{"id":53613,"date":"2019-07-24T08:30:07","date_gmt":"2019-07-24T06:30:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613"},"modified":"2019-07-24T08:30:07","modified_gmt":"2019-07-24T06:30:07","slug":"hinweise-des-tages-3413","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h01\">Boris Johnson<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h02\">Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h03\">Doppelstandards: Journalismusforscher sieht Defizite in der Iran-Berichterstattung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h04\">Die Causa Julian Assange: Ist die westliche Wertegemeinschaft von allen guten Geistern verlassen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h05\">Aus der Austerit&auml;t in die Austerit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h06\">Arbeitgeber drohen der IG Metall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h07\">Deutsche Bank macht 3,1 Milliarden Euro Verlust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h08\">Pflegekr&auml;fte: Die meisten Heime sind chronisch unterbesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h09\">Die schwedische Methode soll die deutschen Sparer aufwecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h10\">&Auml;rger bei der Deutschen Bahn: Z&uuml;ge fahren seit Jahren &uuml;ber abrissreife Br&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h11\">Klimawandel und Verkehrswende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h12\">Atomm&uuml;ll-Entsorgung: Staatsfonds macht Verluste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h13\">Die fortw&auml;hrende Kraft des 20. Juli 1944<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h14\">&Ouml;sterreich: Regierungsfestplatte unter falschem Namen geschreddert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h15\">Familienministerin Stilling fordert: Nach &Ouml;VP-FP&Ouml;-K&uuml;rzungen &ndash; Familienbeihilfe f&uuml;r Krisenpflegeeltern soll wieder kommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h16\">120 Vertreter blockfreier Staaten verurteilen US-Politik gegen Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53613#h17\">zu guter Letzt: Verbraucher, boykottiert Bentley!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Boris Johnson<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Boris Johnson: the clown is crowned as the country burns in hell<\/strong><br>\nWell, here we are then. Someone who could easily be rejected as a Guess Who character for looking too ridiculous is now to lead the country. A man whose DNA profile is the exact same as a Bernard Manning joke. A man who mentioned the 20 hustings he had taken part in, approximately 30 seconds after Conservative party chairman Brandon Lewis talked of the 16 hustings held.<br>\nWith 8,000 members of the Johnson family watching on &ndash; and Jeremy Hunt, looking for all the world like a sub who&rsquo;s never gonna get off the bench and knows it &ndash; Boris Johnson was announced as the new leader of the Conservative party, and, in short order, the new prime minister. Elected by a staggering 0.2% of the nation, we can&rsquo;t say it isn&rsquo;t the will of the people. (&hellip;)<br>\nI don&rsquo;t really know what to say myself. I don&rsquo;t understand how a man can lie his way about bananas and condoms to high office. I don&rsquo;t understand how a man whose entire prep for anything seems to consist of drawing a cock and balls &ndash; but in Latin! &ndash; on a sheet of paper, ends up in high office.<br>\nI don&rsquo;t understand how a man can be recorded offering to facilitate the assault of a journalist and reach high office. I don&rsquo;t understand how a man can be fired twice for cavalierly making stuff up and reach high office. I don&rsquo;t understand how a man whose entire personality is a job-lot sold off from a closing down joke shop can reach high office. A racist, an inveterate liar, a man who makes Machiavelli look misunderstood and Pinocchio button-nosed.<br>\nIt&rsquo;s 33C outside in London. You can&rsquo;t tell whether people are crying or sweating. We can&rsquo;t do anything until we get a say &ndash; which, this time, we did not. So we beat on, against the sun, borne back ceaselessly into hell.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2019\/jul\/23\/boris-johnson-clown-crowned-country-london-dude?CMP=fb_gu&amp;utm_medium=Social&amp;utm_source=Facebook&amp;fbclid=IwAR2AziZw0ncdhwy710nfJEKiGsC4Ye6yxKCFwAeEb4IabFlDAQLe9pw5B6M#Echobox=1563891410\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehen wir es positiv. Ein englischer Freund von mir sagte k&uuml;rzlich, Boris Johnson sei die einzige Garantie daf&uuml;r, dass Jeremy Corbyn die n&auml;chsten Wahlen mit einem satten Vorsprung gewinnt. Dem ist wohl erst einmal nichts hinzuzuf&uuml;gen und es ist von Tag zu Tag unwahrscheinlicher, dass die Tories mit ihrem Juniorpartner DUP die volle Legislaturperiode durchhalten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schatzkanzler und Justizminister wollen bei Erfolg Johnsons zur&uuml;cktreten<\/strong><br>\n(&hellip;) Finanzminister Philip Hammond und Justizminister David Gauke k&uuml;ndigten ihren R&uuml;cktritt an f&uuml;r den Fall, dass der fr&uuml;here Au&szlig;enminister und Brexit-Hardliner das Amt des Regierungschefs &uuml;bernimmt. Der Alterspr&auml;sident des Unterhauses, Kenneth Clarke, warnte vor einem drohenden vertragslosen EU-Austritt Ende Oktober. In London demonstrierten Johnson-Gegner gegen dessen Brexit-Politik.<br>\nSollte Johnson wie erwartet das parteiinterne Duell gegen den amtierenden Au&szlig;enminister Jeremy Hunt um die Nachfolge der scheidenden Regierungschefin Theresa May gewinnen, werde er noch bei May seinen R&uuml;cktritt einreichen, sagte Finanzminister Hammond der BBC. Er k&ouml;nne Johnsons Ank&uuml;ndigung, das Vereinigte K&ouml;nigreich auch ohne Austrittsvertrag aus der EU zu f&uuml;hren, niemals unterst&uuml;tzten, sagte Hammond zur Begr&uuml;ndung.<br>\nJustizminister Gauke: Harter Brexit w&auml;re &ldquo;Dem&uuml;tigung&rdquo;<br>\nAuch Justizminister Gauke will bei einem Erfolg Johnsons sein Amt niederlegen. Der von Johnson in Erw&auml;gung gezogene harte Brexit w&uuml;rde eine &ldquo;Dem&uuml;tigung&rdquo; f&uuml;r sein Land bedeuten, sagte Gauke der &ldquo;Sunday Times&rdquo;.<br>\nSechs Tories wollen zu Liberaldemokraten wechseln<br>\nVor diesem Hintergrund k&uuml;ndigten nach einem Bericht der &ldquo;Sunday Times&rdquo; insgesamt sechs pro-europ&auml;ische Abgeordnete der Tories an, im Fall von Johnsons Sieg zu den europafreundlichen Liberaldemokraten zu wechseln. Damit h&auml;tte der m&ouml;gliche Premierminister Johnson keine eigene Mehrheit mehr im Unterhaus&hellip;<br>\nTrump stellte sich derweil erneut hinter Johnson. Der US-Pr&auml;sident telefonierte nach eigenen Angaben am Donnerstag mit Johnson. &ldquo;Er wird einen gro&szlig;artigen Job machen&rdquo;, sagte Trump am Freitag&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/vor-premierminister-abstimmung-schatzkanzler-und-justizminister-wollen-bei-erfolg-johnsons-zuruecktreten\/24683658.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Nat&uuml;rlich wird Boris einen gro&szlig;artigen Job machen. So gro&szlig;artig, dass allen noch die Spucke wegbleiben wird. Den Segen des gr&ouml;&szlig;ten Pr&auml;sidenten aller Zeiten hat er ja schon.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Iran<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>EU-M&auml;chte planen Marineeinsatz im Persischen Golf<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien dringt auf einen europ&auml;ischen Marineeinsatz im Persischen Golf und stimmt sich dabei eng mit Deutschland und Frankreich ab. Wie der britische Au&szlig;enminister Jeremy Hunt gestern mitteilte, soll der Einsatz dem &ldquo;Schutz der Schifffahrt&rdquo; insbesondere in der Stra&szlig;e von Hormuz dienen. Er ist dezidiert unabh&auml;ngig von der parallel angek&uuml;ndigten US-Marineoperation in der Region geplant; London und Berlin distanzieren sich offen von der von Washington verfolgten Strategie des maximalen Drucks auf Iran. Hintergrund ist das Bestreben Deutschlands und der EU, sich im Streit um das Atomabkommen mit Iran eine f&uuml;hrende Rolle in der Weltpolitik zu erk&auml;mpfen. Washington reagiert darauf, indem es unter anderem mit extraterritorialen Sanktionen die Unterordnung der M&auml;chte Europas unter seine Mittelostpolitik zu erzwingen sucht. Ausl&ouml;ser f&uuml;r die aktuellen Einsatzpl&auml;ne ist die Festsetzung eines britischen &Ouml;ltankers durch Iran &ndash; eine Vergeltungsma&szlig;nahme f&uuml;r die zuvor erfolgte Festsetzung eines iranischen Tankers durch Gro&szlig;britannien in Gibraltar.<br>\nIrans Motive bei der Festsetzung des britischen &Ouml;ltankers Stena Impero werden in London v&ouml;llig realistisch eingesch&auml;tzt. &ldquo;Selbstverst&auml;ndlich&rdquo; handle es sich dabei um eine Vergeltungsma&szlig;nahme f&uuml;r die Festsetzung des iranischen &Ouml;ltankers Grace 1 in Gibraltar am 4. Juli, erkl&auml;rt etwa Peter Westmacott, ein pensionierter britischer Diplomat, der es im Lauf seiner Karriere bis zum Botschafter in Washington gebracht hat. Die britische Regierung erkl&auml;re, sie habe Irans Tanker festgesetzt, weil er Erd&ouml;l f&uuml;r Syrien geladen und damit gegen EU-Sanktionen versto&szlig;en habe. Freilich sei Iran &ndash; bekannterma&szlig;en kein Mitglied der EU &ndash; &ldquo;nicht an EU-Sanktionen gebunden&rdquo;, stellt Westmacott trocken fest: Eine &ldquo;iranische Antwort&rdquo; sei daher mit Gewissheit &ldquo;vorhersagbar&rdquo; gewesen. Tats&auml;chlich haben iranische Stellen wiederholt Vergeltungsaktionen gegen britische Schiffe angek&uuml;ndigt. Irans Zugriff auf die Stena Impero am 19. Juli erfolgte unmittelbar nach der Mitteilung britischer Stellen, die zun&auml;chst bis zum 21. Juli beschr&auml;nkte Festsetzung der Grace 1 werde um 30 Tage verl&auml;ngert. Mit dem Abseilen von Spezialkr&auml;ften per Helikopter auf die Stena Impero ahmte Iran die britische Aktion gegen seinen &Ouml;ltanker Grace 1 bis ins Detail nach&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8005\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Iran, die Tanker-Krise und die EU-Sanktionen<\/strong><br>\nDie Eskalation am Golf geht weiter. Nach Gro&szlig;britannien hat nun auch Iran einen Tanker festgesetzt &ndash; offenbar als Vergeltung f&uuml;r eine britische Beschlagnahme vor Gibraltar. Und was macht die EU?<br>\nDie Europ&auml;er solidarisieren sich mit den Briten. Die Situation am Golf sei durch die iranische Aktion &ldquo;noch ernster und gef&auml;hrlicher geworden&rdquo; als ohnehin schon, sagte Au&szlig;enminister Heiko Maas.<br>\n&ldquo;Es geht darum, Krieg zu verhindern&rdquo;, betonte der SPD-Politiker.<br>\nWenn er das ernst meint, dann m&uuml;sste er allerdings auch die Briten ermahnen. Denn die tun seit Wochen alles, um den Konflikt mit Iran anzuheizen &ndash; und die EU hineinzuziehen.<br>\nBegonnen hat es mit der Beschlagnahme eines iranischen Tankers vor Gibraltar. Angeblich schlugen die Briten zu, weil das Schiff EU-Sanktionen gegen Syrien unterlaufen wollte.<br>\nDoch diese EU-Sanktionen gelten nur gegen Syrien &ndash; und nicht f&uuml;r andere L&auml;nder. Im Gegensatz zu den US-Sanktionen wirken die europ&auml;ischen nicht &ldquo;extraterritorial&rdquo;.<br>\nDie Briten k&ouml;nnen sich also nicht auf EU-Recht berufen, wenn sie den iranischen Tanker festhalten. Wenn die EU-Verantwortlichen dies einmal laut aussprechen w&uuml;rde, w&auml;ren sie nicht nur glaubw&uuml;rdiger&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/iran-die-tanker-krise-und-die-eu\/\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;britannien k&uuml;ndigt &ldquo;europ&auml;ischen Seeschutzeinsatz&rdquo; in Stra&szlig;e von Hormus an<\/strong><br>\nDie britische Regierung hat angek&uuml;ndigt, dass sie mit europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten die Schifffahrt in der Stra&szlig;e von Hormus gegen iranische &Uuml;bergriffe sch&uuml;tzen werde. Damit k&ouml;nnten die Europ&auml;er in einen m&ouml;glichen Konflikt mit dem Iran hineingezogen werden.<br>\nGro&szlig;britannien plant einen &ldquo;maritimen Schutzeinsatz unter europ&auml;ischer F&uuml;hrung&rdquo; in der Stra&szlig;e von Hormus. Dies erkl&auml;rte der britische Au&szlig;enminister Jeremy Hunt am Montag vor dem Unterhaus. Man wolle die Handelsschifffahrt in der Meerenge gemeinsam mit Verb&uuml;ndeten sch&uuml;tzen. Dazu w&uuml;rden im Verlauf der Woche Gespr&auml;che mit anderen L&auml;ndern gef&uuml;hrt.<br>\n(&hellip;) Ob Deutschland sich am angeblichen Seeschutzeinsatz beteiligen wird, ist noch unklar. Au&szlig;enminister Heiko Maas hatte am Sonntag mit Hunt telefoniert. Am Montagnachmittag erkl&auml;rte er, dass man sich der US-Strategie des maximalen Drucks auf den Iran nicht anschlie&szlig;en wolle,<br>\n&bdquo;Aber wir m&uuml;ssen zur Kenntnis nehmen, dass es Vorf&auml;lle gibt, mit denen man umgehen muss.&ldquo;<br>\nMan werde sich mit Frankreich und Gro&szlig;britannien sehr eng abstimmen. Maas erkl&auml;rte, es werde Ma&szlig;nahmen geben, &ldquo;mit denen man den Gefahren in der Stra&szlig;e von Hormus begegnet&rdquo;. Bereits am Wochenende hatte Maas den Iran f&uuml;r die Festsetzung des britischen Tankers kritisiert und vor einer weiteren Eskalation gewarnt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/90478-grossbritannien-kundigt-europaischen-seeschutzeinsatz-fur\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>Konflikt mit Iran: Linken-Politiker Liebich fordert Untersuchungskommission<\/strong><br>\nBevor die Bundeswehr im Konflikt mit dem Iran eingreife, m&uuml;sse zun&auml;chst gekl&auml;rt werden, was in der Stra&szlig;e von Hormus &uuml;berhaupt geschehen sei, sagte Stefan Liebich (Die Linke) im Dlf. Der Iran hatte dort einen britischen Tanker beschlagnahmt, nun wird &uuml;ber eine Schutzmission im Persischen Golf diskutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/konflikt-mit-iran-linken-politiker-liebich-fordert.694.de.html?dram:article_id=454521\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Doppelstandards: Journalismusforscher sieht Defizite in der Iran-Berichterstattung<\/strong><br>\nDrohnenabsch&uuml;sse, obskure Videos von angeblichen Sabotageakten, Tanker-Beschlagnahmungen, wechselseitige Drohungen: Angeblich will keiner einen Krieg am Persischen Golf, aber niemand scheint ihn aufzuhalten. Im Interview kritisiert Journalismusforscher Florian Zollmann die Iran-Berichterstattung. [&hellip;]<br>\nIch sehe, dass westliche Stimmen und Erkl&auml;rungsmuster in den Nachrichten der Leitmedien &uuml;berrepr&auml;sentiert sind. Das f&uuml;hrt dazu, dass die von der US-Regierung aufgebaute Drohkulisse auch in den Medien stark zur Geltung kommt. Und es gibt auch ideologische Annahmen in den Medien. So sprechen Leitmedien wie der &bdquo;Spiegel&ldquo; von einem &bdquo;USA-Iran-Konflikt&ldquo;. Das Wort Konflikt deutet auf Zweiseitigkeit hin. Dabei war sich die Staatengemeinschaft im Prinzip einig &uuml;ber die G&uuml;ltigkeit des 2015 abgeschlossenen Atomabkommen mit dem Iran. Nun hat die Trump-Regierung dieses Abkommen vor etwa einem Jahr einseitig aufgek&uuml;ndigt. Es entspr&auml;che also der Faktenlage, die Trump-Regierung als Aggressor zu bezeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/Nachrichten\/Kultur\/Kultur-Regional\/Doppelstandards-Journalismusforscher-sieht-Defizite-in-der-Iran-Berichterstattung\">Leipziger Volkszeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lesenswert!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Causa Julian Assange: Ist die westliche Wertegemeinschaft von allen guten Geistern verlassen?<\/strong><br>\nDer Fall Assange ist ein Kristallisationspunkt f&uuml;r die Dekadenz der Demokratie: Entweder hat der B&uuml;rger Entscheidungsmacht auf Basis transparenter Informationen, oder er ist Untertan.<br>\n1971 ver&ouml;ffentlichten die &laquo;New York Times&raquo; und die &laquo;Washington Post&raquo; Geheimdokumente der US-Regierung &uuml;ber den Vietnamkrieg. Der brisante Inhalt: Die Regierung rechnete nicht mit einem Sieg in Vietnam, war aber bereit, weiter amerikanische B&uuml;rger zu verheizen. Die Ver&ouml;ffentlichung der &laquo;Pentagon Papers&raquo; half den Krieg zu beenden, auf die Journalisten regnete es Pulitzerpreise, und insgesamt war es ein Sieg der Wahrheit &uuml;ber die offizielle Propaganda.<br>\nDerartige Sternstunden sind heute selten geworden. Gut, wir erfuhren, dass der US-Geheimdienst eigene B&uuml;rger und befreundete Staats- und Regierungschefs abh&ouml;rte, von &laquo;wei&szlig;er Folter&raquo;, Guant&aacute;namo und von zahlreichen Kriegsverbrechen, wie im Fall von US-Soldaten, die von Helikoptern aus irakische Zivilisten und zwei Reuters-Journalisten erschossen, als w&auml;re es Counter-Strike &ndash; gem&auml;&szlig; den USA eine regul&auml;re Anti-Terror-Aktion. Doch das meiste davon erfuhr man nicht zuerst aus Qualit&auml;tsmedien, sondern von Wikileaks. Und f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung vieler als geheim klassifizierter Dokumente &uuml;ber Verbrechen der M&auml;chtigen droht Julian Assange jetzt in den USA eine Haftstrafe von 175 Jahren. Erstmals k&ouml;nnte ein Publizist dort wegen Spionage verurteilt werden.<br>\nIm Kern geht es im Fall Assange um die Existenz der westlichen Demokratie&hellip;<br>\n(&hellip;) Der Fall Assange bringt die Krise der westlichen Wertegemeinschaft nicht nur ans Licht, sondern stellt die Frage, ob es diese Wertegemeinschaft &uuml;berhaupt noch gibt. Wo bleibt der Aufschrei? Vermutlich meinte Dante uns, als er schrieb: &laquo;Der hei&szlig;este Platz der H&ouml;lle ist f&uuml;r jene bestimmt, die in Zeiten der Krise neutral bleiben.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/kolumnen\/die-causa-julian-assange-ist-die-westliche-wertegemeinschaft-von-allen-guten-geistern-verlassen-ld.1497486\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.B.:<\/strong> wenigstens eine Zeitung hat den Mut sich f&uuml;r Assange und den echten Journalismus einzusetzen. Die NZZ. Die gleiche Zeitung, die auch schon eine hervorragende Kritik zu Prof. Mausfelds Buch &ldquo;Warum schweigen die L&auml;mmer&rdquo; ver&ouml;ffentlichte. Es besteht noch Hoffnung, dass der Arm der USA noch nicht &uuml;berall hineinreicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Danke an den Autor mit Mut, an Milosz Matuschek.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Aus der Austerit&auml;t in die Austerit&auml;t<\/strong><br>\nMit Erleichterung haben Politik und Medien in Deutschland die erste Regierungserkl&auml;rung des neuen griechischen Premierministers Kyri&aacute;kos Mitsot&aacute;kis zur Kenntnis genommen. Mitsot&aacute;kis hatte im Wahlkampf eine Abkehr von der strikten, von Berlin und der EU oktroyierten Austerit&auml;tspolitik in Aussicht gestellt und erkl&auml;rt, der &ldquo;schmerzhafte Kreislauf&rdquo; stetiger K&uuml;rzungen werde &ldquo;beendet&rdquo;; Griechenland stehe eine Zukunft voller &ldquo;Jobs, Sicherheit und Wachstum&rdquo; bevor. Nach scharfer Kritik aus der Bundesrepublik hat der neue Premierminister jetzt gelobt, die Austerit&auml;tspolitik im Wesentlichen fortzusetzen; diese sieht unter anderem bis zum Jahr 2022 einen Prim&auml;r&uuml;berschuss von 3,5 Prozent vor &ndash; ein Ziel, das sogar der Internationale W&auml;hrungsfonds f&uuml;r nicht umsetzbar h&auml;lt&hellip;<br>\n(&hellip;) F&uuml;r Eliten und Konzerne<br>\nDie anvisierten Steuersenkungen sollen vor allem der Unternehmerschaft und der Elite des verarmten Landes zugutekommen. Demnach plant die neue konservative Regierung, die K&ouml;rperschaftssteuer um zwei Prozentpunkte auf 24 Prozent zu mindern und die Verm&ouml;genssteuer, die 2012 auf dem H&ouml;hepunkt der Krise als Notma&szlig;nahme eingef&uuml;hrt wurde, um durchschnittlich 22 Prozent zu verringern. &Uuml;berdies sollen Kapitalbesitzer durch eine massive Reduzierung der Steuer auf Dividenden entlastet werden; geplant ist eine Halbierung auf f&uuml;nf Prozent. Von einer substanziellen Entlastung der griechischen Lohnabh&auml;ngigen oder der verarmten Bev&ouml;lkerungsschichten, die die Hauptlast der deutschen Austerit&auml;tsdiktate tragen mussten, war hingegen in der Regierungserkl&auml;rung des neuen Ministerpr&auml;sidenten kaum die Rede&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8007\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitgeber drohen der IG Metall<\/strong><br>\n(&hellip;) In der Metall- und Elektroindustrie zeichnet sich ein Grundsatzkonflikt zwischen den Arbeitgebern und der IG Metall ab. Der Pr&auml;sident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetalls, Rainer Dulger, drohte der Gewerkschaft mit einem Ende des Fl&auml;chentarifvertrags, der seit Jahrzehnten die Arbeitsbedingungen von 1,9 Millionen Besch&auml;ftigten regelt. &ldquo;Wenn alle Unternehmen die Tarifbindung verlassen, kann die Gewerkschaft zusehen, wie sie sich im H&auml;userkampf durchschl&auml;gt&rdquo;, sagte Dulger in einem Interview mit der S&uuml;ddeutschen Zeitung.<br>\nIn der Branche, die die wichtigste der deutschen Wirtschaft ist, gibt es seit l&auml;ngerem Klagen, dass die IG Metall viele Betriebe &uuml;berfordert. Sie setze zu hohe L&ouml;hne und zu viel Freizeit durch. Dulger berichtete, dies f&uuml;hre zu immer mehr Austritten aus seinem Verband. Unter anderem forderte er von der Gewerkschaft eine Vereinbarung, dass sogenannte &ldquo;Tagesstreiks&rdquo; k&uuml;nftig nur noch nach einer gescheiterten Schlichtung erlaubt sein d&uuml;rften. Bei der Tarifrunde im vergangenen Jahr h&auml;tten diese Streiks &ndash; die von der Gewerkschaft das erste Mal ausgerufen wurden und die jeweils 24 Stunden dauerten &ndash; insgesamt drei Millionen Arbeitsstunden gekostet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/flaechentarifvertrag-arbeitgeber-ig-metall-1.4535448\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.D.:<\/strong> Abgesehen von der Tatsache, dass der letzte Tarifabschluss nicht nur der IG Metall mit den Arbeitgebern immer noch zu niedrig war und seit Jahren ist, was Produktivit&auml;t und Inflationsziel anbelangt, sollte sich Herr Dulger nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen! Eine fortschreitende Austrittswelle aus dem Fl&auml;chentarifvertrag kann f&uuml;r den einzelnen Betrieb kurzzeitig Vorteile bedeuten, w&uuml;rde aber auch negative Auswirkungen auf den Rest der Betriebe mit sich bringen!<\/em><br>\n<em>Ein typisches Beispiel daf&uuml;r, dass selbst unsere &ldquo;Eliten&rdquo; den &ouml;konomischen Unterschied zwischen Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft nicht verstanden haben! Oder verstehen wollen?<\/em><br>\n<em>Wie schrieb der &Ouml;konom Prof. Dr. Heiner Flassbeck 2001:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\nDen Fl&auml;chentarifvertrag auszuhebeln, um den Betrieben mehr &ldquo;Flexibilit&auml;t&rdquo; zu geben, klingt gut. Es klingt nach Anpassung an die Zw&auml;nge des globalen Marktes. Es klingt nach moderner Wirtschaftspolitik, weil modern ist, was den &ldquo;Erfordernissen&rdquo; der Unternehmen entgegenkommt. Nur leider richtet sich der Markt als solcher nicht danach, was gerade in der Wirtschaftspolitik als modern gilt. Wer systematisch unter Tarif zahlen will, hat die Rechnung ohne den Markt gemacht&hellip;<br>\nAusf&uuml;hrlich nachzulesen <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/pdf\/2001\/17.1.2001\/Dergr2.pdf\">hier<\/a>.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Dazu: Arbeitgeber wollen weiter triumphieren<\/strong><br>\nDa reibt man sich verwundert die Augen. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung bringt eine exklusive Sommerlochgeschichte &uuml;ber den Pr&auml;sidenten des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Rainer Dulger. Er droht der Gewerkschaft IG Metall mit einem Ende des Fl&auml;chentarifvertrages. &ldquo;Wenn alle Unternehmen die Tarifbindung verlassen, kann die Gewerkschaft zusehen, wie sie sich im H&auml;userkampf durchschl&auml;gt&rdquo;, sagte Dulger in einem Interview. Warum aber H&auml;userkampf? Die Schlacht ist doch schon l&auml;ngst zugunsten der Arbeitgeber entschieden. Das zeigt gerade der j&uuml;ngste Tarifabschluss, den Dulger als angeblich schmerzhaftes Beispiel hervorkramt.<br>\n&Uuml;bertriebenes Gejammer<br>\nDas Gejammer der Unternehmen ist &uuml;bertrieben. Sie prangern an, dass die Gewerkschaft andauernd h&ouml;here L&ouml;hne und mehr Freizeit f&uuml;r die Besch&auml;ftigen verlange. Ja was denn auch sonst? Das &uuml;berfordere die Betriebe, die sich deshalb St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck aus dem Arbeitgeberverband verabschieden w&uuml;rden. Diese Geschichte hat Dulger bereits Anfang 2018 erz&auml;hlt, zur Zeit des j&uuml;ngsten Tarifabschlusses. Den f&uuml;hrt der Verbandschef oder die Interviewer, man wei&szlig; es wohl erst hinter der Bezahlschranke genauer, auch an, um zu zeigen, unter welch harten Lohnbedingungen die Arbeitgeber zu leiden h&auml;tten. &ldquo;Es war ein sehr, sehr hoher Abschluss, der bei uns zu Austritten gef&uuml;hrt hat&rdquo;, sagte Dulger. &ldquo;Ich habe da wirklich Sorgen: sowohl, was die Tarifbindung der Betriebe, als auch die Wettbewerbsf&auml;higkeit der Industrie betrifft.&rdquo;&hellip;<br>\nNachwirkungen<br>\n(&hellip;) Die Arbeitgeber wollen mit der bekannten Drohung vor allem Angst bei den Besch&auml;ftigten erzeugen, um sp&auml;ter Zugest&auml;ndnisse bei der n&auml;chsten Tarifrunde leichter durchsetzen zu k&ouml;nnen. Sie bereiten also den n&auml;chsten Triumph &uuml;ber die Arbeitnehmer in der Zukunft vor, mit viel &ouml;ffentlicher Emp&ouml;rung &uuml;ber angeblich zu schmerzhafte Tarifabschl&uuml;sse in der Vergangenheit. Und die &Ouml;ffentlichkeit schluckt den K&ouml;der&hellip;<br>\nIn Wirklichkeit hinkt Deutschland bei der Lohnentwicklung aber weiterhin deutlich hinterher, was k&uuml;rzlich auch der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) in seinem Deutschlandbericht bem&auml;ngelte&hellip;<br>\nDie Drohung der Arbeitgeber, wegen angeblicher H&auml;rten aus der Tarifpartnerschaft aussteigen zu wollen, verdeckt zudem, dass die Tarifbindung in Deutschland bereits sehr schlecht ist und schlechter wird. Die Gewerkschaften verf&uuml;gen dadurch schon jetzt im Arbeitskampf &uuml;ber immer weniger Macht. Hier ist dann auch die Politik gefragt. Sie kann die Tarifpartnerschaft st&auml;rken, indem sie erstens f&uuml;r ordentliche Abschl&uuml;sse im &ouml;ffentlichen Dienst sorgt und zweitens geschlossene Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;rt. Doch all das passiert nur unzureichend, wie der immer noch gro&szlig;e Niedriglohnsektor beweist und der feste Glauben an die Sinnhaftigkeit von schwarzer Null, Schuldenbremse und Export&uuml;bersch&uuml;sse. Dieses Dogma herrscht leider auch in den K&ouml;pfen der meisten Medienmacher vor, die folglich das Arbeitgeberm&auml;rchen von den viel zu hohen Lohnabschl&uuml;ssen &uuml;berzeugend finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/190723arbeitgeber-wollen-weiter-triumphieren\">Taublog<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bereits 2007 war festzustellen: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2411\">Tarifbindung nimmt weiter ab<\/a> Und bereits damals war klar, dass die Arbeitgeberseite von dieser Entwicklung profitiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutsche Bank macht 3,1 Milliarden Euro Verlust<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank ist im zweiten Quartal tief in die Verlustzone gerutscht. Grund ist nach Angaben des Konzerns der Umbau des Geldhauses.<br>\nDas Minus war abzusehen, f&auml;llt aber deutlich st&auml;rker aus als erwartet: Der Konzernverlust belief sich im zweiten Quartal auf 3,15 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 401 Millionen ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern mitteilte. Grund ist der Radikalumbau mit der Streichung von 18.000 Stellen.<br>\nBei Bekanntgabe der Pl&auml;ne Anfang Juli hatte die Bank noch ein Minus von 2,8 Milliarden Euro angek&uuml;ndigt. Allerdings verbuchte das Institut mit 3,4 Milliarden Euro nun einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil der Umbaukosten bereits im zweiten Quartal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-3-1-milliarden-euro-verlust-im-zweiten-quartal-a-1278698.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> So langsam wird es wirklich brandgef&auml;hrlich. Nach den Vorgaben der EZB muss die EZB eine Tier 1-Kapitalquote von 13,32 Prozent und eine Gesamtkapitalquote von 15,32 Prozent vorhalten. <a href=\"https:\/\/www.db.com\/newsroom_news\/2018\/deutsche-bank-veroeffentlicht-srep-anforderungen-2019-de-11808.htm\">Zum Jahreswechsel hatte die Deutsche Bank<\/a> 15,72 Prozent (Tier 1) bzw. 17,49 Prozent (Gesamt). Da Verluste stets dem Eigenkapital zugeordnet werden, d&uuml;rfte der Eigenkapitalpuffer der Deutschen Bank damit so langsam aufgezehrt sein. Wenn die Bank nicht bald wieder Gewinne macht, k&ouml;nnte schon bald der Ruf nach dem Steuerzahler (oder der EZB) n&ouml;tig werden. Zur Erinnerung: <a href=\"http:\/\/www.crml.ch\/\">Die Deutsche Bank gilt<\/a> hinter der BNP Paribas mit einem &bdquo;systemischen Risiko&ldquo; iHv 66,3 Mrd. Euro als die zweitgef&auml;hrlichste Bank der Welt und weist zur Zeit einen &bdquo;Hebel&ldquo;  (Verh&auml;ltnis Bilanzsumme zu Eigenkapital) von 97 auf. Das ist Krisenniveau.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Pflegekr&auml;fte: Die meisten Heime sind chronisch unterbesetzt<\/strong><br>\nFehlende Fachkr&auml;fte und Kostenkampf der Heime &ndash; trotz vieler Versprechen der Politik in den letzten Jahren ist die Situation in der Pflege nach wie vor kritisch. Und bevor politische Ma&szlig;nahmen greifen, m&uuml;ssen kurzfristig Pflegerinnen und Pfleger aus dem Ausland her.<br>\n(&hellip;) Doch nicht nur die Arbeitnehmer, auch die Arbeitgeber m&uuml;ssen sich organisieren, damit bessere L&ouml;hne ausgehandelt werden k&ouml;nnen. Und dazu ist der Wille bei den Heimbetreibern durchaus unterschiedlich ausgepr&auml;gt. Zusammen mit drei anderen gemeinn&uuml;tzigen Tr&auml;gern in Brandenburg hatte sich der ASB in Senftenberg in einem Arbeitgeberverband, der Parit&auml;tischen Tarifgemeinschaft zusammengeschlossen.<br>\nAb M&auml;rz 2017 konnte die Gewerkschaft dann dank des Engagements der Betriebsr&auml;te mit diesem Verband &uuml;ber einen Fl&auml;chentarifvertrag f&uuml;r die Sozialwirtschaft verhandeln &ndash; nicht nur die Altenpflege, sondern auch die Krankenpflege, ambulante Pflege, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe und Behindertenwerkst&auml;tten. Ralf Franke von Verdi in Cottbus hat den Fl&auml;chentarifvertrag ausgehandelt.<br>\n&bdquo;Der Fl&auml;chentarifvertrag ist insoweit besser, weil Arbeitgeber, die einen Tarifvertrag anwenden wollen, m&uuml;ssen nur noch Mitglied des Arbeitgeberverbandes werden und haben den dann sofort. Sie m&uuml;ssen selbst keine schwierigen, langwierigen, zeitaufwendigen Haustarifvertragsverhandlungen f&uuml;hren. Und sie k&ouml;nnen gegen&uuml;ber dem Kostentr&auml;ger, der AOK, einen Tarifvertrag vorweisen, der auch bei anderen Anwendung findet.<br>\nUnd gerade bei den Verhandlungen f&uuml;r die Pfleges&auml;tze und Kostens&auml;tze ist es dann nat&uuml;rlich von gro&szlig;em Vorteil, wenn es einen einheitlichen Tarifvertrag f&uuml;r das ganze Land Brandenburg gibt, der nat&uuml;rlich nur dort Anwendung findet, wo der Arbeitgeber Mitglied dieses Verbandes ist.&ldquo;<br>\nTarifregelung, um den Beruf attraktiver zu machen<br>\n&hellip; Um den Beruf attraktiver zu machen und Fachkr&auml;fte zu gewinnen, soll es eine Tarifregelung f&uuml;r alle Pflegekr&auml;fte in Deutschland geben, w&uuml;nscht sich Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD:<br>\n&bdquo;Es gilt immer noch, bei allen Abweichungen, die es auch gibt, dass in der Regel da, wo ein Tarifvertrag ist, die Arbeits- und Lohnbedingungen besser sind als in anderen Bereichen. Und ich bin froh, dass sich einige aufgemacht haben, gar nicht wenige, jetzt einen entsprechenden Arbeitgeberverband zu gr&uuml;nden.&ldquo;<br>\nMit diesem neu gegr&uuml;ndeten Arbeitgeberverband soll dann ein Fl&auml;chentarifvertrag geschlossen werden, der dann f&uuml;r ganz Deutschland als &bdquo;allgemeinverbindlich&ldquo; erkl&auml;rt wird und somit automatisch f&uuml;r alle Arbeitgeber in der Pflege und die Pflegekr&auml;fte gelten w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/pflegekraefte-die-meisten-heime-sind-chronisch-unterbesetzt.724.de.html?dram:article_id=454567\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die schwedische Methode soll die deutschen Sparer aufwecken<\/strong><br>\nDie private Altersvorsorge ist so kompliziert, dass viele Deutsche kapitulieren &ndash; und ganz darauf verzichten. Als L&ouml;sung sehen daher manche einen deutschen Staatsfonds nach schwedischem Vorbild. Doch Kritiker prophezeien gro&szlig;es Panik-Potenzial&hellip;<br>\nGrunds&auml;tzlich sind sich die meisten Experten einig, dass die private Altersvorsorge in Deutschland so kompliziert ist, dass ein normaler Arbeitnehmer diesen Bereich l&auml;ngst nicht mehr durchschauen kann. Es gibt Riester, R&uuml;rup sowie gleich f&uuml;nf Durchf&uuml;hrungswege der betrieblichen Altersvorsorge&hellip;<br>\n(&hellip;) Ganz &auml;hnlich w&uuml;rde die sogenannte Deutschland-Rente funktionieren, die Hessens Finanzminister Thomas Sch&auml;fer (CDU) schon vor mehr als einem Jahr als Vorschlag in den Bundesrat eingebracht hat. Demnach solle auch Deutschland einen Staatsfonds schaffen, und jeder Arbeitnehmer, der nicht explizit widerspricht, w&uuml;rde einen Teil seines Lohns darin einzahlen. Verwaltet w&uuml;rde der Fonds von der Deutschen Rentenversicherung, zum Selbstkostenpreis ohne Gewinnabsichten, wodurch die Kosten extrem gering w&auml;ren. Zus&auml;tzlich w&uuml;rde der Staat f&uuml;r die Auszahlung b&uuml;rgen.<br>\n(&hellip;) Tats&auml;chlich hat der schwedische Fonds eben zeitweise auch enorme Verluste eingefahren, 2002 beispielsweise 27 Prozent. Das kommt auch daher, dass der Fonds auch auf Kredit spekuliert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article190532845\/Altersvorsorge-Ist-ein-Staatsfonds-die-Loesung-fuer-unsere-Rente.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Welt trommelt mal wieder f&uuml;r die private Altersvorsorge. Dass die sehr unsicher und meist ein Verlustgesch&auml;ft ist, muss sie sogar selber zugeben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Auml;rger bei der Deutschen Bahn: Z&uuml;ge fahren seit Jahren &uuml;ber abrissreife Br&uuml;cken<\/strong><br>\nMindestens 1250 Eisenbahnbr&uuml;cken sind so marode, dass nur der Abriss bleibt. Die Deutsche Bahn f&auml;hrt trotzdem dar&uuml;ber &ndash; und beruhigt die Passagiere.<br>\nDeutschlands Eisenbahnbr&uuml;cken sind in einem noch schlechteren Zustand als bisher bekannt. Die 25710 Eisenbahnbr&uuml;cken in Deutschland sind in noch gr&ouml;&szlig;erem Ausma&szlig; &uuml;beraltert und abrissreif als bisher bekannt. Fast jedes zweite Bauwerk ist &auml;lter als hundert Jahre. Mindestens 1250 &Uuml;berf&uuml;hrungen sind so marode, dass nur noch der Abriss bleibt. Die Sanierungskosten haben sich in kurzer Zeit auf mehr als 25 Milliarden Euro verdreifacht. Das zeigen interne Unterlagen der Deutschen Bahn AG aus Aufsichtsratskreisen, die unserer Redaktion vorliegen.<br>\n(&hellip;) Wie die DB-Spitze in den vertraulichen Papieren einr&auml;umt, wurde &uuml;ber viele Jahre mehr als die H&auml;lfte aller Br&uuml;cken mit falschem und zumeist deutlich j&uuml;ngerem Alter ausgewiesen. F&uuml;r viele stand in massiver und auff&auml;lliger H&auml;ufung das Jahr 1927 in der Statistik. Erst nach einer &Uuml;berpr&uuml;fung, abgestimmt mit den Aufsehern vom Eisenbahnbundesamt (EBA), wurde demnach die bisherige Nutzungsdauer bei 13 535 Bauwerken drastisch nach oben korrigiert. Das durchschnittliche Br&uuml;ckenalter stieg dadurch 2017 auf einen Schlag um 16,4 Jahre und liegt Ende 2018 bei 73,5 Jahren&hellip;<br>\nMindestens 1000 Br&uuml;cken m&uuml;ssten in f&uuml;nf Jahren erneuter werden<br>\nBei den Br&uuml;cken liegt die durchschnittliche technische Nutzungsdauer bei 122 Jahren. Nach Angaben des Rechnungshofs m&uuml;ssten mindestens 1000 Br&uuml;cken in f&uuml;nf Jahren erneuert werden, damit der Sanierungsstau nicht noch gr&ouml;&szlig;er wird. Von 2015 bis 2019 soll die DB Netz AG 875 Bauwerke im Bestand ersetzen, so schreibt es die LuFV II vor&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/aerger-bei-der-deutschen-bahn-zuege-fahren-seit-jahren-ueber-abrissreife-bruecken\/24688060.html\">Tagespiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Privatisierung und Schuldenbremse zeigen ihre Wirkung. Bald wird der schwarzen Null im Staatshaushalt die schwarze Null an Infrastruktur gegen&uuml;berstehen. Dann hinterlassen &bdquo;wir&ldquo; unseren Kindern zwar keine Schulden aber auch keine Eisenbahn, keine Schulen, keine Stra&szlig;en, nichts. Nur eine Null.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Klimawandel und Verkehrswende<\/strong><br>\nGr&uuml;nen-Papier gegen die Flugscham<br>\nDie Gr&uuml;nen nutzten die Sommerpause und machten N&auml;gel mit K&ouml;pfen, kommentiert Barbara Schmidt-Mattern. Ihr Verkehrspapier sei durchdacht. Mit der Einf&uuml;hrung einer Kerosinsteuer w&uuml;rde die bisherige Praxis klimasch&auml;dlicher Subventionen endlich beendet werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/klimawandel-und-verkehrswende-gruenen-papier-gegen-die.720.de.html?dram:article_id=454605\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Es ist zwar richtig, dass gegen die unn&ouml;tige, steuerbeg&uuml;nstigte Fliegerei und deren Umweltverschmutzung endlich etwas getan werden muss, aber wieviel Oliv-Gr&uuml;ne sind eigentlich w&auml;hrend der Parlamentsferien ohne Flugzeuge unterwegs?<\/em><\/p>\n<p><em>Der ministerielle Luft-Pendelverkehr zwischen Bonn-Berlin-Bonn, der vermeidbare Luftverpestung erzeugt und Steuergelder verprasst w&auml;re seit langem nicht mehr n&ouml;tig, es sei denn, die Bundesregierung will Bonn als Bundeshauptstadt wiederbeleben, falls die Russen kommen; Bonn liegt ja linksrheinisch und in der Eifel sind ja die atomsicheren Regierungsbunker!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Nichts als gr&uuml;ne hei&szlig;e Luft! Die Gr&uuml;nen werden umfallen, so wie sie immer umfallen, wenn konkret wird. Nicht einmal bei ihren (ehemals!) ureigensten Themen: Umwelt und Frieden sind sie jemals standhaft geblieben, wenn sie &bdquo;in Verantwortung&ldquo; waren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Atomm&uuml;ll-Entsorgung: Staatsfonds macht Verluste<\/strong><br>\nDeutschland steigt aus der Atomkraft aus &ndash; f&uuml;r die Kosten f&uuml;r Zwischen- und Endlagerung des Atomm&uuml;lls soll ein Fonds aufkommen, in den die Energieversorger 24 Milliarden Euro eingezahlt haben. Das Geld wird angelegt &ndash; doch der Fonds macht Verluste.<br>\n(&hellip;) &bdquo;Ziel ist, dass wir aus 24,3 Milliarden Euro, die eingezahlt wurden, rund 169 Milliarden Euro bis zum Jahr 2100 machen.&ldquo;<br>\n169 Milliarden Euro &ndash; so viel, rechnet das Wirtschaftsministerium, soll die Zwischen- und Endlagerung am Ende kosten. Trotz der optimistischen Worte von Anja Mikus: Bisher ist das Geld beim Fonds weniger geworden, anstatt mehr. Von den urspr&uuml;nglich eingezahlten 24 Milliarden Euro waren Ende des vergangenen Jahres noch 23,6 Milliarden &uuml;brig.<br>\nDas liegt zum einen an den regelm&auml;&szlig;igen Kosten &ndash; zum Beispiel f&uuml;r die Zwischenlagerung des radioaktiven Abfalls und f&uuml;r die Endlagersuche. Aber der Fonds selbst hat 2018 auch Verluste gemacht &ndash; 71 Millionen Euro. Grund ist die Niedrigzinspolitik, die viele Anleger belastet.<br>\nSichere Investitionen &ndash; zum Beispiel in Staatsanleihen &ndash; bringen momentan kaum Rendite. Der sogenannte &bdquo;Entsorgungsfonds&ldquo; parkt einen Gro&szlig;teil des Verm&ouml;gens bisher bei der Bundesbank und zahlt daf&uuml;r Negativzinsen von 0,4 Prozent. Man sei aber auf gutem Kurs, meint Mikus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/atommuell-entsorgung-staatsfonds-macht-verluste.769.de.html?dram:article_id=454601\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Um aus 24,3 Mrd &euro; in 80 Jahren 169 Mrd &euro; zu machen, muss man sie zu einem durchschnittlichen Zinssatz von 2,5% anlegen. Rechnet man die Inflation ab, bleibt da nicht viel Gewinn. Daf&uuml;r aber fehlt das Geld dann 80 Jahre lang in der Realwirtschaft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die fortw&auml;hrende Kraft des 20. Juli 1944<\/strong><br>\n(&hellip;) Braune Renaissance<br>\nWeil, wie sich zeigt, im Deutschland von heute der Scho&szlig; noch fruchtbar ist, aus dem das Braune kroch. Ein Gedenken, das nur gedenkt und nicht zugleich ernst und ernsthaft gegen die Neonazis von heute vorgeht &ndash; es w&auml;re, es ist ein schales Gedenken. Der Widerstand gegen den Neonazismus ist die Form des Gedenkens, die immer Jahrestag hat.<br>\n(&hellip;) Der Versuch der feindlichen &Uuml;bernahme<br>\nEs geh&ouml;rt zu den Perversit&auml;ten des neuen Rechtsextremismus, dass ausgerechnet er sich auf Stauffenberg und den Widerstand vom 20. Juli 1944 beruft, um zum Bruch mit dem &ldquo;System&rdquo;, also der rechtsstaatlichen Demokratie, aufzufordern. Es ist diese der Versuch der feindlichen &Uuml;bernahme des Gedenkens. Die Pegidisten, die Neorechten und Neonazis, die von Widerstand reden und Menschenverachtung propagieren &ndash; sie betreiben Erbschleicherei. In braunen Netzwerken wird so getan, als seien die demokratischen Parteien eine zu st&uuml;rzende, volksverr&auml;terische Herrscherclique. So wird der Widerstandsbegriff pervertiert, er wird von den Grund- und Menschenrechten getrennt, f&uuml;r die der Widerstand gegen Hitler gek&auml;mpft hat; der Begriff des Widerstands wird angef&uuml;llt mit v&ouml;lkischem Gebr&auml;u und populistischem Extremismus. Es ist dies eine Verh&ouml;hnung des Andenkens an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Es bedarf dagegen des kleinen Widerstands.<br>\n(&hellip;) Der Mantel der Gleichg&uuml;ltigkeit<br>\nEs gibt, damals wie heute, die Formeln, die man gern zur Beschwichtigung oder zur Tarnung der eigenen Bequemlichkeit benutzt, zur Ausrede daf&uuml;r, warum man selber nichts tun kann: &ldquo;Alleine kann man ja doch nichts bewirken.&rdquo; So oft hei&szlig;t es also: &ldquo;Was soll man machen?&rdquo; Es sind S&auml;tze der Gleichg&uuml;ltigkeit, S&auml;tze der Tr&auml;gheit, der Apathie, der Resignation, manchmal auch der Feigheit. In uns allen stecken solche S&auml;tze: &ldquo;Was soll man machen? Da kann man gar nichts machen.&rdquo; Und: &ldquo;Nach uns die Sintflut&rdquo;. Eine Demokratie kann man aber mit solchen S&auml;tzen nicht bauen. Einen guten Rechtsstaat auch nicht. Und die Menschenrechte bleiben, wenn man solchen S&auml;tzen nachgibt, papierene Rechte.<br>\nWer vom Mut der Widerst&auml;ndler gegen Hitler spricht, vom Mut der Wei&szlig;en Rose, vom Mut des Georg Elser, vom Mut des Grafen Stauffenberg, des Carl Goerdeler, wer diesen Mut vor Augen hat &ndash; der tut sich allerdings schwer, dieses Wort in einer Gegenwart zu gebrauchen, in der Mut wenig kostet. Ist der Mut von damals aber nicht umso mehr Mahnung und Verpflichtung?&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantl-widerstand-nationalsozialismus-1.4534012\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich: Regierungsfestplatte unter falschem Namen geschreddert<\/strong><br>\nIn &Ouml;sterreich gibt es nach der Ibiza-Aff&auml;re jetzt eine &ldquo;Schredder-Aff&auml;re&rdquo;, nachdem herauskam, dass ein inzwischen zur &Ouml;VP gewechselter ehemaliger Mitarbeiter des Bundeskanzleramts wenige Tage vor dem Misstrauensantrag gegen die Regierung Kurz die Festplatte eines Kopierers professionell vernichten lie&szlig;. Ein merkw&uuml;rdiger Umstand dabei ist, dass er das unter einem falschen Namen machte. Noch merkw&uuml;rdiger ist aber, dass er die 76 Euro f&uuml;r die Vernichtung der Festplatte nicht bezahlte, aber seine richtige Telefonnummer hinterlie&szlig;.<br>\nMit dieser Telefonnummer stellte die Vernichtungsfirma auf der Suche nach ihrer Verg&uuml;tung eine Betrugsanzeige, welche dazu f&uuml;hrte, dass die Polizei an den richtigen Namen gelangte, den sie an die nach der Ibiza-Aff&auml;re eingesetzte Sonderkommission weitergab. Dem Kurier zufolge kam dieser &ldquo;Soko Ibiza&rdquo; die Angelegenheit so merkw&uuml;rdig vor, dass sie den Mann nicht nur aus der &Ouml;VP-Zentrale abholen, sondern auch seine Wohnung durchsuchen lie&szlig;.<br>\nKurier: Bl&uuml;mel wusste davon<br>\nBei der Befragung durch die Polizei gab der Mann an, er habe keine Beweismittel unterschlagen, sondern lediglich daf&uuml;r sorgen wollen, dass Informationen &uuml;ber die auf dem Kopierer gefertigten Ausdrucke und Kopien nicht an Parteien gelangen, die sie im Wahlkampf einsetzen. Dem Kurier zufolge handelte er dabei nicht alleine, sondern mit dem Wissen des damaligen Kanzleramtsministers Gernot Bl&uuml;mel, dessen Name auch in den Aff&auml;ren um ein &ldquo;schwarzes Netzwerk&rdquo; im &ouml;sterreichischen Verfassungsschutz (vgl. &Ouml;sterreich: Kurzer Dienstweg zwischen Verfassungsschutz und &Ouml;VP) und illegale Parteienfinanzierung &uuml;ber Vereine auftaucht (vgl. Staatsanw&auml;ltin will &ldquo;genaue Landkarte politiknaher Vereine&rdquo;) und der eine Quasi-Klarnamenspflicht im Internet durchsetzen wollte (vgl. &ldquo;Digitales Vermummungsverbot&rdquo;)&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Oesterreich-Regierungsfestplatte-unter-falschem-Namen-geschreddert-4476523.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Schredder-Gate&rdquo; in Wien<\/strong><br>\nDatentr&auml;ger aus Kanzleramt vernichtet &ndash; Kurz sprich von &ldquo;normalem Vorgang&rdquo;<br>\n(&hellip;) Kanzlerin Brigitte Bierlein hat eine interne Evaluierung veranlasst. Die Opposition, allen voran die FP&Ouml;, will vor allem wissen, welche Unterlagen denn vernichtet wurden.<br>\n   &bdquo;Der Umstand, dass jemand aus dem Kurz-B&uuml;ro rasch nach der Ver&ouml;ffentlichung des Ibiza-Videos unter falschem Namen eine Festplatte schreddern l&auml;sst und daf&uuml;r nicht einmal bezahlt, kann als weiteres Indiz daf&uuml;r gedeutet werden, dass die &Ouml;VP von den Medienberichten am 17. Mai doch nicht so &uuml;berrascht gewesen sein k&ouml;nnte, wie sie heute behauptet&rdquo;, zitiert die Kronen-Zeitung den FP&Ouml;-Sicherheitssprecher Hans-J&ouml;rg Jenewein.<br>\n&ldquo;Angesichts des Ibiza-Skandals h&auml;tte das Bundeskanzleramt im Umgang mit sensiblem Datenmaterial noch gr&ouml;&szlig;ere Sorgsamkeit walten lassen m&uuml;ssen. Das ist aufzukl&auml;ren, und dazu werden wir eine parlamentarische Anfrage an das Bundeskanzleramt einbringen&rdquo;, sagte SP&Ouml;-Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Thomas Drozda.<br>\nDie &ldquo;Soko Ibiza&rdquo; ermittelt gegen den Kurz-Mitarbeiter. Er wird demnach des Betrugs und der Unterdr&uuml;ckung von Beweismitteln beschuldigt &ndash; wegen Nutzung einer falschen Identit&auml;t und weil der Datentr&auml;ger, den er vernichtet hat, ein Beweismittel h&auml;tte sein k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/90474-schredder-gate-in-wien-datentraeger-aus-kanzleramt-vernichtet\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Familienministerin Stilling fordert: Nach &Ouml;VP-FP&Ouml;-K&uuml;rzungen &ndash; Familienbeihilfe f&uuml;r Krisenpflegeeltern soll wieder kommen<\/strong><br>\n&Ouml;VP und FP&Ouml; haben Anfang 2019 beschlossen, dass viele Krisenpflegeeltern kein Kindergeld mehr erhalten. Familienministerin Ines Stilling will das jetzt &auml;ndern: Auch Kurzzeit-Eltern sollen f&uuml;r die Betreuung von Kindern in Not Familienbeihilfe bekommen.<br>\nKrisenpflegeeltern bekommen Kindergeld und andere Familienleistungen erst nach 90 Tagen &ndash; so haben es &Ouml;VP, und FP&Ouml; Anfang des Jahres im Parlament beschlossen. Das bringt finanzielle Einschnitte vor allem f&uuml;r Kurzzeit-Kriseneltern.<br>\nDenn im Schnitt sind Kinder nur 6 bis 8 Wochen bei ihrer Notfall-Familie. Und die bekommt jetzt kein Kindergeld mehr. Selbst wenn sie mehrere Kinder hintereinander oder &uuml;berlappend in Pflege haben, bekommen sie nie die Familienbeihilfe.<br>\nKrisenpflege-Mama ist kaum mit Job vereinbar<br>\nWenn kleine Kinder verwahrlosen, geschlagen werden oder Eltern drogenabh&auml;ngig sind, dann springen Krisenpflegeeltern ein und geben den Kleinen Vertrauen und Liebe zur&uuml;ck. Es sind vor allem Frauen, die den Kindern aus krisengebeutelten Familien helfen. Die Lebensbedingungen f&uuml;r Krisenpflege-Eltern sind schwer. Die Entsch&auml;digung nicht hoch, Pflegegeld gibt es nur im Nachhinein. Gewand, Medizin, Essen, Spielzeug &ndash; das alles bezahlen die Krisenpflege-Eltern selbst&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/kindergeld-krisenpflege\/\">kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>120 Vertreter blockfreier Staaten verurteilen US-Politik gegen Venezuela<\/strong><br>\nTreffen in venezolanischer Hauptstadt Caracas. Blockfreie Staaten entschieden gegen &auml;u&szlig;ere Einmischung<br>\nCaracas. Die Repr&auml;sentanten der Blockfreien Bewegung (Non-Aligned Movement, NAM), die 120 Staaten vertreten, haben am Wochenende in einer Erkl&auml;rung die feindliche Politik der USA gegen Venezuela verurteilt. Sie forderten die Regierung der USA auf, die gegen Venezuela verh&auml;ngten wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen unverz&uuml;glich aufzuheben. Als Ehrengast nahm der stellvertretende russische Au&szlig;enminister Sergei Rjabkow an dem Treffen teil.<br>\nDie Ministertagung des Koordinierungsb&uuml;ros von NAM fand turnusgem&auml;&szlig; in Caracas statt und zeigte sich besorgt &uuml;ber den zunehmenden Unilateralismus. Bereits in seiner Er&ouml;ffnungsrede rief der venezolanische Au&szlig;enminister Jorge Arreaza zur St&auml;rkung des Multilateralismus auf. &ldquo;Wir leben in einem historischen Moment, in dem der Multilateralismus angegriffen wird, einem systemischen Ph&auml;nomen, das viele L&auml;nder der Welt betrifft: Staatsstreiche, politische Destabilisierung, Wirtschaft mit geopolitischen Interessen.&rdquo; Weiter betonte Arreaza die Notwendigkeit, das Recht auf Frieden zu f&ouml;rdern und die Zukunft der V&ouml;lker ohne &auml;u&szlig;eren Druck zu entscheiden, um eine friedlichere und wohlhabendere Welt zu schaffen. &ldquo;Venezuela sowie Kuba, Iran, Syrien, Nicaragua und die Demokratische Volksrepublik Korea sind Opfer des Interventionismus, von Ausl&auml;ndern, die auf einem Regierungswechsel bestehen, die sich f&uuml;r ein Regime entscheiden, das ihren Interessen unterw&uuml;rfig ist.&rdquo;<br>\n(&hellip;) Die Mitglieder der internationalen Organisation konstatierten in der Erkl&auml;rung, dass nur Venezuela &uuml;ber sein Schicksal entscheiden kann. Kein anderer Staat k&ouml;nne im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen eingreifen. Die NAM-L&auml;nder lehnen eine ausl&auml;ndische Intervention in das s&uuml;damerikanische Land ab und bekr&auml;ftigten ihr Engagement f&uuml;r eine friedliche L&ouml;sung der Probleme des Landes&hellip;<br>\nVenezuelas Pr&auml;sident Maduro &auml;u&szlig;erte sich erfreut zu den Ergebnissen des Treffens: &ldquo;Ich bin dankbar f&uuml;r die starke Unterst&uuml;tzung aller Mitglieder und Delegationen aus den 120 NAM-L&auml;ndern f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaft, die Venezuela seit drei Jahren innehat und die einen akuten Kampf f&uuml;r die gerechten Anliegen der Menschheit darstellt. Das venezolanische Volk begr&uuml;&szlig;t alle entgegengebrachte Solidarit&auml;t!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/07\/229134\/nam-verurteilen-usa-wegen-venezuela\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Verbraucher, boykottiert Bentley!<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190724-hdt-01.jpeg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: Karl Lauterbach via Twitter\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn der vielleicht kommende SPD-Vorsitzende den &bdquo;Verbrauchern&ldquo; (sic!) r&auml;t, eine Automarke zu boykottieren, deren Produkte bei rund 200.000 Euro anfangen, ist dies schon skurril. Noch skurriler ist, dass Bentley eine Tochter der Volkswagen AG ist, bei der das Land Niedersachsen einer der wichtigsten Anteilseigner ist. Und wer regiert doch gleich in Niedersachsen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-53613","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53613","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=53613"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53613\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53615,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53613\/revisions\/53615"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=53613"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=53613"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=53613"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}