{"id":52888,"date":"2019-07-01T08:41:36","date_gmt":"2019-07-01T06:41:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888"},"modified":"2019-07-01T08:41:36","modified_gmt":"2019-07-01T06:41:36","slug":"hinweise-des-tages-3396","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h01\">Ramstein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h02\">CIA-finanzierte Organisation hatte Guaid&oacute; trainiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h03\">GRU-Agent soll Anschlag koordiniert haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h04\">Rechte Straftaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h05\">Lobbyisten bremsen Klimaverhandlungen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h06\">Aufstand in der EVP gegen Merkels Plan mit Timmermans<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h07\">Pr&auml;zedenzfall WikiLeaks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h08\">Die Sozialdemokratie hat ihre Aufgabe erf&uuml;llt. &ndash; Ein Nachruf auf die SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h09\">M&ouml;gliche Folge des Mercusor-Abkommens &ndash; &bdquo;Pestizide kommen zur&uuml;ck nach Europa&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h10\">Was wollen die Gr&uuml;nen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h11\">So rodet sich der Wald von selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h12\">Das Maut-Debakel wird immer teurer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h13\">Lobbyisten fordern strenges Lobbyregister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h14\">&bdquo;Interessante Pers&ouml;nlichkeit vom Markt genommen&ldquo; &ndash; Willy Wimmer zu Gabriels Atlantikbr&uuml;cken-Posten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h15\">NSA r&auml;umt erneut Fehler bei der Vorratsdatenspeicherung ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h16\">Internet-&Ouml;ffentlichkeit unter Konzernkontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h17\">Bundestag verl&auml;ngert Bundeswehreins&auml;tze im Kosovo und Libanon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h18\">Erste Schlussfolgerungen aus den Wahlen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ramstein<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Demonstration gegen die Air Base Ramstein: gro&szlig;, bunt, vielf&auml;ltig und beeindruckend<\/strong><br>\n5000 Teilnehmer*innen demonstrierten bei dr&uuml;ckender Hitze vor der Air Base Ramstein, um gegen den v&ouml;lkerrechtswidrigen Dohnenkrieg und die US-Kriegf&uuml;hrung und ihre deutsche Unterst&uuml;tzung von dieser zentralen Drehscheibe der US-Kriegspolitik zu demonstrieren. &bdquo;Die Air Base ist der Schl&uuml;ssel f&uuml;r die atomare und konventionelle (Luft-)Kriegsf&uuml;hrung.&ldquo; &bdquo;Ohne sie gibt es keinen US-Drohnenkrieg&ldquo;, so Pascal Luig. Ihre Aufl&ouml;sung bleibt das langfristige Ziel der Kampagne.<br>\n&bdquo;Die Air Base muss geschlossen werden, weil von ihr aktuelle und zuk&uuml;nftige US-amerikanische Kriege gef&uuml;hrt werden&ldquo;, so Oskar Lafontaine. &bdquo;Die Umweltauswirkungen der Air Base durch Emissionen, Grundwasserverschmutzung und L&auml;rm werden immer unertr&auml;glicher&ldquo;, so Andreas Hartenfels, Landtagsabgeordneter der Gr&uuml;nen in Rheinland-Pfalz.<br>\n&bdquo;Doppel so viele Teilnehmer*innen, die meisten jung und viele neu, sind ein eindrucksvolles Zeichen, dass die Friedensbewegung wieder w&auml;chst und sich mit aller Kraft gegen den Iran-Krieg und eine m&ouml;gliche Stationierung weiterer US-amerikanischer Atomwaffen wendet&ldquo;, so Reiner Braun vom Koordinierungskreis der Kampagne Stopp Air Base Ramstein.<br>\nDie Demonstration war der Abschluss und H&ouml;hepunkt der Protestwoche gegen die Air Base Ramstein, die aus einem von 800 Menschen besuchten Friedenscamp, einem internationalen Basenkongress, einer &ouml;ffentlichen Veranstaltung mit mehr als 650 Teilnehmer*innen und Aktionen des zivilen Ungehorsams bestand.<br>\n&bdquo;Wir kommen mit mehr Menschen 2020 wieder zu den Protesten gegen die Air Base Ramstein. Wir protestieren auch gegen einen m&ouml;glichen Krieg mit dem Iran, der von dieser Air Base ausgehen w&uuml;rde und bei dem dann auch Deutschland (indirekt) beteiligt w&auml;re&ldquo;, so die Stimmen der tausenden Teilnehmer*innen. Wir wenden uns gerade jetzt gegen die unsinnige, b&uuml;rokratische und undemokratische Reglementierungen der Demonstrationsfreiheit durch die Kreisverwaltung in Kaiserslautern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ramstein-kampagne.eu\/demonstration-gegen-die-air-base-ramstein\/\">Stopp Air Base Ramstein<\/a><\/li>\n<li><strong>Oskar Lafontaine: Die Bundesregierung muss anfangen, sich von der US-Politik zu l&ouml;sen<\/strong><br>\nDeutschland ist kein souver&auml;ner Staat &ndash; das sagte Oskar Lafontaine bei der Abschlusskundgebung der Demonstration gegen die US-Basis Ramstein am Samstagnachmittag. Im Anschluss an die Kundgebung gab der Linken-Politiker RT Deutsch ein kurzes Interview.<br>\nDer ehemalige saarl&auml;ndische Ministerpr&auml;sident und heutige Fraktionsvorsitzender der Partei Die Linke im Saarland, Oskar Lafontaine, kam auch in diesem Jahr wieder zur Abschlusskundgebung der Kampagne &ldquo;Stopp Ramstein&rdquo;. In seiner etwa 20-min&uuml;tigen Rede bei &uuml;ber 30 Grad vor der Milit&auml;rbasis lie&szlig; Lafontaine kein gutes Wort an der Politik der USA. Deutschland hingegen bezeichnete er als nicht souver&auml;n. F&uuml;r RT Deutsch hatte Oskar Lafontaine im Anschluss Zeit f&uuml;r ein kurzes Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/89694-oskar-lafontaine-bundesregierung-muss-anfangen\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>Oskar Lafontaine &ndash; wir sind nicht souver&auml;n, eigenst&auml;ndig werden, AirBaseRamstein schlie&szlig;en<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=MyJxWOsBV_g&amp;feature=youtu.be&amp;fbclid=IwAR0pO9Pv347YVMPdhzuBPUpZDFWBcn7kx2IoEMvN-I6exKfIdL7e0O5ZJaA\">NuitDebout Munich via You Tube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>CIA-finanzierte Organisation hatte Guaid&oacute; trainiert<\/strong><br>\n&Uuml;ber Korruption im Umfeld von Guaid&oacute; und seine Vergangenheit muss man informieren &ndash; ohne als Maduro-Freund bezeichnet zu werden.<br>\nZuerst geht es um veruntreute Hilfsgelder, die einen Schatten auf die venezolanische Opposition werfen. Von NZZ &uuml;ber Blick hatten viele Medien &uuml;ber das Benefizkonzert Venezuela Aid Life vom 22. Februar 2019 berichtet, das der CEO von Virgin Records, Richard Branson, in der kolumbianischen Stadt Cucuta im Grenzgebiet zu Venezuela organisierte. Der selbsternannte Interimspr&auml;sident Juan Guaid&oacute; war anwesend. Die Veranstalter dachten gross und sahen ihr Konzert bereits in einer Reihe mit den grossen Konzerten f&uuml;r Bangladesch 1972 oder Bob Geldorf&rsquo;s Live Aid.\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Guaido-war-von-CIA-finanzierter-Organisation-trainiert-worden#\">Infosperber<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49003\">Juan Guaid&oacute;: Ein Staatschef aus dem Regime-Change-Labor<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51512\">&lsquo;Regime Change is fashion&rsquo; &ndash; Die Putschversuche als mediale Inszenierungen des Barrikadenhelden Juan Guaid&oacute;<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die Bundesregierung hat getreu ihrer Devise, immer alles das zu tun, was die USA wollen, den Ersatzpr&auml;sidenten anerkannt. Siehe hier:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<strong>Lage in Venezuela<\/strong><br>\nBundesregierung erkennt &Uuml;bergangspr&auml;sidenten an<br>\n&ldquo;Bis gestern ist keine Wahl f&uuml;r eine Pr&auml;sidentschaft ausgerufen worden&rdquo;, sagte Bundeskanzlerin Merkel in Japan. &ldquo;Deshalb ist jetzt Juan Guaid&oacute; die Person, mit der wir dar&uuml;ber reden und von der wir erwarten, dass sie einen Wahlprozess m&ouml;glichst schnell initiiert.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/bundesregierung-erkennt-uebergangspraesidenten-an-1576740\">Siehe hier der gesamte Text<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Alleine dieser einzelne Fall sagt viel &uuml;ber die Charakterlosigkeit unserer Bundesregierung, &uuml;ber ihre mangelnde Eigenst&auml;ndigkeit sowieso. Sie meinen, dieses Urteil sei zu hart? Dann lesen Sie den amtlichen Text des Bundespresse- und Informationsamtes und recherchieren selbst noch, welches Theater die Bundesregierung und einzelne Minister im Umgang mit dem CIA-Sch&uuml;ler Guaid&oacute; aufgef&uuml;hrt haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>GRU-Agent soll Anschlag koordiniert haben<\/strong><br>\nDie britische Regierung macht zwei Agenten des GRU f&uuml;r den Gift-Anschlag auf Skripal verantwortlich. Doch offenbar war auch ein dritter Agent beteiligt. Er soll die Aktion aus London koordiniert haben.<br>\nEin hochrangiges Mitglied des russischen Milit&auml;rgeheimdienstes GRU soll den Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal im s&uuml;denglischen Salisbury koordiniert haben. Das geht aus einem Bericht des Recherchenetzwerks &ldquo;Bellingcat&rdquo; in Zusammenarbeit mit der BBC hervor. (&hellip;)<br>\nWestliche Geheimdienste beschuldigen die russische Regierung, den Anschlag als Vergeltung f&uuml;r Skripals T&auml;tigkeit als Doppelagent veranlasst zu haben. Der Kreml weist diese Darstellung zur&uuml;ck. Die britische Regierung macht zwei Agenten des GRU f&uuml;r den Anschlag verantwortlich. (&hellip;)<br>\nAuf dem G20-Treffen in Osaka hatte die britische Premierministerin Theresa May mit Blick auf den Fall Skripal von Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin ein Ende seines &ldquo;destabilisierenden Vorgehens&rdquo; verlangt. May habe das Verhalten Russlands gegen&uuml;ber dem Vereinigten K&ouml;nigreich &ldquo;und seinen Alliierten&rdquo; als &ldquo;unverantwortlich&rdquo; bezeichnet, teilte ihr Sprecher am Rande des G20-Gipfels mit.<br>\nMay habe gegen&uuml;ber Putin betont, ihr Land verf&uuml;ge &uuml;ber &ldquo;unbestreitbare Belege&rdquo; daf&uuml;r, dass Russland f&uuml;r den Anschlag auf Skripal verantwortlich sei. Es k&ouml;nne &ldquo;keine Normalisierung der bilateralen Beziehungen&rdquo; geben, bis Russland seine Destabilisierungsma&szlig;nahmen beendet habe. Dazu z&auml;hlten &ldquo;feindselige Interventionen in anderen L&auml;ndern, Desinformation und Cyberattacken&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/skripal-183.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wieso konfrontiert die noch amtierende britische Premierministerin Russlands Pr&auml;sident Putin nicht mit Belegen f&uuml;r all die Anschuldigungen? Offensichtlich gibt es sie nicht. Und die &bdquo;Tagesschau&ldquo; macht flei&szlig;ig mit. Wiederholungen mit immer neuen Mutma&szlig;ungen ver&auml;ndern den Sachverhalt jedoch nicht, sondern scheinen lediglich zur Meinungsmache geeignet. Das d&uuml;rfte wohl auch der Hauptgrund im Fall Skripal sein: Meinungsmache durch Wiederholungen. Irgendetwas soll wohl h&auml;ngenbleiben &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rechte Straftaten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Fall L&uuml;bcke: Wirbel um Haldenwang-Interview im ZDF &ndash; Professor r&uuml;gt &bdquo;unglaubliche&ldquo; Aussage<\/strong><br>\nIn Zusammenhang mit dem Mordfall L&uuml;bcke gibt es Wirbel um Aussagen von Verfassungsschutz-Chef Thomas Haldenwang. Der Regensburger Strafrechts-Professor Henning Ernst M&uuml;ller sprach mit Blick auf ein Interview Haldenwangs in der Sendung &bdquo;ZDF spezial&ldquo; eine deutliche Warnung aus &ndash; Hintergrund ist eine Gespr&auml;chspassage, in der Haldenwang die Fl&uuml;chtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als Mitgrund f&uuml;r das Erstarken des Rechtsextremismus benennt.<br>\n&bdquo;Wer 1977 erlebt hat, stelle sich f&uuml;r einen Moment vor, z. B. Horst Herold habe damals in einem TV-Interview gesagt, die RAF-Morde seien auch durch die Politik des Bundeskanzlers Schmidt veranlasst worden&ldquo;, schrieb M&uuml;ller in einem mehrere hundert Male geteilten Tweet. Die &Auml;u&szlig;erung Haldenwangs sei seines Erachtens &bdquo;unglaublich&ldquo;, erkl&auml;rte der Strafrechts-Experte weiter.<br>\nAuf den Einwand eines Users, ein Zusammenhang zwischen den Geschehnissen des Sommers 2015 und einer politischen Radikalisierung sei ein &bdquo;offenes Geheimnis&ldquo;, spezifizierte M&uuml;ller seine Kritik. &bdquo;Es geht darum, wie es die Leute verstehen, die politische Morde okay finden.&ldquo; Diese verst&auml;nden es als &bdquo;Legitimation, wenn selbst der Verfassungsschutzpr&auml;sident &ouml;ffentlich im TV diesen Zusammenhang herstellt&ldquo;. An dieser Stelle gehe es, wie in der Strafverteidigung, um &bdquo;Strategie&ldquo;, betonte der Wissenschaftler. (&hellip;)<br>\nHaldenwang hatte in der Sendung am Donnerstag auf die Frage, ob der Verfassungsschutz zu wenig gegen Rechtsextremismus unternommen habe, erkl&auml;rt, er sehe keinen &bdquo;Wirkzusammenhang&ldquo; zwischen dem Verhalten des Inlands-Geheimdienstes und einer wachsenden Zahl an Rechtsextremisten. Man habe ein &bdquo;Erstarken des Rechtsextremismus in den vergangenen Jahren wahrnehmen m&uuml;ssen&ldquo;. Die Situation sei in &bdquo;vielerlei Umst&auml;nden&ldquo; begr&uuml;ndet und h&auml;nge mit &bdquo;aktuellen politische Entwicklungen zusammen&ldquo;, &bdquo;m&ouml;glicherweise nat&uuml;rlich auch mit der Fl&uuml;chtlings- und Migrationspolitik seit 2015&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/walter-luebcke-wirbel-um-haldenwang-interview-im-zdf-professor-ruegt-unglaubliche-aussage-zr-12724116.html\">Merkur.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der recht neue Verfassungsschutz-Pr&auml;sident scheint die Straftaten der rechten Szene verharmlosen zu wollen. Wer so ein Verst&auml;ndnis f&uuml;r Mord zeigt bzw. eine solche Erkl&auml;rung f&uuml;r einen Mord &auml;u&szlig;ert, d&uuml;rfte auf dem Chefposten des Inlandsgeheimdienstes nichts verloren haben. Offensichtlich eine Fehlbesetzung wie sein Vorg&auml;nger, Herr Maa&szlig;en.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Der &bdquo;Wirkzusammenhang&ldquo;<\/strong><br>\nThomas Haldenwang, seit November 2018 Pr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV), antwortete in einer ZDF-Schalte am Donnerstag grob fahrl&auml;ssig. Er antwortete auf die Frage, ob die Zahl der Rechtsextremisten in Deutschland auch deshalb einen neuen H&ouml;chststand erreicht habe, weil der Verfassungsschutz nicht genug getan h&auml;tte, dass er da nicht unbedingt einen &bdquo;Wirkzusammenhang&ldquo; s&auml;he.<br>\nNun ja, es liegt nat&uuml;rlich auf der Hand, dass der Verfassungsschutzpr&auml;sident selbst nicht unbedingt sagt: &bdquo;Ja, Mann. Da haben wir echt Schei&szlig;e gebaut&ldquo; &ndash; auch wenn das ein durchaus erfrischender Zugang w&auml;re f&uuml;r eine Beh&ouml;rde, bei der mindestens seit den Ermittlungen zu den NSU-Morden klar sein d&uuml;rfte, dass einige Mitarbeiter den braunen Sumpf vielleicht ein bisschen zu gut von innen kennen. &Uuml;ber Hans-Georg Maa&szlig;en und seinen Rechtsdrall brauchen wir an dieser Stelle gar nicht erst zu reden.<br>\nDoch Haldenwang sagt in dem Interview dann weiter, hier als w&ouml;rtliches Zitat, weil es so sch&ouml;n ist: &bdquo;Dass wir ein Erstarken des Rechtsextremismus in den letzten Jahren wahrnehmen mussten, das h&auml;ngt an vielerlei Umst&auml;nden. Das ist insgesamt ein Thema f&uuml;r die gesamte Gesellschaft; ich glaube das h&auml;ngt sehr viel mit aktuellen politischen Entwicklungen zusammen und m&ouml;glicherweise nat&uuml;rlich auch mit der Fl&uuml;chtlings- und Migrationspolitik seit 2015.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Rechtsextremisten-und-Verfassungsschutz\/!5608390\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><strong>Aber dazu auch: Seehofer fordert mehr Befugnisse f&uuml;r Verfassungsschutz<\/strong><br>\nBundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verlangte f&uuml;r den Inlandsgeheimdienst mehr Personal, bessere Technik und mehr Befugnisse, um extremistischen und terroristischen Gefahren ad&auml;quat begegnen zu k&ouml;nnen. &bdquo;Der Verfassungsschutz muss ausgebaut werden. Es geht darum, in den extremistischen und terroristischen Bereichen nicht nur einzelne Personen im Blick zu haben, sondern die Verbindungen zu Netzwerken offen zu legen. Das gilt gerade f&uuml;r den Rechtsextremismus&bdquo;, sagte er der &bdquo;Passauer Neuen Presse&ldquo;. (&hellip;)<br>\nSeehofer hat einen Gesetzentwurf erarbeiten lassen, demzufolge Geheimdienste unter bestimmten Bedingungen Spionageprogramme wie Trojaner in Server, Computer und Smartphones ihrer Zielpersonen einschleusen d&uuml;rfen. Bisher d&uuml;rfen das Strafverfolgungsbeh&ouml;rden wie das Bundeskriminalamt, wenn ein Richter es genehmigt. Geheimdienste hingegen stehen nur unter der Kontrolle der geheim tagenden G-10-Kommission unter Vorsitz eines Richters. Der Verfassungsschutz darf derzeit etwa Telefone anzapfen, wenn die Kommission zustimmt. So w&uuml;rde es dann auch bei Online-Durchsuchungen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/m-faz-net.cdn.ampproject.org\/c\/s\/m.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/horst-seehofer-fordert-mehr-befugnisse-fuer-verfassungsschutz-16260224.amp.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Noch immer untersch&auml;tzt? Rechte Terrorstrukturen in Deutschland<\/strong><br>\nGeorg Restle: &bdquo;Und damit zu dem gro&szlig;en politischen Thema dieser Tage. Wie gef&auml;hrlich ist der Rechtsterrorismus im Land? Oder anders gefragt, wo h&ouml;rt Extremismus eigentlich auf und f&auml;ngt Terrorismus an? Eine Frage, die immer schwerer zu beantworten ist, weil die Grenzen verschwimmen in einer Szene, die sich seit Jahren immer st&auml;rker radikalisiert. Umsturzpl&auml;ne, Gewaltfantasien, sogar Attentatspl&auml;ne geh&ouml;ren da l&auml;ngst zum Repertoire. Man f&uuml;hlt eine neue St&auml;rke; f&uuml;hlt sich getragen von einer gesellschaftlichen Stimmung, die der AfD im Osten des Landes gerade traumhafte Umfragewerte beschert. Die neonazistische Szene zieht daraus jede Menge Hoffnung; und das galt offensichtlich auch f&uuml;r den mutma&szlig;lichen M&ouml;rder von Walter L&uuml;bcke.&ldquo; (&hellip;)<br>\nMatthias Quent, Institut f&uuml;r Demokratie und Zivilgesellschaft: &bdquo;Das gewaltaffine Neonazimilieu nimmt Impulse aus dem rechtsradikalen Parlamentarismus, aus der AfD sehr sensibel wahr. Sie nehmen wahr, dass sie obenauf sind, dass sie im Aufwind sind und f&uuml;hlen sich berechtigt, als Vollstrecker einer angeblichen Mehrheitsmeinung jetzt vorzugehen.&ldquo;<br>\nSo war es offenbar auch bei &bdquo;Revolution Chemnitz&rdquo;, einer weiteren mutma&szlig;lich rechtsterroristischen Gruppierung, gegen die die Bundesanwaltschaft jetzt Anklage erhoben hat. Im September 2018 griffen Mitglieder bei einem &bdquo;Probelauf&rdquo; Ausl&auml;nder an. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie auch bewaffnete Anschl&auml;ge planten. Einige der Mitglieder von &bdquo;Revolution Chemnitz&rdquo; waren auch auf den Demonstrationen in Chemnitz. Kollegen von WDR, NDR und SZ konnten Ermittlungsakten und interne Chats einsehen. Demnach f&uuml;hlte sich die Gruppe von den Ereignissen in Chemnitz ermutigt und sah die Zeit reif f&uuml;r einen Umsturz.<br>\nMatthias Quent, Institut f&uuml;r Demokratie und Zivilgesellschaft: &bdquo;Wir m&uuml;ssen diese Gef&auml;hrdung als das, was sie ist, ernst nehmen, n&auml;mlich ein Angriff auf unser Zusammenleben, auf unser Wertesystem, auf unser Grundgesetz insgesamt. Und dieser Angriff ist im Moment so brachial und so stark, wie noch nie vorher in der Geschichte der Bundesrepublik.&ldquo;<br>\nGeorg Restle: &bdquo;Was also tun? Verbieten, verfolgen, einsperren? Ja, f&uuml;r Terroristen und Straft&auml;ter gibt es dazu wohl keine Alternative. Aber genauso wichtig w&auml;re es, diesen Leuten klar zu machen, dass es f&uuml;r ihre nationalistischen Umsturzphantasien keinerlei Mehrheiten gibt. Und zwar nirgendwo in diesem Land.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/walter-luebcke-100.html\">Monitor<\/a>\n<p><strong>Und: Korpsgeist, Schikane, Mobbing: Wie kritische Polizisten ausgebremst werden<\/strong><br>\nGeorg Restle: &bdquo;Wenn es um die Frage geht, warum Sicherheitsbeh&ouml;rden sich im Kampf gegen rechtsextremistische Straft&auml;ter so schwer tun, gibt es oft eine Antwort: Dass es da eine gewisse ideologische N&auml;he g&auml;be zwischen nicht wenigen Polizeibeamten und rechten Kreisen. Ganz von der Hand zu weisen ist diese These sicher nicht. Und dazu kommt, in weiten Teilen der Polizei herrscht ein Korpsgeist, der es kritischen Polizeibeamten sehr schwer macht, auf Fehlentwicklungen wie Gewalt oder Rassismus hinzuweisen. Wehe dem, der da aus der Reihe tanzt, der muss oft mit &uuml;blen Folgen rechnen. Christina Z&uuml;hlke und Julia Regis haben einige mutige Polizisten und Polizistinnen getroffen, die sich trotzdem getraut haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/korpsgeist-100.html\">Monitor<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lobbyisten bremsen Klimaverhandlungen aus<\/strong><br>\nWeder weltweite Hitzerekorde noch breite Proteste auf der Stra&szlig;e konnten die Verhandlungen der 3.000 Delegierten in Bonn beeinflussen, um am Ende durchschlagende Fortschritte in zentralen Punkten zu erzielen. Das Verhandlungstempo f&uuml;r eine entschlossene Umsetzung des Pariser Klimaabkommens ger&auml;t mehr und mehr ins Stocken. &ldquo;Der politische Wille f&uuml;r ehrgeizigeren Klimaschutz fehlt in mehreren Staaten&rdquo;, bilanziert Rixa Schwarz, Teamleiterin f&uuml;r Internationale Klimapolitik bei Germanwatch. (&hellip;)<br>\nSo hat Saudi-Arabien &ndash; teilweise mit Unterst&uuml;tzung der USA und dem Iran &ndash; einmal mehr die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Erderw&auml;rmung angezweifelt und trat damit auf die Bremse der internationalen Beratungen. Das ist nicht verwunderlich, denn all diese L&auml;nder setzen auf Erd&ouml;l und Schiefergas. Aber auch die EU hat es verpasst, den Verhandlungen einen Schub in die richtige Richtung zu geben. Vor allem die osteurop&auml;ischen L&auml;nder k&auml;mpfen f&uuml;r die Kohleindustrie und leisten Widerstand beim gesetzten Ziel, bis 2050 eine EU-weite Klimaneutralit&auml;t zu erreichen. (&hellip;)<br>\nBeim G20-Gipfel im japanischen Osaka wird das Thema Klimaschutz auf der Tagesordnung stehen. Grundlage f&uuml;r die Staats- und Regierungschefs wird eben jenes Papier sein, welches die Delegierten in Bonn am Ende zusammengetragen haben &ndash; allerdings ohne griffige Punkte. Dennoch ist Rita Schwarzel&uuml;hr-Sutter, parlamentarische Staatssekret&auml;rin im Bundesumweltministerium, optimistisch und meint: &ldquo;Dass sich 19 Staaten eindeutig zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens bekennen &ndash; wenn auch nach z&auml;hen Verhandlungen &ndash; sollte nicht untersch&auml;tzt werden. Das ist angesichts der Position der USA keine Selbstverst&auml;ndlichkeit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/lobbyisten-bremsen-klimaverhandlungen-in-bonn-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Aufstand in der EVP gegen Merkels Plan mit Timmermans<\/strong><br>\nDer Postenpoker in Br&uuml;ssel beginnt mit einer Pleite f&uuml;r die Kanzlerin: Angela Merkel ist mit ihrer Idee, den Sozialdemokraten Timmermans zum EU-Kommissionschef zu w&auml;hlen, in ihrer eigenen Parteienfamilie weitgehend isoliert.<br>\nViktor Orb&aacute;n war mal wieder der Erste: In einem Schreiben an den Chef der Europ&auml;ischen Volkspartei (EVP) Joseph Daul lie&szlig; Ungarns Regierungschef seinem Unmut am Sonntagnachmittag freien Lauf. Er wisse schon, dass die Mitgliedschaft seiner Fidesz-Partei in der EVP gerade suspendiert sei, schrieb Orb&aacute;n. Aber der &ldquo;Ernst&rdquo; der Lage zwinge ihn, zur Feder zu greifen: Wenn die EVP den Sozialdemokraten Frans Timmermans zum Kommissionspr&auml;sidenten w&auml;hle, komme das einer &ldquo;Dem&uuml;tigung&rdquo; gleich, schrieb Orb&aacute;n. Warum h&auml;tten die W&auml;hler f&uuml;r die EVP-Parteien gestimmt, wenn man nachher &ldquo;die wichtigste Position an unseren gr&ouml;&szlig;ten Rivalen&rdquo; abgebe? [&hellip;]<br>\nBeim entscheidenden Vorgipfel der EVP am Sonntagabend warben zwar Merkel und Ratspr&auml;sident Donald Tusk f&uuml;r den Deal, nach Informationen des SPIEGEL lehnen ihn zum derzeitigen Zeitpunkt aber alle anderen ab. &ldquo;Merkels Sushi-Diplomatie aus Osaka droht zu scheitern&rdquo;, sagte ein hochrangiger EU-Diplomat.<br>\nEs ist nicht nur eine herbe Niederlage f&uuml;r Merkel, vor allem gibt es damit ein weiteres gro&szlig;es Problem in der Gipfelnacht: Nicht nur die Visegr&aacute;d-Staaten, allen voran Polen und Ungarn, sowie Italien lehnen Timmermans ab. Auch die Reihen der Europ&auml;ischen Volkspartei sind zu Beginn des Gipfels alles andere als einig. Ohne die Regierungschefs der EVP aber gelingt der Deal auf keinen Fall.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/eu-aufstand-in-der-evp-gegen-angela-merkels-plan-mit-frans-timmermans-a-1275108.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Wahl der Kommissionschefs ger&auml;t so langsam zu Groteske. Mehr als 200 Millionen Europ&auml;er geben ihre Stimme ab und am Ende schachert Angela Merkel am Rande des G20-Gipfels vorbei an den zust&auml;ndigen Gremien ein Ergebnis aus, bei dem der &bdquo;Spitzenkandidat&ldquo; einer Partei, die gerade mal 25% der Abgeordneten stellt nun den Posten bekommen soll? Das ist vollkommen abstrus und es ist erstaunlich, dass au&szlig;er Victor Orban niemand &ouml;ffentlich Alarm schl&auml;gt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Pr&auml;zedenzfall WikiLeaks<\/strong><br>\nDer UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer hat seine Position zum Fall Assange noch einmal klar gestellt &ndash; doch keine Zeitung wollte den Beitrag drucken<br>\nDer Sonderberichterstatter des Hochkommissariats f&uuml;r Menschenrechte bei den Vereinten Nationen, der Schweizer Nils Melzer, der zusammen mit zwei medizinischen Experten Julian Assange im Gef&auml;ngnis besuchen konnte, hatte in seinem Gutachten am 31. Mai 2019 von der massiven &ldquo;psychologischen Folter&rdquo; gesprochen, der Assange seit Jahren ausgesetzt werde und ein sofortiges Ende der &ldquo;kollektiven Verfolgung&rdquo; des Wikileaks-Gr&uuml;nders gefordert. &ldquo;In 20 Jahren Arbeit mit Opfern von Krieg, Gewalt und politischer Verfolgung&rdquo;, so Nils Melzer, &ldquo;habe ich noch nie erlebt, dass sich eine Gruppe demokratischer Staaten zusammenschlie&szlig;t, um ein einzelnes Individuum so lange Zeit und unter so geringer Ber&uuml;cksichtigung der Menschenw&uuml;rde und der Rechtsstaatlichkeit bewusst zu isolieren, zu verteufeln und zu missbrauchen&rdquo;.<br>\nKlarer und deutlicher als in dem Statement des UN-Folterexperten kann man kaum benennen, welchem menschenunw&uuml;rdigen Unrecht Julian Assange seit Jahren ausgesetzt ist, doch abgesehen von einigen alternativen Medien erregten diese Anklagen kein gr&ouml;&szlig;eres Aufsehen. Sie verschwanden sofort wieder aus den Nachrichten und der britische Au&szlig;enminister Jeremy Hunt verbat sich die &ldquo;hetzerischen Anschuldigungen&rdquo; des UN-Berichterstatters.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Praezedenzfall-WikiLeaks-4458012.html\">Mathias Br&ouml;ckers auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Sozialdemokratie hat ihre Aufgabe erf&uuml;llt. &ndash; Ein Nachruf auf die SPD<\/strong><br>\nSozialdemokratisches ist l&auml;ngst nicht mehr das Monopol der Sozialdemokratie. Es ist Allgemeingut. Aber was heisst das f&uuml;r eine Partei wie die SPD?<br>\nSozialdemokratismus, verstanden als verwirklichter und sich st&auml;ndig weiterentwickelnder Wohlfahrtsstaat (nicht zu verwechseln mit dem Paradies), ist in Deutschland sowie im politisch westlichen Europa gelebter Alltag und geh&ouml;rt zur unumstrittenen Basis fast aller Parteien. Die SPD hat also ihre historische Mission erf&uuml;llt. Deshalb stirbt sie ab.<br>\nSeit je konzentrierte sich die Sozialdemokratie aufs materielle Wohl der Menschen. Zun&auml;chst der Menschen &laquo;ganz unten&raquo;, dann, als Volkspartei, &laquo;der&raquo; Gesellschaft&raquo;. Seit den sp&auml;ten 1960er Jahren sind die meisten westeurop&auml;ischen Gesellschaften materiell weitgehend zufriedengestellt. Postmaterialistisches bekam immer mehr Gewicht, und diese Entwicklung entzog der Sozialdemokratie strukturell den Boden unter den F&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/aufgabe-erfuellt-ein-nachruf-auf-die-spd-ld.1491466\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dieser Artikel des deutschen Professors Michael Wolffsohn in der Neuen Z&uuml;rcher Zeitung ist in mehrerer Hinsicht interessant:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Da verbreitet ein vom Steuerzahler ausgehaltener Professor die in einer gro&szlig;en langfristigen Kampagne vermittelte M&auml;r, unsere Gesellschaft sei sozialdemokratisiert und deshalb sei der Job der Sozialdemokratie erledigt.<\/em><\/li>\n<li><em>Dazu muss dieser Professor behaupten, Sozialdemokratismus, verstanden als verwirklichter Wohlfahrtsstaat sei gelebter Alltag. Die meisten westeurop&auml;ischen Gesellschaften seien materiell weitgehend zufriedengestellt. Daraus lernen wir, dass ein deutscher Professor offensichtlich keine Ahnung von der Realit&auml;t eines Gro&szlig;teils der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat, die sich mit unsicheren Arbeitsvertr&auml;gen und befristeten Arbeitsvertr&auml;gen herumzuschlagen haben. Vielleicht wei&szlig; der Professor das nicht, weil er an einer Bundeswehr-Hochschule t&auml;tig war. Besonders abstrus ist diese Unterstellung angesichts der Situation vieler lohnabh&auml;ngig arbeitenden Menschen in anderen westeurop&auml;ischen Gesellschaften, in den ost- und s&uuml;dosteurop&auml;ischen und s&uuml;dlichen Gesellschaften sowieso. Hohe Jugendarbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit kennzeichnet viele V&ouml;lker, die zur Europ&auml;ischen Union geh&ouml;ren. Vielleicht schaut sich der Herr Professor mal <a href=\"https:\/\/www.3sat.de\/dokumentation\/reise\/kritisch-reisen-kroatien-dokreise-102.html\">diesen 3Satfilm an<\/a>. Dort, in den meisten L&auml;ndern des Ostens, des S&uuml;dostens und des S&uuml;dens Europas wie auch in Deutschland w&auml;re f&uuml;r eine richtige Sozialdemokratie noch ausgesprochen viel zu tun.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>M&ouml;gliche Folge des Mercusor-Abkommens &ndash; &bdquo;Pestizide kommen zur&uuml;ck nach Europa&ldquo;<\/strong><br>\nWelche Folgen hat das Freihandelsabkommen Mercusor f&uuml;r die EU? Die Geografin Bombardi warnt vor einem Vergiftungs-Kreislauf<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/moegliche-folge-des-mercusor-abkommens-pestizide-kommen-zurueck-nach-europa\/24510150.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: No 418<\/strong><br>\n&ldquo;Au&szlig;en vor beim Feilschen um die Quoten bleiben die sozialen und &ouml;kologischen Folgen der geplanten Steigerung des Agrarhandels. So erh&ouml;hten sich bereits in den vergangenen 14 Jahren die brasilianischen Rindfleischexporte um &uuml;ber 700 Prozent. Das Land ist weltweit der zweitgr&ouml;&szlig;te Produzent und gr&ouml;&szlig;te Exporteur von Rindfleisch. Das Wachstum der Rinderherden aber f&uuml;hrt zu Landkonflikten und einer massiven Abholzung. [&hellip;]<br>\nDie zahlreichen Landkonflikte, die der Vormarsch des Agrobusiness in den Mercosur-Staaten anheizt, verlangen nach handelspolitischen Regeln, die die Menschenrechte sch&uuml;tzen. Gerade in noch waldreichen Regionen, etwa Amazonien oder dem Gran Chaco in Argentinien und Paraguay, bedrohen Viehwirtschaft und Plantagen die ans&auml;ssige Bev&ouml;lkerung. Vor allem Sojafelder und Rinderherden erweisen sich seit Jahren als wichtigste Treiber der Entwaldung und der Versch&auml;rfung der Klimasituation. Doch das Assoziationsabkommen ist auch in dieser Hinsicht v&ouml;llig unzureichend. Denn diesbez&uuml;gliche Bestimmungen finden sich wiederum nur in dem zahnlosen Nachhaltigkeitskapitel. Und auch die Bestimmungen selbst sind derart schwach, dass sie Betroffenen der grassierenden Landnahme keinen effektiven Schutz gew&auml;hren k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nHinzu kommt, dass das Assoziationsabkommen bisher keinerlei St&auml;rkung der viel zu schwachen Menschenrechtsklausel vorsieht, die die EU in ihre Handelsvertr&auml;ge integriert. Diese erlaubt zwar grunds&auml;tzlich die Aussetzung von Handelspr&auml;ferenzen bei schwerwiegenden Verst&ouml;&szlig;en. Aufgrund der hohen H&uuml;rden, die die EU f&uuml;r die Aktivierung der Menschenrechtsklausel errichtet hat, f&uuml;hrte sie bisher jedoch noch nie zu Handelssanktionen. [&hellip;]<br>\nDiese Schw&auml;chen sind umso bedrohlicher angesichts der Zunahme gewaltt&auml;tiger Auseinandersetzungen im Mercosur. In Brasilien etwa registrierte die Landpastorale CPT (Commiss&atilde;o Pastoral da Terra) in den vergangenen drei Jahren eine Verdopplung der Landkonflikte. So kam es 2017 zu 70 Morden an Kleinb&auml;uerInnen, Indigenen und AktivistInnen, die sich gegen das vordringende Agrobusiness verteidigten. Die CPT dokumentiert ebenfalls die grassierende Straflosigkeit. Im Zeitraum 1985 bis 2017 wurden demnach &uuml;ber 1900 Menschen in Landkonflikten ermordet. Doch nur in acht Prozent der F&auml;lle kam es zu Verurteilungen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=13593\">Maskenfall<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben auf das neue sog. Freihandelsabkommen zwischen der EU und s&uuml;damerikanischen Staaten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52874#h08\">hingewiesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was wollen die Gr&uuml;nen?<\/strong><br>\nGestern Abend war die Doppelspitze der Gr&uuml;nen &ndash; Annalena Baerbock und &lrm;Robert Habeck &ndash; <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/gesellschaft\/markus-lanz\">Gast bei Markus Lanz im ZDF<\/a>. Vorneweg: Sie haben sich gut geschlagen. Es ist aber bedauerlich, dass zwei wichtige Fragen nicht angesprochen wurden:<br>\n1.Im Gegensatz zu ihren Anf&auml;ngen glauben die heutigen Gr&uuml;nen, mit dem jetzigen Wirtschaftssystem (Kapitalismus) lie&szlig;e sich die Umwelt retten. Das ist ein gro&szlig;er Irrtum. Es gibt keinen gr&uuml;nen Kapitalismus.<br>\n2.Dass die Gr&uuml;nen &ndash; teilweise noch st&auml;rker als die SPD &ndash; alle sozialen K&uuml;rzungen betrieben haben, die heute die Lebensbedingungen von fast der H&auml;lfte der deutschen Bev&ouml;lkerung deutlich verschlechtert haben, wissen viele ihrer heutigen Anh&auml;nger leider nicht mehr. Es gibt jetzt einige begr&uuml;&szlig;enswerte Verbesserungsvorschl&auml;ge zur Sozialpolitik, allzu konkret werden die Gr&uuml;nen aber nicht. Entscheidend ist, dass sie an der neoliberalen Ideologie festhalten. Die &bdquo;schwarze Null&ldquo; wird ebenso von ihnen unterst&uuml;tzt wie die Irrlehre, dass niedrige Unternehmenssteuern und niedrige L&ouml;hne die Grundlage wirtschaftlichen Erfolges sind. Selbst wenn man das jetzige Wirtschaftssystem nicht in Frage stellt, wie Baerbock und Habeck, mit der Ideologe der Schwarzen Null sind die notwendigen Umweltinvestitionen nicht zu leisten.<br>\nDas gr&ouml;&szlig;te Problem der Gr&uuml;nen ist ihre Au&szlig;enpolitik, angefangen von der Russland-Phobie bis zu ihrer Bef&uuml;rwortung von Waffenlieferungen und Kriegen.<br>\nWaffenexporte an Kriegsparteien sind kein Umweltschutz. Die Kriege, die die Gr&uuml;nen unterst&uuml;tzen, angefangen vom Jugoslawien-Krieg bis zum Syrien-Krieg, sind die schlimmste Zerst&ouml;rung der Umwelt. Teilweise wurde Uran-Munition eingesetzt!<br>\nEine Erkl&auml;rung, dass sie keiner Bundesregierung angeh&ouml;ren werden, die das Trumpsche Aufr&uuml;stungs-Diktat (zwei Prozent vom Bruttoinlandsprodukt) unterst&uuml;tzt, fehlt. Die Destabilisierung der Ukraine, (die ehemalige US-Staatssekret&auml;rin Victoria Nuland: Wir haben &uuml;ber f&uuml;nf Milliarden Dollar aufgewandt, um die Ukraine zu destabilisieren. Fuck the EU) haben die Gr&uuml;nen wie keine andere Bundestagspartei unterst&uuml;tzt. Seit Joschka Fischers Liaison mit Madelaine Albright (Die Irak-Sanktionen waren den Tod von 500.000 Kindern wert) sind die Gr&uuml;nen die eifrigsten Bef&uuml;rworter der Einkreisungs-Politik der USA gegen&uuml;ber Russland. Prominente Gr&uuml;ne wollen sogar die russischen Erdgaslieferungen f&uuml;r das dreckige, umweltsch&auml;dliche US-Frackinggas tauschen.<br>\nUmweltpolitik verlangt aber unabdingbar eine Au&szlig;enpolitik f&uuml;r Frieden und Abr&uuml;stung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2381649821896471\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Leider ist die Kritik am &bdquo;gr&uuml;nen Kapitalismus&ldquo; sehr verk&uuml;rzt. Mich h&auml;tte schon interessiert, wie Oskar Lafontaine &uuml;berhaupt &bdquo;Kapitalismus&ldquo; definiert, was ein &bdquo;gr&uuml;ner Kapitalismus&ldquo; sein soll und warum es den nicht geben k&ouml;nnen soll.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>So rodet sich der Wald von selbst<\/strong><br>\nAufnahmen zeigen: Entgegen aller Gerichtsurteile und den Vorgaben der Kohlekommission gr&auml;bt sich RWE direkt bis vor die B&auml;ume des Hambacher Forstes. (&hellip;)<br>\nOhne Not arbeitet sich der Bagger genau auf die Waldspitze zu und d&uuml;rfte sp&auml;testens Freitag dort ankommen, keine 50 Meter vor den ersten B&auml;umen. Borsch-Laaks, seit Jahren im Vorstand der Aachener Umwelt-B&uuml;rgerinitiative 3Rosen, ist emp&ouml;rt: &bdquo;W&auml;hrend wir noch friedlich, freundlich und fr&ouml;hlich einen menschlichen Schutzwall f&uuml;r die D&ouml;rfer in Garzweiler bildeten, geschah in Hambach, was wir bef&uuml;rchtet hatten.&ldquo; Der Bagger dort sei &bdquo;unmittelbar davor, mit seinem Schaufelrad die Wurzeln der B&auml;ume zu erreichen&ldquo;.<br>\nNun k&ouml;nne er &bdquo;als Naturwissenschaftler Emotionen nicht so heraushauen wie Michael Zobel (der Waldp&auml;dagoge, d.Red.). Aber das zu sehen, geht schon an die Substanz.&ldquo; Montag fuhr Borsch-Laaks hin, kam aber nicht weit genug ins Sperrgebiet vor. Also beauftragte er einen Drohnenpiloten, der die Szenerie am Dienstag &uuml;berflog und dabei Bilder und Videos lieferte. (&hellip;)<br>\nDas Vordringen des Baggers (es ist &uuml;brigens genau jener, den sieben Aktivistinnen am Montag f&uuml;r sieben Stunden durch Besetzung aufgehalten hatten) hat wahrscheinlich verheerende Folgen. &bdquo;Bodengeologisch ist das fatal bei solch einer nackten Kante, zumal in der derzeitigen gro&szlig;en Hitze&ldquo;, das Ganze sei &bdquo;ein unverantwortliches Experiment&ldquo; auf Kosten des Waldes. &bdquo;Keinen Meter weiter! Keine Verl&auml;ngerung des F&ouml;rderbandes!&ldquo;, nennt Borsch-Laaks erste Schlussfolgerungen. Und als Erste Hilfe gegen das Verdursten: &bdquo;Aktive Bew&auml;sserung des Waldrandes und der wenigen Freifl&auml;chen davor!&ldquo; An Wasser mangelt es in der W&uuml;stenei nicht, RWE pumpt anderthalb Millionen Kubikmeter ab &ndash; t&auml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Drohnenfotos-vom-Hambacher-Tagebau\/!5608138\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu: Alarm im Hambacher Wald<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=kNDjPlZDmKs\">Verein 3Rosen via You Tube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Maut-Debakel wird immer teurer<\/strong><br>\n&Uuml;ber f&uuml;nf Jahre trieb seine CSU die Einf&uuml;hrung der umstrittenen Pkw-Maut voran. Nicht mal eine halbe Stunde dauerte es dann, ihr Ende einzuleiten. Um 9.30 Uhr habe der EuGH mit seinem Urteil am Dienstag vor einer Woche das Aus f&uuml;r die Abgabe besiegelt. Um zehn Uhr habe er in seinem Ministerium eine Task-Force eingesetzt, erz&auml;hlte Scheuer in dieser Woche nach SZ-Informationen hinter den verschlossenen T&uuml;ren des Bundestags-Verkehrsausschusses. So berichten es Teilnehmer &uuml;bereinstimmend. Noch am gleichen Tag h&auml;tten seine Leute die Ausgaben gestoppt und die K&uuml;ndigungen der Vertr&auml;ge mit beteiligten Unternehmen eingeleitet. Das Ziel: Schnell handeln, um die finanziellen Belastungen f&uuml;r den Steuerzahler gering zu halten.<br>\nDoch in Kreisen der Bundesregierung wachsen die Zweifel, ob das wirklich gelingt. Insider des Projektes erwarten, dass die nie gestartete Pkw-Maut den Bund und seine B&uuml;rger noch deutlich teurer kommt als bislang bef&uuml;rchtet. Von 300 bis 500 Millionen Euro an Entsch&auml;digungszahlungen war in den schlimmsten Szenarien bisher die Rede. Doch in Regierungskreisen wird vermutet, dass die Betreiberfirmen dem Bund mindestens 700 Millionen Euro in Rechnung stellen k&ouml;nnten. &ldquo;Es seien aber sogar auch noch h&ouml;here Forderungen m&ouml;glich&rdquo;, hei&szlig;t es. Die Betreiberfirmen Kapsch Trafficom und CTS Eventim wollten sich zu den Vorg&auml;ngen nicht &auml;u&szlig;ern. Das Ministerium bezeichnete die Zahlen am Freitag als &ldquo;reine Spekulation&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDas Bundesverkehrsministerium f&uuml;hrte nun gegen&uuml;ber dem Verkehrsausschuss vorsichtshalber gleich mehrere Gr&uuml;nde f&uuml;r die K&uuml;ndigung an. So h&auml;tten die Unternehmen auch nach dem EuGH-Urteil noch Unterauftr&auml;ge an andere weitere vergeben, erkl&auml;rte Scheuer. Das sei ein sehr, sehr triftiger K&uuml;ndigungsgrund&rdquo;. Insider des Falls sehen den Grund allerdings kritisch. Die Vertr&auml;ge liefen noch bis Ende September. Ein abruptes Ende der Arbeiten h&auml;tte man den Unternehmen deshalb ebenfalls vorwerfen k&ouml;nnen.<br>\nDas Ministerium f&uuml;hrt zudem die schlechte Leistung der Firmen sowie ein gest&ouml;rtes Vertrauensverh&auml;ltnis zwischen Bund und Betreibern an. Es seien Fristen &uuml;berschritten worden, hei&szlig;t es vielsagend. Dabei spielen offenbar die im Vertrag aufgef&uuml;hrten &ldquo;Meilensteine&rdquo;, die zu bestimmten Terminen erreicht werden sollten, eine Rolle. Das zust&auml;ndige Kraftfahrtbundesamt sei jedoch mit der Arbeit der Firmen zufrieden gewesen, hei&szlig;t es dagegen aus Kreisen der Flensburger Beh&ouml;rde. Es habe zwar Nachbesserungsw&uuml;nsche bei f&uuml;nf oder sechs Punkten und Fristen daf&uuml;r gegeben. Das sei aber bei Gro&szlig;projekten normal und wohl kein K&uuml;ndigungsgrund, hei&szlig;t es weiter. Das Maut-Projekt sei von Seiten der Unternehmen weitgehend im Plan gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/pkw-maut-kosten-vertraege-andreas-scheuer-1.4503255\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was Bundesminister Scheuer seit dem EuGH-Urteil betreibt, erscheint ziemlich leicht zu durchschauen: Er will sich und vor allem seinen Posten retten. Sein R&uuml;cktritt erscheint nun jedoch mehr als f&auml;llig zu sein. Was Herr Scheuer und seine CSU &uuml;ber Jahre betrieben haben, war und ist offensichtlich nicht am Gemeinwohl orientiert, sondern reine Ideologie. Bitte lesen Sie dazu auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37613\">PKW-Maut &ndash; es geht nicht um die CSU, sondern um k&uuml;nftige Privatisierungen in gro&szlig;em Ma&szlig;stab<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19200\">Niemand hat die Absicht, eine PKW-Maut einzuf&uuml;hren<\/a><\/em>.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Dazu: Scheuer muss hunderte Arbeitspl&auml;tze abbauen &ndash; Millionenkosten f&uuml;r Steuerzahler<\/strong><br>\nEs sollte das Prestigeprojekt der CSU werden &ndash; doch nun wird das Ausma&szlig; des Maut-Debakels immer deutlicher. Minister Scheuer ist schwer angez&auml;hlt.<br>\nDie gescheiterte Pkw-Maut hat von 2014 bis 2019 Kosten von 53,6 Millionen Euro verursacht, zudem m&uuml;ssen hunderte Planstellen wieder abgebaut werden. Das geht aus einer Vorlage des Bundesverkehrsministeriums f&uuml;r den Verkehrsausschuss des Bundestags hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt. &bdquo;Ob und eventuell in welcher H&ouml;he Entsch&auml;digungszahlungen auf Grund der K&uuml;ndigung des Betreibervertrages zu leisten ist, ist derzeit rein spekulativ&ldquo;, hei&szlig;t es in der Vorlage mit Blick auf Sch&auml;tzungen von rund 300 Millionen Euro an Entsch&auml;digungszahlungen. &bdquo;Die Vertragsverh&auml;ltnisse mit dem Betreiber f&uuml;r die Erhebung und dem Auftragnehmer f&uuml;r die Automatische Kontrolle der Infrastrukturabgabe wurden mit Schreiben vom 18.06.2019 gek&uuml;ndigt&ldquo;, betont das Ministerium. (&hellip;)<br>\nGr&uuml;ne, FDP und Linke drohen mit einem Untersuchungsausschuss des Bundestags, sollte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Mittwoch im Verkehrsausschuss nicht l&uuml;ckenlos die Vertr&auml;ge offenlegen. Durch das EuGH-Urteil und die Nicht-Einf&uuml;hrung der Maut fehlten wichtige Einnahmen f&uuml;r die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur, betont das Ministerium.<br>\nHierf&uuml;r  seien bisher zus&auml;tzlich insgesamt rund eine Milliarde Euro eingeplant worden. Zudem seien insgesamt 423 Planstellen zum Aufbau der Maut beim Bundesamt f&uuml;r G&uuml;terverkehr (BAG), dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) und im Verkehrsministerium geschaffen worden. Zus&auml;tzlich im Haushalt f&uuml;r 2020 geplante 120 Stellen w&uuml;rden sofort gestrichen. Auch die anderen Planstellen sollen weitgehend abgebaut werden. &bdquo;Alle Personalbesetzungsma&szlig;nahmen in BAG und KBA wurden gestoppt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/das-maut-aus-und-die-folgen-scheuer-muss-hunderte-arbeitsplaetze-abbauen-millionenkosten-fuer-steuerzahler\/24491808.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lobbyisten fordern strenges Lobbyregister<\/strong><br>\nWie viel Einfluss haben Interessengruppen auf Regierung und Parlament? Diese Frage soll k&uuml;nftig durch ein &ouml;ffentliches Lobbyregister einfacher zu beantworten sein. Das fordern ausgerechnet sechs Lobbyverb&auml;nde mit meist gegens&auml;tzlichen Zielen: der Verband der Chemischen Industrie (VCI), die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International, der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die Familienunternehmer, der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).<br>\nIn das Lobbyregister sollten sich all jene eintragen m&uuml;ssen, die sich der politischen Interessenvertretung widmen, fordern die Verb&auml;nde in einem gemeinsamen Eckpunktepapier. Das Register soll auch Angaben zu den T&auml;tigkeitsfeldern enthalten sowie zu den Finanzmitteln, die f&uuml;r die Interessenvertretung zur Verf&uuml;gung stehen.<br>\nDie laut VCI-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Utz Tillmann &ldquo;&uuml;berraschende und breite Allianz&rdquo; der Verb&auml;nde pl&auml;diert dar&uuml;ber hinaus f&uuml;r weitere Ma&szlig;nahmen:\n<ul>\n<li>Ein verpflichtender Verhaltenskodex f&uuml;r Lobbyisten soll eingef&uuml;hrt &ndash; und Sanktionen festgelegt werden, mit denen Verst&ouml;&szlig;e dagegen geahndet werden. So soll in schweren F&auml;llen Lobbyisten der Zugang zu Ministerien und Bundestag verwehrt werden.<\/li>\n<li>Zudem soll ein sogenannter &ldquo;legislativer Fu&szlig;abdruck&rdquo; etabliert werden: Politische Interesseneingaben w&uuml;rden dann digital und &ouml;ffentlich zug&auml;nglich dokumentiert. Dazu sollen die Interessenbeteiligung und deren Abw&auml;gung in der Begr&uuml;ndung von Gesetzentw&uuml;rfen erl&auml;utert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bislang gibt es in Deutschland lediglich ein Verb&auml;nderegister, bei dem die Eintragung freiwillig ist. Au&szlig;erdem werden dort nur Verb&auml;nde erfasst, nicht aber Kanzleien, Konzerne oder Berater. (&hellip;)<br>\nBei den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD war ein strengeres und transparentes Lobbyregister bis in die Schlussphase hinein in den Entw&uuml;rfen des Koalitionsvertrags vorgesehen &ndash; dann aber auf Druck der CSU im letzten Moment wieder gestrichen worden. Im EU-Vergleich setzt Deutschland laut einer Studie von Transparency International Lobbyisten besonders wenig Grenzen. Umfragen zufolge bef&uuml;rwortet eine gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung ein umfassendes Lobbyregister.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/lobby-register-wirtschaftsverbaende-und-transparency-fordern-gemeinsam-strenge-regeln-a-1274807.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch bei diesem Thema h&auml;tte das SPD-Spitzenpersonal mehr &bdquo;Fingerspitzengef&uuml;hl&ldquo; beweisen k&ouml;nnen oder m&uuml;ssen. Es stellt sich die Frage, weshalb die F&uuml;hrungskr&auml;fte dieser Partei das Streichen entsprechender Regelungen zugelassen haben. Doch nicht die Aussicht auf (weitere) eigene Minister- oder Regierungsposten &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Interessante Pers&ouml;nlichkeit vom Markt genommen&ldquo; &ndash; Willy Wimmer zu Gabriels Atlantikbr&uuml;cken-Posten<\/strong><br>\nHerr Wimmer, nach 10 Jahren gibt Friedrich Merz den Vorsitz der Atlantikbr&uuml;cke auf, ihm folgt der ehemalige SPD-Chef und fr&uuml;here Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel. Bevor wir auf Gabriel zu sprechen kommen, w&uuml;rde ich gern einen Blick auf die Institution werfen, die er anf&uuml;hren soll. Die Atlantikbr&uuml;cke besteht ja seit 1952 und will nach eigenem Selbstverst&auml;ndnis &bdquo;die pers&ouml;nliche Begegnung zwischen deutschen und amerikanischen F&uuml;hrungskr&auml;ften f&ouml;rdern und hochrangigen Entscheidungstr&auml;gern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft von beiden Seiten des Atlantiks eine Plattform f&uuml;r Treffen und f&uuml;r die Vernetzung mit ihresgleichen bieten&ldquo;. Welchen Einfluss hat sie in den vergangenen Jahrzehnten tats&auml;chlich ge&uuml;bt, bei welchen m&ouml;glicherweise weitreichenden Entscheidungen mitgewirkt?<br>\nDas ist eine Einrichtung, die man getrost als Frontorganisation amerikanischer Belange in Deutschland bezeichnen kann. Wenn man sich die Zusammensetzung ansieht sowie die Aufgabenstellung, die damit verbunden ist, dann ist es mit Sicherheit die Durchsetzung amerikanischer Interessen. Dadurch, dass man Meinungsbildner in Deutschland in einer Organisation so zusammenf&uuml;hrt, wie es in der Atlantikbr&uuml;cke der Fall ist. Vor diesem Hintergrund sollte man sich vor jeder zentralen &Uuml;berlegung, die in Deutschland angestellt wird, immer wieder fragen, welcher Einfluss von diesen Kreisen ausge&uuml;bt wird.  Er ist intensiv &ndash; das ergibt sich aus dem Charakter. Die Leute, die zur Atlantikbr&uuml;cke z&auml;hlen, sind handverlesener als die, die im Deutschen Bundestag sitzen. Das kann man getrost nebeneinander halten und dann wei&szlig; man, welche Bedeutung diese Einrichtung hat. Ich will sie nicht &uuml;bersch&auml;tzen, aber sie darf auch nicht untersch&auml;tzt werden. Sie ist Bestandteil einer amerikanischen Gesamtstrategie, die deutsche politische und &ouml;konomische Wirklichkeit so zu durchdringen, dass in Deutschland jede Voraussetzung geschaffen ist, amerikanischen Belangen dienstbar zu sein. Insofern ist es eine prominente Organisation.<br>\nIn Deutschland ist die Atlantikbr&uuml;cke als gemeinn&uuml;tziger Verein gelistet. Zu Recht?<br>\nDas m&uuml;ssen diejenigen beurteilen, die sich mit dem Vereinsrecht auskennen. Ich finde, es ist eine Frontorganisation par excellence. Inwieweit das noch vereinsrechtlich unter steuerbefreitem Charakter abgebucht werden kann, soll der Finanzminister entscheiden. Vielleicht hat er das jetzt auch vor &ndash; im Zusammenhang mit der Personalentscheidung Sigmar Gabriel. Das ist ein guter Anlass, sich einmal dar&uuml;ber im Klaren zu werden, was das eigentlich f&uuml;r eine Truppe ist. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190628325333796-gabriel-atlantik-bruecke-wimmer\/\">Sputnik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Wimmer irrt, denn Herr Gabriel war nicht jahrelang Au&szlig;enminister Deutschlands, sondern kaum etwas l&auml;nger als ein Jahr. Vergessen sollte auch nicht sein, dass Herr Gabriel sich bereits als SPD-Bundesvorsitzender und zugleich Bundeswirtschaftsminister f&uuml;r hoch-umstrittene, sogenannte Freihandelsabkommen mit Amerika eingesetzt hatte. Insbesondere dieser Einsatz f&uuml;r die Interessen von Konzernen hat ihm hierzulande viel Glaubw&uuml;rdigkeit gekostet. Aber Herr Gabriel denkt sich vermutlich, &bdquo;wes Brot ich ess, des Lied ich sing&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>NSA r&auml;umt erneut Fehler bei der Vorratsdatenspeicherung ein<\/strong><br>\nDie NSA hat nach eigenen Angaben zumindest zwischen dem 3. und dem 12. Oktober 2018 widerrechtlich Verbindungs- und Standortdaten von einem nicht genannten US-Telekommunikationsanbieter bezogen. Der Geheimdienst spricht von einer &ldquo;Anomalit&auml;t&rdquo;, die bei der Untersuchung des gelieferten Datenmaterials festgestellt worden sei. Dies geht aus einer Meldung des Geheimdienstes an das &uuml;bergeordnete US-Verteidigungsministerium von Anfang Februar hervor, die zun&auml;chst als geheim eingestuft war. Die US-B&uuml;rgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) hat den Bericht auf eine Anfrage nach dem Freedom of Information Act erhalten und nun ver&ouml;ffentlicht. (&hellip;)<br>\nLaut dem Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) darf die NSA Metadaten von Providern in den USA abfragen, auf Vorrat speichern und auswerten. In den bezogenen Datenbest&auml;nden k&ouml;nnen die Agenten mit Richtergenehmigung auch nach Inhalten von US-B&uuml;rgern suchen, wenn diese mit Zielpersonen im Ausland in Kontakt standen. Von dieser Befugnis machte der Geheimdienst im vergangenen Jahr deutlich mehr Gebrauch. Insgesamt sammelte er 2018 auf Basis der gesetzlichen Kompetenzen 434 Millionen Verkehrsdaten ein. Das vormalige, noch weitergehende Programm der Beh&ouml;rde zur Vorratsdatenspeicherung hatte Edward Snowden 2013 enth&uuml;llt.<br>\nMitte 2018 musste die NSA einr&auml;umen, dass es auch bei der gesetzlich etwas eingehegten Variante zu &ldquo;technischen Irregularit&auml;ten&rdquo; gekommen war. Es seien Informationen &ndash; vermutlich &uuml;ber US-B&uuml;rger &ndash; an die Beh&ouml;rde gelangt, die sie nicht h&auml;tte besitzen d&uuml;rfen. In dem nun beschriebenen Fall vom Oktober bat der Geheimdienst den betroffenen Anbieter, die Abweichungen zu untersuchen, und stoppte den Datenfluss. Der Provider habe den Fehler sp&auml;ter best&auml;tigt und beseitigt, was man &uuml;berpr&uuml;ft habe. (&hellip;)<br>\nAuswirkungen auf die nationale Sicherheit oder die internationalen Beziehungen hatte das erneute Vorkommnis dem Bericht zufolge nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/NSA-raeumt-erneut-Fehler-bei-der-Vorratsdatenspeicherung-ein-4457611.html\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bis ein Vorgang Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen hat, muss wohl so Einiges passieren &ndash; zumindest was die Beziehungen zu Deutschland angeht. Nicht einmal das Ausspionieren des Kanzlerin-Handys hat zu Konsequenzen gef&uuml;hrt &ndash; vor allem nicht hierzulande. Im Gegenteil: Nach einem kurzen Besuch in Washington erkl&auml;rte der damalige Leiter des Kanzleramts und Zust&auml;ndige f&uuml;r die hiesigen Geheimdienste, Herr Pofalla, der inzwischen f&uuml;r die Bahn t&auml;tig sein darf, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18276\">der Vorwurf (der &bdquo;Totalaussp&auml;hung&ldquo;) sei &bdquo;vom Tisch&ldquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Internet-&Ouml;ffentlichkeit unter Konzernkontrolle<\/strong><br>\nF&uuml;r Leute wie uns ist es immer das Prim&auml;re: Arbeit muss bezahlt, Leistung muss verg&uuml;tet werden. Als Materialisten sehen wir uns die wirtschaftlichen Interessen der Beteiligten-gruppen an. Es sind derer vier:\n<ol>\n<li>die Urheber\/Kreativen,<\/li>\n<li>die Verwerter: Verlage, Zeitungen, Medienanstalten, Filmstudios, Theater, Konzertagenturen, Musiklabels und weitere,<\/li>\n<li>die Digitalkonzerne, Plattform-Monopolisten, Internetplatz-Serveranbieter und Werbetr&auml;ger -Amazon, Google-YouTube, Apple, Twitter und<\/li>\n<li>die Netz- und Suchmaschinennutzer\/User, Herunterlader, Konsumenten. (&hellip;)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Momentan, also vor der EU-Richtlinie ist es so: YouTube muss den Inhalt nicht pr&uuml;fen, sondern nur zur&uuml;cknehmen, wenn der Rechteinhaber darauf hinweist: meine Rechte sind verletzt. YouTube ist also nur &bdquo;St&ouml;rer&ldquo;, haftet nur f&uuml;r Unterlassung und Herausnahme binnen 14 Tagen, was YouTube auch macht; aber eben nicht auf Schadensersatz.<br>\nDas juristische Konstrukt dahinter ist: wir als YouTube stellen nur wie eine Handwerksmesse eine Infrastruktur zur Verf&uuml;gung, damit andere ihre Inhalte dort abladen k&ouml;nnen. Die aber brauchen nichts zu bezahlten, das tun nur die werbenden Unternehmen (das ist an sich schon eine mafi&ouml;se kartellrechtswidrige Konstruktion). Sie betrachten sich als Vermieter!<br>\nDas, was mit der EU Richtlinie gewollt ist, haben YouTube und GEMA schon praktisch durch einen Muster-Vergleich vorbereitet: YouTube darf sich, wenn z.B. ein Musikvideo hochgeladen wird, gegen&uuml;ber GEMA immer auf die Vermutung verlassen, dass sie treuh&auml;nderisch alle Rechte wahrnimmt. Sie ist wirtschaftlich gesichert, muss nichts sperren, bekommt Werbung und Kohle und bezahlt an GEMA eine hohe j&auml;hrliche Lizenzpauschale, die streng geheim gehalten wird. Die m&uuml;sste die Gewerkschaft auch mal herausklagen. (&hellip;)<br>\nKlar ist: &bdquo;Freiheit f&uuml;r das Internet&ldquo; ist vorbehaltlos auch unsere Losung, denn die Internet-Auftritte der &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo;, der BIFA, des isw und anderen linken Organisationen d&uuml;rfen nicht besch&auml;digt werden &ndash; z.B. durch Verfassungsschutzerpressung ihrer Provider. Auch der vorrangige Wunsch nach freiem Konsum hat viele gegen Zensur und Demokratiebesch&auml;digung sensibilisiert. Die politische Eingriffsm&ouml;glichkeit durch Sperrfilter und technische Datenabsch&ouml;pfung ist schon da. Da arbeiten Content-ID und Weiterentwicklungen schon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.isw-muenchen.de\/2019\/06\/internet-oeffentlichkeit-unter-konzernkontrolle\/\">isw &ndash; sozial-&ouml;kologische Wirtschaftsforschung e.V.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bundestag verl&auml;ngert Bundeswehreins&auml;tze im Kosovo und Libanon<\/strong><br>\nDer Bundestag hat eine jeweils einj&auml;hrige Verl&auml;ngerung der Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr im Kosovo und im Libanon beschlossen.<br>\nF&uuml;r die KFOR-Mission im Kosovo wurde die maximale St&auml;rke des deutschen Kontingents von bisher 800 auf k&uuml;nftig 400 Soldatinnen und Soldaten halbiert. Derzeit sind allerdings nur etwa 70 Soldaten tats&auml;chlich im Einsatz. Bei der UNIFIL-Mission im Libanon wurde die Obergrenze von 300 Soldatinnen beibehalten. An diesem Einsatz beteiligt sich die Marine derzeit mit einer Korvette und etwa 140 Soldaten. Seit sich das Kosovo 2008 f&uuml;r unabh&auml;ngig erkl&auml;rt hat, bem&uuml;ht sich KFOR um die Entwicklung einer stabilen, demokratischen, multiethnischen und friedlichen Republik. F&uuml;r die Verl&auml;ngerung des Einsatzes stimmten 493 Abgeordnete, 146 Parlamentarier votierten dagegen. Es gab sechs Enthaltungen. (&hellip;)<br>\nBundesau&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) hatte Anfang Juni im Bundestag f&uuml;r eine Verl&auml;ngerung des Bundeswehreinsatzes im Kosovo geworben. Die natogef&uuml;hrte Mission sei eine &ldquo;stabilisierende Kraft&rdquo;.<br>\nVertreter der AfD und der Linken hatten in der Debatte deutlich gemacht, dass sie den weiteren Einsatz deutscher Soldaten in beiden Missionen ablehnten. Besonders umstritten war der Einsatz im Kosovo. Die Bundeswehr ist seit fast 20 Jahren an der KFOR-Mission beteiligt, es ist ihr l&auml;ngster Auslandseinsatz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-06\/deutsche-soldaten-bundeswehr-auslandseinsaetze-kosovo-libanon-verlaengerung\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Woher wei&szlig; der Bundesau&szlig;enminister, dass die Mission im Kosovo wie eine &bdquo;stabilisierende Kraft&ldquo; wirke? Vielleicht w&auml;re die Region ohne NATO-Angriffe und ohne Anerkennung eines fragw&uuml;rdigen Kosovo-Gebildes heute friedlicher. Aber schon damals galt wohl: Ein Schlag gegen die Serben, ist ein Schlag gegen die Russen &ndash; und das ist richtig, denn wir sind ja die Guten.<\/em><br>\n<em>Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26525\">Korrigieren Sie Ihr Urteil &uuml;ber den Kosovokrieg und die damit verbundene Ein&uuml;bung Deutschlands in Milit&auml;reins&auml;tze<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50139\">Kosovo 1999: Der Krieg wurde durch Propaganda m&ouml;glich gemacht<\/a><\/em><\/li>\n<li><em>&bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51413#h11\">Der Gebietstausch ist vom Tisch<\/a>&ldquo; (mit einer weiterf&uuml;hrenden Anmerkung).<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Erste Schlussfolgerungen aus den Wahlen<\/strong><br>\nMit 5,5 Prozent der Stimmen bei den Europawahlen haben wir unser Wahlziel deutlich verfehlt. Bei den W&auml;hler*innen unter 30 erzielten die Gr&uuml;nen 33 und DIE PARTEI 8 Prozent, w&auml;hrend nur 7 Prozent sich fu&#776;r DIE LINKE entschieden. Bei den Gewerk- schaftsmitgliedern sank unser Stimmergebnis von 9,7 (2014) auf 7,4 Prozent, w&auml;hrend die Gr&uuml;nen von 10,2 auf 18,3 Prozent zulegten. Alle Verweise, dass es f&uuml;r uns schon immer schwierig war, unsere Anha&#776;ngerschaft zu Europawahlen zu mobilisieren und dass wir besonders unter der Konkurrenz der Kleinparteien leiden, gehen am wirklichen Problem vorbei. Wir mu&#776;ssen die Frage beantworten, warum es uns nicht gelungen ist, von der gestiegenen Wahlbeteiligung und gesellschaftlichen Mobilisierungen wie &bdquo;Fridays for future&ldquo; zu profitieren und warum wir &ndash; verglichen mit den Bundestagswahlen &ndash; massiv Stimmen an die Gr&uuml;nen verloren haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/190701-Kipping-Riexinger-Schindler-Wolf-Erste-Schlussfolgerungen-aus-den-Wahlen_.pdf\">Katja Kipping, Bernd Riexinger, J&ouml;rg Schindler und Harald Wolf<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Schuld  sind die Umst&auml;nde und die anderen, jedenfalls nicht die Hauptverantwortlichen Kipping und Riexinger!!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-52888","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52888","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=52888"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52888\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52891,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/52888\/revisions\/52891"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=52888"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=52888"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=52888"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}