{"id":53354,"date":"2019-07-12T08:41:26","date_gmt":"2019-07-12T06:41:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354"},"modified":"2019-07-12T08:41:26","modified_gmt":"2019-07-12T06:41:26","slug":"hinweise-des-tages-3405","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354#h01\">Waffen f&uuml;r die Welt (IV)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354#h02\">Fluchtursachen bek&auml;mpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354#h03\">&Ouml;zlem Alev Demirel Ern&uuml;chternder Auftritt von der Leyens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354#h04\">Putin ruft eindringlich nach internationalen Regeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354#h05\">Presse-Konferenz in London: Peskow nimmt Stellung zu Nicht-Akkreditierung von Sputnik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354#h06\">Ungleichheit in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354#h07\">Wenn der Zwischenstopp zum Alptraum wird: Verschleppt am Flughafen von Luanda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354#h08\">Altersarmut: Symptom einer verfehlten Rentenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354#h09\">Carola Rackete gegen Italiens Innenminister: F&uuml;r Salvini die H&ouml;chststrafe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354#h10\">Tropenholz aus Kamerun: Der Wald als gro&szlig;es Schlachtfeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354#h11\">Plastikm&uuml;ll im Meer: Unterwegs im North Pacific Garbage Patch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354#h12\">Interne Dokumente: Gastro-Lobbyverband wollte &bdquo;Topf Secret&ldquo; von Bundesern&auml;hrungsministerium verbieten lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53354#h13\">Politiker raus aus den sozialen Netzwerken!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Waffen f&uuml;r die Welt (IV)<\/strong><br>\nDie Genehmigungen f&uuml;r deutsche R&uuml;stungsexporte haben im ersten Halbjahr 2019 einen neuen Rekordwert erreicht und belaufen sich auf rund 5,3 Milliarden Euro. Dies geht aus Angaben der Bundesregierung hervor, die am gestrigen Donnerstag bekannt wurden. Demnach hat Berlin in den ersten sechs Monaten dieses Jahres die Ausfuhr von mehr als doppelt so viel Kriegsger&auml;t erlaubt wie im Vorjahreszeitraum. Genehmigt wurde nicht zuletzt der Export von R&uuml;stungsg&uuml;tern im Wert von &uuml;ber einer Milliarde Euro an Staaten, die im Jemen Krieg f&uuml;hren. Der dortige Einsatz deutscher Waffen durch die Armee der Vereinigten Arabischen Emirate ist belegt. Die im Jemen k&auml;mpfende saudisch-emiratische Kriegsallianz wird dar&uuml;ber hinaus auch mit deutscher Munition im Wert einer dreistelligen Millionensumme beliefert, die an Standorten des deutschen Rheinmetall-Konzerns au&szlig;erhalb der Bundesrepublik hergestellt wird. Sie ist in den Angaben der Bundesregierung nicht enthalten. Schusswaffenproduzenten nutzen ebenso Werke im Ausland und umgehen damit den j&uuml;ngsten Beschluss Berlins, Kleinwaffenexporte in Drittl&auml;nder nicht mehr zu genehmigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7993\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Drastischer Anstieg der R&uuml;stungsexporte: Nachricht von Sahra Wagenknecht, Sevim Dagdelen<\/strong><br>\nUnion und SPD versprachen in ihrem Koalitionsvertrag, R&uuml;stungsexporte zu reduzieren. Eineinhalb Jahre sp&auml;ter hat die Bundesregierung so viele Waffenexporte genehmigt, wie seit Jahren nicht. Im ersten Halbjahr 2019 waren es bereits mehr, als im gesamten Vorjahr.<br>\nDie Gro&szlig;e Koalition genehmigte von Januar bis Juni R&uuml;stungsexporte im Wert von 5,3 Milliarden Euro. Im gesamten Jahr 2018 waren es noch 4,8 Milliarden Euro &mdash; eine Steigerung zum Vorjahreszeitraum um 107 Prozent. Zur &Uuml;berraschung steht Ungarn an der Spitze der Empf&auml;ngerl&auml;nder mit einem genehmigten Gesamtvolumen von 1,76 Milliarden Euro. Das deutsche R&uuml;stungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann liefert 44 Leopard II Panzer und 24 Panzerhaubitzen. Die Regierung unter Viktor Orban r&uuml;stet massiv auf. Im Mai hatte der autorit&auml;re Regierungschef in einer Rede die Verdoppelung des R&uuml;stungshaushaltes angek&uuml;ndigt.<br>\nUnter den Empf&auml;ngerl&auml;nder finden sich mit &Auml;gypten (800 Millionen Euro) und den Arabischen Emiraten (206 Millionen Euro) zwei L&auml;nder, die im Jemen Krieg f&uuml;hren. Im Koalitionsvertrag aus dem M&auml;rz 2018 hatte die Bundesregierung sich vorgenommen, Exporte an &bdquo;unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligte Staaten&ldquo; zu stoppen. Die Bundesregierung verletzte damit nicht nur die R&uuml;stungsexportrichtlinien und den eigenen Koalitionsvertrag, kritisiert Sevim Dagdelen. &bdquo;Die Profite der R&uuml;stungsschmieden und geopolitische Interessen sind der Bundesregierung offenbar wichtiger, als Kriege und Konflikte beizulegen&ldquo;, so die abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/drastischer-anstieg-der-ruestungsexporte\/?fbclid=IwAR0KQOYWPCwDB3BsinV352WGaN85NRl9iqpcq9v1Yp64BKJe6lziMZImz_A\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fluchtursachen bek&auml;mpfen<\/strong><br>\n&bdquo;Wir m&uuml;ssen die Fluchtursachen bek&auml;mpfen&ldquo;, sagen alle diejenigen, die gefragt werden, wie man das Elend der Fl&uuml;chtlinge in der Welt verringern kann. Aber die wichtigste Fluchtursache wird so gut wie nie benannt: Die USA. Wer Fluchtursachen bek&auml;mpfen will, muss die Vereinigten Staaten &ndash; sprich ihre F&uuml;hrungs-Clique &ndash; bek&auml;mpfen.<br>\nJetzt sucht die Trump-Regierung eine &bdquo;Koalition der Willigen&ldquo;, um die &Ouml;ltransporte an der Stra&szlig;e von Hormus zwischen dem Iran und Oman abzusichern. Aber jeder wei&szlig;, dass die Kriegsverbrecher und Kriegstreiber Mike Pompeo und John Bolton einen Vorwand suchen, um, &auml;hnlich wie in Syrien und im Irak, einen Krieg mit dem Iran zu beginnen. Dann m&uuml;ssten wieder Millionen Fl&uuml;chtlinge au&szlig;erhalb des Irans Zuflucht suchen.<br>\nDie korrupte US-Oligarchie verf&uuml;gt &uuml;ber mehr als 800 Milit&auml;rstationen weltweit, hat den mit Abstand gr&ouml;&szlig;ten Kriegshaushalt aller Staaten, f&uuml;hrt Bombenkriege, verdeckte Kriege und Drohnenkriege in vielen L&auml;ndern und befindet sich fast mit der ganzen Welt im Handelskrieg. Schon durch die Sanktionen des Handelskrieges ermordet die US-Oligarchie t&auml;glich Menschen, weil sie die notwendigen Medikamente nicht zur Verf&uuml;gung haben. (Die bekanntesten Beispiele: Im Irak starben &uuml;ber 500.000 Kinder, was die damalige US-Au&szlig;enministerin Madelaine Albright richtig fand. Und in Venezuela starben aufgrund der US-Sanktionen allein in einem Jahr mehr als 40.000 Menschen.)<br>\nSolange Europa nicht erkennt, dass die US-Oligarchie die gr&ouml;&szlig;te Fluchtursache ist, und sich daher gegen die Tyrannei der Trump-Regierung zur Wehr setzt, ist die Forderung nach Bek&auml;mpfung der Fluchtursachen leeres Geschw&auml;tz. Das gilt besonders f&uuml;r die Partei der Gr&uuml;nen, die bekanntlich die treuesten Vasallen der US-Politik im Deutschen Bundestag sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2403327306395389\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>dazu: Evangelikaler Extremismus: Trumps Gotteskrieger<\/strong><br>\nDer amerikanische Pr&auml;sident ist nicht sonderlich religi&ouml;s. Doch seine Au&szlig;en- und Verteidigungspolitik wird von evangelikalen Fanatikern bestimmt.<br>\nDer Krieg im Nahen Osten brennt weiter und h&ouml;rt nicht auf, nur weil irgendwo die Kriegsparteien gerade ersch&ouml;pft sind, weil irgendwo ein Anti-Atomwaffen-Abkommen unterschrieben wurde oder weil ein US-Pr&auml;sident gerufene Kriegshunde zur&uuml;ckpfiff. Denn der Konflikt ist wie ein immens brennendes &Ouml;lfeld, das nicht unter Kontrolle zu bringen ist. Der gef&auml;hrliche Treibstoff ist dabei weniger das &Ouml;l als der Glaube.<br>\nUS-Au&szlig;enminister Mike Pompeo bewahrt in seinem Amtszimmer eine gro&szlig;e Bibel auf, und wo er aufh&ouml;rt zu lesen, markiert er die Stelle mit einem Schweizer Armeemesser. &bdquo;Ich bin absolut zuversichtlich&ldquo;, sagt er gerne, &bdquo;dass Gott in die Entwicklungen im Mittleren Osten involviert ist.&ldquo; Der Evangelikale Pompeo glaubt, dass Christen &bdquo;k&auml;mpfen und k&auml;mpfen m&uuml;ssen, bis die Erl&ouml;sung der Endzeit naht&ldquo;.<br>\nEs war Pompeo, der die zw&ouml;lf Versch&auml;rfungen des Abkommens f&uuml;r den Iran formulierte, die auf die Revolutionsgarden wie starker Rauch im Wespennest wirkten. Denn Pompeo ist nicht nur Fanatiker, sondern auch Soldat der Westpoint-Milit&auml;rakademie und Harvard-Jurist. Er ist nicht nur evangelikal entr&uuml;ckt, er wei&szlig; auch, was er tut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Evangelikaler-Extremismus\/!5605777\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: CDU-Au&szlig;enpolitiker Hardt will deutsche Marine in Stra&szlig;e von Hormus schicken<\/strong><br>\nDer au&szlig;enpolitische Sprecher der Union, J&uuml;rgen Hardt, ist offen f&uuml;r den Geleitschutz internationaler Handelsschiffe durch die deutsche Marine. &ldquo;Flaggenstaaten, die den Seeweg durch die Stra&szlig;e von Hormus nutzen, sollten im Einklang mit dem V&ouml;lkerrecht ein gemeinsames Schutzkonzept entwickeln&rdquo;, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000106170705\/cdu-aussenpolitiker-hardt-will-marine-in-die-strasse-von-hormus\">der Standard<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Ouml;zlem Alev Demirel Ern&uuml;chternder Auftritt von der Leyens<\/strong><br>\nHeute stellte sich Ursula von der Leyen, die designierte Kommissionspr&auml;sidentin, den Abgeordneten der EP-Linksfraktion GUE\/NGL vor und beantwortete deren Fragen. Die Antwort nach dem Stand und die neuesten Erkenntnisse im Untersuchungsausschuss bez&uuml;glich des Skandals um die Beratervertr&auml;ge in ihrem Verteidigungsministerium, kommentiert die LINKE-Abgeordnete Demirel als &bdquo;mehr als ern&uuml;chternd&ldquo;:<br>\n&bdquo;Es ist besorgniserregend, wenn die designierte Kommissionspr&auml;sidentin von der Leyen so tut als sei die Verschwendung von rund 200 Millionen Euro Steuergeldern eine Lappalie. Nein, gerade wer in Br&uuml;ssel Politik im Sinne der europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerung betreiben m&ouml;chte, muss deutlich machen, dass keine Steuergelder verschwendet werden d&uuml;rfen und mit der direkten Einflussnahme von Lobbyismus gebrochen werden muss.&ldquo;<br>\nDemirel, neu gew&auml;hlte Vize-Vorsitzende im Ausschuss f&uuml;r Sicherheit und Verteidigung (SEDE) erkl&auml;rt weiter, dass es aus ihrer Sicht viele Gr&uuml;nde gebe, von der Leyen nicht zu w&auml;hlen. Auf ihre Frage nach der G&uuml;ltigkeit von der Leyens Aussage auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz im Februar 2018* antwortete sie, dass neben der EU-Verteidigungsunion die NATO Landes- und B&uuml;ndnisverteidigungspartner Nummer 1 bleibt. Aber vor allem die EU im Bereich vernetzte Sicherheit (zivil-milit&auml;rische Zusammenarbeit) f&uuml;hrend bleiben soll. Sie nannte Mali als Beispiel. &bdquo;Damit ist klar, wohin die Reise geht. Wer das nicht will, stellt sich eindeutig in Opposition zu dieser Kandidatur&ldquo;, so abschlie&szlig;end Demirel.<br>\n*&bdquo;Es geht um ein Europa, das auch milit&auml;risch mehr Gewicht in die Waagschale werfen kann. Der Aufbau von F&auml;higkeiten und Strukturen ist das eine. Das andere ist der gemeinsame Wille, das milit&auml;rische Gewicht auch tats&auml;chlich einzusetzen, wenn es die Umst&auml;nde erfordern.&ldquo; Ursula von der Leyen auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz 2018<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/12415.ern%C3%BCchternder-auftritt-von-der-leyens.html\">DIE LINKE. im Europaparlament<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Liste mit Verfehlungen verteilt: SPD will Wahl von der Leyens mit allen Mitteln verhindern<\/strong><br>\nUm Ursula von der Leyen als EU-Kommissionschefin zu verhindern, greifen deutsche Sozialdemokraten jetzt zu h&auml;rteren Mitteln. In einem Papier wird so ziemlich alles Schlechte aufgef&uuml;hrt, was &uuml;ber die CDU-Politikerin gesagt werden kann. Auch die Gr&uuml;nen stellen sich gegen von der Leyen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/ursula-von-der-leyen--spd-will-wahl-zur-eu-kommissionschefin-mit-allen-mitteln-verhindern-8794458.html%20\">Stern Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Putin ruft eindringlich nach internationalen Regeln<\/strong><br>\nWas immer Putin sagt, f&uuml;r Kritik ist gesorgt. Das Interview mit ihm in der Financial Times lohnt ein genaueres Hinsehen.<br>\n&laquo;Putin-Versteher&raquo; zu sein geh&ouml;re nicht zu dem, wof&uuml;r er sich sch&auml;me, sagte vor ein paar Jahren der damals 90-j&auml;hrige ehemalige deutsche Spitzenpolitiker Erhard Eppler. Man m&uuml;sse immer versuchen, die Politiker zu verstehen &ndash; was ja nicht gleichbedeutend damit sei, ihnen zuzustimmen. &ndash; Der deutsche Publizist Kai Ehlers, ein anderer langj&auml;hriger und genauer Beobachter Russlands und Putins, hat zum Putin-Interview in der &laquo;Financial Times&raquo; auf seiner Online-Plattform bemerkenswerte Schlussfolgerungen gezogen.<br>\nAls Wladimir Putin im Vorfeld der soeben durchgef&uuml;hrten G20-Tagung Redakteure der Londoner Financial Times in den Kreml einlud, um der Welt mitzuteilen, dass er die &laquo;liberale Idee&raquo;, insbesondere den &laquo;Multikulturalismus&raquo; f&uuml;r &laquo;v&ouml;llig &uuml;berlebt&raquo; halte, ging ein Aufschrei der Emp&ouml;rung durch die westlichen Medien. Aber hat jemand genauer nach Putins Botschaft gefragt?<br>\nElitenforscher unterschiedlichster Couleur, &ouml;stliche wie der ber&uuml;chtigte Alexander Dugin, westliche wie neuerlich der literarische Shootingstar Yuval Noah Harari, oder auch bekannte Kritiker des Neoliberalismus wie der deutsche Psychologe Rainer Mausfeld haben die Vorstellung vom Ende des Liberalismus als letztem &laquo;Ismus&raquo; nach Faschismus und Stalinismus l&auml;ngst popul&auml;r gemacht. Das ist nicht neu. Weder im Westen noch im Osten. Eine Umfrage der Financial Times zu ihrem aktuellen Interview ergab zudem, dass 87 Prozent ihrer Leserschaft Putins Kritik an der Entfremdung der Eliten von der Basis der Bev&ouml;lkerung teilten. Von den franz&ouml;sischen Gelbwesten oder der deutschen AfD ganz zu schweigen.<br>\nSo what? Die Frage kann allein sein: Was meint Putin, wenn er vom Ende der &laquo;liberalen Idee&raquo; spricht? Warum outed er sich gerade jetzt in dieser Weise? Und wohin kann die Entwicklung f&uuml;hren?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Putin-Interview-Financial-Times-Migration-Regeln\">Kai Ehlers auf Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Presse-Konferenz in London: Peskow nimmt Stellung zu Nicht-Akkreditierung von Sputnik<\/strong><br>\nKreml-Sprecher Dmitri Peskow hat die Konferenz &bdquo;Global Conference for Media Freedom&ldquo;, die die Akkreditierung f&uuml;r Sputnik und RT verweigerte, als &bdquo;Quasi&ldquo;-Veranstaltung bezeichnet und die Entscheidung eine krasse Manifestation der Absurdit&auml;t genannt.<br>\nPeskow sprach in diesem Zusammenhang von einer &bdquo;Quasi-Konferenz&ldquo;. &bdquo;Es kann keine ernsthafte Diskussion &uuml;ber Pressefreiheit geben, wenn Journalisten der Besuch verweigert wird. Und das ist offenbar die krasseste Manifestation der Absurdit&auml;t des Geschehens. Diese Absurdit&auml;t gewinnt leider oft in einigen L&auml;ndern, darunter auch in dem Land, in dem diese Veranstaltung stattfindet, einen regelm&auml;&szlig;igen und langwierigen Charakter&ldquo;, fuhr er fort.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190709325407460-presse-konferenz-london-akkreditierung-sputnik\/\">Sputnik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ungleichheit in Deutschland <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Ouml;konom &uuml;ber abgeh&auml;ngte Regionen: &bdquo;Experiment des Neoliberalismus ist gescheitert&ldquo;<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsexperte Heinz-Josef Bontrup hat der Politik v&ouml;lliges Versagen beim Strukturwandel vorgeworfen. Viele Regionen seien abgeh&auml;ngt, sagte er im Dlf. Der Staat m&uuml;sse investieren, statt auf die Schuldenbremse zu dr&uuml;cken, denn die notwendigen Milliarden w&uuml;rden aus der privaten Wirtschaft nicht kommen. [&hellip;]<br>\nBontrup: Wenn der Innenminister Seehofer da sagt, wir haben hier keine Milliarden jetzt versprochen, dann zeigt das, dass das alles nur Lippenbekenntnisse sind. Die Milliarden sind notwendig. Die m&uuml;ssen investiert werden und die werden aus der privaten Wirtschaft heraus nicht kommen. Ein Unternehmen geht nun mal da nicht hin, wo keine Produktrate lockt. Das ist v&ouml;llig klar. Das ist eine naive Vorstellung der Bundesregierung, dass man hier auf Appelle setzen kann. Nein! Der Staat muss endlich &hellip;<br>\n&bdquo;Das muss der Staat machen. Sonst sind das Lippenbekenntnisse&ldquo;<br>\nDobovisek: Aber ist es vielleicht genauso naiv, auch zu sagen, dass die Politik dann so viel Geld in die Hand nehmen k&ouml;nnte, um da wirklich tatkr&auml;ftig gegenzusteuern?<br>\nBontrup: Ja, das muss der Staat machen. Sonst sind das Lippenbekenntnisse. Das kann ich nur noch mal ganz dick unterstreichen. Da frage ich mich allerdings vor dem Hintergrund, wie wir Politik machen mittlerweile, nicht nur in Deutschland, in ganz Europa: Politik restringiert sich selbst &uuml;ber die Schuldenbremse. Der Staat ist ja quasi handlungsunf&auml;hig. Er kann ja gar nicht mehr ausgeben. Er kann sich nicht mehr verschulden, obwohl das heute in jedem, ich h&auml;tte fast gesagt, Lehrbuch, in jedem drittklassigen Lehrbuch steht, dass der Staat nun mal in die M&auml;rkte intervenieren muss, dass der Staat nicht nur Rahmenbedingungen setzen kann. Das reicht einfach vorne und hinten nicht aus, und das sehen wir auch insgesamt an der Wirtschaftspolitik. Die EZB macht eine richtige Geldpolitik. Sie hat das Geld verbilligt und trotzdem wird nicht investiert. Der Staat k&ouml;nnte investieren. Wir haben Negativzins und trotzdem tut der Staat es nicht und pocht auf eine Schuldenbremse.<br>\nInsofern bleibe ich dabei: Das was da heute vorgestellt worden ist in Berlin, das sind Lippenbekenntnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/oekonom-ueber-abgehaengte-regionen-experiment-des.694.de.html?dram:article_id=453556%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu auch: Ungleiche Lebensverh&auml;ltnisse: Einerseits &bdquo;geht&rsquo;s uns gut&ldquo; &ndash; anderseits ist f&uuml;r Soziales kein Geld da: <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53275\">NachDenkSeiten<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ungleichheit in Deutschland: &bdquo;Gleichwertige Lebensverh&auml;ltnisse gibt es in Deutschland nicht&ldquo;<\/strong><br>\nDeutschland sei eine zerrissene Republik, sagte Armutsforscher Christoph Butterwegge im Dlf. Die Ungleichheit verst&auml;rke sich. Dabei sei ein Umzug in boomende Regionen f&uuml;r die Menschen nicht immer ratsam, da dort &ouml;kologische Probleme drohen. Er forderte die Bundesregierung zum Handeln auf.<br>\n&bdquo;Wir haben eine zerrissene Republik. Die Ungleichheit verst&auml;rkt sich&ldquo;, sagte Armutsforscher Christoph Butterwegge zu den unterschiedlichen Lebensverh&auml;ltnissen in Deutschland. &bdquo;Wir m&uuml;ssen aufpassen, dass wir nicht in Richtung einer US-Amerikanisierung der Raumprobleme gehen. Dann drohen abgeh&auml;ngte Regionen.&ldquo;<br>\nButterwege bezog sich damit auf die Probleme des Rust Belt, dem sogenannten &bdquo;Rostg&uuml;rtel&ldquo; in den USA. Die Menschen dort f&uuml;hlten sich als Verlierer, da niemand sich um sie k&uuml;mmere. Sie h&auml;tten ma&szlig;geblich zur Wahl von Donald Trump 2016 zum US-Pr&auml;sidenten gef&uuml;hrt, sagte der Soziologe im Dlf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ungleichheit-in-deutschland-gleichwertige.694.de.html?dram:article_id=453559\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wenn der Zwischenstopp zum Alptraum wird: Verschleppt am Flughafen von Luanda<\/strong><br>\nAm Aiport der angolanischen Hauptadt Luanda agieren offenbar professionelle Erpresser. Welche Rolle spielt Lufthansa?<br>\nAnstatt an in eine Lufthansa-Maschine nach Frankfurt umzusteigen, finden sich zwei Filmemacher pl&ouml;tzlich in einem Flughafen-Gef&auml;ngnis des Aeroporto Internacional Quatro de Fevereiro in Luanda (LAD) wieder. Sie wurden gekidnappt. Mehrere Dutzend Personen sind unter den Augen korrupter Beamter und mit Wissen eines Lufthansa-Repr&auml;sentanten offenbar &uuml;ber Monate inhaftiert, um L&ouml;segeld zu erpressen. Der Zustand dauert bis heute an. Niemanden scheint es zu interessieren.<br>\nStellen Sie sich vor, dass sie an einem Flughafen umsteigen wollen, von einem Flugzeug in ein anderes. Das ist eigentlich nichts Besonderes. Da Ihr Anschlussflug von der renommierten Deutschen Lufthansa durchgef&uuml;hrt wird, sind Sie guter Dinge und m&uuml;ssen eigentlich nur die drei Stunden, die f&uuml;r den Zwischenhalt eingeplant sind, noch herumkriegen. F&uuml;r das, was dann passiert, gibt es jedoch keinen Ablaufplan mehr: Denn statt wie vorgesehen am n&auml;chsten Morgen, dem 28. Mai 2019 um 7:40 Uhr mit der Maschine, f&uuml;r die Sie gebucht sind, in Frankfurt zu landen, finden Sie sich in einem vergitterten Verlies am Flughafen wieder, das genau so gut Ihr Grab werden k&ouml;nnte.<br>\nDenn niemand wei&szlig;, dass Sie hier sind. Alles Gep&auml;ck und s&auml;mtliches Geld, Ihre Dokumente und Ihre pers&ouml;nlichen Gegenst&auml;nde, Ihre elektronischen Ger&auml;te und auch ihre Medikamente, die Sie m&ouml;glicherweise regelm&auml;&szlig;ig einnehmen m&uuml;ssen, wurden Ihnen abgenommen. Ihnen bleiben nur die Kleider, die Sie am Leib tragen. Das Verlies ist ein stinkendes Loch, in dem es weder Getr&auml;nke noch Lebensmittel gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/wenn-der-zwischenstopp-zum-alptraum-wird-verschleppt-am-flughafen-von-luanda\/\">arbeitsunrecht.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Altersarmut: Symptom einer verfehlten Rentenpolitik<\/strong><br>\nDas Rentenniveau ist in den letzten Jahrzehnten sp&uuml;rbar zur&uuml;ckgegangen und es wird nach Auffassung der meisten Rentenexperten weiter zur&uuml;ckgehen. Mit dem R&uuml;ckgang des Rentenniveaus ist in Deutschland das Risiko der Altersarmut gestiegen. Um diese Entwick&shy;lung abzumildern, hat die Bundesregierung sich im Koalitionsvertrag darauf verst&auml;ndigt, eine Grundrente einzuf&uuml;hren. Diese soll im Alter ein verl&auml;ssliches Einkommen oberhalb der Grundsicherung (Hartz IV) gew&auml;hrleisten. Ob der vorgesehene Rentenerh&ouml;hungs&shy;mechanismus allerdings Renten oberhalb der Armutsschwelle garantiert, ist eher zweifelhaft. Uneins sind sich die Koalition&auml;re zudem in der Frage, ob der Anspruch auf Grundrente mit einer Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung verbunden sein soll oder ob eine Mindestzahl an Beitragsjahren als Voraussetzung ausreicht. Die entsprechende Auseinandersetzung wird in der Politik intensiv gef&uuml;hrt und gef&auml;hrdete zeitweise sogar den Fortbestand der Gro&szlig;en Koalition.<br>\nAuch unter Rentenexperten wird die Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung kontrovers diskutiert. Die einen halten sie aus Gr&uuml;nden der Zielgenauigkeit der Mittelvergabe f&uuml;r wichtig, die anderen sehen darin eine H&uuml;rde, die viele alte Menschen mit niedrigen Renten davon abhalten w&uuml;rde, die Leistung in Anspruch zu nehmen. Die Tatsache, dass das Thema der Altersarmut breiter diskutiert wird, ist uneingeschr&auml;nkt zu begr&uuml;&szlig;en, da auf diese Weise ein brisantes gesellschaftliches Thema in den Fokus &ouml;ffentlichen Interesses r&uuml;ckt. Und das Instrument der Grundrente b&ouml;te die M&ouml;glichkeit, vielen armutsgef&auml;hrdeten Rentnern schnell und wirksam zu helfen. Was dabei allerdings nicht aus dem Blickfeld geraten darf ist die Frage nach den Ursachen der Altersarmut. Denn die Entwicklung ist ja nicht &uuml;ber Nacht vom Himmel gefallen, sie ist Resultat konkreter politischer und rentenpolitischer Ma&szlig;nahmen in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Unabh&auml;ngige und fundierte wissenschaftliche Untersuchungen, die Aufschluss geben w&uuml;rden &uuml;ber die Relevanz einzelner rentenmindernder Effekte, stehen bis heute aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/altersarmut-symptom-einer-verfehlten-rentenpolitik\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Carola Rackete gegen Italiens Innenminister: F&uuml;r Salvini die H&ouml;chststrafe<\/strong><br>\nTwitter und Facebook sind f&uuml;r Matteo Salvini wichtige Populismus-Werkzeuge. Diese will &ldquo;Sea-Watch&rdquo;-Kapit&auml;nin Carola Rackete dem italienischen Innenminister mit ihrer Klage nehmen.<br>\nIn Italien gibt es kaum einen Weg, Matteo Salvini zu entkommen. Von fr&uuml;h bis sp&auml;t sendet der Innenminister auf allen ihm zur Verf&uuml;gung stehenden Kan&auml;len, unterst&uuml;tzt von einem hochprofessionellen Social-Media-Team. Es ist ein kreatives Durcheinander, aggressiv, charmant, gnadenlos populistisch &ndash; und ziemlich oft ziemlich unterhaltsam.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/carola-rackete-klage-gegen-matteo-salvini-die-hoechststrafe-a-1276968.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Was halten Nachdenkseiten-Leserinnen und Leser von dieser Art von Auseinandersetzung? Gebetsm&uuml;hlenartig vorgetragene Populismusvorw&uuml;rfe und die hier skizzierte angebliche H&ouml;chststrafe f&uuml;r Salvini werden ihm vermutlich nicht schaden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Tropenholz aus Kamerun: Der Wald als gro&szlig;es Schlachtfeld<\/strong><br>\nDer Tropenwald ist der gro&szlig;e Reichtum Kameruns, aber auch Schauplatz erbitterter, zum Teil gewaltt&auml;tiger Konflikte: Traditionelle Waldbewohner, Klima-und Tiersch&uuml;tzer, staatliche Beh&ouml;rden und internationale Holzh&auml;ndler streiten um die Nutzung des Waldes.<br>\nDas S&auml;gewerk des Holzunternehmens Dino et Fils am Rande von Kameruns Hauptstadt Yaounde: Riesige Baumst&auml;mme kommen auf Lastwagen an und werden hier in Bretter ges&auml;gt. Der zweite Standort der Firma liegt weiter im Osten des Landes &ndash; dort finden sich auch die Tropenw&auml;lder, in denen das Unternehmen arbeitet, erkl&auml;rt Flavie Nya, Assistentin der Direktion. Sie betont, dass es in Kamerun nicht m&ouml;glich sei, einfach so Holz zu schlagen:<br>\n&bdquo;Die Leute m&ouml;gen denken, dass es eine &uuml;berm&auml;&szlig;ige Waldnutzung gibt. Vielleicht ist es ein wenig mehr, als es sein sollte, aber der Staat versucht wirklich, das alles genau zu regeln. Au&szlig;erdem sind wir verpflichtet, Aufforstung zu betreiben. Auf unserem Gel&auml;nde im Osten des Landes haben wir eine Baumschule, um m&ouml;glichst viele Baumarten zu erhalten. Wir haben einen Fachmann, der sich darum k&uuml;mmert. Wenn die B&auml;ume ein bestimmtes Alter erreicht haben, pflanzen wir sie in den Wald zur Aufforstung.&ldquo;<br>\nRund 800 Angestellte hat das Unternehmen unter der Leitung eines Kameruners. Italiener sind als Aktion&auml;re beteiligt. Der Gro&szlig;teil des Holzes wird exportiert, man sei aber dabei, die Nutzung der Holzreste zu optimieren, erkl&auml;rt Flavie Nya und deutet auf die Verschalungen und die M&ouml;bel in ihrem B&uuml;ro &ndash; alles Produkte des Hauses. Sie erkl&auml;rt, wie ihr Unternehmen erst interessante Waldst&uuml;cke sucht, dann den Antrag auf Nutzung stellt und schlie&szlig;lich eine Zufahrt baut und die B&auml;ume markiert, bevor es ans Abholzen geht. Das sei wiederum streng kontrolliert:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/tropenholz-aus-kamerun-der-wald-als-grosses-schlachtfeld.724.de.html?dram:article_id=453527\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Plastikm&uuml;ll im Meer: Unterwegs im North Pacific Garbage Patch<\/strong><br>\nBisher ist sehr wenig dar&uuml;ber bekannt, was mit Mikroplastik im Meer geschieht. Mit dem Projekt Micro Fate soll sich das &auml;ndern. Deutsche Wissenschaftler waren auf dem Forschungsschiff &bdquo;Sonne&ldquo; f&uuml;nf Wochen im Nordpazifik unterwegs. Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt.<br>\n&bdquo;Es ist viel Plastik da, man sieht jeden Tag Plastik, jede Stunde Plastik, fast jede Minute kann man Plastik sehen im Meer. Aber es ist nun nicht ein zusammenh&auml;ngender Kontinent oder eine Plastik-Insel. Was man sehr viel sieht, sind treibende Netze oder Bojen, die von diesen Fischernetzen kommen, die die oben halten. Dann hat man teilweise Kanister gesehen oder F&auml;sser. Und kleinere Plastikteile wie Flaschen oder Flaschendeckel, haben wir zum Beispiel gefunden.&ldquo;<br>\nEs war nicht Plastikm&uuml;ll wohin das Auge reicht, kein riesiger Quadratkilometer gro&szlig;er Abfall-Teppich, den die beiden Wissenschaftler Annika Jahnke und Robby Rynek im Nordpazifik gefunden haben. Und doch beeindruckend viel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/plastikmuell-im-meer-unterwegs-im-north-pacific-garbage.697.de.html?dram:article_id=453507\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Interne Dokumente: Gastro-Lobbyverband wollte &bdquo;Topf Secret&ldquo; von Bundesern&auml;hrungsministerium verbieten lassen<\/strong><br>\nDer Lobbyverband der Hotels und Gastst&auml;tten (DEHOGA) hat Ern&auml;hrungsministerin Julia Kl&ouml;ckner in einem Schreiben aufgefordert, die Online-Plattform &bdquo;Topf Secret&ldquo; &bdquo;kurzfristig zu pr&uuml;fen&ldquo; und zu &bdquo;unterbinden&ldquo;. Das lehnte das Ministerium jedoch ab. In einer internen Stellungnahme zum Schriftwechsel bewertet das Ministerium die Online-Plattform nicht nur als &bdquo;rechtlich zul&auml;ssig&ldquo; &ndash; es sei sogar zu &bdquo;begr&uuml;&szlig;en&ldquo;, dass &bdquo;Verbraucher und Verbraucherinnen von ihrem Auskunftsanspruch infolge der Aktion verst&auml;rkt Gebrauch machen&ldquo;.<br>\nWir machen den Schriftwechsel und die interne Stellungnahme des Ern&auml;hrungsministeriums &ouml;ffentlich, die wir durch eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) erhalten haben. Gemeinsam mit unserem Partner foodwatch ver&ouml;ffentlichen wir sie hier.<br>\nDerzeit wird in Deutschland nur ein Bruchteil der Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelkontrollen aktiv durch die Beh&ouml;rden ver&ouml;ffentlicht. Das liegt auch an der beharrlichen Lobbyarbeit der DEHOGA. Im Rahmen von Topf Secret ist es allerdings f&uuml;r B&uuml;rger*innen seit Anfang des Jahres m&ouml;glich, &uuml;ber das Verbraucherinformationsgesetz (VIG) an amtliche Kontrollergebnisse zu gelangen &ndash; auch an solche, die die Beh&ouml;rden bislang geheim halten. Zudem k&ouml;nnen Verbraucherinnen und Verbraucher die Ergebnisse auf der Plattform ver&ouml;ffentlichen. Seit Januar wurden etwa 29.000 solcher VIG-Anfragen verschickt, weit mehr als je zuvor. Der Gro&szlig;teil der etwa 400 in Deutschland zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden gew&auml;hrt den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern die beantragten Informationen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/blog\/2019\/07\/09\/dehoga-bmel-doks\/\">FragDenStaat<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Politiker raus aus den sozialen Netzwerken!<\/strong><br>\nKeiner bedient hierzulande die Netzwerke so telegen wie Heiko Maas. Politik und Social Media: ein einziger Interessenskonflikt.<br>\nHeiko Maas ist der vielleicht bei Twitter aktivste hochrangige Politiker im Lande. Nicht, dass er die Plattform zur informativen Unterlegungen seiner ministeriellen T&auml;tigkeit gebraucht. Das kommt nur relativ selten vor. Nein, er stellt sich, seine Vorstellungen, seine Gesinnung und seine Performance zur Schau. Dabei steht ihm hilfreich ein Team zur Seite. Es r&uuml;ckt Maas als standhaften, prinzipientreuen Recken in Szene. Als jemanden mit Herz und Verstand, immer bereit, zu fast allen Themen ein Statement abzusondern. Er formt mit seinen H&auml;nden ein Herz oder kokettiert neckisch und nicht minder eitel mit der Kamera: immer auf der Jagd nach Retweets auf Twitter und Herzchen der Anerkennung auf Instagram.<br>\nDer Au&szlig;enminister ist der erste richtige Netzwerker im Land. Kein solcher freilich, wie man sie urspr&uuml;nglich aus der Politik kannte: als Charaktere n&auml;mlich, die Beziehungen aufbauen und sich innerhalb und au&szlig;erhalb ihrer Partei vernetzen konnten. Nein, er ist ein moderner Netzwerker, was hei&szlig;, dass er die Netzwerke, im Sprachgebrauch auch oft die sozialen Netzwerke genannt, zu bedienen wei&szlig;. Hierf&uuml;r sind andere Qualit&auml;ten gefragt als jene, die man als antiquierter Netzwerker brauchte. Es z&auml;hlen Selbstdarstellung, Narzissmus und Gef&auml;lligkeit &ndash; und nicht etwa Offenheit und die F&auml;higkeit, auch anderen zuh&ouml;ren zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1122664.heiko-maas-politiker-raus-aus-den-sozialen-netzwerken.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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