{"id":53419,"date":"2019-07-16T08:25:37","date_gmt":"2019-07-16T06:25:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419"},"modified":"2019-07-16T08:25:37","modified_gmt":"2019-07-16T06:25:37","slug":"hinweise-des-tages-3407","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h01\">Oppermann ruft SPD-Genossen zur Wahl von der Leyens auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h02\">Ist es Liebe?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h03\">Kriminalit&auml;t steigt dank Gelbwesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h04\">Ex-Aktienh&auml;ndler sollen Staat um 447 Mio. Euro betrogen haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h05\">Geld, Gier, Gerechtigkeit &ndash; Investmentbank Macquarie im Visier der Ermittler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h06\">Attac-Untersuchung: Gesamtkonzernsteuer wirksam im Kampf gegen Steuerflucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h07\">Mein Leben als Pleite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h08\">Geldverm&ouml;gen der Deutschen auf Rekordwert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h09\">Ein gesetzlicher Mindestlohn von mehr als 13 Euro?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h10\">Valerie Holsboer: Bundesagentur f&uuml;r Arbeit schasst Finanzchefin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h11\">Diskriminierung im Jobcenter: Nur ein individuelles Problem?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h12\">So funktioniert das 365-Euro-Ticket in Wien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h13\">Triebkr&auml;fte des Populismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h14\">Seltene Erden: Eigenbedarf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h15\">BBC-Doku zu Antisemitismus bringt Labour in Erkl&auml;rungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h16\">Der enthemmte Maa&szlig;en zeigt, wie gef&auml;hrlich der Verfassungsschutz ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h17\">Iron Sky und die Militarisierung des Weltalls<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53419#h18\">Auch Pressearbeit der Polizei kann &lsquo;Fake News&rsquo; sein<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Oppermann ruft SPD-Genossen zur Wahl von der Leyens auf<\/strong><br>\nAls erster f&uuml;hrender SPD-Politiker ist Thomas Oppermann von der Parteilinie abgewichen. Um ein Schw&auml;chung der EU abzuwenden, solle von der Leyen gew&auml;hlt werden.<br>\nSPD-Politiker und Bundestags-Vizepr&auml;sident Thomas Oppermann.Der SPD-Politiker und Bundestagsvizepr&auml;sident Thomas Oppermann hat zur Wahl der Christdemokratin Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspr&auml;sidentin aufgerufen. &bdquo;Ich empfehle Ursula von der Leyen als Kommissionspr&auml;sidentin. Alles andere w&uuml;rde eine Schw&auml;chung der Europ&auml;ischen Union bedeuten. Und das kann niemand wollen&ldquo;, sagte Oppermann der &bdquo;Hannoverschen Allgemeinen Zeitung&ldquo; . Die 16 SPD-Abgeordneten im EU-Parlament haben dagegen ein Nein f&uuml;r die Abstimmung am Dienstag in Stra&szlig;burg angek&uuml;ndigt.<br>\nBundesverteidigungsministerin von der Leyen war von den EU-Staats- und Regierungschefs als Pr&auml;sidentin der EU-Kommission nominiert worden. An diesem Dienstag soll von der Leyen nun im Europ&auml;ischen Parlament gew&auml;hlt werden. Dass von der Leyen keine Spitzenkandidatin bei der Europawahl gewesen sei, k&ouml;nne ihr jetzt nicht zur Last gelegt werden, sagte Oppermann: &bdquo;Das jetzt voll auf Ursula von der Leyen abzuladen, ist mit Blick auf die Bedeutung der EU-Kommission ein zu kleines Karo.&ldquo;<br>\nBis kurz vor der Abstimmung bleibt offen, ob von der Leyen die n&ouml;tige Mehrheit im Europaparlament f&uuml;r ihre Wahl als EU-Kommissionspr&auml;sidentin erreichen kann. Es habe viel Wohlwollen f&uuml;r einen Brief von der Leyens an die europ&auml;ischen Sozialdemokraten gegeben, hie&szlig; es am Montagabend aus Kreisen der Fraktion in Stra&szlig;burg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/entscheidung-ueber-eu-kommission-oppermann-ruft-spd-genossen-zur-wahl-von-der-leyens-auf\/24596054.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da h&auml;tte die SPD doch fast die Chance genutzt, um ein paar Punkte zu sammeln. Die Aussage, die SPD m&uuml;sse von der Leyen mitw&auml;hlen, da man auf Bundesebene ja mit der CDU koaliert, ist vollkommen absurd. Folgt man dieser &bdquo;Logik&ldquo; w&auml;re die SPD ja dann in allen Parlamenten verpflichtet, CDU-Personal durchzuwinken. Und sicher ist auch f&uuml;r die Umfragewerte auch nicht eben schlecht, sich &ouml;ffentlich gegen die Wahl der unbeliebtesten deutschen Politikerin auf das formal h&ouml;chste EU-Amt auszusprechen. Doch die SPD w&auml;re wohl nicht die SPD, wenn ein Opportunist aus ihren Reihen seinerseits die Chance nutzt, um jede noch so kleine Eigenst&auml;ndigkeit bereits im Keim zu ersticken. Die Genossen im Europaparlament werden derart groteske Ratschl&auml;ge von Herrn Oppermann sicherlich mit Freude vernehmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ist es Liebe?<\/strong><br>\nIn keinem Land blicken die Menschen positiver auf eine Deutsche an der EU-Spitze als in Frankreich. Ursula von der Leyen profitiert dabei vor allem vom hohen Ansehen Angela Merkels.<br>\nPl&ouml;tzlich reden viele Franzosen von ihr. &ldquo;Ist sie nicht eine Freundin von Merkel?&rdquo; will der Tresen-Nachbar im Pariser Eck-Caf&eacute; &ldquo;L&rsquo;autobus&rdquo; wissen. Und behauptet bei einem Glas Ros&eacute;: &ldquo;Ich glaube, sie ist eine Kopie Merkels.&rdquo;<br>\nEs geht um Ursula von der Leyen. Bisher kannte kaum ein Franzose ihren Namen. Wer in Deutschland kennt schon die franz&ouml;sische Verteidigungsministerin Florence Parly? Genauso war es auch umgekehrt. Bis die Deutsche vor zehn Tagen von den europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs zur Kandidatin f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaft der EU-Kommission ausgew&auml;hlt wurde.<br>\n&ldquo;Die Mehrheit der Franzosen sieht in Ursulas Nominierung einen Sieg Macrons&rdquo;, sagt der Pariser Au&szlig;enpolitik-Experte Dominique Moisi, der von der Leyen seit vielen Jahren pers&ouml;nlich kennt. Doch w&auml;hrend Moisi das Postengeschacher in Br&uuml;ssel im Detail verfolgt und von der Leyen skeptisch eine &ldquo;deutsch-franz&ouml;sische Kompromisskandidatin&rdquo; nennt, machen sich Medien und &Ouml;ffentlichkeit in Frankreich selten diese M&uuml;he. Sie sehen nur zwei neue, sehr seri&ouml;se Frauen an der Spitze Europas, die eine Franz&ouml;sin &ndash; da bekommt auch die Zweite jede Menge Vorschusslorbeeren.<br>\n&ldquo;Von der Leyen, das ist er!&rdquo; sagt S&eacute;bastian Maillard, Leiter des Pariser Jacques-Delors-Instituts, &uuml;ber den franz&ouml;sischen Hype um von der Leyen und die franz&ouml;sische Anw&auml;rterin auf den Chefposten der Europ&auml;ischen Zentralbank, Christine Lagarde. Er, das ist nat&uuml;rlich Macron. Tats&auml;chlich hat sich die Geschichte, dass es kein anderer als der franz&ouml;sische Pr&auml;sident war, der von der Leyen ins Rennen schickte, in Frankreich gut verkauft. [&hellip;]<br>\nUnd die jetzt gern glauben wollen, dass sie mit von der Leyen den vielleicht bestm&ouml;glichen Merkel-Ersatz f&uuml;r den Spitzenposten in Br&uuml;ssel bekommen: solide, kompromissf&auml;hig, korruptionsfrei. [&hellip;]<br>\nDabei musste man die Sache eigentlich auch aus franz&ouml;sischer Sicht viel kritischer sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/frankreich-freut-sich-auf-ursula-von-der-leyen-als-eu-kommissionspraesidentin-a-1277318.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ursula-von-der-leyen-engagiert-agentur-von-kai-diekmann-fuer-social-media-auftritt-a-1277050.html\">Die Story Machine von Kai Diekmann<\/a> feuert in allen deutschen Zeitungen aus vollen Rohren zur Wahl von der Leyens. Spin und Propaganda OK, aber diese Parodie ist ein Scherz. &ldquo;[Z]wei neue, sehr seri&ouml;se Frauen an der Spitze Europas&rdquo; &ndash; &ldquo;von der Leyen de[r] vielleicht bestm&ouml;gliche[&hellip;] Merkel-Ersatz f&uuml;r den Spitzenposten in Br&uuml;ssel [&hellip;]: solide, kompromissf&auml;hig, korruptionsfrei&rdquo; &ndash; gemeint ist anscheinend Ursula von der Leyen, die in drei Bundesministerien entweder knallhart neoliberal agiert oder v&ouml;llig versagt hat, und im Verteidigungsministerium wird der &ldquo;korruptionsfreien, seri&ouml;sen Frau&rdquo; Korruption vorgeworfen&hellip; Am&uuml;sant noch die v&ouml;llig kontr&auml;re Bewertung des Professor Moisi in den letzten Abschnitten: &ldquo;keinesfalls Lagarde f&uuml;r die Zentralbank, weil diese weder &Ouml;konomin ist noch Zentralbankerfahrung mitbringt&rdquo;; &ldquo;Genauso wie er bei von der Leyen als besondere Qualifikation nur erkennt, dass sie Deutsche, CDU-Mitglied und bisher Ministerin ist&rdquo; &ndash; mit anderen Worten, der ganze Artikel ist hinf&auml;llig, weil hier zwei v&ouml;llig ungeeignete Kandidatinnen auf Posten gehoben werden sollen, f&uuml;r die sie Null Kompetenz mitbringen und im wahrscheinlichen Fall enormen Schaden anrichten k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Propagandaschlacht, die die deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien hier abliefern ist in der Tat wieder einmal nicht zu &uuml;berbieten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kriminalit&auml;t steigt dank Gelbwesten<\/strong><br>\nSeit Ende November vergeht in Frankreich kein Wochenende ohne Gelbwesten-Demo. Besonders oft und gewaltsam sind die Proteste in Paris, weshalb sie stets von Tausenden Polizisten begleitet werden. Weil die nun woanders fehlen, steigt in der Hauptstadt die Kriminalit&auml;t.<br>\nZwischen den Stationen La Chapelle und Barb&egrave;s-Rochechouart f&auml;hrt die M&eacute;tro nicht unter, sondern hoch &uuml;ber der Stra&szlig;e. Darunter residiert samstags der Wochenmarkt. Beidseits der langen Allee bieten H&auml;ndler unschlagbar billig Obst, Gem&uuml;se, Fisch, Fleisch und auch Klamotten an. Im Mittelgang dr&auml;ngen sich Hunderte von K&auml;ufern; mancher kommt extra von weit her. Jean-Rapha&euml;l Bourge wohnt nebenan und ist Pr&auml;sident des Anwohnervereins &bdquo;Action Barb&egrave;s&ldquo;, der sich f&uuml;r mehr Lebensqualit&auml;t im Viertel einsetzt. Gerade ist der schmale Mittvierziger mit der Schieberm&uuml;tze mitten im Gew&uuml;hl fast &uuml;ber Spankisten gestolpert. Jean-Rapha&euml;l Bourge:&bdquo;Die geh&ouml;ren einem illegalen Kr&auml;uterverk&auml;ufer, der get&uuml;rmt ist, weil Sicherheitsleute von der Stadtverwaltung herannahten. Sobald die Luft rein ist, taucht er wieder auf.&ldquo;<br>\nDabei br&auml;uchte der illegale H&auml;ndler die kommunalen Marktw&auml;chter gar nicht zu f&uuml;rchten: Nur die Polizei darf seine Ware konfiszieren. Doch Streifenpolizisten sind seit letztem Herbst auf dem Markt von Barb&egrave;s kaum je zu sehen: Jeden Samstag sind viele rund um die Gelbwesten-Aktionen im Einsatz. Die nicht angemeldeten St&auml;nde im Mittelgang des Marktes aber gef&auml;hrden die Sicherheit, erkl&auml;rt Jean-Rapha&euml;l Bourge:&bdquo;Diese St&auml;nde sorgen f&uuml;r Staus. Das nutzen Taschendiebe aus. Das vertreibt manchen K&auml;ufer. Und darunter leidet die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der legalen H&auml;ndler, die sich absolut korrekt verhalten. Auch wenn der Markt heute rappelvoll wirkt &ndash; er zieht weniger Kunden an. Neuerdings werfen deshalb immer mehr H&auml;ndler das Handtuch.&ldquo;<br>\nTaschendiebstahl ist nicht nur in Barb&egrave;s trauriger Alltag geworden: In ganz Paris ist die Kriminalit&auml;t im Aufwind. K&uuml;rzlich zitierte das Rathaus Polizei-Statistiken: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Anzeigen wegen Taschendiebstahls um ein gutes Drittel hochgeschnellt,<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/frankreich-kriminalitaet-steigt-dank-gelbwesten.795.de.html?dram:article_id=453886\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier wird in der altbekannten Weise Ursache und Wirkung verdreht. H&auml;tte Macron nicht seine neoliberale Agenda durchgesetzt, g&auml;be es auch keinen der Protest der Gelbwesten und die Polizei m&uuml;sste diese nicht niederkn&uuml;ppeln und k&ouml;nnte ihre urspr&uuml;ngliche Aufgabe wahrnehmen. Der Grund f&uuml;r die steigende Kriminalit&auml;t, sofern stichhaltig, sind also nicht die Gelbwesten sondern die neoliberale Politik Macrons.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ex-Aktienh&auml;ndler sollen Staat um 447 Mio. Euro betrogen haben<\/strong><br>\nDer Schaden ist gewaltig: Fast 450 Millionen Euro sollen zwei ehemalige Aktienh&auml;ndler in 34 F&auml;llen an Kapitalertragsteuer erschlichen haben. Laut einem Bericht wurde die Anklage der Staatsanwaltschaft K&ouml;ln nun vom Landgericht Bonn zugelassen &ndash; es k&ouml;nnte ein Prozess mit Signalwirkung werden.<br>\nIm Steuerskandal um hoch umstrittene Cum-Ex-Aktiendeals kommt es zu einem ersten Gerichtsverfahren. Das Landgericht Bonn hat die Anklage der K&ouml;lner Staatsanwaltschaft zugelassen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus informierten Kreisen erfuhr. Ein Gerichtssprecher wollte sich dazu allerdings nicht &auml;u&szlig;ern. Zuvor hatte das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; (Dienstag) &uuml;ber die Zulassung der Anklage berichtet.<br>\nDie K&ouml;lner Staatsanwaltschaft wirft einem 41-J&auml;hrigen und einem 38-J&auml;hrigen die Beteiligung an Cum-Ex-Gesch&auml;ften zu Lasten der Staatskasse vor. Die Ankl&auml;ger gehen von 33 F&auml;llen besonders schwerer Steuerhinterziehung aus, deren Schaden sich auf mehr als 440 Millionen Euro belaufe. Hinzu kommt noch ein Versuch.<br>\nMedienberichten zufolge handelt es sich bei den Angeklagten um Briten, die als Aktienh&auml;ndler t&auml;tig waren und Ermittlern zudem als Kronzeugen halfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/anklage-vom-landgericht-bonn-zugelassen-zwei-ex-aktienhaendler-sollen-staat-um-447-millionen-euro-betrogen-haben_id_10928736.html\">Focus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Geld, Gier, Gerechtigkeit &ndash; Investmentbank Macquarie im Visier der Ermittler<\/strong><br>\nShemara Wikramanayake, Chefin der australischen Bank Macquarie, steht wom&ouml;glich vor einer Anklage in Deutschland. Der Verdacht: besonders schwere Steuerhinterziehung.<br>\nDie sch&ouml;nen K&uuml;nste, Reisen um die Welt und Dienst an der Allgemeinheit hatten Shemara Wikramanayake nicht ausgef&uuml;llt. Am 8. M&auml;rz, dem Weltfrauentag, gibt Australiens bestbezahlte Frau Interviews. Wikramanayake steht an der Spitze des Bankriesen Macquarie. Sie ist die einzige Frau, die auf dem Kontinent je ein Institut dieser Gr&ouml;&szlig;e f&uuml;hrte. &hellip;<br>\nNun erf&auml;hrt die Welt mehr von dem, was sie dort tat. Der 57-j&auml;hrigen Chefin von Macquarie k&ouml;nnte eine Anklage wegen besonders schwerer Steuerhinterziehung bevorstehen. Laut Staatsanwaltschaft K&ouml;ln soll sie Aktiengesch&auml;fte genehmigt haben, bei denen der Profit ihrer Bank auf Kosten der deutschen Steuerzahler ging.<br>\nBei Cum-Ex-Gesch&auml;ften schoben Banken gro&szlig;e Aktienpakete hin und her, um den Fiskus um die Kapitalertragsteuer zu bringen. Im Endeffekt suggerierten die Beteiligten, dass ein Papier mehreren Aktion&auml;ren zuzurechnen ist. So zahlte das Finanzamt eine einmal abgef&uuml;hrte Dividendensteuer doppelt oder sogar mehrfach aus.<br>\nDer Blick der Ermittler richtet sich im Fall Macquarie vor allem auf das Jahr 2010. In diesem Jahr wurden die Deals der Dividendensaison 2011 minuti&ouml;s vorbereitet &ndash; im vollen Bewusstsein um ihre Sch&auml;dlichkeit f&uuml;r deutsche Steuerzahler. Neben Wikramanayake wurden zun&auml;chst 21 Mitarbeiter von Macquarie beschuldigt, darunter ihr Vorg&auml;nger, Nicholas Moore. Inzwischen gibt es mehr als 30 Verd&auml;chtige. Damit ist f&uuml;r die Australier genau die Situation eingetreten, die vermieden werden sollte.<br>\nNahe genug, um den Profit mitzunehmen, aber zu weit weg, um ins Blickfeld der Steuerfahndung zu geraten &ndash; das war die Gesch&auml;ftsposition, die sich die F&uuml;hrung von Macquarie im Sommer 2010 f&uuml;r den Aktienhandel ausgesucht hatte. Immer wieder rangen die Trader und die Juristen um dieselbe Frage: Was w&uuml;rde passieren, wenn die Beteiligung von Macquarie an Cum-Ex-Gesch&auml;ften bekannt wurde?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/finanzen\/banken\/cum-ex-geschaefte-geld-gier-gerechtigkeit-investmentbank-macquarie-im-visier-der-ermittler\/24587664.html?ticket=ST-3165623-YcMialsvjpae5TeY3fEP-ap4\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Attac-Untersuchung: Gesamtkonzernsteuer wirksam im Kampf gegen Steuerflucht<\/strong><br>\nDie Einf&uuml;hrung einer Gesamtkonzernsteuer ist eine wirksame Ma&szlig;nahme zur Bek&auml;mpfung der Steuerflucht multinationaler Konzerne. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Attac Frankreich, die heute anl&auml;sslich des morgigen Treffens der G7-Finanzminister unter dem Titel &ldquo;Die Gesamtkonzernsteuer im Kampf gegen die Steuerflucht internationaler Konzerne&rdquo; auf einer Pressekonferenz in Paris vorgestellt wurde.<br>\nAnhand der &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Unternehmensdaten von Amazon, Apple, Bayer-Monsanto, BNP-Paribas, Facebook, Google, Microsoft und Total wurde f&uuml;r Frankreich der Steuerbetrag errechnet, der sich durch die Einf&uuml;hrung einer Gesamtkonzernsteuer ergeben w&uuml;rde. Die Berechnungen basieren einerseits auf den von den Unternehmen selbst gemeldeten Zahlen und andererseits auf dem gesch&auml;tzten Umsatz, der nicht &ouml;ffentlich einsehbar ist. F&uuml;r das Jahr 2017 m&uuml;ssten die genannten Unternehmen in Frankreich insgesamt das Doppelte der tats&auml;chlich entrichteten Steuern zahlen: insgesamt ca. 1,4 Milliarden Euro. So w&auml;re beispielsweise f&uuml;r Amazon die Steuerschuld sechzig Prozent h&ouml;her gewesen. Das Unternehmen Total h&auml;tte sogar den drei&szlig;igfachen Betrag der tats&auml;chlich in 2017 erhobenen Steuern zahlen m&uuml;ssen. Untersuchungen zur Situation in Deutschland zeigen ebenfalls erhebliche Steuerverluste durch Steuervermeidungsstrategien der Konzerne, die durch eine Gesamtkonzernbesteuerung vermieden werden k&ouml;nnten.<br>\n&ldquo;Die Regierungen in Deutschland und Frankreich sind nicht bereit, die Steuerflucht multinationaler Konzerne zu beenden. Dringend notwendige Gelder f&uuml;r soziale und &ouml;kologische Projekte gehen so verloren&rdquo;, kritisiert Michael Tellmann von der Attac- AG Finanzm&auml;rkte und Steuern. &ldquo;Das gilt noch mehr f&uuml;r die L&auml;nder, die bis heute die Folgen des Kolonialismus und die Wirkungen der vorwiegend neoliberalen OECD-Politik zu bew&auml;ltigen haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/attac-untersuchung-gesamtkonzernsteuer-wirksam-imkampf-gegen-steuerflucht\/\">attac.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mein Leben als Pleite<\/strong><br>\nWir waren nie reich, aber ein Studium wollten meine Eltern mir auf jeden Fall finanzieren. Heute bin ich verschuldet, wie so viele meiner Generation.<br>\nAn Halloween im Jahr 2008, das war sechs Wochen nach dem Lehman-Brothers-Crash, rief mich meine Mutter aus Michigan an, um mir zu sagen, dass mein Vater seinen Job im Vertrieb von Visteon verloren hatte, einem Zulieferer von Ford. Zwei Monate sp&auml;ter war auch meine Mutter selbst arbeitslos; sie hatte f&uuml;r die Stadt Troy in der N&auml;he von Detroit gearbeitet. Ab diesem Moment nahmen unsere Leben Fahrt auf: Ein Schicksalsschlag jagte den anderen, die Ereignisse &uuml;berschlugen sich derart, dass wir nicht mehr richtig mitkamen. Im Juni 2009 hatten meine Eltern immer noch keine neue Arbeit in Michigan gefunden, dem Bundesstaat, in dem sie ihr ganzes Leben verbracht hatten. Sie zogen nach New York, wo meine Schwester und ich studierten. Einen Monat sp&auml;ter kamen sie mit dem Kredit auf mein Elternhaus in Verzug.<br>\nNach mehreren Monaten Arbeitslosigkeit fand meine Mutter in New York eine Stelle als Fundraiserin f&uuml;r einen Kinderchor. Im Sommer 2010 schloss ich mein Studium an der New York University mit einem Bachelor und einem Master in englischer Literatur sowie 100.000 Dollar Schulden ab, f&uuml;r die mein Vater B&uuml;rge war. Er war immer noch arbeitslos, als bei meiner Mutter eine aggressive Form von Brustkrebs diagnostiziert wurde. Sie arbeitete weiter, obwohl sich ihr Arbeitgeber daran st&ouml;rte, dass sie jeden Freitag wegen der Chemotherapie freinehmen musste. Um die Fehlzeiten wettzumachen, fuhr sie montags in aller Herrgottsfr&uuml;he mit dem Bus von ihrer Wohnung in der Bronx in die City, um als Erste im B&uuml;ro zu sein.<br>\nIm Januar 2011 pf&auml;ndete die Chase Bank unser Haus in Michigan. Die letzte Verbindung zu dem Haus, in dem ich meine Kindheit verbracht hatte, wurde durch eine E-Mail von dem Makler gekappt, der es nicht geschafft hatte, das Haus zu verkaufen, und meinem Vater mitteilte, er k&ouml;nne jetzt Gas, Wasser und Strom abmelden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/mein-leben-als-pleite\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Geldverm&ouml;gen der Deutschen auf Rekordwert<\/strong><br>\nDas Geldverm&ouml;gen privater Haushalte lag laut Bundesbank zum Jahresbeginn bei 6170 Milliarden Euro &ndash; und damit so hoch wie nie. Insgesamt setzen die B&uuml;rger vor allem auf Bargeld und Bankeinlagen.<br>\nDas Geldverm&ouml;gen der privaten Haushalte ist zum Jahresbeginn auf einen Rekordwert gestiegen. Das Verm&ouml;gen in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Anspr&uuml;chen gegen&uuml;ber Versicherungen summierte sich Ende des ersten Quartals auf 6170 Milliarden Euro. Das teilte die Bundesbank in Frankfurt mit. Das war ein Plus von gut 153 Milliarden Euro oder 2,6 Prozent gegen&uuml;ber dem Schlussquartal 2018.<br>\nDie Anleger profitierten dabei auch von der Erholung an den Aktienm&auml;rkten. Ende vergangenen Jahres hatte die B&ouml;rsenflaute noch f&uuml;r einen R&uuml;ckgang des Geldverm&ouml;gens gesorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/haushalte-vermoegen-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dass sich die verantwortlichen Redakteure bei der Publikation dieser, sich jedes Jahr wiederholenden Nachricht, nicht selbst bl&ouml;d vorkommen? Ohne die Betrachtung der Verm&ouml;gensverteilung ist diese Meldung absolut wertlos.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ein gesetzlicher Mindestlohn von mehr als 13 Euro?<\/strong><br>\nIn diesen Tagen wurde in den Medien daran erinnert, dass vor f&uuml;nf Jahren in Deutschland die Grundlagen f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2015 in H&ouml;he von 8,50 Euro pro Stunde gelegt wurden. Und viele werden sicher noch die Schlammschlacht im Vorfeld der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns vor Augen haben, mittendrin damals zahlreiche Akteure der Mainstream-&Ouml;konomie, nach deren Berechnungen hunderttausende Jobs &uuml;ber die Wupper gehen werden m&uuml;ssen, wenn die Lohnuntergrenze f&uuml;r (fast) alle scharf gestellt wird. Nun hat sich das &bdquo;Jobkiller&ldquo;-Menetekel als Fata Morgana erwiesen, das wurde bereits hinl&auml;nglich behandelt (vgl. dazu beispielsweise den Beitrag &bdquo;Manche sind einfach schlechte Verlierer&ldquo;. Keine Besch&auml;ftigungsverluste durch den Mindestlohn? Dann ist er eben f&uuml;r keine m&ouml;glicherweise entstandenen Jobs verantwortlich vom 18. Dezember 2016. Selbst im Jahr 2019 wird das offensichtliche Versagen der Mindestlohnkritiker hinsichtlich der Vorhersage der Besch&auml;ftigungseffekte immer wieder aufgerufen, vgl. dazu den Beitrag von Patrick Schreiner: Die Arbeitsmarkt-Fehlprognosen der Mindestlohn-Gegner hatten (auch) ideologische Gr&uuml;nde vom 11. Juli 2019).<br>\nZugleich gibt es seit l&auml;ngeren eine intensive Debatte &uuml;ber die von vielen als zu niedrig kritisierte H&ouml;he des gesetzlichen Mindestlohns. Dabei wird immer wieder ein Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde gefordert &ndash; neben der Tatsache, dass man f&uuml;r eine solche Erh&ouml;hung von derzeit 9,19 Euro allerdings erst einmal das gesetzliche Regelwerk die regelm&auml;&szlig;ige Anpassung des Mindestlohns betreffend &auml;ndern m&uuml;sste (vgl. dazu ausf&uuml;hrlicher Der nicht-politische Mindestlohn und seine regelm&auml;&szlig;ige Politisierung, wenn es gelegen kommt. Ein erneuter Vorschlags-Luftballon, diesmal von Herrn Scholz vom 3. November 2018), melden sich sofort erneut viele &Ouml;konomen zu Wort und weisen darauf hin, dass das ein &bdquo;viel zu hoher&ldquo; Mindestlohn sei und dann aber definitiv viele Jobs vernichtet werden.<br>\nIn den USA wird seit l&auml;ngerem eine vergleichbare Debatte gef&uuml;hrt &ndash; zugleich wird man dort mit auch f&uuml;r uns aufschlussreichen Befunden aus der modernen Mindestlohnforschung konfrontiert.<br>\n&raquo;In der Organisation &bdquo;Fight for $15&ldquo; haben sich Minil&ouml;hner aus verschiedenen Branchen zusammengetan, neben den Burgerbratern und Kassierern sind Verk&auml;ufer, Kindererzieher, Pflege- und Putzdienste und Flughafen-Mitarbeiter dabei. Und jetzt auch die Bauarbeiter &hellip; (Au&szlig;erdem) haben sich au&szlig;erordentliche Professoren ohne Festanstellung auf Lebenszeit der Bewegung angeschlossen. Diese sogenannten Adjuncts bekommen im Schnitt 2700 Dollar pro Kurs und m&uuml;ssen sich um Sozialversicherung, Rente und Krankenkasse selbst k&uuml;mmern. Obwohl sie mindestens einen Doktortitel haben, reicht ihr Gehalt oft nicht zum Leben. Sie k&auml;mpfen nun gemeinsam mit Menschen ohne Schulabschluss.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2019\/07\/14\/mindestlohn-in-den-usa\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Valerie Holsboer: Bundesagentur f&uuml;r Arbeit schasst Finanzchefin<\/strong><br>\nSie war die Kandidatin der Arbeitgeber, als sie im April 2017 als erste Frau in den Vorstand der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) einzog: Valerie Holsboer. Doch nun trennt sich die BA ausgerechnet auf Druck der Arbeitgeber im Verwaltungsrat von der 42-j&auml;hrigen Personal- und Finanzchefin der Beh&ouml;rde mit rund 100.000 Besch&auml;ftigten. Zuvor hatte die Juristin selbst jahrelang als Vertreterin der Wirtschaft im Aufsichtsgremium der BA gesessen.<br>\nAn diesem Freitag hat der Verwaltungsrat aus Arbeitgebern, Gewerkschaften und der &ouml;ffentlichen Hand Holsboer abgew&auml;hlt. Ihre Absetzung muss von der Bundesregierung noch best&auml;tigt werden. Das Bundesarbeitsministerium teilte mit, die Zustimmung zur Entlassung werde gepr&uuml;ft. Im dreik&ouml;pfigen Vorstand unter BA-Chef Detlef Scheele ist Holsboer bisher verantwortlich f&uuml;r einen Etat von 35 Milliarden Euro. Ihre Amtszeit h&auml;tte eigentlich noch bis zum Jahr 2022 gedauert.<br>\nDrahtzieher der Abl&ouml;sung ist nach Informationen aus dem Umfeld des Verwaltungsrats der wichtigste Arbeitgebervertreter in dem Gremium: Peter Clever. Er ist auch Mitglied der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverb&auml;nde. Holsboer soll Clevers Erwartungen nicht erf&uuml;llt haben, ein Gegengewicht zum SPD-Mitglied Scheele zu bilden. Holsboer habe sich von Clever nicht instrumentalisieren lassen, hie&szlig; es vonseiten der Unterst&uuml;tzer der Ex-Vorst&auml;ndin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bundesagentur-fuer-arbeit-verwaltungsrat-schasst-finanzchefin-holsboer-a-1277045.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie es scheint ein ziemliches Schurkenst&uuml;ck. Holsboer wurde urspr&uuml;nglich von der Arbeitgeberseite vorgeschlagen, scheint aber nicht als williges Werkzeug funktioniert, sondern ihre eigenen Ideen entwickelt zu haben. Damit wurde sie zum Abschuss freigegeben. Umso bedauerlicher ist, dass die Gewerkschaftsvertreter bei diesem Spiel mit machten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Diskriminierung im Jobcenter: Nur ein individuelles Problem?<\/strong><br>\nEine repr&auml;sentative Befragung von Privathaushalten im November 2015 ergab, dass Jobcenter und Arbeitsagenturen am h&auml;ufigsten genannt wurden, wenn nach Diskriminierungserfahrungen auf &Auml;mtern und Beh&ouml;rden gefragt wurde (Antidiskriminierungsstelle des Bundes 2017, Diskriminierung in Deutschland. <a href=\"https:\/\/www.antidiskriminierungsstelle.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/publikationen\/BT_Bericht\/Gemeinsamer_Bericht_dritter_2017.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=14\">Dritter Gemeinsamer Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der in ihrem Zust&auml;ndigkeitsbereich betroffenen Beauftragten der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages<\/a>, S. 285f, 290-297).<br>\nDer Bericht empfiehlt beispielsweise die Einf&uuml;hrung eines Verbandsklagerechts zum Diskriminierungsschutz und die Einrichtung unabh&auml;ngiger und neutraler Beschwerdestellen. Dazu hat die Linksfraktion eine kleine Anfrage eingereicht und im Detail die Position der Bundesregierung dazu abgefragt. In der Gesamtheit sieht die Bundesregierung entgegen der Antidiskriminierungsstelle keine Diskriminierung von SGB II &ndash; BezieherInnen, sie lehnt insbesondere den Anwendungsbereich des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ab und somit Anspr&uuml;che bei Diskriminierungen durch das AGG. Die Bundesregierung will keine verschuldensunabh&auml;ngigen Schadensersatzanspr&uuml;che wg. Diskriminierung einf&uuml;hren (Frage 10g). Das hei&szlig;t, organisationale und strukturelle Diskriminierungen k&ouml;nnen nicht bestraft werden, nur diskriminierende MitarbeiterInnen. Ebenso wird die Einf&uuml;hrung  unabh&auml;ngiger Beschwerde- und Ombudsstellen abgelehnt (Frage 12).<br>\nDie Linkenanfrage und Antwort der BR <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/nc\/parlament\/parlamentarische-initiativen\/detail\/diskriminierung-in-jobcentern-risiken-erfahrungen-abwehr\/\">gibt es hier<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/startseite\/tickerarchiv\/d\/n\/2530\/\">Tacheles e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>So funktioniert das 365-Euro-Ticket in Wien<\/strong><br>\n365 Euro, einen Euro am Tag bezahlen die Wiener f&uuml;r ihr Nahverkehrs-Ticket. Ergebnis: In Wien hat fast die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung eine Jahreskarte f&uuml;r Busse und Bahnen, n&auml;mlich 822.000 der 1,8 Millionen Einwohner. Diese Zahl ist h&ouml;her als die der zugelassenen Pkw. Berlin hat fast doppelt so viele Einwohner und im Verh&auml;ltnis deutlich weniger von ihnen haben eine Jahreskarte: 524.546. Hier kostet das Jahresticket mindestens 761 Euro.<br>\nDie Wiener legen 38 Prozent ihrer t&auml;glichen Wege mit Bahn, Tram (von den Wienern liebevoll &bdquo;Bim&ldquo; genannt) oder Bus zur&uuml;ck. In Berlin liegt der Wert bei 27 Prozent &ndash; im deutschen Vergleich steht die Hauptstadt damit sogar noch gut da: In M&uuml;nchen sind es 23 und in Hamburg sogar nur 18 Prozent.<br>\nBVG-Chefin Sigrid Nikutta sagte k&uuml;rzlich, billige Ticketpreise seien nicht vereinbar mit dem von der BVG vorangetriebenen Netzausbau. Die Zahlen geben ihr recht: In Wien liegt die Kostendeckung durch Tickets bei 60, in Berlin bei 70 Prozent. Der deutsche Durchschnitt liegt sogar bei 78 Prozent, sagt Lars Wagner vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). &bdquo;Deutschland ist hier europaweit an der Spitze.&ldquo; Die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen sei in Deutschland das oberste Kriterium, sagt Wagner.<br>\nDas bedeutet weniger Belastung f&uuml;r den Steuerzahler, aber auch, kaum Geld in Netzausbau, Taktverdichtung oder den Fuhrpark investieren zu k&ouml;nnen &ndash; und eine regelm&auml;&szlig;ige Erh&ouml;hung der Preise. In wachsenden St&auml;dten wird es dadurch enger in den Bahnen, ein Umstieg vom Auto ist weniger attraktiv.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/billiger-nahverkehr-fuer-berlin-so-funktioniert-das-365-euro-ticket-in-wien\/24572128.html?utm_source=pocket-newtab\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In &Ouml;sterreich funktionieren auch noch einige andere Dinge anders, z.B. die Rentenversicherung und der &ouml;ffentliche Wohnungsbau, von denen man in Deutschland behauptet es g&auml;be keine Alternativen. Die Apologetik des VDV zeigt dazu wieder einmal wie tief die neoliberale Ideologie in Deutschland inzwischen verankert ist. Aber Hauptsache es gibt bald eine &bdquo;marktkonforme&ldquo; CO2-Steuer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Triebkr&auml;fte des Populismus<\/strong><br>\nDer Rechtspopulismus ist nach wie vor im Aufschwung. Warum ist das so? Darauf gibt es viele kluge Antworten, die sich teils widersprechen, teils erg&auml;nzen. Noch wichtiger ist jedoch die Frage: Was m&uuml;ssen wir dagegen tun?<br>\nWarum ist der Rechtspopulismus nur so erfolgreich? Diese Frage wird derzeit zu Recht immer wieder gestellt. Zeugen Donald Trumps Pr&auml;sidentschaft, der Brexit und der Aufstieg der rechtsextremen, fremdenfeindlichen Parteien in Europa von einem tiefen Graben zwischen den Werten einer liberalen Gesellschaft und denen der Rechtskonservativen? Konservativen, die mittlerweile immer st&auml;rker xenophobe, ethno-nationalistische und autorit&auml;re Politiker unterst&uuml;tzen. Oder zeugt der Rechtsruck von den &ouml;konomischen &Auml;ngsten und der Unsicherheit vieler W&auml;hler*innen angesichts von Finanzkrisen, Sparprogrammen und der Globalisierung?<br>\nVon der Antwort auf diese Fragen h&auml;ngt viel ab. Hat der autorit&auml;re Populismus seine Ursache in der wirtschaftlichen Lage, dann ist die richtige Reaktion ein Populismus der anderen Art &ndash; einer, der soziale Ungerechtigkeit und Exklusion bek&auml;mpft. Der Ansatz ist offen f&uuml;r unterschiedliche Gruppen und nicht unbedingt sch&auml;dlich f&uuml;r die Demokratie. Sind jedoch gesellschaftliche Ursachen f&uuml;r Rechtspopulismus urs&auml;chlich, dann gibt es weniger M&ouml;glichkeiten, etwas dagegen zu tun. Liberale Demokratien sind in diesem Fall wom&ouml;glich verloren, weil sie von inneren Widerspr&uuml;chen und Streitigkeiten gel&auml;hmt sind.<br>\nEinige Argumente f&uuml;r die gesellschaftlichen Ursachen lassen sich leicht widerlegen. So haben sich einige Kommentatoren in den USA auf Trumps rassistische Spr&uuml;che kapriziert. Doch Rassismus zieht sich in der einen oder anderen Form durch die amerikanische Geschichte. Trumps Erfolg kann man so nicht erkl&auml;ren, weil er letztlich nur vorhandene Vorurteile bedient.<br>\nDani Rodrik lehrt als Professor f&uuml;r International Political Economy an der John F. Kennedy School of Government der Harvard Universit&auml;t. &hellip;. In seinem Buch &ldquo;Das Globalisierungs-Paradox&rdquo; (C.H. Beck, 2011) stellte er die These auf, Freihandel, Demokratie und Nationalstaatlichkeit seien miteinander unvereinbar &ndash; man m&uuml;sse sich gegen eines der drei entscheiden. Er pl&auml;dierte f&uuml;r die Einschr&auml;nkung des Freihandels, weil Demokratie ein h&ouml;heres Gut sei und eine Weltregierung utopisch. Die Globalisierung sieht Rodrik in einigen Bereichen als zu weit gegangen &ndash; er nennt dies &ldquo;Hyper-Globalisierung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/-\/ZFY\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Seltene Erden: Eigenbedarf<\/strong><br>\nSeltene Erden sind nicht zuletzt milit&auml;risch von gro&szlig;er Bedeutung &ndash; in einem k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Arbeitspapier schreibt etwa die &bdquo;Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik&ldquo; (BAKS): &bdquo;Seltene Erden sind eine Gruppe von17 Metallender Lanthanoid-Gruppe des Periodensystems, die aufgrund ihrer physikalischenund chemischenEigenschaften in zahlreichen Technologien ben&ouml;tigt werden.  [&hellip;] Seltene Erden sind Rohstoffe von strategischer Bedeutung f&uuml;r die wirtschaftliche und milit&auml;rische Sicherheit des Westens. In zahlreichen zivilen und milit&auml;rischen Technologien sind sie unentbehrlich.&ldquo;<br>\nWeltweit verf&uuml;gt China zwar &bdquo;nur&ldquo; &uuml;ber ca. ein Drittel der Vorr&auml;te, da es aber den Gro&szlig;teil der Verarbeitungsanlagen beherbergt, hat es den Daumen auf 80 Prozent der US-Exporte, berichtet Reuters. Aus diesem Grund w&uuml;rden im US-Milit&auml;r Planungen &Uuml;berlegungen angestellt, inwieweit Seltene Erden auch in den USA zu gewinnen seien: &bdquo;The Pentagon wants miners to describe plans to develop U.S. rare earths mines and processing facilities, and asked manufacturers to detail their needs for the minerals, according to the document, which is dated June 27. Responses are required by July 31, a short time frame that underscores the Pentagon&rsquo;s urgency. [&hellip;] &sbquo;The government wants to know how much of these minerals we could eventually be producing, and how soon,&lsquo; said Anthony Marchese, chairman of Texas Mineral Resources Corp, which is working to develop the Round Top rare earth deposit in the state&rsquo;s western edge.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/07\/15\/seltene-erden-eigenbedarf\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Werden hier bereits die n&auml;chsten Rohstoffkriege vorbereitet?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>BBC-Doku zu Antisemitismus bringt Labour in Erkl&auml;rungsnot<\/strong><br>\nWas ist die Wahrheit? Diese Frage stellt sich in Brexit-Gro&szlig;britannien jeden Tag aufs Neue. Die Komplexit&auml;t der Herausforderungen, angefeuert durch ihre sekundenschnelle Massenverbreitung auf Twitter oder Facebook, macht den B&uuml;rgern den Durchblick schwer. So ist es nicht nur mit den Folgen des umstrittenen Austritts Gro&szlig;britanniens aus der Europ&auml;ischen Union. &Auml;hnlich aufgeheizt ist seit Jahren die Auseinandersetzung um Antisemitismus in der Labour-Partei. Genau gesagt seit Sp&auml;tsommer 2015, als der Erzsozialist Jeremy Corbyn &uuml;berraschend die F&uuml;hrung der Partei &uuml;bernahm.<br>\nAm Mittwochabend strahlte die BBC eine Sendung aus, die den Vorw&uuml;rfen gegen die Parteispitze nachgeht, antisemitische Ausf&auml;lle ihrer Mitglieder bewusst zu tolerieren und ein antij&uuml;disches Klima in just jener Partei geschaffen zu haben, die traditionell als Heimat britischer Juden galt.<br>\nUnmittelbar nach der Sendung ging die Parteif&uuml;hrung in die Offensive. Der BBC-Film sei &bdquo;keine faire oder ausgeglichene Recherche, sondern eine Polemik ohne politische Balance der Interviewpartner, mit erfundenen Zitaten und aus dem Zusammenhang gerissenen E-Mails, die deren Aussage &auml;ndern&ldquo;. Einige der Zitate von hohen Parteimitgliedern im BBC-Film, so stellte sich heraus, waren in der Tat nicht vollst&auml;ndig wiedergegeben worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article196727389\/Jeremy-Corbyn-BBC-Doku-zu-Antisemitismus-bringt-Labour-in-Not.html?wtrid=onsite.onsitesearch\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die BBC macht damit nur deutlich, dass sie sich als williges Werkzeug im Interesse der englischen Oligarchie sieht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53211\">Das Komplott mit dem Ziel, Jeremy Corbyn von der Macht fernzuhalten<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der enthemmte Maa&szlig;en zeigt, wie gef&auml;hrlich der Verfassungsschutz ist<\/strong><br>\nNein, es ist wirklich kein Fake-Account. Hans-Georg Maa&szlig;en entwickelt sich mit rechten Provokationen zum Twitter-Troll. Das Problem: Wenn so jemand &uuml;ber Jahre Chef eines Geheimdienstes sein konnte, dann ist der &bdquo;Verfassungsschutz&ldquo; noch gef&auml;hrlicher f&uuml;r die Demokratie als wir immer dachten. Ein Kommentar.<br>\nHans-Georg Maa&szlig;en entwickelt sich vom CDU-Rechtsau&szlig;en offen zum rechtsradikalen Provokateur und Twitter-Troll. Der ehemalige Pr&auml;sident des Inlandsgeheimdienstes mit dem irref&uuml;hrenden Namen &bdquo;Verfassungsschutz&ldquo; wei&szlig;, wie er als unbedeutender Politiker ohne Funktion &Ouml;ffentlichkeit und Medien bespielen kann. Gleichzeitig agitiert er mit der &bdquo;Werte-Union&ldquo; in der CDU f&uuml;r eine Zusammenarbeit mit der AfD.<br>\nErst bezeichnete er die Neue Z&uuml;rcher Zeitung als &bdquo;Westfernsehen&ldquo;. Jetzt zweifelt er einen Bericht des ARD-Magazins &bdquo;Panorama&ldquo; an &ndash; und belegt das mit einem Link auf &bdquo;Journalistenwatch&ldquo;, einem Leitmedium f&uuml;r Besorgtb&uuml;rger aller Braunt&ouml;ne.<br>\nJouWatch ist ein reichweitenstarkes Blog, bekannt f&uuml;r antimuslimische, rechtspopulistische Hetze und Desinformation. Finanziell unterst&uuml;tzt wird das Blog von der islamfeindlichen Denkfabrik Middle East Forum.<br>\nGelder nimmt das Blog &uuml;ber einen gemeinn&uuml;tzigen Verein durch Spenden und Werbung ein &ndash; unter anderem von der Identit&auml;ren Bewegung und ihr nahestehenden Shops. Gr&uuml;nder Thomas B&ouml;hm war Mitgr&uuml;nder der vom bayerischen Verfassungsschutz beobachteten rechtsradikalen Kleinstpartei &bdquo;Die Freiheit&ldquo;.<br>\nDer ehemalige Chef des &bdquo;Verfassungsschutzes&ldquo; nutzt also rechtspopulistische Blogs als Quelle. Das Lachen bleibt einem leider im Halse stecken. Auch wenn Maa&szlig;en nach gro&szlig;em &ouml;ffentlichem Aufschrei und einer Erkl&auml;rung von &bdquo;Panorama&ldquo; seinen Tweet wieder gel&ouml;scht hat, zeigt er doch welch Geistes Kind er ist. Maa&szlig;en ist der geheimdienstgewordene Sarrazin der Christdemokraten, der Matussek unter den Schlapph&uuml;ten, eine Erika Steinbach mit Nickelbrille. Doch im Gegensatz zu diesen Leuten war er bis letztes Jahr Chef einer Beh&ouml;rde mit mehr als 3.000 Mitarbeitern und weitreichenden Ermittlungsbefugnissen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2019\/der-enthemmte-maassen-zeigt-wie-gefaehrlich-der-verfassungsschutz-ist\/?fbclid=IwAR3GV9sIPSN2b8Yl_GjyUtEMXdQDEZGCQZ_Smhobge7lIEEXWRQMPW9IdO0#spendenleiste\">Netzpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Iron Sky und die Militarisierung des Weltalls<\/strong><br>\nDie Masken fallen: Selbstgerecht erkl&auml;ren USA, NATO und Frankreich den Weltraum zur neuen Zone des Wettr&uuml;stens<br>\nLange achteten die Staaten tunlichst darauf, nicht offen einer Militarisierung des Weltraums das Wort zu reden, sie aber selbstredend dennoch zu betreiben. Nun sind die Masken aber wohl endg&uuml;ltig gefallen: &ldquo;Der Kampf um die milit&auml;rische Dominanz des Weltraums ist entbrannt&rdquo;, erkl&auml;rt G&ouml;tz Neuneck vom Hamburger Institut f&uuml;r Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH).<br>\nErst gingen die USA in die Offensive und nun ziehen die NATO, Frankreich &ndash; und wom&ouml;glich sogar Deutschland &ndash; im Weltraum in den Krieg, indem sie ihn auch offiziell zu einem potenziellen Schlachtfeld erkl&auml;ren und dementsprechende Kommandos aufstellen wollen.<br>\nGleichzeitig torpediert der Westen jahrelange Versuche durch China und Russland, einen Vertrag gegen R&uuml;stungsspiralen im Weltall ins Leben zu rufen, nur um im selben Atemzug ausgerechnet diesen beiden L&auml;ndern die Schuld daran zu geben, weshalb man sich um die Aufr&uuml;stung des Alls bem&uuml;hen m&uuml;sse.<br>\nDas selbstgerechte Auftreten des Westens erinnert dabei fatal an den erst wenige Jahre alten B-Movie Klassiker &ldquo;Iron Sky&rdquo;, wobei selbst einige seiner aberwitzigsten Szenen mittlerweile von der Realit&auml;t &uuml;berholt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Iron-Sky-und-die-Militarisierung-des-Weltalls-4470880.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Auch Pressearbeit der Polizei kann &lsquo;Fake News&rsquo; sein<\/strong><br>\nJournalisten bei &lsquo;Polizeithemen&rsquo;: Gutgl&auml;ubig, uninteressiert an Sachthemen, willige Helfer bei Polit-PR<br>\nWenn der Einsatzleiter der Hamburger Polizei nach dem G20-Gipfel &ldquo;476 verletzte Polizeibeamte&rdquo; behauptet, jedoch nicht erw&auml;hnt, dass mehr als die H&auml;lfte davon schon vor dem Gipfel dienstunf&auml;hig war, ist das nur EIN Beispiel f&uuml;r manipulative Fehlinformation durch Polizeiorgane. Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) rief jetzt dazu auf, &ldquo;Meldungen und Informationen der Polizeibeh&ouml;rden in allen F&auml;llen [sic!] kritisch zu hinterfragen&rdquo;. Gutgl&auml;ubigkeit von Journalisten ist jedoch nicht das einzige Problem bei Themen mit Polizeibezug: Sachthemen, die f&uuml;r weite Teile der Bev&ouml;lkerung relevant sind, werden vollkommen links liegen gelassen. Und manche Journalisten \/ Redaktionen, waren wiederholt sehr hilfreich dabei, interessen-geleitete Darstellungen von Politikern oder Polizei als &lsquo;Tatsachen&rsquo; zu verkaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cives.de\/auch-pressearbeit-der-polizei-kann-fake-news-sein-8856\">CIVES<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-53419","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=53419"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53419\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53422,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53419\/revisions\/53422"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=53419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=53419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=53419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}