{"id":53389,"date":"2019-07-12T16:44:12","date_gmt":"2019-07-12T14:44:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389"},"modified":"2019-07-12T16:44:12","modified_gmt":"2019-07-12T14:44:12","slug":"hinweise-des-tages-ii-402","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h01\">Aff&auml;ren der deutschen Kandidatin? Psst, dar&uuml;ber spricht man nicht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h02\">Die Arbeitsmarkt-Fehlprognosen der Mindestlohn-Gegner hatten (auch) ideologische Gr&uuml;nde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h03\">Weniger als die H&auml;lfte lebt in erster Linie von eigener Erwerbst&auml;tigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h04\">IWF zu deutscher Wirtschaft: Exportboom macht Reiche reicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h05\">Breite Front gegen Mercosur-Pakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h06\">Schlafende Sch&ouml;nheit oder Kriegsmacht EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h07\">Wie BP einen undurchsichtigen Gas-Deal im Senegal finanziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h08\">Intellektuelle Chinas und der USA beraten &uuml;ber Seidenstra&szlig;en-Aufbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h09\">Uniform hei&szlig;t Unterordnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h10\">Nordsyrien und Irak: Feuer als Waffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h11\">Das Klima kann nur durch ein globales und radikales Handeln vor einer Katastrophe gesch&uuml;tzt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h12\">Zahngesundheitsatlas: Wie viel GKV-Versicherte zuzahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h13\">Sterbende H&ouml;fe, belastete &Auml;cker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h14\">Der Bundesgesundheitsminister bietet 14 Euro Mindestlohn in &bdquo;der&ldquo; Pflege. Ist das jetzt viel oder wenig? Es w&auml;re eine Frechheit, wenn man sich das genau anschaut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h15\">Deutlich mehr Fahrradunf&auml;lle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h16\">Kennzeichenerfassung: Brandenburgs Innenministerium will weitermachen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aff&auml;ren der deutschen Kandidatin? Psst, dar&uuml;ber spricht man nicht!<\/strong><br>\nWenn es um Franzosen oder Italiener geht, dann wird jede kleine Aff&auml;re gleich zum gro&szlig;en Skandal aufgebauscht, die Betroffenen werden in Windeseile von EU-&Auml;mtern ausgeschlossen. Gelten f&uuml;r Deutsche andere Regeln?<br>\nDiesen Eindruck k&ouml;nnte gewinnen, wer die Ereignisse der letzten Stunden im Europaparlament verfolgt hat. Dort geriet der Chef der SPD-Gruppe, Jens Geier, m&auml;chtig unter Druck. Sein &ldquo;Vergehen&rdquo;: Er hat ein S&uuml;ndenregister &uuml;ber die deutsche Kandidatin Ursula von der Leyen erstellt! Das zweiseitige Papier mit dem Titel &ldquo;Warum Ursula von der Leyen eine unzul&auml;ngliche und ungeeignete Kandidatin ist&rdquo; listet die Aff&auml;ren und Skandale auf, mit denen die CDU-Politikerin und Verteidigungsministerin in Deutschland f&uuml;r Schlagzeilen gesorgt hat.<br>\nUnter anderem geht es um die Berater-Aff&auml;re bei der Modernisierung der Bundeswehr und die ausufernden Kosten bei der Sanierung des Marineschulschiffes Gorch Fock. Zudem thematisieren die Autoren den mittlerweile ausger&auml;umten Vorwurf, wonach sie wegen Plagiaten in ihrer Dissertation zu Unrecht einen Doktortitel f&uuml;hrt.<br>\nDas Ganze sei als Infomaterial f&uuml;r die Genossen aus anderen EU-L&auml;ndern gedacht gewesen, rechtfertigt sich Geier. Keineswegs sei es um eine &ldquo;Schmutzkampagne&rdquo; gegangen. Doch genau das werfen ihm nun CDU, CSU und sogar deutsche Medien vor, die &uuml;ber die o.g. Skandale und Skand&auml;lchen selbst gro&szlig; berichtet hatten!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/affaeren-der-deutschen-kandidatin-psst-darueber-spricht-man-nicht\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: Katarina Barley: Von der Leyen f&uuml;r SPD-Abgeordnete &bdquo;Stand jetzt&ldquo; unw&auml;hlbar<\/strong><br>\nDie sozialdemokratische Vizepr&auml;sidentin des EU-Parlaments spricht sich abermals gegen von der Leyen als EU-Kommissionspr&auml;sidentin aus. Die CDU-Politikerin habe mit ihren Pl&auml;nen zur Europapolitik inhaltlich nicht &uuml;berzeugt &ndash; etwa beim Thema Rechtsstaatlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/katarina-barley-haelt-von-der-leyen-weiterhin-fuer-unwaehlbar-16281032.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Von der Leyen ist f&uuml;r die SPD und Katarina Barley nicht w&auml;hlbar, mit der Einschr&auml;nkung &ldquo;Stand jetzt&rdquo;!!! Wackeln die Sozialdemokraten mal wieder? Was soll sich an der Einsch&auml;tzung zu von der Leyen &auml;ndern? <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wie konnte Frau Barley eigentlich Frau von der Leyen &uuml;ber so einen doch recht langen Zeitraum bei Regierungstreffen ertragen? Heuchelt die neue EU-Parlamentarierin von der SPD der deutschen &Ouml;ffentlichkeit etwas vor &ndash; und wenn ja, w&auml;hrend gemeinsamer Regierungsjahre oder jetzt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Arbeitsmarkt-Fehlprognosen der Mindestlohn-Gegner hatten (auch) ideologische Gr&uuml;nde<\/strong><br>\nEine Studie zu den prognostizierten und den tats&auml;chlichen Arbeitsmarkt-Effekten des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland zeigt: Beim Erstellen pessimistischer Arbeitsmarkt-Prognosen wurden keineswegs nur wissenschaftliche Kriterien angewandt.<br>\nDeutschland hat seit dem 1. Januar 2015 einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. Im Vorfeld seiner Einf&uuml;hrung wurden wiederholt wissenschaftliche Prognosen zur Entwicklung des Arbeitsmarktes ver&ouml;ffentlicht, die teils medial breit aufgegriffen wurden. Gemeinsames Merkmal vieler dieser Arbeiten war, dass sie den Mindestlohn strikt ablehnten &ndash; und dies mit horrenden Arbeitsplatzverlusten begr&uuml;ndeten. In einer aktuellen Studie untersuchten nun drei Mitarbeiter der Gesch&auml;fts- und Informationsstelle f&uuml;r den Mindestlohn bei der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), wie sehr und weshalb diese Prognosen danebenlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/die-arbeitsmarkt-fehlprognosen-der-mindestlohn-gegner-hatten-auch-ideologische-gruende--2316.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Weniger als die H&auml;lfte lebt in erster Linie von eigener Erwerbst&auml;tigkeit<\/strong><br>\nZwar sind immer mehr Deutsche erwerbst&auml;tig, aber die meisten sind von anderen Einkommensquellen abh&auml;ngig. In einer Region ist die Sozialhilfe besonders wichtig.<br>\nNicht einmal die H&auml;lfte der Menschen in Deutschland lebt in erster Linie von der eigenen H&auml;nde Arbeit. Nach j&uuml;ngsten Ergebnissen des Mikrozensus 2018 bestritten im vergangenen Jahr 47 Prozent der Bev&ouml;lkerung ihren Lebensunterhalt &uuml;berwiegend aus eigener Erwerbst&auml;tigkeit. Die beiden anderen gro&szlig;en Gruppen sind Rentner und Pension&auml;re (22 Prozent) sowie mitversorgte Familienmitglieder (24 Prozent). Von &ouml;ffentlichen Sozialleistungen leben rund 7 Prozent und von den Ertr&auml;gen ihres Verm&ouml;gens konnte nur knapp jeder Hundertste leben, wie das Statistische Bundesamt berichtete.<br>\nInsgesamt ist aber der Anteil der vorwiegend Erwerbst&auml;tigen gestiegen, erkl&auml;rte die Wiesbadener Beh&ouml;rde. So bestritten im Jahr 2000 nur rund 41 Prozent ihren Lebensunterhalt vorwiegend aus eigener Erwerbst&auml;tigkeit. Rund 30 Prozent lebten von Zuwendungen ihrer Angeh&ouml;rigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/nicht-mal-jeder-zweite-lebt-von-seiner-arbeit-16279311.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Diese rei&szlig;erische &Uuml;berschrift soll wohl den Anschein erwecken, dass mehr als die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung &ldquo;vom Staat&rdquo; lebt und damit den Mythos des angeblich &uuml;berbordenden Sozialstaats weiter aufrecht erhalten. Das ist aber falsch, wie sich dann im &ldquo;Kleingedruckten&rdquo; zeigt: Demnach leben nur 7% der Menschen von F&uuml;rsorgeleistungen und 22 % von Renten und Pensionen. Im weitesten Sinne beziehen also nur 29% der Bev&ouml;lkerung Geld &uuml;ber staatliche F&uuml;rsorge-, Versicherungs-, oder Versorgungssysteme. Wenn nur 7% der Bev&ouml;lkerung Leistungen bezieht, ohne daf&uuml;r Anwartschaften erworben zu haben, kann man wohl kaum von &uuml;berbordenden Sozialleistungen sprechen. Spannend ist auch der Hinweis auf die 24% (oder doch 30%?) mitversorgten Familienmitglieder: M&ouml;chte die FAZ hier irgendetwas &auml;ndern? Wenn ja, dann m&uuml;sste der Staat wohl die Kinderarbeit erlauben, das Ehegattensplitting und die Familienversicherung abschaffen und s&auml;mtliche weiteren Familienleistungen streichen. Nur so lie&szlig;en sich Arbeitsanreize f&uuml;r all die mitversorgten Angeh&ouml;rigen setzen, wenn die FAZ das unbedingt m&ouml;chte.<\/em><\/p>\n<p><em>Spannend ist auch der Hinweis auf &ldquo;die Sozialhilfe&rdquo;, die in einer Region besonders wichtig sein soll. Diese regionale Besonderheit bezieht nicht auf &ldquo;die Sozialhilfe&rdquo; nach SGB XII, sondern fast ausschlie&szlig;lich auf Leistungen nach dem SGB II. &Uuml;berhaupt nicht thematisiert hat die FAZ, dass hierzulande 16% der Bev&ouml;lkerung armutsgef&auml;hrdet sind, aber nur 7% auch Sozialleistungen erhalten. K&ouml;nnte das nicht ein Hinweis darauf sein, dass die Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung und die Regels&auml;tze lebensfremd sind?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>IWF zu deutscher Wirtschaft: Exportboom macht Reiche reicher<\/strong><br>\nIm Ausland gibt es viel Kritik am hohen Leistungsbilanz&uuml;berschuss Deutschlands. Nun gie&szlig;t der IWF &Ouml;l ins Feuer. Der &Uuml;berschuss versch&auml;rfe die soziale Ungleichheit hierzulande, hei&szlig;t es im neuen Deutschland-Bericht.<br>\nN&uuml;tzt der deutsche Exportboom nur den Reichen? Der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hat in einer umfassenden Analyse die Schattenseiten des hohen Leistungsbilanz&uuml;berschusses dargestellt. W&auml;hrend der &Uuml;berschuss in den letzten zwei Jahrzehnten anschwoll und 2018 einen neuen Weltrekord von 260 Milliarden Euro erreichte, stagnierten die unteren und mittleren Einkommen, schreiben die IWF-&Ouml;konomen. Lediglich die Top-Einkommen stiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/boerse\/iwf-bericht-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: IWF macht Familienunternehmen f&uuml;r Ungleichheit in Deutschland verantwortlich<\/strong><br>\nDem W&auml;hrungsfonds zufolge verst&auml;rkt sich die Ungleichheit in Deutschland immer mehr. Als Quell des &Uuml;bels macht der IWF die Familienunternehmen aus. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Deutschlands Erfolg auf globalen Exportm&auml;rkten muss vor dem Hintergrund seiner hohen Verm&ouml;gensungleichheit betrachtet werden, um die Treiber hinter dem Anstieg der privaten Ersparnisse und der Zunahme des Leistungsbilanz&uuml;berschusses zu verstehen&ldquo;, schreiben die &Ouml;konomen.<br>\nKonkret arbeiten sie heraus, dass in den vergangenen beiden Jahrzehnten einerseits Zur&uuml;ckhaltung der Arbeitnehmer bei den L&ouml;hnen und andererseits die hohe Sparquote des reichsten Prozents auch die Einkommensungleichheit verst&auml;rkt habe. Die wachsende Einkommensungleichheit wiederum verst&auml;rke die Verm&ouml;gensungleichheit. &bdquo;Verm&ouml;gens- und Einkommensungleichheit sind eng miteinander verbunden&ldquo;, urteilt der IWF.<br>\nBisher herrschte in Deutschland die Sicht vor, dass zwar die Verm&ouml;gen ungleich verteilt seien, nicht aber die Einkommen.<br>\nEin wichtiger Indikator daf&uuml;r, dass Deutschland eines der L&auml;nder mit der h&ouml;chsten Ungleichheit der Welt sei, ist laut IWF das sogenannte Median-Verm&ouml;gen von 61.000 Euro. Es besagt, dass die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung weniger und die andere H&auml;lfte mehr Verm&ouml;gen besitzt.<br>\nNur wenige Immobilienbesitzer in Deutschland<br>\nDer Wert von 61.000 Euro in Deutschland ist nur etwas h&ouml;her als in Polen, aber niedriger als in Griechenland und erheblich niedriger als im Durchschnitt der Euro-L&auml;nder, der bei 100.000 Euro liegt. Gleichzeitig ist der Anteil des reichsten Prozents am Gesamtverm&ouml;gen mit 24 Prozent mit der h&ouml;chste in Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/vermoegensverteilung-iwf-macht-familienunternehmen-fuer-ungleichheit-in-deutschland-verantwortlich\/24578328.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die von den &Ouml;konomen des IWF vorgeschlagene Gegenstrategie ist trotz Kritik an der ausgepr&auml;gten Verm&ouml;gens- und Einkommensungleichheit in Deutschland an neoliberaler Dogmatik nicht zu &uuml;bertreffen: &rdquo; &hellip;. breitere Kreise am Aktienerwerb beteiligen&rdquo;. Tja, wie soll das gehen, wenn das Einkommen gerade noch f&uuml;r die Miete und den Lebensunterhalt reicht? Was wirklich helfen w&uuml;rde ist kein Geheimnis: Eine radikale Besteuerung gro&szlig;er Erbschaften, Einf&uuml;hrung einer Verm&ouml;genssteuer, konsequente Bek&auml;mpfung der Steuerhinterziehung und Steuervermeidung, Einf&uuml;hrung einer Bodenwertzuwachssteuer, kr&auml;ftige Lohnerh&ouml;hungen und die Abschaffung des Hartz IV Repressionsregimes als Instrument zum herunter dr&uuml;cken der L&ouml;hne. Aber das ist mit der CDU und der SPD nicht zu machen und mit den Gr&uuml;nen auch nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Breite Front gegen Mercosur-Pakt<\/strong><br>\nDas geplante EU-Mercosur-Handelsabkommen st&ouml;&szlig;t in &Ouml;sterreich auf breit gef&auml;cherten Widerstand. Fast alle Parteien f&uuml;rchten Wettbewerbsverzerrungen, Billigfleischimporte und noch mehr Umwelts&uuml;nden etwa im Amazonas. Auch AK, &Ouml;GB und Umweltsch&uuml;tzer warnen vor einem Abschluss. Die Bef&uuml;rworter wie Wirtschafts- und Industrieverb&auml;nde sowie NEOS sind deutlich in der Minderzahl. Uneinig sind sich die &Ouml;VP-B&uuml;nde.<br>\n&bdquo;Die SP&Ouml; ist gegen Mercosur&ldquo;, sagt SP&Ouml;-Vizeklubchef J&ouml;rg Leichtfried. &bdquo;Das S&uuml;damerika-Abkommen gef&auml;hrdet unsere klein strukturierte Landwirtschaft. Der Handelspakt befeuert die Lebensmittelproduktion auf gigantischen Monokulturen&ldquo;, kritisiert er. Er warnt vor Regenwaldrodungen und umfassendem Pestizideinsatz. Die geplanten Rindfleischimporte von 99.000 Tonnen aus brasilianischen und argentinischen &bdquo;Rinderfabriken&ldquo; gef&auml;hrdeten Bauern, Lebensmittelstandards und Umwelt. &bdquo;In Zeiten der Klimakrise ist es unverantwortlich, noch mehr G&uuml;ter &uuml;ber Zehntausende Kilometer zu schiffen, die genauso gut bei uns produziert werden k&ouml;nnten. Den Preis zahlt die Umwelt.&ldquo;<br>\nNoch f&uuml;r September &ndash; also in der letzten Plenarwoche vor der Nationalratswahl &ndash; k&uuml;ndigte der Sozialdemokrat einen Antrag an, &bdquo;um die Regierung mit einem Nein zum Abkommen zu binden. Wir hoffen auf ein echtes Einlenken und eine Zustimmung bei &Ouml;VP und FP&Ouml;.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3129913\/\">ORF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schlafende Sch&ouml;nheit oder Kriegsmacht EU<\/strong><br>\nDer Abteilungsleiter Politik im Bundesministerium der Verteidigung, G&eacute;za Andreas von Geyr, will mit einem besonderen Narrativ eine &raquo;Europ&auml;ische Verteidigungsunion&laquo; in den K&ouml;pfen verankern &ndash; bis hin zu einem &raquo;robusten Einsatz&laquo;, sprich Krieg. &raquo;Das sei n&ouml;tig, denn es gehe um die Glaubw&uuml;rdigkeit der europ&auml;ischen Verteidigung&laquo;, berichtet das Ministerium (27.11.2018). Daf&uuml;r arbeitet die Friedensnobelpreistr&auml;gerin EU hart und konsequent. Die deutsche F&uuml;hrungsmacht pl&auml;diert in der Person von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ausgerechnet in Mali f&uuml;r gemeinsame europ&auml;ische Milit&auml;reins&auml;tze und f&uuml;r eine &raquo;Armee der Europ&auml;er&laquo;. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer stimmt ihr voll zu und will daf&uuml;r den bislang verbindlichen Parlamentsvorbehalt f&uuml;r Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr &raquo;ein St&uuml;ck zur&uuml;ckfahren&laquo;. Die von der Machtelite seit Jahren konzertiert propagierte Parole &raquo;mehr Verantwortung in der Welt &uuml;bernehmen&laquo; wird tatkr&auml;ftig umgesetzt. (&hellip;)<br>\nVielmehr setzt die EU auf Aufr&uuml;stung und milit&auml;rische Gewalt zur Durchsetzung wirtschaftlicher und strategischer Interessen &ndash; auch gegen&uuml;ber der Vormacht jenseits des Atlantiks. In dem EU-Projekt Permanent Structured Cooperation (PESCO &ndash; St&auml;ndige strukturierte Zusammenarbeit) wird ein milit&auml;risches Kerneuropa mit Spitzenf&auml;higkeiten aufgebaut. Das Ziel ist eine wirtschaftlich-milit&auml;rische Supermacht. PESCO, die &raquo;schlafende Sch&ouml;nheit des EU-Vertrages&laquo; (Juncker, Pr&auml;sident der EU-Kommission) beinhaltet die regelm&auml;&szlig;ige reale Aufstockung der Haushaltsmittel, eine Machtkonzentration der st&auml;rksten EU-Staaten und eine selbstverst&auml;ndliche Legitimation milit&auml;rischen Vorgehens. Die starken Staaten der EU verf&uuml;gen also in Zukunft &uuml;ber verschiedene milit&auml;rische Optionen, ihre Interessen in der Welt milit&auml;risch durchzusetzen: national, in der EU oder im Rahmen der NATO. Atomwaffenverbot, UN-Charta oder gar Abr&uuml;stung und Bek&auml;mpfung der Ungleichheit sind kein Thema in der EU-Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/13-2019&amp;textfile=4823\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie BP einen undurchsichtigen Gas-Deal im Senegal finanziert<\/strong><br>\nEin windiger Gesch&auml;ftsmann erhielt 2012 &Ouml;lbohr-Lizenzen im Senegal. Warum, bleibt unklar. Nun hat BP die Rechte &uuml;bernommen.<br>\n2012 erwarb der Unternehmer Frank Timis mit dem Unternehmen Petro-Tim Konzessionen zur Ausbeutung von &Ouml;l- und Gasfeldern vor der K&uuml;ste des Senegal. Ein obskurer Deal, der im Nachhinein viele Fragen aufwirft. Nicht zuletzt deshalb, weil BP 2017 Timis einen Teil der Rechte abkaufte. Timis verdient weiterhin Milliarden an den Lizenzgeb&uuml;hren. Senegal ist ein reiches Land. Zwar leben Millionen Senegalesen in Armut, doch der Lebensstandard k&ouml;nnte viel h&ouml;her sein. Das Land ist reich an nat&uuml;rlichen Ressourcen, ein Reichtum, der oft woanders hingeht, wie die BBC Anfang Juni in einer Dokumentation &ouml;ffentlich machte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Wie-BP-einen-undurchsichtigen-Gas-Deal-im-Senegal-finanziert%20\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Intellektuelle Chinas und der USA beraten &uuml;ber Seidenstra&szlig;en-Aufbau<\/strong><br>\nAuf dem Symposium &bdquo;Navigation f&uuml;r die Seidenstra&szlig;en-Initiative&rdquo; am Donnerstag haben Experten aus China und den USA tiefgehend &uuml;ber die Ergebnisse des Seidenstra&szlig;en-Aufbaus beraten und Vorschl&auml;ge f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Zusammenarbeit vorgelegt. [&hellip;]<br>\nDaniel Russel, Vize-Pr&auml;sident f&uuml;r internationale Sicherheit und Au&szlig;enpolitik beim Politikforschungsinstitut der Asiatischen Gesellschaft der USA (ASPI), war fr&uuml;her stellvertretender US-Au&szlig;enminister f&uuml;r Ostasien- und Pazifik-Angelegenheiten. Er sagte, dass sich viele US-Unternehmen an dem Seidenstra&szlig;en-Aufbau beteiligen wollten. Dazu geh&ouml;rten viele Unternehmen f&uuml;r Architektur, Logistik und Dienstleistungen sowie viele Banken, die &uuml;ber reichlich Erfahrungen und Fachkenntnisse der Risikokontrolle und des Projektdesigns verf&uuml;gten:<br>\n&bdquo;Ich meine, die US-Unternehmen in den Branchen der Herstellung, Dienstleistung und Finanzierung interessieren sich sehr f&uuml;r die Zusammenarbeit im Rahmen der Seidenstra&szlig;en-Initiative. Denn es gibt dabei viele Gesch&auml;ftschancen. Doch das Problem ist: Diese sind kommerzielle und nicht politische Entscheidungen. Gibt es Methoden, mit denen die obigen Unternehmen daran teilnehmen k&ouml;nnen? Haben sie wirklich die Gelegenheit, entsprechende Informationen zu erhalten? Sind sie zuversichtlich genug, um sich tats&auml;chlich damit zu besch&auml;ftigen? Aus meiner Sicht ist die F&ouml;rderung eines erleichterten Markteintritts von ausl&auml;ndischen Unternehmen von gro&szlig;er Bedeutung. Aus der Geschichte sehen wir, dass in vielen Situationen die Wirtschaft der USA zuerst dominiert, und erst dann ahmt die US-Regierung das nach.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3071\/2019\/07\/12\/1s295788.htm\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Gier nach Profit l&auml;sst auch die US-Wirtschaft nicht kalt. Viele US-Unternehmen wollen offenbar auch (weiterhin) Gesch&auml;ftsbeziehungen mit China w&auml;hrend die US-Regierung einen Handelskonflikt angezettelt hat, dessen Ende (zumindest noch) nicht in Sicht ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Uniform hei&szlig;t Unterordnen<\/strong><br>\nInsta sagt mehr als tausend Worte: Mitte Juni 2019, die gr&uuml;nen Spitzenpolitiker Cem &Ouml;zdemir und Tobias Lindner &uuml;berlegen, wohin mit der Europawahl-Euphorie. Quo vadis? Logisch, Bundeswehr. Ein inhaltlich wie strategisch &uuml;berragender Schachzug &ndash; in einer Partie R&auml;uberschach. Ihre Einsch&auml;tzung der Zielgruppe, die ihnen den Stimmenzuwachs verschafft hat und bei der es sich folglich mit der Inszenierung im Flecktarn anzubiedern g&auml;lte, ist gelinde gesagt zweifelhaft. Die ber&uuml;ckende Sch&ouml;nheit der Bilder von Gr&uuml;nen im Gr&uuml;nen reiht und gliedert die beiden in erlauchte Gesellschaft ein: Bei Abgeordneten in Deutschland und einigen Nachbarl&auml;ndern ist momentan eine sich verst&auml;rkende Vorliebe f&uuml;r das Tragen meist milit&auml;rischer Uniformen zu beobachten. Diese verlangt nach einem Kommentar aus antimilitaristischer Perspektive. (&hellip;)<br>\nDas Auftreten &ndash; die unmittelbare physische Pr&auml;senz ebenso wie die kulturelle Repr&auml;sentation (Gem&auml;lde, Fotos etc.) &ndash; in Uniform stellt am ganzen K&ouml;rper einer Person die Zugeh&ouml;rigkeit zu einer Vereinigung als den einen, definierenden Faktor in den Vordergrund. Politik ist Symbolik, ist Optik, Suggestion, Demonstration, Darstellung. Und hier wird demonstriert: was diese Person als Repr&auml;sentant*in dominiert, ist nicht ihre Zugeh&ouml;rigkeit zur Bev&ouml;lkerung als ziviles Ganzes und ihre Verk&ouml;rperung von deren Interessen, sondern ihre Zugeh&ouml;rigkeit zu einem Corps. Dies gilt unabh&auml;ngig davon, ob sie nun Berufssoldat*innen und Polizist*innen sind, oder eigentlich Sozialp&auml;dagog*innen wie Cem &Ouml;zdemir, oder Ex-Kriegsdienstverweigerer wie Tobias Lindner. Uniformiert auftretende Abgeordnete depriorisieren automatisch ihre Verpflichtung der Gesamtbev&ouml;lkerung gegen&uuml;ber, wenn sie in ihrem &ouml;ffentlichen Auftreten ihre Zugeh&ouml;rigkeit, Identifikation und vor allem Loyalit&auml;t mit einem Verbund, einer Organisation o.&auml;. in den Vordergrund stellen, die per definitionem eben nicht &bdquo;die Zivilgesellschaft&ldquo; ist &ndash; sie verk&ouml;rpern im wahrsten Sinne des Wortes milit&auml;rische Interessen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/07\/09\/uniform-heisst-unterordnen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52635#h08\">Kuscheln mit der Bundeswehr: Tarnfarbe Gr&uuml;n<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52729#h17\">Gr&uuml;ne Regierungsbeteiligung: &Ouml;zdemir scharrt mit den Hufen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nordsyrien und Irak: Feuer als Waffe<\/strong><br>\nMit den Brandstiftungen von Getreidefeldern wird der Bev&ouml;lkerung die Lebensgrundlage genommen<br>\nNach den starken Regenf&auml;llen im Winter und Fr&uuml;hjahr, die zwar teilweise mit verheerenden &Uuml;berschwemmungen einhergingen, wurde diesen Sommer in Nord- und Ostsyrien eine Rekordernte erwartet. Jetzt bef&uuml;rchtet die Bev&ouml;lkerung stattdessen eine Hungerernte.<br>\nIS-Schl&auml;ferzellen und das t&uuml;rkische Milit&auml;r setzen die Felder entlang der t&uuml;rkischen Mauer in Brand. Es fehlt an ausreichenden L&ouml;schfahrzeugen. Die Selbstverwaltung der demokratischen F&ouml;deration Nord- und Ostsyriens bittet bislang vergeblich um internationale Hilfe.<br>\nDie Neue Z&uuml;richer Zeitung (NZZ) berichtete schon Mitte Juni, dass pl&ouml;tzlich Tausende Hektar Getreidefl&auml;che in den von der demokratischen F&ouml;deration kontrollierten Gebieten in Flammen aufgingen. Ein Vertreter der Selbstverwaltung hatte bei seiner Bitte um Hilfe, gerichtet an die westlichen Verb&uuml;ndeten der Anti-IS-Koalition, keinen Erfolg. Die Lage wird als dramatisch geschildert.<br>\nEs bedarf spezieller L&ouml;schfahrzeuge, um die Br&auml;nde zu l&ouml;schen, die auch Teile der Erd&ouml;linfrastruktur gef&auml;hrden. Hinter den Brandanschl&auml;gen wird &uuml;berwiegend die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vermutet. Mitte Mai erschien in der IS-Propagandaschrift al-Naba folgender Aufruf, der als Aufruf zum Niederbrennen der Felder interpretiert werden kann: &ldquo;Die Erntezeit ist noch lange. Wir sagen den Soldaten des Kalifats: Ihr habt vor euch riesige Ackerfl&auml;chen mit Weizen und Gerste, die Ketzern geh&ouml;ren. Rollt die &Auml;rmel hoch, und beginnt die Ernte. M&ouml;ge Allah segnen, was ihr erntet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nordsyrien-und-Irak-Feuer-als-Waffe-4468987.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das Klima kann nur durch ein globales und radikales Handeln vor einer Katastrophe gesch&uuml;tzt werden<\/strong><br>\nEine radikale Klimaschutzstrategie. Gewidmet einer Generation, die als Erste das Opfer einer Klimakatastrophe sein wird und die als letzte sie verhindern kann. Ein Gastbeitrag von Mohssen Massarrat. Dank der Fridays for Future-Bewegung ist Klimaschutz als Herausforderung in Deutschland deutlich nach vorn ger&uuml;ckt, das zeigen die EU-Wahlergebnisse ziemlich klar. Nach einer Phase der Unsicherheit konfrontiert die Sch&uuml;lerbewegung die Politik mit ihrer Forderung nach einer CO2-Steuer von 180 Euro pro Tonne. Dies ist das radikalste Ansinnen, das eine Klimaschutzbewegung je an die Politik herangetragen hat. Ist aber die CO2-Bepreisung &uuml;berhaupt das geeignete Instrument, um das Klimaschutzziel von 1.5 Grad Erderw&auml;rmung gem&auml;&szlig; dem Pariser Abkommen zu erreichen und den CO2-Aussto&szlig; bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren? Meine Antwort ist ein klares Nein! Ich nenne drei Probleme, die die Protagonisten der CO2-Steuer ganz einfach &uuml;bersehen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wissen\/klimawandel-globales-radikales-handeln-erforderlich-12764879.html\">Mohssen Massarrat auf FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zahngesundheitsatlas: Wie viel GKV-Versicherte zuzahlen<\/strong><br>\nKassenpatienten m&uuml;ssen f&uuml;r Zahnersatz im Mittel 58 Prozent der Kosten selbst tragen. Das sind je nach Bundesland im durchschnittlich zwischen 628 Euro und 1.228 Euro. Das zeigt eine Analyse der Barmer. Den Versicherten scheint das Problem bewusst zu sein, denn immer mehr schlie&szlig;en private Zusatzpolicen ab. Die Barmer hat am Donnerstag vor der Presse in Berlin ihren Zahngesundheitsatlas vorgestellt. Professor Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der zweitgr&ouml;&szlig;ten Krankenkasse Deutschlands, wies dabei auf massive regionale Unterschiede hin. [&hellip;]<br>\nEntsprechend unterschiedlich fallen die Eigenanteile aus, wobei die Menschen in den neuen L&auml;ndern regelm&auml;&szlig;iger zur Zahnvorsorge gehen und entsprechend h&auml;ufiger von einem Bonus profitieren, der bis zu 65 Prozent Kosten&uuml;bernahme durch die Kasse f&uuml;hren kann. Beispielsweise liegt der Eigenanteil im Osten zwischen 47,7 Prozent in Sachsen-Anhalt und 50,2 Prozent in Sachsen. Deutlich tiefer in die Tasche greifen m&uuml;ssen die Versicherten in Baden-W&uuml;rttemberg (66,7 Prozent) und in Bayern (66,7 Prozent). Die absolute H&ouml;he der Zuzahlung f&uuml;r Zahnersatz betr&auml;gt etwa in Bayern im Durchschnitt 1.228 Euro. Dies ist fast doppelt so viel wie in Sachsen-Anhalt (628 Euro).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.versicherungsjournal.de\/markt-und-politik\/zahngesundheitsatlas-wie-viel-gkv-versicherte-zuzahlen-136165.php\">VersicherungsJournal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sterbende H&ouml;fe, belastete &Auml;cker<\/strong>\n<ul>\n<li>In Deutschland m&auml;sten Bauern viel mehr Schweine, Rinder oder H&uuml;hner, als f&uuml;r die Versorgung der Bundesb&uuml;rger n&ouml;tig w&auml;re.<\/li>\n<li>Im Gegenzug gibt es massive Nachhaltigkeits-Defizite auf praktisch allen Ebenen, zeigt ein Bericht f&uuml;r den Bundestag.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ob das Gesch&auml;ft der Landwirte gut l&auml;uft, l&auml;sst sich in den l&auml;ndlichen Regionen der Republik h&auml;ufig schon am Geruch feststellen. Deutsche Bauern m&auml;sten heute viel mehr Schweine, Rinder oder H&uuml;hner, als f&uuml;r die Versorgung der Bundesb&uuml;rger n&ouml;tig w&auml;re. Das ist zwar gut f&uuml;r ihr Auskommen &ndash; tonnenweise wird das Fleisch aus Deutschland in alle Welt exportiert.<br>\nDoch der Erfolg hat seine Schattenseiten, etwa die h&auml;ufig problematischen Haltungsbedingungen. Und: Zur&uuml;ck bleibt eine gewaltige Menge G&uuml;lle. Abermillionen Nutztiere in Deutschland produzieren mehrere Hundert Millionen Kubikmeter G&uuml;lle oder Mist. Der Preis daf&uuml;r ist hoch. Da sind etwa die Folgen f&uuml;rs Grundwasser. In einem Viertel der Wasserspeicher sind Nitrat-Grenzwerte &uuml;berschritten &ndash; vor allem in den Zentren der Viehwirtschaft. Die EU droht deshalb mit millionenschweren Bu&szlig;geldern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bauern-landwirtschaft-nachhaltigkeit-1.4520651\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Bundesgesundheitsminister bietet 14 Euro Mindestlohn in &bdquo;der&ldquo; Pflege. Ist das jetzt viel oder wenig? Es w&auml;re eine Frechheit, wenn man sich das genau anschaut<\/strong><br>\nDas Bundeskabinett hat im Juni einen Gesetzentwurf f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne in der Alten- und Krankenpflege auf den Weg gebracht. Ziel ist es, dass m&ouml;glichst in der gesamten Pflegebranche k&uuml;nftig Tarifl&ouml;hne gezahlt werden. Gelingt dies nicht, sollen die geltenden Mindestl&ouml;hne in der Pflege angehoben und in Ost und West vereinheitlicht werden. Das Gesetz soll im Herbst vom Bundestag verabschiedet werden. Der Entwurf eines Gesetzes f&uuml;r bessere L&ouml;hne in der Pflege (Pflegel&ouml;hneverbesserungsgesetz) vom 17. Juni 2019 verdient eine genauere Analyse und Einordnung, f&uuml;r die es einen eigenen Beitrag geben wird. Aber beim Thema Mindestlohn in der Pflegebranche gibt es nun einen ersten Aufschlag, der hier unter die Lupe genommen werden soll.<br>\nNun muss man wissen, dass wir hier nicht &uuml;ber den allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn sprechen, der derzeit bei 9,19 Euro brutto pro Stunde liegt, sondern &uuml;ber einen Branchen-Mindestlohn. Es geht dabei um spezielle Mindestl&ouml;hne, welche sich aufgrund von Tarifvertr&auml;gen, die auf Grundlage des Arbeitnehmer-Entsendegesetz f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;rt wurden, sowie auf Grundlage von Rechtsverordnungen nach &sect; 11 Arbeitnehmer-Entsendegesetz f&uuml;r die Pflegebranche und &sect; 3a Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetz f&uuml;r die Leiharbeitsbranche ergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2019\/07\/06\/pflege-mindestlohn\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutlich mehr Fahrradunf&auml;lle<\/strong><br>\nDie Verkehrssicherheit von Radfahrenden hat sich weiter verschlechtert. W&auml;hrend im Auto weniger Menschen starben, stieg die Zahl der get&ouml;teten Radfahrenden deutlich an. Der ADFC fordert ein nationales Bauprogramm f&uuml;r gesch&uuml;tzte Radinfrastruktur.<br>\nDie vom Statistischen Bundesamt ver&ouml;ffentlichten Unfallzahlen f&uuml;r 2018 sind alarmierend. 88.850 Radfahrerinnen und Radfahrer sind 2018 auf deutschen Stra&szlig;en verungl&uuml;ckt &ndash; das sind elf Prozent mehr als im Vorjahr. Unter den Unfallopfern waren auch 10.225 Kinder, das entspricht einem Plus von fast vier Prozent. 445 Radfahrende kamen 2018 zu Tode, das sind fast 17 Prozent mehr als 2017. Unter den Get&ouml;teten waren 21 Kinder, sechs von ihnen starben durch rechtsabbiegende LKW.<br>\nDer ADFC sch&auml;tzt, dass sich die Unfallsituation im Zweiradverkehr 2019 noch weiter verschlechtern wird. Denn der Radverkehr in den St&auml;dten nimmt zu, immer mehr Menschen wollen Alternativen zum Auto &ndash; und gleichzeitig wird es durch die k&uuml;rzlich zugelassenen E-Scooter auf den ohnehin schon unterdimensionierten Radwegen immer enger und gef&auml;hrlicher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.adfc.de\/neuigkeit\/deutlich-mehr-fahrradunfaelle\/\">ADFC<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kennzeichenerfassung: Brandenburgs Innenministerium will weitermachen<\/strong><br>\nNach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts h&auml;lt das brandenburgische Innenministerium Kfz-Kennzeichenerfassung weiterhin f&uuml;r legal.<br>\nDie Polizei Brandenburg erfasst mit elf Kennzeichen-Scannern t&auml;glich rund um die Uhr etwa 55.000 Nummernschilder von Fahrzeugen und speichert diese in einer Datenbank auf unbestimmte Zeit. Die Daten werden nur auf Mitteilung der Staatsanwaltschaft gel&ouml;scht. Seit Anfang 2017 gab es keine solchen Mitteilungen mehr, wohl weil es st&auml;ndig ein laufendes Verfahren gab. Inzwischen sollen 40 Mio. personenbezogene Daten im Rahmen dieser Schleierfahndung gespeichert worden sein. Nach Auffassung des Innenministeriums handelt es sich aufgrund der laufenden Speicheranordnungen um keine Vorratsdatenspeicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Kennzeichenerfassung-Brandenburgs-Innenministerium-will-weitermachen-4468154.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-53389","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53389","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=53389"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53389\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53392,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53389\/revisions\/53392"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=53389"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=53389"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=53389"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}