{"id":54069,"date":"2019-08-11T11:30:17","date_gmt":"2019-08-11T09:30:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54069"},"modified":"2019-08-12T07:29:15","modified_gmt":"2019-08-12T05:29:15","slug":"leserbriefe-zur-kinderarmut-deutschlands-ersten-clan-und-einem-moeglichen-militaereinsatz-am-persischen-golf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54069","title":{"rendered":"Leserbriefe zu Kinderarmut, \u201eDeutschlands erstem Clan\u201c, und einem m\u00f6glichen Milit\u00e4reinsatz am Persischen Golf"},"content":{"rendered":"<p>Die Beitr&auml;ge &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53931\">Die Kinderarmut und der Skandal der ausbleibenden Konsequenzen<\/a>&ldquo;, &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53977#h07\">Deutschlands erster Clan<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53981\">Robert Habeck und der Schutz der Handelswege &ndash; von welchen deutschen Schiffen ist hier eigentlich die Rede?<\/a>&rdquo; veranlassten zahlreiche Leser zum Schreiben eines Kommentars und einige davon geben wir nun hier wieder.  Besonders die zahlreichen Links helfen, mehr zu den Hintergr&uuml;nden der Beitr&auml;ge zu erfahren. Zusammmengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag liebe Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>Ich verfolge das Thema schon einige Jahre und muss immer wieder feststellen, dass es in der Bev&ouml;lkerung gar nicht richtig ankommt.<\/p><p>Es hei&szlig;t dann immer wieder, Deutschland ginge es heute richtig gut im Vergleich zu anderen L&auml;ndern. Das Thema wird ignoriert oder verschwiegen.<\/p><p>Das ist so im Freundeskreis oder auch auf der Arbeit.<\/p><p>Und da Frage ich mich schon woran das liegt.<\/p><p>Irgendwie sind andere Themen wichtiger.<\/p><p>Die Tafeln gibt es, keine Frage, um die 1000 in Deutschland habe ich geh&ouml;rt und um die 2 Millionen Hartz4 Bezieher. Und die Leidtragenden sind vor allem die Kinder.<\/p><p>Es ist ein Skandal , dass in einem so reichen Staat wie Deutschland, ein Teil der Bev&ouml;lkerung abgeh&auml;ngt wird.<\/p><p>Es hei&szlig;t immer, es liegt immer an einem selbst was man aus seinem Leben macht, aber dieser angeh&auml;ngte Teil der Gesellschaft kann das nicht.<\/p><p>Warum raffen das viele Menschen oder die Gesellschaft nicht?<\/p><p>Und die Politik sieht tatenlos zu.<\/p><p>Es ist nat&uuml;rlich f&uuml;r soziale Themen nie Geld da.<\/p><p>Und der Kapitalismus wird nat&uuml;rlich nie in Frage gestellt.<\/p><p>Hoffen wir, dass es sich irgendwann Mal &auml;ndert.<\/p><p>Die Hoffnung stirbt zuletzt.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nTim Roitner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Nicht nur die unter 20j&auml;hrigen leiden, die vielleicht besonders, aber:<\/p><p>Armut ist menschengemacht<br>\nArmut ist permanente Gewalt<br>\nSie beraubt die Menschen ihrer W&uuml;rde<br>\nSie ist Unrecht<br>\nSie ist der Kampf der Macht gegen das Recht.<\/p><p>Sch&uuml;lerin Mahatma Gandhis<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>An Redaktion NachDenkSeiten<\/p><p>Hinweise des Tages vom 06. August 2019<br>\n&ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53977#h07\">Deutschlands erster Clan<\/a>&rdquo;<\/p><p>Sehr geehrte Redaktion der NachDenkSeiten,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r die Hinweise des Tages und besonders f&uuml;r das Gedicht &ldquo;Wollt ihr die Dummen sein?&rdquo; von Kurt Tucholsky.<br>\nDer geschichtliche Hintergrund zu diesem Gedicht geht aus den ver&ouml;ffentlichten Hinweisen nicht hervor. Deshalb m&ouml;chte ich diesen im Folgenden kurz nachliefern.<\/p><p>Im Jahr 1926 haben SPD und KPD einen Volksentscheid zur Enteignung der F&uuml;rstenh&auml;user initiiert. Diesen Volksentscheid thematisiert z.B. auch Paul Schreyer in seinem Buch &ldquo;Die Angst der Eliten &ndash; Wer f&uuml;rchtet die Demokratie.&rdquo; Paul Schreyer schreibt dazu:<\/p><p>Nach der Revolution von 1918 waren die deutschen F&uuml;rsten entmachtet worden, ihr Besitz, vor allem gro&szlig;e L&auml;ndereien, wurde beschlagnahmt.<br>\nDarauf folgten verbissene juristische K&auml;mpfe der um Entsch&auml;digung streitenden F&uuml;rsten. Die Prozesse zogen sich &uuml;ber Jahre hin. Der Unmut in der &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber Urteile zugunsten der F&uuml;rsten, in denen die Revolution gewisserma&szlig;en juristisch wieder r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht wurde, wuchs schlie&szlig;lich so weit, dass ein von KPD und SPD gemeinsam betriebener Volksentscheid im Jahr 1926 breiten R&uuml;ckhalt erfuhr. Der Gesetzentwurf, der zur Abstimmung gestellt wurde, lautete:<\/p><p>&ldquo;Das gesamte Verm&ouml;gen der F&uuml;rsten, die bis zur Staatsumw&auml;lzung&nbsp; im Jahre 1918 in einem der deutschen L&auml;nder regiert haben, sowie das gesamte Verm&ouml;gen der F&uuml;rstenh&auml;user, ihrer Familien und Familienangeh&ouml;rigen werden zum Wohle der Allgemeinheit ohne Entsch&auml;digung enteignet. Das enteignete Verm&ouml;gen wird Eigentum des Landes, in dem das betreffende Furstenhaus bis zu seiner Absetzung oder Abdankung regiert hat. Das enteignete Verm&ouml;gen wird verwendet zugunsten der Erwerbslosen, der Kriegsbesch&auml;digten und Kriegshinterbliebenen, der Sozial- und Kleinrentner, der bed&uuml;rftigen 0pfer der lnflation, der Landarbeiter, Kleinp&auml;chter und Kleinbauern durch Schaffung von Siedlungsland auf dem enteigneten Landbesitz.&rdquo;<\/p><p>Die F&uuml;rsten, im Verbund mit Kirchenf&uuml;hrern, dem Reichspr&auml;sidenten und anderen Autorit&auml;ten wehrten sich energisch mit einer gro&szlig;en PR-Kampagne gegen die geplante Volksabstimmung. [&hellip;]<\/p><p>Am Ende nahmen von 40 Millionen Wahlberechtigten gut 15 Millionen an der Abstimmung teil. Von diesen wiederum stimmten 96 Prozent (!) f&uuml;r eine entsch&auml;digungslose Enteignung der F&uuml;rsten. Klarer h&auml;tte das demokratische Votum kaum ausfallen k&ouml;nnen. Jedoch: Laut Weimarer Reichsverfassung war ein Volksentscheid nur dann g&uuml;ltig, wenn mindestens 50 Prozent der Bev&ouml;lkerung teilnahmen. Die Abstimmung scheiterte somit trotz eindeutigem Ergebnis mangels Beteiligung.<\/p><p>Wie Paul Schreyer schreibt, machten auch die Kirchen bei der PR-Kampagne gegen die geplante Volksabstimmung mit.<br>\nKarsten Krampitz schreibt dazu in seinem Buch &ldquo;Jedermann sei untertan &ndash; Deutscher Protestantismus im 20. Jahrhundert&rdquo;: &ldquo;Die evangelische Treue zum einstigen Kaiser und preu&szlig;ischen K&ouml;nig fand ihre Fortsetzung im Kampf gegen den von SPD und KPD 1926 initiierten Volksentscheid zur Enteignung der F&uuml;rstenh&auml;user. Der Deutsche Evangelische Kirchenausschuss erkl&auml;rte dazu: &raquo;Die geplante entsch&auml;digungslose Enteignung bedeutet die Entrechtung deutscher Volksgenossen und widerspricht klaren und unzweideutigen Grunds&auml;tzen des Evangeliums.&laquo; Von unz&auml;hligen Kanzeln wurde gegen den Volksentscheid gepredigt. Auch deshalb kamen am Ende nur 14.441.590 Ja-Stimmen statt der erforderlichen 20 Millionen f&uuml;r die Enteignung zusammen.&rdquo;<\/p><p>(Das Kapitel aus dem Buch finden Sie als Beleg im Anhang.)<br>\n&nbsp;<br>\nDie Evangelische Kirche hatte nicht nur euphorisch den Beginn des Ersten Weltkriegs begr&uuml;&szlig;t, sondern nach dem verlorenen Krieg mit aller Macht die Demokratie bek&auml;mpft und dabei auch ma&szlig;geblich dazu beigetragen, die sogenannte Dolchsto&szlig;legende zu verbreiten.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/evangelische-kirchen-anno-1914-in-den-kirchen-der-alliierten-toente-es-nicht-viel-anders-\/10254816-2.html\">tagesspiegel.de\/kultur\/evangelische-kirchen-anno-1914-in-den-kirchen-der-alliierten-toente-es-nicht-viel-anders-\/10254816-2.html<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2014\/08\/erster-weltkrieg-rolle-der-kirche\">zeit.de\/2014\/08\/erster-weltkrieg-rolle-der-kirche<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-45465381.html\">spiegel.de\/spiegel\/print\/d-45465381.html<\/a><\/p><p>Auch bezogen auf die Kirchen sind wir noch immer die Dummen, denn wir zahlen mit unseren Steuergeldern z.B. noch immer die Geh&auml;lter der Bisch&ouml;fe. Die Kirchen lassen sich bis heute f&uuml;r Ereignisse entsch&auml;digen, die 200 Jahre zur&uuml;ckliegen.<\/p><p>Warum zahlen die Kirchen keine Entsch&auml;digungen daf&uuml;r, dass sie das deutsche Volk unchristlich in den Ersten Weltkrieg gepredigt haben, und dass sie mit zum Scheitern der ersten deutschen Demokratie beigetragen haben? (Auch im Zweiten Weltkrieg sieht die Bilanz f&uuml;r die Kirchen nicht besser aus.)&nbsp; <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Ralf B&ouml;hm<br>\nBerlin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>Erstens: die Bundeswehr ist weder ein &ldquo;Spielzeug&rdquo; der Exekutive noch das von profilneurotischen Oppositionspolitikern. Sie ist eine Parlamentsarmee. Die &ldquo;klare Rechtslage&rdquo;, von der die Bef&uuml;rworter des Einsatzes schwafeln, fehlt. Verfassungsrechtlich ist die Entsendung der Bundesmarine h&ouml;chst bedenklich. Zweitens: es geht mal wieder um&acute;s &Ouml;l, um Zugang zu <em>FOSSILEN ENERGIETR&Auml;GERN<\/em>!!! Da versteht Deutschland schlie&szlig;lich keinen Spa&szlig;. Hier wird deutlich, welchen Stellenwert der Klimaschutz bei den Politikern wirklich hat. Dieser liegt exakt bei Null. Der Regierung gelten die Klima-Aktivisten als n&uuml;tzlich-harmlose, leicht manipulierbare Idioten, wenn es um parteitaktische Spielchen geht, wenn man neue Steuern kreieren oder der Wirtschaft neue Gesch&auml;ftsfelder er&ouml;ffnen will. <\/p><p>LG Michael Wrazidlo<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo &hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nauf einen Aspekt, der merkw&uuml;rdiger Weise in der aktuellen &ouml;ffentlichen Diskussion keinerlei Beachtung erf&auml;hrt,<br>\nist der v&ouml;lkerrechtliche Status der Strasse von Hormus.<br>\n&nbsp;<br>\nDie genaue Faktenlage kann man <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stra%C3%9Fe_von_Hormus#Rechtliche_Lage\">in Wikipedia nachlesen<\/a>.<br>\n&nbsp;<br>\nZusammengefasst muss man feststellen, dass es sich hier um kein internationales Gew&auml;sser handelt!<\/p><p>Zus&auml;tzlich haben weder die USA noch der Iran, alle internationalen Vertr&auml;ge ratifiziert, die den Transit regeln.<\/p><p>Die v&ouml;lkerrechtliche Lage ist h&ouml;chst umstritten.<\/p><p>F&uuml;r eine eventuelle &Uuml;berwachungsmission mu&szlig; es deshalb ein UN Mandat geben.<\/p><p>VG, Andreas Gerull<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nIhr Artikel war hinsichtlich der Beflaggungspraxis und der sich daraus ergebenden juristischen Konsequenzen interessant.<br>\n&nbsp;<br>\nLeider vergaloppieren Sie sich meiner Meinung nach hinsichtlich Ihrer Beurteilung von Robert Habeck. Ich finde, Sie argumentieren hier rein polemisch.<\/p><blockquote><p>&nbsp;<br>\n&ldquo;bellizistischer Katzenjammer&rdquo; \/ &ldquo;Dass Gr&uuml;ne wie Robert Habeck v&ouml;lkerrechtliche Fragen konsequent ausblendet..&rdquo; \/ &ldquo;&hellip;. dass Habeck und Co. nicht nur die Erosion des V&ouml;lkerrechts, &hellip; schon lange akzeptiert haben&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>&nbsp;<br>\nIm Interview, auf das Sie verlinken kann ich nicht erkennen, dass v&ouml;lkerrechtliche Fragen ausgeblendet werden. In der entsprechenden Passage hei&szlig;t es:<br>\n&nbsp;<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;&hellip;Ziel muss die Deeskalation sein, erste Priorit&auml;t hat immer Diplomatie. Sind aber alle diplomatischen Mittel ausgesch&ouml;pft, k&ouml;nnen wir uns eine Beteiligung Deutschlands an einer europ&auml;ischen Mission vorstellen, wenn das hilft zu deeskalieren und es eine klare Rechtsgrundlage gibt.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>&ldquo;Klare Rechtsgrundlage&rdquo; vs. &ldquo;v&ouml;lkerrechtliche Fragen ausblenden&rdquo;?<br>\n&nbsp;<br>\nIch schreibe Ihnen dies als regelm&auml;&szlig;iger Leser der Nachdenkseiten, der den Hype um die Gr&uuml;nen durchaus kritisch sieht. Leider stelle ich h&auml;ufiger fest, dass Sie (und auch andere des Teams) Ihre meist nachvollziehbare Kritik oft sehr wertend &auml;u&szlig;ern &ndash; so als w&auml;re die Sicht der Nachdenkseiten die einzige Sicht, die man auf die Welt haben kann. Etwas mehr Sachlichkeit und Unvoreingenommenheit w&auml;ren meiner Meinung nach angebracht &ndash; denn so machen Sie sich auf leichte Weise sehr angreifbar.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nFranz Bergfelder<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53981\">Sie schreiben<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Am Wochenende stimmte nun auch der Gr&uuml;nen-Vorsitzende Robert Habeck <a href=\"https:\/\/www.pnp.de\/nachrichten\/politik\/3407474_Habeck-Warnung-an-Soeder-vor-Maulheldentum.html\">in den bellizistischen Katzenjammer ein<\/a>, dass Deutschland die Handelswege &bdquo;seiner&ldquo; Schiffe im Persischen Golf im Zweifel auch milit&auml;risch sichern m&uuml;sse. &Auml;hnlich lautende Forderungen gab es zuvor <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/strasse-von-hormus-deutsche-industrie-fordert-europaeische-schutzmission-a-1280081.html\">auch vom BDI<\/a>. Dies ist problematisch, da das <a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/opc\/de\/classified-compilation\/20040579\/index.html\">internationale Seerecht<\/a> eine solche &bdquo;Schutzmission&ldquo; ohne v&ouml;lkerrechtliches Mandat gar nicht vorsieht.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Herr Habecks Aussage im Wortlaut gegen&uuml;ber der PNP:<\/p><p>Zur Au&szlig;enpolitik: M&uuml;sste Deutschland als eine f&uuml;hrende Wirtschaftsnation nicht auch Verantwortung beim Schutz der Handelswege &uuml;bernehmen und sich an einer Mission im Persischen Golf beteiligen?<\/p><p>Habeck:&nbsp;Es ist h&ouml;chstes europ&auml;isches Interesse, dass es weder zu einem neuen Krieg noch zu einem atomaren Wettr&uuml;sten im Nahen Osten kommt. Deutschland muss in Verantwortung gehen und daf&uuml;r sorgen, dass Europa in dieser angespannten Situation gemeinsam und mit einer eigenen Stimme agiert. Ziel muss die Deeskalation sein, erste Priorit&auml;t hat immer Diplomatie. Sind aber alle diplomatischen Mittel ausgesch&ouml;pft, k&ouml;nnen wir uns eine Beteiligung Deutschlands an einer europ&auml;ischen Mission vorstellen, wenn das hilft zu deeskalieren und es eine klare Rechtsgrundlage gibt. Aber in keinem Fall unter amerikanischer F&uuml;hrung. Gerade sie tragen ja zur Versch&auml;rfung des Konflikts bei.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.pnp.de\/nachrichten\/politik\/3407474_Habeck-Warnung-an-Soeder-vor-Maulheldentum.html\">pnp.de\/nachrichten\/politik\/3407474_Habeck-Warnung-an-Soeder-vor-Maulheldentum.html<\/a><\/p><p>Man kann und soll die Gr&uuml;nen ja kritisieren. Aus meiner Sicht sind Ihre Behauptungen &uuml;ber Habeck nicht von seinen Aussagen gedeckt. Mir kommen Ihre &Auml;u&szlig;erungen leider diesbez&uuml;glich nicht zum ersten Mal zu den Gr&uuml;nen vor wie wenig faktenbasierte Meinungsmache. Ich hoffe die Nachdenkseiten werden hier zuk&uuml;nftig genauer.<\/p><p><em><strong>Replik Jens Berger:<\/strong> Lieber Herr S.,<\/em><\/p><p><em>dass Habeck nicht so dumm ist, hier Tacheles zu reden, versteht sich von selbst. Aber welche &bdquo;klare Rechtsgrundlage&ldquo; stellt er sich denn da vor? Man sollte ihn mit diesen Worth&uuml;lsen nicht durchkommen lassen. Nat&uuml;rlich gleicht das manchmal dem Versuch, einen Wackelpudding an die Wand zu nageln. Das ist mir klar. Daher muss man halt manchmal ein wenig zwischen den Zeilen lesen. Aber ich komme Ihnen entgegen &ndash; das h&auml;tte ich vielleicht ein wenig transparenter darstellen sollen.&nbsp;<\/em><\/p><p><em>Danke f&uuml;r die Zuschrift und beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Beitr&auml;ge &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53931\">Die Kinderarmut und der Skandal der ausbleibenden Konsequenzen<\/a>&ldquo;, &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53977#h07\">Deutschlands erster Clan<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53981\">Robert Habeck und der Schutz der Handelswege &ndash; von welchen deutschen Schiffen ist hier eigentlich die Rede?<\/a>&rdquo; veranlassten zahlreiche Leser zum Schreiben eines Kommentars und einige davon geben wir nun hier wieder. 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