{"id":53003,"date":"2019-07-04T08:39:53","date_gmt":"2019-07-04T06:39:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003"},"modified":"2019-07-04T08:39:53","modified_gmt":"2019-07-04T06:39:53","slug":"hinweise-des-tages-3399","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h01\">Die Lage am Donnerstag: Die Meckerer der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h02\">Konsens statt Kante<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h03\">Warum das KBA bei Audi so lange weggesehen hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h04\">Wohnkosten sind f&uuml;r immer mehr &auml;ltere Menschen in Deutschland eine Belastung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h05\">Soziale Unterschiede im Mortalit&auml;tsrisiko: Das fr&uuml;here Arbeitsleben beeinflusst die fernere Lebenserwartung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h06\">Unbezahlbare Pflege?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h07\">Berater sind die Gewinner der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h08\">Die &Auml;ra der Sanktionskriege (I)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h09\">Deutschland, Du armes Land der Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h10\">Herausforderung Langzeitarbeitlose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h11\">Ausbeutung hoch zwei: Kuriere von Essenslieferdiensten stellen heimlich Schwarzfahrer an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h12\">No, Iran Does Not Break The Nuclear Deal (Updated)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h13\">Querfronten der Verlierer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h14\">Power Versus the Press: The Extradition Cases of Pinochet &amp; Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h15\">Wie Lobbyisten die Bundesregierung gespalten haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53003#h16\">Zu guter Letzt: Europa nicht den Leyen &uuml;berlassen&hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Lage am Donnerstag: Die Meckerer der SPD<\/strong><br>\nAuftritt Sigmar Gabriel, der Polterer. Er setzt den Ton des Tages per E-Mail an ausgew&auml;hlte Medien, und fordert das Radikalste, in diesem Fall das Ende der Koalition.<br>\nEs folgt Martin Schulz, der Emp&ouml;rte. Er beklagt lautstark, die Europ&auml;er h&auml;tten sich vom autorit&auml;ren Viktor Orb&aacute;n an der Nase herumf&uuml;hren lassen.<br>\nZwei Ex-Parteichefs im gro&szlig;en Furor, der erste Akt.<br>\nAnlass der Emp&ouml;rung: die Personalie Ursula von der Leyen. Die Resonanz: mau.<br>\nEs folgt der Einwurf der frischen Europaparlamentarierin Katarina Barley, sie werde Ursula von der Leyen nicht w&auml;hlen.<br>\nEs folgt die Analyse des SPD-Spitzentrios: Der Versuch, die Europ&auml;ische Union zu demokratisieren, sei gescheitert.<br>\nVorhang, Ende des Jammerakts.<br>\nUnd der dritte Akt?<br>\nEr findet nicht statt, wie er meistens nicht stattfindet bei der SPD. Die Emp&ouml;rung ist gro&szlig;, die Folgen klein. So wird es auch diesmal sein. Es spricht derzeit mehr daf&uuml;r als dagegen, dass Ursula von der Leyen Mitte Juli zur Kommissionschefin gew&auml;hlt wird. Andernfalls w&uuml;rde Europa in eine existenzielle Krise st&uuml;rzen, daran wiederum will die SPD nicht schuld sein.<br>\nEs ist ja nicht so, dass die Argumente der SPD nicht richtig w&auml;ren. Nat&uuml;rlich ist die Abkehr vom Spitzenkandidatenprinzip und das Herbeizaubern der neuen Kandidatin aus dem Off eine Missachtung demokratischer Prozesse und n&auml;hrt den Verdacht der Hinterzimmerpolitik. Und nat&uuml;rlich haben die Osteurop&auml;er mit ihrer Blockade gegen den Sozialdemokraten Timmermans die anderen L&auml;nder vor sich hergetrieben.<br>\nAber was bleibt?<br>\nDie Kanzlerin als Macherin, die Deutschland den machtvollsten Posten in der EU besorgt hat. Die SPD als beleidigter Moserverein.<br>\nDie Sozialdemokraten brauchen dringend ein neues Drehbuch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/news-spd-sigmar-gabriel-ursula-von-der-leyen-westbalkan-gipfel-is-prozess-cholera-a-1275288.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Lage sieht f&uuml;r SPON und viele andere Mainstreammedien also so aus, dass Angela Merkel die Macherin ist, weil es ihr gelungen sei, den europ&auml;ischen Spitzenposten endlich mit einer Deutschen zu besetzen. Hurra. Nur warum sollten dann Emmanuel Macron in Frankreich und Viktor Orban in Ungarn den Titel des Machers ebenfalls f&uuml;r sich beanspruchen? Letzterer d&uuml;rfte ihn wohl zurecht <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/wie-orban-zum-koeniginnen-macher-wurde\/\">f&uuml;hren<\/a>. &Uuml;ber die reale Hinterzimmerpolitik erf&auml;hrt man in den Medien leider wenig, sie wird, wie bei SPON, nur als Verdacht ge&auml;u&szlig;ert. Dabei hatte es vor der letzten Gipfelrunde eine Reihe von Einzelgespr&auml;chen mit Ratspr&auml;sident Tusk gegeben. Etwas anderes als Hinterzimmerpolitik durfte man angesichts der unver&auml;nderten europ&auml;ischen Vertr&auml;ge auch nicht erwarten. Die Emp&ouml;rung dar&uuml;ber ist daher nicht nachvollziehbar, im Falle der SPD aber leicht zu erkl&auml;ren. Die deutschen Sozialdemokraten k&ouml;nnen sich die lautstarke Jammerei leisten, weil es auf ihre 16 Sitze im EU-Parlament ohnehin nicht mehr ankommt. Nur nebenbei bemerkt: Ex-Justizministerin Katarina Barley ist neu im EU-Parlament und prompt zur Vizepr&auml;sidentin <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-07\/europaeische-union-vizepraesidenten-eu-parlament-katarina-barley\">gew&auml;hlt worden<\/a>, f&uuml;r Nicola Beer von der FDP gilt das gleiche. <\/em><\/p>\n<p><em>Was bei Lobhudelei einerseits (endlich ein deutscher Kommissionschef) und Emp&ouml;rung andererseits (W&auml;hlert&auml;uschung mit Spitzenkandidatenmodell) aber auf der Strecke bleibt, ist das, worauf Jens Berger <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52955\">gestern hinwies<\/a>. <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Die Geschichte der Ursula von der Leyen ist eine Geschichte voller Missverst&auml;ndnisse, Mythen und geschickter politischer PR.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Bei der simplen Beschreibung der Karriere von der Leyens versagen die Medien reihenweise. Nicht einmal der j&uuml;ngste Beraterskandal, den die Verteidigungsministerin zu verantworten hat und nicht erkl&auml;ren kann, spielte in den Leitartikeln eine Rolle. Diese triefen nur so vor Bewunderung, endlich eine Deutsche auf dem Chefposten der EU zu wissen. &Uuml;brigens: Jens Weidmann, der bei der Besetzung des EZB-Postens den K&uuml;rzeren zog, wird bereits f&uuml;r die Nachfolge von Christine Lagarde beim IWF <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article196325155\/Das-Ringen-um-die-Kontrolle-der-Weltwirtschaft-hat-begonnen.html\">ins Gespr&auml;ch gebracht<\/a>. Einer, der H&auml;rte gegen Krisenl&auml;nder zeigt, k&ouml;nnte dort gut ankommen. Das nennt man wohl Hybris. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Von der Leyens Berufung auf EU-Chefposten muss verhindert werden<\/strong><br>\nNach Jean-Claude Juncker soll Ursula von der Leyen die EU-Kommission f&uuml;hren? Die Verstrickung in diverse Steuer- und Beraterskandale und die damit verbundene Verschwendung von Steuergeld scheint f&uuml;r EU-Chefposten kein Hindernis, sondern geradezu eine Empfehlung zu sein. Wenn die EU die europ&auml;ische Idee nicht noch mehr diskreditieren will, muss diese peinliche Entscheidung korrigiert werden,&ldquo; kommentiert Sahra Wagenknecht die Entscheidung des EU-Gipfels, Frau von der Leyen zur EU-Kommissionschefin zur berufen. Die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&bdquo;Frau von der Leyen war schon mit ihrem Ministeramt in Deutschland heillos &uuml;berfordert. Sie steht f&uuml;r einen Kurs der Aufr&uuml;stung und Konfrontation gegen Russland. Das mag Nationalisten wie Orban gefallen, auch Salvini und Co. werden f&uuml;r diese Steilvorlage aus Br&uuml;ssel dankbar sein. Die SPD kann und sollte die Berufung von der Leyens verhindern, sonst erweist sie Europa und der Demokratie einen B&auml;rendienst.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/von-der-leyens-berufung-auf-eu-chefposten-muss-verhindert-werden\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Konsens statt Kante<\/strong><br>\nAus dem Spiegel-Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1966: &ldquo;In der repr&auml;sentativen Demokratie steht die Presse (&hellip;) zwischen dem Volk und seinen gew&auml;hlten Vertretern in Parlament und Regierung. Sie fasst die in der Gesellschaft und ihren Gruppen unaufh&ouml;rlich sich neu bildenden Meinungen und Forderungen kritisch zusammen, stellt sie zur Er&ouml;rterung und tr&auml;gt sie an die politisch handelnden Staatsorgane heran, die auf diese Weise ihre Entscheidungen (&hellip;) am Ma&szlig;stab der im Volk tats&auml;chlich vertretenen Auffassungen messen k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nWahnsinn! Die Presse soll echt von unten nach oben agieren, die Meinungen und Forderungen der Menschen artikulieren und sie den Regierenden zwecks Ma&szlig;stabbildung hinter die Ohren schreiben? W&auml;re das so, wie heftig, bunt und lebendig m&uuml;sste es in der Presselandschaft zugehen. Stattdessen: Zunehmend kultivierte Ged&auml;mpftheit, zunehmende Konsenspflege.<br>\nAber woran bitte liegt das? An den Verlegern? Also daran, dass Zeitungsverlage in der Regel kapitalistische Unternehmen sind, die erstens Gewinne erwirtschaften wollen, zweitens auf Anzeigenkunden angewiesen sind, drittens wegen der Konkurrenz aus dem Internet und (sofern das nicht aufs Gleiche hinausl&auml;uft) wegen der rapid fortschreitenden Entalphabetisierung gegen ihren Niedergang k&auml;mpfen &ndash; und deswegen den Druck auf ihr journalistisches Personal versch&auml;rfen?<br>\nAntwort: Ja. Aber nicht nur. In seinem gl&auml;nzend recherchierten Buch &ldquo;Mainstream&rdquo; zitiert der Leipziger Medienwissenschaftler Uwe Kr&uuml;ger den heutigen Bundespr&auml;sidenten Frank-Walter Steinmeier. Der murrte 2014 ausgerechnet auf einer Medienpreis-Gala: &ldquo;Wenn ich durch den Pressespiegel meines Hauses bl&auml;ttere, habe ich das Gef&uuml;hl: Der Meinungskorridor war schon mal breiter.&rdquo; Und: &ldquo;Der Konformit&auml;tsdruck in den K&ouml;pfen der Journalisten scheint mir ziemlich hoch.&rdquo;<br>\nDas Problem pflanzt sich fort. Begegnet man ihnen pers&ouml;nlich, erscheinen zumindest die jungen Akteure der alten Medien nicht weniger cool und selbstbewusst als ihre Kolleginnen und Kollegen, die sich &uuml;ber die neuen Kan&auml;le artikulieren. Innerhalb der Redaktionen aber sieht es erschreckend anders aus. Wo man hinschaut, nichts als Sachzw&auml;nge und Denkzw&auml;nge. Weil auch Papierzeitungen l&auml;ngst digital hergestellt werden, sind Setzer, Drucker, Layouter und Korrektoren aus dem Produktionsprozess geflogen. Den erledigt jetzt das schreibende Personal, und weil auch an dem streng herumgespart wird, erledigt es ihn nicht nebenbei, sondern umgekehrt: Nachdenken, Recherchieren und Schreiben sind zu blo&szlig;en Nebent&auml;tigkeiten geworden. Schindet einer doch einmal ein paar Stunden (de facto: &Uuml;berstunden) daf&uuml;r heraus, h&uuml;tet er sich, mit seinem &ndash; seinem &ndash; Denken und Schreiben anzuecken. Er ahnt, oder er f&uuml;rchtet zumindest: Die Kollektive, also die Redaktionen, die Peergroups und nat&uuml;rlich die Chefetagen lesen schon mit, bevor die erste Zeile formuliert ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/medien\/431\/hallo-leser-noch-da-6034.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Warum das KBA bei Audi so lange weggesehen hat<\/strong><br>\nDer Fall Audi zeigt &ndash; im Abgasskandal agierte das Kraftfahrt-Bundesamt &auml;u&szlig;erst kraftlos. Audi t&auml;uschte offenbar die Pr&uuml;fer. [&hellip;]<br>\nDas Handelsblatt und der Bayerischer Rundfunk haben gemeinsam &uuml;ber 80.000 Dokumente zur Dieselaff&auml;re ausgewertet. Die Recherche zeigt: F&uuml;r die Volkswagen-Akteure war das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt eine reine Durchlaufstelle, wenn es darum ging, manipulierte Fahrzeuge in den Markt zu bringen. Selbst als der Dieselskandal l&auml;ngst bekannt war, lie&szlig;en sich die KBA-Verantwortlichen von Audi-Akteuren t&auml;uschen.<br>\nDer jetzige VW-Boss Herbert Diess machte dabei Zusicherungen, die sich sp&auml;ter als unhaltbar erwiesen. Das zeigt ein bislang unbekannter Brief von ihm an das KBA. Allerdings fehlte den Pr&uuml;fern der Beh&ouml;rde ganz offensichtlich auch die R&uuml;ckenddeckung von oben, h&auml;tten sie sich mit der Autoindustrie anlegen wollen. Neue Dokumente belegen, dass der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) von Anfang an darauf aus war, den Herstellern zur Seite zu stehen.<br>\nGemeinsam mit KBA-Chef Ekhard Zinke versuchte Dobrindt, den Skandal bereits f&uuml;r erledigt zu erkl&auml;ren, bevor er begonnen hatte &ndash; selbst wenn man daf&uuml;r die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft behindern musste. Auf Fragen zu den Vorg&auml;ngen &auml;u&szlig;erten sich weder VW und Audi noch das Bundesverkehrsministerium. Sie verweisen auf laufende Verfahren. Das KBA reagierte auch auf mehrfache Anfrage nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/der-vw-konzern-im-dieselskandal-warum-das-kba-bei-audi-so-lange-weggesehen-hat\/24505576.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Stickoxidaussto&szlig; bei Porsche acht Mal h&ouml;her als Grenzwert <\/strong><br>\nDie Deutsche Umwelthilfe hat SUV und Limousinen der Oberklasse im Realbetrieb getestet. Das Ergebnis: Die Dieselfahrzeuge &uuml;berschreiten die gesetzlichen Pr&uuml;fstandswerte um ein Vielfaches &ndash; trotz Softwareupdate.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/abgasskandal-porsche-und-audi-ueberschreiten-grenzwerte-um-ein-vielfaches-a-1275362.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wohnkosten sind f&uuml;r immer mehr &auml;ltere Menschen in Deutschland eine Belastung<\/strong><br>\nWohnkosten sind seit 1996 stark gestiegen, insbesondere f&uuml;r Mieterinnen und Mieter &ndash; Zwei Drittel der &auml;lteren Mieterhaushalte geben &uuml;ber 30 Prozent ihres Einkommens f&uuml;r Wohnen aus, 1996 waren es 38 Prozent &ndash; Insbesondere Alleinlebende sind von hoher Belastung durch Wohnkosten betroffen<br>\nIn Deutschland steigen die Wohnkosten &ndash; und das ist insbesondere f&uuml;r &auml;ltere Menschen ab 65 Jahren zunehmend ein Problem, denn ihre Einkommen nehmen bei weitem nicht im selben Ma&szlig;e zu. Folglich stellen die Wohnkosten f&uuml;r immer mehr &auml;ltere Menschen eine Belastung dar, f&uuml;r einen wesentlichen Teil von ihnen sogar eine &Uuml;berbelastung. Das sind die zentralen Ergebnisse einer gemeinsamen Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und des Deutschen Zentrums f&uuml;r Altersfragen (DZA). Datengrundlage sind das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) und das Deutsche Alterssurvey.<br>\nIm Jahr 2016 gaben Mieterhaushalte mit einer Referenzperson ab 65 Jahren demnach im Schnitt 34 Prozent ihres Einkommens f&uuml;r Wohnen aus &ndash; also f&uuml;r Miete und Nebenkosten. Eigent&uuml;merhaushalte mussten hingegen nur 15 Prozent ihres Einkommens f&uuml;r die laufenden Wohnkosten aufwenden, das hei&szlig;t f&uuml;r Zins- und Tilgungszahlungen von Immobilienkrediten sowie Nebenkosten. Die Wohnkosten f&uuml;r Mieterinnen und Mieter ab 65 Jahren sind seit 1996 deutlich st&auml;rker gestiegen (+101 Prozent) als f&uuml;r Eigent&uuml;merinnen und Eigent&uuml;mer (+77 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.635092.de\/themen_nachrichten\/wohnkosten_sind_fuer_immer_mehr_aeltere_menschen_in_deutschland_eine_belastung.html\">DIW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Soziale Unterschiede im Mortalit&auml;tsrisiko: Das fr&uuml;here Arbeitsleben beeinflusst die fernere Lebenserwartung<\/strong><br>\nDie Lebenserwartung ab dem 65. Lebensjahr (fernere Lebenserwartung) ist in den letzten Jahrzehnten in Deutschland deutlich gestiegen. Die H&auml;lfte der 1960 Geborenen wird voraussichtlich ein Alter von ca. 86 Jahre (M&auml;nner) bzw. 90 Jahre (Frauen) erreichen, sofern sie 65 Jahre alt geworden sind. F&uuml;r die Generation der 1920 Geborenen lagen diese Werte noch bei ca. 80 bzw. 85 Jahren.<br>\nFrauen haben ab einem Alter von 65 Jahren ein konstant niedrigeres Risiko zu versterben (Mortalit&auml;tsrisiko) bzw. eine h&ouml;here fernere Lebenserwartung als M&auml;nner. Personen mit einer schlechten Selbsteinsch&auml;tzung ihrer Gesundheit sowie Personen mit einer Behinderung weisen ebenfalls eine niedrigere fernere Lebenserwartung auf.<br>\nVorliegende Studien weisen dar&uuml;ber hinaus auf den Einfluss sozio&ouml;konomischer Unterschiede hin. So haben Personen in &uuml;berdurchschnittlichen Einkommenspositionen eine h&ouml;here fernere Lebenserwartung als Personen in unterdurchschnittlichen Einkommenspositionen. Auch beim Bildungsniveau zeigt sich ein niedrigeres Mortalit&auml;tsrisiko mit steigender Bildung.<br>\nErg&auml;nzend zu diesen Untersuchungen wird in der hier unternommenen Analyse gezeigt, dass Unterschiede in den Arbeitsbelastungen mit der ferneren Lebenserwartung ab 65 Jahren zusammenh&auml;ngen. Sie ist niedriger bei sehr hohen Arbeitsbelastungen und h&ouml;her bei niedrigen Arbeitsbelastungen w&auml;hrend der Erwerbsphase.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-report\/2019\/report2019-06.php%20\">IAQ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Unbezahlbare Pflege?<\/strong><br>\nDie &bdquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&ldquo; wittert &bdquo;koalitionspolitische Wohltaten&ldquo; und einen &bdquo;Ausgabenrausch&ldquo;. Das ist, mit Verlaub, ein Schmarren. Klar, eine leistungsgerechte Bezahlung von Pflegekr&auml;ften erh&ouml;ht die Ausgaben f&uuml;r Pflegeleistungen. Die Pflegekassen rechnen mit Mehrkosten von bis zu f&uuml;nf Milliarden Euro. Aber die sind keine verzichtbaren &bdquo;Wohltaten&ldquo;, sondern notwendig. Die Frage ist nicht, ob wir mehr f&uuml;r die Pflege ausgeben m&uuml;ssen, sondern wer diese Kosten tr&auml;gt. Hier liegt der eigentliche Mangel des Gesetzes. Bleibt die Finanzierung der Pflegeversicherung so wie sie ist, werden die meisten Pflegebed&uuml;rftigen und ihre Angeh&ouml;rigen unzumutbar belastet. Die Sozialhilfetr&auml;ger werden das sp&uuml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/gastwirtschaft\/unbezahlbare-pflege-12758289.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Berater sind die Gewinner der Krise<\/strong><br>\nDie deutsche Industrie steckt in einer Rezession. Davon profitieren Wirtschaftspr&uuml;fer, Anw&auml;lte und Berater. Wenn auch in unterschiedlichem Ma&szlig;e.<br>\nDie deutsche Industrie steckt seit Monaten in einer Rezession, und viele Unternehmen feilen derzeit an Spar- und Restrukturierungsprogrammen &ndash; und greifen dabei offenbar gerne auch auf externen Rat zur&uuml;ck. Das vom M&uuml;nchener Ifo-Institut berechnete Beraterklima signalisiert jedenfalls Hochstimmung in der Beraterzunft.<br>\n&bdquo;Nach einem trotz sehr guter Lageeinsch&auml;tzungen skeptischen Jahresbeginn ist die Zuversicht zur&uuml;ckgekehrt&ldquo;, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe, der das Beraterklima f&uuml;r das Handelsblatt berechnet hat. Die Abw&auml;rtsbewegungen in einigen Teilen der deutschen Wirtschaft und insbesondere der Industrie k&ouml;nnten Wirtschaftspr&uuml;fern sowie Rechts- und Steuerberatern offenbar nichts anhaben. &bdquo;Der Ausblick auf das kommende halbe Jahr ist positiv; negative Stimmen gibt es kaum, die Unternehmen gehen von stabilen guten Gesch&auml;ften aus.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ifo-beraterklima-berater-sind-die-gewinner-der-krise\/24513102.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die &Auml;ra der Sanktionskriege (I)<\/strong><br>\nBei deutschen Unternehmern nehmen die Beschwerden &uuml;ber die Russland-Sanktionen zu. Gegenstand sind nicht nur die EU-Sanktionen, gegen die sich k&uuml;rzlich etwa Sachsens Ministerpr&auml;sident Michael Kretschmer (CDU) sowie Niedersachsens Ministerpr&auml;sident Stephan Weil (SPD) ausgesprochen haben. Deutsche Unternehmer warnen, der deutschen Wirtschaft drohe durch sie der dauerhafte Verlust erheblicher Marktanteile etwa an China. Protest wird in wachsendem Ma&szlig;e aber auch gegen die US-Russland-Sanktionen laut, die Washington seit 2017 ohne vorherige Absprache mit der EU verh&auml;ngt und die es zugleich f&uuml;r ausl&auml;ndische Firmen, also extraterritorial, verpflichtend macht. Bei Nichteinhaltung etwa eines Sanktionsgesetzes vom August 2017 drohen Geldstrafen von bis zu einer Million US-Dollar, in bestimmten F&auml;llen gar mehrj&auml;hrige Haftstrafen. Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer beziffert die Sch&auml;den, die deutschen Unternehmen durch die extraterritorialen US-Sanktionen bislang entstanden sind, auf mehrere Milliarden Euro. Berlin denkt &uuml;ber Gegenma&szlig;nahmen nach.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7985\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschland, Du armes Land der Reichen<\/strong><br>\nIch war schon drei Tage unterwegs und hatte mich oft dar&uuml;ber gewundert, was alles nicht klappen kann, wenn man in Deutschland mit der Bahn f&auml;hrt, und was denen, die es in ihrem Land dennoch tun, zugemutet werden darf, ohne dass es zum t&auml;glichen Aufstand k&auml;me. Im ersten Zug fielen blo&szlig; die digitalen Reservierungen und Informationen aus, der zweite war daf&uuml;r gleich ersatzlos gestrichen. Von den Anschlussz&uuml;gen erwischte ich mindestens einen von dreien nicht, daf&uuml;r bin ich &ndash; mit meinen 65 Jahren kein hinf&auml;lliger Greis, aber doch &uuml;ber das Tramperalter hinaus &ndash; einmal inmitten von Anzugtr&auml;gern, die konzentriert an ihren aufgeklappten Laptops arbeiteten, auf dem Boden gesessen. Das Merkw&uuml;rdigste war, dass ich von den Leuten, die auf den Bahnh&ouml;fen desinformiert herumirrten oder vor defekten Toiletten der Z&uuml;ge standen, kaum ein Wort der Emp&ouml;rung h&ouml;rte. [&hellip;]<br>\nNach und nach begriff ich, dass die meisten Reisenden das, was sie an Unbill erlebten, nicht f&uuml;r den skandal&ouml;sen Einzelfall hielten, sondern f&uuml;r etwas, mit dem man als Zugreisender in der &Auml;ra des digitalen Fortschritts eben zu rechnen habe. Sie schienen keine Erinnerung mehr daran zu besitzen, dass diese Form der Fortbewegung einmal auch etwas anderes bedeutet hatte. Zum Beispiel, dass man seine Uhr sprichw&ouml;rtlich nach der Eisenbahn stellen konnte!<br>\nVor Jahren haben der Schriftsteller Martin Pollack und ich eine Anthologie mit literarischen Texten &uuml;ber Galizien herausgegeben. Als Titel w&auml;hlten wir &ldquo;Das reiche Land der armen Leute&rdquo;, weil das alte Galizien reich an Bodensch&auml;tzen und landwirtschaftlichen Nutzfl&auml;chen, aber seine Bev&ouml;lkerung dennoch bettelarm war. Mit Deutschland, kommt mir vor, verh&auml;lt es sich heute umgekehrt, es ist ein &ldquo;armes Land der reichen Leute&rdquo; geworden, denn das reichste Deutschland, das es jemals gegeben hat, l&auml;sst seine Infrastruktur vor den Augen aller verfallen, wie man es sich zu schlechteren Zeiten nicht h&auml;tte vorstellen k&ouml;nnen. Da mag notorisch dar&uuml;ber geklagt werden, dass der Sozialstaat in den B&uuml;rgern ein Anspruchsdenken habe wachsen lassen, das der Staat finanziell einfach nicht mehr befriedigen k&ouml;nne. In Wahrheit verh&auml;lt es sich oft gerade umgekehrt, haben die Leute doch vergessen, worauf sie fr&uuml;her einen selbstverst&auml;ndlichen Anspruch besa&szlig;en!<br>\nIch bin wahrlich nicht der Erste, der das sagt, aber habe es erst jetzt als staunender Besucher aus der Nachbarschaft in all seiner Drastik wahrgenommen: Dass es n&auml;mlich nicht nur Menschen gibt, die &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse leben, sondern auch Staaten, die unter ihren Verh&auml;ltnissen wirtschaften. Der deutsche Verkehrsminister und der Vorsitzende der Bahn haben angek&uuml;ndigt, dass diese bis 2030 die Zahl der bef&ouml;rderten Fahrg&auml;ste verdoppeln werde. Nach Lage der Dinge ist das eine gef&auml;hrliche Drohung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/karl-markus-gauss-bahn-verspaetung-marode-infrastruktur-1.4501812%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Treffend bemerkt, Deutschland ist ein Land, das unter seinen wirtschaftlichen Verh&auml;ltnissen lebt. Im Namen des neoliberalen Dogmas der &ldquo;schwarzen Null&rdquo; l&auml;sst man die Infrastruktur des Landes sehenden Auges verfallen. Verantwortung tragen daf&uuml;r Politiker wie der Finanzminister Olaf Scholz (SPD), der sich in der Rolle des blinden Vollstreckers der neoliberalen Ideologie gef&auml;llt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Herausforderung Langzeitarbeitlose<\/strong><br>\nLaut Arbeitsmarktstatistik gibt es so wenig Langzeitsarbeitslose wie nie. Trotzdem ist ihr Anteil an allen Erwerbslosen immer noch auf dem Niveau vom Jahr 2000.<br>\nDie Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften h&auml;lt nach wie vor an &ndash; davon profitieren auch die Langzeitarbeitslosen, also Menschen, die l&auml;nger als ein Jahr ohne Job sind. Im Juni waren das 813.000 Menschen in Deutschland. Das sind fast zehn Prozent weniger als vor zwei Jahren. Damals lag die Zahl noch bei &uuml;ber einer Million. 154.000 Langzeitarbeitslose haben allein 2018 entweder einen neuen Job gefunden oder sich selbstst&auml;ndig gemacht. F&uuml;r die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) sind das gute Zahlen, sie spricht optimistisch von einem &ldquo;kr&auml;ftigen R&uuml;ckgang&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/amp\/wirtschaft\/2019-06\/arbeitnehmer-langzeitarbeitslosigkeit-arbeitsmarkt-statistik\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ausbeutung hoch zwei: Kuriere von Essenslieferdiensten stellen heimlich Schwarzfahrer an<\/strong><br>\nKuriere von Essenslieferdiensten geben ihre Auftr&auml;ge an Menschen ohne Arbeitserlaubnis weiter. Bisher wird das Problem weitgehend ignoriert.<br>\nDie teils prek&auml;ren Arbeitsbedingungen bei Essenslieferdiensten sorgen regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r Diskussionen. Auch hierzulande haben Fahrer von Deliveroo oder Foodora dagegen bereits demonstriert. Sie fordern bessere Bezahlung oder die &Uuml;bernahme von Reparaturen, denn die oft selbstst&auml;ndig arbeitenden Kuriere m&uuml;ssen ihre wichtigsten Arbeitsmittel &ndash; Fahrrad und Smartphone &ndash; meist selbst stellen.<br>\nIn Frankreich f&uuml;hrt die vergleichsweise geringe Bezahlung inzwischen dazu, dass Fahrer die Auftr&auml;ge weiterreichen. Oft sind es Migranten ohne Papiere und Arbeitsgenehmigung, die dann das Essen ausfahren. Zwischen 30 und 50 Prozent der Bezahlung m&uuml;ssen sie nach einem Bericht der &bdquo;New York Times&ldquo; dann an die urspr&uuml;nglich beauftragten Fahrer wieder abgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/ausbeutung-hoch-zwei-kuriere-von-essenslieferdiensten-stellen-heimlich-schwarzfahrer-an\/24517744.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>No, Iran Does Not Break The Nuclear Deal (Updated)<\/strong><br>\nHere is some fakenews from the Guardian which falsely claims that Iran breaks the nuclear deal.<br>\nIran today announced that its stockpile of low enriched uranium now exceeds the 300 kilogram of enriched uranium hexafluoride (UF6) level set out as a limit in the Joint Comprehensive Plan of Action (pdf).<br>\nBut Iran does that within the frame of the JCPOA. It is not breaching it. Article 26 of the joint plan states that the U.S. will refrain from reimposing sanctions and that Iran will react in case that happens:<br>\nThe United States will make best efforts in good faith to sustain this JCPOA and to prevent interference with the realisation of the full benefit by Iran of the sanctions lifting specified in Annex II. The U.S. Administration, acting consistent with the respective roles of the President and the Congress, will refrain from re-introducing or re-imposing the sanctions specified in Annex II that it has ceased applying under this JCPOA, without prejudice to the dispute resolution process provided for under this JCPOA. The U.S. Administration, acting consistent with the respective roles of the President and the Congress, will refrain from imposing new nuclear-related sanctions. Iran has stated that it will treat such a re-introduction or re-imposition of the sanctions specified in Annex II, or such an imposition of new nuclear-related sanctions, as grounds to cease performing its commitments under this JCPOA in whole or in part.<br>\nOn May 8 2018 the United States broke the JCPOA when it reimposed sanctions on Iran. Iran can not &ldquo;break&rdquo; a deal that the U.S. already broke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.moonofalabama.org\/2019\/07\/no-iran-does-not-break-the-nuclear-deal.html\">Moon of Alabama<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Querfronten der Verlierer<\/strong><br>\nDie kulturell liberale Linke mag noch so oft den &ldquo;Neoliberalismus&rdquo; verdammen, strukturell ist sie mit ihm verb&uuml;ndet, das ist eine der erfrischend unwillkommenen Nachrichten von Koppetsch. Leistungsbereite, berufst&auml;tige Frauen der westlichen Wohlstandszonen etwa verlassen sich gern auf migrantische weibliche Haushaltskr&auml;fte, die aus dem globalen Prekariat stammen. Den Zusammenhang von linkem Protest und sozialer Entformalisierung mit den Bed&uuml;rfnissen einer konsumistischen Wirtschaft hatte &uuml;brigens Panajotis Kondylis schon kurz nach dem Ende der Ost-West-Konfrontation ausbuchstabiert. [&hellip;]<br>\nHier lohnt ein l&auml;ngeres Zitat zu den neuen Eliten, auch als Stilprobe: &ldquo;Das postindustrielle B&uuml;rgertum kultiviert entgegen seiner vor sich hergetragenen Nonchalance ein Maximum an zivilisatorischer Selbstbindung. Dabei hat es entgegen dem von ihm selbst gepflegten Selbstbild, sozial inklusiv zu sein, ein historisch nahezu un&uuml;bertroffenes Niveau an Exklusivit&auml;t erlangt. Lebenslanges Lernen, der Konsum schier unersch&ouml;pflicher Mengen von Wissens- und Kulturg&uuml;tern, Kodeverfeinerungen und die permanente Optimierung aller Lebensvollz&uuml;ge ist der Preis, den die Privilegierten f&uuml;r ihre Zugeh&ouml;rigkeit zu entrichten haben. Weniger beg&uuml;nstigte Milieus, die vor dem Hintergrund dieser avancierten Standards als weniger kultiviert, weniger gesundheitsbewusst und weniger selbstdiszipliniert erscheinen, werden von den Mitgliedern des postindustriellen B&uuml;rgertums intuitiv aussortiert und wirkungsvoll daran gehindert, in die Machtzentren aufzuschlie&szlig;en.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/cornelia-koppetsch-die-gesellschaft-des-zorns-carlo-strenger-diese-verdammten-liberalen-eliten-1.4507956%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Cornelia Koppetschs Buch ist eine scharfsinnige Analyse, deren Lekt&uuml;re hiermit jeden ans Herz gelegt wird, der, die tieferen Hintergr&uuml;nde auch gerade der aktuell inszenierten Emp&ouml;rung &uuml;ber die tempor&auml;re Ingewahrsamnahme der Kapit&auml;nin des privaten Fl&uuml;chtlingsrettungsschiffes Sea-Watch 3, Carola Rackete, verstehen will. Auch wenn es zynisch klingen mag, so muss man festhalten, dass die Fl&uuml;chtlinge und Carola Rackete eben nur Spielfiguren sind. Einmal f&uuml;r das Juste Milieu, um wieder einmal seine vorgebliche moralische &Uuml;berlegenheit unter Beweis zu stellen und all jene aus dem &ouml;ffentlichen Diskurs auszuschlie&szlig;en, die dessen Urteil nicht teilen wollen, das dabei aber nicht bemerkt oder nicht bemerken will, dass das absch&auml;tzige Urteil &uuml;ber die italienische Regierung im Grunde alten und tief sitzenden deutschen Ressentiments gegen Italien entspringt. Zum anderen f&uuml;r die deutsche Politik bzw. die deutsche Oligarchie, die Italien als Buhmann erscheinen lassen kann. Der Hintergrund dabei ist aber nicht die italienische Fl&uuml;chtlingspolitik &ndash; gegen die hat man im Grunde nichts &ndash; sondern die Tatsache, dass es die Regierung Salvini gewagt hat die willk&uuml;rlichen Regeln des EU-Stabilit&auml;tspaktes als wesentliches Instrument zur Durchsetzung deutscher Interessen anzuzweifeln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Power Versus the Press: The Extradition Cases of Pinochet &amp; Assange<\/strong><br>\nWith Julian Assange facing possible extradition from Britain to the U.S. for publishing classified secrets, Elizabeth Vos reflects on the parallel but divergent case of a notorious Chilean dictator.<br>\nEight months from now one of the most consequential extradition hearings in recent history will take place in Great Britain when a British court and the home secretary will determine whether WikiLeaks publisher Julian Assange will be extradited to the United States to face espionage charges for the crime of journalism. Twenty-one years ago, in another historic extradition case, Britain had to decide whether to send former Chilean dictator Augusto Pinochet to Spain for the crime of mass murder.<br>\nIn October 1998, Pinochet, whose regime became a byword for political killings, &ldquo;disappearances&rdquo; and torture, was arrested in London while there for medical treatment. A judge in Madrid, Baltasar Garz&oacute;n, sought his extradition in connection with the deaths of Spanish citizens in Chile. Citing the aging Pinochet&rsquo;s inability to stand trial, the United Kingdom in 2000 ultimately prevented him from being extradited to Spain where he would have faced prosecution for human rights abuses.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2019\/06\/28\/power-versus-the-press-the-extradition-cases-of-pinochet-assange\/\">Consortium News<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie Lobbyisten die Bundesregierung gespalten haben<\/strong><br>\nWie sollen Autos, Ampeln und Verkehrsschilder k&uuml;nftig miteinander kommunizieren? Die Industrie ist uneins und hat in Berlin viel ins Lobbying investiert. Die Konsequenz: Jetzt sind auch die Ministerien zerstritten.<br>\nNoch vor gut einer Woche schien die Welt aus Sicht von BMW, Daimler und der Telekom in Ordnung zu sein: Beim Autogipfel im Kanzleramt sprach man neben der Elektromobilit&auml;t auch kurz &uuml;ber die Vernetzung im Stra&szlig;enverkehr. Damals sei man sich einig gewesen, dass Deutschland sich EU-Pl&auml;nen widersetzen w&uuml;rde, hei&szlig;t es aus Industriekreisen.<br>\nDie EU-Kommission hatte sich zuvor in ihren Strategien f&uuml;r das sogenannte Cooperative Intelligent Transport System (C-ITS) f&uuml;r die bisherige Wlan-Technik als Standard ausgesprochen, nicht f&uuml;r den neuen Mobilfunkstandard 5G. Die deutschen Autohersteller setzen jedoch auf das schnelle neue Mobilfunknetz und die Konzerne forderten deshalb, dass Deutschland die EU-Pl&auml;ne mit Hilfe anderer L&auml;nder verhindern sollte. Doch ausgerechnet kurz vor der Entscheidung am Donnerstag gibt es nach Informationen von WELT Streit innerhalb der Bundesregierung, wie sich Deutschland positionieren soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article196304961\/Vernetztes-Fahren-Lobbyisten-haben-die-Bundesregierung-lahm-gelegt.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Europa nicht den Leyen &uuml;berlassen&hellip;<\/strong><br>\nKurze Anmerkungen zu den Personalvorschl&auml;gen des Rates. Korrigieren Sie mich gern, aber ein erster kurzer &Uuml;berblick ergibt folgendes:<br>\nJosep Borrell: Ein spanischer T&uuml;p, der als Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Hochschulinstituts zur&uuml;cktreten musste, weil er vergessen hatte, ein 300.000-Euro-Jahreseinkommen bei einem Energieversorger anzugeben, soll Au&szlig;enbeauftragter der EU werden?<br>\nChristine Madeleine Odette Lagarde: Eine Franz&ouml;sin, die wegen Veruntreuung von 400 Millionen Euro &ouml;ffentlicher Gelder im Falle Tapie schuldig gesprochen wurde und noch nie eine nationale Notenbank geleitet hat, soll die EZB leiten?<br>\nCharles Michel: Ein Belgier, der nicht einmal in Belgien eine funktionierende Regierung bilden konnte, und der mit Rechtsradikalen paktiert, soll Ratspr&auml;sident werden und f&uuml;r den Ausgleich immer komplexerer nationaler Interessen in der EU sorgen?<br>\nUrsula von der Leyen: Eine erfolglose deutsche Ministerin, die lediglich durch einen irren Hang zu &uuml;berteuerten externen Beratern, Missmanagement und Euphemismen (&bdquo;Trendwende Finanzen&ldquo; f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;te deutsche Aufr&uuml;stungsanstrengung seit Kriegende) aufgefallen ist, und die von den illiberalen Visegr&aacute;d-Staaten gest&uuml;tzt wird, die zuvor den konservativen Sozialdemokraten Timmermans als linksradikal abgelehnt haben, soll EU-Kommissionspr&auml;sidentin werden?<br>\nWas f&uuml;r eine Parade der Inkompetenz! Europa nicht den Leyen &uuml;berlassen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/MartinSonnebornEU\/posts\/2406411149420662?__tn__=H-R\">Martin Sonneborn via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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