{"id":5345,"date":"2010-04-29T09:16:52","date_gmt":"2010-04-29T07:16:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5345"},"modified":"2014-08-07T14:54:13","modified_gmt":"2014-08-07T12:54:13","slug":"intrige-der-spd-rechten-gegen-die-nrw-spitzenkandidatin-hannelore-kraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5345","title":{"rendered":"Intrige der SPD-Rechten gegen die NRW-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft"},"content":{"rendered":"<p>Wie damals Wolfgang Clement kurz vor der Landtagswahl in Hessen davor warnte f&uuml;r die SPD-Kandidatin Andrea Ypsilanti zu stimmen, so f&auml;llt die Rechte in der NRW-SPD ihrer Spitzenkandidatin auf der letzten Strecke vor der Landtagswahl im gr&ouml;&szlig;ten Bundesland in den R&uuml;cken. Diesmal auch noch anonym auf einem Internet-Blog namens <a href=\"http:\/\/www.wir-in-nrw-blog.de\/2010\/04\/das-ewige-talent\/\">&bdquo;WIR IN NRW&ldquo;<\/a> . In einem Beitrag wird der von Kraft als Wirschaftsexperte f&uuml;r ihr &bdquo;Zukunftsteam&ldquo; vorgeschlagene K&ouml;lner Wirtschafts- und Finanzdezernent Norbert-Walter Borjans diffamiert. Die Rechte in der NRW-SPD schl&auml;gt dabei nur den Sack und meint den Esel. Die &bdquo;Kohle-Beton-Chlor-Fraktion&ldquo; in der NRW-SPD sieht selbst in der bestenfalls in der Mitte der Sozialdemokratie anzusiedelnden Hannelore Kraft einen Unsicherheitsfaktor. Diese Wirtschaftslobbyisten liefern Munition f&uuml;r die CDU, weil sie eine panische Angst haben vor Rot-Rot-Gr&uuml;n und sogar Rot-Gr&uuml;n nicht wollen, sondern am liebsten eine gro&szlig;e Koalition unter F&uuml;hrung von J&uuml;rgen R&uuml;ttgers. Wolfgang Lieb<br>\n<!--more--><\/p><p>Das Blog &bdquo;WIR IN NRW&ldquo; wird vom ehemaligen stellvertretenden Chefredakteur der WAZ und danach als Chefkorrespondent dieses Blattes nach Berlin weggelobten Alfons Pieper <a href=\"http:\/\/www.wir-in-nrw-blog.de\/die_zeit_ist_reif\/\">herausgegeben<\/a>.<br>\nBisher konnte man den Eindruck gewinnen, als sei es das Anliegen des unter dem von Johannes Rau geraubten Logos &bdquo;Wir in NRW&ldquo; herausgegebenen Blogs, die CDU und Ministerpr&auml;sident R&uuml;ttgers durch meist unter einem Pseudonym schreibende Autoren  zu attackieren. So wurden dort u.a. die nicht gezahlten Mitgliedsbeitr&auml;ge der CDU-Landtagspr&auml;sidentin van Dinther oder das Sponsoring-System der NRW-CDU publik gemacht, was zum R&uuml;cktritt des NRW-CDU-Generalsekret&auml;rs Hendrik W&uuml;st f&uuml;hrte.<br>\nR&uuml;ttgers wurden durchaus mit Erfolg eine Vielzahl von Aff&auml;ren vorgehalten, die seinem Image als untadligem &bdquo;Landesvater&ldquo; &agrave; la Johannes Rau ziemlichen Abbruch taten.<br>\n&Uuml;ber Politikinhalte konnte man relativ wenig lesen, weder &uuml;ber die Positionen von R&uuml;ttgers noch &uuml;ber die seiner Herausforderin von der SPD, Hannelore Kraft.<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/mediathek\/html\/regional\/2010\/04\/26\/das-duell.xml\">Nach dem TV-Spitzen-Duell Kraft\/R&uuml;ttgers<\/a> hat sich das offenbar ge&auml;ndert. Unter der &Uuml;berschrift <em>&bdquo;Bei Rot-Rot-Gr&uuml;n setzt R&uuml;ttgers seiner <a href=\"http:\/\/www.wir-in-nrw-blog.de\/category\/themaderwoche\/\">Herausforderin den finalen Treffer<\/a>&ldquo;<\/em> konnte man &uuml;ber diese Diskussion folgendes nachlesen: <em>&bdquo;<strong>J&uuml;rgen R&uuml;ttgers<\/strong> dr&uuml;ckt seine Herausforderin <strong>Hannelore Kraft<\/strong> so mit dem R&uuml;cken an die rote Backsteinwand der K&ouml;lner Vulkanhalle, dass er fast t&auml;nzelnd zum t&ouml;dlichen Sto&szlig; ausholen kann. &bdquo;Sie haben wieder nicht gesagt, dass Sie sich nicht von den Extremisten w&auml;hlen lassen w&uuml;rden&ldquo;, setzt er in dem Gem&auml;uer die scharfe Klinge genau auf die Brust. Au&szlig;er einem hilflosen L&auml;cheln und einem tiefen Seufzer kommt nicht mehr viel. R&uuml;ttgers&nbsp;entwaffnet Kraft an ihrer&nbsp;verletztlichsten Stelle. Sie gibt auf. An der Koalitionsfrage, ob sie mit den Linken Politik machen w&uuml;rde, scheitert die SPD-Spitzenkandidatin in dieser TV-Runde zwei Wochen vor der Wahl im WDR-Fernsehen&ldquo;<\/em>, hei&szlig;t es da. <\/p><p>Ein Autor, der sich Thomas Brackheim nennt, sa&szlig; offenbar zusammen mit Sigmar Gabriel und dem Wei&szlig;wein trinkenden Peer Steinbr&uuml;ck w&auml;hrend des Duells in einem K&ouml;lner Gasthaus und transportiert offenbar vor allem auch deren Haltung zu Rot-Rot-Gr&uuml;n: <em>&bdquo;Das mache die SPD nicht mit. Wandelt seine Stellvertreterin da etwa allein auf ihrem Pfad, den die Partei nicht mitgehen wird, nicht mitgehen kann? Die Chance ist vertan, nun kann sie in den n&auml;chsten zwei Wochen machen was sie will &ndash; glauben tut`s ihr keiner.&ldquo;<\/em><\/p><p>So macht sich &bdquo;WIR IN NRW&ldquo;  mit der &bdquo;Rot-Socken-Kampagne&ldquo; von R&uuml;ttgers gemein. Weil es an vorzeigbaren politischen Erfolgen der bisher in NRW regierenden schwarz-gelben Koalition fehlt, wurde die Verunsicherungskampagne gegen &bdquo;Rot-Rot-Gr&uuml;n&ldquo; von den Konservativen <a href=\"\/?p=4686\">zum wichtigsten Wahlkampfthema erhoben<\/a>.<br>\nKraft wird in dem Blog geradezu in einen Wortbruch-Verdacht gedr&auml;ngt: &bdquo;Hat etwa Andrea Ypsilanti im roten Lager sekundiert?&ldquo; <\/p><p>Ganz offen wird eine von Hannelore Kraft mit gro&szlig;er M&uuml;he und mehr oder weniger geschickt &uuml;ber Monate durchgehaltene Linie torpediert, wonach man um eine rot-gr&uuml;ne Mehrheit k&auml;mpfe und dass es oberstes Ziel sei, die Linkspartei aus dem NRW-Landtag zu halten bzw. dass die Linke &bdquo;weder koalitions- noch regierungsf&auml;hig&ldquo; sei. <\/p><p>Entgegen einem Beschluss der Bundespartei, wonach die Landesverb&auml;nde in eigener Verantwortung und eigenst&auml;ndig &uuml;ber Koalitionen entscheiden, hat der Parteivorsitzende Gabriel zwar schon vor einiger Zeit sein Wort gegeben, dass jede Zusammenarbeit mit der Linken praktisch ausgeschlossen sei. Und hat damit seine Stellvertreterin und NRW-Landesvorsitzende in arge Argumentationsn&ouml;te gebracht. &bdquo;WIR IN NRW&ldquo; attackiert nun Hannelore Kraft ganz direkt und verlangt, dass sie einer Zusammenarbeit mit der Linken auf offener B&uuml;hne abschw&ouml;rt. <\/p><p>Bei einem wahrscheinlichen Einzug der Linken in den Landtag, hie&szlig;e das, dass f&uuml;r Kraft nur noch die M&ouml;glichkeit einer gro&szlig;en Koalition unter R&uuml;ttgers bleibt. Selbst wenn es f&uuml;r Rot-Gr&uuml;n zu einer knappen Mehrheit reichen sollte, h&auml;tten die Sozialdemokraten ihre eigenen Positionen geschw&auml;cht, weil die Gr&uuml;nen die Option h&auml;tten mit der CDU zusammenzugehen. Was R&uuml;ttgers im &Uuml;brigen &ndash; geschickter als die SPD gegen&uuml;ber der Linken &ndash; durchaus nicht ausschlie&szlig;t.<\/p><p>Nicht zuletzt die Bundestagswahl, aber auch die Landtagswahlen in Hessen und Hamburg haben bewiesen, dass die SPD in einem Wahldesaster landet, wenn sie keine reale Regierungsoption anbieten kann. Hannelore Kraft und jedenfalls starke Kr&auml;fte der SPD im Ruhrgebiet hatten erkannt, dass sich das W&auml;hlerpotential erh&ouml;ht und die Verhandlungsposition gest&auml;rkt wird, wenn man nach der Wahl mit Gespr&auml;chen mit der Linken sei es auch nur drohen k&ouml;nnte. Die Wahlen in Th&uuml;ringen oder im Saarland haben das gezeigt. Doch wie bei den vorausgegangen Wahlen hat die SPD-Rechte nichts dazu gelernt. Im Gegenteil: Sie macht sich sogar noch zum Wahlkampfhelfer f&uuml;r R&uuml;ttgers. <\/p><p>K&ouml;nnte man diese Einsch&auml;tzung, dass es sich hier um eine hinterh&auml;ltige Attacke der SPD-Rechten gegen Hannelore Kraft handle noch als Spekulation abtun, so liefert ein weiterer Artikel in &bdquo;WIR IN NRW&ldquo;  zus&auml;tzliche Indizien f&uuml;r meine These:<\/p><p>Kraft hatte am Wochenende den K&ouml;lner Wirtschafts- und Finanzdezernenten und fr&uuml;heren Sprecher von Johannes Rau, Norbert Walter-Borjans, als m&ouml;glichen Wirtschaftsminister f&uuml;r ihr &bdquo;Zukunftsteam&ldquo; vorgestellt. Dass die CDU diese Personalie als &bdquo;Entt&auml;uschung&ldquo; bewertet, geh&ouml;rt zum &uuml;blichen Ritual. Dass aber nun gerade ein der SPD nahestehendes Blog den weit &uuml;ber K&ouml;ln hinaus anerkannten fr&uuml;heren Wirtschaftsstaatssekret&auml;r im Saarland und in NRW als &bdquo;ewiges Talent&ldquo; heruntermacht, ist im Hinblick auf die SPD-internen Richtungsk&auml;mpfe h&ouml;chst interessant.<\/p><p><em>&bdquo;Wir sind in der Zwickm&uuml;hle. Sollen wir schon wieder Hannelore Kraft kritisieren? Zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden&ldquo;<\/em>, hei&szlig;t es in &bdquo;WIR IN NRW&ldquo; und warnt die Spitzenkandidatin vor dem &bdquo;<em>gef&auml;hrlichen Terrain<\/em>&ldquo; auf das sie sich mit dieser Entscheidung begeben habe.<br>\nUnter dem offenbar witzig gemeinten Pseudonym &bdquo;Leo Loewe&ldquo; schreibt f&uuml;r Eingeweihte leicht erahnbar, der fr&uuml;here Focus-Landeskorrespondent Karl-Heinz Steink&uuml;hler &uuml;ber &bdquo;<em>ein so verdammtes Verlierer-Image&ldquo;<\/em>, das Walter-Borjans an den Fingern klebe. <\/p><p>Steink&uuml;hler hat offenbar bis heute nicht verwunden, dass ihm Walter-Borjans vor Jahren als Sprecher von Rau eine <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/wahl-operation-bundespraesident_aid_176636.html\">Sensationsmeldung<\/a> &uuml;ber eine angebliche &bdquo;Notoperation&ldquo; Raus wegen dessen Aorta-Erweiterung vermasselte. Er sei &uuml;ber Raus Erkrankung &bdquo;<em>gestolpert<\/em>&ldquo;, schreibt er, um Walter-Borjans &bdquo;<em>vermeintliche Mittelklasse<\/em>&ldquo; zu attestieren, die der Nachfolger Raus, Wolfgang Clement, in seinem Umfeld angeblich nicht ertragen konnte. Dass der &bdquo;<em>erste erzwungene Abschied von der politischen B&uuml;hne<\/em>&ldquo; jedoch vielmehr damit zusammenhing, dass Clement seinen &bdquo;B&uuml;chsenspanner&ldquo; im Intrigenspiel um die Rau-Nachfolge als Regierungssprecher holte, bleibt in diesem Beitrag nat&uuml;rlich unerw&auml;hnt; auch dass dieser nach kurzer Zeit wieder gefeuert wurde, wird unterschlagen.<\/p><p>Frei erfunden ist auch die Legende, dass Rau seinen &bdquo;<em>treuen Gef&auml;hrten<\/em>&ldquo; als Wirtschaftsstaatssekret&auml;r im Saarland untergebracht habe. Und dass der damalige SPD-Ministerpr&auml;sident Reinhard Klimmt 1999 die Wahl gegen den CDU-Kandidaten Peter M&uuml;ller verloren hat, hatte gewiss am wenigsten mit einem Wirtschaftsstaatssekret&auml;r zu tun. <\/p><p>Auch dass Anke Brunn nicht Oberb&uuml;rgermeisterin von K&ouml;ln geworden ist, wird ihrem kurzzeitigen Wahlkampfmanager Walter-Borjans angelastet. Die &uuml;berraschend knappe Wahlniederlage von Anke Brunn hatte jedoch  viel mehr damit zu tun, dass vor allem die in der Domstadt dominierenden rechtsgewirkten Spitzenleute der SPD, wie Klaus Heugel und Norbert R&uuml;ther, mit Insidergesch&auml;ften und Parteispendenaff&auml;ren im Zusammenhang mit dem K&ouml;lner M&uuml;llskandal das Vertrauen in die K&ouml;lner Sozialdemokraten zerst&ouml;rt hatten, als mit einem schlechten Wahlkampfmanagement. Dass Walter-Borjans, wie in dem Artikel behauptet wird, das &bdquo;<em>grandiose Wahlplakat<\/em>&ldquo; &bdquo;Von OB verstehen Frauen mehr&ldquo; erfunden haben soll, ist schlicht falsch; ganz im Gegenteil, er hatte das Plakat gestoppt.<\/p><p>Dass Walter-Borjans von 2004 noch einmal Wirtschaftsstaatssekret&auml;r wurde und zwar in NRW unter dem &ndash; wie es in dem Artikel hei&szlig;t &ndash; &bdquo;grandiosen Superminister Harald Schartau&ldquo;, das geschah sicher nicht ohne Zustimmung des am Abend des Fernsehduells vom oben erw&auml;hnten Autor in der K&ouml;lner Kneipe beobachteten Peer Steinbr&uuml;ck, der zu diesem Zeitpunkt NRW-Ministerpr&auml;sident war. &Uuml;ber die Gr&uuml;nde, warum R&uuml;ttgers ein Jahr sp&auml;ter die Wahl gewann und Walter-Borjans ein weiteres Mal in den einstweiligen Ruhestand versetzt wurde, h&auml;tte man an diesem Abend ja mit Steinbr&uuml;ck reden k&ouml;nnen, statt die <a href=\"\/?p=579\">epochale Wahlniederlage<\/a> dem jetzt von Kraft ins Kompetenzteam Gerufenen in die Schuhe zu schieben. Steinbr&uuml;ck h&auml;lt vermutlich seine Hauptparole, n&auml;mlich &bdquo;Kurs halten&ldquo; in Sachen Hartz noch heute f&uuml;r richtig und hat bis jetzt nicht verstanden, dass ihm deshalb die potentiellen SPD-W&auml;hler davon liefen.<\/p><p>Und h&auml;tte der Autor nur einmal kurz in Wikipedia geschaut, so h&auml;tte er dort lesen k&ouml;nnen, dass Walter-Borjans dem Rat der Stadt K&ouml;ln von der Hamburger Headhunter-Agentur Russell Reynolds und nicht von der SPD, die angeblich <em>&bdquo;ihre Guten&ldquo;<\/em> (also doch kein Verlierer?) nicht h&auml;ngen lasse, vorgeschlagen wurde.<\/p><p>Ich bitte alle Leserinnen und Leser, die nicht aus NRW kommen um Nachsicht, dass ich bei diesem Beitrag von &bdquo;WIR IN NRW&ldquo; so ins Detail gegangen bin. Ich wollte aber sauber belegen, dass dieser Beitrag von vorne bis hinten falsch ist und dass es dem Autor und den verantwortlichen Herausgebern dieses Blogs offenbar nur um eine b&ouml;sartige Diffamierung von Walter-Borjans als Mitglied des &bdquo;Zukunftsteams&ldquo; ging und damit gleichzeitig um eine hinterh&auml;ltige Attacke gegen die SPD-Herausforderin Hannelore Kraft.<\/p><p>Mir geht es nicht darum, Hannelore Kraft oder Walter-Borjans zu verteidigen, sondern an diesem Vorgang wird erkennbar, welche politische Richtung innerhalb der SPD hinter dem Blog &bdquo;WIR IN NRW&ldquo; steht. Das <em>&bdquo;gef&auml;hrliche Terrain&ldquo;<\/em>, auf das sich Kraft mit dieser Personalie begeben habe, kann nur von denjenigen in der SPD als &bdquo;gef&auml;hrlich&ldquo; betrachtet werden, die sich selbst Hoffnungen auf eine Berufung gemacht haben &ndash; und das ist der nach wie vor Wirtschaftsfl&uuml;gel unter den NRW-Sozialdemokraten. Und dazu geh&ouml;rt auch &bdquo;Wei&szlig;weintrinker&ldquo; Peer Steinbr&uuml;ck, seit Anfang des Jahres Aufsichtsratsmitglied bei ThyssenKrupp. Dazu geh&ouml;ren auch noch diejenigen, die nach wie vor in Wolfgang Clement ihren Supermann sehen. Clement hat sich in einem Interview mit dem K&ouml;lner Sonntagsexpress &uuml;brigens massiv gegen eine rot-gr&uuml;ne Koalition an Rhein und Ruhr ausgesprochen. &Uuml;ber seine Zeit als Ministerpr&auml;sident, in der er mit den Gr&uuml;nen regieren musste, sagte er:  &bdquo;Es war eine Qual. Es gab kein Verkehrsprojekt, kein Infrastrukturprojekt, kein Energieprojekt, &uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/landtagswahl\/nachrichten\/Rot-Gruen-war-eine-Qual_aid_848798.html\">das wir nicht gestritten haben<\/a>.&rdquo;<br>\nTats&auml;chlich hat Clement als damaliger Regierungschef keine Gelegenheit ausgelassen, um seinen damaligen Koalitionspartner zu dem&uuml;tigen, damit dieser die Koalition m&ouml;glichst aufk&uuml;ndigen sollte und er mit der FDP oder gar mit der CDU ins Koalitionsbett h&auml;tte steigen k&ouml;nnen.<\/p><p>Mit der der Diffamierung des von der SPD-Spitzenkandidatin in ihr Team berufenen Wirtschaftsexperten, schlug der vermeintliche SPD-Unterst&uuml;tzer-Blog den Sack und meinte den Esel. Die &bdquo;Kohle-Beton-Chlor-Fraktion&ldquo; in der NRW-SPD sieht sogar in der bestenfalls in der politischen Mitte der Sozialdemokratie anzusiedelnden Hannelore Kraft noch einen Unsicherheitsfaktor. Wie der DGB bis hinein in seine Spitze und wie einige Industriegewerkschaften hat die SPD-Rechte noch nicht einmal ein Interesse an einem Sieg von Rot-Gr&uuml;n. Sie sieht ihre Interessen am besten in einer gro&szlig;en Koalition unter der F&uuml;hrung der CDU gesichert. Wieder einmal kann man beobachten, dass die Rechten in der SPD (fr&uuml;her die Kanalarbeiter, dann die Seeheimer und heute bis hin zu den sog. Netzwerkern) nur dann ein wirkliches Interesse an der Regierungsmacht ihrer Partei haben, wenn sie das ausschlie&szlig;liche Sagen haben. Wie schon <a href=\"\/?p=2908\">Clement gegen Ypsilanti<\/a> oder wie schon M&uuml;ntefering und Steinmeier gegen Beck, die Rechten in der SPD haben noch nie R&uuml;cksicht gekannt und schon gar keine Solidarit&auml;t mit an die Spitze gew&auml;hlten Personen ihrer Partei ge&uuml;bt, deren Richtung ihnen nicht passte. Die Rechte zieht ihren Kurs gegen die Mitte und die Linke in der SPD unerbittlich durch und sei es um den Preis, dass sie die ganze Partei weiter zerlegen.<\/p><p>Insofern kann einem Hannelore Kraft nur Leid tun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie damals Wolfgang Clement kurz vor der Landtagswahl in Hessen davor warnte f&uuml;r die SPD-Kandidatin Andrea Ypsilanti zu stimmen, so f&auml;llt die Rechte in der NRW-SPD ihrer Spitzenkandidatin auf der letzten Strecke vor der Landtagswahl im gr&ouml;&szlig;ten Bundesland in den R&uuml;cken. Diesmal auch noch anonym auf einem Internet-Blog namens <a href=\"http:\/\/www.wir-in-nrw-blog.de\/2010\/04\/das-ewige-talent\/\">&bdquo;WIR IN NRW&ldquo;<\/a> . In<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5345\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[191,11,190],"tags":[661,838,246,359,414,274,245],"class_list":["post-5345","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-spd","category-strategien-der-meinungsmache","category-wahlen","tag-clement-wolfgang","tag-kraft-hannelore","tag-linke-mehrheit","tag-parteistroemungen","tag-rau-johannes","tag-ruettgers-juergen","tag-ypsilanti-andrea"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5345","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5345"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5345\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5353,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5345\/revisions\/5353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5345"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5345"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5345"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}