{"id":54017,"date":"2019-08-08T08:35:50","date_gmt":"2019-08-08T06:35:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017"},"modified":"2019-08-08T08:35:50","modified_gmt":"2019-08-08T06:35:50","slug":"hinweise-des-tages-3424","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h01\">Moskauer Oppositionsdemos: Pressekrieg als Nachgefecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h02\">Alle Zeichen stehen auf Rezession &ndash; aber Berlin will nicht handeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h03\">Brasiliens gef&auml;hrlicher Kurs: Agrarexporte als Gift f&uuml;r die &ldquo;Lunge der Erde&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h04\">How the world&rsquo;s dirtiest industries have learned to pollute our politics<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h05\">Mikrokredite in Kambodscha: Lukratives Gesch&auml;ft mit der Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h06\">Tierschutzversagen mit System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h07\">Blackstone kauft sich bei europ&auml;ischer Konkurrenz ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h08\">Zahlen steigen &ndash; Immer mehr Privatsch&uuml;ler in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h09\">Die Geschichte von der Lohnhochwertung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h10\">Polizeigewalt in Frankreich: Au&szlig;er Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h11\">Gewalt in Brasilien: Jedem seine Waffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h12\">Krieg der Kerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h13\">Prozesse zu Bild- und Tonaufnahmen: Polizei m&ouml;chte ungefilmt bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h14\">Bundesregierung muss Erdogans Milit&auml;roffensive verurteilen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h15\">US-Wirtschaftsblockade gegen Venezuela ist verbrecherisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54017#h16\">Jugendappell vor der UNO in New York<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Moskauer Oppositionsdemos: Pressekrieg als Nachgefecht<\/strong><br>\nBeim gro&szlig;en Feindbildaufbau im russischen Netz wird wohlweislich unterschlagen, dass die DW Russisch auch in liberalen russischen Kreisen und deren sozialen Netzen keine zentrale Stellung hat. Beispielsweise ist die Anzahl der Twitter-Follower von DW &ndash; verglichen mit den wirklichen Protesttr&auml;gern unter den liberalen russischen Medien &ndash; gering: Etwa 10 Prozent derer der Onlinezeitung Meduza oder 5 Prozent derer des liberalen TV-Senders Doschd, der wiederum, verglichen mit den landesweiten und kremlnahen TV-Stationen, ein Zwerg ist. So l&auml;sst sich die DW bestenfalls als wohlwollendes Anh&auml;ngsel der russischen Liberalen bezeichnen, aber wohl kaum als treibende Kraft oder gar als Schaltzentrale. Denn auch von vielen Liberalen aus Russland wird solchen Auslandssendern mit gesundem Misstrauen begegnet, denn die ganz anderen Interessen eines solchen Regierungsmediums als die von eigenen liberalen Zeitungen ist ebenso vielen bewusst, wie der Staatsauftrag von RT deutsch unter deutschen Oppositionellen, die dem Westen nicht per se blau&auml;ugig begegnen.<br>\nDerartige Details unterschl&auml;gt RT und f&uuml;ttert damit &ndash; vors&auml;tzlich oder grob fahrl&auml;ssig &ndash; Verschw&ouml;rungstheorien in der prorussischen Szene Mitteleuropas, wonach die Protestierer ferngesteuerte Roboter des Westens seien. Denn der RT deutsch-Leser wei&szlig; in der Regel nichts von der geringen Bedeutung der Berichterstattung der Deutschen Welle in Russland und bekommt br&uuml;hwarm serviert, die DW koche einen neuen Maidan. Er glaubt dann Bloggern wie Thomas R&ouml;per aus Sankt Petersburg, der auf seiner Homepage verk&uuml;ndet, der Westen stecke hinter den oppositionellen Demos. Als Beleg hierf&uuml;r nennt er beispielsweise, dass die vom Westen finanzierte Organisation OVD die westlichen Medien mit Nachrichten beliefert. Dabei vergisst er aber, dass die russischen Demonstrationsteilnehmer ihre Nachrichten eben gerade nicht von dieser Quelle bezogen, sondern aus ihren eigenen, russischen Medien und Social-Media-Kan&auml;len.<br>\nAuch der von R&ouml;per viel zitierte US-Botschafter, der die Proteste wohlwollend bei Twitter begleitete, spielte bei deren Koordination bei weiten nicht die Rolle, wie es der Blogger glauben machen will und  &ndash; Hunderte Kilometer entfernt von den Moskauer Demos &ndash; seine Stellung als scheinbar informierte Quelle in Russland selbst ausnutzt. R&ouml;pers gewagte Thesen fallen aber bei russlandfreundlich gesinnten Lesern auf fruchtbaren Boden, den RT und Sputnik bereitet haben, indem sie selbst die Deutsche Welle und andere &bdquo;Westmedien&ldquo; (Originalbezeichnung von RT, nicht der Aktuellen Kamera) von freudigen Anh&auml;ngseln zu treibenden Kr&auml;ften der Oppositionsbewegung umlackieren.<br>\nDabei ist die sachliche Erkl&auml;rung f&uuml;r die Oppositionsdemos sehr viel einfacher. Eine in den russischen Metropolen gestiegene oppositionelle Stimmung, ein Misstrauen gegen&uuml;ber den Herrschenden, das manch einem Mitteleurop&auml;er gar nicht so unbekannt vorkommen d&uuml;rfte. Eine verkrustete Nomenklatur, die Unterschriften von oppositionellen Wahlkandidaten mit Sicherheit nicht wohlwollend pr&uuml;ft, und eine ihr gegen&uuml;berstehende kritische Jugend, die wiederum dieser Pr&uuml;fung schon von vornherein misstraut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.russland.news\/moskauer-oppositionsdemos-pressekrieg-als-nachgefecht\/\">Russland News<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Alle Zeichen stehen auf Rezession &ndash; aber Berlin will nicht handeln<\/strong><br>\nZahlen l&uuml;gen nicht. Die aktuellen Wirtschaftsdaten weisen Richtung Abschwung. Darauf m&uuml;sste der Staat reagieren &ndash; und Schulden machen. Doch in Deutschland regiert der Sparfetisch.<br>\nDie Industrieproduktion ist im Juni ein weiteres Mal gefallen, und zwar mit minus 1,5 Prozent viel st&auml;rker, als von Analysten erwartet. Die Produktion folgt damit dem ebenfalls seit vielen Monaten schw&auml;cher werdenden Auftragseingang. [&hellip;]<br>\nEs gibt aber einen sehr gro&szlig;en Marktteilnehmer, der sich dieser Dynamik aus Eigeninteresse entgegenstellen kann &ndash; den Staat. Das ist die im Prinzip unbestrittene Lehre von Keynes. Denn der Staat ist &uuml;ber die Steuern am Erfolg der Privaten beteiligt und muss mehr Geld ausgeben, wenn die Arbeitslosigkeit steigt. Wenn alle sparen wollen, muss der Staat deshalb mehr Geld ausgeben, damit seine Finanzen nicht mit der Wirtschaft in den Abw&auml;rtsstrudel geraten. Dann sehen auch die privaten Akteure wieder mehr Chancen statt nur Risiken und geben wieder bereitwilliger Geld aus.<br>\nAber leider hat sich gerade in Deutschland das allzu lange einge&uuml;bte Mantra von der Urs&uuml;nde des Schuldenmachens verselbstst&auml;ndigt. Finanzminister sonnen sich im Glanz des Images als Sparfuchs und wollen auf diesen Glanz nicht verzichten &ndash; selbst wenn man mit Schuldenmachen inflationsbereinigt sogar um die zwei Prozent pro Jahr verdienen kann. Die Pr&uuml;gel bekommen ja nicht sie, sondern ihre Amtsnachfolger, die sp&auml;ter hohe Schulden machen m&uuml;ssen, wenn sinkende Steuereinnahmen, steigende Sozialausgaben und teure Bankenrettungen die Staatsfinanzen zerr&uuml;ttet haben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/analyse-alle-zeichen-stehen-auf-rezession-aber-berlin-will-nicht-handeln\/24879910.html\">Norbert H&auml;ring im Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu: Abschwung am Arbeitsmarkt? Zug&auml;nge in Arbeitslosigkeit steigen<\/strong><br>\nDer Arbeitsmarkt scheint zu schw&auml;cheln: In den letzten zw&ouml;lf Monaten verzeichnete die Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) wieder mehr Zug&auml;nge in Arbeitslosigkeit von vormals Besch&auml;ftigten.<br>\nNach der Hochstimmung am Arbeitsmarkt in den letzten Jahren gibt es nun erste Anzeichen f&uuml;r eine Abk&uuml;hlung. In den letzten zw&ouml;lf Monaten gab es deutlich mehr &Uuml;bertritte von vormals Besch&auml;ftigten in Arbeitslosigkeit als in den Jahren zuvor. Zwischen August 2018 und Juli 2019 z&auml;hlte die Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) insgesamt &uuml;ber 2,6 Millionen Zug&auml;nge in Arbeitslosigkeit aus dem ersten Arbeitsmarkt. Gegen&uuml;ber dem Vorjahreszeitraum zwischen August 2017 und Juli 2018 ist das ein Zuwachs um mehr als 18 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/abschwung-am-arbeitsmarkt-zugaenge-in-arbeitslosigkeit-steigen\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Brasiliens gef&auml;hrlicher Kurs: Agrarexporte als Gift f&uuml;r die &ldquo;Lunge der Erde&rdquo;<\/strong><br>\nBrasilien ist der weltweit gr&ouml;&szlig;te Exporteur von Soja und Rindfleisch und gleichzeitig ein Schl&uuml;sselland im Kampf gegen den Klimawandel. Doch der Agrarsektor frisst sich immer weiter in den Regenwald. Pr&auml;sident Bolsonaro k&uuml;mmert das wenig. Nun schl&auml;gt sogar die Branche selbst Alarm.<br>\nDer brasilianische Regenwald gilt als &ldquo;Lunge der Erde&rdquo;. Doch der Anstieg der landwirtschaftlichen Exporte bedroht das f&uuml;r das Weltklima so wichtige &Ouml;kosystem. Der brasilianische Pr&auml;sident Jair Bolsonaro &ndash; Klimaskeptiker und Freund der Agrarindustrie &ndash; beg&uuml;nstigt den Raubbau am Amazonaswald. Monokolturen wie der Anbau von Soja oder Rinderzucht werden zulasten umweltfreundlicherer Familienbetriebe gef&ouml;rdert.<br>\nDie exportorientierte Landwirtschaft braucht immer neue Fl&auml;chen. Im Regenwald und auch in der Cerrado-Savanne im S&uuml;dosten Brasiliens werden riesige W&auml;lder vernichtet. Das hat Folgen f&uuml;r die indigene Bev&ouml;lkerung, die immer weiter zur&uuml;ckgedr&auml;ngt wird, und f&uuml;r das Klima. Die brasilianische Agrarindustrie wird deshalb auch Thema im Sonderbericht des Weltklimarats (IPCC) zu Klimawandel und Landsystemen sein, der am morgigen Donnerstag vorgestellt wird.<br>\nDas im Juni vereinbarte Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem s&uuml;damerikanischen Handelsverbund Mercosur k&ouml;nnte die brasilianischen Agrarexporte weiter ankurbeln. In dem Vertrag versprechen die Europ&auml;er zwar, kein Soja oder Rindfleisch einzuf&uuml;hren, das auf Abholzungsfl&auml;chen produziert wurde. Wie dieser Vorsatz umgesetzt werden soll, bleibt jedoch vage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Agrarexporte-als-Gift-fuer-die-Lunge-der-Erde-article21191397.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Segnungen des Freihandels.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>How the world&rsquo;s dirtiest industries have learned to pollute our politics<\/strong><br>\nThe oil and gas industry intends to spend $4.9tn over the next 10 years, exploring and developing new reserves, none of which we can afford to burn. According to the IMF, every year governments subsidise fossil fuels to the tune of $5tn &ndash; many times more than they spend on addressing our existential predicament. The US spends 10 times more on these mad subsidies than on its federal education budget. Last year, the world burned more fossil fuels than ever before.<br>\nAn analysis by Barry Saxifrage in Canada&rsquo;s National Observer shows that half the fossil fuels ever used by humans have been burned since 1990. While renewable and nuclear power supplies have also risen in this period, the gap between the production of fossil fuels and low-carbon energy has not been narrowing, but steadily widening. What counts, in seeking to prevent runaway global heating, is not the good things we start to do, but the bad things we cease to do. Shutting down fossil infrastructure requires government intervention.<br>\nBut in many nations, governments intervene not to protect humanity from the existential threat of fossil fuels, but to protect the fossil fuel industry from the existential threat of public protest. In the US, legislators in 18 states have put forward bills criminalising protests against pipelines, seeking to crush democratic dissent on behalf of the oil industry. In June, Donald Trump&rsquo;s administration proposed federal legislation that would jail people for up to 20 years for disrupting pipeline construction.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2019\/aug\/07\/fossil-fuel-lobby-pollute-politics-climate-crisis\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mikrokredite in Kambodscha: Lukratives Gesch&auml;ft mit der Armut<\/strong><br>\nMillionen Menschen in Kambodscha haben Mikrokredite aufgenommen, das Geld kommt auch aus Deutschland. Nun zeigt ein Bericht: Mitunter kommt es infolge der Kreditvergabe zu Menschenrechtsverletzungen.<br>\nAls der kambodschanische Bauer Sokha vor drei Jahren einen Mikrokredit aufnahm, ahnte er wohl noch nicht, in welche Schwierigkeiten ihn das bringen w&uuml;rde. Der f&uuml;nffache Vater lebt von dem, was ihm der Anbau des Maniok, auch Yuca genannt, einbringt. 3250 Dollar lieh er sich bei der Sathapana Bank, davon wollte er neue Maschinen f&uuml;r sein Feld kaufen. Doch dann fiel der Preis f&uuml;r Maniok.<br>\nSokha konnte seine Raten nicht mehr bezahlen. Einen Hektar seines Landes hatte er als Sicherheit hinterlegt. Zwei Mal innerhalb weniger Tage schickte die Bank einen Mitarbeiter vorbei, um nach dem ausstehenden Geld zu fragen. Sokha musste einen Teil seines Landes verkaufen &ndash; unter dem Marktwert. Also nahm er wieder einen Mikrokredit auf, um den Rest des bestehenden zu tilgen.<br>\nDer Maniok-Preis fiel weiter und Sokha h&auml;ufte Schulden an. Heute hat er nach eigenen Angaben Darlehen &uuml;ber 11.000 Dollar aufgenommen. Aus Verzweiflung holte er zwei seiner Kinder aus der Schule, sieben und zehn Jahre alt. Sie schuften nun mit ihm auf dem Feld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/mikrokredite-in-kambodscha-lukratives-geschaeft-mit-der-armut-a-1280064.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tierschutzversagen mit System<\/strong><br>\nGetreten, geschlagen, brutal misshandelt &ndash; K&uuml;he m&uuml;ssen vielerorts schlimmes Leid erfahren. BR-Recherchen zeigen: Tierschutzverst&ouml;&szlig;e haben in Deutschland System. Experten kritisieren Beh&ouml;rden und Staatsanwaltschaften.<br>\nVor wenigen Wochen schockierten grausame Bilder aus einem der gr&ouml;&szlig;ten Milchviehh&ouml;fe in in Bad Gr&ouml;nenbach in Bayern. Zahlreiche K&uuml;he sollen dort gequ&auml;lt worden sein. Laut Tiersch&uuml;tzern mussten einige kranke Tiere bis zum Tod unter gro&szlig;en Schmerzen vor sich hinvegetieren. Missst&auml;nde und Tierschutzverst&ouml;&szlig;e sind in Deutschland keine Seltenheit. Erst im Fr&uuml;hjahr hatte BR Recherche schlimme Verst&ouml;&szlig;e auf Bauernh&ouml;fen und in einem Schlachtbetrieb in Niedersachsen aufgedeckt. Kranke Tiere, die nicht mehr gehen und laufen k&ouml;nnen, wurden verbotenerweise per Seilwinde auf Transporter gezerrt und geschlachtet. Warum kommt es immer wieder zu solchen Skandalen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/br-recherche\/milchkuehe-tierschutz-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Leider immer noch ein aktuelles Thema, doch auf Julia Kl&ouml;ckner, die als Ministerin verkleidete Lobbyisten, k&ouml;nnen die geschundenen Tiere nicht hoffen! <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Blackstone kauft sich bei europ&auml;ischer Konkurrenz ein<\/strong><br>\nDer Private-Equity-Riese Blackstone kauft sich beim europ&auml;ischen Konkurrenten BC Partners ein und sorgt damit f&uuml;r viel Aufsehen. In Branchenkreisen wird erwartet, dass dem Schritt des Giganten Blackstone nach Europa weitere b&ouml;rsennotierte Beteiligungsh&auml;user wie KKR und Apollo folgen werden.<br>\nMit seinen insgesamt 545 Milliarden Dollar an verwaltetem Verm&ouml;gen, davon allein gut 171 Milliarden Dollar im Beteiligungsbereich, z&auml;hlt der Konzern Blackstone von Gr&uuml;nder und Chef Stephen Schwarzman zu den ganz Gro&szlig;en der Branche.<br>\nDa k&ouml;nnen die Beteiligungsh&auml;user aus Europa nicht mithalten. BC Partners etwa ist nur wenig sp&auml;ter als Blackstone im Jahr 1986 gegr&uuml;ndet worden, verf&uuml;gt aber nur &uuml;ber rund 22 Milliarden Euro an Anlagegeldern. Den Amerikanern falle es deshalb in den heutigen Zeiten leicht, rund 500 Millionen Euro f&uuml;r einen Anteil von zehn bis 15 Prozent an BC in London zu bezahlen, hei&szlig;t es in Finanzkreisen. [&hellip;]<br>\nBC Partners war urspr&uuml;nglich Teil der Barings Bank und wurde nach deren Pleite 1995 verselbstst&auml;ndigt. Die Experten erzielten gro&szlig;e Erfolge durch den Einstieg in Technologiefirmen, bis die Dotcom-Blase platzte. Danach wurde viel Geld in Branchen investiert, die andere links liegen lie&szlig;en.<br>\nBelohnt wurde die Strategie mit Renditen von 20 Prozent. Doch dann litt BC unter wenig erfolgreichen Beteiligungen wie der an dem britischen Immobilienvermittler Foxtons und dem schwierigen Investment in die Satellitengruppe Intelsat. Die Renditen fielen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/private-equity-firma-bc-partners-blackstone-kauft-sich-bei-europaeischer-konkurrenz-ein\/24875998.html?ticket=ST-4422927-5NBc1eZHlMA39jlh150y-ap1\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Macht der Finanzinvestoren ist nach wie vor einer der gr&ouml;&szlig;ten Gefahren f&uuml;r die Weltwirtschaft und letztendlich der Demokratie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zahlen steigen &ndash; Immer mehr Privatsch&uuml;ler in Deutschland<\/strong><br>\nJeder elfte Sch&uuml;ler lernt in Deutschland inzwischen an einer Privatschule &ndash; Tendenz steigend. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) spricht von sozialer Selektion.<br>\nPrivatschulen haben in Deutschland deutlichen Zulauf &ndash; mit konstanten oder weiter steigenden Sch&uuml;lerzahlen in den einzelnen Bundesl&auml;ndern. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben. Aus Sicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wirken private Schulen &ldquo;sozial selektiv&rdquo; und versch&auml;rfen die soziale Spaltung.<br>\nUnionsfraktionsvize Carsten Linnemann hatte mit einer &Auml;u&szlig;erung &uuml;ber h&auml;ufig unzureichende Sprachkompetenz vor der Einschulung Wirbel ausgel&ouml;st. Dabei hatte er der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo; auch gesagt: &ldquo;Bis tief hinein in die Mittelschicht erlebe ich Eltern, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken, weil das Niveau an staatlichen Schulen sinkt.&rdquo;<br>\nZu Privatschulen geh&ouml;ren etwa Waldorf- und Montessorischulen oder Einrichtungen in kirchlicher Tr&auml;gerschaft. Sie m&uuml;ssen allesamt staatlich genehmigt werden und haben eine &ldquo;heterogene Sch&uuml;lerschaft&rdquo;, wie der Verband Deutscher Privatschulverb&auml;nde betonte. Jeder elfte Sch&uuml;ler lerne inzwischen in einer Privatschule. Die GEW in Nordrhein-Westfalen kritisierte, auch der schlechte Zustand vieler &ouml;ffentlicher Schulen habe zu der steigenden Privatschulnachfrage beigetragen. Die Politik m&uuml;sse diesem Trend entgegenwirken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/privatschulen-liegen-im-trend-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Geschichte von der Lohnhochwertung<\/strong><br>\nF&uuml;r viele Ostdeutsche bringt das neue Renten&uuml;berleitungsgesetz Nachteile<br>\nMit dem k&uuml;rzlich beschlossenen Renten&uuml;berleitungs-Abschlussgesetz sollen schrittweise die ostdeutschen Rentenwerte und die Berechnung der Entgeltpunkte an das Westniveau angeglichen werden. Der aktuelle Rentenwert in den neuen L&auml;ndern f&uuml;r das Jahr 2016 lag mit 94,1 Prozent unter dem Westniveau und soll bis 2024 auf 100 West angehoben werden. Soweit die gute Nachricht. Im Gegenzug wurde festgelegt, dass die so genannte Hochwertung der ostdeutschen Entgeltpunkte schrittweise bis 2025 abgeschafft werden soll.<br>\nUnter Abschaffung der Hochwertung der niedrigeren L&ouml;hne Ost versteht man im neuen Gesetz, dass schrittweise bis und ab 2025 vollst&auml;ndig die Entgeltpunkte Ost berechnet werden, indem die niedrigeren ostdeutschen L&ouml;hne k&uuml;nftig nicht mehr durch den entsprechend niedrigeren Durchschnittslohn Ost, sondern durch den h&ouml;heren Durchschnittslohn West dividiert werden &ndash; also niedriger ausfallen, wenn es bis 2025 keine Lohnangleichung gibt.<br>\nDie Autoren des Renten&uuml;berleitungs-Abschlussgesetzes gehen davon aus, dass es bis 2025 keine Lohnangleichung geben wird. Dass bedeutet, dass das neue Gesetz zu einer drastischen Absenkung der Rentenanspr&uuml;che f&uuml;r die k&uuml;nftigen ostdeutschen Beitragszahler und Rentner f&uuml;hren wird und dies vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die Erwerbsbiografien k&uuml;nftiger ostdeutscher Beitragszahler und Rentner in den vergangenen 30 Jahren oft durch l&auml;ngere Arbeitslosigkeit unterbrochen waren und sie dadurch weniger Rentenanspr&uuml;che erwerben konnten.<br>\nDem neuen Gesetz zufolge werden die Rentenanspr&uuml;che der k&uuml;nftigen ostdeutschen Rentner bei der Berechnung der ostdeutschen Entgeltpunkte durch die Formel &raquo;Niedrigere L&ouml;hne Ost dividiert durch den Durchschnittslohn West&laquo; um 8 bis 10 Prozent sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1124020.rentenueberleitungsgesetz-die-geschichte-von-der-lohnhochwertung.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.U.:<\/strong> Das Renten&uuml;berleitungs-Abschlussgesetz ist ein trojanisches Pferd, dass die Rentenungleichheit zementiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Polizeigewalt in Frankreich: Au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nFrankreichs Sicherheitskr&auml;fte haben jedes Ma&szlig; verloren. Das Gef&uuml;hl der Ohnmacht gegen&uuml;ber der Staatsmacht radikalisiert den Protest zus&auml;tzlich.<br>\nIn Frankreich hat sich in den letzten Monaten bei Demonstrationen und damit bei der Meinungsfreiheit in signifikanter Weise etwas ver&auml;ndert. Zuerst f&uuml;r die Medien: Die Kameraleute, die FotografInnen und ReporterInnen kommen zum Arbeitseinsatz inzwischen systematisch mit Helm und Schutzmasken ausger&uuml;stet. Man muss daraus schlie&szlig;en, dass ihre Armbinde mit dem Hinweis &bdquo;Presse&ldquo; nicht reicht, um sie vor t&auml;tlichen Angriffen zu sch&uuml;tzen.<br>\nWie die Journalistengewerkschaft SNJ best&auml;tigt, wurden im Verlauf der Demonstrationen der &bdquo;Gilets jaunes&ldquo; VertreterInnen der Medien von Polizisten nicht nur in der Aus&uuml;bung ihrer Berufst&auml;tigkeit behindert oder sogar vor&uuml;bergehend festgenommen, sondern mehrfach und gezielt attackiert.<br>\nNat&uuml;rlich hie&szlig; es dann sp&auml;ter von vorgesetzten Stellen, es habe sich da um ein bedauerliches Versehen gehandelt. Nur h&auml;ufen sich diese F&auml;lle in zu offensichtlicher Weise, um dies glaubw&uuml;rdig erscheinen zu lassen. &Uuml;ber Demonstrationen live zu berichten ist heute in Frankreich ein Risikojob. Aber noch viel krasser sieht diese Entwicklung f&uuml;r die TeilnehmerInnen an Demonstrationen aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Polizeigewalt-in-Frankreich\/!5610995\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann es nur wiederholen, man vergleiche dies mit der aktuellen Berichterstattung &uuml;ber die Demonstrationen in Moskau. Die Sichtweise der deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien l&auml;sst sich mit der primitiven Formel beschreiben: Demonstrationen gegen den Neoliberalismus = b&ouml;se, Demonstrationen gegen Putin = gut.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gewalt in Brasilien: Jedem seine Waffe<\/strong><br>\nDer Zugang zu Waffen ist in Brasilien einfach &ndash; daf&uuml;r sorgt seit einem Jahr die Regierung Bolsonaro. Wie sein Vorbild aus den USA vertritt der &bdquo;Trump der Tropen&ldquo; die These: Viele Waffen sorgen f&uuml;r viel Abschreckung und damit f&uuml;r viel Sicherheit. [&hellip;]<br>\nPolizeigewalt, vor allem von Seiten der Milit&auml;rpolizei, ist in den brasilianischen Favelas seit Jahren an der Tagesordnung. Zuletzt hat sie aber Rekordh&ouml;hen erreicht. Ein Blick auf die Statistik der ersten vier Monate dieses Jahres zeigt: Die Milit&auml;rpolizei hat in Rio 434 Menschen erschossen, so viele wie nie &ndash; im Vorjahreszeitraum waren es 368. Dieser Anstieg hat auch mit der Politik und vor allem der Rhetorik eines Mannes zu tun hat.<br>\nJair Bolsonaro rief bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Acre im vergangenen Jahr dazu auf, Anh&auml;nger der PT, der Brasilianischen Arbeiterpartei zu erschie&szlig;en. Damals war er Pr&auml;sidentschaftskandidat, heute regiert er das 200-Millionen-Volk. In der Hand h&auml;lt er damals ein schwarzes, langes Kamerastativ diagonal in die H&ouml;he. Das soll eine Waffe darstellen. Er h&auml;lt sie in die Luft und tut so, als w&uuml;rde er schie&szlig;en. Daf&uuml;r wird er von der jubelnden Menge gefeiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/gewalt-in-brasilien-jedem-seine-waffe.979.de.html?dram:article_id=455685\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Krieg der Kerne<\/strong><br>\nF&uuml;r den Koalitionsfrieden mit den Konservativen nimmt Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann viel Gemurre seiner ParteifreundInnen in Kauf. Die umstrittene Versch&auml;rfung des Polizeigesetzes aber ist ein ganz anderes Kaliber &ndash; hier steht Markenkern gegen Markenkern.<br>\n&ldquo;Die Regierung ist stabiler, als man uns immer einreden will&rdquo;, sagt die konservative Kultusministerin Susanne Eisenmann, die bei den n&auml;chsten Landtagswahlen als Herausforderin von Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann antritt. Tricky formuliert. Wer ist denn &ldquo;man&rdquo;? Vor allem in der CDU und ganz besonders in ihrer Landtagsfraktion wird fr&ouml;hlich dar&uuml;ber spekuliert, wann und wie die ungeliebte Koalition mit den Gr&uuml;nen vorzeitig scheitern k&ouml;nnte. Anl&auml;sse g&auml;be es reichlich: das Tauziehen um den Landeshaushalt, das diesmal besonders heikel werden d&uuml;rfte angesichts sinkender Steuereinnahmen und der herannahenden Schuldenbremse; Fahrverbote auch f&uuml;r Euro-5-Diesel in Stuttgart; oder eben die umstrittene Novellierung des Polizeigesetzes. Speziell die Gralsh&uuml;terInnen der inneren Sicherheit bei der CDU erfreuen sich an einem Szenario, bei dem dieses Thema dem ohnehin labilen Koalitionsfrieden zwischen den nach wie vor ziemlich unterschiedlichen Partnern heftige Rammst&ouml;&szlig;e versetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/436\/krieg-der-kerne-6103.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Prozesse zu Bild- und Tonaufnahmen: Polizei m&ouml;chte ungefilmt bleiben<\/strong><br>\nNeuer Vorwurf der Beamten nach aktuellen F&auml;llen: Filme von Polizeieins&auml;tzen verletzen die Vertraulichkeit des Wortes &ndash; wegen der Tonspur.<br>\nD&uuml;rfen B&uuml;rger Polizeieins&auml;tze filmen? Eigentlich hatte das Bundesverfassungsgericht die Frage bejaht und damit gekl&auml;rt. Doch die Polizei hat sich neue Begr&uuml;ndungen f&uuml;r eine Bestrafung filmender B&uuml;rger einfallen lassen, wie aktuelle Vorg&auml;nge in Kassel zeigen.<br>\nAm 20. Juli demonstrierte dort die Neonazi-Partei &bdquo;Die Rechte&ldquo;. Dagegen formierte sich eine Gegendemonstration. Weil sich auch die oft militante Antifa aus dem nahen G&ouml;ttingen angek&uuml;ndigt hatte, gab es am Kasseler Bahnhof Polizeikontrollen. Eine 35-j&auml;hrige Kasseler Politologin wollte eigentlich zur Gegendemo. Doch als sie die aus ihrer Sicht &bdquo;ruppigen&ldquo; Polizeikontrollen sah, nahm sie ihr Smartphone und filmte. &bdquo;Dann h&auml;lt sich die Polizei vielleicht etwas zur&uuml;ck&ldquo;, hoffte sie.<br>\nDie Frau filmte, wie ein Mann an die Wand gestellt wurde und ihm beim Abtasten ein Polizist an die Genitalien griff. Wenig sp&auml;ter wurde sogar ihr Freund, der sie begleitete, kontrolliert. Wieder griff sie zum Smartphone. Doch nun wurde das Ger&auml;t von der Polizei beschlagnahmt, denn sie habe eine Straftat begangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Prozesse-zu-Bild--und-Tonaufnahmen\/!5611087\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundesregierung muss Erdogans Milit&auml;roffensive verurteilen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Bundesregierung muss die vom t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan angek&uuml;ndigte milit&auml;rische Invasion im Norden Syriens in aller Sch&auml;rfe verurteilen. Der geplante Einmarsch der t&uuml;rkischen Armee ist eine Aggression und wie schon die Besetzung der Region Afrin v&ouml;lkerrechtswidrig&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Die Milit&auml;roffensive zur Annektierung gro&szlig;er Gebiete &ouml;stlich des Euphrat ist Teil der neoosmanischen Au&szlig;enpolitik Erdogans wie auch seine jahrelange Unterst&uuml;tzung f&uuml;r islamistische Terrorgruppen in Syrien. Die Bundesregierung darf sich durch Waffenlieferungen nicht zum Komplizen der geplanten Offensive und Okkupation durch die t&uuml;rkische Armee machen. R&uuml;stungsexporte in die T&uuml;rkei m&uuml;ssen mit Blick auf die aggressive Au&szlig;en- und repressive Innenpolitik Erdogans sofort gestoppt werden.<br>\nBundesau&szlig;enminister Heiko Maas muss auf die umgehende Freilassung des deutschen Staatsb&uuml;rgers Osman B. dr&auml;ngen, der bei seiner Urlaubsreise in der T&uuml;rkei wegen unliebsamer Facebook-Kommentare von Erdogans Schergen verhaftet wurde. Die neuerliche Geiselnahme zeigt, dass niemand sicher ist vor Erdogan. Maas muss mit einer Reisewarnung f&uuml;r die T&uuml;rkei der desolaten Menschenrechtslage dort Rechnung tragen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-muss-erdogans-militaeroffensive-verurteilen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>US-Wirtschaftsblockade gegen Venezuela ist verbrecherisch<\/strong><br>\n&bdquo;Die Regierung Trump scheint entschlossen zu sein, die Bev&ouml;lkerung Venezuelas auszuhungern, um sie zur Rebellion gegen Maduro zu zwingen. Diese Politik ist verbrecherisch, sie wird jedoch nicht funktionieren. Sie wird aber das Leid der Menschen in Venezuela ins Unermessliche steigern und zahllose Tote zu verantworten haben&ldquo;, erkl&auml;rt Andrej Hunko, europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der Ausrufung einer US-Wirtschaftsblockade gegen Venezuela. Hunko weiter:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung und die Europ&auml;ische Union m&uuml;ssen sich in der Venezuela-Politik endlich vom Rockzipfel der USA l&ouml;sen und sich von dieser unmenschlichen und dysfunktionalen Politik distanzieren. Statt an der v&ouml;lkerrechtswidrigen Anerkennung Guaid&oacute;s festzuhalten, sollten sie konsequent eine Verhandlungsl&ouml;sung unter Respekt des V&ouml;lkerrechts unterst&uuml;tzen.<br>\nVenezuela braucht eine politische L&ouml;sung. Die Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition unter Vermittlung Norwegens sind hierf&uuml;r der derzeit hoffnungsvollste Versuch. Die neuen Ma&szlig;nahmen der USA drohen auch diesen zu zerst&ouml;ren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/us-wirtschaftsblockade-gegen-venezuela-ist-verbrecherisch\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Jugendappell vor der UNO in New York<\/strong><br>\nDer Appell der DFG-VK Jugenddelegation vor dem Plenum der Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag bei den Vereinten Nationen in voller L&auml;nge auf Englisch und in deutscher &Uuml;bersetzung.<br>\nHerr Vorsitzender, verehrte Delegierte, sehr geehrte Damen und Herren,<br>\nwir sind dankbar und f&uuml;hlen uns geehrt, f&uuml;r die M&ouml;glichkeit heute vor Ihnen zu sprechen. Wir f&uuml;hlen uns geehrt, heute vor Ihnen stehen zu k&ouml;nnen und die Stimmen der Jugend von &uuml;berall auf der Welt zu vertreten: China, Deutschland, Indien, Kasachstan, Japan, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Vietnam und die Vereinigten Staaten von Amerika. Wir sind &uuml;ber unsere Grenzen hinweg zusammengekommen, um f&uuml;r unsere Zukunft zu k&auml;mpfen.<br>\nWir, als globale B&uuml;rger*innen, wissen, dass es an unserer Generation liegt, aufzustehen und zusammenzukommen, um dem nuklearen Zeitalter ein Ende zu setzen. Wir sind hier, weil Atomwaffen noch immer eine massive Bedrohung f&uuml;r unsere Welt darstellen. Eine Bedrohung, die unsere Grenzen &uuml;berschreiten. Atomwaffen sind willk&uuml;rlich. Sie haben negative Auswirkungen auf indigene V&ouml;lker und zerst&ouml;ren das Leben von Kindern und Frauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dfg-vk.de\/unsere-themen\/waffen-und-ruestung\/jugendappell-vor-den-vereinten-nationen\">DFG-VK<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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