{"id":5358,"date":"2010-04-30T09:04:50","date_gmt":"2010-04-30T07:04:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5358"},"modified":"2010-04-30T09:04:50","modified_gmt":"2010-04-30T07:04:50","slug":"hinweise-des-tages-1131","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5358","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Zum 1. Mai; Betriebsrat zahlt sich aus; MEMORANDUM 2010; Griechenland &ndash; Euro Krise; K&ouml;hler &ndash; Abrechnung mit dem Finanzkapitalismus; Ratingagenturen &ndash; Die S&ouml;ldner der EZB; US-Senat nun doch f&uuml;r Finanzreform; Arbeitsmarkt im April; Sch&auml;uble kassiert Steuersenkung vorerst; Geldverm&ouml;gen privater Haushalte auf 4,672 Billionen Euro gestiegen; Rente; Deutsches Schienennetz dramatisch geschrumpft; Hannelore Kraft: In Ungnade gefallen; Verfassungsgott; Think Tanks; GeorgSchramm &ndash; Systematische Volksverdummung durch die Medien. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">DGB-Aufruf zum 1. Mai: Wir gehen vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Geschichte des 1. Mai: Vom Kampftag zum Feiertag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Vorw&auml;rts zu den Wurzeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Betriebsrat zahlt sich aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">MEMORANDUM 2010: Sozial-&ouml;kologische Regulierung statt Sparpolitik und Steuergeschenken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Kirchlich-gewerkschaftliche Initiative: Die Krise ist nicht vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Gewerkschaftspolitische Herausforderungen und Handlungsoptionen auf europ&auml;ischer Ebene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Griechenland &ndash; Euro Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">K&ouml;hler &ndash; Abrechnung mit dem Finanzkapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Ratingagenturen &ndash; Die S&ouml;ldner der EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">US-Senat nun doch f&uuml;r Finanzreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">US-Fonds b&uuml;ndeln Kr&auml;fte gegen Porsche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Arbeitsmarkt im April<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Sch&auml;uble kassiert Steuersenkung vorerst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Geldverm&ouml;gen privater Haushalte auf 4,672 Billionen Euro gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Rentenrendite: Deutlich im Plus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Riester-Rente: &ldquo;B&uuml;rger vor Finanzabzocke sch&uuml;tzen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Jede zweite Krankenhausrechnung zu hoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Deutsches Schienennetz dramatisch geschrumpft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Hannelore Kraft: In Ungnade gefallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Kritik am Amtseid: Verfassungsgott<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Think Tank Research: Policy Makers Should Beware<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Zu guter Letzt: GeorgSchramm &ndash; Systematische Volksverdummung durch die Medien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5358&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>DGB-Aufruf zum 1. Mai: Wir gehen vor<\/strong><br>\nGute Arbeit, gerechte L&ouml;hne, starker Sozialstaat<br>\nWir, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erwirtschaften Tag f&uuml;r Tag den Wohlstand dieses Landes. Deshalb fordern wir zu Recht: Wir gehen vor!<br>\nDie Krise ist noch nicht vorbei. Gewerkschaften und Betriebsr&auml;te haben ma&szlig;geblich dazu beigetragen, dass bislang ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindert werden konnte. Kurzarbeit, Tarifvertr&auml;ge zur Besch&auml;ftigungssicherung, Konjunkturprogramme und die Abwrackpr&auml;mie waren Ma&szlig;nahmen, f&uuml;r die sie gek&auml;mpft haben. Nun kommt es darauf an, dass der Staat in der Lage bleibt, unverschuldet in Not geratenen Menschen zu helfen, Arbeitspl&auml;tze zu sichern und Unternehmen zu stabilisieren. Die Verursacher der Krise m&uuml;ssen f&uuml;r die Finanzierung der Krisenlasten gerade stehen und f&uuml;r mehr Besch&auml;ftigung, Bildung und soziale Sicherheit in die Pflicht genommen werden &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++e73d5ace-1afc-11df-7665-00093d10fae2\/@@index.html\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Geschichte des 1. Mai: Vom Kampftag zum Feiertag<\/strong><br>\nDer 1. Mai galt in den USA traditionell als &ldquo;Moving day&rdquo;, als Stichtag f&uuml;r den Abschluss oder die Aufhebung von Vertr&auml;gen, h&auml;ufig verbunden mit Arbeitsplatz- und Wohnungswechsel. Der Acht- Stunden-Tag sollte in die neuen Vertr&auml;ge aufgenommen werden. Daf&uuml;r traten am 1. Mai 1886 rund 400.000 Besch&auml;ftigte aus 11.000 Betrieben der USA in den Streik, aber nur f&uuml;r 20.000 Arbeiter konnte er wirklich durchgesetzt werden. Diesen bescheidenen Erfolg &uuml;berschatteten die Ereignisse in Chicago. Die Kundgebung am dortigen Haymarket endete in einem Desaster. Nach Darstellung der Polizei warfen Anarchisten eine Bombe auf die anwesenden Beamten, der sieben Polizisten zum Opfer fielen. Vier anarchistische Arbeiterf&uuml;hrer wurden, obwohl keine Beteiligung am Anschlag nachgewiesen werden konnte, zum Tode verurteilt und gehenkt. Der blutige Vorfall konnte den Kampf f&uuml;r den Acht-Stunden-Tag nur vor&uuml;bergehend unterbrechen. Im Dezember 1888 erkl&auml;rten die in St. Louis versammelten Gewerkschaftsdelegierten, unter ihnen zahlreiche deutschst&auml;mmige Einwanderer, am 1. Mai 1890 erneut Streiks und Kundgebungen durchzuf&uuml;hren. Die Bewegung war nicht auf die USA begrenzt, im selben Jahr forderten zum Beispiel auch die franz&ouml;sischen Gewerkschaften die Einf&uuml;hrung des Acht-Stunden-Tags.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++d199d80c-1291-11df-40df-00093d10fae2\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Vorw&auml;rts zu den Wurzeln<\/strong><br>\nDie Gewerkschaften werden an Bedeutung gewinnen, wenn sie die richtigen Weichen stellen. Ein Ausblick in sieben Thesen.<br>\nDie Zukunft der Gewerkschaften liegt in einer Politik der Demokratie. Die Logik des Kapitalismus ist mit dem Hunger des Ungeheuers in Dantes g&ouml;ttlicher Kom&ouml;die vergleichbar: Noch hei&szlig;er lechzt er nach, als vor dem Fra&szlig;e. Die Krise ist aber auch ein Produkt der Verk&uuml;mmerung der Demokratie, in der Politik nur noch vorgeblich alternativlosen Sachzw&auml;ngen gehorcht. Selten war das allgegenw&auml;rtige Prinzip der Privatisierung von Gewinnen und der Sozialisierung von Verlusten so offenbar wie im Umgang mit den Krisenfolgen. Dieses politische Prinzip der einseitigen Interessenwahrung lebt vor allem von intransparenten Verfahren, mangelnder Information und fehlenden Teilhabechancen. Die Zukunft der Gewerkschaften ist daher an eine Offensive um mehr Demokratie gebunden: am Arbeitsplatz, im Betrieb und in der Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/wochenthema\/1017-vorw-rts-zu-den-wurzeln\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Betriebsrat zahlt sich aus<\/strong><br>\nBetriebsr&auml;te n&uuml;tzen vielfach nicht nur den Besch&auml;ftigten, sondern auch der Wirtschaftlichkeit von Unternehmen. Das zeigt ein Gutachten zum aktuellen Stand der Mitbestimmungsforschung.<br>\nBetriebe mit Betriebsrat sind oft produktiver und innovativer, haben eine geringere Fluktuation und eine familienfreundlichere Personalpolitik. So das Ergebnis neuerer empirischer Untersuchungen zu den wirtschaftlichen Konsequenzen der Mitbestimmung. Uwe Jirjahn, Professor an der Universit&auml;t Trier, hat den Forschungsstand ausgewertet, gef&ouml;rdert von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Sein zentrales Fazit: Auch wenn verschiedene Studien nicht immer zu v&ouml;llig einheitlichen Ergebnissen kommen, zeigt sich insgesamt ein positives Bild der Effekte betrieblicher Mitbestimmung.<br>\nDie Erkl&auml;rung: Betriebsr&auml;te k&ouml;nnen f&uuml;r ein vertrauensvolles Verh&auml;ltnis von Belegschaft und Management sorgen. So kann die Personalpolitik besser auf die W&uuml;nsche der Besch&auml;ftigten eingehen. Steht eine Flexibilisierung oder betriebliche Umstrukturierung an, bildet der Betriebsrat einen Puffer zwischen Arbeitnehmern und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_103271.html\">B&ouml;ckler Impuls 06\/2010<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>MEMORANDUM 2010: Sozial-&ouml;kologische Regulierung statt Sparpolitik und Steuergeschenken<\/strong><br>\nDie gesamtwirtschaftlichen Folgen der internationalen Finanzkrise sind weniger stark ausgefallen, als von vielen zun&auml;chst bef&uuml;rchtet. Getroffen wurde in Deutschland vor allem die Exportwirtschaft und der Finanzsektor. In der Krise offenbarten sich die Folgen und Risiken einer hemmungslosen Umverteilungspolitik zu den Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen und eine zerst&ouml;rerische neoliberale Liberalisierung und Globalisierung. Gemildert wurden die Folgen der schwersten Krise seit achtzig Jahren durch die pragmatische Abkehr von neoliberalen Glaubensgrunds&auml;tzenund eine &bdquo;Bastard-Keynesianische&ldquo; Wirtschaftspolitik mit einer stark zunehmenden Staatsverschuldung, deren Abbau in Zukunft die Umverteilungsverlierer bezahlen sollen.<br>\nDie &ouml;ffentlichen Haushalte stehen vor dem Absturz. Dennoch fordern Profiteure der Antikrisenpolitik Sparprogramme und Steuersenkungen. Konjunkturprogramme, Kurzarbeit und andere Formen der Arbeitszeitverk&uuml;rzung haben zwar dazu beigetragen, dass die Krise nicht mit voller Wucht auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen ist. Dennoch m&uuml;ssen die abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten mit enormen Einkommensverlusten die Last der Krise tragen &ndash; die noch lange nicht &uuml;berwunden ist. Der sogenannte Aufschwung steht allenfalls auf t&ouml;nenden F&uuml;&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100430_Hinweise_MEMORANDUM_2010_Kurzfassung.pdf\">Memorandum Gruppe  Kurzfassung [PDF &ndash; 590 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kirchlich-gewerkschaftliche Initiative: Die Krise ist nicht vorbei<\/strong><br>\nDie Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise ersch&uuml;ttern die Welt. L&auml;ngst haben sie die Welt der Finanzm&auml;rkte verlassen und sind in der Lebens- und Arbeitswelt von M&auml;nnern, Frauen und Kindern angekommen.<br>\nW&auml;hrend die Banker der gr&ouml;&szlig;ten Finanzinstitute schon wieder Rekord-Boni kassieren, steigt die Zahl der hungernden Menschen auf der Welt dramatisch an. Auch in Deutschland w&auml;chst die Armut. Sozialkassen und Kommunalhaushalte geraten immer tiefer ins Defizit. Die Folgen tragen wir alle, vor allem aber die Armen. Die Chance der Krise, n&auml;mlich ihre strukturellen Ursachen zu erkennen und zu ver&auml;ndern, verstreicht ungenutzt. Im Gegenteil: Genutzt wird die Krise zur Fortsetzung der bisherigen Politik des freien Marktes &ndash; entgegen aller Erfahrung und Vernunft. Die Kirchlich-Gewerkschaftliche Initiative Bayern ruft deshalb zur Umkehr auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wertewandel-jetzt.de\/\">Kirchlich-gewerkschaftliche Initiative<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gewerkschaftspolitische Herausforderungen und Handlungsoptionen auf europ&auml;ischer Ebene<\/strong><br>\nHans-Wolfgang Platzer stellt verschiedene proaktive Strategien zum Ausbau der transnationalen Gewerkschaftskooperation in Europa vor. Der Autor identifiziert notwendige Ver&auml;nderungen in der Organisationsstruktur der europ&auml;ischen Branchen- und Dachverb&auml;nde und analysiert Stand und Zukunft der transnationalen Gewerkschaftszusammenarbeit im Bereich des Sozialen Dialogs und in der tarifpolitischen Koordinierung. Besonders die Nutzung der Europ&auml;ischen Betriebsr&auml;te als bislang bei weitem nicht ausgesch&ouml;pfte Ressource zur Mitgestaltung europ&auml;ischer Konzernpolitiken k&ouml;nne zu einer &ldquo;Europ&auml;isierung von unten&rdquo; beitragen. &Uuml;bergeordnet ist nach Platzer eine Vertiefung der sozialpolitischen Koordinierung und Regulierung in der EU nur durch eine enge politische Abstimmung von Sozialdemokratie und Gewerkschaften realisierbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/07178.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung Internationale Politikanalyse [PDF &ndash; 145 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Griechenland &ndash; Euro Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Fricke &ndash; Crash mit Selbstausl&ouml;ser<\/strong><br>\nDie Deutschen haben einen eigenartigen Hang, in akuten Krisen erst mal Grundsatzdebatten zu f&uuml;hren. Ob es ordnungspolitisch gut ist, Konjunkturpakete aufzulegen, wie 2008. Oder ob an der Krise jetzt die Griechen oder die Spekulanten schuld sind. Das hat 2008 dazu gef&uuml;hrt, dass ein Konjunkturpaket herauskam, als die Krise schon in voller Fahrt war. In diesen Wochen hat es dazu beigetragen, dass die Bundesregierung als Letzter zu merken scheint, welchen Schaden sie anrichtet. Nat&uuml;rlich h&auml;tte es die Krise nicht ohne griechische Schulden gegeben. Die Frage ist nur, ob dies das Ausma&szlig; des Desasters erkl&auml;rt &ndash; vom Schummeln griechischer Politiker zum Euro-Crash? Daf&uuml;r reichen weder Griechen noch einzelne Spekulanten. Es k&ouml;nnte eher das Scheitern der Finanzglobalisierung spiegeln, die mangels Selbstkorrektur zum zunehmend desastr&ouml;sen Krisenbeschleuniger wird. Da hilft kein Merkel&rsquo;sches Zaudern. Im Gegenteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:kolumne-fricke-crash-mit-selbstausloeser\/50107896.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Jens Berger: Bravo, Frau Kanzlerin! Merkel l&ouml;st Fl&auml;chenbrand aus<\/strong><br>\nDas deutsche Wahlkampfgepl&auml;nkel rund um die Griechenlandhilfen hat dazu gef&uuml;hrt, dass Griechenland vor der Pleite und Portugal sowie nun auch Spanien vor ernsten Problemen stehen Es ist eine Ironie der Weltgeschichte, dass epochale Ereignisse oft durch sehr banale Dinge ausgel&ouml;st werden. So k&ouml;nnte in zuk&uuml;nftigen Geschichtsb&uuml;chern stehen, dass der Funke, der den Fl&auml;chenbrand ausl&ouml;ste, der zum Einsturz der Eurozone und sp&auml;ter auch der Europ&auml;ischen Union f&uuml;hrte, dem wahlkampfstrategischen Geschacher in einem deutschen Bundesland entsprang. (&hellip;) Griechenland ist ein Fass ohne Boden, aber es soll nur niemand kommen und behaupten, die griechische Schuldenkrise w&auml;re &uuml;berraschend eingetreten und es h&auml;tte keine M&ouml;glichkeiten gegeben, sie zu verhindern. Dass Griechenland zu hohe Defizite hat und bei den Statistiken betr&uuml;gt, ist bereits seit der Konvergenzphase zur Euro-Einf&uuml;hrung ein offenes Geheimnis. Vor allem Deutschland profitierte aber jahrelang vom griechischen Schlendrian und hielt sich mit Kritik &auml;u&szlig;erst bedeckt. Seit Bekanntwerden der ersten Prognosen, welche Folgen die Finanzmarktkrise 2007\/2008 auf die Realwirtschaft haben w&uuml;rde, war jedermann klar, dass die Zeitbombe in Griechenland &ndash; und nicht nur dort! &ndash; tickt. (&hellip;) Nat&uuml;rlich wird die Bundesregierung kurz nach den Wahlen in Nordrhein-Westfalen ihre Schatullen &ouml;ffnen, wie auch Finanzminister Sch&auml;uble schon klipp und klar feststellte. Nat&uuml;rlich wird das durch und durch sinnlose Taktieren die Rettungskosten massiv in die H&ouml;he treiben. Nat&uuml;rlich geht es dann nicht nur um Griechenland, sondern auch um andere Staaten. Nat&uuml;rlich werden die Banken nicht an ihren eigenen Rettungskosten beteiligt werden. Nat&uuml;rlich wird es Ende Mai hei&szlig;en, dieser Kraftaufwand sei alternativlos. Bravo, Frau Kanzlerin!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32540\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Merkel verantwortet die Euro-Krise<\/strong><br>\nEin fr&uuml;hes Kanzlerinnen-Wort h&auml;tte doch gereicht: &ldquo;Seien Sie beruhigt, zur Not helfen wir Griechenland!&rdquo; Nun ist das Vertrauen zerst&ouml;rt. Und Merkel tr&auml;gt Schuld an einem Fl&auml;chenbrand.<br>\nGut m&ouml;glich, dass der 27. April des Jahres 2010 als Anfang vom Ende des Euro in die Geschichtsb&uuml;cher eingehen wird. Als weiterer geschichtlicher &ldquo;Beweis&rdquo;, dass eine W&auml;hrungsunion ohne vorangegangene politische Union zum Scheitern verurteilt ist. Denn am Nachmittag jenes denkw&uuml;rdigen Tages kam es zur Ansteckung. Da brach &ndash; um im Bilde zu bleiben &ndash; das griechische Virus in Portugal aus, und auch Irland sowie Spanien bekamen schon Sch&uuml;ttelfrost.<br>\nBei dem vor allem von der deutschen Regierung an den Tag gelegten Dilettantismus ist die Wahrscheinlichkeit gro&szlig;, dass das Rettungspaket f&uuml;r Griechenland kein Vertrauen wird schaffen k&ouml;nnen &ndash; selbst wenn es dreimal gr&ouml;&szlig;er ausfallen wird als die bislang bekannten 45 Milliarden Euro. Denn auch Portugal br&auml;uchte eines und Irland sowie Spanien ebenso. Warum? Na, weil das Vertrauen in die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion so gut wie verspielt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2592127_Leitartikel-zu-Griechenland-Merkel-verantwortet-die-Euro-Krise.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Griechenland ist nicht pleite&rdquo;<\/strong><br>\nWenn die Euro-Staaten schnell helfen, sei die Krise zu beherrschen, sagt der &Ouml;konom Heiner Flassbeck.<br>\nGriechenland ist zum Spielball der Spekulanten geworden. Den Teufelskreis aus steigenden Zinsen f&uuml;r griechische Anleihen und wachsender Panik m&uuml;ssen und k&ouml;nnen die Regierungen in Europa aber unterbrechen.<br>\nDie eigentliche Ursache dieser Verwerfungen aber liegt tiefer. Griechenland und der Rest S&uuml;deuropas haben so hohe Schulden, weil sie zu wenig konkurrenzf&auml;hig sind. Das ist nicht nur deren Schuld, sondern auch Deutschland hat dazu erheblich beigetragen, indem es Lohndumping auf den internationalen M&auml;rkten betrieb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F04%2F30%2Fa0190&amp;cHash=d0cb6dbf5f\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Euroland wird abgebrannt<\/strong><br>\nJetzt ist Not am Mann. EU und Internationaler W&auml;hrungsfonds (IWF) sind aufgefordert, die ben&ouml;tigten Mittel schnell freizugeben. Viel Zeit bleibt nicht, schon Mitte Mai werden die n&auml;chsten Milliardenanleihen f&auml;llig &ndash; bei Strafe der Staatspleite. Die Finanzm&auml;rkte &ndash; voran die gegen den Euro spekulierenden Hedgefonds &ndash; lassen ihr Opfer nicht los. Da sie Wucherzinsen verlangen, sind die griechischen Staatsschulden mitten in einer Wirtschaftskrise nicht zu refinanzieren. Am Wochenende, auf der Finanzministertagung der G20, sorgte die Eurokrise f&uuml;r willkommene Ablenkung. Alles andere &ndash; die dr&auml;ngenden Probleme der Weltwirtschaft, die noch l&auml;ngst nicht &uuml;berwundene Rezession &ndash; gerieten aufs Nebengleis. Griechenland als neue Symbolfigur f&uuml;r den kranken Mann der Welt&ouml;konomie &ndash; ein gefundenes Fressen f&uuml;r die US-Amerikaner. Eine Finanzkrise, die in Euroland ihren Ursprung hat und bei der die EU den IWF um Hilfe bitten muss &ndash; welch Fest f&uuml;r die Lobbyisten der Finanzm&auml;rkte. Nicht spekulationsw&uuml;tige Banken &ndash; die verschwenderischen Sozialstaaten europ&auml;ischen &shy;Zuschnitts stehen am Pranger. Das neoliberale Weltbild ist wieder in Ordnung.<br>\nOffiziell geht es bei den Griechenland-Hilfen darum, den Euro stabil zu halten. Was nur gelingen kann, wenn die internationale Spekulation gegen einzelne Eurol&auml;nder abgeblockt wird. Ein griechischer Staatsbankrott, ein Rausschmiss der Griechen aus dem Euroland w&auml;ren genau das falsche Signal. Dann w&auml;ren unweigerlich Portugal, Spanien, Irland als n&auml;chste dran. Wem nutzt ein Staatsbankrott? Wenn griechische Staatsanleihen massiv entwertet werden, trifft das vorzugsweise deutsche und franz&ouml;sische Banken. Die Alternative zum Staatskonkurs w&auml;re eine Umschuldungsaktion der Eurol&auml;nder, also ein Teilverzicht europ&auml;ischer Banken auf ihre Forderungen an die Griechen. Offiziell kommt das f&uuml;r Kanzlerin Merkel nicht in Frage, schon weil es die Oppositionsparteien zu Recht verlangen. Das hie&szlig;e ja, einen Teil der Kosten dieser Schuldenkrise auf die Profiteure umzuleiten &ndash; statt auf die griechische oder eigene Bev&ouml;lkerung. F&uuml;r die Finanzm&auml;rkte kein Drama, f&uuml;r sie ist die griechische Trag&ouml;die nur ein Intermezzo. Japan zum Beispiel ist weit schlimmer dran als Euroland. Wenn dort nichts mehr zu holen ist, werden sich die Hedgefonds &uuml;ber kurz oder lang den Yen vornehmen. Und dann kommen Dollar und Pfund an die Reihe, denn die Amerikaner und die Briten sind noch schlimmer verschuldet als Griechenland &ndash; bei ihnen ist noch mehr zu holen. Es sind nicht die Griechen, die schleunigst ihre Hausaufgaben machen und ein Sanierungskonzept vorlegen m&uuml;ssen &ndash; es sind die G20, der IWF, die Weltbank und die beteiligten Regierungen, die Schulmeister aus Deutschland eingeschlossen. Sie haben nur die Wahl, eine Finanzmarktregulierung gegen den erbitterten Widerstand der M&auml;rkte und ihrer Lobbyisten durchzudr&uuml;cken oder abzudanken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2010\/17\/euroland-wird-abgebrannt\/print\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong>&nbsp;Zwar ist kaum anzunehmen, dass die gegen den Euro spekulierenden Hedgefonds das d&uuml;stere Szenario Michael Kr&auml;tkes umsetzen werden k&ouml;nnen, denn auf welche paradiesische Inseln wollen sie sich zur&uuml;ckziehen, wenn die wichtigsten W&auml;hrungen und Volkswirtschaften darniederliegen.&nbsp;Dennoch w&auml;re es an der Zeit, nachdem der l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Kredit f&uuml;r Griechenland get&auml;tigt wurde, ein &uuml;ber Maastricht hinausgehendes Regime zu errichten. Ein Regime, das &uuml;ber Kontrollen und Sanktionen hinausgeht und in Not geratenen Volkswirtschaften nachhaltig auf die Beine hilft. Die Griechenland verordnete Austerit&auml;tspolitik wird das Wachstum&nbsp; schw&auml;chen &ndash; optimistische gesehen &ndash; und infolgedessen die Verschuldung steigern. Damit wird Griechenland zwar alle Auflagen befolgen und dennoch gegen die Maastrichtkriterien versto&szlig;en. Mittelfristig kommt die Eurozone aber&nbsp; nicht daran vorbei f&uuml;r gef&auml;hrdete Staaten eine Anleihe aufzulegen, dessen Zins, da die Eurozone dahinter st&uuml;nde, niedriger ausfallen w&uuml;rde als derjenige der im Brennpunkt der Spekulation befindlichen Staatsanleihe. Mittelfristig, da daf&uuml;r Maastricht umgeschrieben werden muss und es seine Zeit braucht&nbsp; bis Euro-Bonds K&auml;ufer finden<br>\nEin anderes Thema sind Strategien, die den an den Devisenm&auml;rkten spekulierenden Hedgefonds Grenzen aufzeigen. Unmittelbar und aktuell w&auml;re z.B. daran zu denken, dass die EZB am Markt befindliche Staatsanleihen aufkauft. Tendenziell sinken damit auch die &nbsp;auf diesen Papieren liegenden Risikopr&auml;mien. Die EZB m&uuml;sste diese Staatsanleihen ja nicht unbedingt wie die FED direkt dem gef&auml;hrdeten Staat abkaufen. Anzustreben w&auml;re ein Verbot des Handels von Kreditausfallversicherungen (CDS) ohne den Besitz der versicherten Staatsanleihen &ndash; hier stellt sich nat&uuml;rlich die Frage auf welcher internationalen Ebene solch ein Verbot realisiert werden kann.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>K&ouml;hler &ndash; Abrechnung mit dem Finanzkapitalismus<\/strong><br>\nSelbst am Elend der Griechen verdienen einige noch ziemlich kr&auml;ftig: Bundespr&auml;sident K&ouml;hler attackiert die Profiteure der Athen-Krise &ndash; mit drastischen Worten.<br>\nDie Krisengeschichte Griechenlands ist auch eine Geschichte des Kampfes der Politik gegen die Finanzm&auml;rkte. Bundespr&auml;sident Horst K&ouml;hler hat die Politik nun dazu gedr&auml;ngt, diesen Kampf entschiedener anzugehen. &ldquo;Die Politik muss ihr Primat &uuml;ber die Finanzm&auml;rkte zur&uuml;ckgewinnen&rdquo;, sagte K&ouml;hler bei der M&uuml;nchener Wirtschaftskonferenz.<br>\nEr forderte unter anderem ein v&ouml;lliges Verbot sogenannter Leergesch&auml;fte an den Finanzpl&auml;tzen. Zugleich warnte der fr&uuml;here Chef des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) davor, dass sich ohne eine straffe internationale Regulierung eine Finanzkrise jederzeit wiederholen k&ouml;nne.<br>\nK&ouml;hler warf der internationalen Finanzindustrie vor, mit unverantwortlichem Treiben und sogenannten Finanzinnovationen zwar ihre eigenen Gewinne in die H&ouml;he getrieben zu haben, aber Risiken f&uuml;r alle anderen zu produzieren. &ldquo;Die Gewinne haben wenige gemacht, die Verluste muss die Allgemeinheit tragen.&rdquo; Der vorherrschende Finanzkapitalismus k&ouml;nne kein Leitbild mehr sein, weil er vor allem auf Pump und Wetten aufbaue.<br>\nVor allem Deutschland und Frankreich sollten gemeinsam Druck auf eine st&auml;rkere Regulierung machen. Zugleich forderte K&ouml;hler eine St&auml;rkung der Euro-Gruppe. &ldquo;Sie sollte dabei nicht davor zur&uuml;ckschrecken, einige Gesch&auml;ftsarten schlicht zu verbieten, zum Beispiel ungedeckte Leergesch&auml;fte oder Over-the-counter-Transaktionen mit riesiger Hebelwirkung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/726\/509853\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ziemlich scheinheilig, was der ehemalige IWF-Chef da von sich gibt, vor allem auch wenn man sich an seine &Auml;u&szlig;erungen zur Finanzkrise <a href=\"?p=3848\">erinnert<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ratingagenturen &ndash; Die S&ouml;ldner der EZB<\/strong><br>\nWie ist es m&ouml;glich, dass private Finanzdienstleister eine solche Machtf&uuml;lle erhalten? Es ist das Resultat einer politischen Entscheidung von vor f&uuml;nf Jahren. Damals beschloss die Europ&auml;ische Zentralbank, nur noch Staatsanleihen als Sicherheiten zu akzeptieren, die mindestens von einer der gro&szlig;en drei Agenturen mit der Bonit&auml;tsnote A- bewertet werden.<br>\nDiese Entscheidung passte in die Zeit. Ministerien br&uuml;steten sich in jenen Jahren gerne mit Gesetzesvorhaben, die f&uuml;r viel Geld von Unternehmensberatungen erarbeitet wurden, statt von den Mitarbeitern des eigenen Hauses.<br>\nIn die Zeit nach der Finanzkrise passt es nicht mehr, dass die EZB diese Kernaufgabe ausgliedert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2592761_Ratingagenturen-Die-Soeldner-der-EZB.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Politik hat die Ratingagenturen stark gemacht, sie k&ouml;nnte sie auch wieder aus dem Gesch&auml;ft nehmen, etwa wenn die EZB ihre Regeln &auml;ndert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>US-Senat nun doch f&uuml;r Finanzreform<\/strong><br>\nIm US-Senat ist der Weg f&uuml;r eine Debatte &uuml;ber die von Pr&auml;sident Barack Obama angestrebte Finanzmarktreform frei. Die Republikaner gaben ihren Widerstand auf und vereinbarten mit den Demokraten, den Gesetzentwurf f&uuml;r sch&auml;rfere Regeln an der Wall Street im Plenum zu diskutieren. Bei solch einem Votum hatten die Republikaner zuletzt noch einmal am Mittwoch &ndash; den dritten Tag in Folge &ndash; die Debatte ausgebremst. Die Demokraten, die 58 der 100 Senatoren stellen, bekamen bei den Abstimmungen nie die n&ouml;tige Anzahl von 60 Stimmen zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/us-senat-nun-doch-fuer-finanzreform\/1811456.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Obwohl die Wall-Street-Lobby bei den Republikanern wohl st&auml;rker verankert ist, k&ouml;nnen diese es sich diese angesichts der im Herbst anstehenden Kongresswahlen nicht leisten, die die bei der Bev&ouml;lkerung verha&szlig;te Wall Street l&auml;nger zu schonen. Zumal die Arbeitslosigkeit weiterhin sehr hoch geblieben ist, w&auml;hrend es vielen Bankern wieder bestens geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>US-Fonds b&uuml;ndeln Kr&auml;fte gegen Porsche<\/strong><br>\nDen Sportwagenbauer l&auml;sst die Vergangenheit nicht los. Immer mehr Investmentfonds schlie&szlig;en sich einer Milliardenklage in den USA gegen Porsche wegen T&auml;uschung beim VW-Deal an. Der Stuttgarter Hersteller bleibt gelassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/autoindustrie\/:milliardenklage-us-fonds-buendeln-kraefte-gegen-porsche\/50107866.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Zocker klagen also, weil sie auf fallende VW-Kurse gesetzt hatten und Porsche ihnen durch die &Uuml;bernahmespekulationen das Gesch&auml;ft vermasselt hat. Dabei haben beide Seiten nur gezockt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im April<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wo das &ldquo;deutsche Job-Wunder&rdquo; herkommt<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) hat f&uuml;r April einen starken R&uuml;ckgang der Arbeitslosenzahl verk&uuml;ndet. Die BA verzeichnete 3,406 Millionen Arbeitslose und damit 162.000 weniger als im M&auml;rz. Die Arbeitslosenquote ging von 8,5 auf 8,1 Prozent zur&uuml;ck. Damit wurden 178.000 Erwerbslose weniger gez&auml;hlt als ein Jahr zuvor. Die Reaktionen auf diese Zahlen unterscheiden sich jedoch deutlich: Die einen sprechen von einer &ldquo;Sensation&rdquo;, andere warnen vor verfr&uuml;htem Optimismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2595080_Arbeitsmarkt-Wo-das-deutsche-Job-Wunder-herkommt.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Die Medienberichterstattung ebenso wie die Kommentare der Wirtschafts-&ldquo;Experten&rdquo; vor allem aus dem Bankensektor zu den April-Arbeitsmarkdaten sind &uuml;ber weite Strecken gepr&auml;gt von unkritischen Jubelmeldungen. &ldquo;Das deutsche Job-Wunder setzt sich fort&rdquo;, sagte Postbank-Experte Heinrich Bayer. Und Lothar Hessler von von HSBC Trinkaus: &ldquo;Damit stehen die Chancen gut, dass wir in diesem Jahr im Schnitt weniger Arbeitslose haben werden als im Krisenjahr 2009&rdquo;. BA-Chef Weise warnt jedoch vor zu optimistischen Erwartungen. Die wirtschaftliche Lage bleibe unsicher &ndash; viele Staaten k&auml;mpften mit sehr hohen Verschuldungen und auch die Banken seien noch nicht &uuml;ber den Berg. Und man m&ouml;chte hinzuf&uuml;gen: Auch die von Deutschland mitverschuldeten aussenwirtschaftlichen Ungleichgewichte innerhalb der Euro-Zone bergen ein erhebliches Risikopotenzial f&uuml;r die k&uuml;nftige wirtschaftliche Entwicklung.<\/em><\/p>\n<p><em>Schaut man etwas genauer hinter die Kulissen der Arbeitslosenstatistik, dann wird deutlich, da&szlig; das nach aussen aufgeh&uuml;bschte Zahlenwerk deutliche Schatten aufweist:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Im Jahre 2010 enthalten die April-Arbeitslosenzahlen nicht jene Arbeitslosen, welche von privaten Arbeitsvermittlern betreut werden. Hierdurch wird die Arbeitslosigkeit gegen&uuml;ber dem April 2009 statistisch um ca. 200.000 Personen gesch&ouml;nt. Die um diesen Statistikeffekt bereinigten Arbeitslosenzahlen sind somit gegen&uuml;ber dem April 2009 um 38.000 Personen angestiegen (statt dem offiziell ausgewiesenen R&uuml;ckgang um 162.000 Personen).<\/em><\/li>\n<li><em>Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit weist darauf hin, da&szlig; der im Vergleich zum Vorjahresmonat April zu verzeichnende st&auml;rkere R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit durch einen saisonalen Sondereffekt mit beeinflusst wurde: &ldquo;Der starke R&uuml;ckgang d&uuml;rfte zum Teil auch damit zusammenh&auml;ngen, dass anders als vor einem Jahr die Osterferien vor dem Z&auml;hltag endeten. Dauerhafte Einstellungen in sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse werden oft bis nach den Ferien aufgeschoben.&rdquo;<\/em><\/li>\n<li><em>Die Zahl der Arbeitslosengeldempf&auml;nger hat im Vorjahresvergleich zugenommen. Im April erhielten 6.048.000 erwerbsf&auml;hige Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des ebensunterhalts nach dem SGB II. Das waren 78.000 mehr als vor einem Jahr. Hierin enthalten sind auch jene prek&auml;ren &ldquo;Arbeitspl&auml;tze&rdquo; aus dem Niedriglohnsektor, deren Entlohnung so niedrig ist, da&szlig; diese durch Arbeitslosengeld 2 augestockt werden mu&szlig;.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Zahl der offenen Stellen liegt bei 517.000 gemeldeten Stellen, das sind lediglich 22.000 mehr als im stark krisengepr&auml;gten Vorjahres-April.<\/em><\/li>\n<li><em>Auch die Qualit&auml;t der Arbeitspl&auml;tze hat sich im Vorjahresvergleich erneut verschlechtert: Vollzeitjobs wurden verst&auml;rkt in Teilzeitjobs (zumeist 400-&euro;-Jobs) umgewandelt. So ging die Zahl der Vollzeitjobs in den letzten zw&ouml;lf Monaten um 300.000 Personen zur&uuml;ck, die der Teilzeit-Stellen legte um 200.000 Personen zu.<\/em><\/li>\n<li><em>Deutliche Besch&auml;ftigungsverluste gibt es zudem in der Industrie (minus 255.000 oder 3,9 Prozent), im Handel und im Verkehr. Aufgestockt haben ihre Belegschaft vor allem die Dienstleister, hier wohl insbesondere die schlecht entlohnenden Leiharbeitsfirmen. In Verbindung mit der zunehmenden Umwandlung von Vollzeitjobs in Teilzeitjobs (v.a. auf 400-&euro;-Basis) bedeutet dies eine wachsende Prekarisierung der Arbeitspl&auml;tze. Deutschland weist europaweit mittlerweile den h&ouml;chsten prozentualen Anteil der im Niedriglohnsektor besch&auml;ftigten Arbeitnehmer aus.<\/em><\/li>\n<li><em>In vorsichtig formulierender Sprache weist die BA f&uuml;r Arbeit dar&uuml;ber hinaus auf folgende Faktoren hin, die beim Gerede vom &ldquo;Job-Wunder&rdquo; schnell aus den Augen verloren werden: &ldquo;Dennoch macht sich die allgemeine Wirtschaftskrise weiter am Arbeitsmarkt bemerkbar, denn die Unterbesch&auml;ftigung liegt praktisch auf dem Vorjahresniveau. Insgesamt sind die Auswirkungen der Krise weiterhin moderat, vor allem, weil Kurzarbeit und andere betriebliche Vereinbarungen den Arbeitsmarkt entlastet haben.&rdquo;<\/em><\/li>\n<li><em>Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit teilt mit, da&szlig; die Arbeitslosigkeit allein im Jahre 2010 aus demografischen Gr&uuml;nden (R&uuml;ckgang des Erwerbspersonenpotenzials) um 147.000 Personen unter dem Vorjahreswert liegt. Diese Reduktion tritt ein, ohne da&szlig; Politik oder Wirtschaft auch nur einen einzigen Finger r&uuml;hren m&uuml;ssen. Die Arbeitsm&auml;rkte Frankreichs oder Skandinaviens profitieren nicht von diesem Demografie-Effekt. Dieser Effekt, die immer noch hohe, aus der Kurzarbeit resultierende verdeckte Arbeitslosigkeit, die zunehmende Qualit&auml;tsverschlechterung der Arbeitspl&auml;tze (und die damit verbundene Ausweitung des Niedriglohnsektors), das statistische Weglassen der von privaten Arbeitsvermittlern betreuten Arbeitslosen sowie die Aufh&uuml;bschung der Besch&auml;ftigungs- und Arbeitslosendaten durch die Aufteilung von Vollzeitstellen in Teilzeitstellen sind in Rechnung zu stellen, wenn unsere Medien &uuml;ber die im Vergleich zu anderen Staaten angeblich deutlich bessere hiesige Arbeitsmarktsituation fabulieren.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Zahl der Vollzeitstellen hat gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 270000 abgenommen. Die Zahl der Alg II -Bezieher hat zugelegt. Den Rest kann sich jeder denken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Verdeckter Wandel<\/strong><br>\nJa, muss man also zugeben: Es gibt Arbeit. Die Frage ist, welche und zu welchen Bedingungen. Diese Perspektive ist kein Luxus, wenn viele befristet Besch&auml;ftigte heute nicht mehr vom K&uuml;ndigungsschutz profitieren, wenn das Gehalt f&uuml;r eine private Altersvorsorge und manche Gesundheitsleistungen nicht ausreicht und &uuml;brigens auch ein Mindestlohn nicht dazu f&uuml;hrt, dass man am Ende des Arbeitslebens eine Rente hat, die h&ouml;her ist als Hartz IV. Die Aufgabe wird also sein, die Ma&szlig;st&auml;be f&uuml;r eine erfolgreiche Besch&auml;ftigungspolitik zu erweitern, &uuml;ber die Arbeitslosenzahlen hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F04%2F30%2Fa0199&amp;cHash=cb3b814f7c\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutlich mehr Hartz-IV-Bezieher<\/strong><br>\nDie Zahl der Bezieher von Grundsicherungsleistungen nach den Hartz-IV-Gesetzen ist auf den h&ouml;chsten Stand seit August 2008 gestiegen. Wie der Deutsche Landkreistag am Donnerstag weiter mitteilte, erhielten im April nach vorl&auml;ufigen Daten rund 6,7 Millionen Menschen derartige Leistungen. Das waren 1,1 Prozent mehr als im Vormonat und 2,2 Prozent mehr als im selben Monat des Vorjahres. Binnen Jahresfrist nahm die Anzahl der betroffenen Kinder unter 15 Jahren um 2,1 Prozent auf rund 1,7 Millionen zu. Die h&ouml;chsten Zuw&auml;chse gab es in westdeutschen Fl&auml;chenl&auml;ndern (plus vier Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/04-30\/051.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sch&auml;uble kassiert Steuersenkung vorerst<\/strong><br>\nEine Woche vor der Steuersch&auml;tzung und der Landtagswahl in Nordrhein- Westfalen bereitet Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) die B&uuml;rger darauf vor, dass sie bis 2013 nicht mit der Umsetzung aller Steuersenkungsversprechen des schwarz-gelben Koalitionsvertrages rechnen k&ouml;nnen. Von den Versprechen im Koalitionsvertrag, sagte Sch&auml;uble, seien rund 5,5 Milliarden Euro bereits erf&uuml;llt. Es blieben also noch 19,5 der urspr&uuml;nglich von Union und FDP bis 2013 vereinbarten 24 Milliarden Euro Steuersenkungen &uuml;brig. Gut acht Milliarden Euro davon m&uuml;ssten die L&auml;nder tragen. Sch&auml;uble sagte, die Zusagen m&uuml;ssten nun einem &bdquo;Realit&auml;tstest&ldquo; unterzogen werden. Er sehe, unabh&auml;ngig vom Ausgang der Landtagswahl am 9. Mai in Nordrhein-Westfalen, daf&uuml;r im Bundesrat keine Mehrheit. Und ein &bdquo;Herauskaufen&ldquo; der L&auml;nder, sagte Sch&auml;uble, k&auml;me f&uuml;r ihn nicht infrage. Der Bund k&ouml;nne wegen der Schuldenbremse keine h&ouml;heren Steuerausf&auml;lle hinnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/schaeuble-kassiert-steuersenkung-vorerst\/1811578.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man k&ouml;nnte meinen, dass Wolfgang Sch&auml;uble sich durch das Memorandum 2010 inspirieren lie&szlig;, da er praktisch zeitgleich die geplante Steuerreform der Realit&auml;t &uuml;berlie&szlig;. Im Memorandum (Kurzfassung, siehe oben)&nbsp; hei&szlig;t es: &ldquo;Die durch die Koalition ab 2011 geplante gro&szlig;e Einkommensteuerreform darf nicht realisiert werden. Denn die beschworenen Selbstfinanzierungseffekte entstammen neoliberalen Propagandaschriften. Theoretisch fundierte empirische Untersuchungen zeigen demgegen&uuml;ber, dass sich Steuersenkungen nicht &uuml;ber steigende wirtschaftliche Aktivit&auml;ten refinanzieren lassen oder gar zus&auml;tzliche Steuereinnahmen generieren. Dies gilt &uuml;brigens auch f&uuml;r die mehrfache Reform der Unternehmenssteuern der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung seit 2001. Am Ende sind &uuml;ber 40 Prozent des Schuldenanstiegs der Jahre 2001 bis 2005 auf diese Politik der Steuergeschenke zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Geldverm&ouml;gen privater Haushalte auf 4,672 Billionen Euro gestiegen<\/strong><br>\nDie privaten Haushalte haben im vergangenen Jahr 147 Milliarden Euro gespart. Das waren 21 Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor, wie die Deutsche Bundesbank am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Das Geldverm&ouml;gen der privaten Haushalte stieg so bis Ende 2009 auf 4672 Milliarden Euro und lag damit rund 240 Milliarden Euro &uuml;ber dem Niveau von 2008. Neben den Sparanstrengungen sei dies auch auf hohe Kursgewinne bei Wertpapieren zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, erkl&auml;rte die Bundesbank. Die Schulden der privaten Haushalte bei Banken und Versicherungen seien dagegen nahezu unver&auml;ndert geblieben und betrugen Ende des vergangenen Jahres 1532 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freiepresse.de\/NACHRICHTEN\/NEWSTICKER\/7365348.php\">freiepresse.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was die Bundesbank bei ihrem j&auml;hrlichen Bericht allerdings nicht sagt, das ist wo die 4,6 Billionen Euro Geldverm&ouml;gen liegen und wo der Anstieg von 240 Milliarden gelandet ist. 2007 besa&szlig; das reichste eine Prozent der Bundesb&uuml;rger 23% des gesamten Verm&ouml;gens in Deutschland. Die obersten 5% verf&uuml;gten gar &uuml;ber 46% und das reichste Zehntel kontrollierte 61,1%. F&uuml;r die Mehrheit bleibt nicht mehr viel &uuml;brig. Die unteren 70% kommen nicht einmal auf 9% vom Gesamtverm&ouml;gen. (Zitiert nach Ulrike Herrmann, Hurra wir d&uuml;rfen zahlen)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rentenrendite: Deutlich im Plus<\/strong><br>\nDie &ldquo;F&uuml;nf Wirtschaftsweisen&rdquo;, die Stiftung Warentest und die Deutsche Rentenversicherung haben unabh&auml;ngig voneinander gerechnet und sind zu dem gleichen Ergebnis gekommen: Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung k&ouml;nnen auch in Jahrzehnten noch mit einer deutlich positiven Rentenrendite rechnen. Nach Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung betr&auml;gt die Rendite f&uuml;r ledige M&auml;nner, die in diesem Jahr (2010) in den Ruhestand treten, etwa 3,3 Prozent. F&uuml;r Neurentnerinnen und verheiratete M&auml;nner liegt sie bei etwa 3,9, Prozent. Doch auch j&uuml;ngere Beitragszahler m&uuml;ssen sich um den Ertrag ihrer Einzahlungen keine Sorgen machen. Ledige M&auml;nner, die 2020 in Rente gehen, k&ouml;nnen eine Rendite von etwa 2,8 Prozent erwarten, Frauen und verheiratete M&auml;nner 3,3 Prozent. Selbst Versicherte, die heute noch keine 40 Jahre alt sind, machen ein rentables Gesch&auml;ft: Auch ihre Rentenrendite bleibt in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung.<br>\nRenommierte Fachleute best&auml;tigen diese Zahlen. Nach Gutachten des Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und des Sozialbeirats der Bundesregierung wird die Rendite der gesetzlichen Rente trotz des allm&auml;hlich sinkenden Rentenniveaus &ldquo;auch in den kommenden Jahrzehnten deutlich positiv bleiben&rdquo;. &Auml;hnlich die Stiftung Warentest. Sie errechnete vor einiger Zeit f&uuml;r M&auml;nner des Geburtsjahrgangs 1965 eine Beitragsrendite von 2,6 Prozent und f&uuml;r Frauen von 3,2 Prozent &ndash; nahezu die gleichen Werte wie von der Deutschen Rentenversicherung ermittelt.<br>\nAn dieser positiven Perspektive &auml;ndert sich auch dann nichts, wenn das Rentenalter ab 2012 schrittweise auf 67 Jahre steigt. Dies liegt einerseits daran, dass die durchschnittliche Lebenserwartung und damit die Dauer der Rentenzahlung voraussichtlich auch k&uuml;nftig weiter steigt. Dar&uuml;ber hinaus profitieren j&uuml;ngere Versicherte davon, dass der Beitragssatz wegen des k&uuml;nftig sp&auml;teren Rentenbeginns weniger stark steigen muss.<br>\nEbenfalls g&uuml;nstig auf die Rentenrendite wirken sich die niedrigen Verwaltungskosten in der gesetzlichen Rentenversicherung aus. Die Deutsche Rentenversicherung gibt nur etwa 1,5 Prozent ihrer Beitragseinnahmen f&uuml;r die Verwaltung aus &ndash; erheblich weniger als private Versicherungsunternehmen. &ldquo;Der Vorteil der Rentenversicherung ist: Da h&auml;lt keiner zwischendrin die Hand auf und verdient mit&rdquo;, stellten auch die Fernsehjournalisten Dietrich Krau&szlig; und Ingo Blank bei ihren Recherchen f&uuml;r einen Film &uuml;ber die Folgen der j&uuml;ngsten Rentenreformen fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Rentenrendite-Immer-im-gruenen-Bereich.html?session=908067c1089d31d804ae087fd0d4b3b5\">Ihre Vorsorge<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Riester-Rente: &ldquo;B&uuml;rger vor Finanzabzocke sch&uuml;tzen&rdquo;<\/strong><br>\nVerbraucher in Deutschland erleiden j&auml;hrlich einen Schaden von mehr als 700 Millionen Euro, weil Riester-Vertr&auml;ge zu teuer, Dispokredite und Geldautomaten-Geb&uuml;hren zu hoch sind. Das sagen Stiftung Warentest und der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv). Sie fordern sch&auml;rfere Kontrollen. Die Verbrauchersch&uuml;tzer haben an drei Beispielen durchzurechnen versucht, welche Sch&auml;den f&uuml;r B&uuml;rger durch zu hohe Kosten entstehen. &ldquo;Die Beispiele zeigen systematisches Marktversagen zulasten der Verbraucher&rdquo;, erkl&auml;rt vzbv-Vorstand Gerd Billen. Deshalb m&uuml;sse die Bundesregierung den Verbraucherschutz effektiver machen und in der Finanzaufsicht verankern. M&ouml;glich sei etwa, ein eigenes Referat in der Bafin einzurichten, sagt Stephan K&uuml;hnlenz, Abteilungsleiter Finanzdienstleistungen bei der Stiftung Warentest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2593016_Buerger-vor-Finanzabzocke-schuetzen.html\">FR online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Was soll denn das hier sein ?!? Wo bleibt die Forderung, unter diesen Umst&auml;nden die steuerliche Subventionierung f&uuml;r die Riester-Anbieter zu k&uuml;rzen bzw. zu streichen? Der Vork&auml;mpfer der privaten Altersvorsorge, Bert R&uuml;rup warnt, die Griechenland-Krise k&ouml;nnte negative Auswirkungen auf die private Altersvorsorge haben. Schon die Finanzmarktkrise habe Sparer verunsichert. &ldquo;Wenn jetzt sogar Staatsanleihen von Euro-L&auml;ndern nicht mehr als sicher angesehen werden, wird es noch schwieriger, die Menschen zu einer kapitalgedeckten privaten oder betrieblichen Altersvorsorge zu motivieren&rdquo;, sagt der Ex-Chef der Wirtschaftsweisen der FR. Denn Staatsanleihen gelten eigentlich als sehr sichere Anlage.<br>\nFr&uuml;her hie&szlig; es doch immer, die demografische Entwicklung k&ouml;nnte bei der kapitalgedeckten Altersvorsorge &uuml;berbr&uuml;ckt werden, weil ja die Kapitalertr&auml;ge auch im Ausland erwirtschaftet werden k&ouml;nnten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Jede zweite Krankenhausrechnung zu hoch<\/strong><br>\nViele Krankenhausrechnungen in Deutschland sind nach einem Zeitungsbericht zu hoch. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) &uuml;berpr&uuml;fte 2009 etwa zehn Prozent von insgesamt 17,5 Millionen Abrechnungen. Davon sei fast die H&auml;lfte zu hoch gewesen. Den Krankenkassen sei dadurch ein Schaden von etwa einer Milliarde Euro entstanden, berichtete die &laquo;Allgemeine Zeitung Mainz&raquo; (Donnerstag) unter Berufung auf Zahlen des Dienstes. Wie viele Klinikrechnungen mit Absicht falsch ausgestellt wurden oder wegen des komplizierten Abrechnungssystems fehlerhaft waren, sei nicht bekannt, sagte eine MDK-Sprecherin dem Blatt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.allgemeine-zeitung.de\/nachrichten\/politik\/deutschland\/8827912.htm\">Allgemeine Zeitung Mainz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Aber der Gesundheitsminister ist tats&auml;chlich daf&uuml;r, dass die Kontrollen bei Krankenh&auml;usern eingeschr&auml;nkt werden.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"?p=4527#h09\">NachDenkSeiten, Hinweise des Tages vom 18.02.2010<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Deutsches Schienennetz dramatisch geschrumpft<\/strong><br>\nKein anderes Land im Kerngebiet der Europ&auml;ischen Union hat sein Schienennetz in den vergangenen 20 Jahren so gewaltig geschrumpft wie Deutschland. Mit einem Minus von 17,4 Prozent im Zeitraum von 1990 bis 2008 geh&ouml;rt Deutschland zu den abgeschlagenen Schlusslichtern der EU 27: Nur Polen platzierte sich mit einem Abbau von 25,2 Prozent seiner Netzl&auml;nge noch hinter Deutschland. Nach einer Aufstellung der Allianz pro Schiene, die auf Daten der EU-Kommission basiert, schrumpfte das Schienennetz in ganz Europa im selben Zeitraum um 8,1 Prozent. Dagegen setzte rund ein Drittel der EU-L&auml;nder auf den Ausbau des heimischen Eisenbahnnetzes: Die Schweizer Schienenwege wuchsen um 10,6 Prozent, Italien (plus 4,9 Prozent) und Spanien (plus 3,5 Prozent) bauten ebenfalls ihr Streckennetz aus. &bdquo;Mit seinem Schrumpfkurs geht Deutschland einen Sonderweg und droht, den internationalen Anschluss zu verpassen&ldquo;, kritisierte der Vorsitzende der Allianz pro Schiene, Klaus-Dieter Hommel und warnte zugleich vor dem Reflex, die Streckenstilllegungen den Eisenbahninfrastrukturunternehmen anzulasten. &bdquo;Die Verantwortung f&uuml;r die Schieneninfrastruktur liegt beim Staat: Die Netzschrumpfung ist politisch gewollt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.allianz-pro-schiene.de\/presse\/pressemitteilungen\/2010\/19-deutsches-schienennetz-geschrumpft\/\">Allianz pro Schiene<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Hannelore Kraft: In Ungnade gefallen<\/strong><br>\nVor einem halben Jahr h&auml;tte niemand Hannelore Kraft und der NRW-SPD Chancen bei der NRW-Wahl einger&auml;umt. Seit dem Jahreswechsel gelang es beiden, Schritt f&uuml;r Schritt Boden gut zu machen. Doch jetzt, wenige Tage vor dem 9. Mai, ger&auml;t der Wahlkampf der SPD in Turbulenzen.<br>\nSolche Attacken aus der Ecke von SPD-Sympathisanten gegen Kraft weisen darauf hin, dass es zwischen der Spitzenkandidatin und Teilen ihrer Partei erhebliche Verwerfungen gibt. Der zwar inzwischen kleine, aber machtbewusste rechte Fl&uuml;gel der Partei will eine klare Abgrenzung nach links durchsetzen. Dieser Teil der Partei, der mit Exponenten der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) verbunden ist, hat keine Probleme mit der Gro&szlig;en Koalition. Im Gegenteil: F&uuml;r diesen Teil der Sozialdemokratie ist sie eine reale Machtoption, die gleichzeitig das eigene Gewicht in der Partei vergr&ouml;&szlig;ert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2010\/04\/29\/in-ungnade-gefallen\/\">Post von Horn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Kritik am Amtseid: Verfassungsgott<\/strong><br>\nMoses schwieg, als Gott ihm sein &bdquo;Ich bin&rsquo;s&ldquo; zurief. Das war angemessen. Die deutschen Kirchen haben leider nicht soviel Selbstbeherrschung. Sie kritisieren, dass sich Ayg&uuml;l &Ouml;zkan beim Amtseid auf Gott berufen hat. Ein Sprecher der Hannoverschen Landeskirche bem&auml;ngelte das &bdquo;sehr unspezifische Gottesbild&ldquo; der Ministerin und ein Sprecher des Bistums Essen erkl&auml;rte, theologisch seien der Gott der Christen und der Gott des Islam &bdquo;nicht gleichzusetzen&ldquo;. Es hat etwas zutiefst Unangemessenes, vulgo: Prolliges, wenn ein Gottesbekenntnis, das jemand aus freien St&uuml;cken zur Amtsvereidigung ablegt, zensiert wird. Die Kirchen k&auml;mpfen um die Ausweitung ihrer politisch privilegierten Stellung auf die Religion der Muslime, um das klapprig gewordene Ger&uuml;st des alten Staatskirchenrechts vor dem Einsturz zu retten. Vor Ger&uuml;stkletterern, die meinen, einer muslimischen Politikerin in die Parade fahren zu m&uuml;ssen, weil sie den Gott der Verfassung nicht f&uuml;r den Christengott reserviert, zieht es einem die Schuhe aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760\/Doc~E3FFE7BE32C0649BDB3BB6604A560118B~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Think Tank Research: Policy Makers Should Beware<\/strong><br>\nTaken together, the reviews reveal that think tank publications have clear patterns of misleading, flawed, and even deceptive research practices. Yet this think tank research often serves as the foundation for federal and programs. As the nation moves forward with Race to the Top, as well as the current effort to reauthorize the No Child Left Behind law also known as the Elementary and Secondary Education Act, this book provides a cautionary tale. Meeting a critical need, Think Tank Research Quality provides policy makers and the public valuable insight into the quality of the research used to support these and other reform initiatives.<br>\nUnfortunately, according to Think Tank Review Project co-director Kevin Welner, professor at the University of Colorado at Boulder, &ldquo;Across the nation, think tanks are churning out a steady stream of often low-quality reports that use weak research methods, offer biased analyses, and make recommendations that do not fit the data.&rdquo; &ldquo;Moreover,&rdquo; explains co-director Alex Molnar, professor at Arizona State University, &ldquo;in the political process, the influence of a report often has little relation to its quality. As a result, new school policies and reform proposals frequently are based on research of questionable value.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/epicpolicy.org\/newsletter\/2010\/04\/think-tank-research-policy-makers-should-beware\">Think Tank Research<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Georg Lind:<\/strong> Mit der immer mehr um sich greifenden Privatisierung von &ouml;ffentlichen G&uuml;tern, verwildern immer mehr die Sitten, auch im Bereich der Wissenschaft.<br>\nZu diesem Schluss kommt eine umfassende Analyse (siehe unten) der privat finanzierten Bildungsforschung in den USA, die immer mehr Studien an die &Ouml;ffentlichkeit bringen, die von minderer Qualit&auml;t sind und deren Schlussfolgerungen oft nicht durch die Daten gedeckt sind, &uuml;ber die sie im &ldquo;hintern Teil&rdquo; berichten. Immer &ouml;fter aber st&uuml;tzen sich wichtige politische Entscheidungen auf solche fragw&uuml;rdigen &ldquo;wissenschaftlichen&rdquo; Studien.<br>\nWissen &uuml;ber die Bedingungen des menschlichen Lebens und seiner Fortentwicklung (also nicht jede beliebige Forschung) ist eine ebenso wichtige Ressource f&uuml;r die Lebensqualit&auml;t wie Luft und Wasser und sollte daher unter den Schutz der Menschenrechte gestellt werden. Das hei&szlig;t, dass dieser Teil der Wissenschaft sollte &ouml;ffentlich finanziert und &ouml;ffentlich kontrolliert werden. Forschung, bei der der Mittelgeber mehr oder weniger festlegt, welche Ergebnis sie haben sollte, beutet blo&szlig; das hohe Ansehen aus, dass seri&ouml;se Wissenschaftler geschaffen haben, und untergr&auml;bt nicht nur die eigene Glaubw&uuml;rdigkeit, sondern auch die Glaubw&uuml;rdigkeit seri&ouml;ser Forschung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: GeorgSchramm &ndash; Systematische Volksverdummung durch die Medien<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=jitdvJ5U3I4\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Zum 1. Mai; Betriebsrat zahlt sich aus; MEMORANDUM 2010; Griechenland &ndash; Euro Krise; K&ouml;hler &ndash; Abrechnung mit dem Finanzkapitalismus; Ratingagenturen &ndash; Die S&ouml;ldner der EZB; US-Senat nun doch f&uuml;r Finanzreform; Arbeitsmarkt im April; Sch&auml;uble kassiert Steuersenkung vorerst; Geldverm&ouml;gen privater Haushalte auf 4,672 Billionen Euro gestiegen; Rente; Deutsches Schienennetz dramatisch<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5358\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5358","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5358","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5358"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5358\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5361,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5358\/revisions\/5361"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5358"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5358"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5358"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}