{"id":53024,"date":"2019-07-04T16:45:05","date_gmt":"2019-07-04T14:45:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53024"},"modified":"2019-07-05T07:17:09","modified_gmt":"2019-07-05T05:17:09","slug":"leserbriefe-zu-bayer-und-monsanto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53024","title":{"rendered":"Leserbriefe zu Bayer und Monsanto"},"content":{"rendered":"<p>Der  Artikel, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52849\">Bayer, Monsanto, die EZB, die taz und eine seltsame Debatte<\/a> rief die folgenden Leserkommentare hervor. Wir hoffen, dass sie zur Information bei diesem vielleicht trockenen, aber  doch sehr wichtigen Thema beitragen.  Bemerkenswert ist ja eigentlich auch, dass nicht schon sofort beim Ankauf der &auml;u&szlig;ert umstrittenen Firma Monsanto durch Bayer ein Aufschrei durch die deutsche &Ouml;ffentlichkeit ging, wie man ihn vor einigen Jahren, als die Gr&uuml;nen noch gr&uuml;n und die Sozialdemokraten noch sozial und die Christdemokraten vielleicht noch christlich waren, erwartet h&auml;tte. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nals treuer Leser Ihrer Artikel habe ich mich ein wenig gewundert, wie dezidiert Sie Frau Weber am Anfang Ihres Artikels<\/p><blockquote><p>&ldquo;Bayer, Monsanto, die EZB, die taz und eine seltsame Debatte&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>&nbsp;<br>\nunterstellen, sie w&uuml;rde in ihrem Artikel die Unwahrheit berichten. In der Schnelle konnte ich das komplexe Thema nat&uuml;rlich nicht vollends durchdringen, wenn ich die Mitteiliungen der EZB richtig verstanden habe, ist es doch so, dass Gewinne der EZB, wenn sie denn entstehen, an die lokalen Zentralbanken ausgesch&uuml;ttet werden, die diese dann in den h&auml;ufigsten F&auml;llen an die lokalen Staaten weiterreichen.<br>\n&nbsp;<br>\nIhre Argumentation zur Haftung der nationalen Staaten im Falle eines Finanzcrashs nach der Finanzierung Griechenlands behandelt meiner Meinung nach ein anderes Szenario. Es mag sein, dass bei einer &ldquo;Pleite&rdquo; der EZB der deutsche Steuerzahler daf&uuml;r nicht voll haften muss, wenn die EZB aber durch die Finanzierung des Monsanto-Verkaufs endg&uuml;ltig Posten aus ihrem Haushalt streichen, das heisst, wertberichtigen muss, f&uuml;hrt das doch &ndash; in guten Zeiten in der die EZB einen Gewinn erwirtschaftet &ndash; letztlich zu einem niedrigeren Gewinn der EZB, was zu einer niedrigeren Gewinnaussch&uuml;ttung and die nationalen Zentralbanken und letztlich zu niedrigeren Haushaltseinnahmen auch des deutschen Finansministeriums f&uuml;hren w&uuml;rde. Oder habe ich da einen Denkfehler gemacht?<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\n&nbsp;Christian Karpus<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wenn die EZB Staats- oder Unternehmensanleihen kauft, sch&ouml;pft sie das Geld daf&uuml;r sozusagen aus dem Nichts&hellip;. Der Staat und sein Haushalt &ndash; also im weitesten Sinne die &bdquo;Steuergelder&ldquo; &ndash; haben damit jedoch &uuml;berhaupt nichts zu tun. Und selbst wenn es zu einem Konkurs des betreffenden Unternehmens kommt, entsteht erst einmal ein Bilanzverlust in den B&uuml;chern der EZB. Auch hier gibt es keinen Grund anzunehmen, dass ein derartiger Bilanzposten auf &ouml;ffentliche Haushalte, also den Steuerzahler, weitergereicht wird.&rdquo; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52849\">nachdenkseiten.de\/?p=52849<\/a>\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&ldquo;Die Monsanto-&Uuml;bernahme finanzierte Bayer mit der Hilfe der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) im Rahmen des CSPP-Programms. So wurden f&uuml;r den Kauf Monsantos von der Bayer AG und der Bayer Capital Group Anleihen ausgegebenen, die zum gro&szlig;em Teil von der Bundesbank mit EZB-Geldern aufgekauft wurden &ndash; was erst Mitte 2019 angesichts des drohenden Konkurses &ouml;ffentlich wurde.[53] Die Ausfallrisiken tr&auml;gt der deutschen Steuerzahler[54]..&rdquo; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monsanto\">de.wikipedia.org\/wiki\/Monsanto<\/a>\n<\/p><\/blockquote><p>Wikipedia-Quelle Nr. 54:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Verlierer des geldpolitischen Aktionismus der EZB k&ouml;nnten auch die Steuerzahler sein. Denn die nationalen Notenbanken haften gemeinsam entsprechend ihrem Anteil am Kapital der EZB f&uuml;r Gewinne und Verluste aus dem Kauf von Unternehmensanleihen. Auf die Bundesbank entfallen demnach rund 25 Prozent des Ausfallrisikos.&rdquo; <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/europa\/ezb-notenbanken-stuerzen-sich-auf-unternehmens-bonds\/13638414-all.html\">WiWo, Juni 2016<\/a>.\n<\/p><\/blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>diesen Widerspruch verstehe ich nicht. K&ouml;nnen Sie bitte helfen?<\/p><p>Vielen Dank, und mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nGudrun Matthies<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion,<\/p><p>leider sind mir die w&auml;hrungspolitischen Zusammenh&auml;nge nicht allzu gel&auml;ufig, jedoch glaube ich vage Vorstellungen genug zu haben, um bei dem Artikel des gesch&auml;tzten Jens Berger ein mulmiges Gef&uuml;hl zu haben. Kann es wirklich sein, da&szlig; die EZB beliebig Geld drucken kann, noch dazu bei einer Nullprozentzinspolitik &mdash; ohne Folgen f&uuml;r den Steuerzahler, sprich uns alle? Sicher macht es, wie angemerkt, einen Unterschied, wof&uuml;r das Geld verwendet wird &mdash; ob Investoren damit die n&auml;chste Blase (Aktien, Wohnungen, Lebensmittel) aufpusten oder in weitestem Sinn Infrastrukturprogramme angeschoben werden. Letzteres ist jedoch unmittelbar kaum Aufgabe der EZB, sondern der &ouml;ffentlichen Hand.<\/p><p>EZB-Gelder greift ab, wer kann. Wer das ist, kann man sich ausmalen. Es sind Zeitgenossen im letzten Sektor, in dem noch Gewinne erzielt werden, wobei es unser Verderbnis ist, da&szlig; es Spekulationsgewinne sind. Die reale Wirtschaft hat davon nichts. Hier wird nichts investiert, da die Nachfrage viel zu schwach ist. Das wiederum liegt an den enormen Belastungen, die von der Bev&ouml;lkerung zur Begleichung immenser Schulden (dank unproduktiver Sektoren wie R&uuml;stung etc., &uuml;ber die dollar-imperiale Verpflechtung bekanntlich auch die der U.S.A.) zu tragen sind.<\/p><p>Schon indirekt spricht also meiner Ansicht nach einiges f&uuml;r Gaby Webers &Uuml;berlegungen. Direkt kann ich mich nicht des Gedankens erwehren, da&szlig; Geld Gegenwert haben mu&szlig;. Ist er (etwa bei Nichtbedienen von Krediten) nicht vorhanden, zahlen wir alle &uuml;ber Inflation. Doch diese Zusammenh&auml;nge s&auml;he ich gerne von Leuten, die daf&uuml;r berufener sein d&uuml;rften als ich es bin, erl&auml;utert (etwa Michael Hudson, Stephan Schulmeister oder Ernst Wolff).<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMichael Ewert.<\/p><p><em><strong>Antwort Jens Berger:<\/strong><\/em><\/p><p><em>Lieber Herr Ewert,<\/em><\/p><p><em>die Quantitative Lockerung ist ja keinesfalls unumstritten und vor allem die &bdquo;Bundesbank-Fraktion&ldquo; ist da sehr kritisch. Dabei sind die jetzigen Ma&szlig;nahmen (so kritikw&uuml;rdig sie im Detail auch sind) ja eben keine permanente Ausweitung der Geldmenge. Es werden Anleihen (Staats- und in kleinem Umfang Unternehmensanleihen) mit &bdquo;gesch&ouml;pften Geld&ldquo; gekauft, aber diese Anleihen werden ja auch bedient und das Geld aus der Tilgung verschwindet dann wieder im Nichts.<\/em><\/p><p><em>Sie d&uuml;rfen die EZB-Hilfen daher auch nicht als eine Art &bdquo;Zuschuss&ldquo; verstehen. Was die EZB in der Tat kann, ist durch ihre Interventionen die Zinsen senken. Die (leichte bis sehr leichte) Senkung der Zinsen f&uuml;r Staatsanleihen und bestimmte Unternehmensanleihen durch diese Programme ist also ein Art Fortf&uuml;hrung der Niedrigzinspolitik mit anderen Mitteln. Ob das Aufgabe einer Zentralbank ist, ist in der Tat strittig.<\/em><\/p><p><em>Ihre Vorstellung, dass Geld einen Gegenwert haben muss, ist &uuml;brigens sp&auml;testens seit dem Ende von Bretton Woods so nicht mehr richtig. Geld ist durch das Vertrauen in die Kaufkraftstabilit&auml;t des Geldes gedeckt. Und durch nichts anderes. Kredite &ndash; und darum geht es hier ja &ndash; sind jedoch durch Sicherheiten gedeckt. Bei Staatsanleihen ist das etwas anders. Das Thema ist halt nicht so einfach. Aber wenn Sie Michael Hudson und Stephan Schulmeister lesen, sind Sie da sehr gut beraten. Bei Ernst Wolff w&auml;re ich jedoch vorsichtig ;-)<\/em><\/p><p><em>beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>in Ihrer Kritik an Gaby Weber schreiben Sie, dass mit dem CSPP-Programm eine weiterer Anbieter von Fremdkapital am Anleihemarkt auftrete, was einen &bdquo;zinssenkenden&ldquo; Einfluss auf die &bdquo;betreffenden Anleihen&ldquo; habe. Vielleicht w&auml;re diese Aussage wie folgt verst&auml;ndlicher formuliert: Bei (zus&auml;tzlicher) Nachfrage nach bestimmten Anleihen durch die EZB steigen deren Kurse und f&auml;llt ihre Rendite. <\/p><p>Ein Finanzierungseffekt f&uuml;r Unternehmen ist damit unmittelbar nicht verbunden, weil der Kaufpreis f&uuml;r Anleihen an der B&ouml;rse nicht dem Ausgabeunternehmen, sondern dem Anleiheverk&auml;ufer zuflie&szlig;t. Freilich erh&ouml;ht es die Bonit&auml;t einer Anleihe, wenn der Ersterwerber sicher sein kann, sein Kreditengagement m&ouml;glichst verlustfrei auf die EZB &uuml;bertragen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Eine Finanzierung der Monsanto-&Uuml;bernahme durch die EZB, wie von Gaby Weber diskutiert, l&auml;ge daher nur vor, wenn die EZB die betreffenden Anleihen unmittelbar bei Ausgabe von Bayer erworben h&auml;tte, also tats&auml;chlich einen Kredit an Bayer vergeben h&auml;tte. Ein Ankauf der Anleihen am Sekund&auml;rmarkt bedeutet demgegen&uuml;ber nur, einen Kreditvertrag zu kaufen, den das Unternehmen und der Ersterwerber abgeschlossen haben und den der Ersterwerber bereits mit Zahlung der Kreditsumme erf&uuml;llt hat.<\/p><p>Die von Ihnen zitierte <a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/mopo\/implement\/omt\/html\/cspp-qa.en.html\">Fundstelle<\/a>. <\/p><p>Q2.6: gibt m.E. an, dass Ank&auml;ufe am Prim&auml;rmarkt im Rahmen des CSPP nicht stattfinden.<\/p><p>Damit scheint die ganze Diskussion &ndash; Steuergelder hin oder her &ndash; nichts weiter als der ber&uuml;hmte Sturm im Wasserglas. Nennen wir es Journalistenblase ;-).<br>\nLG<br>\nErik Jochem<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger, <\/p><p>am Anfang Ihres Artikels schreiben Sie: &ldquo;Gelder, die die EZB im Rahmen ihrer Politik der Quantitativen Lockerung sch&ouml;pft, sind keine &bdquo;&ouml;ffentlichen Gelder&ldquo; , wie Gaby Weber es in ihrer Replik formuliert, und schon gar keine &bdquo;Steuergelder&ldquo;. Technisch unterscheidet sich von der Geldsch&ouml;pfung zum Aufkauf von Anleihen durch die EZB fast gar nichts von einem Aufkauf von Anleihen auf Pump durch einen Privatmann oder ein Unternehmen &ndash; die EZB muss lediglich verst&auml;ndlicherweise keine Sicherheiten hinterlegen.&rdquo; <\/p><p>Dies ist sicherlich per Definition richtig. Man k&ouml;nnte sie &ldquo;politische Gelder&rdquo; nennen. Erst durch die Direktive der &ldquo;Politik der Quantitativen Lockerung&rdquo; ist es der EZB m&ouml;glich Anleihen in dieser Form zu kaufen.<br>\nKommen wir mal zum Punkt &ldquo;fast gar nichts&rdquo; in der Unterscheidung. Jede normale Bank f&uuml;hrt im Rahmen der Kreditvergabe eine Wirtschaftlichkeitspr&uuml;fung und Risikoanalyse durch. Bei der EZB hingegen wird dies zu einer (Geld)politschen Entscheidung die undurchsichtiger nicht seien kann. Das ist nat&uuml;rlich fast nichts. Auch nicht Angesichts der Tatsache das Monsanto zum Zeitpunkt der Vergabe schon in immense rechtliche Verstrickungen bei der amerikanischen Justiz verwickelt war und es absehbar war wann die ersten Urteile gegen Monsanto fallen. Mittlerweile werden Vergehen zur Verhandlung gebracht die ins Jahr 1964 zur&uuml;ckreichen. <\/p><p>Weiter geht es mit &ldquo;Wenn die EZB Staats- oder Unternehmensanleihen kauft, sch&ouml;pft sie das Geld daf&uuml;r sozusagen aus dem Nichts. Anleihen sind jedoch (auch nur) eine besondere Form des Kredits. Wenn sie von den ausgebenden Unternehmen, also in diesem Falle den Schuldnern, an die EZB zur&uuml;ckgezahlt werden, verschwindet das Geld auch wieder im Nichts. Nur die Zinsgewinne bleiben im Kreislauf.&rdquo;. Die EZB sch&ouml;pft alles Geld im Euroraum aus dem &ldquo;Nichts&rdquo;. Meines Wissens nach gibt es f&uuml;r Buchgeld auch keine andere M&ouml;glichkeit zur Sch&ouml;pfung. Was will uns diese Aussage vermitteln? Is ja gar nix passiert? Und Anleihen sind ein Handelsobjekt.<br>\nKein Kredit im eigentlichen Sinne. Einen Kredit bekomme ich (oder auch nicht- siehe wirtschaftlichkeit) zu den Konditionen die mir der Kreditgeber diktiert. Eine Anleihe werfe ich auf den Markt und hoffe das<br>\nsie jemand zu meinen Konditionen kauft. In diesem Fall war die Hoffnung wohl berechtigt da die EZB im Vorfeld schon entsprechendes signalisiert hat. Nun zur beschriebenen Win-Win Situation. Es lebe der Konjunktiv.<br>\nWenn die Gelder zur&uuml;ckgezahlt werden. Ja wenn sie das w&uuml;rden dann w&uuml;rde der Zinsgewinn (0%z.Zt) wieder im System landen. Was, wenn nicht? Dann gibt es wohl nur einen &ldquo;Bilanzverlust in den B&uuml;chern der EZB&rdquo;. Da das Geld ja aus dem Nichts kam ist das wohl marginal. Wie ich einem anderen Artikel von Ihnen entnehmen kann wissen Sie sehr wohl das: &ldquo;Dieser Passus schlie&szlig;t einen Ausgleich der Verluste, bei dem Geld von au&szlig;en in das EZB-System transferiert werden m&uuml;sste, aus. Im &bdquo;Worst Case&ldquo; m&uuml;ssen die nationalen Zentralbanken mit dem Betrag f&uuml;r die EZB-Verluste haften, den sie im gleichen Gesch&auml;ftsjahr als Gewinn an die nationalen Regierungen auszahlen d&uuml;rften. Ein dar&uuml;ber hinaus gehender Ausgleich ist weder im EZB-Statut noch in einem anderen rechtlichen Rahmenwerk vorgesehen. Wenn die EZB Verluste macht, muss der Steuerzahler nicht daf&uuml;r haften.&rdquo; Haften muss er nicht, aber erkl&auml;ren Sie mal einem Kaufmann, das die Gewinne die er gemacht hat und die er nicht bekommt, weil sie zum Ausgleich f&uuml;r anderweitige Fehlstellen gebraucht werden, keine Verluste sind. Womit wir beim Steuergeld w&auml;ren. Diese Gewinne, die nicht in den Staatshaushalt fliessen, sind, de Facto, Verluste des Steuerzahlers. Aber Sie haben ja noch ein paar Lebenrettende Konjunktive auf Lager: (EZB-Miese? Kein Problem) &ldquo;W&auml;hrend Verluste bei Rettungskrediten direkt Steuergeld kosten, lassen sich Verluste der EZB einfach bis zum J&uuml;ngsten Tag als rote Zahl in der Zentralbank-Bilanz parken. Die Euro-Zentralbanken k&ouml;nnten sogar weiterhin Gewinne an die nationalen Finanzminister aussch&uuml;tten. Der EZB-Rat m&uuml;sste dazu nur beschlie&szlig;en, dass die Verluste aus Anleihek&auml;ufen ausschlie&szlig;lich auf die EZB als Zentralinstitut fallen, w&auml;hrend die nationalen Zentralbanken ihre Gewinne weiterhin an die Nationalstaaten aussch&uuml;tten k&ouml;nnten. Die EZB w&uuml;rde damit zum Endlager des Eurosystems und die Begehrlichkeiten der nationalen Finanzminister nach Zentralbankgewinnen blieben weitgehend unber&uuml;hrt.&rdquo; Erg&auml;nzender Konjunktiv: W&auml;re sch&ouml;n. Ist aber nicht so. <\/p><p>N&auml;chster Konjunktiv : (EZB k&ouml;nnte Verluste bei Anleihek&auml;ufen locker Schultern) &ldquo;Der EZB-Rat m&uuml;sste dazu nur beschlie&szlig;en, dass die Verluste aus Anleihek&auml;ufen ausschlie&szlig;lich auf die EZB als Zentralinstitut fallen, w&auml;hrend die nationalen Zentralbanken ihre Gewinne weiterhin an die Nationalstaaten aussch&uuml;tten k&ouml;nnten. Die EZB w&uuml;rde damit zum Endlager des Eurosystems und die Begehrlichkeiten der nationalen Finanzminister nach Zentralbankgewinnen blieben weitgehend unber&uuml;hrt.&rdquo; Hat er aber nicht und wird er auch nicht. Wie Sie wohl wissen, werden Devisen international gehandelt. Sowas wie Reputation steht an Devisenb&ouml;rsen hoch im Kurs. Fragen Sie mal in Venezuela oder Argentinien nach. <\/p><p>Zitat: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Auch ohne CSPP-Programm der EZB h&auml;tte Bayer Monsanto &uuml;bernommen und h&auml;tte dabei im schlimmsten Fall ein paar Basispunkte mehr bei den Zinskosten einkalkulieren m&uuml;ssen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Definitiv Nein. Ich bin mir nahezu sicher das verschiedene Banken auf Grund des Risikos schon abgewunken haben. Und bei 63Milliarden w&auml;ren selbst &ldquo;ein paar Basispunkte&rdquo; schon ein gewaltiger Hinderungsgrund. <\/p><p>Ohne auf die Nebelkerzen, die Ingo Arzt in seinem Artikel abfackelt, n&auml;her einzugehen m&ouml;cht ich abschlie&szlig;end noch erw&auml;hnen das hier mit dieser Methodik reale Produktionsmittel und Immobilien mit Mitteln erworben werden, die nicht das Papier Wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Nach der, ohne Zweifel anstehenden, Zerschlagung des Bayer Konzerns werden die realen G&uuml;ter zum Spottpreis an die Holdings gehen. <\/p><p>BTW. Ihre Theorie zu Geldmengen und Inflation ist sehr interessant. Mir ist vollkommen neu das diese beiden Gr&ouml;ssen so gar nicht oder nur sehr eingeschr&auml;nkt miteinander korrelieren. Interessant auch die Informationsquellen &uuml;ber Geldmengen. Besonders die transatlantische.<br>\nAber leider gibt es ja keine unabh&auml;ngige Kontrollinstanz. Ich denke Ihnen ist schon klar das diese gigantischen Mengen an Geld nur noch nicht da angekommen sind wo sie die Inflation anheizen. Solange die in virtuellen M&auml;rkten (Aktien und Derivate) zirkulieren werden sie kaum den realen Markt beeinflussen. Nur &uuml;ber Manager- und Vorstandsboni, m&ouml;gen sie noch so hoch sein, wird kaum genug auf die Stra&szlig;e gelangen. Was bleibt ist der Eigentumstransfer von realen Werten f&uuml;r noch nicht mal Glasperlen. Es gibt Staaten die machen uns das seit Jahrzehnten vor.&nbsp;<br>\nKein Geld? Kein Problem. Wir drucken schnell mal welches. &ndash; Interessanter Fakt am Rande. Wissen Sie was nach einer W&auml;hrungsreform oder einem Krieg fast immer Bestand hat? Eigentumsrechte an Produktionsmitteln und Immobilien. Aber ich denke das werden wir noch fr&uuml;h genug merken, wenn Landgrabbing und Trinwasserquellen-Aufkauf in der finalen Phase sind. <\/p><p>Gru&szlig;&nbsp; aus dem Pott <\/p><p>Ralf Oberste <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Artikel, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52849\">Bayer, Monsanto, die EZB, die taz und eine seltsame Debatte<\/a> rief die folgenden Leserkommentare hervor. 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