{"id":53575,"date":"2019-07-23T08:28:41","date_gmt":"2019-07-23T06:28:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575"},"modified":"2019-07-23T08:28:41","modified_gmt":"2019-07-23T06:28:41","slug":"hinweise-des-tages-3412","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h01\">AKKs Wehretat &ndash; Der Streit schwelt weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h02\">Westdeutsche h&auml;tten das nicht durchgehalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h03\">Ein schlechter Dienst f&uuml;r die Seenotrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h04\">Der IWF will dem Bargeld an den Kragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h05\">Superreiche in Berlin: Das ist der Stadtplan der Million&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h06\">Politik gegen soziale Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h07\">Es gibt gro&szlig;e Einsparpotenziale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h08\">Klimaschutz aus dem Penthouse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h09\">Wasserstoffz&uuml;ge im Einsatz: Positive Bilanz nach 100.000 Kilometern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h10\">Wir k&ouml;nnen nicht zulassen, dass Museen gepl&uuml;ndert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h11\">St&auml;ndige Gewalt gegen Kinder der Regensburger Domspatzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h12\">Kulturkampf in und um Bialystok<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h13\">Bundestag baut &bdquo;Mini-Bundestag&ldquo; f&uuml;r AKKs Vereidigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h14\">Exzellenzstrategie gef&auml;hrdet hohe Qualit&auml;t in der Breite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h15\">&ldquo;Exzellenzuniversit&auml;ten&rdquo; &ndash; Viele Milliarden f&uuml;r wenige Leuchtt&uuml;rme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h16\">Weil Facebook keine Gerichtskosten erstattet: Anwalt Steinh&ouml;fel l&auml;sst Konten von CDU und SPD pf&auml;nden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53575#h17\">&bdquo;Die linken Parteien sind in einer desolaten Lage&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>AKKs Wehretat &ndash; Der Streit schwelt weiter<\/strong><br>\nDie neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bekr&auml;ftigt das Ziel der Nato, dass die Verteidigungsausgaben steigen sollen. Das provoziert Widerstand &ndash; in der Opposition und selbst beim Koalitionspartner.<br>\nObwohl sich die Bundesregierung darum bem&uuml;ht, den Eindruck zu erwecken, dass der gegenw&auml;rtige Streit &uuml;ber die H&ouml;he der Verteidigungsausgaben nichts wirklich Neues sei, diskutieren Vertreter der Parteien in Berlin weiterhin kontrovers dar&uuml;ber. Neben den Oppositionsparteien Gr&uuml;ne und Linke lehnt auch die Koalitionspartei SPD die Forderung nach weiteren Erh&ouml;hungen der Verteidigungsausgaben ab. Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte am Wochenende gesagt, es gebe eine &bdquo;klare Zusage&ldquo; Deutschlands, die Ausgaben f&uuml;r Verteidigung auf das in der Nato vereinbarte Niveau von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu heben; man m&uuml;sse den Weg dieser Steigerung &bdquo;auch wirklich gehen&ldquo;. &hellip;<br>\nHintergrund der Debatte ist die Diskussion innerhalb der Nato &uuml;ber das Ziel, wieder mehr in die Verteidigungsbereitschaft zu investieren. Die Staaten des westlichen Verteidigungsb&uuml;ndnisses hatten das 2014 in Wales beschlossen &ndash; die deutsche Bundesregierung tat dies mit Zustimmung des damaligen Koalitionspartners SPD und ihres Au&szlig;enministers Frank-Walter Steinmeier. Das Nato-Ziel war damals also Koalitionskonsens von Union und Sozialdemokraten und keineswegs eine Erfindung der CDU. [&hellip;]<br>\nH&auml;tte die Koalition im vergangenen Jahr das Zwei-Prozent-Ziel erreichen wollen, w&auml;re der Verteidigungsetat bei 68 Milliarden Euro gewesen, das sind etwa 25 Milliarden mehr als der tats&auml;chliche Haushalt. Diese Summe h&auml;tte dann anderswo gestrichen werden m&uuml;ssen, beispielsweise beim Geld f&uuml;r das Gute-Kita-Gesetz, bei den Renten oder der Bildung. [&hellip;]<br>\nDer Haushalt der Bundeswehr steigt um viereinhalb Prozent, ein Mehrfaches des prognostizierten Wirtschaftswachstums. Stimmt der Bundestag zu, kann die Bundeswehr 45,1 Milliarden Euro erwarten. Damit ist der Verteidigungsetat seit 2014 um etwa 40 Prozent gestiegen, st&auml;rker und schneller als jeder andere Haushaltsposten. [&hellip;]<br>\nUm den Verteidigungsetat einzuordnen, hilft der Blick auf andere Ressorts. Gek&uuml;rzt wird etwa beim Bildungsetat, der um eine halbe Milliarde Euro schrumpfen soll. Der Etat f&uuml;r Verkehr und digitale Infrastruktur steigt nur um ein halbes Prozent. L&auml;nder und Kommunen protestierten, da die Regierung ihren Beitrag f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingsunterbringung um fast drei Milliarden Euro reduzieren wollte. [&hellip;]<br>\nWor&uuml;ber hingegen Einigkeit herrscht: Es sollen und d&uuml;rfen keine neue Schulden gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/linke-parteien-gegen-hoehere-ausgaben-fuer-bundeswehr-16297595.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ist alles irre, nicht nur wegen des idiotischen Fetischs &ldquo;Schwarze Null&rdquo;. Die FAZ tritt weiter unverdrossen f&uuml;r deutliche Steigerungen bei den &ldquo;Verteidigungs&rdquo;ausgaben ein und gibt doch als Begr&uuml;ndung immer nur die F&auml;higkeit <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/annegret-kramp-karrenbauer-was-die-bundeswehr-braucht-16296066.html\">zur Kriegsf&uuml;hrung im Rest der Welt an<\/a> &ndash; tats&auml;chlich mit dem erschreckend ehrlichen Hinweis, dass die Mehrausgaben f&uuml;r &ldquo;Verteidigung&rdquo; zu K&uuml;rzungen im Sozialetat und bei der Bildung f&uuml;hren w&uuml;rden. &ldquo;Damit ist der Verteidigungsetat seit 2014 um etwa 40 Prozent gestiegen, st&auml;rker und schneller als jeder andere Haushaltsposten.&rdquo; 2,5 Milliarden Euro mehr f&uuml;r die Bundeswehr, daf&uuml;r nominal nur 0,5 Prozent mehr &ndash; also eine reale K&uuml;rzung &ndash; f&uuml;r den darbenden Verkehrsbereich und das schlechte Internet. Im seit Jahrzehnten chronisch unterfinanzierten Bildungsbereich wird sogar nominal eine halbe Milliarde gek&uuml;rzt, also real ein oder zwei Prozent &ndash; haben die noch alle Tassen im Schrank? Hier sieht man klar die Priorit&auml;ten der Bundesregierung, und die SPD tr&auml;gt diese ganzen Verr&uuml;cktheiten anscheinend mit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Westdeutsche h&auml;tten das nicht durchgehalten<\/strong><br>\nDie fr&uuml;here Pr&auml;sidentin der Treuhandanstalt, Birgit Breuel, hat sich in einem ihrer seltenen Interviews f&uuml;r eine umfassende Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Wiedervereinigung ausgesprochen. &bdquo;Wir brauchen in Deutschland eine breite gesellschaftliche Debatte &uuml;ber die M&uuml;hen der Einheit&ldquo;, sagte Breuel der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&ldquo;.<br>\nDie ehemalige Treuhand-Chefin r&auml;umte auch Fehleinsch&auml;tzungen aufseiten der Treuhandanstalt ein: &bdquo;Nat&uuml;rlich haben wir Fehler gemacht. Das war sehr bitter.&ldquo; Die Grundlinien der Treuhand-Politik verteidigte sie jedoch: &bdquo;Ich fand den Weg, f&uuml;r den sich ganz Deutschland damals entschieden hat, grunds&auml;tzlich richtig. Das denke ich auch heute noch&ldquo;, betonte Breuel.<br>\nNur &uuml;ber die Privatisierung seien Innovationen und Kapital in die Betriebe gekommen. Im Osten seien wirtschaftlich sehr erfolgreiche Regionen entstanden. &bdquo;Ich w&uuml;rde behaupten, unsere Politik von damals hat an den Erfolgen durchaus einen Anteil.&ldquo;<br>\nSie zeigte Verst&auml;ndnis f&uuml;r die N&ouml;te der Ostdeutschen bei der Transformation von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft. &bdquo;In Westdeutschland w&auml;re es nicht m&ouml;glich gewesen, den Leuten eine Ver&auml;nderung dieses Ausma&szlig;es zuzumuten. Sie h&auml;tten das nicht durchgehalten&ldquo;, sagte die 81-J&auml;hrige. Sie habe zudem Respekt auch vor dem &bdquo;ungeheuren Mut&ldquo;, mit der die Mauer zu Fall gebracht worden sei. &bdquo;Wir Westdeutschen haben dazu nichts beigetragen. Diese gro&szlig;artige Leistung wurde nicht ausreichend gew&uuml;rdigt, genauso wenig wie die Leistungen der Menschen im Transformationsprozess.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article197203557\/Treuhand-Chefin-Breuel-Westdeutsche-haetten-das-nicht-durchgehalten.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist wirklich blanker Zynismus, &bdquo;&hellip; die Leistungen der Menschen im Transformationsprozess.&ldquo; seien bisher nicht ausreichend gew&uuml;rdigt worden. Im Zuge der neoliberalen Schocktherapie und dem W&uuml;ten der Treuhand sollen in den f&uuml;nf Jahren nach der Wende bis zu 80 Prozent der erwerbst&auml;tigen Ostdeutschen vor&uuml;bergehend oder auf Dauer ihren Job verloren haben. Von den 150 Gro&szlig;betrieben der DDR mit mehr als 5000 Besch&auml;ftigten verschwanden 145 von der Bildfl&auml;che, desgleichen die an diese Unternehmen gebundenen sozialen, medizinischen und kulturellen Einrichtungen. Ganz abgesehen vom sozialen Bezugsrahmen und dem sozialen Umfeld des Betriebes in dem die Betroffenen arbeitenden, das damit ebenso zerst&ouml;rt wurde. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu erstaunlich kritisch: Die Treuhand &ndash; Augen zu und durch<\/strong><br>\nIn die Erinnerung an die Treuhandanstalt mischen sich zunehmend kritische Untert&ouml;ne. Die damalige Chefin &auml;u&szlig;ert sich jetzt in einer TV-Dokumentation. Birgit Breuel sieht nicht, was man im Gro&szlig;en h&auml;tte anders machen k&ouml;nnen. Eine vergebene Chance.<br>\nVergangenheit ist nicht ver&auml;nderbar. Vergossene Milch. Aber Fehler der Vergangenheit, die wirken weiter: unbew&auml;ltigte Kr&auml;nkungen, Dem&uuml;tigungen, Ungerechtigkeiten. Man kann sie ignorieren, unterdr&uuml;cken, mit H&auml;me und Spott &uuml;berziehen (&ldquo;Jammerossis&rdquo;); unsch&auml;dlich macht sie das nicht.<br>\nDie Nachwendeerfahrungen der Ostdeutschen sind zu einem Faktor geworden, der den politischen Alltag hierzulande mit aus den Angeln hebt. 8000 Volkseigene Betriebe mit vier Millionen Besch&auml;ftigten wurden abgewickelt, Berufsbiografien entwertet, Lebensl&auml;ufe geknickt. Drei Millionen Industriearbeitspl&auml;tze verschwanden. Die Gesellschaft war desorientiert. Geburtenzahlen brachen ein, junge und potente Menschen gingen zu Hunderttausenden weg. Die Infrastruktur wurde passendgeschrumpft.<br>\nDie das Gl&uuml;ck hatten, in einem der erhaltenen oder wiedergegr&uuml;ndeten Betriebe ein Auskommen zu finden oder zu behalten, bildeten die Generation der &ldquo;Arbeitsspartaner&rdquo;, die der Soziologe Michael Behr beschrieb: F&uuml;r die Sicherheit des Arbeitsplatzes nahmen sie beinahe jeden Kompromiss in Kauf &ndash; und hielten den Mund. Bis zur Rente. &Ouml;ffentlich f&uuml;hlten sie sich kaum repr&auml;sentiert, aber zu fortw&auml;hrender Dankbarkeit verpflichtet. Am Ende sah die deutsche Einheit wie ein Geschenk des Westens an den Osten aus. &ldquo;Meine Freunde aus Prag sagten: Wir &auml;ndern uns, ihr seid ge&auml;ndert worden&rdquo;,so der letzte DDR-Ministerpr&auml;sident, Lothar de Maizi&egrave;re.<br>\nHeute legen Wahlanalysen nahe, dass der Unmut unter den &ouml;konomisch Abgeh&auml;ngten und politisch Ausgeschlossenen zur Wirkkraft geworden ist &ndash; so wie die Unzufriedenheit derer, die das Gef&uuml;hl haben, trotz pers&ouml;nlicher Erfolge nur B&uuml;rger zweiter Klasse im eigenen Land zu sein. &ldquo;Es war ein zentraler Fehler, dass westdeutsch gepr&auml;gte Eliten und Intellektuelle sowie viele ostdeutsche Nachwendepolitiker sich drei&szlig;ig Jahre faktisch geweigert haben, diese Konfliktlinie zu bearbeiten&rdquo;, schrieb die s&auml;chsische Integrationsministerin Petra K&ouml;pping, die zur Impulsgeberin der Debatte um die Abwicklung der DDR-Wirtschaft wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freiepresse.de\/nachrichten\/deutschland\/die-treuhand-augen-zu-und-durch-artikel10569079\">Freie Presse<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein schlechter Dienst f&uuml;r die Seenotrettung<\/strong><br>\nHat die Kapit&auml;nin Carola Rackete selbstherrlich das Recht gebrochen? Nein, absolut nicht. Doch ihre Forderung nach sicherer &Uuml;berfahrt f&uuml;r alle ist politischer Leichtsinn.<br>\nDas Fl&uuml;chtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) beziffert die Zahl schutzbed&uuml;rftiger Fl&uuml;chtlinge, denen Protektion nach der Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention geb&uuml;hrte, auf derzeit etwa 53.000. Aber auch von ihnen leben viele seit Langem in Libyen, etliche kamen noch in den Zeiten des 2011 get&ouml;teten ehemaligen Machthabers Muammar al-Gaddafi. Der UNHCR wei&szlig; von etwa 30 Fl&uuml;chtlingslagern im Westen Libyens. Dort, so die Organisation, w&uuml;rden gegenw&auml;rtig rund 6.000 Menschen unter meist grauenhaften Bedingungen festgehalten. Etwa 4.200 von ihnen fielen unter den Schutz der Genfer Konvention.<br>\nDiesen gerade einmal 6.000 Menschen so schnell wie m&ouml;glich einen Weg nach Europa zu &ouml;ffnen, w&auml;re in der Tat ein Gebot der Menschlichkeit.<br>\nKapit&auml;nin Rackete verlangt allerdings dar&uuml;ber hinaus, nicht mehr streng zu unterscheiden zwischen einerseits politischen Fl&uuml;chtlingen und Kriegsfl&uuml;chtlingen und andererseits Migranten, die aus anderen Gr&uuml;nden fliehen. Sie hat ja durchaus Recht, dass immer mehr Menschen aus Afrika &ndash; und ebenso aus Asien und Lateinamerika &ndash; gezwungen sind, wegen D&uuml;rre, &Uuml;berschwemmungen, Erdrutschen oder allgemeiner Hoffnungslosigkeit ihre Heimat zu verlassen.<br>\nAuch stimmt es, dass die wohlhabenden Industriestaaten des Nordens die gr&ouml;&szlig;te Schuld am Klimawandel haben und darum weit st&auml;rker als andere L&auml;nder zu einer L&ouml;sung beitragen m&uuml;ssen. Aber daraus die Forderung zu stricken, k&uuml;nftig so gut wie alle Menschen, die gro&szlig;er Not entkommen m&uuml;ssen, in Europa aufzunehmen und ihnen Schutz zu bieten, ist politisch fatal.<br>\nDas w&auml;re nicht nur das endg&uuml;ltige Aus f&uuml;r das Asylrecht und die Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention, die sich unter dem gro&szlig;en Migrationsdruck und der st&auml;ndigen politischen Anfeindung von rechts sowieso nur noch mit gr&ouml;&szlig;ter Anstrengung bewahren lassen. Es w&auml;re wohl auch das Ende der privaten Seenotrettung auf dem Mittelmeer. Denn die Retter m&uuml;ssten sich noch viel st&auml;rker als bisher der Unterstellung erwehren, mit ihren Schiffen nicht nur einen rechtlich klar umrissenen Hilfsauftrag zu erf&uuml;llen, sondern ein politisches Ziel zu verfolgen: eine Seebr&uuml;cke nach Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-07\/seenotrettung-carola-rackete-migration-humanitaere-hilfe-asylrecht-5vor8\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der IWF will dem Bargeld an den Kragen<\/strong><br>\nUnter dem Vorwand, die Wirkungsmacht der Geldpolitik bewahren zu wollen, hat der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) ausf&uuml;hrliche Empfehlungen ver&ouml;ffentlicht, wie Notenbanken den B&uuml;rgern das Bargeld entziehen oder madig machen k&ouml;nnen. Es ist bereits mindestens die dritte Studie dieser Art in den letzten zweieinhalb Jahren. Erst vor einigen Monaten hat eine hochrangige Managerin der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) mit einer IWF-Beraterin ein &auml;hnliches Papier verfasst.<br>\nChristine Lagarde, die IWF-Chefin, unter der all diese Papiere entstanden sind, wird in wenigen Monaten als neue Chefin der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) vereidigt.<br>\nIch spreche von den Erfordernissen einer wirksamen Geldpolitik als Vorwand, weil sich der neuerliche Vorsto&szlig; gegen das Bargeld in die Strategie zur trickreichen Bargeldbeseitigung einf&uuml;gt, die in einem IWF-Papier aus dem Jahr 2017 beschrieben ist. Es lohnt sich, dieses zur Einordnung kurz zu rekapitulieren:<br>\nIn &ldquo;The Macroeconomics of De-Cashing&rdquo; wird das Ziel der Bargeldbeseitigung vorausgesetzt und die geldpolitischen Konsequenzen sind dabei nur manche von vielen. Der IWF empfiehlt darin Regierungen, die Bargeld beseitigen wollen, mit harmlos erscheinenden Schritten anzufangen. Man k&ouml;nne zum Beispiel mit der Abschaffung von gro&szlig;en Geldscheinen und Obergrenzen f&uuml;r Barzahlungen beginnen. Es sei vorzuziehen, den Privatsektor mit harmlos erscheinenden Umstellungen vorzuschicken. Direkte staatliche Eingriffe w&uuml;rden angesichts der Vorliebe der Menschen f&uuml;r Bargeld st&auml;rker hinterfragt und die Leute k&ouml;nnten stichhaltige Gegenargumente vorbringen. N&ouml;tig sei aus diesem Grund auch ein gezieltes PR-Programm um Misstrauen bez&uuml;glich der Bargeldbeseitigung abzubauen, insbesondere den Verdacht, dass die Regierungen durch die Bargeldbeseitigung alle Aspekte des Lebens der Menschen kontrollieren wollen, oder das Misstrauen dass es darum gehe, die pers&ouml;nlichen Ersparnisse in den Bankensektor zu zwingen. Der Bargeld-Beseitigungsprozess werde besser vorankommen, wenn auf eine Kosten-Nutzen-Abw&auml;gung abgestellt werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1159-iwf-bargeld-abwerten-2\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Mit der Abschaffung des Bargeldes schl&auml;gt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Der Staat erlangt totale Kontrolle &uuml;ber die finanziellen Angelegenheiten der B&uuml;rger, wie auch Macht und Einfluss der Finanzindustrie damit weiter steigen (insofern sich diese &uuml;berhaupt noch steigern lassen).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Superreiche in Berlin: Das ist der Stadtplan der Million&auml;re<\/strong><br>\nArm, aber sexy? F&uuml;r immer mehr Berliner ist dieser Slogan l&auml;ngst pass&eacute;. Denn die Zahl der Reichen in der Hauptstadt steigt &ndash; in den vergangenen drei Jahren um 53 Prozent. 749 Einkommensmillion&auml;re dokumentierte die Finanzverwaltung zum Stichtag 1. Januar 2019. Bei der letzten Erhebung im Jahr 2016 waren es noch 489. Das geht aus der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Sebastian Schl&uuml;sselburg hervor.<br>\nKlar aber ist: Sie suchen ihren Wohnsitz in den klassischen Villengegenden &ndash; und immer h&auml;ufiger auch in einem Bezirk, der eigentlich eine Hochburg der linken und alternativen Szene ist: Friedrichshain-Kreuzberg. In drei Jahren ist die Zahl der Einkommensmillion&auml;re dort von elf auf 51 gestiegen &ndash; ein Anstieg von 364 Prozent und der h&ouml;chste Aufwuchs in Berlin. In absoluten Zahlen schafft es Friedrichshain-Kreuzberg so von den bisher letzten R&auml;ngen auf Platz 5 der beliebtesten Berliner Bezirke unter Reichen.<br>\nDie vorderen Pl&auml;tze belegen dieselben Stadtteile wie bereits 2016. Und auch bei ihnen ist die Zahl der Reichen zum Teil stark angestiegen: Auf Platz 1 kommt Zehlendorf mit 174 Einkommensmillion&auml;ren (ein Plus von 53 Prozent), gefolgt von Wilmersdorf mit 106 (plus 33 Prozent), Charlottenburg mit 103 (plus 63 Prozent) und Mitte mit 75 Einkommensmillion&auml;ren (plus 27 Prozent)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-kurier.de\/berlin\/kiez---stadt\/immer-mehr-reiche-in-berlin-das-ist-der-stadtplan-der-millionaere-32891536\">Berliner Kurier<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Politik gegen soziale Ungleichheit<\/strong><br>\nDer soziale Zusammenhalt und das &ouml;ffentliche Vertrauen in die Institutionen lassen sich ohne Chancengleichheit und ohne politische Strategien, die soziale Ungerechtigkeit anpacken, nicht aufrechterhalten.<br>\nDie schlechte Nachricht ist, dass die Ungleichheit innerhalb der einzelnen L&auml;nder gr&ouml;&szlig;er geworden ist. Verglichen mit der Situation vor 25 Jahren lebt ein durchschnittlicher Mensch heute mit einer sehr viel h&ouml;heren Wahrscheinlichkeit in einer von gr&ouml;&szlig;erer Ungleichheit gepr&auml;gten Volkswirtschaft. Und jenseits von Einkommen und Wohlstand bestehen &ndash; zwischen den L&auml;ndern und innerhalb derselben &ndash; weiterhin enorme Unterschiede im Hinblick auf Nahrungsmittel und Ern&auml;hrung, Gesundheitsversorgung, Bildung, Landbesitz, sauberes Wasser und andere Dinge, die f&uuml;r ein erf&uuml;lltes Leben in W&uuml;rde unerl&auml;sslich sind.<br>\nWenn die Regierungen es wirklich wollen, k&ouml;nnen sie Ungleichheit bek&auml;mpfen<br>\nUngleichheit ist kein unvermeidliches Schicksal, sondern eine politische Entscheidung. Einige Regierungen haben die Einkommens- und Verm&ouml;gensunterschiede verringert und das Leben wie die Chancen f&uuml;r die &Auml;rmsten verbessert. Fortschritte sind m&ouml;glich. &hellip;<br>\nUngleichheit wird h&auml;ufig durch eine Kombination sozialer Umst&auml;nde verursacht und verst&auml;rkt &ndash; etwa durch die Zusammensetzung oder den wirtschaftlichen Status der Familie, den geographischen Standort, Ethnizit&auml;t und Geschlecht. Alle diese Faktoren k&ouml;nnen zu Chancenungleichheit beitragen und sie alle werden durch Einkommensungleichheit noch versch&auml;rft. Und weil Chancenungleichheit die soziale Mobilit&auml;t generationen&uuml;bergreifend einschr&auml;nkt, entstehen dadurch anhaltende Ungleichheitsfallen. Um Barrieren f&uuml;r Chancengleichheit zu beseitigen, m&uuml;ssen Regierungen die Ursachen von Ungleichheit angehen, indem man diskriminierende Gesetze ausfindig machen und eliminieren. Da die Ungleichheit gr&ouml;&szlig;tenteils in der Kindheit ihren Anfang nimmt, m&uuml;ssen die Regierungen weitaus mehr in qualitativ hochwertige allgemeine Gesundheitsversorgung und fr&uuml;hkindliche Bildung investieren. Nur wenn wir die Bildung und Ausbildung von fr&uuml;hester Kindheit an unterst&uuml;tzen, werden wir nicht die Ungleichheit von einer Generation an die n&auml;chste weitergegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/-\/ZrP\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Absolut richtig: &bdquo;Ungleichheit ist kein unvermeidliches Schicksal, sondern eine politische Entscheidung.&ldquo; Die deutsche Politik hat mit der Einf&uuml;hrung der Agenda 2010, mit dem Hartz IV Repressionsregime, der Steuersenkungen f&uuml;r Kapital- und Verm&ouml;gensbesitzer, der fortgesetzten Austerit&auml;tspolitik (schwarze Null), klar gezeigt welchen Weg sie weiter gehen will.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Es gibt gro&szlig;e Einsparpotenziale<\/strong><br>\nSchifffahrt und H&auml;fen halten eine Weltwirtschaft in Gang, deren Aussto&szlig; an Treibhausgasen immer mehr zum Problem wird. Auch die Logistikbranche selbst tr&auml;gt dazu erheblich bei. Allein der Schifffahrt werden rund drei Prozent der globalen Emissionen an Kohlendioxid zugeschrieben, relevant ist zudem der Aussto&szlig; von Stickoxid oder Schwefeldioxid. Hinzu kommt der energieintensive Betrieb der H&auml;fenDie Modernisierung der Transportketten ist eine Kernkompetenz des Fraunhofer-Centers f&uuml;r Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML) in Hamburg. Dessen Leiter, der fr&uuml;here Marineoffizier, studierte Maschinenbauingenieur und Wirtschaftswissenschaftler Carlos Jahn, leitet zugleich als Professor das Institut f&uuml;r Maritime Logistik an der Technischen Universit&auml;t Hamburg (TUHH). WELT sagte Jahn, Jahrgang 1966, wie der Hamburger Hafen und die maritime Transportwirtschaft zu einem besseren Klimaschutz beitragen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article197249779\/Maritime-Wirtschaft-Mehr-Klimaschutz-bei-Haefen-und-Schifffahrt.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch hier wird wieder am Kern der Sache vorbei diskutiert. Das Problem der Emissionen l&auml;sst sich nicht mit der &bdquo;Optimierung&ldquo; der weltweiten Transportketten l&ouml;sen, denn diese sind ein Ausdruck des Problems, des globalisierten Kapitalismus, der immer dort produzieren l&auml;sst wo es jeweils am billigsten ist und dann die Waren eben zu den weltweit verteilten Konsumenten transportiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Klimaschutz aus dem Penthouse<\/strong><br>\nEin Gro&szlig;teil der politischen und &ouml;konomischen Elite ist sich einig: Die CO2-Steuer ist eine tolle Sache. Wenn man genauer hinschaut, ist jedoch eher zu erwarten, dass sie sich durch ihre absehbaren Nebenwirkungen selbst ad absurdum f&uuml;hren wird. Au&szlig;erdem werden die sozialen Folgekosten bei den derzeitigen Planungen zu wenig ber&uuml;cksichtigt. Schauen wir uns das Ganze also noch einmal genauer an. [&hellip;]<br>\nDie CO2-Steuer w&uuml;rde das Pendeln drastisch verteuern. Ein Elektro-Auto wird f&uuml;r viele keine Alternative sein, weil es &ndash; selbst mit den staatlichen Subventionen &ndash; schlicht zu teuer ist. Au&szlig;erdem ist auch die E-Mobilit&auml;t keinesfalls so sauber, wie sie gerne dargestellt wird. Insbesondere der Abbau der f&uuml;r die Batterien ben&ouml;tigten Rohstoffe geht andernorts mit Naturzerst&ouml;rungen und inhumanen Arbeitsbedingungen einher.<br>\nVielerorts ist der &ouml;ffentliche Nahverkehr aber keine Alternative zum Auto, weil keine Anbindung daran vorhanden ist oder die Nutzung mit gro&szlig;en Zeitverlusten einhergeht. Bei k&uuml;rzeren Strecken werden die Betreffenden die Mobilit&auml;tsstrafe, als die sich die CO2-Steuerg in ihrem Fall auswirkt, wohl z&auml;hneknirschend in Kauf nehmen. Sind l&auml;ngere Strecken zur&uuml;ckzulegen, wird die Strafgeb&uuml;hr bei ihnen jedoch die Neigung verst&auml;rken, in die Stadt zu ziehen. In den St&auml;dten aber gibt es schon jetzt viel zu wenig Wohnraum &ndash; der dazu noch so teuer ist, dass viele ihn sich kaum noch leisten k&ouml;nnen. &hellip;.<br>\nUnsere Polit-Klimasch&uuml;tzer erinnern mich manchmal an die irren Wissenschaftler aus den James-Bond-Filmen. Deren entscheidendes Merkmal ist, dass sie sich in eine Idee verrannt haben, mit der sie die Welt gleicherma&szlig;en zu beherrschen wie zu retten trachten.<br>\nIst das nicht auch die passende Beschreibung f&uuml;r die derzeitige deutsche Klimapolitik? Beruht sie nicht auch auf der fixen Idee, die Welt retten zu wollen, indem das ganze Land mit Windkraftanlagen zugestellt wird? Verfolgt sie nicht ebenso blindw&uuml;tig ihren Weg, wie es die finsteren James-Bond-T&uuml;ftler zu tun pflegen, unf&auml;hig und unwillig, innezuhalten und die eigene Mission in Frage zu stellen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/rotherbaron\/klimaschutz-aus-dem-penthouse\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wasserstoffz&uuml;ge im Einsatz: Positive Bilanz nach 100.000 Kilometern<\/strong><br>\nDie beiden bisher weltweit einzigen Wasserstoffz&uuml;ge haben sich nach Einsch&auml;tzung von Betreiber und Hersteller im Alltag bew&auml;hrt. Der emissionsfreie Regionalzug mit Brennstoffzelle verbinde seit mehr als zehn Monaten zuverl&auml;ssig Bremerv&ouml;rde, Cuxhaven, Bremerhaven und Buxtehude. &ldquo;Bei mittlerweile &uuml;ber 100.000 gefahrenen Fahrzeugkilometern sind wir absolut zufrieden mit der Leistung&rdquo;, sagte der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Herstellerfirma Alstom in Deutschland und &Ouml;sterreich, J&ouml;rg Nikutta. Auch bei den Eisenbahnen und Verkehrsbetrieben Elbe-Weser gab es keine Klagen.<br>\nDie Z&uuml;ge werden mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betrieben. Die Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in Wasser um, wobei Strom entsteht, der die Lithium-Ionen-Akkus an Bord aufl&auml;dt und so den Elektromotor antreibt. Emissionsfrei sind die Z&uuml;ge deshalb, weil sie nur Wasserdampf und Kondenswasser an die Umwelt abgeben. Emissionen entstehen allerdings bei der energieaufwendigen Herstellung von Wasserstoff.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Wasserstoffzuege-im-Einsatz-Positive-Bilanz-nach-100-000-Kilometern-4472828.html?utm_source=pocket-newtab\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wir k&ouml;nnen nicht zulassen, dass Museen gepl&uuml;ndert werden<\/strong><br>\nDie Hohenzollern befinden sich seit Jahren in einem Rechtsstreit mit dem Bund und den L&auml;ndern. Es geht um ein Wohnrecht in Schlossanlagen und die R&uuml;ckgabe von Kulturg&uuml;tern. Historiker Martin Sabrow erkl&auml;rt, welche Anspr&uuml;che gerechtfertigt sind.<br>\nrbb|24: Herr Sabrow, gibt es &uuml;berhaupt einen begr&uuml;ndeten Anspruch des Hauses Hohenzollern f&uuml;r die Forderungen?<br>\nMartin Sabrow: Es ist zu unterscheiden zwischen Immobilien und Objekten. Auf Immobilien kann die Familie keinen legitimen Anspruch machen. Der Vorsto&szlig; zu einer entsch&auml;digungslosen F&uuml;rstenenteignung per Volksentscheid ist 1926 gescheitert &ndash; und das ist auch gut so. An seine Stelle traten Einzelvertr&auml;ge mit den L&auml;ndern des Deutschen Reiches. Im Ergebnis der Verhandlungen 1926 mit dem Land Preu&szlig;en ist ein Gro&szlig;teil der Immobilien, n&auml;mlich die sogenannten Lastobjekte, damals an den preu&szlig;ischen Staat gegangen. Ein kleinerer, aber betr&auml;chtlicher Teil, die sogenannten Renditeobjekte, blieb gr&ouml;&szlig;tenteils im Privatbesitz der Hohenzollern. Dieser Besitz ist wiederum mit der Bodenreform ab 1945 verstaatlicht worden und im Zuge der Wiedervereinigung haben beide deutsche Teilstaaten rechtskr&auml;ftig einen Restitutionsausschluss f&uuml;r die zwischen 1945 und 1949 in der sowjetischen Besatzungszone auf besatzungsrechtlicher oder besatzungshoheitlicher Grundlage durchgef&uuml;hrten Enteignungen erkl&auml;rt. Insofern ist bei Immobilien die Sachlage eindeutig. Deswegen fordert der Chef des Hauses Hohenzollern auch nur eine Teilhabe im Rahmen eines Wohnrechtes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/kultur\/beitrag\/2019\/07\/interview-historike-sabrow-hohenzollern-streit-rueckgabe-kulturgueter.html\">RBB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie kommt der Herr Historiker Sabrow darauf, dass es &bdquo;gerechtfertigte Anspr&uuml;che&ldquo; gibt, und dass das Scheitern des Volksentscheides 1926 zu einer entsch&auml;digungslosen F&uuml;rstenenteignung so richtig war, und dass man aktuell zur&uuml;ck an den Verhandlungstische und einen g&uuml;tlichen Ausgleich erreichen soll? Das Interview liefert die passende Legitimation zur bef&uuml;rchteten windelweichen Haltung der Politik gegen&uuml;ber den Anma&szlig;ungen der ehemaligen Aristokratie. Der Titel des Beitrages suggeriert dazu eine konsequente Haltung wo keine ist. Mit einer Kaste, die ganze Nationen ins Ungl&uuml;ck gest&uuml;rzt und Millionen Tote zu verantworten hat gibt es nichts zu verhandeln. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53475\">Die Hohenzollern, die Gier der &bdquo;Eliten&ldquo; und die schwache Reaktion darauf<\/a>.<\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>St&auml;ndige Gewalt gegen Kinder der Regensburger Domspatzen<\/strong><br>\nVon au&szlig;en betrachtet vermittelten die Regensburger Domspatzen die heile Welt. Nun belegen zwei neue Studien, dass die S&auml;nger des Chores im Alltag ein Martyrium aus Schl&auml;gen, Strafen und sexuellem Missbrauch erlebten.<br>\nVor zwei Jahren wurden die Zahlen des Grauens bekannt: 547 Mitglieder des weltber&uuml;hmten Chores der Regensburger Domspatzen wurden laut Abschlussbericht eines unabh&auml;ngigen Sonderermittlers seit 1945 &ldquo;mit hoher Plausibilit&auml;t&rdquo; Opfer von &Uuml;bergriffen. Die Dunkelziffer k&ouml;nnte bei 700 liegen, hie&szlig; es.<br>\nSeither ist einiges an Wiedergutmachung gelaufen. So erhielten 376 Personen Entsch&auml;digungsleistungen f&uuml;r erlittene Gewalt in H&ouml;he von insgesamt 3,785 Millionen Euro. Die Einzelsummen lagen bei bis zu 25.000 Euro. Das Bistum Regensburg wollte es dabei nicht belassen. Im Rahmen der Aufarbeitung gab es zwei Studien in Auftrag, um sozialwissenschaftlich und historisch das System &ldquo;Domspatzen&rdquo; von 1945 bis 1992 zu ergr&uuml;nden.<br>\nAbgeschottetes System<br>\nDer ber&uuml;hmte Knabenchor, seine Schulen und Internate seien ein abgeschottetes soziales System gewesen, in dem sich eigene moralische Ma&szlig;st&auml;be herausgebildet h&auml;tten, sagte Martin Rettenberger von der Kriminologischen Zentralstelle (Krimz) in Wiesbaden. Von au&szlig;en sei eigentlich keine Korrektur und Kontrolle m&ouml;glich gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/st%C3%A4ndige-gewalt-gegen-kinder-der-regensburger-domspatzen\/a-49703747\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kulturkampf in und um Bialystok<\/strong><br>\nGegen die Gleichheitsparade der LGBT-Vereinigung marschierten in der Hochburg des &ldquo;Nationalradikalen Lagers&rdquo; aggressiv die Rechten auf<br>\n&ldquo;Gott, Ehre, Vaterland&rdquo; prangt in gro&szlig;en Lettern von dem 17 Meter hohen Betons&auml;ulenmonument, das auf einem H&uuml;gel vor dem Universit&auml;tsplatz der ostpolnischen Stadt Bia&#322;ystok steht.<br>\nAuf dem H&uuml;gel sitzen vornehmlich junge M&auml;nner mit kurzen Haaren, es dominieren Trikots des hiesigen Fu&szlig;ballclubs &ldquo;Jagiellona Bia&#322;ystok&rdquo; und Shirts mit Parolen gegen Homosexuelle und Linke. In der Mitte des Platzes stehen Menschen mit Regenbogenfahnen und -schirmen und einigen Transparenten. Abgeschirmt von einem gro&szlig;en Polizeiaufgebot. Davor die jungen M&auml;nner, die F&auml;uste, Stinkefinger und Beschimpfungen in deren Richtung schicken.<br>\nVor dem Denkmal t&ouml;nen von einem Lautsprecher Parolen wie &ldquo;Bia&#322;ystok &ndash; frei von Sodomie!&rdquo; auf den Platz herunter. &ldquo;Bia&#322;ystok &ndash; frei von Faschismus&rdquo; rufen die Menschen mit den Regenbogenfarben zur&uuml;ck. Es ist Samstag, der 20. Juli, der Auftakt der ersten &ldquo;Gleichheitsparade&rdquo; in der Geschichte Bialystoks, organisiert von der LGBT-Vereinigung &ldquo;Regenbogen-Bia&#322;ystok&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kulturkampf-in-und-um-Bialystok-4476191.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bundestag baut &bdquo;Mini-Bundestag&ldquo; f&uuml;r AKKs Vereidigung<\/strong><br>\nAm Mittwoch sollen alle Bundestagsabgeordnete nach Berlin reisen, um der Vereidigung der neuen Verteidigungsministerin beizuwohnen &ndash; mitten in den Parlamentsferien. F&uuml;r den Anlass muss ein eigener &bdquo;Mini-Bundestag&ldquo; gebaut werden.<br>\nDer Bundestag baut einen &bdquo;Mini-Bundestag&ldquo;: Um am Mittwoch mitten in den Parlamentsferien die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in einer Sondersitzung vereidigen zu k&ouml;nnen, scheut das Parlament keine M&uuml;hen. Und Kosten. Da der Plenarsaal des Bundestags w&auml;hrend der Sommerpause einen neuen Brandschutz erh&auml;lt und aktuell eine Baustelle ist, steht er f&uuml;r eine Vereidigung nicht zur Verf&uuml;gung. Stattdessen wird nun direkt neben dem Reichstag im Foyer des Paul-L&ouml;be-Hauses, wo Sitzungss&auml;le und B&uuml;ros untergebracht sind, ein &bdquo;Mini-Bundestag&ldquo; nachgebaut. Das hat es noch nie gegeben. Die Ton- und Lichtanlage stand am Montag bereits, ebenso die &bdquo;Regierungsbank&ldquo; und die &bdquo;Bundesratsbank&ldquo;. Dazu kommen noch ein Rednerpult und St&uuml;hle f&uuml;r die Abgeordneten,<br>\ndie f&uuml;r diesen Anlass alle aus dem Urlaub zur&uuml;ckgerufen wurden. Der kleine Nachbau des Bundestags wird voll aus &bdquo;Bordmitteln&ldquo; &ndash; also bereits vorhandenem Equipment und Mobiliar &ndash; bestritten, erkl&auml;rte die Bundestagsverwaltung auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) am Montag. Die Haustechnik sei f&uuml;r den Aufbau verantwortlich. Bei der Sondersitzung zur Vereidigung herrscht Anwesenheitspflicht Ins (Steuer-)Geld geht wohl vor allem die Anreise aller 709 Abgeordneten nach Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/Nachrichten\/Politik\/Bundestag-baut-Mini-Bundestag-fuer-AKKs-Vereidigung?fbclid=IwAR0zQwjzY3Y7awjDSDVVxHo3ypTw9zNbDrxABMa6clb0khIciSRntsIp-c0\">Leipziger Volks Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Zig Millionen Steuergelder nur f&uuml;r Inthronisierungsshow und Knarrenbauerei!&hellip;<\/strong><br>\nschimpft Diether Dehm. &ldquo;Annegret Kramp-Karrenbauer (im Volksmund auch &lsquo;Knarrenbauer&rsquo;) braucht, rein formalrechtlich, &uuml;berhaupt kein Parlament zu ihrer Einsetzung als R&uuml;stungsministerin. Die Flugkosten zahlen die Steuerzahler. F&uuml;r einen Show-Aufwand, als w&uuml;rde Prinz Andrew seine Gro&szlig;mutter Queen Elisabeth heiraten!&rdquo;, so Dr. Diether Dehm, mittelstandspolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, angesichts der Sondersitzung am 24.7.<br>\nF&uuml;r diese werden die Abgeordneten aus der Sommerpause und f&uuml;nf Kontinenten f&uuml;r eine anderthalbst&uuml;ndige Sitzung zur&uuml;ck nach Berlin beordert. &ldquo;Aber wenn wir schon kommen m&uuml;ssen, dann wollen wir auch eine gr&uuml;ndliche parlamentarische Debatte: &uuml;ber die k&uuml;nftige Rolle der NATO, Trumps unseligen 2%-Aufr&uuml;stungsplan, ein besseres Verh&auml;ltnis zu Russland, den Iran und das Ende des Afghanistan-Einsatzes&ldquo;, so Dehm abschlie&szlig;end.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.diether-dehm.de\/index.php\/home\/pressemitteilungen\/1303-zig-millionen-steuergelder-nur-fuer-inthronisierungsshow-und-knarrenbauerei\">Diether Dehm<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Exzellenzstrategie gef&auml;hrdet hohe Qualit&auml;t in der Breite<\/strong><br>\nHeute werden die Gewinner der Exzellenzstrategie bekannt gegeben: Diese Entscheidung wird deutsche Universit&auml;ten in eine erste und eine zweite Liga einteilen. Der Elitenforscher Michael Hartmann h&auml;lt das f&uuml;r den falschen Weg.<br>\nDie Initiative soll die besten Universit&auml;ten mit zus&auml;tzlichem Geld ausstatten. Der Soziologe und Elitenforscher Michael Hartmann geh&ouml;rt zu den Kritikern der Exzellenzstrategie, die universit&auml;re Spitzenforschung besonders f&ouml;rdern will. Es sei falsch, einzelne Universit&auml;ten auf diese Weise zu bevorzugen: &bdquo;Diese Konzentration gef&auml;hrdet, was wir in Deutschland lange hatten, diese gro&szlig;e Breite, eine hohe Qualit&auml;t in der Breite und damit auch eine besonders gute Nachwuchsf&ouml;rderung&ldquo;, sagt Hartmann im Deutschlandfunk Kultur.<br>\nDie Vorstellung, man k&ouml;nne dank der Exzellenzstrategie mit US-Spitzenhochschulen, wie Harvard, konkurrieren, sei nicht realistisch, sagt Hartmann. Die Mittel dieser Universit&auml;ten l&auml;gen weit &uuml;ber den Etats deutscher Hochschulen. Harvard habe im Jahr etwa die gleiche Summe zur Verf&uuml;gung wie alle Hochschulen in Baden-W&uuml;rttemberg zusammen. &bdquo;Das hei&szlig;t, es ist eine Illusion zu glauben, mit denen konkurrieren zu k&ouml;nnen.&ldquo; Die Spitzenuniversit&auml;ten in den USA litten allein deswegen nicht unter der schlechten Qualit&auml;t ihrer Nachwuchsf&ouml;rderungen, weil sie weltweit Forscher einkauften. &bdquo;Wenn man sich Harvard, Stanford, Yale und so anguckt, in der Wissenschaft kommt jeder zweite da aus dem Ausland.&ldquo; Die US-Hochschulen k&ouml;nnten das bezahlen, die deutschen dagegen trotz Exzellenzstrategie nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/elitenforscher-michael-hartmann-exzellenzstrategie.1008.de.html?dram:article_id=454269%20\">DlF Kultur<\/a>\n<p><em>Erinnert sei an Michael Hartmanns Beitrag: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11649%20\">Die Folgen der Exzellenzinitiative &ndash; Funktionale oder vertikale Differenzierung von Ende 2011.<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Exzellenzuniversit&auml;ten&rdquo; &ndash; Viele Milliarden f&uuml;r wenige Leuchtt&uuml;rme<\/strong><br>\nMit seiner Exzellenzinitiative will der Bund eine &ldquo;Erste Liga&rdquo; der Universit&auml;ten etablieren. Das sorgt in der Wissenschaftsszene f&uuml;r Unmut. Kritiker f&uuml;rchten, dass eine Zweiklassengesellschaft zementiert wird.<br>\nBj&ouml;rn Brembs war viele Jahre an einer &ldquo;Exzellenzuniversit&auml;t&rdquo; &ndash; gemerkt hat er davon nichts. Der Neurobiologe forschte bis 2012 an der FU Berlin, einer der Universit&auml;ten, die in den ersten Exzellenzwettbewerben 2006 und 2012 pr&auml;miert wurden und sich seitdem zu den besten elf Unis im Land z&auml;hlen durften. &ldquo;Ausgezeichnet wurde damals aber vor allem die geisteswissenschaftliche Forschung der FU&rdquo;, erz&auml;hlt Brembs. &ldquo;Wir Naturwissenschaftler konnten froh sein, wenn wir die Lehre einigerma&szlig;en hinbekommen haben.&rdquo;<br>\nHeute forscht Brembs an der Universit&auml;t in Regensburg, eigentlich eine &ldquo;No-Name-Hochschule irgendwo in der Provinz, von der Exzellenzstrategie weit entfernt&rdquo;, sagt er. &ldquo;Aber in der Ausstattung war das f&uuml;r mich ein absoluter Aufstieg.&rdquo; Es ist nicht &uuml;berraschend, dass Brembs der Exzellenzstrategie kritisch gegen&uuml;bersteht: &ldquo;Wir suchen Unis, die angeblich besser sind als andere. Dabei ist das gar nicht messbar.&rdquo;<br>\nFast drei Milliarden Euro werden in den kommenden sieben Jahren an die wenigen deutschen Hochschulen ausgesch&uuml;ttet, die sich im Exzellenzwettbewerb der Bundesregierung durchgesetzt haben. 34 Universit&auml;ten kommen in den Genuss dieser Gelder, elf Hochschulen d&uuml;rfen sich ab morgen dann sogar &ldquo;Exzellenzuniversit&auml;t&rdquo; nennen und bekommen nochmal insgesamt eine Milliarde oben drauf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/exzellenzunis-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier manifestiert sich das neoliberale Dogma der &bdquo;marktkonformen&ldquo; Hochschule wieder in seiner reinen Form. Ein gesamtgesellschaftlicher Nutzen ergibt sich daraus nicht. Obwohl auf die kuriose Idee man k&ouml;nne mit begrenzten Mittel, da das Dogma der schwarzen Null ja nicht in Frage gestellt werden darf, Universit&auml;ten bekommen die sich mit Harvard oder auf Augenh&ouml;he bewegen, kann nur die deutsche Politik kommen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Deutschlands neue alte Eliteunis<\/strong><br>\nElf Unistandorte stellen f&uuml;r die n&auml;chsten sieben Jahre die erste Liga der Hochschullandschaft. Beim Wettbewerb um Ruhm und F&ouml;rdermillionen r&auml;umten die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen ab. Der gro&szlig;e Rest geht leer aus und muss zusehen, wie sich das akademische Zwei-Klassen-System weiter verfestigt. Verlierer sind vor allem Lernende und Lehrende. [&hellip;]<br>\nSeit 2005 flossen mit der &bdquo;Exzellenzinitiative&ldquo; fast 45 Milliarden Euro in die &bdquo;F&ouml;rderung von Spitzenforschung&ldquo;, w&auml;hrend die Grundmittel der Hochschulen im Verh&auml;ltnis zu den Studierendenzahlen im gleichen Zeitraum fl&auml;chendeckend zur&uuml;ckgingen. So soll und wird es weitergehen. F&uuml;r die kommenden zehn Jahre hat die Politik zus&auml;tzlich 5,3 Milliarden Euro f&uuml;r das Programm ausgelobt &ndash; vorerst und mindestens. Dabei geht der Gewinn der Siegerunis weit &uuml;ber diese Summe hinaus. Mischt eine Uni erst einmal bei der &bdquo;Elite&ldquo; mit, verhei&szlig;t das mehr Aufmerksamkeit in der &Ouml;ffentlichkeit und der Wissenschaftsszene, wird sie bei den einschl&auml;gigen Rankings h&ouml;her gehandelt, erh&auml;lt sie mehr staatliche und Drittmittel aus der freien Wirtschaft. [&hellip;]<br>\nImmerhin macht sich unter Studierenden zunehmend Unmut breit. Schon am Vortag der gro&szlig;en Siegershow meldeten sich Studierendenvertreter von zehn der insgesamt 22 Titelanw&auml;rter in einer Protestnote zu Wort. Einige wenige Standorte erhielten massive finanzielle Unterst&uuml;tzung, w&auml;hrend viele leer ausgingen, wird darin moniert. Hierdurch entstehe ein &bdquo;Zwei-Klassen-System&ldquo;, das &bdquo;keiner Universit&auml;t, keinem Studierenden und keinem Lehrenden auf lange Sicht n&uuml;tzt&ldquo;. Und abschlie&szlig;end: &bdquo;Es ist Zeit, diesem sinnlosen Wettbewerb f&uuml;r die Zukunft ein Ende zu setzen.&ldquo; Zur &bdquo;Elite&ldquo; zu geh&ouml;ren, ist offenbar nicht jedermanns Sache.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-2269-eliteunis-2019.php\">studis online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Weil Facebook keine Gerichtskosten erstattet: Anwalt Steinh&ouml;fel l&auml;sst Konten von CDU und SPD pf&auml;nden<\/strong><br>\nDer Anwalt Joachim Steinh&ouml;fel engagiert sich seit langem gegen L&ouml;sch-Ma&szlig;nahmen von Facebook. Jetzt l&auml;sst er die Konten von CDU und SPD pf&auml;nden, weil Facebook in zwei F&auml;llen Gerichtskosten nicht erstattet hat. M&ouml;glich ist das, weil beide Parteien massiv Werbung bei Facebook schalten und Facebook damit Forderungen gegen die Parteien hat. [&hellip;]<br>\nSteinh&ouml;fel zu MEEDIA: &ldquo;Die Koalitionsparteien sind genau die richtigen Adressaten f&uuml;r die Kontopf&auml;ndung. Denn sie sind aufgrund des NetzDGs f&uuml;r die erratischen Eingriffe von Facebook in die Meinungsfreiheit mitverantwortlich. In einer dritten Sache verabreichen wir heute auch noch der CSU noch ein wenig von dieser Medizin.&rdquo;<br>\nDer Pf&auml;ndung- und &Uuml;berweisungsbeschlu&szlig; bewirkt die Beschlagnahme der Forderung auf den Konten der Koalitionsparteien. Rechtlich m&ouml;glich ist das, weil die Parteien massiv bei Facebook werben. Anstatt an Facebook f&uuml;r die geschaltete Werbung zu zahlen, sind die offenen Forderungen jetzt an Steinh&ouml;fel, bzw. seinen Mandanten zu leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2019\/07\/22\/weil-facebook-keine-gerichtskosten-erstattet-anwalt-steinhoefel-laesst-konten-von-cdu-und-spd-pfaenden\/?fbclid=IwAR1nHz_NG8K6gmlCZhCPNBbvzEvaMXUfBvwAsn0An19Jq1g7kVGU6z-89vQ\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wie sagen die Gro&szlig;koalition&auml;re so richtig? Das Netz ist kein rechtsfreier Raum. Und das gilt auch f&uuml;r Facebook. Dass nun ausgerechnet die Gro&szlig;koalition&auml;re f&uuml;r Facebook in Haftung genommen werden, entbehrt nat&uuml;rlich nicht einer gewissen Komik. Ob Facebook nun versucht, sich das Geld bei SPD und CDU zur&uuml;ckzuholen? Unwahrscheinlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;Die linken Parteien sind in einer desolaten Lage&ldquo;<\/strong><br>\nDer Dramaturg Bernd Stegemann gilt als einer der K&ouml;pfe hinter Sahra Wagenknechts linker Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&rdquo;. Mit Nordkurier-Reporter Carsten Korfmacher sprach er dar&uuml;ber, wie gesellschaftliche Debatten jenseits der Moralkeule gelingen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordkurier.de\/politik-und-wirtschaft\/die-linken-parteien-sind-in-einer-desolaten-lage-2236191407.html?fbclid=IwAR172cmdN_MOr3LU5n4gcMgR-ibnHT8xQBpIKsdAgzZ0ckkS_nTtljWStjw\">Nordkurier<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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