{"id":54072,"date":"2019-08-09T16:18:36","date_gmt":"2019-08-09T14:18:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072"},"modified":"2019-08-09T16:18:36","modified_gmt":"2019-08-09T14:18:36","slug":"hinweise-des-tages-ii-406","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p><p><!--more--><\/p><p>Wir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072#h01\">IW-Direktor fordert Abkehr von Schwarzer Null<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072#h02\">Kein Steuererfindungsrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072#h03\">Sozialausgaben sind auf fast eine Billion Euro gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072#h04\">Arbeitsmarkt: Winter is coming? Ein Blick in die Arbeitsmarktstatistik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072#h05\">Die fatalen Denkfehler der Pensionskassen-Lobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072#h06\">Wie Hygienem&auml;ngel im Krankenhaus die Rendite erh&ouml;hen k&ouml;nnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072#h07\">Wettr&uuml;sten lautet ab jetzt: &ldquo;Korrekturma&szlig;nahme&rdquo;! &ndash; Der Neusprech des neuen US-Verteidigungsministers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072#h08\">Adel im NS-Regime: Wir Stauffenbergs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072#h09\">RWE: Kommunen planen Aktienverkauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072#h10\">Studie: Wie Anw&auml;lte gegen Berichterstattung vorgehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072#h11\">Europarat r&uuml;gt Deutschland: Bundestag versagt beim Kampf gegen Korruption<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072#h12\">Verteidigungsministerium: Mehr als 150 Millionen Euro f&uuml;r Berater<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072#h13\">Amnesty ver&ouml;ffentlicht Reisewarnung f&uuml;r die USA wegen allgegenw&auml;rtiger Waffengewalt <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54072#h14\">&bdquo;Es ist so unfassbar, was gerade passiert&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>IW-Direktor fordert Abkehr von Schwarzer Null<\/strong><br>\nNach mehreren SPD-Politikern fordert auch der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft, H&uuml;ther, ein Abr&uuml;cken von der schwarzen Null.<br>\nDer Direktor des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), Michael H&uuml;ther, fordert von der Bundesregierung ein Abr&uuml;cken von der schwarzen Null, also dem Prinzip des ausgeglichenen Haushalts. &bdquo;Die Schuldenbremse ist nicht flexibel genug, um alle Investitionsbedarfe, die wir haben im Bereich der Infrastruktur, der kommunalen Ausstattung, des Klimaschutzes, zu bew&auml;ltigen. Das f&uuml;hrt dazu, dass ich f&uuml;r eine Flexibilisierung werbe&ldquo;, sagte der Wirtschaftsprofessor der &bdquo;Passauer Neue Presse&ldquo;. F&uuml;r Investitionen in Infrastruktur, Innovationen und Klimaschutz h&auml;lt er einen &bdquo;dreistelligen Milliardenbetrag&ldquo; f&uuml;r n&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/michael-huether-kritisiert-schuldenbremse-iw-direktor-fordert-abkehr-von-schwarzer-null\/24886922.html?%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es geschehen noch Wunder.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Streit in SPD: Schulden f&uuml;r das Klima<\/strong><br>\nDie f&uuml;hrenden Haushaltspolitiker von Union und SPD lehnten eine Abkehr vom Ziel der &ldquo;schwarzen Null&rdquo; am Donnerstag ab. &ldquo;Es ist inakzeptabel, solide Finanzen und Klimaschutz gegeneinander auszuspielen&rdquo;, sagte der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Eckhardt Rehberg (CDU). Sowohl Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch der Finanzminister h&auml;tten immer wieder bekr&auml;ftigt, dass der Verzicht auf neue Schulden &ldquo;oberste Priorit&auml;t&rdquo; habe: &ldquo;Vorschl&auml;ge, die Schuldenbremse des Grundgesetzes auszuh&ouml;hlen, sind mit uns nicht zu machen.&rdquo; Auch Johannes Kahrs, haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, &auml;u&szlig;erte sich ablehnend. &ldquo;Ich setze mich daf&uuml;r ein, dass keine neuen Schulden gemacht werden&rdquo;, sagte er. Es gebe immer &ldquo;gute Gr&uuml;nde&rdquo;, neue Schulden zu machen; am Ende aber habe man immer mehr Schulden: &ldquo;Generationengerechtigkeit geht anders.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/streit-in-spd-schulden-fuer-das-klima-1.4557360\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Es ist traurig. Mittlerweile fordern sogar neoliberale Kreise eine Abkehr von Schwarzer Null und Schuldenbremse und wirken damit progressiver, als die Teile der SPD, die das Sagen haben und auf jeden Fall an der absurden Politik der Schw&auml;bischen Hausfrau weiterhin festhalten wollen, nur um den konservativen Kr&auml;ften zu gefallen. Traurig ist auch, dass die Chefhaush&auml;lter nicht sehen oder begreifen, dass bei der augenblicklichen Lage am Anleihemarkt, mehr Schulden eben nicht mehr, sondern weniger Schulden bedeuten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kein Steuererfindungsrecht<\/strong><br>\nUnion und SPD haben sich das so sch&ouml;n ausgedacht: Die Regierung beschlie&szlig;t im September ein gro&szlig;es Paket zum Klimaschutz, darin enthalten eine Steuer auf den Aussto&szlig; von CO2. Damit setzt die Koalition starke Anreize, um weniger klimasch&auml;dliche Gase auszusto&szlig;en. Und Deutschland avanciert erneut zum internationalen Vorbild.<br>\nDoch so einfach wird es nicht, vielleicht ist es gar unm&ouml;glich. Denn eine CO2-Steuer ist nicht nur problematisch, sondern auch verfassungswidrig. Zu diesem Urteil kommen jedenfalls die Hausjuristen des Bundestages, der die Einf&uuml;hrung beschlie&szlig;en m&uuml;sste. &ldquo;Eine Besteuerung einer CO2-Emission scheidet aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden aus&rdquo;, schreibt der Wissenschaftliche Dienst des Parlaments in einem Gutachten. Der Staat d&uuml;rfe nicht einfach neue Steuern erfinden, so die Experten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/my\/politik\/deutschland\/suche-nach-alternativen-beginnt-co2-steuer-umstritten-und-verfassungswidrig\/24881230.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Bei der &ldquo;CO2-Steuer&rdquo;-Debatte gibt es eigentlich noch keinen konkreten Plan. Beinahe t&auml;glich schie&szlig;en neue Vorschl&auml;ge ins Kraut. Das Klimakabinett am 20. September will einen Vorschlag machen. Welchen, wei&szlig; keiner, auch die Kanzlerin nicht, wie sie der versammelten Presse mitteilte, bevor sie in den Urlaub ging. <\/em><\/p>\n<p><em>Aber wenn wir es mal herunterbrechen, macht eine Besteuerung von CO2 ja nur dann Sinn, wenn sie eine Lenkungswirkung entfaltet, also tats&auml;chlich zu einer Verringerung des CO2 Aussto&szlig;es f&uuml;hrt. Darauf hat Jens Berger in einem Beitrag im Mai <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51665\">auf den NachDenkSeiten<\/a> bereits hingewiesen. Die B&uuml;rger m&uuml;ssten also im Verkehrsbereich z.B. attraktive Angebote zum Umstieg auf den &Ouml;PNV haben. Das passt aber nicht so recht zu den Streichungen von Buslinien gerade im l&auml;ndlichen Bereich, wie das bspw. das kommunale Unternehmen RegioBus in meiner Region gerade <a href=\"https:\/\/www.haz.de\/Hannover\/Aus-der-Stadt\/Busverkehr-in-der-Region-Hannover-Regiobus-faehrt-weiter-und-streicht-Stellen\">gemacht hat<\/a>, nur um den Bef&ouml;rderungsauftrag von der Region Hannover wieder zu bekommen.<\/em><\/p>\n<p><em>Bei der Bahn sieht es kaum besser aus. Da wird gerade gro&szlig; dar&uuml;ber berichtet, dass die Mehrwertsteuer auf Tickets im Fernverkehr von 19 auf 7 Prozent sinken soll. Was hat das aber mit dem Pendler in der Region Hannover zu tun, der k&uuml;nftig (Ende 2021) nicht mehr in eine Bahn der DB Regio, sondern des Privatunternehmens Nordwestbahn <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/hannover_weser-leinegebiet\/S-Bahn-Hannover-Zuschlag-fuer-die-Nordwestbahn,sbahn550.html\">einsteigt<\/a>, sofern die dann <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/oldenburg_ostfriesland\/Zu-wenig-Personal-Nordwestbahn-aendert-Fahrplan,nordwestbahn298.html\">&uuml;berhaupt noch kommt<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><em>Das Problem sind also vor allem auch bestehende Gesetze, die &ouml;ffentliche Unternehmen, die origin&auml;re Aufgaben der Daseinsvorsorge &uuml;bernehmen, in einen sinnlosen Wettbewerb treibt, der, oh Schreck, auch so gar keine positiven Anreize f&uuml;r eine klimafreundlichere Gesellschaft bietet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sozialausgaben sind auf fast eine Billion Euro gestiegen<\/strong><br>\nDer Sozialstaat ist auch 2018 weiter gewachsen. Die Opposition kritisiert den Rekord aber als Beleg daf&uuml;r, dass die GroKo nur ans Umverteilen denke. Die deutschen Sozialausgaben sind weiter kr&auml;ftig gewachsen &ndash; aber erstmals seit 2014 wieder weniger stark als die Wirtschaftsleistung. Insgesamt beliefen sich die Ausgaben f&uuml;r Sozialleistungen vergangenes Jahr auf 996 Milliarden Euro, wie aus dem neuen &bdquo;Sozialbudget&ldquo; des Bundesarbeitsministeriums hervorgeht. Entgegen den Erwartungen wurde trotz des Anstiegs um 3,2 Prozent zum Vorjahr die Billionengrenze nicht durchbrochen. Die Sozialleistungsquote &ndash; Sozialausgaben im Verh&auml;ltnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) &ndash; ist leicht auf 29,4 Prozent gesunken. Ein Wert von &uuml;ber 30 Prozent wurde nur im Rezessionsjahr 2009 erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/arbeitgeber-kritisieren-kosten-sozialausgaben-sind-auf-fast-eine-billion-euro-gestiegen\/24884958.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das ist wieder ein sehr sch&ouml;nes Beispiel f&uuml;r Manipulation. Die &Uuml;berschrift des Artikels und auch der einleitende Text suggerieren das Gegenteil von dem, was tats&auml;chlich eingetreten ist. Die Sozialausgaben sind gemessen an der Wirtschaftsleistung gesunken. Der Sozialstaat wird also nicht teurer, nur weil eine bestimmte Gr&ouml;&szlig;e des Budgets erreicht wird. Aus der Tatsache der Umverteilung dann auch noch einen Vorwurf zu konstruieren, ist zudem infam, da den Aufwendungen immer auch Leistungen von sozialen Diensten oder Einrichtungen gegen&uuml;berstehen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt: Winter is coming? Ein Blick in die Arbeitsmarktstatistik<\/strong><br>\nSchon seit geraumer Zeit werden die Seiten und Kan&auml;le der Wirtschaftspresse gef&uuml;llt mit Berichten &uuml;ber die r&uuml;ckl&auml;ufige Konjunktur und den damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Besch&auml;ftigung im &ndash; bisherigen? &ndash; &bdquo;Jobwunderland&ldquo; Deutschland. &raquo;Die Unternehmen wollen weniger neue Mitarbeiter einstellen. Deshalb d&uuml;rfte die Arbeitslosigkeit zunehmen, erste Indikatoren weisen darauf hin&laquo;, kann man beispielsweise diesem Artikel entnehmen: Schlechtere Aussichten am Arbeitsmarkt. Das leitet man ab aus (arbeitsmarktbezogenen) Fr&uuml;hindikatoren des M&uuml;nchener Ifo-Instituts sowie des N&uuml;rnberger Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). &raquo;Als Sorgenkind gilt insbesondere die Industrie. Hier hat sich die Stimmung deutlich eingetr&uuml;bt, die Auftragseing&auml;nge sind r&uuml;ckl&auml;ufig. Wie aus dem Besch&auml;ftigungsbarometer des Ifo-Instituts hervorgeht, ist im verarbeitenden Gewerbe die Zahl der Unternehmen, die in den n&auml;chsten drei Monaten Personal abbauen wollen, gr&ouml;&szlig;er als die jener Betriebe, die neue Mitarbeiter suchen &ndash; und das den f&uuml;nften Monat in Folge.&laquo;<br>\nUnd wie immer bei solchen komplexen Themen gibt es auch &ndash; scheinbar &ndash; widerspr&uuml;chliche Thesen: &raquo;Trotzdem d&uuml;rfte die Besch&auml;ftigung in den kommenden Monaten weiter steigen, wenn auch nicht mehr ganz so stark, zeigt die monatliche Umfrage des IAB unter den lokalen Arbeitsagenturen. Die Ank&uuml;ndigungen gro&szlig;er Unternehmen wie Volkswagen, Bayer oder Thyssen-Krupp, Tausende Stellen abzubauen, seien &bdquo;nicht repr&auml;sentativ f&uuml;r den Arbeitsmarkt&ldquo;, sagte Forschungsbereichsleiter Enzo Weber. Die Entlassungsquote sei seit der Wiedervereinigung noch nie so niedrig gewesen wie heute.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2019\/08\/08\/ein-blick-in-die-arbeitsmarktstatistik\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die fatalen Denkfehler der Pensionskassen-Lobby<\/strong><br>\nNun gibt es aber neben der rein betriebswirtschaftlichen Dreisatz-Realit&auml;t auch eine volkswirtschaftliche Logik. Danach f&uuml;hren zunehmende Ersparnisse zu sinkenden Zinsen. Die Pensionskassen w&uuml;rden sich also mit h&ouml;heren Sparbeitr&auml;gen selbst ins Bein schiessen. Darauf hat neulich auch Nationalbankpr&auml;sident Thomas Jordan indirekt hingewiesen. &bdquo;F&uuml;r den globalen R&uuml;ckgang des Realzinses gibt es verschiedene Gr&uuml;nde, die in der Forschung intensiv untersucht werden. Vereinfacht ausgedr&uuml;ckt spielt einerseits die demografische Entwicklung eine wichtige Rolle, weil eine alternde Bev&ouml;lkerung aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung tendenziell mehr spart.&ldquo;<br>\nZweitens sagt die volkswirtschaftliche Logik auch, dass die Guthaben des einen immer die Schulden eines anderen sind. Das hei&szlig;t, dass die privaten Haushalte (bzw. deren Pensionskassen) nur dann mehr sparen, also Guthaben anh&auml;ufen k&ouml;nnen, wenn andere mehr Schulden machen. Und zwar viel mehr, n&auml;mlich mehrere Hundert Milliarden Franken.<br>\nDoch wer soll diese Schulden schultern? Der einzelne Pensionskassenverwalter kann seine Schuldner frei w&auml;hlen, er kann sein Geld so oder anders anlegen. Doch Pensionskassen-Verb&auml;nde und ihre Organe sollten eigentlich wissen, dass die Pensionskassen insgesamt nach der Pfeife der Volkswirtschaft tanzen m&uuml;ssen. Im Lichte der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung betrachtet, haben Privathaushalte, bzw. deren Pensionskassen nur die Wahl zwischen drei Schuldnerkategorien: dem (einheimischen) Unternehmenssektor, dem (eigenen) Staat und dem Ausland (Staat und Unternehmen).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2019\/08\/die-fatalen-denkfehler-der-pensionskassen-lobby\/\">Werner Vontobel auf &Ouml;konomenstimme<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie Hygienem&auml;ngel im Krankenhaus die Rendite erh&ouml;hen k&ouml;nnen<\/strong><br>\nEine ambulante Standardoperation, wie sie hier geschildert wurde, bringt f&uuml;r die Klinik und ihren Chefarzt rund 480 Euro. Die Wundinfektion im Gefolge dieser Operation und ein dreit&auml;giger station&auml;rer Aufenthalt zu deren Behandlung schl&auml;gt mit rund 5.800 Euro f&uuml;r die Klinik ZUS&Auml;TZLICH zu Buche. Was sollte angesichts dieses Abrechnungssystems die Fachklinik dazu veranlassen, MEHR in Hygienemanagement und die Verhinderung von Krankenhausinfektionen zu investieren?<br>\nDas aktuelle System mit seinen Fallpauschalen fordert geradezu heraus, dass das Medizin- und Krankenhauswesen in Deutschland zur Beute von Investoren werden konnte, die &ndash; dank &bdquo;schwarzer Null&ldquo; und Zinspolitik der EZB h&auml;nderingend nach M&ouml;glichkeiten suchen, ihr im &Uuml;berfluss vorhandenes Geld ertragsbringend anzulegen. Die Umgestaltung der &auml;rztlichen Versorgung &ndash; immer mehr Arzt-Einzelpraxen weichen &bdquo;medizinischen Versorgungszentren&ldquo; (MVZ), hinter denen private Investoren stehen &ndash; und der des Krankenhaussektors &ndash; man beachte die aktuelle Diskussion &uuml;ber die Bertelsmann-Studie zum drastischen Abbau der kommunalen Krankenh&auml;user &ndash; hat Patienten vor allem zum Bewirtschaftungsobjekt privater Investitionsinteressen  gemacht, die es, wie das obige Beispiel zeigt, zu maximieren gilt. Ob bei der Gestaltung der Abrechnungsm&ouml;glichkeiten im Einzelfall nur &bdquo;das Schicksal&ldquo; bzw. die individuelle Krankheitssituation des einzelnen Patienten die Hand im Spiel hat, w&auml;re dringend n&auml;her zu untersuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cives.de\/wie-hygienemaengel-im-krankenhaus-die-rendite-erhoehen-koennen-8969\">CIVES<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wettr&uuml;sten lautet ab jetzt: &ldquo;Korrekturma&szlig;nahme&rdquo;! &ndash; Der Neusprech des neuen US-Verteidigungsministers<\/strong><br>\nDie Aufk&uuml;ndigung des INF-Vertrages durch die USA fiel fast zeitgleich mit der Ank&uuml;ndigung einer schnellstm&ouml;glichen Stationierung von Mittelstreckenraketen in Asien zusammen. Dabei erwies sich Verteidigungsminister Esper als versierter Sprachverdreher.<br>\nDie USA reiben sich die ihnen nicht mehr gebundenen H&auml;nde. Der INF-Vertrag war noch nicht kalt, da preschte bereits der neue US-Verteidigungsminister Mark Esper mit der frohen Botschaft vor, die USA beabsichtigten, &ldquo;so schnell wie m&ouml;glich&rdquo; Mittelstreckenraketen in Asien zu stationieren.<br>\nNat&uuml;rlich beeilte sich Esper gleich zu versichern, die USA wollten kein neues Wettr&uuml;sten beginnen. Die mitgelieferte Begr&uuml;ndung sollte man sich merken: Wettr&uuml;sten, so die originelle Begriffsdefinition Espers, beziehe sich n&auml;mlich im herk&ouml;mmlichen Sinne immer auf einen &ldquo;nuklearen Kontext&rdquo;, die geplanten Mittelstreckenraketen dagegen seien &ndash; &ldquo;nur&rdquo;, so die subkutane Message &ndash; mit konventionellen Sprengk&ouml;pfen ausgestattet.<br>\nNur. Espers Neusprechdefinition ist aus zweierlei Gr&uuml;nden unerh&ouml;rt: Folgt man dem US-Verteidigungsminister, dann hat es zum Beispiel vor dem Ersten Weltkrieg zwischen der deutschen Kaiserlichen Marine und der britischen Royal Navy gar kein Wettr&uuml;sten zur See gegeben &ndash; die Rivalit&auml;t fand schlie&szlig;lich nicht im &ldquo;nuklearen Kontext&rdquo; statt! Und zweitens suggeriert Esper, alle Waffensysteme unterhalb der nuklearen Schwelle seien, da nicht &ldquo;wettr&uuml;stungsf&auml;hig&rdquo;, eigentlich gar nicht so schlimm!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/91031-wettrusten-lautet-ab-jetzt-korrekturmassnahme-usa\/%20\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Adel im NS-Regime: Wir Stauffenbergs<\/strong>\n<ul>\n<li>Ausgel&ouml;st durch Forderungen aus dem Hause Hohenzollern sind alte Fragen zum Verh&auml;ltnis von konservativen Eliten und NS-Staat erweckt worden.<\/li>\n<li>Eines steht mittlerweile fest: Der adelige Widerstand war wesentlich kleiner als allgemein angenommen.<\/li>\n<li>Deutungen, nach denen die Hohenzollern der NS-Bewegung fernstanden, erscheinen nach aktuellem Forschungsstand abenteuerlich.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&ldquo;Wer von Preu&szlig;entum spricht, soll zun&auml;chst an stillen und unpers&ouml;nlichen Dienst, aber erst zuletzt, am besten gar nicht, an Lohn und Anerkennung denken.&rdquo; Dieser Satz wurde in einer Rede am 17. Juni 1934 gegen die Usurpation preu&szlig;ischer Ideale durch ein Regime der Ma&szlig;losigkeit gerichtet &ndash; zehn Jahre vor Stauffenbergs Attentat auf Hitler.<br>\nVorgetragen wurde die Rede an der Universit&auml;t Marburg in Gestalt Franz von Papens durch den wohl wichtigsten Wegbereiter Hitlers, geschrieben und als Beginn eines Staatsstreichs geplant jedoch von einem kleinen Kreis konservativer Frondeure. Der Redenschreiber Edgar Julius Jung geh&ouml;rte zu einer kleinen Gruppe scharfsinniger Anti-Demokraten, die das NS-Regime zun&auml;chst unterst&uuml;tzt, sich jedoch fr&uuml;h von ihm abgewendet hatten. Einige dieser M&auml;nner geh&ouml;rten zu den ersten konservativen Opfern des NS-Regimes. Sie verlieren ihr Leben in den als &ldquo;Nacht der langen Messer&rdquo; bekannten Mordaktionen Ende Juni 1934.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/adel-ns-regime-widerstand-1.4553120\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Keine Geschenke den Hohenzollern!<\/strong><br>\nDie Nachfahren des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. aus dem Hause Hohenzollern fordern f&uuml;r sich die Herausgabe von unz&auml;hligen Gem&auml;lden, M&ouml;belst&uuml;cken, Skulpturen, Porzellanen und anderen Kunstgegenst&auml;nden, die im &ouml;ffentlichen Besitz der Stiftung Preu&szlig;ische Schl&ouml;sser und G&auml;rten, der Stiftung Preu&szlig;ischer Kulturbesitz und des Deutschen Historischen Museums sind. Viele Objekte sind von erheblichem Wert und historischer Bedeutung. Au&szlig;erdem beansprucht das Haus Hohenzollern ein dauerhaftes, unentgeltliches und grundbuchrechtlich zu sicherndes Wohnungsrecht f&uuml;r Familienmitglieder im weltbekannten Potsdamer Schloss Cecilienhof. Alternativ w&auml;ren sie, wie sie verlautbaren lassen haben, auch mit einem Wohnrecht im Schloss Lindstedt oder in der Villa Liegnitz, beides am Rande des Parkes Sanssouci, zufrieden. Hinzu kommen Forderungen der Hohenzollern nach Entsch&auml;digungszahlungen gem&auml;&szlig; Ausgleichsgesetz f&uuml;r nach 1945 enteignete Liegenschaften im Land Brandenburg in H&ouml;he von 1,2 Mio. Euro zzgl. Zinsen. Wir halten die Forderungen der Hohenzollern nach R&uuml;ckgabe von vermeintlichem Eigentum und Entsch&auml;digungszahlungen f&uuml;r unberechtigt. Den gro&szlig;en, &uuml;ber Jahrhunderte angeh&auml;uften Reichtum der Hohenzollern hat das Volk erwirtschaftet. Der ehemalige Immobilien- und Sachwertebesitz der Hohenzollern war (abgesehen von pers&ouml;nlichen Gebrauchsgegenst&auml;nden) eigentlich Staatseigentum, das aus Steuern finanziert wurde. Die aktuellen Forderungen der Hohenzollern m&uuml;ssen von den zust&auml;ndigen staatlichen Stellen zur&uuml;ckgewiesen werden. Dazu soll der Landtag als politische Vertretung aller Brandenburgerinnen und Brandenburger die Landesregierung in einer Entschlie&szlig;ung auffordern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-brandenburg.de\/politik\/volksinitiative\/\">DIE LINKE Brandenburg<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>RWE: Kommunen planen Aktienverkauf<\/strong><br>\nBisher geh&ouml;rten die Kommunen an Rhein und Ruhr traditionell zu den gr&ouml;&szlig;ten Anteilseignern beim Energiekonzern RWE. Inzwischen planen mehrere St&auml;dte den Verkauf ihrer Aktien. Grund daf&uuml;r sind vor allem &ouml;konomische, weniger &ouml;kologische &Uuml;berlegungen. [&hellip;]<br>\nDass der Verkaufsprozess in vielen Kommunen Jahre dauert, liegt oft daran, dass die Kommunen die Aktien gar nicht selbst besitzen. Greenpeace deckte auf, dass die meisten Kommunen ihre Aktien in Beteiligungsgesellschaften eingebracht hatten, die sie nun nach und nach wieder aufl&ouml;sen, so Petzold:<br>\n&bdquo;Zum einen konnten die Kommunen dadurch einen Steuervorteil sozusagen erwirken. Auf deren Seite war es halt f&uuml;r RWE auch g&uuml;nstig, weil die Kommunen nicht mehr so einfach auf diesen Beteiligungsgesellschaften mehr herauskommen sind. Die konnten nicht ihre Aktien einfach herausziehen und sofort verkaufen, selbst, wenn sie es wollten.&ldquo;<br>\nGreenpeace rechnet damit, dass die Beteiligungssmodelle alle noch in diesem Jahr beendet werden. Erst dann k&ouml;nnen die R&auml;te wieder eigenst&auml;ndig &uuml;ber einen Verkauf frei entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rwe-kommunen-planen-aktienverkauf.766.de.html?dram:article_id=455847\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Studie: Wie Anw&auml;lte gegen Berichterstattung vorgehen<\/strong><br>\nIn den letzten Jahren hat die Zahl der &bdquo;presserechtlichen Informationsschreiben&ldquo; enorm zugenommen &ndash; mit diesen Schreiben wollen Anwaltskanzleien Berichterstattung verhindern oder beeinflussen. Wie erfolgreich diese Versuche sind, haben Daniel Mo&szlig;brucker und Tobias Gostomzyk in einer Studie untersucht.<br>\n&bdquo;Wenn man heute investigativ recherchiert und die Gegner, die man sich dort aussucht, zahlungskr&auml;ftig sind &ndash; Prominente oder Unternehmen &ndash; dann muss man damit rechnen, wenn man den Fragenkatalog schickt, dass ein Einsch&uuml;chterungsversuch kommt&ldquo;, sagt Daniel Mo&szlig;brucker im Dlf &ndash; das geh&ouml;re heute zum journalistischen Alltag dazu.<br>\nGemeinsam mit Tobias Gostomzyk hat Mo&szlig;brucker die Studie &bdquo;Wenn Sie das schreiben, verklage ich Sie!&ldquo; ver&ouml;ffentlicht, in der sie das pr&auml;ventive Vorgehen von Anwaltskanzleien gegen Medien untersucht haben.<br>\nLaut dieser Studie lassen sich Journalistinnen und Journalisten, die h&auml;ufig mit Anwaltsschreiben in Kontakt kommen, mittlerweile nicht mehr davon abschrecken &ndash; auch weil auf diese Drohungen h&auml;ufig nichts folge. Bei denjenigen, die zum ersten Mal ein solches Schreiben erhalten, s&auml;he das allerdings anders aus, so Mo&szlig;brucker. Viele h&auml;tten erstmal Angst und w&uuml;ssten nicht, wie sie reagieren sollen.<br>\nBei freien Journalistinnen und Journalisten, hinter denen keine Rechtsabteilung einer Redaktion stehe, m&uuml;ssten in diesem Fall die Gewerkschaft einspringen &ndash; sonst w&uuml;rden die Einsch&uuml;chterungsversuche wirken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/studie-wie-anwaelte-gegen-berichterstattung-vorgehen.2907.de.html?dram:article_id=455848\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Europarat r&uuml;gt Deutschland: Bundestag versagt beim Kampf gegen Korruption<\/strong><br>\nDer Europarat wirft dem Bundestag vor, Empfehlungen zur Pr&auml;vention von Abgeordnetenbestechung nicht umzusetzen. Das sei &bdquo;allgemein unbefriedigend&ldquo;.<br>\nDer Bundestag setzt wichtige Empfehlungen zum Kampf gegen Korruption nicht um. Zu diesem Ergebnis kommt nach Tagesspiegel-Informationen die Staatengruppe gegen Korruption (GRECO) in einem bisher unver&ouml;ffentlichten Bericht. Die Staatengruppe des Europarats hatte vor f&uuml;nf Jahren Empfehlungen zur Pr&auml;vention von Abgeordnetenbestechung ausgesprochen. Der Stand der Umsetzung sei &bdquo;allgemein unbefriedigend&ldquo;, hei&szlig;t es jetzt in dem Bericht, der dem Tagesspiegel vorliegt. &Auml;hnlich schlechte Zeugnisse stellte die Staatengruppe des Europarats bisher beispielsweise Rum&auml;nien, der T&uuml;rkei, Ungarn und &Ouml;sterreich aus.<br>\nDer Staatengruppe, die 1999 vom Europarat gegr&uuml;ndet wurde, geh&ouml;ren neben Deutschland 48 weitere L&auml;nder an. Die Gruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, den Kampf gegen Korruption durch gegenseitiges Monitoring zu unterst&uuml;tzen und so die Einhaltung internationaler Standards zu kontrollieren. In den Monitoring-Berichten werden f&uuml;r jedes Land ma&szlig;geschneiderte Empfehlungen ausgesprochen, um Korruption gar nicht erst m&ouml;glich zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/europarat-ruegt-deutschland-bundestag-versagt-beim-kampf-gegen-korruption\/24884728.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verteidigungsministerium: Mehr als 150 Millionen Euro f&uuml;r Berater<\/strong><br>\nDas Verteidigungsministerium hat im ersten Halbjahr 2019 rund 155 Millionen Euro f&uuml;r Beraterleistungen ausgegeben &ndash; fast soviel wie alle anderen Ministerien zusammen. Das sorgt f&uuml;r Kritik.<br>\nBinnen eines halben Jahres hat das Verteidigungsministerium 155 Millionen Euro ausgegeben &ndash; f&uuml;r Berater und externe Unterst&uuml;tzungsleistungen, wie es hei&szlig;t. Ein Vergleich mit den Vorjahren ist nicht m&ouml;glich, denn bisher hat das Ministerium nie einen umfassenden &Uuml;berblick geliefert. Fest steht nur, dass bei der Verteidigung deutlich mehr ausgegeben wird als in allen anderen Ministerien. Hier belaufen sich die Ausgaben im ersten Halbjahr auf insgesamt rund 178 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/hsb\/beratervertraege-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Amnesty ver&ouml;ffentlicht Reisewarnung f&uuml;r die USA wegen allgegenw&auml;rtiger Waffengewalt<\/strong><br>\nDie Regierung komme ihrer Verpflichtung nicht nach, Schusswaffen zu regulieren, die NRA warnt Donald Trump vor sch&auml;rferen Hintergrund&uuml;berpr&uuml;fungen<br>\nGerade wieder hat nach den Massenschie&szlig;ereien in El Paso, Texas, und Dayton, Ohio, ein Mann in Kalifornien auf einer Raubtour vier Menschen get&ouml;tet und zwei verletzt. Ausnahmsweise nicht mit einer Schusswaffe, sondern mit einem Machete-&auml;hnlichen Messer. Beschrieben wird der 33-j&auml;hrige Mann, der mit einem silbernen Mercedes unterwegs war und schlie&szlig;lich festgenommen werden konnte, als &ldquo;b&ouml;se&rdquo; und &ldquo;voller Hass&rdquo;. Rassistisch war die Tat nicht, er selbst und alle vier Toten waren Latinos.<br>\nGestern wurde auch noch im Beisein eines Polizisten von einem Mann eine Frau erstochen und eine weitere verletzt. 18 Menschen wurden gestern in den USA durch Schusswaffen get&ouml;tet. In Virginia wurden zwei M&auml;nner in einem Restaurant erschossen. In Irvington erschoss ein Mann auf offener Stra&szlig;e mit einem Gewehr einen Zwanzigj&auml;hrigen und verwundete zwei Polizisten, bevor er selbst erschossen wurde. In Springfield konnte ein Mann mit mehreren geladenen Schusswaffen und weiterer Munition festgenommen werden, nachdem er einen Wal Mart durch den Notausgang verlassen hatte.<br>\nSchaut man nur auf Massenschie&szlig;ereien und Amokl&auml;ufe, so kommt das Gun Violence Archive auf bislang 254 bis 9. August, bei denen mindestens vier Menschen get&ouml;tet wurden, den T&auml;ter nicht eingeschlossen. Egal, ob es sich Massenschie&szlig;ereien handelt oder nur um Vorf&auml;lle mit Schusswaffen, bei denen Menschen get&ouml;tet und verletzt wurden, so scheint die Gewalt vor allem Richtung Ostk&uuml;ste zu konzentrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Amnesty-veroeffentlicht-Reisewarnung-fuer-die-USA-wegen-allgegenwaertiger-Waffengewalt-4492508.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Es ist so unfassbar, was gerade passiert&ldquo;<\/strong><br>\nInterview Martin Sonneborn &uuml;ber den ersten Monat im neuen Europaparlament, Hinterzimmerdeals und die Notwendigkeit eines linkeren und gr&uuml;neren Kurses<br>\nder Freitag: Herr Sonneborn, wie haben Sie seit der WahlUrsula von der Leyens geschlafen?<br>\nMartin Sonneborn: Eigentlich ganz gut, obwohl es selbst hier in Br&uuml;ssel hei&szlig; ist. Einen gro&szlig;en Teil des Tages verbringe ich allerdings damit, emp&ouml;rende Dinge zu lesen. Eigentlich m&uuml;sste man jeden Tag etwas schreiben dar&uuml;ber, was gerade in der EU passiert.<br>\nWie haben Sie denn den ersten Monat erlebt?<br>\nMeine neuen Sitznachbarn, zwei katalanische Abgeordnete, sind nicht zum Dienst erschienen. Carles Puigdemont und sein Kollege Comin wurden vom alten Parlamentspr&auml;sidenten Tajani, dem Mussolini-Verehrer, nicht ins Parlament gelassen, obwohl sie mehrere Millionen Stimmen von Katalanen repr&auml;sentieren. Es ist unfassbar, dass so etwas in diesem sich als Hort der Demokratie auff&uuml;hrenden Parlament m&ouml;glich ist.<br>\nEines Ihrer Ziele ist, dass sich junge Leute f&uuml;r die EU interessieren und nicht von ihr abwenden. Wie viel schwieriger ist diese Arbeit nach den Ereignissen der letzten Wochen geworden?<br>\nNicht schwerer, im Gegenteil. Bei allem, was wir ver&ouml;ffentlichen, sp&uuml;re ich ein wachsendes Interesse, gerade von jungen Leuten. Ich habe vor ein paar Tagen mal aufgeschrieben, was sich hier im Moment w&auml;hrend der Sommerpause tut, in der nicht viel &uuml;ber das Parlament berichtet wird. Und obwohl Facebook ja nicht bekannt ist daf&uuml;r, dass dort l&auml;ngere Texte gelesen werden, verbreitet sich sowas sehr stark. Es folgt dann nat&uuml;rlich die Kritik, dass man bei irgendeinem lustigen Vogel aus dem Europaparlament auf einer Facebook-Seite Sachen liest, die von den Medien gar nicht reflektiert oder kritisiert werden.<br>\nDer Autor Max Czollek schrieb auf Twitter am Tag der Wahl von der Leyens, die Berichterstattung erinnere ihn &bdquo;an einen Sieg der deutschen Fussball-Nationalmannschaft bei einem internationalen Turnier&ldquo;.<br>\nIch bin immer wieder beeindruckt davon, wie widerspr&uuml;chlich auch Qualit&auml;tszeitungen &uuml;ber Dinge berichten und Sachen einsch&auml;tzen. Bei von der Leyen hatte ich zum Beispiel das Gef&uuml;hl, dass sehr viele Medien das als deutschen Erfolg verkauft haben. Wenn man etwas n&auml;her dran ist am Geschehen, dann sieht man, dass das eine ganz gravierende Niederlage Deutschlands und der gesamten EU war.<br>\nWieso?<br>\nMacron hat sich hier im Wesentlichen durchgesetzt. Der ist einfach ein bisschen j&uuml;nger und aggressiver und es macht ihm nichts aus, en passant demokratische Gepflogenheiten zu zerschlagen. Wenn man sieht, dass die EZB &ndash; der wichtigste Posten in der EU derzeit &ndash; an eine Franz&ouml;sin vergeben wird. Wenn man sieht, dass der irre Martin Selmayr, der durchsetzungsf&auml;hige deutsche Generalsekret&auml;r der EU-Kommission, der eigentlich die Gesch&auml;fte gef&uuml;hrt hat &ndash; Juncker ist ja praktisch auch nur ein zu sympathisch wirkender &auml;lterer Gr&uuml;&szlig;onkel &ndash; jetzt weichen muss, weil von der Leyen diesen Posten antritt &ndash; eine absolut unbeleckte, vollkommen EU-kenntnisfreie &auml;ltere Dame, deren Qualifikationen darin bestehen, in Br&uuml;ssel geboren zu sein und sechs oder sieben Kinder zu haben. Dann sieht man: Deutschland verliert enorm an Einfluss und Frankreich gewinnt dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/es-ist-so-unfassbar-was-gerade-passiert\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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