{"id":53953,"date":"2019-08-04T09:00:32","date_gmt":"2019-08-04T07:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53953"},"modified":"2019-08-02T17:05:21","modified_gmt":"2019-08-02T15:05:21","slug":"hinweise-der-woche-121","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53953","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53953#h01\">Deutsche Reeder klagen &uuml;ber h&ouml;here Versicherungspr&auml;mien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53953#h02\">&ldquo;Das Land ist zerrissen&rdquo; &ndash; Armutsforscher Christoph Butterwegge schl&auml;gt Alarm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53953#h03\">Klinik&auml;rzte: Bis nix mehr geht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53953#h04\">Monopoly im Pflegeheim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53953#h05\">Stuttgart 21 wird f&uuml;r die Bahn wohl zum Finanzdesaster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53953#h06\">Neue INSM-Kampagne will die starke Klimaschutzbewegung der Jugend aushebeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53953#h07\">Die L&uuml;ge, die infame L&uuml;ge und Bertelsmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53953#h08\">Violence has spiked in Africa since the military founded Africom, Pentagon Study finds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53953#h09\">How the West Got China&rsquo;s Social Credit System Wrong<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53953#h10\">&bdquo;Eine anti-aufkl&auml;rerische Mode&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutsche Reeder klagen &uuml;ber h&ouml;here Versicherungspr&auml;mien<\/strong><br>\nDie angespannte Lage an der Stra&szlig;e von Hormus belastet auch die deutsche Handelsschifffahrt &ndash; die Risiken der Durchfahrt steigen, das macht die Versicherung teurer. Reeder zeigen sich aufgeschlossen f&uuml;r eine europ&auml;ische Beobachtermission.<br>\nDie Stra&szlig;e von Hormus ist eine der wichtigsten Seestra&szlig;en der Welt. Fast ein Drittel des globalen &Ouml;lexports wird durch die Meerenge im Golf von Oman verschifft. Auch 20 bis 30 deutsche Handelsschiffe durchfahren dieses Nadel&ouml;hr dem Verband Deutscher Reeder (VDR) zufolge t&auml;glich &ndash; und der sorgt sich angesichts der politischen Spannungen in dem Gebiet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/strasse-von-hormus-deutsche-reeder-leiden-unter-iran-konflikt-a-1280132.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Unter welcher Flagge fahren eigentlich die Tanker der &bdquo;deutschen&ldquo; Reeder? Um Steuern zu sparen und systematisch Arbeitnehmerrechte auszuhebeln, fahren nahezu alle Schiffe &bdquo;deutscher&ldquo; Reedereien unter &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wer-sind-hier-eigentlich-die-Piraten-3503307.html\">Billigflagge<\/a>&ldquo;. Dagegen ist rechtlich offenbar wenig zu machen. Wer sich aus der Gesellschaft ausklinkt, sollte jedoch auch keine Forderungen an die Gesellschaft stellen, wenn es mal Probleme gibt. Vielleicht k&ouml;nnen die &bdquo;deutschen&ldquo; Reeder ja mal in Liberia, Antigua oder auf den Marschallinseln nachfragen, ob diese Staaten eine &bdquo;Beobachtermission&ldquo; in den Golf entsenden. Viel Spa&szlig;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Das Land ist zerrissen&rdquo; &ndash; Armutsforscher Christoph Butterwegge schl&auml;gt Alarm<\/strong><br>\nAngesichts j&uuml;ngster Zahlen zur Armutsgef&auml;hrdung hat der Armutsforscher Christoph Butterwegge die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. &ldquo;Das Land ist zerrissen&rdquo;, sagte der K&ouml;lner Politikwissenschaftler gegen&uuml;ber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).<br>\nEs gebe auf der einen Seite prosperierende Regionen im S&uuml;den und S&uuml;dwesten Deutschlands und auf der anderen Seite Regionen, die abgeh&auml;ngt werden, wie etwa Teile des Ruhrgebiets, Bremen und Bremerhaven. &ldquo;Das sind die Sorgenkinder, man k&ouml;nnte auch sagen, die Armenh&auml;user der Republik&rdquo;, sagte Butterwegge.<br>\nDiese Zerrissenheit widerspricht Butterwegge zufolge dem, was der Staat als Grundgesetzauftrag im Artikel 72 mitbekommen habe: die Herstellung der Gleichwertigkeit der Lebensverh&auml;ltnisse.<br>\nDas ist bisher nicht gelungen, das ist eigentlich eine gro&szlig;e Aufgabe f&uuml;r Heimatminister Horst Seehofer.<br>\nEs sei nicht damit getan, den Breitbandausbau voranzubringen. Butterwegge war bei der letzten Bundespr&auml;sidentenwahl als Kandidat der Linken angetreten.<br>\nDer Armutsforscher schlug vor, &ldquo;die 20 Milliarden Euro, die der Bund j&auml;hrlich mit dem Solidarit&auml;tszuschlag einnimmt, nicht abzuschaffen, wie es im Koalitionsvertrag versprochen wird&rdquo;. Stattdessen solle das Geld verwendet werden, um die abgeh&auml;ngten Regionen im Kampf gegen die Armut zu unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/90573-land-ist-zerrissen-armutsforscher-christop-butterwegge-schlaegt-alarm\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Klinik&auml;rzte: Bis nix mehr geht<\/strong><br>\nEs begann mit Kopf- und Magenschmerzen. Gegen die Kopfschmerzen nahm ich Ibu, dazu Pantoprazol. T&auml;glich die gleichen qu&auml;lenden Fragen: Wohin mit den Patienten? Schaffe ich es heute, die Kinder abzuholen? Und dann fing mein Herz an zu stolpern.<br>\nEs mag sein, dass dieser Text von einigen als zu pers&ouml;nlich empfunden wird und vielleicht gebe ich zu viel von mir preis. Aber wie soll man sonst auf Missst&auml;nde aufmerksam machen? Wie kann man der Welt begreiflich machen, dass das, was in vielen Krankenh&auml;usern passiert, gef&auml;hrlich ist?<br>\nF&uuml;r Arzt und Patient. Ich war auch schon auf der anderen Seite, n&auml;mlich Patientin. Es ging mir schlecht und ich hatte tolle &Auml;rzte, die sich Zeit nahmen und tolle Pflegerkr&auml;fte, die sich ein Bein f&uuml;r mich ausrissen.<br>\nGenau so war und bin ich eine &Auml;rztin, die sich f&uuml;r ihre Patienten ein Bein ausgerissen hat. Und die gearbeitet hat, bis die Pumpe streikte.<br>\n36&ndash;48 Zusatzstunden im Monat<br>\nMit einer angeborenen St&ouml;rung ist mein Herz in Stresssituationen nicht so stabil wie das Herz anderer Menschen. Aber als ehemalige Leistungssportlerin mit einer w&ouml;chentlichen Trainingszeit von 10 Stunden zu Spitzenzeiten habe ich mein Herz auf Stress und H&ouml;chstleistung gedrillt. [&hellip;]<br>\nWie viele Kollegen (ich rede von &Auml;rzten und Pflegekr&auml;ften) habe ich weinen sehen, vollkommen &uuml;berfordert mit den Anforderungen und den Massen an Patienten.<br>\nWie viele Kollegen habe ich gesehen, die ihre Gesundheit vollkommen herunter wirtschafteten, weil sie entweder gar nichts a&szlig;en, zu viel rauchten oder ihre Ern&auml;hrung auf Cola-Basis aufbauten. Wie viele Kollegen fielen monatelang depressionsbedingt aus. Wie viele hatten kaputte Familien, weil die Arbeitsbelastung sich mit einem gesunden Familienleben nicht vertrugen.<br>\nWie viele sah ich nach der Arbeit zum Auto rennen, weil der Kindergarten gleich schlie&szlig;en w&uuml;rde. Wie viele Ober&auml;rzte traten kr&auml;ftig nach unten, weil sie zu viel Verantwortung tragen m&uuml;ssen und keinen anderen Weg wissen. &bdquo;Das Leben ist kein Ponyhof, Frau Doktor.&ldquo; Danke, schon mal geh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.doccheck.com\/de\/detail\/articles\/21877-klinikaerzte-bis-nix-mehr-geht\">DocCheck<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Monopoly im Pflegeheim<\/strong><br>\nAggressive Investoren dringen in die Gesundheitsbranche ein und &uuml;bernehmen Krankenh&auml;user und Pflegezentren. Sie entziehen dem System viel Geld &ndash; zum Schaden der Belegschaft und der Patienten. (&hellip;) Seit Jahren f&uuml;hlt sich das Kapital von der Gesundheitsbranche angezogen. Dieses Marktgeschehen beobachtet der Soziologe Christoph Scheuplein vom Institut f&uuml;r Arbeit und Technik (IAT). Von 2013 bis Mitte 2018, so Scheuplein, gab es in der Branche knapp 130 &Uuml;bernahmen durch Investmentfirmen. Betroffen sind rund 82 000 Besch&auml;ftigte in Deutschland. (&hellip;) Denn das Gesch&auml;ft mit kranken und alten Menschen lohnt sich. IAT-Forscher Scheuplein hat 39 Fonds untersucht, die in der Gesundheitsbranche zuletzt t&auml;tig waren. &bdquo;Hier lagen die Renditen bei 18 Prozent.&ldquo; Renditen, die mit &ouml;ffentlichen Geldern und Leistungen der Sozialversicherungen erwirtschaftet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/117585_118442.htm#\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Stuttgart 21 wird f&uuml;r die Bahn wohl zum Finanzdesaster<\/strong><br>\nNach den urspr&uuml;nglichen Pl&auml;nen w&auml;re der neue, unterirdische Bahnhof der Landeshauptstadt, genannt Stuttgart 21, schon 2008 in Betrieb gegangen. Nun wird es wohl 2025 werden.<br>\nF&uuml;r den Bauherrn, den Staatskonzern Deutsche Bahn, ist das allerdings wenig erfreulich. Ihm laufen die Kosten davon. Die gr&ouml;&szlig;te Baustelle der Bahn wird auch zu einem der gr&ouml;&szlig;ten finanziellen Risiken des Staatskonzerns.<br>\nNur 4,5 Milliarden Euro Baukosten sind bislang abgesichert, der Gro&szlig;teil davon ist auch schon durch Auftr&auml;ge gebunden oder ausgegeben. Auf weiteren 3,8 Milliarden Euro bleibt die Bahn erst mal sitzen. Wenn es &uuml;berhaupt bei den jetzt gesch&auml;tzten Gesamtkosten von 8,2 Milliarden Euro bleibt.<br>\nRonald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Bahn und damit zust&auml;ndig f&uuml;r das Projekt Stuttgart 21, macht auf locker. &bdquo;In der Ruhe liegt die Kraft &ndash; und fr&ouml;hlich bleiben&ldquo;, scherzte der fr&uuml;here Kanzleramtsminister auf der Bilanzpressekonferenz im Fr&uuml;hjahr. Lustig findet das eigentlich niemand.<br>\nDie Bahn braucht Milliarden f&uuml;r die Sanierung ihrer Bahnh&ouml;fe, Schienen und Signalanlagen, f&uuml;r neue Z&uuml;ge und zus&auml;tzliches Personal. Bahn-Chef Richard Lutz verspricht, dann endlich wieder p&uuml;nktlich fahren zu k&ouml;nnen und den Service zu verbessern. Lutz muss allein f&uuml;nf Milliarden Euro zus&auml;tzlich zum normalen Budget organisieren, um seine Qualit&auml;tsagenda bezahlen zu k&ouml;nnen.<br>\nDoch mit Stuttgart 21 hat die Bahn auf Jahre eine finanzielle Last am Hals, die erst jetzt so richtig auf die Bilanz durchschl&auml;gt. 2018 hat der Staatskonzern erstmals rund 200 Millionen Euro aus eigener Tasche zusteuern m&uuml;ssen, bald wird es ein Mehrfaches davon sein. J&auml;hrlich.<br>\nNoch im April wehrte sich Pofalla gegen Spekulationen, die Baukosten w&uuml;rden schon wieder explodieren. Der &bdquo;Gesamtwertumfang&ldquo; werde eingehalten, versicherte er. Was auch immer ein Gesamtwertumfang sein mag. Keine zwei Monate sp&auml;ter war klar, dass auch die bis dahin unangetastete Reserve von einer halben Milliarde Euro gebraucht wird. Der Aufsichtsrat musste das Geld in seiner Sitzung im Juni freigeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-konsumgueter\/bahnhofsprojekt-stuttgart-21-wird-fuer-die-bahn-wohl-zum-finanzdesaster\/24680390.html?utm_source=pocket-newtab&amp;ticket=ST-3211820-xxA4voJVfUZ0SEakhCsh-ap4\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es sage niemand, dass man dies nicht h&auml;tte wissen k&ouml;nnen. Es ist wohl nicht &uuml;bertrieben, wenn man dahinter politische Korruption vermutet. Das ganze Projekt scheint nur noch dazu da zu sein, um &ouml;ffentlicher Gelder in die Taschen privater Investoren umzulenken. Der Aberwitz dabei ist, dass die Bahn eigentlich jeden Cent br&auml;uchte um eben diese als umweltfreundliches Verkehrsmittel auszubauen. Die Verantwortlichen in der Politik interessiert dies alles wieder einmal nicht, was auch ein bezeichnendes Licht auf die politischen Verh&auml;ltnisse in Deutschland wirft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neue INSM-Kampagne will die starke Klimaschutzbewegung der Jugend aushebeln<\/strong><br>\nDie Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), eine einflussreiche Lobbyorganisation, die die Interessen der gro&szlig;en Konzerne der deutschen Wirtschaft vertritt, hat eine neue Kampagne gestartet: &bdquo;Klimaschutz&ldquo;<br>\nDiesmal ist sie klar gegen die erfolgreichen jugendlichen Klimaproteste gerichtet, um sie einzufangen und so zu schw&auml;chen, dass sie die gro&szlig;en Gesch&auml;fte des fossilen\/atomaren Wirtschaftsgef&uuml;ges nicht ernsthaft gef&auml;hrden k&ouml;nnen. Im Rahmen von Themenkampagnen &uuml;bernimmt die Initiative neue soziale Marktwirtschaft Begriffe der Gegenseite (&bdquo;sozial&ldquo;, &bdquo;Gerechtigkeit&ldquo;, &bdquo;Energiewende&ldquo;, &bdquo;Klimaschutz&ldquo;), und sorgt daf&uuml;r, eine neue Assoziation zu den Begriffen in ihrem Sinn herbeizuf&uuml;hren. Beim Thema Klimaschutz hei&szlig;t das: 2&deg;C Ziel statt 1,5&deg;C Ziel, Ausbremsen schneller, massiver Klimaschutzma&szlig;nahmen f&uuml;r die Industrie, Verhindern einer CO2-Abgabe, Erdgas-Offensive, Emissionshandel statt schnellem Kohleausstieg.<br>\nINSM-Themenkampagnen werden umgesetzt durch dauerhaftes, intransparentes, fl&auml;chendeckendes Platzieren und Erzeugen von Schlagzeilen in Print, TV, Funk und Internet &uuml;ber einen langen Zeitraum. Erg&auml;nzt wird dies durch Anzeigen- und Plakatkampagnen. Die Interessenorganisation der gro&szlig;en Konzerne stellt sich nach au&szlig;en so dar, dass sie unbedingt Klimaschutz, Energiewende, soziale Gerechtigkeit etc. will, bewirkt mit ihren Vorschl&auml;gen aber immer genau das Gegenteil das, was der jeweilige Begriff ihrer Themenkampagne ist.<br>\nDie Initiative neue soziale Marktwirtschaft ist die Tochtergesellschaft des Instituts der deutsche Wirtschaft (IW) K&ouml;ln, was wiederum von den beiden Industrieverb&auml;nden BDI und BDA finanziert und kontrolliert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hans-josef-fell.de\/neue-insm-kampagne-will-die-starke-klimaschutzbewegung-der-jugend-aushebeln\">Hans-Josef Fell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die L&uuml;ge, die infame L&uuml;ge und Bertelsmann<\/strong><br>\nDiese Woche hat wieder eine Krake der deutschen Politik einen ihrer Tentakel ausgefahren. Bertelsmann ver&ouml;ffentlichte eine Studie zur Klinikversorgung, die zu dem h&uuml;bschen Schluss kam, die H&auml;lfte aller Krankenh&auml;user sei &uuml;berfl&uuml;ssig. Diese Studie wurde mit viel Get&ouml;se und &ouml;ffentlich-rechtlicher Unterst&uuml;tzung begleitet, ist aber das, was Papiere aus diesem Haus &uuml;blicherweise sind &ndash; nichts als ein Mittel zur politischen Manipulation.<br>\nWenn man erkennen will, auf welche Art und Weise die Demokratie in unserem Land zur Farce und die Politik zur Interessensverwaltung der Gro&szlig;konzerne wird, dann muss man nur einen n&auml;heren Blick auf Bertelsmann werfen. Und das Bild des Kraken ist f&uuml;r diesen Konzern passgenau &ndash; er tarnt sich gut, bleibt best&auml;ndig unter der Wasseroberfl&auml;che, h&auml;lt fest, was er greifen kann, und verwischt seine Spuren im Notfall in einer Tintenwolke. Bertelsmann schl&auml;gt die Beraterfreunde der Frau von der Leyen, KPMG und Co., schon allein deshalb um L&auml;ngen, weil es das Komplettpaket aus Lobbyismus, medialer Begleitung und letztlich &ouml;konomischer Verwertung perfektioniert hat.<br>\nEin Bertelsmann-Institut erstellt Studien, weitere Bertelsmann-Einrichtungen vermitteln diese (Abendessen eingeschlossen) an die Politik, Bertelsmann-Medien verbreiten diese Sicht in der Bev&ouml;lkerung, andere Bertelsmann-Abteilungen formulieren die Gesetze vor, und am Schluss profitieren Bertelsmann-T&ouml;chter von der dadurch geschaffenen Lage, sichern sich Auftr&auml;ge oder weiten ihre wirtschaftlichen Beteiligungen aus.<br>\nAuf diese Art und Weise kam die Republik zu Hartz IV. &Uuml;ber Jahre hinweg wurden durch Bertelsmann-Medien die in den USA und in Gro&szlig;britannien verbreiteten &sbquo;workfare&lsquo;-Programme beworben, Programme, die die Sozialhilfe durch die inzwischen auch bei uns bekannte Verfolgungsbetreuung ersetzten. Dann wurden die Gedanken &uuml;ber &sbquo;wissenschaftliche&lsquo; Veranstaltungen in die Politik einmassiert, bis schlie&szlig;lich ein Entwurf des Hauses in das ber&uuml;chtigte Gesetz gegossen wurde, das die Republik mit &bdquo;einem der besten Niedriglohnsektoren Europas&ldquo; (Schr&ouml;der) begl&uuml;ckte (1). Dieses Gesetz und die daraus resultierende Verw&uuml;stung der Lebensverh&auml;ltnisse haben einen entscheidenden Anteil daran, dass zwischen der Lohnentwicklung in Deutschland und der vergleichbarer Industriel&auml;nder seit Jahren eine enorme L&uuml;cke klafft. In diesem Fall muss man nicht lange nachdenken, wie der Konzern Bertelsmann davon profitiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-20-7-2019-die-luege-die-infame-luege-und-bertelsmann-podcast\/\">Ken FM<\/a>\n<p><em>Siehe auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53434\">&bdquo;Krankenh&auml;user schlie&szlig;en &ndash; Leben retten?&ldquo; &ndash; &Ouml;ffentlich-rechtlicher Kampagnenjournalismus zur besten Sendezeit<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Violence has spiked in Africa since the military founded Africom, Pentagon Study finds<\/strong><br>\nSince U.S. Africa Command began operations in 2008, the number of U.S. military personnel on the African continent has jumped 170 percent, from 2,600 to 7,000. The number of military missions, activities, programs, and exercises there has risen 1,900 percent, from 172 to 3,500. Drone strikes have soared and the number of commandos deployed has increased exponentially along with the size and scope of AFRICOM&rsquo;s constellation of bases.<br>\nThe U.S. military has recently conducted 36 named operations and activities in Africa, more than any other region of the world, including the Greater Middle East. Troops scattered across Africa regularly advise, train, and partner with local forces; gather intelligence; conduct surveillance; and carry out airstrikes and ground raids focused on &ldquo;countering violent extremists on the African continent.&rdquo;<br>\nAFRICOM &ldquo;disrupts and neutralizes transnational threats&rdquo; in order to &ldquo;promote regional security, stability and prosperity,&rdquo; according to its mission statement. But since AFRICOM began, key indicators of security and stability in Africa have plummeted according to the Defense Department&rsquo;s Africa Center for Strategic Studies, a Pentagon research institution. &ldquo;Overall, militant Islamist group activity in Africa has doubled since 2012,&rdquo; according to a recent analysis by the Africa Center.<br>\nThere are now roughly 24 &ldquo;active militant Islamist groups&rdquo; operating on the continent, up from just five in 2010, the analysis found. Today, 13 African countries face attacks from these groups &mdash; a 160 percent increase over that same time span. In fact, the number of &ldquo;violent events&rdquo; across the continent has jumped 960 percent, from 288 in 2009 to 3,050 in 2018, according to the Africa Center&rsquo;s analysis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2019\/07\/29\/pentagon-study-africom-africa-violence\/\">The Intercept<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>How the West Got China&rsquo;s Social Credit System Wrong<\/strong><br>\n[&hellip;] But there is no single, all-powerful score assigned to every individual in China, at least not yet. The &ldquo;official blueprint&rdquo; Pence referenced is a planning document released by China&rsquo;s chief administrative body five years ago. It calls for the establish&shy;ment of a nationwide scheme for tracking the behavior of everyday citizens, corporations, and government officials. The Chinese government and state media say the project is designed to boost public confidence and fight problems like corruption and business fraud. Western critics often see social credit instead as an intrusive surveillance apparatus for punishing dissidents and infringing on people&rsquo;s privacy.<br>\nWith just over a year to go until the government&rsquo;s self-imposed deadline for establishing social credit, Chinese legal researchers say the system is far from the cutting-edge, Big Brother apparatus portrayed in the West&rsquo;s popular imagination. &ldquo;I really think you would find a much larger percentage of Americans are aware of Chinese social credit than you would find Chinese people are aware of Chinese social credit,&rdquo; says Jeremy Daum, a senior research fellow at Yale Law School&rsquo;s Paul Tsai China Center in Beijing. The system as it exists today is more a patchwork of regional pilots and experimental projects, with few indications about what could be implemented at a national scale.<br>\nThat&rsquo;s not to say that fears about social credit are entirely unfounded. The Chinese government is already using new technologies to control its citizens in frightening ways. The internet is highly censored, and each person&rsquo;s cell phone number and online activity is assigned a unique ID number tied to their real name. Facial-recognition technology is also increasingly widespread in China, with few restraints on how it can be used to track and surveil citizens. The most troubling abuses are being carried out in the western province of Xinjiang, where human rights groups and journalists say the Chinese government is detaining and surveilling millions of people from the minority Muslim Uyghur population on a nearly unprecedented scale.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wired.com\/story\/china-social-credit-score-system\/?fbclid=IwAR2u6zni8Dsyu2SM4Wgplc2rNkP7tDGPjQIzsjyH2O3-pLCqynMl983QkdA\">Wired<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Auch deutsche Medien <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ueberwachung-china-101.html\">berichten reihenweise<\/a> falsche Fakten zum chinesischen Sozialkreditsystem.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Eine anti-aufkl&auml;rerische Mode&ldquo;<\/strong><br>\nStatt um soziale Gerechtigkeit dreht sich die Debatte derzeit vor allem um symbolisches Unrecht: um die Beleidigung und Diskriminierung von Minderheiten. Und dieser Diskurs gilt dann auch noch als &bdquo;links&ldquo; und &bdquo;progressiv&ldquo;, wundert sich Harald Welzer. [&hellip;]<br>\nWenn, um nur ein bekanntes Beispiel zu nennen, eine Parteivorsitzende sich wegen schlechter Witze im Karneval heftiger Emp&ouml;rung und dringenden Aufforderungen ausgesetzt sieht, sich bei allen Queer- und Transgender-Menschen zu entschuldigen &ndash; was m&ouml;chte man mit solcher Emp&ouml;rung eigentlich erreichen? Dass ausnahmslos alle Menschen sich nur noch in einer gleichsam klinisch reinen, hinsichtlich jeder denkbaren Mikroaggression bereinigten Weise artikulieren, obwohl sie m&ouml;glicherweise etwas ganz anderes denken und f&uuml;hlen? Politisch ist es doch weit aufschlussreicher, wenn man sieht und h&ouml;rt, welche Witze jemand ohne die Reinheitszensur macht, wie er oder sie andere Personengruppen betrachtet, welche Ressentiments er oder sie hegt &ndash; kurz, wes Geistes und Vorurteils Kind er oder sie ist.<br>\nWas w&uuml;ssten wir &uuml;ber die Gef&auml;hrlichkeit eines Donald Trump, wenn er seine Verachtung von Minderheiten sprachlich kaschieren w&uuml;rde? Was vom Menschenbild Annegret Kramp-Karrenbauers, was vom Rassismus eines Andreas Scheuer, wenn alle sich vorab einer identit&auml;tspolitischen Zensur unterwerfen w&uuml;rden, deren oberstes Ziel darin besteht, dass niemand sich verletzt f&uuml;hlen darf?<br>\nSkandalisierung symbolischer Ungleichheit<br>\nInteressanterweise sehen solche Reinheitsw&uuml;nsche &uuml;brigens regelm&auml;&szlig;ig davon ab, wie verletzend objektive Ungleichheiten in der Gesellschaft sind &ndash; wie dem&uuml;tigend es etwa ist, als Kind armer Eltern nicht am Klassenausflug teilnehmen zu k&ouml;nnen, als Sozialleistungsempf&auml;nger noch die intimsten Details seiner Lebensumst&auml;nde offenbaren zu m&uuml;ssen, oder seine Wohnung zu verlieren, weil man die erh&ouml;hte Miete nach der Sanierung nicht mehr bezahlen kann. Die Skandalisierung symbolischer Ungleichheit tritt in der antiaufkl&auml;rerischen Mode der Identit&auml;tspolitik an die Stelle der Bek&auml;mpfung sozialer Ungleichheit &ndash; eine politisch kostenlose Emp&ouml;rung, mit der man anstrengungslos ohne eigene Urteilskraft immer schon auf der richtigen Seite steht.<br>\nMerkw&uuml;rdigerweise gilt diese Verschiebung vom sozialen auf das symbolischen Unrecht sogar als &bdquo;links&ldquo; oder &bdquo;progressiv&ldquo;, obwohl sprach- und einstellungspolizeiliche Ermittlungen doch genauso dem totalit&auml;ren Formenkreis angeh&ouml;ren wie die Figur des eifrigen Sammlers von Verfehlungen anderer, also des Denunzianten. Welcher gesellschaftliche Fortschritt sollte aus solcher selbstgemachter Repression in einer freien Gesellschaft entstehen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/identitaetspolitik-eine-anti-aufklaererische-mode.1005.de.html?dram:article_id=455321\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53953\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-53953","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53953","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=53953"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53953\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53956,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53953\/revisions\/53956"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=53953"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=53953"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=53953"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}