{"id":5323,"date":"2010-04-27T08:53:40","date_gmt":"2010-04-27T06:53:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5323"},"modified":"2010-04-28T08:28:49","modified_gmt":"2010-04-28T06:28:49","slug":"hinweise-des-tages-1128","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5323","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: (Keine) Finanzreform, Griechenland in der Krise, Totsparen der hessischen Hochschulen, Gorleben-Akten im Internet (KR)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Aus der Krise nichts gelernt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">M&auml;chtigste Bank der Wall Street am Pranger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">US-Hedgefonds-Star John Paulson: Die unglaubliche Unschuld eines Wall-Street-Genies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Obamas harte Hand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">&raquo;Absurd, sich an Griechenland abzuarbeiten&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Leitartikel: Dann geht doch raus &ndash; von Robert von Heusinger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Sparkurs bei den hessischen Hochschulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">&raquo;Den Erfolg will man uns jetzt wieder nehmen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Totgespart &ndash; Die Rechtsmedizin in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Arbeit kann t&ouml;dlich sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Atomlager-Streit: Vertrauliche Gorleben-Akten frei zug&auml;nglich im Internet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Agrarsubventionen der EU: Prinzip Nimmersatt &ndash; Gro&szlig;konzerne sahnen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Kreuze raus aus Schulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Es geht nicht um Schmerz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Polizei nimmt in Rosarno &laquo;moderne Sklavenhalter&raquo; fest<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aus der Krise nichts gelernt<\/strong><br>\nTrotz zahlreicher Warnungen vor einer vierten Phase der Finanzkrise endet die Fr&uuml;hjahrstagung von Weltbank und IWF ohne Fortschritte bei der Finanzmarktregulierung. Dominique Strauss-Kahn warnte vor einer neuen Phase der Finanzkrise, die durch hohe Staatsverschuldung &ndash; nicht nur in Griechenland &ndash; und durch hohe Arbeitslosigkeit gekennzeichnet sei. Hinzu k&auml;men die Risiken vermehrter Finanzzufl&uuml;sse in die Schwellenl&auml;nder. International koordinierte Finanzmarktreformen seien daher n&ouml;tig. Dennoch erzielte die Staatengemeinschaft in der Frage der besseren Regulierung und Aufsicht keine nennenswerten Fortschritte. Eine internationale Finanzaufsicht r&uuml;ckt in weite Ferne, was der IWF in seinem Kommuniqu&eacute; mit den Worten verschleiert: &ldquo;Wir sind uns einig, die Anstrengungen zu verdoppeln, eine gemeinschaftliche und konsistente Herangehensweise f&uuml;r ein stabiles globales Finanzsystem zu entwickeln.&rdquo; Was das Eigenkapital anbelangt, das Banken zur Sicherheit zur&uuml;ckhalten sollen, versprach die G 20 lediglich, sich bis Ende des Jahres erst einmal auf gemeinsame Regeln zu einigen. Und auch sonst konstatierten die Politiker und Finanzexperten in Washington nur immer weiteren Beratungsbedarf: &uuml;ber die Harmonisierung von Bilanzierungsvorschriften etwa, &uuml;ber die Beaufsichtigung von Hedgefonds und Ratingagenturen oder &uuml;ber die Kontrolle des au&szlig;erb&ouml;rslichen Wertpapierhandels.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F04%2F26%2Fa0163&amp;cHash=4d85950ff9\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>M&auml;chtigste Bank der Wall Street am Pranger<\/strong><br>\nDie amerikanische Investmentbank Goldman Sachs ger&auml;t scharf unter Druck. Kritiker werfen ihr vor, die Finanzkrise mit angeheizt und erst noch profitiert zu haben &ndash; auf Kosten der Kunden. Am Dienstag m&uuml;ssen Goldman-Chef Lloyd Blankfein, Finanzchef David Viniar und der f&uuml;r das Risikomanagement verantwortliche Craig Broderick vor dem Senatsausschuss zu den SEC-Vorw&uuml;rfen aussagen. Auch der inzwischen ber&uuml;hmt gewordene Bondh&auml;ndler Fabrice Torre soll angeh&ouml;rt werden.&nbsp; Dabei werden auch andere umstrittene Gesch&auml;fte zur Sprache kommen. Denn am Wochenende sind zahlreiche interne Mails der Goldman-Spitze publik geworden, welche die Stimmung noch mehr anheizen. Laut dem Vorsitzenden des Ausschusses, dem demokratischen Senator Carl Levin, zeigen die Mails, dass Goldman durch Wetten auf den Zusammenbruch des Hypothekenmarktes &laquo;enorme Gewinne&raquo; erzielt hat. Diese Gewinne soll die Bank verschleiert haben. In ihrem Gesch&auml;ftsbericht von 2009 hatte die Bank noch behauptet, sie habe &laquo;mit Wetten gegen den Wohnungsimmobilienmarkt keine grossen Ertr&auml;ge erzielt&raquo;. Die Kritiker f&uuml;hren mehrere Kreditprodukte an, die Goldman w&auml;hrend des Immobilienbooms vertrieben hat und die kurz darauf markant an Wert verloren haben. Gem&auml;ss den Kritikern soll die Bank gegen eigene Produkte gewettet und damit von den Verlusten eigener Kunden profitiert haben.<br>\nAls Beleg hat der Ausschuss am Wochenende mehrere E-Mails aus dem Konzern ver&ouml;ffentlicht. Sie werden von der &laquo;Financial Times&raquo; zitiert. &laquo;Nat&uuml;rlich haben wir dem Hypothekendesaster nicht ausweichen k&ouml;nnen. Wir haben Geld verloren, dann aber mehr gewonnen als verloren, weil wir auf fallende Preise gesetzt haben&raquo;, heisst es in Blankfeins Mail vom November 2007 an seine F&uuml;hrungskr&auml;fte. &laquo;Also, es ist nicht vorbei. Wer weiss, wie es letzten Endes ausgeht.&raquo; Andere E-Mails zeigen laut der &laquo;Financial Times&raquo; die Erleichterung des Managements, dass die Bank Verkaufspositionen arrangiert hatte, als der Markt sich verschlechterte. In einem weiteren Mail reagierte ein Goldman-Manager auf die Rating-Herabstufung verbriefter Hypothekenkredite im Volumen von 32 Mrd. Dollar wie folgt: &laquo;Das klingt so, als w&uuml;rden wir jetzt richtig fett Geld machen.&raquo; Ein Kollege antwortete: &laquo;Ja, wir sind gut aufgestellt.&raquo; Levin wirft Goldman und anderen Investmentbanken vor, sie h&auml;tten nicht einfach neutral im Kundenauftrag agiert. &laquo;Sie hatten starke Eigeninteressen, riskante und komplizierte Finanzkonstrukte in den Markt zu dr&uuml;cken, die die Krise bef&ouml;rdert haben&raquo;, sagte er laut der &laquo;Financial Times&raquo;. Die Banken h&auml;tten riskante Hypotheken zu komplexen Finanzinstrumenten geb&uuml;ndelt, die Ratingagenturen dazu gebracht, diese mit Topnoten zu versehen und sie an Investoren verkauft. &laquo;Allzu oft haben sie gegen die Instrumente gewettet, die sie selbst verkauft haben, und auf diese Weise auf Kosten ihrer Kunden profitiert&raquo;, sagte Levin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/maechtigste_bank_der_wall_street_am_pranger_1.5560382.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>US-Hedgefonds-Star John Paulson: Die unglaubliche Unschuld eines Wall-Street-Genies<\/strong><br>\nAls Millionen Amerikaner ihr Haus verloren, zog er um in ein Schloss: John Paulson, ein diskret-raffiniertes Hedgefonds-Genie, steht im Mittelpunkt der Betrugsklage gegen Goldman Sachs und hat wohl indirekt auch der deutschen IKB-Bank geschadet &ndash; doch die Aufsichtsbeh&ouml;rden k&ouml;nnen ihm nichts anhaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,691179,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Das ist leider immer noch typisch f&uuml;r den SPIEGEL: Er sucht nach Einzelt&auml;tern und moralisiert. Kein Wort dar&uuml;ber, dass Paulson nur die M&ouml;glichkeiten nutzte, die ihm und seinesgleichen von manipulierten und bornierten Politikern geschaffen wurden. H&auml;tte er es nicht getan, h&auml;tten sich andere gefunden. &Uuml;ber die Hintergr&uuml;nde der Goldman Sachs-Aff&auml;re lernt der Leser aus diesem Artikel nichts. Die NZZ erw&auml;hnt in ihrem Artikel wenigstens Obamas Finanzreformversuche.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Obamas harte Hand<\/strong><br>\nRichtige Politik kann mitunter auch popul&auml;r sein. Im Gefecht gegen die Wall Street stehen Volk und Pr&auml;sident der USA auf einer Seite. Nur wenige Wochen nach Verabschiedung der Gesundheitsreform, um die er so lange und erbittert k&auml;mpfen musste, erscheint Barack Obama wie ausgewechselt. In der Debatte &uuml;ber die Neuregelung der Finanzm&auml;rkte treibt er geschickt eine Opposition vor sich her, die zuletzt vor Kraft kaum laufen konnte. Diesmal aber haben sich Amerikas Republikaner mit ihrer Blockadepolitik gegen den Pr&auml;sidenten selbst in die Falle begeben. Die Rechnung, dass es ihnen immer nutzt, wenn Obama scheitert, geht nicht mehr auf. So skeptisch das US-Volk gegen&uuml;ber dem Staat und seinen Institutionen sein mag, so wenig Vertrauen die Regierung genie&szlig;t, so sehr die Hauptstadt Washington zum Schimpfwort wurde: Einen Ort und eine Macht hassen viele Amerikaner noch mehr. Ausgerechnet die tiefen H&auml;userschluchten der Wall Street sind im Mutterland des Kapitalismus zum Synonym f&uuml;r all das geworden, was nicht mehr stimmt. Die einstigen Halbg&ouml;tter der Hochfinanz stehen im Verdacht, Hausbesitzer, Anleger und Steuerzahler abgezockt zu haben. Dass sie die gro&szlig;e Wirtschaftskrise erst ma&szlig;geblich mit verursachten, dann teils kr&auml;ftig daran verdienten, verst&ouml;&szlig;t auch in den USA gegen jedes Gerechtigkeitsempfinden. Viele US-B&uuml;rger betrachten die Ausweitung staatlicher Aufgaben unter Obama skeptisch bis ablehnend. In einem Fall aber w&uuml;nscht sich eine klare Mehrheit Washingtons harte Hand: bei der Einhegung der Wall-Street-Exzesse. 61 Prozent der Befragten wollen in Umfragen eine Reform, die ein f&uuml;r alle Mal verhindert, dass sich eine verheerende Finanzkrise wie die nach dem Platzen der Immobilienblase vor zwei Jahren wiederholt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2585412&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_meitop\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sollte die Nervosit&auml;t der Regierungsparteien tats&auml;chlich so gro&szlig; sein, dass jede Politik der Regierung sich zun&auml;chst der Frage stellen mu&szlig;, welchen Einflu&szlig; sie auf die Wahlen in NRW hat? Wenn dies der Fall sein sollte, so ist das Hinausz&ouml;gern der Griechenlandhilfe die vollkommen falsche Strategie, denn mittlerweile berichten auch kleinste Regionalbl&auml;tter, dass es dazu kommen wird. Deutschland wird zahlen m&uuml;ssen, so falsch diese Sicht ist, der W&auml;hler sieht das so. Und was Politiker der FDP und CSU umtreibt, den Austritt Griechenlands zu fordern, begreift jeder, der dem Profilierungsbedarf dieser Parteien in letzter Zeit ausgesetzt war. Nicht zu begreifen ist die Strategie von Oberlehrerin Angela Merkel, die mit erhobenem Zeigefinger die Bereitschaft Griechenlands einfordert, &bdquo;harte Ma&szlig;nahmen &hellip;. f&uuml;r mehrere Jahre&ldquo; zu akzeptieren. Deutschland fordere &ldquo;Solidit&auml;t, Nachhaltigkeit und Strenge&rdquo; bei dem griechischen Sanierungsplan. &ndash; Wir, dieDeutschen, w&auml;ren schon ein seltsames V&ouml;lkchen, sollten wir uns von diesem moralinsauren Gehabe beeindrucken lassen.<br>\nDas Griechenlandproblem ist nicht einfach, sondern komplex; &uuml;ber seine Ursachen besteht wenig Einigkeit. Die Verschuldung Griechenlands wird trotz oder eher wegen der gew&auml;hlten IWF- Therapie noch viele Jahre bestehen bleiben. Der Hauptzweck der &Uuml;bung, dass Griechenland sich mittelfristig wieder am Finanzmarkt finanzieren kann, steht in den Sternen. Dabei kommt laut Daniel Gros vom Centre for European Policy Study auf Griechenland bis Ende 2012 ein Kapitalbedarf von ca. &nbsp;150 Milliarden Euro zu. Bis dahin werden Anleihen in H&ouml;he von 86 Milliarden Euro f&auml;llig und eine Neuverschuldung von sch&auml;tzungsweise 40 Milliarden Euro kommt hinzu. Wenn der Plan nicht klappt, sieht die Kanzlerin bei n&auml;chsten Bundestagswahlen sehr alt aus. Nur so nebenbei, die meisten Kredite dieser Art, die der IWF seit den 50ern vergeben hat, wurden nicht p&uuml;nktlich bedient. Merkel h&auml;tte das Thema eben nicht an die gro&szlig;e Glocke h&auml;ngen d&uuml;rfen, sondern still den &Uuml;berbr&uuml;ckungskredit absegnen sollen und sich mit einem Kompetenzteam zur&uuml;ckziehen m&uuml;ssen, um die Lage nachhaltig zu analysieren.<br>\nVor diesem Hintergrund ist das Thema als Wahlkampfschlager denkbar ungeeignet. Vor allem aber vers&auml;umt Angela Merkel den Wahlkampfschlager schlechthin, was Barak Obama gl&auml;nzend vermittelt, den Kampf gegen das Finanzkapital &ndash; im Gegenteil: Vor der Finanzwelt, die uns u.a. das Griechenlandproblem eingebrockt hat, die Hosen gestrichen voll haben, aber Kante zeigen gegen&uuml;ber den Opfern. Unbeeindruckt von den Nullrunden der G-20 treibt Obama unter dem Beifall der B&uuml;rger f&uuml;r die USA eine Neuregelung des Finanzmarktes voran, Akteure desselben m&uuml;ssen sich vor Senatsaussch&uuml;ssen rechtfertigen, Staatsanw&auml;lte erheben Anklage usw. &ndash; Was w&auml;re das f&uuml;r eine Glanzrolle f&uuml;r eine deutsche Bundeskanzlerin, sie w&uuml;rde europaweit Beifall ernten, f&uuml;r eigentlich ganz normale Hausarbeiten in Zeiten der Finanzkrise.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&raquo;Absurd, sich an Griechenland abzuarbeiten&laquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die wirklichen Probleme nicht sehen. Ein Gespr&auml;ch mit Heiner Flassbeck: &bdquo;Es wird ja immer &uuml;bersehen, da&szlig; dieses Land im vergangenen Jahrzehnt binnenwirtschaftlich extrem erfolgreich gewirtschaftet hat &ndash; es hatte mit Abstand die h&ouml;chsten Ausr&uuml;stungsinvestitionen in der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion.<br>\nWie alle anderen s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten &ndash; einschlie&szlig;lich Frankreichs! &ndash; hatte Griechenland aber ein au&szlig;enwirtschaftliches Problem, n&auml;mlich verlorene Wettbewerbsf&auml;higkeit wegen unerwartet niedriger Lohnsteigerungen in Deutschland. Wenn wir jetzt dieses Land abschreiben und aus dem Euro-System versto&szlig;en, dann dauert es nicht lange, bis andere folgen. Wer ausscheidet, wird abwerten und den Druck auf andere vergr&ouml;&szlig;ern, ebenfalls seine Wettbewerbsf&auml;higkeit wieder herzustellen. Wenn es so kommt, dauert es nicht lange, bis Deutschland wegen &Uuml;berbewertung aus den Exportm&auml;rkten entfernt wird.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/04-27\/054.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Flassbeck sagt auch: &bdquo;In aller Bescheidenheit &ndash; au&szlig;er mir haben alle Politiker und Fachleute in den letzten zehn Jahren geschlafen. Schon 1997 hatte ich in einem Artikel klargelegt, da&szlig; in der Au&szlig;enwirtschaft ein Riesenproblem auf die Eurozone zukommt &ndash; weniger bei den Staatsdefiziten.&ldquo; Er meint <a href=\"upload\/pdf\/FR_Dokumentation_DRS_Freitag_31-10-1997_2.pdf\">diese Ver&ouml;ffentlichung [PDF &ndash; 38 KB]<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Leitartikel: Dann geht doch raus &ndash; von Robert von Heusinger<\/strong><br>\nDem Euro und den L&auml;ndern der W&auml;hrungsunion ginge es ohne die bornierten Deutschen besser. Warum zetert und echauffiert sich das Land, statt seinerseits auszutreten ?<br>\nDie Unf&auml;higkeit Deutschlands zu reflektieren, ja &uuml;berhaupt die Frage zu stellen, ob nicht auch das Verhalten Deutschlands in den elf Jahren des Euro zu den Spannungen in der W&auml;hrungsunion beizutragen, machen klar : Das Problem des Euro ist weniger Griechenland als der vermeintliche Musterknabe Deutschland&hellip;.<br>\nDenn was passierte , wenn Deutschland aus dem Euro austr&auml;te ?<br>\nEine Aufwertung um rund 30 Prozent gegen&uuml;ber dem Rest-Euro w&auml;re die Folge&hellip;<br>\nEine Aufwertung um 30 Prozent kommt der Rettung Griechenlands gleich.. Eine Aufwertung vo 30 Prozent w&uuml;rde Frankreichs und Italiens Industrie und genauso derjenigen Belgiens, Hollands und der Slowakei enorme Wettbewerbsvorteile auf den Weltm&auml;rkten verschaffen. &nbsp;&ldquo;Rest-Euroland&rdquo; st&uuml;nde vor einem wahren Exportboom und k&ouml;nnte endlich von Deutschland befreit wachsen.<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/2585410_Leitartikel-Dann-geht-doch-raus.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sparkurs bei den hessischen Hochschulen<\/strong><br>\nDie Hessische Landesregierung versucht derzeit im Hochschulbereich 34 Mio &euro; pro Jahr einzusparen. Das ist noch nicht alles. So sollen u.a. die Tarifsteigerungen nicht mehr zumindest teilweise den Hochschulen vom Land erstattet werden, sondern voll von den Hochschulen getragen werden. Wom&ouml;glich k&ouml;nnte dies dazu f&uuml;hren, dass die Hochschulen sich gezwungen sehen, die Arbeitgebereigenschaft und die Wiedereinf&uuml;hrung der Studiengeb&uuml;hren vom Land zu fordern.<br>\nHierzu ein h&ouml;renswerter Beitrag des Deutschlandfunk (ca. 4 min.):<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/1170926\/\">dradio.de<\/a>\n<p><strong>Die Hochschulen laufen Sturm, so z.B. die Universit&auml;t Marburg:<\/strong><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.uni-marburg.de\/aktuelles\/news\/senat19042010\">Uni Marburg<\/a> <\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;Den Erfolg will man uns jetzt wieder nehmen&laquo;<\/strong><br>\nNach Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren will Hessens Regierung die Unis finanziell knebeln. Aber der Widerstand w&auml;chst.<br>\nDie Unterfinanzierung ist in Hessen besonders dr&uuml;ckend. Dem Land hat das sogar eine R&uuml;ge des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung eingebracht: Die im Hochschulpakt festgehaltene Grundsicherung werde nicht erf&uuml;llt, hei&szlig;t es an Fachhochschulen wirkten sich K&uuml;rzungen so aus, da&szlig; ganze Fachbereiche schlie&szlig;en m&uuml;ssen. Die Uni Marburg hat seit einigen Jahren ein Haushaltsloch, das sich jedes Jahr um zwei bis drei Millionen Euro vergr&ouml;&szlig;ert.<br>\nDie Uni Kassel ist gnadenlos &uuml;berlastet; man fragt bei Kirchen um R&auml;ume an oder stellt Container auf dem Campus auf. In &raquo;Exzellenz&laquo;-Universit&auml;ten wie Frankfurt\/Main und Darmstadt werden &uuml;ber Drittmittel erwirtschaftete Gelder auf nur wenige Fachbereiche verteilt: Einige sind &uuml;berfinanziert, andere nagen am Hungertuch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/04-27\/044.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Totgespart &ndash; Die Rechtsmedizin in Deutschland<\/strong><br>\n&ldquo;Man kann viel an einer Gesellschaft ablesen, wie sie mit ihren Toten umgeht. Wir sind von der Qualit&auml;t der Leichenschau und von der Zahl der Obduktionen in Deutschland das Schlusslicht in Europa. Wir haben die qualitativ schlechtesten Leichenschauen und die niedrigste Obduktionsrate.&rdquo;<br>\nWird in &Ouml;sterreich in &uuml;ber 30 Prozent der Todesf&auml;lle obduziert, in Skandinavien bei 20 bis 30 Prozent, sind es in Deutschland gerade einmal zwei bis drei Prozent.<br>\nJe weniger aber obduziert wird, desto mehr T&ouml;tungsdelikte bleiben im Dunkeln. Vorsichtige Hochrechnungen gehen von 1200 bis 1400 F&auml;llen j&auml;hrlich aus. Eine Zahl, die alarmierend und doch seit Jahren bekannt ist. Alle &ndash; Rechtsmediziner, Juristen und Polizisten kennen die hohe Dunkelziffer. Dabei handelt es sich nicht immer um Mord, darunter sind auch Suizide, Langzeitfolgen von Unf&auml;llen, &auml;rztliche Behandlungsfehler.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1167311\/%20bzw.\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/04\/20\/dlf_20100420_1840_914d3c65.mp3\">Deutschlandradio (Ton)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeit kann t&ouml;dlich sein<\/strong><br>\nWeltweit begehen Gewerkschafter morgen den Gedenktag f&uuml;r die bei Aus&uuml;bung ihres Berufes verungl&uuml;ckten.&nbsp; J&auml;hrlich kommen weltweit sch&auml;tzungsweise 360000 Besch&auml;ftigte infolge eines Arbeitsunfalls ums Leben. Zudem sterben jedes Jahr knapp zwei Millionen Menschen an Berufskrankheiten, insbesondere an den Folgen der Arbeit mit Asbest und anderen Giftstoffen. Durch Verletzungen werden etwa 337 Millionen Besch&auml;ftigte vor&uuml;bergehend arbeitsunf&auml;hig, sch&auml;tzt die Internationale Arbeitsorganisation der UNO, die ILO. In Deutschland ereigneten sich der Bundesagentur f&uuml;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zufolge, im Jahr 2008 genau 765 t&ouml;dliche Arbeits- und 478 t&ouml;dliche Wegeunf&auml;lle. Au&szlig;erdem erlagen 2430 Lohnabh&auml;ngige einer Berufskrankheit. Die amtliche Unfallstatistik verzeichnet f&uuml;r 2008 zudem 1,25 Millionen Arbeits- und Wegeunf&auml;lle, die eine drei- oder mehrt&auml;gige Krankschreibung nach sich zogen. Das hei&szlig;t: Im Zusammenhang mit der Erwerbst&auml;tigkeit sterben hierzulande zehn Besch&auml;ftigte und mehr als 3400 werden verletzt &ndash; tagt&auml;glich.<br>\nZwar ist die Zahl der Arbeitsunf&auml;lle seit 1990 um gut ein Drittel zur&uuml;ckgegangen, aber die Flexibilisierung von Arbeitszeiten macht einen Teil der verbesserten Arbeitsschutzma&szlig;nahmen wieder hinf&auml;llig. &raquo;Es gibt Hinweise, da&szlig; nach der achten, neunten Stunde das Unfallrisiko steigt&laquo;, so Klaus Pickshaus, Bereichsleiter f&uuml;r Gesundheitsschutz und Arbeitsgestaltung beim IG-Metall-Vorstand in Frankfurt\/M. Der Arbeitswissenschaftler Friedhelm Nachreiner meint gar, da&szlig; das Risiko &raquo;im Schnitt ab der achten, wenn nicht gar der siebten Stunde&laquo; &uuml;berproportional ansteigt. Arbeitszeitverl&auml;ngerung ist ein Risikofaktor. Gerade im Vorfeld des 1.Mai &ndash; historisch untrennbar verbunden mit dem Kampf um den Achtstundentag &ndash; b&ouml;te sich mit dem Workers&rsquo; Memorial Day Gelegenheit, den Zusammenhang von Arbeitsdauer und Gesundheitsrisiken zu thematisieren. So ruft der Internationale Gewerkschaftsbund seine rund 300 Mitgliedsorganisationen zu Aktionen auf. Ank&uuml;ndigungen des DGB oder seiner Mitgliedsgewerkschaften sucht man jedoch vergebens.<br>\nDas Problem zu skandalisieren, bleibt hierzulande der anarchosyndikalistischen Freien Arbeiter- und Arbeiterinnen-Union (FAU) Berlin vorbehalten. Die kleine, aber agile Basisgewerkschaft ruft, erstmals in der gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft Europas, zu Aktionen anl&auml;&szlig;lich des Kampftages f&uuml;r sichere Arbeitsbedingungen auf. Die Syndikalisten heben hervor, da&szlig; weltweit mehr Menschen durch den kapitalistischen Arbeitsalltag ums Leben kommen als durch bewaffnete Konflikte. Dabei k&ouml;nnten, Sch&auml;tzungen der ILO zufolge, vier von f&uuml;nf t&ouml;dlichen Arbeitsunf&auml;llen vermieden werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/04-27\/014.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Atomlager-Streit: Vertrauliche Gorleben-Akten frei zug&auml;nglich im Internet<\/strong><br>\nEin Klick auf die Seite des Umweltministeriums gen&uuml;gt, dann ist es nicht mehr weit zu Dokumenten, die eigentlich nicht f&uuml;r die breite &Ouml;ffentlichkeit bestimmt sind: Zentrale Regierungsakten, die der Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Atomm&uuml;llendlager Gorleben noch als Beweismittel beantragen will, sind nach SPIEGEL-Informationen im Internet frei verf&uuml;gbar.<br>\nEs handelt sich dabei im Kern um einen Bericht aus dem vergangenen Herbst, den der damalige Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) dem Bundeskabinett vorgelegt hatte. Er kam darin zum Ergebnis, die Regierung von Helmut Kohl habe 1983 politischen Einfluss auf die Entscheidung genommen, sich bei der Suche nach einem nuklearen Endlager auf Gorleben zu konzentrieren. Allerdings wurde der Bericht des Ministers vom Kabinett nicht gebilligt. Gabriel machte ihn darauf als &ldquo;Entwurf&rdquo; &ouml;ffentlich. Er steht noch immer auf der Homepage des mittlerweile CDU-gef&uuml;hrten Bundesumweltministeriums.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,691023,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Agrarsubventionen der EU: Prinzip Nimmersatt &ndash; Gro&szlig;konzerne sahnen ab<\/strong><br>\nDie EU haut Jahr f&uuml;r Jahr milliardenschwere Subventionen raus. Statt der regionalen Landwirtschaft profitieren vor allem Gro&szlig;konzerne.<br>\nGro&szlig;e Agrarkonzerne haben im vergangenen Jahr am meisten von den EU-Agrarsubventionen profitiert. Mehr als 7,5 Milliarden Euro verteilte Br&uuml;ssel im Vorjahr an die deutsche Landwirtschaft, fast 1,5 Milliarden davon gingen nach Bayern. Die gr&ouml;&szlig;ten Empf&auml;nger waren Molkereien, Zuckerproduzenten und Tiermastbetriebe. Kleinb&auml;uerliche Familienbetriebe finden sich unter den Gro&szlig;empf&auml;ngern hingegen nicht. Die h&ouml;chsten Subventionen erhielt der Bremer Nordmilch-Konzern (51 Millionen Euro), gefolgt von S&uuml;dzucker (42 Millionen) und dem Zuckerh&auml;ndler Pfeifer und Langen (17 Millionen). Das geht aus einer Liste hervor, welche die Bundesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft und Ern&auml;hrung am Montag ver&ouml;ffentlicht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt3m1\/wirtschaft\/395\/509525\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kreuze raus aus Schulen<\/strong><br>\nIn den Unionsparteien herrschte bis Montag helle Aufregung, weil die designierte nieders&auml;chsische Sozialministerin Ayg&uuml;l &Ouml;zkan (CDU) zwischenzeitlich f&uuml;r ein Kruzifixverbot an Schulen pl&auml;dierte &ndash; und damit f&uuml;r die Umsetzung eines Bundesverfassungsgerichtsurteils aus dem Jahr 1995.<br>\nKreuze haben demnach in Klassenzimmern nichts zu suchen. Eigentlich. Auch die Bundeswehr mit ihrem Balkenkreuz hat in den Schulen der BRD nichts verloren. Eigentlich. Tats&auml;chlich bel&auml;stigen sogenannte Jugendoffiziere der Armee immer h&auml;ufiger und immer mehr Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler. Mehrere Bundesl&auml;nder haben gar sogenannte Kooperationsvereinbarungen mit derkriegf&uuml;hrenden Truppe abgeschlossen. Die Friedensorganisation IPPNW (Internationale &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkriegs\/&Auml;rzte in sozialerVerantwortung) fordert nun die Kultusministerkonferenz auf, entsprechende Abkommen f&uuml;r ung&uuml;ltig zu erkl&auml;ren. Die Unterrichtung von Schulklassen in und au&szlig;erhalb von Schulen durch Milit&auml;rs sei unvereinbar mit dem Bildungsauftrag, hei&szlig;t es in einer am Montag verbreiteten Stellungnahme der 1985 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten &Auml;rztegruppe. Ihre deutsche Sektion z&auml;hlt etwa 7000 Mitglieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/04-27\/060.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Es geht nicht um Schmerz<\/strong><br>\nDas milit&auml;rische Begr&auml;bnisritual hat eine strikt legitimatorische Funktion. Denn keineswegs steht im Vordergrund, den Schmerz der Angeh&ouml;rigen zu lindern, den zu fr&uuml;hen Tod junger Leute zu beklagen. Diese Trauer wird politisch instrumentalisiert, sie wird missbraucht, um dem Tod auf dem Schlachtfeld einen h&ouml;heren Sinn zu geben. Sowenig es sich beim Soldatengel&ouml;bnis um ein hilfreiches, dabei harmloses Initiationsritual handelt, so wenig ist auch das feierliche Soldatenbegr&auml;bnis nur ein tr&ouml;stendes Ritual des &Uuml;bergangs. Beide sind militaristische Exerzitien. Und mit der rituellen Sinngebung wird die Frage weggedr&auml;ngt, welchen politischen Sinn eigentlich die Pr&auml;senz deutscher Truppen in Afghanistan hat. Schon mischen sich in die Ein&uuml;bung militaristischer Begr&auml;bnisrituale Drohungen an die Adresse der Kriegsgegner. Der Bundeswehr-Professor Wolffsohn unterstellt, sie w&uuml;rden &ldquo;unfreiwillig&rdquo; die Taliban unterst&uuml;tzen, wenn sie in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit die Zunahme von Soldaten-Opfern in Afghanistan thematisierten. Denn die Taliban betrachteten den Widerstand gegen den Krieg in den Krieg f&uuml;hrenden L&auml;ndern als wichtiges Element ihrer eigenen Kriegf&uuml;hrung. Von dieser Behauptung bis zur Rede vom Dolchsto&szlig; der intellektuellen Landesverr&auml;ter in der Heimat gegen die k&auml;mpfende Truppe ist es nur ein Schritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F04%2F26%2Fa0018&amp;cHash=cad5adbd1c\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Polizei nimmt in Rosarno &laquo;moderne Sklavenhalter&raquo; fest<\/strong><br>\nMit zahlreichen Festnahmen ist die Polizei im s&uuml;ditalienischen Rosarno am Montag gegen die organisierte Ausbeutung von Fl&uuml;chtlingen vorgegangen. Sondereinheiten nahmen am Montag im Rahmen der Operation &laquo;Migrantes&raquo; neun Personen fest.Weitere sieben Personen wurden unter Hausarrest gestellt und ihre Betriebe beschlagnahmt. Das berichteten italienische Medien. Insgesamt 20 Landwirtschaftsbetriebe und 200 Grundst&uuml;cke im Wert von 10 Millionen Euro seien in der Gegend um den kleinen Ort Rosarno an der Westk&uuml;ste n&ouml;rdlich von Reggio Calabria beschlagnahmt worden.<br>\nDen Festgenommenen werde die brutale Ausbeutung von ausl&auml;ndischen Tagel&ouml;hnern und Schwarzarbeit vorgeworfen, hiess es. Medien sprachen von &laquo;modernen Sklavenhaltern&raquo;. Im 16&rsquo;000 Einwohner z&auml;hlenden Rosarno leben je nach Erntezeit bis zu 5000 Immigranten &ndash; zum Grossteil aus Afrika. Bei Schwerstarbeit am Tag hausen sie nachts unter schlechtesten Bedingungen in ehemaligen Fabriken oder einfachen Baracken &ndash; ohne Matratzen, Licht und Heizung, oftmals mit nicht mehr als einer einzigen chemischen Toilette f&uuml;r 200 Menschen. Der durchschnittliche Verdienst liegt bei 20 Euro pro Tag, von denen die &ouml;rtliche Mafia in der Regel noch 5 Euro &laquo;Aufenthaltssteuer&raquo; einbehalte. &ndash; Rosarno war Anfang Januar durch einen Tagel&ouml;hneraufstand ins Scheinwerferlicht ger&uuml;ckt: Nach Protesten von rund 2000 zumeist afrikanischen Immigranten gegen ihre unmenschlichen Lebensbedingungen war es damals zu schweren Auseinandersetzungen zwischen den Einwanderern und der Bev&ouml;lkerung gekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/rosarno_1.5562083.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: (Keine) Finanzreform, Griechenland in der Krise, Totsparen der hessischen Hochschulen, Gorleben-Akten im Internet (KR)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5323","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5323","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5323"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5323\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5328,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5323\/revisions\/5328"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5323"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5323"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5323"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}