{"id":53501,"date":"2019-07-21T09:00:39","date_gmt":"2019-07-21T07:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53501"},"modified":"2019-07-19T09:35:50","modified_gmt":"2019-07-19T07:35:50","slug":"hinweise-der-woche-119","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53501","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53501#h01\">Von der Leyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53501#h02\">Lawrow zu seinem Deutschland-Besuch: &bdquo;Dieses Bewusstsein bricht sich Bahn&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53501#h03\">Stand der Kriegsvorbereitung gegen den Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53501#h04\">Wagenknecht &ndash; &bdquo;Die Klimadebatte, wie die Gr&uuml;nen sie f&uuml;hren, ist v&ouml;llig verk&uuml;rzt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53501#h05\">Farce auf Schienen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53501#h06\">Krankenhauspolitik: Health in all policies?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53501#h07\">Der national-soziale Anstrich der AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53501#h08\">&raquo;Der Osten wird vom Westen verwaltet und beherrscht&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53501#h09\">So viel Geld sollten Sie f&uuml;r die Rente zur&uuml;cklegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53501#h10\">Schulstreiks: Bu&szlig;gelder wegen Klimademos<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Von der Leyen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zensursula wird EUrsula<\/strong><br>\nNach viel Kontroverse wurde &uuml;ber Ursula von der Leyen als neue EU-Kommissionspr&auml;sidentin abgestimmt. Die Mehrheit erzielte sie nur knapp.<br>\nSie musste bangen und k&auml;mpfen, doch am Ende eines langen Tages hat sie es geschafft: Das Europaparlament hat die deutsche CDU-Politikerin Ursula von der Leyen mit 383 zu 327 Stimmen zur n&auml;chsten Pr&auml;sidentin der EU-Kommission gew&auml;hlt. Sie erhielt neun Stimmen mehr als n&ouml;tig. 23 Parlamentarier enthielten sich, es gab eine ung&uuml;ltige Stimme. Die Abgeordneten best&auml;tigten damit die umstrittene Nominierung durch den Rat. Die Staats- und Regierungschefs der EU hatten sich &uuml;ber den Willen des Parlaments hinweggesetzt und keinen der Spitzenkandidaten f&uuml;r die Europawahl benannt.<br>\nDer Wahl waren stundenlange hektische Beratungen vorausgegangen. Vor allem die Sozialdemokraten rangen um eine gemeinsame Haltung &ndash; die sie am Ende aber nicht fanden. So scherten die meisten deutschen Sozialdemokraten aus und stimmten mit Nein. Auch Gr&uuml;ne und Linke verweigerten von der Leyen ihre Stimme. Am Vormittag hatte von der Leyen mit viel Inbrunst f&uuml;r sich und ihr Programm geworben. Sozialer, gr&uuml;ner und weiblicher soll die EU werden, versprach die 60-J&auml;hrige. [&hellip;]<br>\nUnd dann war da noch die feministische Offensive: Sollte sie zur Kommissionspr&auml;sidentin gew&auml;hlt werden, so werde sie auf Parit&auml;t zwischen Frauen und M&auml;nnern in ihrem Team bestehen, betonte von der Leyen. Zur Not werde sie jene EU-L&auml;nder, die nur M&auml;nner nach Br&uuml;ssel schicken wollen, auffordern, eine Frau nachzunominieren. [&hellip;]<br>\nPassiert ist es trotzdem. So haben die Abgeordneten der Fidesz-Partei von Ungarns &bdquo;illilberalem&ldquo; Regierungschef Viktor Orban geschlossen f&uuml;r von der Leyen gestimmt. Etliche Stimmen d&uuml;rfte sie auch von der rechtsradikalen Lega in Italien bekommen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Wahl-der-EU-Kommissionspraesidentin\/!5612224\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eine Kommissionspr&auml;sidentin von Gnaden der Lega, Fidesz und der PiS &hellip; wie passt das mit den Sonntagsreden eines liberalen und demokratischen Europa zusammen?<\/em><\/p>\n<p><em>Zur Wahl von von der Leyen und der Nominierung von Kramp-Karrenbauer lesen Sie bitte auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53444\">den redaktionellen Kommentar von Albrecht M&uuml;ller<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Alles nur zum Schein<\/strong><br>\nEU Die Demokratie in Europa krankt an mehr als der Nominierung Ursula von der Leyens<br>\n(&hellip;) Zu fragen w&auml;re aber: Macht es &uuml;berhaupt einen Unterschied, wer Kommissionspr&auml;sidentin ist?<br>\n(&hellip;) &Auml;hnlich verh&auml;lt es sich mit der Frage, ob die Nominierung von der Leyens demokratisch sei. Schlie&szlig;lich birgt das Spitzenkandidatenprinzip jenes Versprechen, wonach die B&uuml;rger &uuml;ber den Chef der europ&auml;ischen Exekutive in Wahlen entscheiden k&ouml;nnen. Doch diese Debatte lenkt von den eigentlichen demokratischen Problemen der EU ab. Denn ob der Spitzenkandidat der gr&ouml;&szlig;ten Gruppe im Europ&auml;ischen Parlament automatisch Kommissionspr&auml;sident wird oder nicht, &auml;ndert nichts Wesentliches an der Struktur der EU-Institutionen, die ob ihrer Komplexit&auml;t und Eigenlogik f&uuml;r jeden Demokratietheoretiker eine Herausforderung sind. Obwohl die Kommission eine Art von europ&auml;ischer Exekutive sein soll, hat sie auch Machtbefugnisse, die eigentlich der Legislative vorbehalten sind. Das Parlament und der Rat sollen den zwei Kammern eines Parlaments entsprechen. Allein aber, welche das Unter- und welche das Oberhaus sein soll, ist unklar.<br>\nMag die Beteiligung an der Europawahl dieses Jahr von 43 auf 51 Prozent gestiegen sein &ndash; die merkw&uuml;rdige Struktur der EU f&uuml;hrt dazu, dass vor allem zwischen nationalen Interessen, etwa im deutsch-franz&ouml;sischen Streit &uuml;ber den Euro, und zwischen &bdquo;Europ&auml;ern&ldquo; und &bdquo;Anti-Europ&auml;ern&ldquo; debattiert wird. Eine europaweite Debatte zwischen links und rechts, etwa zu Verteilungsfragen, wie man sie von Demokratien auf nationaler Ebene kennt, existiert nach wie vor nicht.<br>\nIn Europa besteht der Status quo darin, dass einer permanent regierenden Gro&szlig;en Koalition keinerlei Opposition au&szlig;er der der &bdquo;Anti-Europ&auml;er&ldquo; gegen&uuml;bersteht. Einen Machtwechsel zwischen Regierungsparteien, je nachdem, ob sie Wahlen gewonnen oder verloren haben, gibt es nicht. Kurzum, es fehlt das, was gemeinhin als fundamentale Voraussetzung einer Demokratie gilt: die M&ouml;glichkeit, eine Regierung abzuw&auml;hlen. Solange sich dies nicht &auml;ndert, wird die EU eine Scheindemokratie bleiben. Dabei ist nicht von Belang, wer k&uuml;nftig die Europ&auml;ische Kommission f&uuml;hren wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/alles-nur-zum-schein\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Ist es Liebe?<\/strong><br>\nIn keinem Land blicken die Menschen positiver auf eine Deutsche an der EU-Spitze als in Frankreich. Ursula von der Leyen profitiert dabei vor allem vom hohen Ansehen Angela Merkels.<br>\nPl&ouml;tzlich reden viele Franzosen von ihr. &ldquo;Ist sie nicht eine Freundin von Merkel?&rdquo; will der Tresen-Nachbar im Pariser Eck-Caf&eacute; &ldquo;L&rsquo;autobus&rdquo; wissen. Und behauptet bei einem Glas Ros&eacute;: &ldquo;Ich glaube, sie ist eine Kopie Merkels.&rdquo;<br>\nEs geht um Ursula von der Leyen. Bisher kannte kaum ein Franzose ihren Namen. Wer in Deutschland kennt schon die franz&ouml;sische Verteidigungsministerin Florence Parly? Genauso war es auch umgekehrt. Bis die Deutsche vor zehn Tagen von den europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs zur Kandidatin f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaft der EU-Kommission ausgew&auml;hlt wurde.<br>\n&ldquo;Die Mehrheit der Franzosen sieht in Ursulas Nominierung einen Sieg Macrons&rdquo;, sagt der Pariser Au&szlig;enpolitik-Experte Dominique Moisi, der von der Leyen seit vielen Jahren pers&ouml;nlich kennt. Doch w&auml;hrend Moisi das Postengeschacher in Br&uuml;ssel im Detail verfolgt und von der Leyen skeptisch eine &ldquo;deutsch-franz&ouml;sische Kompromisskandidatin&rdquo; nennt, machen sich Medien und &Ouml;ffentlichkeit in Frankreich selten diese M&uuml;he. Sie sehen nur zwei neue, sehr seri&ouml;se Frauen an der Spitze Europas, die eine Franz&ouml;sin &ndash; da bekommt auch die Zweite jede Menge Vorschusslorbeeren.<br>\n&ldquo;Von der Leyen, das ist er!&rdquo; sagt S&eacute;bastian Maillard, Leiter des Pariser Jacques-Delors-Instituts, &uuml;ber den franz&ouml;sischen Hype um von der Leyen und die franz&ouml;sische Anw&auml;rterin auf den Chefposten der Europ&auml;ischen Zentralbank, Christine Lagarde. Er, das ist nat&uuml;rlich Macron. Tats&auml;chlich hat sich die Geschichte, dass es kein anderer als der franz&ouml;sische Pr&auml;sident war, der von der Leyen ins Rennen schickte, in Frankreich gut verkauft. [&hellip;]<br>\nUnd die jetzt gern glauben wollen, dass sie mit von der Leyen den vielleicht bestm&ouml;glichen Merkel-Ersatz f&uuml;r den Spitzenposten in Br&uuml;ssel bekommen: solide, kompromissf&auml;hig, korruptionsfrei. [&hellip;]<br>\nDabei musste man die Sache eigentlich auch aus franz&ouml;sischer Sicht viel kritischer sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/frankreich-freut-sich-auf-ursula-von-der-leyen-als-eu-kommissionspraesidentin-a-1277318.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Story Machine von Kai Diekmann feuert in allen deutschen Zeitungen aus vollen Rohren zur Wahl von der Leyens. Spin und Propaganda OK, aber diese Parodie ist ein Scherz. &ldquo;[Z]wei neue, sehr seri&ouml;se Frauen an der Spitze Europas&rdquo; &ndash; &ldquo;von der Leyen de[r] vielleicht bestm&ouml;gliche[&hellip;] Merkel-Ersatz f&uuml;r den Spitzenposten in Br&uuml;ssel [&hellip;]: solide, kompromissf&auml;hig, korruptionsfrei&rdquo; &ndash; gemeint ist anscheinend Ursula von der Leyen, die in drei Bundesministerien entweder knallhart neoliberal agiert oder v&ouml;llig versagt hat, und im Verteidigungsministerium wird der &ldquo;korruptionsfreien, seri&ouml;sen Frau&rdquo; Korruption vorgeworfen&hellip; Am&uuml;sant noch die v&ouml;llig kontr&auml;re Bewertung des Professor Moisi in den letzten Abschnitten: &ldquo;keinesfalls Lagarde f&uuml;r die Zentralbank, weil diese weder &Ouml;konomin ist noch Zentralbankerfahrung mitbringt&rdquo;; &ldquo;Genauso wie er bei von der Leyen als besondere Qualifikation nur erkennt, dass sie Deutsche, CDU-Mitglied und bisher Ministerin ist&rdquo; &ndash; mit anderen Worten, der ganze Artikel ist hinf&auml;llig, weil hier zwei v&ouml;llig ungeeignete Kandidatinnen auf Posten gehoben werden sollen, f&uuml;r die sie Null Kompetenz mitbringen und im wahrscheinlichen Fall enormen Schaden anrichten k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Propagandaschlacht, die die deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien hier abliefern ist in der Tat wieder einmal nicht zu &uuml;berbieten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum Ursula von der Leyen den fr&uuml;heren &ldquo;Bild&rdquo;-Chef engagiert hat<\/strong><br>\nKommende Woche will Ursula von der Leyen EU-Kommissionschefin werden. Bei ihrer Kampagne setzt sie auf einflussreiche Helfer. Doch der Widerstand bleibt gro&szlig;. (&hellip;)<br>\nAls Kommissionspr&auml;sidentin h&auml;tte sie daf&uuml;r rund 35 000 Mitarbeiter. Als Kandidatin kann sie sich nur auf eine Handvoll Berater st&uuml;tzen &ndash; und nicht jeder ist hilfreich. So dient sich von der Leyen ein Mann an, der dieser Tage selbst um seinen Job k&auml;mpft: Martin Selmayr. (&hellip;)<br>\nAnstelle des feinsinnigen Diplomaten versucht nun der EU-Beamte Selmayr die Kandidatin erfolgreich zu positionieren. Von der Leyens sp&auml;tabendlicher Besucher gilt als manipulativ und knallhart. Selmayr war Kabinettschef von Jean-Claude Juncker, ehe er im M&auml;rz 2018 unter dubiosen Umst&auml;nden Generalsekret&auml;r der EU-Kommission wurde. (&hellip;)<br>\nDabei sind die Bedenken gegen Selmayr berechtigt. Um ja nichts zu vers&auml;umen, hat der Spitzenbeamte gleich mehrere Getreue in von der Leyens &ldquo;&Uuml;bergangsteam&rdquo; untergebracht. Pauline Rouch etwa arbeitete mit Selmayr bereits im Stab der damaligen Justizkommissarin Viviane Reding zusammen, von der Leyens Verb&uuml;ndeter im Kampf um eine Frauenquote.<br>\nSollte von der Leyen ihren Landsmann tats&auml;chlich behalten, w&auml;re dies eine &uuml;berraschende Fehleinsch&auml;tzung einer Frau, die sonst nichts dem Zufall &uuml;berl&auml;sst. (&hellip;)<br>\nFolglich kam die Ministerin auf ein altes Angebot zur&uuml;ck, das die Agentur &ldquo;Story Machine&rdquo; schon vor Monaten bei ihr hinterlegt hatte. Die junge Agentur, die Ex-&ldquo;Bild&rdquo;-Chef Kai Diekmann mit zwei Kompagnons gegr&uuml;ndet hat, erf&uuml;llt die Internettr&auml;ume prominenter Entscheidungstr&auml;ger.<br>\nAls Ministerin hatte von der Leyen die Offerte noch abgelehnt, neue Schlagzeilen &uuml;ber externe Berater konnte sie nicht brauchen. Aber als der Ruf aus Br&uuml;ssel kam, z&ouml;gerte sie nicht lange. Am Tag nach der Nominierung wurde &ldquo;Story Machine&rdquo; t&auml;tig, schuf den Twitteraccount @vonderleyen und gr&uuml;&szlig;te sofort dreisprachig in die Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/plus\/warum-ursula-von-der-leyen-ex-bild-chef-kai-diekmann-engagiert-hat-a-00000000-0002-0001-0000-000164871534\">SPIEGEL Online (hinter Paywall)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Schade, dass dieser Artikel hinter einer Paywall versteckt ist. Der Inhalt ist durchaus interessant und brisant. Von der Leyen st&uuml;tzt sich bei ihrer Kandidatur also auf die beiden S&auml;ulen Selmayr und Diekmann, die &uuml;brigens beide &uuml;berzeugte Transatlantiker sind. &Uuml;ber Selmayr hatten die NachDenkSeiten schon im Vorfeld der Europawahl kritisch berichtet &ndash; dass die auf EU-Ebene schlecht vernetzte von der Leyen auf die Netzwerke des &ldquo;Schattenmanns&rdquo; Selmayr angewiesen ist, &uuml;berrascht nicht und der erzkonservative wirtschaftsliberale Selmayr passt ja auch gut zu ihr. &Uuml;ber Kai Diekmann muss man nicht mehr viel sagen. Interessant w&auml;re hier nur die Frage, wer Diekmanns Beraterdienste eigentlich bezahlt? Ein Budget f&uuml;r Berater wird sie als Kandidatin bei der EU ja wohl nicht haben. Zahlt sie den Ex-Bild-Chef aus eigener Tasche? Diese nicht eben unwichtige Information verschweigt SPIEGEL Online auch seinen zahlenden Lesern.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lawrow zu seinem Deutschland-Besuch: &bdquo;Dieses Bewusstsein bricht sich Bahn&ldquo;<\/strong><br>\nDie antirussische Sanktionspolitik schade ihrerseits den Europ&auml;ern selbst gravierend, so Lawrow. Jedoch breche sich das Bewusstsein, dass der politische und wirtschaftliche Druck auf Russland perspektivlos sei, Bahn. Deshalb werde im deutsch-russischen Verh&auml;ltnis eine positive Entwicklung beobachtet, vor allem in Handel und Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur, aber auch auf Ebene der zivilgesellschaftlichen Kooperation. [&hellip;]<br>\nAnders als noch Anfang der 2000er Jahre, als eine neue Qualit&auml;t der Russland-Nato-Zusammenarbeit bei der Erkl&auml;rung von Rom 2002 oder beim Lissabonner Ratsgipfel 2010 ins Visier genommen wurde, hat man laut Lawrow heute mit einer besorgniserregenden Situation zu tun.<br>\n&bdquo;Unter dem Druck aus Washington, das eigene geopolitische Ziele verfolgt, beteiligen sich die Nato-L&auml;nder an einer aggressiven antirussischen Politik.&ldquo; So finde eine durch nichts gerechtfertigte Erh&ouml;hung der Milit&auml;rausgaben statt. Russland gehe davon aus, so Lawrow weiter, dass zur Bek&auml;mpfung negativer Entwicklungen die Leitung der f&uuml;hrenden Nato-L&auml;nder ihren jetzigen Russland-Ansatz &uuml;berdenken m&uuml;sse. Von russischer Seite seien konkrete Vorschl&auml;ge zur Verminderung milit&auml;rischer Gef&auml;hrdung und zur Unterbindung unbeabsichtigter Zwischenf&auml;lle unterbreitet worden. Man sehe der Stellungnahme der Nato entgegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190718325458941-lawrow-deutschland-besuch\/\">Sputnik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die positive Entwicklung in den Beziehungen wird umgehend von der k&uuml;nftigen EU Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen zur&uuml;ckgewiesen. In einem Interview mit Springers Welt machte sie deutlich, dass ihr an einer Fortsetzung der Konfrontation mit Russland gelegen ist.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Der Kreml verzeiht keine Schw&auml;che. Aus einer Position der St&auml;rke heraus sollten wir an den Russland-Sanktionen festhalten [&hellip;] Ich will daf&uuml;r sorgen, dass unsere amerikanischen Freunde nie vergessen, dass wir auf der gleichen Seite des Tisches sitzen&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Diese Ansage ist parallel zum Petersburger Dialog wohl &uuml;berlegt. Sie entspricht der Rolle einer Sprechpuppe Washingtons. Von der Leyen ist damit keine Hoffnungstr&auml;gerin Europas, wie die b&uuml;rgerliche Presse meint, sondern eine Hoffnungstr&auml;gerin f&uuml;r die Transatlantiker, die kein Interesse an einem guten Verh&auml;ltnis Westeuropas zu Russland haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Stand der Kriegsvorbereitung gegen den Iran<\/strong><br>\nDie Wahrscheinlichkeit eines neuen Kriegs am Persischen Golf steigt. Allerdings haben die USA bisher weder einen Verteidigungsminister noch eine &ldquo;Koalition der Willigen&rdquo;<br>\nIn den vergangenen Wochen versch&auml;rfte die amerikanische Au&szlig;enpolitik ihre seit mehr als einem Jahr anhaltende Eskalation gegen&uuml;ber der Islamischen Republik Iran noch einmal deutlich. J&uuml;ngster H&ouml;hepunkt ist die Beschlagnahme des iranischen Supertankers Grace 1 auf Antrag der amerikanischen Beh&ouml;rden. Es ist das erste Mal in der j&uuml;ngeren Geschichte, dass ein &Ouml;ltanker wegen Sanktionsbestimmungen in internationalen Gew&auml;ssern festgehalten wird.<br>\nDie britischen Beh&ouml;rden, welche die Grace 1 vor Gibraltar haben festsetzen lassen, behaupten, dass Schiff sei Richtung Syrien unterwegs gewesen. Diese bisher unbelegte Konstruktion soll ihnen eine plausible Rechtsgrundlage verschaffen. Innerhalb der EU sind die amerikanischen Sanktionen gegen die Republik Iran nicht rechtskr&auml;ftig. Gegen Syrien hingegen h&auml;lt die EU weiterhin ihre 2014 erlassenen Sanktionen in Kraft, um den Wiederaufbau des durch S&ouml;ldner- und Dschihadistenhorden verw&uuml;steten Landes zu behindern.<br>\nAuff&auml;llig am Vorgehen der britischen Beh&ouml;rden ist auch, dass die Verwaltung von Gibraltar gerade erst am 3. Juli ein neues Regelwerk verabschiedet hat, um Sanktionen durchzusetzen. Gleich am darauffolgenden Tag enterte eine 30-k&ouml;pfige Spezialeinheit der britischen Flotte zusammen mit Polizeieinheiten aus Gibraltar das Schiff (Britische Marines entern iranischen Tanker vor Gibraltar).<br>\nMithilfe der frisch erlassenen Sanktionsvorschriften entschied ein Gericht in Gibraltar nun, den Kapit&auml;n und den Ersten Offizier festzunehmen und das Schiff bis mindestens 21. Juli festzuhalten. Wohlgemerkt: Unter dem Vorwurf, dass Schiff habe den syrischen Hafen Baniyas im Mittelmeer anlaufen wollen.<br>\nAusgerechnet dort kam es am Samstag, den 22. Juni, zu einer massiven Sabotageaktion. Mindestens f&uuml;nf Unterwasser-&Ouml;lpipelines in der N&auml;he von Baniyas wurden sabotiert und verursachten eine &Ouml;lpest, wie israelische Medien unter Berufung auf die syrische Nachrichtenagentur Sana berichteten. Fotos zeigen massive Eindellungen und lange Risse an den Rohren.<br>\nDer syrische Minister f&uuml;r Erd&ouml;l, Ali Ghanem, erkl&auml;rte sp&auml;ter, dass sogar sechs Leitungen besch&auml;digt worden seien und nannte den Vorgang einen &ldquo;feigen Terroranschlag&rdquo;. Die Pipelines verbinden den Hafen von Baniyas mit einer Entladeplattform, an der Supertanker wie die Grace 1 anlegen k&ouml;nnen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Stand-der-Kriegsvorbereitung-gegen-den-Iran-4469482.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Kriegspropaganda in der Tagesschau<\/strong><br>\nIn seinem Bericht setzt der Washington-Korrespondent der Tagesschau, Stefan Niemann den vermeintlichen Vorfall im Persischen Golf &ndash; vollkommen richtig &ndash; in den gr&ouml;&szlig;eren Zusammenhang:<br>\n&bdquo;Streit gibt es zwischen Teheran und London bereits um einen Supertanker mit iranischem &Ouml;l an Bord. Die Briten hatten ihn vergangene Woche vor Gibraltar wegen des Verdachts illegaler &Ouml;llieferungen f&uuml;r Syrien festgesetzt, wogegen der Iran heftig protestiert.&ldquo;<br>\nEinen Moment, bitte &ndash; &bdquo;illegale &Ouml;llieferungen f&uuml;r Syrien&ldquo;? (&hellip;)<br>\nDie Frage stellt sich nun, ob ein iranischer Tanker, der &Ouml;l nach Syrien verschifft, &bdquo;den Sanktionen der Europ&auml;ischen Union gegen Syrien unterliegt&ldquo;? Haben wir es also mit einer &bdquo;illegalen &Ouml;llieferung&ldquo; zu tun, wie uns die Tagesschau subtil mit auf den Weg gibt?<br>\nDie EU liefert Abhilfe und beantwortet diese Frage in ihren Syrien-Sanktions-FAQs. Demnach ist der Geltungsbereich der Sanktionen wie folgt festgelegt (der &Uuml;bersicht halber teils von mir zusammengefasst, nicht w&ouml;rtlich zitiert):<\/p>\n<ul>\n<li>im Gebiet der EU<\/li>\n<li>an Bord von Flugzeugen und Schiffen unter der Hoheitsgewalt eines EU-Mitgliedstaats<\/li>\n<li>f&uuml;r Staatsangeh&ouml;rige eines EU-Mitgliedstaats<\/li>\n<li>f&uuml;r Entit&auml;ten, die nach dem Recht eines Mitgliedstaats gegr&uuml;ndet oder eingetragen sind<\/li>\n<li>f&uuml;r Entit&auml;ten, die Gesch&auml;fte in der EU betreiben<\/li>\n<\/ul>\n<p>Trifft irgendeiner dieser Punkte auf einen iranischen &Ouml;ltanker auf dem Weg nach Syrien zu?<br>\nGeht die EU nun denselben Weg wie US-Pr&auml;sident Trump und verh&auml;ngt &uuml;ber drei Ecken Sekund&auml;rsanktionen gegen alles und jeden?<br>\nUnd die vielleicht wichtigste Frage:<br>\nWarum macht sich die Tagesschau zum Sprachrohr US-amerikanischer Kriegspropaganda?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-07-12\/kriegspropaganda-in-der-tagesschau\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wagenknecht &ndash; &bdquo;Die Klimadebatte, wie die Gr&uuml;nen sie f&uuml;hren, ist v&ouml;llig verk&uuml;rzt&ldquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] FOCUS: Die Gr&uuml;nen argumentieren hoch moralisch. Ist das nicht, wenn man sich deren Zustimmungswerte anschaut, ein Erfolgsrezept?<br>\nWagenknecht: Ein Klimaschutz, der zulasten der Mittelschicht und der &Auml;rmeren geht, statt sich mit den globalen Konzernen anzulegen, ist weder moralisch noch wirkungsvoll. Au&szlig;erdem f&uuml;hrt dieser Ansatz, der schon beim Erneuerbare-Energien-Gesetz verfolgt wurde, dazu, dass es f&uuml;r Umweltpolitik weniger R&uuml;ckhalt gibt.<br>\nFOCUS: Die Klimafrage scheint zurzeit allerdings alles andere zu verdr&auml;ngen.<br>\nWagenknecht: Ich finde, dass die Klimadebatte, wie die Gr&uuml;nen sie f&uuml;hren, v&ouml;llig verk&uuml;rzt ist.<br>\nFOCUS: Wieso?<br>\nWagenknecht: Menschen, die aufs Auto angewiesen sind, weil in ihrer Region kein Zug und kein Bus mehr f&auml;hrt, taugen nicht zum Feindbild. Nicht jeder kann sich eine Wohnung in hippen Gro&szlig;stadtbezirken leisten, wo man gut mit dem Fahrrad zum Job kommt. Und der klimasch&auml;dliche Aussto&szlig; einer Durchschnittsfamilie, die sich einmal im Jahr eine Flugreise leistet und &ouml;fter Fleisch isst, steht in keinem Verh&auml;ltnis zum klimazerst&ouml;renden Effekt der Globalisierung, in deren Rahmen Konzerne ihre Produkte teilweise mehrfach &uuml;ber riesige Distanzen verschiffen, um immer dort zu produzieren, wo die L&ouml;hne am niedrigsten und die Standards am schlechtesten sind.<br>\nEin anderes Beispiel: Viele gro&szlig;e Unternehmen konstruieren ihre Produkte bewusst so, dass sie schnell wieder kaputtgehen, &bdquo;quick and dirty&ldquo; bringt Rendite, und man kann schnell das n&auml;chste Modell in den Markt dr&uuml;cken. Eine unglaubliche Verschwendung! W&uuml;rden alle Gebrauchsg&uuml;ter doppelt so lange halten, w&uuml;rde ihre Produktion halb so viel Treibhausgase erzeugen.<br>\nFOCUS: Ist es nicht ein guter Ansatz, von jedem zu verlangen, dass er wegen des Klimaschutzes aufpassen soll, was er kauft und was er isst?<br>\nWagenknecht: Ja, wer das kann, sollte es tun. Aber viele Leute k&ouml;nnen sich den Bioladen nicht leisten. Deshalb ist es falsch, den Konsum in den Mittelpunkt zu stellen und wie die Gr&uuml;nen Umweltpolitik zu einer Frage des Lifestyles zu machen. Das ist ein elit&auml;rer Ansatz. Wenn jetzt etwa die CO2-Steuer zur Hauptforderung in der Klimadebatte wird, dann geht das wieder zulasten der &Auml;rmeren und der Mitte, die schon heute einen immer gr&ouml;&szlig;eren Teil ihres Budgets f&uuml;r Strom und Benzin ausgeben m&uuml;ssen. Wann haben die Gr&uuml;nen interveniert, als die Bahn auf B&ouml;rsenf&auml;higkeit getrimmt wurde? Das hat dazu gef&uuml;hrt, dass in l&auml;ndlichen Gegenden viele Bahnstrecken stillgelegt wurden. Dann auf die Leute herabzublicken, die in diesen Regionen leben und ihr Auto brauchen, ist arrogant.<br>\nFOCUS: Das klingt, als st&uuml;nden Sie als Linke dem Diesel-Fahrer aus der Provinz n&auml;her als dem progressiven Grafikdesigner in Prenzlauer Berg.<br>\nWagenknecht: Links hei&szlig;t, nicht die Interessen der Eliten zu vertreten, sondern die der abstiegsbedrohten Mitte und der &Auml;rmeren. Eine Politik, die die Situation dieser Menschen weiter verschlechtert, ist f&uuml;r mich nicht tragbar. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/politik-die-klimadebatte-wie-die-gruenen-sie-fuehren-ist-voellig-verkuerzt_id_10898409.html\">Focus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Farce auf Schienen<\/strong><br>\nIn seinem Heimatland Gro&szlig;britannien gilt Go-Ahead als &ldquo;das schlechteste Bahnunternehmen&rdquo;. Ein Ruf, der offenbar auch in Baden-W&uuml;rttemberg verpflichtet, wo der Konzern seit Juni auf einigen Strecken f&auml;hrt. So schlimm ist die Lage, dass Verkehrsminister Hermann mit dem Geld seiner B&uuml;rger nun einen &ldquo;Lokf&uuml;hrer-Pool&rdquo; schaffen will &ndash; in ganz Europa sucht er daf&uuml;r das Personal.<br>\nBis vor Kurzem war das so: Man sah &uuml;berall auf dem Land, also dort, wo es noch Schienen gibt, die roten Nahverkehrsz&uuml;ge der Deutschen Bahn. Jetzt, seit Anfang Juni, geht es auf den Schienen in Baden-W&uuml;rttemberg etwas bunter zu: Man sieht nun im Nah- und Regionalverkehr um Stuttgart gelbe Z&uuml;ge mit der Aufschrift Go-Ahead und Abellio. Das sind b&ouml;rsennotierte Unternehmen. Abellio ist eine Tochter der niederl&auml;ndischen Staatsbahn und Go-Ahead ist ein britisches Konsortium, das in vielen L&auml;ndern prim&auml;r Busse fahren l&auml;sst, und bei dem die SNCF, die franz&ouml;sische Staatsbahn, mitbeteiligt ist.<br>\nUnd warum sind diese Gesellschaften nun hier aktiv? Etwa zwischen Stuttgart und Mannheim, Pforzheim, T&uuml;bingen, Ulm, Aalen, Karlsruhe? Wegen des gr&uuml;nen Verkehrsministers Winfried Hermann. Aber vor allem deswegen: Weil sich hier sehr leicht sehr viel Geld verdienen l&auml;sst &ndash; dank Unterst&uuml;tzung des Steuerzahlers.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/433\/farce-auf-schienen-6070.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Krankenhauspolitik: Health in all policies?<\/strong><br>\nAuf gut 375 Mrd. Euro beliefen sich 2017 die Gesundheitsausgaben in Deutschland, auf die Krankenh&auml;user entfielen fast 95 Mrd. Euro. Mehr als 5,5 Millionen Menschen waren im gleichen Jahr im Gesundheitswesen t&auml;tig, davon 1,1 Mio. im Krankenhausbereich &ndash; mit 1.942 Krankenh&auml;usern und 19,5 Mio. Behandlungsf&auml;llen.<br>\nDie Zahlen machen vielleicht etwas verst&auml;ndlicher, warum die aktuelle Bertelsmann-Studie &bdquo;Zukunftsf&auml;hige Krankenhausversorgung&ldquo; mit ihrer Forderung nach einer drastischen Reduktion der Krankenh&auml;user gerade so einen Aufruhr verursacht. Bei den Krankenh&auml;usern geht es um einen Wirtschaftssektor von &auml;hnlicher volkswirtschaftlicher Bedeutung wie die Automobilindustrie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scienceblogs.de\/gesundheits-check\/2019\/07\/16\/krankenhauspolitik-health-in-all-policies\/\">ScienceBlogs<\/a>\n<p><strong>dazu: Medienhype um die Klinikstudie der Bertelsmann-Stiftung<\/strong><br>\nEin Beleg f&uuml;r versteckten Lobbyismus und die Blindheit der Medien<br>\nEs ist schon sehr interessant. Da macht eine der bekanntesten Stiftungen Deutschlands eine Studie zu der Krankenhausversorgung in Deutschland und kommt zu dem Schluss, dass viele Kliniken geschlossen werden sollten. Der Gr&uuml;nder und Finanzier dieser &ldquo;Stiftung&rdquo; ist der Bertelsmann Konzern, der durch diese Stiftung viele Steuern sparen und gleichzeitig riesigen Einfluss auf die Politik nehmen kann. Eine Win-Win-Situation also f&uuml;r den Konzern.<br>\nAuff&auml;llig an der Krankenhausgeschichte, die gestern und heute auf allen Medienkan&auml;len l&auml;uft, ist aber vor allem &ndash; wie so oft -, was nicht berichtet wird: Dass n&auml;mlich Dr. Brigitte Mohn nicht nur im Vorstand der Bertelsmann Stiftung sitzt, sondern zugleich Mitglied des Aufsichtsrats der Rh&ouml;n-Privatkliniken AG ist, eine Aktiengesellschaft also, die ein direktes finanzielles Interesse an der Schlie&szlig;ung &ouml;ffentlicher Krankenh&auml;user haben k&ouml;nnte. Schon jetzt geh&ouml;rt die Rh&ouml;n Kliniken AG zu den gro&szlig;en Playern in Deutschland und erwirtschaftete 2018 einen Gewinn von rund 51,2 Millionen Euro, fast 40 Prozent mehr als im Jahr zuvor.<br>\nWenn es wom&ouml;glich bald zu wenige &ouml;ffentliche Krankenh&auml;user gibt, dann k&ouml;nnen sicherlich ein paar gro&szlig;herzige private Helfer wie die Rh&ouml;n Kliniken in der Not einspringen &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Medienhype-um-die-Klinikstudie-der-Bertelsmann-Stiftung-4471732.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu bitte auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53434\">&bdquo;Krankenh&auml;user schlie&szlig;en &ndash; Leben retten?&ldquo; &ndash; &Ouml;ffentlich-rechtlicher Kampagnenjournalismus zur besten Sendezeit<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der national-soziale Anstrich der AfD<\/strong><br>\nAfD-Rechtsau&szlig;en Bj&ouml;rn H&ouml;cke f&auml;llt mit scheinbar sozialen Forderungen zur Rente auf. Der Rentenexperte Gerd Bosbach erkl&auml;rt, was wirklich dahinter steckt. [&hellip;]<br>\nAlso glauben Sie der AfD nicht, dass sie die Rente wirklich sozial denkt.<br>\nDer Gesamt-AfD sowieso nicht, die wollen in wichtigen Teilen sogar die gesetzliche Rente zugunsten der unsozialen Privat-Rente opfern. Aber auch die H&ouml;cke-AfD scheint mir &uuml;berwiegend andere Absichten zu haben.<br>\nWoraus schlie&szlig;en Sie das?<br>\nH&ouml;cke selber hat seine sozialen Aktivit&auml;ten 2018 so begr&uuml;ndet: &bdquo;Die soziale Frage war das Kronjuwel der Linken, es war ihre Existenzgarantie. Und wenn wir als AfD glaubw&uuml;rdig bleiben und entschlossen bleiben, dann k&ouml;nnen wir der Linken dieses Kronjuwel jetzt abjagen! Und das sollten wir tun!&ldquo; Es sind also taktische Motive, nicht Sorge und Einsicht &uuml;ber steigende Altersarmut. Au&szlig;erdem verdreht seine th&uuml;ringische AfD richtige soziale Analysen zu nationalistischen und damit unsozialen Forderungen.<br>\nGeht das etwas genauer?<br>\nIm H&ouml;cke-Rentenpapier hei&szlig;t es: &bdquo;Doch nicht nur die gebrochenen Erwerbsbiographien bedingen zunehmend die Altersarmut. Hinzu kommt: Deutschland beherbergt den gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor Europas &hellip;&ldquo;. Richtig! Aber dem begegne ich doch nicht mit einer Staatsb&uuml;rgerrente &ndash; nur f&uuml;r Deutsche. Gerade ausl&auml;ndische Kollegen sind im besonderen Ma&szlig;e von Arbeitslosigkeit, Niedrigl&ouml;hnen und daraus folgenden Armutsrenten bedroht. Da werden nationalistische Gedanken scheinbar aus sozialen Analysen gefolgert. Deshalb glaube ich H&ouml;cke die sozialen Absichten nicht. Statt der Wertsch&auml;tzung der Arbeit interessiert die AfD die Wertsch&auml;tzung der richtigen nationalen Herkunft. Aber soziales Denken ist nicht teilbar. [&hellip;]<br>\nWelche Ideologie sehen Sie hinter dem Konzept?<br>\nAls Nutznie&szlig;er der Ver&auml;nderungen der letzten Jahrzehnte wird fast nur &bdquo;das internationale Versicherungskapital&ldquo; oder an anderer Stelle &bdquo;das grenzenlose internationale (Finanz-)Kapital&ldquo; genannt. Da schimmern schon die rechten Feinde durch, das Ausland und das Geldkapital &ndash; bei Rechten oft mit Juden assoziiert. Dass die Hauptnutznie&szlig;er und Betreiber der Rentenreformen alle Arbeitgeber sind, also auch die deutschen, die bei ihren Beitr&auml;gen zur Rente massiv sparen, das haben die AfDler beim Abschreiben aus der sozialen Bewegung bewusst &bdquo;&uuml;bersehen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/rentenkonzept-afd-national-soziale-anstrich-rechten-zr-12829626.html\">FR Online<\/a><br>\nZur Orientierung der AfD auf &bdquo;soziale&ldquo; Themen lesen Sie bitte auch Die AfD, die Rente und das Kronjuwel der Linken https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53486.\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;Der Osten wird vom Westen verwaltet und beherrscht&laquo;<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit Yana Milev. &Uuml;ber die kulturkoloniale Dominanz der BRD, die M&auml;r von der &raquo;Wiedervereinigung&laquo; und die &Auml;hnlichkeiten der DDR mit der Schweiz (&hellip;)<br>\nErstens: Die &raquo;friedliche Revolution&laquo; &ndash; sie war keine. Die Abwesenheit physischer Gewalt bedeutete nicht, dass es nicht psychischen Druck und andere Formen der &Uuml;bernahme oder Konterrevolution gab. Zweitens: Die &raquo;Wiedervereinigung&laquo; &ndash; es war keine. Es haben sich nicht zwei Staaten &raquo;vereinigt&laquo;, sondern der eine &uuml;bernahm den anderen. Das nennt man Staatensukzession, also Einr&uuml;cken des Kernstaates ins Beitrittsgebiet. Drittens: die Wohlstandsversprechen von Helmut Kohl 1990. &raquo;Es wird niemandem schlechter gehen als zuvor, daf&uuml;r vielen besser&laquo;, hie&szlig; es. Man schaue nur in die Statistik&thinsp;&hellip; Viertens: &raquo;Wir sind ein Volk&laquo; &ndash; das ist es nicht! Die Ost- und die Westdeutschen haben aufgrund der komplement&auml;ren gesellschaftlichen Entwicklungen unterschiedliche Erfahrungen. Eine Vereinigung, die nur in den Narrativen der deutschen Nation und der deutschen W&auml;hrung stattfindet, dabei das unterschiedliche soziale und kulturelle Erbe negiert, muss &ndash; zumindest aus soziologischer Sicht &ndash; scheitern. Ich widerspreche der Behauptung von der angeblich erfolgreichen &raquo;Transformation des Ostens&laquo;. (&hellip;)<br>\nDer damals 81j&auml;hrige Heym &ndash; geboren in Chemnitz, als Jude von den Nazis ins Exil getrieben und seit 1953 in der DDR-Hauptstadt lebend &ndash; machte darauf aufmerksam, dass &raquo;zahllose B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen der Ex-DDR&laquo; protestieren, &raquo;dass die Errungenschaften und Leistungen ihres Lebens zu gering bewertet und kaum anerkannt oder gar allgemein genutzt werden&laquo;. Und er mahnte die Westdeutschen: &raquo;Massenarbeitslosigkeit, meine Damen und Herren &ndash; das haben Ihre Eltern vor Jahren schon durchleben m&uuml;ssen &ndash;, zerst&ouml;rt die gesamte Gesellschaft und treibt das Land in den Abgrund.&laquo; Darauf verweigerte ihm die Unionsfraktion &ndash; einschlie&szlig;lich der damaligen Bundesministerin Angela Merkel &ndash; geschlossen den Applaus. Einige Unionsabgeordnete verlie&szlig;en sogar den Saal.<br>\nDas war allerdings vor 25 Jahren.<br>\nHeym hatte recht. Der West-Ost-Konflikt verw&auml;chst sich nicht, die Erfahrungen pflanzen sich fort, vergleichbar mit Kriegstraumata. Selbst Ende der 80er Jahre und sp&auml;ter geborene Ostdeutsche, die &raquo;Wendekinder&laquo;, sind davon gepr&auml;gt. Sie erleben die Kulturkonflikte, die Zur&uuml;cksetzung und Ausgrenzung der Ostdeutschen in der Gegenwart. Bei einer 2018 in Sachsen vorgenommenen repr&auml;sentativen Umfrage sahen sich 65 Prozent aller Befragten als &raquo;B&uuml;rger zweiter Klasse&laquo;, die unter der Entwertung fr&uuml;herer Werte und unter der Ungleichheit vor dem Gesetz leiden. Fast 70 Prozent der 18- bis 29j&auml;hrigen stimmten dieser Aussage zu!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/358654.politische-soziologie-der-wende-der-osten-wird-vom-westen-verwaltet-und-beherrscht.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W. A.:<\/strong> Wer die Seele der Ostdeutschen, ihr Denken und Handeln, verstehen will, der muss diesen interessanten Artikel gelesen haben!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Ich habe zum ersten Mal eine solche kultursoziologische Betrachtung gelesen und halte diesen Ansatz f&uuml;r interessant.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>So viel Geld sollten Sie f&uuml;r die Rente zur&uuml;cklegen<\/strong><br>\n&ldquo;Darum m&uuml;sste ich mich eigentlich mal k&uuml;mmern.&rdquo; Das ist so ein Satz, der oft kommt, wenn es in Gespr&auml;chen mit Freunden um die Rente geht. Das Thema ist so etwas wie der Endgegner im Parcours der Finanzentscheidungen. All die Fragen rund um die Rente sind unangenehm. Viele assoziieren sie mit dem Altwerden oder gar dem Sterben, das verdr&auml;ngt man als junger Mensch lieber.<br>\nDie meisten meiner Freunde wissen aber, dass die gesetzliche Rente nicht reichen d&uuml;rfte, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Denn die Rentenversicherung ist durch die Alterung der Gesellschaft unter Druck geraten. Weil die Geburtenraten gesunken sind und zudem die Lebenserwartung gestiegen ist, leben in Deutschland immer mehr &auml;ltere und weniger j&uuml;ngere Menschen.<br>\nMeiner Generation stehen deutlich mehr Rentenempf&auml;nger gegen&uuml;ber, die sie durch ihre Beitr&auml;ge finanzieren muss. Und wenn wir selber im Rentenalter sind, wird es weniger Beitragszahler geben, die f&uuml;r uns aufkommen.<br>\nMan muss also selbst etwas tun. Aber wie viel Geld sollte man zur Seite legen, um im Alter noch vern&uuml;nftig leben zu k&ouml;nnen? Der Young-Money-Blog hat mit Unterst&uuml;tzung der Verbraucherzentrale NRW beispielhaft berechnet, wie viel Geld junge Durchschnitts-, Besser- und Geringverdiener zur&uuml;cklegen sollten. (&hellip;)<br>\nGerade junge Menschen sollten deshalb so fr&uuml;h wie m&ouml;glich damit anfangen, Geld zu sparen und es f&uuml;rs Alter anzulegen. Besonders schwer ist das nicht. Diese drei M&ouml;glichkeiten stehen zur Auswahl oder k&ouml;nnen miteinander kombiniert werden:\n<ul>\n<li>Einen langfristigen ETF-Aktiensparplan anlegen und selbst f&uuml;rs Alter vorsorgen (&hellip;).<\/li>\n<li>Betriebsrenten des Arbeitgebers abschlie&szlig;en und den n&auml;chsten Arbeitgeber davon &uuml;berzeugen, dass es sinnvoll ist, in den Vertrag des vorherigen einzuzahlen.<\/li>\n<li>Gute Riester-Vertr&auml;ge abschlie&szlig;en oder weiterf&uuml;hren und die staatliche F&ouml;rderung mitnehmen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/private-rente-so-viel-geld-sollten-sie-fuer-die-rente-zuruecklegen-a-1275996.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mit Propaganda und Werbung f&uuml;r die angeblich &ldquo;kapitalgedeckte&rdquo; Altersvorsorge k&ouml;nnen also nicht nur Finanzinstitute viel Geld verdienen, sondern auch die schreibende Journaille. Aber m&ouml;glicherweise sind die vielen Online-Anzeigen f&uuml;r Fondsinvestments in dem Artikel reiner Zufall (s. Anhang).<\/em><br>\nEin Kommentar bringt es auf den Punkt: &ldquo;Die Rentenl&uuml;cke f&uuml;r mittlere und hohe Einkommen ist grober Unfug, denn je h&ouml;her das Einkommen, desto weniger wird davon verkonsumiert. Wenn meine Ausgaben als Gutverdiener aber nur 40% des Einkommens betragen und ich den Rest eh schon spare, dann brauch ich im Alter auch keine 70% dieser Eink&uuml;nfte, von dem ich einen Gro&szlig;teil ja trotzdem nur sparen w&uuml;rde. Und in die andere Richtung &ndash; so ca bei 50% der Bev&ouml;lkerung &ndash; sind selbst die 100 Euro Zusatzbedarf einfach nicht finanzierbar, weil bereits 100% oder gar mehr vom Einkommen f&uuml;r das Bestreiten der Existenz drauf gehen.<br>\n&Uuml;brigens:<\/p>\n<ul>\n<li>Aktien sind erfahrungsgem&auml;&szlig; dann am wertlosesten, wenn man das Geld ganz dringend braucht<\/li>\n<li>Entgeltumwandlung durch Betriebsrenten verringern die gesetzlichen Rentenanspr&uuml;che, da diese das zu versteuernde Einkommen reduzieren (wovon auch die Rentenbeitr&auml;ge berechnet werden)<\/li>\n<li>gute Riester-Vertr&auml;ge gibt es nicht, weil bei allen ein horrender Verwaltungsanteil von den Versicherungen einbehalten wird, der in der Regel der H&ouml;he der staatlichen Zusch&uuml;sse mindestens entspricht&rdquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zu den &uuml;blichen Anmerkungen (&ldquo;Denn die Rentenversicherung ist durch die Alterung der Gesellschaft unter Druck geraten.&rdquo;) ist noch hinzuzuf&uuml;gen, da&szlig; der Nettolohn der Beispiel-Lara &ldquo;&auml;hnlich stark steigt wie die Inflation&rdquo; (sie also keinesfalls am Produktivit&auml;tsfortschritt teilhaben soll, der &uuml;ber viele Jahrzehnte alleine den Unternehmen zufallen wird). Blankeste Propaganda unter dem Deckmantel der Seriosit&auml;t (leider halten manche Menschen dieses Revolverblatt noch f&uuml;r seri&ouml;s). Wenn es wirklich um die Rente ginge, wie die &Uuml;berschrift suggeriert, dann k&ouml;nnte der SPIEGEL deutliche Lohnerh&ouml;hungen und h&ouml;here Beitragss&auml;tze f&uuml;r die Umlagerente empfehlen &ndash; aber eher friert die H&ouml;lle zu.<\/p>\n<p><strong>dazu auch: Altersversorgung auf dem Pr&uuml;fstand<\/strong><br>\nEine unabh&auml;ngige Expertenkommission soll eine Reform der Altersabsicherung der Landtagsabgeordneten in Schleswig-Holstein erarbeiten. Mit dem aktuellen Modell drohe Parlamentariern aufgrund niedriger Zinsen nach 15 Jahren &ldquo;ein wirklicher Bruch in der Altersversorgung&rdquo;, sagte Klaus Schlie (CDU). (&hellip;)<br>\nSeit 2007 m&uuml;ssen die Abgeordneten in Schleswig-Holstein selbst f&uuml;r ihre Rente sorgen. Daf&uuml;r bekommen sie zus&auml;tzlich zur sogenannten Entsch&auml;digung aktuell 1829 Euro pro Monat. Schlie rechnet vor, dass Abgeordnete der seit 2017 laufenden Legislatur damit nach f&uuml;nf Jahren bei einem Garantiezins von 0,9 Prozent auf eine Garantierente f&uuml;r diesen Zeitraum in H&ouml;he von 384 Euro k&auml;men.<br>\nParlamentarier m&uuml;ssten in der Lage sein, eine angemessene Altersversorgung aufzubauen, um unabh&auml;ngig politisch t&auml;tig sein zu k&ouml;nnen, sagte Schlie. Das 2007 eingef&uuml;hrte System sei &ldquo;damals zwar revolution&auml;r&rdquo; gewesen, heute aufgrund der &ouml;konomischen Entwicklung jedoch &ldquo;nicht mehr tauglich&rdquo;. Laut Schlie k&ouml;nnte eine Reform der Altersversorgung nach der 2022 geplanten Landtagswahl umgesetzt werden. F&uuml;r f&uuml;nf Jahre im Parlament stehen Abgeordneten derzeit knapp 114 000 Euro f&uuml;r die Vorsorge zu, die sie versteuern m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kn-online.de\/Nachrichten\/Politik\/Kommission-soll-Reform-der-Altersversorgung-von-Abgeordneten-pruefen\">Kieler Nachrichten<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.U.:<\/strong> Unsere Landtagsabgeordneten m&ouml;chten die kapitalbasierte Rente nicht mehr. Sie sei aus der &ouml;konomischen Entwicklung heraus, sprich: weil es keine Zinsen mehr gibt- untauglich. Wie dreist ist das denn: Genau diese kapitalbasierte Rente wird uns doch seit Jahren als das Mittel gegen Rentenarmut verkauft. F&uuml;r sich selbst &auml;ndern die das mal schnell.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schulstreiks: Bu&szlig;gelder wegen Klimademos<\/strong><br>\nAusgerechnet in dem einzigen Bundesland mit einem gr&uuml;nen Ministerpr&auml;sidenten werden erste Bu&szlig;gelder gegen streikende Sch&uuml;ler verh&auml;ngt<br>\nIm baden-w&uuml;rttembergischen Mannheim sind erste Bu&szlig;geldbescheide an Eltern verschickt worden, deren Kinder w&auml;hrend der Schulzeit an den Fridays-for-Future-Klimaprotesten teilgenommen haben. Je 88,50 Euro sollen f&uuml;r jeweils zwei unentschuldigt vers&auml;umte Schulstunden gezahlt werden, berichtet der Mannheimer Morgen.<br>\nDie Sch&uuml;ler w&uuml;rden auf ihren Demonstrationen f&uuml;r die Betroffenen sammeln. In einem Brief an die Zeitung hatten die gema&szlig;regelten Eltern gefragt: &ldquo;Wie kann eine Schule, die sich nach Sophie und Hans Scholl benennt, so mit Kindern umgehen, die sich politisch interessieren und engagieren?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Schulstreiks-Bussgelder-wegen-Klimademos-4474815.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53501\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-53501","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53501","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=53501"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53501\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53504,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53501\/revisions\/53504"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=53501"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=53501"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=53501"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}