{"id":5372,"date":"2010-05-03T09:07:06","date_gmt":"2010-05-03T07:07:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5372"},"modified":"2010-05-03T09:07:06","modified_gmt":"2010-05-03T07:07:06","slug":"hinweise-des-tages-1132","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5372","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute zu folgenden Themen: Reform des Tags der Arbeit; Rating-Agenturen abschaffen; Griechenland-Bashing; Giftliste des IWF; Bankenhilfe ein PR-Gag; HRE bekommt n&auml;chste Finanzspritze; Investmentbanker &uuml;bernimmt Finanzmarktkontrolle; Milliardengrab WestLB; fiese Rituale der Business-Elite; Arbeitslosenquote geht durch Hartz IV kaum zur&uuml;ck; R&uuml;ttgers` CDU in Finanzaff&auml;re verwickelt; NRW-Wahlkampf; Pl&auml;doyer f&uuml;r verr&uuml;cktes Denken; &Ouml;lkatastrophe; Kundus-Opfer; After-Work-Sirtaki im Bankenviertel. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Tag der Arbeit: Reform der Rituale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Flassbeck: &bdquo;Man k&ouml;nnte auch die Rating-Agenturen vollst&auml;ndig abschaffen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Griechenland-Bashing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Die Giftliste des W&auml;hrungsfonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Schuldenkrise: Deutsche Firmen zittern um ihre Ausfuhren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Robert von Heusinger: Bankenhilfe f&uuml;r Griechenland &ndash; Nur ein PR-Gag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Hypo Real Estate bekommt n&auml;chste Finanzspritze &ndash; 1,85 Mrd Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Ex-Investmentbanker soll Finanzmarktkontrolle bei der Bundesbank leiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Milliardengrab West LB &ndash; Eine Bank in der Dauerkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Debatte &uuml;ber Unternehmenskultur: Die fiesen Rituale der Business-Elite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Gedem&uuml;tigt, gemobbt, ausgenutzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Arbeitslosenquote geht durch Hartz-IV-Reformen kaum zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Elena: Die neue Volksz&auml;hlung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">R&uuml;ttgers&rsquo; CDU in Finanzaff&auml;re verwickelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">NRW-Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Sahra Wagenknecht: Ich war ein Kind, das gern allein war<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Hochschulreformen: Pl&auml;doyer f&uuml;rs verr&uuml;ckte Denken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">&Ouml;lkatastrophe vor der US-K&uuml;ste: BP greift sich den falschen S&uuml;ndenbock<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Kundus: Der 4. September 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Zu guter Letzt: Bankenviertel &ndash; After-Work-Sirtaki<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=5372&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<br>\n<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tag der Arbeit: Reform der Rituale<\/strong><br>\nSo ist das am &ldquo;Tag der Arbeit&rdquo;. Auf deutschen Pl&auml;tzen sagen Gewerkschafter kluge und wahre Dinge. Aber immer weniger Menschen h&ouml;ren zu. Der Protest erschien auch in diesem Jahr wie ein m&uuml;hseliges, altes Ritual.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2605236_Kommentar-zu-den-Mai-Krawallen-Reform-der-Rituale.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Lesers des FR-Artikels:<\/strong> Wie immer b&uuml;rstet Stephan Hebel ein Thema gegen den Strich, wie immer gibt es dadurch erhellende Momente. Dieser Beitrag ist allerdings zu kurz, um einen wichtigen Aspekt zu behandeln: Dass die Gewerkschaften die flexibilisierte Designerin nicht erreichen, ist zu einem guten Teil ihre eigene Schuld. Zu lange haben die Gewerkschaften nicht als Arbeit anerkannt, was au&szlig;erhalb der unbefristeten, sozialversicherten Vollzeitstelle lag. Die ist jetzt in der Minderheit, die die Gewerkschaften nur noch erreichen. Leiharbeiter, Freelancer oder auch Arbeitslose geh&ouml;ren nicht dazu.<br>\nNoch unglaubw&uuml;rdiger als die Gewerkschaften ist am 1. Mai aber die SPD. Die hat das Sterben der Vollzeitstellen erm&ouml;glicht, Politiker wie Gerster, Clement, Steinmeier, Schr&ouml;der und M&uuml;ntefering forcierten sie.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Man k&ouml;nnte auch die Rating-Agenturen vollst&auml;ndig abschaffen&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Die Ratings von L&auml;ndern geh&ouml;ren nicht in die H&auml;nde irgendwelcher privater Agenturen, die unter dubiosen Umst&auml;nden ihre Urteile f&auml;llen&rdquo;, sagte der Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck. Die Beurteilung dessen, was in einem Land passiere, sei viel zu komplex.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/1173927\/\">Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland-Bashing<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Griechenlands Situation v&ouml;llig falsch bewertet?<\/strong><br>\nDie Investitionst&auml;tigkeit etwa werde v&ouml;llig ignoriert, sagte Heiner Flassbeck am Freitag im Sender Deutschlandradio Kultur. &laquo;Unheimlich viele positive Aspekte werden jetzt vollkommen verdr&auml;ngt. Griechenland war das Land, will ich mal sagen, das am meisten in Maschinen und Ausr&uuml;stung investiert hat in den letzten zehn Jahren, mit Abstand am meisten in der gesamten Euro-Zone&raquo;, so der renommierte &Ouml;konom weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/Griechenlands-Situation-voellig-falsch-bewertet\/story\/25384434%20\">Tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<li><strong>Zuschlag f&uuml;r F&ouml;rster bei Arbeit im Freien<\/strong><br>\nGriechenland hat so etwas wie eine Tradition im Verschwenden von Geld. F&ouml;rster etwa erhalten einen Zuschlag f&uuml;r die Arbeit im Freien. Staatsbedienstete k&ouml;nnen mit 50 in den Ruhestand &ndash; mit Pensionsanspruch. Und den k&ouml;nnen sie dann noch an ihre T&ouml;chter vererben, sofern diese gerade nicht verheiratet sind. Einige Beispiele, die zeigen, wo Griechenland besonders &ldquo;gro&szlig;z&uuml;gig&rdquo; mit &ouml;ffentlichen Geldern umgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/griechenland634.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Ach, was erz&auml;hlen die hier alles f&uuml;r einen Mist?<br>\n&ldquo;Alle Besch&auml;ftigten in Griechenland beziehen 14 Monatsgeh&auml;lter.&rdquo;<br>\nDas gab es in Deutschland vor dem neoliberalen Siegeszug auch.<br>\n&ldquo;Die Gewerkschaften verhinderten jahrelang die Privatisierung der &uuml;berschuldeten Fluggesellschaft Olympic Airways.&rdquo;<br>\nJa, richtig, Privatisierung macht alles gut. Siehe Gro&szlig;britannien und die Bahn.<br>\n&ldquo;Das kostete die Steuerzahler Millionen, w&auml;hrend die Besch&auml;ftigten gro&szlig;z&uuml;gige Privilegien genie&szlig;en: Ihre Familien k&ouml;nnen mit der Airline kostenlos um den Globus fliegen.&rdquo;<br>\nAls w&auml;re das nicht bei anderen Fluggesellschaften auch &uuml;blich.<br>\n&ldquo;Olympic wurde 2008 zwar verkauft, doch 4600 Besch&auml;ftigte wurden vom Staat entweder gro&szlig;z&uuml;gig entsch&auml;digt oder wiedereingestellt.&rdquo;<br>\nWie schrecklich, Arbeitspl&auml;tze zu erhalten oder deren Verlust zu entsch&auml;digen. So ist das in Deutschland und in anderen zivilisierten L&auml;ndern auch.<br>\nHier gilt einfach die Devise, Griechenland m&ouml;glichst schlecht zu machen. Dabei werden auch noch ganz normale Vorg&auml;nge als &ldquo;Beweise&rdquo; genommen, wie schrecklich verschwenderisch &ldquo;die Griechen&rdquo; sind.<br>\nEine ganz durchsichtige Art von Meinungsmache &ndash; plump, dumm, dreist. Liebe ARD, du bist mit deinen sechzig Jahren schon senil geworden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Zocker, die Griechen und der Euro &ndash; zahlen wir die Zeche?<\/strong><br>\nDas &bdquo;stadtgespr&auml;ch&ldquo; am 04.05.2010 von 21.45 bis 22.30 Uhr aus dem Studio 1 des Hessischen Rundfunks, Bertramstra&szlig;e 8, 60320 Frankfurt.<br>\nDar&uuml;ber diskutiert Chefredakteur Alois Theisen mit\n<p>Prof. Dr. Heiner Flassbeck<br>\nChefvolkswirt UNCTAD UN-Handelsorganisation <\/p>\n<p>Prof. Dr. Udo Steffens<br>\nPr&auml;sident der Frankfurt School of Finance &amp; Management<\/p>\n<p>Dr. J&ouml;rg Kr&auml;mer<br>\nChefvolkswirt der Commerzbank <\/p>\n<p>Michalis Pantelouris<br>\nJournalist\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Giftliste des W&auml;hrungsfonds<\/strong><br>\nDas Staatsdefizit soll schon bis Ende 2011 stark sinken &ndash; von derzeit 13,6 Prozent der Bruttoinlandsprodukts bis Ende 2011 auf 3,6 Prozent. Weil der Staatshaushalt etwa die H&auml;lfte des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, entspricht das Ausgabensenkungen des Staates von 20 Prozent, also jeder f&uuml;nften Euro wird eingespart!<br>\nDen staatlichen Pension&auml;ren werden ihre drei Saisonzuschl&auml;ge gestrichen, so der griechische Sozialminister Andreas Loverdos: Ostern, Sommer und Weihnachten erhalten sie Extrazahlungen. Die K&uuml;rzungen entsprechen etwa zwei Monatspensionen.<br>\nDas Rentenalter steigt von derzeit 53 auf 67, also um 14 Jahre.<br>\nBei den Staatsdienern f&auml;llt das 13. und 14. Monatsgehalt weg, die Geh&auml;lter werden f&uuml;r drei Jahre eingefroren und bestimmte Verg&uuml;nstigungen gestrichen.<br>\nEs gibt einen generellen Einstellungsstopp beim Staat, auslaufende Zeitvertr&auml;ge werden nicht erneuert.<br>\nMehr als 800 Beh&ouml;rden werden f&uuml;r unn&ouml;tig erkl&auml;rt und abgeschafft, meldet die Financial Times.<br>\nDer hohe Verteidigungshaushalt soll schrumpfen, hier lassen sich vor allem die Betriebskosten kurzfristig beeinflussen. Diese sollen im laufenden Jahr um ein Viertel sinken, so der Verteidigungsminister.<br>\nStaatsbetriebe werden soweit m&ouml;glich privatisiert und an der B&ouml;rse verkauft.<br>\nAlle Verbraucher werden zur Kasse gebeten: Die Mehrwertsteuer wird zum zweiten Mal in diesem Jahr herauf gesetzt, von fr&uuml;her 19 auf dann 23 Prozent. Die Steuern auf Tabak und Treibstoffe gehen hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/die-giftliste-des-waehrungsfonds\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist ein Fahrplan in eine Rezession, die Schulden werden eher weiter steigen und eine R&uuml;ckzahlung der jetzt auch vom Staat garantierten Kredite eher unwahrscheinlicher. Wo bleibt ein Programm gegen Steuerschlupfl&ouml;cher? Verm&ouml;gende, die es in Griechenland zuhauf gibt, werden geschont, Ma&szlig;nahmen zur Steuereintreibung fehlen&hellip;.G&auml;be es angemessene Einkommen- und Verm&ouml;genssteuern f&uuml;r Wohlhabende, die auch bezahlt w&uuml;rden, w&auml;ren die Schulden bald auf ein ertr&auml;gliches Ma&szlig; abgetragen.<br>\nDie Banken als Kreditgeber und die Spekulationsgewinner bleiben mal wieder verschont.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jetzt ist also im Gegenzug zum Rettungspaket von 110 Milliarden Euro ein Sparpaket von 30 Milliarden Euro f&uuml;r die n&auml;chsten drei Jahre auf dem Weg. Es ist schon seltsam, da gibt es Stimmen, die da meinen, der Sparplan reiche nicht oder die griechische Regierung w&uuml;rde am Widerstand der Bev&ouml;lkerung scheitern, aber niemand fragt: Wo bleiben die Pl&auml;ne, welche die griechische Wirtschaft stimulieren k&ouml;nnten, um beispielsweise die Kredite zu bedienen? Zumal nach &ldquo;Spiegel&rdquo;-Informationen der IWF erwartet, dass die &ldquo;Wirtschaftsreformen&rdquo; in Griechenland erst gegen 2020 abgeschlossen sein und <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,692392,00.html\">Fr&uuml;chte tragen w&uuml;rden<\/a>.<br>\nZun&auml;chst ist doch davon auszugehen, dass niedrigere L&ouml;hne und h&ouml;here Steuern die Binnenkonjunktur weiter schw&auml;chen und die Rezession verst&auml;rken werden. Au&szlig;enwirtschaftlich sind erst recht keine Impulse zu erwarten. Selbst wenn die griechische Exportpalette sozusagen &uuml;ber Nacht an Wettbewerbsf&auml;higkeit gewinnen w&uuml;rde, wer w&uuml;rden die Abnehmer sein? &Uuml;berall in Europa steht die Konsolidierung der Budgets auf dem Programm, und dies nat&uuml;rlich in seiner d&uuml;mmsten Form, durch Sparen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schuldenkrise: Deutsche Firmen zittern um ihre Ausfuhren<\/strong><br>\nDie dramatische Lage in den europ&auml;ischen Schuldenstaaten Griechenland, Portugal, Spanien und Irland versch&auml;rft sich t&auml;glich. Deutsche Unternehmen sehen deshalb ihr Exportgesch&auml;ft zusehends gef&auml;hrdet. Eine wachsende Zahl von Firmen ruft den Staat zu Hilfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,691879,00.html\">Manager-Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Vielleicht beginnt die Exportindustrie zu ahnen, dass sie in einer selbstgeschaffenen Falle steckt. Sie hat viel Geld in die Finanzierung wirtschaftsnaher Institute investiert. Das Ziel bestand in einer Flut von Auftragsgutachten, mit deren Hilfe die deutsche Wirtschafts- und Sozialpolitik darauf ausgerichtet werden konnte, die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft permanent zu steigern. Damit hat sie kr&auml;ftig zur Schuldenkrise der Exportl&auml;nder beigetragen.<br>\nDa der durch diese Politik ruinierte Binnenmarkt als Kunde schon seit l&auml;ngerem praktisch ausf&auml;llt, hat man die Kuh geschlachtet, von deren Milch man lebt.<br>\nDass vor allem den deutschen Mainstream-&Ouml;konomen nichts besseres einf&auml;llt, als den europ&auml;ischen Nachbarn die Nachahmung des deutschen Sparkurses zu predigen (und damit die n&auml;chste Runde in einer Spirale nach unten einzuleiten), versteht sich fast von selbst.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Bankenhilfe f&uuml;r Griechenland &ndash; Nur ein PR-Gag<\/strong><br>\nWieder soll der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, die Finanzbranche hinter einem Ziel der Bundesregierung vereinen &ndash; per Freiwilligkeit, versteht sich. Ging es Anfang des Jahres um einen Fonds f&uuml;r den deutschen Mittelstand, steht nun die Beteiligung der Banken an der Hilfe f&uuml;r Griechenland auf dem Plan.<br>\nAuf Wunsch des Finanzministers sei Ackermann unterwegs, wird kolportiert, ein bis zwei Milliarden Euro sollen eingesammelt werden. Die Financial Times Deutschland will bereits erfahren haben, dass die Deutsche Bank 500 Millionen springen l&auml;sst, die Allianz 300 Millionen und die M&uuml;nchener R&uuml;ck 200 Millionen Euro.<br>\n&ldquo;Ein Feigenblatt f&uuml;r die Politik&rdquo; ist unter Experten noch die h&ouml;flichste Interpretation dieses PR-Gags.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2605390_Bankenhilfe-fuer-Griechenland-Nur-ein-PR-Gag.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hypo Real Estate bekommt n&auml;chste Finanzspritze &ndash; 1,85 Mrd Euro<\/strong><br>\nDie mittlerweile verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) bekommt die n&auml;chste Finanzspritze.<br>\nMit den nun zugesagten 1,85 Milliarden Euro hat die HRE allein 7,85 Milliarden an Kapital erhalten. Insgesamt hat die Bank den Bedarf bisher stets auf zehn Milliarden Euro beziffert. &Uuml;ber die restlichen Gelder solle entschieden werden, sobald die &Uuml;berpr&uuml;fung der EU-Kommission abgeschlossen sei und die Bad Bank stehe. In diese sollen Gesch&auml;ftsteile und toxische Wertpapiere im Volumen von bis zu 210 Milliarden Euro ausgelagert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/topNews\/idDEBEE63T0CH20100430\">Reuters<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ex-Investmentbanker soll Finanzmarktkontrolle bei der Bundesbank leiten<\/strong><br>\nBei der Deutschen Bundesbank f&auml;llt am Dienstag dieser Woche eine Grundsatzentscheidung &uuml;ber die k&uuml;nftige Gesch&auml;ftsverteilung im sechsk&ouml;pfigen Vorstand. Geht es nach den Vorstellungen des amtierenden Chefs Axel Weber, soll der zum 1. Mai angeheuerte Ex-Investmentbanker Andreas Dombret f&uuml;r Finanzstabilit&auml;t und die Kontrolle der Finanzm&auml;rkte zust&auml;ndig werden&hellip;..Mit dem Deutsch-Amerikaner Dombret, der vom Bundesland Schleswig-Holstein vorgeschlagen wurde, zieht in den Vorstand erstmals seit langem wieder ein erfahrener Bankmanager ein. Er war bis 2009 Vizechef der Bank of America f&uuml;r Europa, Afrika und Teile Asiens und kennt sich auch im Investmentbanking bestens aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/0,1518,692416,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal soll ein Bock zum G&auml;rtner gemacht werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Milliardengrab West LB &ndash; Eine Bank in der Dauerkrise<\/strong><br>\nEin Feature von J&uuml;rgen Zurheide<br>\n&hellip;Auf WestLB Chef Friedel Neuber folgt J&uuml;rgen Sengera. Mit dem Votum f&uuml;r Sengera war auch ein bestimmtes Gesch&auml;ftsmodell verbunden: die Bank sollte noch internationaler werden, als sie schon war, das Spielfeld sollten die Kapitalm&auml;rkte und die gro&szlig;en Finanztransaktionen sein. Sengera war f&uuml;r diesen Teil des Gesch&auml;fts zust&auml;ndig, eher in London als in D&uuml;sseldorf beheimatet. Aus der Bank mit dem rheinischen Kapitalisten<br>\nFriedel Neuber an der Spitze wurde etwas anderes, Broker und B&ouml;rsenexperten bestimmten den Takt, es wehte ein neuer Wind in D&uuml;sseldorf&hellip;<br>\nVor allem die WestLB in London entwickelte sich zum Millionengrab. Sengera hatte schon in seiner Zeit als Vorstand f&uuml;r diesen Teil des Gesch&auml;ftes eine besondere N&auml;he zu britischen Gepflogenheiten entwickelt. Landesbanken und Kredite f&uuml;r Mittelst&auml;ndler, das war das alte Gesch&auml;ft. Jetzt z&auml;hlten nur noch die Broker und Dealer aus der City&hellip;<br>\nDie Deutsche Bank hat den Landesbanken viele der Papiere verkauft, die jetzt nur noch Schrottwert besitzen, sie verdient auch noch an der Milliardenpleite. Der Fonds Phoenix zum Beispiel wird von der Allianz Tochter Pimco gemanagt; gegen f&uuml;rstliche Honorare versteht sich. Die Landesregierung l&auml;sst sich beraten, von der Citigroup, f&uuml;r zus&auml;tzlich elf Millionen. Die Deutsche Bank wiederum ist, nach dem WDR vorliegenden internen Dokumenten, auch wieder dabei und kassiert ebenfalls: die Pimco bedient sich beim Management von Phoenix der von der Deutschen Bank Trust Company America aufbereiteten Daten. Die gleichen Privatbanken, die das Gesch&auml;ft der &ouml;ffentlichen Banken &uuml;ber Br&uuml;ssel zerschossen haben, verdienen offenbar immer&hellip;<br>\nDamals stand eine Zusammenarbeit mit der W&uuml;rttembergischen LBBW im Raum, die Gespr&auml;che waren weit fortgeschritten. Am Ende hat Ministerpr&auml;sident J&uuml;rgen R&uuml;ttgers sie blockiert, weil er seinem baden-w&uuml;rttembergischen Kollegen G&uuml;nther Oettinger, nicht traute. Au&szlig;erdem hatte er die Sorge, dass der Bankenplatz D&uuml;sseldorf leiden w&uuml;rde. Die Sorge war nicht unberechtigt, aber inzwischen ist die Lage viel katastrophaler geworden: der Bank fehlt ein &uuml;berzeugendes Gesch&auml;ftsmodell, die potenziellen Partner sind nach der Finanzkrise mit sich selbst besch&auml;ftigt. R&uuml;ckwirkend d&uuml;rfte sich diese Entscheidung von R&uuml;ttgers, die er auch gegen den Rat seines Finanzministers Helmut Linssen getroffen hat, als d i e Fehlentscheidung seiner jetzt ablaufenden Amtszeit herausstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/fileadmin\/user_upload\/Sendungen\/Dok5_das_Feature\/2010\/Mai\/Manuskripte\/05_02_Milliardengrab%20WestLB.pdf%20\">WDR 5 [PDF &ndash; 229 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu:<a href=\"\/?p=3510\">Die Landesbanken sind die Schlimmsten<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Wiederholung: WDR 5, Montag, 03.05.2010, 20.05 Uhr <\/p>\n<p><strong>Siehe auch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>WestLB lagert Ballast aus<\/strong><br>\nDie WestLB steht unmittelbar vor der &Uuml;bergabe ihres milliardenschweren Hauptpaketes an die erste &ldquo;Bad Bank&rdquo; Deutschlands. Die Auslagerung von Papieren im Volumen von rund 70 Milliarden Euro d&uuml;rfte Thema der WestLB-Aufsichtsratssitzung am Freitag in D&uuml;sseldorf gewesen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2601650_-Bad-Bank-WestLB-lagert-Ballast-aus.html%20\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Debatte &uuml;ber Unternehmenskultur: Die fiesen Rituale der Business-Elite<\/strong><br>\nDie H&auml;lfte des deutschen Top-Managements stammt aus den reichsten Familien des Landes &ndash; und benimmt sich auch so. Dabei zeigt die Bankenkrise, dass jeder Imbissbudenbesitzer den Job genauso gut machen k&ouml;nnte. Wenn die Unternehmen fairer arbeiten wollen, brauchen sie eine Kulturrevolution.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,688162,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Nett zu lesen, obwohl mit den typischen SPIEGEL-Schw&auml;chen behaftet. Nun soll es also eine Kulturrevolution richten. Keine Rede davon, dass es die (vom SPIEGEL massiv unterst&uuml;tzte) allumfassende Deregulierungspolitik war, die eine beispiellose Umverteilung von unten nach oben erm&ouml;glichte und den reichsten Familien des Landes gro&szlig;en Zuwachs an Macht und Einfluss brachte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gedem&uuml;tigt, gemobbt, ausgenutzt<\/strong><br>\nOffiziell bezahlen die meisten Discounter ihre Angestellten nach Tarif. Doch die Wochenarbeitszeit ist kaum einzuhalten, schlie&szlig;lich sind viele Filialen an sechs Tagen die Woche von sieben Uhr fr&uuml;h bis 20 Uhr abends ge&ouml;ffnet. Und das bedeutet: unbezahlte &Uuml;berstunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1174608\/drucken\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Arbeitslosenquote geht durch Hartz-IV-Reformen kaum zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Hartz-IV-Reformen am Arbeitsmarkt haben keine nennenswerten Auswirkungen auf die Zahl der Besch&auml;ftigten in Deutschland. Wie Univ.-Prof. Dr. Klaus W&auml;lde bei seiner Antrittsvorlesung an der Johannes Gutenberg-Universit&auml;t Mainz darstellt, reduziert sich die Arbeitslosenquote durch die Reformen nur um 0,3 Prozent. &bdquo;Die gro&szlig;e Hoffnung auf einen starken R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit wird nicht erf&uuml;llt. Die Besch&auml;ftigungseffekte der Hartz-IV-Reformen sind sehr klein&ldquo;, sagte er bei der Antrittsvorlesung am Donnerstag.<br>\nDemnach profitieren haupts&auml;chlich die Arbeitnehmer, nicht die Arbeitslosen von der Reform des Arbeitsmarktes. &bdquo;Nach unseren Untersuchungsergebnissen k&ouml;nnen die Besch&auml;ftigten damit rechnen, dass der durchschnittliche Nettolohn infolge der Reformen steigt&ldquo;, so W&auml;lde. Langzeitarbeitslose mit geringen Besch&auml;ftigungschancen verlieren hingegen. Einen Ausweg aus diesem Verteilungsproblem k&ouml;nnten nach Ansicht des VWL-Professors progressive Sozialversicherungsabgaben liefern. &Auml;hnlich wie bei der Einkommenssteuer sollten untere Einkommensgruppen einen geringeren Prozentsatz ihres Bruttolohnes zur Deckung der Sozialversicherungsausgaben zahlen als h&ouml;here Einkommensgruppen. Dies kann finanziert werden &uuml;ber eine Reduktion der Lohnersatzquote im Arbeitslosenfall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news366886\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wo die Arbeitnehmer durch Hartz profitiert haben, m&uuml;sste W&auml;lde allerdings erkl&auml;ren. Hartz IV f&uuml;hrte doch eher zum Lohndumping. Ob progressive Sozialversicherungsabgaben weiterf&uuml;hren, ist eine offene Frage.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Elena: Die neue Volksz&auml;hlung<\/strong><br>\n &bdquo;Weniger B&uuml;rokratie, mehr Effizienz&ldquo; verspricht das Bundeswirtschaftsministerium vollmundig in seinem Faltblatt, mit dem es f&uuml;r den zu Jahresbeginn eingef&uuml;hrten Elektronischen Entgeltnachweis, kurz: Elena, wirbt. Elena soll die Einkommensdaten aller abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten &ndash; betroffen sind knapp 40 Millionen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger &ndash; erfassen und zentral in einer Datenbank zusammenf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/mai\/elena-die-neue-volkszaehlung\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>CDU-Finanzaff&auml;re in NRW<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>R&uuml;ttgers&rsquo; CDU in Finanzaff&auml;re verwickelt<\/strong><br>\nGut eine Woche vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ger&auml;t die CDU dort erneut in Erkl&auml;rungsn&ouml;te: Die Bundestagsverwaltung pr&uuml;ft nach SPIEGEL-Informationen m&ouml;gliche Unregelm&auml;&szlig;igkeiten im Wahlkampf vor f&uuml;nf Jahren. Es droht eine Strafe wegen verdeckter Parteienfinanzierung.<br>\nDie Partei hatte im Landtagswahlkampf 2005 einen Vertrag mit einer Frankfurter Werbeagentur abgeschlossen, der nach SPIEGEL-Informationen mit 40.000 Euro dotiert war und &uuml;ber ein halbes Jahr lief. Als Gegenleistung sollte die Agentur den Aufbau einer angeblich von der Partei unabh&auml;ngigen W&auml;hlerinitiative organisieren. Diese Gruppe namens &ldquo;W&auml;hler f&uuml;r den Wechsel&rdquo; sammelte daraufhin Geld f&uuml;r Zeitungsanzeigen zugunsten des Spitzenkandidaten J&uuml;rgen R&uuml;ttgers, ohne dass darin ein Bezug zur Partei hergestellt wurde.<br>\nWie CDU-Generalsekret&auml;r Andreas Krautscheid nun best&auml;tigte, war die Partei schon in einer fr&uuml;hen Wahlkampfphase in die Pl&auml;ne zur Gr&uuml;ndung der Initiative eingeschaltet. Nach SPIEGEL-Informationen hatte die Initiative nach der erfolgreichen Landtagswahl sogar noch ihre Akten samt Rechnungsunterlagen in der Parteizentrale abgeliefert. Daher pr&uuml;ft nun die Bundestagsverwaltung, ob die Verbindung zwischen Partei und Initiative so eng war, dass die Einnahmen der Gruppe als Gelder der Union zu werten sind und im Rechenschaftsbericht f&uuml;r das Jahr 2005 h&auml;tten auftauchen m&uuml;ssen. Davon gehen mittlerweile selbst enge R&uuml;ttgers-Berater aus, die nun ein Strafgeld wegen verdeckter Parteienfinanzierung erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,692393,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>CDU steckt tief im Sumpf einer Finanzaff&auml;re &ndash; immer mehr Details und Verd&auml;chtigungen<\/strong><br>\nDie CDU steckt tief im Sumpf einer Parteispendenaff&auml;re. Die Dimension ist noch v&ouml;llig unklar. Es sieht so aus, als habe CDU-Wahlkampfmanager Boris Berger zusammen mit seinen Vertrauten k&uuml;hl und strategisch eine W&auml;hlerinitiative geplant, die nichts anderes sollte, als zus&auml;tzliche Gelder bei denen einzusammeln, die aus pers&ouml;nlichen oder unternehmerischen Gr&uuml;nden nicht direkt an die CDU spenden wollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wir-in-nrw-blog.de\/2010\/05\/cdu-steckt-tief-im-sumpf-einer-finanzaffare-%E2%80%93-immer-mehr-details-und-verdachtigungen\/\">Wir in NRW Das Blog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>NRW-Wahlkampf<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>SPD-Intrige gegen Hannelore Kraft?<\/strong><br>\nAngeblich agitieren konservative Parteikreise gegen die SPD-Spitzenkandidatin, die der Linkspartei keine klare Absage erteilen mag. Soll eine Koalition mit der CDU vorbereitet werden? Eine Woche vor der Wahl in NRW haben die Sozialdemokraten ein gro&szlig;es Problem &ndash; mit sich selbst.<br>\nWolfgang Lieb ist emp&ouml;rt. Der Sprecher des ehemaligen NRW-Ministerpr&auml;sidenten Johannes Rau (SPD) ist fest davon &uuml;berzeugt, dass konservative Kreise der SPD gegen die Landesvorsitzende Hannelore Kraft wegen ihrer Haltung zur Linkspartei agitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/landtagswahl\/nachrichten\/SPD-Intrige-gegen-Hannelore-Kraft_aid_851722.html\">Rheinische Post<\/a><\/li>\n<li><strong>Schmieden SPD-Rechte eine Intrige gegen Hannelore Kraft?<\/strong><br>\nIm konservativen SPD-Fl&uuml;gel regt sich Unmut &uuml;ber Hannelore Krafts Linkskurs. Immer h&auml;ufiger werden Stimmen laut, die von der Spitzenkandidatin eine klare Absage an Rot-Rot-Gr&uuml;n in NRW fordern. Der fr&uuml;here Rau-Sprecher Lieb beklagt sogar eine &bdquo;Intrige der SPD-Rechten&ldquo; gegen Kraft.<br>\nAcht Tage vor der Landtagswahl wird hinter den Kulissen der NRW-SPD &uuml;ber den Kurs von Spitzenkandidatin Hannelore Kraft diskutiert. Der ehemalige Regierungssprecher des langj&auml;hrigen SPD-Ministerpr&auml;sidenten Johannes Rau, Wolfgang Lieb, beklagt &ouml;ffentlich eine &bdquo;Intrige der SPD-Rechten&ldquo; gegen Kraft.<br>\n&bdquo;Die Kohle-Beton-Chlor-Fraktion in der NRW-SPD sieht selbst in der bestenfalls in der Mitte der Sozialdemokratie anzusiedelnden Hannelore Kraft einen Unsicherheitsfaktor&ldquo;, schreibt Lieb in seinem Internet-Blog &bdquo;Nachdenkseiten.de&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/politik\/Schmieden-SPD-Rechte-eine-Intrige-gegen-Hannelore-Kraft-id2924289.html\">Der Westen<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD-Rechte f&uuml;r gro&szlig;e Koalition<\/strong><br>\nIn Teilen der NRW-SPD w&auml;chst der Unmut &uuml;ber einen drohenden Linksruck der Landespartei. Der rechte &bdquo;Industriefl&uuml;gel&ldquo; warnt vor Rot-Gr&uuml;n und Rot-Rot-Gr&uuml;n und wirbt f&uuml;r eine gro&szlig;e Koalition. Mit Ex-Fraktionschef Friedhelm Farthmann macht erstmals ein Genosse den innerparteilichen Konflikt &ouml;ffentlich. &bdquo;F&uuml;r die nordrhein-westf&auml;lische SPD w&auml;re eine gro&szlig;e Koalition mit der CDU kein Ungl&uuml;ck.&ldquo; Dass SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft die T&uuml;r f&uuml;r eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition weiter offen h&auml;lt, n&auml;hrt den Verdacht des rechten Parteifl&uuml;gels, dass Kraft die Koordinaten der SPD nach links verschieben will.<br>\nDass es eine Woche vor der Wahl innerhalb der SPD kr&auml;ftig brodelt, belegt ein Blog-Beitrag des ehemaligen Rau-Regierungssprechers Wolfgang Lieb (SPD). Der wirft rechten Genossen in Berlin und D&uuml;sseldorf unverhohlen vor, eine gro&szlig;e Koalition unter F&uuml;hrung von J&uuml;rgen R&uuml;ttgers anzustreben. Auch SPD-Chef Gabriel bringe Kraft in &bdquo;arge Argumentationsn&ouml;te&ldquo;, indem er die Kandidatin ganz direkt attackiere und verlange, &bdquo;der Zusammenarbeit mit der Linken auf offener B&uuml;hne abzuschw&ouml;ren&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rundschau-online.de\/html\/artikel\/1272363219776.shtml\">K&ouml;lnische Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die CDU versucht in ihrer Verzweiflung dar&uuml;ber, dass es f&uuml;r Schwarz-Gelb in NRW nicht mehr reichen d&uuml;rfte, den <a href=\"http:\/\/www.cdu-nrw.de\/presse\/pressemitteilungen\/101-pressemitteilungen-von-andreas-krautscheid\/1723-herr-gabriel-kaempfen-sie-offen-fuer-ihre-ueberzeugung-kraft-muss-zur-gemeinsamkeit-der-demokraten-zurueckkehren.html\">SPD-Parteichef Gabriel als Nothelfer<\/a> zu instrumentalisieren, damit R&uuml;ttgers im Amt bleiben kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lafontaine: Au&szlig;enseiterchance f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n <\/strong><br>\nDer scheidende Linken-Chef Oskar Lafontaine sieht in Nordrhein-Westfalen eine &ldquo;Au&szlig;enseiterchance&rdquo; f&uuml;r ein rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis nach der Landtagswahl. Mit dem Tagesspiegel spricht er au&szlig;erdem &uuml;ber seine politische Zukunft und &uuml;ber die Euro-Krise.<br>\n&ldquo;Wenn die SPD nur in dieser Konstellation eine Ministerpr&auml;sidentin stellen kann, wird sie ihre unpolitischen Eiert&auml;nze bereuen und neu nachdenken.&rdquo;&nbsp;Lafontaine gab zu, dass es auch unter den Mitgliedern seiner Partei in Nordrhein-Westfalen eine verbreitete Skepsis gegen&uuml;ber einer Regierungsbeteiligung gibt. &ldquo;Die Skepsis ist mehr als berechtigt. Viele unserer Mitglieder haben mit der SPD schlechte Erfahrungen gemacht.&rdquo;&nbsp;Lafontaine selbst pl&auml;diert daf&uuml;r, die Chancen f&uuml;r eine Regierungsbeteiligung der Linkspartei auszuloten: &ldquo;Im Falle des Falles m&uuml;ssen wir &Uuml;berzeugungsarbeit leisten. Aber ich bin sicher, dass letztlich die Mehrheit unserer Mitglieder f&uuml;r eine Regierungsbeteiligung stimmen wird, wenn so der Sozialabbau im Bundesrat gestoppt werden&nbsp;kann.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/lafontaine-aussenseiterchance-fuer-rot-rot-gruen\/1812068.html;jsessionid=84203DD5986A65F48EAF1A3764812684\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht: Ich war ein Kind, das gern allein war<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht hat sich geweigert, in den Kindergarten zu gehen. Sie hat gehungert, als sie Krieg spielen sollte. Und als die Mauer fiel, las sie Kant. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Anpassung und Widerstand<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2010%2F04%2F30%2Fa0019&amp;cHash=24d993aa52\">taz<\/a>\n<p><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu nochmals die Anmerkung zu &bdquo;Wagenknecht rechnet mit DDR ab &ndash; <a href=\"\/?p=5367#h16\">Kommunistin nennt System &bdquo;Verarsche&ldquo;<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hochschulreformen: Pl&auml;doyer f&uuml;rs verr&uuml;ckte Denken<\/strong><br>\nWas war noch das Ziel der Bologna-Reform? Studenten sollen kompetent die Uni verlassen. Doch daf&uuml;r braucht es mehr als sture Paukerei, meint der ehemalige Hochschulrektor Wolf Wagner. In einem Essay fordert er: Verl&auml;ngert das Studium, gebt Studenten Zeit zum verr&uuml;ckten Denken!&hellip;<br>\nVor allem aber m&uuml;sste die Macht der Professorenschaft eingegrenzt werden. Nach den humboldtschen Reformen vor 200 Jahren wurden die Universit&auml;ten in den Privatbesitz der Professoren gegeben. Seither haben diese mit ihrer Blockademehrheit in allen Gremien und ihrer Verf&uuml;gungsmacht in Lehre, Pr&uuml;fung und Forschung jede Reform verhindert, die ihr Besitzrecht in Frage gestellt h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,690837,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Na bitte, geht doch: Auf dem Gebiet der Hochschulpolitik bel&auml;sst der SPIEGEL es nicht beim Personalisieren, sondern fordert tats&auml;chlich institutionelle Ver&auml;nderungen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&Ouml;lkatastrophe vor der US-K&uuml;ste: BP greift sich den falschen S&uuml;ndenbock<\/strong><br>\nBP macht es sich einfach. Unternehmenschef Tony Hayward, die Pressesprecher des &Ouml;lkonzerns in der Londoner Zentrale &ndash; sie alle wiederholen ihr derzeit liebstes Mantra: Schuld an der Katastrophe sei nicht BP, sondern &ndash; wenn &uuml;berhaupt irgendjemand &ndash; Transocean, das Schweizer Unternehmen, dem die untergegangene Plattform geh&ouml;rt. Zum Teil ist die Argumentation sicher logisch: Die Sicherheit der Plattform obliegt tats&auml;chlich in erster Linie Transocean, schlie&szlig;lich geh&ouml;ren dem Konzern die Ger&auml;te, die meisten Mitarbeiter der Deepwater Horizon sind Angestellte der Schweizer. Dennoch &ndash; so leicht kann sich BP nicht aus der Aff&auml;re stehlen: Schlie&szlig;lich betrieb Transocean die versunkene Deepwater Horizon f&uuml;r BP. Die Briten waren die P&auml;chter.<br>\nUnd es war der britische &Ouml;lkonzern, der Transocean den gef&auml;hrlichen Auftrag gab. BP lie&szlig; das Unternehmen in in einer Tiefe bohren, die technisch nicht mit letzter Sicherheit zu kontrollieren ist.<br>\nAu&szlig;erdem nutzte Transocean die geologischen Daten des Auftraggebers. Auch sechs Ingenieure des &Ouml;lkonzerns arbeiteten an Bord der Plattform. Es ist schlichtweg nicht zul&auml;ssig, gef&auml;hrliche Auftr&auml;ge auszulagern und dann so zu tun, als h&auml;tte man mit der ganzen Sache nichts zu tun.<br>\nAu&szlig;erdem belastet ein anderer Faktor den &Ouml;lkonzern: Laut &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; war die Sicherheitstechnik der Deepwater Horizon nicht auf dem modernsten Stand. Es fehlte ein akustischer Schalter, mit dem wie mit einer Fernbedienung das Bohrloch verschlossen werden kann. Ein solcher Schalter kostet 500.000 $ und ist in den USA &ndash; anders als etwa in Norwegen und Brasilien &ndash; nicht vorgeschrieben. Eine BP-Sprecherin gibt zu, dass der Schalter fehlte. Das Pikante an der Situation: Laut der Zeitung hat sich BP gemeinsam mit anderen &Ouml;lkonzernen daf&uuml;r stark gemacht, dass die teure Sicherheitsvorkehrung in den USA nicht vorgeschrieben wird. Andere &Ouml;lmultis, darunter Shell und Total, nutzen den Schalter allerdings freiwillig &ndash; selbst wenn er nicht durch das Gesetz angeordnet wird. Ob dieser Schalter das Ungl&uuml;ck verhindert h&auml;tte, ist unklar. Aber sein Fehlen wirft ein besonderes Licht auf die Rolle von BP &ndash; ein Konzern, dessen Sicherheitstechnik seit dem Brand in der Raffinerie in Texas City vor f&uuml;nf Jahren heftig kritisiert wird. Massive &Ouml;llecks an der Prudhoe-Pipeline in Alaska verursachten 2006 katastrophale Umweltsch&auml;den.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:oelkatastrophe-vor-der-us-kueste-bp-greift-sich-den-falschen-suendenbock\/50108167.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Kundus: Der 4. September 2009<\/strong><br>\nDie Opfer von Kundus kommen zu Wort &ndash; nicht vor Gericht, aber in einer Ausstellung und einem Buch<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.sueddeutsche.de\/feuilletonist\/2010\/04\/24\/der-4-september-2009\/\">Blogs SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Bankenviertel &ndash; After-Work-Sirtaki<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_daten\/_multicom\/2010\/05\/02\/100502_1638_plassmann.jpg\" alt=\"Plassmann 02.05.2010\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_multifunktion\/?em_art=galery&amp;em_loc=3317&amp;em_cnt=1256926\">FR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute zu folgenden Themen: Reform des Tags der Arbeit; Rating-Agenturen abschaffen; Griechenland-Bashing; Giftliste des IWF; Bankenhilfe ein PR-Gag; HRE bekommt n&auml;chste Finanzspritze; Investmentbanker &uuml;bernimmt Finanzmarktkontrolle; Milliardengrab WestLB; fiese Rituale der Business-Elite; Arbeitslosenquote geht durch Hartz IV kaum zur&uuml;ck; R&uuml;ttgers` CDU in Finanzaff&auml;re verwickelt; NRW-Wahlkampf; Pl&auml;doyer f&uuml;r verr&uuml;cktes Denken; &Ouml;lkatastrophe; Kundus-Opfer; After-Work-Sirtaki im Bankenviertel. (KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5372","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5372","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5372"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5372\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5395,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5372\/revisions\/5395"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5372"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5372"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5372"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}