{"id":53571,"date":"2019-07-23T08:48:03","date_gmt":"2019-07-23T06:48:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53571"},"modified":"2019-07-23T10:46:14","modified_gmt":"2019-07-23T08:46:14","slug":"nach-den-ukrainischen-parlamentswahlen-ein-neuer-raubzug-auf-soziale-rechte-steht-bevor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53571","title":{"rendered":"Nach den ukrainischen Parlamentswahlen: Ein neuer Raubzug auf soziale Rechte steht bevor"},"content":{"rendered":"<p>F&uuml;nf Jahre nach der Maidan-Revolution haben die Ukrainer die Revolution&auml;re von 2014 satt. Wahlsieger ist eine neue Partei mit rechtsliberalem Programm und ohne ausgepr&auml;gte antirussische Rhetorik. Von <strong>Ulrich Heyden<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDas Rennen bei den au&szlig;erordentlichen Parlamentswahlen in der Ukraine am Sonntag machte &ndash; wie erwartet &ndash; die erst vor kurzem von Pr&auml;sident Wolodymyr Selenski gegr&uuml;ndete Partei &bdquo;Diener des Volkes&ldquo;. Sie erhielt 42,57 Prozent der bisher ausgez&auml;hlten Stimmen. <\/p><p>Nach der bisherigen Stimmenausz&auml;hlung kann Selenski mit seiner Partei durchregieren. &bdquo;Diener des Volkes&ldquo; verf&uuml;gt in der Werchowna Rada &uuml;ber 247 der 450 Abgeordnetenmandate. 122 der Mandate errang &bdquo;Diener des Volkes&ldquo; &uuml;ber die Parteiliste, 125 &uuml;ber Direktmandate.<\/p><p>Selenski und seine Mannschaft von jungen Leuten, die ihre Erfahrungen vorwiegend im Medien- und Showgesch&auml;ft gemacht haben, krempelten die politische Landschaft der Ukraine mit Unterst&uuml;tzung von Oligarch Igor Kolomoiski komplett um. <\/p><p>Die Angst kritischer Beobachter, aus der sozialen Katastrophe in der Ukraine w&uuml;rden irgendwann zwangsl&auml;ufig die Rechtsradikalen Nutzen ziehen und mit einem neuen Maidan ihre Ordnung in der Ukraine errichten, ist (bisher) nicht Wirklichkeit geworden. <\/p><p><strong>Pr&auml;sident Selenski hat durch die Wahlen am Sonntag eine Mehrheit im Parlament<\/strong><\/p><p>Regul&auml;r h&auml;tten die Parlamentswahlen erst im Oktober stattfinden sollen, aber Selenski setzte durch, dass die Wahlen vorgezogen werden, denn in der Werchowna Rada fand er keine Mehrheit f&uuml;r seine Politik, die sich gegen korrupte Seilschaften in Politik und Verwaltung richtet. <\/p><p>Eine solche Politik ist eigentlich auch im Interesse westlicher Konzerne und Investoren. Doch der Westen &ndash; insbesondere der Anti-Trump-Fl&uuml;gel &ndash; traut Selenski noch nicht. Seine im Wahlkampf angeschlagene Friedens-Rethorik finden vor allem deutsche Fernseh-Kommentatoren fragw&uuml;rdig. <\/p><p>Zu einer Politisierung der Menschen hat die Kandidatur Selenskis und die Gr&uuml;ndung seiner Partei &bdquo;Diener des Volkes&ldquo; nicht gef&uuml;hrt. Die Wahlbeteiligung am Sonntag war mit 49,84 Prozent niedriger als bei den Parlamentswahlen 2014, als noch 52,42 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben.<\/p><p>Jelena Bondarenko, die im s&uuml;dukrainischen Nikolajew-Gebiet ein Direktmandat f&uuml;r den Russland-freundlichen &bdquo;Oppositionsblock&ldquo; erringen wollte, aber scheiterte, <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/E.A.Bondarenko\">schreibt<\/a> auf Facebook: &bdquo;Die traditionelle Wahltechnologie funktioniert nicht mehr. Die Abstimmung wird immer mehr zu einer emotionalen Wahl. Der Verstand der W&auml;hler wird immer mehr verachtet. Ohne die Propaganda des Fernsehens gibt es keine Chancen (f&uuml;r Kandidaten, U.H.) Die Verantwortung f&uuml;r seine Wahl schiebt der W&auml;hler auf alle M&ouml;glichen, nur nicht auf sich selbst. Verantwortliche Politiker sind fast Brontosaurier. Sie &uuml;berleben nur durch ein Wunder. Und nicht alle.&ldquo; Die &bdquo;denkenden W&auml;hler&ldquo; &ndash; so Bondarenko &ndash; litten darunter, dass sie &bdquo;von der Dummheit einer aktiven Minderheit&ldquo; (gemeint sind Selenski, Poroschenko u.a.) abh&auml;ngen. Die &bdquo;denkenden W&auml;hler&ldquo; seien &bdquo;apathisch und passiv, weil sie verlieren.&ldquo;<\/p><p><strong>&bdquo;Heldin der Ukraine&ldquo; Sawtschenko bekommt nur acht Stimmen<\/strong><\/p><p>Die Ukrainer &ndash; entt&auml;uscht von Verarmung und Krieg  &ndash; waren nicht mehr bereit, ihre Stimme f&uuml;r bekannte Politiker und Parteien abzugeben. Selbst die von Petro Poroschenko nach ihrer Haft in Russland als &bdquo;Heldin der Ukraine&ldquo; ausgezeichnete Kampfpilotin Nadjeschda Sawtschenko wurde von den W&auml;hlern bestraft. Sie bekam in einem Wahlkreis im &bdquo;Gebiet Donezk&ldquo;, der n&ouml;rdlich der &bdquo;Volksrepublik Donezk&ldquo; liegt und von der Ukraine kontrolliert wird, nur acht (!) Stimmen. <\/p><p>Sawtschenko war 2018 wegen eines angeblichen Staatsstreich-Versuchs in Kiew f&uuml;r ein Jahr in Haft gekommen. Mit ihren politischen Schwenks &ndash; mal ukrainisch-nationalistisch, mal pro-separatistisch &ndash; verspielte sie sich jegliches Ansehen.<\/p><p>Mehrere Parteien wurden f&uuml;r die Wahl am Sonntag extra neu gegr&uuml;ndet. Bei aller Modernit&auml;t griffen die Wahl-Technologen von Selenski auch auf Erprobtes zur&uuml;ck. Den Parteinamen &bdquo;Diener des Volkes&ldquo; (&#1057;&#1083;&#1091;&#1075;&#1072; &#1085;&#1072;&#1088;&#1086;&#1076;&#1072;) klaute man sich bei Stalin, der den Slogan 1937 in einer Rede zu den Wahlen zum Obersten Sowjet benutzte. Damals hielt der Slogan Eingang in die sowjetische Propaganda, wie Plakate aus der Zeit <a href=\"https:\/\/rada5.com\/articles\/38543-sluga-naroda-kak-stalin-pomogayut-zelenskomu-brat-vlast\/\">bezeugen<\/a>.  <\/p><p><strong>16,5 Prozent f&uuml;r Russland-freundliche Parteien<\/strong><\/p><p>Zweitst&auml;rkste Partei bei den Parlamentswahlen wurde mit 13,03 Prozent die im Oktober 2018 gegr&uuml;ndete Russland-freundliche &bdquo;Oppositionsplattform &ndash; F&uuml;r das Leben&ldquo;. Diese neue Partei ist eine Abspaltung des 2014 gegr&uuml;ndeten Oppositionsblocks, der bei den Wahlen am Sonntag 3,2 Prozent der Stimmen erhielt. Die Russland-freundlichen Parteien &bdquo;Oppositionsblock&ldquo; und &bdquo;Oppositionsplattform &ndash; F&uuml;r das Leben&ldquo; bekamen am Sonntag zusammen 16,5 Prozent der Stimmen. Das sind sieben Prozent mehr als der &bdquo;Oppositionsblock&ldquo; bei den Parlamentswahlen 2014 bekam. <\/p><p>Trotz t&auml;glicher Anti-Russland-Hetze in ukrainischen Medien ist es nicht gelungen, die Bev&ouml;lkerung auf einen aggressiven Kurs gegen Russland einzustimmen. Die &bdquo;Diener des Volkes&ldquo; betonen ihre Verbundenheit mit EU und Nato, verzichten aber auf anti-russische Rhetorik, wie sie seit 2014 von der &bdquo;Volkfront&ldquo; des damaligen Ministerpr&auml;sidenten Arseni Jazenjuk und dem &bdquo;Block Petro Poroschenko&ldquo; gepflegt wurden. Die &bdquo;Volksfront&ldquo; trat zu den diesj&auml;hrigen Parlamentswahlen nicht mehr an. <\/p><p>Die radikal-antirussische Linie der &bdquo;Volksfront&ldquo; f&uuml;hrt jetzt Petro Poroschenko mit seiner neugegr&uuml;ndeten Partei &bdquo;Europ&auml;ische Solidarit&auml;t&ldquo; weiter. Die Partei bekam am Sonntag 8,48 Prozent der Stimmen.  Bemerkenswert ist: Die Ukrainer, die im westlichen Ausland leben und in Botschaften der Ukraine abstimmten, w&auml;hlten vorwiegend die Partei von Poroschenko. <\/p><p>Zu den f&uuml;nf Parteien, welche die F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde &uuml;berwanden und die in die Werchowna Rada einziehen, geh&ouml;rt auch &bdquo;Vaterland&ldquo;, die Partei von &bdquo;Gasprinzessin&ldquo; Julia Timoschenko, die nach der Orangenen Revolution 2005 zweimal Ministerpr&auml;sidentin wurde. <\/p><p>Der Rock-S&auml;nger Swjatoslaw Vakartschuk holte mit der neugegr&uuml;ndeten Partei &bdquo;Stimme&ldquo; 6,26 Prozent der Stimmen. Selenski will nicht ausschlie&szlig;en, dass Rocks&auml;nger Vakartschuk Ministerpr&auml;sident wird, sucht aber f&uuml;r diesen Posten eine Person mit &bdquo;wirtschaftlicher Kompetenz&ldquo; und es ist unwahrscheinlich, dass Vakartschuk dieses Kriterium erf&uuml;llt. <\/p><p><strong>Regierungskritischer Video-Blogger erreicht Achtungserfolg<\/strong><\/p><p>Mehrere Parteien schafften nicht den Sprung &uuml;ber die F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde. Der bekannte Video-Blogger Anatoli Schari, der im westlichen Ausland lebt und durch seine Enth&uuml;llungen &uuml;ber Pr&auml;sident Petro Poroschenko bekannt wurde, bekam mit seiner neugegr&uuml;ndeten &bdquo;Partei Schari&ldquo; 141.000 Stimmen beziehungsweise 2,29 Prozent. Schari wertete das Ergebnis als Erfolg, weil seine Partei im ukrainischen Fernsehen Auftrittsverbot hatte. Immerhin: Die &bdquo;Partei Schari&ldquo; erhielt mehr Stimmen als die Partei des amtierenden ukrainischen Ministerpr&auml;sidenten, &bdquo;Ukrainische Strategie Grojsman&ldquo;, f&uuml;r die 2,18 Prozent der W&auml;hler stimmten. <\/p><p>Die ultranationalistische Partei Swoboda, die f&uuml;hrend an der Maidan-Revolution beteiligt war, erhielt 143.000 Stimmen beziehungsweise 2,31 Prozent. <\/p><p><strong>Was steht im Wahlprogramm der &bdquo;Diener des Volkes&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Erst am 9. Juli legten die  &bdquo;Diener des Volkes&ldquo; ihr <a href=\"https:\/\/www.obozrevatel.com\/politics\/chto-sobralis-izmenit-slugi-naroda-opublikovana-polnaya-programma-partii-zelenskogo.htm\">Wahlprogramm<\/a> vor. Das Programm ist frei von anti-russischer Rhetorik. Es ist im Geist liberaler Philosophie geschrieben und mit viel Populismus gew&uuml;rzt. <\/p><ul>\n<li>F&uuml;r Richter sollen &bdquo;Anst&auml;ndigkeit und Professionalit&auml;t&ldquo; die &bdquo;wichtigsten Kriterien&ldquo; sein. <\/li>\n<li>Abgeordnete, &bdquo;die das Vertrauen der W&auml;hler verloren haben&ldquo;, sollen ihre Immunit&auml;t verlieren k&ouml;nnen.<\/li>\n<li>Die &bdquo;Anti-Korruptions-Organe&ldquo; sollen eine &bdquo;reale Unabh&auml;ngigkeit&ldquo; haben. <\/li>\n<li>Die Verteidigungsausgaben sollen auf eine H&ouml;he von f&uuml;nf Prozent des Bruttoinlandprodukts steigen.<\/li>\n<li>Die Streitkr&auml;fte sollen &bdquo;nach Nato-Standards&ldquo; reformiert, die &bdquo;Zusammenarbeit mit der EU und der Nato&ldquo; ausgebaut werden. <\/li>\n<li>Im Wirtschafts- und Finanzbereich will man die Regeln f&uuml;r das, was als strafrechtlich relevant gilt, &bdquo;reduzieren&ldquo;. <\/li>\n<li>Die Wirtschaft soll &bdquo;demonopolisiert&ldquo; werden. <\/li>\n<li>Alle Kinder der Ukraine sollen &uuml;ber einen &bdquo;Wirtschaftspass des Ukrainers&ldquo; an den Gewinnen beteiligt werden, die bei der Ausbeutung von Naturressourcen erwirtschaftet werden. Welche Ressourcen das genau sind, wurde nicht gesagt.<\/li>\n<li>Lehrer sollen mindestens das dreifache Minimaleinkommen bekommen. Das Minimaleinkommen in der Ukraine liegt heute bei 145 Euro im Monat. Ein Lehrer mit zwanzig Jahren Berufserfahrung verdient heute in der Ukraine 260 Euro im Monat. <\/li>\n<\/ul><p>Was in dem Programm von &bdquo;Diener des Volkes&ldquo; fehlt, sind Ma&szlig;nahmen zur Besteuerung der Oligarchen und zum Stopp der seit den 1990er Jahren andauernden Kapitalflucht in westliche Offshore-Zonen. <\/p><p>Soweit hat der Einfluss des &bdquo;freien Westens&ldquo; die Ukraine nach der Maidan-Revolution also gebracht: Das Volk ist von der Politik so m&uuml;de, dass es bereit ist, alles zu w&auml;hlen, was &bdquo;jung und unverbraucht&ldquo; ist. Das hinter &bdquo;jung und unverbraucht&ldquo; Konzepte schlummern, nach denen die letzten Reste von sozialem Schutz fallen sollen, werden die Menschen wohl erst begreifen, wenn die neue ukrainische Regierung die Arbeit aufnimmt. <\/p><p><strong>Die &bdquo;Tagesschau&ldquo; warnt vor pro-russischer Partei in der Ukraine<\/strong><\/p><p>Dass es in der Ukraine f&uuml;nf Jahre nach dem Maidan und der &bdquo;S&auml;uberung&ldquo; von allem Sowjetischen und Russischen immer noch eine Russland-freundliche Partei gibt, die beachtliche Wahlergebnisse einf&auml;hrt, ist f&uuml;r die &bdquo;Tagesschau&ldquo; offenbar eine Zumutung. Dass Vertreter der ukrainischen &bdquo;Oppositionsplattform&ldquo; in den letzten Monaten auch noch zu Treffen mit russischen Parlamentariern, mit Ministerpr&auml;sident Dmitri Medwedew und Pr&auml;sident Wladimir Putin nach Moskau flogen, ist <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/faktenfinder\/russland-aussenpolitik-ukraine-101.html\">nach Meinung<\/a> von &bdquo;Tagesschau&ldquo;-Redakteurin Silvia St&ouml;ber eine &bdquo;Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine&ldquo;. <\/p><p>Dass Angela Merkel Petro Poroschenko seit seiner Wahl zum ukrainischen Pr&auml;sidenten 15 mal in Berlin <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Merkel-empfaengt-wahrscheinlichen-Verlierer-article20964247.html\">empfangen<\/a> hat und dass Guido Westerwelle 2014 auf dem Maidan H&auml;nde ukrainischer Oppositionspolitiker sch&uuml;ttelte, ist nach der Sichtweise der gro&szlig;en deutschen Medien nat&uuml;rlich keine Einmischung. Die Logik geht so: Der &bdquo;freie Westen&ldquo; darf sich einmischen, da er f&uuml;r eine gute Sache streitet. Russland darf sich nicht einmischen, weil es autorit&auml;r ist und den Menschen ihre Freiheit nehmen will. <\/p><p>Doch &bdquo;Tagesschau&ldquo;-Redakteurin St&ouml;ber geht noch weiter. Sie &auml;u&szlig;ert ihr Verst&auml;ndnis f&uuml;r ukrainische Nationalisten, die Kiewer Fernsehstationen belagern und die Absetzung &bdquo;russischer Propaganda-Sendungen&ldquo; erzwingen. Diese Fernsehstationen st&auml;nden unter dem Einfluss von &bdquo;Putin-Freund&ldquo; Viktor Medwetschuk, der auch die &bdquo;Oppositionsplattform&ldquo; leitet, so die &bdquo;Tagesschau&ldquo;. <\/p><p><strong>Verst&auml;ndnis f&uuml;r Gewaltakte ukrainischer Nationalisten gegen Medien <\/strong><\/p><p>Was war vor den Kiewer Fernsehstationen wirklich passiert? <\/p><p>Der erste Vorfall: Aufgrund einer <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=dwewmuLXlew\">Belagerung<\/a> vor dem Kiewer Fernsehkanal NewsOne setzte der Kanal eine Fernseh-Debatte ab, die gemeinsam mit dem russischen Kanal Rossija 24 unter dem Motto &bdquo;Wir m&uuml;ssen reden&ldquo; ausgestrahlt werden sollte. <\/p><p>Der zweite Vorfall: Nachdem der Kiewer Fernsehkanal &bdquo;112&ldquo; mit einer Granate <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0-nbLZv1sDU\">beschossen<\/a> worden war, wurde die geplante Ausstrahlung des neuen Films von Oskar-Preistr&auml;ger Oliver Stone &ndash; &bdquo;The Untold History of Ukraine&ldquo; &ndash; <a href=\"https:\/\/www.tellerreport.com\/news\/2019-07-14---%22112-ukraine%22-canceled-the-oliver-stone-film-due-to-threats-.BJ2Awpu-B.html\">abgesetzt<\/a>. In dem Film geht es unter anderem um die 100 Toten, die vermutlich von angeheuerten Scharfsch&uuml;tzen auf dem Maidan 2014 erschossen wurden, um die Bedingungen f&uuml;r einen Staatsstreich zu schaffen. In dem Film kommen ausf&uuml;hrlich Viktor Mewedtschuk und Wladimir Putin zu Wort. <\/p><p>Frau St&ouml;ber von der &bdquo;Tagesschau&ldquo; schrieb zu diesen Gewaltakten gegen die Pressefreiheit: &bdquo;Seine (Viktor Medwetschuks, U.H.) Aktivit&auml;ten sorgen f&uuml;r Protest, und dies nicht nur von Nationalisten, die in Kiew mehrfach demonstrierten.&ldquo; Dass die Nationalisten einen Granatwerfer gegen den Sender &bdquo;112&ldquo; einsetzten, verschwieg Frau St&ouml;ber.<\/p><p>Die &bdquo;Tagesschau&ldquo;-Redakteurin bleibt ihrer Linie treu. Als der italienische Fernsehsender Canale 5 im November 2017 Interviews mit georgischen Scharfsch&uuml;tzen <a href=\"https:\/\/www.mediasetplay.mediaset.it\/video\/matrix\/esclusivo-guerra-in-ucraina-le-verita-nascoste_F308550501019C12\">sendete<\/a>, die erkl&auml;rten, dass sie im Februar 2014 auf dem Maidan im Einsatz waren, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/faktenfinder\/ausland\/proteste-maidan-101.html\">erkl&auml;rte<\/a> Tagesschau-Redakteurin Silvia St&ouml;ber, f&uuml;r die Behauptung eines &ldquo;angeblichen georgisch-amerikanischen Komplotts&rdquo; unter Beteiligung von Ausl&auml;ndern, auch eines Amerikaners, &ldquo;fehlen die Belege&rdquo;.<\/p><p>Titelbild: photocosmos1 \/ Shutterstock<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/45b10da789ee4809bd48cf76808c19ca\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F&uuml;nf Jahre nach der Maidan-Revolution haben die Ukrainer die Revolution&auml;re von 2014 satt. 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