{"id":54033,"date":"2019-08-09T08:45:24","date_gmt":"2019-08-09T06:45:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54033"},"modified":"2019-08-09T10:44:43","modified_gmt":"2019-08-09T08:44:43","slug":"leserbriefe-zu-greta-thunberg-klimawandel-und-vertrocknende-baeume","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54033","title":{"rendered":"Leserbriefe zu Greta Thunberg, Klimawandel und vertrocknende B\u00e4ume"},"content":{"rendered":"<p>Die Beitr&auml;ge &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53877\">Greta und ihre &bdquo;Kritiker&ldquo; &ndash; woher kommt all die Boshaftigkeit auf etwas, das eigentlich doch nur positiv ist?<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53928\">Leserbriefe und Kommentare zum Artikel &bdquo;Greta und ihre Kritiker&ldquo;<\/a>&rdquo; riefen weitere Kommentare unter unseren Lesern hervor.  Da diese Diskussion um die wichtigen Fragen der Erhaltung unserer nat&uuml;rlichen Umwelt und der sozialen Gerechtigkeit geht, ver&ouml;ffentlichen wir hier nochmals auch Leserbriefe zu Leserbriefen. Wie so oft liegt die &bdquo;Wahrheit&ldquo; oder die &bdquo;Wahrheiten&ldquo; irgendwo zwischen den gegens&auml;tzlichen Positionen.  Auch aus den Zuschriften erscheint aber recht deutlich, dass es mit einem &bdquo;Weiter So!&ldquo; im Umgang miteinander, aber auch im Umgang mit unserem Lebensraum nicht getan ist und dass sehr viele Themen miteinander verkn&uuml;pft sind. Wer kann soziale Gerechtigkeit genie&szlig;en, wenn es kein sauberes Trinkwasser mehr gibt bzw. wenn man in einem Krieg um dieses Wasser umkommt? In diesem Zusammenhang scheint verbales Abr&uuml;sten genauso geboten, auch wenn man andere Positionen f&uuml;r verbohrt, anma&szlig;end, chauvinistisch oder naiv h&auml;lt oder wenn man die Motivation von CO&sup2; Steuern bei manchen Politikern zu Recht hinterfragen muss. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><!--more--><\/p><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>ich diskutiere regelm&auml;&szlig;ig mit einem alten Freund, der sich mittlerweile wohl eher als rechts einordnen w&uuml;rde. Noch im letzten Jahr ging es immer nur darum, wie schlimm die Fl&uuml;chtlinge f&uuml;r Deutschland sind und welche Verbrechen sie begehen und wieviel Geld sie vom Staat bekommen. In diesem Jahr &auml;nderte sich das, als ich ihn mal zur Fridays for Future-Bewegung fragte. Ich war wirklich erstaunt, wieviel Hass und Wut da pl&ouml;tzlich aus ihm sprach. Mittlerweile kann ich das allerdings tats&auml;chlich besser verstehen: In Ihrem Artikel haben Sie in meinen Augen daf&uuml;r noch keine richtige Erkl&auml;rung gefunden. Es geht um zwei Aspekte: Zum einen um das Agenda-Setting und zum anderen um die dadurch verdr&auml;ngte soziale Frage.<\/p><p>a. Die Fl&uuml;chtlingspolitik wird von der Klimapolitik als alles bestimmendes Thema abgel&ouml;st. Das wird in rechten Kreisen als Agendasetting der Gr&uuml;nen und der mit ihnen verbundenen Medien verstanden, um von den ungel&ouml;sten Fragen abzulenken. Greta Thunberg ist dabei in den Augen der Rechten nur eine Strohpuppe, um diese Ablenkung der Debatte durchzuf&uuml;hren. Aber nat&uuml;rlich muss man sich, da sie das Gesicht dieser Entwicklung ist, an ihr abarbeiten.<\/p><p>b. Letztendlich geht es aber eigentlich um die Frage der sozialen Gerechtigkeit. Der Freund, mit dem ich das immer debattiere, hat eine Familie mit zwei Kindern und kommt seit Jahren gerade so &uuml;ber die Runden. Als die Fl&uuml;chtlinge kamen, hat er sich auf dieses Thema gest&uuml;rzt und gesagt: &bdquo;Warum k&ouml;nnen die hier einfach so leben und bekommen alles umsonst, w&auml;hrend ich hart daf&uuml;r arbeiten muss und es gerade so schaffe?&ldquo; Die Wut richtete sich nicht gegen die Politik, die die Arbeitsbedingungen f&uuml;r ihn so schlecht gestaltet hat, sondern gegen die Fl&uuml;chtlinge, die nun auch noch von &bdquo;seinem&ldquo; Geld leben wollen. Der Vorteil dieser Wut war, dass die Fl&uuml;chtlinge konkret vor Ort waren. Nun verlagert sich die Debatte aber (wie in Punkt 1 geschrieben) zur Klimapoliktik. Es geht nun gar nicht mehr um die soziale Frage (in der Fl&uuml;chtlingspolitik war sie ja noch indirekt vorhanden), sondern nur noch darum, eine (in den Augen der Rechten) abstrakte Entwicklung zu stoppen, die nichts mehr mit der eigenen Lebenswirklichkeit zu tun hat. Der Freund dr&uuml;ckt das beispielsweise so aus: &bdquo;Die sollen sich mal um die Probleme vor Ort k&uuml;mmern, um die wahren Probleme der Menschen!&ldquo;<\/p><p>Hinzu kommt, dass die Fridays-for-Future-Bewegung nicht unmissionarisch in Sachen Lebensstil-&Auml;nderung auftritt. Sie schreiben in ihrem Artikel zwar, dass sich die Forderungen doch hautps&auml;chlich an die Politik richten, allerdings hat die Bewegung starke Nebeneffekte, die zu einem fast allgegenw&auml;rtigen Rechtfertigungszwang f&uuml;hren. Das mag positive praktische Effekte haben (z.B. weniger Plastikverbrauch). Es f&uuml;hrt aber bei Menschen, die sich eh schon nicht mit ihren eigentlichen Problemen geh&ouml;rt f&uuml;hlen (siehe oben), zu extremem Widerstand gegen eine solche Bevormundung.<\/p><p>Der Hass und die Wut auf Greta Thunberg ist in meinen Augen somit der Ausdruck des Gar-nicht-mehr-Geh&ouml;rt-Werdens und Bevormundet-Werdens. Es ist die umgelenkte Wut, die sich urspr&uuml;nglich gegen die Fl&uuml;chtlinge richtete (und wohl auch noch richtet) in Kombination mit einem Ohnmachtsgef&uuml;hl, dass die Debatte in eine Richtung geht, die gar nichts mehr mit dem eigenen Leben zu tun hat.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nN. Krause<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>ich lese die Nachdenkseiten relativ h&auml;ufig. Als regelm&auml;&szlig;iger Leser sch&auml;tze ich insbesondere die kritische Haltung des Blogs zu vielen in den Massenmedien dargestellten Positionen und Narrativen. Die Nachdenkseiten helfen mir eine umfangreichere Sicht auf das Weltgeschehen zu entwickeln.<\/p><p>Leider war ich deshalb umso &uuml;berrraschter ihren Beitrag &ldquo;Greta und ihre Kritiker&rdquo; zu lesen. Nat&uuml;rlich erwarte ich nicht, dass jeder Beitrag hier meine Meinung wiederspiegelt (das war schon in der Vergangenheit nicht der Fall und damit kann ich gut leben). Was mich allerdings &uuml;berrascht hat, ist die aus meiner Sicht mangelnde journalistische Distanz mit der auf das Thema eingegangen wird. Hier wird kritiklos die Haltung der einzelner etablierten Massenmedien &uuml;bernommen.<\/p><p>Selbstverst&auml;ndlich haben Sie recht damit, manche Geschmacklosigkeiten mit denen Gretas Kritiker um sich werfen zu kritisieren. Ob sie nun Bananen im Zug isst, d&uuml;rfte auch gegenstandslos sein. Es gibt aber ganz plausible Gr&uuml;nde den Hype um die 16 J&auml;hrige kritisch zu sehen. Bereits der Hinweis darauf, dass Klimaaktivisten ja nur &ldquo;von der Politik&rdquo; Ver&auml;nderungen fordern w&uuml;rden, greift meiner Ansicht nach viel zu kurz. Die Politik wird diese eingeforderten Ver&auml;nderungen n&auml;mlich unreflektiert an den B&uuml;rger weiterreichen. Die damit h&auml;ufig mitverbreitete Hoffnung, die notwendigen Ver&auml;nderungen &ldquo;w&uuml;rden schon sozialvertr&auml;glich gestaltet werden&rdquo; steht f&uuml;r mich auf t&ouml;nernen F&uuml;&szlig;en. Gerade die Erfahrungen vieler Menschen in den vergangenen Jahren hat gezeigt, dass hier &uuml;blicherweise nichts sozialvertr&auml;glich gestaltet wird. Es steht zu bef&uuml;rchten, dass sich Besserverdienende sehr gut auf die gesellschaftlichen Anpassungen einstellen k&ouml;nnen, w&auml;hrend Menschen mit geringeren Einkommen &ldquo;die Zeche&rdquo; zahlen. Wer gut verdient, kann sich bereits heute eine arbeitsplatznahe Wohnung (selbstverst&auml;ndlich energetisch saniert) in einem &Ouml;PNV erschlossenem Ballungsraum leisten. Von den diversen M&ouml;glichkeiten inzwischen auch mit dem Klimawandel Geld an den Finanzm&auml;rkten zu verdienen ganz zu schweigen (EE Fonds, &hellip;). Ich erlaube mir auch den Hinweis auf den urspr&uuml;nglichen Ausl&ouml;ser der Gelbwestenbewegung in Frankreich (h&ouml;here Dieselbesteuerung) und den dort aufgebrachte Losung: &ldquo;Ihr redet vom Ende der Welt und wir vom Ende des Monats&rdquo;. Hier drohen erhebliche soziale Verwerfungen und diese werden im Namen des &ldquo;Klimanotstandes&rdquo; auch billigend im Kauf genommen. Das viele Menschen hier Sorgen haben und entsprechend versuchen einen &ldquo;Gegendruck&rdquo; aufzubauen ist deshalb f&uuml;r mich wenig &uuml;berraschend.<\/p><p>Der zweite Kritikpunkt trifft sicherlich die Radikalit&auml;t und Kompromisslosigkeit mit der Greta Ver&auml;nderungen einfordert. &ldquo;Ich m&ouml;chte, dass ihr die gleiche Panik empfindet, die ich empfinde&rdquo; ist schlicht und ergreifend der Versuch einer Emotionalisierung und Entsachlichung der Debatte. Das steht ihr als Aktivistin (besser Fundamentalistin) nat&uuml;rlich zu! Sie und ihre Anh&auml;nger d&uuml;rfen sich dann allerdings nicht &uuml;ber ebenso emotionale und sachfremde Antworten wundern (ohne dass ich diese Geschmacklosigkeiten teile). Wer von Menschen (radikale) Ver&auml;nderungen und Verzicht im Namen der guten Sache fordert, der muss mit Widerstand rechnen. Diese einfache Wahrheit d&uuml;rften viele aus ihrem beruflichen Umfeld kennen.<\/p><p>Daneben habe ich (und damit bin ich nicht alleine) einfach Zweifel daran, dass die j&uuml;ngste Klimaschutzbewegung tats&auml;chlich in Opposition zu den bestehenden Machtverh&auml;ltnissen steht. Unternehmen und Finanzwirtschaft haben l&auml;ngst begonnen sich mit den ver&auml;nderten Verh&auml;ltnissen zu arrangieren und es gibt mehr als genug Hinweise darauf, dass auch bei FFF &ldquo;Astroturfing&rdquo; und wohlwollende Unterst&uuml;tzung eine Rolle spielt. Mein Verdacht ist, dass hier die Klimadebatte missbraucht wird, um einen Vorwand f&uuml;r angestrebte gesellschaftliche Ver&auml;nderungen zu schaffen. Bereits die inzwischen h&auml;ufig durch die Medien geisternden &Uuml;berlegungen nach der mangelnden Eignung unserer pluralistisch-demokratischen Ordnung zur L&ouml;sung des Klimanotstandes m&uuml;ssten hier eigentlich bei jedem Demokraten die Alarmglocken l&auml;uten lassen (Stichwort &Ouml;kodiktatur).<\/p><p>Final irritierte mich auch der Hinweis auf die vornehmlich rechten und reaktion&auml;ren Kritiker an Greta und ihren Anh&auml;ngern. Mag sein, dass durchaus viele Kritiker aus dem AfD Umfeld kommen, aber hilft diese Feststellung der Debatte in irgendeiner Form weiter? Mit der modernen Einteilung in Hell- und Dunkeldeutschland werden wir auch hier nicht weiterkommen.<\/p><p>Ich w&uuml;rde mir gerade von den Nachdenkseiten eine Versachlichung der Debatte und eine kritische Begleitung w&uuml;nschen. Ganz nach Hans Joachim Friedrichs Zitat: &ldquo;Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, &hellip;&rdquo;<\/p><p>In diesem Sinne,<br>\nMarc M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, <\/p><p>Meiner Meinung nach ist das Ph&auml;nomen der Ablehnung und des &ldquo;Hasses&rdquo; (ein mittlerweile inflation&auml;res und oft zu gro&szlig;es Wort) leicht erkl&auml;rbar:<\/p><p>Die altbekannte Kognitive Dissonanz. <\/p><p>Greta prangert an und fordert Ver&auml;nderungen. <\/p><p>Das produziert Scham, schlechtes Gewissen und Sorge. Bei manchen vielleicht sogar Angst (wie soll ich mir einen klimafreundlichen Lebensstil leisten k&ouml;nnen? Wie kann mein Leben ohne den aktuellen Komfort funktionieren?). <\/p><p>Und der Weg des (nicht nur psychologisch) geringsten Widerstands diese negativen Emotionen loszuwerden und mit sich selbst im Reinen zu bleiben, ist nat&uuml;rlich die Abwertung der Botschaft und &ndash; noch einfacher &ndash; des Botschafters. <\/p><p>Gepaart mit scheinbarer Anonymit&auml;t und damit verbundener fehlender sozialer Kontrolle f&auml;llt die Wortwahl entsprechend drastisch aus. <\/p><p>Das Ph&auml;nomen tritt nat&uuml;rlich ebenso bei vielen anderen Themen auf, die am Selbstbild r&uuml;tteln und\/oder pers&ouml;nliche Verhaltens&auml;nderung erfordern wie &ldquo;Russland&rdquo;, &ldquo;Tempolimit&rdquo; oder &ldquo;Verm&ouml;genssteuer&rdquo;. <\/p><p>VG<br>\nJ. S. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geerter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nauch ich reihe mich noch ein in die Schlange der Leserbriefschreiber zu Ihrem Artikel &ldquo;Greta und ihre Kritiker&hellip;&rdquo;. Ich m&ouml;chte aber eigentlich nur auf Ihre am Ende des Artikels ge&auml;u&szlig;erte Vermutung eingehen, die Kritik an Greta sei vielleicht &ldquo;Ausdruck verletzter M&auml;nnlichkeit&rdquo;:<\/p><p>Bitte, steigen nicht auch noch Sie und die Nachdenkseiten auf den feministischen Ungeist unserer Zeit auf, der alle Konflikte in der eingebildeten Gegnerschaft von M&auml;nnern und Frauen begr&uuml;ndet sieht. Die st&auml;ndige Beotnung des Geschlechts einer Person &ndash; zu wenige Frauen in Ministerium X! Endlich eine Frau als EU-Kommisionspr&auml;sident! Zu viele M&auml;nner in den Chefetagen! etc. &ndash; verdeckt nur die wirklichen Problemursachen und das, worauf es bei der Beurteilung eines Menschen ankommt: Das Handeln und die F&auml;higkeiten, nicht das Geschlecht.<br>\n&nbsp;<br>\nDen Hass auf Greta erkl&auml;re ich&nbsp;mir mit historischen Vergleichen. Er hat vermutlich dieselben Ursachen wie der Hass, der den KZ-Insassen auf ihren Todesm&auml;rschen vonseiten der Bev&ouml;lkerung entgegenschlug. Waren die KZler doch lebendige Zeugen f&uuml;r das Unrecht, was die Bev&ouml;lkerung mitgetragen hatte, f&uuml;r die pers&ouml;nliche Schuld des Einzelnen.<\/p><p>Oder historisch etwas weiter zur&uuml;ckliegend: Wenn jemand nicht nur predigt, sondern seine Predigten auch noch in pers&ouml;nliches vorbildliches Handeln umsetzt, zeigt der Schreinergeselle dem Zimmermannssohn ganz schnell, was man noch so alles an ein Holzkreuz nageln kann.<br>\n&nbsp;<br>\nMachen Sie weiter mit Ihrer hervorragenden Arbeit, Ihre Artikel empfinde ich als die besten der Nachdenkseiten (ohne damit die anderen Autoren herabsetzen zu wollen).<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nLars Temme<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\nVelen Dank f&uuml;r den Artikel &ldquo;Greta und ihre Kritiker&rdquo;, dem ich vollumf&auml;nglich zustimme. Zwei Dinge sto&szlig;en mir dennoch auf, von denen ich glaube, dass diese die eigentliche, gute Botschaft des Artikels und auch der Nachdenkseiten allgemein torpedieren k&ouml;nnten:<\/p><p>A. Ohne eine konstruktive Alternative zu kennen: ich finde das Wort &ldquo;Klimaschutz&rdquo; falsch. Das Klima kann und braucht man nicht zu sch&uuml;tzen. Auch auf einem f&uuml;r Menschen und viele andere Lebewesen unbewohnbaren W&uuml;stenplaneten wird &ldquo;das Klima&rdquo; unbeeindruckt weitermachen. So gesehen ist &ldquo;Klimaschutz&rdquo; ein Euphemismus. Was es zu sch&uuml;tzen gilt, ist unser eigenes &Uuml;berleben und das vieler Geschwister im Tier- und Pflanzenreich. Das, so finde ich, gilt es, in ein griffiges Wort zu packen. Sollte mir eines einfallen, melde ich mich gerne wieder.<\/p><p>B. Das in Ihren Artikel eingeflochtene Bashing &auml;lterer M&auml;nner ist erstens falsch:<\/p><p>(i) Als meine Tochter zu den Fridays for Future gehen wollte, drohte ihr Schulleiter (ein alter Mann) mit Verweis. Sein Motiv kenne ich nicht, vermutlich eine Direktive des Kultusministeriums. Ich (auch ein alter Mann) sagte meiner Tochter, einen Verweis hast du frei. Sie (ebenfalls ein Mann) beschimpfen undifferenziert uns beide (und zwischen den Zeilen gar sich selbst, vorausgesetzt Sie sind nicht zu jung) als &ldquo;konservativ bis reaktion&auml;r&rdquo;.<\/p><p>(ii) Sie schreiben &uuml;ber einen &ldquo;Ausdruck verletzter M&auml;nnlichkeit und der Angst vor dem Verlust der Deutungshoheit&rdquo;. Nun h&auml;ngt aber Deutungshoheit nicht (und hing niemals) an den Genitalien, sondern ganz &uuml;berwiegend am Geldbeutel. Ich halte das Gerede von der m&auml;nnlichen Deutungshoheit f&uuml;r ein neoliberales Narrativ, das geschaffen wurde, um das dumme Volk davon abzulenken, dass es in Wirklichkeit nichts zu sagen hat.<\/p><p>(iii) Wie ermitteln Sie das Alter der Kommentatoren?<\/p><p>(iv) Die naheliegende Erkl&auml;rung, weshalb mehrheitlich M&auml;nner h&auml;misch kommentierten, ist doch, dass Frauen andere Plattformen zum Ablassen von H&auml;me nutzen. Z.B. sei an den Hashtag #menaretrash erinnert.<\/p><p>(v) Der Vollst&auml;ndigkeit halber w&auml;re interessant, wie das Geschlechterverh&auml;ltnis bei den positiven bzw. sachlich-kritischen Kommentaren ist.<\/p><p>Zweitens ist es f&uuml;r die Botschaft des Artikels unerheblich, gar kontraproduktiv. Wenn es um so ernste Themen wie unser &Uuml;berleben geht, gilt es, Gemeinsamkeiten der konstruktiven Kr&auml;fte hervorzuheben, statt einen Keil zwischen sie zu treiben.<\/p><p>Davon abgesehen: Weiter so.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e aus Erlangen, Thomas Walter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Zu den Leserbriefen:<\/strong><\/p><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NDS-Redakteure, <\/p><p>zun&auml;chst einmal herzlichen Dank f&uuml;r die umfangreiche Dokumentation zu diesem Thema. Das erm&ouml;glicht es wirklich gut, seinen eigenen Standpunkt zu &uuml;berpr&uuml;fen, seine eigene Meinung zu festigen. <\/p><p>Was die Hasskommentare angeht, scheint es mir doch recht einfach zu sein: Jemanden pers&ouml;nlich herabzusetzen &ndash; aus welchen Gr&uuml;nden auch immer -, ist mit der Menschenw&uuml;rde niemals vereinbar. Jemand, der pers&ouml;nlich &ldquo;fertig gemacht&rdquo; wird, dient lediglich als Projektionsfl&auml;che f&uuml;r den Angreifer\/die Angreiferin, um eigene &Auml;ngste, Unf&auml;higkeiten etc. abzuarbeiten. Solche Angriffe haben niemals etwas mit der angegriffenen Person zu tun, sondern nur mit den Angreifern\/Angreiferinnen. <\/p><p>Mensch mag sich die K&ouml;pfe hei&szlig; reden mit Argumenten und Gegenargumenten, alles das dient zur Kl&auml;rung und Fundierung der eigenen Meinung. <\/p><p>Pers&ouml;nliche Herabsetzungen wollen verletzen und sind damit die Vorstufe konkreter materieller Gewalt. Mit einer Auseinandersetzung um die Sache haben sie nichts, aber auch gar nichts zu tun, sie dienen der Vorbereitung und Anfeuerung der konkreten Vernichtung dieser Person und ihrer Sympathisanten\/Sympathisantinnen. Darin liegt ihre Gefahr. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nWilfried Richert <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger<\/p><p>einen gestern angefangenen Leserbrief habe ich zun&auml;chst verworfen, in der Annahme dass die angef&uuml;hrten Kritikpunkte wohl in der sch&auml;umenden Flut w&uuml;tender Gegenreden untergehen d&uuml;rften.<\/p><p>Mein Gef&uuml;hl scheint mich nicht getrogen zu haben ;-)<\/p><p>Andererseits m&ouml;chte ich, gerade als grosser Fan der Nachdenkseiten und als Verehrer der unglaublich wichtigen K&auml;rrnerarbeit die ihr alle t&auml;glich leistet, doch noch einmal rational zusammenfassen was an Greta Thunberg so problematisch ist:<\/p><p>Die Person und Pers&ouml;nlichkeit von Greta Thunberg ist, in Zeiten aufgekl&auml;rter (andere sagen zw&auml;nglerischer) Inklusion, geradezu sakrosankt und &uuml;ber jedwede Kritik schon mal wegen ihrer im ICD10 zu findenden Diagnose grunds&auml;tzlich vollkommen erhaben, und sei diese Kritik sachlich auch noch so berechtigt &ndash; damit wird Greta automatisch zu einem geradezu &uuml;berm&auml;chtigen Gegner.<\/p><p>Sie wird so zu einem Gegner mit dem sich der kleine, ausgebeutete Mann von der sprichw&ouml;rtlichen Strasse dann am ebenso sprichw&ouml;rtlichen Stammtisch sachlich auseinandersetzen soll ohne pers&ouml;nlich zu werden?&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nWie soll das gehen, nachdem eben diese Pers&ouml;nlichkeit ihre teils wirren, teils teenyhaft &uuml;berh&ouml;hten, auf jeden Fall aber oft bis ins Groteske simplifizierten Ans&auml;tze vor sachlicher Kritik sch&uuml;tzen (sollen)?<\/p><p>Die liebe Greta ist ein Kunstprodukt, ein perfekt gestyltes, in Szene gesetztes, ver&ouml;ffentlichtes und in letzter Zeit zunehmend auch gegen die zum Gl&uuml;ck langsam in Fahrt kommende, Umweltfragen begleitende Umverteilungsdebatte eingesetztes Kunstprodukt des die Familie betreuenden PR-Apparats, mit Segel&uuml;berfahrt &uuml;ber den Atlantik, selbstgew&auml;hlter Schulschw&auml;nzerei, medienwirksamen Auftritten all&uuml;berall wo sich Haute Vol&eacute;e im Scheinwerferlicht zu suhlen pflegt, bis runter zur flankierenden Ver&ouml;ffentlichung des Familienbuchs &uuml;ber Greta&rsquo;s Geschichte &hellip;.&nbsp;<\/p><p>Das alles ist, wenigstens f&uuml;r Menschen die sich hochalert mit Meinungsmache und framing besch&auml;ftigen, mindestens verd&auml;chtig, wenn nicht gar zun&auml;chst einmal grob abstossend.<\/p><p>F&uuml;r Menschen, die sich mit den lebensbedrohenden Folgen von dreissig Jahren neoliberaler Reaktion und zwanzig Jahren sozialdemokratischen R&auml;umungsverkaufs jeden Tag an der Tankstelle, an der Kasse, am Arbeits-&bdquo;Markt&ldquo; und auf dem Wohnungs-&sbquo;Markt&ldquo; herumschlagen m&uuml;ssen, die keine Zeit haben sich mit Meinungsmache, framing und ihren Wirkmechanismen zu besch&auml;ftigen weil sie sonst nicht &uuml;ber die Runden k&auml;men, ist die heilige Jeanne D&rsquo;Arc Greta Thunberg, das gef&uuml;hlte Kunstprodukt mit der sakrosankten Aura, nicht nur l&auml;stig, sondern ernsthaft bedrohlich.<\/p><p>Die neoliberale Reaktion hat es geschafft, dass die Kosten egal welchen Strukturbruchs der letzten Jahrzehnte IMMER in der unteren H&auml;lfte, im unteren Drittel oder dem unteren Viertel der Einkommensverteilung abgeladen wurden, w&auml;hrend die oberen zehntausend sich gleichzeitig in geradezu &ouml;bsz&ouml;ner Weise und immer schamloser bereichert haben und bereichern.<\/p><p>Die Kosten der anstehenden &Auml;nderung im Konsumverhalten, sofern man einen menschengemachten Klimawandel glaubt damit in den Griff bekommen zu k&ouml;nnen, werden die Vorstellungen selbst der schw&auml;rzesten Schwarzseher bei weitem &uuml;bertreffen &ndash; diese Wahrheit d&uuml;rfte selbst noch beim letzten Klimaleugner nach den Hitzewerten 2019 von zwei Grad &uuml;ber den bisherigen Rekorden in Deutschland angekommen sein.<\/p><p>Greta nun, das Kunstprodukt, das Luxusgesch&ouml;pf mit Zeit genug auf einer Carbonsegelyacht den Atlantik zu &uuml;berqueren, w&auml;hrend die gemeinen Hackler jeden Tag weiter hackeln m&uuml;ssen um &uuml;berhaupt &uuml;ber die Runden zu kommen, droht in ihrer immer deutlicher werdenden Zugeh&ouml;rigkeit zu &ldquo;den elit&auml;ren da oben&ldquo; tats&auml;chlich die Abladung der erwarteten Kosten wie immer bei den kleinen Leuten zu bef&ouml;rdern &ndash; und zwar schon wegen der offensichtlichen Gruppenzugeh&ouml;rigkeit, noch bevor ihr sakrosankter Status &uuml;berhaupt diskutiert werden k&ouml;nnte &ndash; was er ja nicht darf, diskutiert werden n&auml;mlich, weil sakrosankt und weil wir ja nicht pers&ouml;nlich werden sollen, bitte.&nbsp;<\/p><p>Das ist keine von uns, das ist eine von denen, und zwar wirklich auf die allerschlimmste Art, die das PR-Team offensichtlich verschlafen hat. Die grotesk simplifizierten Sachthemen sind da bereits in den Hintergrund getreten, auch wenn die das eigentliche Thema w&auml;ren &ndash; und eben NICHT das Asperger-Kind.<\/p><p>Allerdings ist, wenn man sich ganz allgemein die Herkunft und gesellschaftliche Verortung gewitzter PR-Fuzzis ansieht, auch dieser (bislang einzige) Faux Pas eigentlich nur logisch und erwartbar: wie soll ein PR-Fuzzi mit elit&auml;rem Hintergrund, und sei er noch so gewitzt, auch nur den Hauch echten Gef&uuml;hls f&uuml;r die Gemengelage in demselben Plebs entwickeln, das er doch glaubt steuern zu k&ouml;nnen?<\/p><p>Die Lautst&auml;rke und stellenweise Widerw&auml;rtigkeit der ablehnenden Reaktionen auf Greta Thunberg sowie nat&uuml;rlich auch die &Uuml;berraschung und Verwunderung &uuml;ber eben diese Lautst&auml;rke und das Ausmass der Widerw&auml;rtigkeit zeigt doch nur noch einmal um so deutlicher, wie weit die Schere zwischen den Ausgebeuteten und ihren elit&auml;ren Verwaltern inzwischen aufgegangen ist.<\/p><p>Ich habe bewusst vermieden und werde auch in Zukunft vors&auml;tzlich vermeiden, mich mit der Person oder Pers&ouml;nlichkeit der Greta Thunberg auseinanderzusetzen, denn das kann angesichts ihrer Diagnose nur nach hinten losgehen.<\/p><p>Womit wir alle, Sie bei den Nachdenkseiten, ich bei der Leserbriefschreiberei, und die Diskutanten in jedweder Form von Klima-Gipfel, Klima-Talkshow oder Klima-Symposium uns aber auseinandersetzen m&uuml;ssen ist die Frage, ob die generell ablehnende Haltung die Greta Thunberg aus dem &bdquo;abgeh&auml;ngten&ldquo; Plebs entgegenschl&auml;gt nicht einfach nur eine Folge der hohlen, durschaubaren PR-Masche ist, auf der ihr kurzer, aber heftiger Ruhm beruht.<\/p><p>Die Menschen draussen im Land (wie der dicke Don Bimbes-selig sie gerne genannt hat) sind nicht ja nicht alle vollkommen doof.<\/p><p>Sie sind vielleicht ungebildet, weil Bildung schon lange kein gesellschaftliches Ziel mehr ist, und sie sind vielleicht auch vom neoliberalen M&ouml;rderalltag &uuml;berfordert oder haben eine reduzierte Aufmerksamkeitsspanne die sich in holzschnittartigen &Auml;usserungen der Ablehnung entl&auml;dt, aber sie sind nicht v&ouml;llig auf den Kopf gefallen, und auch nicht auf ihr Bauchgef&uuml;hl.&nbsp;<\/p><p>Greta Thunberg hat ein massives Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem (das ich oben geschildert habe).<\/p><p>Zu behaupten sie SEI das Problem liegt f&uuml;r Leute, die einfach keine Zeit haben geschliffen zu formulieren, damit sehr sehr nahe.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;sse&nbsp;<\/p><p>Michael Scheuer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren der NachDenkSeiten, werter Herr Berger;<\/p><p>Holla, die Waldfee!<\/p><p>Das h&auml;tte ich jetzt nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten. Leserinnen und Leser, Freunde und Unterst&uuml;tzer der NachDenkSeiten, formulieren solche Leserbriefe. Da hat der liebe Herr Berger aber so richtig in ein Wespennest gestochen. Ich fasse es nicht!<\/p><p>Die Damen und Herren, die den Beitrag von Herrn Berger in Grund und Boden kritisieren, sollen doch bitte einmal innehalten und sich folgende Fragen stellen und sie dann f&uuml;r sich beantworten:<\/p><p>Ist das Anliegen, f&uuml;r das Greta Thunberg sich engagiert, gerechtfertigt, ja oder nein?<\/p><p>(Wenn NEIN, dann er&uuml;brigt sich jedes weiterlesen)<\/p><p>W&auml;re das Anliegen, f&uuml;r das Fridays for Future steht, ohne eine solche PR &uuml;berhaupt in der breiten &Ouml;ffentlichkeit wahrgenommen worden?<\/p><p>(Wenn JA, dann verstehe ich die ganze Aufregung schon mal gar nicht, denn es ist dann ja nur eine winzige Facette der doch schon so intensiven Diskussion)<\/p><p>Haben die uns beherrschenden und regierenden Eliten in der Vergangenheit und in der Gegenwart irgend etwas positives unternommen, um die Zerst&ouml;rung unseres Planeten zu beenden oder auch nur zeitlich zu verz&ouml;gern?<\/p><p>(Wenn sie das glauben, dann soll es seine Bewandtnis haben. Denn &bdquo;glauben&ldquo; entzieht sich jeder sachlichen Argumentation) &nbsp;<\/p><p>Wenn man sich halbwegs objektiv und mit offenem Geist dieser Thematik n&auml;hern m&ouml;chte, so muss man an den Anfang dieser Bewegung gehen. Eine junge Frau, mit einer nicht ganz einflusslosen Familie im Background, schw&auml;nzt die Schule und setzt sich mit einem Pappschild in die Fu&szlig;g&auml;ngerzone Stockholms und fordert eine sofortige Ver&auml;nderung der Politik, damit dieser Planet &uuml;berleben kann und die nachkommenden Generationen noch eine Zukunft haben. So weit, so banal. Eine junge Frau sitzt in der Fu&szlig;g&auml;ngerzone mit ein Pappschild. Das k&ouml;nnen sie jeden Tag in jeder gr&ouml;&szlig;eren Stadt in jedem Land Europas erleben. Und? Juckt es irgendjemanden, wenn z.B. auf einem solchen Pappschild steht: &bdquo;Habe keine Bleibe weil ich arm bin&ldquo;. Es k&ouml;nnte auch irgendetwas anderes draufstehen, das ist eigentlich egal. Es ist n&auml;mlich deswegen egal, weil es niemanden interessiert, die an diesem Menschen vorbeigehen. Nat&uuml;rlich gibt es Menschen, die empfinden Mitleid mit diesen Personen, manche werfen auch nen Euro in die Dose oder Schachtel. Aber dann war es das auch.<\/p><p>So w&auml;re es auch mit Greta Thunberg gegangen, wenn nicht ihre Familie ihre Aktion mit einer entsprechenden PR Unterst&uuml;tzung gef&ouml;rdert h&auml;tte. Schwedische Medien haben sich dann der Sache angenommen und so nahm, zu mindestens zun&auml;chst in Schweden, die Sache ihren Lauf.<\/p><p>Es muss doch aber zu denken geben, dass eine solche, zun&auml;chst regional begrenzte Aktion, in anderen L&auml;ndern Europas auf eine solche Resonanz gesto&szlig;en ist, ohne dass vorher das Feld professionell bearbeitet worden ist. Es ist doch wohl so, dass das Anliegen, dass Frau Thunberg vorgebracht hat, den Nerv eines nicht gerade kleinen Teil der jungen Generation in Europa getroffen hat.<\/p><p>Was nun folgt geh&ouml;rt zum Standardrepertoire derjenigen, die Machtpositionen innehaben und die sich gegen Personen und Organisationen wappnen wollen, die an ihrer Machtposition r&uuml;tteln. Ma&szlig;nahme Eins: Ignorieren. Wenn Eins nicht funktioniert, dann Ma&szlig;nahme Zwei: Umarmen. Ma&szlig;nahme Drei: Galionsfiguren p&auml;mpern, das Fu&szlig;volk disziplinieren (z.B. Strafgeld wegen Nicht-Teilnahmen am Unterricht). Das funktioniert immer (Divide et Impera). Ma&szlig;nahme Vier: Integrieren. Die Galionsfiguren in Amt und W&uuml;rden bringen oder sie mit Ehrungen und Auszeichnungen &uuml;berh&auml;ufen und in Gesellschaft mi den M&auml;chtigen in der &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;sentieren. Und schon ist diese Bewegung tot. Kritik wird laut und lauter. Das Fu&szlig;volk wendet sich entt&auml;uscht ab, politische Hasardeure bem&auml;chtigen sich der Organisation zu ihrem eigenen Vorteil und alles l&auml;uft wieder in geordneten Bahnen.<\/p><p>Ich f&uuml;rchte, wenn die zur Zeit noch einflussreichen Pers&ouml;nlichkeiten in dieser Bewegung nicht aufpassen, dann wird es auch Fridays for Future so ergehen. Und das w&auml;re meines Erachtens sehr schade. <\/p><p>Ich finde es auch schade, dass gerade kluge Menschen &ndash; und eigentlich, meine ich, lesen nur kluge Menschen die NachDenkSeiten &ndash; noch immer nicht verinnerlicht haben, was die NachDenkSeiten seit Jahr und Tag versuchen deutlich zu machen: Wir werden von den Medien und den M&auml;chtigen manipuliert. Auch Greta Thunberg und die Bewegung Fridays for Future unterliegen diesen Manipulationsbem&uuml;hungen unserer sogenannten Leitmedien. Wir sollen uns &uuml;ber das Treiben von Frau Thunberg aufregen, wir sollen jedes ihrer Worte auf die Goldwaage legen, um ihr Panikmache vorwerfen zu k&ouml;nnen. Wir sollen sie kritisieren, weil sie mit einem Carbonschiff &uuml;ber den Atlantik segelt. Ja, das ist f&uuml;r die gequ&auml;lte Kleinb&uuml;rgerseele starker Tobak. Was wir nicht sollen ist, uns mit ihrem Thema gemein machen. Wie wohltuend ist dagegen die PR-Aktion unseres Verkehrsministers. Er l&auml;sst f&uuml;r 100.000 &euro; pro Tag ein Baggerschiff f&uuml;r einen Fototermin in die Elbe dampfen, damit er sich als den gro&szlig;en Macher im Zusammenhang mit der &ouml;kologisch unsinnigen, aber von der Wirtschaft als notwendig behauptete Elbvertiefung &nbsp;pr&auml;sentieren kann und keine Sau regt sich auf. Welche Nebens&auml;chlichkeit ist das gegen&uuml;ber dem Bananenkonsum von Frau Thunberg.<\/p><p>Aber noch einmal zur&uuml;ck zu Herrn Bergers Beitrag. Er fragt in seinem Beitrag woher all die Boshaftigkeit und H&auml;me kommt, die sich jetzt &uuml;ber Menschen ergie&szlig;t, die doch nun eigentlich wirklich etwas positives wollen. Er stellt weiterhin fest, dass der &uuml;berwiegende Teil dieser p&ouml;belnden Meute sich aus &auml;lteren M&auml;nnern zusammen setzt, die man wohl als konservativ bis reaktion&auml;r beschreiben k&ouml;nnte. Er fragt auch warum das so ist? Nun, ich habe da meine eigene Auffassung.<\/p><p>Diese Menschen, die ihr Leben lang gerackert und geschuftet haben, die gekrochen, gebuckelt und geschleimt haben, damit sie auf der Wohlstandsleiter ganz nach oben kommen, sehen sich um die &bdquo;Fr&uuml;chte&ldquo; ihrer Arbeit gebracht. Ihre bis dato so stringenten gelebte Ideologie &bdquo;Meine Kinder sollen es doch mal besser haben&ldquo;, erweist sich als schillernde Seifenblase, die zu zerplatzen droht. Bei aller zur Schau gestellten Aggressivit&auml;t, scheinbarer &Uuml;berlegenheit und Unantastbarkeit ihrer Meinung: &bdquo;Es wird schon nicht so schlimm werden&ldquo;, es d&auml;mmert ihnen doch. Die Zeichen an der Wand, die sie seit Jahrzehnten ignoriert und geleugnet haben, treten immer deutlicher zutage. In ihrem tiefsten Inneren wissen sie sehr genau, dass die Warnungen und Prophezeiungen in der Vergangenheit in wenigen Jahren real werden. Und sie wissen auch sehr genau, dass das, was die Frau Professor G&ouml;pel in dem Renzo-Video sehr eindringlich gesagt hat, n&auml;mlich dass wir an einen Punkt kommen, bei der die Zerst&ouml;rung der Erde nicht mehr reversibel ist, eine feststehende Tatsache ist. Und sie f&uuml;rchten sich vor der Frage ihrer Kinder und Kindeskinder: &bdquo;Was hast Du getan?&ldquo;<\/p><p>Und nun kommt da so ein junges Ding daher und h&auml;lt einem ein Pappschild vor die Nase und fordert einen auf, mit der Art des bisherigen Lebens aufzuh&ouml;ren, damit die nachfolgenden Generationen noch eine Chance auf ein menschliches Leben auf diesem Planeten haben. Ja, wo leben wir denn?<\/p><p>Ja, sehen sie, werter Herr Berger. So etwas, was da heute mit den jungen Menschen der Fridays for Future Bewegung getrieben wird, habe ich ja selbst in meinen jungen Jahren erlebt und mit mir zigtausende von anderen jungen Leuten. Der Unterschied zu heute war jedoch, wir fragten nach der Vergangenheit, die Jugend von heute fragt nach dem Heute und dem Morgen. Und das ist viel gef&auml;hrlicher. Denn dieses Fragen verlangt Antworten und Handlungen. Schweigen und verdr&auml;ngen hilft hier nicht weiter. <\/p><p>Aber die Reaktionen von den alten M&auml;nner, die damals das Sagen hatten, war &auml;hnlich. &bdquo;Geh doch nach dr&uuml;ben&ldquo; war noch die harmloseste Formulierung. &bdquo;Ihr geh&ouml;rt alle vergast&ldquo; oder &bdquo;an die Wand mit dem Pack&ldquo;, das war damals der Standard. Ich habe gehofft, dass nach dem Motto &bdquo;steter Tropfen h&ouml;hlt den Stein&ldquo; die Macht und Herrschaft jener alten M&auml;nner, die dieses Volk und die halbe Welt ins Ungl&uuml;ck gest&uuml;rzt hatten, auf nat&uuml;rliche Art und Weise zumindest abgemildert wird. Aber heute werde ich eines Besseren belehrt. Die Saat, die diese alten M&auml;nner ausgelegt haben, geht heute wohl wieder auf. Heute, mit 71, muss ich konstatieren, dass meine Bem&uuml;hungen, dieses Land und unseren Planeten friedlicher, gerechter und lebenswerter zu machen und zu erhalten, vergeblich waren.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nReinhard Gottorf <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werte NDS,<\/p><p>beim Durchsehen der ausgew&auml;hlten Leserzuschriften zum Artikel &uuml;ber Greta Thunberg f&auml;hrt jegliche Hoffnung, dass eine sachliche, wissenschaftgest&uuml;tzte Debatte in absehbarer Zeit selbst innerhalb einer vermeintlich gut informierten Klientel m&ouml;glich sein wird. Es w&auml;re interessant zu erfahren, ob dieser Eindruck im Wesentlichen dadurch entsteht, dass die NDS (zum wiederholten Male!) bewusst sogenannten Klimaskeptikern ein Forum bieten, vielleicht um einem abstrakten Ideal der offenen Meinungsvielfalt gerecht zu werden. &Uuml;ber die Person und Inszenierung Greta Thunbergs l&auml;sst sich sicher vortrefflich streiten und das &Auml;u&szlig;ern pers&ouml;nlicher Meinungen hierzu ist fraglos legitim.<\/p><p>Im Gegensatz dazu sollte der Debattenraum zur menschenverursachten Klimakrise kein Schauplatz (un)wissenschaftlichen Halbwissens und ideologischer Verbohrtheiten mehr sein, wie das in &ouml;ffentlichen Foren und generell in den sozialen Netzen leider der Fall ist. Das ist f&uuml;r die Diskussion von L&ouml;sungsans&auml;tzen fatal und die NDS sollten sich nicht daran beteiligen, die scheinbar anwachsende Orientierungslosigkeit in der Gesellschaft zu f&ouml;rdern.<\/p><p>Mir scheint es unabdingbar, beim Ver&ouml;ffentlichen von Meinungen sogenannter Klimaskeptiker, die stets mit den selben, l&auml;ngst widerlegten Argumenten ankommen, darauf hinzuweisen,<\/p><p>a) dass nicht jede Meinung als gleichberechtigt in der Debatte gelten darf, sondern den fachnahen (!) Wissenschaftlern unbedingt mehr Geh&ouml;r zu schenken ist. Da nicht jeder den Wissenschaftsbetrieb kennt, sei darauf aufmerksam gemacht, dass Wissenschaftler &uuml;blicherweise den Gro&szlig;teil jeden Tages und letztlich ihr gesamtes (Berufs)Leben dem Verst&auml;ndnis einiger ausgew&auml;hlter Themen widmen, denen sie sich verschrieben haben. Die dabei erwachsende tiefgehende Themenkompetenz, die durch international begutachtete Publikationen stets aufs Neue gepr&uuml;ft und best&auml;tigt wird, muss in Debatten gew&uuml;rdigt werden.<\/p><p>b) dass die europ&auml;ische Wissenschaft von der &ouml;ffentlichen Hand finanziert wird und &uuml;blicherweise keine politischen oder wirtschaftlichen Motive einer verdeckten Agenda gemutma&szlig;t werden sollten. Ohnehin ist offensichtlich, dass eine &ldquo;Klimakrisenlobby&rdquo;, so sie in irgendeiner Form existiert, gar nicht vergleichbar mit dem m&auml;chtigen Lobbykonglomerat sein kann, dem der Erhalt bestehender Zust&auml;nde zugute kommt. Es ist dabei auch festzustellen, dass die entstandene Klimabewegung die etablierten Parteien, die ja die Wissenschaftsfinanzierung steuern, kalt erwischt und zum Umdenken gezwungen hat.<\/p><p>c) dass &mdash; um konkret ein besonders &auml;rgerliches Skeptikerargument aufzugreifen, da es die Tragik des oft zur Schau gestellten Halbwissens kulminiert &mdash; das Erdklima sich unbestritten st&auml;ndig wandelt, wir uns allerdings wissenschaftlich gut verstanden klimageschichtlich in der Warmphase einer Eiszeit befinden und die Temperaturen nicht steigen sollten, schon gar nicht in dem beobachteten Ausma&szlig; innerhalb sehr kurzer Zeitr&auml;ume. Eine solch rasante Ver&auml;nderung, die jeglichen bisher dagewesenen &ldquo;Klimawandel&rdquo; hinsichtlich der Geschwindigkeit um den Faktor 10-100 &uuml;bertrifft, muss endlich ohne Vorbehalte als Gefahr unserer Lebensgrundlage erkannt werden. Das Argument der stetigen klimatischen Ver&auml;nderungen ist kein Argument und darf nicht unkommentiert bleiben, wenn es ins Feld gef&uuml;hrt wird!<\/p><p>d) dass sich neben den hauptberuflichen Klimawissenschaftlern auch zehntausende Wissenschaftler anderer Gebiete den Forderungen nach einem dringlichen Handeln angeschlossen haben, da anhand universeller wissenschaftlicher Prinzipien (Empirie, wissenschaftlicher Konsens, &uuml;berpr&uuml;fbare Modelle, etc.) mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass die Klimakrise menschenverursacht ist und unsere Lebensgrundlage zu zerst&ouml;ren droht.<\/p><p>Vielleicht k&ouml;nnen auch die folgenden Hinweise helfen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wissenschaft\/klimawandel-forscher-antworten-auf-die-argumente-von-skeptikern-ld.1468011\">nzz.ch\/wissenschaft\/klimawandel-forscher-antworten-auf-die-argumente-von-skeptikern-ld.1468011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.esa.int\/ger\/ESA_in_your_country\/Germany\/Klimageschichte_Leben_im_Eiszeitalter\">esa.int\/ger\/ESA_in_your_country\/Germany\/Klimageschichte_Leben_im_Eiszeitalter<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDr. Martin Eigel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger, <\/p><p>Ihnen und allen Beteiligten von NachDenkSeiten zuerst einmal Dank f&uuml;r Ihre pr&auml;zise und wichtige Arbeit.<br>\n&nbsp;<br>\nZum speziellen Fall &ldquo;Greta&rdquo;: Die w&uuml;tenden und emp&ouml;rten Reaktionen auf Ihre Berichterstattung zeigen ganz deutlich: Solange Kritik an bestimmten Personen, Institutionen oder Staaten ge&uuml;bt wird, stehen Viele dahinter.<\/p><p>Die Logik Ihrer Kommentare &uuml;berzeugt.<\/p><p>Sobald aber alle diese Kritiker ihr eigenes Verhalten angegriffen sehen, sobald von ihnen verlangt wird, ihre t&auml;glichen Gewohnheiten zu hinterfragen und evtl. auch noch zu &auml;ndern, endet jegliche Bereitschaft zu jeder Art von Kritik.<\/p><p>Es ist der Bev&ouml;lkerung jahrzehntelang eingeh&auml;mmert worden: Immer mehr Luxus, immer mehr Verbrauch, immer mehr Bequemlichkeit! Und alles immer billiger!<\/p><p>Und darauf jetzt verzichten?<br>\n&nbsp;<br>\nErstaunlich&nbsp;nur, da&szlig; auch unter Ihren Lesern so viele sind, die keine Einsicht zeigen k&ouml;nnen oder wollen.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nG. Christan<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, lieber Herr Rupp,<\/p><p>sch&ouml;n, dass Sie sich des Themas annehmen, auch von verschiedenen Standpunkten, wirklich begr&uuml;&szlig;enswert.<\/p><p>Gerade wollte ich mir noch einen Beitrag auf Nuoviso zum Thema &bdquo;Der Krieg um die Meinungshoheit&ldquo; antun, doch f&uuml;r meinen Geschmack wird da zuviel zu langatmig gelabert, aber das Thema ist passend. <\/p><p>Sind die Fragen, ob der Klimawandel menschengemacht ist, ob er &uuml;berhaupt stattfindet oder was &uuml;berhaupt Klimawandel ist, denn eigentlich zielf&uuml;hrend?<\/p><p>Ich hatte das Gl&uuml;ck &ndash; nachdem Ungl&uuml;ck durch einen Bankenscam meinen Hof verloren zu haben &ndash; &uuml;ber einen Job an der HUB pl&ouml;tzlich Prof. Mojib Latif gg&uuml;. zu sitzen. ..einst ein attraktiver Mann, Stunden h&auml;tt ich ihm zuh&ouml;ren k&ouml;nnen&hellip;.und wenn es noch so langweilig ist &hellip; Klima-Physik und so &hellip;<\/p><p>Aber ist nicht seinesgleichen die richtige Adresse, um &uuml;ber Ursachen von Klimaver&auml;nderung zu diskutieren? F&uuml;r mich geh&ouml;rt das in die Welt irgendwelcher Wissenschaftskonferenzen, wo sich abgehobene Doktoren und Profs streiten, vielleicht noch mit Steven Hawking oder Harald Lesch. Ach ja, Hawing &ndash; das geht ja nicht mehr. <\/p><p>Was nutzt es den Kleinbauern in Bangladesh, wenn sie die Ursachen en Detail einer von ihnen nicht verantworteten Flutkatastrophe kennen? Bengalore hat dagegen zu wenig Wasser, Schiraz im S&uuml;diran zu viel, Sibirien brennt, ach nein, Putin war ja gerade bei Flutopfern in Irkutzk &hellip; usw. <\/p><p>Die CO&sup2; Diskussion ist zu eng und ich als verarmte alte Frau bef&uuml;rchte, das diese zus&auml;tzliche Steuer auf meinesgleichen durchgereicht wird, trotz einen kleinen &ouml;kol. Fu&szlig;abdruck und zumindest ich werde mir dann keinen Strom mehr leisten k&ouml;nnen (wie inzwischen schon 350.000 Haushalte nur in Deutschland). <\/p><p>Seit Jahrzehnten wird um die Meinungshoheit gestritten und es passiert nichts. Was ich sehe, ist ein Generalangriff auf die Vernunft.<br>\nIch wei&szlig;, Frau Thunberg ist heilig, und wehe mir, dass ich mich erdreiste&hellip;.wieder eine gesellschaftliche Spaltung. Meine Generation ist kollektiv und ich pers&ouml;nlich ganz besonders &bdquo;schuld&ldquo;. Da gehe ich ins Schloss, einer Einkaufsmall in Berlin &ndash; in der ich mir absolut nichts leisten kann, vielleicht noch die Billigseife von dm &ndash; um die B&uuml;cherei aufzusuchen&hellip;es ist Freitag, das hatte ich ausgeblendet und werde von Kindern umzingelt, mit Pappschildern, um mir vorwerfen zu lassen, dass es mein Fehler sei, dass die Welt unterginge&hellip;.<\/p><p>Dass ich einen &Ouml;ko-Hof hatte, den ich von meiner Oma &uuml;bernommen habe zusammen mit einen Exemplar von Rachel Carsons stummen Fr&uuml;hling interessiert niemanden&hellip;Naja S&uuml;ndenbock bin ich ja schon mit Hartz4 &hellip;<\/p><p>darum geht es doch: Recht zu haben und einen S&uuml;ndenbock zu finden. <\/p><p>Und nat&uuml;rlich die Privilegien der Priviligierten zu erhalten. <\/p><p>Es g&auml;be viele Wetterprobleme in der Welt zu l&ouml;sen, die auch mit Umweltschutz, M&uuml;llvermeidung, &Uuml;berproduktion und vorallem Verteilung von Ressourcen zu tun haben. Wieso ist es wichtig, ob sich das Klima aufgrund einer Sonnenstellung oder durch menschliche Aktivit&auml;ten &auml;ndert?<\/p><p>Der Kapitalismus kann auch dann nicht so weiter gehen, wenn sich das Klima nicht ver&auml;ndert.Wenn sich Mio. Menschen in Afrika auf den Weg machen m&uuml;ssen, weil sie kein Wasser mehr haben, ist die Diskussion wohl absurd, ob sich das Wetter f&uuml;r 10 oder 15 Jahre radikalisiert oder ob sich das Klima langfristig ver&auml;ndert. <\/p><p>Viele Menschen sterben unn&ouml;tig, weil wenige Menschen diese Welt f&uuml;r sich auspl&uuml;ndern und vergiften. <\/p><p>Frau Thunberg hilft nur, die Gesellschaft noch weiter zu spalten. Auch wenn ich die Einschr&auml;nkung des Verkehrs weltweit begr&uuml;&szlig;en w&uuml;rde, nicht unbedingt wegen CO&sup2;, sondern dem anderen Dreck den die Moblit&auml;t incl. dessen was als externe Kosten rausgerechnet wird.<\/p><p>Als 1992 die &bdquo;Nachhaltigkeitskonferenz in Rio stattfand, ist ein Journalist mal in die Favelas gegangen, um die Armen zu befragen, was sie davon halten und ob sie erwarten, dass jetzt alles besser wird. <\/p><p>Eine Frau hat ihm geantwortet: Umweltschutz ist was f&uuml;r die Reichen! <\/p><p>Frau Thunberg beansprucht f&uuml;r sich, das Klima im Alleingang zu retten. Widerspruch f&uuml;hrt zur Totalvernichtung. Auch das st&ouml;rt mich.<br>\nIn den 70ern liefen wir mit Jute statt Plastik-Beuteln rum, dann kam die Anti-Akw und die Friedensbewegung (Armeen sind wohl die gr&ouml;&szlig;ten Umweltvernichter), Tschernobyl, der Brundlandt-Bericht, die Sozialforen und ich hab immer noch ein Staff-Tshirt von McPlanet.com, die Umwelt in der Globalisierungsfalle&hellip;eine Konferenz der TU Berlin.<\/p><p>Auf meinem ehem. Hof w&auml;chst jetzt Mais in Monokultur, die Geb&auml;ude verfallen &hellip;<\/p><p>Zu ineffizient das viele Unkraut &hellip;<\/p><p>Und noch ein anderes Tshirt zum Schluss:<\/p><p>&bdquo;Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.&ldquo; <\/p><p>Martha Janson<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Jens Berger,<\/p><p>viele Gr&uuml;&szlig;e an Sie und Ihre Kollegen bei den NachDenkSeiten!<\/p><p>Vielen Dank daf&uuml;r, da&szlig; Sie den Mut hatten so viele Leserbriefe zum Thema Greta Thunberg durchzulassen.<\/p><p>Es ist erstaunlich wie viele Beitr&auml;ge das Problem so klar und deutlich beschreiben, da&szlig; die Elite sich immer weiter vom Leben des normalen B&uuml;rgers entfernt, und wieviel echten Frust das bereitet.<\/p><p>Um noch mal kurz aufs eigentliche Thema zur&uuml;ckzukommen; Greta Thunberg hat f&uuml;r jemand in ihrem Alter enorme Courage mit ihren Auftritten und Vortr&auml;gen. H&auml;tte sie oder ihr Team es jedoch bei einigen solchen Freitagen belassen, dann w&auml;re alles okay gewesen. Inzwischen hatten wir aber einen Blick hinter die Kulissen und daraus ergibt sich ein ganz anderes Bild.<\/p><p>Inzwischen hat sich herausgestellt, da&szlig; hinter diesem wohl-gelenkten Teenager ein ganzer Apparat von Werbeagenturen steckt, die ihre Auftritte f&uuml;r sie arrangieren, wahrscheinlich auch ihre Reden schreiben und die dann auch noch von Leuten wie Soros finanziert werden.<\/p><p>Das wof&uuml;r Greta sich jetzt noch vermeintlich einsetzt ist pure Heuchelei.<\/p><p>Es ist pure Heuchelei auf dem Thema CO&sup2; und Klimawandel herumzuhacken wenn das Problem in Wirklichkeit ein ganz anderes ist &ndash; Umweltzerst&ouml;rung. Der g&ouml;&szlig;te einzelne CO&sup2; Produzent in der Welt ist die amerikanische Kriegsmaschine, las ich neulich irgendwo.<\/p><p>Es ist &auml;u&szlig;erst frustrierend und absolute Heuchelei die vielen Kriege zu f&uuml;hren und dann zu erwarten, da&szlig; der normale B&uuml;rger seinen CO&sup2; Aussto&szlig; reduzieren soll, mehr noch, sogar erh&ouml;hte Steuern daf&uuml;r zahlen soll.<\/p><p>Ich m&ouml;chte Sie bitten, die Beitr&auml;ge zu Ihrem Artikel zu Herzen zu nehmen. <\/p><p>Lassen Sie bitte das Thema nicht als &sbquo;abgehakt&lsquo; unter den Tisch fallen. <\/p><p>Alle Leserbriefe zeigen, glaube ich, da&szlig; die Menschen sich mehr dem Themen Klima bewu&szlig;t sind als allgemein angenommen wird; oder sogar wie es vielleicht der Elite lieb ist. Die Beitr&auml;ge zeigen auch wie frustriert die Menschen sind, weil sie in Wirklichkeit gar nichts machen k&ouml;nnen. <\/p><p>Ein bi&szlig;chen weniger Auto fahren, keine Plastikt&uuml;ten und &auml;hnliche solche Kinkerlitzchen sind im Prinzip alles Quatsch. Wenn man nur 30 Liter Benzin in der Woche verbraucht, anstatt 35 Liter, dann stoppt das auch nicht einen einzelnen Krieg oder den Tageseinsatz von noch mehr Raketen; oder ein &Ouml;lquellenfeuer; oder die gro&szlig;fl&auml;chigen Zerst&ouml;rungen im Mittleren Osten oder was sonst noch alles. Das Klima spielt dabei keine Rolle. <\/p><p>Das anders darzustellen ist Heuchelei.<\/p><p>Oder k&ouml;nnen Sie sich vorstellen, da&szlig; der Soldat in Afghanistan oder Syrien es sich schwer &uuml;berlegen wird, als seinen Beitrag zum Klimaschutz, nur drei Sch&uuml;sse abzugeben anstatt einer l&auml;ngeren Maschinengewehrsalve?<\/p><p>Das ganze Klimagerede ist pure Heuchelei?<\/p><p>Und der Normal-B&uuml;rger durchschaut das; und er ist deshalb so extrem frustriert!<\/p><p>Wenn es irgendwie f&uuml;r Sie oder Ihre Kollegen m&ouml;glich sein sollte, &hellip; meine Bitte an Sie w&auml;re, da&szlig; Sie tats&auml;chlich mal beide Seiten zum Thema Klimawechsel zu Worte kommen lassen. Was das IPCC sagt wissen wir. Wir wissen auch, da&szlig; da wohl Wissenschaftler sein sollen, die anderer Meinung sein k&ouml;nnten; aber die l&auml;&szlig;t man nicht zu Wort kommen. Warum eigentlich nicht?<\/p><p>Der einzelne kann das im Internet f&uuml;r sich herausfinden; aber damit wird es nicht an die &Ouml;ffentlichkeit gebracht, wie vielleicht von den NachDenkSeiten. <\/p><p>Warum eigentlich nicht?<\/p><p>Auf jeden Fall regen Ihre Artikel zum Nachdenken an und, wie Sie sehen, sogar zu einzelnen Leserbriefen.<\/p><p>Vielen Dank,<br>\nPeter Sprunk<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Thunberg, Neubauer und Co. fordern ja gar nicht, dass wir alle es ihnen nachtun sollten und &bdquo;S&uuml;nder&ldquo; im Fegefeuer landen. <\/p><p>Dazu habe ich k&uuml;rzlich geh&ouml;rt, dass sich der Vatikan des Themas &ldquo;Klimawandel&rdquo; angenommen hat und erste Ma&szlig;nahmen eingeleitet hat. Er hat das Fegefeuer abgeschafft.<\/p><p>&hellip; etwas Humor (bei aller Ernsthaftigkeit), um die Diskussion nicht zu trocken, verbittert oder einseitig werden zu lassen.<\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e<br>\nGotthard Schaab<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte liebe NachDenkSeiten,<\/p><p>den Kritikern an &bdquo;Greta&ldquo; und FFF scheint es nicht um das eigentliche Problem zu gehen. <\/p><p>Am Klimawandel will doch nun bitte niemand mehr zweifeln. Und bitte auch nicht, dass man l&auml;ngst etwas dagegen h&auml;tte tun m&uuml;ssen.<\/p><p>Aber der jetzigen Generation tut es ja nicht mehr weh. Die schrecklichen Auswirkungen wird unsere Kinder und deren Kinder treffen.<\/p><p>Das Waldsterben in unseren Breiten bekommen wir vielleicht noch in den Griff. Aber die gro&szlig;en Baustellen des Klimawandels werden immer gr&ouml;&szlig;er.<\/p><p>Ich m&ouml;chte dabei nicht auf einzelne verheerende Meinungen, &Auml;u&szlig;erungen und Taten eingehen. Es darf eben nicht passieren, dass z.B. ein ignorantes <\/p><p>Staatsoberhaupt der Meinung sei, der Regenwald auf seinem Kontinent geh&ouml;re ihm und darum d&uuml;rfe er ihn auch abholzen. <\/p><p>Auf die Gesamtheit aller Auswirkungen &nbsp;will &bdquo;Greta&ldquo; und die FFF hinweisen. Manchen Erdbewohnern steht jetzt schon das Wasser buchst&auml;blich bis zum Hals.<\/p><p>Wir r&uuml;hmen uns fast noch damit, unsere heile Welt sauber zu halten. Dabei verschiffen wir unseren M&uuml;ll in die 3. Welt, wo sich die &Auml;rmsten der Armen noch etwas heraus picken und dabei ihre Gesundheit vernichten.<\/p><p>Darauf will man aufmerksam machen. Nur f&auml;llen die Politiker und Wirtschaftsbosse keine Entscheidungen. Alles geht fast weiter wie bisher.<\/p><p>Die Fortschritte sind einfach zu gering. Wir haben es nicht geschafft, gr&ouml;&szlig;ere Fortschritte zu initiieren.<\/p><p>Darum gehen unsere Kinder auf die Stra&szlig;e. So weit ist es gekommen. Es g&auml;be keine &bdquo;Greta&ldquo; und die FFF, wenn unsere Verantwortlichen einen guten Job gemacht h&auml;tten. Vor allem m&uuml;sste das Profitdenken der Wirtschaftsbosse aufh&ouml;ren und etwas mehr soziale Verantwortung zum Vorschein kommen. Aber das wird wohl an keiner Uni mehr gelehrt.<\/p><p>Stattdessen streitet man sich hier &uuml;ber die Krankheit einer Jugendlichen und ihre &bdquo;fehlgeleitete&ldquo; Ambition. Wie krank bittesch&ouml;n ist das denn?<\/p><p>Das eigentliche Ziel von Kritik sollte die Unf&auml;higkeit unserer Verantwortlichen in der Politik und Wirtschaft &nbsp;sein.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nNorbert Eckelmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkenseiten,<\/p><p>die zum Teil emp&ouml;rten Leserbriefe zum Greta Thunberg-Artikel von Herrn Berger, den ich eigentlich f&uuml;r ziemlich ausgewogen halte, haben mich schon etwas verunsichert. Ich meine, nicht die vielen unsachlichen und ver&auml;chtlichen Kommentare auf gewissen &bdquo;sozialen&ldquo; Plattformen, aber wohl manche Briefe an Sie direkt.<\/p><p>Ist es denn f&uuml;r einen eher links denkenden Menschen so schwer, zu verstehen, dass jedes Anliegen sein &bdquo;Gesicht&ldquo; braucht? Und Greta ist so ein Gesicht f&uuml;r den Klimaschutz! Eine Art Prophetin wie Kassandra oder auch von mir aus wie Jesus. F&uuml;r die einen war und ist er der Verk&uuml;nder einer Heilsbotschaft, f&uuml;r die anderen ein gef&auml;hrlicher Betr&uuml;ger und Aufwiegler, den man kreuzigen muss(te). So ergeht es Greta gerade auch. Da f&uuml;hlen sich viele Leute offensichtlich ganz sch&ouml;n von ihr (oder den Medien?) auf den Schlips getreten. <\/p><p>Es mag sein, dass die Gefahr der Vereinnahmung gro&szlig; ist. Allerdings sind in der Geschichte schon gewieftere Politiker und Revolution&auml;re vereinnahmt worden. Aber allen, die jetzt eine halbw&uuml;chsige Sch&uuml;lerin zum Feindbild machen, m&ouml;chte ich sagen: Schon manche(r), die\/der eine gro&szlig;e Sache angesto&szlig;en hat, wurde anfangs bel&auml;chelt oder erbittert bek&auml;mpft, bis ihr\/ihm sp&auml;ter sogar ein Denkmal gesetzt wurde. Dass jemals einem von all den klein karierten Kritikern eins gesetzt wurde, ist mir nicht erinnerlich.<\/p><p>Ich w&uuml;nsche Greta und ihren Mitstreitern von Herzen alles Gute und viel Erfolg!<\/p><p>Rainer Baumg&auml;rtel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>F&uuml;r mich ist der Kernsatz dieses Artikels:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;W&auml;hrend <strong>Kriegstreiber<\/strong> und Ausbeuter ignoriert werden, haut man lieber verbal auf zwei junge Frauen ein, die den Klimawandel b&auml;ndigen wollen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>&nbsp;<br>\nEs geht mir um die <strong>Priorit&auml;ten<\/strong>. Pr&auml;sident Putin hat vor kurzem ganz richtig festgestellt, dass sich schon morgen ein alles vernichtender Klimawandel durch Atomwaffeneinsatz vollziehen k&ouml;nnte, der jede weitere Diskussion er&uuml;brigt.<\/p><p>Die Forderung nach dem Ende jeder westlichen! Kriegstreiberei m&uuml;sste deshalb im Gregensatz zu bisher auch bei den Gretas &uuml;ber allem stehen, und ich kann mich immer mehr nicht des Eindrucks erwehren, dass die Klimadebatte in ihrer jetzigen Form bestimmten Leuten sehr gelegen kommt, weil sie von der <strong>aktuellen Hauptgefahr<\/strong> ablenkt.<br>\n&nbsp;<br>\nBeste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUrsula M&uuml;nch (90)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>anbei noch ein paar Gedanken zum Artikel &bdquo;Greta und ihre Kritiker&rdquo;und den Leserzuschriften dazu.<\/p><p>Sie k&ouml;nnen ihn nat&uuml;rlich k&uuml;rzen, wenn er &uuml;berhaupt noch relevant ist. Vor allem den Artikel von Otte in der Zeit finde ich bemerkenswert.<br>\n&mdash;<br>\nDer Artikel &bdquo;Greta und ihre Kritiker&ldquo; von Herrn Berger, aber auch diverse Leserzuschriften lassen meines Erachtens noch ein paar wesentliche Gedanken unber&uuml;cksichtigt.<\/p><p>Wenn darauf hingewiesen wird, dass ein Weltuntergang noch gar nicht zur Debatte st&uuml;nde, mag das auf den ersten Blick zutreffen. Die Wahrscheinlichkeit eines katastrophalen Szenarios durch die Klimaerw&auml;rmung wird auf etwa 5 % beziffert. Ma&szlig;geblich daf&uuml;r, ob ein Ma&szlig;nahmen zur Gefahrenabwehr notwendig sind, ist aber nicht nur die Wahrscheinlichkeit, sondern auch die Gr&ouml;&szlig;e der Gefahr (vgl. <a href=\"http:\/\/www.weltinnenpolitik.net\/08\/06\/2019\/stirbt-die-menschheit-aus\/\">weltinnenpolitik.net\/08\/06\/2019\/stirbt-die-menschheit-aus\/<\/a>, Artikel vom 8. Juni 2019). Es erscheint mir daher keinen anderen Weg zu geben, als unseren Umgang mit der Umwelt grunds&auml;tzlich zu&auml;ndern.<\/p><p>Es ist nicht die Klimaerw&auml;rmung alleine, die ich erschreckend finde, sondern auch, wie egoistisch, unvern&uuml;nftig und zynisch zum Teil auf Fridays for Future reagiert wird.<\/p><p>Zur Kl&auml;rung dieser Frage sind zwei Artikel in der Zeit erschienen, am 29.07. von Ferdinand Otte (<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-07\/klimawandel-narzissmus-zerstoerung-umwelt-erkenntnis?utm_source=pocket-newtab\">zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-07\/klimawandel-narzissmus-zerstoerung-umwelt-erkenntnis?utm_source=pocket-newtab<\/a>) und am 31.07. von Johannes Schneider (<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2019-07\/klimakatastrophe-apokalypse-weltuntergang-hysterie-erderwaermung\">zeit.de\/kultur\/2019-07\/klimakatastrophe-apokalypse-weltuntergang-hysterie-erderwaermung<\/a>).<\/p><p>Schneider schreibt in seinem Essay, dass die Menschheit &bdquo;ein erstaunlich halbgarer Frosch im sich langsam erhitzenden Wasser&ldquo; sei. Otte h&auml;lt die vierte narzisstische Kr&auml;nkung des Menschen f&uuml;r den eigentlichen Grund. Nach Kopernikus, Darwin und Freud wird nun die Menschheit mit einer weiteren, unbequemen Wahrheit konfrontiert, n&auml;mlich dass unsere Lebensweise auf Dauer die eigene Lebensgrundlage bedroht. Otte bezieht sich auf Freud, der festgestellt hat, dass manche Erkenntnisse derart markersch&uuml;tternd seien, dass sie unser Selbstbild ins Wanken br&auml;chten &ndash; und deshalb lieber ignoriert oder rundheraus bek&auml;mpft w&uuml;rden. Hinzu komme jetzt, so Otte, dass uns nun auch zugemutet werde, unser Leben umstellen m&uuml;ssen.<\/p><p>Die Klimaerw&auml;rmung ist nur eine vieler globaler Gefahren, die zur L&ouml;sung anstehen:<\/p><p>Die Vernichtung der Umwelt durch die Verschmutzung der Weltmeere insbesondere (aber nicht nur) durch Plastikm&uuml;ll, durch die Verpestung der Lufth&uuml;lle, durch die &Uuml;berfischung der Meere, durch Insektenschwund und die Gef&auml;hrdung der Umwelt durch Fracking und den Betrieb vonAtomkraftwerken<\/p><p>Die Zunahme von Antibiotikaresistenzen. Das liegt zum einen daran, dass in der Massentierhaltung gesunden Tieren Antibiotika einschlie&szlig;lich Reserveantibiotika verabreicht werden, u. a. um Krankheiten vorzubeugen. Zum anderen wurde die Produktion von Antibiotika in Billiglohnl&auml;nder verlagert. Rund um Fabriken in Indien, wo fast alle gro&szlig;en Pharmakonzerne produzieren lassen, sind gro&szlig;e Mengen an Antibiotika in die Umwelt gelangt. Mehr als zwei Drittel der Inder tragen bereits antibiotikaresistente Keime in sich (<a href=\"https:\/\/www.msn.com\/dede\/nachrichten\/wissenundtechnik\/starke-zunahme-antibiotikaresistenter-keime-in-indien\/ar-AACrm3z\">msn.com\/dede\/nachrichten\/wissenundtechnik\/starke-zunahme-antibiotikaresistenter-keime-in-indien\/ar-AACrm3z<\/a>). <\/p><p>Die Ausbreitung ist erschreckend, selbst in den arktischen B&ouml;den fanden die Wissenschaftler 131 verschiedene Resistenzgene (<a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/medizin\/antibiotika-resistenz-sogar-der-arktis\/\">scinexx.de\/news\/medizin\/antibiotika-resistenz-sogar-der-arktis\/<\/a>)<\/p><p>Die Verknappung von Ressourcen (Erd&ouml;l, Erdgas, Bodensch&auml;tze und Trinkwasser)<\/p><p>Die Gefahr eines Weltkriegs steigt. Kriegerische Auseinandersetzungen gelten nach wie vor als ein Mittel der Politik. Die Vereinigten Staaten modernisieren zur Zeit ihre Atomwaffen, ein begrenzter Nuklearkrieg ist wieder eine Option. Auch Russland st&uuml;tzt sich auf Nuklearwaffen, da sie preisg&uuml;nstigsind.<\/p><p>&Uuml;berwachung in noch nie geahntem Ausma&szlig; durch KI-Systeme. Das f&uuml;hrt zwar nicht zur Ausl&ouml;schung der Menschheit, tr&auml;gt aber zur Entmenschlichungbei.<\/p><p>Die Bedrohung durch KI ist derzeit noch Science Fiction. Angesichts der rasanten Entwicklung werden wir uns vermutlich auch dieser Problematik rechtzeitig stellen m&uuml;ssen.<\/p><p>Ich bin skeptisch, was die F&auml;higkeit der Menschheit betrifft, diese Aufgaben zu l&ouml;sen. Die Probleme kommen ja nicht alleine, sondern werden uns gleichzeitig oder kurz hintereinander besch&auml;ftigen.<\/p><p>Das Argument, dass die Wissenschaft schon noch die dazu geh&ouml;rigen Probleml&ouml;sungen erfinden werde, ist neoliberalem Denken verfangen.<\/p><p>Klimaschutz und Sozialpolitik geh&ouml;ren meinem Empfinden nach zusammen. Ma&szlig;nahmen f&uuml;r den Klimaschutz m&uuml;ssen immer auch eine soziale Komponente haben. Wer sich den Sonnenkollektor nicht leisten kann, bekommt (abgesehen von einem Zuschuss) z. B. Kredit und kann ihn in H&ouml;he der bisherigen Stromzahlungen abstottern. Sonnenkollektoren sind nicht mehr teuer und die Speicher sollen in den n&auml;chsten zehn Jahren erheblich billiger werden.<\/p><p>Eine gr&uuml;ne Politik kann nur das Wohl aller Menschen im Sinn haben, da der Umweltschutz auf der Welt nicht teilbar ist. Der Markt richtet es nichtautomatisch.<\/p><p>Die tieferen Ursachen f&uuml;r das blinde und unglaubliche dumme Tun der Menschheit liegen meiner Meinung nach an zwei Faktoren:<\/p><p>Die &Uuml;berbev&ouml;lkerung und unser Steinzeithirn. Konrad Lorenz argumentierte, dass die genetisch programmierten Neigungen des Menschen nicht ausreichen, um den sozialen Anforderungen der modernen, aus Millionen von Individuen bestehenden Soziet&auml;t gerecht zu werden. Der Mensch ist gut genug f&uuml;r die Kleingruppe, aber nicht &bdquo;gut genug&ldquo;, um sich f&uuml;r ein anonymes, pers&ouml;nlich nicht bekanntes Individuum einzusetzen (Der Abbau des Menschlichen, 1983). Die Evolution hat den Menschen nicht mit globalem Denken ausgestattet. Nicht rationales Denken &uuml;berwiegt, sondern unsere Triebe. Narzisstische Politiker und ein entfesselter, neoliberaler Kapitalismus werden unsere Probleme nicht l&ouml;sen.<br>\n&mdash;<br>\nMit freundlichem Gru&szlig;<\/p><p>Alexander Mummenhoff<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>vielleicht darf ich auch noch &bdquo;meinen Dreier&ldquo; zu diesem Thema hinzu geben :-)<br>\nEs ist einfach: Wenn die Menschheit tats&auml;chlich etwas Sinnvolles gegen den &bdquo;Climate Change&ldquo; unternehmen wollte, dann ist alles sinnlos und &bdquo;green washing&ldquo;, das nicht zwei grundlegende Bedingungen einbezieht:<\/p><p>I. Wir br&auml;uchten ein g&auml;nzlich anderes &ouml;konomisches System, das vom grenzenlosen Wachstum und von Raubbau Abstand nimmt und sich auf das begrenzt, das notwendig ist.<\/p><p>Dazu f&auml;llt mir nichts ein, als ein neu zu konzipierender Sozialismus.<\/p><p>II. Wir br&auml;uchten eine g&auml;nzlich andere Lebensweise, die von der Identifikation von Gl&uuml;ck mit Konsum Abstand nimmt und den Menschen neben dem Notwendigen vor allem die Entwicklung der jetzt eher unterdr&uuml;ckten, vielf&auml;ltigen F&auml;higkeiten und Entwicklungsm&ouml;glichkeiten anbietet, die weit eher ein sinnvolles Leben ausmachen k&ouml;nnen, als das &bdquo;Haben Wollen&ldquo; und &bdquo;Besitzen&ldquo; der Konsumgesellschaft.<\/p><p>Mit diesen Kriterien ist es eher einfach, Gr&uuml;nmalerei und damit kombiniert, Kampf f&uuml;r einen Systemerhalt von&nbsp;tats&auml;chlichem Einsatz f&uuml;r das Leben auf diesem Planeten zu unterscheiden.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nJohannes Kie&szlig;ling<\/p><p>PS: K&ouml;nnen Sie auch ver&ouml;ffentlichen, wenn Sie m&ouml;chten.<\/p><p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong>  Nachfolgend ein Aufruf, der uns erreichte, und irgendwie zum Thema passt, und wo viele von uns praktisch etwas tun k&ouml;nn(t)en.<\/em><br>\n<em>Die beiden folgenden Quellen lassen auch aufhorchen.<\/em><\/p><ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.bund-rvso.de\/waldsterben.html\">bund-rvso.de\/waldsterben.html<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.focus.de\/wissen\/natur\/waldsterben-die-situation-ist-schlimmer-als-in-den-1980ern_id_10529462.html%20\">focus.de\/wissen\/natur\/waldsterben-die-situation-ist-schlimmer-als-in-den-1980ern_id_10529462.html <\/a><\/em><\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Leute,<\/p><p>die B&auml;ume sterben uns weg, wir haben Klimanotstand h&ouml;chste Alarmstufe, <em>unser &Ouml;kosystem kollabiert<\/em>!!<\/p><p><em>Alle Politiker sofort zur&uuml;ck aus dem Urlaub und Wasser Marsch an alle erreichbaren B&auml;ume.<\/em> Jeder Liter z&auml;hlt.<\/p><p>F&ouml;rster und G&auml;rtner warnen vor fl&auml;chendeckendem Baumsterben in weiten Teilen Deutschlands!!!<\/p><p>Wir brauchen starken Druck von Zivilbev&ouml;lkerung, Medien, Verb&auml;nden, jeder Tag, jede Minute z&auml;hlt.<\/p><p>Eine sofortige Vernetzung der Medien, aller Beh&ouml;rden,&nbsp; Fachleute&nbsp; und B&uuml;rgern, die helfen wollen.<\/p><p>Frau Merkel und das Klimakabinett sind im Urlaub.<\/p><p>Weitreichende und sofortige Ma&szlig;nahmen sind notwendig, damit wir noch retten k&ouml;nnen, was zu retten ist.<\/p><p>Die n&auml;chsten zwei Monate entscheiden &uuml;ber das Schicksal von Millionen und Abermillionen von B&auml;umen.<\/p><p>Aufwachen, dies ist eine Katastrophe!<\/p><p>Ein paar hundert Liter Wasser an jeden Baum in den n&auml;chsten 8 Wochen und wir verschaffen uns ein Jahr Aufschub. <\/p><p>Effizienter kann man eine Ressource nicht einsetzen. Zumal wir diese Menge im privaten Verbrauch sehr leicht einsparen k&ouml;nnen:<\/p><p>wenn jeder seinen t&auml;glichen Verbrauch von 125 l Trinkwasser nur um 8,75 % senkt, k&ouml;nnen wir 80 Millionen B&auml;ume &uuml;bers Jahr retten.<\/p><p>Bitte beachtet auch unbedingt den folgenden Link und den Anhang (warum die B&auml;ume sterben).<br>\n<a href=\"https:\/\/nachhaltig-sein.info\/privatpersonen-nachhaltigkeit\/virtuelles-wasser-die-wahren-wasserfresser-ein-swimmingpool-fur-ein-kilo-kaffee\">nachhaltig-sein.info\/privatpersonen-nachhaltigkeit\/virtuelles-wasser-die-wahren-wasserfresser-ein-swimmingpool-fur-ein-kilo-kaffee<\/a><\/p><p>Dagmar L&uuml;cke<br>\nBaumschulg&auml;rtnerin, Osnabr&uuml;ck<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Beitr&auml;ge &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53877\">Greta und ihre &bdquo;Kritiker&ldquo; &ndash; woher kommt all die Boshaftigkeit auf etwas, das eigentlich doch nur positiv ist?<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53928\">Leserbriefe und Kommentare zum Artikel &bdquo;Greta und ihre Kritiker&ldquo;<\/a>&rdquo; riefen weitere Kommentare unter unseren Lesern hervor. Da diese Diskussion um die wichtigen Fragen der Erhaltung unserer nat&uuml;rlichen Umwelt und der sozialen Gerechtigkeit<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54033\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[123,177,103,85,146,176],"tags":[1055,2615,2667,633,2598,291],"class_list":["post-54033","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kampagnentarnworteneusprech","category-klimawandel","category-leserbriefe","category-pr","category-soziale-gerechtigkeit","category-umweltpolitik","tag-fluechtlinge","tag-fridays-for-future","tag-klimaskeptiker","tag-politikerverdrossenheit","tag-thunberg-greta","tag-verteilungsgerechtigkeit"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54033","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=54033"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54033\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54059,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54033\/revisions\/54059"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=54033"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=54033"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=54033"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}