{"id":54078,"date":"2019-08-12T08:29:54","date_gmt":"2019-08-12T06:29:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078"},"modified":"2019-08-12T08:29:54","modified_gmt":"2019-08-12T06:29:54","slug":"hinweise-des-tages-3426","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h01\">Was sind f&uuml;r Sie Pseudolinke?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h02\">Interview mit russischem Linkspolitiker: &ldquo;Es gibt eine Mehrheit f&uuml;r einen Wandel&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h03\">Die Krokodilstr&auml;nen des Mainstreams &ndash; &Uuml;ber die versp&auml;tete Aufregung nach dem Ende des INF-Vertrages<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h04\">PR oder Journalismus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h05\">Wie sich die USA zu Tode r&uuml;sten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h06\">Das erstarrte Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h07\">Schluss mit der Schuldenschuld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h08\">China Tries to Teach Trump Economics &ndash; But he doesn&rsquo;t seem to be learning.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h09\">&bdquo;Jedes Kind hat gute Startbedingungen verdient&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h10\">CO&#8322;-Steuer braucht gute Juristen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h11\">Wie Bauern das Finanzamt melken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h12\">Johnson will 10.000 neue Gef&auml;ngniszellen schaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h13\">Nicht Bakery Jattas Identit&auml;t sollte in Frage gestellt werden, sondern ein europ&auml;isches Asyl- und Migrationssystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h14\">Amri-Ausschuss: Kapitulation vor dem Verfassungsschutz?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h15\">Olaf Scholz: Solidarit&auml;tszuschlag abschaffen, dann Sozialleistungen k&uuml;rzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h16\">Turkey to annex northern Syria with US blessing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54078#h17\">Alternativlos, Folge 43<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Was sind f&uuml;r Sie Pseudolinke?<\/strong><br>\nPhilosoph Robert Pfaller spricht mit uns &uuml;ber Gendersternchen als neoliberales Distinktionsinstrument von Kulturlinken.<br>\ntaz  FUTURZWEI: Fangen wir mit einer komplizierten Frage an, Herr Pfaller: Gibt es einen Zusammenhang zwischen einer allgemeinen Infantilisierung der Menschen und einer Erosion von Demokratie?<br>\nROBERT PFALLER: Ja. Denn Demokratie beruht auf dem Prinzip, dass alle sich um das k&uuml;mmern, was alle angeht. Wenn durch Infantilisierung Leute zunehmend dazu erzogen werden, sich nur noch um das zu k&uuml;mmern, was sie pers&ouml;nlich betrifft, dann ist eine Voraussetzung von Demokratie zerst&ouml;rt. Sie h&ouml;ren dann auf, politische B&uuml;rger, Citoyens, zu sein, und werden zu blo&szlig;en Bourgeois &ndash; oder, wie man die nur um das Eigene Besorgten im alten Griechenland nannte: zu Idioten. Um das zu regeln, was alle betrifft &ndash; wie zum Beispiel die zunehmende Entdemokratisierung innerhalb der EU &ndash;, muss man in der Lage sein, von seinen pers&ouml;nlichen Betroffenheiten abzusehen und sich mit anderen zusammenzuschlie&szlig;en, die ganz andere Betroffenheiten haben. Erst indem alle ihren pers&ouml;nlichen &Auml;rger klein halten, kommen sie &uuml;berhaupt in die Lage, sich &uuml;ber das zu &auml;rgern, was sie klein h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Robert-Pfaller-im-Interview\/!169159\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr lesenswert. Dass dieses Interview ausgerechnet in der taz erschien, entbehrt freilich nicht einer gewissen Ironie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Interview mit russischem Linkspolitiker: &ldquo;Es gibt eine Mehrheit f&uuml;r einen Wandel&rdquo;<\/strong><br>\nDer bekannte russische Soziologe Boris Kagarlitsky erkl&auml;rte seine Solidarit&auml;t mit den nichtzugelassenen Kandidaten f&uuml;r das Moskauer Stadtparlament. Er selbst kandidiert f&uuml;r die Wahl am 8. September auf der Liste der Partei &ldquo;Gerechtes Russland&rdquo;<br>\nDer bekannte Soziologe und Hochschullehrer Boris Kagarlitsky kritisiert die harten Polizeieins&auml;tze und Verhaftungen von vorwiegend jungen Moskauern, die am 27. Juli und 3. August auf nichtgenehmigten Demonstrationen gegen die Nichtzulassung von 57 Kandidaten zu den Wahlen f&uuml;r das Moskauer Stadtparlament &ndash; Mosgorduma &ndash; demonstrierten.<br>\nKagarlitsky kandidiert selbst im westlich des Moskauer Stadtzentrums gelegenen Wahlkreis Dorogomilow auf der Liste der sozialdemokratischen Partei &ldquo;Gerechtes Russland&rdquo; an (Fotos vom Wahlkampf).<br>\nIn seinem Wahlprogramm fordert der Kandidat Lebensmittell&auml;den f&uuml;r Menschen mit niedrigem Einkommen, Mitsprache der B&uuml;rger bei der Planung von Parkpl&auml;tzen und Stra&szlig;enzuf&uuml;hrungen zu Neubauten, eine Ende des Diebstahls von &ouml;ffentlichen Geldern, die f&uuml;r Parks und &ouml;ffentliche Feiern bestimmt sind, eine Stopp der Entlassungen von Lehrern, &Auml;rzten und Erziehern, die Abschaffung der Rentenreform und die Erweiterung der Rechte der russischen Regionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Interview-mit-russischem-Linkspolitiker-Es-gibt-eine-Mehrheit-fuer-einen-Wandel-4493423.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Krokodilstr&auml;nen des Mainstreams &ndash; &Uuml;ber die versp&auml;tete Aufregung nach dem Ende des INF-Vertrages<\/strong><br>\nF&uuml;r die Rettung des INF-Vertrages hatte, als noch Zeit war, im Mainstream kaum jemand einen Finger krumm gemacht. Jetzt, wo er tot ist und eine neue Aufr&uuml;stungswelle im Mittelstreckenbereich ins Haus steht, ist der Katzenjammer gro&szlig;.<br>\nDas Positive vorweg. Einen Tag nach dem Tod des INF-Vertrages konnte man in der Kommentarspalte der S&uuml;ddeutschen Folgendes lesen:Im Sommer 2017, wenige Wochen vor der Bundestagswahl, lie&szlig; US-Pr&auml;sident Donald Trump der Bundesregierung zwei Nachrichten &uuml;bermitteln: Die eine besagte, dass der INF-Vertrag, ein Meisterwerk der nuklearen M&auml;&szlig;igung und Abr&uuml;stung, leider so gut wie erledigt sei. Die Russen h&auml;tten ihn gebrochen, deshalb werde man ihn wohl bald aufk&uuml;ndigen. Die zweite Botschaft lautete, dass man damit in jedem Fall bis nach den Wahlen warten werde. Schlie&szlig;lich wisse man ja, wie empfindlich die Deutschen in atomaren Fragen seien.<br>\nDer Text, dem diese Zeilen entnommen sind &ndash; und dem wir diese, meines Wissens sonst kaum im Mainstream kolportierte und ein bezeichnendes Zwielicht auf Kanzlerin Merkel werfende Hintergrundgeschichte verdanken &ndash;, stammt von dem Journalisten Georg Mascolo, der, das muss fairerweise festgehalten werden, als einer der ganz wenigen im Mainstream schon vor dem Ende des INF-Vertrages mehrfach seine gro&szlig;e Besorgnis glaubhaft zum Ausdruck gebracht hatte. Mascolo beklagte in seinem Kommentar die erschreckende Gleichg&uuml;ltigkeit, mit der die beidseitige K&uuml;ndigung des INF-Vertrages allenthalben hingenommen wird, und pl&auml;dierte leidenschaftlich f&uuml;r eine neue Friedensbewegung der Jugend bzw. f&uuml;r die Integration der Aufr&uuml;stungsproblematik in die &ldquo;Fridays for Future&rdquo;-Bewegung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/91116-krokodilstranen-mainstreams-uber-verspatete-aufregung\/\">Leo Ensel auf RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>PR oder Journalismus?<\/strong><br>\nScharfe Kritik an der ARD. Mit dem Filmbeitrag &ldquo;Krankenh&auml;user schlie&szlig;en &ndash; Leben retten?&rdquo; soll der beitragsfinanzierte &ouml;ffentlich-rechtliche Sender Werbung f&uuml;r die Studie der Bertelsmann Stiftung betrieben haben. Was ist dran an dem Vorwurf?<br>\nAm 15. Juli ver&ouml;ffentlichte die Bertelsmann Stiftung im Rahmen ihres Projekts &ldquo;Neuordnung Krankenhaus-Landschaft: Weniger ist mehr&rdquo; eine Studie, die zu dem Ergebnis kommt, dass durch einen radikalen Abbau von Krankenh&auml;usern eine gleich gute, wenn nicht bessere Patientenversorgung zu erreichen sei. Exakt am selben Tag sendet die ARD um 20:15 Uhr ihren Filmbeitrag &ldquo;Krankenh&auml;user schlie&szlig;en &ndash; Leben retten?&rdquo;.<br>\nDer Film wird z.T. sehr scharf kritisiert: Von &ldquo;Werbefilm&rdquo; und &ldquo;Kampagnenjournalismus&rdquo; ist in den ARD-Kommentarspalten die Rede. Ein Zuschauer schreibt: &ldquo;Als TV-Journalist bin ich &uuml;ber meine Kollegin und ihre Redaktion entsetzt, wie unkritisch sie die Bertelsmann-Studie &uuml;bernehmen. [&hellip;] Ist das dann Faulheit? Naivit&auml;t? Schlampige Recherche oder gar schon Propaganda, Verzeihung, Marketing?&rdquo; [&hellip;]<br>\nEinen m&ouml;glichen Interessenkonflikt, der im Vorfeld der ARD-Berichterstattung h&auml;tte offengelegt werden m&uuml;ssen, sieht die Journalistin offenbar nicht. Zu ihrer Arbeit erkl&auml;rt sie: &ldquo;Als freiberufliche Journalistin arbeite ich f&uuml;r mehrere &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und f&uuml;r das gemeinn&uuml;tzige Science Media Center. Dieses wird zu einem kleinen Teil auch von der Bertelsmann Stiftung finanziert. Ich selbst stehe in keiner Gesch&auml;ftsbeziehung zur Bertelsmann Stiftung. Die Bertelsmann Stiftung hat kein Mitspracherecht an meiner Arbeit.&rdquo; Ob diese Aussagen die kritischen ARD-Zuschauer &uuml;berzeugen k&ouml;nnen, bleibt abzuwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/PR-oder-Journalismus-4490606.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em>Dazu auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53434\">&bdquo;Krankenh&auml;user schlie&szlig;en &ndash; Leben retten?&ldquo; &ndash; &Ouml;ffentlich-rechtlicher Kampagnenjournalismus zur besten Sendezeit<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.S.:<\/strong> Jens Berger hat mit seiner Analyse offensichtlich voll ins Schwarze getroffen. Unfassbar! Der Interessenkonflikt wurde nicht einmal offengelegt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie sich die USA zu Tode r&uuml;sten<\/strong><br>\ner Einfluss des &laquo;milit&auml;risch-industriellen Komplexes&raquo; ist enorm. Expertin hofft auf die junge Generation mit andern Priorit&auml;ten.<br>\nIn einer soeben ver&ouml;ffentlichten Analyse1 beschreibt Jessica T. Mathews die USA als Milit&auml;rnation. Mathews war von 1997 bis 2015 Pr&auml;sidentin der Carnegie Endowment for International Peace, einer aussenpolitischen Denkfabrik in Washington DC.<br>\nDie breite &Ouml;ffentlichkeit in den USA stelle sich die Frage nicht, weshalb das Land 70 Prozent des Bundesbudgets f&uuml;r die Verteidigung ausgibt. Nur Experten w&uuml;rden sich damit besch&auml;ftigen. Wer wisse beispielsweise schon, dass 136 Milit&auml;rorchester mit mehr als 6&lsquo;500 festangestellten Musikern das Milit&auml;rbudget mit 500 Millionen Dollar pro Jahr belasten? Hier k&ouml;nnte laut Mitgliedern eines Kongressausschusses gespart werden, ohne die Schlagkraft der US-Streitkr&auml;fte zu schw&auml;chen.<br>\nWeit gefehlt. Eine gut ge&ouml;lte Lobby argumentierte, Milit&auml;rspiele m&uuml;ssten den Patriotismus der Soldaten st&auml;rken. Der Jazz sei schliesslich w&auml;hrend des Ersten Weltkrieges nach Europa gebracht worden. Und w&auml;hrend der Jugoslawien-Kriege habe eine 1996 in Bosnien stationierte &bdquo;Blues Band&ldquo; f&uuml;r das Image der USA mehr bewirkt als die 4,5 Milliarden Dollar, die das Pentagon f&uuml;r seine &Ouml;ffentlichkeitsarbeit zur Verf&uuml;gung habe.<br>\nDie Ausgaben f&uuml;r die Milit&auml;rorchester in der H&ouml;he einer halben Milliarde Dollar wurden denn auch nicht gek&uuml;rzt. Eine K&uuml;rzung nur um die H&auml;lfte, so rechnete die Autorin nach, h&auml;tten den kaum sp&uuml;rbaren Unterschied von 0,33 Prozent des gesamten Pentagon Budgets von mehr als 750 Milliarden Dollar ausgemacht. Mit anderen Worten: Die politischen Kosten sind zu hoch, wenn sie den &bdquo;minimen&ldquo; realen Einsparungen gegen&uuml;bergestellt werden. Die riesige Summe f&uuml;r die Verteidigungsausgaben sowie die Gewohnheit, Milit&auml;rausgaben mit Patriotismus gleichzusetzen, erschwere eine seri&ouml;se Aufsicht &uuml;ber die Milit&auml;rausgaben in den USA.<br>\nWie in den meisten westlichen L&auml;ndern zeigt das nationale Budget die politischen Priorit&auml;ten des Landes. So wurden in den USA nach dem Korea-Krieg (1950 -1953) die Milit&auml;rausgaben um 20 Prozent gek&uuml;rzt und um 30 Prozent nach dem Vietnam-Krieg (1955-1975). Und als 1990 der Kalte Krieg zu Ende ging, waren Pr&auml;sident George W. Bush, Vizepr&auml;sident Dick Cheney sowie der Aussenminister Colin Powell bereit, das Milit&auml;rbudget um weitere 26 Prozent zu k&uuml;rzen. Schliesslich war die Sowjetunion verschwunden und die USA blieb die einzige verbliebene Supermacht. Sogar von einer &bdquo;Friedensdividende&ldquo; war die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Militarausgaben-Wie-sich-die-USA-zu-Tode-rusten\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das erstarrte Land<\/strong><br>\nDeutschlands Wirtschaft stockt. Das wird gern auf Donald Trump geschoben. Doch die Wahrheit liegt unter der Oberfl&auml;che.<br>\nPl&ouml;tzlich ist der Ton wieder sorgenvoll, wenn es um Deutschland geht. Gerade war das Land noch die letzte Rettung der westlichen Welt: mit einer Kanzlerin, die Wandel aller Art (von der Atomwende bis zur Fl&uuml;chtlingswelle) nicht verdammte, sondern irgendwie schaffte; mit B&uuml;rgern, die Globalisierung und Weltl&auml;ufigkeit verteidigten, und mit einer boomenden Industrie, die der Wirtschaft ein dekadenlanges Wachstum bescherte.<br>\nJetzt ist alles anders.<br>\nDa ist zum Beispiel Hyun Song Shin, Chefvolkswirt der Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich in Basel und Vordenker. Als er j&uuml;ngst eine Rede hielt zur Frage &ldquo;Was steckt hinter der aktuellen Abk&uuml;hlung der Weltwirtschaft?&rdquo;, begann er mit der Industrie &ndash; und mit Deutschland. Das stehe beim Niedergang &ldquo;an vorderster Front&rdquo;.<br>\nOder der Internationale W&auml;hrungsfonds. Er hat Deutschland heruntergestuft, erwartet in diesem Jahr nur noch 0,7 Prozent Wachstum. Damit w&uuml;rde in Europa einzig das &uuml;berschuldete Italien langsamer wachsen.<br>\nOder der Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Zentralbank. Vor zwei Wochen nach der Lage der europ&auml;ischen Wirtschaft gefragt, erw&auml;hnte er neben Italien auch Deutschland, was selten geschieht. Mario Draghi sprach von einem &ldquo;idiosynkratischen Schock&rdquo;, der die deutsche Industrie treffe, sprich: von einer eigenartigen, noch begrenzten Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2019\/33\/wirtschaftswachstum-konjunktur-deutschland-energie-klima-digitalisierung\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.W.:<\/strong> Wow, dieser Artikel zeigt so richtig sch&ouml;n, was schief l&auml;uft in der deutschen Medienlandschaft.<\/em><\/p>\n<p><em>Jahrelang die Tatenlosigkeit herbei schreiben, das ja alles gut ist, Merkel ja angeblich alles im Griff hat, nie die schwarz Null hinterfragen (von wegen Schw&auml;bische Hausfrau und so) und auf einmal wundert man sich, das die Politik sich so passiv verh&auml;lt.<\/em><\/p>\n<p><em>Dieser ganze Artikel wimmelt von Legenden, die seit Jahren gepflegt werden, allein das nie der ach so tolle Export&uuml;berschuss hinterfragt wird und die niedrige Arbeitslosigkeit, bei der nicht Hinterfragt wird, was das eigentlich f&uuml;r schlecht bezahlte Jobs sind, die hinter diesem Erfolg stehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Allein die Einleitung macht fassungslos: &bdquo;Gerade war das Land noch die letzte Rettung der westlichen Welt: mit einer Kanzlerin, die Wandel aller Art (von der Atomwende bis zur Fl&uuml;chtlingswelle) nicht verdammte, sondern irgendwie schaffte; mit B&uuml;rgern, die Globalisierung und Weltl&auml;ufigkeit verteidigten, und mit einer boomenden Industrie, die der Wirtschaft ein dekadenlanges Wachstum bescherte. &bdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schluss mit der Schuldenschuld<\/strong><br>\nSo verwerflich wie im Deutschen klingt Schuldenmachen in kaum einer anderen Sprache. Zeit f&uuml;r eine positive Haltung zur Staatsschuld &ndash; jetzt, wo sie so n&ouml;tig und so billig ist wie nie. [&hellip;]<br>\nH&ouml;chste Zeit, die Sache moralisch neu zu bewerten &ndash; und vielleicht auch einen sch&ouml;neren deutschen Begriff daf&uuml;r zu suchen, sich Geld zu leihen, wenn es darum geht, in die Zukunft des Planeten und des eigenen Landes zu investieren. Statt Schuldenmachen so etwas wie, sagen wir, H&uuml;bsch-Geldausleihen-f&uuml;r-gute-Zwecke.<br>\nBriten und Amerikaner bezeichnen Schulden trocken-b&uuml;rokratisch als &ldquo;debt&rdquo; &ndash; und Schuld mit &ldquo;blame&rdquo;. Der Italiener sagt f&uuml;rs Schuldenmachen etwas mit &ldquo;debitore&rdquo; &ndash; f&uuml;r die moralische Schuld &ldquo;la colpa&rdquo;. Beim Franzosen hei&szlig;t das eine schlicht &ldquo;dette&rdquo;, das andere bedeutungsschwanger &ldquo;culpabilit&eacute;&rdquo;. Selbst der Finne macht bekanntlich den Unterschied zwischen &ldquo;velka&rdquo; und &ldquo;syy&rdquo;. Nur bei uns &ndash; und unseren nordwestlichen Nachbarn &ndash; war bei der gro&szlig;en Verteilung offenbar kein zweites Wort mehr &uuml;brig. Nun m&uuml;ssen sich beide Bedeutungen den Begriff &ldquo;Schuld&rdquo; teilen. Total sparsam, klar. [&hellip;]<br>\nDie T&uuml;cke ist, dass beim Moralisieren die Vernunft schon mal aussetzt. Zwar d&uuml;rfte der Eifer dazu beigetragen haben, dass Deutschlands Finanzminister seit Jahren sinkende Staatsschulden vermelden. Haupts&auml;chlich liegt es allerdings viel schn&ouml;der daran, dass die Wirtschaft wuchs, es immer weniger Arbeitslose und niedrige Zinsen gab und gibt.<br>\nDie Kehrseite sind jedoch jahrelang ausgebliebene Investitionen in Stra&szlig;en, Streckennetze, Bahnh&ouml;fe, S-Bahn-Ausstattung, Schulgeb&auml;ude, Lehrer, Kita-Erzieher, Notaufnahmen, Breitbandnetze, Tankstellennetze f&uuml;r Elektroautos, Geb&auml;udesanierungen zum Klimaschutz, vern&uuml;nftige Mindestrenten und die fl&auml;chendeckende Ausstattung mit Internet. Um nur ein paar Beispiele zu nennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/staatsverschuldung-schulden-zu-machen-sollte-kein-tabu-sein-a-1281070.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>China Tries to Teach Trump Economics &ndash; But he doesn&rsquo;t seem to be learning.<\/strong><br>\nIf you want to understand the developing trade war with China, the first thing you need to realize is that nothing Donald Trump is doing makes sense. His views on trade are incoherent. His demands are incomprehensible. And he vastly overrates his ability to inflict damage on China while underrating the damage China can do in return.<br>\nThe second thing you need to realize is that China&rsquo;s response so far has been fairly modest and measured, at least considering the situation. The U.S. has implemented or announced tariffs on virtually everything China sells here, with average tariff rates not seen in generations. The Chinese, by contrast, have yet to deploy anything like the full range of tools at their disposal to offset Trump&rsquo;s actions and hurt his political base.<br>\nWhy haven&rsquo;t the Chinese gone all out? It looks to me as if they&rsquo;re still trying to teach Trump some economics. What they&rsquo;ve been saying through their actions, in effect, is: &ldquo;You think you can bully us. But you can&rsquo;t. We, on the other hand, can ruin your farmers and crash your stock market. Do you want to reconsider?&rdquo;<br>\nThere is, however, no indication that this message is getting through. Instead, every time the Chinese pause and give Trump a chance to rethink, he takes it as vindication and pushes even harder. What this suggests, in turn, is that sooner or later the warning shots will turn into an all-out trade and currency war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2019\/08\/08\/opinion\/trump-china-trade.html\">Paul Krugman in der New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Jedes Kind hat gute Startbedingungen verdient&ldquo;<\/strong><br>\nJedes f&uuml;nfte Kind in Deutschland ist arm. Trotz familienpolitischer Ma&szlig;nahmen und j&auml;hrlich 200 Milliarden Euro &auml;ndert sich daran nur z&ouml;gerlich etwas. Es fehlt der gro&szlig;e Wurf, kritisiert Verena Bentele, Pr&auml;sidentin des Sozialverbandes VdK.<br>\nDie beiden j&uuml;ngsten Ma&szlig;nahmenpakete, das Starke-Familien-Gesetz und das Bildungs- und Teilhabe-Gesetz seien &bdquo;ein guter Schritt in die richtige Richtung&ldquo;, findet Verena Bentele. Aber eigentlich geh&ouml;re die gesamte Familienf&ouml;rderung &bdquo;vom Kopf auf die F&uuml;&szlig;e gestellt&ldquo;.<br>\nViele wirklich Arme h&auml;tten etwa von Kindergelderh&ouml;hungen nichts, weil sie mit ihrer Arbeitslosenunterst&uuml;tzung verrechnet w&uuml;rden. Und Baukindergeld geht an dieser Bev&ouml;lkerungsgruppe vollst&auml;ndig vorbei. So gelte trotz der beiden neuen Gesetzespakete, die Anfang August in Kraft getreten sind, im Kern weiter: &bdquo;Das ist Mittelschichtsfamilienpolitik&ldquo;, so die VdK-Pr&auml;sidentin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/vdk-praesidentin-verena-bentele-zur-familienfoerderung.990.de.html?dram:article_id=455743\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>CO&#8322;-Steuer braucht gute Juristen<\/strong><br>\nDie Einf&uuml;hrung einer CO2-Steuer sei laut dem Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags verfassungswidrig, titeln mehrere Magazine. Das ist, mit Verlaub, nicht das, was in dem Gutachten steht.<br>\n&ldquo;CO2-Steuer: umstritten &ndash; und verfassungswidrig&rdquo;, titelte gestern die Wirtschaftswoche. Der Focus zog heute nach und schrieb: &ldquo;Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages: CO2-Steuer ist verfassungswidrig&rdquo;. Auch der Deutschlandfunk meldete: &ldquo;Bundestagsexperten sehen CO2-Steuer als verfassungswidrig an&rdquo;. Und der Tagesspiegel sprach von &ldquo;verfassungsrechtlichem Zweifel&rdquo;. [&hellip;]<br>\nGanz so einfach ist es nicht.<br>\nDas l&auml;sst sich auch nachlesen. Das Gutachten steht seit dem 30. Juli auf der Website des Deutschen Bundestags zum Download bereit. Es umfasst elf Seiten und tr&auml;gt den Titel &ldquo;Einzelfragen zur steuersystematischen Einordnung einer CO2-Steuer&rdquo;.<br>\nGenau darum handelt es sich. Das Papier legt dar, wie eine CO2-Steuer ausgestaltet sein m&uuml;sste, um rechtlich wasserdicht zu sein. Sowohl national als auch auf EU- und internationaler Ebene. [&hellip;]<br>\nAllerdings k&ouml;nnte man eine CO2-Steuer an den Verbrauch CO2-intensiver G&uuml;ter ankn&uuml;pfen zu lassen, so das Papier. Dann w&uuml;rde es sich nicht um eine &ndash; von den Gutachtern ausgeschlossene &ndash; unmittelbare Besteuerung von CO2-Emissionen handeln. Sondern um eine Verbrauchssteuer auf den Verbrauch von Kohle, Erdgas, Benzin, Diesel.<br>\nAuch als Aufschlag auf die bestehende Energiesteuer w&auml;re eine CO2-Steuer laut Gutachten m&ouml;glich. Ein solches Modell wird etwa vom Umweltbundesamt vorgeschlagen. Auch die Wirtschaftsweisen haben ihre Vorschl&auml;ge in dieser Richtung formuliert.<br>\nZudem g&auml;be es die M&ouml;glichkeit, die Verfassung mit der n&ouml;tigen Zwei-Drittel-Mehrheit entsprechend zu &auml;ndern.<br>\nFazit: Eine CO2-Steuer so auszugestalten, dass sie einerseits dem Klimaschutz n&uuml;tzt und andererseits juristisch einwandfrei ist, ist keine leichte Aufgabe. Unm&ouml;glich ist es aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/co2-steuer-braucht-gute-juristen\">klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie Bauern das Finanzamt melken<\/strong><br>\nKritik vom Bundesgerichtshof: Landwirte nehmen j&auml;hrlich zusammen 200 Millionen Euro mehr Umsatzsteuer ein, als sie an den Staat weiterleiten.<br>\nViele Bauern klagen gern, dass der Staat ihnen das Leben schwer mache: die ganzen Umwelt&shy;auflagen, die B&uuml;rokratie, die Steuern. In Wirklichkeit haben die Landwirte in Berlin eine starke Lobby. Mit ihrer Hilfe schaffen es manche Landwirte, nicht nur K&uuml;he, sondern auch den Staat zu melken. Und das nicht nur &uuml;ber die Agrarsubventionen, die bekanntlich fast alle Bauern von der Europ&auml;ischen Union bekommen. Zus&auml;tzlich nutzen auch gro&szlig;e Betriebe eine Ausnahmeregelung im Umsatzsteuerrecht, mit der die Europ&auml;ische Union eigentlich kleine H&ouml;fe f&ouml;rdern wollte.<br>\nZu diesen Absahnern geh&ouml;ren Bauern, die von 2011 bis 2014 G&uuml;lle an mehrere Biogas-Anlagen in Niedersachsen lieferten. Daf&uuml;r erhielten sie den stattlichen Preis von 12,50 bis 13,50 Euro pro Tonne, obwohl auf dem G&uuml;llemarkt damals laut Finanzamt nur 3 Euro &uuml;blich waren. Die Kraftwerke hatten damit kein Problem, da ihre Betreiberfirma den Bauern selbst geh&ouml;rte. Der Clou: Wegen des h&ouml;heren Preises kassierten die Bauern mehr Umsatzsteuer (auch Mehrwertsteuer genannt) bei dem Deal. Anders als bei normalen Unternehmern konnte sich der Staat die Abgabe, die er der Biogasanlage erstattet hatte, aber nicht von den Landwirten holen. So machten sie einen sch&ouml;nen Extra&shy;gewinn. Das geht aus einem Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom M&auml;rz zu dem Fall hervor.<br>\nDie Bauern nutzten eine Sonderregelung f&uuml;r die Branche, wonach Landwirte ihre Umsatzsteuer pauschalieren d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Falsch-berechnete-Umsatzsteuer-Pauschale\/!5613710\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Johnson will 10.000 neue Gef&auml;ngniszellen schaffen<\/strong><br>\n20.000 Polizisten und 10.000 Gef&auml;ngniszellen zus&auml;tzlich, mehr Personenkontrollen, l&auml;ngerer Strafvollzug: Der neue britische Regierungschef profiliert sich als Hardliner in der inneren Sicherheit.<br>\nBoris Johnson hat einen deutlichen sch&auml;rferen Kurs bei der Bek&auml;mpfung der Kriminalit&auml;t eingeschlagen. Der neue britische Premier will 10.000 neue Gef&auml;ngniszellen bauen lassen sowie 20.000 Polizeibeamte zus&auml;tzlich einstellen. Zudem sollen Tausende Polizisten mehr umfassende Befugnisse bei Personenkontrollen erhalten und die M&ouml;glichkeiten zur vorzeitigen Haftentlassung deutlich eingeschr&auml;nkt werden.<br>\nDiese Ma&szlig;nahmen k&uuml;ndigte Johnson in seiner eigenen Zeitungskolumne in der &ldquo;Mail on Sunday&rdquo; an. Demnach soll allein der Bau neuer Gef&auml;ngniszellen 2,5 Milliarden Pfund (rund 2,66 Milliarden Euro) kosten. Daf&uuml;r habe Finanzminister Sajid Javid bereits die Zustimmung erteilt. Zudem fordert der Premier h&auml;rtere Strafen bei Gewalttaten und Vergewaltigungen sowie gegen das Tragen von Messern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/boris-johnson-verspricht-10-000-neue-gefaengniszellen-und-mehr-befugnisse-fuer-polizei-a-1281403.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bez&uuml;glich der fortgesetzten Durchsetzung der neoliberalen Agenda ist dies konsequent gedacht. Sicher k&ouml;nnten man auch Geld in das Bildungs- und Gesundheitssystem oder in den Ausbau der &ouml;ffentlichen Infrastruktur investieren. Solche Gedanken d&uuml;rften dem Eton-Absolventen Johnson aber fremd sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nicht Bakery Jattas Identit&auml;t sollte in Frage gestellt werden, sondern ein europ&auml;isches Asyl- und Migrationssystem<\/strong><br>\nHei&szlig;t der HSV-Spieler Bakery Jatta in Wahrheit Bakery Daffeh und ist 23 statt 21 Jahre alt? Dar&uuml;ber wird seit einigen Tagen in den Medien gestritten. Der gambische Spieler ist zur Projektionsfl&auml;che von Rechten geworden, die noch immer der garantiert biodeutschen Fu&szlig;ball-Nationalmannschaft nachtrauern.<br>\nBei jeder Welt- oder Europameisterschaft gibt es rechte Kampagne gegen Fu&szlig;ballspieler, die nicht in Deutschland geboren sind. Besonders die NPD hat sich mit solchen Kampagnen hervorgetan, einige NPD-Politiker wurden deswegen verurteilt. Aber auch der AfD-Politiker Gauland sorgte f&uuml;r Schlagzeilen wegen despektierlicher &Auml;u&szlig;erungen gegen&uuml;ber einem Fu&szlig;ballspieler mit Migrationshintergrund.<br>\nIn diesen ethnisierenden Diskurs ist auch die Diskussion um Jatta alias Daffeh einzuordnen, wo sogar schon von einer m&ouml;glichen Abschiebung die Rede ist. Schnell stellte sich heraus, dass Behauptungen der auch von der Bildzeitung gepushten Kampagne nicht stimmen. Dass Jatta vielleicht mehrere Namen tr&auml;gt, ist in Gambia nicht un&uuml;blich, best&auml;tigten Bekannte von ihm. Ein Asylantrag kann dem Mann gar nicht aberkannt werden, weil er gar keinen gestellt hat.<br>\nViel Solidarit&auml;t f&uuml;r Spieler<br>\nDoch es gab in den letzten Tagen auch viel Solidarit&auml;t mit dem angegriffenen Spieler. Die Gr&uuml;nde sind sicherlich unterschiedlich. Der Verein hat sich hinter ihn gestellt, weil seine Aufenthaltsgenehmigung und die Papiere vom gambischen Verein korrekt sind. Es gibt Regelungen f&uuml;r den internationalen Spielertransfer und da gibt es im Fall von Jatta nichts zu beanstanden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nicht-Bakery-Jattas-Identitaet-sollte-in-Frage-gestellt-werden-sondern-ein-europaeisches-Asyl-und-4493391.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Amri-Ausschuss: Kapitulation vor dem Verfassungsschutz?<\/strong><br>\nIm Abgeordnetenhaus von Berlin verweigert die Vizechefin des Amtes mehr Antworten, als sie gibt &ndash; und im Bundestag sitzt ein Vertreter des Justizministeriums im Ausschuss, obwohl er eigentlich ein Zeuge ist<br>\n&ldquo;Wir haben heute unsere Grenzen aufgezeigt bekommen.&rdquo; So das Fazit des Vertreters der Linkspartei im Abgeordnetenhaus von Berlin. Schauplatz: der Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz. Ein anwesendes Opfer des Anschlages drehte die Schraube allerdings noch weiter und sagte: &ldquo;Das war eine Kapitulation des Untersuchungsausschusses gegen&uuml;ber dem Verfassungsschutz.&rdquo;<br>\nDen Grund f&uuml;r diese Bewertungen lieferte die stellvertretende Leiterin des Berliner Verfassungsschutzes, Katharina Fest, die am 9. August zur ersten Sitzung nach der Sommerpause als Zeugin geladen war.<br>\nEine Erkenntnis nach zwei Jahren parlamentarischer Aufkl&auml;rung steht fest: Der Sicherheitsapparat tut nichts, um die Hintergr&uuml;nde des Anschlages vom 19. Dezember 2016 mit zw&ouml;lf Toten aufzukl&auml;ren und seine Rolle transparent zu machen. Wie das konkret aussieht, konnte man nun am Beispiel des Landesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz (LfV) Berlin live studieren. Einen Gro&szlig;teil der Fragen wollte die Verantwortliche nicht oder nur in eingestufter Sitzung beantworten, sprich: unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nEin zweiter Zeuge, der im Staatsschutz des Landeskriminalamtes (LKA) Berlin t&auml;tig war, sollte von Anfang an und komplett nur nicht-&ouml;ffentlich vernommen werden. Der Staatsschutz f&uuml;hrt Informanten in der islamistischen Szene. Der Ausschuss wollte wissen, welche Erkenntnisse er &uuml;ber bestimmte Moscheen gewonnen hatte, wo sich der mutma&szlig;liche Attent&auml;ter Anis Amri und seine Kontaktpersonen bewegten.<br>\nKatharina Fest, die LfV-Vize, erkl&auml;rte zun&auml;chst, der Anschlag habe sie tief betroffen gemacht, die Stadt sei seither nicht mehr dieselbe, und sie wolle den Untersuchungsausschuss bei seiner Arbeit unterst&uuml;tzen.<br>\nDie grunds&auml;tzliche Frage, ob das Amt in der Causa Amri Fehler gemacht habe, beantwortete sie dann mit &ldquo;Nein&rdquo;. Die, ob die Aufarbeitung des Anschlags im LfV abgeschlossen sei, mit &ldquo;Ja&rdquo;. Und die, wie lange diese Aufarbeitung gedauert habe, mit &ldquo;nicht lange&rdquo;. Das war vom gro&szlig;en Bruder BfV bereits ganz &auml;hnlich zu vernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Amri-Ausschuss-Kapitulation-vor-dem-Verfassungsschutz-4493538.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Olaf Scholz: Solidarit&auml;tszuschlag abschaffen, dann Sozialleistungen k&uuml;rzen<\/strong><br>\nFinanzminister Olaf Scholz kommt der Union entgegen: Der Soli soll weitgehend abgeschafft werden. Ob er damit sozialdemokratisches Profil sch&auml;rft? Ein Kommentar.<br>\nFalls es jemand noch nicht bemerkt hat: Unsere Regierung besitzt &uuml;bernat&uuml;rliche Kr&auml;fte, denn sie kann drei Dinge gleichzeitig, die der gemeine Menschenverstand f&uuml;r unvereinbar h&auml;lt: erstens Steuern senken (also den Solidarit&auml;tszuschlag ganz oder weitgehend abschaffen); zweitens trotz geringerer Einnahmen an der &bdquo;Schwarzen Null&ldquo; festhalten; und drittens irgendwie das Klima besser sch&uuml;tzen, ohne die Energiesteuern zu erh&ouml;hen, wie es CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer verspricht.<br>\nFinanzminister Olaf Scholz, dem Parteibuch nach ein Sozialdemokrat, kommt jetzt der CDU\/CSU, die den &bdquo;Soli&ldquo; ganz abschaffen m&ouml;chte, sogar ein St&uuml;ck entgegen: Er will die Abgabe nicht mehr nur f&uuml;r die im Koalitionsvertrag vereinbarten 90 Prozent der Steuerzahler streichen, sondern f&uuml;r weitere 6,5 Prozent zumindest senken. Das verr&auml;t vor allem eines: ein sehr spezielles Verst&auml;ndnis von der Sch&auml;rfung des sozialdemokratischen Profils.<br>\nWas ein Finanzminister eigentlich wissen sollte: Nat&uuml;rlich geht die Rechnung nicht auf. Wer auf Einnahmen verzichtet, wird fr&uuml;her oder sp&auml;ter Leistungen k&uuml;rzen. Aus der CDU kommen schon Forderungen, notfalls &bdquo;das soziale F&uuml;llhorn etwas sparsamer auszusch&uuml;tten&ldquo;. Das sollte sich merken, wer jetzt noch &uuml;ber ach so schwere Steuerlast klagt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/olaf-scholz-solidaritaetszuschlag-abschaffen-dann-sozialleistungen-kuerzen-12905192.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Turkey to annex northern Syria with US blessing<\/strong><br>\nAnkara outmaneuvers Washington, weeks after crisis in relations over purchase of Russian S-400 missile system<br>\nThe United States military, desperate to avoid an open confrontation between its NATO ally and Kurdish clients, has capitulated in a game of chicken with Ankara, agreeing to an occupation zone across northern Syria.<br>\nThe announced agreement comes just weeks after US lawmakers threatened Turkey with sanctions over its purchase of the Russian S-400 missile defense system. By threatening an imminent attack on the Kurdish YPG militia &ndash; America&rsquo;s ally against ISIS &ndash; Ankara appears to have obtained a green light for a US-shepherded seizure of Syrian territory.<br>\nThe so-called &ldquo;peace corridor&rdquo; is expected to span the entire region east of the Euphrates River, stretching 460 kilometers, according to Turkey&rsquo;s state news agency Anadolu. It will also go 32 kilometers deep into Syrian territory, putting Kurdish-held towns like Kobane &ndash; seized from ISIS in 2015 &ndash; under Turkish authority.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.asiatimes.com\/2019\/08\/article\/for-paul-turkey-to-annex-northern-syria-with-us-blessing\/\">Asia Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Alternativlos, Folge 43<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/alternativlos.org\/43\/\">Alternativlos<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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