{"id":53792,"date":"2019-07-30T08:30:41","date_gmt":"2019-07-30T06:30:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792"},"modified":"2019-07-30T08:30:41","modified_gmt":"2019-07-30T06:30:41","slug":"hinweise-des-tages-3417","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h01\">Gr&uuml;nen-Politiker offen f&uuml;r Bundeswehreinsatz am Persischen Golf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h02\">Die L&uuml;ge, die infame L&uuml;ge und Bertelsmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h03\">Violence has spiked in Africa since the military founded Africom, Pentagon Study finds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h04\">Unterst&uuml;tzung hei&szlig;t Komplizenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h05\">Regierungssprecherin verurteilt &ldquo;unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Polizeieinsatz in Moskau&rdquo; und verdreht Fakten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h06\">How the West Got China&rsquo;s Social Credit System Wrong<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h07\">Blackrock, State Street &amp; Vanguard: Die neue Macht der drei Finanzgiganten.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h08\">Wohnen in Holzkisten &ndash; auf 2,64 Quadratmetern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h09\">Hartz IV bef&ouml;rdert Angst vor sozialem Abstieg und Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h10\">Wer sich nicht gro&szlig; um den Klimawandel schert, ist nicht unmoralisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h11\">&bdquo;Das Auto muss weg&ldquo; funktioniert auf dem Land nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h12\">Stuttgart 21 wird f&uuml;r die Bahn wohl zum Finanzdesaster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h13\">Einseitige Schuldzuweisung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h14\">Es waren selbstherrliche Entscheidungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h15\">Statt &ldquo;Sex &amp; Drugs &amp; Rock&rsquo;n&rsquo;Roll&rdquo; nun &ldquo;Private Equity &amp; Hedgefonds &amp; Brands&rsquo;n&rsquo;Sponsoring&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h16\">Sie sind Million&auml;re und leben in einer WG &ndash; um noch reicher zu werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h17\">Der Amri-Komplex: Anatomie eines Terroranschlages<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53792#h18\">Hong Kong reaches a protest point of no return<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gr&uuml;nen-Politiker offen f&uuml;r Bundeswehreinsatz am Persischen Golf<\/strong><br>\nEine Schutzmission der EU mit Bundeswehrbeteiligung k&ouml;nne zur &bdquo;Deeskalation beitragen&ldquo;, sagt der au&szlig;enpolitische Sprecher der Gr&uuml;nen. Wichtig seien jedoch eine &bdquo;besonnene Reaktion&ldquo; und die richtigen Rahmenbedingungen.<br>\nDer au&szlig;enpolitische Sprecher der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion, Omid Nouripour, h&auml;lt unter bestimmten Voraussetzungen eine Bundeswehrbeteiligung an einer Schutzmission f&uuml;r Schiffe im Persischen Golf f&uuml;r angebracht. Angesichts der Spannungen in der Region k&ouml;nne ein Einsatz der Bundeswehr zur &bdquo;Deeskalation beitragen&ldquo;, sagte Nouripour der &bdquo;Passauer Neuen Presse&ldquo;. Notwendig sei &bdquo;eine besonnene Reaktion auf die iranische Provokation&ldquo;, um eine iranisch-amerikanische &Uuml;berreaktion zu verhindern.<br>\nWichtig seien aber die Rahmenbedingungen, sagte Nouripour. &bdquo;Eine Beteiligung im Rahmen einer Koalition der Willigen lehnen wir ab.&ldquo; Das Bundesverfassungsgericht mache eindeutige Vorgaben f&uuml;r Auslandseins&auml;tze. Dazu geh&ouml;re ein Einsatz im Rahmen eines Systems kollektiver Sicherheit wie etwa der EU. &bdquo;Alles andere als eine EU-Mission w&uuml;rde die Situation weiter destabilisieren&ldquo;, sagte Nouripour. Eine EU-Mission w&uuml;rde die Risiken einer direkten Konfrontation von iranischen und amerikanischen Truppen dagegen minimieren.<br>\nGro&szlig;britannien hatte vor wenigen Tagen die Idee einer europ&auml;ischen Milit&auml;rmission in der Stra&szlig;e von Hormuz aufgeworfen, nachdem ein britischer Tanker in der strategisch wichtigen Meerenge von den iranischen Revolutionsgarden festgesetzt worden war. Die Gespr&auml;che &uuml;ber eine solche Mission laufen noch. Die Optionen reichen von einer reinen Beobachtungsmission bis hin zu milit&auml;rischen Eskorten f&uuml;r die Handelsschiffe. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte eine Beteiligung der Bundeswehr an einer europ&auml;ischen Schutzmission nicht grunds&auml;tzlich ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/omid-nouripour-offen-fuer-bundeswehreinsatz-am-persischen-golf-16307473.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ganz ehrlich, kann man dar&uuml;ber noch &uuml;berrascht sein? Hier f&auml;llt einem der Leiter der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, ein. Er fordert die Beteiligung deutscher Soldaten an einer Marinemission im Persischen Golf und zwar mit dieser Begr&uuml;ndung: &ldquo;Kaum ein Land h&auml;ngt von der Freiheit der internationalen Schifffahrt so stark ab wie der Exportweltmeister Deutschland.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Omid Nouripour ist &uuml;brigens im Vorstand der Atlantikbr&uuml;cke und Beisitzer im Vorstand der Deutschen Atlantischen Gesellschaft. Dass ein offener Einflussagent der transatlantischen Netzwerke au&szlig;enpolitischen Sprecher der Gr&uuml;nen werden kann, sagt sehr viel &uuml;ber die au&szlig;en- und sicherheitspolitische Orientierung dieser Partei aus.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Keine EU-Milit&auml;rmission im Persischen Golf<\/strong><br>\n&bdquo;Die m&ouml;gliche Entsendung einer EU-Milit&auml;rmission in die Stra&szlig;e von Hormus w&auml;re kein Beitrag zur Deeskalation in der Region, sondern im Gegenteil ein riskantes milit&auml;risches Abenteuer ohne v&ouml;lkerrechtliche Grundlage. Die Bundesregierung muss jeglichen &Uuml;berlegungen, sich daran zu beteiligen, eine Absage erteilen&ldquo;, erkl&auml;rt Heike H&auml;nsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Die Au&szlig;enpolitikerin weiter:<br>\n&bdquo;Die Entsendung von deutschen Kriegsschiffen in die Region w&auml;re au&szlig;erdem grundgesetzwidrig, da die Europ&auml;ische Union laut Bundesverfassungsgerichtsurteil von 2009 nicht als &sbquo;System kollektiver Sicherheit&lsquo; eingestuft wurde und damit auch nicht einfach ohne UN-Mandat Milit&auml;r in alle Welt entsenden kann.<br>\nStatt nun auch Weltpolizist spielen zu wollen, sollte die EU endlich auf ein Ende der v&ouml;lkerrechtswidrigen, extraterritorialen US-Sanktionen gegen Iran hinwirken. Zudem hat erst die Festsetzung eines iranischen Tankers in Gibraltar durch Gro&szlig;britannien zu dieser Eskalation am Persischen Golf beigetragen. Die Bundesregierung sollte daher den iranischen Vorschlag eines Tankeraustausches unterst&uuml;tzen, dies w&auml;re ein konkreter Beitrag zur Deeskalation.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/keine-eu-militaermission-im-persischen-golf\/?fbclid=IwAR1QI0tVf61S23NGGtBbCnY8ash9EJLc3VeOGlRLF_iZhxn5omlksKg2ZcE\">DIE LINKE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die L&uuml;ge, die infame L&uuml;ge und Bertelsmann<\/strong><br>\nDiese Woche hat wieder eine Krake der deutschen Politik einen ihrer Tentakel ausgefahren. Bertelsmann ver&ouml;ffentlichte eine Studie zur Klinikversorgung, die zu dem h&uuml;bschen Schluss kam, die H&auml;lfte aller Krankenh&auml;user sei &uuml;berfl&uuml;ssig. Diese Studie wurde mit viel Get&ouml;se und &ouml;ffentlich-rechtlicher Unterst&uuml;tzung begleitet, ist aber das, was Papiere aus diesem Haus &uuml;blicherweise sind &ndash; nichts als ein Mittel zur politischen Manipulation.<br>\nWenn man erkennen will, auf welche Art und Weise die Demokratie in unserem Land zur Farce und die Politik zur Interessensverwaltung der Gro&szlig;konzerne wird, dann muss man nur einen n&auml;heren Blick auf Bertelsmann werfen. Und das Bild des Kraken ist f&uuml;r diesen Konzern passgenau &ndash; er tarnt sich gut, bleibt best&auml;ndig unter der Wasseroberfl&auml;che, h&auml;lt fest, was er greifen kann, und verwischt seine Spuren im Notfall in einer Tintenwolke. Bertelsmann schl&auml;gt die Beraterfreunde der Frau von der Leyen, KPMG und Co., schon allein deshalb um L&auml;ngen, weil es das Komplettpaket aus Lobbyismus, medialer Begleitung und letztlich &ouml;konomischer Verwertung perfektioniert hat.<br>\nEin Bertelsmann-Institut erstellt Studien, weitere Bertelsmann-Einrichtungen vermitteln diese (Abendessen eingeschlossen) an die Politik, Bertelsmann-Medien verbreiten diese Sicht in der Bev&ouml;lkerung, andere Bertelsmann-Abteilungen formulieren die Gesetze vor, und am Schluss profitieren Bertelsmann-T&ouml;chter von der dadurch geschaffenen Lage, sichern sich Auftr&auml;ge oder weiten ihre wirtschaftlichen Beteiligungen aus.<br>\nAuf diese Art und Weise kam die Republik zu Hartz IV. &Uuml;ber Jahre hinweg wurden durch Bertelsmann-Medien die in den USA und in Gro&szlig;britannien verbreiteten &sbquo;workfare&lsquo;-Programme beworben, Programme, die die Sozialhilfe durch die inzwischen auch bei uns bekannte Verfolgungsbetreuung ersetzten. Dann wurden die Gedanken &uuml;ber &sbquo;wissenschaftliche&lsquo; Veranstaltungen in die Politik einmassiert, bis schlie&szlig;lich ein Entwurf des Hauses in das ber&uuml;chtigte Gesetz gegossen wurde, das die Republik mit &bdquo;einem der besten Niedriglohnsektoren Europas&ldquo; (Schr&ouml;der) begl&uuml;ckte (1). Dieses Gesetz und die daraus resultierende Verw&uuml;stung der Lebensverh&auml;ltnisse haben einen entscheidenden Anteil daran, dass zwischen der Lohnentwicklung in Deutschland und der vergleichbarer Industriel&auml;nder seit Jahren eine enorme L&uuml;cke klafft. In diesem Fall muss man nicht lange nachdenken, wie der Konzern Bertelsmann davon profitiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-20-7-2019-die-luege-die-infame-luege-und-bertelsmann-podcast\/\">Ken FM<\/a>\n<p><em>Siehe auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53434\">&bdquo;Krankenh&auml;user schlie&szlig;en &ndash; Leben retten?&ldquo; &ndash; &Ouml;ffentlich-rechtlicher Kampagnenjournalismus zur besten Sendezeit<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Violence has spiked in Africa since the military founded Africom, Pentagon Study finds<\/strong><br>\nSince U.S. Africa Command began operations in 2008, the number of U.S. military personnel on the African continent has jumped 170 percent, from 2,600 to 7,000. The number of military missions, activities, programs, and exercises there has risen 1,900 percent, from 172 to 3,500. Drone strikes have soared and the number of commandos deployed has increased exponentially along with the size and scope of AFRICOM&rsquo;s constellation of bases.<br>\nThe U.S. military has recently conducted 36 named operations and activities in Africa, more than any other region of the world, including the Greater Middle East. Troops scattered across Africa regularly advise, train, and partner with local forces; gather intelligence; conduct surveillance; and carry out airstrikes and ground raids focused on &ldquo;countering violent extremists on the African continent.&rdquo;<br>\nAFRICOM &ldquo;disrupts and neutralizes transnational threats&rdquo; in order to &ldquo;promote regional security, stability and prosperity,&rdquo; according to its mission statement. But since AFRICOM began, key indicators of security and stability in Africa have plummeted according to the Defense Department&rsquo;s Africa Center for Strategic Studies, a Pentagon research institution. &ldquo;Overall, militant Islamist group activity in Africa has doubled since 2012,&rdquo; according to a recent analysis by the Africa Center.<br>\nThere are now roughly 24 &ldquo;active militant Islamist groups&rdquo; operating on the continent, up from just five in 2010, the analysis found. Today, 13 African countries face attacks from these groups &mdash; a 160 percent increase over that same time span. In fact, the number of &ldquo;violent events&rdquo; across the continent has jumped 960 percent, from 288 in 2009 to 3,050 in 2018, according to the Africa Center&rsquo;s analysis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2019\/07\/29\/pentagon-study-africom-africa-violence\/\">The Intercept<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Unterst&uuml;tzung hei&szlig;t Komplizenschaft<\/strong><br>\nNeben multimilliardenschweren Waffenverk&auml;ufen unterst&uuml;tzen die USA die achtk&ouml;pfige, von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gef&uuml;hrte Kriegskoalition gegen die Zivilbev&ouml;lkerung des Jemen mit Luftbetankungen der Kampfjets der Koalition, mit milit&auml;rischer Aufkl&auml;rung und Geheimdienstinformationen der CIA, logistischer Unterst&uuml;tzung, Targetauswahl und genereller Milit&auml;rberatung in den Kommandozentralen in Riad und Abu Dhabi, mit einigen U.S. Special Forces am Boden und vor allem auch mit der diplomatischen, politischen und nicht zuletzt moralischen R&uuml;ckendeckung f&uuml;r die Kriegskoalition &ndash; von Obamas offenem Support bis hin zur symbiotischen Verflechtung des Hauses Saud mit dem Hause Trump. Angesichts dieser allumfassenden Komplizenschaft ist es nachvollziehbar, dass der Fokus der sp&auml;rlichen Berichterstattung auf dem US-Support der Kriegskoalition liegt &ndash; bis hin zur in der arabischen wie westlichen Welt gern vertretenen Verschw&ouml;rungstheorie, Saudi-Arabien f&uuml;hre in Wahrheit als Pentagon-Marionette Krieg im Jemen. So verst&auml;ndlich diese US-Fixierung auch sein mag, zeichnet sie dennoch ein mehr als unvollst&auml;ndiges Bild und blendet die Mitverantwortung all der anderen &ndash; zumeist europ&auml;ischen &ndash; Staaten f&uuml;r die Fortf&uuml;hrung der erbarmungslosen Bombardierung des Jemen systematisch aus. &hellip;<br>\n&bdquo;Wir werden ab sofort keine Ausfuhren an L&auml;nder genehmigen, solange diese unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligt sind&ldquo;, hei&szlig;t es durchaus unzweideutig im Koalitionsvertrag der aktuellen GroKo-Neuauflage. Doch wie die Merkel-Regierung mit diesem simplen Satz umging, ist bezeichnend f&uuml;r die Scheinheiligkeit deutscher R&uuml;stungsexportpolitik. Auf periodisch wiederkehrendes Nachbohren des Journalisten Tilo Jung in der Bundespressekonferenz, welche L&auml;nder sich denn auf dieser Jemen-Schwarzliste der Regierung bef&auml;nden, sah sich Regierungssprecher Steffen Seibert in regelrechter Dem&uuml;tigung gezwungen, wieder und wieder auszuweichen: &bdquo;Es gibt Gespr&auml;che&ldquo;, so Seibert nichtssagend, der zu dieser Frage so hilflos wirkt wie selten. Die Bundesregierung ist offensichtlich nicht willens oder in der Lage zu ermitteln, welche L&auml;nder am Jemen-Krieg beteiligt sind.<br>\nAuch nach konservativster Auslegung kann wohl unterstellt werden, dass zumindest Saudi-Arabien &ndash; als Anf&uuml;hrer der Kriegskoalition &ndash; an diesem Krieg, den es anf&uuml;hrt, auch &bdquo;unmittelbar beteiligt&ldquo; ist. Nichtsdestotrotz beging die Bundesregierung eklatanten Wortbruch und genehmigte laut R&uuml;stengsexportbericht von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) allein in den ersten drei Quartalen 2018 R&uuml;stungsexporte nach Saudi-Arabien in H&ouml;he von 416 Millionen Euro &ndash; im Vergleich zu 254 Millionen Euro im gesamten Vorjahr. In einem internen Papier von Altmaier an den Bundestag, welches dem Spiegel vorliegt, hie&szlig; es im September 2018, dass weitere &bdquo;millionenschwere R&uuml;stungsexporte nach Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien genehmigt&ldquo; wurden, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass sich allein die Genehmigungen nach Saudi-Arabien im ersten GroKo-Jahr 2018 etwa verdoppelt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-07-29\/unterstuetzung-heisst-komplizenschaft\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Regierungssprecherin verurteilt &ldquo;unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Polizeieinsatz in Moskau&rdquo; und verdreht Fakten<\/strong><br>\nRegierungssprecherin Ulrike Demmer er&ouml;ffnete die heutige BPK mit einer Stellungnahme, in der sie die &ldquo;unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Polizeigewalt&rdquo; bei nicht genehmigten Protesten in Moskau kritisierte. Dass sie es dabei mit den Fakten nicht so genau nahm, zeigten die Nachfragen.<br>\nIm Falle einer Festnahme in Moskau wird die betroffene Person auf die Wache gebracht, damit dort deren Personalien festgestellt werden k&ouml;nnen. Danach erfolgt die Verh&auml;ngung einer Geldstrafe und die umgehende Freilassung.<br>\nDie Regierungssprecherin erweckte aber durch ihre Darstellung und Forderungen &ndash; &ldquo;Die Bundesregierung erwartet die rasche Freilassung der Festgenommenen&rdquo; &ndash; den Eindruck, dass die Teilnehmer der nicht genehmigten Demonstration f&uuml;r l&auml;ngere Zeit im Gef&auml;ngnis verschwinden, was jedoch in keiner Form der realen Faktenlage entspricht. Von der damit einhergehenden Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souver&auml;nen Landes ganz zu schweigen. Die Antworten der Sprecherin auf entsprechende Nachfragen von RT und Sputnik sprechen in ihrer Inkonsequenz mal wieder f&uuml;r sich:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/90693-regierungssprecherin-verurteilt-unverhaltnismassigen-polizeieinsatz-moskau\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53778\">Moskau &ndash; Die Proteste, die Medien und das Gewaltmonopol<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Von einer Verurteilung der &uuml;berharten Polizeieins&auml;tze gegen die Gelbwesten in Frankreich hat man bisher von Seite der Bundesregierung noch nichts geh&ouml;rt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>How the West Got China&rsquo;s Social Credit System Wrong<\/strong><br>\n[&hellip;] But there is no single, all-powerful score assigned to every individual in China, at least not yet. The &ldquo;official blueprint&rdquo; Pence referenced is a planning document released by China&rsquo;s chief administrative body five years ago. It calls for the establish&shy;ment of a nationwide scheme for tracking the behavior of everyday citizens, corporations, and government officials. The Chinese government and state media say the project is designed to boost public confidence and fight problems like corruption and business fraud. Western critics often see social credit instead as an intrusive surveillance apparatus for punishing dissidents and infringing on people&rsquo;s privacy.<br>\nWith just over a year to go until the government&rsquo;s self-imposed deadline for establishing social credit, Chinese legal researchers say the system is far from the cutting-edge, Big Brother apparatus portrayed in the West&rsquo;s popular imagination. &ldquo;I really think you would find a much larger percentage of Americans are aware of Chinese social credit than you would find Chinese people are aware of Chinese social credit,&rdquo; says Jeremy Daum, a senior research fellow at Yale Law School&rsquo;s Paul Tsai China Center in Beijing. The system as it exists today is more a patchwork of regional pilots and experimental projects, with few indications about what could be implemented at a national scale.<br>\nThat&rsquo;s not to say that fears about social credit are entirely unfounded. The Chinese government is already using new technologies to control its citizens in frightening ways. The internet is highly censored, and each person&rsquo;s cell phone number and online activity is assigned a unique ID number tied to their real name. Facial-recognition technology is also increasingly widespread in China, with few restraints on how it can be used to track and surveil citizens. The most troubling abuses are being carried out in the western province of Xinjiang, where human rights groups and journalists say the Chinese government is detaining and surveilling millions of people from the minority Muslim Uyghur population on a nearly unprecedented scale.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wired.com\/story\/china-social-credit-score-system\/?fbclid=IwAR2u6zni8Dsyu2SM4Wgplc2rNkP7tDGPjQIzsjyH2O3-pLCqynMl983QkdA\">Wired<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Auch deutsche Medien berichten <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ueberwachung-china-101.html\">reihenweise<\/a> falsche Fakten zum chinesischen Sozialkreditsystem.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Blackrock, State Street &amp; Vanguard: Die neue Macht der drei Finanzgiganten.<\/strong><br>\nDie Giganten haben alles im Angebot, was Sparer begehren, auch gemanagte Fonds, Hedgefonds oder Private-Equity-Fonds. Alles in allem haben die gro&szlig;en drei so inzwischen die Hand auf rund 14,6 Billionen Dollar an Kundengeld &ndash; damit k&ouml;nnten sie rund die H&auml;lfte des amerikanischen Aktienmarkts kaufen oder gleich den gesamten europ&auml;ischen.<br>\nSo weit sind sie zwar noch nicht, aber auf dem besten Wege dahin. Denn Bebchuk und Hirst zufolge hielt das Trio im Jahr 2017 an jeder der 500 gr&ouml;&szlig;ten US-Firmen im S&amp;P-500-Index einen durchschnittlichen Anteil von 20,5 Prozent. Dieser Wert hat sich seit 1998, als er bei 6,2 Prozent lag, vervierfacht. Doch nicht nur in den USA sind die drei aktiv. Die Blackrock-Tochter iShares beispielsweise hat allein in die 30 Dax-Firmen rund 70 Milliarden investiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article197577169\/Blackrock-State-Street-Vanguard-Die-neue-Macht-der-drei-Finanzgiganten.html\">WELT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wohnen in Holzkisten &ndash; auf 2,64 Quadratmetern<\/strong><br>\nDie Mieten in Barcelona steigen Jahr f&uuml;r Jahr. Ein Unternehmer dr&auml;ngt nun mit einer fragw&uuml;rdigen Idee auf den Markt: Er vermietet Wohnungen mit Schlafkapseln ohne Fenster an Menschen in Wohnungsnot. Beh&ouml;rden sind entsetzt.<br>\nAm Stadtrand von Barcelona liegt die Wohnung, von der niemand wissen sollte, schon gar nicht die Beh&ouml;rden. Eine schlichte Holzt&uuml;r verbirgt den Eingang, hinter ihr f&uuml;hren 14 Stufen nach oben.<br>\nDort sitzt Alex Fernando Vega Ottonelli an einem Tag im Juni und zeigt das, was er sein Zimmer nennt: 1,20 mal 2,20 Meter, so viel Platz hat er hier. Der 67-J&auml;hrige ist umgeben von Spanholzplatten, schlecht verschraubt. Alles wackelt. Fenster hat er nicht. Wenn er sich im Bett aufsetzt, um sich eine Hose anzuziehen, st&ouml;&szlig;t er mit seinen Beinen die T&uuml;r auf. Sein Zimmer misst deutlich weniger als die in Barcelona vorgeschriebenen f&uuml;nf Quadratmeter.<br>\nVegas Verschlag ist die Luxusvariante. Die Holzkisten nebenan sind nur 138 Zentimeter hoch. Sie sind &uuml;bereinander gestapelt wie Legebatterien in einem H&uuml;hnerstall und kosten 200 Euro pro Monat, inklusive Nebenkosten. Daf&uuml;r gibt es eine Lichterkette, die in gelb, orange, rot oder blau leuchtet. F&uuml;r die Stimmung.<br>\nColmena nennen die Spanier diese Art von Wohnung &ndash; Bienenstock. Weil die Wohnkapseln wie Waben aneinander kleben. Sie sind entworfen f&uuml;r St&auml;dte wie Barcelona, in denen Menschen die horrenden Mieten f&uuml;r normale Wohnungen nicht mehr zahlen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/wohnungsnot-in-barcelona-leben-auf-unter-drei-quadratmetern-a-1278481.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hartz IV bef&ouml;rdert Angst vor sozialem Abstieg und Armut<\/strong><br>\nEiner Umfrage zufolge bewertet die Mehrheit der Bundesb&uuml;rger das Hartz-IV-System &uuml;berwiegend negativ. 65 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass die Angst vor sozialem Abstieg gewachsen sei, seit die Hartz-Gesetze 2005 eingef&uuml;hrt wurden. Dies geht aus einer repr&auml;sentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag des Hessischen Rundfunks (HR) hervor. Demnach stimmen gut drei Viertel aller Befragten der Aussage zu, mit Hartz IV sei das Risiko gewachsen, im Alter arm zu sein (76 Prozent).<br>\nAuch f&uuml;r die Entwicklung des prek&auml;ren Arbeitsmarktes macht die Mehrzahl Hartz IV verantwortlich. So w&uuml;rden seit Einf&uuml;hrung mehr Menschen zu Niedrigl&ouml;hnen arbeiten als zuvor. 66 Prozent, also zwei Drittel der Befragten, glauben das.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/id_86172594\/hartz-iv-befoerdert-angst-vor-sozialem-abstieg-und-armut.html\">t-online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Meine Meinung: Hartz IV ist unmenschlich und geh&ouml;rt abgeschafft<\/strong><br>\nDie 2005 von der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) eingef&uuml;hrte Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe (Regelsatz: 424 Euro) ist offensichtlich nicht sehr beliebt.<br>\nKein Wunder, werden hierdurch doch Arbeitslose nach einer Frist von ein bis zwei Jahren sowie Arbeitsunf&auml;hige in einen Zustand prek&auml;rer Armut gepresst, der zwar ein &Uuml;berleben erm&ouml;glicht, eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben jedoch nahezu unm&ouml;glich macht.<br>\nHartz IV, das ist die systematische Ausgrenzung von Menschen nach der kalten Logik rein &ouml;konomischer Gesichtspunkte: Wer nichts leistet, der ist es nicht wert, am Leben der Gesellschaft teilzuhaben. Die von Peter Hartz (77) erdachte Zusammenf&uuml;hrung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe auf niedrigstem Niveau erweist sich damit als Produkt der neoliberalen Ideologie, die Anfang des Jahrtausends weite Teile der Gesellschaft erfasst hatte.<br>\nWeite Teile der Bev&ouml;lkerung haben sich von den Hartz-Reformen abgewandt, wie die eingangs erw&auml;hnte Umfrage zeigt.<br>\nAuch die politische Elite sollte diesen Schritt endlich vollziehen.<br>\nHartz IV nur zu &ldquo;&uuml;berwinden&rdquo;, wie die halbtote SPD es vorhat, ist dabei zu wenig.<br>\nDas Hartz IV-System &ndash; also das systematische Abdr&auml;ngen von Menschen in prek&auml;re Armut &ndash; ist unmenschlich, es geh&ouml;rt abgeschafft und ersetzt durch ein System, dass auch Arbeitslosen und Arbeitsunf&auml;higen ein gewisses Ma&szlig; an Teilhabe an der Gesellschaft erm&ouml;glicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tag24.de\/nachrichten\/hartz-iv-4-umfrage-meinung-kommentar-abschaffen-gehoert-abgeschafft-deutschland-1150191\">Tag24<\/a><\/p>\n<p><strong>und: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53741\">&bdquo;Das Hartz-IV-System als Hungerpeitsche f&uuml;r Erwerbslose&ldquo;<\/a>.<\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wer sich nicht gro&szlig; um den Klimawandel schert, ist nicht unmoralisch<\/strong><br>\nKlimasch&uuml;tzer sind oft emp&ouml;rt, wenn andere Menschen andere Priorit&auml;ten haben. Doch das ist falsch. In einem Gastbeitrag argumentieren Chloe Lucas, Adam Corner, Aidan Davison und Peat Leith daf&uuml;r, Br&uuml;cken zu schlagen zu Menschen, f&uuml;r die der Klimawandel (bislang) nicht so wichtig ist. Vor allem d&uuml;rfe Klimaschutz nicht als rein &ldquo;gr&uuml;nes&rdquo; Anliegen definiert werden<br>\nAls sich bei den Parlamentswahlen im Mai in Australien &ndash; entgegen vorheriger Umfragen &ndash; eine Mehrheit der W&auml;hler f&uuml;r die konservative Regierungspartei und damit gegen st&auml;rkeren Klimaschutz entschied, waren viele Progressive voller &Auml;rger. Aber &Auml;rger n&auml;hrt nur eine polarisierte Politik. Und die wird uns nicht helfen bei der L&ouml;sung unserer gro&szlig;en gemeinsamen Herausforderungen. Mit dem R&uuml;ckzug in die Echokammern der Sozialen Medien, in denen Spott und Respektlosigkeit die Norm sind, riskieren wir den endg&uuml;ltigen Verlust von gesellschaftlichem Zusammenhalt und gegenseitigem Vertrauen &ndash; und damit die Grundlagen einer funktionierenden Demokratie.<br>\nWas wir stattdessen dringend brauchen, ist eine gesamtgesellschaftliche Diskussion &uuml;ber unsere gemeinsame Zukunft. Es ist h&ouml;chste Zeit, neue Ans&auml;tze f&uuml;r die Kommunikation &uuml;ber den Klimawandel zu finden &ndash; insbesondere f&uuml;r die Kommunikation mit Menschen, die diesen nicht als dringliches Problem wahrnehmen. Und hier kommt ein Vorschlag daf&uuml;r.<br>\nH&auml;ufig ist die Annahme zu h&ouml;ren, Desinteresse am Klimawandel sei ein Beweis f&uuml;r Selbstbezogenheit oder politisch motivierte Leugnung des Problems. Doch unsere Forschungsergebnisse besagen etwas anderes. Sie zeigen, dass Menschen, denen der Klimawandel keine gro&szlig;e Sorge macht, mit ebenso hoher Wahrscheinlichkeit f&uuml;rsorglich, moralisch oder sozial eingestellt sind wie andere Menschen. Sicherlich gibt es eine kleine Minderheit, die aktiv gegen Klimaschutzma&szlig;nahmen auftritt &ndash; aber f&uuml;r die Gesamtheit der Gesellschaft gilt, dass unter den Klimaschutz-Gleichg&uuml;ltigen eine gro&szlig;e Bandbreite politischer Einstellungen und politischen Engagements zu finden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimafakten.de\/meldung\/wer-sich-nicht-gross-um-den-klimawandel-schert-ist-nicht-unmoralisch\">Klimafakten<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Das Auto muss weg&ldquo; funktioniert auf dem Land nicht<\/strong><br>\nDie Jungen hoffen, die autofreie Stadt zu erleben. Auf dem Land muss die Verkehrswende anders verlaufen. Allein die urbane Sicht hilft nicht.<br>\nDas Auto, das stinkt, stottert und viel wertvollen Platz belegt, ist f&uuml;r viele Stadtmenschen zum gef&uuml;hlten Fremdk&ouml;rper geworden. Und ja, irgendwann brauchen die Menschen in der Stadt vielleicht tats&auml;chlich kein Auto mehr. Gerade bei den Jungen macht sich die Erwartung breit: Wir werden die autofreie Stadt noch erleben. Schlechte Luft in den Innenbezirken und lange Stau- und Parkplatzsuchzeiten dr&uuml;cken die Lebensqualit&auml;t in den Zentren. Die Herausforderung f&uuml;r die n&auml;chsten Jahrzehnte ist es, eine Stadt zu schaffen, in der Verkehr eingehegt und vor allem intelligent gesteuert wird.<br>\nDie Forderung &bdquo;Das Auto muss weg!&ldquo; ist trotzdem kontraproduktiv. Aus einem einfachen Grund: Sie verk&ouml;rpert die urbane Perspektive auf Mobilit&auml;t. Ihr seid wahnsinnig geworden, schallt es vom Land, ja schon aus den Speckg&uuml;rteln. Wie soll es ohne Auto gehen? Und so spricht die Mehrheit. Schlie&szlig;lich leben 70 Prozent der Menschen in Ortschaften mit weniger als 100.000 Einwohnern. In Kleinst&auml;dten ist der Autobesitz fast doppelt so verbreitet wie in den Gro&szlig;st&auml;dten.<br>\nW&auml;hrend multimodale Angebote in den St&auml;dten zunehmen, findet sich schon in den Randbezirken Berlins, Hamburgs, M&uuml;nchens, Frankfurts kaum noch ein Tretroller oder Carsharing-Auto. Und noch weiter weg, auf der Schw&auml;bischen Alb oder in der Lausitz, fahren nur wenige Busse, viele Bahnstrecken wurden stillgelegt. Es fehlt sowohl an &ouml;ffentlichen als auch an privat finanzierten Mobilit&auml;tsangeboten.<br>\nIn d&uuml;nn besiedelten Gebieten sind Sharing-Angebote nicht wirtschaftlich. In den Niederlanden &uuml;brigens, die weiter sind, zeigt sich das auch in den Statistiken: W&auml;hrend in den gro&szlig;en St&auml;dten der Radverkehr zu- und der Autoverkehr abnimmt, w&auml;chst der &bdquo;Marktanteil&ldquo; des Autos auf dem Land immer noch deutlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/mobilitaet-und-verkehrswende-das-auto-muss-weg-funktioniert-auf-dem-land-nicht\/24845760.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stuttgart 21 wird f&uuml;r die Bahn wohl zum Finanzdesaster<\/strong><br>\nNach den urspr&uuml;nglichen Pl&auml;nen w&auml;re der neue, unterirdische Bahnhof der Landeshauptstadt, genannt Stuttgart 21, schon 2008 in Betrieb gegangen. Nun wird es wohl 2025 werden.<br>\nF&uuml;r den Bauherrn, den Staatskonzern Deutsche Bahn, ist das allerdings wenig erfreulich. Ihm laufen die Kosten davon. Die gr&ouml;&szlig;te Baustelle der Bahn wird auch zu einem der gr&ouml;&szlig;ten finanziellen Risiken des Staatskonzerns.<br>\nNur 4,5 Milliarden Euro Baukosten sind bislang abgesichert, der Gro&szlig;teil davon ist auch schon durch Auftr&auml;ge gebunden oder ausgegeben. Auf weiteren 3,8 Milliarden Euro bleibt die Bahn erst mal sitzen. Wenn es &uuml;berhaupt bei den jetzt gesch&auml;tzten Gesamtkosten von 8,2 Milliarden Euro bleibt.<br>\nRonald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Bahn und damit zust&auml;ndig f&uuml;r das Projekt Stuttgart 21, macht auf locker. &bdquo;In der Ruhe liegt die Kraft &ndash; und fr&ouml;hlich bleiben&ldquo;, scherzte der fr&uuml;here Kanzleramtsminister auf der Bilanzpressekonferenz im Fr&uuml;hjahr. Lustig findet das eigentlich niemand.<br>\nDie Bahn braucht Milliarden f&uuml;r die Sanierung ihrer Bahnh&ouml;fe, Schienen und Signalanlagen, f&uuml;r neue Z&uuml;ge und zus&auml;tzliches Personal. Bahn-Chef Richard Lutz verspricht, dann endlich wieder p&uuml;nktlich fahren zu k&ouml;nnen und den Service zu verbessern. Lutz muss allein f&uuml;nf Milliarden Euro zus&auml;tzlich zum normalen Budget organisieren, um seine Qualit&auml;tsagenda bezahlen zu k&ouml;nnen.<br>\nDoch mit Stuttgart 21 hat die Bahn auf Jahre eine finanzielle Last am Hals, die erst jetzt so richtig auf die Bilanz durchschl&auml;gt. 2018 hat der Staatskonzern erstmals rund 200 Millionen Euro aus eigener Tasche zusteuern m&uuml;ssen, bald wird es ein Mehrfaches davon sein. J&auml;hrlich.<br>\nNoch im April wehrte sich Pofalla gegen Spekulationen, die Baukosten w&uuml;rden schon wieder explodieren. Der &bdquo;Gesamtwertumfang&ldquo; werde eingehalten, versicherte er. Was auch immer ein Gesamtwertumfang sein mag. Keine zwei Monate sp&auml;ter war klar, dass auch die bis dahin unangetastete Reserve von einer halben Milliarde Euro gebraucht wird. Der Aufsichtsrat musste das Geld in seiner Sitzung im Juni freigeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-konsumgueter\/bahnhofsprojekt-stuttgart-21-wird-fuer-die-bahn-wohl-zum-finanzdesaster\/24680390.html?utm_source=pocket-newtab&amp;ticket=ST-3211820-xxA4voJVfUZ0SEakhCsh-ap4\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es sage niemand, dass man dies nicht h&auml;tte wissen k&ouml;nnen. Es ist wohl nicht &uuml;bertrieben, wenn man dahinter politische Korruption vermutet. Das ganze Projekt scheint nur noch dazu da zu sein, um &ouml;ffentlicher Gelder in die Taschen privater Investoren umzulenken. Der Aberwitz dabei ist, dass die Bahn eigentlich jeden Cent br&auml;uchte um eben diese als umweltfreundliches Verkehrsmittel auszubauen. Die Verantwortlichen in der Politik interessiert dies alles wieder einmal nicht, was auch ein bezeichnendes Licht auf die politischen Verh&auml;ltnisse in Deutschland wirft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Einseitige Schuldzuweisung<\/strong><br>\nDas Arbeitsgericht Braunschweig hat die fristlose K&uuml;ndigung einer VW-Abteilungsleiterin durch den Konzern am Donnerstag f&uuml;r unwirksam erkl&auml;rt. Der Automobilhersteller aus Wolfsburg gibt der Softwareentwicklerin eine Mitschuld am Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen und forderte zus&auml;tzlich zur K&uuml;ndigung Schadensersatz. Dagegen klagte die Softwareentwicklerin und bekam in beiden Punkten recht.<br>\nWie aus einer Presseerkl&auml;rung des Gerichts von Freitag hervorgeht, gab die Abteilungsleiterin an, sie sei mit der Entwicklung der Software befasst gewesen. Im Zusammenhang mit dem Skandal habe sie auch Daten gel&ouml;scht &ndash; allerdings auf Anweisung der &uuml;bergeordneten Ebene. &Uuml;ber die Verwendung der Software zu befinden, habe nicht in ihrem Kompetenzbereich gelegen.<br>\nDas Unternehmen begr&uuml;ndet die Entlassung unter anderem mit einer Pflichtverletzung der Mitarbeiterin: Sie h&auml;tte ihre Vorgesetzten &uuml;ber diese Vorg&auml;nge, besonders die L&ouml;schung der Daten, umgehend unterrichten m&uuml;ssen. Als Softwareentwicklerin hatte die Mitarbeiterin in der Firmenhierarchie noch Vorgesetzte &uuml;ber sich: Hauptabteilungsleitung, Bezirksleitung und Konzernvorstand. Zumindest die direkt &uuml;bergeordnete Ebene habe von den Manipulationen gewusst, weil sie daran beteiligt gewesen sei, entgegnete die IT-Fachfrau auf die Vorw&uuml;rfe.<br>\nDas Gericht in Braunschweig folgte weitgehend der Argumentation der Kl&auml;gerin. Es sieht eine erhebliche Mitverantwortung bis zur obersten Managerebene. Der damalige Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn habe eine &raquo;grob fahrl&auml;ssige Unkenntnis&laquo; an den Tag gelegt, hei&szlig;t es in der Urteilsbegr&uuml;ndung. Schon 2014 habe eine Studie der unabh&auml;ngigen Forschungsorganisation ICCT darauf hingewiesen, dass die Stickstoffoxidwerte der VW-Diesel um einiges &uuml;ber dem in den USA erlaubten Grenzwert lagen. Auch die US-Umweltbeh&ouml;rde EPA hat zu dem Zeitpunkt bereits ermittelt.<br>\nWinterkorn habe au&szlig;erdem am 5. November 2014 die Mitteilung &uuml;ber die Betrugssoftware erhalten, aber sie offenbar nicht beachtet und deshalb auch keine Gegenma&szlig;nahmen ergriffen. Das Unternehmen habe sich deshalb den entstandenen finanziellen Schaden voll und ganz selbst zuzuschreiben, urteilte das Arbeitsgericht Braunschweig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/359639.k%C3%BCndigungsschutzklage-einseitige-schuldzuweisung.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Es waren selbstherrliche Entscheidungen<\/strong><br>\nNach dem Ende der DDR habe sich die Verlagslandschaft durchgreifend ver&auml;ndert. Pl&ouml;tzlich h&auml;tten sie drucken lassen d&uuml;rfen, was sie f&uuml;r richtig hielten, sagte Verleger Christoph Links im Dlf. Dann seien die Betriebe schnell und billig verkauft und viele geschlossen worden.<br>\nMit dem Ende der DDR hat sich die Verlagslandschaft im Osten radikal ver&auml;ndert, sagt der Verleger Christoph Links. Mit der W&auml;hrungsunion 1991 h&auml;tten die Buchhandlungen im Osten Deutschlands die Produktion der ehemaligen DDR-Verlage aus den Regalen ger&auml;umt, auch sch&ouml;ne Goethe-Ausgaben oder neue B&uuml;cher von Christa Wolf. Der Umsatz der meisten Ostverlage sei dramatisch eingebrochen. In der Folge seien die meisten Ost-Verlage schnell und billig an K&auml;ufer aus dem Westen verkauft worden, die aber nicht selten nur an den Autoren und den Rechten interessiert gewesen seien.<br>\n&bdquo;Man h&auml;tte die Pflichten, die die neuen Eigent&uuml;mer bekommen haben, besser kontrollieren und &uuml;berpr&uuml;fen m&uuml;ssen. Es ist viel im Privatisierungsprozess kaputt gegangen, was nicht h&auml;tte sein m&uuml;ssen, wenn man sich mehr Zeit genommen h&auml;tte, die Umstrukturierungsprozesse begleitet h&auml;tte und die K&auml;ufer anders ausgew&auml;hlt h&auml;tte. Aber es war ein v&ouml;llig intransparentes Verfahren. Niemand wusste, wer sich bewirbt, niemand konnte Einblick nehmen. Es waren selbstherrliche, unkontrollierte Entscheidungen &ndash; oft mit fatalen Folgen.&ldquo;<br>\nWas mit der Verlagslandschaft passiert sei, stehe stellvertretend f&uuml;r das, was auch den anderen Wirtschaftsbereichen und den Menschen widerfuhr. Die Entwertung der Lebensl&auml;ufe vieler Menschen im Osten sitze tief als Frust in den Menschen. Wenn man aus dem dumpfen Frust heraus wolle, m&uuml;sse man &uuml;ber die Abwertung der Biografien reden. Daran sollten sich viele Verlage beteiligen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ost-und-westdeutsche-verlagslandschaft-seit-1989-es-waren.691.de.html?dram:article_id=454933\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein weiteres Indiz daf&uuml;r, dass nicht von einer gl&uuml;cklichen Wiedervereinigung zusprechen ist, sondern von einem Anschluss in dessen Folge die gesamte DDR-Gesellschaft ausradiert werden sollte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Statt &ldquo;Sex &amp; Drugs &amp; Rock&rsquo;n&rsquo;Roll&rdquo; nun &ldquo;Private Equity &amp; Hedgefonds &amp; Brands&rsquo;n&rsquo;Sponsoring&rdquo;<\/strong><br>\nDer Konzertveranstalter Berthold Seliger hat sich in seinem Buch &ldquo;Vom Imperiengesch&auml;ft&rdquo; mit den neuesten Entwicklungen im Musikgesch&auml;ft auseinandergesetzt.<br>\nHerr Seliger, Sie sind nun seit mehr als drei Jahrzehnten als Konzertveranstalter im Musikgesch&auml;ft t&auml;tig. Was hat sich im Lauf der Zeit signifikant ver&auml;ndert?<br>\nBerthold Seliger: Wir erleben eine drastische Ver&auml;nderung des Konzertgesch&auml;fts, die in gewisser Weise analog zur Marktkonzentration auf nur wenige Gro&szlig;konzerne in der Tontr&auml;gerindustrie verl&auml;uft. Auch im Konzertgesch&auml;ft dominieren mittlerweile weltweit nur noch drei Gro&szlig;konzerne praktisch den gesamten Markt: Das sind Live Nation, der Weltmarktf&uuml;hrer, CTS Eventim, der deutsche Monopolist, und AEG, die Ansch&uuml;tz Entertainment Group.<br>\nAus einem weitgehend regionalen Konzertmarkt mit &ouml;rtlichen und nationalen Konzert- und Tourneeveranstaltern, die gr&ouml;&szlig;tenteils Musikbegeisterte waren, ist eine &ldquo;Live-Industrie&rdquo; geworden, in der es kaum mehr um Musik, sondern nur noch um gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Profite geht. Live Nation und CTS Eventim sind Aktiengesellschaften, und die Aktion&auml;re haben kein Interesse an Kultur, sondern am Erfolg ihrer Aktien. Es ist ein typisches Shareholder-Business geworden, und entsprechend sind diese Gro&szlig;konzerne nur noch an den Superstars interessiert.<br>\nDas Konzertgesch&auml;ft als solches ist ja ein Superstar-Markt: Ein Prozent aller Musiker und Bands erzielen sechzig Prozent aller weltweiten Konzerteinnahmen, und die oberen f&uuml;nf Prozent der Performer generieren sage und schreibe 85 Prozent aller Konzerteinnahmen. Und nat&uuml;rlich sind die Ticketpreise f&uuml;r Konzerte dieser f&uuml;nf Prozent die h&ouml;chsten, und sie wachsen zudem deutlich schneller als bei allen anderen Musikern. Und die Konzertkonzerne konzentrieren sich haupts&auml;chlich auf dieses Superstar-Gesch&auml;ft, denn ihre Investoren und Shareholder erwarten sich davon Super-Renditen und Super-Profite.<br>\n&ldquo;Wir ben&ouml;tigen dringend gesetzlich festgelegte Mindestgagen&rdquo;<br>\nAlles super also?<br>\nBerthold Seliger: F&uuml;r die Konzerne schon, und f&uuml;r die Superstars wohl auch. Nicht aber f&uuml;r die 95 Prozent aller Musiker weltweit, die die &uuml;brigbleibenden 15 Prozent aller Einnahmen unter sich aufteilen m&uuml;ssen. Der CEO von Live Nation verdient 70 Millionen Dollar im Jahr, w&auml;hrend die deutschen Musiker laut K&uuml;nstlersozialkasse im Durchschnitt gerade einmal 14.199 Euro im Jahr verdienen, und die unter drei&szlig;igj&auml;hrigen Frauen kommen gerade einmal auf 10.883 Euro &ndash; eine Existenz auf Hartz-IV-Niveau also.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Statt-Sex-Drugs-Rock-n-Roll-nun-Private-Equity-Hedgefonds-Brands-n-Sponsoring-4474170.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sie sind Million&auml;re und leben in einer WG &ndash; um noch reicher zu werden<\/strong><br>\nMatt DeCelles und Lian Price wohnen mit vier anderen Unternehmern in einer WG. Die sechs Mitbewohner aus San Diego verbindet eine Sache: Sie haben alle ihr eigenes Unternehmen, das &uuml;ber eine Million Dollar wert ist. Das ist auch die Grundvoraussetzung f&uuml;r ihre Wohnkonstellation. Die Entrepreneure haben sich bewusst dazu entschlossen, zusammen ein Haus zu bewohnen. Nicht um Geld zu sparen, sondern um effizient zu leben und sich gegenseitig zu unternehmerischen und pers&ouml;nlichen Glanzleistungen anzuspornen. &ldquo;Alles in diesem Haus ist darauf ausgelegt, dich besser zu machen, ohne dass du dar&uuml;ber nachdenken musst&rdquo;, sagt ein Bewohner, Matt DeCelles, der &ldquo;Seattle Times&rdquo;. Die Start-Ups der sechs Unternehmer sind zusammen &uuml;ber 100 Millionen Dollar wert.<br>\nIn dem Haus herrschen strenge Regeln, die die pers&ouml;nliche und berufliche Entwicklung f&ouml;rdern sollen. Morgendliche Meetings, gesundes Essen, Sport und Networking stehen t&auml;glich auf dem Plan. Die einzige Frau im Haus, Lian Price, leitet ein Fitnessunternehmen und h&auml;lt die Mitbewohner fit. Um den Haushalt m&uuml;ssen sie sich nicht k&uuml;mmern. Sie besch&auml;ftigen Putzkr&auml;fte sowie einen eigenen Koch. Im Flur h&auml;ngt ein Whiteboard, auf dem die Mitbewohner ihre To-Do-Liste und pers&ouml;nlichen Ziele aufschreiben. Die anderen kontrollieren den Fortschritt regelm&auml;&szlig;ig, sodass alle Aufgaben in Bestleistung erledigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/finance-top-stories\/strenge-regeln-sie-sind-million%c3%a4re-und-leben-in-einer-wg-%e2%80%93-um-noch-reicher-zu-werden\/ar-AAETGgG\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist einmal konsequent gelebter Neoliberalismus, der auch auf &ndash; Sie besch&auml;ftigen Putzkr&auml;fte sowie einen eigenen Koch &ndash; Millionen prek&auml;rer Jobs basiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Amri-Komplex: Anatomie eines Terroranschlages<\/strong><br>\nHintergr&uuml;nde und Umgang mit der Tat auf dem Breitscheidplatz in Berlin erinnern fatal an den NSU-Skandal [&hellip;]<br>\nAls am 19. Dezember 2016 ein Lastwagen &uuml;ber den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin fuhr, kamen zw&ouml;lf Menschen ums Leben, dutzende wurden zum Teil schwer verletzt. Es handelte sich um den schlimmsten einzelnen Terroranschlag seit der Bombe auf das Oktoberfest in M&uuml;nchen 1980. Und es war ein erneuter Vielfachmord, w&auml;hrend die Aufkl&auml;rung der rechtsterroristischen NSU-Mordserie noch in vollem Gange war.<br>\nMehr als zweieinhalb Jahre sind seither vergangen. Drei parlamentarische Untersuchungsaussch&uuml;sse versuchen die Hintergr&uuml;nde der Tat zu ergr&uuml;nden. Diese Aussch&uuml;sse sind bislang die wesentliche Quelle der Erkenntnisse zum wachsenden Amri-Komplex. Noch immer kn&uuml;pfen sich an das Ereignis zahllose ungekl&auml;rte Fragen. Ein Resultat steht aber bereits fest: Der Sicherheitsapparat der Bundesrepublik und die politische Exekutive tun alles, um die Hintergr&uuml;nde zu verschleiern und vernebeln. Das muss Gr&uuml;nde haben und erinnert fatal an das Beispiel NSU. Eine politische Anatomie des Terroranschlages vom Breitscheidplatz in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Amri-Komplex-Anatomie-eines-Terroranschlages-4480763.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Hong Kong reaches a protest point of no return<\/strong><br>\nWeekend of rage ends with clashes, tear gas and tense standoffs between protesters and riot police in now familiar scenes of chaos [&hellip;]<br>\nTwenty-three people were reportedly injured in clashes a day ago, with two in serious condition according to reports. Police had issued a rare denial of permission for that gathering to go ahead over fears of violent clashes and deemed the mass assembly as &ldquo;unlawful.&rdquo; Organizers estimated 288,000 people had attended. [&hellip;]<br>\nHong Kong police, who have been widely criticized for their heavy-handed response to the protests that have occurred intermittently since early June, are accused of turning a blind eye to last Sunday&rsquo;s (July 21) attack by triad-linked assailants, and even of colluding with the white-shirted gang that wielded bamboo sticks and iron bars.<br>\nPolice officials and the city&rsquo;s government have strongly denied those allegations, though the city&rsquo;s top cop, Commissioner of Police Stephen Lo, admitted that law enforcement officers arrived to the scene 35 minutes late due to manpower being overstretched as officers were deployed across elsewhere in the territory to deal with various mass protests.<br>\nHundreds of protesters in face masks and goggles carried umbrellas and hiking sticks yesterday as they gathered outside Nam Pin Wai village, the area believed to home to some of the more than 100 men involved in last Sunday&rsquo;s mob attack targeting anyone wearing black or other identifiers of the protest movement. [&hellip;]<br>\n&ldquo;The government are devils. They are joined together with the underground triads, the black power. They are just trying to threaten people with opposite opinions to be silenced, but the Hong Kong people are not threatened by their dirty tricks,&rdquo; said Aida, a 60-year-old retiree. &ldquo;It should be the police&rsquo;s responsibility to protect the people.&rdquo;<br>\nOrganized crime societies or triads have a long history in the area that can be traced back to 19th-century Chinese fraternal organizations, with gangs thought to recruit youths from the indigenous Cantonese and Hakka communities that live within the area&rsquo;s low-rise and rustic walled villages, some of which date back to the Song dynasty.[&hellip;]<br>\nCheung Yiu-Leung, a barrister and member of the China Human Rights Lawyers Concern Group, told Asia Times that heavy pressure is mounting on embattled Chief Executive Carrie Lam to accede to protester&rsquo;s demands for her resignation and the formation of an independent enquiry committee into alleged police misconduct.<br>\n&ldquo;The situation has been spiraling downward and, in many people&rsquo;s view, has reached a point of no return. Carrie Lam&rsquo;s administration is now de facto dysfunctional,&rdquo; he said. &ldquo;It is now a mainstream public opinion that [an independent enquiry] is the only way to restore order and a sense of justice. Carrie Lam&rsquo;s time is up.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.asiatimes.com\/2019\/07\/article\/hong-kong-reaches-a-protest-point-of-no-return\/\">Asia Times<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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