{"id":54049,"date":"2019-08-09T08:30:00","date_gmt":"2019-08-09T06:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049"},"modified":"2019-08-09T08:30:00","modified_gmt":"2019-08-09T06:30:00","slug":"hinweise-des-tages-3425","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h01\">Asymmetrische Berichterstattung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h02\">Abholzung des Regenwalds steigt rasant: Die gr&uuml;ne Lunge steht vor dem Kollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h03\">Investitionen: Haut das Geld raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h04\">Geleakten Steuerdaten droht das Verfallsdatum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h05\">Fu&szlig; in der T&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h06\">Niedrigzinsen: Pensionsl&uuml;cke bei Dax-Konzernen so gro&szlig; wie nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h07\">Rheinbad D&uuml;sseldorf: Was von der Randale &uuml;brig bleibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h08\">Der Fachkr&auml;ftemangel zeigt sich nicht an den Geh&auml;ltern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h09\">Mietpreisexplosion trifft &auml;ltere Generation besonders hart!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h10\">19 Regionen in Deutschland drohen den Anschluss zu verlieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h11\">Mehr als Overtourism<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h12\">Cyberpunk in Hongkong: Wenn das keine futuristische Unterdr&uuml;ckung ist, was dann?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h13\">USA drohen erneut mit Truppenabzug aus Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h14\">Unsummen f&uuml;r Berater<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54049#h15\">SPD auf Chefsuche: Mutlos, ratlos, f&uuml;hrungslos<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Asymmetrische Berichterstattung<\/strong><br>\nMan stelle sich vor, eine iranische Drohne w&uuml;rde &uuml;ber Florida abgeschossen oder ein paar Kilometer vor der amerikanischen K&uuml;ste. Niemand w&uuml;rde &uuml;ber den exakten Abschussort diskutieren, vielmehr w&uuml;rden sich alle fragen, was diese Drohne dort zu suchen hatte &ndash; 11&thinsp;000 Kilometer entfernt von Teheran.<br>\nAls Iran am 20. Juni eine US-Drohne zerst&ouml;rte, knapp au&szlig;erhalb der Landesgrenze (Pentagon-Version) oder innerhalb des iranischen Luftraums (Teheran-Version), fragte kaum jemand nach der Legitimit&auml;t der US-amerikanischen Milit&auml;rpr&auml;senz am Golf. Diese asymmetrische Berichterstattung der westlichen Medien, die sich daran orientiert, ob das Land, das internationales Recht verletzt, eine (gute) Demokratie oder ein (b&ouml;ser) autorit&auml;rer Staat ist, bleibt heute v&ouml;llig unwidersprochen.<br>\nWenn man in der aktuellen Eskalation &bdquo;Iran permanent als atomare oder sonstige Bedrohung darstellt, vermittelt man die Botschaft, dass man das Land angreifen m&uuml;sse&ldquo;, warnt Gregory Shupak. F&uuml;r den Medienwissenschaftler an der Guelph-Humber-Universit&auml;t in Toronto ist das Gegenteil der Wahrheit viel n&auml;her: dass n&auml;mlich &bdquo;die USA Teheran bedrohen und nicht umgekehrt&ldquo;. Schlie&szlig;lich sei es die Regierung in Washington, die mit ihren Sanktionen die iranische Wirtschaft zugrunde richtet und damit den Zugang der Bev&ouml;lkerung zu Nahrungsmitteln und Medikamenten einschr&auml;nkt. Und die ihren Gegner &bdquo;mit Milit&auml;rbasen sowie See-, Land- und Luftstreitkr&auml;ften eingekreist hat, wogegen Iran den USA nichts Vergleichbares angetan hat&ldquo;.<br>\nDiese ungleiche Wahrnehmung, die &bdquo;spontan&ldquo; die Gro&szlig;macht USA beg&uuml;nstigt, st&uuml;tzt sich vor allem auf ein selektives Ged&auml;chtnis, ein Gemisch aus politisch induziertem Vergessen und von Medien transportierten L&uuml;gen, die auf Auslassungen basieren. Wer erinnert sich im Westen noch an Flug 655 der Iran Air? Am 3. Juli 1988 zerst&ouml;rte der Kreuzer &bdquo;USS Vincennes&ldquo;, w&auml;hrend er in iranischen Hoheitsgew&auml;ssern patrouillierte, ein Linienflugzeug mit 290 Passagieren an Bord, das auf dem Weg nach Dubai war.<br>\nAnfangs bestritten die USA, f&uuml;r den Abschuss verantwortlich zu sein; dann erkl&auml;rte Washington, die &bdquo;Vincennes&ldquo; habe sich in internationalen Gew&auml;ssern befunden und man habe den iranischen Airbus f&uuml;r ein Jagdflugzeug gehalten, weil er bedrohlich auf den US-Kreuzer heruntergesto&szlig;en sei. Beides L&uuml;gen, wie sich sp&auml;ter herausstellte. Am Ende &auml;u&szlig;erte die US-Regierung ihr &bdquo;tiefes Bedauern&ldquo; &uuml;ber den Vorfall und zahlte 61,8 Millionen Dollar Entsch&auml;digung an die Familien der Opfer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5602570\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Abholzung des Regenwalds steigt rasant: Die gr&uuml;ne Lunge steht vor dem Kollaps<\/strong><br>\nIm Juli wurde im Amazonas-Regenwald eine Fl&auml;che mehr als doppelt so gro&szlig; wie Berlin abgeholzt. Das Klima-Endspiel scheint hier fast verloren.<br>\nIn 325 Metern H&ouml;he ist es ganz still. Gr&uuml;ner Wald. So weit das Auge blicken kann. Noch. Der ATTO-Turm, das steht f&uuml;r Amazonian Tall Tower Observatory, ist der h&ouml;chste Klimaturm der Welt, h&ouml;her als der Eiffelturm in Paris. Eine Stunde dauert der Aufstieg. Das deutsch-brasilianische Gemeinschaftsprojekt sammelt mit modernsten Instrumenten in unterschiedlichen H&ouml;hen Erkenntnisse &uuml;ber den Klimawandel und Luftver&auml;nderungen &ndash; mitten im Amazonas-Regenwald. Doch in dieser gr&uuml;nen Lunge des Planeten, die bisher so viel klimasch&auml;dliches Kohlendioxid bindet und f&uuml;r die Regulierung des Weltklimas ein entscheidendes Element ist, klaffen immer gr&ouml;&szlig;ere braune L&ouml;cher. Schneisen, geschlagen f&uuml;r neue Sojaplantagen und Rinderfarmen.<br>\nIm Juli stieg die Abholzung um 278 Prozent im Vergleich zum Juli 2018. 2255 Quadratkilometer Wald wurden nach Angaben des Instituto Nacional de Pesquisas Espaciais (INPE) in nur einem Monat im brasilianischen Amazonasgebiet gerodet &ndash; mehr als die 2,5-fache Gr&ouml;&szlig;e des Bundeslands Berlin. Es dr&ouml;hnen die Kettens&auml;gen, in Wildwest-Manier werden dort seit Jahrhunderten lebende indigene St&auml;mme verdr&auml;ngt. Und die Welt schaut zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/abholzung-des-regenwalds-steigt-rasant-die-gruene-lunge-steht-vor-dem-kollaps\/24881266.html%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: Amazonien brennt<\/strong><br>\nSeit dem Amtsantritt des brasilianischen Pr&auml;sidenten Jair Bolsonaro hat sich die Abholzung im Regenwaldamazonas beschleunigt &ndash; Menschenrechtsverletzungen inklusive.<br>\nDie Indigenen vom Volk der Munduruku begr&uuml;&szlig;en Besucher im Gemeindehaus von A&ccedil;aizal mit Tanz und Gesang. Dann richtet Cacique Joselino Munduruku, der Vorsteher des Dorfs, das Wort an sie. &raquo;Es ist ein t&auml;glicher Kampf&laquo;, sagt Joselino. &raquo;Jeden Tag eine Frage des &Uuml;berlebens.&laquo; Die Munduruku, die als eines der kriegerischsten V&ouml;lker der Region gelten und im 18. Jahrhundert an den Rio Tapaj&oacute;s, einen der gr&ouml;&szlig;ten Zubringer des Amazonas, vordrangen, haben schon viele K&auml;mpfe ausgetragen. &raquo;Konflikte sind Teil unserer Geschichte&laquo;, erl&auml;utert Joselino. Einst k&auml;mpften die Munduruku gegen das indigene Volk der Kayap&oacute;, j&uuml;ngst mit Unterst&uuml;tzung der Umweltorganisation Greenpeace gegen das Wasserkraftwerk S&atilde;o Luiz do Tapaj&oacute;s. Und die Bewohner von A&ccedil;aizal k&auml;mpfen gegen den Anbau von Soja, die man vom Gemeindehaus aus als helle Flecken bereits sieht. Sie reichen bis auf zehn Meter an H&auml;user der Indigenen heran. Die Pflanzen wachsen heute dort, wo fr&uuml;her B&auml;ume standen.<br>\nGro&szlig;grundbesitzer aus dem S&uuml;den haben die Felder sukzessive angelegt, die Munduruku von A&ccedil;aizal ihr Territorium vor einigen Jahren selbst demarkiert. Joselino, Vorsteher des Dorfs in der N&auml;he der Gro&szlig;stadt Santar&eacute;m, wo der Rio Tapaj&oacute;s und der Amazonas zusammenflie&szlig;en, sagt: &raquo;Wir wollen diesen Wald erhalten.&laquo; Die ewige Frage in Amazonien lautet also nicht nur: Wie stark bewahren Indigene ihre Identit&auml;t? Joselino tr&auml;gt eine typische Kopfbedeckung der Munduruku in Form einer Haube mit Federn zu T-Shirt, Bermudashorts und Havaianas. Vielmehr geht es immer auch um Territorium und nat&uuml;rliche Ressourcen. Da ist das &raquo;neue Amazonien&laquo; unter der Regierung von Pr&auml;sident Jair Bolsonaro wie das alte &ndash; wenn auch um ein Vielfaches schlimmer. Die j&uuml;ngsten offiziellen Zahlen der Beh&ouml;rden sind erschreckend.<br>\nUm 278 Prozent stieg die Abholzung in den neun brasilianischen Bundesstaaten mit Anteilen am Amazonasbecken im Juli 2019 im Vergleich zum Jahr zuvor. Nach Angaben des Nationalen Instituts f&uuml;r Weltraumforschung (Inpe) vom Dienstag (6.8. 2019) erreichte sie 2254 Quadratkilometer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/amazonien-brennt\/1665584\">Spektrum<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: IPCC-Report des Weltklimarats Die Abholzung des Waldes schadet doppelt<\/strong><br>\nDer Weltklimarat fordert eine Kehrtwende bei der Landnutzung und warnt vor Hungerkrisen. Warum die intensive Tierhaltung und die Rodung von W&auml;ldern so gef&auml;hrlich sind.<br>\n&ldquo;Nach der Klimakatastrophe kommt die Hungerkrise&rdquo; &ndash; der Weltklimarat IPCC warnt eindr&uuml;cklich vor den Folgen der globalen Erw&auml;rmung. In ihrem neuesten Bericht, der nun in Genf vorgestellt wurde, mahnen die Wissenschaftler ein radikales Umsteuern in der Landwirtschaft an. Der Agrarwirtschaft komme eine Schl&uuml;sselstellung zu. Landnutzung und Klimawandel seien aufs Engste verkn&uuml;pft &ndash; vor allem bei der Produktion der Treibhausgase CO2, Methan und Lachgas.<br>\nAus dem Bericht geht hervor, dass zwischen 2007 und 2016 die Nutzung von Land f&uuml;r 13 Prozent aller vom Menschen gemachten CO2-Emissionen verantwortlich ist, f&uuml;r 44 Prozent des Methan&#8208;Aussto&szlig;es und f&uuml;r 82 Prozent der Lachgasemissionen. Der Klimaforscher Alexander Popp vom Potsdam-Institut f&uuml;r Klimafolgenforschung (PIK) sagt im Gespr&auml;ch mit tagesschau.de, dass die Landnutzung global gesehen etwa ein Viertel der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen ausmache.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/klimawandel-ipcc-report-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Investitionen: Haut das Geld raus<\/strong><br>\nDie Finanzm&auml;rkte gieren nach deutschen Staatsanleihen &ndash; sie schenken dem Staat sogar Geld, wenn er Kredite aufnimmt. Das ist die perfekte Zeit f&uuml;r milliardenschwere Investitionen.<br>\nDeutsche Kinder lernen es schon in der Schule: Wir sind hier nicht bei W&uuml;nsch-dir-was. Drau&szlig;en spielen, obwohl Hausaufgaben zu erledigen sind? Auf keinen Fall. Etwas S&uuml;&szlig;es vom Kiosk, obwohl das Taschengeld schon ausgegeben ist? Das geht nicht.<br>\nDoch, das geht, zumindest geht das f&uuml;r die Bundesrepublik im Jahre 2019. Die internationalen Finanzm&auml;rkte w&uuml;rden Deutschland sehr gerne Geld schenken, wenn das Land mehr investieren w&uuml;rde. Das ist so verr&uuml;ckt, dass man es wiederholen kann: Deutschland k&ouml;nnte Milliarden f&uuml;r die Bahn, f&uuml;r Kitas, f&uuml;r besseres Internet ausgeben &ndash; und der Staat w&uuml;rde Geld daf&uuml;r bekommen, dass er welches ausgibt. Das verwundert, aber es ist noch wunderlicher, dass das Gegenteil passiert. Der Staat spart, der Bundeshaushalt verzeichnet &Uuml;bersch&uuml;sse, die schwarze Null steht. Das schadet der ganzen Gesellschaft, die Menschen k&ouml;nnten in einem besseren Deutschland leben.<br>\nWarum wollen diese verr&uuml;ckten Finanzm&auml;rkte Deutschland Geld schenken? L&auml;nder nehmen Kredite &uuml;ber Staatsanleihen auf. Diese Staatsanleihen sind quasi das Bargeld f&uuml;r Banken und &auml;hnliche Finanzinstitute. Wenn Menschen ihr Geld auf die Bank bringen, muss das Geld irgendwohin, die Bank kann ja nicht selbst zur Bank gehen. Das Geld wird &ndash; sehr vereinfacht gesagt &ndash; in Staatsanleihen geparkt. Und Schuldpapiere des deutschen Staats sind sehr begehrt, weil Deutschland als solide Volkswirtschaft gilt. In diesen wirtschaftspolitisch wilden Zeiten mit Zollstreit, Protektionismus und W&auml;hrungsvolten sind deutsche Staatsanleihen so gefragt, dass die eine Bank einer anderen Bank eine deutsche Staatsanleihe f&uuml;r mehr Geld abkauft, als Deutschland daf&uuml;r zur&uuml;ckzahlen muss. Wer das macht, verliert Kapital, die Rendite ist also negativ. Seit wenigen Tagen gilt das sogar f&uuml;r deutsche Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren. Die Finanzm&auml;rkte sind also bereit, Jahrzehnte auf Deutschland zu warten &ndash; und dann weniger zu bekommen, als sie bezahlt haben.<br>\nWegen der negativen Renditen k&ouml;nnte Deutschland Milliardenkredite aufnehmen und investieren, ohne die Schuldentragf&auml;higkeit des deutschen Staates zu gef&auml;hrden. Schon jetzt vergibt die Finanzagentur des Bundes Anleihen, auf die es 0,0 Prozent Zinsen gibt, was nach f&uuml;nf Jahren mit auch nur geringer Inflation bereits eine negative Rendite ergibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schuldenuhr-schwarze-null-1.4555876\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Geleakten Steuerdaten droht das Verfallsdatum<\/strong><br>\nDeutschland bekommt Millionen Steuerdaten aus dem Ausland geliefert, doch die Beh&ouml;rden haben Probleme bei der Verarbeitung. Nun droht die Verj&auml;hrung.<br>\nBundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sitzt auf einem gigantischen Datenschatz. Im Herbst 2017 haben rund 50 Staaten einen automatischen Informationsaustausch gestartet, um so Steuerhinterziehern auf die Schliche zu kommen. Seit 2017 liefern mehr als 90 L&auml;nder Steuerdaten an Deutschland, sie laufen beim Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern (BZSt) ein.<br>\nBislang wurden seit vergangenem Jahr rund 6,8 Millionen Datens&auml;tze &uuml;bermittelt. Die Finanzbeh&ouml;rden k&ouml;nnten nun pr&uuml;fen, ob sich darin Hinweise auf Schwarzgeld oder Steuerhinterziehung befinden.<br>\nDie Beh&ouml;rde, die dem Bundesfinanzministerium von Scholz untersteht, ist mit der Auswertung der wertvollen Datenflut allerdings &uuml;berfordert. Es mangelt an Beamten, und es hakt bei der Weitergabe der Informationen an die Finanz&auml;mter in den Bundesl&auml;ndern, die Steuerhinterzieher aufsp&uuml;ren. Und langsam wird die Zeit knapp, denn Ende des Jahres k&ouml;nnten die ersten F&auml;lle verj&auml;hren.<br>\nDenn schon vor dem Start des internationalen Informationsaustauschs hatte Deutschland mit den USA und mit EU-Staaten Vereinbarungen zur Weitergabe von Daten, die auch flei&szlig;ig genutzt wurden. Beim Bundeszentralamt liegen auch Millionen von Datens&auml;tzen aufgrund dieser Regeln, auch schon f&uuml;r den Besteuerungszeitraum 2014. Allein bei den Informationen der EU-Staaten geht es um 1,2 Millionen Datens&auml;tze. Und f&uuml;r den endet die sogenannte Festsetzungsverj&auml;hrung Ende 2019.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/steuervermeidung-geleakten-steuerdaten-droht-das-verfallsdatum\/24879766.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu: Wie man Steuerflucht und Steuer-Unterbietung beenden kann<\/strong><br>\nDass US-Internetkonzerne in Deutschland trotz erheblicher Ums&auml;tze kaum Steuern zahlen, st&ouml;rt viele. Dass deutsche Firmen vom gleichen System profitieren, d&auml;mpft jedoch den Reformwillen. Ausgerechnet aus Trumps Amerika, das sich die althergebrachten Steuer-Aufteilungsregeln au&szlig;er Kraft setzt, wenn sie st&ouml;ren, kommt nun der Impuls f&uuml;r eine Eind&auml;mmung der internationalen Steuerflucht und der Steuer-Unterbietung. [&hellip;]<br>\nEine ebenfalls diskutierte, weitergehende Variante ist die Destination Based Cash Flow Tax. Hier werden Investitionen sofort gewinnmindernd abgezogen. Gezahlte Zinsen k&ouml;nnen dagegen nicht abgezogen werden. Auf diese Weise w&uuml;rde der an Fremdkapitalgeber ausgesch&uuml;ttete Teil der Wertsch&ouml;pfung schon an der Quelle besteuert. Anleger k&ouml;nnten sich nicht durch Nutzung von Steueroasen der Besteuerung ihrer Kapitaleink&uuml;nfte entziehen und der bisherige steuerliche Anreiz zu hoher Fremdkapitalfinanzierung entfiele. Da die Ertr&auml;ge von Investitionen erst besteuert w&uuml;rden, wenn sie anfallen, w&uuml;rde auch die Investitionsentscheidung nicht verzerrt.<br>\nDie IWF-Experten lassen erkennen, dass sie das f&uuml;r das ideale Steuerkonzept halten. Der internationale Steuerwettbewerb w&uuml;rde weitgehend beseitigt. Wenn ein Land anfinge, h&auml;tten andere einen starken Anreiz, nachzuziehen, da ihre Unternehmen sonst Doppelbesteuerung ausgesetzt w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1161-iwf-steuerflucht\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fu&szlig; in der T&uuml;r<\/strong><br>\nKKR bereitet die &Uuml;bernahme von Axel Springer vor. US-Finanzinvestor will digitales Medienimperium aufbauen<br>\nDer US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts &amp; Co. (KKR) h&auml;lt inzwischen 27,8 Prozent der Anteile bei Axel Springer. Das teilte der Medienkonzern am Mittwoch in Berlin mit. Damit hat KKR die Schwelle f&uuml;r ein &Uuml;bernahmeangebot &uuml;berschritten, die bei 20 Prozent der Anteile liegt. Die deutschen Kartellbeh&ouml;rden m&uuml;ssen aber noch gr&uuml;nes Licht geben.<br>\n&raquo;Dies ist ein wichtiger Meilenstein f&uuml;r unsere geplante strategische Partnerschaft mit KKR. Wir werden so zus&auml;tzliche Chancen nutzen k&ouml;nnen und unsere Wachstums- und Investitionsstrategie beschleunigen&laquo;, jubelte Springer-Chef Mathias D&ouml;pfner in der Presseerkl&auml;rung. Er selbst wird seine 2,8 Prozent ebenso behalten wie Friede Springer ihre 42,6 Prozent. Au&szlig;erdem soll Friede Springer ein Vetorecht erhalten.<br>\nKKR, das angeblich ein Verm&ouml;gen von fast 200 Milliarden Dollar verwaltet, kauft angeknackste Unternehmen, bringt sie wieder &raquo;in die Spur&laquo; und ver&auml;u&szlig;ert sie dann im Idealfall mit Gewinn. In Deutschland vor Jahren zum Beispiel Autoteile Unger oder das Kommunikationsunternehmen Versatel. Glasfaser, Gabelstapler oder Gasdruckfedern &ndash; die Branche ist KKR komplett egal. F&uuml;r angeblich 61,2 Millionen Euro kaufte sich der Investor 2014 sogar beim Fu&szlig;ballbundesligisten Hertha BSC Berlin ein, 2018 erwarb der Verein alle Anteile zur&uuml;ck. Das Unternehmen kennt nur eine Maxime: Hauptsache die Rendite stimmt (siehe jW vom 18.07.). Im Schnitt dauert das Investment nur zwischen sechs und sieben Jahre. Ein probates Mittel, das Ziel zu erreichen, ist, ihm Teile der Belegschaft zu entlassen. 1999 kaufte es die Telekommunikationssparte bei Bosch, benannte sie in Tenovis um und schickte nach und nach 40 Prozent der Besch&auml;ftigten nach Hause.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/360401.axel-springer-fu%C3%9F-in-der-t%C3%BCr.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Niedrigzinsen: Pensionsl&uuml;cke bei Dax-Konzernen so gro&szlig; wie nie<\/strong>\n<ul>\n<li>Die 30 Dax-Konzerne schieben Pensionslasten f&uuml;r Betriebsrenten in H&ouml;he von 400 Milliarden Euro vor sich her.<\/li>\n<li>Gleichzeitig sind nur 250 Milliarden an Verm&ouml;genswerten vorhanden &ndash; so gro&szlig; war die Pensionsl&uuml;cke noch nie.<\/li>\n<li>Die Betriebsrenten der Mitarbeiter sind jedoch nicht in Gefahr.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die dauerhaft niedrigen Zinsen werden zunehmend zu einer Belastung f&uuml;r Unternehmen in Deutschland. Sie f&uuml;hren dazu, dass die L&uuml;cke bei den Pensionsverpflichtungen der 30 Dax-Konzerne derzeit so gro&szlig; ist wie noch nie. Das zeigt eine Studie der Fondsgesellschaft Flossbach von Storch, die der SZ vorliegt. Demnach lagen die Pensionslasten Mitte des Jahres bei rund 400 Milliarden Euro. Nur rund 250 Milliarden Euro davon sind an daf&uuml;r ausgelagerten Verm&ouml;genswerten vorhanden. Demnach klaffte Ende Juni eine Pensionsl&uuml;cke von 146 Milliarden Euro, 27 Milliarden mehr als ein halbes Jahr zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/dax-konzerne-pensionsluecke-1.4555882\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rheinbad D&uuml;sseldorf: Was von der Randale &uuml;brig bleibt<\/strong><br>\nVon &ldquo;Terror&rdquo; und &ldquo;Gewalt&rdquo; war die Rede, von &ldquo;Nordafrikanern&rdquo;, die ein Freibad in Angst und Schrecken versetzt h&auml;tten. Zwei Wochen sp&auml;ter bleibt davon so gut wie nichts &uuml;brig, zeigen Recherchen von Monitor.<br>\nAm 26. Juli um 17:46 Uhr wird die Leitstelle der D&uuml;sseldorfer Polizei alarmiert: Eine gro&szlig;e Gruppe Jugendlicher blockiere die Rutsche des Rheinbades in D&uuml;sseldorf. Als die Polizei eintrifft, scheint die Lage ruhig. Dennoch wird um 18:18 die Badezeit vorzeitig beendet. Sp&auml;ter ist von R&auml;umung die Rede. Basierend auf den Angaben des Badbetreibers erkl&auml;rt ein Polizeisprecher gegen&uuml;ber Journalisten, es habe sich &ldquo;augenscheinlich (&hellip;) um 50 bis 60 Jugendliche und junge M&auml;nner nordafrikanischen Typus&rdquo; gehandelt. Diese Meldung wird einen politischen und medialen Sturm ausl&ouml;sen.<br>\nIn den Folgetagen schreibt die Presse davon, dass Jugendliche das Rheinbad belagert h&auml;tten, es habe &ldquo;Tumult&rdquo; und &ldquo;Randale&rdquo; gegeben, ein &ldquo;Klima der Angst&rdquo; geherrscht. Auch in den Nachrichtensendungen der gro&szlig;en Fernsehsender ist in den Folgetagen von Randale die Rede und davon, dass das Schwimmbad evakuiert werden musste. Und immer wieder f&auml;llt der Hinweis, die Jugendlichen h&auml;tten einen nordafrikanischen Hintergrund. Tats&auml;chlich wurden im Zuge der Schlie&szlig;ung des Bades nur die Personalien von zwei Beteiligten aufgenommen. Einer hatte die Bademeisterin beleidigt, ein anderer einen Polizisten. Beide waren deutsche Staatsangeh&ouml;rige.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/monitor\/rheinbad-duesseldorf-monitor-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Fachkr&auml;ftemangel zeigt sich nicht an den Geh&auml;ltern<\/strong><br>\nAngeblich fehlten der Industrie noch nie so viele IT-Experten wie zurzeit. Doch die Firmen rei&szlig;en sich um die vorhandenen Softwareentwickler offenbar nicht mit entsprechend h&ouml;heren Geh&auml;ltern.<br>\nEinen &ldquo;Rekordengpass in der IT&rdquo; hat das Institut der Deutschen Wirtschaft K&ouml;ln in seinem MINT-Fr&uuml;hjahrsreport 2019 festgestellt. Wenn man dem Gesetz der freien Marktwirtschaft folgt, nach dem der Preis aus Angebot und Nachfrage entsteht, m&uuml;ssten die Geh&auml;lter von IT-Fachleuten in den vergangenen Jahren genauso exorbitant angewachsen sein wie der Mangel an diesen Menschen. Sind sie aber nicht. Das zeigt eine Auswertung von Gehaltsdaten, die Gehalt.de f&uuml;r Golem.de durchgef&uuml;hrt hat. Das Gehaltsportal verf&uuml;gt nach eigenen Angaben &uuml;ber gut eine Million aktuelle Gehaltsdaten. F&uuml;r Golem.de hat Gehalt.de die Einkommenssituation von IT-Profis in der IT-Branche nach den wichtigsten Kriterien ausgewertet, die wesentliche Auswirkungen auf die H&ouml;he des Einkommens haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/softwareentwickler-der-fachkraeftemangel-zeigt-sich-nicht-an-den-gehaeltern-1908-142796.html?utm_source=pocket-newtab\">golem.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mietpreisexplosion trifft &auml;ltere Generation besonders hart!<\/strong><br>\nDie Altersarmut liegt in Niedersachsen bei 21 Prozent. Immer mehr Rentnerinnen und Rentner k&ouml;nnen sich die &uuml;berh&ouml;hten Mieten kaum noch leisten. Welche Hausaufgaben nun die Politik machen muss, erkl&auml;rt das #schlaglicht Nummer 27\/2019.<br>\nWohl alle Menschen tr&auml;umen von einem finanziell sorgenfreien Leben im Alter. Schlie&szlig;lich will auch nach dem Berufsleben die Wohnungsmiete beglichen, die allgemeinen Bedarfe gedeckt oder die Erf&uuml;llung eines langgehegten Reisewunsches bezahlt sein. Und die Enkel d&uuml;rfen ohnehin nicht zu kurz kommen. Doch davon kann oft keine Rede sein: In Niedersachsen liegt die Armutsquote der ab 65-J&auml;hrigen, die eine Versichertenrente &ndash; ohne Pensionen &ndash; erhalten, bei fast 21 Prozent. Ein Anstieg von mehr als einem Drittel in den letzten zehn Jahren. Mit dem beruflichen Ruhestand drohen vielen Besch&auml;ftigten erhebliche Einschr&auml;nkungen!<br>\nEs beginnt sich nun zu r&auml;chen, dass zur Jahrtausendwende niedrige Beitr&auml;ge wichtiger waren als eine verl&auml;ssliche Alterssicherung. Mit der Abgabensenkung trat die gesetzliche Rente den Sinkflug an. Beim jetzigen Rentenniveau von 48 Prozent erhalten M&auml;nner in Niedersachsen durchschnittlich 1.198 Euro und Frauen gerade einmal 646 Euro Rente im Monat. Sollte das Rentenniveau bis 2045 wie geplant auf 43 Prozent sinken, d&uuml;rfte Altersarmut noch st&auml;rker zum Problem werden. Zumal sich die zum Ausgleich angepriesene private Altersversorge als Luftnummer erwiesen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++bfc3e2de-b39e-11e9-958e-52540088cada%20\">DGB Niedersachsen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>19 Regionen in Deutschland drohen den Anschluss zu verlieren<\/strong><br>\nF&uuml;r etliche deutsche Regionen hat das Institut der deutschen Wirtschaft gravierende Probleme bei Wirtschaft und Infrastruktur festgestellt. L&auml;ngst nicht alle liegen in Ostdeutschland.<br>\nDeutschland ist ein Land mit prosperierenden Regionen und Wirtschaftszentren. Doch beim Wandel einer Industrie- in eine Dienstleistungsgesellschaft driften die Regionen auseinander, einige Landstriche drohen auf der Strecke zu bleiben. Ob eine schwache Wirtschaft, eine alternde Bev&ouml;lkerung oder eine schlechte Infrastruktur: 19 von insgesamt 96 deutschen Regionen haben Probleme, in sechs Regionen ist die Lage sogar auffallend schlecht, darunter Duisburg, Saar, Bitterfeld-Wittenberg und Oberlausitz. Sie sind wirtschaftlich besonders schlecht aufgestellt. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Diese zunehmenden &ouml;konomischen Unterschiede beinhalten erheblichen gesellschaftlichen und politischen Sprengstoff&ldquo;, hei&szlig;t es denn auch in der 290-seitigen Studie &bdquo;Die Zukunft der Regionen in Deutschland &ndash; Zwischen Vielfalt und Gleichwertigkeit&ldquo;, an der mehr als 20 IW-Wissenschaftler verschiedener Fachbereiche und vier Hochschulprofessoren gearbeitet haben.<br>\nRegionen, die sich eher als Verlierer sehen, die Strukturbr&uuml;che erlebt haben und einen Mangel an &ouml;ffentlichen Leistungen wahrnehmen, w&auml;hlten deutlich h&auml;ufiger Politiker, die auf Abschottung und eine r&uuml;ckw&auml;rtsgewandte Politik setzen, hei&szlig;t es weiter. Es m&uuml;sse dringend gegengesteuert werden, ansonsten k&ouml;nne es zu &bdquo;gef&auml;hrlichen Abw&auml;rtsspiralen&ldquo; kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/iw-studie-19-regionen-in-deutschland-drohen-den-anschluss-zu-verlieren\/24878494.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu: IW-Studie zu Regionen Die Angst vor dem Abstieg<\/strong><br>\nRegional betrachtet sind die Probleme der wirtschaftlich angeschlagenen Gebiete sehr unterschiedlich. Eine Erkenntnis gilt aber bundesweit: Die Infrastruktur ist in unterschiedlichen Bereichen in einem schlechten Zustand.<br>\nDer Bund m&uuml;sse mehr investieren, fordert deshalb der Wirtschaftswissenschaftler Jens S&uuml;dekum: &ldquo;Die Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau beziffert den Investitionsbedarf auf kommunaler Ebene auf mehr als 138 Milliarden Euro. In M&uuml;nchen oder Frankfurt findet man das weniger, aber sie sind besonders frappierend in einigen Regionen in Nordrhein-Westfalen, in Rheinland-Pfalz und im Saarland.&rdquo; Dort sei die finanzielle Situation &ndash; oftmals ohne eigenes Verschulden &ndash; inzwischen &ldquo;wirklich prek&auml;r&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/regionen-deutschland-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mehr als Overtourism<\/strong><br>\nImmer mehr St&auml;dte werden zum Ziel von Touristen. Das belastet nicht nur die Einwohner, sondern auch das Klima<br>\nJeder Tourist, der auf die Malediven kommt, ben&ouml;tigt im Durchschnitt 500 Liter Wasser &ndash; am Tag. Nebenher hinterl&auml;sst er etwa 3,5 Kilogramm Abfall. Das summiert sich auf 330 Tonnen Abfall t&auml;glich. Und die kommen auf die k&uuml;nstlich angelegte M&uuml;llinsel Thilafushi. Dort verbrennt oder verbuddelt man die nicht-organischen R&uuml;ckst&auml;nde. Was &uuml;berirdisch bleibt, presst und verdichtet man so gut es geht. Die Insel w&auml;chst dennoch jeden Tag um circa einen Quadratmeter. Mit der Zeit gelangten Giftstoffe ins Meer. Der Tourismus kommt der Inselgruppe also teuer zu stehen.<br>\nIn den Fjorden Norwegens beklagen sich die Anwohner, dass der Tourismus sie erdr&uuml;cke. Einheimische schlagen daher tourismusfreie Wochentage vor. Wenn in manchen D&ouml;rfchen, die gerade mal 200 Einwohner z&auml;hlen, t&auml;glich Zehntausende bei Landgang die Gassen fluten, kann das nicht gut sein f&uuml;r Mensch und Umwelt. In Bergen, dem gr&ouml;&szlig;ten Hafen an der norwegischen K&uuml;ste, beklagen sich H&auml;ndler und Gastronomen, weil sie nichts vom Massenandrang haben. Die &raquo;Kreuzfahrer&laquo; w&uuml;rden alle an Bord All-Inclusive versorgt, sie k&auml;men satt vom Schiff und kauften bestenfalls ein bisschen Dosenfisch, lassen im Gegenzug allerdings einen erh&ouml;hten Wasserverbrauch und Emissionen liegen &ndash; letztere verursacht durch die schiffbaren Kolosse, die ihren Dreck in die Luft blasen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1124003.heppenheimer-hiob-mehr-als-overtourism.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Cyberpunk in Hongkong: Wenn das keine futuristische Unterdr&uuml;ckung ist, was dann?<\/strong><br>\nTr&auml;nengas und Datenspionage: Die Demonstranten in Hongkong werden vom Staat nicht nur auf der Stra&szlig;e, sondern auch mit digitaler Spionage bek&auml;mpft. Die Bev&ouml;lkerung wehrt sich mit immer neuen Low-Tech-L&ouml;sungen.<br>\nAm helllichten Tag wird Colin Cheung von Zivilpolizisten in einem Einkaufszentrum in Hongkong &uuml;berw&auml;ltigt und in ein Fahrzeug gesto&szlig;en. Die Polizisten zerren ihn am Kiefer, schlagen ihm ins Gesicht, rei&szlig;en seine Augenlider hoch &ndash; um sein Telefon via Gesichtserkennung zu entsperren. Sie wollen an seine Daten, Fotos, Kontakte. Doch der junge Programmierer hat die Funktion seines Smartphones ausgeschaltet. F&uuml;nfmaliges Bet&auml;tigen des Einschaltknopfs deaktiviert FaceID und Fingerabruck-Anmeldung. &bdquo;Cop Mode&ldquo; wird die Technik genannt.<br>\nColin Cheung soll Mitgr&uuml;nder der Gruppierung &bdquo;Dadfindboy&ldquo; sein, die Zivilpolizisten enttarnt. Zu &bdquo;Dadfindboy&ldquo; geh&ouml;ren rund f&uuml;nfzigtausend B&uuml;rger, die sich in einer Gruppe des Social-Media-Messengers Telegram versammeln. Sie verbreiten Informationen &uuml;ber Polizisten, die sich in Zivil gesetzeswidrig gegen&uuml;ber Demonstranten verhalten. Colin Cheung wurde als R&auml;delsf&uuml;hrer identifiziert und festgenommen.<br>\nWas die &bdquo;New York Times&ldquo; k&uuml;rzlich beschrieb, klingt wie aus einem Science- Fiction-Film, ist in Hongkong aber bittere Realit&auml;t. Im seit Monaten andauernden Konflikt zwischen Bev&ouml;lkerung und Regierung zeigt sich, welches &Uuml;berwachungspotential digitale Technologien bergen. B&uuml;rger m&uuml;ssen immer neue Wege finden, um sich zu sch&uuml;tzen und demonstrieren zu k&ouml;nnen. Der staatliche &Uuml;berwachungsapparat, der offiziell gar nicht existiert, bek&auml;mpft die Opposition mit Hightech-Spionagetechnik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/cyberpunk-in-hongkong-der-kampf-gegen-digitale-spionage-16320838.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>USA drohen erneut mit Truppenabzug aus Deutschland<\/strong>\n<ul>\n<li>Der US-Botschafter in Deutschland hat die Drohung erneuert, Truppen aus Deutschland abzuziehen, sollten die Verteidigungsausgaben nicht erh&ouml;ht werden.<\/li>\n<li>Ein Teil der in Deutschland stationierten Soldaten soll nach Polen verlegt werden.<\/li>\n<li>Die Bundesregierung hatte versprochen, den Etat zu erh&ouml;hen, zuletzt wurden 1,36 Prozent des Bruttoinlandsproduktes daf&uuml;r investiert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kurz vor den geplanten Europa-Reisen von US-Pr&auml;sident Donald Trump versch&auml;rfen die USA ihre Drohungen mit einem Teilabzug ihrer Truppen aus Deutschland. &ldquo;Es ist wirklich beleidigend zu erwarten, dass der US-Steuerzahler weiter mehr als 50 000Amerikaner in Deutschland bezahlt, aber die Deutschen ihren Handels&uuml;berschuss f&uuml;r heimische Zwecke verwenden&rdquo;, sagte der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, der Deutschen Presse-Agentur.<br>\nZuvor hatte die US-Botschafterin in Polen, Georgette Mosbacher, getwittert: &ldquo;Polen erf&uuml;llt seine Zahlungsverpflichtung von zwei Prozent des BIP gegen&uuml;ber der Nato. Deutschland tut das nicht. Wir w&uuml;rden es begr&uuml;&szlig;en, wenn die amerikanischen Truppen in Deutschland nach Polen k&auml;men.&rdquo; Trump hatte eine Truppenverlegung von Deutschland nach Polen bereits im Juni bei einem Besuch des polnischen Pr&auml;sidenten Andrzej Duda in Washington ins Spiel gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/usa-truppen-deutschland-abzug-1.4558294%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Meldung scheint aus einer Parallelwelt zu kommen. Worin genau besteht die Drohung? W&uuml;rden die USA sagen, ihre Truppen verbleiben im Lande solange Deutschland sich nicht an das Zwei-Prozent-Ziel h&auml;lt, dann w&auml;re dies eine &bdquo;Drohung&ldquo;. Aber so? Wir bezahlen weniger Geld f&uuml;r das Milit&auml;r und dann ziehen die US-Truppen ab? Das w&auml;ren ja zwei Fliegen mit einem Streich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Unsummen f&uuml;r Berater<\/strong><br>\n&bdquo;Diese Unsummen f&uuml;r externe Firmen sind skandal&ouml;s. Diesel-Unf&auml;higkeit, Maut-Debakel. Die Liste des Versagens ist lang. Externe Berater verschlingen Unsummen, liefern aber oftmals nicht&ldquo;, erkl&auml;rt Matthias H&ouml;hn, f&uuml;r die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Untersuchungsausschuss zur Berateraff&auml;re. H&ouml;hn weiter:<br>\n&bdquo;Allein im letzten Halbjahr hat die Bundesregierung mehr als 330 Millionen Euro f&uuml;r externe Beratungs- und Unterst&uuml;tzungsleistungen gezahlt. Der L&ouml;wenanteil wurde von drei CDU\/CSU-gef&uuml;hrten Ministerien verteilt: Mit 155 Millionen hat die ehemalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen externe Berater f&uuml;rstlich entlohnt. Weitere 130 Millionen haben Innenminister Seehofer und Verkehrsminister Scheuer springen lassen. Im Vergleich wirken etwa die zwei Millionen Euro, die das Ausw&auml;rtige Amt f&uuml;r externe Beratungsleistungen ausgegeben hat, fast wie Taschengeld.<br>\nDas Erbe von der Leyens wiegt besonders schwer. Sie hat eine zum Teil rechtswidrige Berater-Kultur etabliert, die seit Anfang des Jahres ein Untersuchungsausschuss aufkl&auml;ren muss. Dass das BMVg fast einen Monat keine Auskunft auf unsere Anfrage nach den Beratungsleistungen geben konnte, ist kein Zeichen der Besserung. Frau von der Leyen hat die Bundeswehr zu einem Eldorado f&uuml;r externe Berater gemacht. Nun stellt sich die Frage, ob Annegret Kramp-Karrenbauer die Goldgr&auml;ber wieder nach Hause schicken wird.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/unsummen-fuer-berater\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>SPD auf Chefsuche: Mutlos, ratlos, f&uuml;hrungslos<\/strong><br>\nDie SPD sucht eine neue Spitze &ndash; und verliert dabei das wichtigste Ziel aus den Augen: Sie muss endlich Antworten auf fundamentale Fragen geben. Ein Gastbeitrag des langj&auml;hrigen SPD-Strategen Matthias Machnig.<br>\nF&uuml;hrung bedeutet, Verantwortung zu &uuml;bernehmen. Verantwortung f&uuml;r Werte, Menschen, Organisationen oder gar ein Land. Jeder, der Teil einer F&uuml;hrung ist, muss das wissen und sich dieser Aufgabe und dieser Verantwortung stellen. So weit die Theorie.<br>\nWas gegenw&auml;rtig in der SPD stattfindet, also die Neubestimmung der F&uuml;hrung einer sich in einer Existenzkrise befindlichen Partei, wird diesem Anspruch nicht nur nicht gerecht &ndash; sie ignoriert ihn. Es herrscht die organisierte Verantwortungslosigkeit.<br>\nWer in diesen Tagen mit Mitgliedern oder W&auml;hlern spricht, erntet Kopfsch&uuml;tteln oder Zynismus. Selbst manche, die an den Entscheidungen beteiligt waren, r&auml;umen hinter vorgehaltener Hand ein: &ldquo;Das geht alles so gar nicht.&rdquo;<br>\nDas jetzt gew&auml;hlte Verfahren, in dem sich jeder auf den Vorsitz der Partei bewerben kann, demonstriert nicht Verantwortungsbewusstsein, sondern Mutlosigkeit, Ratlosigkeit und F&uuml;hrungslosigkeit. Das einzige bisher erkennbare Ergebnis ist ein immer offener zutage tretendes Machtvakuum, gepaart mit Orientierungs- und Richtungslosigkeit. Und das in einer Regierungspartei einer Gro&szlig;en Koalition, die damit begr&uuml;ndet wurde, dass diesmal alles anders werde. In der Regierung wie in der Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-auf-chefsuche-mutlos-ratlos-fuehrungslos-a-1280816.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Matthias Machnig will die SPD auf Kurs bringen und landet genau in den Widerspr&uuml;chen, die er selbst anprangert. Nur einmal kommt er dem Wesenskern ganz nahe, als er zum Teil die richtigen Fragen formuliert. Aber anstatt Antworten zu geben, lang genug ist sein Text ja, bezieht er sich im Zusammenhang bei der Auswahl von Kandidaten auf Pers&ouml;nlichkeiten der Vergangenheit, die am aktuellen Dilemma der Partei urs&auml;chlich mitgewirkt haben. Etwa der Arbeitsmarkt- und Renteninquisitor M&uuml;ntefering und andere Agenda-Strategen. Interessant an dieser Stelle sind wohl eher die Pers&ouml;nlichkeiten, die er nicht erw&auml;hnt. Da ist es schon fast wieder egal, dass er keine Antworten formuliert hat. Unter dem Strich ruft er ganz laut weiter so.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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