{"id":53169,"date":"2019-07-08T08:03:20","date_gmt":"2019-07-08T06:03:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169"},"modified":"2019-07-08T08:03:20","modified_gmt":"2019-07-08T06:03:20","slug":"hinweise-des-tages-3401","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h01\">Kommissionspr&auml;sidentschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h02\">AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h03\">Missing Link: Kontrollverlust der liberalen Demokratien &ndash; Panik ist angebracht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h04\">Das komplette Putin-Interview mit der Financial Times in deutscher &Uuml;bersetzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h05\">Der lange Arm der USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h06\">USA fordern Einsatz deutscher Bodentruppen in Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h07\">Die Deutschen belehren mit moralischer Besserwisserei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h08\">Der Griff der Gro&szlig;konzerne nach der Weltherrschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h09\">Arbeitslosenversicherung: Steuerzahlerbund fordert Senkung der Beitr&auml;ge auf zwei Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h10\">Auf zum Neubau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h11\">&bdquo;Die lachen die Justiz aus&ldquo;: Oberstaatsanwalt warnt drastisch bei Lanz &ndash; und nennt unglaubliche F&auml;lle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h12\">Beamte im Verkehrsministerium warnten fr&uuml;h vor Pkw-Maut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h13\">Marine f&uuml;rchtet um Einsatzf&auml;higkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h14\">Staatsschutz, Staatsschutz &uuml;ber alles<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h15\">Rechtsextremisten f&uuml;hrten deutschlandweit &bdquo;Todeslisten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h16\">Sollen Unis f&uuml;r milit&auml;rische Zwecke forschen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h17\">Golineh Atai: &ldquo;Die Wahrheit ist der Feind&rdquo; &ndash; Eine Leseempfehlung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53169#h18\">Zu guter Letzt: In 170 L&auml;ndern stationierte US-Soldaten feiern Unabh&auml;ngigkeit von fremder Gro&szlig;macht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kommissionspr&auml;sidentschaft<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mehrheit sieht von der Leyen kritisch<\/strong><br>\nDie deutsche Verteidigungsministerium Ursula von der Leyen soll Pr&auml;sidentin der EU-Kommission werden &ndash; am Dienstag hatten die EU-Staats- und Regierungschefs sie &uuml;berraschend f&uuml;r das Amt nominiert. Doch die Mehrheit der B&uuml;rger beurteilt die CDU-Politikerin aktuell kritisch: 56 Prozent sagen, dass sie keine gute Kommissionspr&auml;sidentin w&auml;re. 33 Prozent meinen hingegen, dass sie eine gute Kommissionspr&auml;sidentin abgeben w&uuml;rde. Das hat eine Umfrage von Infratest dimap f&uuml;r den ARD-DeutschlandTrend ergeben.<br>\nAllerdings muss man dabei ber&uuml;cksichtigen, dass dies einen deutschen Blick auf eine deutsche Politikerin darstellt. Ursula von der Leyen steht innenpolitisch unter Druck, zum Beispiel wegen der Kostenexplosion bei der Sanierung der &ldquo;Gorch Fock&rdquo; oder wegen des Einsatzes externer Berater bei der Modernisierung der Bundeswehr unter Umgehung des Vergaberechts. Zuletzt waren im Mai 2019 nur ein Viertel der B&uuml;rger mit ihrer Arbeit zufrieden, zwei Drittel hingegen waren unzufrieden.<br>\nDas Verfahren zur Wahl des Kommissionspr&auml;sidenten ist im EU-Vertrag geregelt &ndash; letztendlich m&uuml;ssen Europ&auml;ischer Rat und Europ&auml;isches Parlament gemeinsam einen Kompromiss finden. Wenn man die B&uuml;rger fragt, wer ihrer Meinung nach das letzte Wort haben sollte, so sagen 71 Prozent: das EU-Parlament. Nur 21 Prozent sagen, dass die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsl&auml;nder das letzte Wort haben sollten. Auch hier muss aber zum Beispiel ber&uuml;cksichtigt werden, dass sich vor der EU-Wahl l&auml;ngst nicht alle B&uuml;rger ein Bild von den europ&auml;ischen Spitzenkandidaten machen konnten: Fast zwei Drittel der Deutschen sagten in der ARD-Vorwahlbefragung, dass sie den Spitzenkandidaten der EVP, Manfred Weber, oder den Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten, Frans Timmermanns, nicht beurteilen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend\/index.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist das noch (Qualit&auml;ts-)Journalismus oder doch schon so eine Art &bdquo;Hofberichterstattung&ldquo;? WDR-Frau Ehni versucht, die niedrigen Werte f&uuml;r Frau von der Leyen zu relativieren. Dabei ist eine Zustimmungsrate von 33 Prozent doch ziemlich hoch &ndash; angesichts ihrer zahlreichen, teilweise im Bericht sogar erw&auml;hnten Pannen.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52955\">R&ouml;slein, R&ouml;slein, R&ouml;slein schwarz &ndash; warum von der Leyen eine Katastrophe f&uuml;r Europa w&auml;re<\/a>&ldquo;,  &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46734\">Das System McLeyen bei der Bundeswehr &ndash; andere Minister sind schon f&uuml;r viel weniger vom Hof gejagt worden<\/a>&rdquo; sowie &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42556\">Warum fordert eigentlich niemand Ursula von der Leyen zum R&uuml;cktritt auf?<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19682\">Der Kuss der Patin &ndash; Irrungen und Wirrungen um Ursula von der Leyen<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: V&ouml;llig von der Leyen &ndash; der Werdegang einer Turbopolitikerin und die Begleitskandale (Clip)<\/strong><br>\nUrsula von der Leyen ist designierte EU-Kommissionspr&auml;sidentin. Die Stimmen konservativer Parteien im EU-Parlament scheinen ihr sicher. An der Personalie gibt es aber auch starke Kritik. Warum das so ist, davon gibt dieser Clip eine Vorstellung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/89911-vollig-von-leyen-werdegang-turbopolitikerin-begleitskandale-clip\/\">RT Deutsch<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Geburtshelferin eines militarisierten Europas<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union bleibt ihrem in Jahrzehnten m&uuml;hsam erarbeiteten Ruf treu. Als kafkaeske Superbeh&ouml;rde steht sie &uuml;ber den Niederungen nationaler Auseinandersetzungen und setzt selbstherrlich ihre Beschl&uuml;sse durch. So auch wieder geschehen mit der deutschen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Was hat man nicht alles versprochen: die EU soll demokratischer werden. Transparenter. N&auml;her am B&uuml;rger. Der neue Kommissionspr&auml;sident der Europ&auml;ischen Union soll aus den Reihen des Europ&auml;ischen Parlaments in Stra&szlig;burg kommen. Die Sozialdemokraten sch&auml;umen. Das gildet nicht! Und: diese Querschuss-Kandidatin von der Leyen werden wir nicht w&auml;hlen! Das Europa-Parlament hat zwar gar nichts zu sagen, muss aber die Vorschl&auml;ge der EU-Kommission in Br&uuml;ssel durch Wahl ihrer Wunschkandidaten abnicken. Und da wollen die Sozialdemokraten die Uschi mit Pauken und Trompeten durchfallen lassen. Naja, keine Angst: die Sozis werden auch von der Leyen durchwinken. Neben den Mitgliedern der konservativen Fraktion haben auch die Gr&uuml;nen in Stra&szlig;burg schon ihr entschiedene &bdquo;Jein&ldquo;  zur von der Leyen-Wahl signalisiert. Und es sind gerade die viel geschm&auml;hten &bdquo;Rechtspopulisten&ldquo; aus den osteurop&auml;ischen L&auml;ndern, die den niederl&auml;ndischen sozialdemokratischen EU-Pr&auml;sidentschaftskandidaten Frans Timmermans ums Verrecken nicht haben wollten, und die nun von der Leyen jauchzend w&auml;hlen wollen.<br>\nUm Klarheiten zu schaffen und der deutschen Verteidigungsministerin logistische Sch&uuml;tzenhilfe zu geben, haben ihr die Eurokraten den Status einer &bdquo;EU-Sonderberaterin&ldquo; aus dem Hut gezaubert. Sie hat ab sofort ein eigenes B&uuml;ro in Br&uuml;ssel, mit eigenen Mitarbeitern und Sicherheitsleuten, um ihre Wahl quasi vom Feldherrenh&uuml;gel aus durchdr&uuml;cken zu k&ouml;nnen.<br>\nAlso, wie gehabt: Regieren auf Gutsherrenart. Der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Macron begr&uuml;ndete seine Unterst&uuml;tzung damit, von der Leyen k&ouml;nne flie&szlig;end Franz&ouml;sisch. Und EU-Ratspr&auml;sident Donald Tusk fand f&uuml;r seine Zustimmung zu der Deutschen die d&auml;mliche Ausrede: &bdquo;Schlie&szlig;lich ist Europa eine Frau.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-6-7-2019-geburtshelferin-eines-militarisierten-europas\/\">Hermann Ploppa in KenFM<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>AfD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Phantomskandale aus der Leere des Raumes<\/strong><br>\nDer Bundestag ist h&auml;ufig leer. Nur wenige Abgeordnete debattieren und beschlie&szlig;en Gesetze. Die AfD-Fraktion hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden eine &Uuml;berpr&uuml;fung der Beschlussf&auml;higkeit des Parlaments zu beantragen. Zuletzt scheiterten die Abgeordneten allerdings am Sitzungsvorstand unter Leitung von Claudia Roth. Die Emp&ouml;rung war gro&szlig;, auch weil sie sich prima mit der gr&uuml;nen Reizfigur verbinden lie&szlig;. Von Rechtsbruch war die Rede und auch so mancher Au&szlig;enstehende sah die AfD wenigstens teilweise oder moralisch im Recht. Das stimmt aber &uuml;berhaupt nicht.<br>\nDer Absatz 2 des &sect;45 der Gesch&auml;ftsordnung des Bundestages formuliert die Bedingung, dass im Falle eines Antrags auf &Uuml;berpr&uuml;fung der Beschlussf&auml;higkeit auch gleich lautende Zweifel im Sitzungsvorstand vorherrschen m&uuml;ssen. Der Sitzungsvorstand besteht aus dem Pr&auml;sidenten des Bundestages oder seiner Stellvertreter sowie zwei Schriftf&uuml;hrern. Ist die Sitzungsleitung einhellig der Meinung, die Beschlussf&auml;higkeit liege vor, liegt sie auch vor. Punkt. Das klingt auf den ersten Blick komisch und widerspr&uuml;chlich zum Absatz 1 des Paragrafen 45, wonach der Bundestag nur dann beschlussf&auml;hig sei, wenn mehr als die H&auml;lfte seiner Mitglieder im Sitzungssaal anwesend ist. Jeder Fernsehzuschauer kann demnach leicht nachz&auml;hlen und feststellen, dass das selten der Fall ist. Ein Skandal? Nein. Denn die Zahl der Abgeordneten im Sitzungssaal ist vollkommen wurscht.<br>\nAuf das Verfahren kommt es an<br>\nWie das Bundesverfassungsgericht schon mehrfach festgestellt hat, spielt es keine Rolle, wie viele Abgeordnete tats&auml;chlich anwesend sind. Die Feststellung der Beschlussunf&auml;higkeit ist entscheidend, also ein parlamentarisches Verfahren, das zun&auml;chst eingeleitet und durch klare Z&auml;hlung, hier Hammelsprung, abgeschlossen werden muss. Findet dieses Verfahren nicht statt, kann auch keine Beschlussunf&auml;higkeit festgestellt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/190707phantomskandale-aus-der-leere-des-raumes\">TauBlog<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Entscheidung des Landeswahlausschusses gegen die AfD hat Haken und &Ouml;senz<\/strong><br>\nDie AfD selbst hat die schlafenden Hunde geweckt. In Sachsen wird am 1. September 2019 ein neuer Landtag gew&auml;hlt. Auch wenn man Wahlumfragen mit der gebotenen Skepsis gegen&uuml;bersteht, so zeichnet sich doch ab, dass vor allem die CDU und die SPD des Freistaates dramatische Verluste erleiden wird, die AfD hingegen auf dem Wege ist zweitst&auml;rkste Partei im Landtag zu werden.<br>\nWie alle Parteien hat auch die AfD ihre Landesliste aufgestellt und beim Landeswahlleiter eingereicht. Weil dabei Probleme auftraten, aus welchen Gr&uuml;nden auch immer,  hat sie ihre Liste vorsorglich ein zweites Mal eingereicht. Das musste den Landeswahlausschuss misstrauisch machen. Hinzu kam, dass die AfD-Landesliste in zwei verschiedenen Versammlungen der Delegierten aufgestellt wurde. Auf der ersten wurden die Pl&auml;tze 1 bis 18 vergeben und auf der zweiten der Rest, d.h, die Pl&auml;tze 19 bis 61.<br>\nDiese Zwei-Stufen-Wahl lie&szlig; der Landeswahlausschuss nicht gelten. Er akzeptierte nur die erste Stufe mit der Nominierung von 18 Listenbewerbern der AfD.  Die zweite Stufe der Nominierung f&uuml;r die Pl&auml;tze 19- 61 erkl&auml;rte das Gremium jedoch f&uuml;r ung&uuml;ltig. Der Landtag hat im Regelfall 120 Sitze. Das Land ist in 60 Wahlkreise eingeteilt, in denen mit der Erststimme eine Person unmittelbar in den Landtag gew&auml;hlt wird. Der Rest der Abgeordneten wird nur indirekt, und zwar &uuml;ber die Landeslisten der Parteien gew&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/die-entscheidung-des-landeswahlausschusses-gegen-die-afd-hat-haken-und-oesen\/\">Manfred C. Hettlage in Tichys Einblick<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das Thema wird ein wenig aufgebauscht. Denn nach aktuellen Prognosen hat die Entscheidung des Landeswahlausschusses kaum Auswirkungen, da die AfD mit bis zu 30 Direktmandaten rechnen kann. Wenn sie also 26 Prozent der Zweitstimmen erreicht, wie aktuell in den Umfragen gemessen, k&auml;men noch vier Kandidaten von der Liste zum Zuge. Ein Problem w&auml;re die Entscheidung des Landeswahlausschusses nur dann, wenn die AfD keine oder nur wenige Wahlkreise direkt gew&auml;nne oder viele Ausgleichsmandate verteilt werden m&uuml;ssten.<\/em><\/p>\n<p><em>Vorsichtig w&auml;re ich auch mit dem Vorwurf &ldquo;formalen Tricks&rdquo;. Es handelt sich doch um formales Recht und diese Regeln gelten ja f&uuml;r alle. Daf&uuml;r gibt es schlie&szlig;lich Wahlgesetze, <a href=\"https:\/\/www.revosax.sachsen.de\/vorschrift\/2876.2\">auch in Sachsen<\/a>. Warum sollte man f&uuml;r die AfD nun eine Ausnahme machen? Dass Fehler gemacht worden sind, hat sogar ein Vertreter der Partei selber einger&auml;umt. <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/die-afd-in-sachsen-muss-wegen-formfehlern-auf-43-listenplaetze-verzichten-16270853.html\">So sagte der G&ouml;rlitzer AfD-Bundestagsabgeordnete Tino Chrupalla der F.A.Z<\/a>. &bdquo;Das ist f&uuml;r uns eine Katastrophe. Ein solcher Fehler h&auml;tte nicht passieren d&uuml;rfen.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Allerdings sieht das der Rest der Partei und <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/kommentar-zur-landtagswahl-in-sachsen-taeter-afd-opfer-afd-16270562.html\">auch Teile der F.A.Z anders<\/a>. Der Vorgang wird bereits gen&uuml;sslich nach dem &uuml;blichen Muster ausgeschlachtet und d&uuml;rfte &uuml;ber die Emp&ouml;rungswelle durchaus weitere W&auml;hler mobilisieren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Missing Link: Kontrollverlust der liberalen Demokratien &ndash; Panik ist angebracht<\/strong><br>\nKlassischer Parlamentarismus westlicher Demokratien ist selbsterhaltend, l&ouml;st aber keine wichtigen Probleme. Studien best&auml;tigen den Machtverlust der Parlamente.<br>\n2016 wurde sie als m&ouml;gliche erste Pr&auml;sidentin f&uuml;r die Partei der Piraten gehandelt. 2019 lebt sie zur&uuml;ckgezogen in Islands Hauptstadt Reykjavik. Wegbegleiter sagen, sie hat viele Br&uuml;cken abgebrochen. Im Gespr&auml;ch mit heise online mahnt Birgitta Jonsdottir, Politikerin, Poetin und Chefin des Icelandic Modern Media Institute (IMMI), davor, sich auf den klassischen Parlamentarismus westlicher Demokratien zu verlassen: &ldquo;Das aktuelle System funktioniert nicht&rdquo;, sagt sie.<br>\nJonsdottir, die sich sehr spontan zum Gespr&auml;ch in einem kleinen Caf&eacute; am Rande der Reykjaviker Altstadt bereit erkl&auml;rt, geh&ouml;rte 2012 zu den Gr&uuml;nderinnen der Piratenpartei in Island. Nur ein Jahr sp&auml;ter zog sie ins Parlament ein. Nach dem R&uuml;cktritt des damaligen Premierministers David Gunnarlaugarson, der den von der Finanzkrise gebeutelten Isl&auml;nder Sparsamkeit verordnete, selbst aber durch die Panama Papers als jemand geoutet wurde, der Geld am Fiskus vorbei ins Ausland geschafft hatte, erlebten die Piraten einen rasanten H&ouml;henflug.<br>\nUmfragen sahen sie zwischen 30 und 40 Prozent. Islands Piraten und Jonsdottir trugen die Zahlen eine immense Medienaufmerksamkeit ein. Journalisten standen Schlange und Einladungen auf politische B&uuml;hnen weltweit, etwa zur M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, trudelten ein. Diesen ganzen Rummel sei sie nicht gewohnt gewesen, sagt Jonsdottir, die sich selbst eher als Aktivistin, als Punk und K&uuml;nstlerin sieht. &ldquo;Alles, was ich im Parlament gemacht habe, war eine Installation&rdquo;, sagt sie und lacht.<br>\nDysfunktionales politisches System<br>\nIhr rascher R&uuml;ckzug nur ein Jahr sp&auml;ter hatte mehrere Gr&uuml;nde. Rampenlicht und Rummel, einschlie&szlig;lich der juristischen Auseinandersetzung mit den US-Beh&ouml;rden, die Jonsdottirs wegen ihrer Mitarbeit an Wikileaks ins Visier nahmen, zehrten die Kr&auml;fte auf. Vor allem aber verzweifelte der &ldquo;Punk&rdquo; an der Art, wie im Parlament Politik gemacht wurde.<br>\n&ldquo;Die Parlamentarier haben am wenigsten Macht&rdquo;, kritisiert sie. Die Verwaltung, die Ministerialb&uuml;rokratie seien die Zentren der Macht und trieben die Maschinerie der Gesetzgebung an. Verantwortungsvollen Politikern bliebe regelm&auml;&szlig;ig zu wenig Zeit, die kurzfristig vorgelegten Entw&uuml;rfe so zu pr&uuml;fen, wie sie es ihren W&auml;hlerinnen schuldig seien. Das Ergebnis sind nach Ansicht von Jonsdottir nicht nur zu viele, sondern vor allem qualitativ schlechte Gesetze. Jonsdottirs Bilanz ist bitter: Parteien w&auml;ren Teil einer Religion, die Gesetzgebung sei die neue Bibel. &ldquo;Das System ist selbsterhaltend&rdquo;, klagt sie. &ldquo;Aber es l&ouml;st nicht die wichtigen Probleme, die wir l&ouml;sen m&uuml;ssen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Missing-Link-Kontrollverlust-der-liberalen-Demokratien-Panik-ist-angebracht-4464581.html?seite=all\">Heise.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das komplette Putin-Interview mit der Financial Times in deutscher &Uuml;bersetzung<\/strong><br>\nAm Vorabend des G20-Gipfels beantwortete Wladimir Putin Fragen von Mitarbeitern der Financial Times, dem Redakteur Lionel Barber und dem Leiter des Moskauer B&uuml;ros Henry Foy.<br>\nDa dieses Interview oft nur teilweise und aus dem Zusammenhang gerissen zitiert wird, ver&ouml;ffentlichen wir hier eine deutsche &Uuml;bersetzung des kompletten russischen Originalinterviews.<br>\nDas Originalvideo ist am Ende des &uuml;bersetzten Interviews zu sehen.<br>\nDie &Uuml;bersetzung:<br>\nLionel Barber: Herr Pr&auml;sident, Sie werden in K&uuml;rze als hochrangiger Staatsmann der G20 nach Osaka reisen. In den letzten 20 Jahren, in denen Sie f&uuml;r Russland verantwortlich waren, hat noch niemand an so vielen internationalen Treffen dieser Gruppe und der G7 teilgenommen. Bevor wir &uuml;ber die G20-Agenda sprechen und was Sie zu erreichen hoffen, erinnern wir daran, dass es im Handel zunehmende Spannungen zwischen Amerika und China gibt und dass das Risiko von Konflikten in der Golfregion w&auml;chst. Ich w&auml;re Ihnen sehr dankbar, wenn Sie ein wenig dar&uuml;ber sprechen k&ouml;nnten, wie sich ihrer Meinung nach die Welt in den letzten 20 Jahren ver&auml;ndert hat, als Sie an der Macht waren.<br>\nRusslands Pr&auml;sident Wladimir Putin: Erstens bin ich nicht seit 20 Jahren an der Macht. Wie Sie vielleicht wissen, war ich vier Jahre lang Premierminister, und dieses Amt vertritt nicht die h&ouml;chste Autorit&auml;t in Russland. Trotzdem bin ich schon lange in der Regierung und in der oberen F&uuml;hrungsebene t&auml;tig, damit ich beurteilen kann, was sich wie ge&auml;ndert hat. Sie haben ja die Situation bereits selbst benannt und gefragt, was und wie sich ge&auml;ndert hat. Sie haben die Handelskriege und die Entwicklungen am Persischen Golf erw&auml;hnt. Ich w&uuml;rde vorsichtig sagen, dass sich die Situation nicht zum Besseren ver&auml;ndert hat, aber ich bleibe bis zu einem gewissen Grad optimistisch. Aber, um es ganz klar auszudr&uuml;cken, die Situation ist definitiv dramatischer und explosiver geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.russland.news\/das-komplette-putin-interview-mit-der-financial-times-in-deutscher-uebersetzung\/\">russland.news<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der lange Arm der USA<\/strong><br>\nWas haben die Fahrst&uuml;hle und was die Telefon- und Internetverbindungen in einem Hamburger Gesch&auml;ftshaus mit der iranischen Atombombe zu tun? Nur so viel, dass es diese Atombombe bisher nicht gibt, aber dass es Lift und Internet bald nicht mehr geben k&ouml;nnte.<br>\nDer Eigent&uuml;mer besitzt das fragliche Geb&auml;ude in Hamburg seit 44 Jahren. Nun sollen er und seine Mitarbeiter k&uuml;nftig Treppen steigen und ihre Gesch&auml;ftskontakte per Brieftaube unterhalten. Es handelt sich n&auml;mlich um &bdquo;Bank Melli&ldquo;, die gr&ouml;sste iranische Handelsbank, die bereits seit 1965 in Hamburg vertreten ist, einem der wichtigsten iranischen Im- und Export-Umschlagpl&auml;tze in Europa. (&hellip;)<br>\nSeit Monaten ist der Streit im Gange: Er begann, als die &bdquo;Deutsche Telekom&ldquo; den Telefon- und Internetvertrag der Bank zun&auml;chst fristlos und dann fristgerecht zu k&uuml;ndigen versuchte. &bdquo;Bank Melli&ldquo; zog vor Gericht, erwirkte zun&auml;chst eine Aufhebung der fristlosen K&uuml;ndigung durch das Landgericht und wartet nun auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts zur Frage der fristgerechten K&uuml;ndigung. &Auml;hnlich der Fall der Fahrst&uuml;hle: Herstellerfirma Krone versucht, den Wartungsvertrag zu k&uuml;ndigen, &bdquo;Bank Melli&ldquo; will ihn gerichtlich am Leben halten.<br>\nDer Hintergrund beider F&auml;lle ist derselbe: die &bdquo;Telekom&ldquo; und &bdquo;Krone&ldquo; versuchen, US-amerikanischen Sanktionen zu entgehen, die Pr&auml;sident Trump Firmen weltweit angedroht hat, die sich &uuml;ber das von ihm verh&auml;ngte Gesch&auml;fts- und Handelsverbot mit Iran hinwegsetzen. Kein Wort davon, dass dies auch vertraglich vereinbarte Serviceleistungen f&uuml;r eine ausserhalb Irans basierte Firma gelten kann oder soll. Zumal die Laufzeit solcher Vertr&auml;ge in der Regel von unbegrenzter Dauer ist. (&hellip;)<br>\nWie immer das Oberlandesgericht auch entscheidet: Der Fall stellt die Rolle der deutschen &ndash; und auch europ&auml;ischen Politik in der Frage des Atomabkommens mit Iran und dem Vorgehen von US-Pr&auml;sident Trump zentral ins Scheinwerferlicht. Und es ist alles andere als ermutigend, was die Welt da zu sehen bekommt: Entgegen aller Zusicherungen, dem Ausstieg Washingtons aus dem Atomabkommen nicht folgen zu wollen, haben die Europ&auml;er eben dies getan. Zwar haben sie keine eigenen Sanktionen eingef&uuml;hrt, aber sie kuschen unter dem Druck Trumpscher Androhungen. Und schliessen sich damit den amerikanischen Sanktionen an, die allemal radikaler und vernichtender sind als europ&auml;ische Sanktionen es je w&auml;ren. Abgesehen davon, dass die Europ&auml;er ja seit dem R&uuml;ckzug der USA immer versichert haben, das Abkommen aufrechtzuerhalten, solange Iran dies auch tue. Im Klartext: Solange Teheran die Bedingungen des Abkommens erf&uuml;llt, werde man sich ebenfalls an das Abkommen halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.journal21.ch\/der-lange-arm-der-usa#.XR-gLNvUoto.email\">Journal21.ch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>USA fordern Einsatz deutscher Bodentruppen in Syrien<\/strong><br>\nDie USA fordern deutsche Bodentruppen f&uuml;r den Einsatz gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) im B&uuml;rgerkriegsland Syrien. Der US-Sonderbeauftragte f&uuml;r Syrien und die Anti-IS-Koalition, James Jeffrey, hat die Bundesregierung darum gebeten, die von Kurden angef&uuml;hrten Syrischen Demokratischen Kr&auml;fte (SDF) im Nordosten des Landes mit Ausbildern, Logistikern und technischen Hilfskr&auml;ften der Bundeswehr zu unterst&uuml;tzen. &ldquo;Wir wollen von Deutschland Bodentruppen, um unsere Soldaten teilweise zu ersetzen&rdquo;, sagte Jeffrey der Nachrichtenagentur dpa und der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. Die Antwort der Bundesregierung erwartet er noch im Juli.US-Pr&auml;sident Donald Trump hatte im Dezember angek&uuml;ndigt, die rund 2000 amerikanischen Soldaten aus Nordost-Syrien abzuziehen. Sie unterst&uuml;tzen dort das oppositionelle Milit&auml;rb&uuml;ndnis SDF, dem die Kurdenmiliz YPG aber auch andere Rebellengruppen angeh&ouml;ren. Im M&auml;rz hatten SDF-Einheiten die letzte IS-Bastion in Syrien eingenommen. Die Dschihadisten sind aber weiter im Untergrund aktiv.<br>\nDie USA haben zwar inzwischen angek&uuml;ndigt, doch bis zu 400 Soldaten in Nordost-Syrien lassen zu wollen, um die Sicherheit in den Kurdengebieten zu stabilisieren. Sie bem&uuml;hen sich aber gleichzeitig um Unterst&uuml;tzung ihrer Verb&uuml;ndeten aus der Anti-IS-Koalition, der 80 L&auml;nder angeh&ouml;ren &ndash; darunter Deutschland. Am Freitag war Jeffrey in Berlin, um f&uuml;r sein Anliegen zu werben. &ldquo;Wir suchen hier und unter den anderen Koalitionspartnern Freiwillige, die mitmachen wollen&rdquo;, sagte der Sondergesandte nach seinen Gespr&auml;chen. &ldquo;Wir glauben, dass wir am Ende Erfolg haben werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/usa-fordern-einsatz-deutscher-bodentruppen-in-syrien-a-1276150.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bundeskanzlerin Merkel &ndash; und mit ihr die schwarz-rote Bundesregierung &ndash; tut oftmals gerne so als sei sie die gro&szlig;e Gegnerin von US-Pr&auml;sident Trump auf dem internationalen Parkett. Dabei hat sie sich &ndash; bereits vor ihrer Kanzlerschaft &ndash; als eine der zuverl&auml;ssigsten &bdquo;Diener&ldquo; von US-Interessen geoutet. Mit ihr w&auml;re die Bundeswehr wohl viel intensiver am Irak-Krieg beteiligt gewesen. Und selbst das US-Aussp&auml;hen ihres Handys l&ouml;ste keine echten Konsequenzen aus. Aber auch der (recht aktuellen) Trump-Forderung nach h&ouml;heren deutschen Milit&auml;rausgaben folgte sie.<\/em><\/p>\n<p><em>Daher ist ein erneutes Einknicken auch dieses Mal zu bef&uuml;rchten. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an diesen NachDenkSeiten-Beitrag: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42546\">Will Merkel Krieg?<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Sahra Wagenknecht &uuml;ber deutsche Bodentruppen in Syrien<\/strong><br>\nDer neuste Einfall von Trump: Deutsche Bodentruppen sollen nach Syrien. Was f&uuml;r ein Irrsinn! Es waren die USA, die die gesamte Region des Nahen und Mittleren Ostens destabilisiert, aufger&uuml;stet und in v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen kaputt gebombt haben. Die Aufnahme der dadurch heimatlos gewordenen Menschen haben sie dann den Nachbarstaaten und Europa &uuml;berlassen. Jetzt also sollen deutsche Soldaten in diesem verbrecherischen Krieg, in dem es weit mehr um Rohstoffe und Einflusssph&auml;ren als um den IS geht, auch noch am Boden mitk&auml;mpfen. Ich erwarte von der Bundesregierung ein klares und konsequentes Nein. Unser Land darf nicht l&auml;nger nach der Pfeife Washingtons tanzen und weiterhin diese fatale Politik unterst&uuml;tzen. F&uuml;r Sicherheit, Diplomatie und Frieden!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/2848870311797014?__xts__[0]=68.ARCTy8sd8oBcyIuZUIoPGNWx9dddlxSVBMBAayOqjKmVhXl75ORiDpYPUxHA5NBa_B3wTVWdVD513F57DkbPBCFg9R71k6nAMwQ9nRWpF3XsHCyWBGtbASjM7712mErYWvmeLsVZKFPGVBdhI9UF3f4IpJ3sga-A2E0aH5FqfVAlSlDe5Ugh8cuicza7Tl_qq0kBtaQOIxtLu5uAGBBcgsI5Z2v3zn2RrJJvO2ElevhD2EFo2KGVLVcZ2lWk4nEygMuNfNN7DeHlgJ93j5uk4DH-_nwMMHHxL1wKBemSHwdELNdWP1t9YCWX8h9ClBQWooeLuZFFk1_MzXZ4V3gKicixEQ&amp;__tn__=-R\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Deutschen belehren mit moralischer Besserwisserei<\/strong><br>\nBeim Umgang mit dem Fall Carola Rackete st&ouml;&szlig;t Berlin erneut europ&auml;ische Partner aus vorgeblich ethischen Gr&uuml;nden vor den Kopf. Wie schon 2015. (&hellip;)<br>\nSo leicht setzen deutsche Politiker Grunds&auml;tze der Diplomatie aufs Spiel &ndash; und stellen eigene moralische Erw&auml;gungen &uuml;ber das Recht demokratisch verfasster Partnerl&auml;nder. Ob Carola Rackete italienisches Recht gebrochen hat und wie mit ihr zu verfahren w&auml;re, dazu haben sie sich schlicht nicht zu &auml;u&szlig;ern. Mit Moral l&auml;sst sich hier nicht argumentieren. Das Recht ist die geronnene Moral einer Gesellschaft.<br>\nIm Ausland betrachtet man das Verhalten der Deutschen mit Befremden. Fr&uuml;her marschierten sie ein, jetzt wollen sie mit ihrer moralischen Besserwisserei belehren, ist der Tenor vieler ausl&auml;ndischer Medien. Italiens Innenminister Matteo Salvini erfreut sich als Folge der Aff&auml;re an Rekord-Zustimmungswerten. Die Bundesregierung unterst&uuml;tzt mit ihrem Verhalten die europ&auml;ische &ndash; und die deutsche &ndash; Rechte.<br>\nUnd das Thema reicht noch weiter: Zum wiederholten Mal st&ouml;&szlig;t die Bundesregierung europ&auml;ische Partner aus vorgeblich ethischen Erw&auml;gungen vor den Kopf, wie schon 2015, als sie die Grenzen f&uuml;r Hunderttausende Migranten offenhielt und von den Partnern in Europa anschlie&szlig;end die Aufnahme der von ihr nach eigenem Ermessen eingelassenen Menschen verlangte, was ma&szlig;geblich zur bis heute anhaltenden Brexit-Krise beitrug.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/sea-watch-3-und-die-bundesregierung-die-deutschen-belehren-mit-moralischer-besserwisserei\/24532358.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Griff der Gro&szlig;konzerne nach der Weltherrschaft<\/strong><br>\nDas Weltwirtschaftsforum und die Vereinten Nationen (UN) haben ein Memorandum of Understanding zur Intensivierung ihrer Zusammenarbeit unterzeichnet. Es ist der UN erkennbar peinlich &ndash; aus gutem Grund. Es ist ein weiterer Schritt der Selbstentmachtung der UN und ein weiterer Meilenstein f&uuml;r den Club der Multis auf dem Weg zu seinem erkl&auml;rten Ziel &ndash; der Weltherrschaft. Zu starker Tobak? Lesen Sie selbst, was das Weltwirtschaftsforum zu dem Thema schreibt.<br>\nUm die j&uuml;ngste Kooperationserkl&auml;rung zwischen dem Weltwirtschaftsforum und den Vereinten Nationen einordnen zu k&ouml;nnen, muss man 10 Jahre zur&uuml;ckgehen, ins Jahr 2009. Damals hat eine &bdquo;Global Redesign Initiative&ldquo; (GRI) des Weltwirtschaftsforums nach 18 Monaten Arbeit vieler Arbeits- und Beratergruppen einen Bericht ver&ouml;ffentlicht, wie sie sich die k&uuml;nftige Weltregierung (Global Governance) vorstellt.<br>\nDas Weltwirtschaftsforum ist eine Lobby der 1000 gr&ouml;&szlig;ten multinationalen Konzerne, die sich &ldquo;DIE internationale Organsiation f&uuml;r &ouml;ffentlich-private Kooperation&rdquo; nennt. Das Forum zieht nach eigener Darstellung &ldquo;die wichtigsten politischen Wirtschafs- und sonstigen F&uuml;hrer der Gesellschaft hinzu, um globale, regionale und Branchen-Agenden zu bestimmen&rdquo;. Die Richtung geben die 100 gr&ouml;&szlig;ten und einflussreichsten vor, die das meiste Geld beisteuern. In allen wichtigen L&auml;ndern hat das Forum in den gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dten &bdquo;Hubs&ldquo;, in denen die &bdquo;Global Shapers&ldquo; miteinander vernetzt werden. Das sind vom Forum ausgesuchte, einflussreiche oder aufstrebende Menschen aus Unternehmen, Kulturszene und B&uuml;rgerbewegungen. Die j&auml;hrlichen Treffen des Forums in Davos, bei denen das Who is Who der internationalen Regierungschefs den Konzernm&auml;chtigen ihre Aufwartung macht, ist also nur die Spitze eines Eisbergs an Einflussnahme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1154-wef-un\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitslosenversicherung: Steuerzahlerbund fordert Senkung der Beitr&auml;ge auf zwei Prozent<\/strong><br>\nDie R&uuml;cklagen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sind auf 23,5 Milliarden Euro angeschwollen. Genug Geld, um selbst eine Rezession abzufedern. Der Bund der Steuerzahler fordert eine Entlastung der B&uuml;rger.<br>\nDer Bund der Steuerzahler (BdSt) fordert eine deutliche Reduzierung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung. Zwar hatte der Bund den Satz Anfang des Jahres bereits von drei auf 2,5 Prozent gesenkt. Allerdings sei mehr m&ouml;glich und n&ouml;tig. &bdquo;Ein Beitragssatz von zwei Prozent ist vollkommen ausreichend&ldquo;, sagte BdSt-Pr&auml;sident Reiner Holznagel gegen&uuml;ber WELT AM SONNTAG. &bdquo;B&uuml;rger und Unternehmen w&uuml;rden um sechs Milliarden Euro pro Jahr entlastet.&ldquo;<br>\nDer Verband begr&uuml;ndet seine Forderung damit, dass die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) die derzeit eingenommenen Mittel in dieser H&ouml;he nicht ben&ouml;tige. Tats&auml;chlich ist die R&uuml;cklage der BA zuletzt deutlich angewachsen &ndash; auf 23,5 Milliarden Euro Ende 2018. Gedacht ist dieses Geld als Puffer f&uuml;r Krisenzeiten. Die R&uuml;cklage sei in dieser Form aber bereits jetzt &bdquo;v&ouml;llig &uuml;berdimensioniert&ldquo;, findet Holznagel. Und 2019 werden laut seiner Prognose weitere zwei Milliarden Euro hinzukommen. Das sei unn&ouml;tig, stattdessen solle die R&uuml;cklage zugunsten der Beitragszahler verringert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article196460949\/Arbeitslosenversicherung-Senkung-der-Beitraege-gefordert.html\">Welt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Ob eine derartige R&uuml;cklage &uuml;berdimensioniert ist, wird sich erst nach der n&auml;chsten Rezession zeigen. Unsere Wirtschaftsforscher haben z.B. die Finanzkrise 2008\/2009 weder vorhersehen noch mit ihren DSGE-Modellen erkl&auml;ren k&ouml;nnen. Merkw&uuml;rdigerweise schl&auml;gt der Steuerzahlerbund auch nicht blo&szlig; die Senkung des Arbeitnehmeranteils vor, dabei k&ouml;nnte die sogar doppelt so hoch ausfallen wie eine parit&auml;tische Senkung. Von einer Ausweitung der Leistungen (z.B. ALG 48 Monate lang f&uuml;r alle) ganz zu schweigen. Auch Innovationen l&auml;sst der BdSt missen: Die Arbeitslosenversicherung k&ouml;nnte z.B. eine solidarische Absicherung gegen Berufsunf&auml;higkeit anbieten. Die war 2001 f&uuml;r Jahrg&auml;nge ab 1961 aus der GRV gestrichen worden. Am privaten Versicherungsmarkt ist sie nur mit einer Risikopr&uuml;fung zu bekommen, d.h. Dachdecker, Metzger, Kranken- oder Altenpfleger m&uuml;ssten derart hohe Beitr&auml;ge zahlen, dass sie keinen bezahlbaren Schutz erhalten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Auf zum Neubau<\/strong><br>\nRot-Rot-Gr&uuml;n verf&uuml;gt einen Mietenstopp in der Hauptstadt. Den gilt es zu nutzen<br>\nDas baut aber keine einzige neue Wohnung!&ldquo; Dieses Argument pr&auml;gte die Debatten vor dem Beschluss des rot-rot-gr&uuml;nen Senats in Berlin zum Mietenmoratorium, demnach die Mieten in Wohnungen ohne Preisbindung in der Hauptstadt in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren nicht steigen d&uuml;rfen.<br>\nEs stimmt. Das Moratorium hat vor allem eine tempor&auml;re Schutzfunktion. Wie ein Regenschirm vor dem Nasswerden sch&uuml;tzt, ohne dadurch gleich die Sonne scheinen zu lassen. Dieser Schirm wird dringend gebraucht. Die Mieten in bestehenden Mietverh&auml;ltnissen in Berlin sind seit 2009 um 36 Prozent gestiegen &ndash; bei den Angebotsmieten liegt die Preissteigerung mit mehr als 65 Prozent noch h&ouml;her. Da die Einkommen damit nicht Schritt halten konnten, m&uuml;ssen gerade arme Haushalte oft mehr als 40 Prozent ihrer geringen Einkommen f&uuml;r die Miete aufwenden.<br>\nDer Mietendeckel sieht auch eine Kappung der Modernisierungsumlage auf maximal 0,50 Euro pro Quadratmeter der Bruttowarmmiete vor, Mietsteigerungen bei Wiedervermietungen sollen ausgeschlossen werden. Damit wird die Verdr&auml;ngungs&ouml;konomie unterbrochen: Ohne deutlich h&ouml;here Ertr&auml;ge bei der Neuvermietung verschwindet der wirtschaftliche Anreiz, seine Altmieter loszuwerden. So spannt der Mietendeckel f&uuml;r etwa 1,4 Millionen Mietwohnungen einen Schutzschirm.<br>\nDoch an den grunds&auml;tzlichen Konstellationen von Wohnungsknappheit, Bodenspekulation und sozialen Versorgungsl&uuml;cken &auml;ndert das Mietenmoratorium erst einmal nichts. Den Berliner MieterInnen soll eine Atempause geg&ouml;nnt werden, hei&szlig;t es in den Begr&uuml;ndungen f&uuml;r das Mietgesetz. Das klingt bedrohlich nach der letzten Rast vor dem n&auml;chsten Aufstieg. Mit dem Mietendeckel wird Zeit gewonnen&ndash; die es f&uuml;r eine konsequente Sozialisierung der Wohnungsversorgung zu nutzen gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/auf-zum-neubau\">Andrej Holm in der Freitag<\/a>\n<p><strong>Dazu: Neue Justizministerin will Anstieg der Mieten per Enteignungen stoppen<\/strong><br>\nIn der Diskussion &uuml;ber steigende Mietpreise sieht die neue Bundesjustizministerin Christine Lambrecht Enteignungen privater Wohnungsunternehmen als &bdquo;letztes Mittel&ldquo;. &bdquo;Die Enteignung ist eine M&ouml;glichkeit, die im Grundgesetz verankert ist. Ich glaube, dass sie immer die Ultima Ratio &ndash; das letzte Mittel &ndash; sein muss&ldquo;, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.<br>\n&bdquo;Deswegen loten wir alle M&ouml;glichkeiten aus, um die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt zu verbessern&ldquo;, sagte Lambrecht. Nur wenn alle anderen M&ouml;glichkeiten ausgesch&ouml;pft seien, k&ouml;nnten Enteignungen das richtige Mittel sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/bauenundsanieren\/article196447033\/Kostenexplosion-Neue-Justizministerin-will-Anstieg-der-Mieten-per-Enteignungen-stoppen.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Unglaublich: Aus dem &bdquo;letzten Mittel&ldquo; macht die &bdquo;Springer&ldquo;-Presse eine allgemeine Erkl&auml;rung der neuen Bundesjustizministerin. Sie wollen &ndash; ganz im neoliberalen Sinne &ndash; die Mietpreise offenbar alleine dem Markt &uuml;berlassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Die lachen die Justiz aus&ldquo;: Oberstaatsanwalt warnt drastisch bei Lanz &ndash; und nennt unglaubliche F&auml;lle<\/strong><br>\nIm ZDF hat ein Oberstaatsanwalt Alarm geschlagen: Was das Strafrecht angeht, sei der Rechtsstaat &bdquo;in weiten Teilen nicht mehr funktionsf&auml;hig&ldquo;, so die drastische Warnung. (&hellip;)<br>\nMehr Ressourcen und mehr kompetente Kollegen w&uuml;nscht sich vermutlich jeder arbeitende Mensch &ndash; einen au&szlig;ergew&ouml;hnlich eindringlichen Ruf nach Unterst&uuml;tzung hat am Mittwochabend im ZDF-Talk &bdquo;Markus Lanz&ldquo; aber ein Berliner Oberstaatsanwalt ausgesprochen. Ralph Knispel warnte in der Runde vor massiven Vers&auml;umnissen bei der Strafverfolgung.<br>\nIm M&auml;rz 2018 habe es in Berlin &bdquo;mehr als 8.500 nicht vollstreckte Haftbefehle&ldquo; gegeben, sagte Knispel. Der strafrechtliche Rechtsstaat sei &bdquo;in weiten Teilen nicht mehr funktionst&uuml;chtig&ldquo;. An weiteren passenden Beispielen mangelte es nicht: Der Staatsanwalt nannte den trotz Haftbefehl lange auf freiem Fu&szlig; befindlichen Hauptverd&auml;chtigen im Fall Freiburg, Lanz sprach von 600 offene Haftbefehle gegen Rechtsextreme.<br>\nIn der Folge jedenfalls sei das Vertrauen der Bev&ouml;lkerung in Rechtsstaat und Justiz &bdquo;immens gesunken&ldquo;. &bdquo;Ein Rechtsstaat kostet Geld, dar&uuml;ber m&uuml;ssen sich auch die Politiker im Klaren sein&ldquo;, sagte Knispel. Deshalb m&uuml;sse jetzt investiert werden &ndash; das sei am Ende &bdquo;jeden Cent wert&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/markus-lanz-im-zdf-talk-gast-nennt-unglaubliche-justiz-faelle-und-warnt-zr-12763971.html\">Merkur.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Sind das nicht auch die Folgen der &ldquo;schwarzen Null&rdquo;? Daran sieht man wie tief die Politik im Dogma der neoliberalen Austerit&auml;tspolitik gefangen ist, wenn diesem selbst die innere Sicherheit geopfert wird. F&uuml;r Neoliberale letztendlich aber kein Problem. Auch innere Sicherheit ist nur ein Markt. Wer mehr Sicherheit w&uuml;nscht kann sich auf dem Markt der Sicherheitsdienstleistungen bedienen. Vorausgesetzt er hat die notwendigen finanziellen Mittel daf&uuml;r. Wenn nicht, Pech gehabt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Beamte im Verkehrsministerium warnten fr&uuml;h vor Pkw-Maut<\/strong><br>\nBeamte des Bundesverkehrsministeriums haben die Hausleitung fr&uuml;hzeitig vor einer Pkw-Maut gewarnt, bei der besonders ausl&auml;ndische Fahrzeughalter belastet werden. Das berichtet die &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo; unter Berufung auf eine Vorlage f&uuml;r den damaligen Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) vom 3. Februar 2012. &bdquo;Kompensationen f&uuml;r die deutschen Autofahrer bei der Kfz-Steuer in unmittelbarem Zusammenhang mit der Einf&uuml;hrung einer Pkw-Vignette sto&szlig;en auf europarechtliche Bedenken. Sie k&ouml;nnten einen Versto&szlig; gegen das Diskriminierungsverbot darstellen&ldquo;, hei&szlig;t es in der Vorlage.<br>\nZudem warnten die verantwortlichen Beamten vor einer Klage vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof, dessen Ausgang selbst bei guter Begr&uuml;ndung &bdquo;ungewiss&ldquo; sei, berichtet die &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo;. Nach einer Klage &Ouml;sterreichs urteilte der EuGH k&uuml;rzlich und kippte die geplante Pkw-Maut in Deutschland. Als Begr&uuml;ndung nannten die Richter, die direkte Kompensation f&uuml;r deutsche Autohalter &uuml;ber die Kfz-Steuer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/presse-augsburg.de\/beamte-im-verkehrsministerium-warnten-frueh-vor-pkw-maut\/478503\/\">presse augsburg<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die CSU-Bundesverkehrsminister waren als auch gegen die Beratung\/Empfehlung der eigenen Mitarbeiter &bdquo;immun&ldquo;. Die Ideologie der Einf&uuml;hrung der PKW-Maut war offensichtlich zu wichtig. Bitte lesen Sie dazu erneut &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52888#h12\">Das Maut-Debakel wird immer teurer<\/a>&rdquo; (mit einer weiterf&uuml;hrenden Anmerkung).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Marine f&uuml;rchtet um Einsatzf&auml;higkeit<\/strong><br>\nWeil sich Wartungsarbeiten verz&ouml;gern, werden viele Schiffe und Boote in den n&auml;chsten Jahren ausfallen &ndash; teils viele Monate. Die Marinef&uuml;hrung sieht nach SPIEGEL-Informationen nun internationale Verpflichtungen gef&auml;hrdet. (&hellip;)<br>\nDie Marinef&uuml;hrung ist offenbar aufgeschreckt. &ldquo;Mit dieser Vorlage wird das ganze dramatische Ausma&szlig; der Instandsetzungskrise deutlich&rdquo;, notierte der Chef des Stabes im Marinekommando auf dem Papier. &ldquo;Damit k&ouml;nnen wir die Marine aus vielen Aktivit&auml;ten abmelden.&rdquo;<br>\nDas als Verschlusssache &ldquo;nur f&uuml;r den Dienstgebrauch&rdquo; eingestufte Papier stammt von Ende Mai und bezieht sich auf den sogenannten Materialerhaltungsplan f&uuml;r die Jahre 2021 bis 2025. Das Marinekommando betonte auf Anfrage, die Verz&ouml;gerungen bei der Instandsetzung w&uuml;rden nur eintreten, &ldquo;wenn die Gegenma&szlig;nahmen keine Wirkung erzielen&rdquo;. Man habe bereits zus&auml;tzliche Stellen geschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-marine-fuerchtet-um-einsatzfaehigkeit-wegen-wartungsarbeiten-a-1275978.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Eine weitere Dauerbaustelle, die Ursula von der Leyern fluchtartig verlassen hat!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Tja, f&uuml;r solche herausragenden Leistungen wird man dann EU-Kommissionspr&auml;sidentin.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Bundeswehr heuert Berater f&uuml;r &ldquo;Gorch Fock&rdquo;-Reparatur an<\/strong><br>\nVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen bleibt sich treu, trotz der Berateraff&auml;re in ihrem Haus. &Auml;hnlich wie bei Problemen im Ministerium sollen nun nach SPIEGEL-Informationen auch beim Skandal-Projekt &ldquo;Gorch Fock&rdquo; externe Berater aus der Privatwirtschaft weitere Pannen verhindern.<br>\nAm 24. Juni genehmigte die Ministerin mit einer entsprechenden Vorlage, dass Spezialisten von der Hamburger Agentur &ldquo;Marine Service&rdquo; die Bauleitung des Marinearsenals bei den weiteren Arbeiten an der &ldquo;Gorch Fock&rdquo; beraten sollen. Die Firma ist laut ihrer Website eines der &ldquo;weltweit f&uuml;hrenden maritimen Beratungsunternehmen&rdquo;.<br>\nF&uuml;r die Expertise von au&szlig;en sind laut der Vorlage bis Ende 2019 bis zu 300.000 Euro vorgesehen. Das Geld kommt demnach nicht aus dem Budget f&uuml;r die &ldquo;Gorch Fock&rdquo;-Arbeiten, sondern aus dem Etat f&uuml;r Materialerhaltung der Marine.<br>\nVon der Leyen hatte trotz der Pannenserie Ende Juni entschieden, die Arbeiten am Dreimaster fortzusetzen. Allerdings ordnete sie an, dass der Kostenrahmen von 135 Millionen Euro nicht &uuml;berschritten werden darf.<br>\nLaut der Vorlage liegt das Budget f&uuml;r die Instandsetzung zwar rund ein Drittel &uuml;ber dem seri&ouml;sen Angebot einer Firma, die f&uuml;r 100 Millionen Euro ein neues Segelschulschiff bauen w&uuml;rde. Die Beamten weisen allerdings darauf hin, dass die Bundeswehr beim Abbruch der Arbeiten die bereits investierten 80 Millionen Euro verlieren w&uuml;rde. Das Projekt sei technisch &ldquo;beherrschbar&rdquo; und k&ouml;nne bis Ende 2020 abgeschlossen werden, schreiben sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/gorch-fock-reparatur-bundeswehr-heuert-berater-an-a-1276002.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Staatsschutz, Staatsschutz &uuml;ber alles<\/strong><br>\nDas deutsche Strafgesetzbuch stellt, immer noch, den Schutz des Staates und der &ouml;ffentlichen Ordnung, nicht aber den Schutz der Menschenw&uuml;rde, des Lebens und der k&ouml;rperlichen Unversehrtheit an die Spitze der zu sch&uuml;tzenden G&uuml;ter. Das ist ein Verm&auml;chtnis einer staatszentrierten Tradition, die auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zur&uuml;ckgeht. Diese Rangordnung hat, nicht nur in der Nazizeit, Verheerungen angerichtet in den K&ouml;pfen von Richtern und Staatsanw&auml;lten. &ldquo;Der Staat ist um des Menschen willen da, nicht der Mensch um des Staates willen&rdquo;, hei&szlig;t es im Grundgesetz-Entwurf von Herrenchiemsee. Die bundesdeutsche Justiz, auch die Bundesanwaltschaft, war &ndash; jedenfalls in den zwei Nachkriegsjahrzehnten &ndash; weit weg von diesem Satz. Sehr weit. Eine Kommission unter Leitung des Erlanger Juraprofessors Christoph Safferling und des Eichst&auml;tter Historikers Friedrich Kie&szlig;ling untersucht das derzeit im Auftrag des Generalbundesanwalts Peter Frank.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantl-strafgesetzbuch-grundrechte-menschenwuerde-1.4512794\">Heribert Prantl in S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Rechtsextremisten f&uuml;hrten deutschlandweit &bdquo;Todeslisten&ldquo;<\/strong><br>\nDie rechtsextremistische Gruppe &bdquo;Nordkreuz&ldquo; hat laut einem Medienbericht politisch motivierte Morde in ganz Deutschland geplant. Das Netzwerk habe auf seinen &bdquo;Todeslisten&ldquo; Namen und Adressen von politischen Gegnern bundesweit gesammelt, berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Samstag-Ausgaben) unter Verweis auf Vernehmungsprotokolle des deutschen Bundeskriminalamtes (BKA).<br>\nDemnach geht die Bundesanwaltschaft davon aus, dass die Rechtsextremisten aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg nicht nur Personendaten aus ihren Regionen sammelten. Laut den Angaben verf&uuml;gt &bdquo;Nordkreuz&ldquo; demnach &uuml;ber mindestens zwei weitere Ableger: &bdquo;S&uuml;dkreuz&ldquo; und &bdquo;Westkreuz&ldquo;. Auch in und um Berlin soll eine Unterst&uuml;tzergruppe t&auml;tig sein. (&hellip;)<br>\nIn Akten und auf elektronischen Datentr&auml;gern, die bei Durchsuchungen von &bdquo;Nordkreuz&ldquo;-Mitgliedern im August 2017 und April 2018 in Mecklenburg-Vorpommern sichergestellt wurden, sind demnach Namen und Adressen von fast 25.000 politischen Gegnern aus dem gesamten Bundesgebiet verzeichnet. &bdquo;S&uuml;dkreuz&ldquo; und &bdquo;Westkreuz&ldquo; verf&uuml;gen nach bisherigen Erkenntnissen der Sicherheitsbeh&ouml;rden &uuml;ber keine eigenen Listen.<br>\nNach RND-Informationen hat &bdquo;Nordkreuz&ldquo; &uuml;berwiegend Daten von Personen aus dem linken politischen Spektrum gesammelt. Die meisten von ihnen h&auml;tten sich positiv &uuml;ber Gefl&uuml;chtete und Asylsuchende ge&auml;u&szlig;ert. Bisher war angenommen worden, &bdquo;Nordkreuz&ldquo; habe sich auf Personen im direkten Umfeld seiner gut 30 Angeh&ouml;rigen beschr&auml;nkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/#\/stories\/3129296\/\">ORF.at<\/a>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Todeslisten&ldquo;, Leichens&auml;cke, &Auml;tzkalk: Nazi-Gruppe bereitete weitere Angriffe vor<\/strong><br>\nDer Tod von Walter L&uuml;bcke sollte kein Einzelfall bleiben: Vorbereitungen deutscher Rechtsextremisten auf Angriffe gegen Hunderte politischer Gegner waren laut dem Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz weiter fortgeschritten als bislang bekannt &ndash; und bereits bis ins kleinste Detail geplant.<br>\nEine Gruppe von Rechtsextremisten in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg hat f&uuml;r Angriffe auf politische Gegner rund 200 Leichens&auml;cke und &Auml;tzkalk bestellen wollen. Das erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) aus Kreisen des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV).<br>\nDer Bundestag erhielt demnach vom Inlandsnachrichtendienst vor wenigen Wochen eine entsprechende Material-Liste der Rechtsextremisten mit Bestelladressen, Kontakten und Wohnungsbeziehungen.<br>\nAnlass war ein Antrag der Bundesanwaltschaft auf erweiterte &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen gegen die rechtsextremistische Gruppe. &Uuml;ber Eingriffe ins Fernmelde-, Brief- und Postgeheimnis muss die unabh&auml;ngige G-10-Kommission des Bundestages auf Grundlage eingereichter Dokumente entscheiden. (&hellip;)<br>\nZudem fanden sich auch der damalige Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), Bundestagsvizepr&auml;sidentin Claudia Roth (Gr&uuml;ne), Ex-Bundespr&auml;sident Joachim Gauck, Th&uuml;ringens Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) oder das &bdquo;Zentrum f&uuml;r politische Sch&ouml;nheit&ldquo; (ZpS) auf dieser Liste.<br>\nWeitere Recherchen zeigen, dass Franco A. Teil des &bdquo;Hannibal-Netzwerks&ldquo; in Polizei und Bundeswehr ist, zu dem auch &bdquo;Nordkreuz&ldquo; geh&ouml;rt. Bislang unbest&auml;tigt ist die Vermutung der Ermittler, dass sich das rechte Netzwerk in Bundeswehr und Polizei &uuml;ber ganz Deutschland erstreckt und in vier Sektionen nach Himmelsrichtungen aufteilt. Franco A. w&uuml;rde demnach der Sektion &bdquo;S&uuml;dkreuz&ldquo; angeh&ouml;ren. (&hellip;)<br>\nDie Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) hatte bis zu ihrer Enttarnung 2011 Angaben &uuml;ber etwa 10.000 Personen gesammelt, darunter fast 400 Adressen von Parteien, Politikern, Milit&auml;rstandorten und j&uuml;dischen Einrichtungen als m&ouml;gliche Terrorziele. Auf der NSU-Liste befand sich auch der Name des Anfang Juni ermordeten Kasseler Regierungspr&auml;sidenten Walter L&uuml;bcke (CDU).<br>\nHass- und Drohmails an eine ebenfalls in Hessen lebende Juristin mit migrantischem Hintergrund, die am NSU-Prozess beteiligt war, konnten vor wenigen Monaten bis zu einer Frankfurter Polizeidienststelle zur&uuml;ckverfolgt werden.<br>\nDie Mails waren unterschrieben mit &bdquo;NSU 2.0&ldquo;. Der mutma&szlig;liche M&ouml;rder L&uuml;bckes hat am Dienstag ein Gest&auml;ndnis abgelegt. Stephan Ernst stammt aus der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ostsee-zeitung.de\/Nachrichten\/Politik\/Verfassungsschutz-warnte-Bundestag-Namenslisten-Leichensaecke-Aetzkalk-Nazi-Gruppe-bereitete-weitere-Angriffe-auf-Fluechtlingsfreunde-vor?utm_source=pocket-newtab\">Ostsee-Zeitung.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zu bef&uuml;rchten ist, dass diese Pl&auml;ne auch weiterhin innerhalb der rechten Szene kursieren &ndash; mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben k&ouml;nnten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sollen Unis f&uuml;r milit&auml;rische Zwecke forschen?<\/strong><br>\nEine Idee aus der Friedensbewegung: Mit der Zivilklausel verpflichten sich Hochschulen, allein f&uuml;r zivile Zwecke zu forschen. In NRW soll diese nun fallen. Zus&auml;tzlich w&auml;chst der Einfluss der Wirtschaft auf die Wissenschaft &ndash; die Grenzen zwischen ziviler und milit&auml;rischer Forschung verschwimmen.<br>\nIst Hubschraubertechnik schon milit&auml;risch oder z&auml;hlt sie noch zur friedlichen Forschung? In Nordrhein Westfalen soll jetzt die Zivilklausel aus dem Hochschulgesetz gestrichen werden. Dagegen regt sich heftiger Widerstand. Doch nicht nur, wenn es um milit&auml;rische Forschung geht, ist der Einfluss der Wirtschaft in der Wissenschaft oft problematisch. Inzwischen sind die Hochschulen in Deutschland zu 50 Prozent aus Projekt- und Drittmitteln finanziert.<br>\nIn Campus &amp; Karriere gehen wir diesen Fragen nach: Forschen f&uuml;r milit&auml;rische Zwecke, wo liegen die Grenzen? Sollten sich Hochschulen ethische Grenzen geben &ndash; oder beeinflusst das die Forschungsfreiheit? Wie frei k&ouml;nnen Hochschulen heute &uuml;berhaupt noch forschen?<br>\nGespr&auml;chsg&auml;ste:\n<ul>\n<li>Prof. Dr. Heinz-Josef Bontrup, Wirtschaftswissenschaftler, Unterzeichner der  Unterschriftenkampagne f&uuml;r den Erhalt der Zivilklausel im NRW-Hochschulgesetz, Sprecher der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/li>\n<li>Thomas Kath&ouml;fer, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Forschungsnetzwerks Mittelstand (AIF)<\/li>\n<li>Armin Himmelrath, Wissenschafts- und Bildungsjournalist<\/li>\n<li>Angela Freimuth, FDP, MdL, Vizepr&auml;sidentin des Landtags NRW<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zivilklausel-sollen-unis-fuer-militaerische-zwecke-forschen.680.de.html?dram:article_id=453099\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h17\">Kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r ein Ende der &bdquo;Zivilklausel&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42293#h16\">Hochschulpolitischer Rollback in NRW<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19094#h18\">Wie zivil ist die Forschung? &ndash; Universit&auml;ten k&ouml;nnen ihre Wissenschaftler vor R&uuml;stungsauftr&auml;gen sch&uuml;tzen.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Golineh Atai: &ldquo;Die Wahrheit ist der Feind&rdquo; &ndash; Eine Leseempfehlung<\/strong><br>\nAls der Spiegel am Ende des vergangenen Jahres offenlegte, dass Claas Relotius, einer der renommiertesten Journalisten der Republik, Geschichten frei erfunden hat, kam das einem Beben gleich. Ein mit Preisen &uuml;berh&auml;ufter Journalist hat bestehende Narrative mit Geschichten gef&uuml;llt und so den Narrativen den Anschein von Faktizit&auml;t gegeben. Die Geschichten passten zur erdachten Wahrheit. Sie verliehen sich so wechselseitig Glaubw&uuml;rdigkeit.<br>\nMan beeilte sich, dies als Einzelfall abzutun, auch wenn es erhebliche Zweifel gibt, dass es sich tats&auml;chlich um ein singul&auml;res Ph&auml;nomen handelt. Nicht nur, dass es weitere &ldquo;Einzelf&auml;lle&rdquo; gab. Insgesamt liegt der Verdacht nahe, dass es sich hier eher um ein systemisches Problem handelt, denn um das Problem einer einzelnen verirrten Journalistenpsyche.<br>\nAuch im vorliegenden Buch der ehemaligen ARD-Moskau-Korrespondentin Golineh Atai &ndash; Titel: &ldquo;Die Wahrheit ist der Feind. Warum Russland so anders ist&rdquo; &ndash; gibt es Relotius-Momente, die v&ouml;llig offensichtlich sind. Wenn Atai beispielsweise schreibt, dass ihr im Februar des Jahres 2014 in Kiew beim Blick auf aufsteigenden Rauch aus Schornsteinen klar wurde, hier w&uuml;rden wichtige Dokumente und Beweise vernichtet, so wird unmittelbar deutlich, wie sehr sie bereit dazu ist, tats&auml;chlich Geschehenes zugunsten der Erz&auml;hlung zu beugen. Es ist Februar, es ist kalt, es wird &uuml;berall geheizt. Golineh Atai m&ouml;chte ihre Leser glauben machen, am Rauch, der aus den Schornsteinen aufsteigt, auf die Vernichtung von Beweisen schlie&szlig;en zu k&ouml;nnen.<br>\nEs gibt im Buch zahlreiche dieser Stellen, an denen klar wird, wie wenig verl&auml;sslich Atai als Quelle ist. Es ist eine Freude, sie zu entdecken. Streckenweise sind ihre fantasievollen Ausf&uuml;hrungen komisch &ndash; sicherlich unfreiwillig. So beispielsweise, wenn sie &uuml;ber ihre Erlebnisse auf der Krim erz&auml;hlt:<br>\nVor verschiedenen Kasernen werde ich Zeugin, wie vermummte russische Soldaten ohne Abzeichen &uuml;ber Wochen hinweg psychologischen Druck und Propaganda auf ukrainische Soldaten aus&uuml;ben. Sie stellen den Strom ab, sie drohen und machen zugleich Versprechen &hellip;<br>\nMan fragt sich, was Golineh Atai zur Zeit des Referendums &uuml;ber Wochen vor Kasernen zu tun hat? Und nach dem zweiten Lesen, wieso sie M&auml;nner mit Masken und ohne Abzeichen als Russen identifizieren kann? Und dann schlie&szlig;lich, wie man vor einer Kaserne feststellen kann, dass der Strom abgedreht wurde, und zudem dann noch von wem? Man muss gar nicht tief in die Details einsteigen, nicht alle Quellen kennen, nicht wirklich gut in die Materie eingearbeitet sein, um zu erkennen: Hier erz&auml;hlt jemand recht frei, hier wird nicht den Fakten entsprechend berichtet. Hier geht es nicht um journalistische Arbeit, die sich aus einem hohen Ethos speist und daher versucht, die unterschiedlichen Perspektiven abzubilden, die sich notwendigerweise in komplexen Situationen ergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/89764-golineh-atai-wahrheit-ist-feind\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: In 170 L&auml;ndern stationierte US-Soldaten feiern Unabh&auml;ngigkeit von fremder Gro&szlig;macht<\/strong><br>\nDas ist doch ein Grund zu feiern! Auf der ganzen Welt haben US-Soldaten am 4. Juli den Unabh&auml;ngigkeitstag begangen. Damit erinnern die rund 165.000 im Ausland stationierten Amerikaner an die Befreiung ihrer Heimat von den Truppen einer fremden globalen Supermacht, die lange Zeit &uuml;ber ihr Leben und ihre Politik bestimmte.<br>\n&ldquo;Andere L&auml;nder k&ouml;nnen sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie schlimm es f&uuml;r uns Amerikaner war, nur ein Spielball in den H&auml;nden eines m&auml;chtigen Imperiums zu sein, dem die Leute vor Ort gr&ouml;&szlig;tenteils egal sind&rdquo;, erkl&auml;rt ein feiernder Soldat auf einer Milit&auml;rbasis in Afghanistan. &ldquo;Jeder, der nicht tat, was die Besatzer wollten, wurde zum Rebellen erkl&auml;rt und bek&auml;mpft.&rdquo; Zur Feier des Tages haben er und seine Kameraden heute frei bekommen und m&uuml;ssen ausnahmsweise keine Rebellen bek&auml;mpfen.<br>\n&Auml;hnlich sieht es Lieutenant Francis W. Rowland, der in der US-Milit&auml;rbasis im rheinland-pf&auml;lzischen Ramstein stationiert ist: &ldquo;Wie soll man souver&auml;ne Entscheidungen treffen, wenn eine ausl&auml;ndische Macht praktisch &uuml;berall im Land pr&auml;sent ist? Zum Gl&uuml;ck haben wir dieses Problem vor 243 Jahren gel&ouml;st, indem wir die Besatzer aus dem Land gejagt haben. Unabh&auml;ngigkeit f&uuml;hlt sich einfach gro&szlig;artig an!&rdquo;<br>\nDie Feierlichkeiten zum amerikanischen Unabh&auml;ngigkeitstag fanden nicht nur in Afghanistan und Deutschland statt, sondern auch in US-Milit&auml;rbasen oder -Niederlassungen in &Auml;gypten, Australien, Bahrain, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Kuba, Cura&ccedil;ao, Dschibuti, Griechenland, Gr&ouml;nland, Guam, Honduras, im Irak, in Island, Israel, Italien, Japan, Kanada, im Kosovo, in Kuwait, den Niederlanden, im Niger, in Norwegen, im Oman, auf den Philippinen, in Puerto Rico, Polen, Portugal, Katar, Rum&auml;nien, Saudi-Arabien, Schweden, Singapur, S&uuml;dkorea, Spanien, Syrien, Thailand, Tunesien, der T&uuml;rkei, Ungarn und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in zahlreichen weiteren L&auml;ndern (insgesamt &uuml;ber 170 von 194).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2019\/07\/independence-day.html#more\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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