{"id":53995,"date":"2019-08-07T08:05:39","date_gmt":"2019-08-07T06:05:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995"},"modified":"2019-08-07T07:49:40","modified_gmt":"2019-08-07T05:49:40","slug":"hinweise-des-tages-3423","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h01\">Hiroshima, Nagasaki und Fukushima<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h02\">Realistischer Antikapitalismus statt moralische Umerziehungsversuche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h03\">Warum Schuldenabbau kontraproduktiv sein kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h04\">Die Metro-&Uuml;bernahme wird zum Pokerspiel der Gro&szlig;aktion&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h05\">Jan Brandt gegen den Immobilien-Irrsinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h06\">&Uuml;berleben auf dem &ldquo;f&uuml;nften Arbeitsmarkt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h07\">Die gef&auml;hrlichen Verteilungswirkungen der Klimapolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h08\">Streit um Glyphosat-Zulassung &ndash; Wie Lobbyisten Ministerien und Kanzleramt bearbeiteten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h09\">Ohne Gesichts-Scan kein Essen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h10\">Liebe zur Bombe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h11\">Befeuern deutsche Waffenlieferungen den Konflikt um Kaschmir?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h12\">Libyen im Proxy-War-Milizen-Schlamassel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h13\">In der Wanne heimlich weinen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h14\">Armut im Fernsehen &ndash; Das Klischee bedienen f&uuml;r die Quote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h15\">&ldquo;New York Times&rdquo; &auml;ndert Trump-&Uuml;berschrift nach massiven Protesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h16\">Pressefreiheit &ndash; Analyse eines westlichen Werteverfalls<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h17\">Russland wirft Deutscher Welle Einmischung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53995#h18\">Liebe Greta-Hasser, Klimawandelleugner und rechte Trolle &ndash; geht einfach!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hiroshima, Nagasaki und Fukushima<\/strong><br>\nDer Mahnruf des missachteten Gewissens<br>\nVor 74 Jahren warfen US-Soldaten erstmals in der Menschheitsgeschichte eine Atombombe auf bewohntes Gebiet ab. Ihr Ziel am 6. August, morgens um 8.15 Uhr, war die s&uuml;djapanische Stadt Hiroshima. Nur drei Tage sp&auml;ter fiel die zweite Atombombe auf Nagasaki. Am 6.August 1945 starben in Hiroshima 140.000 Menschen und kurz danach in Nagasaki 73.000.<br>\nDie US-Regierung rechtfertigt ihren brutalen Einsatz bis heute mit dem Argument, dass nur durch die beiden Atombomben der Zweite Weltkrieg im Fernen Osten rasch beendet werden konnte.<br>\nBis zum Jahr 2019 sind jedoch noch einmal mehr als doppelt so viele Menschen an den Sp&auml;tfolgen nuklearer Verstrahlung gestorben &ndash; insgesamt &uuml;ber 400.000. Und das Sterben geht bis heute weiter &ndash; noch 74 Jahre nach den Atombomben.<br>\nVor einigen Jahren hatten mich die B&uuml;rgermeister von Hiroshima und Nagasaki zu Vortr&auml;gen eingeladen. Mein Thema hie&szlig; &ldquo;Vom Atomzeitalter ins Solarzeitalter&rdquo;. Wichtigere Orte zu diesem Thema gibt es wohl nicht.<br>\nWer in Hiroshima und Nagasaki mit Strahlungsopfern spricht oder die beiden eindrucksvollen Gedenkst&auml;tten besucht, dem &ouml;ffnet sich das Tor zur H&ouml;lle auf Erden. Im August 1945 geschah ein Massenmord wie ihn sich die Welt bis dahin nicht vorstellen konnte. Innerhalb von Sekunden haben sich Zehntausende von Menschen in Nichts aufgel&ouml;st, waren allenfalls ein H&auml;ufchen Asche oder f&uuml;r den Rest ihres Lebens verstrahlt und verkr&uuml;ppelt.<br>\nAm meisten ersch&uuml;ttert hat mich jedoch eine Zahl, die der Oberb&uuml;rgermeister von Hiroshima nannte: Jedes Jahr sterben heute noch in Japan &uuml;ber 3000 Menschen an den Folgen atomarer Verstrahlung aus dem Jahr 1945. Kurz vor meinem Vortrag in Nagasaki schob mir der stellvertretende Oberb&uuml;rgermeister noch einen handgeschriebenem Zettel zu, auf den er die aktuelle Zahl der in seiner Stadt bisher durch atomare Verstrahlung get&ouml;teten Menschen geschrieben hatte: 140.144!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Hiroshima-Nagasaki-und-Fukushima-4489658.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu Sahra Wagenknecht:<\/strong> Heute vor 74 Jahren zerst&ouml;rte eine Atombombe Hiroshima, drei Tage sp&auml;ter eine weitere die Stadt Nagasaki. &Uuml;ber hunderttausend Menschen starben, viele leiden bis heute an den Folgen. Die Opfer mahnen uns: Wir m&uuml;ssen auf eine Welt ohne Atomwaffen hinarbeiten. Ein erster Schritt ist der Abzug der US-Atomwaffen aus B&uuml;chel und das Ende der nuklearen Teilhabe. Die Bundesregierung muss sich f&uuml;r eine Neuauflage des INF-Abr&uuml;stungsvertrags einsetzen und dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitreten!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/2909241192426592\">Sahra Wagenknecht auf Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Realistischer Antikapitalismus statt moralische Umerziehungsversuche<\/strong><br>\nWolfgang Streeck &uuml;ber Europa, Migration, Gendersternchen und die Krise der Linken.<br>\nNicht zuletzt das Thema Migration hat sich f&uuml;r linke Parteien als so schwierig wie schmerzhaft erwiesen. Wie sieht eine &uuml;berzeugende linke Position f&uuml;r Sie aus?<br>\nDie deutschen Unternehmen sind hungrig nach Arbeitskr&auml;ften, nach qualifizierten ebenso wie nach solchen, die mit der H&auml;lfte des deutschen Mindestlohns, vom Jobcenter auf Hartz IV aufgestockt, zufrieden w&auml;ren. Eine florierende regionale Wirtschaft w&auml;chst schneller als das regional nachwachsende Arbeitsangebot; dieses braucht fast zwei Jahrzehnte, um f&uuml;r Arbeitgeber und Sozialversicherer Gewinn abzuwerfen. Also Einwanderung. Man denke an den Daimler-Mann Zetsche, der im Merkel-Herbst 2015 den &bdquo;Beginn eines zweiten Wirtschaftswunders&ldquo; herbeifabulierte. Ein Zuwanderungsgesetz hat es aber erst vor ein paar Monaten gegeben, so gro&szlig; war bis dahin der Widerstand sowohl der alten CDU als auch der Ge-werkschaften, und f&uuml;r die neoliberale Utopie eines offenen Arbeitsmarkts mit unbegrenztem Arbeitsangebot h&auml;tte es oh-nehin nicht gereicht.<br>\nDa kamen der Syrienkrieg und die Kriege und B&uuml;rgerkriege in Afghanistan und Afrika gerade recht: &bdquo;Schutzsuchende&ldquo; muss man, wenn man die Verfassung und das internationale Recht entsprechend auslegt, ungepr&uuml;ft und unbegrenzt einlassen, auch die niedrig oder gar nicht qualifizierten. Dagegen konnte selbst die von ihren W&auml;hlern bedr&auml;ngte CDU\/CSU-Bundestagsfraktion nichts machen, die nicht nur von der Kanzlerin bedr&auml;ngt wurde stillzuhalten, sondern auch von den Arbeitgebern im B&uuml;ndnis mit den Kirchen, der SPD, den Gr&uuml;nen&hellip;<br>\nSo bekam &bdquo;die Wirtschaft&ldquo; mit humanit&auml;rer Begr&uuml;ndung, was sie mit wirtschaftlicher Begr&uuml;ndung nicht hatte bekommen k&ouml;nnen: ein zus&auml;tzliches Arbeitsangebot sowohl f&uuml;r qualifizierte T&auml;tigkeiten als auch f&uuml;r den Niedriglohnsektor, aus dem man sich jeweils das Beste heraussuchen und den Rest der Sozialhilfe &uuml;berstellen kann. Dass &bdquo;wir&ldquo; uns anschlie&szlig;end als &bdquo;weltoffene&ldquo; Nation loben lassen konnten &mdash; ein &bdquo;neues Deutschland&ldquo;, das &bdquo;aus seiner Geschichte gelernt&ldquo; hat &mdash; machte die Linke fast zum Merkel-Fanclub, insbesondere als sie dann die unvermeidliche Gegenbewegung als &bdquo;neofaschis-tisch&ldquo; bek&auml;mpfen durfte. Dabei entging ihr, dass Merkel sp&auml;testens im Fr&uuml;hjahr 2016 erfolgreich daran ging, die Grenzen nicht nur Deutschlands, sondern auch Europas wieder dicht zu machen, um so ihr politisches &Uuml;berleben zu sichern. &hellip;<br>\nNoch einmal zur&uuml;ck zur Schw&auml;che der Linken: Die Debatte bezieht sich oft auf die Verteilung der politischen Aufmerksam-keit zwischen einer kulturellen und einer &ouml;konomischen Konfliktachse. Welche ist aus ihrer Sicht ausschlaggebend? Auf welcher Ebene ist am dringendsten gegenzusteuern?<br>\nIch glaube nicht, dass die beiden Achsen starr rechtwinklig zueinander stehen, also nichts miteinander zu tun haben, in welchem Fall sie tats&auml;chlich f&uuml;r die Linke ein Skylla-und-Charybdis-Dilemma aufwerfen w&uuml;rden. Entstanden ist das Prob-lem meiner Erinnerung nach aus der Ratlosigkeit der &bdquo;Dritte Weg&ldquo;-Linken in den 1990er Jahren dar&uuml;ber, was sie nach ihrer globalistischen Wende den W&auml;hlern noch anbieten k&ouml;nnten &ndash; Schutz vor Marktkr&auml;ften und internationalem Wettbewerb jedenfalls nicht mehr. Die Antwort war die Propagierung liberal-libert&auml;rer, sogenannter post-materialistischer Wertorientie-rungen, die als im Trend liegend wahrgenommen wurden.<br>\nDadurch wurde die linke Basis gespalten: Diejenigen &bdquo;neuen Libert&auml;ren&ldquo;, die man bis dahin noch &ouml;konomisch hatte einbin-den k&ouml;nnen, sahen nun keinen Grund mehr, nicht gleich zu den aufsteigenden Gr&uuml;nen &uuml;berzugehen; traditionelle Linksw&auml;h-ler dagegen fanden sich einer Umerziehungsrhetorik ausgesetzt, die ihnen positive Bekenntnisse zu Lebensweisen abver-langte, die ihnen unverst&auml;ndlich, unheimlich oder gar unmoralisch erscheinen. Viele von ihnen wollten deshalb mit Politik nichts mehr zu tun haben. Andere wechselten zu rechtskonservativen oder, in Ermangelung derselben, rechten und rechts-radikalen Parteien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/interviews\/artikel\/realistischer-antikapitalismus-statt-moralische-umerziehungsversuche-3645\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Warum Schuldenabbau kontraproduktiv sein kann<\/strong><br>\nDeutschland kann sich gratulieren: Als erstes Land nach der Finanzkrise h&auml;lt es die im Maastricht-Vertrag festgelegte Quo-te &bdquo;Verschuldung zu Bruttosozialprodukt&ldquo; von 60 Prozent wieder ein. Aber kann es sein, dass zu wenig Schulden genauso ein Problem sind wie zu viele Schulden? Es soll hier nicht um das Anschieben der Nachfrage durch den Staat gehen, son-dern um die Bedeutung von Staatsanleihen f&uuml;r das Funktionieren unseres Finanzsystems.<br>\nW&auml;hrend fr&uuml;her Banken untereinander Geld gegen &bdquo;Vertrauen&ldquo; liehen, ist aus diesem Gesch&auml;ft im wahrsten Sinne des Wortes eine Pfandleihe geworden. Man schlie&szlig;t Vertr&auml;ge, die auf Heller und Pfennig festlegen, wie offene Positionen, also Schulden, zu besichern sind. Als Sicherheit dienen in der Regel Anleihen h&ouml;chster Bonit&auml;t, da man davon ausgeht, dass diese Kredite nie ausfallen k&ouml;nnen.<br>\nNun ist leicht einzusehen, dass dem R&uuml;ckgang der Staatsverschuldung ein R&uuml;ckgang des Bestandes an Wertpapieren fol-gen muss. Wenn also erstklassige Staatsanleihen das &bdquo;Schmiermittel&ldquo; sind und wir die Analogie zu einem Motor herstel-len, droht dem Finanzsystem bei zu niedrigem &Ouml;lstand der Kolbenfresser.<br>\nEine englische Versicherung berechnete, dass Mitte der 2030er Jahre keine deutschen Staatsanleihen mehr im Umlauf sein k&ouml;nnten. Schon jetzt haben europaweite Rating-Abstufungen und die allgegenw&auml;rtige Sparpolitik dazu gef&uuml;hrt, dass das Volumen von Anleihen h&ouml;chster Bonit&auml;t in Europa nur noch zehn Prozent der Wirtschaftsleistung entspricht, w&auml;hrend es in den USA 70 Prozent sind. Auch wenn es nur um technische Aspekte geht, m&uuml;ssen die Akteure rechtzeitig darauf reagieren, um Friktionen bei der Zahlungsabwicklung zu vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/gastwirtschaft\/staatsanleihen-schmiermittel-12889777.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Metro-&Uuml;bernahme wird zum Pokerspiel der Gro&szlig;aktion&auml;re<\/strong><br>\nDer Aktienkurs der Metro ist zurzeit ein Spiegelbild der verworrenen Nachrichtenlage rund um den &Uuml;bernahmeversuch des Handelskonzerns. So sprang am vergangenen Freitag kurz vor B&ouml;rsenschluss der Kurs auf 15,50 Euro, nachdem gemeldet worden war, der tschechische Investor Daniel Kretinsky pr&uuml;fe eine Erh&ouml;hung seines Angebots auf 17 Euro. Doch die Er-n&uuml;chterung kam rasch. Kretinsky lie&szlig; deutlich dementieren &ndash; und der Kurs fiel am Montag nach B&ouml;rsen&ouml;ffnung wieder um fast einen Euro.<br>\nDer Versuch, Metro zu &uuml;bernehmen und von der B&ouml;rse zu nehmen, wird immer mehr zum Pokerspiel der Gro&szlig;aktion&auml;re. Auf der einen Seite ist der Milliard&auml;r Kretinsky, der sich &uuml;ber Anteile und Optionen bereits rund 30 Prozent von Metro gesi-chert hat und f&uuml;r die restlichen Anteile 16 Euro pro Stammaktie und 13,80 Euro je Vorzugsaktie bietet. Auf der anderen Seite stehen die Gr&uuml;nderfamilien Beisheim und Schmidt-Ruthenbeck, die zusammen rund 20 Prozent der Anteile halten und das Angebot als zu niedrig zur&uuml;ckgewiesen haben.<br>\nDie Frage ist nun: Wer bewegt sich zuerst? Und kommen doch noch entscheidende Zugest&auml;ndnisse, die Bewegung in die Sache bringen k&ouml;nnten? Bisher waren alle Gespr&auml;che ohne Ergebnis.<br>\nDie Zeit dr&auml;ngt. Die Frist, die EP Global Commerce f&uuml;r die Annahme des Angebots gesetzt hat, endet am Mittwoch, dem 7. August um Mitternacht. Und klar ist zumindest: Kretinsky ist noch weit davon entfernt, sich den Anteil zu sichern, den er selbst als Schwelle in seinem Angebot definiert hat.<br>\nAls Bedingung hat er angegeben, dass ihm mindestens 67,5 Prozent der Anteile angeboten werden. Denn nur dann sieht er die Chance, in der Hauptversammlung einen Gewinnabf&uuml;hrungs- und Beherrschungsvertrag durchzubringen &ndash; was f&uuml;r ihn zentral ist. Langfristig will er Metro zusammen mit seinem Investmentpartner Patrik Tkac komplett &uuml;bernehmen und dann von der B&ouml;rse nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-dienstleister\/handelskonzern-die-metro-uebernahme-wird-zum-pokerspiel-der-grossaktionaere\/24871462.html?ticket=ST-3511582-ddjlmkrzap9UbnZRJcMY-ap4\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Verlierer im Spiel der Finanzinvestoren steht auf jeden Fall schon fest: Es sind die bei Metro arbeitenden Menschen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jan Brandt gegen den Immobilien-Irrsinn<\/strong><br>\nNach einer Eigenbedarfsk&uuml;ndigung erlebt Brandt 2016 eine Odyssee auf dem Berliner Mietmarkt, fast gleichzeitig wird in seinem Heimatdorf in Ostfriesland der alte Hof seines Urgro&szlig;vaters von einem Bauunternehmer gekauft und droht abgeris-sen zu werden. Selber von Wohnungslosigkeit bedroht, setzt sich der 1974 in Leer geborene Schriftsteller in den Kopf, das alte Haus zu retten und &uuml;berlegt, vielleicht in das Dorf zur&uuml;ckzukehren, das er als Jugendlicher &ldquo;am liebsten abgefackelt h&auml;tte&rdquo;. Denn Berlin, die Stadt, die ihm dank der niedrigen Lebenshaltungskosten &uuml;berhaupt erst ein Leben als Schriftsteller erm&ouml;glicht hat, will ihn offenbar nicht mehr. Doch auf dem Land versteht man seine pl&ouml;tzliche Sehnsucht danach, das Alte zu bewahren, nicht.<br>\n&Uuml;ber diese doppelte Suche nach einer Heimat hat Brandt ein Buch geschrieben, das man wahrhaftig von zwei Seiten lesen kann &ndash;  &ldquo;Eine Wohnung in der Stadt&rdquo; \/ &ldquo;Ein Haus auf dem Land&rdquo; l&auml;sst sich wenden, ist Immobilienkrisen-Reportage und Familiengeschichte in einem. Das Buch zur Stunde, lautet die fast einhellige Meinung angesichts der aktuellen Mietdeckel- und Enteignungsdebatten. &ldquo;Schon wieder?&rdquo;, m&ouml;chte man da fragen, denn so wurde sein f&uuml;r den Deutschen Buchpreis nominiertes Buch &ldquo;Gegen die Welt&rdquo; auch schon genannt. Das erschien, als Schlecker, die B&ouml;sewicht-Kette, die im Roman das Dorfleben durcheinander bringt, tats&auml;chlich pleite ging.<br>\n&ldquo;Eine Wohnung in der Stadt&rdquo; f&auml;ngt mit dem traumhaften Berlin der 1990er an &ndash; h&auml;ttest du jemals gedacht, dass du eines Tages ein solches Buch schreiben w&uuml;rdest?<br>\nAls ich damals nach Berlin kam, konnte ich gar nicht fassen, dass es eine Stadt gibt, in der man mit so wenig Geld, wie ich damals hatte, die Freiheit hat, machen zu k&ouml;nnen, was man eigentlich will und nicht den ganzen Tag f&uuml;r seine Miete arbei-ten zu m&uuml;ssen. Ich war aber so naiv, dass ich dachte, es geht immer so weiter. Oder die Entwicklung schreitet so langsam voran, dass ich mithalten und irgendwann doch eine eigene Wohnung kaufen kann. Die Preise blieben dann ja auch relativ lange sehr niedrig. Dann kamen aber der Finanzcrash und die Niedrigzinspolitik und hat all diejenigen &uuml;berrollt, die dachten, dass sie mit ihren Ersparnissen auch irgendwann einmal etwas anfangen k&ouml;nnen. Die Preise steigen so rasant, dass man sich immer weiter von diesem Traum, sich einmal eine eigene Wohnung oder ein Haus leisten zu k&ouml;nnen, entfernt.<br>\nDu beschreibst im Buch die damals aktive K&uuml;nstler- und Studentenszene, die dazu beigetragen hat, dass Berlin so attraktiv f&uuml;r Touristen und Zugezogene wurde. Sind die, die eigentlich schuld waren an der Gentrifizierung, schon alle raus aus der Stadt oder etabliert?<br>\nEs ist ja immer so ein Mythos, dass die K&uuml;nstler selber diejenigen sind, die die Gentrifizierung vorantreiben. Sicher sind die K&uuml;nstler diejenigen, die, weil sie eben auch kein oder wenig Geld haben, an Orte ziehen, an die die b&uuml;rgerliche Mitte erst-mal nicht ziehen w&uuml;rde. Sie werten das dann auf, machen es attraktiv f&uuml;r den Mittelstand. Der zieht dann dahin, und dann wird es interessant f&uuml;r die Investoren. Aber was wir jetzt erleben, ist ja nochmal eine ganz andere Situation, wo nicht mehr einzelne Stadtteile, sondern ganze St&auml;dte interessant werden f&uuml;r das globale Kapital. Das kauft einfach Wohnungen, ohne diese gesehen zu haben oder dort wohnen zu wollen. Aus Wohnungen werden so begehbare Anlagedepots.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/leben\/Jan-Brandt-gegen-den-Immobilien-Irrsinn-article21175227.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&Uuml;berleben auf dem &ldquo;f&uuml;nften Arbeitsmarkt&rdquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Ich glaube, es gibt keinen Ort, keine Stra&szlig;e in Berlin, wo Betteln nicht irgendeine Relevanz hat&ldquo;, sagt die Sozialarbeiterin Anna-Sofie Gerth, die in Berlin-Wilmersdorf eine Tagesst&auml;tte f&uuml;r Wohnungslose leitet. &bdquo;In jeder S-Bahn, in jeder U-Bahn, an den gro&szlig;en Pl&auml;tzen in Berlin, ich w&uuml;rde sagen, an jedem zweiten Supermarkt. Auch in Banken, wo Menschen einem die T&uuml;r aufmachen, in der Hoffnung, dass man ihnen etwas in ihren Becher wirft.&ldquo;<br>\nDoch auch wenn man die Bettler in der Hauptstadt an jeder Ecke sieht, bleiben sie f&uuml;r den Rest der Gesellschaft in gewisser Weise unsichtbar. Man steckt ihnen Geld zu oder Essen, man ignoriert sie oder ist genervt, wenn man auf einer S-Bahn-Fahrt zum gef&uuml;hlt hundertsten Mal mit einer vermutlich ausgedachten Elendsgeschichte konfrontiert wird. Was wei&szlig; man schon &uuml;ber ihr Leben, wie sie ihren Alltag organisieren und wie sie es schaffen, in Berlin auf der Stra&szlig;e zu &uuml;berleben?<br>\nEs sind Menschen wie Ronny, Stra&szlig;enpunk und 33 Jahre alt. Ein kleiner, kr&auml;ftiger Mann mit hellen Augen und vielen Zahn-l&uuml;cken. Ein freundliches, offenes Gesicht, schwer gezeichnet durch Alkohol, Drogen und neun Jahre auf der Stra&szlig;e. Eigent-lich sei er G&auml;rtner, sagt Ronny. &bdquo;Schule beendet und die Ausbildung beendet. Und dann sollen sie mir mal Obdachlose zei-gen, die Schule und Ausbildung beendet haben. Das sind nicht viele.&ldquo;<br>\nRonny lebt in der N&auml;he des Bahnhofs Zoologischer Garten, seit Jahrzehnten ein Hotspot f&uuml;r Obdachlose, Stricher und Dro-genabh&auml;ngige. Sein Geld verdient er als Bettler:<br>\n&bdquo;Ich setze mich irgendwo hin, wo Leute vorbeikommen, stell den Becher hin, die Leute kommen direkt zu mir und schmei-&szlig;en es rein.&ldquo; Manche w&uuml;rden sich auch mit ihm unterhalten. Er selbst spreche die Leute allerdings nie an. &bdquo;Weil ich einen Respekt habe vor die Leute&ldquo;, so Ronny. &bdquo;Weil ich obdachlos bin, habe ich Respekt.&ldquo;<br>\n&Uuml;ber die Jahre hat sich Ronny einen Stammplatz zum Betteln erk&auml;mpft, vor einem gro&szlig;en Supermarkt. Ein Premiumplatz, denn das Gesch&auml;ft ist jeden Tag ge&ouml;ffnet und hat viel Laufkundschaft. Zwischen 10 und 30 Euro bekomme er t&auml;glich in seinen Becher, sagt er. Und dann sind da noch die Leute, die ihm kein Geld geben, aber ihm etwas kaufen wollen. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/betteln-und-flaschensammeln-ueberleben-auf-dem-fuenften.976.de.html?dram:article_id=455623\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die gef&auml;hrlichen Verteilungswirkungen der Klimapolitik<\/strong><br>\nAuch die geplante R&uuml;ckzahlung von CO&sup2;-Steuern durch eine Klimapr&auml;mie wird zu sozialen Verwerfungen f&uuml;hren. Deutschland droht damit eine Klimarevolte wie in den Nachbarl&auml;ndern, von der vor allem die AfD profitieren wird.<br>\nF&uuml;r linke Parteien stellt die soziale und politische Polarisierung durch die geplante Intensivierung des Klimaschutzes mittels CO&sup2;-Verteuerung ein gro&szlig;es Problem dar. W&auml;hrend die Gr&uuml;nen sehr gut damit leben k&ouml;nnen, die sozio&ouml;konomisch oder in Bezug auf formale Bildung besser gestellten Bev&ouml;lkerungsgruppen hinter ihrer Position zu versammeln, werden SPD und Linkspartei belastet durch den Konflikt zwischen ihren akademisch gepr&auml;gten Funktion&auml;rskreisen mit einer starken Pr&auml;ferenz f&uuml;r einen entschiedeneren Kampf gegen den Klimawandel einerseits und ihrem klassischen W&auml;hlerpotential von Arbeitern und unterer Mittelschicht andererseits. Letztere stehen einem deutlich intensivierten Kampf gegen den Klimawandel &uuml;ber CO&sup2;-Steuern oder Klimazertifikate skeptisch gegen&uuml;ber und haben sehr gut begriffen, dass mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit sie diejenigen sein werden, die &uuml;berproportional durch diese Ma&szlig;nahmen belastet werden.<br>\nBereits die bisherigen Ma&szlig;nahmen zur Energiewende haben die sozial schw&auml;cheren Haushalte &uuml;berproportional belastet, da deren Finanzierung &uuml;ber Verbrauchssteuern sozial regressiv wirkt. H&ouml;here Steuern auf Energie sowie der europ&auml;ische Emissionshandel in einigen Sektoren &ndash; und die mit letzterem einhergehende Kostenerh&ouml;hung f&uuml;r den Endverbraucher &ndash; belasten &auml;rmere Haushalte in Relation zum verf&uuml;gbaren Haushaltseinkommen deutlich st&auml;rker als reiche Haushalte, selbst wenn letztere mehr Energie verbrauchen. Auf der anderen Seite konnten die meisten F&ouml;rderprogramme, die im Rahmen der Energiewende aufgelegt wurden, nur von den wohlhabenden Haushalten genutzt werden, denn man ben&ouml;tigt schon ein gutes Einkommen (und oft ein eigenes Haus), um beispielsweise von EEG-gest&uuml;tzte Ma&szlig;nahmen zur Solarenergienutzung oder durch den Betrieb einer Kraft-W&auml;rme-Kopplungsanlage profitieren zu k&ouml;nnen.<br>\nDie derzeit prominent diskutierten Ma&szlig;nahmen zur Intensivierung des Kampfs gegen den Klimawandel &uuml;ber CO&sup2;-Steuern oder Klimazertifikate k&ouml;nnen diese hochgradig problematische Verteilungswirkung noch weiter intensivieren. Zudem k&ouml;nnen die &auml;rmeren Haushalte im Gegensatz zu den reicheren die Erh&ouml;hungen der Energiepreise kaum durch eine Ver&auml;nderung des Konsumverhaltens kompensieren. W&auml;hrend letztere recht problemlos auf die eine oder andere Fernreise oder auf die neueste Version des SUV verzichten k&ouml;nnen, ist der Gro&szlig;teil der CO&sup2;-Emissionen der &auml;rmeren Haushalte fast unvermeidlich, da dieser vor allem aus Heizung und Strom besteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/08\/die-gefaehrlichen-verteilungswirkungen-der-klimapolitik\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Streit um Glyphosat-Zulassung &ndash; Wie Lobbyisten Ministerien und Kanzleramt bearbeiteten<\/strong>\n<ul>\n<li>Die EU-Kommission ist f&uuml;r eine erneute Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat.<\/li>\n<li>Doch im Kreis der Mitgliedstaaten findet sich keine Mehrheit &ndash; einige Staaten sind daf&uuml;r, andere dagegen.<\/li>\n<li>Mittendrin steht Deutschland, wo Umwelt- und Landwirtschaftsministerium streiten. Akten der Ministerien geben tiefe Einblicke in das Lobbying im Zentrum der Macht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dem Ansehen von Glyphosat drohte Schlimmes. Als die SPD in ihrer Parteizentrale im Herbst 2017 eine Fotoausstellung ank&uuml;ndigte, schrillten bei Lobbyisten in Berlin die Alarmglocken. Bilder des Fotografen Pablo E. Piovano sollten Folgen des Pestizids in Argentinien dokumentieren. Zu sehen: Missbildungen, kranke K&ouml;rper von Landarbeitern und Kindern. Ihr Leid wurde auch Glyphosat zugeschrieben.<br>\nDer Deutsche Bauernverband reagierte giftig. Die Umweltministerin sollte auch noch die Er&ouml;ffnungsrede zur Ausstellung &ldquo;Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis f&uuml;r den Menschen&rdquo; halten. Mit Interesse, aber &ldquo;auch mit etwas Verwunderung&rdquo; habe man die Ank&uuml;ndigung gelesen, schrieb Vizegeneralsekret&auml;r Udo Hemmerling an die Veranstalter. Argentinien sei nicht Europa. Hemmerling verlangte ein kl&auml;rendes Gespr&auml;ch &ndash; und zwar vor der Er&ouml;ffnung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/glyphosat-streit-eu-deutschland-1.4554820\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ohne Gesichts-Scan kein Essen<\/strong><br>\nVon Jemen bis Nigeria werden Fl&uuml;chtlinge und Hungernde biometrisch erfasst. Kritiker sagen: Die Reichen der Welt benut-zen die Armen als Versuchskaninchen.<br>\nDer B&uuml;rgerrechtsaktivist Mark Latonero von der NGO Data &amp; Society bezeichnete die konditionierten Hilfen in einem Gast-beitrag f&uuml;r die New York Times als &ldquo;&Uuml;berwachungs-Humanitarismus&rdquo;: Die Datensammelsysteme w&uuml;rden die Schw&auml;chsten noch verwundbarer machen. Wenn die Daten eines Individuums oder einer Gruppe gehackt w&uuml;rden, k&ouml;nnte dies zu Vergel-tungsma&szlig;nahmen f&uuml;hren. Trotz der hehren Absicht basiere die Entscheidung, biometrische Identifizierungssysteme zu installieren, auf einer Reihe von Fehleinsch&auml;tzungen, zum Beispiel der, dass Technologie politische Probleme &ldquo;l&ouml;sen&rdquo; k&ouml;nne. Latonero bef&uuml;rchtet, dass eine &ldquo;digitale Unterklasse&rdquo; entsteht. Die sei dann gezwungen, ihre pers&ouml;nlichsten Daten im Aus-tausch gegen Grundbed&uuml;rfnisse wie Nahrungsmittel zu tauschen &ndash; ohne W&uuml;rde, ohne Wahl. Latonero warnt, dass ausge-rechnet Hilfsorganisationen zu &ldquo;den gr&ouml;&szlig;ten Datenbrokern in Krisenregionen&rdquo; mutieren k&ouml;nnten &ndash; eine Rolle, die sonst vor allem kommerziellen Akteuren zugeschrieben wird.<br>\nDer Hohe Fl&uuml;chtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) hat 2013 in Malawi ein &ldquo;biometrisches Identit&auml;tsma-nagement-System&rdquo; (Biometric Identity Management System) gestartet. Mittlerweile ist es auf 43 L&auml;nder ausgedehnt, in seiner Datenbank sind Fingerabdr&uuml;cke, Gesichts- und Irisscans von 4,4 Millionen Erwachsenen und Kindern &uuml;ber f&uuml;nf Jah-ren gespeichert. Bis 2020 soll das System in 75 L&auml;ndern verf&uuml;gbar sein und eine der gr&ouml;&szlig;ten multinationalen biometrischen Datenbanken sein. Fl&uuml;chtlinge und Staatenlose werden mit einer Technik registriert, mit der einst Kriminelle und Kranke erfasst werden. Ende des 19. Jahrhunderts lie&szlig; der franz&ouml;sische Kriminalist Alphonse Bertillon Jochbeinbreite, Armspann-breite und Ohrenl&auml;nge von Verd&auml;chtigen vermessen. Diese anthropometrischen Methoden kehren nun in neuem Gewand zur&uuml;ck. Was die Frage aufwirft: Zementiert die Technologie den sozialen Ausschluss noch weiter? &hellip;<br>\nDie Journalistin und Medientheoretikerin Ariana Dongus argumentiert, die Fl&uuml;chtlingscamps des UNHCR seien &ldquo;Versuchsla-bore f&uuml;r biometrische Datenerfassung&rdquo;: Neue Technologien w&uuml;rden im globalen S&uuml;den getestet, bis sie in der westlichen Welt als sicher und damit verk&auml;uflich gelten. Die neomarxistische These: Der Norden liefert die Technik, den Menschen im unterentwickelten S&uuml;den bleibt nichts anderes &uuml;brig, als diese zu nutzen. Die Abh&auml;ngigkeit geht weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/biometrie-jemen-huthi-fingerabdruck-iris-scan-gesichtserkennung-1.4551132\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Liebe zur Bombe<\/strong><br>\nIm Interview mit der Welt (Freitagausgabe) meint der deutsche, in Gro&szlig;britannien lehrende Politikwissenschaftler Maximi-lian Terhalle, Deutschland sehe &raquo;nicht einmal die Gefahr&laquo; einer atomaren Eskalation, die sich aus dem Ende des INF-Vertrages &uuml;ber das Verbot landgest&uuml;tzter Atomraketen ergeben k&ouml;nnte: &raquo;Damit werden nukleare Mittelstreckenraketen wieder gebaut werden.&laquo; Seiner Sicht der Dinge entsprach auch die Widerspiegelung dieses vom Westen und speziell von den USA verursachten Desasters in den deutschen &uuml;berregionalen Zeitungen. Die Devise hie&szlig;: Tiefer h&auml;ngen, Kommenta-re vermeiden, Kleinklein erz&auml;hlen und immer fragen, ob Moskau oder Washington den Vertrag zuerst verletzt haben. In ARD- und ZDF-Nachrichten: Gefahren gibt es allein im Wald und durch Migranten. Der AfD muss geholfen werden. Jenseits der deutschen Grenzen wird anders geschrieben. Der Wiener Standard zitiert z. B. am Freitag UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres, der im Februar, kurz nach K&uuml;ndigung des INF-Vertrages durch die USA, in Genf vor der Abr&uuml;stungskonferenz er-kl&auml;rt habe: &raquo;Die Nationen m&uuml;ssen abr&uuml;sten, oder sie gehen unter.&laquo; Es drohe ein Kollaps der Abkommen zur Verhinderung eines Atomkriegs. (&hellip;)<br>\nSo ist wieder einmal alles klar auf der atomaren Andrea Doria: Die einen zertr&uuml;mmern einen Abr&uuml;stungsvertrag nach dem anderen, r&uuml;sten beispiellos auf und zerst&ouml;ren durch &raquo;Da und dort&laquo;-Kriege ganze Weltregionen wegen &raquo;unserer&laquo; Rohstoff- und Handelsinteressen, verursachen Elend und millionenfache Flucht. Unver&auml;ndert bleibt: Der Russe ist schuld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/360076.liebe-zur-bombe.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Befeuern deutsche Waffenlieferungen den Konflikt um Kaschmir?<\/strong><br>\nEine Liste der Bundesregierung zeigt: Indien und Pakistan geh&ouml;ren zu den Entwicklungsl&auml;ndern, die am meisten von deut-schen R&uuml;stungsexporten profitieren. Wie wirkt sich das auf den Konflikt der beiden verfeindeten Atomwaffenm&auml;chte um Kaschmir aus?<br>\nMit der Aufhebung der Autonomierechte f&uuml;r die Unruheregion Kaschmir drohen die Spannungen in dem Himalayagebiet wieder zu eskalieren. Eine Liste der Bundesregierung zeigt nun, dass die beiden verfeindeten Atomwaffenm&auml;chte Indien und Pakistan zu den f&uuml;nf Entwicklungsl&auml;ndern geh&ouml;ren, die am meisten von deutschen R&uuml;stungsexporten profitieren. Demnach waren die beiden L&auml;nder im Zeitraum Januar 2017 bis Juli 2019 auf Platz zwei und f&uuml;nf der Entwicklungsl&auml;nder, f&uuml;r die die meisten Exportgenehmigungen f&uuml;r R&uuml;stungsg&uuml;ter erteilt worden waren. Im Falle Indiens summierten sich die Exportgenehmigungen auf eine H&ouml;he von mehr als 278 Millionen Euro und Pakistans auf eine H&ouml;he von 247 Millionen Euro. Auch die anderen Empf&auml;ngerl&auml;nder sind nicht ganz unproblematisch, wie etwa Indonesien und Marokko. Die meis-ten R&uuml;stungsexporte aus dieser Kategorie gingen nach &Auml;gypten.<br>\nDie Liste liegt der F.A.Z. vor. Die Bundesregierung hatte sie auf eine Anfrage des Abgeordneten Uwe Kekeritz erstellt. Aus-dr&uuml;cklich nicht aufgef&uuml;hrt sind Exportgenehmigungen von R&uuml;stungsg&uuml;tern in Industriel&auml;nder.<br>\nIm Konflikt zwischen Indien und Pakistan hat sich die Lage allerdings seit Jahresanfang deutlich zugespitzt. Nach der Ent-scheidung der indischen Regierung vom Montag, die Sonderrechte des unter ihrer Verwaltung stehenden Teils von Kasch-mir zu streichen, wird nun mit einer neuen Welle der Unruhen gerechnet. Dadurch wird auch die Gefahr von milit&auml;rischen Spannungen entlang der &bdquo;Line of Control&ldquo;, der faktischen Grenze zwischen Indien und Pakistan, gr&ouml;&szlig;er. Die Zentralregie-rung hatte vorsorglich zus&auml;tzliche Truppen in den Bundestaat Jammu und Kaschmir geschickt. Indien wirft dem Nachbar-land vor, heimlich Separatisten in Kaschmir zu unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/befeuern-deutsche-waffenlieferungen-den-konflikt-um-kaschmir-16320126.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Libyen im Proxy-War-Milizen-Schlamassel<\/strong><br>\nInhaftierte Migranten sollen dazu gezwungen worden sein, Waffen f&uuml;r Milizen zu s&auml;ubern und zu reparieren. Der libysche Innenminister k&uuml;ndigt erneut an, dass drei Migranten-Haftzentren geschlossen werden<br>\nRuanda will Migranten, die in libyschen Haftanstalten eingesperrt sind, aufnehmen. In Zusammenarbeit mit internationalen Hilfsorganisationen und der EU wird derzeit ein Notfallplan erarbeitet. Er geht zur&uuml;ck auf ein Angebot des ruandischen Pr&auml;sidenten Paul Kagame, das dieser 2017 gemacht hat, wonach er bis zu 30.000 afrikanische Migranten aus Libyen im Verlauf mehrerer Jahre aufnehmen will.<br>\nZum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt sind es 500 Migranten aus Libyen, die Ruanda aus den Lagern mit den inakzeptablen Bedingungen aufnehmen will, wie die Financial Times aus dem Au&szlig;enministerium in Ruanda erfahren hat. Den Rahmen daf&uuml;r bildet der sogenannte Notfall-Transit-Mechanismus (emergency transit mechanism), der von der Eu und der UN finanziert wird. Das w&auml;re ungef&auml;hr ein Zehntel der etwa 5.000 Migranten, die nach Sch&auml;tzungen der UN in den libyschen Lagern zum Teil gewaltsam und unter Todesdrohungen festgehalten werden.<br>\n70 Prozent unter ihnen, so &uuml;bermittelt es die britische Zeitung, sind Fl&uuml;chtlinge und Asylsuchende. Ein Teil von ihnen sei f&uuml;r ein Resettlement-Programm vorgesehen.<br>\nDem Bericht &uuml;ber das Angebot aus Ruanda ist eine f&uuml;r Libyen typische Not bei der Suche nach Problemen aus einer verzweifelten Lage anzumerken. Vincent Cochetel, der Sondergesandte des UNHCR f&uuml;r Libyen, steht unter dem Druck, eine schnelle L&ouml;sung daf&uuml;r zu finden, dass Migrantenlager geschlossen werden. Zumindest hat dies vor ein paar Tagen der Innenminister der international anerkannten libyschen Regierung, Fathi Bashagha erneut, angek&uuml;ndigt, nachdem das UNHCR gefordert hatte, m&ouml;glichst alle Lager zu schlie&szlig;en und die festgehaltenen Migranten auf freien Fu&szlig; zu setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Libyen-im-Proxy-War-Milizen-Schlamassel-4489737.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>In der Wanne heimlich weinen<\/strong><br>\nLush ist einer der Marktf&uuml;hrer f&uuml;r teure Kosmetik mit Feelgood-Faktor. Tiere sollen nicht leiden, Bauern nicht ausgebeutet werden. Und das Personal?<br>\nLush wirbt mit heilem &Ouml;kokapitalismus: vegan, frisch, handgemacht, ethisch. Viel Fairtrade, wenig Palm&ouml;l. Gute Laune. Da will ich arbeiten.<br>\nUlrikes Kollegin Susanne reibt mir den Arm mit Peeling ein. &bdquo;Ist das nicht angenehm?&ldquo; Demo hei&szlig;t das hier, der Erfolgsfak-tor bei Lush.<br>\n&bdquo;Was ist, wenn die Kunden das nicht wollen?&ldquo; &bdquo;Die allermeisten lassen das gerne mit sich machen.&ldquo;<br>\nMindestens f&uuml;nf Demos soll jeder Kunde sehen und sp&uuml;ren. F&uuml;nf Mal den Arm eingerieben bekommen; die Hand mit Loti-on massiert; den Kopf &uuml;ber ein Blubberbecken gehalten. Sonst begreift er wom&ouml;glich nicht, warum er 20 Euro f&uuml;r eine Fla-sche Duschgel ausgeben soll oder 60 Euro f&uuml;r eine Gesichtscreme. &bdquo;Wir haben diese englische Herangehensweise&ldquo; meint wieder Ulrike: &bdquo;Wir fragen den Kunden nicht blo&szlig; einmal.&ldquo; Nur auf der Stra&szlig;e, von WWF- oder Amnesty-Spendensammlern, wird man so offensiv angesprochen wie hier. Sie selbst habe als einfache Verk&auml;uferin angefangen, erz&auml;hlt Ulrike. Und sich angestrengt.<br>\n&Uuml;brigens bekomme ich den Job.<br>\nAn meinem ersten Tag verf&uuml;hre ich Kinder, m&ouml;glichst viele &bdquo;Badebomben&ldquo; in den Korb ihrer Eltern zu legen (immer einen Korb unterjubeln, das bringt 20 Prozent mehr Verk&auml;ufe!). &bdquo;Da ist ein kleiner Dino drin&ldquo;, sage ich und dr&uuml;cke sie ihnen in die Hand oder lasse sie ins warme Testbecken gleiten. Die Kinder l&auml;cheln verschmitzt. 10,95 Euro weg &ndash; f&uuml;r einmal buntes Badewasser.<br>\nIch lerne meine Kolleginnen kennen: Alle sind Frauen, alle sind unter 25, alle sehen deutlich j&uuml;nger aus. Und: happy. Man-che von ihnen wirken geradezu dankbar, hier arbeiten zu d&uuml;rfen. Deshalb tanzen sie wohl so oft und energisch zu der Mu-sik, die durch den Laden schallt. Loud and proud hei&szlig;t das bei Lush. &bdquo;Supers&uuml;&szlig; seid ihr&ldquo;, ruft Susanne. Dann f&uuml;hrt sie mich durch den Laden. Ungef&auml;hr alles, was sie mir zeigt, ist ihr &bdquo;absolutes Lieblingsprodukt&ldquo; und &bdquo;Oh mein Gott, ich liebe es!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Seifenhersteller-Lush-als-Arbeitgeber\/!5610203\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Armut im Fernsehen &ndash; Das Klischee bedienen f&uuml;r die Quote<\/strong><br>\nArmut ist ein Stigma, &uuml;ber das viele schweigen. Zahlreiche Fernsehsendungen, wie die Serie &bdquo;Armes Deutschland&ldquo; widmen sich dem Thema, in dem sie zwar Menschen zu Wort kommen lassen, aber dabei in Klischees schwelgen. Das Hauptprob-lem sei, dass die Ursachen von Armut meistens au&szlig;en vor blieben, sagte die Journalistin Agatha Kremplewski, im Deutsch-landfunk Kultur.<br>\n&bdquo;Es werden immer stark emotional aufgeladene Einzelschicksale pr&auml;sentiert, die von dem strukturellen Problem Armut ablenken.&ldquo; Dabei gehe es oft um &bdquo;gute oder b&ouml;se Arme&ldquo;. &bdquo;Die b&ouml;sen Armen sind dann eben die, die sich weigern, arbeiten zu gehen, die faul sind, die ungebildet dargestellt werden, die teilweise sogar kriminell sind und die nat&uuml;rlich beim Zu-schauer dann sehr viele negative Emotionen erzeugen wie Wut, wie &Auml;rger.&ldquo;<br>\nDie &bdquo;guten Armen&ldquo; seien dann h&auml;ufig Menschen, die sich im Niedrigsektor abarbeiteten und Mitleid erzeugen. Es gebe eine gro&szlig;e Bandbreite solcher Formate, wie &bdquo;Hartz und Herzlich&bdquo;, Sozialexperimente bei &bdquo;Pl&ouml;tzlich arm, pl&ouml;tzlich reich&ldquo; oder &bdquo;Vera unterwegs&ldquo;. Die meisten Sendungen funktionierten &auml;hnlich und zeigten angeblich den Alltag von Menschen in prek&auml;-ren Lebenslagen.<br>\n2011 wurde der Harz IV-Empf&auml;nger Arno D&uuml;bel als angeblich &bdquo;frechster Arbeitsloser&ldquo; durch zahlreiche Talkshows gereicht und sorgte f&uuml;r Emp&ouml;rung. &bdquo;Nat&uuml;rlich laden diese Figuren extrem viele negative Emotionen auf sich und vereinen sehr, sehr viele Klischees miteinander&ldquo;, sagte Kremplewski. D&uuml;bel habe einen Hund besessen, viel geraucht und den ganzen Tag auf dem Sofa gesessen und Fernsehen geschaut. Solche Personen w&uuml;rden zur Projektionsfl&auml;che f&uuml;r den eigenen Frust, ohne jeden Kontext zu sehen.<br>\nZur Motivation der Darsteller, an solchen Sendungen mitzuwirken, sagte Kremplewski, sie habe mit &bdquo;Alex&ldquo; aus &bdquo;Armes Deutschland&ldquo; dar&uuml;ber gesprochen. Er habe mitgewirkt, weil er darauf gehofft habe, durch die Teilnahme neuen Antrieb zu bekommen. &bdquo;Nat&uuml;rlich ist der finanzielle Aspekt auch ein Grund&ldquo;, sagte die Journalistin. Oft erf&uuml;hren die Darsteller nicht, f&uuml;r welche Sendung das gedrehte Material sp&auml;ter verwendet werde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/armut-im-fernsehen-das-klischee-bedienen-fuer-die-quote.2156.de.html?dram:article_id=455546\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die in den Privatsendern produzierten sogenannten Dokumentationen dienen ganz im Sinne der Herr-schaftssicherung, der Abwertung und Stigmatisierung von Menschen, die in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen leben m&uuml;ssen. Wie der Beitrag richtig vermerkt geht es nicht einmal im Ansatz darum gesellschaftliche und &ouml;konomische Zusammenh&auml;nge von Armut aufzuzeigen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;New York Times&rdquo; &auml;ndert Trump-&Uuml;berschrift nach massiven Protesten<\/strong><br>\n&ldquo;Unfassbar&rdquo; &ndash; das ist eine prominente Reaktion auf die urspr&uuml;ngliche Titelzeile der &ldquo;New York Times&rdquo; zu Donald Trumps Aussagen &uuml;ber die US-Massaker. Das Medienhaus reagierte prompt.<br>\nDie Reaktion der Redaktion lie&szlig; nicht lange auf sich warten: Die &ldquo;New York Times&rdquo; hat die Titelzeile ihrer Aufmachergeschichte f&uuml;r den 6. August in einer zweiten Auflage ge&auml;ndert. Im Original las sich die &Uuml;berschrift zu Donald Trumps Reaktion auf die Massaker in Texas und Ohio so: &ldquo;Trump mahnt zu Einheit gegen Rassismus&rdquo; (&ldquo;Trump urges unity vs. racism&rdquo;). Diese Zeile hatte f&uuml;r erhebliche Proteste gesorgt.<br>\nAls einer der Ersten ver&ouml;ffentlichte der bekannte Statistik-Journalist Nate Silver einen Preview des Titelblatts bei Twitter mit dem Kommentar &ldquo;Ich glaube nicht, dass ich das so formulieren w&uuml;rde&rdquo;. Sein Beitrag wurde massiv weiterverbreitet.<br>\nDie Kritik: Auch wenn die Zeile strenggenommen korrekt sei, verkenne oder verharmlose sie den Kontext der Aussagen des Pr&auml;sidenten. Schlie&szlig;lich habe dieser sich in der Vergangenheit immer wieder rassistisch ge&auml;u&szlig;ert, etwa in seinen Attacken gegen Einwanderer aus Mexiko (&ldquo;Vergewaltiger&rdquo;), vier weibliche Kongressabgeordnete (&ldquo;warum gehen sie nicht zur&uuml;ck&rdquo;) oder den vornehmlich von Afroamerikanern bewohnten Ort Baltimore (&ldquo;von Ratten befallenes Drecksloch&rdquo;).<br>\nIn diesem Zusammenhang seien seine Aussagen &uuml;ber die Todessch&uuml;sse nicht so einfach f&uuml;r bare M&uuml;nze zu nehmen, so die Kritik. Zudem habe Trump in seinem Statement ausgiebig auf die mutma&szlig;liche Geisteskrankheit der M&ouml;rder hingewiesen und die Tragweite der Ereignisse so weiter relativiert. Bei Twitter k&uuml;ndigten manche Nutzer an, ihr Abo der Zeitung zu k&uuml;ndigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/new-york-times-aendert-trump-ueberschrift-nach-massiven-protesten-a-1280794.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Pressefreiheit &ndash; Analyse eines westlichen Werteverfalls<\/strong><br>\nIn den westlichen Staaten verschiebt sich die Bedeutung der Pressefreiheit. Aus der Freiheit &uuml;ber alles zu berichten, wor&uuml;ber andere nicht wollen, dass berichtet wird, wird die erz&auml;hlerische Freiheit, etablierte Narrative phantasievoll zu f&uuml;llen. Eine Beweisf&uuml;hrung.<br>\nEs ist im Kern ein ungeheuerlicher Vorgang: Die britische Medienaufsicht Ofcom verurteilt RT zu einer Strafe von 200.000 Pfund. Der Vorwurf lautet, RT habe die Position der britischen Regierung bei der Berichterstattung im Fall Skripal und zum Krieg in Syrien nicht angemessen ber&uuml;cksichtigt. Noch einmal langsam zum besseren Verst&auml;ndnis: Es geht nicht darum, dass RT nachweislich falsch berichtet h&auml;tte. Die Strafe wird au&szlig;ergerichtlich von der Beh&ouml;rde verh&auml;ngt, weil RT die Position der britischen Regierung im Falle Skripal und in Bezug auf Syrien nicht angemessen repr&auml;sentiert und damit das Gebot der Ausgewogenheit verletzt habe.<br>\nIn Russland kommentierte man, die Strafe sei freilich bezahlbar, allerdings sei sie vermutlich nur ein Testballon. In der Tat ist die Entwicklung aus mehreren Gr&uuml;nden bedenklich. Die Kriterien, die hier angelegt werden, sind schwammig und &ouml;ffnen der Willk&uuml;r T&uuml;r und Tor. Was hei&szlig;t nicht angemessen? Eine quasi staatliche Beh&ouml;rde beurteilt die Angemessenheit der Berichterstattung &uuml;ber die Regierung? Solche Vorgehensweisen erwartet man von autorit&auml;ren Regimen, aber nicht von Gesellschaften, die sich der EU-Charta und westlichen Werten verpflichtet f&uuml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/90925-pressefreiheit-analyse-westlichen-werteverfalls\/?fbclid=IwAR1iJm6ToenZGlnS_csgQ-Phu5f1RNo8Pmd6piLW_gp0MpChhWb0aN48yLQ#.XUkK-rDqrfA.facebook\">Gert Ewen Ungar auf RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Russland wirft Deutscher Welle Einmischung vor<\/strong><br>\nDie Sendung &bdquo;Sonntagabend mit Wladimir Solowjow&ldquo; geh&ouml;rt zum festen Programm des staatlichen Fernsehkanals Rossija 1. Ein Propagandaformat, das den Staatsapparat und dessen Handeln uneingeschr&auml;nkt lobt. Wird ein Funktion&auml;r eingela-den, muss er keine kritischen Fragen f&uuml;rchten.<br>\nAm vergangenen Sonntag nun war Marija Sacharowa zugeschaltet, die Sprecherin des russischen Au&szlig;enministeriums.<br>\nSie spricht von Einmischung des Westens: &bdquo;Ich denke, das ist ein ph&auml;nomenaler Ausrutscher westlicher Medien und Jour-nalisten, als die Deutsche Welle in russischer Sprache den folgenden Aufruf ver&ouml;ffentlichte: Moskauer, geht auf die Stra&szlig;e! Stellen Sie sich vor: Moskau, geh&lsquo; auf die Stra&szlig;e!&ldquo;<br>\nAuch das Au&szlig;enministerium selbst erkl&auml;rt in einem Schreiben an die Deutsche Welle, die habe &bdquo;eindeutige Aufrufe zur massenhaften Teilnahme an unerlaubten Protesten ver&ouml;ffentlicht&ldquo;.<br>\nDer Sprecher der Deutschen Welle, Christoph Jumpelt, widerspricht: &bdquo;Das ist absolut an den Haaren herbeigezogen. Die Berichterstattung &uuml;ber die Proteste, nicht nur an diesem Wochenende, sondern &uuml;ber den gesamten Zeitraum, den die schon laufen, ist selbstverst&auml;ndlich neutral und aus der reinen Perspektive des Berichterstatters.&ldquo;<br>\nEs bleibt aber unklar, worauf sich das russische Au&szlig;enministerium genau bezieht, weil es die Vorw&uuml;rfe nicht untermauert: &bdquo;Ich gehe davon aus, dass Frau Sacharowa in ihren &Auml;u&szlig;erungen sich die Freiheit genommen hat, von uns zitierte &Auml;u&szlig;erun-gen der Demonstrationsorganisatoren unseren Redakteuren in den Mund zu legen, als redaktionellen Inhalt. Was das nat&uuml;rlich so nicht ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/proteste-in-moskau-russland-wirft-deutscher-welle.1773.de.html?dram:article_id=455602\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Deutsche Welle wehrt sich gegen Vorwurf der Einmischung<\/strong><br>\nWegen der Berichterstattung der Deutschen Welle (DW) &uuml;ber die Demonstrationen gegen die Kandidatenauswahl f&uuml;r die Regionalwahl am 8. September in Moskau gibt es &Auml;rger mit der russischen F&uuml;hrung. Die Sprecherin des Au&szlig;enministeri-ums, Maria Sacharowa, warf der DW vor, sich in die Proteste einzumischen.<br>\nSie behauptete, der deutsche Auslandssender habe Ende Juli in russischer Sprache einen Aufruf ver&ouml;ffentlicht mit folgen-dem Text: &bdquo;Moskauer! Gehen Sie auf die Stra&szlig;e.&ldquo; W&auml;hrend seiner Berichterstattung am vorvergangenen Samstag war der DW-Korrespondent Sergej Dik von Spezialeinsatzkr&auml;ften vor&uuml;bergehend festgenommen worden.<br>\n&bdquo;Das ist schon an den Haaren herbeigezogen&ldquo;, entgegnete DW-Intendant Peter Limbourg im Deutschlandfunk Kultur auf diese Vorw&uuml;rfe. Der Korrespondent habe eine g&uuml;ltige Akkreditierung besessen und diese vorgezeigt. Die Sicherheitskr&auml;fte h&auml;tten aber gesagt, das Papier sei nichts wert und ihn mitgenommen. &bdquo;Das geht nat&uuml;rlich gar nicht&ldquo;, sagte Limbourg.<br>\nDie Sprecherin des Au&szlig;enministeriums tue nun so, als ob ein Journalist, der &uuml;ber eine nicht genehme Demonstration berich-tet habe, automatisch Teilnehmer gewesen sei. &bdquo;So geht Journalismus dann &uuml;berhaupt nicht mehr, deswegen wehren wir uns dagegen.&ldquo; Es handele sich um Methoden eines Polizeistaates, kritisierte Limbourg. Die DW habe auch nicht zur De-monstration aufgerufen, sondern habe Oppositionskr&auml;fte zitiert, die einen Aufruf gestartet h&auml;tten.<br>\nDie DW habe ihre Nutzerzahlen in den vergangenen Jahren ausgebaut, sagte Limbourg. &bdquo;Auch gerade in Russland.&ldquo; Der deutsche Auslandssender werde im Land als relevantes Medium wahrgenommen und habe den russischen sowie den ukrainischen Dienst deutlich ausgebaut. &bdquo;Dadurch sind wir vielleicht der russischen Seite &ouml;fter mal ein Dorn im Auge.&ldquo; An-ders als die russischen Staatsmedien sei die DW nicht vom Au&szlig;enministerium gelenkt, sondern berichte frei und unabh&auml;n-gig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/russland-berichterstattung-deutsche-welle-wehrt-sich-gegen.1008.de.html?dram:article_id=455673\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Anders als die russischen Staatsmedien sei die DW nicht vom Au&szlig;enministerium gelenkt, sondern berichte frei und unabh&auml;ngig.&ldquo; Wie w&uuml;rde Clint Eastwood sagen: You made my day!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Man beachte den feinen sprachlichen Unterschied in diesem Deutschlandfunk Kultur Artikel: nicht  &bdquo;g e n e h m e&ldquo;  Demonstration, wo es doch wohl  nicht genehmigte  Demonstration hei&szlig;en m&uuml;sste!<\/em><\/p>\n<p><em>Im &Uuml;brigen: was w&uuml;rde in der BRD polizeilicherseits eigentlich geschehen, gingen Demonstranten zu einer nicht genehmig-ten Demonstration z.B. in Berlin auf die Stra&szlig;e? Nun, die schwarzen M&auml;nner in milit&auml;rischer Kampfausr&uuml;stung ziehen be-stimmt nicht ihre Samthandschuhe an, wenn sie zu einem Einsatz befohlen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Liebe Greta-Hasser, Klimawandelleugner und rechte Trolle &ndash; geht einfach!<\/strong><br>\nDie junge Aktivistin Greta Thunberg ist im Internet zum Hassobjekt der Klimawandelleugner und rechten Trolle geworden &ndash; leider auch auf JusticeNow!. Das Problem ist: Ihre &bdquo;Kritiker&ldquo; verstehen die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels nicht. Ich bin es leid, mich mit ihnen zum Fu&szlig;ballspielen zu verabreden &ndash; und sie kreuzen wieder und wieder mit ihrem Tennisschl&auml;ger auf.<br>\n&bdquo;JusticeNow! vertritt explizit links-liberale, anarchistische und pazifistische Ans&auml;tze&ldquo;, so ist es auf der About-Seite auf justicenow.de zu lesen. Dies war der Anspruch, mit dem ich im Februar 2015 diese Seite gr&uuml;ndete &ndash; was nat&uuml;rlich nicht hei&szlig;t, dass die Leserinnen und Leser der Seite diese Perspektive teilen sollen, nur dass das eben meine Perspektive ist. Meine eigenen Analysen und Artikel befassen sich aus einer antimilitaristischen Sicht vor allem mit Fragen rund um Krieg und Frieden, das U.S. Empire und den Gro&szlig;raum Middle East. Ich interessiere mich jedoch f&uuml;r eine Vielzahl weiterer Themen. Etwa Fragen sozialer Gerechtigkeit, Rassismus, Tech, Philosophie, Genderfragen, Wissenschaft, LGBTQ, Atheismus und eine Wagenladung weiterer &ndash; nur schreibe ich &uuml;ber diese Themen selten bis gar nicht. Auch mein Tag hat nur 24 Stunden. [&hellip;]<br>\nAm vergangenen Freitag verlinkte ich schlie&szlig;lich einen Artikel von Jens Berger von den NachDenkSeiten (Transparenz: f&uuml;r die ich auch gelegentlich schreibe), in dem es exakt um dieses Internetph&auml;nomen des Hasses auf Greta Thunberg ging. Neben positiven Reaktionen formulierte etwa Jakob Frey* einen ausf&uuml;hrlichen Post, dessen Inhalt mittelalterlicher Frauenverachtung seinesgleichen sucht. Er k&ouml;nne die w&uuml;tenden Internet-M&auml;nner und ihren Hass auf Greta verstehen, da schlie&szlig;lich &bdquo;alle Vorz&uuml;ge unserer Zivilisation &hellip; von M&auml;nnern erfunden, erschaffen &hellip; von ihnen unterhalten, gebaut, repariert und transportiert&ldquo; wurden und werden. &bdquo;Was w&auml;re mit diesen M&auml;dchen und Frauen, h&auml;tte es keine alten und jungen M&auml;nner gegeben? &hellip; Sie w&uuml;rden in Holzh&uuml;tten leben, mit Feuerholz heizen und in ein Plumpsklo kacken.&ldquo; Und junge Frauen wie Greta, mit ihren subversiven Ideen, wollten diesen alten M&auml;nnern nun ihrer wohlverdienten Pfr&uuml;nde berauben. Auf meinen Einwand, er w&uuml;rde &bdquo;Jahrtausende des Patriarchats, der systematischen Unterdr&uuml;ckung und Exklusion von Frauen&ldquo; schlicht ignorieren, kam eine klare Reaktion: &bdquo;Welches Patriarchat?&ldquo; [&hellip;]<br>\nEs ist das grundlegende Problem der gesamten &bdquo;Diskussion&ldquo;: Der Klimawandel ist ein physikalisch-chemisches Ph&auml;nomen und unterliegt damit der wissenschaftlichen Methodik &ndash; und zwar ausschlie&szlig;lich. Die wissenschaftliche Methodik folgt Konzepten wie Hypothese, Beweisf&uuml;hrung, Gegenbeweis, Quellenarbeit, Statistik. Abermillionen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der ganzen Welt arbeiten Jahrzehnte daran, sich diese Fertigkeiten anzueignen. Sie investieren den Gro&szlig;teil ihrer Lebenszeit darauf, den Klimawandel aus allen nur erdenklichen Perspektiven zu beleuchten und zu analysieren. Doch Klimawandelleugnern gen&uuml;gt ein 7-min&uuml;tiges YouTube-Video eines x-beliebigen Scharlatans, um sich dar&uuml;ber hinwegzusetzen. F&uuml;r sie gilt die wissenschaftliche Methode nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-08-06\/liebe-greta-hasser-klimawandelleugner-und-rechte-trolle-geht-einfach\/?fbclid=IwAR3wYYjwcnuw7icyuT09PvEi7Xxsl3N5YByKBZW_FEjdTyPV-JG9r_25gG8\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-53995","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53995","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=53995"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53995\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53997,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53995\/revisions\/53997"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=53995"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=53995"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=53995"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}