{"id":53733,"date":"2019-07-26T12:10:33","date_gmt":"2019-07-26T10:10:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53733"},"modified":"2019-07-29T07:32:13","modified_gmt":"2019-07-29T05:32:13","slug":"verschwoerung-in-der-verschwoerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53733","title":{"rendered":"Verschw\u00f6rung in der Verschw\u00f6rung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong> lie&szlig; sich von den Feiern zum 20. Juli 1944 dazu animieren, etwas genauer zu recherchieren, wer beim Widerstand insgesamt noch im Spiel war: der US-Geheimdienst OSS und Allen Dulles. Seinen f&uuml;r die NachDenkSeiten geschriebenen Text schickte er mit dieser Anmerkung: &bdquo;ich fand es wieder interessant, wie aufschluss- und ertragreich solche historischen untersuchungen sind und die herrschenden legenden so unheimlich billig gestrickt sind. und das ist alles gar nicht so aufwendig zu recherchieren. man braucht in diesem fall nur das offen verbreitete &ndash; freilich schnell vergessene &ndash; buch des geheimdienst-chefs lesen.&ldquo; <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9343\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-53733-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190726_Verschwoerung_in_der_Verschwoerung_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190726_Verschwoerung_in_der_Verschwoerung_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190726_Verschwoerung_in_der_Verschwoerung_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190726_Verschwoerung_in_der_Verschwoerung_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=53733-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190726_Verschwoerung_in_der_Verschwoerung_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"190726_Verschwoerung_in_der_Verschwoerung_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Der US-Geheimdienst OSS unter Allen Dulles f&uuml;hrte w&auml;hrend des Krieges Informanten bei den Verschw&ouml;rern des 20. Juli<\/strong><\/p><p>In BILD, ZEIT, S&uuml;ddeutsche, ARD, ZDF, bei der Bundeskanzlerin und auch in der aufkl&auml;rerischen junge Welt: Bei allen W&uuml;rdigungen des Attentats auf Hitler vom 20. Juli 1944 blieb auch zum 75. Jahrestag ein Beteiligter verbissen ausgeblendet: Der US-Geheimdienst Office of Strategic Services (OSS). Europachef Allen Dulles hatte den Widerstand von links bis rechts mit Informanten durchsetzt. Ziel: Der Widerstand durfte keinen Erfolg haben, denn der h&auml;tte nur &bdquo;den Russen&ldquo; gen&uuml;tzt und m&ouml;glicherweise zu Friedensverhandlungen gef&uuml;hrt. Die Feindschaft des Westens gegen die Sowjetunion mit der Gefahr eines neuen Krieges hatte sp&auml;testens schon 1943 begonnen &ndash; eine Kontinuit&auml;t bis heute.<\/p><p>Wir wissen (fast) alles haarklein genau, seit 72 Jahren, seit 1947, vom Meister der Verschw&ouml;rungen selbst: Wall-Street-Staranwalt Allen Dulles war seit 1942 OSS-Europachef. Er ver&ouml;ffentlichte 1947 in New York das Buch <em>Germany&rsquo;s Underground<\/em>. 1948 erschien es auf Deutsch im Z&uuml;richer Europa-Verlag, Titel: <em>Verschw&ouml;rung in Deutschland<\/em>. 1949 erschien es mit demselben Titel als Lizenz im Kasseler Harriet-Schleber-Verlag, der von der US-Milit&auml;rregierung gegr&uuml;ndet worden war.<\/p><p><strong>Dulles: Breiter Widerstand in Deutschland!<\/strong><\/p><p>&bdquo;Meine erste und wichtigste Aufgabe war&ldquo;, schreibt Dulles einleitend, &bdquo;herauszubekommen, was in Deutschland vorging. Washington wollte wissen, wer in Deutschland die eigentlichen Gegner Hitlers waren&hellip; Von au&szlig;en hatte es den Anschein, als ob es Hitler tats&auml;chlich gegl&uuml;ckt w&auml;re, das gesamte deutsche Volk f&uuml;r sich zu gewinnen, zu hypnotisieren oder zu terrorisieren.&ldquo;<\/p><p>Das war auch die Analyse des Nazi-Terrorstaates, wie sie von der Kritischen Theorie in den USA verbreitet wurde.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Aber Dulles konstatierte: Es <em>gab<\/em> einen breiten Widerstand. &bdquo;Es gelang mir, Verbindungen mit der deutschen Untergrundbewegung aufzunehmen und schon Monate, ehe das Komplott am 20. Juli kulminierte, hatte ich mit den Verschw&ouml;rern &hellip; F&uuml;hlung nehmen k&ouml;nnen. Kuriere gingen unter Einsatz ihres Lebens von und nach Deutschland mit Berichten &uuml;ber die Entwicklung der Verschw&ouml;rung.&ldquo; Dulles&rsquo; Resum&eacute;e: &bdquo;Es gab eine Widerstandsbewegung in Deutschland, obgleich im Allgemeinen das Gegenteil angenommen wird. Sie setzte sich aus den verschiedenartigsten Gruppen zusammen, denen es schlie&szlig;lich gelang zusammenzuarbeiten und in die h&ouml;chsten Kreise der Armee und der Regierungsstellen reichten. Pers&ouml;nlichkeiten aus allen b&uuml;rgerlichen Berufsklassen, Kirchen- und Arbeiterf&uuml;hrer &hellip;&ldquo;<\/p><p>Damit zeichnete der Geheimdienstler ein ganz anderes Bild als damals die US-Regierung und vor allem das State Department &ouml;ffentlich propagierten: Ganz Deutschland sei im Griff der Nazis, alle Deutschen seien Nazis, der Terror seit total. Dulles schickte seine Berichte unter dem Codewort <em>breaker<\/em> (Brecher) nach Washington. Aber Roosevelt und seine Gener&auml;le logen weiter, Churchill machte begeistert mit: Alle Deutschen sind Nazis! Im Januar 1943 bekr&auml;ftigten sie in der Konferenz von Casablanca, als die Niederlage der Wehrmacht in Stalingrad klar war: Keine Friedensverhandlungen! <em>Unconditional surrender<\/em> &ndash; bedingungslose Kapitulation nach der endg&uuml;ltigen, totalen Niederlage der Deutschen![<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Merke, auch f&uuml;r heute: Regierungspropaganda und reales (Geheimdienst-)Wissen sind zwei sehr verschiedene Dinge! Fake information, fake production &ndash; sie kann auch darin bestehen, dass das Gegenteil von dem behauptet wird, was man wei&szlig;.<\/p><p><strong>Die Informanten<\/strong><\/p><p>Dulles residierte ab 1942 in der &bdquo;neutralen&ldquo; Schweiz, in der Hauptstadt Bern. Formell war er Mitarbeiter der US-Botschaft, hatte auch ein B&uuml;ro im Finanzzentrum Z&uuml;rich. Bei den Verschw&ouml;rern f&uuml;hrte er mehrere Informanten. Der wichtigste war Hans Bernd Gisevius. Der war Mitglied der &bdquo;konservativen&ldquo; Deutsch-Nationalen Volkspartei (DNVP) gewesen. Im NS-Regime geh&ouml;rte er zun&auml;chst zur Gestapo, dann zum Stab von Admiral Canaris, dem Chef des Geheimdienstes &bdquo;Abwehr&ldquo;, der mit General Oster einer der F&uuml;hrer des milit&auml;rischen Widerstands war.<\/p><p>Gisevius war nach einigen internen Scharm&uuml;tzeln zum Vizekonsul im Generalkonsulat des Deutschen Reiches in Z&uuml;rich ernannt worden. Hier liefen kriegswichtige Informationen zusammen. Hier verkehrten Schweizer und deutsche Gesch&auml;ftemacher, denn die Schweiz war keineswegs neutral: Schweizer Firmen lieferten wichtige R&uuml;stungsg&uuml;ter an die Wehrmacht, Schweizer Banken beschafften dem Deutschen Reich Devisen durch An- und Verkauf von Raubgold und Raubaktien.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>Gisevius pendelte mithilfe seines privilegierten Status st&auml;ndig zwischen der Schweiz und Berlin hin und her. Das erg&auml;nzte sich: Canaris und Oster erhofften sich &uuml;ber Gisevius bei Dulles Hilfe der westlichen Alliierten und Dulles organisierte &uuml;ber Gisevius sofort ab 1942 die &bdquo;Verbindung zu den Verschw&ouml;rern&ldquo;. Gleichzeitig pflegte Gisevius &bdquo;freundschaftliche und politische Beziehungen mit mehreren Mitgliedern des OSS&ldquo;. So war der deutsche Vizekonsul &bdquo;eine unsch&auml;tzbare Hilfe f&uuml;r mich&ldquo;, hielt Dulles fest. Wenn der Informant aus Berlin zur&uuml;ckkam, traf ihn der Geheimdienstchef nachts in Bern oder Z&uuml;rich zur &Uuml;bermittlung der neuesten Informationen.<\/p><p>Als Gisevius unter Gestapo-Verdacht geriet, beschaffte der US-Geheimdienst ihm geheime Gestapo-Kennmarken &ndash; ein Hinweis, wie tief Dulles in die Infrastruktur des NS-Terrorapparates eingedrungen war. Weitere Informanten, die hin und her reisen konnten, waren Gero von Gaevernitz, Edward W&auml;tjen und Theodor Str&uuml;nk, letzterer f&uuml;r Dulles &bdquo;unser getreuer Bote Str&uuml;nk&ldquo;.<\/p><p><strong>Bevorzugt: &bdquo;Konservativer Widerstand&ldquo; &ndash; die Milit&auml;rs<\/strong><\/p><p>Dulles suchte vor allem Kontakt zum &bdquo;konservativen&ldquo; Widerstand, der die Unternehmer- und Bankenherrschaft aufrechterhalten wollte, nur eben ohne Nazis. Der Geheimdienstchef war ja selbst Vertreter von US-Banken und US-Konzernen sowie von deutschen Konzernen wie Krupp und IG Farben, die w&auml;hrend der Weimarer Republik mit der US-Seite zusammenarbeiteten.<\/p><p>Deshalb hatte Dulles seine Informanten auch in der Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ, Bank for International Settlements, 1931 von Wall-Street-Banken gegr&uuml;ndet). Die hatte ebenfalls ihren Sitz in der Schweiz, in Basel. Sie wurde vom Wall-Street-Banker McKittrick geleitet, beschaffte zum Austausch f&uuml;r Wehrmachts-Raubgold kriegswichtige Devisen f&uuml;r das Deutsche Reich. Dulles hatte die &uuml;bergeordnete Aufgabe, das Eigentum und die Gesch&auml;fte von US-Unternehmen und -Banken wie Ford, General Motors, IBM, ITT, Standard Oil, Chase Manhattan und J.P.Morgan mit dem Deutschen Reich im ganzen besetzten Europa abzusichern, auch mit Blick auf die Nachkriegszeit (das erw&auml;hnt der Meister in dem Buch allerdings nicht).[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>So etablierte Dulles im Deutschen Reich Kontakte zu &bdquo;konservativen&ldquo; Milit&auml;rs, neben Canaris und Oster etwa zu General Georg Thomas, Chef des Wehrwirtschaftsamtes, zu Ulrich von Hassell vom Mitteleurop&auml;ischen Wirtschaftstag und Botschafter des Deutschen Reiches beim immer gut informierten, antikommunistisch aktiven Vatikan und zu General Alexander von Falkenhausen, dem Milit&auml;rgouverneur von Belgien.<\/p><p><strong>&bdquo;Konservativer&ldquo; Widerstand &ndash; die Politiker<\/strong><\/p><p>Ebenso etablierte Dulles Kontakte zu &bdquo;konservativen&ldquo; Politikern, so zu deren politischem Haupt im Verschw&ouml;rerkreis, Carl Friedrich Goerdeler, der von 1933 bis 1936 Preiskommissar unter Hitler gewesen war. Auch zu Mitgliedern der ehemaligen katholischen Zentrumspartei, etwa zum rechten Ex-Kanzler Heinrich Br&uuml;ning, der in den USA eine Professur an der Universit&auml;t Harvard bekommen hatte, hielt der Geheimdienstchef Kontakt, ebenso zu Joseph Wirth, dem linken und gewerkschaftsfreundlichen Zentrumspolitiker, der in der Weimarer Republik Reichskanzler und verschiedentlich Minister gewesen und in die Schweiz gefl&uuml;chtet war. Der &bdquo;&uuml;berzeugte Antinazi Wirth&ldquo;, so Dulles, half dem OSS, um Himmlers Agenten in der Schweiz auszutricksen.<\/p><p>&Uuml;brigens: Den angeblichen Widerst&auml;ndler Konrad Adenauer, der in Deutschland von den Nazis eine hohe Pension erhielt, erw&auml;hnt Dulles nicht, gewiss zurecht.<\/p><p>Die Verschw&ouml;rer hatten Verbindungen nach England und in die milit&auml;risch neutralen Staaten Schweden, Spanien, Schweiz und die T&uuml;rkei. &bdquo;Eine der besten Verbindungen im Ausland &ndash; f&uuml;r die Verschw&ouml;rung &ndash; war der katholische Rechtsanwalt Joseph M&uuml;ller, der der weltliche Verbindungsmann von Kardinal Faulhaber zum Vatikan war&ldquo;, schreibt Dulles, der auch diese Kontakte absch&ouml;pfte. M&uuml;ller, das war &uuml;brigens der sp&auml;tere &bdquo;Ochsensepp&ldquo;, der Gr&uuml;nder der CSU.<\/p><p>Ebenso pflegte Dulles Kontakte zu &bdquo;konservativen&ldquo; Kirchenfunktion&auml;ren beider christlicher Konfessionen. &bdquo;Dr. Eugen Gerstenmaier, den ich gut kennenlernte, war ein Mitglied des Kreisauer Kreises.&ldquo; Der OSS stand &bdquo;in st&auml;ndiger Verbindung&ldquo; mit Dr. Hans Sch&ouml;nfeld von der Evangelischen Kirche in Deutschland, der oft zum Weltkirchenrat nach Genf kam, ebenso mit dem Jesuitenpater Muckermann, der in die Schweiz gefl&uuml;chtet war. Dulles berichtete seiner Regierung in Washington auch &uuml;ber die radikaleren christlichen Oppositionellen wie Martin Niem&ouml;ller, Dietrich Bonhoeffer &bdquo;und viele andere Priester, Pastoren und Laien&ldquo;.<\/p><p>Die Roosevelt-Regierung schwieg dar&uuml;ber. Damit war Dulles einverstanden. Er hielt von sich aus die Berichte j&uuml;discher und anderer Informanten &uuml;ber die Judenverfolgung und die KZ zur&uuml;ck, leitete sie nicht nach Washington weiter. Die Aufgabe des Geheimdienstes war, alles zu wissen. Aber weder der Schutz der Nazigegner noch der Schutz der Juden geh&ouml;rte zu seinen Aufgaben (&uuml;ber seine Behandlung der Judenverfolgung schreibt Dulles in seinem Buch nichts).<\/p><p>&Auml;hnlich verhielt sich die Churchill-Regierung in England. Dulles verfolgte, dass Sch&ouml;nfeld und Bonhoeffer sich in Stockholm heimlich mit dem britischen Bischof von Chichester getroffen hatten. Der hatte die Umsturzpl&auml;ne und die Bitten der Verschw&ouml;rer um Hilfe an Au&szlig;enminister Anthony Eden weitergeleitet. &bdquo;Aber die britische Regierung war nicht beeindruckt&ldquo;, so der OSS-Chef.<\/p><p><strong>Bankiers und Industrielle: Die Wallenbergs<\/strong><\/p><p>Ein wichtiger OSS-Informant war der schwedische Bankier Jakob Wallenberg. Mit seinem Bruder Marc f&uuml;hrte er die gr&ouml;&szlig;te Banken- und Unternehmensgruppe in Schweden. Das neutrale Schweden belieferte das Deutsche Reich mit kriegswichtigen Materialien und Produkten, etwa Kohle und Kugellager.<\/p><p>Jakob Wallenberg war Mitglied in der gemeinsamen Regierungskommission f&uuml;r wirtschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und Schweden. Deshalb war er h&auml;ufig in Berlin, um mit der NS-Regierung die Lieferungen abzusprechen. Nebenbei traf er sich ab 1940 bis Ende 1943 mit Goerdeler, der ihn f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r einen Staatsstreich gegen Hitler gewinnen wollte. Mehrfach fanden die Treffen in Stockholm statt.<\/p><p>Weil die Wallenbergs auch gute Beziehungen zu Churchill hatten, hofften die Verschw&ouml;rer um Goerdeler auch auf britische Hilfe. Wallenberg sollte vermitteln, blieb aber zur&uuml;ckhaltend. Jedenfalls hielt er Dulles &uuml;ber die Aktivit&auml;ten der Goerdeler-Gruppe auf dem Laufenden, auch &uuml;ber ihre sich intensivierenden Kontakte zu den Milit&auml;rs um Stauffenberg. (In der herrschenden Weltkriegs-Legende wird &uuml;ber die Judenrettung des Familienmitglieds Raoul Wallenberg in Budapest berichtet, nicht aber &uuml;ber die kriegswichtigen Beziehungen des Wallenberg-Clans zu Hitler-Deutschland; auch Dulles erw&auml;hnt dies in seinem Buch nicht, obwohl er &uuml;ber Informanten in Stockholm genau im Bilde war).[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p><strong>Sozialdemokraten, Kommunisten, Sozialisten, Gewerkschafter<\/strong><\/p><p>Im ausf&uuml;hrlichen Buchkapitel &bdquo;Die Linke&ldquo; schildert Dulles seine unterschiedlichen Kontakte zu den linken Verschw&ouml;rern.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Als ich mit der Untergrundbewegung in Deutschland und den von Deutschland besetzten L&auml;ndern arbeitete, nahm ich oft die Hilfe von Mitgliedern der Sozialdemokratischen Parteien und anderer Sozialisten und Gewerkschafter in Anspruch, wobei besonders die Mitglieder der Internationalen Transportarbeiter-Gewerkschaft hervorragende Dienste leisteten. Ich fand &uuml;berzeugte M&auml;nner und Frauen, die bereit waren, ihr Leben f&uuml;r die Wiederherstellung der Freiheit in Europa aufs Spiel zu setzen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>So pflegte der OSS Kontakte zu f&uuml;hrenden SPD-Mitgliedern, etwa zu Wilhelm Hoegner, der in der Schweiz Exil bekommen hatte: &bdquo;Immer wieder konnte er mir helfen, in der Schweiz mit Mitgliedern der deutschen Linken F&uuml;hlung zu nehmen.&ldquo; Nach dem Krieg wurde Hoegner in dem von den USA besetzten Bayern der erste Ministerpr&auml;sident.<\/p><p>So wusste Dulles auch &uuml;ber die illegalen Aktivit&auml;ten von Kommunisten Bescheid: &bdquo;Ein kommunistisches Zentralkomitee leitet die kommunistische T&auml;tigkeit in Deutschland &hellip; (und) steht in Verbindung mit dem &lsquo;Nationalkomitee Freies Deutschland&rsquo; in Moskau und wird von der russischen Regierung unterst&uuml;tzt.&ldquo;[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Ebenso wusste der OSS &uuml;ber die &bdquo;Rote Kapelle&ldquo; Bescheid, in der Ministerialbeamte, Kommunisten und auch eine Amerikanerin heimlich Meldungen an die Sowjetunion funkten, bevor sie aufflogen und hingerichtet wurden, auch die Amerikanerin (dagegen protestierte die US-Regierung nicht).[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p>Der OSS kannte auch die illegalen und gef&auml;hrlichen Aktionen von Kommunisten: Propagandamaterial in Briefk&auml;sten stecken, Sabotage in Schiffswerften, Aktionen zur Langsamarbeit, Organisierung von Fremdarbeitern. Die Informanten des OSS berichteten &uuml;ber lokale B&uuml;ndnisse von Kommunisten und Sozialdemokraten. Der US-Geheimdienst registrierte die &bdquo;Zerw&uuml;rfnisse und Spaltungen&ldquo; innerhalb der Linken und &uuml;ber Neuformationen, etwa die Gruppe &bdquo;Neu Beginnen&ldquo; und &uuml;ber den Internationalen Sozialistischen Kampfbund (ISK).<\/p><p>Der OSS unterhielt Kontakte in den &bdquo;Kreisauer Kreis&ldquo;, in dem die radikaleren Offiziere wie Adam von Trott zu Solz und Claus Schenk von Stauffenberg sich auch mit Sozialdemokraten wie Adolf Reichwein, Carlo Mierendorff und dem Gewerkschaftsf&uuml;hrer Wilhelm Leuschner sowie dem katholischen Gewerkschafter Jakob Kaiser trafen.<\/p><p><strong>Nur absch&ouml;pfen, nicht unterst&uuml;tzen<\/strong><\/p><p>&bdquo;Von Schweden wie auch der Schweiz, Spanien, der T&uuml;rkei und dem Vatikan mussten die Verschw&ouml;rer erfahren, dass sie auf keinerlei Versprechungen der Alliierten rechnen konnten&ldquo;, fasst Dulles zusammen. Mit den &bdquo;Alliierten&ldquo; meinte er die westlichen, denn zur Sowjetunion nahmen die Verschw&ouml;rer des 20. Juli keine Kontakte auf.<\/p><p>Auch die direkten Informanten, die wie Gisevius zwischen der Schweiz und Deutschland hin und her pendelten, teilten den Verschw&ouml;rern die Position des OSS und von Roosevelt und Churchill immer wieder mit: Es gibt keinerlei Unterst&uuml;tzung!<\/p><p>Gisevius berichtete Dulles im Januar 1943: Die Verschw&ouml;rer sind tief entt&auml;uscht, dass die Westm&auml;chte keine Unterst&uuml;tzung geben. Der Geheimdienstchef beendete deshalb aber keineswegs die Aktivit&auml;t seiner Informanten, im Gegenteil: Er wollte gerade deshalb genau wissen, wie die Vorbereitungen des Attentats vorangingen. Denn der Widerstand drohte sich nach links zu radikalisieren.<\/p><p>Die Informanten berichteten an Dulles 1944: Der Sozialist Leuschner mache &bdquo;in der Verschw&ouml;rung zunehmend mehr Einfluss geltend&ldquo;. &bdquo;Der brillante Sozialist Dr. Julius Leber&ldquo; versuche &bdquo;im letzten Moment, die Kommunisten kurz vor dem 20. Juli in die Verschw&ouml;rung mit einzubeziehen&ldquo;. Der Kreis um Stauffenberg war einverstanden, dass nach dem gegl&uuml;ckten Attentat &bdquo;Leuschner, Leber und Haubach alle Kabinettsposten&ldquo; in der neuen Regierung erhalten sollten, so Dulles. Das barg die &bdquo;Gefahr&ldquo;: Die US-Milit&auml;rs waren gerade erst in Frankreich, die Rote Armee drang immer schneller vor, die Sowjetunion bot Friedensverhandlungen an.<\/p><p><strong>Das Attentat verz&ouml;gern!<\/strong><\/p><p>Dulles war &uuml;ber den Informanten Jakob Wallenberg informiert: Die Putschpl&auml;ne des Goerdeler-Kreises waren f&uuml;r September 1943 fertig. Die personelle Besetzung der &bdquo;Zwischenregierung&ldquo; sei gekl&auml;rt, General Beck als Staatschef, mit Milit&auml;rs, Ministern, Vertretern von Gewerkschaften und Gemeinden; anschlie&szlig;end w&uuml;rden Wahlen abgehalten, bei denen wahrscheinlich die Sozialdemokraten gewinnen w&uuml;rden.<\/p><p>Die Verschw&ouml;rer kamen aber nicht voran, weil sie immer noch gutgl&auml;ubig auf die US- und die britische Regierung hofften. Die aber blockierten absolut. Aber auch andere bremsten, wie die Wallenbergs, berichtet Dulles: An Weihnachten 1942 trafen sich die &bdquo;alten Sozialdemokraten&ldquo; Carlo Mierendorff, Theodor Haubach und Emil Hank, Mitglieder des Kreisauer Kreises. Wenn Hitler jetzt beseitigt w&uuml;rde, entst&uuml;nde &bdquo;ein politisches Vakuum &hellip; Die amerikanischen und britischen Streitkr&auml;fte waren weit weg &hellip; Das Verschwinden von Hitler w&uuml;rde Deutschland nur zu leicht dem Kommunismus ausliefern.&ldquo; Deshalb das Motto der SPD-Leute: &bdquo;Hitlers Ermordung solange hinausschieben, bis sich die amerikanischen und britischen Heere auf dem Kontinent festgesetzt h&auml;tten.&ldquo;<\/p><p>Dulles erfuhr weiter von seinen Informanten: Die USA und England machen sich in der deutschen Bev&ouml;lkerung durch die Bombardierungen der St&auml;dte &ndash; 1943 auf Hamburg auch zum ersten Mal mit Phosphor-Bomben &ndash; unbeliebt! Es entwickele sich ein &bdquo;wachsender Skeptizismus in Deutschland gegen&uuml;ber dem, was denn noch vom Westen zu erhoffen w&auml;re &hellip; Es machte gro&szlig;en Eindruck auf die Massen, dass dieses Bombardieren nur vom Westen her kam.&ldquo;<\/p><p><strong>Die Gefahr des vorzeitigen Friedens!<\/strong><\/p><p>Dulles erkannte und meldete nach Washington: Der Einfluss des Nationalkomitees Freies Deutschland (NKFD), das mit Moskau zusammenarbeitet, w&auml;chst und wird durch die &bdquo;Millionen russischer Kriegsgefangener in Deutschland wesentlich verst&auml;rkt &hellip; Das Abgleiten zur extremen Linken hat verbl&uuml;ffende Ausma&szlig;e angenommen und w&auml;chst st&auml;ndig an Bedeutung &hellip; Die feindliche Stimmung, die bei den Arbeitern und in den B&uuml;rgerkreisen entstanden war, schw&auml;chte den Einfluss der nach Westen orientierten Verschw&ouml;rer und gab denen, die ihre einzige Hoffnung auf die Sowjets setzten, Oberwasser.&ldquo;<\/p><p>Der US-Geheimdienstchef informierte seine Regierung: Viele Verschw&ouml;rer glauben inzwischen, dass &bdquo;Russland&ldquo; besser ist f&uuml;r die Nachkriegsentwicklung in Deutschland: Russland l&auml;sst Deutschland &bdquo;sich weiterentwickeln, in st&auml;rkerem Ma&szlig;e als England und Frankreich, die in Deutschland ja einen Mitbewerber auf dem Weltmarkt sahen.&ldquo;<\/p><p>Dulles analysierte zutreffend: &bdquo;Von Russland kommen dauernd konstruktive Ideen und Pl&auml;ne f&uuml;r den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Kriege &hellip; Im Vergleich dazu haben die demokratischen L&auml;nder der Zukunft von Zentraleuropa nichts zu bieten.&ldquo;<\/p><p><strong>Churchill: &bdquo;Nur ein Kampf der Hunde untereinander&ldquo;<\/strong><\/p><p>So wurde der Widerstand von Kriegsbeginn an geschw&auml;cht. Das Attentat wurde immer weiter verz&ouml;gert: Es wurde dann zum letztm&ouml;glichen Zeitpunkt ausgef&uuml;hrt und missgl&uuml;ckte schlie&szlig;lich.<\/p><p>Radio Moskau schilderte ausf&uuml;hrlich das Attentat, lobte die Attent&auml;ter, lie&szlig; General Walther von Seydlitz zu Wort kommen. Der hatte den Bund Deutscher Offiziere (BDO) gegr&uuml;ndet und schloss sich sp&auml;ter dem NKFD an.<\/p><p>Im Westen wurde das Attentat als bedeutungslos heruntergespielt. Churchill kommentierte im Sinne der westlichen Strategie: &bdquo;Nur ein Kampf der Hunde untereinander&ldquo;.<\/p><p>Dulles lobte nachtr&auml;glich in seinem Buch die mutigen Widerst&auml;ndler als Vorbilder, aber er hatte sie lediglich informatorisch abgesch&ouml;pft, sie wurden mitleidlos geopfert. Ebenso wurden im weiteren Verlauf des totalen westlichen Krieges die ungleich zahlreicheren Kriegsopfer auf ziviler und milit&auml;rischer Seite hingenommen: Unconditional surrender!<\/p><p><strong>Fortsetzung nach dem Krieg<\/strong><\/p><p>&Uuml;brigens: Die Kontakte und Kenntnisse, die Dulles als Chef des US-Geheimdienstes OSS w&auml;hrend des Krieges in allen besetzten Staaten erwarb, setzte er als Chef des OSS-Nachfolgedienstes CIA nach dem Krieg weiter ein &ndash; weiter gegen die substanziellen Nazi-Gegner, weiter gegen &bdquo;Russland&ldquo;, weiter f&uuml;r die US-Dominanz im Nachkriegs-Europa.<\/p><p>Sozialdemokraten, die sich der CIA-Linie non-comunist left policy (Links sein, aber die Sowjetunion als Feind behandeln) anpassten, wurden gef&ouml;rdert.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Diejenigen, die nicht einmal &bdquo;konservativen&ldquo; Widerstand geleistet hatten wie Konrad Adenauer, Jean Monnet und Maurice Schuman, wurden die Gr&uuml;nderv&auml;ter der EU.<\/p><p>Wer das missgl&uuml;ckte Attentat vom 20. Juli 1944 so als Vorbild feiert &ndash; und sich zudem auch noch die Beleidigung der Attent&auml;ter durch Churchill kommentarlos gefallen l&auml;sst &ndash; wie die diskreditierte herrschende Klasse in Deutschland, scheint bereit zu sein, vergleichbare Opfer auch heute hinzunehmen. Man ist ja schon mittendrin.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Vgl. Franz Neumann: Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus. Zuerst New York 1942, 1944 erweiterte Fassung. Neumann schilderte den Terrorapparat, ohne auf die fr&uuml;he F&ouml;rderung Hitlers durch die gro&szlig;en Kapitalisten wie Ford und Krupp einzugehen. Neumann war auch Berater der Anklage beim N&uuml;rnberger Milit&auml;rtribunal.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Paul Sparrow: The Casablanca Conference &ndash; Unconditional Surrender, <a href=\"https:\/\/fdr.blogs.archives.gov\">fdr.blogs.archives.gov<\/a>, 10.1.2017<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Ingolf Gritschneder \/ Werner R&uuml;gemer: Hehler f&uuml;r Hitler. Die geheimen Gesch&auml;fte der Firma Otto Wolff, WDR &bdquo;die story&ldquo;\/ARD 2001<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Adam LeBor: The Tower of Basel, New York 2013<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Raoul Wallenberg wurde von der schwedischen Regierung als Sondergesandter zur Judenrettung nach Budapest geschickt, gegen die Vorbehalte der OSS-Residentur in Stockholm: Die hatte Bedenken angemeldet wegen der engen Beziehungen der Wallenberg-Familie zu Hitler-Deutschland (Wikipedia &uuml;ber Rauol Wallenberg).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Das Nationalkomitee Freies Deutschland war nach der Niederlage von Stalingrad von Offizieren der Wehrmacht gegr&uuml;ndet worden. Am 12.\/13. Juli 1943 tagte es, eine Woche vor dem Attentat gegen Hitler, bei Moskau, mit Teilnahme von Gewerkschaftern, Schriftstellern, Soldaten und Politikern aller politischen Richtungen.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Mildred Fish-Harnack: &bdquo;Ich habe Deutschland so geliebt&ldquo;, in: Werner R&uuml;gemer: Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet, K&ouml;ln 2017, S. 187ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Hindernisse der Opposition im westlichen Kapitalismus. Wie US-Geheimdienste die antifaschistische Opposition im Europa des 2. Weltkriegs und danach infiltrierten, schw&auml;chten oder zerst&ouml;rten, in: Klaus-J&uuml;rgen Bruder u.a. (Hg.): Paralyse der Kritik &ndash; Gesellschaft ohne Opposition? Gie&szlig;en 2019, S. 87 &ndash; 100<\/p>\n<\/div><p>Titelbild: Edward Haylan \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong> lie&szlig; sich von den Feiern zum 20. Juli 1944 dazu animieren, etwas genauer zu recherchieren, wer beim Widerstand insgesamt noch im Spiel war: der US-Geheimdienst OSS und Allen Dulles. Seinen f&uuml;r die NachDenkSeiten geschriebenen Text schickte er mit dieser Anmerkung: &bdquo;ich fand es wieder interessant, wie aufschluss- und ertragreich solche historischen untersuchungen sind<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53733\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":53740,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,212,171],"tags":[1997,901,416,338,2147,1556,966,2690],"class_list":["post-53733","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-gedenktagejahrestage","category-militaereinsaetzekriege","tag-dulles-allen","tag-geheimdienste","tag-nationalsozialismus","tag-schweiz","tag-sowjetunion","tag-usa","tag-weltkrieg","tag-widerstandsbewegung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/shutterstock_1268785603.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53733","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=53733"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53733\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53768,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53733\/revisions\/53768"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/53740"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=53733"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=53733"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=53733"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}