{"id":53264,"date":"2019-07-10T08:22:02","date_gmt":"2019-07-10T06:22:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264"},"modified":"2019-07-10T08:22:02","modified_gmt":"2019-07-10T06:22:02","slug":"hinweise-des-tages-3403","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h01\">Trauerspiel EU-Demokratie: Riesen oder Zwerge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h02\">Iran-Krise: Es gibt nur noch einen Millimeter Hoffnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h03\">EU: Nominierung von Ursula von der Leyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h04\">Rezo rockt die AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h05\">Wahlkampf ohne Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h06\">Arbeitszeitgesetz: Weniger Kontrollen, viele Verst&ouml;&szlig;e<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h07\">Entlassungsgrund: Frau! Und zu selbstbewusst!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h08\">Lidl, Rewe und Edeka im Oxfam-Check &ndash; Deutsche Superm&auml;rkte achten kaum auf Menschenrechte in der Produktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h09\">Wendeverlierer und Akademiker in Berlin &ndash; Abgeh&auml;ngt trotz des Booms<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h10\">Beim Zoll stauen sich Verdachtsmeldungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h11\">Baulandkommission: Den gro&szlig;en Wurf verpasst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h12\">Der neue Kolonialismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h13\">Der Gro&szlig;e US-Plan f&uuml;r den Nahen Osten &ndash; Teil 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h14\">Peking erz&uuml;rnt: US-Au&szlig;enministerium gibt gr&uuml;nes Licht f&uuml;r Waffenlieferungen an Taiwan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h15\">Cholera &ndash; Die Gei&szlig;el des Jemenkriegs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h16\">Venezuela: N&auml;chster Halt: Barbados<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h17\">Politiker als feste Zeitungskolumnisten: Ungute Mischung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53264#h18\">Der Ex-Volkswagen-Mitarbeiter L&uacute;cio Bellentani ist in S&atilde;o Paulo verstorben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Trauerspiel EU-Demokratie: Riesen oder Zwerge<\/strong><br>\nDas Europaparlament an einem historischen Scheideweg, nachdem die Staats- und Regierungschefs die Entscheidung der W&auml;hler nicht akzeptieren<br>\nDie europ&auml;ische Union ist &uuml;berhaupt keine Demokratie. Mit diesem Vorurteil k&auml;mpft Europa seit seiner Gr&uuml;ndung. Die Kritik wurde in den letzten Jahrzehnten immer leiser. Das Parlament hatte sich mehr Macht erk&auml;mpft &ndash; St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck. Es wird direkt von den B&uuml;rgern gew&auml;hlt. Und es hat echte Machtbefugnisse. Der Machtpoker &ndash; oder besser: das Trauerspiel &ndash; um die Besetzung der Kommissionsspitze befeuert die alten Vorurteile wieder. Und das nicht zu Unrecht.<br>\nAuf europ&auml;ischer B&uuml;hne wird ein Trauerspiel aufgef&uuml;hrt. Es tr&auml;gt den Titel: Kungler und Zwerge zerst&ouml;ren die Europ&auml;ische Demokratie. Der erste Akt beginnt im Fr&uuml;hjahr. Die Europawahlen stehen vor der T&uuml;r. Die beiden gro&szlig;en Parteifamilien in Europa tun das, was Parteien vor einer Wahl tun m&uuml;ssen. Sie stellen Spitzenkandidaten auf&hellip;<br>\nDas ist die ganz archaische Bedeutung einer Wahl. Der Gewinner der Wahl bekommt den Job.<br>\n(&hellip;) Nach der Wahl schl&auml;gt in Europa die Stunde der Kungler in den Hinterzimmern<br>\nDer zweite Akt des Dramas beginnt. Die europ&auml;ischen Vertr&auml;ge sehen ein zweistufiges Verfahren vor. Die Staats-und Regierungschefs der Mitgliedstaaten machen einen Vorschlag, wer Pr&auml;sident der Kommission werden soll. Das europ&auml;ische Parlament stimmt diesem Vorschlag zu &ndash; oder es lehnt den Vorschlag ab. Gegen den Willen des Parlaments, das direkt von den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern gew&auml;hlt ist, kann niemand Pr&auml;sident der Kommission werden.<br>\nMan darf es nicht besch&ouml;nigen: Die Staats- und Regierungschefs akzeptieren die Entscheidung der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler nicht. Das ist ein eigentlich unfassbarer Skandal, der die Grundlagen der Demokratie ersch&uuml;ttert. Europa hat ein immer schlechteres Image bei den B&uuml;rgern. Das (Vor)Urteil, Br&uuml;ssel sei viel zu weit weg von den B&uuml;rgern, ist nicht totzukriegen. Die skandal&ouml;se Politik von Macron und Co. bei der Besetzung der europ&auml;ischen Spitzenposten befeuert diese Meinung und spielt damit den antieurop&auml;ischen Populisten in die H&auml;nde&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Trauerspiel-EU-Demokratie-Riesen-oder-Zwerge-4465738.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: Das Parlament muss den Aufstand wagen<\/strong><br>\nF&uuml;r das Europaparlament hat die Woche der Wahrheit begonnen. Die neugew&auml;hlten Abgeordneten m&uuml;ssen sich entscheiden, ob sie Verteidigungsministerin Von der Leyen w&auml;hlen wollen &ndash; oder den Aufstand wagen.<br>\nBisher sieht es so aus, als w&uuml;rden sich die MEP damit abfinden, dass sie vom Europ&auml;ischen Rat &uuml;bergangen wurden &ndash; und dass mit VdL eine Politikerin antritt, die keine Spitzenkandidatin war.<br>\nDoch das sollten sie sich zweimal &uuml;berlegen, sagte Prof. Mich&egrave;le Knodt bei einer Podiumsdiskussion der B&ouml;ll-Stiftung in Frankfurt.<br>\nDie EU sei zwar keine parlamentarische Demokratie, so die anerkannte Europa-Expertin. Mit den Spitzenkandidaten h&auml;tten die Abgeordneten ihre Kompetenzen &ldquo;z&auml;rtlich &uuml;berdehnt&rdquo;.<br>\nDennoch sei es Zeit, dem Rat Kontra zu geben. Denn nur so k&ouml;nne das Parlament seine Rechte verteidigen. &ldquo;Wenn es jetzt keinen Aufstand wagt, dann hat das Parlament verloren&rdquo;, warnt Knodt.<br>\nAllerdings geht sie nicht so weit wie manche MEP, die gleich ein Initiativrecht oder eine radikale Klimawende fordern. Das Ziel sollte vielmehr ein interinstitutionelles Abkommen mit dem Rat sein.<br>\nDarin k&ouml;nnte dann ein &ldquo;Modus vivendi&rdquo; f&uuml;r die n&auml;chste Europawahl vereinbart werden. Die Sache hat allerdings einen Haken: Wer sagt denn, dass sich der Rat &uuml;berhaupt auf Verhandlungen einl&auml;&szlig;t?<br>\nDenkbar w&auml;re auch, dass die EU-Chefs bei einem &ldquo;Nein&rdquo; auf stur schalten und auf ihrem Recht zur Nominierung beharren. Bestenfalls k&ouml;nnten sie sich auf eine Reformkonferenz einlassen &ndash; nach der Best&auml;tigung von VdL.<br>\nEine solche Konferenz hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron bereits ins Gespr&auml;ch gebracht. Den Vorsitz k&ouml;nnte Ex-ALDE-Chef Guy Verhofstadt &uuml;bernehmen &ndash; ein &uuml;berzeugter F&ouml;deralist, genau wie VdL.<br>\nSollte es so weit kommen, dann h&auml;tte die verkorkste Europawahl am Ende wom&ouml;glich doch noch den Weg zu &ldquo;mehr Europa&rdquo; er&ouml;ffnet. Es w&auml;re eine neue paradoxe Wendung dieser paradoxen &ldquo;Union&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/das-parlament-muss-den-aufstand-wagen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Iran-Krise: Es gibt nur noch einen Millimeter Hoffnung<\/strong><br>\nIran will die Anreicherung von Uran schrittweise erh&ouml;hen. Die n&auml;chste Eskalations-Stufe im Konflikt mit den USA ist programmiert.<br>\nDass die iranische F&uuml;hrung irgendetwas als Antwort auf die willk&uuml;rlich verf&uuml;gte wirtschaftliche Strangulierung durch die USA und die finanzpolitische Impotenz Europas erfinden musste, ist nachvollziehbar. Aber musste es unbedingt der Beschluss sein, die Uran-Anreicherung zu erh&ouml;hen &ndash; muss der Iran nun nicht damit rechnen, dass auch die Europ&auml;er formell aus dem sogenannten Atomabkommen aussteigen und ihrerseits Sanktionen verh&auml;ngen?<br>\nUSA am l&auml;ngsten Hebel<br>\nDoch, das muss er, denn es bleibt den westeurop&auml;ischen Partnerl&auml;ndern (Gro&szlig;britannien, Frankreich, Deutschland) praktisch keine Wahl. Sp&auml;testens dann, wenn Iran noch einen weiteren Schritt weg vom Abkommen beschlie&szlig;t, m&uuml;ssen sie handeln, um glaubw&uuml;rdig zu bleiben.<br>\nAlle sind unter Zugzwang &ndash; nur einer ist es nicht: Donald Trump. Er kann die milit&auml;rische Macht der USA ebenso ausspielen wie die finanzpolitische Dominanz. Die dazu f&uuml;hrt, dass weltweit kein Unternehmen, egal ob privat oder staatlich, mit Iran gesch&auml;ften kann. Es sei denn, das betreffende Unternehmen, der betreffende Staat nehme den Verlust des USA-Gesch&auml;fts in Kauf. Wer will das schon? Das Gef&auml;lle zwischen Handel mit den USA (europ&auml;ischer Durchschnitt, gilt grob auch f&uuml;r die Schweiz) und Iran betr&auml;gt 90 zu eins. F&uuml;r dieses &laquo;eins&raquo; will kein Manager seine Firma aufs Spiel setzen.<br>\n(&hellip;) Hardliner bestimmen das Geschehen auf beiden Seiten<br>\nTrump scheint von der Idee, ja der &Uuml;berzeugung, besessen, er k&ouml;nne die Iraner durch Druck an einen Verhandlungstisch zwingen. Nur: Wor&uuml;ber sollten sie dann mit den (aus iranischer Sicht notorisch betr&uuml;gerischen) USA verhandeln?&hellip;<br>\nIn Iran ist, hinter den Kulissen, ein Machtkampf im Gang. Sogenannte Radikale (Kommandanten der Revolutionsw&auml;chter, also der wirklich wichtigen Einheiten bei den Streitkr&auml;ften, plus religi&ouml;s Konservative) wollen &laquo;N&auml;gel mit K&ouml;pfen&raquo; machen, d.h. den USA im Notfall eine Lehre erteilen&hellip;<br>\nKaum Spielraum f&uuml;r vermittelnde Diplomatie<br>\nUnd nun stellt sich, versuchsweise in Distanz von diesen &laquo;Personalien&raquo;, die Frage: Wo gibt es denn noch Spielraum f&uuml;r das, was man traditionell vermittelnde Diplomatie nannte?<br>\nSehr wenig, muss n&uuml;chtern erkannt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Iran-Krise-Es-gibt-nur-noch-einen-Millimeter-Hoffnung\">infosperber<\/a>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Der Iran wird nicht kapitulieren&rdquo;<\/strong><br>\nn-tv: Der Iran wird niemals eine Atombombe besitzen, sagt Donald Trump. Hei&szlig;t das, im Notfall wird er milit&auml;risch eingreifen?<br>\nMichael L&uuml;ders: Er h&auml;tte es ja fast im vorigen Monat schon getan, ist dann aber im letzten Moment wahrscheinlich vom Pentagon davon &uuml;berzeugt worden, dass ein solcher Angriff auf den Iran gravierende Konsequenzen haben k&ouml;nnte und nicht zuletzt seine eigene angestrebte Wiederwahl gef&auml;hrden k&ouml;nnte. Ein Angriff auf den Iran ist erst einmal vom Tisch. Die USA versuchen, den Iran wirtschaftlich in die Knie zu zwingen und gewisserma&szlig;en in die Kapitulation zu treiben. Das wird aber nicht geschehen. Die Iraner leiden zwar immens unter den US-Wirtschaftssanktionen. So ist etwa der Export des Erd&ouml;ls von rund 2,5 Millionen Barrel am Tag vor einem Jahr noch auf rund ein Zehntel geschrumpft. Das ist wirklich gravierend f&uuml;r die iranische Volkswirtschaft. Aber das Land wird nicht kapitulieren. Insoweit gibt es eigentlich keinen Ausweg aus der Krise, es sei denn, die Amerikaner sind bereit, wieder zum Atomabkommen zur&uuml;ckzukehren.<br>\nJetzt erkl&auml;rt aber der Iran, Uran st&auml;rker anzureichern als bisher vereinbart. &Auml;rgert das Land damit nicht die letzten Schlichter im Streit und Anh&auml;nger des Atom-Deals wie Japan oder die Europ&auml;ische Union?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Der-Iran-wird-nicht-kapitulieren-article21132362.html\">ntv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EU: Nominierung von Ursula von der Leyen<\/strong><br>\nAusgerechnet die in Berater-Aff&auml;ren verstrickte Aufr&uuml;stungs-Ministerin von der Leyen soll EU-Kommissionspr&auml;sidentin werden? Leider handelt es sich bei dieser Meldung nicht um Satire, sondern um reale Politik einer offensichtlich mehr als kaputten EU. Frau von der Leyen hat in Br&uuml;ssel inzwischen schon ein vorl&auml;ufiges B&uuml;ro bezogen und scheint gewillt, die anstehende Wahl im EU-Parlament f&uuml;r sich zu entscheiden. Auf Twitter habe ich kommentiert:<br>\n&bdquo;Eine Expertin f&uuml;r Beraterfirmen und dubiose Aufr&uuml;stungsprojekte, die schon mit ihrem Ministeramt heillos &uuml;berfordert war, soll jetzt den wichtigsten EU-Job bekommen? Dann Gute Nacht, #EU. Salvini und Co. werden sich freuen.&ldquo;<br>\nIch habe au&szlig;erdem in einer Pressemitteilung zu diesem Thema Stellung genommen. Mein Fazit: Die SPD kann und sollte die Berufung von der Leyens verhindern, sonst erweist sie Europa und der Demokratie einen B&auml;rendienst.<br>\nMehr zum Hintergrund von Ursula von der Leyen findest Du in dem folgenden empfehlenswerten Artikel auf den Nachdenkseiten.<br>\n&ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52955\">R&ouml;slein, R&ouml;slein, R&ouml;slein schwarz &ndash; warum von der Leyen eine Katastrophe f&uuml;r Europa w&auml;re<\/a>&rdquo;<br>\nDie Nominierung Ursula von der Leyens zur k&uuml;nftigen EU-Kommissionschefin ist ein Schlag ins Kontor. Der einstmals als Friedensprojekt gestarteten EU droht nun die Militarisierung und die endg&uuml;ltige Metamorphose zu einem Projekt der europ&auml;ischen Eliten; ein rechtes Projekt zumal, da von der Leyen auf die Stimmen von Afd, Le Pen, Salvini und Co. angewiesen sein d&uuml;rfte, um im Europaparlament eine Mehrheit zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktionsmail.team-sahra.de\/issues\/ursula-von-der-leyen-wird-kommissionsprasidentin-gute-nacht-eu-187037\">Team Sarah<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rezo rockt die AfD<\/strong><br>\n[&hellip;] Es gab keine Fakten zu Rezo, die ein politisches Komplott bewiesen oder auch nur nahelegten. Ich telefonierte herum und bekam einige interessante Informationen, allerdings nur hinter vorgehaltener Hand. Was da in den alternativen Medien und bei den Parteien abgehe (was f&uuml;r eine interessante Gruppe Gleichgesinnter sich da gebildet hatte!), sei der helle Wahnsinn. Weil man mit wahrheitsgem&auml;&szlig;en Antworten auf heftige Unterstellungen nichts erreicht habe, jede Erkl&auml;rung habe die wilden Thesen nur weiter angefacht, werde man es einfach bleiben lassen, etwas zu sagen. Es gab aber ein glasklares Dementi der Gr&uuml;nen, dass sie keine, keinerlei, niente Verbindung zu Rezo oder dem Video h&auml;tten. Und Leute, die den Blauhaarigen kannten, sagten, gegen die Zusicherung des Quellenschutzes, Rezo habe einen Uni-Abschluss als Informatiker und sei sehr wohl in der Lage eigenst&auml;ndig zu denken, zu recherchieren und Videos zu drehen. Ob ich meine Videos und Filme nur mit betreutem Recherchieren und mit visueller Unterst&uuml;tzung durch den Arbeitersamariterbund hinbek&auml;me? [&hellip;]<br>\nIch war sehr &uuml;berrascht, verh&ouml;rte mich selbst unter Androhung geradezu US-amerikanischer Befragungsmethoden, und versicherte mir umgehend, dass diese gequirlte Kaninchenkacke nur Teil eines Alptraumes sein k&ouml;nne. Vielleicht w&uuml;rde es helfen, aufzuwachen?<br>\nNein, das half nicht, denn im Diesseits hat Oliver Janich eine erstaunlich gro&szlig;e Anh&auml;ngerschaft. Und er hat Telegramgruppen. Eine hei&szlig;t Konterrevolution. Mit ihr dirigiert er seine Fan-Group in die Kommentarspalten der sozialen Medien.<br>\nJetzt werde ich dutzendfach gefragt, wieso ich Anh&auml;nger der heiligen Greta und der Klimakirche sei, ich sei doch sonst nicht als au&szlig;ergew&ouml;hnlich bescheuert aufgefallen, ob ich nur ahnungslos sei, geistig verwirrt, oder ob ich doch b&ouml;sartig manipulieren wolle? Ob ich nicht wisse, dass Umweltschutz und Klimaerw&auml;rmung strikt zu trennen sei, es eine Warmphase zur R&ouml;merzeit und im Mittelalter gab, dass Gr&ouml;nland Gr&uuml;nland bedeute, dass CO2 kein Gift sei, dass es immer schon Wandel im Klima gegeben habe und vieles mehr. Ob ich die genialen EIKE Videos nicht kenne? [&hellip;]<br>\nVorher w&uuml;rde ich noch gerne darauf verweisen, dass die AfD den Rezo Erfolg nachzuahmen versucht. Sie bauen gerade eine Anti-Greta in YouTube auf. Womit klar ist, dass sie nichts gegen die Methode &bdquo;PR-Star f&uuml;r die junge Generation&ldquo; haben, sondern nur auf Gretas Erfolg neidisch sind. Die Anti-Greta hei&szlig;t Naomi Seibt, ihre Mutter ist AfD Aktivistin, was man von ihrer Tochter auch behaupten kann, ohne zu l&uuml;gen. Die AfD in Gestalt der Bundestagsabgeorneten Nicole H&ouml;chst hat Naomi Seibt einen Preis f&uuml;r ein Mut-Gedicht verliehen, das bem&uuml;ht klingt, um es h&ouml;flich auszudr&uuml;cken, sprachlich begrenzte Eleganz abstrahlt und rhythmisch stark holpert. EIKE ist sich aber sicher, dass die Abiturientin eine gro&szlig;artige akademische Karriere vor sich hat. Na dann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-9-7-2019-rezo-rockt-die-afd\/\">Dirk Pohlmann bei KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wahlkampf ohne Wahl<\/strong><br>\nChristine Lagarde &ndash; Der eiskalte Charme der Bourgeoisie<br>\n(&hellip;) Nat&uuml;rlich steht Frau Lagarde nicht zur Wahl. Aber die beiden angeblichen Spitzenkandidaten f&uuml;r das Amt des Pr&auml;sidenten der EU-Kommission &ndash; Frans Timmermans und Manfred Weber &ndash; standen auch nicht zur Wahl und doch spendierte das ERSTE der F&auml;lschung einer Kampf-Kandidatur gute 90 Minuten: F&uuml;r eine &ldquo;Wahlarena zur Europawahl&rdquo;&hellip;<br>\nLagarde kommt aus einer der bourgeoisen Familien Frankreichs und aus dem Stall des &bdquo;American Field Service&ldquo;, einem Sch&uuml;ler-Austauschprogramm, das vom US-amerikanischen Politiker Abram Andrew gegr&uuml;ndet wurde. Fast folgerichtig arbeitete sie sp&auml;ter im B&uuml;ro von William Cohen, der auch mal Verteidigungsminister im Kabinett des US Pr&auml;sidenten Bill Clinton war. Mit dem n&auml;chsten Karrieresprung landete sie in der international t&auml;tigen Anwaltskanzlei Baker McKenzie, ein Laden mit mehr als 4.700 Rechtsanw&auml;lten und einem Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Dollar. Die Rede geht, dass Lagarde noch immer in dieser Kanzlei zur Durchsetzung von Konzerninteressen Partnerin ist. Da konnte es nicht ausbleiben, dass sie von 1995 bis 2002 Mitglied der Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS) wurde, wo sie gemeinsam mit Zbigniew Brzezi&#324;ski das Aktionskomitee USA-EU-Polen anf&uuml;hrte und sich speziell in der Arbeitsgruppe R&uuml;stungsindustrie USA-Polen bet&auml;tigte. Dass die EU bald eine Agentin des Milit&auml;risch-Industriellen Komplex als Pr&auml;sidentin ihrer Zentralbank inthronisieren wird, das sollte die Wege zur Finanzierung der EU-R&uuml;stungsprojekte deutlich verk&uuml;rzen.<br>\nNach einer Reihe von franz&ouml;sischen Ministerposten ergatterte Christine Lagarde im Juli 2011 den Job der gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Direktorin des IWF. Wie sch&ouml;n f&uuml;r die Schwester der Finanzmacht, dass sie ihr Jahresgehalt von 467.940 Dollar plus einer pauschalen Aufwandsentsch&auml;digung in H&ouml;he von 83.760 Dollar nicht versteuern musste. Immer noch sitzt die Unbesteuerte auf einer Liste von griechischen Steuerfl&uuml;chtigen, die ihr der damalige griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou r&uuml;bergeschoben hat und schweigt eisern. Und nat&uuml;rlich ist die k&uuml;nftige EZB-Chefin auch vorbestraft: Im Fall der betr&uuml;gerischen Entsch&auml;digungszahlung in H&ouml;he von 403 Millionen Euro an den franz&ouml;sischen Gesch&auml;ftsmann Bernard Tapie w&auml;re von einer ordentlichen Justiz l&auml;ngst Beugehaft f&auml;llig gewesen&hellip;.<br>\nAber so korrupt die EU auch sein mag, von den deutschen Medien bleibt sie unbehelligt. Der STERN titelt unger&uuml;hrt: &ldquo;Christine Lagarde und Ursula von der Leyen &ndash; zwei starke Frauen f&uuml;r Europa&rdquo;, der SPIEGEL wei&szlig; von der Lagarde als &ldquo;die bessere Partie&rdquo; zu texten, die TAGESSCHAU nennt sie glatt &ldquo;Krisenmanagerin mit Charme&rdquo; und die FAZ faselt &ldquo;Ein neuer Anfang mit Lagarde&rdquo;, als ob es sich bei Lagarde nicht um die Fortsetzung der bekannten EU-B&uuml;rokratur handeln w&uuml;rde, jener antidemokratischen Verschw&ouml;rung der Eliten gegen die Insassen der Europ&auml;ischen Union&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/wahlkampf-ohne-wahl.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitszeitgesetz: Weniger Kontrollen, viele Verst&ouml;&szlig;e<\/strong><br>\n(&hellip;) In vielen Bundesl&auml;ndern ist die Zahl der Aufsichtsbeamten f&uuml;r die Einhaltung der Arbeitsschutzgesetze r&uuml;ckl&auml;ufig. Auch die Zahl der Kontrollen zur Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes ist zum Teil deutlich zur&uuml;ckgegangen.<br>\nDie Zahl der Aufsichtsbeamten ist von 2017 zu 2018 in acht Bundesl&auml;ndern gesunken, in sechs Bundesl&auml;ndern gleichgeblieben oder gestiegen (f&uuml;r zwei Bundesl&auml;nder liegen keine vergleichbaren Zahlen vor). Im F&uuml;nf-Jahres-Vergleich (2013-2018) ist die Zahl der Aufsichtsbeamten sogar in zehn Bundesl&auml;ndern gesunken.<br>\nDie Zahl der Kontrollen des Arbeitszeitgesetzes ist im Jahr 2018 im Vergleich zu 2017 in neun Bundesl&auml;ndern gesunken und in sieben Bundesl&auml;ndern angestiegen. Im F&uuml;nf-Jahres-Vergleich ist die Zahl der Kontrollen sogar in elf Bundesl&auml;ndern gesunken, in sechs Bundesl&auml;ndern sogar um &uuml;ber 40 Prozent. Zahlen zur Kontrolldichte (Verh&auml;ltnis Kontrollen und zu kontrollierende Betriebe), die nur f&uuml;r wenige Bundesl&auml;nder vorliegen, reichen von 0,3 bis 3,17 Prozent.<br>\n(&hellip;) Dazu erkl&auml;rt Susanne Ferschl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE:<br>\n&bdquo;Der Schutz des Arbeitszeitgesetzes steht f&uuml;r die Besch&auml;ftigten nur auf dem Papier. Denn ganz offensichtlich fehlt dieser Regierung der politische Wille, die Durchsetzung ihrer eigenen Gesetze durch Kontrollen auch sicherzustellen. Da kommt das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs zur Arbeitszeiterfassung genau zur rechten Zeit &ndash; das zeigen allein die aufgebrachten Reaktionen der Unternehmensverb&auml;nde, die vor &Uuml;berwachung und Kontrolle warnen. Vertrauen ist zwar gut, aber bei der Arbeitszeit ist angesichts von Millionen unbezahlter &Uuml;berstunden Kontrolle offenbar doch besser. Denn zu lange Arbeitszeiten machen krank.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/arbeitszeitgesetz-weniger-kontrollen-viele-verstoesse\/\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Entlassungsgrund: Frau! Und zu selbstbewusst!<\/strong><br>\nWie Arbeitgebervertreter in der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit eine ihnen nicht mehr genehme Vorst&auml;ndin abservieren wollen.<br>\nShowdown am kommenden Freitag.<br>\nEine Verwaltungsratssitzung in N&uuml;rnberg geh&ouml;rt &uuml;blicherweise nicht zu den Terminen, die Aufsehen erregen. Verwaltungsrat &ndash; das klingt nach B&uuml;rokratie und gehobener Langeweile. Das mag bisweilen auch so sein. Aber am kommenden Freitag, wenn der Verwaltungsrat der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit tagt, ist das anders. Da geht es nicht nur, wie sonst, um die Arbeitslosenstatistik und um die Finanzlage der Agentur; da geht es um Macht, um viel Macht, und darum, wer sich dieser Macht wann und wie bedienen darf. Hauptakteur in diesem Machtspiel ist Peter Clever, 64 Jahre alt, Mitglied der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrung der BdA, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde. Er ist der Vertreter der Arbeitgeber im Verwaltungsrat der Bundesagentur und dort deren Sprecher.<br>\nPeter Clever will in der Verwaltungsratssitzung am 12. Juli seine Frau loswerden. Nun ist der Verwaltungsrat der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit kein Familiengericht, bei dem solche Scheidungen &uuml;blicherweise verhandelt werden. Dieser Verwaltungsrat ist ein Gremium vergleichbar dem Aufsichtsrat bei einem Wirtschaftsunternehmen; es kontrolliert also den Vorstand. Und in diesem Vorstand sitzt seit gut zwei Jahren eine Frau namens Valerie Holsboer, eine selbstbewusste Juristin, 42 Jahre alt, hochgelobt. Sie geht aber, wie man so sagt, dem 64-j&auml;hrigen Verbandsfunktion&auml;r Clever auf den Zeiger, sie ist ihm zu souver&auml;n, agiert offenbar nicht so, wie er das will; sie st&ouml;rt seine Kreise und die Art, wie er sie seit jeher zu ziehen gewohnt ist.<br>\n(&hellip;) Jeder bedient seine Interessen<br>\nWenn dieses R&auml;nkespiel Aussicht auf Erfolg hat, liegt das an den Besonderheiten der sogenannten Selbstverwaltung der Bundesagentur, die bisweilen eher einer Selbstbedienung &auml;hnelt. Verfassungsrechtler halten diese spezielle Selbstverwaltung, die von den Vertretern der Gewerkschaften und den Vertretern der Arbeitgeber ausge&uuml;bt wird, f&uuml;r verfassungswidrig &ndash; weil demokratisch nicht legitimiert.<br>\nAber weder die Arbeitgeber noch Gewerkschaften haben ein Bed&uuml;rfnis, daran etwas zu &auml;ndern: Jeder schickt seine Leute in den Verwaltungsrat, jeder bedient damit seine Interessen; und es gibt die stillschweigende Vereinbarung, dass jede Seite die andere nach Gutd&uuml;nken dabei gew&auml;hren l&auml;sst&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundesagentur-fuer-arbeit-verwaltungsrat-valerie-holsboer-1.4515354\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lidl, Rewe und Edeka im Oxfam-Check &ndash; Deutsche Superm&auml;rkte achten kaum auf Menschenrechte in der Produktion<\/strong><br>\nDie Bilanz deutscher Superm&auml;rkte im Oxfam-Check ist verheerend: In ihren globalen Lieferketten spielen Schutz von Arbeitern, Zulieferern und Frauen kaum eine Rolle. Aldi S&uuml;d macht Fortschritte &ndash; allerdings nicht ganz freiwillig.<br>\nDie Entwicklungshilfeorganisation Oxfam wirft deutschen Supermarktketten vor, zu wenig gegen Menschenrechtsverletzungen bei der Herstellung ihrer Waren zu tun. Zwar h&auml;tten sich Aldi, Rewe und Lidl bei einer Untersuchung im Vergleich zum Vorjahr ein bisschen verbessert &ndash; aber &ldquo;Leid, Ausbeutung und Diskriminierung sind in den Lieferketten deutscher Superm&auml;rkte an der Tagesordnung&rdquo;, kritisiert Oxfam. Die Superm&auml;rkte m&uuml;ssten &ldquo;endlich handeln und daf&uuml;r sorgen, dass nicht andere die Rechnung f&uuml;r unseren Einkauf zahlen&rdquo;, fordert Oxfam-Expertin Franziska Humbert.<br>\nDie Organisation nahm zum zweiten Mal Superm&auml;rkte in Deutschland, Gro&szlig;britannien, den USA und den Niederlanden und ihren Umgang mit Menschenrechten unter die Lupe. In vier Kategorien konnten die Supermarktketten Pluspunkte sammeln:\n<ul>\n<li>Transparenz,<\/li>\n<li>Rechte von Arbeitern,<\/li>\n<li>Umgang mit Kleinbauern,<\/li>\n<li>Frauenrechte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Oxfam gibt an, sich dabei an den Leitprinzipien der Uno f&uuml;r Wirtschaft und Menschenrechte zu orientieren. Die Daten f&uuml;r die Bewertung holte sich Oxfam aus &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Informationen in Nachhaltigkeitsberichten und auf Websites, wo die Unternehmen Handlungsgrunds&auml;tze, Projekte und Ma&szlig;nahmen beschreiben. Die tats&auml;chliche Praxis der Superm&auml;rkte und einzelne F&auml;lle von Menschenrechtsverletzungen in Anbaul&auml;ndern &uuml;berpr&uuml;fte Oxfam nicht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/aldi-lidl-rewe-edeka-supermaerkte-achten-kaum-auf-menschenrechte-a-1275508.html\">SPON<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wendeverlierer und Akademiker in Berlin &ndash; Abgeh&auml;ngt trotz des Booms<\/strong><br>\nBerlin war einst die Hauptstadt der Arbeitslosen, vor allem in den Ostbezirken. Heute ist die Teilung der Stadt auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr sichtbar. Aber viele Menschen mit DDR-Biografien blieben auf der Strecke &ndash; und nicht nur die. Von Anna Bayer und Daniel Donath.<br>\n(&hellip;) Mit dem Mauerfall brach auch das Wirtschaftsmodell der ehemaligen DDR zusammen. Staatliche Betriebe in Ost-Berlin, die einst tausende Mitarbeiter besch&auml;ftigten, mussten in k&uuml;rzester Zeit ihre Pforten schlie&szlig;en. Viele dieser sogenannten Volkseigenen Betriebe (VEB) waren auf dem internationalen Markt nicht mehr konkurrenzf&auml;hig. Der Personalstock war aufgebl&auml;ht und die Technologien veraltet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2019\/06\/armut\/armut-berlin-ddr-biografien-arbeitsmarkt.html?utm_source=pocket-newtab\">rbb 24<\/a>\n<p><em><strong>Treffende Anmerkungen unseres Lesers M.J:<\/strong> (&hellip;) Die L&uuml;gen und Unwahrheiten, die hier schon im ersten Absatz als &bdquo;Wie jeder wei&szlig;&ldquo;-Evidenzen verabreicht werden, werde ich inzwischen nirgends mehr stehen und durchgehen lassen.<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Das Wirtschaftsmodell der DDR brach&ldquo; nicht &bdquo;mit dem Mauerfall&ldquo; zusammen, sondern mit der von den Allermeisten &ndash; u.a. der SPD unter Oskar Lafontaine und auch von der Bundesbank &ndash; heftig kritisierten W&auml;hrungsunion am 01.07.1990. Es ist auch nicht wahr, was Richard Schr&ouml;der (SPD) etc. immer behaupten: Da&szlig; die Binnenwirtschaft schlicht mangels Nachfrage kollabierte. Die Einrichtungen des Einzelhandels waren aufgrund eines gewissen Chaos bei der HO und der Konsum-Genossenschaft schlicht von reisenden Vertretern erpresst worden &ndash; die WU war eine einzige &Uuml;ber-Nacht-Markterschlie&szlig;ung f&uuml;r West-Schund. Au&szlig;erdem war das R&uuml;ckgrat der DDR-&Ouml;konomie nicht der Binnenverbrauch, sondern der Export. Helmut Kohl und seine Entourage haben die WU (&uuml;brigens: 2:1, wor&uuml;ber auch immer gelogen wird!) gegen heftige Warnungen Gorbatschows bei den 2+4-Verhandlungen brutalstm&ouml;glich durchgezogen und damit den RGW-Au&szlig;enhandel &uuml;ber Nacht zum Erliegen gebracht. Die Lieferketten innerhalb der Kombinate waren durch die West-Mark &uuml;ber Nacht zerst&ouml;rt worden, eine &Uuml;berleitung in marktwirtschaftliches Bilanzieren somit gar nicht mehr m&ouml;glich.<\/em><\/p>\n<p><em>Heerscharen an Gl&uuml;cksrittern durchstreiften in den besoffenen Monaten nach der WU den &bdquo;Wilden Osten&ldquo; und machten alles, dessen sie habhaft werden konnten, zu Ramsch. Was marode war, wurde nicht etwa saniert, sondern abgewickelt (Ausnahme: Immobilien). Lobbyisten rannten dem Kanzleramt die T&uuml;ren ein, um gerade die wettbewerbsf&auml;higen, auf m&ouml;glichst hohe Aussto&szlig;zahlen kalibrierten VEB und Kombinate mit der Drohung &bdquo;Arbeitspl&auml;tze (im heimischen Westen)!&ldquo; politisch gesteuert zu zerst&ouml;ren (Glas, D&uuml;ngemittel, Stahl, Maschinen, Schiffbau, Minol).<\/em><\/p>\n<p><em>Wor&uuml;ber die Kr&auml;fte des West-Imperialismus und der Konterrevolution auch immer l&uuml;gen, ist die Verschuldungssituation bei &Ouml;ffentlicher Hand, Versorgungs- und Produktionsbetrieben in der DDR; dar&uuml;ber kann man sich bei Dirk Labs und anderswo belesen.<\/em><\/p>\n<p><em>Der n&auml;chste Punkt betrifft die Abfederung dieser brutalstm&ouml;glichen Zerst&ouml;rung, die &ndash; gegen Schr&ouml;der &amp; Co. &ndash; in Polen und der CSSR als den Vergleichsma&szlig;st&auml;ben der DDR so eben nicht stattgefunden hat. Um die Ossis da zu halten, wo sie sa&szlig;en, und nur die jungen, qualifizierten und fertilen (!!!) abzuwerben, kaufte Kohl massiv W&auml;hlerstimmen, v.a. bei der Umstrukturierung der Landwirtschaft. Die allerallermeisten LPG-Mitglieder wurden mit einer l&auml;cherlichen Altersgrenze in den Vorruhestand verabschiedet. Quasi Westgeld f&uuml;rs Nicht-mehr-Arbeiten. Gedankt wurde es mit Wahlsiegen der CDU im Osten, wo sie sich die Bauernpartei und eben die Masse der Vorruhest&auml;ndler eingekauft hatte. Wer damals zu jung war, blieb allerdings in Sozialhilfe, ABM und sp&auml;ter Hartz-IV sitzen &ndash; ohne die Chance, durch Arbeitsmigration nochmal auf den Zweig zu kommen, weil Transferempf&auml;nger bis heute nicht den Wohnsitzlandkreis verlassen d&uuml;rfen &ndash; noch nicht einmal zu Bewerbungsgespr&auml;chen! Auch das unterscheidet den Ossi von Polen und Rum&auml;nen in der &bdquo;sch&ouml;nen neuen Welt&ldquo; der &bdquo;Freiz&uuml;gigkeit des Humankapitals&ldquo;. Arbeit mu&szlig; man sich erstmal leisten k&ouml;nnen!<\/em><\/p>\n<p><em>(&hellip;) Das war kein &uuml;bles Schicksal und keine Nachwirkung der &bdquo;unf&auml;higen&ldquo; DDR-&Ouml;konomie, sondern es war ein bewu&szlig;t gewollter und gesteuerter sozio&ouml;konomischer und politischer Proze&szlig;! Der sich mit dem Durchschlagen des Neoliberalismus unter der letzten SPD-Regierung &ndash; Privatisierung der Daseinsvorsorge, Abschaffung der Tarifbindung usw. &ndash; nochmals verst&auml;rkte&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em>(Der RBB) &hellip;schreibt (und sendet) die &uuml;blichen kolonialen Gewinner-L&uuml;gen weiter&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> &bdquo;Wendeverlierer&ldquo;, wenn ich sowas blo&szlig; h&ouml;re! Das ist neoliberaler Neusprech, so als wenn die Betroffenen halt eine Pechstr&auml;hne gehabt h&auml;tten, f&uuml;r die keiner kann. Eine verantwortungsvolle Politik h&auml;tte von Anfang an daf&uuml;r sorgen m&uuml;ssen, dass es bei der Wiedervereinigung nur Wendegewinner gegeben h&auml;tte. Leider gab es nach der &bdquo;Wende&ldquo; in der DDR aber weit mehr Wendeverlierer als Wendegewinner. Und das war von Anfang an so geplant. Wendegewinner waren einzig und allein die westdeutschen &bdquo;Investoren&ldquo;, die die Filetst&uuml;cke aus den DDR-Betrieben nicht nur geschenkt bekamen, sonders obendrauf noch Geld auf die Kralle als &bdquo;Anschubfinanzierung&ldquo; kassierten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Beim Zoll stauen sich Verdachtsmeldungen<\/strong><br>\nDeutschlands bedeutendste Einrichtung im Kampf gegen Geldw&auml;sche, die Financial Intelligence Unit (FIU) des Zolls, hat einen H&ouml;chststand an offenen Geldw&auml;sche-Verdachtsmeldungen zu verzeichnen.<br>\nAus der Antwort auf eine Anfrage der Partei die Linke, die dem NDR exklusiv vorliegt, geht hervor, dass im Mai 2019 mehr als 36.000 Meldungen &uuml;ber m&ouml;glicherweise strafbare Geldgesch&auml;fte bei der Beh&ouml;rde nicht oder nicht abschlie&szlig;end bearbeitet waren. Das ist der gr&ouml;&szlig;te R&uuml;ckstau, der je erfasst worden ist.<br>\nDer Bundestagsabgeordnete der Linken, Fabio De Masi, bezeichnet die FIU angesichts des R&uuml;ckstaus von Zehntausenden Meldungen als &ldquo;Krisenherd der Geldw&auml;schebek&auml;mpfung&rdquo;. &ldquo;Schmutzige Gelder gehen den Strafverfolgern durch die Lappen, weil die Beh&ouml;rde &uuml;berfordert ist. Das ist ein Versagen der Bundesregierung und ein Sicherheitsrisiko, denn es geht auch um Terrorgelder&rdquo;, sagte De Masi dem NDR. Er fordert von Bundesfinanzminister Olaf Scholz einen umfassenden Masterplan zur Bek&auml;mpfung von Geldw&auml;sche in Deutschland. (&hellip;)<br>\nBanken, Finanzdienstleister und H&auml;ndler von Immobilien oder Luxusg&uuml;tern melden bei der FIU, wenn ihnen eine Transaktion verd&auml;chtig vorkommt. Dazu sind sie gesetzlich verpflichtet. Die FIU bewertet diese Meldungen dann und leitet, bei entsprechenden Verdachtsmomenten, die Informationen an die zust&auml;ndigen Polizeibeh&ouml;rden weiter. So soll Geldw&auml;sche und Terrorismusfinanzierung verhindert werden. Im ersten Quartal 2019 gingen bei der FIU im Schnitt rund 9500 Meldungen im Monat ein.<br>\nGeldw&auml;sche-Bek&auml;mpfung war lange Zeit Aufgabe des Bundesinnenministeriums, bis Scholz&lsquo; Vorg&auml;nger Wolfgang Sch&auml;uble die Zust&auml;ndigkeit im Sommer 2017 zum Zoll und damit in das Bundesfinanzministerium verlagerte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr\/geldwaesche-verdachtsmeldungen-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr De Masi von der Linkspartei bringt es auf den Punkt. Auch dieser Sachverhalt verdeutlicht die Fehlleistungen des Herrn Sch&auml;uble als Bundesfinanzminister. Und Herr Scholz hat es &ndash; zumindest bislang &ndash; vers&auml;umt, f&uuml;r erfolgreiche Abhilfe zu sorgen. Vermutlich d&uuml;rfte die R&uuml;ckf&uuml;hrung der entsprechenden Aufgaben zum Bundesinnenministerium erforderlich sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Baulandkommission: Den gro&szlig;en Wurf verpasst<\/strong><br>\nAnfang Juli hat die Kommission &ldquo;Nachhaltige Baulandgewinnung und Bodenpolitik&rdquo; ihre Ergebnisse vorgestellt. Gewerkschaften waren dort nicht vertreten &ndash; und am Status Quo der Bodenpolitik wurde nicht ger&uuml;ttelt. Dabei w&auml;re genau das dringend n&ouml;tig gewesen: Die steigenden Bodenpreise sind ma&szlig;geblich daf&uuml;r verantwortlich, dass die Wohnkosten immer weiter durch die Decke gehen.<br>\nMehrgeschossige Neubauten hinter einem Bauplatz<br>\nAm 2. Juli stellten die politischen Vertreter\/-innen in der Kommission &bdquo;Nachhaltige Baulandgewinnung und Bodenpolitik&ldquo; ihre Ergebnisse der &Ouml;ffentlichkeit vor. Bereits im Koalitionsvertrag ist festgelegt, dass in der Bodenpolitik keine weiteren Eingriffe in das Eigentumsrecht vorgesehen sind. Auch die Zusammensetzung der Kommission lie&szlig; wenig progressives Vermuten: F&uuml;nf Vertreter\/-innen der Immobilienlobby und ein Vertreter des Mieterbundes sa&szlig;en sich gegen&uuml;ber. Vertreter\/-innen von Gewerkschaften waren &ndash; trotz anderslautender Pressemitteilung des BMI &ndash; nicht Teil der Kommission. Am Status Quo der Bodenpolitik wurde nicht ger&uuml;ttelt; der gro&szlig;e Wurf blieb aus.<br>\nDie Reichsten der Reichen profitieren<br>\nEin solcher Wurf w&auml;re angesichts der steigenden Bodenpreise (in vielen St&auml;dten um mehr als 150% zwischen 2013 und 2017) jedoch dringend notwendig. Die Steigerung der Bodenpreise ist ma&szlig;geblich daf&uuml;r verantwortlich, dass kaum noch bezahlbare Wohnungen gebaut werden k&ouml;nnen und die Wohnkosten immer weiter durch die Decke gehen. Von diesen leistungslosen Wertsteigerungen des Bodens profitieren vor allem die Reichsten der Reichen. Das bleibt auch in Zukunft so. Zus&auml;tzliche Instrumente zur verbesserten Absch&ouml;pfung von Bodenwertsteigerungen, durch Planungsma&szlig;nahmen oder andere Aufwertungsma&szlig;nahmen der &ouml;ffentlichen Hand, sind dem Papier nicht zu entnehmen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++768710e0-a247-11e9-8e56-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der neue Kolonialismus<\/strong><br>\nEs ist kein Zufall, dass gerade jetzt ein angeblich historisches &laquo;Freihandels&raquo;-Abkommen zwischen der Europ&auml;ischen Union und dem Mercosur angek&uuml;ndigt wird: Europas Regierungen, angef&uuml;hrt von Angela Merkel, haben die politische Schw&auml;che Argentiniens und Brasiliens gnadenlos ausgenutzt, um die Rekolonialisierung S&uuml;damerikas weiter voranzutreiben. Sollte der erst in Umrissen bekannte Deal tats&auml;chlich den Ratifizierungsmarathon in den europ&auml;ischen Parlamenten bew&auml;ltigen, w&auml;re das vor allem ein Triumph der transnationalen Konzerne und ihrer Profitlogik; Menschenrechte und Umweltschutz blieben rhetorisches Beiwerk.<br>\nIn der internationalen Arbeitsteilung spielt Lateinamerika seit 1492 &uuml;berwiegend die Rolle des Rohstofflieferanten. Genau darauf sollen Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay nach den Emanzipationsversuchen des 20. und fr&uuml;hen 21. Jahrhunderts wieder und m&ouml;glichst f&uuml;r immer festgenagelt werden. Von der schrittweisen Senkung der Zollschranken profitieren in S&uuml;damerika bestenfalls das Agrobusiness und der Importsektor; Kleinb&auml;uer*innen, Indigene und Arbeiter*innen bezahlen die Rechnung mit der weiteren Zerst&ouml;rung ihrer Lebensgrundlagen und der Aush&ouml;hlung ihrer Rechte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blogs.taz.de\/latinorama\/2019\/07\/07\/der-neue-kolonialismus\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Gro&szlig;e US-Plan f&uuml;r den Nahen Osten &ndash; Teil 2<\/strong><br>\nDonald Trump hat mit seinem gro&szlig;en US-Plan f&uuml;r den Nahen und Mittleren Osten die Spaltung in der arabischen Welt vertieft. Seine einseitige Parteinahme f&uuml;r Israel hat die arabische Welt an den Rand eines neuen, gro&szlig;en Krieges gef&uuml;hrt.<br>\nvon Karin Leukefeld<br>\nEin &ldquo;besserer Frieden als Ihr Euch je habt vorstellen k&ouml;nnen&rdquo; sollte der &ldquo;Jahrhundertdeal&rdquo; werden, hat US-Pr&auml;sident Donald Trump Israel versprochen. Ein Deal, mit dem Frieden zwischen Israel und den Pal&auml;stinensern geschaffen werden sollte. Doch nun ist der politische Plan, wenn er &uuml;berhaupt existiert, auf Eis gelegt. Und der wirtschaftliche Teil bringt die reichen Golfstaaten und Israel zusammen. Von den Pal&auml;stinensern werden daf&uuml;r lediglich Land, Ressourcen und Arbeitskr&auml;fte gebraucht.<br>\nEtwa 300.000 US-Amerikaner leben in Israel und sind in den USA wahlberechtigt. Rund 60.000 von ihnen leben in Siedlungen in der von Israel 1967 besetzten Westbank (Westjordanland). Der Bau dieser Siedlungen ist v&ouml;lkerrechtlich illegal. Dennoch ist die Zahl der Siedler seit 1967 auf mehr als 500.000 gestiegen.<br>\nDie amerikanischen Israelis sind in den USA wahlberechtigt und 2016 warb der damalige Pr&auml;sidentschaftskandidat Donald Trump (erfolgreich!) um ihre Stimmen.<br>\n(&hellip;) Mit dem neuen US-Pr&auml;sidenten Donald Trump h&auml;tten sich &ldquo;die Spielregeln ge&auml;ndert&rdquo;, sagte der stellvertretende B&uuml;rgermeister von Jerusalem Meir Turgeman damals vor Journalisten. Obama habe Israel die H&auml;nde gebunden, aber &ldquo;jetzt k&ouml;nnen wir endlich bauen.&rdquo;<br>\nAnders als f&uuml;r seine Vorg&auml;nger seit 1967 waren und sind f&uuml;r Donald Trump die Siedlungen in den besetzten pal&auml;stinensischen Gebieten &ldquo;kein Hindernis f&uuml;r den Frieden&rdquo;&hellip;<br>\nUN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres zeigte sich irritiert von den &Auml;u&szlig;erungen und warnte Trump, dass es zur Zwei-Staaten-L&ouml;sung keine Alternative g&auml;be. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, versuchte Guterres zu beruhigen: &ldquo;Wir unterst&uuml;tzen vollkommen die Zwei-Staaten-L&ouml;sung&rdquo;, sagte sie. &ldquo;Aber wir denken auch &uuml;ber den Tellerrand hinaus.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/89862-grosse-us-plan-fur-nahen\/?utm_source=browser&amp;utm_medium=push_notifications&amp;utm_campaign=push_notifications\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Peking erz&uuml;rnt: US-Au&szlig;enministerium gibt gr&uuml;nes Licht f&uuml;r Waffenlieferungen an Taiwan<\/strong><br>\nDas angespannte Verh&auml;ltnis der USA zu China wird einer weiteren Belastungsprobe ausgesetzt: Das US-Au&szlig;enministerium genehmigte die Ausfuhr von Milit&auml;rger&auml;t in Milliardenh&ouml;he an Taiwan. Peking betrachtet dies als Unterst&uuml;tzung der Bestrebungen Taiwans nach Unabh&auml;ngigkeit.<br>\nWashington hat gr&uuml;nes Licht gegeben, Taiwan mit US-Milit&auml;rg&uuml;tern im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar zu beliefern, einschlie&szlig;lich Panzern und Boden-Luft-Raketen. Die Ma&szlig;nahme verst&ouml;&szlig;t gegen die von Peking verfolgte Ein-China-Politik, laut der Taiwan zu China geh&ouml;rt.<br>\n(&hellip;) &ldquo;China lehnt Waffenverk&auml;ufe der USA an Taiwan entschieden, konsequent und unmissverst&auml;ndlich ab&rdquo;, erkl&auml;rte auch der Sprecher des Au&szlig;enministeriums Geng Shuang. Er warnte Washington davor, &ldquo;den bilateralen Beziehungen sowie dem Frieden und der Stabilit&auml;t in der Taiwan-Stra&szlig;e [Meerenge zwischen China und Taiwan, Anm. d. R.] schweren Schaden zuzuf&uuml;gen&rdquo;.<br>\nDie Beziehungen zwischen Peking und Taipeh haben sich verschlechtert, seit die taiwanesische Pr&auml;sidentin Tsai Ing-wen im Mai 2016 ihr Amt angetreten hat. China vermutet, dass die Pr&auml;sidentin mit der Unterst&uuml;tzung Washingtons die formale Unabh&auml;ngigkeit des Inselstaats anstrebt, auf die ihr Amtsvorg&auml;nger Chen Shui-bian noch verzichtet hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/asien\/90024-peking-erzurnt-us-aussenministerium-gibt\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Cholera &ndash; Die Gei&szlig;el des Jemenkriegs<\/strong><br>\nIm Jemen wird die Welt Zeugin der verheerendsten Choleraepidemie, die je in der Menschheitsgeschichte erfasst wurde &ndash; ein weiteres der vielen Superlative, mit denen wir es im Kontext des Jemenkriegs zu tun haben. Bis April 2019, so die j&uuml;ngsten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation, wurden mehr als 1,7 Millionen Verdachtsf&auml;lle auf Cholera erfasst, und fast dreieinhalb Tausend cholerabedingte Todesf&auml;lle registriert.<br>\nDie Epidemie begann im Oktober 2016 in der von den Houthi-Rebellen kontrollierten Hauptstadt Sana&rsquo;a und resultierte in zun&auml;chst rund 25 Tausend infizierten Personen. Diese erste kleinere Welle schw&auml;chte zum Fr&uuml;hjahr 2017 hin ab und Hoffnungen keimten auf, das Gr&ouml;bste sei &uuml;berstanden. Doch ab Ende April kam es zu einer regelrechten Explosion an Neuinfektionen, mit Tausenden neuen Infektionen jeden Tag &ndash; mit dem Peak Ende Juni des Jahres.<br>\nNach einem Abflauen im ersten Halbjahr 2018 kam es im Sommer erneut zu einem drastischen Anstieg der Neuinfektionen, was meiner Einsch&auml;tzung nach eine direkte Folge der Gro&szlig;offensive der Saudi-Emirate-Koalition auf die Hafenstadt Hodeida war &ndash; der buchst&auml;blichen Lebensader des Jemen mit dem mit Abstand wichtigsten Industriehafen des Landes &ndash; die Mitte Juni des Jahres ihren Anfang nahm. Im Fr&uuml;hjahr 2019 ereignete sich eine weitere Welle mit Hunderttausenden Neuinfektionen vor nur ein paar Wochen &ndash; und Dutzenden neuen Infektionen in den Minuten, in denen ich hier spreche.<br>\nVor dem Ausbruch im Jemen hielt Haiti den traurigen Rekord der gr&ouml;&szlig;ten Choleraepidemie der modernen Aufzeichnungen, als Folge des Jahrhunderterdbebens 2010. In der ebenfalls bis heute andauernden Epidemie infizierten sich in den ersten sieben Jahren knapp eine Dreiviertelmillion Menschen &ndash; eine Zahl, die im Jemen in nur einem halben Jahr durchbrochen wurde. Um diese beiden Trag&ouml;dien in Perspektive zu setzen: Der grausame Krieg im Jemen forderte mehr Choleraopfer in einem halben als das verheerendste Erdbeben des 21. Jahrhunderts in sieben Jahren.<br>\n(&hellip;) Ein offensichtlicher Grund ist die systematische Bombardierung von Krankenh&auml;usern durch die Kampfjets der Saudi-Emirate-Koalition, die schlicht und ergreifend die physische Grundlage zerst&ouml;ren, Menschen ad&auml;quat zu behandeln&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-07-07\/cholera-die-geissel-des-jemenkriegs-beim-un-menschenrechtsrat-in-genf\/\">justice now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Venezuela: N&auml;chster Halt: Barbados<\/strong><br>\nVenezuelas Regierung und Opposition setzen Gespr&auml;che fort. Druck auf Guaid&oacute; w&auml;chst aus den eigenen Reihen<br>\nDie n&auml;chste Runde der Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition Venezuelas findet in dieser Woche auf der Insel Barbados statt. Das teilte das Au&szlig;enministerium des als Vermittler auftretenden Norwegens am Sonntag mit. Damit wird der im Mai zun&auml;chst in Oslo er&ouml;ffnete Prozess fortgesetzt, obwohl das B&uuml;ro des selbsternannten &raquo;&Uuml;bergangspr&auml;sidenten&laquo; Juan Guaid&oacute; am 29. Mai verk&uuml;ndet hatte, der norwegische Vermittlungsversuch sei ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das war allgemein als Absage an weitere Gespr&auml;che verstanden worden.<br>\nNoch am Sonntag (Ortszeit) hatte Guaid&oacute; &uuml;ber Twitter verk&uuml;ndet, das Land in den &raquo;Interamerikanischen Vertrag &uuml;ber gegenseitigen Beistand&laquo; (TIAR) zur&uuml;ckf&uuml;hren zu wollen. Venezuela hatte dieses Abkommen, nach dem bei &auml;u&szlig;erer Bedrohung eines Mitgliedsstaates der gemeinsame Verteidigungsfall eintritt, im Jahr 2012 verlassen. Der Versuch der venezolanischen Regierungsgegner, durch einen Beschluss der Nationalversammlung in das Abkommen zur&uuml;ckzukehren, soll die &raquo;legale&laquo; Grundlage f&uuml;r eine milit&auml;rische Intervention der USA und anderer Unterzeichnerstaaten schaffen. Doch wenige Stunden nach dieser Ank&uuml;ndigung ver&ouml;ffentlichte Guaid&oacute; dann eine &raquo;offizielle Erkl&auml;rung&laquo; &uuml;ber die Teilnahme seiner Vertreter an der neuen Gespr&auml;chsrunde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/358326.venezuela-n%C3%A4chster-halt-barbados.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Politiker als feste Zeitungskolumnisten: Ungute Mischung<\/strong><br>\nFriedrich Merz bekommt eine w&ouml;chentliche Kolumne in der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo;, Sigmar Gabriel ist Autor der Holtzbrinck-Medien. Das ist gef&auml;hrlich.<br>\n(&hellip;) Es ist also nicht so, als k&auml;me Friedrich Merz, der ehemalige Unions-Fraktionsvorsitzende und Wirtschaftslobbyist, nicht in der Presse vor. Im Gegenteil: Daf&uuml;r, dass er kein politisches Mandat hat, ist er gerade auffallend pr&auml;sent. Das d&uuml;rfte daran liegen, dass er sein politisches Comeback vorbereitet. Ein fester Kolumnenplatz in einer Zeitung ist dabei nat&uuml;rlich hilfreich. Dass es zwischen Friedrich Merz und der Springer-Presse eine N&auml;he gibt, ist nicht neu. Dass die allerdings so gro&szlig; ist, dass sich die WamS zur Aufstiegsgehilfin von Merz macht, ist bemerkenswert.<br>\nAuch Sigmar Gabriel darf seine Ansichten regelm&auml;&szlig;ig in eine Zeitung schreiben. Seit einem Jahr ist Gabriel, immerhin Mitglied des Bundestags, &bdquo;Autor und Gespr&auml;chspartner&ldquo; der Medien der Holtzbrinck-Gruppe (unter anderem Handelsblatt, Tagesspiegel, Wirtschaftswoche und Zeit). Er verdient damit zwischen 15.001 und 30.000 Euro im Monat, so gibt er es auf seiner Webseite an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Politiker-als-feste-Zeitungskolumnisten\/!5605947\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Der Ex-Volkswagen-Mitarbeiter L&uacute;cio Bellentani ist in S&atilde;o Paulo verstorben<\/strong><br>\nSeine Stimme bebte, aber er verlor sich nicht in der Beschreibung. Er stockte, wenn seine Worte sich an die ganze Brutalit&auml;t des Erlebten ann&auml;herten, hielt kurz inne und fuhr dann fort. Klar und detailliert berichtete er Punkt um Punkt, wie sich die Ereignisse 1972 &uuml;berschlugen, wie er im Beisein und unter aktiver Mitwirkung von VW-Mitarbeitern verhaftet wurde, er beschrieb minuti&ouml;s die Schl&auml;ge, die Pr&uuml;gel, er gab ein Zeugnis der erlittenen Folter und der t&auml;glichen Erniedrigungen. Er beschrieb die einzelnen T&auml;ter, die Verr&auml;ter und die Denunzianten, die Mitl&auml;ufer und die Mitt&auml;ter. Und er nannte den Namen dessen, den er f&uuml;r den Hauptverantwortlichen dabei sah: die aus Deutschland stammende Firma Volkswagen. Die hat sich bis heute nie bei ihm entschuldigt. Am 19. Juni 2019 ist L&uacute;cio Bellentani, der Hauptbelastungszeuge der Causa &bdquo;Kollaboration von Volkswagen do Brasil mit der brasilianischen Milit&auml;rdiktatur&ldquo;, in S&atilde;o Paulo verstorben.<br>\nL&uacute;cio Bellentani war 1972 Mitarbeiter bei VW do Brasil, einer der unz&auml;hligen Arbeiter in den riesigen Werkshallen, die dort tagein, tagaus schufteten. In Brasilien herrschte damals die Milit&auml;rdiktatur, die sich daf&uuml;r r&uuml;hmte, f&uuml;r das milagre econ&ocirc;mico verantwortlich zu zeichnen: J&auml;hrliche Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt von rund zehn Prozent lie&szlig;en das s&uuml;damerikanische Land als Darling der internationalen Industriebosse strahlen, w&auml;hrend gleichzeitig durch den Diktaturstaat mittels des sogenannten arrocho salarial die L&ouml;hne staatlich eingefroren waren und die Arbeiter mit dem kargen Lohn gerade so &uuml;ber die Runden kamen&hellip;<br>\n(&hellip;) Mitarbeiter von Volkswagen wurden in den &bdquo;bleiernen Jahren&ldquo; Brasiliens, in denen die Repression der Milit&auml;rdiktatur am brutalsten war, von Agenten des Milit&auml;rregimes am Arbeitsplatz verhaftet, geschlagen und verpr&uuml;gelt. Dies geschah laut Betroffenenaussagen unter Aufsicht und Mitwirkung von VW-Sicherheitspersonal. Vom Betriebsgel&auml;nde wurden die Betroffenen direkt ins Folterzentrum DOPS gebracht, wo sie oft mehrw&ouml;chige Folter erleiden mussten&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blogs.taz.de\/latinorama\/2019\/06\/21\/der-ex-volkswagen-mitarbeiter-lucio-bellentani-ist-in-sao-paulo-verstorben\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-53264","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53264","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=53264"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53264\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53267,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53264\/revisions\/53267"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=53264"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=53264"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=53264"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}