{"id":53404,"date":"2019-07-15T08:23:24","date_gmt":"2019-07-15T06:23:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404"},"modified":"2019-07-15T08:23:24","modified_gmt":"2019-07-15T06:23:24","slug":"hinweise-des-tages-3406","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h01\">Kommissionspr&auml;sidentschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h02\">Wagenknecht &ndash; &bdquo;Die Klimadebatte, wie die Gr&uuml;nen sie f&uuml;hren, ist v&ouml;llig verk&uuml;rzt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h03\">&raquo;Der Osten wird vom Westen verwaltet und beherrscht&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h04\">Britischer Botschafter: Trump beging &ldquo;diplomatischen Vandalismus&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h05\">Die Tea Party l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h06\">Der &uuml;berlegene Unterton<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h07\">Die Macht des Dollars und der USA beruht auf dem Clearing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h08\">So viel Geld sollten Sie f&uuml;r die Rente zur&uuml;cklegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h09\">Altersversorgung auf dem Pr&uuml;fstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h10\">Die Welt macht einen Schritt zur&uuml;ck &ndash; auch wegen des Klimawandels<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h11\">USA bauen ukrainischen Schwarzmeerhafen f&uuml;r eigene Kriegsschiffe aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h12\">Bizarre Forderungen der Hohenzollern &ndash; Eine Zumutung f&uuml;r die aufgekl&auml;rte Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h13\">Was will die EU mit der Ukraine eigentlich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h14\">Wir sind in einer Phase, in der es kippen kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h15\">Beim Spagat &uuml;berdehnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h16\">Der Polizei weniger nachplappern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h17\">&raquo;Ich habe einen so systematischen Versuch zur Beeinflussung des Bundestags noch nicht erlebt&laquo; &ndash; Recherche des &bdquo;Spiegel&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53404#h18\">Kriegspropaganda in der Tagesschau<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kommissionspr&auml;sidentschaft<\/strong>\n<ol>\n<li><strong>Warum Ursula von der Leyen den fr&uuml;heren &ldquo;Bild&rdquo;-Chef engagiert hat<\/strong><br>\nKommende Woche will Ursula von der Leyen EU-Kommissionschefin werden. Bei ihrer Kampagne setzt sie auf einflussreiche Helfer. Doch der Widerstand bleibt gro&szlig;. (&hellip;)<br>\nAls Kommissionspr&auml;sidentin h&auml;tte sie daf&uuml;r rund 35 000 Mitarbeiter. Als Kandidatin kann sie sich nur auf eine Handvoll Berater st&uuml;tzen &ndash; und nicht jeder ist hilfreich. So dient sich von der Leyen ein Mann an, der dieser Tage selbst um seinen Job k&auml;mpft: Martin Selmayr. (&hellip;)<br>\nAnstelle des feinsinnigen Diplomaten versucht nun der EU-Beamte Selmayr die Kandidatin erfolgreich zu positionieren. Von der Leyens sp&auml;tabendlicher Besucher gilt als manipulativ und knallhart. Selmayr war Kabinettschef von Jean-Claude Juncker, ehe er im M&auml;rz 2018 unter dubiosen Umst&auml;nden Generalsekret&auml;r der EU-Kommission wurde. (&hellip;)<br>\nDabei sind die Bedenken gegen Selmayr berechtigt. Um ja nichts zu vers&auml;umen, hat der Spitzenbeamte gleich mehrere Getreue in von der Leyens &ldquo;&Uuml;bergangsteam&rdquo; untergebracht. Pauline Rouch etwa arbeitete mit Selmayr bereits im Stab der damaligen Justizkommissarin Viviane Reding zusammen, von der Leyens Verb&uuml;ndeter im Kampf um eine Frauenquote.<br>\nSollte von der Leyen ihren Landsmann tats&auml;chlich behalten, w&auml;re dies eine &uuml;berraschende Fehleinsch&auml;tzung einer Frau, die sonst nichts dem Zufall &uuml;berl&auml;sst. (&hellip;)<br>\nFolglich kam die Ministerin auf ein altes Angebot zur&uuml;ck, das die Agentur &ldquo;Story Machine&rdquo; schon vor Monaten bei ihr hinterlegt hatte. Die junge Agentur, die Ex-&ldquo;Bild&rdquo;-Chef Kai Diekmann mit zwei Kompagnons gegr&uuml;ndet hat, erf&uuml;llt die Internettr&auml;ume prominenter Entscheidungstr&auml;ger.<br>\nAls Ministerin hatte von der Leyen die Offerte noch abgelehnt, neue Schlagzeilen &uuml;ber externe Berater konnte sie nicht brauchen. Aber als der Ruf aus Br&uuml;ssel kam, z&ouml;gerte sie nicht lange. Am Tag nach der Nominierung wurde &ldquo;Story Machine&rdquo; t&auml;tig, schuf den Twitteraccount @vonderleyen und gr&uuml;&szlig;te sofort dreisprachig in die Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/plus\/warum-ursula-von-der-leyen-ex-bild-chef-kai-diekmann-engagiert-hat-a-00000000-0002-0001-0000-000164871534\">SPIEGEL Online (hinter Paywall)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Schade, dass dieser Artikel hinter einer Paywall versteckt ist. Der Inhalt ist durchaus interessant und brisant. Von der Leyen st&uuml;tzt sich bei ihrer Kandidatur also auf die beiden S&auml;ulen Selmayr und Diekmann, die &uuml;brigens beide &uuml;berzeugte Transatlantiker sind. &Uuml;ber Selmayr hatten die NachDenkSeiten schon <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50500\">im Vorfeld der Europawahl kritisch berichtet<\/a> &ndash; dass die auf EU-Ebene schlecht vernetzte von der Leyen auf die Netzwerke des &ldquo;Schattenmanns&rdquo; Selmayr angewiesen ist, &uuml;berrascht nicht und der erzkonservative wirtschaftsliberale Selmayr passt ja auch gut zu ihr. &Uuml;ber Kai Diekmann muss man nicht mehr viel sagen. Interessant w&auml;re hier nur die Frage, wer Diekmanns Beraterdienste eigentlich bezahlt? Ein Budget f&uuml;r Berater wird sie als Kandidatin bei der EU ja wohl nicht haben. Zahlt sie den Ex-Bild-Chef aus eigener Tasche? Diese nicht eben unwichtige Information verschweigt SPIEGEL Online auch seinen zahlenden Lesern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europas Sozialdemokraten stellen Bedingungen f&uuml;r Wahl von der Leyens<\/strong><br>\nEuropas Sozialdemokraten wollen eine Unterst&uuml;tzung Ursula von der Leyens bei der Wahl zur Kommissionspr&auml;sidentin offenbar von weitreichenden Zugest&auml;ndnissen der CDU-Bewerberin abh&auml;ngig machen. In einem Schreiben an die Kandidatin, das dem SPIEGEL vorliegt, dankt Fraktionschefin Iratxe Garcia P&eacute;rez von der Leyen zwar f&uuml;r ihren Besuch in der Fraktion am Mittwoch. &ldquo;Bei diesem ersten Meinungsaustausch blieben jedoch eine Reihe wichtiger Fragen unbeantwortet.&rdquo; (&hellip;)<br>\nIhrem Schreiben f&uuml;gt Garcia P&eacute;rez f&uuml;nf eng getippte Seiten mit detaillierten Aufgaben f&uuml;r die n&auml;chste Kommission bei, es ist eine Art Nachbesserungsliste f&uuml;r von der Leyen:\n<ul>\n<li>So m&uuml;sse die neue Kommission eine ehrgeizige Strategie vorlegen, um die Uno-Ziele zur nachhaltigen Entwicklung zu erreichen.<\/li>\n<li>F&uuml;r den Kampf gegen den Klimawandel sollen im neuen mehrj&auml;hrigen Finanzrahmen, der derzeit f&uuml;r die Jahre 2021 bis 2027 verhandelt wird, wenigstens 30 Prozent der Mittel bereitgestellt werden.<\/li>\n<li>Problematisch f&uuml;r von der Leyen: Die Sozialdemokraten bekr&auml;ftigen ihre Forderung nach einer flexiblen Anwendung der Regeln des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakts, mit dem Defizits&uuml;nder unter den EU-Mitgliedsl&auml;ndern &uuml;berwacht werden sollen. Eine solche Forderung ist gerade bei von der Leyens eigenen Leuten nicht popul&auml;r.<\/li>\n<li>Die Forderung des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron nach einem &uuml;ppig ausgestatteten Eurozonenbudget, um Wirtschaftskrisen zu &uuml;berwinden, taucht in dem Katalog genauso auf wie die Forderung nach einer europ&auml;ischen Strategie zur Armutsbek&auml;mpfung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch beim Thema Rechtsstaat verlangen die Sozialdemokraten eine harte Hand der neuen EU-Kommission. Diese m&uuml;sse einen &ldquo;umfassenden Rechtsstaatsmechanismus&rdquo; einf&uuml;hren, hei&szlig;t es in dem Schreiben. F&uuml;r den Fall von Verst&ouml;&szlig;en schlagen die Sozialdemokraten vor, Regionalf&ouml;rdermittel f&uuml;r die betreffenden L&auml;nder zu k&uuml;rzen.<br>\nDer Passus ist eine Kampfansage vor allem an L&auml;nder wie Polen und Ungarn, die mit der EU-Kommission wegen rechtsstaatlicher Probleme im Streit liegen, gleichzeitig aber zu den Hauptempf&auml;ngern von EU-F&ouml;rdergeldern z&auml;hlen. (&hellip;)<br>\nImmerhin, der Forderungskatalog zeigt, dass nicht alle Sozialdemokraten im Europaparlament von der Leyen so kategorisch ablehnen wie die deutschen SPD-Europaparlamentarier.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ursula-von-der-leyen-als-eu-kommissionspraesidentin-sozialdemokraten-stellen-bedingungen-fuer-wahl-a-1277053.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Na, ob diese Forderungen ein gro&szlig;es Hindernis f&uuml;r die Wahl von Frau von der Leyen darstellen, wird sich in K&uuml;rze zeigen. Zweifel d&uuml;rften angebracht sein. Die europ&auml;ischen Sozialdemokraten haben nun jedenfalls einen L&ouml;sungsansatz f&uuml;r einen Kompromiss aufgezeigt. Und was passiert eigentlich, wenn Frau von der Leyen diesen Forderungen vor der Wahl zustimmt und es sp&auml;ter doch anders kommen sollte?<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53389#h01\">Aff&auml;ren der deutschen Kandidatin? Psst, dar&uuml;ber spricht man nicht!<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schwierige Kompetenz-Tournee<\/strong><br>\nJa, ich h&ouml;re euch. Ich sch&auml;tze euch. Und ernst nehme ich euch sowieso. Ursula von der Leyen sitzt so aufrecht, als habe sie ein Stahllineal im R&uuml;cken. Wei&szlig;e Bluse, taubenblauer Blazer, die Schultern gerade, der Blick aufmerksam. Sie l&auml;chelt. Sie nickt, wenn ein Abgeordneter kritisch fragt. Sie bedankt sich, sprechen zu d&uuml;rfen. Alles an ihr dr&uuml;ckt Zugewandtheit und Respekt aus.<br>\nVor ihr bl&auml;ttern die Abgeordneten der europ&auml;ischen Liberalen in ihren Notizen, der n&uuml;chterne Saal in einem Br&uuml;sseler Parlamentsgeb&auml;ude gleicht einem Amphitheater. Das passt. Die 60 Jahre alte Christdemokratin ist gerade auf Werbetour in eigener Sache. Von der Leyen will EU-Kommissionspr&auml;sidentin werden. Sie wei&szlig;, dass sie k&auml;mpfen muss.<br>\nVor gut einer Woche haben sie die europ&auml;ischen Regierungschefs &uuml;berraschend f&uuml;r den Spitzenjob vorgeschlagen. Sie w&auml;re dann die m&auml;chtigste Person in der EU, die erste Frau jemals in diesem Spitzenamt und die erste Deutsche, seit Walter Hallstein 1958 Kommissionschef der Europ&auml;ischen Wirtschaftsgemeinschaft wurde.<br>\nAber wollen die Abgeordneten des EU-Parlaments von der Leyen auch? Ihre Mehrheit wackelt. Am kommenden Dienstag, 18 Uhr, wird diese Frage beantwortet. Dann stimmt das Parlament &uuml;ber von der Leyen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ursula-von-der-Leyen-und-die-EU\/!5606629\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Oh Mann. Sicher, die taz ist eine konservative Zeitung auf der Spur der neoliberalen Joschka-Fischer-\/KGE-Gr&uuml;nen, aber so ein Artikel zugunsten der Hardcore-Rechten tut wirklich weh. Ursula von der Leyen ist &ldquo;eine Realpolitikerin mit deutlichem Drall ins linksgr&uuml;ne Gesellschaftsbild&rdquo;? WTF? Als Beweis &ldquo;Frauenquote in Aufsichtsr&auml;ten, Elterngeld, Ausbau der Krippenpl&auml;tze&rdquo; &ndash; eine Frauenquote f&uuml;r ca. 100 &uuml;berbezahlte Topmanagerinnen, w&auml;hrend UvdL in schlimmster konservativer Tradition Niedrigstl&ouml;hnen und Niedrigstrenten f&uuml;r Putzfrauen, Zimmerm&auml;dchen, Besch&auml;ftigte in der Gastronomie&hellip; beibehielt und f&ouml;rderte&hellip; Beim Elterngeld mal eben unterschlagen, da&szlig; nebenbei das Erziehungsgeld <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erziehungsgeld#Existenzsicherung\">f&uuml;r alle abgeschafft wurde<\/a>, wodurch Hartz-IV-Betroffene und andere Eltern, die von Sozialleistungen leben (m&uuml;ssen), sogar diesen kargen Anspruch verloren? Schon &ldquo;vergessen&rdquo;, da&szlig; Ursula von der Leyen in ihrer Zeit als Arbeitsministerin die brutal kleingerechneten Hartz-IV-S&auml;tze mit am h&auml;rtesten verteidigte und sich immer strikt gegen Steuererh&ouml;hungen (f&uuml;r Besserverdiener) einsetzte &ndash; oder ist das der &ldquo;linksgr&uuml;nen&rdquo; taz wumpe??? Dann die r&uuml;hrselige Story, da&szlig; UvdL die Probleme im Verteidigungsministerium nur geerbt h&auml;tte und mit dem &ldquo;vielleicht richtig[en]&rdquo; Ansatz &ldquo;externe Unternehmensberatung&rdquo; l&ouml;sen wollte: die Ausrede zieht nicht mehr, wenn die Ministerin das Amt seit sechs Jahren innehat, und die freih&auml;ndige Vergabe von millionenteuren (und fragw&uuml;rdigen) Auftr&auml;gen an Unternehmensberatungen sieht nach Korruption aus. &ldquo;[UvdL] ist tats&auml;chlich eine gl&uuml;hende Europ&auml;erin. Sie ist in Br&uuml;ssel geboren und dort aufgewachsen&rdquo; &ndash; was f&uuml;r ein krankes &ldquo;Argument&rdquo;. Alle Br&uuml;sselerInnen sind also &ldquo;gl&uuml;hende Europ&auml;erinnen&rdquo; (was auch immer das sein mag) und alle Nicht-Br&uuml;sselerInnen nicht? &ldquo;Ihre Niederlage w&auml;re ein sch&ouml;ner Triumph f&uuml;r die antidemokratischen Kr&auml;fte in ganz Europa.&rdquo; &ndash; Wenn man den Europ&auml;ischen Rat und insbesondere Viktor Orb&aacute;n und Jaros&#322;aw Kaczy&#324;ski, sonst die autorit&auml;ren Lieblingsfeinde der taz und sogar von der EU selbst als Gegner von Rechtsstaat und Demokratie ger&uuml;gt, als die &ldquo;demokratischen Kr&auml;fte&rdquo; definiert, dann ja. Ich erwarte inzwischen nicht mehr viel von der taz, aber solche alternativen Fakten auf Trump-Niveau drehen mir den Magen um. Die taz als Werbeblatt f&uuml;r die Hardcore-Rechte, wer h&auml;tte das noch vor 10 Jahren erwartet?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wagenknecht &ndash; &bdquo;Die Klimadebatte, wie die Gr&uuml;nen sie f&uuml;hren, ist v&ouml;llig verk&uuml;rzt&ldquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] FOCUS: Die Gr&uuml;nen argumentieren hoch moralisch. Ist das nicht, wenn man sich deren Zustimmungswerte anschaut, ein Erfolgsrezept?<br>\nWagenknecht: Ein Klimaschutz, der zulasten der Mittelschicht und der &Auml;rmeren geht, statt sich mit den globalen Konzernen anzulegen, ist weder moralisch noch wirkungsvoll. Au&szlig;erdem f&uuml;hrt dieser Ansatz, der schon beim Erneuerbare-Energien-Gesetz verfolgt wurde, dazu, dass es f&uuml;r Umweltpolitik weniger R&uuml;ckhalt gibt.<br>\nFOCUS: Die Klimafrage scheint zurzeit allerdings alles andere zu verdr&auml;ngen.<br>\nWagenknecht: Ich finde, dass die Klimadebatte, wie die Gr&uuml;nen sie f&uuml;hren, v&ouml;llig verk&uuml;rzt ist.<br>\nFOCUS: Wieso?<br>\nWagenknecht: Menschen, die aufs Auto angewiesen sind, weil in ihrer Region kein Zug und kein Bus mehr f&auml;hrt, taugen nicht zum Feindbild. Nicht jeder kann sich eine Wohnung in hippen Gro&szlig;stadtbezirken leisten, wo man gut mit dem Fahrrad zum Job kommt. Und der klimasch&auml;dliche Aussto&szlig; einer Durchschnittsfamilie, die sich einmal im Jahr eine Flugreise leistet und &ouml;fter Fleisch isst, steht in keinem Verh&auml;ltnis zum klimazerst&ouml;renden Effekt der Globalisierung, in deren Rahmen Konzerne ihre Produkte teilweise mehrfach &uuml;ber riesige Distanzen verschiffen, um immer dort zu produzieren, wo die L&ouml;hne am niedrigsten und die Standards am schlechtesten sind.<br>\nEin anderes Beispiel: Viele gro&szlig;e Unternehmen konstruieren ihre Produkte bewusst so, dass sie schnell wieder kaputtgehen, &bdquo;quick and dirty&ldquo; bringt Rendite, und man kann schnell das n&auml;chste Modell in den Markt dr&uuml;cken. Eine unglaubliche Verschwendung! W&uuml;rden alle Gebrauchsg&uuml;ter doppelt so lange halten, w&uuml;rde ihre Produktion halb so viel Treibhausgase erzeugen.<br>\nFOCUS: Ist es nicht ein guter Ansatz, von jedem zu verlangen, dass er wegen des Klimaschutzes aufpassen soll, was er kauft und was er isst?<br>\nWagenknecht: Ja, wer das kann, sollte es tun. Aber viele Leute k&ouml;nnen sich den Bioladen nicht leisten. Deshalb ist es falsch, den Konsum in den Mittelpunkt zu stellen und wie die Gr&uuml;nen Umweltpolitik zu einer Frage des Lifestyles zu machen. Das ist ein elit&auml;rer Ansatz. Wenn jetzt etwa die CO2-Steuer zur Hauptforderung in der Klimadebatte wird, dann geht das wieder zulasten der &Auml;rmeren und der Mitte, die schon heute einen immer gr&ouml;&szlig;eren Teil ihres Budgets f&uuml;r Strom und Benzin ausgeben m&uuml;ssen. Wann haben die Gr&uuml;nen interveniert, als die Bahn auf B&ouml;rsenf&auml;higkeit getrimmt wurde? Das hat dazu gef&uuml;hrt, dass in l&auml;ndlichen Gegenden viele Bahnstrecken stillgelegt wurden. Dann auf die Leute herabzublicken, die in diesen Regionen leben und ihr Auto brauchen, ist arrogant.<br>\nFOCUS: Das klingt, als st&uuml;nden Sie als Linke dem Diesel-Fahrer aus der Provinz n&auml;her als dem progressiven Grafikdesigner in Prenzlauer Berg.<br>\nWagenknecht: Links hei&szlig;t, nicht die Interessen der Eliten zu vertreten, sondern die der abstiegsbedrohten Mitte und der &Auml;rmeren. Eine Politik, die die Situation dieser Menschen weiter verschlechtert, ist f&uuml;r mich nicht tragbar. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/politik-die-klimadebatte-wie-die-gruenen-sie-fuehren-ist-voellig-verkuerzt_id_10898409.html\">Focus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&raquo;Der Osten wird vom Westen verwaltet und beherrscht&laquo;<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit Yana Milev. &Uuml;ber die kulturkoloniale Dominanz der BRD, die M&auml;r von der &raquo;Wiedervereinigung&laquo; und die &Auml;hnlichkeiten der DDR mit der Schweiz (&hellip;)<br>\nErstens: Die &raquo;friedliche Revolution&laquo; &ndash; sie war keine. Die Abwesenheit physischer Gewalt bedeutete nicht, dass es nicht psychischen Druck und andere Formen der &Uuml;bernahme oder Konterrevolution gab. Zweitens: Die &raquo;Wiedervereinigung&laquo; &ndash; es war keine. Es haben sich nicht zwei Staaten &raquo;vereinigt&laquo;, sondern der eine &uuml;bernahm den anderen. Das nennt man Staatensukzession, also Einr&uuml;cken des Kernstaates ins Beitrittsgebiet. Drittens: die Wohlstandsversprechen von Helmut Kohl 1990. &raquo;Es wird niemandem schlechter gehen als zuvor, daf&uuml;r vielen besser&laquo;, hie&szlig; es. Man schaue nur in die Statistik&thinsp;&hellip; Viertens: &raquo;Wir sind ein Volk&laquo; &ndash; das ist es nicht! Die Ost- und die Westdeutschen haben aufgrund der komplement&auml;ren gesellschaftlichen Entwicklungen unterschiedliche Erfahrungen. Eine Vereinigung, die nur in den Narrativen der deutschen Nation und der deutschen W&auml;hrung stattfindet, dabei das unterschiedliche soziale und kulturelle Erbe negiert, muss &ndash; zumindest aus soziologischer Sicht &ndash; scheitern. Ich widerspreche der Behauptung von der angeblich erfolgreichen &raquo;Transformation des Ostens&laquo;. (&hellip;)<br>\nDer damals 81j&auml;hrige Heym &ndash; geboren in Chemnitz, als Jude von den Nazis ins Exil getrieben und seit 1953 in der DDR-Hauptstadt lebend &ndash; machte darauf aufmerksam, dass &raquo;zahllose B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen der Ex-DDR&laquo; protestieren, &raquo;dass die Errungenschaften und Leistungen ihres Lebens zu gering bewertet und kaum anerkannt oder gar allgemein genutzt werden&laquo;. Und er mahnte die Westdeutschen: &raquo;Massenarbeitslosigkeit, meine Damen und Herren &ndash; das haben Ihre Eltern vor Jahren schon durchleben m&uuml;ssen &ndash;, zerst&ouml;rt die gesamte Gesellschaft und treibt das Land in den Abgrund.&laquo; Darauf verweigerte ihm die Unionsfraktion &ndash; einschlie&szlig;lich der damaligen Bundesministerin Angela Merkel &ndash; geschlossen den Applaus. Einige Unionsabgeordnete verlie&szlig;en sogar den Saal.<br>\nDas war allerdings vor 25 Jahren.<br>\nHeym hatte recht. Der West-Ost-Konflikt verw&auml;chst sich nicht, die Erfahrungen pflanzen sich fort, vergleichbar mit Kriegstraumata. Selbst Ende der 80er Jahre und sp&auml;ter geborene Ostdeutsche, die &raquo;Wendekinder&laquo;, sind davon gepr&auml;gt. Sie erleben die Kulturkonflikte, die Zur&uuml;cksetzung und Ausgrenzung der Ostdeutschen in der Gegenwart. Bei einer 2018 in Sachsen vorgenommenen repr&auml;sentativen Umfrage sahen sich 65 Prozent aller Befragten als &raquo;B&uuml;rger zweiter Klasse&laquo;, die unter der Entwertung fr&uuml;herer Werte und unter der Ungleichheit vor dem Gesetz leiden. Fast 70 Prozent der 18- bis 29j&auml;hrigen stimmten dieser Aussage zu!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/358654.politische-soziologie-der-wende-der-osten-wird-vom-westen-verwaltet-und-beherrscht.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W. A.:<\/strong> Wer die Seele der Ostdeutschen, ihr Denken und Handeln, verstehen will, der muss diesen interessanten Artikel gelesen haben!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Ich habe zum ersten Mal eine solche kultursoziologische Betrachtung gelesen und halte diesen Ansatz f&uuml;r interessant.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Britischer Botschafter: Trump beging &ldquo;diplomatischen Vandalismus&rdquo;<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident k&uuml;ndigte Iran-Deal nur, um seinem Amtsvorg&auml;nger Obama eins auszuwischen, hei&szlig;t es in einer vertraulichen Depesche<br>\nDie Zeitung &ldquo;Mail on Sunday&rdquo; ver&ouml;ffentlichte am Sonntag erneut Details aus vertraulichen Depeschen des inzwischen zur&uuml;ckgetretenen britischen Botschafters in Washington. Darin schrieb Kim Darroch, bei dem Ausstieg Trumps aus dem Atomabkommen mit dem Iran handle es sich um einen Akt von &ldquo;diplomatischem Vandalismus&rdquo;.<br>\nDer US-Pr&auml;sident soll demnach den Atom-Deal vor allem aus pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden einseitig aufgek&uuml;ndigt haben, um seinem Vorg&auml;nger Barack Obama eins auszuwischen. [&hellip;]<br>\nDie Ver&ouml;ffentlichung von Ausz&uuml;gen aus den vertraulichen Emails ist in Gro&szlig;britannien heftig umstritten. Scotland Yard hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen, um herauszufinden, wer die Schreiben des Botschafters an die Presse weitergegeben hat. Gleichzeitig sprach die Polizei eine Warnung aus: Weitere Ver&ouml;ffentlichungen aus den vertraulichen Dokumenten k&ouml;nnten eine Straftat darstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000106271338\/britischer-botschafter-trump-beging-diplomatischen-vandalismus\">derStandard.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Tea Party l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en<\/strong><br>\nWie jedes Jahr ruft der Bund der Steuerzahler auch jetzt seinen Gedenktag aus. Die Berechnung allerdings ist falsch und nichts anderes als vulg&auml;r&ouml;konomischer Populismus.<br>\nHeute ist Steuerzahlergedenktag. Das behauptet zumindest der Bund der Steuerzahler. Bis zum heutigen Tag haben demnach die Deutschen im Durchschnitt gearbeitet, um ihre Steuern und Sozialabgaben zu zahlen. Die Botschaft, die der Steuerzahlerbund damit vermitteln will: Die Steuern und Abgaben sind viel zu hoch, der gierige Staat nimmt den rechtschaffenen B&uuml;rgern das hart erarbeitete Geld weg und verschwendet es.<br>\nNur hat das mit der realen Situation in Deutschland wenig zu tun. Das Konzept des Steuerzahlergedenktags ist verkorkst und geht in weiten Teilen von falschen Annahmen aus. Kurz gesagt: Es handelt sich um Vulg&auml;r&ouml;konomie und libert&auml;ren Populismus &ndash; die Tea Party l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en.<br>\nUm seinen Gedenktag zu ermitteln, berechnet der Bund der Steuerzahler eine sogenannte Einkommensbelastungsquote. Dazu werden die gesamten Steuern und Abgaben ins Verh&auml;ltnis zum Volkseinkommen gesetzt &ndash; also die Summe aller L&ouml;hne, Gewinne und Verm&ouml;genseinkommen. Diese Belastungsquote liegt f&uuml;r das Jahr 2017 bei 54,6 Prozent &ndash; &ldquo;die h&ouml;chste Quote, die wir in der Bundesrepublik je gehabt haben&rdquo;, sagt der Pr&auml;sident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel. Auf das Jahr bezogen bedeutet das, der 19. Juli 2017 ist der Steuerzahlergedenktag.<br>\nDas Problem: Das Volkseinkommen ist die falsche Bezugsgr&ouml;&szlig;e. Denn bei der Berechnung dieser Gr&ouml;&szlig;e sind die indirekten Steuern schon abgezogen &ndash; also die Mehrwertsteuer, die Verbrauchsteuern und die Grundsteuern. In den vergangenen Jahrzehnten wurden die Mehrwertsteuer und die &Ouml;kosteuern betr&auml;chtlich erh&ouml;ht und im Gegenzug die Einkommensteuer und die Sozialbeitr&auml;ge gesenkt. Auch wenn sich insoweit die gesamten Staatseinnahmen gar nicht erh&ouml;ht haben, bedeutet das f&uuml;r die Berechnung des Steuerzahlerbundes: Das Volkseinkommen ist gesunken und die Belastungsquote somit gestiegen.<br>\nDer Steuerzahlerbund sollte stattdessen das Nettonationaleinkommen verwenden &ndash; da sind die indirekten Steuern noch nicht abgezogen. Dann l&auml;ge die Belastungsquote f&uuml;r das laufende Jahr nur noch bei 48,3 Prozent und der Steuerzahlergedenktag w&auml;re schon am 25. Juni gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-07\/steuerzahler-gedenktag-deutschland-arbeit-abgaben\">Stefan Bach auf Zeit.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der &uuml;berlegene Unterton<\/strong><br>\nUmweltschutz, besonders auch Klimapolitik, sind heute h&ouml;chst prominente Themen. Laut der Umweltbewusstseinsstudie des Umweltbundesamtes von 2018 sagen das 64 Prozent, was in etwa dem Problembewusstsein f&uuml;r Bildung oder soziale Gerechtigkeit entspricht. Dass f&uuml;r den Umwelt- und Klimaschutz neben Politik und Wirtschaft auch Einzelne &raquo;etwas tun&laquo; k&ouml;nnen, ist klar. Seltsam ist hingegen, wie sehr in Sachen Konsumkritik in privaten Gespr&auml;chen wie &ouml;ffentlichen Polemiken das Reisen per Flugzeug im Vordergrund steht.<br>\nZwar verursacht das Fliegen pro Kopf und Kilometer einen h&ouml;heren CO2-Aussto&szlig; als das Bahn- oder Autofahren. Dennoch n&uuml;tzte es wenig, w&uuml;rde pl&ouml;tzlich gar niemand mehr fliegen &ndash; machte doch der weltweite Flugverkehr 2014 nur zwei Prozent der Kohlendioxidbelastung aus, wie im vergangenen Jahr ein Forschungsteam der Universit&auml;t von Kalifornien ermittelt hat. Das ist erheblich weniger als etwa die Produktion von Zement.<br>\nDa muss die Frage erlaubt sein, ob bei der verbreiteten Verdammung des Flugverkehrs neben der &ouml;kologischen Ebene auch etwas anderes mitschwingt. Die Autorin &#350;eyda Kurt hatte j&uuml;ngst eine Vermutung: &raquo;Das Fliegen wurde im deutschen Diskurs um Klima und Umwelt erst zum Ursprung allen &Uuml;bels erkl&auml;rt, als es demokratisiert wurde.&laquo; Steckt in der Kritik am Fliegen, die ja oft als Verdammung des &raquo;Billigflugs&laquo; auftritt, auch eine hintergr&uuml;ndige Trauer &uuml;ber den Verlust seiner Exklusivit&auml;t in den vergangenen 20 Jahren? Auch der Fleischkonsum wurde erst zum Problem ernannt, als Menschen mit weniger Geld ihn sich leisten konnten. Ein ges&auml;ttigtes Milieu macht Leuten Verhaltensvorschriften, die ihre diesbez&uuml;glichen Bed&uuml;rfnisse erst j&uuml;ngst &ndash; und nur im Ansatz &ndash; befriedigen k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nDer Unterton der &Uuml;berlegenheit, der mit der Klimadebatte oft einhergeht, kommt auf den Punkt in der Ermahnung zum &raquo;langfristigen Denken&laquo; f&uuml;r &raquo;die Zukunft&laquo;. Denn wer prek&auml;r lebt, muss kurzfristig handeln. Wie Aladin El-Mafaalani schreibt, wird den Armen ein &raquo;Management von extremer Knappheit&laquo; zur zweiten Haut. Diesem Habitus der unmittelbaren Notwendigkeit steht, so w&uuml;rde es Pierre Bourdieu sagen, ein Klassenethos des langfristig Vern&uuml;nftigen gegen&uuml;ber. Dies ist eine saturierte Haltung: Wer jeden Monat mit der Miete k&auml;mpft, hat &raquo;die Zukunft&laquo; &ndash; und auch &raquo;das Klima&laquo; &ndash; weit weniger im Blick als Leute, die ihr Wohneigentum &uuml;ber Jahre souver&auml;n zu &raquo;finanzieren&laquo; in der Lage sind.<br>\nMan mag das bedauern, aber so sind die Verh&auml;ltnisse: F&uuml;r die maledivischen Fischer ist das Klima keine Zukunfts-, sondern schon eine Gegenwartsfrage, sozusagen Teil des Kampfs um die Miete. Hierzulande aber kommt das &raquo;Zukunftsdenken&laquo; nur zu denen, die erwarten k&ouml;nnen, eine Zukunft zu haben. Und das sind gerade diejenigen, die auf den Freitagsdemos beklagen, eine inkonsequente Klimapolitik verspiele &raquo;die Zukunft&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1122782.umweltpolitik-der-ueberlegene-unterton.html\">Nadire Y. Biskin in neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Macht des Dollars und der USA beruht auf dem Clearing<\/strong><br>\nWestliche Grossbanken sind vom Clearing-Verfahren abh&auml;ngig und unterwerfen sich deshalb der US-Politik. Der Euro schafft es nicht.<br>\nEin Machtwort der USA liess die Schweizer Banken alle Konten Viktor Wechselbergs sperren, zwackte ihnen Milliardenbussen wegen des fr&uuml;heren Bankgeheimnisses ab und verlangt von den Europ&auml;ern, die Sanktionen gegen Putin und den Iran strikt anzuwenden.<br>\nIst etwa ein US-Flugzeugtr&auml;ger den Rhein heraufgefahren? Sind Geheimwaffen abgefeuert worden?<br>\nNein, die Macht, solche Strafaktionen und absoluten Gehorsam einzufordern ist noch viel geheimer &ndash; es ist das Dollar-Clearing in New York.<br>\nDiese Clearingstelle, eine Saldierungsstelle, erlaubt den Banken, nicht alle Zahlungen unter einander und bilateral auszuf&uuml;hren, sondern nur die Spitzen zwischen Ein und Aus einander gutzuschreiben.<br>\nDa der Dollar die Transaktionsw&auml;hrung der Welt ist, rechnen die Grossbanken in Dollar, transferieren in Dollar, und gleichen &uuml;ber eine US-Stelle in New York die Salden aus. Damit kann der amerikanische Staat dort den Hahn zudrehen f&uuml;r alle Banken, die ihm missliebig sind.<br>\nEs sind zwei Stellen zwar, eine der Notenbank mit &uuml;ber 6000 zugelassenen Banken (Fedwire Funds), aber nur einem kleinen Anteil der Transaktionen, und eine private mit rund 60 Grossbanken als Teilnehmer. Diese Clearing House Interbank Payments System (CHIPS) bew&auml;ltigt den L&ouml;wenanteil weltweit, und zwar in Tausenden von Milliarden t&auml;glich. Kleinere Banken wickeln ihre Transaktionen &uuml;ber diese Grossbanken ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Die-Macht-des-Dollars-und-der-USA-beruht-auf-dem-Clearing\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>So viel Geld sollten Sie f&uuml;r die Rente zur&uuml;cklegen<\/strong><br>\n&ldquo;Darum m&uuml;sste ich mich eigentlich mal k&uuml;mmern.&rdquo; Das ist so ein Satz, der oft kommt, wenn es in Gespr&auml;chen mit Freunden um die Rente geht. Das Thema ist so etwas wie der Endgegner im Parcours der Finanzentscheidungen. All die Fragen rund um die Rente sind unangenehm. Viele assoziieren sie mit dem Altwerden oder gar dem Sterben, das verdr&auml;ngt man als junger Mensch lieber.<br>\nDie meisten meiner Freunde wissen aber, dass die gesetzliche Rente nicht reichen d&uuml;rfte, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Denn die Rentenversicherung ist durch die Alterung der Gesellschaft unter Druck geraten. Weil die Geburtenraten gesunken sind und zudem die Lebenserwartung gestiegen ist, leben in Deutschland immer mehr &auml;ltere und weniger j&uuml;ngere Menschen.<br>\nMeiner Generation stehen deutlich mehr Rentenempf&auml;nger gegen&uuml;ber, die sie durch ihre Beitr&auml;ge finanzieren muss. Und wenn wir selber im Rentenalter sind, wird es weniger Beitragszahler geben, die f&uuml;r uns aufkommen.<br>\nMan muss also selbst etwas tun. Aber wie viel Geld sollte man zur Seite legen, um im Alter noch vern&uuml;nftig leben zu k&ouml;nnen? Der Young-Money-Blog hat mit Unterst&uuml;tzung der Verbraucherzentrale NRW beispielhaft berechnet, wie viel Geld junge Durchschnitts-, Besser- und Geringverdiener zur&uuml;cklegen sollten. (&hellip;)<br>\nGerade junge Menschen sollten deshalb so fr&uuml;h wie m&ouml;glich damit anfangen, Geld zu sparen und es f&uuml;rs Alter anzulegen. Besonders schwer ist das nicht. Diese drei M&ouml;glichkeiten stehen zur Auswahl oder k&ouml;nnen miteinander kombiniert werden:\n<ol>\n<li>Einen langfristigen ETF-Aktiensparplan anlegen und selbst f&uuml;rs Alter vorsorgen (&hellip;).<\/li>\n<li>Betriebsrenten des Arbeitgebers abschlie&szlig;en und den n&auml;chsten Arbeitgeber davon &uuml;berzeugen, dass es sinnvoll ist, in den Vertrag des vorherigen einzuzahlen.<\/li>\n<li>Gute Riester-Vertr&auml;ge abschlie&szlig;en oder weiterf&uuml;hren und die staatliche F&ouml;rderung mitnehmen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/private-rente-so-viel-geld-sollten-sie-fuer-die-rente-zuruecklegen-a-1275996.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mit Propaganda und Werbung f&uuml;r die angeblich &ldquo;kapitalgedeckte&rdquo; Altersvorsorge k&ouml;nnen also nicht nur Finanzinstitute viel Geld verdienen, sondern auch die schreibende Journaille. Aber m&ouml;glicherweise sind die vielen Online-Anzeigen f&uuml;r Fondsinvestments in dem Artikel reiner Zufall (s. Anhang).<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/forum\/wirtschaft\/young-money-blog-so-viel-geld-sollten-sie-fuer-die-rente-zuruecklegen-thread-928250-1.html#postbit_77059578\">Ein Kommentar<\/a> bringt es auf den Punkt: &ldquo;Die Rentenl&uuml;cke f&uuml;r mittlere und hohe Einkommen ist grober Unfug, denn je h&ouml;her das Einkommen, desto weniger wird davon verkonsumiert. Wenn meine Ausgaben als Gutverdiener aber nur 40% des Einkommens betragen und ich den Rest eh schon spare, dann brauch ich im Alter auch keine 70% dieser Eink&uuml;nfte, von dem ich einen Gro&szlig;teil ja trotzdem nur sparen w&uuml;rde. Und in die andere Richtung &ndash; so ca bei 50% der Bev&ouml;lkerung &ndash; sind selbst die 100 Euro Zusatzbedarf einfach nicht finanzierbar, weil bereits 100% oder gar mehr vom Einkommen f&uuml;r das Bestreiten der Existenz drauf gehen.<\/em><\/p>\n<p><em>&Uuml;brigens: <\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Aktien sind erfahrungsgem&auml;&szlig; dann am wertlosesten, wenn man das Geld ganz dringend braucht<\/em><\/li>\n<li><em>Entgeltumwandlung durch Betriebsrenten verringern die gesetzlichen Rentenanspr&uuml;che, da diese das zu versteuernde Einkommen reduzieren (wovon auch die Rentenbeitr&auml;ge berechnet werden)<\/em><\/li>\n<li><em>gute Riester-Vertr&auml;ge gibt es nicht, weil bei allen ein horrender Verwaltungsanteil von den Versicherungen einbehalten wird, der in der Regel der H&ouml;he der staatlichen Zusch&uuml;sse mindestens entspricht&rdquo;<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Zu den &uuml;blichen Anmerkungen (&ldquo;Denn die Rentenversicherung ist durch die Alterung der Gesellschaft unter Druck geraten.&rdquo;) ist noch hinzuzuf&uuml;gen, da&szlig; der Nettolohn der Beispiel-Lara &ldquo;&auml;hnlich stark steigt wie die Inflation&rdquo; (sie also keinesfalls am Produktivit&auml;tsfortschritt teilhaben soll, der &uuml;ber viele Jahrzehnte alleine den Unternehmen zufallen wird). Blankeste Propaganda unter dem Deckmantel der Seriosit&auml;t (leider halten manche Menschen dieses Revolverblatt noch f&uuml;r seri&ouml;s). Wenn es wirklich um die Rente ginge, wie die &Uuml;berschrift suggeriert, dann k&ouml;nnte der SPIEGEL deutliche Lohnerh&ouml;hungen und h&ouml;here Beitragss&auml;tze f&uuml;r die Umlagerente empfehlen &ndash; aber eher friert die H&ouml;lle zu.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Altersversorgung auf dem Pr&uuml;fstand<\/strong><br>\nEine unabh&auml;ngige Expertenkommission soll eine Reform der Altersabsicherung der Landtagsabgeordneten in Schleswig-Holstein erarbeiten. Mit dem aktuellen Modell drohe Parlamentariern aufgrund niedriger Zinsen nach 15 Jahren &ldquo;ein wirklicher Bruch in der Altersversorgung&rdquo;, sagte Klaus Schlie (CDU). (&hellip;)<br>\nSeit 2007 m&uuml;ssen die Abgeordneten in Schleswig-Holstein selbst f&uuml;r ihre Rente sorgen. Daf&uuml;r bekommen sie zus&auml;tzlich zur sogenannten Entsch&auml;digung aktuell 1829 Euro pro Monat. Schlie rechnet vor, dass Abgeordnete der seit 2017 laufenden Legislatur damit nach f&uuml;nf Jahren bei einem Garantiezins von 0,9 Prozent auf eine Garantierente f&uuml;r diesen Zeitraum in H&ouml;he von 384 Euro k&auml;men.<br>\nParlamentarier m&uuml;ssten in der Lage sein, eine angemessene Altersversorgung aufzubauen, um unabh&auml;ngig politisch t&auml;tig sein zu k&ouml;nnen, sagte Schlie. Das 2007 eingef&uuml;hrte System sei &ldquo;damals zwar revolution&auml;r&rdquo; gewesen, heute aufgrund der &ouml;konomischen Entwicklung jedoch &ldquo;nicht mehr tauglich&rdquo;. Laut Schlie k&ouml;nnte eine Reform der Altersversorgung nach der 2022 geplanten Landtagswahl umgesetzt werden. F&uuml;r f&uuml;nf Jahre im Parlament stehen Abgeordneten derzeit knapp 114 000 Euro f&uuml;r die Vorsorge zu, die sie versteuern m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kn-online.de\/Nachrichten\/Politik\/Kommission-soll-Reform-der-Altersversorgung-von-Abgeordneten-pruefen\">Kieler Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.U.:<\/strong> Unsere Landtagsabgeordneten m&ouml;chten die kapitalbasierte Rente nicht mehr. Sie sei aus der &ouml;konomischen Entwicklung heraus, sprich: weil es keine Zinsen mehr gibt- untauglich. Wie dreist ist das denn: Genau diese kapitalbasierte Rente wird uns doch seit Jahren als das Mittel gegen Rentenarmut verkauft. F&uuml;r sich selbst &auml;ndern die das mal schnell.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Welt macht einen Schritt zur&uuml;ck &ndash; auch wegen des Klimawandels<\/strong><br>\nW&auml;hrend man in vielen Bereichen bisher auf einem guten Weg war, warnen die Vereinten Nationen nun in einem aktuellen Report davor, dass die positiven Entwicklungen sich verlangsamen oder gar umkehren. So steigt erstmals seit Jahren wieder die Zahl der Hungernden weltweit. Vor allem Subsahara-Afrika ist von dieser Entwicklung betroffen.<br>\nWenig besser sieht es bei der Armut aus. Zwar sinkt die Zahl der Menschen in bitterer Armut nach wie vor. Sie tut das aber deutlich langsamer als fr&uuml;her. Auch hier ist es ebenfalls Subsahara-Afrika, das der Uno am meisten Sorgen bereitet.<br>\nEin Hauptgrund f&uuml;r diese sich versch&auml;rfende Lage ist der Klimawandel. Gleich an mehreren Stellen des Reports wird er als einer der Treiber f&uuml;r die sich verschlechternde Situation benannt. Liu Zhenmin, der Untergeneralsekret&auml;r der Vereinten Nationen f&uuml;r wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten, spricht im Report darum davon, dass das Gegensteuern gegen den Klimawandel &laquo;h&ouml;chste Dringlichkeit&raquo; habe.<br>\nDer Klimawandel ist nat&uuml;rlich nicht der einzige Grund, der die Probleme versch&auml;rft. Hungersn&ouml;te haben nat&uuml;rlich auch mit bewaffneten Konflikten zu tun, Wasserknappheit l&auml;sst sich auch auf ver&auml;nderte Nutzungsgewohnheiten und rapider Verst&auml;dterung in vielen Teilen der Welt hinzuf&uuml;gen. Aber in einigen Regionen sorgt der Klimawandel daf&uuml;r, dass die schwierige Situation noch zus&auml;tzlich erschwert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wissenschaft\/un-warnt-vor-hunger-und-armut-nachhaltigkeitsziele-ld.1494968\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>USA bauen ukrainischen Schwarzmeerhafen f&uuml;r eigene Kriegsschiffe aus<\/strong><br>\nDamit k&uuml;nftig US-Kriegsschiffe in einem ukrainischen Hafen andocken k&ouml;nnen, baut die US Navy den Marinest&uuml;tzpunkt von Otschakiw seit zwei Jahren um. Und das alles in unmittelbarer N&auml;he zur Halbinsel Krim, wo die NATO von einem eigenen St&uuml;tzpunkt getr&auml;umt hat, bevor es zum Putsch in der Ukraine kam.<br>\nBis jetzt konnten die meisten US-Kriegsschiffe, die an verschiedenen Man&ouml;vern mit der Ukraine und anderen Anrainerstaaten des Schwarzen Meeres teilgenommen haben, aufgrund ihrer Gr&ouml;&szlig;e nicht in einem ukrainischen Hafen andocken.<br>\nAm diesj&auml;hrigen Man&ouml;ver Sea Breeze ist unter anderem der Lenkflugk&ouml;rperzerst&ouml;rer USS Carney beteiligt. Bild: USS Carney (DDG 64) bei einer &Uuml;bung.<br>\nEs sind aber nicht nur kleinere Umbauarbeiten, die die USA am Marinest&uuml;tzpunkt von Otschakiw im Schwarzen Meer vornehmen. Bestehende Piers werden verst&auml;rkt und vergr&ouml;&szlig;ert, neue Schwimmdocks und Werften zur Reparatur von Schiffen gebaut und Sicherheitsz&auml;une um den St&uuml;tzpunkt verlegt. Doch das absolute Herzst&uuml;ck sollen zwei hochmoderne maritime Operationszentren werden, von wo aus die ukrainische Marine und auch die NATO ihre Aktivit&auml;ten im Schwarzen Meer koordinieren k&ouml;nnen. Zudem sollen US-&ldquo;Beobachter&rdquo; in die Operationszentren entsandt werden, wenn sich Kriegsschiffe der US Navy in diesen Gew&auml;ssern befinden.<br>\nW&auml;hrend die Ukraine mit Hilfe der USA und NATO ausger&uuml;stet und modernisiert wird, hat auch Russland seit der Wiedereingliederung der Krim in die Russische F&ouml;deration vor f&uuml;nf Jahren die Halbinsel milit&auml;risch weiter ausgebaut. Modernste Kampfjets und S-400-Luftabwehrsysteme sind hier stationiert, nebst der Schwarzmeerflotte mit Kriegsschiffen und U-Booten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/90140-usa-baut-ukrainischen-schwarzmeerhafen-fuer\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bizarre Forderungen der Hohenzollern &ndash; Eine Zumutung f&uuml;r die aufgekl&auml;rte Gesellschaft<\/strong><br>\nDen Nachfahren der Preu&szlig;enk&ouml;nige geht es mit ihren Forderungen nicht nur um Geld. Sie verlangen auch die Deutungshoheit &uuml;ber die Geschichte.<br>\n&ldquo;Der Preu&szlig;ische Finanzminister f&uuml;hrte aus, dass die Preu&szlig;ische Staatsregierung den dringenden Wunsch h&auml;tten, zu einer annehmbaren Auseinandersetzung mit dem Hohenzollernhause zu kommen&rdquo;, hei&szlig;t es im Protokoll einer Reichstagssitzung vom April 1926. Wer h&auml;tte gedacht, dass dieser Wunsch des damaligen Finanzministers Hermann H&ouml;pker-Aschoff noch einmal aktuell werden k&ouml;nnte. Und doch ist es so.<br>\nDas Haus Hohenzollern, durch die Abdankung des preu&szlig;ischen K&ouml;nigs und deutschen Kaisers Wilhelm II. auch de jure ein &bdquo;ehemals regierendes Haus&ldquo;, macht Anspr&uuml;che auf tausende Kunstwerke und Liegenschaften geltend, die ihm damals faktisch verloren gingen, deren Status jedoch wom&ouml;glich doch nicht eindeutig gekl&auml;rt wurde &ndash; jedenfalls nicht so eindeutig, dass nicht findige Anw&auml;lte die Chance ersp&auml;hten, auf dem Klagewege einige Sch&auml;tze aus &ouml;ffentlichen Besitz herausbrechen zu k&ouml;nnen.<br>\nMan kann den Vorgang als einigerma&szlig;en bizarr ansehen. Ein volles Jahrhundert ist vergangen, seit die deutschen F&uuml;rsten auf einen Schlag an Macht und Herrlichkeit verloren, hinweggepustet von ihren Untertanen, die es nach vier Jahren Krieg und Entbehrungen satt waren, sich l&auml;nger von oben herab beherrschen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/bizarre-forderungen-der-hohenzollern-eine-zumutung-fuer-die-aufgeklaerte-gesellschaft\/24591532.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Was will die EU mit der Ukraine eigentlich?<\/strong><br>\nDie EU unterst&uuml;tzt die Anti-Russland-Politik in Kiew und macht sich damit f&uuml;r das Elend im Land mitverantwortlich.<br>\nVor drei Monaten haben die Ukrainer mit 73 Prozent der abgegebenen Stimmen den Komiker Wolodymyr Selenskyi zu ihrem neuen Staatspr&auml;sidenten gew&auml;hlt. Nicht weil ihnen sein politisches Programm gefallen hat &ndash; Selenskyi hatte im Vorfeld der Wahlen nie so etwas wie ein Programm bekannt gegeben &ndash;, aber weil sie seinen Vorg&auml;nger Petro Poroschenko definitiv nicht mehr wollten. Interpretiert wurde dieses Resultat allerdings nicht nur als Absage an Poroschenko, sondern auch als Absage an die Euromaidan-Politik. (&hellip;)<br>\nWas Selenskyi wirklich will, ist auch bis heute nicht klar. Was er in seiner Antrittsrede als oberste Priorit&auml;t nannte, einen Frieden in der Ostukraine, hat ihn bis heute wenig besch&auml;ftigt. Seine erste Auslandreise ging nach Br&uuml;ssel zu den EU-Spitzen und zur NATO. Das war keine signifikante Abweichung von der Politik Poroschenkos. Dann reiste er nach Kanada, einem klassischen Auswanderungsziel der Ukrainer und ebenfalls ein Mitglied der NATO. Und die ukrainischen Truppen in Luhansk und Donezk hat er bis jetzt auch nicht zur&uuml;ckgepfiffen. Dort wird unaufhaltsam geschossen und get&ouml;tet wie schon seit f&uuml;nf Jahren. Als Pr&auml;sident h&auml;tte Selenskyi immerhin einen Schiessstopp befehlen k&ouml;nnen.<br>\nAber was tut die EU ihrerseits, die mit Selenskyis Erstbesuch beehrt wurde? Sie f&uuml;hrt die gleich gef&auml;hrliche Politik weiter, die mit dem verh&auml;ngnisvollen Ultimatum von Jos&eacute; Manuel Barroso, damals EU-Kommissionspr&auml;sident, an die Ukraine begonnen hatte: Die Ukraine m&uuml;sse sich entscheiden, ob sie sich der EU n&auml;hern oder ob sie der von Russland dominierten Zollunion (mit Weissrussland und Kasachstan) beitreten wolle. Die beiden Optionen, so Barroso, schl&ouml;ssen sich gegenseitig aus. (Dieses Ultimatum war mitnichten selbstverst&auml;ndlich oder gar zwingend, denn damals war zum Beispiel das Vereinigte K&ouml;nigreich, UK, sowohl EU-Mitglied als auch Mitglied des Commonwealth.)<br>\nEine Br&uuml;ckenfunktion zwischen der EU und Russland wurde der Ukraine damit klar untersagt, obwohl die Ukraine nur zu etwa 20 Prozent an EU-L&auml;nder grenzt, zum ganz grossen Teil aber an Russland, an Weissrussland und an Moldawien. Damit hat sich die EU an zwei negativen Entwicklungen in der Ukraine mitschuldig gemacht: erstens am wirtschaftlichen Niedergang der Ukraine seit dem Putsch auf dem Maidan vor f&uuml;nf Jahren aufgrund der Demontage der wirtschaftlichen Verflechtungen mit Russland, und zweitens an der totalen Spaltung der ukrainischen Gesellschaft in Pro-Westler (vor allem im Nordwesten des Landes) und in Pro-Russen (vor allem im Osten und im S&uuml;den des Landes). Trotz bedenklich zunehmendem Nationalismus ist die Ukraine weit davon entfernt, eine &laquo;Nation&raquo; zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/EU-Ukraine-Juncker-Selenskyi-Russland#\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Oftmals wird der Pr&auml;sident der Ukraine, Herr Selenskyj, als Komiker bezeichnet. Auff&auml;llig ist wohl eine gewisse N&auml;he zum Oligarchen Kolomojskyj &ndash; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolodymyr_Selenskyj#Vor_Amtsantritt_als_Pr%C3%A4sident\">auf Wikipedia so formuliert<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;In der Realit&auml;t gab Selenskyj erst am Silvesterabend 2018 im Fernsehsender 1+1 seine Kandidatur f&uuml;r die Wahl bekannt. Ihm wurde eine gewisse Abh&auml;ngigkeit vom ukrainischen Oligarchen Ihor Kolomojskyj nachgesagt, da er f&uuml;r den Fernsehsender 1+1 arbeitet und bis 2022 einen Vertrag hat, an dem &uuml;ber die Central European Media Enterprises, neben WarnerMedia mit 49,9 %, auch Kolomojskyj mit 50,1 % beteiligt ist.[15][16]<\/p>\n<p><em>Als Pr&auml;sidentschaftskandidat wurde Selenskyj massiv von Kolomoisky gef&ouml;rdert.[8] Radio Free Europe deckte auf, dass Selenskyj in den Jahren 2017\/2018 mindestens 14 Mal erst zu Kolomoiskys damaligem Wohnort im Exil nach Genf flog und dann nach Tel-Aviv &ndash; die letzten Male im Herbst 2018 nach der Entscheidung zur Pr&auml;sidentschaftskandidatur. Kolomoiskys langj&auml;hriger Anwalt Andrij Bohdan[17] spielte eine prominente Rolle im Wahlkampfstab und wurde von ihm schon zu Gespr&auml;chen mit dem Leiter des Nationalen Antikorruptionsb&uuml;ros der Ukraine (NABU) geschickt.[8] Seine Leibw&auml;chter, die zuvor Kolomoisky sch&uuml;tzten, als dieser noch in der Ukraine lebte, sorgten au&szlig;erdem f&uuml;r Selenskyjs Sicherheit und wurden von dem Oligarchen bezahlt.[18]&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wir sind in einer Phase, in der es kippen kann<\/strong><br>\nAm Ende haben die Neonazis gejubelt. &ldquo;Und die haben zu Recht gejubelt&rdquo;, sagt Opferanwalt Mehmet Daimag&uuml;ler &uuml;ber den letzten Tag des M&uuml;nchner NSU-Prozesses am 11. Juli vor einem Jahr. &ldquo;Es war ein guter Tag f&uuml;r die Nazis.&rdquo; Das ist es, sagt der Rechtsanwalt am Donnerstagabend im voll besetzten M&uuml;nchner Rathaussaal, was ihm am nachdr&uuml;cklichsten in Erinnerung bleiben werde: der Jubel M&uuml;nchner Neonazis, als das milde Strafma&szlig; f&uuml;r den mitangeklagten Andr&eacute; Eminger verk&uuml;ndet wurde. (&hellip;)<br>\nDas kann der ehemalige Polizist und Bundestagsabgeordnete Clemens Binninger (CDU) nicht glauben. Der 57-J&auml;hrige war Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestages und sagt im M&uuml;nchner Rathaussaal klipp und klar: &ldquo;Der NSU kann kein Trio gewesen sein.&rdquo; Mit seiner Hoffnung, dass die Ermittlungen weitergehen, dass &ndash; wie der Generalbundesanwalt versprochen habe &ndash; &ldquo;kein Schlussstrich&rdquo; gezogen werde, bleibt Binninger an diesem Abend im Rathaussaal aber weitgehend allein. Skeptisch ist Annette Ramelsberger, die als Redakteurin der S&uuml;ddeutschen Zeitung den Prozess verfolgt und dokumentiert hat. Wenn man Angeklagten wie Eminger so wenig habe beweisen k&ouml;nnen &ndash; &ldquo;wie soll man denn anderen, die nicht so nah dran waren, etwas nachweisen?&rdquo; (&hellip;)<br>\nDabei gehe es um nicht weniger als die Bewahrung der demokratischen Verfassungsordnung, darin sind sich die Podiumsteilnehmer einig, die auf Einladung der st&auml;dtischen Fachstelle f&uuml;r Demokratie &uuml;ber &ldquo;Rechten Terror und das Versagen des Staates&rdquo; diskutieren. Das Ziel rechter Terroristen, sagt Caro Keller, sei eine Gesellschaft, die in den Nationalsozialismus umkippe. Und: &ldquo;Wir sind in einer Phase, in der es kippen kann&rdquo;, warnt Daimag&uuml;ler. Doch nicht allein Staat, Polizei und Justiz seien gefordert. &ldquo;Wenn wir nicht bereit sind, f&uuml;r die Werte der Verfassung zu k&auml;mpfen, dann wird das nichts&rdquo;, sagt der Opferanwalt. &ldquo;Der beste Verfassungsschutz ist der kritische Mensch.&rdquo;<br>\nWie aktuell diese Warnung ist, hat sich kurz vor Beginn der vom BR-Journalisten Thies Marsen moderierten Veranstaltung gezeigt: Zwei M&uuml;nchner Moscheen und weitere muslimische Gottesh&auml;user in K&ouml;ln und in Iserlohn haben Bombendrohungen erhalten, offenbar aus der Neonazi-Szene. Und noch w&auml;hrend die Veranstaltung im M&uuml;nchner Rathaussaal l&auml;uft, wird bekannt, dass Siemens-Chef Joe Kaeser eine Morddrohung erhalten hat. Er werde &ldquo;der n&auml;chste L&uuml;bcke&rdquo; sein. Der Absender der Mail nennt sich Adolf Hitler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-nsu-prozess-neonazis-justiz-1.4522526\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Beim Spagat &uuml;berdehnt<\/strong><br>\nWenn es un&uuml;bersichtlich wird in der Politik, hilft vielleicht ein kleiner Trick: Stellen wir uns einmal einen tapferen Sozialdemokraten vor, den es vor einem Vierteljahrhundert in jungen Jahren auf eine einsame Insel verschlagen hat. Dieser Robinson Juso, so wollen wir ihn nennen, kehrt nun nach Deutschland zur&uuml;ck. Wie w&uuml;rde wohl der Zustand der Gro&szlig;en Koalition auf ihn wirken?<br>\nAls unser Robinson verschwand, stand gerade die Bundestagswahl 1994 bevor. Die SPD trat mit ihrem charismafreien Vorsitzenden Rudolf Scharping gegen Helmut Kohl an. Dass seine Partei die Wahl mit 36,4 Prozent der Stimmen verlieren w&uuml;rde, konnte unser Robinson Juso nicht wissen. Auch Gerhard Schr&ouml;ders Marsch in die rot-gr&uuml;ne Kanzlerschaft (1998) hat er verpasst.<br>\nSchr&ouml;ders Wahlkampf, in dem es nicht zuletzt um Sozialpolitik und Umverteilung ging, h&auml;tte dem Juso sicher gefallen. Dass seine SPD unter Kanzler Schr&ouml;der schon bald eine neoliberale Wende vollziehen w&uuml;rde, h&auml;tte er sich dagegen wohl nicht mal in seinen Albtr&auml;umen vorgestellt.<br>\nNun also kehrt Robinson zur&uuml;ck und staunt: Angela Merkel, 1994 nach vier Jahren als Familienministerin noch ziemlich am Anfang ihrer Karriere, sitzt seit fast eineinhalb Jahrzehnten im Kanzleramt. Die dritte Koalition mit der SPD in ihrer vierten Amtszeit l&auml;uft, die Umfragen gehen f&uuml;r beide Regierungspartner und vor allem f&uuml;r die SPD in den Keller, aber ihre Spitzen tun offiziell weiter so, als g&auml;be es keinen Grund, das B&uuml;ndnis zu beenden. Robinson Juso staunt.<br>\nIn diesen Tagen streiten sie &uuml;ber eine Nieders&auml;chsin namens Ursula von der Leyen, die &bdquo;gescheiterte Verteidigungsministerin&ldquo; (so die Organisation der SPD-Linken, Forum DL 21). Sie soll Pr&auml;sidentin der EU-Kommission werden, so haben es die Regierungschefs beschlossen. Aber die deutsche Sozialdemokratie, die nach einem uninspirierten Wahlkampf katastrophale 15,8 Prozent der Stimmen einfuhr, ist mit der Personalie nicht einverstanden. Mit deren Zustandekommen noch weniger. Daf&uuml;r gibt es gute Gr&uuml;nde. Von der Leyen hat schwere Probleme am Hals (Gorch Fock, Berateraff&auml;re, marode Ausr&uuml;stung). Das Vertrauen sei &bdquo;schon ersch&uuml;ttert&ldquo;, hie&szlig; es bereits im Fr&uuml;hjahr aus der SPD.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/beim-spagat-ueberdehnt\">Stephan Hebel in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Polizei weniger nachplappern<\/strong><br>\nBei Straftaten oder Gefahrenlagen sind Journalist*innen h&auml;ufig auf Angaben der Polizei angewiesen. Oft behandeln Redaktionen deren Infos als sogenannte privilegierte Quelle &ndash; das hei&szlig;t, dass die Angaben keiner zweiten Pr&uuml;fung unterzogen werden. Das kritisiert jetzt aber der Deutsche Journalisten-Verband (DJV). Der Verband hat dazu aufgerufen, &bdquo;Meldungen und Informationen der Polizeibeh&ouml;rden in allen F&auml;llen kritisch zu hinterfragen&ldquo;.<br>\nEin Aufruf, der Gewicht hat, denn der DJV ist mit rund 33.000 Mitgliedern die gr&ouml;&szlig;te Interessenvertretung f&uuml;r Journalist*innen in Deutschland. Die Frage, wie Redaktionen mit Polizeimeldungen umgehen sollen, ist dabei keine neue. Immer wieder gibt es Kritik an einseitigen oder falschen Informationen der Polizei und an den Medien, die diese Informationen ungepr&uuml;ft verbreiten.<br>\nAnlass f&uuml;r die Stellungnahme des DJV sind Berichte &uuml;ber die Ende-Gel&auml;nde-Proteste im Juni. Die Polizei Aachen sprach nach dem Demowochenende von 16 Polizist*innen, die verletzt worden seien. Der DJV kritisiert, dass einige Medien diese Meldung einfach &uuml;bernommen h&auml;tten. Denn die Polizei machte lange keine Angaben dazu, wie sich die Einsatzkr&auml;fte &uuml;berhaupt verletzt hatten.<br>\nAuf Nachfrage eines WDR-Journalisten stellte sich heraus, dass von vier Polizist*innen, die ihren Dienst beenden mussten, nur zwei durch &bdquo;Fremdeinwirkung&ldquo; verletzt wurden. Auf der anderen Seite beklagte das B&uuml;ndnis Ende Gel&auml;nde ein &uuml;berm&auml;&szlig;ig hartes Vorgehen der Polizei. An sich war die Verletztenzahl der Polizei Aachen richtig, aber sie zeichnete ein unvollst&auml;ndiges Bild. Wie neutral kann die Polizei sein, wenn sie sich selbst gegen Vorw&uuml;rfe verteidigen muss?<br>\n&bdquo;Die Polizei ist ausnahmslos der Wahrheit verpflichtet&ldquo;, sagt Victor Ocansey, Pressesprecher des Landesamts f&uuml;r Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen. Ocansey weist darauf hin, dass es Ziel der Polizei sei, gr&uuml;ndlich und m&ouml;glichst schnell zu informieren &ndash; auch &bdquo;einsatzbegleitend&ldquo;. Noch w&auml;hrend ein Einsatz l&auml;uft, w&uuml;rden oft Presseanfragen gestellt und Falschmeldungen verbreitet, die man korrigieren m&uuml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Aufruf-vom-Journalisten-Verband\/!5606690\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&raquo;Ich habe einen so systematischen Versuch zur Beeinflussung des Bundestags noch nicht erlebt&laquo; &ndash; Recherche des &bdquo;Spiegel&ldquo;<\/strong><br>\nDer Spiegel v. 13. Juli 2019 (leider hinter einer Bezahlschranke) hat sich an seine alten Tugenden erinnert und gr&uuml;ndlich &uuml;ber ein heikles Tabu-Thema recherchiert. In einem gro&szlig;en Artikel, verfasst von sechs Redakteuren (Matthias Gebauer, Ann-Katrin M&uuml;ller, Sven R&ouml;bel, Raniah Salloum, Christoph Schult, Christoph Sydow) wird zusammengetragen und erfragt, welches die Hintergr&uuml;nde f&uuml;r die j&uuml;ngsten Anti-Antisemitismus- und Anti-BDS-Beschl&uuml;sse im deutschen Bundestag und die offenbar erfolgreiche Lobby-Arbeit von zwei Pro-Israel-Organisationen gewesen sind.<br>\nAm 17. Mai 2019 stimmten CDU\/CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;ne f&uuml;r eine gemeinsame Erkl&auml;rung mit dem Titel: &bdquo;Der BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten &ndash; Antisemitismus bek&auml;mpfen&ldquo;. Der Erkl&auml;rung war schon eine &auml;hnliche Entschlie&szlig;ung vorausgegangen, n&auml;mlich die &bdquo;Erkl&auml;rung gegen Antisemitismus&ldquo; von 2018, in der auch schon die BDS-Bewegung kritisiert worden war. Die Zustimmung im Bundestag zu den Resolutionen war &uuml;berw&auml;ltigend. Dabei war die Anti-BDS-Resolution mehr als umstritten. Es war klar, dass diese die Arbeit von vielen NGOs, darunter auch die parteinahen Stiftungen von CDU, FDP, SPD und Gr&uuml;nen in Israel\/Pal&auml;stina behindern w&uuml;rden. 103 Abgeordnete hatten sich in pers&ouml;nlichen Erkl&auml;rungen von dem Text distanziert. &bdquo;Ablehnen wollten sie ihn aber nicht&ldquo;, so der Spiegel, &bdquo;auch aus Angst, als Antisemiten zu gelten.&ldquo;<br>\nWarum dann trotzdem die &uuml;berw&auml;ltigende Zustimmung? Es lag, so der Spiegel, auch an der erfolgreichen Lobby-Arbeit von zwei proisraelischen Organisationen, n&auml;mlich 2018 gegr&uuml;ndeten Verein &bdquo;WerteInitiative&ldquo;, der &bdquo;j&uuml;disch-deutsche Positionen&ldquo; vertritt, und dem 2009 gegr&uuml;ndeten &bdquo;Nahost-Friedensforum&ldquo;, kurz Naffo genannt. Der Einfluss dieser beiden Vereine sei &bdquo;bemerkenswert&ldquo;, obwohl sie relativ klein und einer breiteren &Ouml;ffentlichkeit kaum bekannt seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=9491#more-9491\">nahost-forum bremen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Kriegspropaganda in der Tagesschau<\/strong><br>\nIn seinem Bericht setzt der Washington-Korrespondent der Tagesschau, Stefan Niemann den vermeintlichen Vorfall im Persischen Golf &ndash; vollkommen richtig &ndash; in den gr&ouml;&szlig;eren Zusammenhang:<br>\n&bdquo;Streit gibt es zwischen Teheran und London bereits um einen Supertanker mit iranischem &Ouml;l an Bord. Die Briten hatten ihn vergangene Woche vor Gibraltar wegen des Verdachts illegaler &Ouml;llieferungen f&uuml;r Syrien festgesetzt, wogegen der Iran heftig protestiert.&ldquo;<br>\nEinen Moment, bitte &ndash; &bdquo;illegale &Ouml;llieferungen f&uuml;r Syrien&ldquo;? (&hellip;)<br>\nDie Frage stellt sich nun, ob ein iranischer Tanker, der &Ouml;l nach Syrien verschifft, &bdquo;den Sanktionen der Europ&auml;ischen Union gegen Syrien unterliegt&ldquo;? Haben wir es also mit einer &bdquo;illegalen &Ouml;llieferung&ldquo; zu tun, wie uns die Tagesschau subtil mit auf den Weg gibt?<br>\nDie EU liefert Abhilfe und beantwortet diese Frage in ihren Syrien-Sanktions-FAQs. Demnach ist der Geltungsbereich der Sanktionen wie folgt festgelegt (der &Uuml;bersicht halber teils von mir zusammengefasst, nicht w&ouml;rtlich zitiert):\n<ol>\n<li>im Gebiet der EU<\/li>\n<li>an Bord von Flugzeugen und Schiffen unter der Hoheitsgewalt eines EU-Mitgliedstaats<\/li>\n<li>f&uuml;r Staatsangeh&ouml;rige eines EU-Mitgliedstaats<\/li>\n<li>f&uuml;r Entit&auml;ten, die nach dem Recht eines Mitgliedstaats gegr&uuml;ndet oder eingetragen sind<\/li>\n<li>f&uuml;r Entit&auml;ten, die Gesch&auml;fte in der EU betreiben<\/li>\n<\/ol>\n<p>Trifft irgendeiner dieser Punkte auf einen iranischen &Ouml;ltanker auf dem Weg nach Syrien zu?<br>\nGeht die EU nun denselben Weg wie US-Pr&auml;sident Trump und verh&auml;ngt &uuml;ber drei Ecken Sekund&auml;rsanktionen gegen alles und jeden?<br>\nUnd die vielleicht wichtigste Frage:<br>\nWarum macht sich die Tagesschau zum Sprachrohr US-amerikanischer Kriegspropaganda?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-07-12\/kriegspropaganda-in-der-tagesschau\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-53404","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53404","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=53404"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53404\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53407,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53404\/revisions\/53407"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=53404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=53404"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=53404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}