{"id":5295,"date":"2010-04-23T09:47:04","date_gmt":"2010-04-23T07:47:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5295"},"modified":"2010-04-23T09:47:04","modified_gmt":"2010-04-23T07:47:04","slug":"hinweise-des-tages-1126","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5295","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: H&auml;rtefallregelung; IWF zur Kostenbeteiligung des Finanzsektors; Finanzhilfen f&uuml;r Griechenland kein Versto&szlig; gegen EU-Recht; Eckpunkte f&uuml;r die Finanzmarktregulierung; Skandal bei Goldman auch ein Skandal der Deutschen Bank; Aufschwung als Fake; Defizit steigt kr&auml;ftig; kostspielige Steuersenkungen; strafbefreiende Selbstanzeige bleibt; Tarifpolitik im Osten; Bahn kauft ein; Stuttgarter Bahnhof; Afghanistan-Debatte; NRW-Wahlkampf; Propaganda in Schulen; Bologna in der Psychoanalyse; Medienkritik; es war einmal der SPIEGEL. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Bundestag beschlie&szlig;t H&auml;rtefallregelung f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">IWF Report zur Kostenbeteiligung des Finanzsektors<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Sch&auml;uble: Finanzhilfen an Griechenland sind kein Versto&szlig; gegen EU-Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Irland macht noch mehr Schulden als Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Bundesregierung legt Eckpunkte f&uuml;r die Finanzmarktregulierung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Thomas Fricke &ndash; der Verursacher muss bezahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Skandal bei Goldman? Schaut auf die Deutsche Bank!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">The Magnetar Trade: How One Hedge Fund Helped Keep the Bubble Going<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">DIE LINKE: Bundesregierung muss sich von ihren Wirtschaftsberatern trennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Fr&uuml;hjahrsprognosen: Rechnung ohne den Wirt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Aufschwung als Fake<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Defizit des Bundeshaushaltes steigt weiter kr&auml;ftig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Kostspielige Steuersenkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Die zehn wichtigsten Beitragszahler im EU-Haushalt 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">&ldquo;Strafbefreiende Selbstanzeige&rdquo; soll erhalten bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">9.554 Stellen in der Finanzverwaltung unbesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">1990 &ndash; 2010: Zwanzig Jahre Tarifpolitik in Ostdeutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Armutsindustrie boomt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">&Uuml;bernahme des Arriva-Konzerns: Einkaufen f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Telekom &ndash; Goodbye, New York<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">&bdquo;Nebensache Bahnhof, Hauptsache Demokratie&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Debatte um Afghanistan: Nicht der volle Einsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">NRW-Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Wirtschaftspropaganda in Schulen &ndash; Vermittlung von Botschaften durch PPP und Sponsoring<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">&bdquo;Kein Ort. Nirgends?&ldquo; Das Subjekt der Erkenntnis und die Idee der Universit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Medienkritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h27\">Zu guter Letzt: Sind die L&ouml;hne zu hoch?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h28\">Zum Schluss: F&uuml;r unsere Soldaten in Afghanistan!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=5295&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<br>\n<\/em><\/p><ol>\n<li><strong><a name=\"h01\"><\/a>Bundestag beschlie&szlig;t H&auml;rtefallregelung f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nDer Bundestag hat die vom Bundesverfassungsgericht angemahnte gesetzliche H&auml;rtefallregelung f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger beschlossen. K&uuml;nftig haben Langzeitarbeitslose Anspruch auf zus&auml;tzliche Leistungen, wenn sie einen laufenden und besonderen Bedarf zur Deckung des Existenzminimums nachweisen k&ouml;nnen.<br>\nDie Koalition bezifferte die Mehrkosten auf rund 100 Millionen Euro, wobei der gr&ouml;&szlig;te Teil mit 92 Millionen Euro auf den Bund entfallen soll. In wenigen F&auml;llen k&ouml;nnten auch f&uuml;r die Kommunen zus&auml;tzliche Kosten von sch&auml;tzungsweise bis zu acht Millionen Euro pro Jahr entstehen. Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen.<br>\nDie Opposition kritisierte die Eile, mit der das Gesetz durchgesetzt worden sei. Die H&auml;rtefallregelung k&ouml;nne nicht losgel&ouml;st von der Neubestimmung der ebenfalls vom Verfassungsgericht geforderte Anpassung der &ldquo;Hartz IV&rdquo;-Regels&auml;tze bestimmt werden. Der gefundene Kompromiss sei lediglich eine &ldquo;Minimall&ouml;sung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/hartz160.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ohne dass dar&uuml;ber eine &ouml;ffentliche Debatte stattfand und ohne die Beteiligung der zust&auml;ndigen Aussch&uuml;sse hat die schwarz-gelbe Mehrheit, die H&auml;rtefallregelung sozusagen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion beschlossen. Unter anderem sollen chronisch Kranke, geschiedene Paare und lernschwache Sch&uuml;ler profitieren. Nicht als H&auml;rtefall eingestuft wurden Ausgaben f&uuml;r Waschmaschinen, Brillen oder Zahnersatz. Es ging offenbar nur darum, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts m&ouml;glichst billig umzusetzen. In der Gesetzesbegr&uuml;ndung ist die Liste der nicht zu finanzierenden besonderen Bedarfe erheblich l&auml;nger als die Positivliste von besonderen Lebenslagen. Was ist etwa mit der Schulverpflegung oder Sonderbedarfen bei der Kleidung von Kindern (z.B. orthop&auml;dische Schuhe) oder f&uuml;r Nachhilfeunterricht. Wie soll ein Hartz IV-Empf&auml;nger f&uuml;r besondere Notf&auml;lle &uuml;berhaupt noch etwas beiseite legen k&ouml;nnen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong><a name=\"h02\"><\/a>IWF Report zur Kostenbeteiligung des Finanzsektors <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Halbherzig und vage<\/strong><br>\nAls halbherzig wertet die Kampagne Steuer gegen Armut den Entwurf des IWF-Berichts an die G20, der von der Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer (FTT) abr&auml;t. Stattdessen empfiehlt er eine Bankenabgabe und &ndash; als zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahme &ndash; eine Steuer auf Profite und Verg&uuml;tungen.<br>\nZwar erkennt der IWF-Bericht an, dass die FTT ein hohes Steueraufkommen bringen und Spekulation eind&auml;mmen kann, r&auml;t aber dann von ihrer Einf&uuml;hrung ab. Besonders platt ist dabei das Argument, dass die FTT eine dauerhafte Ma&szlig;nahme sei, und daher nicht dem Mandat der G20 entspr&auml;che, nur Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine Beteiligung der Banken an den Kosten der gegenw&auml;rtigen Krise zu machen. Dar&uuml;ber hinaus w&auml;rmt der Bericht alte Argumente gegen die FTT auf, die l&auml;ngst widerlegt sind. So w&uuml;rde zum Beispiel die Realwirtschaft durch die FTT belastet. Das Gegenteil ist der Fall: Indem die Spekulation reduziert wird, sinkt auch die Volatilit&auml;t auf den M&auml;rkten und damit die Risiken. Dadurch sinken die Kosten der Risikoabsicherung (so genanntes Hedging), und davon profitiert die Realwirtschaft. Bei der H&ouml;he der Abgabe geht der IWF von zwei bis vier Prozent des Bruttoinlandproduktes aus. Das w&auml;ren im Fall der Bundesrepublik zirka 50 bis 100 Milliarden Euro. Das ist deutlich mehr als die Bankenabgabe, die die Bundesregierung plant (zw&ouml;lf Milliarden). Positiv unterscheidet sich der IWF Vorschlag von dem der Bundesregierung auch dadurch, dass er sich nicht nur auf die Banken, sondern auf alle Finanzinstitutionen bezieht, also zum Beispiel auch Hedgefonds.<br>\nQuelle 1: <a href=\"\/upload\/pdf\/100423_Kampagne_Steuer%20gegen_Armut.pdf\">Kampagne Steuer gegen Armut [PDF &ndash; 16KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/news.bbc.co.uk\/2\/shared\/bsp\/hi\/pdfs\/2010_04_20_imf_g20_interim_report.pdf%20\">IMF A FAIR AND SUBSTANTIAL CONTRIBUTION BY THE FINANCIAL SECTOR &ndash; INTERIM REPORT FOR THE G-20 [PDF &ndash; 1,5MB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"\/upload\/pdf\/100423_FTT_Stephan_Schulmeister.pdf\">Stephan Schulmeister: Bank levy versus transactions tax: A critical analysis of the IMF and EC reports on financial sector taxation [PDF &ndash; 74KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Markus Sievers: Im Schuldenrausch<\/strong><br>\nDaher ist es gut, dass der IWF Konzepte f&uuml;r eine faire Verteilung der Lasten erarbeitet. Die Ideen aus Washington gehen weit &uuml;ber das hinaus, was die schwarz-gelbe Bundesregierung mit ihrer Bankenabgabe plant. W&auml;hrend die Deutschen nur eine Branche erfassen, will der Fonds mit seiner Abgabe f&uuml;r finanzielle Stabilit&auml;t alle Risikotr&auml;ger belasten, also auch Versicherungen und Hedgefonds. Und er macht sich zus&auml;tzlich f&uuml;r eine Steuer auf Einnahmen von Finanzinstituten stark. Auch die Dimensionen sind beachtlich, von zwei bis vier Prozent der Wirtschaftsleistung ist in den Papieren die Rede. Bei den Anh&auml;ngern einer Finanztransaktionssteuer macht sich der Fonds freilich keine Freunde. Dieses Instrument lehnt er ab mit dem Argument, dies belaste in erster Linie die Realwirtschaft, die auf die Absicherung ihrer Risiken an den Finanzm&auml;rkten angewiesen sei. Dies ist jedoch nicht zwingend so, weil mit der Eind&auml;mmung der Kurzfrist-Spekulationen auch die Preise etwa f&uuml;r Rohstoffe weniger schwanken.<br>\n&Uuml;ber all die Vor- und Nachteile der einzelnen Ma&szlig;nahmen lie&szlig;e sich diskutieren, wenn denn die Richtung stimmte. Der IWF gibt jenseits der Details den Weg vor. Eine neue &Ouml;kosteuer muss her, eine auf gef&auml;hrliche Finanzmarktemissionen. Leider sind die G20 von dieser Einsicht weit entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/2568633_Leitartikel-Im-Schuldenrausch.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sch&auml;uble: Finanzhilfen an Griechenland sind kein Versto&szlig; gegen EU-Recht<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) sieht im Fall m&ouml;glicher Finanzhilfen an Griechenland keinen Versto&szlig; gegen europ&auml;ische Vertr&auml;ge. Bei den bislang in Erw&auml;gung gezogenen gepoolten Krediten handele es sich um freiwillige Hilfen und nicht um eine Haftung der Mitgliedstaaten, die die Vertr&auml;ge im Rahmen des bail-out-Verbots untersagen, erkl&auml;rte Sch&auml;uble am Mittwoch in einer &ouml;ffentlichen Sitzung im Europaausschuss des Bundestages. Bei einer Erm&auml;chtigung durch das Parlament w&auml;ren solche Hilfen auf einer verfassungsgem&auml;&szlig;en Grundlage, argumentierte der Finanzminister. Dabei hob er hervor, dass Kredithilfen zur Stabilisierung des Euro auch im deutschen Interesse und kein &bdquo;Akt der Gro&szlig;z&uuml;gigkeit&ldquo; seien. Ob Griechenland &uuml;berhaupt einen Antrag stelle, sei abzuwarten. Solle der Fall der &bdquo;ultima ratio&ldquo; eintreten, werde der Europ&auml;ische Rat selbst die so genannte Aktivierung beschlie&szlig;en, k&uuml;ndigte Sch&auml;uble an. Er r&auml;umte ein, dass es in der Frage der Hilfen f&uuml;r Griechenland teilweise unterschiedliche Sichtweisen zwischen dem Bundestag und dem Europ&auml;ischen Parlament gebe: &rdquo;Die Grundentscheidung den europ&auml;ischen Weg zu gehen, ist richtig&ldquo;, betonte Sch&auml;uble gegen&uuml;ber den Abgeordneten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_04\/2010_124\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Irland macht noch mehr Schulden als Griechenland<\/strong><br>\nGriechenland hat in der EU aktuell nicht das h&ouml;chste Haushaltsdefizit, sondern Irland. Nach den j&uuml;ngsten Daten der Statistikbeh&ouml;rde Eurostat erreicht Irlands Neuverschuldung 2009 satte 14,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Griechenland liegt mit 13,6 Prozent auf Platz zwei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/eudefizite104.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant sind eigentlich nur die Tabellen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bundesregierung legt Eckpunkte f&uuml;r die Finanzmarktregulierung vor<\/strong><br>\nEine Konsequenz aus der Krise muss es sein, unternehmerische Gewinnchancen, Verantwortung und Haftung wieder zusammenzuf&uuml;hren. Es ist daher daf&uuml;r zu sorgen, dass die Durchsetzung von Ersatzanspr&uuml;chen gegen Organe von Aktiengesellschaften nicht durch zu kurze Verj&auml;hrungsfristen behindert wird. Vor diesem Hintergrund wird die Bundesregierung einen aus folgenden Elementen bestehenden Gesetzentwurf erarbeiten:\n<ol>\n<li>Einf&uuml;hrung aufsichtsrechtlicher Instrumente und Verfahren zur Restrukturierung<br>\nsystemrelevanter Banken.\n<\/li>\n<li>Einf&uuml;hrung eines an das Insolvenzplanverfahren angelehnten Reorganisationsverfahrens<br>\nf&uuml;r systemrelevante Banken.\n<\/li>\n<li>Erhebung einer risikoadjustierten Bankenabgabe zur Errichtung eines Stabilit&auml;ts-Fonds zur<br>\nFinanzierung k&uuml;nftiger Restrukturierungs- und Abwicklungsma&szlig;nahmen bei Banken.\n<\/li>\n<li>&Uuml;bertragung der Durchf&uuml;hrung von Restrukturierungsma&szlig;nahmen und der Verwaltung des<br>\nStabilit&auml;tsfonds auf die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzmarktstabilisierung (FMSA).\n<\/li>\n<li>Verl&auml;ngerung der Verj&auml;hrungsfrist f&uuml;r die Organhaftung bei b&ouml;rsennotierten<br>\nAktiengesellschaften.\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Alle Ma&szlig;nahmen wird die Bundesregierung im Lichte der auf internationaler Ebene zu<br>\nfassenden Beschl&uuml;sse erforderlichenfalls &uuml;berpr&uuml;fen. Der Finanzstandort Deutschland soll<br>\nim internationalen Wettbewerb gest&auml;rkt werden.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/100423_Eckpunkte_fuer_Finanzmarktregulierung.pdf\">Bundesfinanzministerium [PDF &ndash; 590KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das ist mehr als d&uuml;rftig. Nichts &uuml;ber ein Verbot von Zweckgesellschaften, nichts zu Hedgefonds, nichts zur R&uuml;ckf&uuml;hrung des Bankensystems auf seinen eigentlichen Zweck, nichts zur Heranziehung der Banken an den Kosten der von ihnen verursachten Krise, nichts zur angeblich positiv bewerteten Transaktionssteuer. Im &Uuml;brigen: Alles steht noch unter &Uuml;berpr&uuml;fungsvorbehalt und wie in der Vergangenheit bleibt das Ziel den Finanzstandort Deutschland zu st&auml;rken.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; der Verursacher muss bezahlen<\/strong><br>\nWenn die Auguren recht behalten, ist in gut zwei Wochen Schluss mit lustig. Dann wird die Regierung pl&ouml;tzlich feststellen, dass die Deutschen jetzt ganz tapfer sein und verzichten m&uuml;ssen. F&uuml;r unsere armen Kinder. Und Deutschlands Selbstpeinigungsprediger werden in ihrem Element sein. Ob die Prophezeiung so eintrifft? M&ouml;glich. Erstaunlich ist nur, dass bei all den Gruselprognosen &uuml;ber nahende harte Zeiten gerade diejenigen kaum vorkommen, ohne die Deutschlands Staatsschulden gar nicht hochgeschnellt w&auml;ren &ndash; und die an fr&uuml;heren Finanzblasen prima verdient haben. Dabei lie&szlig;e sich &uuml;ber die Banken ein Gro&szlig;teil des neuen deutschen Schuldenproblems wieder beseitigen. Ganz ohne Populismus. Das w&auml;re allemal ertr&auml;glicher, als Deutschlands Staatshaush&auml;lter jetzt &uuml;bereifrig Maso-Messen zelebrieren zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:kolumne-fricke-der-verursacher-muss-bezahlen\/50104631.html?mode=print%20\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><strong>Skandal bei Goldman? Schaut auf die Deutsche Bank!<\/strong><br>\nDeutsche Politiker fallen &uuml;ber das US-Geldhaus Goldman Sachs her &ndash; weil es die Mittelstandsbank IKB geprellt haben soll. Dabei ist das Ganze Heuchelei: Auch die Deutsche Bank drehte der IKB verh&auml;ngnisvolle Schrottpapiere an, ohne dass Berlin dagegen vorgegangen w&auml;re.<br>\nDenn auch die Deutsche Bank hat der IKB jene verh&auml;ngnisvollen Schrottpapiere angedreht, die das Institut in den Untergang trieben &ndash; und zwar zu einer Zeit, als die smarten Investmentbanker die Papiere l&auml;ngst aus den eigenen Best&auml;nden verkauft hatten, wie Konzernchef Josef Ackermann indirekt zugab. Mehr noch: Die Bank hat sogar auf einen Verfall solcher Papiere gewettet. &ldquo;Es stimmt, wir hatten zeitweise eine andere Marktauffassung als die IKB&rdquo;, erkl&auml;rt die Deutsche Bank heute. Gleichzeitig beteuert das Institut jedoch, dass dies f&uuml;r jedermann erkennbar gewesen sei. Genau das bezweifeln viele Finanzexperten.<br>\nVor allem aber hat die Deutsche Bank den wohl unvermeidlichen Zusammenbruch der IKB selbst ausgel&ouml;st &ndash; und zwar durch einen Anruf von Institutschef Ackermann beim Pr&auml;sidenten der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Jochen Sanio.<br>\nQuelle:<\/a><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,690324,00.html%20\"> Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Allm&auml;hlich wird auch der Spiegel wach. Wir hatten schon im Februar 2008 darauf aufmerksam gemacht: <a href=\"\/?p=3029\">War die IKB die M&uuml;llhalde f&uuml;r faule US-Kredite der Deutschen Bank?<\/a><br>\n<\/em><br>\n<strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gottes Werk und Teufels Beitrag<\/strong><br>\nWenn deutsche Politiker nun Zeter und Mordio schreien und ehrliche Entr&uuml;stung vorgaukeln, so m&uuml;ssen sie sich die Frage gefallen lassen, warum sie noch keine Anzeige gegen die Deutsche Bank eingeleitet haben. Die Praktiken von Goldman Sachs und der Deutschen Bank sind beinahe 1:1 vergleichbar und auch die Deutsche Bank hat auf Kosten der Steuerzahler sehr viel Geld mit den Bankenpleiten der vergangenen Jahre verdient. Direkt, weil sie gegen die Papiere gewettet hat, und indirekt, weil sie sehr viel Geld mit der Emission von Staatsanleihen verdient, die nur durch die milliardenschweren Bankenrettungen n&ouml;tig wurden. Auf eine Anklage gegen Josef Ackermann werden wir jedoch aller Voraussicht nach vergeblich warten.<br>\nGoldman Sachs ist alleine wegen seiner Arroganz und Gro&szlig;mannssucht optimal f&uuml;r ein Fanal geeignet. Obama will schlie&szlig;lich nicht den Eindruck erwecken, er lie&szlig;e sich von den Banken auf der Nase herumtanzen. Die Anklage gegen Goldman Sachs ist jedoch kaum mehr als eine Nebelkerze &ndash; die gr&ouml;&szlig;te Investmentbank der Welt ist nicht nur erstklassig vernetzt, sie ist auch wahrlich systemrelevant. Einen Zusammenbruch von Goldman Sachs w&uuml;rde die globale Finanzwelt nicht &uuml;berleben.<br>\nWarum schie&szlig;t nun aber die deutsche Politik gegen die Goldm&auml;nner? Deutsche Politiker lieben es, den Finanzstandort USA f&uuml;r die Krise verantwortlich zu machen und sich selbst und deutsche Banker als komplett &uuml;berraschte Opfer darzustellen. Was eignet sich f&uuml;r dieses verquere Selbstbildnis besser, als eine sinistre amerikanische Investmentbank, die guten deutschen Bankern ihren Ramsch in betr&uuml;gerischer Absicht unterjubelte. Alles B&ouml;se kommt von Dr&uuml;ben, unsere Banker sind Opfer, unsere Politik tr&auml;gt kein Jota an Mitverantwortung &ndash; Amen! (&hellip;)  Alle h&auml;tten indes etwas davon, wenn diese Form des Gl&uuml;cksspiels ein f&uuml;r alle Male verboten w&uuml;rde. Der Betrug ist systemimmanent und der Betrogene ist nicht irgendein dummer Provinzbanker, der Betrogene, dass sind wir, die wir f&uuml;r den Schaden haften. Von einem Verbot des Gl&uuml;cksspiels kann allerdings keine Rede sein, wenn die Gl&uuml;cksspielkommission mit Personen wie Asmussen oder Issing besetzt ist &ndash; im Gegenteil. Auf der Anklagebank ist noch viel Platz. Frau Merkel, Herr Steinbr&uuml;ck, Herr Asmussen, bitte nehmen sie Platz!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/2456\/gottes-werk-und-teufels-beitrag\">Spiegelfechter<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>The Magnetar Trade: How One Hedge Fund Helped Keep the Bubble Going<\/strong><br>\nAt least nine banks helped Magnetar hatch deals. Merrill Lynch, Citigroup and UBS all did multiple deals with Magnetar. JPMorgan Chase, often lauded for having avoided the worst of the CDO craze, actually ended up doing one of the riskiest deals with Magnetar, in May 2007, nearly a year after housing prices started to decline. According to marketing material and prospectuses the banks didn&rsquo;t disclose to CDO investors the role Magnetar played.<br>\nIn late 2005, the booming U.S. housing market seemed to be slowing. The Federal Reserve had begun raising interest rates. Subprime mortgage company shares were falling. Investors began to balk at buying complex mortgage securities. The housing bubble, which had propelled a historic growth in home prices, seemed poised to deflate. And if it had, the great financial crisis of 2008, which produced the Great Recession of 2008-09, might have come sooner and been less severe.<br>\nAt just that moment, a few savvy financial engineers at a suburban Chicago hedge fund helped revive the Wall Street money machine, spawning billions of dollars of securities ultimately backed by home mortgages.<br>\nWhen the crash came, nearly all of these securities became worthless, a loss of an estimated $40 billion paid by investors, the investment banks who helped bring them into the world, and, eventually, American taxpayers.<br>\nYet the hedge fund, named Magnetar for the super-magnetic field created by the last moments of a dying star, earned outsized returns in the year the financial crisis began.<br>\nHow Magnetar pulled this off is one of the untold stories of the meltdown.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.propublica.org\/feature\/all-the-magnetar-trade-how-one-hedge-fund-helped-keep-the-housing-bubble%20\">Pro Publica<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.H.:<\/strong> Wenn sich diese Aktivit&auml;ten von Magnetar belegen lassen, dann w&auml;ren dagegen die Klage gegen Goldman Sachs nur Peanuts.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>DIE LINKE: Bundesregierung muss sich von ihren Wirtschaftsberatern trennen<\/strong><br>\nUlrich Maurer, Mitglied im gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Vorstand der LINKEN, fordert von der Bundesregierung eine Beendigung der Zusammenarbeit mit den Beratern Issing und Dibelius wegen deren Verbindung zur Investmentbank Goldman Sachs. Maurer erkl&auml;rt:<br>\nDie Bundesregierung muss ihre Abh&auml;ngigkeit von Goldman Sachs l&ouml;sen und sich schleunigst von ihren Beratern zur Finanz- und Wirtschaftspolitik Issing und Dibelius trennen. Ottmar Issing, heute Vorsitzender der Expertengruppe &bdquo;Neue Finanzmarktarchitektur&ldquo; der Bundesregierung, ist als ,International Advisor&rsquo; bei Goldman im Sold. Alexander Dibelius ist einer der wichtigsten Wirtschaftsberater der Bundesregierung und zugleich Deutschland-Chef von Goldman. Dies ist politisch brisant. Goldman Sachs steht nicht nur im Verdacht, hochriskante Anleihen verkauft und zugleich auf deren Kurssturz gewettet zu haben. Die Bank, die in Fachkreisen als der weltweit gr&ouml;&szlig;te Hedgefonds bezeichnet wird, hat nicht nur Griechenland bei der Manipulation seiner Staatsschulden geholfen. Sie war auch in Deutschland in unseri&ouml;se Praktiken verwickelt: Goldman hatte beim Verkauf der Depfa in einem Gutachten deren Bilanzverm&ouml;gen sch&ouml;n gerechnet und den Verkauf der faktisch insolventen Pfandbriefbank an die HRE vermittelt &ndash; mit verheerenden Folgen f&uuml;r den Steuers&auml;ckel. Die Bundesregierung versucht nun, die hochpeinliche Lage sch&ouml;nzureden und erkl&auml;rt, man &ldquo;&uuml;berlege&rdquo;, die Zusammenarbeit mit der Bank zu beenden. Zu dem nahe liegenden &auml;u&szlig;ert sie sich nicht: Sie muss ihre Verstrickung mit der Zockerbank l&ouml;sen, indem sie ihren Beraterpool auffrischt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/die-linke.de\/nc\/presse\/presseerklaerungen\/detail\/zurueck\/aktuell\/artikel\/bundesregierung-muss-sich-von-ihren-wirtschaftsberatern-trennen\/\">DIE LINKE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fr&uuml;hjahrsprognosen: Rechnung ohne den Wirt<\/strong><br>\nDie Fr&uuml;hjahrsprognosen der Wirtschaftsinstitute machen Hoffnung auf eine sich erholende Konjunktur. Die Angst vor &uuml;berbordenden Staatsdefiziten k&ouml;nnen sie nicht nehmen. Das Gutachten nennt als Erholungsfaktor allein die anziehende Auslandsnachfrage, die aber soll sich schon im Jahresverlauf wieder abschw&auml;chen, wenn staatliche Konjunkturprogramme bei den Handelspartnern auslaufen. Die Institute sagen selber: Sparpolitik k&ouml;nnte einen schwachen Konjunkturfr&uuml;hling abw&uuml;rgen. Das gilt nicht nur f&uuml;r Deutschland. Wenn die Auslandsnachfrage Rettung bringen soll, wird das Problem innerhalb dieser Zone blo&szlig; externalisiert. Die deutschen Handels&uuml;bersch&uuml;sse sind dank der hausgemachten Billiglohn-Politik gegen&uuml;ber den wichtigsten Nachbarn noch im Krisenjahr 2009 weiter gestiegen. Der pazifische Defizitkreislauf zwischen Asien und den USA hat sein Pendant in der EU zwischen Deutschland und den west- wie s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern. Finanziert wird er jetzt nur noch durch die potenzierten Staatsdefizite, die im Fall Griechenland bereits an den Rand des Bankrotts f&uuml;hren. Wie soll es gehen, dass diese L&auml;nder durch noch gr&ouml;&szlig;ere Einsparungen ihre Binnenkonjunktur abw&uuml;rgen und zugleich die deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse aufnehmen? Auch diese Quadratur des Kreises wird misslingen. Die absehbaren Grenzen der Staatsprogramme und die dann weltweit drohende zweite Welle der Krise werden zu einer Zerrei&szlig;probe des Euro-Raums f&uuml;hren. Dazu schweigen die vorliegenden Konjunktur- und Wachstumsprognosen lieber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2010\/16\/rechnung-ohne-den-wirt\/print\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Aufschwung als Fake<\/strong><br>\nB&ouml;rsenfeuerwerk, Superkonzerngewinne: US-Medien inszenieren Ende der Krise. Rekordverschuldung und -arbeitslosigkeit werden ausgeblendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/04-23\/039.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.H.:<\/strong> Es kursieren auch in Deutschland schon B&uuml;cher, die uns den &ldquo;Aufschwung&rdquo; verkaufen wollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Defizit des Bundeshaushaltes steigt weiter kr&auml;ftig<\/strong><br>\nDas Defizit des Bundeshaushaltes ist im ersten Quartal 2010 weiter kr&auml;ftig gestiegen. Wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht, erh&ouml;hten sich die Ausgaben in den ersten drei Monaten des Jahres gegen&uuml;ber dem Vorjahreszeitraum um 4,9 Prozent auf 81,9 Milliarden Euro, w&auml;hrend die Einnahmen um 11,1 Prozent auf 54,0 Milliarden Euro einbrachen. Die darin enthaltenen Steuereinnahmen verringerten sich um 7,4 Prozent auf 45,7 Milliarden Euro. Das Finanzierungssaldo belief sich auf minus 27,9 Milliarden Euro, die Nettokreditaufnahme auf minus 31,6 Milliarden Euro.<br>\nNach Einsch&auml;tzung des Finanzministeriums ist im ersten Quartal 2010 eine merkliche Konjunkturbelebung ausgeblieben, auch wenn sich die Exportt&auml;tigkeit nach einem schwachen Auftakt zuletzt deutlich belebt habe. Bei der privaten Konsumt&auml;tigkeit gebe es aber bisher keine sp&uuml;rbare Erholung. W&auml;hrend der Arbeitsmarkt mit vergleichsweise g&uuml;nstigen Daten &uuml;berrascht habe, lag die j&auml;hrliche Inflationsrate zuletzt wieder deutlich &uuml;ber einem Prozent, wie das Ministerium betonte. F&uuml;r den weiteren Jahresverlauf wird ein weiterer Anstieg der Konjunkturdynamik erwartet. Die Impulse sollen vor allem vom Export kommen, w&auml;hrend bei der privaten Nachfrage keine deutliche Erholung erwartet wird. Die Inflation soll moderat bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boerse-go.de\/nachricht\/Defizit-des-Bundeshaushaltes-steigt-weiter-kraeftig,a2146839.html\">Boerse.Go.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie zu erwarten, zeigt das sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz keinerlei Wirkung. Wie sollte bei den derzeitigen Lohnabschl&uuml;ssen auch die private Nachfrage zunehmen? Der einzige Strohhalm ist nach wie vor der Export. Aber da tut die Bundesregierung bei den Hauptnachfragern, n&auml;mlich unseren europ&auml;ischen Nachbarn, ja auch alles, dass deren Konsum einbricht. Die Bundesregierung verplempert mit ihren Steuersenkungen, die letzten Groschen, die blieben, durch staatliche Nachfrage einen Wachstumsimpuls zu setzen.<br>\n<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kostspielige Steuersenkungen<\/strong><br>\nSteuernachl&auml;sse f&uuml;r Haushalte und Unternehmen finanzieren sich nicht selbst. K&uuml;rzt der Staat gleichzeitig Ausgaben, geht das Wachstum zur&uuml;ck.<br>\nSteuersenkungen rei&szlig;en L&ouml;cher in die &ouml;ffentlichen Haushalte, stimulieren das Wirtschaftswachstum aber kaum. Verringerte S&auml;tze bei Einkommen- und Gewinnsteuern haben zwar eine positive Wirkung auf Nachfrage und Produktion. Die daraus erwachsenden Zusatzeinnahmen f&uuml;r Fiskus und Sozialversicherungen k&ouml;nnen die urspr&uuml;nglichen Einnahmeausf&auml;lle aber nicht ann&auml;hernd ausgleichen. IMK-Steuerexperte Achim Truger sch&auml;tzt, dass sich eine Senkung der direkten Steuern nur zu etwa 25 Prozent selbst finanziert. Gar kein positiver Effekt bleibt &uuml;brig, wenn der Staat gleichzeitig Ausgaben k&uuml;rzt, um die Steuersenkung nicht durch h&ouml;here Verschuldung kompensieren zu m&uuml;ssen: Dann bremst die Finanzpolitik das Wirtschaftswachstum, statt es zu st&uuml;tzen.<br>\nDies ergibt sich einer IMK-Studie zufolge aus den Erfahrungen mit der Steuerreform 2000, der umfangreichsten Steuersenkung der Nachkriegszeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_103274.html%20\">B&ouml;ckler Impuls 06\/2010<\/a>\n<p><strong>Dazu auch noch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz: Eine makro&ouml;konometrische Analyse<\/strong><br>\nUnter Ber&uuml;cksichtigung m&ouml;glicher Gegenfinanzierungsalternativen ergibt sich dabei folgendes Bild: Entweder wird auf eine Gegenfinanzierung des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes verzichtet. Dann wird ein sehr moderater Anstieg des Bruttoinlandsprodukts durch eine deutliche Ausweitung des strukturellen Defizits und einer Verletzung der Schuldenbremse erkauft. Oder die Steuersenkungen werden gegenfinanziert. In diesem Fall kann zwar ein Anstieg des strukturellen Defizits verhindert werden&hellip;<br>\nInsgesamt st&uuml;tzen die Simulationsergebnisse jene Kritiker des Gesetzes, die erhebliche Zweifel an dessen Wachstumswirkungen haben und stets auf die gravierenden Konsequenzen f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte hinwiesen.<br>\nDabei wurde bislang noch nicht einmal ber&uuml;cksichtigt, dass die neu im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse ab 2016 eine verbindliche Obergrenze f&uuml;r das strukturelle Defizit des Bundes vorschreibt. Neben den dadurch ohnehin erforderlichen Konsolidierungsma&szlig;nahmen sind die im Wachstumsbeschleunigungsgesetz enthaltenen Steuerentlastungen somit bis sp&auml;testens 2016 gegenzufinanzieren. Entweder m&uuml;ssen Ausgaben gek&uuml;rzt oder andere Steuern erh&ouml;ht werden. Ber&uuml;cksichtigt man die erforderliche Gegenfinanzierung, dann d&uuml;rfte das Wachstumsbeschleunigungsgesetz einen noch geringeren Effekt auf das Niveau des Bruttoinlandsprodukts haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/resserver.php?blogId=9&amp;resource=Wirtschaftsdienst_April10_Huebner.pdf\">Financial Times Deutschland [PDF &ndash; 166KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zwar pl&auml;diert der Autor, Malte H&uuml;bner (Referent beim Sachverst&auml;ndigenrat) daf&uuml;r die Steuersenkungen r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen und gegen eine K&uuml;rzung der Transferleistungen, andererseits regt er an eine Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer in Erw&auml;gung zu ziehen und nimmt damit in Kauf, dass Menschen mit geringerem Einkommen, die einen h&ouml;heren Anteil ihres Einkommens verkonsumieren (m&uuml;ssen) als Haushalte mit einem h&ouml;heren Einkommen, wiederum die Hauptleidtragenden sind.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die zehn wichtigsten Beitragszahler im EU-Haushalt 2010<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/155196\/umfrage\/die-zehn-wichtigsten-beitragszahler-im-eu-haushalt-2010\/%20\">statista<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine interessante Grafik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Strafbefreiende Selbstanzeige&rdquo; soll erhalten bleiben<\/strong><br>\nDie Bundesregierung h&auml;lt an der M&ouml;glichkeit der &bdquo;strafbefreienden Selbstanzeige&ldquo; bei Steuerhinterziehung fest. Dies sei der &bdquo;verfassungsrechtlich anerkannte Weg zur&uuml;ck in die Steuerehrlichkeit&ldquo;, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/1352) auf die Kleine Anfrage der Linksfraktion (17\/1130). Aus fiskalpolitischer Sicht sei die im Paragrafen 371 der Abgabenordnung geregelte Selbstanzeige ein Instrument zur &bdquo;Erschlie&szlig;ung bisher verheimlichter Steuerquellen&ldquo;. Daneben komme in dem Paragrafen 371 auch das strafrechtliche Prinzip zum Ausdruck, dass eine &rdquo;t&auml;tige Reue&ldquo;, mit der die Wirkungen einer Tat r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werde, dem T&auml;ter zu Gute kommen solle. Nach Angaben der Bundesregierung gibt es in 24 OECD-Staaten Regelungen, die bei freiwilliger Nacherkl&auml;rung Verg&uuml;nstigungen gew&auml;hren. &rdquo;Ziel der Bundesregierung ist, dieses Instrument zu erhalten, aber dort, wo die Selbstanzeige mit krimineller Energie von Anfang an bereits in die Steuerhinterziehungsplanung mit einbezogen wird, Schranken zu definieren&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort. &Auml;nderungen bed&uuml;rften aber einer sorgf&auml;ltigen Pr&uuml;fung, &bdquo;da diese Erkenntnisquelle f&uuml;r weitere Ermittlungsans&auml;tze nicht zum Versiegen gebracht werden soll&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_04\/2010_124\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong><\/p>\n<li>\n<a name=\"h16\"><\/a><strong>9.554 Stellen in der Finanzverwaltung unbesetzt<\/strong><br>\nIn der deutschen Finanzverwaltung waren im Jahre 2008 9.554 Stellen nicht besetzt. Wie aus der Antwort der Bundesregierung (17\/1351) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion (17\/1239) hervorgeht, stand einer Soll-Besetzung von 112.650 eine Ist-Besetzung von 103.096 gegen&uuml;ber. Ein Jahr zuvor waren in der Finanzverwaltung 9.187 Stellen nicht besetzt. 2006 waren es 10.197 Stellen. Die Mitarbeiter der Finanzverwaltung hatten im Veranlagungszeitraum 2008 26,9 Millionen Einkommensteuerf&auml;lle zu bearbeiten. Au&szlig;erdem gab es 1,1 Millionen K&ouml;rperschaftsteuerf&auml;lle, 5,7 Millionen Umsatzsteuerf&auml;lle und 3 Millionen Gewerbesteuerf&auml;lle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_04\/2010_128\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So wichtig ist der Finanzverwaltung die Verfolgung von Steuerhinterziehung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>1990 &ndash; 2010: Zwanzig Jahre Tarifpolitik in Ostdeutschland<\/strong><br>\nIn den 20 Jahren seit der Herstellung der deutschen Einheit ist es den Gewerkschaften gelungen, in Ostdeutschland ein dichtes Netz von Tarifvertr&auml;gen zu<br>\nkn&uuml;pfen, das in seiner Struktur dem westdeutschen Vorbild gleicht. Auch inhaltlich ist die Angleichung der tariflichen Standards in vielen Bereichen weit vorangekommen. Doch von fl&auml;chendeckend gleichen tariflichen Einkommens- und Arbeitsbedingungen in West und Ost kann auch nach zwanzig Jahren noch keine Rede sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Schwerpunktanalyse im neuen WSI-Tarifhandbuch 2010, die die tarifpolitische Entwicklung in Ostdeutschland bilanziert. Das Tarifhandbuch kommt in diesen Tagen auf den Markt&hellip;<br>\nDass sich der erreichte tarifliche Angleichungsstand in der Realit&auml;t nicht 1:1 niederschl&auml;gt, h&auml;ngt nach Analyse des WSI-Tarifexperten Reinhard Bispinck damit zusammen, dass die Pr&auml;gekraft der Tarifvertr&auml;ge in Ostdeutschland zu schwach ist und im Laufe der Jahre noch abgenommen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2010_04_22.pdf%20\">WSI [PDF &ndash; 58KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Armutsindustrie boomt<\/strong><br>\nMit &raquo;Tafel-Thesen&laquo; macht sich Diakonie Argumente ihrer Kritiker zu eigen. Sammler von Lebensmittelspenden wollen &raquo;Produktpalette&laquo; erweitern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/04-22\/046.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>&Uuml;bernahme des Arriva-Konzerns: Einkaufen f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nNoch vor einigen Monate hatte sich Bahnchef R&uuml;diger Grube vor allem eins vorgenommen: die Konsolidierung des Konzerns. Nun bietet die Bahn 2,8 Milliarden Euro f&uuml;r die britische Arriva. Das Sparprogramm soll nicht darunter leiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc~E08A3503CE0AB4EC49B69FB75AA9F5E04~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Statt dass sich die Bahn darum k&uuml;mmert, dass sie in Deutschland ihr Angebot verbessert und wie etwa in Berlin die S-Bahn wieder ans Laufen bringt, begibt sie sich auf Einkaufstournee in andere L&auml;nder. Es geht bestenfalls um Profit, der aber alles andere als sicher ist. Die Gesch&auml;ftspolitik von Mehdorn wird fortgesetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<p><strong>Sieh als Beispiel f&uuml;r die Verlustgesch&auml;fte solche solcher Auslandsaktivit&auml;ten:<\/strong><\/p>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Telekom &ndash; Goodbye, New York <\/strong><br>\nNach Infineon, BASF und Allianz verl&auml;sst nun auch die Telekom die US-B&ouml;rse. Die Firmen scheuen die hohen Kosten &ndash; und die strengen Aufseher von der SEC.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/19\/509154\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> (Ex-) Mitarbeiter\/innen, Kundschaft und &ouml;ffentliche Hand zahlten daf&uuml;r einen hohen Preis. Dar&uuml;ber lesen wir hier nichts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a> <strong>&bdquo;Nebensache Bahnhof, Hauptsache Demokratie&rdquo; &ndash; Gastkommentar von Boris Palmer, Oberb&uuml;rgermeister von T&uuml;bingen <\/strong><br>\nViertens ist die Frage ungekl&auml;rt, ob Teile des Bonatzbaus abgerissen werden d&uuml;rfen oder durch Urheberrechte gesch&uuml;tzt sind. Diese Frage wird vor Gericht entschieden, die Klage ist eingereicht, eine Entscheidung w&uuml;rde aber nach dem jetzigen Zeitplan vermutlich erst einige Monate nach dem Nordfl&uuml;gel fallen. Spricht etwas gegen ein Moratorium bis zur Kl&auml;rung dieser Fragen? Sicher nicht der geplante Fertigstellungstermin. Die zeitlich kritischen und ungel&ouml;sten Abschnitte liegen am Flughafen und auf der Alb, nicht unter Schlossgarten und Bonatzbau. Sachlich kostet ein Innehalten nichts. Nur das politische Momentum f&uuml;r Stuttgart 21 w&auml;re in Gefahr. Kein zu hoher Preis, wenn der demokratische Grundkonsens auf dem Spiel steht. Dieses Risiko m&uuml;ssten die Politiker um der Demokratie und des gesellschaftlichen Friedens willen eingehen. Wenn der schw&auml;bisch-schaffige Grundkonsens im Stuttgarter Bahnhof begraben wird und sich breite Schichten verbittert abwenden, kann das auch wirtschaftlich gravierende Folgen haben. Und nicht immer sind die Volksvertreter kl&uuml;ger als das Volk. Ja, der Fernsehturm ist trotz des Widerstands zur Bauzeit heute ein Wahrzeichen der Stadt. Doch w&uuml;rde das &ndash; nur beispielhaft &ndash; auch gelten, falls man in den 70er Jahren die halbe T&uuml;binger Altstadt zu Gunsten eines neuen Rathausblocks und einer vierspurigen Stra&szlig;e abgerissen h&auml;tte? Wohl kaum. Trotz erdr&uuml;ckender Mehrheit im Gemeinderat wurde nichts davon gebaut. Warum? Ein B&uuml;rgerentscheid endete mit 90% Nein-Stimmen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2460579_0_9223_--nebensache-bahnhof-hauptsache-demokratie-gastkommentar-von-boris-palmer.html?_skip=1\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Interview Kl&auml;ger gegen Stuttgart 21: &ldquo;Gelinde gesagt eine Sauerei&rdquo;<\/strong><br>\nDas Bahnprojekt &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; stockt, weil Architekt Peter D&uuml;bbers die Bahn wegen Verletzung des Urheberrechts verklagt. Die will den Bahnhof seines Gro&szlig;vater zum Teil abrei&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/stuttgart-21-vor-gericht\/\">TAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Debatte um Afghanistan: Nicht der volle Einsatz <\/strong><br>\nDas soll jetzt die Debatte gewesen sein, die gro&szlig;e um den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan? Nach den Todesf&auml;llen w&auml;re das ja angemessen, aufgrund der abnehmenden Zustimmung im Land auch. Solche Anl&auml;sse erfordern nachhaltige Disputation und Selbstvergewisserung. Nur leider gab es weder die alles erkl&auml;rende Regierungserkl&auml;rung der Bundeskanzlerin noch eine Rede des SPD-Vorsitzenden, die einen Anspruch auf Regierungsverantwortung begr&uuml;ndet. Der Bundestag blieb unter seinen M&ouml;glichkeiten und hinter den Notwendigkeiten zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/nicht-der-volle-einsatz\/1806854.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein sehr n&uuml;chterne Bewertung durch den Tagesspiegel, der ansonsten eher f&uuml;r den Afghanistaneinsatz votiert.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>NRW-Wahlkampf<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>NRW-CDU versch&auml;rft Kampagne<\/strong><br>\nDie CDU in Nordrhein-Westfalen versch&auml;rft ihre Kampagne gegen ein angeblich drohendes rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis nach der Landtagswahl am 9. Mai. Auf Postkarten und Plakaten wirbt die CDU ab sofort mit Bildern der SPD-Landesvorsitzenden Hannelore Kraft und der fr&uuml;heren hessischen SPD-Landeschefin Andrea Ypsilanti, wie NRW-CDU-Generalsekret&auml;r Andreas Krautscheid am Mittwoch mitteilte.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/100423_wahlbetrug_nrw.png\" alt=\"NRW\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/landtagswahl\/nachrichten\/NRW-CDU-verschaerft-Kampagne_aid_847335.html\">RP online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die SPD m&uuml;sste endlich erkennen, dass der Eiertanz um die Linke nichts bringt. Sie wird so oder so mit einer Kampagne gegen Rot-Rot-Gr&uuml;n attackiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>D&uuml;sseldorfer Kl&uuml;ngel<\/strong><br>\nDubiose Machenschaften im Umfeld des Ministerpr&auml;sidenten R&uuml;ttgers st&ouml;ren seinen Wahlkampf. &bdquo;Die sind nach nur f&uuml;nf Jahren genauso machtversessen, wie die Sozis nach 39 Jahren&ldquo;, urteilt ein alter CDU-Mitstreiter ern&uuml;chtert &uuml;ber die Truppe, die J&uuml;rgen R&uuml;ttgers um sich versammelt hat. Der Ministerpr&auml;sident ist inzwischen fast jeden Tag mit einer Spendenaff&auml;re konfrontiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/duesseldorfer-kluengel\/1806822.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Wirtschaftspropaganda in Schulen &ndash; Vermittlung von Botschaften durch PPP und Sponsoring <\/strong><br>\n3sat, nano. Wie die Industrie nicht nur die Lehrmeinung im Schulunterricht beeinflusst, sondern auch die jungen Menschen bereits in der &ouml;ffentlichen &ldquo;Bildungsumgebung&rdquo; Schule manipuliert. Mit langfristig angelegten Gesch&auml;ftsstrategien (auch Win-Win-Situation genannt) und den Konzeptmitteln PPP &ldquo;Public-Privat-Partnership&rdquo; und Sponsoring, organisiert man hier eine zielgerichtete Erziehung im verarmten Bildungswesen des &ldquo;Bildungsstandortes&rdquo; Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=y73okgoCvM4\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>&bdquo;Kein Ort. Nirgends?&ldquo; Das Subjekt der Erkenntnis und die Idee der Universit&auml;t. <\/strong><br>\nEinige Gedanken aus psychoanalytischer Perspektive<br>\nAnwendungskompetenz ist doch prima, kann doch nicht schaden. Stimmt, kann sie nicht, aber es reicht nicht! Denn was hei&szlig;t eigentlich: Kompetenz? Ganz offensichtlich ist es ein Begriff, der sich nicht selbst gen&uuml;gt, der nicht f&uuml;r sich (ein-) stehen kann. Kompetenz ist ein relationaler Begriff; er bedarf der inhaltlichen Erl&auml;uterung; er braucht eine Bezugsgr&ouml;&szlig;e, ein Referenzsystem, ein Objekt und irgendwann dann auch einmal ein Subjekt. Die Frage ist also: Kompetenz wof&uuml;r, Kompetenz worin, Kompetenz in Bezug worauf?<br>\nWas hat Kompetenz mit Bildung zu tun, in welchem Verh&auml;ltnis stehen sie zu einander?&hellip;<br>\nNicht der Qualit&auml;t und Nachhaltigkeit des Input, sondern der N&uuml;tzlichkeit und Verwertbarkeit des Outcomes gilt das Hauptaugenmerk, was zu einer zunehmend peniblen Engf&uuml;hrung der Studieng&auml;nge f&uuml;hrt &mdash; euphemistisch &rsaquo;Spezialisierung&lsaquo; genannt im Sinne einer, wie es hei&szlig;t, &rsaquo;Optimierung entsprechend den Anforderungen des Arbeitsmarktes&lsaquo;. Kompetenz eben, Anwendungskompetenz!&hellip;<br>\nAnalog hierzu ist das Merkmal &rsaquo;Qualifikation&lsaquo; zu einem Synonym f&uuml;r &rsaquo;Praxis- oder Anwendungskompetenz&lsaquo; geworden, und zwar im Sinne von Instruiertsein im Hinblick auf ein zumeist fiktiv umschriebenes Berufsfeld, das es so, in dieser komplexit&auml;tsreduzierten Umschriebenheit nicht gibt, wohl auch nie gegeben hat&hellip;<br>\nIn dem Moment, in dem sich die Universit&auml;t als Trainingslager f&uuml;r Praxiskompetenz und nicht mehr oder nur noch randst&auml;ndig als wissenschaftsproduktiver, kreativer, diskursiver Ort identifiziert, verl&auml;sst sie ihre referentielle, hochsignifikante gesellschaftliche Position als Milieu eines umfassenden Bildungsdiskurses, als jener gesellschaftlich designierte Raum, der Kultur jenseits ihrer N&uuml;tzlichkeitserw&auml;gungen bewahrt und f&uuml;r deren transgenerationelle Verf&uuml;gbarkeit sorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.psy.uni-muenchen.de\/sps-rs\/Texte\/mainColumnParagraphs\/01116\/document\/Gast%20%282008%29.pdf%20\">Lilli Gast  Leibniz Universit&auml;t Hannover [PDF &ndash; 72KB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dieser Vortrag wurde auf einer Tagung des Zusammenschlusses Kritische Psychologie &uuml;ber &ldquo;Unid&auml;mmerung&rdquo; gehalten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Medienkritik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gescheiterte Therapie<\/strong><br>\nEine Podiumsdiskussion in Berlin gew&auml;hrte Einblicke in die Welt deutscher Wirtschaftsjournalisten und offenbarte Unwissenheit und Distanzlosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/04-22\/025.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &Uuml;ber die zur Debatte stehende Studie von Hans-J&uuml;rgen Arlt und Wolfgang Storz haben die Nachdenkseiten bereits <a href=\"\/?p=5002#more-5002\">berichtet.<\/a><br>\nAber auch die Reaktion der Kritisierten ist interessant, so z.B. die Antwort auf den Vorwurf, Stimmen kritischer &Ouml;konomen ausgeblendet zu haben: &ldquo;Wir k&ouml;nnen die Realit&auml;t nur so abbilden, wie sie ist, und wenn es keine kritischen Wissenschaftler gibt, die sich &auml;u&szlig;ern, dann k&ouml;nnen wir das auch nicht senden&rdquo;, erkl&auml;rte Andreas Werner von der Redaktion &raquo;ARD-Aktuell&laquo;. Den Einwand, dass mit den &Ouml;konomen Rudolf Hickel, Heiner Flassbeck oder Dierk Hirschl durchaus alternative Gespr&auml;chspartner bereitgestanden h&auml;tten, lie&szlig; er nicht gelten. Sollte es diese Experten geben, dann m&uuml;ssten sie eben mit besserer PR auf sich aufmerksam machen, so Werner. &ndash; Man wei&szlig; nicht, was einen fassungsloser macht, die Frechheit oder die D&auml;mlichkeit dieser Antwort.<br>\nErg&auml;nzende Anmerkung MB: Rudolf Hickel &auml;rgert sich immer wieder dar&uuml;ber, als linker Alibi-&Ouml;konom zu Presseclub &amp; Co. eingeladen zu werden und dann gar nicht richtig zu Wort zu kommen.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Interview mit Pascual Serrano: &bdquo;Die Zensur ist der Macht eigen&ldquo;<\/strong><br>\nDie herk&ouml;mmliche Zensur bestand darin zu verbieten, dass Nachrichten und Meinungen sich verbreiten, die der Macht nicht genehm waren. Heute, im Namen der Meinungsfreiheit, werden L&uuml;gen und Falschheiten vollkommen straflos verbreitet. Auf diese Weise wird &ndash; zwischen L&uuml;gen und Trivialit&auml;ten &ndash; die Wahrheit ausgeblendet, das Ergebnis ist im Endeffekt das gleiche wie bei der Zensur. Andere Male werden Bestandteile oder Pr&auml;zedenzf&auml;lle, die unentbehrlich sind um ein umstrittenes Ereignis zu verstehen, aus ihrem Kontext gerissen oder weggelassen. Das setzt eine Zensur des Ereignisses in seiner Gesamtheit voraus.<br>\n&hellip;<br>\nDie gro&szlig;en Kommunikationsmedien sind lediglich Spiegelbild-Abteilungen der m&auml;chtigen wirtschaftlichen Gruppen. Deren Interessen, Werte und Prinzipien sind die Filter, die entscheiden, was ver&ouml;ffentlicht wird und was nicht. Zus&auml;tzlich beeinflussen dies auch andere Lobbys, die keine Aktion&auml;re sind, aber notwendig: Die Inserenten, Unternehmen mit denen man arbeitet, befreundete Regierungen, etc.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/20100421833\/hintergrund\/medien\/die-zensur-ist-der-macht-eigen.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Muss B&auml;rbel Beuermann nackt einen Molotowcocktail auf die D&uuml;sseldorfer Staatskanzlei werfen?<\/strong><br>\nNRW-Spitzenkandidatin der Linkspartei f&uuml;r Wikipedia nicht relevant genug.<br>\nDie Linkspartei in NRW hat derzeit gute Aussichten, bei der kommenden Landtagswahl am 9. Mai die 5%-H&uuml;rde zu &uuml;berspringen. Die Relevanz-H&uuml;rden, welche die Wikipedia dem Informationsbed&uuml;rfnis ihrer Leser bereitet, scheinen jedoch ungleich schwerer &uuml;berwindlich, denn speziell die deutsche Version orientiert sich konservativ an Papier-Lexika und zwingt sich bekanntlich in ein Korsett seltsam deutscher Relevanzkriterien. So wurde denn auch die Spitzenkandidatin der Linkspartei als zu irrelevant angesehen, als dass sich Leser &ndash; im Guten wie im Schlechten &ndash; &uuml;ber die Politikerin informieren d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32494\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Kriegs-PR der ARD<\/strong><br>\nDie st&auml;ndige Indoktrination, dass man f&uuml;r Friedenseins&auml;tze get&ouml;tete deutsche Soldaten in Kauf nehmen m&uuml;sse, k&ouml;nne er nicht mehr h&ouml;ren. So schreibt dort der Vater eines in Afghanistan gefallenen Bundeswehr-Soldaten. Das blieb die kritischste, &ldquo;pazifistischste&rdquo; Einlassung in dieser Sendung. Und die konnte so nat&uuml;rlich auch nicht stehen bleiben: Die Perspektive richtiger Soldaten sei eben eine andere als die von Angeh&ouml;rigen. Sie rechneten schon damit, da&szlig; sie ums Leben kommen k&ouml;nnten &ndash; musste sich aus dem Studio der hinterbliebene Vater in seiner Trauer belehren lassen. Die hatte ihn anscheinend leider zu unangemessener Kriegsskepsis verf&uuml;hrt&hellip;<br>\nHerr Moderator Sch&ouml;nenborn vermisst vor allem eine &ldquo;Formulierung&rdquo;, mit der sich &ldquo;die &Ouml;ffentlichkeit hinter diesen Konflikt, hinter diesen Kampf&rdquo; stellen lasse. &ldquo;Es ist unser Geld, das in die Drogen geht, und dieses Geld kommt dann als Waffen f&uuml;r die Taliban wieder zur&uuml;ck&rdquo;, agitiert auf dieses Stichwort hin Michael St&uuml;rmer. Mithin k&ouml;nnte man dem deutschen<br>\nStammtisch und namentlich den zehn Millionen LeserInnen der Bildzeitung einreden, dass am  Hindukusch nicht einfach nur abstrakt &ldquo;unsere  Freiheit&rdquo; verteidigt, sondern unsere Jugend vor den durch die Taliban eingeschmuggelten Rauschgiften in Schutz genommen werde&hellip;<br>\nDer Kampf um die K&ouml;pfe ist wie eh und je Teil dieses Krieges. Hier und heute geht es darum, den Krieg im allgemeinen und den Krieg in Afghanistan im besonderen mehrheitlich konsensf&auml;hig zu machen. Dazu muss das hartleibige Weichziels unaufh&ouml;rlich beh&auml;mmert werden, die noch nicht ganz und gar beh&auml;mmerte,  kriegsresistente &ldquo;Zivilgesellschaft&rdquo;. Der Presseclub h&auml;mmerte am 18. April ein St&uuml;ckchen mit an diesem gro&szlig;en Werke, um &ndash; Moderator Sch&ouml;nenborns Zielvorgabe folgend &ndash; eine &ldquo;Formulierung&rdquo; zurechtzuschmieden, dank derer sich &ldquo;die &Ouml;ffentlichkeit hinter diesen Konflikt, hinter diesen Kampf&rdquo; stellen lasse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=15044%20\">Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>ARD l&ouml;scht mehr als 100.000 Internet-Dokumente<\/strong><br>\nDie ARD darf viele ihrer Angebote nicht mehr im Internet zeigen. Das hat Folgen, bei einigen Websites wie etwa der &ldquo;Sportschau&rdquo; sind rund die H&auml;lfte der verf&uuml;gbaren Dokumente vom Netz genommen worden. F&uuml;r die gesamte ARD sind es mehr als 100.000 Dokumente, die gel&ouml;scht werden mussten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/webwelt\/article7286826\/ARD-loescht-mehr-als-100-000-Internet-Dokumente.html%20\">Die Welt<\/a>\n<p><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich nannte diese Folge des Rundfunk&auml;nderungsstaatsvertrages schon vor zwei Jahre <a href=\"\/?p=3288\">&bdquo;Zensur durch den Markt&ldquo;<\/a>. Siehe dazu auch nochmals: <a href=\"\/?p=3749\">Der Staatsvertrag &uuml;ber Internetangebote der Rundfunkanstalten ein B&uuml;rokratiemonster und ein neues Gesch&auml;ftsfeld f&uuml;r private Berater<\/a>.\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Sind die L&ouml;hne zu hoch?<\/strong><br>\nSind die L&ouml;hne nicht zu hoch? Verhindern verbohrte Gewerkschaftsfunktion&auml;re und unbewegliche Arbeitgeber-Lobbyisten nicht die R&uuml;ckkehr zur Vollbesch&auml;ftigung?&hellip;<br>\nWann immer sich die R&auml;der der Wirtschaft langsamer drehen, wann immer mehr arbeitswillige Menschen als freie Jobs verf&uuml;gbar sind &ndash; stets werden niedrige L&ouml;hne als Heilmittel empfohlen. Wenn die Arbeit f&uuml;r die Unternehmen billiger zu haben ist, so der schlichte Gedanke, dann werden die Waren und die Dienstleistungen f&uuml;r weniger Geld zu kaufen sein. Die Nachfrage steigt, und damit auch die Besch&auml;ftigung. So scheint das.<br>\nWas f&uuml;r den einzelnen Unternehmer zwingend logisch erscheint, mu&szlig; f&uuml;r das komplizierte Gebilde einer Volkswirtschaft noch l&auml;ngst nicht gelten.<br>\nBeispielsweise deswegen, weil L&ouml;hne sich nicht nur als Kosten bei den Unternehmen auswirken. Sie sind bei denen, die sie auf ihre Konten bekommen, Einkommen. Sinken diese Bez&uuml;ge landesweit, dann k&ouml;nnen die B&uuml;rger weniger kaufen. Die Nachfrage schrumpft, bei den Unternehmen gehen die Auftr&auml;ge zur&uuml;ck. Neue Leute werden nicht mehr eingestellt&hellip;.<br>\nNiedrigere L&ouml;hne preisen, &hellip;, Volkswirtschaftsprofessoren wie der Hamburger Armin Gutowski oder der Kieler Herbert Giersch als Heilsweg zur&uuml;ck zur Vollbesch&auml;ftigung an. Der Mann aus Kiel, besonders gefragter und gut honorierter Redner auf vielen Kongressen, verk&uuml;ndet ganz selbstgewi&szlig;, da&szlig; es &ldquo;an Arbeitslosigkeit eigentlich nur eine lohnbedingte geben kann&rdquo;.<br>\nWas die &Ouml;konomen der klassischen Lehre bei ihrer eleganten Theorie immer wieder aus dem Auge verlieren, ist der Umstand, da&szlig; der Faktor Arbeit eben nicht wie irgendein Produktionsfaktor gehandelt werden kann; da&szlig; Menschen, die Arbeit verkaufen, und sogar jene, die sie kaufen, unberechenbare Gef&uuml;hle und unterschiedliche Talente haben, da&szlig; sie von Vorlieben und von Abneigungen getrieben werden. Mit Menschen l&auml;&szlig;t sich nicht rechnen wie mit Maschinen oder Lastwagen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-13512521.html%20\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Als w&auml;r`s ein St&uuml;ck von heute, so liest sich der SPIEGEL-Titel aus dem Jahre 1985 (!). Viele der Argumente f&uuml;r niedrige L&ouml;hne, f&uuml;r niedrigere &ldquo;Lohnnebenkosten&ldquo; etc. sind identisch mir den heutigen. Sie m&ouml;gen daran erkennen, dass die (neo-)liberalen Rezepte vor 35 Jahren die gleichen waren, wie die heute zur herrschenden Lehre gewordenen &ndash;  nur dass inzwischen die Dosis dieser Rezeptur immer weiter erh&ouml;ht worden ist &ndash; ohne dass sich allerdings die wirtschaftliche Situation verbessert h&auml;tte. Dieser alte SPIEGEL-Beitrag ist ein trefflicher Beleg f&uuml;r das Scheitern dieser Ideologie.<br>\nDer gro&szlig;e Unterschied ist, dass der SPIEGEL von damals, zu dieser Glaubenslehre eine kritische Position einnahm. Sie liest sich in manchen Passagen wie die Position der NachDenkSeiten von heute.<br>\nWenn Sie die damalige Position des SPIEGELs mit der heutigen vergleichen, dann m&ouml;gen Sie erkennen, wie weit sich dieses Nachrichtenmagazin inzwischen an den neoliberalen Mainstream angepasste hat, ja geradezu zu einem Kampfblatt f&uuml;r die angebotsorientierte &ouml;konomische Glaubenslehre geworden ist. Viele Argumente von damals k&ouml;nnten aus den heutigen NachDenkSeiten stammen. So &bdquo;links&ldquo; sind also die NachDenkSeiten und so weit nach &bdquo;rechts&ldquo; ist der SPIEGEL ger&uuml;ckt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h28\"><\/a><strong>Zum Schluss: F&uuml;r unsere Soldaten in Afghanistan!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/propertyblob\/contentbean:1806460\/format14\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: H&auml;rtefallregelung; IWF zur Kostenbeteiligung des Finanzsektors; Finanzhilfen f&uuml;r Griechenland kein Versto&szlig; gegen EU-Recht; Eckpunkte f&uuml;r die Finanzmarktregulierung; Skandal bei Goldman auch ein Skandal der Deutschen Bank; Aufschwung als Fake; Defizit steigt kr&auml;ftig; kostspielige Steuersenkungen; strafbefreiende Selbstanzeige bleibt; Tarifpolitik im Osten; Bahn kauft ein; Stuttgarter Bahnhof; Afghanistan-Debatte; NRW-Wahlkampf; Propaganda in<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5295\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5295","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5295","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5295"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5295\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5318,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5295\/revisions\/5318"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5295"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5295"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5295"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}