{"id":52923,"date":"2019-07-02T09:13:20","date_gmt":"2019-07-02T07:13:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52923"},"modified":"2019-07-05T11:08:25","modified_gmt":"2019-07-05T09:08:25","slug":"70-jahre-deutsche-presse-agentur-70-jahre-konstruierte-seriositaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52923","title":{"rendered":"70 Jahre Deutsche Presse-Agentur &#8211; 70 Jahre (konstruierte) \u201eSeriosit\u00e4t\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die gr&ouml;&szlig;te deutsche Nachrichtenagentur DPA feiert 70-j&auml;hriges Bestehen. Nachrichtenagenturen spielen eine wichtige Rolle bei der Themenauswahl und bei der Erzeugung eines medialen Gleichklangs. Das Potenzial f&uuml;r Manipulation ist gro&szlig;. Kritik daran wird nicht ge&auml;u&szlig;ert. Von <strong>Tobias Riegel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2991\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-52923-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190702_70_Jahre_Deutsche_Presse_Agentur_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190702_70_Jahre_Deutsche_Presse_Agentur_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190702_70_Jahre_Deutsche_Presse_Agentur_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190702_70_Jahre_Deutsche_Presse_Agentur_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=52923-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190702_70_Jahre_Deutsche_Presse_Agentur_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"190702_70_Jahre_Deutsche_Presse_Agentur_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die Deutsche Presse-Agentur (DPA) feiert ihr 70-j&auml;hriges Bestehen. Die h&ouml;chst positive <a href=\"https:\/\/70.dpa.com\">Selbstdarstellung<\/a> der Agentur unterscheidet sich zu diesem Anlass nicht von der Berichterstattung fast aller gro&szlig;en Medien: Die DPA wird unwidersprochen als Inbegriff der Seriosit&auml;t und der Zur&uuml;ckhaltung gepriesen. Dadurch demonstriert die Agentur im Zusammenspiel mit den dominierenden deutschen Medien auch am Jahrestag eines der gravierenden Defizite der deutschen Medienlandschaft: den distanzlosen medialen Gleichklang, der bei wichtigen Themen ein ums andere Mal zu beklagen ist. <\/p><p><strong>Nachrichtenagenturen und medialer Gleichklang<\/strong><\/p><p>Das Ph&auml;nomen des Gleichklangs wird auch durch das Prinzip &bdquo;Nachrichtenagentur&ldquo; hergestellt: indem zahlreiche Zeitungen gleichlautende DPA-Artikel abdrucken. Durch diese Praxis k&ouml;nnen die Medien zum einen Kosten sparen, zum anderen k&ouml;nnen sie sich notfalls von den teils sp&auml;ter als tendenzi&ouml;s enttarnten Beitr&auml;gen distanzieren.  Die gro&szlig;en deutschen Medien schaffen sich so mit der nur scheinbar unabh&auml;ngigen DPA einen Kronzeugen, <a href=\"https:\/\/www.dpa.com\/de\/unternehmen\/eigentuemer-leitung\/#eigentuemer-amp-leitung\">den sie selber finanzieren und indirekt leiten<\/a>, um ihn dann als &ldquo;neutralen Beobachter&rdquo; in den eigenen Medien zu zitieren.<\/p><p>Medien k&ouml;nnen (bei Bedarf) so tun, als sei der Agentur-Artikel nicht die &bdquo;Hausmeinung&ldquo;, obwohl sie in der Zeitung verbreitet wird. Personalabbau f&uuml;hrt zu vermehrtem Einsatz von Agentur-Artikeln. Und w&auml;hrend die Ums&auml;tze vieler gro&szlig;er Medien einbrechen, konnte die DPA diese <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/advertorials\/ots\/dpa-deutsche-presse-agentur-gmbh-dpa-gruppe-weiter-auf-wachstumskurs-umsatz-im-geschaeftsjahr-2018-steigt-auf-139-8-millionen-euro\/24512972.html\">im letzten Gesch&auml;ftsjahr<\/a> noch steigern.<\/p><p><strong>Wer kontrolliert die DPA?<\/strong><\/p><p>Kein Medium verdient es, auf einem unangreifbaren Sockel zu stehen. Daher dr&auml;ngt sich die Frage auf: Wer kontrolliert und kritisiert die DPA? Scheinbar niemand. Das haben dieser Tage zum einen Politiker demonstriert, etwa <a href=\"https:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Frank-Walter-Steinmeier\/Reden\/2019\/07\/190701-70-Jahre-DPA.html;jsessionid=3D4D6DCC203A7712ABBD806BD3136603.2_cid371?nn=9042544\">der Bundespr&auml;sident in seiner Laudatio<\/a>  oder Kulturstaatsministerin Monika Gr&uuml;tters, die den Nachrichtendienst in einer devoten <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/70-jahre-deutsche-presse-agentur-kulturstaatsministerin-gruetters-dpa-haelt-unbeirrt-an-journalistischen-kardinaltugenden-fest--1642300\">Gru&szlig;botschaft<\/a> als &bdquo;leuchtendes Beispiel f&uuml;r objektive Berichterstattung&ldquo; preist. <\/p><p>Die meisten gro&szlig;en deutschen Medien hauen in ihrer Berichterstattung in dieselbe Kerbe wie die DPA, die sich selber aktuell so darstellt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;70 Jahre dpa &ndash; das sind sieben Jahrzehnte unparteiischer und unabh&auml;ngiger Nachrichtenjournalismus. Als der Zweite Weltkrieg zu Ende geht und die Propagandasender verstummen, ist der Hunger der Deutschen nach zuverl&auml;ssiger Information gro&szlig;. Wenige Monate nach Verk&uuml;ndung des Grundgesetzes beginnt mit der Deutschen Presse-Agentur am 18. August 1949 ein neues Kapitel f&uuml;r den Journalismus in der Bundesrepublik. <\/p>\n<p>Von politischen und wirtschaftlichen Einfl&uuml;ssen unabh&auml;ngig, beliefert dpa die Redaktionen seit 70 Jahren schnell, verl&auml;sslich und wahrheitsgetreu mit Nachrichten und z&auml;hlt l&auml;ngst zu den weltweit f&uuml;hrenden Agenturen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>Die Arbeitsverweigerung der gro&szlig;en Medien<\/strong><\/p><p>Dieses Eigenlob &uuml;berrascht nicht. Kritikw&uuml;rdig ist aber einmal mehr die Arbeitsverweigerung vieler Medien: Denn auch dort erscheint die Nachrichtenagentur als in grunds&auml;tzlicher Seriosit&auml;t gesalbte &bdquo;H&ouml;here Gewalt&ldquo; &ndash; und nicht als publizistischer Machtfaktor, der ebenfalls kontrolliert werden sollte.<\/p><p>Diese Kontrolle verweigert nicht nur der <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/news-angela-merkel-eu-manfred-weber-donald-trump-horst-seehofer-dpa-a-1274023.html\">&bdquo;Spiegel&ldquo;<\/a>, f&uuml;r den die DPA am Montag &bdquo;Gewinnerin des Tages&ldquo; und &bdquo;Inbegriff f&uuml;r Seriosit&auml;t&ldquo; war:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Was f&uuml;r einen Lateinsch&uuml;ler der Kleine Stowasser ist, das deutsch-lateinische W&ouml;rterbuch, ist f&uuml;r einen Journalisten die dpa &ndash; ein treuer, zuverl&auml;ssiger Begleiter durch das ganze Berufsleben hindurch, eine wichtige St&uuml;tze und auch ein Inbegriff f&uuml;r Seriosit&auml;t: Wenn es die dpa meldet, kann es so falsch nicht sein, pflegte einer meiner &auml;lteren Kollegen bei der &sbquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rsquo; zu sagen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Neben zahlreichen anderen Medien fordert die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/70-jahre-dpa-wie-die-deutsche-presse-agentur-die-demokratie-verteidigt_aid-39789411\">&bdquo;Rheinische Post&ldquo;<\/a> unter Missachtung wichtiger journalistischen Prinzipien &bdquo;blindes Vertrauen&ldquo; in die DPA:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Alle Medien und die B&uuml;rger profitieren von einer objektiven Berichterstattung, auf deren Grundlage Meinungsbildung erst m&ouml;glich ist. (&hellip;) Die Gesellschafter der dpa sind 180 deutsche Medienunternehmen. dpa geh&ouml;rt quasi ihnen allen und niemandem allein. Auch das sch&uuml;tzt die dpa vor Einflussnahme. Es sollte allen bewusst sein, was eine Nachrichtenagentur bedeutet, die unparteiisch und unabh&auml;ngig ist und auf die sich alle blind verlassen k&ouml;nnen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Blindes Vertrauen f&uuml;hrt in die Manipulation<\/strong><\/p><p>Dass eine solche Blindheit in die gro&szlig;fl&auml;chige Manipulation f&uuml;hren kann, hat die DPA bei vielen Gelegenheiten belegt. Auch die NachDenkSeiten haben bereits zahlreiche Defizite der Agentur analysiert. So wird etwa <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44911\">in diesem Artikel<\/a> &uuml;ber die j&uuml;ngste Instrumentalisierung eines OPCW-Berichts zu angeblichen Giftgaseins&auml;tzen in Syrien &bdquo;die Macht der Agenturen und die Kultur der Ungenauigkeit&ldquo; beschrieben:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Vor allem das manipulative Potenzial von Nachrichtenagenturen wurde in den vergangenen Tagen erneut deutlich &ndash; nachdem es k&uuml;rzlich bereits im Zusammenhang mit der Skripal-Aff&auml;re aufgeschienen war, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43460\">wie die NachDenkSeiten berichteten<\/a>.<br>\nDenn die wirkungsvollsten Verbreiter der falschen Nachricht, der OPCW-Bericht w&uuml;rde einen Einsatz von Chlorgas in Duma nahelegen, waren die Nachrichtenagenturen dpa f&uuml;r den deutschsprachigen und Reuters f&uuml;r den englischsprachigen Raum. Doch w&auml;hrend Reuters diesen Fehler immerhin mittlerweile korrigiert hat, beharrt dpa bis heute auf ihren kaum vertretbaren &Auml;u&szlig;erungen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Finanzkrise und antirussischer Feindbildaufbau<\/strong><\/p><p>Bereits in der Vergangenheit gab es zahlreiche Anl&auml;sse der Kritik, die unm&ouml;glich alle aufgez&auml;hlt werden k&ouml;nnen. Als Beispiele beschrieb etwa Albrecht M&uuml;ller <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41955\">in diesem Artikel<\/a> die Rolle unter anderem von Agenturen &bdquo;beim Feindbildaufbau gegen Russland und Putin&ldquo;. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28024\">In diesem Artikel<\/a> wird die manipulative und selektive Wiedergabe von Navid Kermanis Friedenspreisrede analysiert: &bdquo;dpa-Auszug ist ein Fall von Meinungsmache&ldquo;.  Ganz aktuell kann man beklagen, dass die Proteste in Ramstein auch von DPA nicht angemessen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52900\">gespiegelt wurden<\/a>. In pr&auml;gender Erinnerung sind auch etwa zahlreiche DPA-Berichte zum &bdquo;Maidan&ldquo; oder zum syrischen &bdquo;B&uuml;rgerkrieg&ldquo;. <\/p><p>Interessante Informationen zur potenziell destruktiven Macht von Nachrichtenagenturen finden sich auch in <a href=\"https:\/\/swprs.org\/der-propaganda-multiplikator\/\">dieser Analyse<\/a> von SWPRS. Und eine Studie der Otto Brenner Stiftung von M&auml;rz 2010 zum Thema &bdquo;Wirtschaftsjournalismus in der Krise &ndash; Zum massenmedialen Umgang mit Finanzmarktpolitik&ldquo; kommt zu <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Presse-Agentur\">folgendem Schluss<\/a>: Die Informationsleistung von DPA in Sachen Finanzmarktpolitik sei &bdquo;hoch defizit&auml;r&ldquo;. Die Orientierung, die DPA in diesem Zusammenhang gebe, sei Desorientierung: &bdquo;Der finanzmarktpolitische DPA-Journalismus ist Trivialjournalismus.&ldquo;<\/p><p>Auch aus solchen Gr&uuml;nden hat Albrecht M&uuml;ller bereits 2010 <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7671\">geschrieben<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Kl&auml;ren Sie bitte in Ihrem Umfeld &uuml;ber die irref&uuml;hrende Berichterstattung von dpa auf und empfehlen Sie Ihrer Zeitung die K&uuml;ndigung des dpa-Abbos.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Titelbild: serazetdinov<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gr&ouml;&szlig;te deutsche Nachrichtenagentur DPA feiert 70-j&auml;hriges Bestehen. Nachrichtenagenturen spielen eine wichtige Rolle bei der Themenauswahl und bei der Erzeugung eines medialen Gleichklangs. Das Potenzial f&uuml;r Manipulation ist gro&szlig;. Kritik daran wird nicht ge&auml;u&szlig;ert. 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