Geldgeber sagen sieben Milliarden Dollar f&uuml;r Syrien zu<\/a>&ldquo;. sueddeutsche.de, 14 2019, Abschn. politik.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Ebd.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Karin Leukefeld. &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20180826322097974-syrische-humanitaerhilfe-fuer-terroristen\/\">An Damaskus vorbei: &sbquo;Humanit&auml;re Hilfe&lsquo; f&uuml;r Terroristen<\/a>&ldquo;. Sputnik Deutschland, 26. August 2018.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.macht-frieden.de\/informieren\/ueber-die-kampagne\">&Uuml;ber die Kampagne | Macht Frieden. Zivile L&ouml;sungen f&uuml;r Syrien<\/a>&ldquo;. Macht-Frieden. Zugegriffen 26. Mai 2019.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Ebd.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Ebd.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Ebd.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Verein\/MV\/Beschluesse_Jahrestreffen_2019.pdf\">Beschl&uuml;sse der IPPNW-Mitgliederversammlung in Stuttgart<\/a>&ldquo;, 4. Mai 2019.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.friedenskooperative.de\/kampagne\/macht-frieden-zivile-loesungen-fuer-syrien\">MACHT FRIEDEN. Zivile L&ouml;sungen f&uuml;r Syrien<\/a>&ldquo;. Text. Netzwerk Friedenskooperative, 18. Juli 2016.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.konfliktbearbeitung.net\/initiativen\/macht-frieden-zivile-loesungen-fuer-syrien-1\">MACHT FRIEDEN. Zivile L&ouml;sungen f&uuml;r Syrien | Plattform Zivile Konfliktbearbeitung. Netzwerk der Zivilgesellschaft zur &Uuml;berwindung von Gewalt<\/a>&ldquo;. Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, Oktober 2018.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.frient.de\/\">FriEnt &ndash; Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung<\/a>&ldquo;. Zugegriffen 24. Mai 2016.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.giz.de\/de\/html\/index.html\">Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Internationale Zusammenarbeit (GIZ)<\/a>&ldquo;. Zugegriffen 26. Mai 2019.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.giz.de\/de\/mit_der_giz_arbeiten\/1933.html\">Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg)<\/a>&ldquo;. Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Zugegriffen 26. Mai 2019.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.ziviler-friedensdienst.org\/de\/20JahreZFD\">20 Jahre ZFD | ZFD Ziviler Friedensdienst<\/a>&ldquo;. Zugegriffen 26. Mai 2019.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] &bdquo;Vor 20 Jahren wurde die Bundeswehr erstmals in einen Auslandseinsatz entsandt. Die direkten Kosten dieser Eins&auml;tze beliefen sich nach Angaben der Bundesregierung bisher auf mehr als 13 Milliarden Euro.<br>\nVernetzte Friedensstrategie<br>\nNicht diskutiert wird jedoch die Frage: Welche Friedensstrategie wollen wir in den n&auml;chsten 30 Jahren verfolgen? Welche globalen Beitr&auml;ge zur Sicherung der Menschenrechte und des Friedens kann und will Deutschland leisten? Und welche zivilen Potenziale, welche milit&auml;rischen brauchen wir daf&uuml;r? Statt drauflos zu reformieren und am Ende wieder eine zu gro&szlig;e und zu teure Armee zu haben, sollten wir fragen: Was haben wir Deutsche aus Krieg und Diktatur gelernt? Welche guten und friedensf&ouml;rdernden Angebote k&ouml;nnten wir der Weltgemeinschaft unterbreiten?<br>\nEs geht an dieser Stelle nicht darum, Bundeswehreins&auml;tze generell infrage zu stellen. Auch viele Soldatinnen und Soldaten sagen, mit milit&auml;rischen Mitteln k&ouml;nne man lediglich versuchen, im Sinne einer Schutzverantwortung massive Gewalt einzud&auml;mmen. Politische L&ouml;sungen und dauerhafter Frieden sind mit Milit&auml;reins&auml;tzen nicht erreichbar. Im Gegenteil: Oft wird damit eine friedliche L&ouml;sung behindert.&ldquo; &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.ziviler-friedensdienst.org\/de\/publikation\/20-millionen-mehr-vom-militar\">20 Millionen mehr vom Milit&auml;r! | ZFD Ziviler Friedensdienst<\/a>&ldquo;. Zugegriffen 26. Mai 2019.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?dossierID=022\">Dossier Nr. 52: Dieter Bricke &amp; Tilman Evers &amp; Martin Quack &amp; Andreas Rosen &amp; Lutz Schrader | Ziviler Friedensdienst -&#8239;&raquo;Frieden schaffen ohne Waffen!&laquo;<\/a>&ldquo;. Wissenschaft &amp; Frieden, Nr. 2006&ndash;2 (2006).<\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/f129697ef0ab4834a8bdb7c3496af2ce\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Krieg in Syrien scheint f&uuml;r den Westen milit&auml;risch weitgehend verloren. Darum werden nun andere Strategien eingesetzt: Kaschiert mit Vokabeln der &bdquo;Hilfe&ldquo; soll eine Teilung des Landes und ein Wirtschaftskrieg gerechtfertigt werden. Von <strong>Peter Feininger<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":52856,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[170,171],"tags":[358,2500,1409,2222,2175,2473,830,259,1553,1556,1703,2474,1019],"class_list":["post-52858","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-friedenspolitik","category-militaereinsaetzekriege","tag-bundeswehr","tag-german-marshall-fund","tag-gifteinsatz","tag-humanitaere-hilfe","tag-interventionspolitik","tag-muetzenich-rolf","tag-nahles-andrea","tag-russland","tag-syrien","tag-usa","tag-voelkerrecht","tag-wiederaufbau","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/shutterstock_1061143019.jpeg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52858","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=52858"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52858\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52897,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52858\/revisions\/52897"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/52856"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=52858"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=52858"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=52858"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}