{"id":53750,"date":"2019-07-28T09:00:40","date_gmt":"2019-07-28T07:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53750"},"modified":"2019-07-26T13:39:50","modified_gmt":"2019-07-26T11:39:50","slug":"hinweise-der-woche-120","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53750","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53750#h01\">Ein Appell aus Israel an meine deutschen Freunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53750#h02\">Boris Johnson: the clown is crowned as the country burns in hell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53750#h03\">Was jetzt noch gegen die drohende Rezession hilft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53750#h04\">Poker am Persischen Golf: Es geht um die Herrschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53750#h05\">Deutsche Bank macht 3,1 Milliarden Euro Verlust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53750#h06\">Pflegekr&auml;fte: Die meisten Heime sind chronisch unterbesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53750#h07\">Die Causa Julian Assange: Ist die westliche Wertegemeinschaft von allen guten Geistern verlassen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53750#h08\">Deutschlands neue alte Eliteunis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53750#h09\">Weil Facebook keine Gerichtskosten erstattet: Anwalt Steinh&ouml;fel l&auml;sst Konten von CDU und SPD pf&auml;nden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53750#h10\">Doppelstandards: Journalismusforscher sieht Defizite in der Iran-Berichterstattung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein Appell aus Israel an meine deutschen Freunde<\/strong><br>\nUnd es gef&auml;hrdet die Werte der Demokratie, sagt Amos Goldberg im Gastbeitrag.<br>\nOft habe ich wohlmeinende deutsche Freunde sagen h&ouml;ren, dass sie meine Kritik an der Politik der israelischen Regierung gegen&uuml;ber den Pal&auml;stinensern verstehen. Manchmal gaben sie sogar zu, sie zu unterst&uuml;tzen. Laut sagen wollten sie das aber nicht. Ihr eigenes Z&ouml;gern bei der &Auml;u&szlig;erung von Kritik ist mir verst&auml;ndlich. Die Last der Geschichte kann nicht abgewaschen werden.<br>\nEs gibt jedoch Zeiten, in denen der Preis f&uuml;r ein solches Verhalten zu hoch und seine Aufrechterhaltung gef&auml;hrlich wird, in denen das Versagen, zwischen Antisemitismus und legitimer Kritik zu unterscheiden, zu moralischer und intellektueller Bequemlichkeit, ja Faulheit wird. Wir erleben jetzt solche Zeiten.<br>\nBenjamin Netanjahu hat die v&ouml;lkerrechtswidrige Annexion gro&szlig;er Teile der Westbank angek&uuml;ndigt. Israels Verkehrsminister Bezalel Smotrich hat angedeutet, dass Apartheid die L&ouml;sung des Konflikts mit den Pal&auml;stinensern sein sollte. Bildungsminister Rafi Perez &auml;u&szlig;erte sich &auml;hnlich.<br>\nEs sind aber nicht nur Juden und Pal&auml;stinenser im Nahen Osten, die den Preis f&uuml;r Passivit&auml;t zahlen. Die Deutschen bezahlen auch selbst. Mit Hunderten von j&uuml;dischen und israelischen Gelehrten beobachte ich, wie das politische System in Deutschland rapide die freie Rede erodiert, wenn es um Israel und Pal&auml;stina geht, und wie der &ouml;ffentliche Diskurs in Diffamierung und Rufmord abgleitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/appell-meine-deutschen-freunde-12851166.html\">FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> ein sehr wichtiger Appell. Dabei geht es nicht zu allererst um Israel und Pal&auml;stina, sondern um uns, um den verr&uuml;ckten Zustand der deutschen Politik.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Boris Johnson: the clown is crowned as the country burns in hell<\/strong><br>\nWell, here we are then. Someone who could easily be rejected as a Guess Who character for looking too ridiculous is now to lead the country. A man whose DNA profile is the exact same as a Bernard Manning joke. A man who mentioned the 20 hustings he had taken part in, approximately 30 seconds after Conservative party chairman Brandon Lewis talked of the 16 hustings held.<br>\nWith 8,000 members of the Johnson family watching on &ndash; and Jeremy Hunt, looking for all the world like a sub who&rsquo;s never gonna get off the bench and knows it &ndash; Boris Johnson was announced as the new leader of the Conservative party, and, in short order, the new prime minister. Elected by a staggering 0.2% of the nation, we can&rsquo;t say it isn&rsquo;t the will of the people. (&hellip;)<br>\nI don&rsquo;t really know what to say myself. I don&rsquo;t understand how a man can lie his way about bananas and condoms to high office. I don&rsquo;t understand how a man whose entire prep for anything seems to consist of drawing a cock and balls &ndash; but in Latin! &ndash; on a sheet of paper, ends up in high office.<br>\nI don&rsquo;t understand how a man can be recorded offering to facilitate the assault of a journalist and reach high office. I don&rsquo;t understand how a man can be fired twice for cavalierly making stuff up and reach high office. I don&rsquo;t understand how a man whose entire personality is a job-lot sold off from a closing down joke shop can reach high office. A racist, an inveterate liar, a man who makes Machiavelli look misunderstood and Pinocchio button-nosed.<br>\nIt&rsquo;s 33C outside in London. You can&rsquo;t tell whether people are crying or sweating. We can&rsquo;t do anything until we get a say &ndash; which, this time, we did not. So we beat on, against the sun, borne back ceaselessly into hell.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2019\/jul\/23\/boris-johnson-clown-crowned-country-london-dude?CMP=fb_gu&amp;utm_medium=Social&amp;utm_source=Facebook&amp;fbclid=IwAR2AziZw0ncdhwy710nfJEKiGsC4Ye6yxKCFwAeEb4IabFlDAQLe9pw5B6M#Echobox=1563891410\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehen wir es positiv. Ein englischer Freund von mir sagte k&uuml;rzlich, Boris Johnson sei die einzige Garantie daf&uuml;r, dass Jeremy Corbyn die n&auml;chsten Wahlen mit einem satten Vorsprung gewinnt. Dem ist wohl erst einmal nichts hinzuzuf&uuml;gen und es ist von Tag zu Tag unwahrscheinlicher, dass die Tories mit ihrem Juniorpartner DUP die volle Legislaturperiode durchhalten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Was jetzt noch gegen die drohende Rezession hilft<\/strong><br>\nWirtschaftsdaten zeigen: Es gibt kaum mehr einen Zweifel daran, dass sich die Konjunktur im Abschwung befindet. Mehr noch: Es droht eine Rezession. Doch noch gibt es Instrumente dagegen.<br>\nDer Ifo-Gesch&auml;ftsklimaindex ist im Juli deutlich gesunken &ndash; auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren. Damit ist das wichtigste Barometer f&uuml;r Lage und Erwartungen deutscher Unternehmen in den vergangenen elf Monaten zehnmal gefallen. Dienstleistungsgewerbe und Bau halten sich zwar noch gut, aber auch dort tr&uuml;ben sich die Erwartungen ein.<br>\nIn der Industrie wird das Bild dagegen immer desolater, nicht nur laut Umfragen, sondern auch bei den harten Daten wie Auftragseingang und Produktion. Weil das verarbeitende Gewerbe einen gro&szlig;en Teil seiner Nachfrage im Ausland findet, macht sich hier die weltweite Konjunkturabschw&auml;chung zuerst und besonders stark bemerkbar. Die Datenlage l&auml;sst kaum noch ernsthafte Zweifel zu, dass sich die Konjunktur im Abschwung befindet. Was droht, ist nicht nur eine Delle, wie eine solche Situation gerne sch&ouml;nf&auml;rberisch genannt wird. Es droht eine Rezession.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/analyse-zum-ifo-index-was-jetzt-noch-gegen-die-drohende-rezession-hilft\/24698958.html\">Norbert H&auml;ring im Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Poker am Persischen Golf: Es geht um die Herrschaft<\/strong><br>\nAmerika und Europa k&ouml;nnen die Golfregion aus eigenem Interesse nicht anderen Akteuren &uuml;berlassen &ndash; weder einer anderen externen Macht, etwa Russland, noch weniger der Islamischen Republik Iran, denn eine Pax Iranica w&uuml;rde die heutige Ordnung einer Region gef&auml;hrden, in der die H&auml;lfte der bekannten &Ouml;lvorkommen liegen. Der Kampfbegriff vom &bdquo;Krieg um &Ouml;l&ldquo; f&uuml;hrt aber in die Irre. [&hellip;]<br>\nIn dieser Ordnung ist Iran ein St&ouml;renfried. Denn die Islamische Republik baut ihren Einfluss im Nahen und Mittleren Osten auf Kosten der mit dem Westen verb&uuml;ndeten Staaten aus, und ihr Atomprogramm k&ouml;nnte die Machtverh&auml;ltnisse am Persischen Golf nachhaltig ver&auml;ndern. Noch verhalten sich in der aktuellen Krise alle Akteure rational, sie testen lediglich mit kleinen Schritten und Provokationen das Vorgehen des Gegners. Iran muss aber wissen: Stellt es die Interessen des Westens in der Golfregion in Frage, schadet es nur sich selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/persischer-golf-poker-zwischen-usa-iran-und-russland-16284401.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Was f&uuml;r eine Offenheit. Es geht um die Interessen des Westens, hinter denen andere Dinge, wie die Einhaltung des V&ouml;lkerrechts zum Beispiel, zur&uuml;cktreten m&uuml;ssen. Aber das ist noch nicht einmal das Schlimmste, was an diesem Artikel st&ouml;rt. Das Weglassen wichtiger Fakten ist noch schlimmer. So wird beschrieben, dass Saudi-Arabien und der Westen seit langem einen &Ouml;l- und Waffen-Deal haben, der aus Sicht des Autors f&uuml;r ein gewisses (fast nat&uuml;rliches) Machtgef&uuml;ge in der Region und damit wohl f&uuml;r Stabilit&auml;t sorgt. Iran hingegen sei blo&szlig; ein St&ouml;renfried und sollte sich aus Eigeninteresse lieber heraushalten. Doch war da nicht mal was mit Iran? Ein Staatsstreich gegen einen demokratisch gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten im Jahr 1953? Dann die Installation einer Marionette, die vom Westen hofiert, hochger&uuml;stet und schlie&szlig;lich 1979 durch die islamische Revolution wieder hinweggefegt wurde? Dieser &bdquo;S&uuml;ndenfall&ldquo; westlicher Regime-Change-Politik, wie es der Autor Michael L&uuml;ders in seinem Buch &bdquo;Wer den Wind s&auml;t&ldquo; nennt, wird vollkommen ausgeblendet und doch wirkt dieser Putsch bis heute nach. Eine Kenntnis dieser historischen Fakten ist wichtig, um &uuml;berhaupt zu verstehen, was in der Region vor sich geht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsche Bank macht 3,1 Milliarden Euro Verlust<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank ist im zweiten Quartal tief in die Verlustzone gerutscht. Grund ist nach Angaben des Konzerns der Umbau des Geldhauses.<br>\nDas Minus war abzusehen, f&auml;llt aber deutlich st&auml;rker aus als erwartet: Der Konzernverlust belief sich im zweiten Quartal auf 3,15 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 401 Millionen ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern mitteilte. Grund ist der Radikalumbau mit der Streichung von 18.000 Stellen.<br>\nBei Bekanntgabe der Pl&auml;ne Anfang Juli hatte die Bank noch ein Minus von 2,8 Milliarden Euro angek&uuml;ndigt. Allerdings verbuchte das Institut mit 3,4 Milliarden Euro nun einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil der Umbaukosten bereits im zweiten Quartal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-3-1-milliarden-euro-verlust-im-zweiten-quartal-a-1278698.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> So langsam wird es wirklich brandgef&auml;hrlich. Nach den Vorgaben der EZB muss die EZB eine Tier 1-Kapitalquote von 13,32 Prozent und eine Gesamtkapitalquote von 15,32 Prozent vorhalten. <a href=\"https:\/\/www.db.com\/newsroom_news\/2018\/deutsche-bank-veroeffentlicht-srep-anforderungen-2019-de-11808.htm\">Zum Jahreswechsel hatte die Deutsche Bank<\/a> 15,72 Prozent (Tier 1) bzw. 17,49 Prozent (Gesamt). Da Verluste stets dem Eigenkapital zugeordnet werden, d&uuml;rfte der Eigenkapitalpuffer der Deutschen Bank damit so langsam aufgezehrt sein. Wenn die Bank nicht bald wieder Gewinne macht, k&ouml;nnte schon bald der Ruf nach dem Steuerzahler (oder der EZB) n&ouml;tig werden. Zur Erinnerung: <a href=\"http:\/\/www.crml.ch\/\">Die Deutsche Bank gilt<\/a> hinter der BNP Paribas mit einem &bdquo;systemischen Risiko&ldquo; iHv 66,3 Mrd. Euro als die zweitgef&auml;hrlichste Bank der Welt und weist zur Zeit einen &bdquo;Hebel&ldquo; (Verh&auml;ltnis Bilanzsumme zu Eigenkapital) von 97 auf. Das ist Krisenniveau.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Pflegekr&auml;fte: Die meisten Heime sind chronisch unterbesetzt<\/strong><br>\nFehlende Fachkr&auml;fte und Kostenkampf der Heime &ndash; trotz vieler Versprechen der Politik in den letzten Jahren ist die Situation in der Pflege nach wie vor kritisch. Und bevor politische Ma&szlig;nahmen greifen, m&uuml;ssen kurzfristig Pflegerinnen und Pfleger aus dem Ausland her.<br>\n(&hellip;) Doch nicht nur die Arbeitnehmer, auch die Arbeitgeber m&uuml;ssen sich organisieren, damit bessere L&ouml;hne ausgehandelt werden k&ouml;nnen. Und dazu ist der Wille bei den Heimbetreibern durchaus unterschiedlich ausgepr&auml;gt. Zusammen mit drei anderen gemeinn&uuml;tzigen Tr&auml;gern in Brandenburg hatte sich der ASB in Senftenberg in einem Arbeitgeberverband, der Parit&auml;tischen Tarifgemeinschaft zusammengeschlossen.<br>\nAb M&auml;rz 2017 konnte die Gewerkschaft dann dank des Engagements der Betriebsr&auml;te mit diesem Verband &uuml;ber einen Fl&auml;chentarifvertrag f&uuml;r die Sozialwirtschaft verhandeln &ndash; nicht nur die Altenpflege, sondern auch die Krankenpflege, ambulante Pflege, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe und Behindertenwerkst&auml;tten. Ralf Franke von Verdi in Cottbus hat den Fl&auml;chentarifvertrag ausgehandelt.<br>\n&bdquo;Der Fl&auml;chentarifvertrag ist insoweit besser, weil Arbeitgeber, die einen Tarifvertrag anwenden wollen, m&uuml;ssen nur noch Mitglied des Arbeitgeberverbandes werden und haben den dann sofort. Sie m&uuml;ssen selbst keine schwierigen, langwierigen, zeitaufwendigen Haustarifvertragsverhandlungen f&uuml;hren. Und sie k&ouml;nnen gegen&uuml;ber dem Kostentr&auml;ger, der AOK, einen Tarifvertrag vorweisen, der auch bei anderen Anwendung findet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/pflegekraefte-die-meisten-heime-sind-chronisch-unterbesetzt.724.de.html?dram:article_id=454567\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Causa Julian Assange: Ist die westliche Wertegemeinschaft von allen guten Geistern verlassen?<\/strong><br>\nDer Fall Assange ist ein Kristallisationspunkt f&uuml;r die Dekadenz der Demokratie: Entweder hat der B&uuml;rger Entscheidungsmacht auf Basis transparenter Informationen, oder er ist Untertan.<br>\n1971 ver&ouml;ffentlichten die &laquo;New York Times&raquo; und die &laquo;Washington Post&raquo; Geheimdokumente der US-Regierung &uuml;ber den Vietnamkrieg. Der brisante Inhalt: Die Regierung rechnete nicht mit einem Sieg in Vietnam, war aber bereit, weiter amerikanische B&uuml;rger zu verheizen. Die Ver&ouml;ffentlichung der &laquo;Pentagon Papers&raquo; half den Krieg zu beenden, auf die Journalisten regnete es Pulitzerpreise, und insgesamt war es ein Sieg der Wahrheit &uuml;ber die offizielle Propaganda.<br>\nDerartige Sternstunden sind heute selten geworden. Gut, wir erfuhren, dass der US-Geheimdienst eigene B&uuml;rger und befreundete Staats- und Regierungschefs abh&ouml;rte, von &laquo;wei&szlig;er Folter&raquo;, Guant&aacute;namo und von zahlreichen Kriegsverbrechen, wie im Fall von US-Soldaten, die von Helikoptern aus irakische Zivilisten und zwei Reuters-Journalisten erschossen, als w&auml;re es Counter-Strike &ndash; gem&auml;&szlig; den USA eine regul&auml;re Anti-Terror-Aktion. Doch das meiste davon erfuhr man nicht zuerst aus Qualit&auml;tsmedien, sondern von Wikileaks. Und f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung vieler als geheim klassifizierter Dokumente &uuml;ber Verbrechen der M&auml;chtigen droht Julian Assange jetzt in den USA eine Haftstrafe von 175 Jahren. Erstmals k&ouml;nnte ein Publizist dort wegen Spionage verurteilt werden.<br>\nIm Kern geht es im Fall Assange um die Existenz der westlichen Demokratie&hellip;<br>\n(&hellip;) Der Fall Assange bringt die Krise der westlichen Wertegemeinschaft nicht nur ans Licht, sondern stellt die Frage, ob es diese Wertegemeinschaft &uuml;berhaupt noch gibt. Wo bleibt der Aufschrei? Vermutlich meinte Dante uns, als er schrieb: &laquo;Der hei&szlig;este Platz der H&ouml;lle ist f&uuml;r jene bestimmt, die in Zeiten der Krise neutral bleiben.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/kolumnen\/die-causa-julian-assange-ist-die-westliche-wertegemeinschaft-von-allen-guten-geistern-verlassen-ld.1497486\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschlands neue alte Eliteunis<\/strong><br>\nElf Unistandorte stellen f&uuml;r die n&auml;chsten sieben Jahre die erste Liga der Hochschullandschaft. Beim Wettbewerb um Ruhm und F&ouml;rdermillionen r&auml;umten die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen ab. Der gro&szlig;e Rest geht leer aus und muss zusehen, wie sich das akademische Zwei-Klassen-System weiter verfestigt. Verlierer sind vor allem Lernende und Lehrende. [&hellip;]<br>\nSeit 2005 flossen mit der &bdquo;Exzellenzinitiative&ldquo; fast 45 Milliarden Euro in die &bdquo;F&ouml;rderung von Spitzenforschung&ldquo;, w&auml;hrend die Grundmittel der Hochschulen im Verh&auml;ltnis zu den Studierendenzahlen im gleichen Zeitraum fl&auml;chendeckend zur&uuml;ckgingen. So soll und wird es weitergehen. F&uuml;r die kommenden zehn Jahre hat die Politik zus&auml;tzlich 5,3 Milliarden Euro f&uuml;r das Programm ausgelobt &ndash; vorerst und mindestens. Dabei geht der Gewinn der Siegerunis weit &uuml;ber diese Summe hinaus. Mischt eine Uni erst einmal bei der &bdquo;Elite&ldquo; mit, verhei&szlig;t das mehr Aufmerksamkeit in der &Ouml;ffentlichkeit und der Wissenschaftsszene, wird sie bei den einschl&auml;gigen Rankings h&ouml;her gehandelt, erh&auml;lt sie mehr staatliche und Drittmittel aus der freien Wirtschaft. [&hellip;]<br>\nImmerhin macht sich unter Studierenden zunehmend Unmut breit. Schon am Vortag der gro&szlig;en Siegershow meldeten sich Studierendenvertreter von zehn der insgesamt 22 Titelanw&auml;rter in einer Protestnote zu Wort. Einige wenige Standorte erhielten massive finanzielle Unterst&uuml;tzung, w&auml;hrend viele leer ausgingen, wird darin moniert. Hierdurch entstehe ein &bdquo;Zwei-Klassen-System&ldquo;, das &bdquo;keiner Universit&auml;t, keinem Studierenden und keinem Lehrenden auf lange Sicht n&uuml;tzt&ldquo;. Und abschlie&szlig;end: &bdquo;Es ist Zeit, diesem sinnlosen Wettbewerb f&uuml;r die Zukunft ein Ende zu setzen.&ldquo; Zur &bdquo;Elite&ldquo; zu geh&ouml;ren, ist offenbar nicht jedermanns Sache.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-2269-eliteunis-2019.php\">studis online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Weil Facebook keine Gerichtskosten erstattet: Anwalt Steinh&ouml;fel l&auml;sst Konten von CDU und SPD pf&auml;nden<\/strong><br>\nDer Anwalt Joachim Steinh&ouml;fel engagiert sich seit langem gegen L&ouml;sch-Ma&szlig;nahmen von Facebook. Jetzt l&auml;sst er die Konten von CDU und SPD pf&auml;nden, weil Facebook in zwei F&auml;llen Gerichtskosten nicht erstattet hat. M&ouml;glich ist das, weil beide Parteien massiv Werbung bei Facebook schalten und Facebook damit Forderungen gegen die Parteien hat. [&hellip;]<br>\nSteinh&ouml;fel zu MEEDIA: &ldquo;Die Koalitionsparteien sind genau die richtigen Adressaten f&uuml;r die Kontopf&auml;ndung. Denn sie sind aufgrund des NetzDGs f&uuml;r die erratischen Eingriffe von Facebook in die Meinungsfreiheit mitverantwortlich. In einer dritten Sache verabreichen wir heute auch noch der CSU noch ein wenig von dieser Medizin.&rdquo;<br>\nDer Pf&auml;ndung- und &Uuml;berweisungsbeschlu&szlig; bewirkt die Beschlagnahme der Forderung auf den Konten der Koalitionsparteien. Rechtlich m&ouml;glich ist das, weil die Parteien massiv bei Facebook werben. Anstatt an Facebook f&uuml;r die geschaltete Werbung zu zahlen, sind die offenen Forderungen jetzt an Steinh&ouml;fel, bzw. seinen Mandanten zu leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2019\/07\/22\/weil-facebook-keine-gerichtskosten-erstattet-anwalt-steinhoefel-laesst-konten-von-cdu-und-spd-pfaenden\/?fbclid=IwAR1nHz_NG8K6gmlCZhCPNBbvzEvaMXUfBvwAsn0An19Jq1g7kVGU6z-89vQ\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wie sagen die Gro&szlig;koalition&auml;re so richtig? Das Netz ist kein rechtsfreier Raum. Und das gilt auch f&uuml;r Facebook. Dass nun ausgerechnet die Gro&szlig;koalition&auml;re f&uuml;r Facebook in Haftung genommen werden, entbehrt nat&uuml;rlich nicht einer gewissen Komik. Ob Facebook nun versucht, sich das Geld bei SPD und CDU zur&uuml;ckzuholen? Unwahrscheinlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Doppelstandards: Journalismusforscher sieht Defizite in der Iran-Berichterstattung<\/strong><br>\nDrohnenabsch&uuml;sse, obskure Videos von angeblichen Sabotageakten, Tanker-Beschlagnahmungen, wechselseitige Drohungen: Angeblich will keiner einen Krieg am Persischen Golf, aber niemand scheint ihn aufzuhalten. Im Interview kritisiert Journalismusforscher Florian Zollmann die Iran-Berichterstattung. [&hellip;]<br>\nIch sehe, dass westliche Stimmen und Erkl&auml;rungsmuster in den Nachrichten der Leitmedien &uuml;berrepr&auml;sentiert sind. Das f&uuml;hrt dazu, dass die von der US-Regierung aufgebaute Drohkulisse auch in den Medien stark zur Geltung kommt. Und es gibt auch ideologische Annahmen in den Medien. So sprechen Leitmedien wie der &bdquo;Spiegel&ldquo; von einem &bdquo;USA-Iran-Konflikt&ldquo;. Das Wort Konflikt deutet auf Zweiseitigkeit hin. Dabei war sich die Staatengemeinschaft im Prinzip einig &uuml;ber die G&uuml;ltigkeit des 2015 abgeschlossenen Atomabkommen mit dem Iran. Nun hat die Trump-Regierung dieses Abkommen vor etwa einem Jahr einseitig aufgek&uuml;ndigt. Es entspr&auml;che also der Faktenlage, die Trump-Regierung als Aggressor zu bezeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lvz.de\/Nachrichten\/Kultur\/Kultur-Regional\/Doppelstandards-Journalismusforscher-sieht-Defizite-in-der-Iran-Berichterstattung\">Leipziger Volkszeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53750\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-53750","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53750","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=53750"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53750\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53753,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53750\/revisions\/53753"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=53750"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=53750"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=53750"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}